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Autor Thema: Russland modernisiert Atom-U-Boot-Flotte  (Gelesen 7031 mal)
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JotDora
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« Antwort #60 am: 28 November 2011, 13:52:12 »

Danke für die Videos.  Top

Frage: Kommt es nur mit so vor, oder stimmt in dem von Olpe eingestellten Video (spätestens) ab 10:10 etwas nicht?
die Instrumente sehen seltsam und unecht "verwackelt" aus.

Gruß

Sebastian
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Gruß

Sebastian
olpe
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« Antwort #61 am: 28 November 2011, 21:02:59 »

Kommt es nur mit so vor, oder stimmt in dem von Olpe eingestellten Video (spätestens) ab 10:10 etwas nicht?
die Instrumente sehen seltsam und unecht "verwackelt" aus.
Hallo @JotDora,
gut beobachtet! In der Tat ... diese 'Wackler' sind auffällig ... Ich vermute, dass hier ein wenig gefakt worden ist, um beim Monitor des Steuerungssystems nicht alle Varianten anzuzeigen, die möglich sind und beim Tiefenmesser die wahre Grenztauchtiefe zu verbergen ...
Grüsse
OLPE
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« Antwort #62 am: 28 Dezember 2011, 18:07:50 »

Russlands „Pannenrakete“ Bulawa endlich gefechtsbereit. Nach Expertenangaben ist Bulawa in der Lage, jedes der gegenwärtig existierenden Abwehrsysteme zu durchbrechen...... huh

Kann man das bestätigen ?

http://de.ria.ru/security...y/20111228/262372980.html

 Matrose gruesst

Manfred
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olpe
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« Antwort #63 am: 28 Dezember 2011, 21:19:24 »

Russlands „Pannenrakete“ Bulawa endlich gefechtsbereit. Nach Expertenangaben ist Bulawa in der Lage, jedes der gegenwärtig existierenden Abwehrsysteme zu durchbrechen...... huh  Kann man das bestätigen ?
Hallo,
das ist nur durch die bisherigen, wenigen Angaben der generellen Möglichkeiten der Rakete verifizierbar. Die Rakete ist bereits beim Start an der möglichen Durchdringungsfähigkeit der Gefechtsladungin den drei verschiedenen Flugphase beteiligt. Nach dem Abbrand der letzten Stufe vor dem erreichen der maximalen Höhe der ballistischen Flugbahn (Apogäum) werden die Sprengköpfe freigegeben - mit eigenen Eigenschaften zur Überwindung der Abwehr.
Merkmale einer hohen Durchdringungsfähigkeit gegnerischer ABM-Systeme (anti-ballistic missile) sind m.E. folgende grobe Gedankenstriche, die die BULAVA-30/BULAVA-47 (im weiteren nur noch BULAVA-30 genannnt) besitzen dürfte:

Startphase
  • Start mehr als einer Rakete
  • schneller Start, hohe Startgeschwindigkeit
  • frühzeitiges Erreichen der mittleren Flugphase
  • frühzeitiges Aussetzen von Täuschmitteln (ballonähnlich?)

Mittlere und Endanflugphase
  • Bestückung mit bis zu 10 Sprengköpfen und Täuschkörpern
  • grundlegende MIRV-Fähigkeit (multiple independently targetable reentry vehicle): unabhängig einzeln zielbare Sprengköpfe (Wiedereintrittskörper)
  • zusätzliche MARV-Fähigkeit (maneuverable Re-Entry Vehicle): die Sprengköpfe lassen sich einzeln lenken
  • möglich, aber bei der BULAVA-30 nicht sicher: Änderung der Fluggeschwindigkeit
  • möglich, aber bei der BULAVA-30 nicht sicher: Taumelbewegungen  bzw. Korrekturdüsen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, dadurch für die ABM-Systeme unerwartete Richtungsänderungen
  • das Mitführen von Täuschkörpern (Attrappen ohne eigenen Antrieb, Dummy's mit eigenem Antrieb)
  • das Mitführen von Täuschmitteln (Chaff, Decoy's)
  • Stören des Abwehrradarsystems (satelliten-, luft, und bodengestützt)
  • sehr hohe Endanfluggeschwindigkeit

Ziel aller Maßnahmen ist es, eine hochentwickelte und schnell reagierende Raketenabwehr in allen drei Phasen zu täuschen, zu überfordern, die Reaktionsfähigkeit zu überschreiten und das System damit in der Wirksamkeit einzuschränken.
Welche Gesamtprobleme für die abwehrende Seite entstehen können, legt dieser Bericht dar (lesenswert!):
Bundestag: Raketenabwehr (pdf)

Grüsse
OLPE
« Letzte Änderung: 28 Dezember 2011, 21:34:36 von olpe » Gespeichert
olpe
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« Antwort #64 am: 28 Dezember 2011, 21:45:24 »

Hallo,
ergänzend eine informative (und m.E. belastbare) russische page zur BUALAVA, viele Bilder, Daten (leider nur in russ.  cry) und den Modifikationen der Rakete. Daher auch die obige Angabe im post BULAVA-30/BULAVA-47. Das ist diejenige Version, die bis zu 10 MARV-Sprengköpfe mitführen kann, die mit niedriger Flugbahn fliegen sowie Kurs- und Richtungsänderungen erlauben):
BULAVA (russ.)
Grüsse
OLPE
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« Antwort #65 am: 29 Dezember 2011, 09:42:13 »

