Forum Marinearchiv

Flotten der Welt => Die Deutsche Kriegsmarine => Deutsche Kriegsmarine - U-Boote => Thema gestartet von: Gebirgsmarine am 19 September 2011, 22:00:20

Titel: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Gebirgsmarine am 19 September 2011, 22:00:20
Guten Abend, zu späten Stunde!

Habe eben eine Mitteilung aus dem U-Boot-Museum Cuxhaven-Altenbruch von Herrn Bredow
gelesen. Im November 2011 kommt ein neuer Film auf die Leinwand oder ins TV ?. Der Laconia-Fall.
Laut Herrn Bredow, dem eine Fassung in deutsch und englisch als DVD vorliegt, soll er top gelungen
und gut recherchiert sein.

Viele Grüße

die Gebirgsmarine
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Teddy Suhren am 19 September 2011, 22:04:28
Hai

Joa:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,10939.0.html
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: AND1 am 19 September 2011, 22:17:32
Drehbericht: ,,Der Untergang der Laconia"
http://www.faz.net/artikel/C30280/drehbericht-der-untergang-der-laconia-die-gentlemen-bitten-an-deck-30033445.html
vielleicht anderes Forum ?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Rheinmetall am 30 September 2011, 18:03:40
Dann bin ich ja mal gespannt.  :-D
Hoffe das er ein "neutraler Film" ala "Das Boot" wird / ist und nicht die Deutschen wieder die "Bösen" sind, wie z.B. in dem amerikanischen Schandfilm "U 571"...........................................

Denn Hartenstein und alle an dieser Rettungsaktion beteiligten Männer waren Helden !  :MG:

Rheinmetall
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Urs Heßling am 30 September 2011, 18:27:23
moin,

"nie literarisch verarbeitet" heißt es im Link ? ... ich kenne zumindest Leonce Peillards "Affäre Laconia".

Gruß, Urs
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 19 Oktober 2011, 19:22:57
Moin zusammen,

nun ist es amtlich. Die Verfilmung "Fall Laconia" wir am 02.11.2011 und am 03.11.2011 im Ersten gezeigt. Der zwei Teiler startet jeweils um 20:15 Uhr

Hier die Links von TV-info:

http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/149005220_laconia

http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/149005301_laconia


Auf dem Film bin ich schon sehr gespannt.

Ostseegrüße von der Pam

Nachtrag:  Habe gerade gesehen das der TV Tipp schon in einem anderen Beitrag eingefügt wurde  :-P
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Albatros am 02 November 2011, 17:57:57
Zitat von: Pam am 19 Oktober 2011, 19:22:57
Moin zusammen,

nun ist es amtlich. Die Verfilmung "Fall Laconia" wir am 02.11.2011 und am 03.11.2011 im Ersten gezeigt. Der zwei Teiler startet jeweils um 20:15 Uhr

Hier die Links von TV-info:

http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/149005220_laconia

http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sendung/149005301_laconia


Auf dem Film bin ich schon sehr gespannt.

Ostseegrüße von der Pam

Nachtrag:  Habe gerade gesehen das der TV Tipp schon in einem anderen Beitrag eingefügt wurde  :-P


Schubs nach oben......Heute 20.15..... :O/Y

:MG:

Manfred
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: t-geronimo am 02 November 2011, 19:23:25
Und ich Idiot bin bei meinen Eltern, kann nicht nicht schauen und habe vergessen, den HD-Recorder zu programmieren...  :](*,) :](*,) :](*,)


Kann evtl. jemand aushelfen? Alles weitere dann gern per PN.  :|
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: F.B. am 02 November 2011, 21:07:31
Hallo Thorsten,

Wiederholung am Samstag ab 20:15 Uhr auf "eins festival". Beide Teile dann hintereinander. Und die ARD hat eine Mediathek.

MfG

Frank
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Urs Heßling am 02 November 2011, 22:02:50
moin,

Fazit Teil 1 , lassen wir `mal die vielen "kleinen" Fehler und die "heroischen" Aussagen beider Seiten beiseite ...

Eine derart undisziplinierte Besatzung (Anzugswirrwarr beim Auslaufen, dauerndes Stehen an Oberdeck in See, keine vollzählige Brückenwache) kann ich mir kaum vorstellen.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Teddy Suhren am 02 November 2011, 22:04:52
Hai

Egal wie...
Ich fand's bis jetzt ganz gut.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: harold am 02 November 2011, 22:51:06
Irgendwo hatte ich doch diesen kleinen Hinweis untergebracht, damit auch Thorsten mal vorab schon gucken kann:

http://www.youtube.com/watch?v=iTxrJFkbpjs

Habs mir vor einigen Tagen angeseh'n, ...
...Hartenstein ist hier ein-ganz-ein-Braver und läßt auch Franca Potente als eine "undercover-Deutsche" ohne weiteres laufen,
- die grauslich-skinheadmäßig-porträitierten Polen auf "Laconia" sind wirklich ganz-ganz-schlimme bad guys, wie sie mit den Italienern umgehen (das wird aber von britischer Seite alsbald mit zwei-drei strengen Blicken humanitär geregelt), anschließend kommen sie nicht mehr vor,
- Dönitz kommt bald mal als "Pappa Dönitz" in die Geschichte, der ja am End' nur irgendeinem jung-feurig-verblendetem Karrieristen zuliebe seinen obligaten Befehl rausgeben muß,
- an Bord des Bootes gibt es den (siehe Petersen-Film) üblichen Mix aus alten Hasen, 150-%-igen Stramm-Zack und tumben (fleißig filmenden) Neuling,
die das Feuer eröffnende (amerikanische) Flugzeugbesatzung ist natürlich von britischer Seite her (aus fürchterlich fiesen Gründen) nicht genügend aufgeklärt, juvenil-blöde und entsprechend trigger-happy,
- deren ziemlich nahe liegende Treffer sind aber dann eben doch nicht so wirklich arg,
- und am Schluß haben sich alle-alle wirklich lieb und große Achtung voreinander.-

Unterm Strich würd ich sagen:
in dieser bemüht-allseitig-gerechten Filmproduktion wird das schöne und erhebende Märchen kolportiert, wie sehr "gentleman-like" der U-Boot-Krieg doch hätte sein können, wären doch die bösen-bösen Feinde nicht gewesen, die den (ebenfalls allerseits reichlich vorhandenen) Gentlemen doch a bissl mißtraut hatten. -
Good for "confidence in the humanity", very bad for "historical correctness". ---

(meine private Meinung: Hartenstein hätte sich n *pieps* drum geschert, wäre L. ein Truppentransporter gewesen, mit entsprechenden Verlusten auf britischer Seite - erst die Tatsache, daß hier italienische Verbündete im Wasser paddeln, brachte ihn zu seiner so viel beachteten Entscheidung)----

Eine Dimension, die auch diese Ansicht zuließe, fehlt ... jedenfalls mir, in diesem Film.










Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: kawa1705 am 02 November 2011, 23:01:30
"Das Boot" bleibt ungeschlagen
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 02 November 2011, 23:52:02
Schließe mich Urs' Meinung an.

Die Deutschen kommen zwar ungewöhnlich gut weg, werden hier offenbar von den Polen als "Schurken vom Dienst" abgelöst. Wenn das mal nicht noch Ärger gibt:
http://www.welt.de/fernsehen/article13691942/Die-Laconia-und-der-gute-Nazi-Werner-Hartenstein.html

Jedenfalls nervt es, daß jede Menge Fehler enthalten sind, man fragt sich, wozu man eigentlich sog. "Fachberater" in solchen Filmen beschäftigt.

