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Autor Thema: Die Freak(Monster)welle - Legende oder Wahrheit - hier die Fakten  (Gelesen 28596 mal)
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« am: 09 April 2009, 22:55:09 »

Hallo Freunde der See und der Schiffahrt

Jahrzehntelang wurden Seeleute, die von Monsterwellen berichteten verlacht und ihre Berichte wurden als Seemannsgarn abgetan.
Als Kapitän von Supertankern, habe ich selbst aber 2 Monsterwellen erlebt (beide ca. 25 - 30 Meter hoch).
Eine an der Ostküste von Südafrika 100 Meilen vom Kap der Guten Hoffnung entfernt in einem Sturm mit 120 Km/Windstärken- die
andere elebte ich Jahre später auf eiinem anderen Tanker 60 sm südlich von Cap Hatteras (USA) in einem Hurrican mit Windstärken von max. 160 km /Std.

Beide Male wurde unser Schiff derartig beschädigt, daß wir Nothäfen zur Reparatur anlaufen mußten.
Gott sei Dank blieb unsere Maschine bei beiden Fällen in Takt und wir konnten noch navigieren.

Ich suchte lange nach wissenschaftlichen Erklärungen für diese Wellen und nun habe ich sie gefunden es war für mich richtig spannend.

Als ich die 5 Videos von BBC Learning in Youtube fand traute ich meine Augen nicht, denn nun hatte ich den Beweis.

In den folgenden Video links werden nicht nur die Freak Waves wissenschaftlich erklärt, man bekommt auch eine glaubwürdige Erklärung
für das Verschwinden der "München"

Man sollte etwas Zeit und einen etwas schnelleren Rechner für die folgenden Videos mitbringen.
Es ist sehr spannend:

Theorie und wissenschaftliche Erklärungen mit vielen Beispielen der Freak(Monster)wellen)

http://www.youtube.com/wa...oyc9I&feature=related

http://www.youtube.com/wa...SUCN4&feature=related

http://www.youtube.com/wa...oNRd0&feature=related

http://www.youtube.com/wa...4TFT4&feature=related

http://www.youtube.com/wa...ch?v=0AdGuEG07y0&NR=1

Hoffe es war interessant für euch.

Beste Grüße

Hans


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,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!
Chrischnix
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« Antwort #1 am: 10 April 2009, 01:56:18 »

Hallo Kapitän Hans

Die München ? War das nicht 78 in den Azoren ?
Hat mich dunemals schon so fasziniert das ich mir ne Karte aus einem Quartett mit Positionsangabe
in meinen Dierke Atlas geklebt habe !!
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #2 am: 10 April 2009, 03:42:31 »

Hallo Christian

Du hast vollkommen recht - es war 78 bei den Azoren.

Der Untergang der München war und ist vielleicht immer noch ein großes Misterium.
Nach dem SOS verschwand sie innerhalb von 4 Minuten. Eine Monsterwelle ist immerhin eine mögliche Erklärung.
Sie war damals eins der größten und modernsten Lash-Schiffe der Welt.
Ein Schulkollege von mir war auf diesem Schiff 1. Offizier und berichtete mir noch zuvor was für ein tolles Schiff sie war.

Es gab noch ein Phänomen in der Schiffahrt, das bis heute nicht absolut geklärt worden ist: Die "White Squall"
Eine eigenartige Wolkenformation, mit gigantischen Fallböen, die ebenfalls eine riesige Welle erzeugten.

hier ein Bild einer White Sqall aus der Ferne - dieses Phänomen kann  auch bei geringen Windstärken entstehen.
Sie waren besonders für Segelschiffe gefährlich.



 

« Letzte Änderung: 11 April 2009, 16:12:17 von Kapitän Hans » Gespeichert

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Huszar
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Hungary


« Antwort #3 am: 10 April 2009, 11:25:19 »

Hallo, Kapitän!

schöner Beitrag!