Moin Olpe,

Deine Antworten wie immer..... Top

 Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #66 am: 03 Februar 2012, 19:23:41 »

Und hier eine Grafik zum Projekt 955 Borej http://de.rian.ru/infogra...n/20110607/259373559.html

und

Die Atom-U-Boote des Projekts 949, baugleich mit der 2000 untergegangenen „Kursk“, werden mit Marschflugkörpern „Onyx“ und „Kalibr“ ausgerüstet.
Im Moment sind diese Atom-U-Boote mit Marschflugkörpern vom Typ „Granit“ bewaffnet.

http://de.rian.ru/securit...y/20111212/261958983.html

 Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 03 Februar 2012, 19:32:35 von Albatros » Gespeichert
hillus
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« Antwort #67 am: 03 Februar 2012, 19:54:51 »

Hallo Manfred,

sonst bist Du immer von der schnellen Truppe, aber diesmal hast Du wohl etwas verpaßt. Die Infografik von Projekt 955 ist noch okay, die war noch nicht da, zumindest hier im Forum.
Aber Deine Meldung zur Umbewaffnung der KURSK-Klasse, ich ergänze Projekt 949-A ANTEY - NATO Code OSCAR II, ist eine alte Oma. Matrose zwinkert Matrose lacht laut

Die Meldung dazu kam bereits am 12.12.2011 im Thread "Modernisierung der russischen Atom-U-Boote Projekt 949-A" von einem gewissen hillus. Für mich ist immer interessant, wo Du überall herumwuselst!

Jetzt wird geschnunzelt!!

Jochen
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« Antwort #68 am: 03 Februar 2012, 20:06:24 »

Hallo Jochen,

ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten, hatte den Begriff „Kalibr“ in die Suchfunktion eingegeben und keine Ergebnis bekommen, da hab ich gedacht raus damit...... Kaptn lach

 Matrose gruesst

Manfred
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hillus
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« Antwort #69 am: 03 Februar 2012, 20:20:22 »

Ach Manfred,

ich kann Dich so gut verstehen!

Jochen
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JotDora
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« Antwort #70 am: 27 Februar 2012, 14:55:42 »

....
4. Es gab auch Vorhaben eine Version von Borey zu bauen, bei der die Teile der "Oscar" klasse verwendet werden sollten ("Belgorod", "Barnaul" und "Volgograd" - alle drei gibt es heute noch, aber die rosten unfertig vor sich hin auf dem Werftsgelände, bzw. "Belgorod" steht seit 15 jahren zu 75% fertig in dem Baudock und den zu verschrotten würde genau so viel kosten wie zu Ende zu bauen - Milliarden. Nur passen diese Schiffe leider in das moderne Konzept der russischen Marine nicht mehr)
...

scheinbar wird zumindest Belgorod nun doch fertig gebaut?
http://www.barentsobserver.com/kursk-sister-to-sail-on-special-missions.5022294-116321.html

Gruß

Sebastian
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Gruß

Sebastian
hillus
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« Antwort #71 am: 27 Februar 2012, 16:40:04 »

Hallo Sebastian,

lange nicht miteinander in Verbindung gewesen. Mit der K-139 BELGOROD (Projekt 949-A, NATO Code OSCAR II) scheint es im Moment so aus, als wenn das Boot fertiggebaut wird. Der Oberbefehlshaber der SKF, Admiral W.S. Wysozkij, sagte kürzlich auf eine Frage eines Korrespondenten bei einem Interview, ja sie wird als ein Spezial-U-Boot fertiggebaut. Aber wir kennen das, geredet wird viel, bis der Tag lang ist. Absichtserklärungen sagen gar nichts.

Wie sieht es aus um K-139 BELGOROD??
22.07.1992 auf Stapel bei SEVMASH
06.04.1993 Name BELGOROD
1995 Bildung der Besatzung, Kommandant Kapitän zur See W. Abchalimow (1995 bis 1997)
1997 wegen fehlender finanzieller Mittel wird der Bau bei 75% der Fertigstellung gestoppt und Besatzung aufgelöst. Das Boot verbleibt aber in der Bauhalle (Zeche).
2000 Fertigbau nach Projekt 949-AM geplant, aber kein Geld aufzutreiben!!!
bis 2004 geringfügige Arbeiten am Bootskörper
2006 Planungen eines evtl. Leasungvertrages mit Indien, Fertigbau auf Kosten Indiens gescheitert! Baufortschritt 85%!!
2009 kündigt Admiral Wysozkij die Beendigung des eingefrorenen Zustandes des Bootes an.
10.02.2012 Admiral Wysozkij im Interview mit RIA NOVOSTI über den Fertigbau bei der OAO PO SEVMASH als U-Boot für spezielle Aufgaben. Umbauprojekt, Rüstungshaushalt und Fertigstellung wurden nicht genannt.

Das mal schnell zusammengestellt!. Ich hoffe, es genügt Dir.

Jochen



« Letzte Änderung: 27 Februar 2012, 17:32:14 von hillus » Gespeichert
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