Ging schon am Anfang los, bei dem Essen mit Dönitz: Offiziere, die im Beisein des BdU das Uniformjackett abgelegt haben wie zuhause auf dem Sofa; das Grüßen durch Anlegen der Hand an den barhäuptigen Kopf (in der Wehrmacht wurde nur durch Handanlegen an die Kopfbedeckung gegrüßt, wenn eine solche auch getragen wurde  :roll: ), der von Urs erwähnte seltsame Aufzug beim Auslaufen, auch bei der Kommandantenmusterung grüßte die ganze versammelte Mannschaft durch Handanlegen zurück, anstatt im "Stillgestanden" vor dem Kmdt. zu stehen (sollte wohl besonders "militärisch" aussehen), das von Urs erwähnte dauernde Rumstehen an Oberdeck statt auf dem Turm (in der zweiten Jahreshälfte 1942!) und die unvollständige Brückenwache usw.

Meines Wissens nach griff U 156 im Überwasserangriff an, nicht getaucht wie im Film, die beiden Torpedos trafen an Steuerbord, nicht an Backbord wie im Film...

Hätte man sich mal ein wenig mehr an Das Boot orientiert, was die Genauigkeit auch in Details anbelangt...


Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: t-geronimo am 03 November 2011, 00:02:16
Zitat von: F.B. am 02 November 2011, 21:07:31
Wiederholung am Samstag ab 20:15 Uhr auf "eins festival". Beide Teile dann hintereinander.

Das kann ich leider nicht empfangen.


Zitat von: harold am 02 November 2011, 22:51:06
Irgendwo hatte ich doch diesen kleinen Hinweis untergebracht, damit auch Thorsten mal vorab schon gucken kann:

http://www.youtube.com/watch?v=iTxrJFkbpjs


Ach, ich bin doch Film-Fetischist und Cineast (deshalb kommen mir für Spielfilme auch keine Internet-Kopien ins Haus, DVD-Qualität mit Surround-Sound ist normalerweise Pflicht.
Deshalb schaue ich mir auch ungern (auch nach den ersten Kritiken) solche Filme am PC-Bildschirm an (einen Flachbild-HD-Fernseher habe ich [noch] nicht).

Ich bedanke mich für die ersten Hilfs-Angebote, erneuere aber meinen Aufruf:
Kann mir jemand per PN mit einer auf dem HD-Recorder aufgenommenen Version helfen? :)
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Stm am 03 November 2011, 00:38:56
Hallo
Habe den Film auch gesehen , eure Meinungen dazu . Als Mariner gebe ich euch Recht. Manchess finde ich auch ungewöhnlich, aber die Deutschen sind nicht unbedinkt die Schurken. Gut die Polen , wer im Osten Deutschlands lebt ,hat von seinen Eltern gehört ,wie die Polen sich gerächt haben. Habe selbst in der familie so einen Fall. Polen erschiesen einen Lehrer und Kantor .der nie Soldat war , vor den Augen seiner Frau die noch ihr Baby in dern Armen hielt . Soll keine Verganenheitsaufwühlung sein , nur mal so eingefügt. Ansonsten finde ich den Film mit den verschiedensten Charkteren nicht soo schlecht .
Gut ich fand auch eine Anlehnung an das Boot.
Jeder empfindet es halt anders .
Horst-Dieter
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: AND1 am 03 November 2011, 00:42:47
Fehler ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. :MV:
Das Wetter kein Wellengang auf offener See, im Boot kein Schaukeln.BFT-Skala Null.
Die U-Boot-Mannschaft :MLL:
Die haben wohl nur "Das Boot" von Buchheim gesehen. Was bei den U-Bootfahrern für schmunzel sorgte.
Die Dialoge und als der Kapitän dem neuen Matrosen an die Kehle ging ... :MLL:

übrigens:
Die italienischen Gefangen hatten sich beschwert das sie von den Bewachern mit Bajonetten gestochen worden sind.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Trimmer am 03 November 2011, 05:58:39
Ich hatte gestern diesen Teil1 mit einen alten Mariner (94 Jahre ) angesehen. Kommentar von diesem "Alten Herrn ": Welche Marine soll das gewesen sein ? Bei Preussens ging es anders zu obwohl die U-Boottruppe ein ganz besonderer Haufen war".
Gut gemachte Unterhaltung - aber auch nicht mehr.

Gruß - Achim - Trimmer 
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Glasisch am 03 November 2011, 06:37:16
Zitat von: AND1 am 03 November 2011, 00:42:47
übrigens:
Die italienischen Gefangen hatten sich beschwert das sie von den Bewachern mit Bajonetten gestochen worden sind.

das ist aber Tatsache (die Itaker haben nicht gelogen), die in PL unter den Teppich gekehrt wurde...
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Mario am 03 November 2011, 07:23:26
Ich habe gestern angefangen, den Film zu schauen, aber schon nach einigen Minuten genervt zum Fußball gewechselt.
Mal von den ganzen Fehlern abgesehen, die Atmoshäre in dem Film hat mir überhaupt nicht zugesagt. Irgendwie kam das immer so rüber, als wären das damals fast alle anständige Kerle gewesen, ... aber ach ... :cry: die Zeiten waren ja leider so hart.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Dergl am 03 November 2011, 07:47:54
Ich bin zufällig beim zappen auf den Film gestoßen.
Gerade eben in der Szene, als ein Offizier dem Kommandanten auf die Schulder klopfte, wohl als Anerkennung des Versenkungserfolges.
Diese Szene als Anhaltspunkt für den ganzen Film genommen, war ich nur für Sekunden auf diesem Sender  :roll:

Detlef
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 03 November 2011, 11:35:45
Moin zusammen,

also ich habe mir den ersten Teil gestern auch angesehen und finde das man ein Urteil eigentlich erst abgeben kann wenn man den ganzen Film gesehen hat.

Mich wundert es allerdings doch sehr das hier Aussagen wie .. Fehler hier  und Fehler da.. ähm .. ich meine da sollte man sich vielleicht etwas zurückhalten wenn schon Herr Bredow meint er ist gut gelungen oder ?
Das man nicht alles originalgetreu auf die Leinwand bringen kann ist ja wohl klar.. Improvisiert wird überall. Zeigt mir doch mal einen Film der alles originalgetreu darstellt und das in einer Länge von 2x90 Minuten ... wer kann das ??

Diejenigen die hier nach Fehlern schreien sollten dann doch vielleicht mal beweisen das sie es besser können. Ironie an: Na wer traut sich denn ??  Ironie aus:

Das für heute ..

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Hurvinek am 03 November 2011, 11:51:57
@Pam:

Nö!

Ich bin durchaus der Meinung, dass man es - wenn man es schon macht - auch von vornherein richtig machen kann, das kostet nichts extra. Speziell ärgert mich immer, dass dort Berater am Werk sind, die entweder a) fürstlich bezahlt werden und dabei ihr Geld nicht wert sind oder b) man nicht auf sie hört. Das liegt dann wiederum an den Produzenten und Regisseuren, die alles besser zu wissen glauben. Das Einfachste und Zielführendste wäre wirklich, in einschlägigen Fachforen (wie z.B. diesem hier) nachzufragen... dann kommt auch 'was Schlaues dabei 'raus.

Mit Gruss,
Hurvinek
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 03 November 2011, 12:04:26
@ Hurvinek

Fachforum hier ? Ja !  Allerdings sollte man sich der Tatsache annehmen das hier (bis auf den einen oder anderen Veteran dieser Zeit) meist Leute am Werk sind die nicht dabei waren.
Zumal und das sollte berücksichtigt werden das eben vieles aufgrund von Erzählungen, Akten und sonstigen Berichten zu Grunde liegt. Augenzeugenberichte können, und das ist jetzt nicht negativ gemeint sondern realistisch; bedingt durch die voranschreitende Alterssenilität auch ein wenig verschwimmen.