Hast du gaaaanz zufallig noch Bilder der Beschädigungen deiner beiden Schiffe?

mfg

alex
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Keine Panik! Wir werden sie schon demoralisieren!
winni
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« Antwort #4 am: 10 April 2009, 11:32:53 »

Super !   Top
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Es sind immer die Abenteurer die große Dinge vollbringen.


Montesquieu.
Raptor
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Name: Andy

Slovenia


« Antwort #5 am: 10 April 2009, 20:26:15 »

hier ein Bild einer White Sqall aus der Ferne - dieses Phänomen kann  auch bei geringen Windstärken entstehen.
Sie waren besonders für Segelschiffe gefährlich.


Ich meine daß dieses Foto ein Fake ist
« Letzte Änderung: 10 April 2009, 23:11:21 von Kapitän Hans » Gespeichert
Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #6 am: 10 April 2009, 20:41:18 »

wenn ja, dann nicht von mir - ich habe es nur aus einer Serie von Bildern über  Wettergeschehen kopiert.

Fallböen sind sehr häufig, siehe auch Untergang des Segelschulschiffes "Niobe"

@raptor

Fake oder Wirklichkeit



selbst aufgenommen - Süden von Costa Rica Grenze zu Panama


In der Flugwetternavigation wird das Phänomen auch als Downburst bezeichnet- absolut reales Fotos



schematische Darstellung eines Downburst




http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_B%C3%B6

beste Grüße

Hans
« Letzte Änderung: 10 April 2009, 22:03:22 von Kapitän Hans » Gespeichert

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Bugsierstefan
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« Antwort #7 am: 10 April 2009, 22:51:02 »

Hallo Kapitän Hans,

mit einem Rieseninteresse lese ich diesen Threat, ich lerne gerne dazu, macht für mich die Seefahrt, der ich nur im Schiffsmodellbau frönen kann, um vieles verständlicher!

Aber jetzt zu diesem speziellen Thema. Mich faszinierte das Foto des White Sqall, da mir dieses Bild sehr bekannt vorkam! Ich selbst besitze ein ähnliches, von mir selbst gemachtes Foto eines Wetterphänomens, welches ich in der antiken Mayastadt Tulum im Juni 2000 aufnahm. Wir befanden uns in Mexico auf Hochzeitsreise und wurden von so einem Wettergeschehen auf der Besichtigungstour überrascht. Ich selbst muss dort mit offenen Munde dort gestanden haben, mich faszinierte die Geschwindigkeit, mit der sich eine dunkle Wolkenwand, (übrigens mit einer wie vom Linieal gezogenen Kante), unter die hellen, freundlichen Wolken schob!
Das ganze ging einher mit plötzlichen und heftigen Böen und einem kräftigen tropischen Platzregen! Nach ca 2 Std. schien wieder die Sonne.
Dieses Naturschauspiel beindruckt mich bis heute, dieses wahnsinnig schnelle Vorrücken der Wolkenwand mit dieser geraden Kante hat sich mir ins Gedächtnis eingebrannt. Die Wolkenwand kam aus dem Landesinneren und zog in Richtung Golf von Mexico.
Aufgrund der Böen suchten wir in den zugänglichen Maya Häusern Schutz, zum Bus wollte ich nicht, da ich so einem jahrhundertealten Mayabau in diesem Augenblick mehr zutraute als einem Reisebus.
Meine Bilder von diesem Geschehen habe ich leider nur als Dias, sonst würde ich sie hier sofort einstellen.
@ Raptor, definitiv kein Fake und auf See möchte ich sowas nicht erleben!
Kapitän Hans, weiter so mit Deinen Berichten, ich lese diese immer wieder gerne!
Auch Dein Bismarck Modell, großen Respekt!!!!!!!!!!!!!
Von solchen Fertigkeiten bin ich noch weit entfernt, aber lernfähig und willig. Rom wurde ja bekanntlich auch nicht an einem Tag gebaut!