Nehmen wir mal als Beispiel den Fall "Athenia" darüber wurden auch sooooooooo viele Berichte usw. geschrieben. Auch in diesem Fall ist bis heute noch nicht alles zu 100% geklärt. Es wird auch nie einer können, denn es war keiner von uns dabei.

Ich habe mal hier im Forum erlebt das mir jemand schrieb "Die Geschichte (Historie) bleibt nicht wie sie ist. Sie wird immer neu geschrieben und zwar durch neue Zufallsfunde"
So und nicht anders sehe ich das bisher auch bei diesem Film. Aber ein endgültiges Urteil fälle ich erst nach dem ganzen Film.

Du magst Deine Meinung dazu haben, was auch völlig legitim ist.. wäre ja auch nicht sinnig wenn wir alle der gleichen Meinung wären. Denn dann gäbe es keinerlei Filmkritiken.

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: ufo am 03 November 2011, 12:35:52
Ich hatte den Film ja schon benoergelt als ich den damals hier gesehen hatte.

http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,10939.0.html

Ich muss nach wie vor sagen – ich finde den gar nicht so schlecht.

Die Fehler ... ja, ist das nicht ein wenig die Detailverliebtheit des Fachmannes, die da etwas ueberschiesst? Ist das wirklich wichtig, ob das ein Nullkommaneun Niet war an der Stelle oder eine sechskommadrei Flachkopfschraube? Und selbst das militaerische Gehabe ... aendert das den Plott?
Ja, es mag fuer den Fachmann seltsam ausschauen, wenn bestimmtes militaerisches Zeremoniell nicht nach Dienstvorschrift ist. Trotzdem – das ist kein Marinelehrfilm.
Ich denke es waere auch falsch sich beim "Wunder von Bern" zu beklagen, dass die Nahtmuster auf dem Ball nicht stimmen. Das raeumt (belanglosen) Details in einem Film zu grosses Gewicht ein. 

Das ist Unterhaltungshistorie. Manches mag absichtlich ueberzeichnet sein, um dem Zuschauer eine bestimmte Stimmung zu vermitteln. Vieles aber mag schlicht und ergreifend nicht bis ins letzte Detail recherchiert sein, um den Film bezahlbar zu halten. Fuer ueber 99% der Zuschauer hat der Film die selben Aussagen, vermittelt die selbe Stimmung, propagiert die selbe Moral, wenn das U-Boot mattrosa gepoent ist (Tarnbemalung gegen Sonnenaufgaenge in der Adria) und der Kaeptn immer einen Dreispitz mit Hakenkreuz aufhat. Ich denke man sollte sich Unterhaltungskino (-fernsehen) nicht durch Fachwissen vergraulen lassen.   


Ja, und zu manchen Aussagen des Filmes ... Das manche Gestalten wie der Grossadmiral etwas arg als tragische Figur wegkommen – warum nicht. Ich glaube der (Kriegs-)verbrecher Doenitz hat sich in wesentlichen Zuegen tatsaechlich erst spaeter entwickelt. Ich denke da ist (lange vor Juli 44) ein Scheideweg fuer fuehrende Militaers gewesen. Wenige haben Widerstand gewaehlt. Ich denke allerlei haben Anstand gewaehlt, Doenitz hat sich mit zunehmendem Wissen und zunehmender Involviertheit eindeutig dem Verbrechen angeschlossen. Fuer das Jahr 1942 aber finde ich die tragische Darstellung nicht verkehrt.

Ich denke was diesen Zweiteiler auszeichnet, ist dass er anders als zum Beispiel ein Epos wie "Stalingrad" auch Offiziere in handelnden, exponierten Stellungen als Charaktaere zeichnen kann, die in dem Zwist zwischen Anstand und Kriegshandwerk gefangen sind. Normalerweise leiden in Deutschen Kriegsschinken nur gemeine Landser in ihren Schuetzenloechern vor sich hin. Offizieren kommt das moralische Denken sonst erst wenn wie in "Der Untergang" wirklich alles vorbei ist.

Wie Pam oben schreibt – es gibt Leute in diesem Forum, die der Ansicht sind, dass Geschichte nichts Starres ist, nichts Starres sein kann und darf.  :wink: Geschichtsschreibung erzaehlt midestens genausoviel ueber die Zeit, ueber die sie berichtet wie ueber die Zeit in der sie geschrieben wird. Auch in diesem Kontext finde ich den Film recht gelungen. Der da gefilmt hat, hat offenbar relativ wenig Rechnungen offen gehabt. Erfreulich jedenfalls finde ich an dem Stueck, dass es etwas von der Knoopschen Blick-zurueck-im-Zorn Geschichtsschreibung abweicht. Was damals war wird nicht mit der moralischen Messlatte von Heute erschlagen.


Nicht die selbe Liga wie "Das Boot" aber nicht schlecht. 

Ufo
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 03 November 2011, 12:57:03
Moin,

wo war denn der IWO? Hat man den einfach vergessen?

Ansonsten ist der Film ganz gut gelungen. Ganz wichtig, man hat darauf verzichtet, die deutschen Soldaten und Offiziere, wie so oft, als dumpfbackicke Nazis hinzustellen. Man war bemüht, ohne Vorurteile und im Gros nach Fakten zu arbeiten, entgegen der PC. Das hat mir sehr gut gefallen.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Gebirgsmarine am 03 November 2011, 14:35:37
Grundsätzlich schließe ich mich der Meinung von Hurvinek an.
Mit etwas mehr Sorgfalt, die keine Kosten verursachten, hätte
man das Leben an Bord des U-Bootes besser aufzeichnen können.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein junger Brillenträger damals
Borddienst auf einem U-Boot tat.
Die Enge an Bord eines dt. U-Bootes kam gar nicht zur Geltung.
Die Versammlung im Bugraum zeigt es besonders deutlich. Auch
in den anderen Räumen ist Platz im Überfluß. Siehe Funkraum,
Zentrale usw.
Und, so ganz konnten sie es doch nicht lassen, die Deutschen als
leicht blöd darzustellen. Siehe das ganze drumherum um Dönitz
und den LI an Bord.
Übrigens, die Wachmannschaft hat sich tatsächlich nicht mit Ruhm
bedeckt. Kann man überall nachlesen.

Gruß

die Gebirgsmarine

Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 03 November 2011, 15:19:45
Zitat von: UC 67 am 03 November 2011, 12:57:03
wo war denn der IWO? Hat man den einfach vergessen?

Der I. WO war Oblt. z.S. Gert Mannesmann, der Name wurde meiner Erinnerung nach schon des öfteren erwähnt.

Zitat von: Pam am 03 November 2011, 11:35:45
Diejenigen die hier nach Fehlern schreien sollten dann doch vielleicht mal beweisen das sie es besser können. Ironie an: Na wer traut sich denn ??  Ironie aus:

Wenn Du mir die 13 Mio. €, die die Produktion des Filmes gekostet haben soll, auf mein Konto überweist, dann engagiere ich Schorsch, Teddy Suhren, UC 67 und noch ein paar andere als Fachberater und wir versuchen unser Glück...  :-D
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: AND1 am 03 November 2011, 16:14:18
von Gebirgsmarine
Die Enge an Bord eines dt. U-Bootes kam gar nicht zur Geltung.
Die Versammlung im Bugraum zeigt es besonders deutlich. Auch
in den anderen Räumen ist Platz im Überfluß. Siehe Funkraum,
Zentrale usw.

Ist mir auch aufgefallen.
Als ein Offizier glaub LI sagte er könne auch mit 250 Personen tauchen Typ IXC :MLL:, wenn alle Aale verschossen sind, für wie lange ?
sehr kurze Zeit oder zum Meeresgrund.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Urs Heßling am 03 November 2011, 17:09:00
moin,

Zitat von: Pam am 03 November 2011, 11:35:45
Na wer traut sich denn ?? 

ich traute mich ... per e-mail ... aber die Änderungen und Fehlerverbesserungsvorschläge zum Trailer wurden nicht angenommen.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: U 48 am 03 November 2011, 17:39:09
Moin,moin

nun das schlimmste an der ganzen Sache ist das der Fachberater das U-Boot Museum war und grade H.Bredow der kein gutes Haar am
L.G.Bucheims Film ließ hatte hier die Chance es besser zumachen und ist kläglich gescheitert.
Wohl wissend hat er verzichtet sich im Abspann erwähnt zu lassen um sich dann nicht den kritischen Stimmen stellen zu müßen.

Das "Boot" hat damals umgerechnert 16 Mio € gekostet gut in den 80er bekam man ja noch was fürs Geld.
Aber heute bekommt man für 13 Mio € doch mindestens 4 Kompasen für die Brückenwache hin.
Fehler über fehler aber der Riesen Studio Scheinwerfer auf der Brücke bitte haben die Leute nie ein Foto von irgend ein U-Boot aus der Zeit gesehen oder sich auch nur ansatzweise den Film "Das Boot" angeschaut.

Und für alle die Meinen nur wer dabei war hat Recht und weiß wie es war, ich habe A.Hitler nicht erlebt Gott sei dank aber ich weiß auch so das es ein Verbrecher war
und so ist es auch mit den Filmen ich sehe Fotos von U-Booten aus damaliger Zeit und keins hat ein Studio Scheinwerfer auf dem Turm.

Da hat der liebe H.Bredow mit dem U-Boot Museum ein Eigentor geschossen, ich bin immer noch der meinung das L.G.Bucheim mit seinen Film/Roman mehr Leute für U-Boote begeistern konnte als alle anderen und das wird leider nicht Gewürdigt bei Ehrmaligen weil der Neid auf den Ruhm und das Geld dies nicht zulies.

So der 1.Teil ist bei mir gleich wieder von der Festplatte gelöscht worden da hatte ich lieber was anderes Aufnehmen sollen.

Gruß
U 48
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Teddy Suhren am 03 November 2011, 18:00:08
Hai

Wie schon gesagt: Soo schlecht fand Ichs nicht. Mir war von vornherein klar das man da nicht mit Flutschlitz zählen anfangen darf.
Die meisten Euros werden wohl für die Computertricks draufgegangen sein.
Gut z.B.: das Uboot war unschwer als das zu erkennen was es war: Ein Typ 9. Auch wenn mehrere Boote im Hafen zu sehen waren war das gut dargestellt.
Einen fand ich aber besonders geil: Äh, Herr Kap'tän eine Rauchwolke. Nix aufgeregt einen Offizier gerufen oder AAAALLLAARM oder so - Der war mal wirklich gut...
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 03 November 2011, 18:10:52
Oblt.z.S.d.Res. Gert Mannesmann war IIWO!!!

Der IWO war Oblt.z.S. Leopold Schuhmacher!!! Den habe ich aber vermißt.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: U 48 am 03 November 2011, 18:21:09
Moin,

Flutschlitze habe ich auch nicht gezählt, aber leider die Brückenbesatzung und da kam selten 4 bei Raus.
Nun es sind ja andere Sachen wie bei L.G.Bucheim wird der Öllappen nicht zu unrecht kritisch hinterfragt auch ich bin da der Meinung das dieses Vergehen mehr als Brüllerrei erfahren sollte.Aber hier im Film greift der Kommandant ein Besatzungsmitglied an!!!!!
Sowas geht gar nicht und Hartenstein wird sich im Grabe umdrehen wen er das wüßte was da in seinen Namen gemacht wird.
Ja und der Brillenträger wäre bis Dato der erste mir bekannte Brillenträger bei der U-Bootwaffe.
Das so als neuer grade nichts zutun hat und mal eben alles Übernehmen will und den Kommandanten so über die Schulter schaut und noch sein Senf dazu gibt.
Das wäre wieder ein guter Grund für ein Neues Buch
Wir U-Bootfahrer sagen: "Nein!" "So war das nicht!". Eine "Anti-Buchheim-Schrift". U-Bootfahrer nehmen kritisch Stellung zur Schmähschrift des Lothar-Günther Buchheim "Die U-Boot-Fahrer" nur das hier der Titel anders Lauten sollte.

L.G.Bucheim sagt sogar es ist ein Roman "Das Boot", hier bei Laconia wird suggeriert das es sich so zugetragen hat und so sollte man es dan auch kritisch betrachten dürfen.
Es wäre für die Filme Macher leichter gewesen wenn Sie nur so versucht hätten ein U-Boot Film zumachen.
Die Verfilmung des Falls  RMS Lusitania ist deutlich besser gelungen und Bedarf keiner Kritik.
Gruß
U 48
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 03 November 2011, 18:34:27
Warum sollte ein Brillenträger nicht als Heizer auf einem U-Boot fahren oder auf einem anderen Posten, der nicht als Brückenwache fährt? Oder hatten die auch irgendwie Dienst an Oberdeck?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 03 November 2011, 18:37:16
LUSITANIA besser gelungen? :MLL: War das nicht mit dem Befehlsverweigerer Vögele?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: U 48 am 03 November 2011, 18:47:45
Moin,moin

ok kaum kritik bei Lusitannia.
Bei den schon unzähligen U-Boot Bildern die ich aus dem zweiten Welkrieg gesehen habe ist bis dato kein Brillenträger dabei gewesen.
Ich selbst bin kein Brillentäger aber der 1. Grund wäre der das die Bille wohl sehr häufig Beschlagen wäre selbst in der Maschine, dann aber spätesten bei Wasser einbruch.
Und wie soll ein Brillenträger tauchen so wie zb. bei Das Boot in der Maschine.
Das ist ein Grund gewesen um bei der U-Bootwaffe abgewiesen zu werden.
so das war nun mein letzter Beitrag zu diesen Thema.
Gruß
U 48
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 03 November 2011, 19:02:29
Eine Brille beschlägt nur wenn die so kalt ist, daß der Taupunkt unterschritten wird. Das dürfte im Maschinenraum wohl kaum der Fall sein; in der Zentrale weiß ich's nicht. Aber dann müssten die Gläser von ungeheizten Instrumenten da auch laufend beschlagen, kann das jemand bestätigen oder ausschließen? Tauchen mit Brille geht, Gasmaskenbrille (Gummibänder statt Bügel). Oder die Bügel sind mit einem Gummizug gesichert, dann darf man aber nicht so doof sein wie ich als Jugendlicher und von einem Dalben ins Wasser springen.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 03 November 2011, 19:17:36
Moin moin,

ich glaube kaum das man den Film "Das Boot" mit diesem Film auch nur im Ansatz vergleichen kann. Das wäre als würde man Apfel mit Birnen vergleichen.
Die Handlung im Film "Das Boot" war, und das Wissen wir ja nun alle, nicht mit irgendwelchen Angriffen aus Passagierschiffe oder Truppentransporter. Sondern da ging es um die Angriffe auf die Handelsmarine.
Ich habe "Das Boot" jetzt schon länger nicht gesehen .. ich müsste es mir wohl mal wieder zu Gemüte fügen.. aber ich kann mich jetzt sofort nicht daran erinnern das es die dort dargestellten Besatzungsmitglieder wirklich gab. Waren die Namen nicht auch frei erfunden?
Naja ich denke mal ich müsste auf die Besatzungsliste von U96 gucken und mir dann den Film nochmal ansehen.

Also ich finde es schon sehr Respektlos Herrn Bredow öffentlich so an den Pranger zu stellen. Dieser Mann hat mit so viel Hingabe etwas geschaffen wovon viele hier im Forum und auch außerhalb des Forum profitiert haben. Davon mal ganz abgesehen kann jedem ein Fehler unterlaufen, aus welchen Gründen auch immer, dafür sind wir Menschen.