Viele Grüße aus Kaltenkirchen
von Bugsierstefan 
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #8 am: 10 April 2009, 23:16:13 »

@bugsiersteffan

freut mich, daß dir meine Beiträge gefallen - geb mir Mühe sie allgemein interessant zu halten

Das mit den Fähigkeiten kommt von ganz allein, wenn man, wie du, lernfähig ist.
Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen - wichtig ist nur, daß man laufend seine Fähigkeiten erweiterrt.

Beste Grüße aus Costa Rica

Hans
« Letzte Änderung: 10 April 2009, 23:28:13 von Kapitän Hans » Gespeichert

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Raptor
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Name: Andy

Slovenia


« Antwort #9 am: 11 April 2009, 10:29:48 »

wenn ja, dann nicht von mir - ich habe es nur aus einer Serie von Bildern über  Wettergeschehen kopiert.


Hallo Hans, natürlich nicht von Dir, aber zumindest diese Internet Seite behauptet daß das o.gezeigte Bild ein HOAX oder Internet Märchen ist

hier der link
http://www.deecee.de/


Bei so einem Sturm würdich mich garantiert vor Angst in die Hose machen (hoffentlich kein Fake Bild)  shocked
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Big A
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« Antwort #10 am: 14 April 2009, 12:40:11 »

Wie immer, Hans, nach Deinen Berichten verdammt man seinen drögen Schreibtisch noch mehr!
Egal, was für ein Wetter, ich will wieder zur See fahren... undecided

Axel
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If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth...
Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.
Captain Hans
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« Antwort #11 am: 14 April 2009, 16:16:39 »

Hallo Axel

Kann ich gut verstehen und nachempfinden - auch ich vermisse oft die See.
Bei Stürmen stand ich oft eingemummt draußen in der Nock und beobachtete wie das Schiff sich durch die Wellen kämpfte.
Es war ein grandioses Schauspiel.
In der warmen Karibik hab ich oft an Deck (Kapitänswiese) auf einer Matratze geschlafen, den unfaßbaren Sternenhimmel über mir -
es war ein tolles gefühl von Freiheit.

Beste Grüße

Hans
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Peter K.
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« Antwort #12 am: 14 April 2009, 17:33:16 »

Zitat
In der warmen Karibik hab ich oft an Deck (Kapitänswiese) auf einer Matratze geschlafen, den unfaßbaren Sternenhimmel über mir - es war ein tolles gefühl von Freiheit.

Dieses wunderbare Gefühl durfte ich auch schon erleben, zwar auf einem wesentlich kleinerem Schiff - es war eine knapp 13 m lange, klassische SWAN 42 - aber dennoch unvergesslich und kaum zu beschreiben!
 Kaptn lach

Zitat
Bei Stürmen stand ich oft eingemummt draußen in der Nock und beobachtete wie das Schiff sich durch die Wellen kämpfte.

Diesbezüglich bleibt mir ewig in Erinnerung eine nächtliche Borafahrt in der Adria von Sibenik nach Sukosan auf einer keinen, etwa 9 m langen Slup namens APOLLONIA. Das war mein erster Segeltörn überhaupt und ich stand ununterbrochen selbst am Ruder - einfach grandios, gewaltig, geil ....
 Kaptn lach
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Leutnant Werner
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« Antwort #13 am: 14 April 2009, 22:25:18 »

@ Kapitän Hans,

Deine erste Freak Wave: War das bei Cape Agulhas?

Ich finde es auch faszinierend, dass mittlerweile wissenschaftlich dokumentiert ist, welche Macht die Natur haben kann.

Gruß
Ekke
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Urs Hessling
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« Antwort #14 am: 14 April 2009, 23:53:48 »

Hi

auch ich vermisse oft die See.
Bei Stürmen stand ich oft eingemummt draußen in der Nock und beobachtete wie das Schiff sich durch die Wellen kämpfte.
Es war ein grandioses Schauspiel.
In der warmen Karibik hab ich oft an Deck (Kapitänswiese) auf einer Matratze geschlafen, den unfaßbaren Sternenhimmel über mir -
es war ein tolles gefühl von Freiheit.

Erinnerungen werden wach  smiley cool cry

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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