Ostseegrüße von der Pam
(die es nicht nur Respektlos sondern auch Geschmacklos findet wie H. Bredow hier an den Pranger gestellt wird)
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Trimmer am 03 November 2011, 19:30:56
Hallo U 48 - so ganz richtig ist es aber nicht was Du da wegen Brillenträgern schreibst.

Ich zitiere mal aus einem Merkheft für Freiwillige der KM 1940 : ".... in Ausnahmefällen, bei Mangel an Bewerbern ( Brillenträger ) zugelassen. Voraussetzung: Sehschärfe mit Glas ( Brille ) mindestens 6/8 beiterseits oder auf besseren Auge 6/6 , auf dem anderen Auge mindestens 6/12 der regelrechten Sehschärfe beträgt. Volles Farbunterscheidungsvermögen

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: t-geronimo am 03 November 2011, 21:12:06
Zitat von: U 48 am 03 November 2011, 17:39:09
...nun das schlimmste an der ganzen Sache ist das der Fachberater das U-Boot Museum war und grade H.Bredow der kein gutes Haar am
L.G.Bucheims Film ließ hatte hier die Chance es besser zumachen und ist kläglich gescheitert.
Wohl wissend hat er verzichtet sich im Abspann erwähnt zu lassen um sich dann nicht den kritischen Stimmen stellen zu müßen.
[...]
...Da hat der liebe H.Bredow mit dem U-Boot Museum ein Eigentor geschossen, ich bin immer noch der meinung das L.G.Bucheim mit seinen Film/Roman mehr Leute für U-Boote begeistern konnte...


Weißt Du da näheres, nämlich wie das im Detail abgelaufen ist?
Oder könnte es auch sein, dass das U-Boot-Museum-Team (wer auch immer daran beteiligt war) diverses hätte anders machen wollen und vom Filmteam einfach nicht erhört worden ist?
Soll ja auch schon vorgekommen sein... ;)
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Schorsch am 03 November 2011, 21:14:58
Zitat von: Trimmer am 03 November 2011, 19:30:56
Ich zitiere mal aus einem Merkheft für Freiwillige der KM 1940 : ".... in Ausnahmefällen, bei Mangel an Bewerbern ( Brillenträger ) zugelassen. Voraussetzung: Sehschärfe mit Glas ( Brille ) mindestens 6/8 beiterseits oder auf besseren Auge 6/6 , auf dem anderen Auge mindestens 6/12 der regelrechten Sehschärfe beträgt. Volles Farbunterscheidungsvermögen
...dann noch ein Zitat aus dem Merkblatt für den Eintritt in die Seeoffizier-, Ingenieuroffizier-, Waffenoffizier- und Verwaltungsoffizierlaufbahnen der Kriegsmarine:
" a) für Seeoffiziere: beiderseitig 6/8 oder auf dem besseren Auge die volle 6/6, auf dem anderen mindestens 6/12 der regelrechten Sehleistung,
  b) für Ingenieur-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere: Auf dem besseren Auge 6/8, dem anderen 6/12 der regelrechten Sehleistung, bei reiner Kurzsichtigkeit mindestens 6/12 bzw. 6/18.
Brillenträger werden nicht eingestellt." (Hervorhebung im Original)

Eine Bemerkung, die im Inhalt ähnlich zu Deinem Zitat ist, kommt lediglich bei den Sanitätsoffiziersanwärtern und bei den Anwärtern auf die Marinebeamtenlaufbahn vor. Kurz gesagt, es galt bei der Kriegsmarine der Grundsatz: "Seeleute sind Sehleute!"

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Bekoe am 03 November 2011, 22:14:52
Hallo Schorsch,

wie wurde das da im Kriegsjahr 1942 bei den Mannschaften gehandhabt - durften da auch keine Brillenträger an Bord ?

Grüsse
Bernd
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Kaffee am 03 November 2011, 23:15:25
moin zusammen
den ersten teil hab ich mir zugegebenermassen noch zuende angesehen, den zweiten teil garnicht.
warum?
realismus hin oder her, aber grundsätzliches sollte in einem kriegs(-zeit) film schon stimmen, z.b. disziplin einer ubootbesatzung, (anzugsordnung bei musterung, bei überwasserfahrt mann auf vorschiff - wie will der bei alarmtauchen rechtzeitig ins boot kommen?) vorgehensweise bei sichtung eines unbekannten fahrzeugs u.s.w.
das andere ware diese unnötig betonte rührseligkeit - das war nicht darstellung von dem erlittenen leid sondern (wie in anderen historien-zweiteilern im tv auch) quoten-fisching - oder noch schlimmer - es soll von anderen dingen ablenken.

eine technische frage hätte ich:
im film hies es, die laconia mache 15kn, und liefe zick-zack kurs. ist 15kn bei u-boot (aus versehen fährt man nicht zick-zack) gefahr nicht etwas wenig?
wieauchimmer
nur meine emfindung zum film
gruss
thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Bekoe am 03 November 2011, 23:29:11
Zitat von: Kaffee am 03 November 2011, 23:15:25

eine technische frage hätte ich:
im film hies es, die laconia mache 15kn, und liefe zick-zack kurs. ist 15kn bei u-boot (aus versehen fährt man nicht zick-zack) gefahr nicht etwas wenig?
wieauchimmer
nur meine emfindung zum film
gruss
thomas

15 kn war wohl das Maximum was die Laconia Maschine nach 6 Monaten Einsatz als Truppentransporter noch her gab
Als Maximum sind 16 kn angegeben...

Gruss
Bernd
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Stm am 04 November 2011, 00:36:28
Habe nun auch den 2. Teil gesehen.
Sicherlich ist es so, dass nicht alles so gezeigt wurde wie es im Kriege auf U- Booten zuging. Wir waren alle nicht dabei. Eines war aber interessant und da glaube ich den Machern des Filmes. Wie sich die Allierten damals verhalten haben. Die Briten .erstmal abwarten und die anderen vorschicken. Die Amis , erstmal Bomben dan mal sehen was ´übrigbleibt.
Soweit na ja
Aber es waren gerade im 2. Teil viele Dialoge ,da habe ich gedacht: wenn alle Soldaten einmal so denken könnten, gäbe es keinen Krieg mehr.
In diesem Sinne fand ich die beiden Filme gut. Das Seemännische besser U. Boot sächliche mal ausgeklammert.
Horst-Dieter
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Trimmer am 04 November 2011, 06:34:44
Hallo Schorsch - ich habe gestern nach Ende Teil 2 bei dem "Alten Herrn" nachgefragt. Du hast in soweit Recht das diese Bestimmungen 1940 noch Gültigkeit hatten. Später teilweise nicht mehr. Besonders im Bereich Maschine und Funk gab es dann Brillenträger. Bestimte Kriterien galten dann nicht mehr. Nimm auch als Beispiel die Waffen-SS wo sich auch diese "Aufnahmekriterien"  immer weiter verschoben haben.Also eigentlich "Nein " aber ....  Gehe ich jetzt von den Verlusten bei der U-Bootwaffe aus erscheint mir das  eigentlich logisch.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01
Moin zusammen.

so, nachdem ich mir nun beide Teile angesehen habe, gebe ich dann mal meine Komplette Meinung dazu ab.

Zuerst einmal sage ich nach wie vor: Ein Vergleich mit dem Film "Das Boot" ist ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen. Die Handlungen beider Filme ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Wenn ich hier von Fehlern lese wie; Die Brücke (Zentrale) war viel zu groß und deswegen unrealistisch, dann frage ich mich doch mal ob ich es mit Fachidioten zu tun habe die so einen Film an solchen Kleinigkeiten messen!?

Die Produktion: Wenn ich mich richtig entsinne dann war es eine Co Produktion von Deutschen und Briten. Und wenn ich mich an den Abspann erinnere dann war dort nur das Britische Archiv vertreten. Deutsche Behörden wie z.B. das Militärarchiv in Freiburg waren nicht vertreten. Wissen wir, ob bei dem einen oder anderen kleinen Detail nicht auch der Rotstift angesetzt wurde?? Ich meine bei vielen Verfilmungen wurden doch schon kleine aber wichtige Details ausgelassen.. !? Bei vielen meiner Meinung nach. Auch wenn dieser Vorfall nun schon so viele Jahre zurückliegt.. die Briten werden doch wohl kaum zugeben das es mehr als eine Fehlentscheidung gab.. selbiges gilt für die Amerikaner. Man läuft Gefahr im Nachhinein ein anderes schrecklicheres Bild von den Amerikanern und Briten zu bekommen. Da geht man eher den Weg (durch auslassen kleiner Details) den Deutschen ein wenig unter die Arme zu greifen und das Bild zu erstellen das eben die Deutschen nicht nur Unmenschlich waren. Wobei ich dann jetzt zum Sinn der Verfilmung komme..

Der Sinn der Verfilmung; Meiner Meinung nach war der Sinn dieser Verfilmung nicht das U-boot und seinen Aufbau in den Vordergrund zu stellen. Es war der Sinn zu zeigen das es Kommandanten gab die Menschlichkeit und Anstand besaßen.
Dies wurde in diesem Film auch sehr gut dargestellt genauso wie die ganze Rettungsaktion.

Fakt ist: Der Film war Top und es ist im Grunde egal ob im Film das Boot eine Niete zuviel oder zu wenig hatte oder ob es das Rotlicht wirklich gab oder nicht.
Darum ging es nicht und wer sich lieber mit Fakten und Berichten beschäftigt der soll sich Dokumentationen ansehen .. die wohlgemerkt auch Fehler beinhalten können  :-)

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Ralf am 04 November 2011, 08:38:52
 :MG: top top
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: RonnyM am 04 November 2011, 09:05:16
...gehe völlig konform mit dir Pam. top

Grüße Ronny

PS Hab`auch einen Fehler entdeckt: Alle waren bis zum Schluss immer glatt rasiert :-D :-D :-D
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: rosenow am 04 November 2011, 09:08:13
Moin, ich hatte immer vermutet, dass ein 9er U-Boot etwas geräumige als ein 7er U-Boot ist, wird das im Film falsch dargestellt?

Naja, ich kann natürlich nicht wissen wie realistisch der Film dargestellt wurde,  das Thema ist sehr brisant und es ist mutig  alle Seiten schonungslos darzustellen.

Der Film macht ganz klar, dass jede Menschenverachtende Diktatur ein Feind der Vernunft ist und der Film ist ein Beweis, dass die fortschrittlichen Menschen aller Nationen damit umgehen können und passt  in der  heutigen fortschrittlichen Denkweise hinein.

Dieser Film reiht sich nahtlos in die Reihe ,,Sehr guter Film   :TU:) " ein, dabei kommt es nicht darauf an, ob die Munition in den Flakmagazinen nun Attrappe war oder nicht.

:MG:

Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 04 November 2011, 09:13:13
ZitatEs war der Sinn zu zeigen das es Kommandanten gab die Menschlichkeit und Anstand besaßen.

Ich denke, das war bei dem Gros der U-Boot-Fahrer der Fall. Sie wurden halt 65 Jahre lang diffamiert. Sicher, es gab auch schwarze Schafe. Die gab es aber schon immer und in jeder anderen Marine auch.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:18:58
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01Fakt ist: Der Film war Top und es ist im Grunde egal ob im Film das Boot eine Niete zuviel oder zu wenig hatte oder ob es das Rotlicht wirklich gab oder nicht.
Naja, vielleicht nicht schlecht, aber Top ist für mich was anderes. Ich bin kein Nietenzähler, solange nicht die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt werden. Aber irgendwann sind solche Nachlässigkeiten einfach zuviel. SO ein Ausmaß an zivilen Klamotten? Die Mannschaft bei ihrer Arbeit hat mich an Schulpraktikanten erinnert, wo der Bewegungsmelder anspringt wenn der Firmenchef eine Runde durch den Betrieb macht. Viele Dialoge fand ich gestelzt, viele Tätigkeiten gekünstelt. Und schön gemacht. Zu schön... Die deutschen Seeleute alle mit gepflegtem Dreitagebart, die männlichen Schiffbrüchigen mit einer ausreichenden Anzahl frischer weißer Unterhemden. Die weiblichen Schiffbrüchigen gut mit 3-Wetter-Taft versorgt: Seewasser, Sonne, Wind - die Figur sitzt... Traumschiff Niveau
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: F.B. am 04 November 2011, 09:21:32
Hallo,

Was die Enge an Bord eines Boot vom Typ IX betrifft, so hat Ken Duken im ZDF Morgenmagazin erwähnt dass das Modell für den Film ein Drittel größer war als ein echtes Boot. Deshalb entsteht wohl im Film dieser Eindruck es gebe soviel Platz an Bord.

MfG

Frank  
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 09:26:49
Moin,
Zitat von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:18:58
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01Fakt ist: Der Film war Top und es ist im Grunde egal ob im Film das Boot eine Niete zuviel oder zu wenig hatte oder ob es das Rotlicht wirklich gab oder nicht.
Naja, vielleicht nicht schlecht, aber Top ist für mich was anderes. Ich bin kein Nietenzähler, solange nicht die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt werden. Aber irgendwann sind solche Nachlässigkeiten einfach zuviel. SO ein Ausmaß an zivilen Klamotten? Die Mannschaft bei ihrer Arbeit hat mich an Schulpraktikanten erinnert, wo der Bewegungsmelder anspringt wenn der Firmenchef eine Runde durch den Betrieb macht. Viele Dialoge fand ich gestelzt, viele Tätigkeiten gekünstelt. Und schön gemacht. Zu schön... Die deutschen Seeleute alle mit gepflegtem Dreitagebart, die männlichen Schiffbrüchigen mit einer ausreichenden Anzahl frischer weißer Unterhemden. Die weiblichen Schiffbrüchigen gut mit 3-Wetter-Taft versorgt: Seewasser, Sonne, Wind - die Figur sitzt... Traumschiff Niveau


Dann zeig mir mal in der Filmindustrie einen Film auf wo die Frauen keine 3 Wetter Taft Frisuren haben .. selbst bei Titanic waren Szenen dieser Art  :-D
Unrealistische Szenen im allgemeinen gibt es in der Filmindustrie on Mass .. gäbe es sie nicht, dann gäbe es keine Filme sondern nur Dokumentationen und wer weiß wie viele der alten Aufnahmen von damals nicht selbst nur gestellt waren  :-D Ich glaube kaum das die Führung von damals sich direkt morgens nach dem aufstehen hat filmen lassen .. die wurden auch vorher zurecht gemacht .. und so ist das bis heute geblieben.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:28:42
Zitat von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:18:58
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01Fakt ist: Der Film war Top und es ist im Grunde egal ob im Film das Boot eine Niete zuviel oder zu wenig hatte oder ob es das Rotlicht wirklich gab oder nicht.
Naja, vielleicht nicht schlecht, aber Top ist für mich was anderes. Ich bin kein Nietenzähler, solange nicht die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt werden. Aber irgendwann sind solche Nachlässigkeiten einfach zuviel. SO ein Ausmaß an zivilen Klamotten? Die Mannschaft bei ihrer Arbeit hat mich an Schulpraktikanten erinnert, wo der Bewegungsmelder anspringt wenn der Firmenchef eine Runde durch den Betrieb macht. Viele Dialoge fand ich gestelzt, viele Tätigkeiten gekünstelt. Und schön gemacht. Zu schön... Die deutschen Seeleute alle mit gepflegtem Dreitagebart, die männlichen Schiffbrüchigen mit einer ausreichenden Anzahl frischer weißer Unterhemden. Die weiblichen Schiffbrüchigen gut mit 3-Wetter-Taft versorgt: Seewasser, Sonne, Wind - die Figur sitzt... Traumschiff Niveau

PS: Hat sich überschnitten @Ronny  :-D
PPS: An der Thematik des Films habe ich persönlich ja nix auszusetzen. Aber bei solchen technisch geschönten Sachen werd ich immer mißtrauisch und kriege den Eindruck daß da auch inhaltlich was geschönt sein könnte.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:52:49
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 09:26:49
Dann zeig mir mal in der Filmindustrie einen Film auf wo die Frauen keine 3 Wetter Taft Frisuren haben .. selbst bei Titanic waren Szenen dieser Art  :-D
Unrealistische Szenen im allgemeinen gibt es in der Filmindustrie on Mass .. gäbe es sie nicht, dann gäbe es keine Filme sondern nur Dokumentationen
Ohne Gewähr: ich meine in der "Blechtrommel" zB sahen die Frauen nicht immer so adrett aus wie die frisch ondulierten schiffbrüchigen Damen.


Zitat von: Pam am 04 November 2011, 09:26:49Unrealistische Szenen im allgemeinen gibt es in der Filmindustrie on Mass .. gäbe es sie nicht, dann gäbe es keine Filme sondern nur Dokumentationen und wer weiß wie viele der alten Aufnahmen von damals nicht selbst nur gestellt waren
Gegenbeispiel: Das Boot! Bei all den kleinen Fehlerchen, ich kenne keinen Film der so ein Grauen dermaßen realitätsnah darstellt (sofern das überhaupt möglich ist). Ich denke das macht, unter anderem, die Qualität dieses Film aus.

Und wenn man schon Versenkung und Schiffbrüchige thematisiert, da frage ich mich was hat das für eine Wirkung wenn die Darsteller aussehen als wären die morgens an den Strand gefahren. Genauso wie das Boot mal eben ein Drittel größer machen. Oder waren die Szenen in der Buchheim Verflimung zu hart. Sowas kann man den Traumschiff verwöhnten Zuschauern nicht zumuten  :-o
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Ritchie am 04 November 2011, 09:56:04
Gibt es denn eigentlich Unterlagen zur Einsatznachbesprechung (Debriefing) von Hartenstein?

Wäre ja mal interessant, was seine unmittelbaren Linienvorgesetzten dazu anmerkten.

Grüße

Ritchie

PS. Hab den Film noch gar nicht gesehen (aufgezeichnet), hatten die US Flieger nicht sogar eines der Rettungsboote versenkt?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 10:08:50
Zitat von: Elektroheizer am 04 November 2011, 09:52:49



Zitat von: Pam am 04 November 2011, 09:26:49Unrealistische Szenen im allgemeinen gibt es in der Filmindustrie on Mass .. gäbe es sie nicht, dann gäbe es keine Filme sondern nur Dokumentationen und wer weiß wie viele der alten Aufnahmen von damals nicht selbst nur gestellt waren
Gegenbeispiel: Das Boot! Bei all den kleinen Fehlerchen, ich kenne keinen Film der so ein Grauen dermaßen realitätsnah darstellt (sofern das überhaupt möglich ist). Ich denke das macht, unter anderem, die Qualität dieses Film aus.

Und wenn man schon Versenkung und Schiffbrüchige thematisiert, da frage ich mich was hat das für eine Wirkung wenn die Darsteller aussehen als wären die morgens an den Strand gefahren. Genauso wie das Boot mal eben ein Drittel größer machen. Oder waren die Szenen in der Buchheim Verflimung zu hart. Sowas kann man den Traumschiff verwöhnten Zuschauern nicht zumuten  :-o

Also wer "Das Boot" immer noch als Vergleich nimmt, den kann ich leider nicht ernst nehmen. Es bleibt dabei .. die Handlungen beider Filme ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ob nun die Damen in den Filmen hässlicher oder schöner gemacht werden liegt an den jeweiligen Rollen..
Und Realismus in der Filmindustrie ?  oha .. dann hatten wir schon einen Independence Day  oder ein Armageddon ?  Scheint an mir vorbeigezogen zu sein  :-D

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 10:28:14
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 10:08:50Und Realismus in der Filmindustrie ?  oha .. dann hatten wir schon einen Independence Day  oder ein Armageddon ?  Scheint an mir vorbeigezogen zu sein
Scheint mir auch so, Independence Day ist ein Science-Fiction Film und Armageddon behandelt ein fiktives Ereignis. Das ist etwas anderes, als wenn ein reales historisches Ereignis thematisiert wird. Zumal wenn das nicht nur als Vorlage dient, Ort und Name übernommen werden. Ich erwarte wirklich nicht das Niveau von "Das Boot", grade die technischen Details tun hier nichts zur Sache. Ich hab hier nicht die Ansprüche wie bei einer Dokumentation, aber bei diesem Ausmaß von Schiffbruch light fühle ich mich verarscht. Nix gegen solche Filme, nur das Prädikat "Top" haben die dann eben nicht verdient.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 10:40:54
Gut dann mal anders gefragt.

Wie viel Realismus steckt denn in folgenden Filmen: Der Soldat James Ryan, Pearl Harbor, dem Kennedy Attentat, der Hindenburg Verfilmung, der Verfilmung der Wilhelm Gustloff und dem Staufenberg Attentat?

Das alles jetzt mal im Hinblick auf die Darsteller und ihrem Aussehen.

Also wirklich bei Filmen bzw. den Darstellern und deren Aussehen im Film kann man aber auch päbstlicher sein als der Pabst.

Ostseegrüße von der Pam  (die mittlerweile keinerlei Sinn mehr in der Diskussion vom Aussehen der Darsteller sieht)

Nachtrag: Auch im Hinblick auf Historische Darstellung .. das hatte ich vergessen ..
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 10:56:17
Nochmal zum mitschreiben: ich bin nicht päbstlicher sein als der Pabst. Nur das Aussehen der Darsteller hätte mich nicht so gestört, aber in dem Film kommt einfach zu viel zusammen was nicht stimmt. Ich hatte mich auch über das großzügige Platzangebot in der Zentrale gewundert, bevor ich gelesen hab daß die mal eben um 1/3 größer gemacht wurde. Warum  :? Grade wenn man diesen Akt der Menschlickeit würdigen will, Schiffbrüchige aufzunehmen, hätte die Enge im U-Boot diese Entscheidung noch mehr gewürdigt.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: F.B. am 04 November 2011, 11:02:41
Hallo,

Der Grund für die Vergrößerung sollen die dadurch leichteren Dreharbeiten gewesen sein. Sowas fällt unter "künstlerische Freiheit", und dürfte 99 Prozent der Zuschauer nicht auffallen. Ist halt nur ein Film.

MfG

Frank
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 11:05:02
Ich glaube mal das jeder der ein U-boot schon von innen gesehen hat von der enge weiß. Und wenn durch diesen Film das Interesse geweckt wird sich eines der U-boote die heute zur Besichtigung zur Verfügung stehen an zu sehen dann wird einem auch die tatsächliche enge im U-boot klar.

Für mich jetzt nicht wirklich ein Aufhänger den Film nicht als "Top Film" zu sehen.

Den Punkt den Frank gerade angeführt hat ist noch ein Argument was zu berücksichtigen ist.  :wink:

O.-gruß von der Pam  
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: kalli am 04 November 2011, 13:03:57
wir sprechen hier über einen Spielfilm und der ist m.E. für ein Massenpublikum gut gemacht. Natürlich fehlen die bekannten Zutaten, die Harold ganz nett beschrieben hat, auch in diesem Fall nicht.
Bedenklich finde ich die Darstellung von Papa Dönitz. Mit dieser Darstellung werden seine eigenen Bestrebungen zur Selbstdarstellung als unpolitischer Soldat kolportiert und das wird beim Zuschauer auch haften bleiben. Der Lakoniabefehl erhält durch diese Darstellung eine zwangsläufige Begründung.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 13:20:01
Moin,

Zitat von: kalli am 04 November 2011, 13:03:57
Bedenklich finde ich die Darstellung von Papa Dönitz. Mit dieser Darstellung werden seine eigenen Bestrebungen zur Selbstdarstellung als unpolitischer Soldat kolportiert und das wird beim Zuschauer auch haften bleiben. Der Lakoniabefehl erhält durch diese Darstellung eine zwangsläufige Begründung.

Warum ?  Ich meine jeder der sich mit Dönitz mal beschäftigt hat oder es noch tun wird, der wird sich ja zwangsläufig seine eigene Meinung über ihn bilden. Das ist doch auch völlig Legitim .. wir haben nicht alle nur eine Meinung sondern unterschiedliche .. und wir leben heute in einer Zeit wo dies auch Gott sei Dank so sein darf.

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Glasisch am 04 November 2011, 14:04:20
Gott sei Dank, daß es keinen Zensor gab, der mit dem Fingerchen drohen würde - sich nur an die politische Korrektheit - halten!
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: kalli am 04 November 2011, 14:40:26
Tja und ich habe auch eine eigene Meinung- und die habe ich aufgeschrieben. Nicht mehr und nicht weniger.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Stichling am 04 November 2011, 15:21:36
Hallo !

     Bitte um Entschuldigung, bin schon etwas älter und habe den TV Streifen auch gesehen. Kann mir jemand sagen um welche Marine es sich bei dem U-Boot handelt ?

Grüße Stichling
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 04 November 2011, 15:47:07
ZitatDer Lakoniabefehl erhält durch diese Darstellung eine zwangsläufige Begründung.

Genau in diesem Zusammenhang muß dieser Befehl gesehen werden und nicht anders.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: F.B. am 04 November 2011, 16:25:02
Hallo,

Dem kann ich nur zustimmen!!!!!!!!!!!!!! top

MfG

Frank
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Schorsch am 04 November 2011, 17:19:09
Hallo zusammen,

ich will nun auch noch meine Einschätzung zum Film loswerden. An beiden Sendeterminen habe ich versucht, wirklich und ehrlich versucht, mich auf diesen Streifen einzulassen. Es ist mir nicht gelungen. Sicher ließen sich als Begründung einer Ablehnung mit einiger Erbsenzählerei eine Menge Fakten finden, die den Film für mich disqualifizieren (Lagen da im ersten Teil wirklich Torpedos mit eingebauter Zündpistole auf der Pier?)

Ich bin mir immer noch nicht schlüssig, was, neben dem Bestreben, die Produktionskosten wieder hereinzubekommen, dieser Film bezwecken soll. Für reine Unterhaltung ist mir der Aufwand zu groß. Zudem stößt mich die Machart mit ihren einfach gezeichneten Personen derart ab, dass ich mich immer noch frage, welches Bild das Produktionsteam von Otto Normalfernsehzuschauer hat. Wird hier dem Publikum so wenig Verstand zugetraut, dass alle Inhalte und Botschaften mehrfach und immer in Großbuchstaben dem Zuschauer um die Ohren gewatscht werden müssen? Über die Regeln der Dramaturgie in Filmen und deren vielmaligen Kollisionen mit der Wirklichkeit kann man natürlich trefflich streiten, aber so wie in diesem Film reden keine realen Menschen; nein, in diesem Film sieht man Schauspieler, die zwar versuchen, Menschen darzustellen und darin grandios scheitern.

Insgesamt hat dieser Film mit den Vorgängen um die RMS LACONIA so viel zu tun, wie die Serie ,,Unser Lehrer Doktor Specht" die Verhältnisse an einer realen Schule widerspiegelt.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch

@Trimmer und Bekoe: mir geht es in der Frage um die Brillenträger ähnlich wie unserem Forenmitglied U-48: ich habe einfach noch kein einziges Foto gesehen, auf dem ein Brillenträger auf einem deutschen U-Boot des Zweiten Weltkrieges zu sehen wäre. Ich betrachte deshalb die Angelegenheit als ,,schwebendes Verfahren".
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Albatros am 04 November 2011, 17:43:02

Zitat von: Schorsch am 04 November 2011, 17:19:09
Hallo zusammen,

ich will nun auch noch meine Einschätzung zum Film loswerden. An beiden Sendeterminen habe ich versucht, wirklich und ehrlich versucht, mich auf diesen Streifen einzulassen. Es ist mir nicht gelungen. Sicher ließen sich als Begründung einer Ablehnung mit einiger Erbsenzählerei eine Menge Fakten finden, die den Film für mich disqualifizieren (Lagen da im ersten Teil wirklich Torpedos mit eingebauter Zündpistole auf der Pier?)

Ich bin mir immer noch nicht schlüssig, was, neben dem Bestreben, die Produktionskosten wieder hereinzubekommen, dieser Film bezwecken soll. Für reine Unterhaltung ist mir der Aufwand zu groß. Zudem stößt mich die Machart mit ihren einfach gezeichneten Personen derart ab, dass ich mich immer noch frage, welches Bild das Produktionsteam von Otto Normalfernsehzuschauer hat. Wird hier dem Publikum so wenig Verstand zugetraut, dass alle Inhalte und Botschaften mehrfach und immer in Großbuchstaben dem Zuschauer um die Ohren gewatscht werden müssen? Über die Regeln der Dramaturgie in Filmen und deren vielmaligen Kollisionen mit der Wirklichkeit kann man natürlich trefflich streiten, aber so wie in diesem Film reden keine realen Menschen; nein, in diesem Film sieht man Schauspieler, die zwar versuchen, Menschen darzustellen und darin grandios scheitern.

Insgesamt hat dieser Film mit den Vorgängen um die RMS LACONIA so viel zu tun, wie die Serie ,,Unser Lehrer Doktor Specht" die Verhältnisse an einer realen Schule wiederspiegelt.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch

@Trimmer und Bekoe: mir geht es in der Frage um die Brillenträger ähnlich wie unserem Forenmitglied U-48: ich habe einfach noch kein einziges Foto gesehen, auf dem ein Brillenträger auf einem deutschen U-Boot des Zweiten Weltkrieges zu sehen wäre. Ich betrachte deshalb die Angelegenheit als ,,schwebendes Verfahren".

Hallo Schorsch, Dein Beitrag....... :=D>

ich meine, wenn man über keinerlei Infos Betreff der gezeigten Technik oder Geschichte verfügen würde ( und so etwas soll es Heutzutage geben ) war der Film vielleicht gar nicht schlecht, aber so....... :O/S

:MG:

Manfred
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Teddy Suhren am 04 November 2011, 17:47:20
Hai

Zitat von: Stichling am 04 November 2011, 15:21:36
Hallo !

     Bitte um Entschuldigung, bin schon etwas älter und habe den TV Streifen auch gesehen. Kann mir jemand sagen um welche Marine es sich bei dem U-Boot handelt ?

Grüße Stichling

Es geht um dieses Schiff:
http://de.wikipedia.org/wiki/RMS_Laconia_(1921)
und den aus den Ereignissen um dessen Versenkung am 12.09.1942 durch das deutsche U-Boot U156 resultierenden Befehl von Admiral Dönitz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Laconia-Befehl

Das U-Boot war also folglich ein deutsches.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Albatros am 04 November 2011, 18:13:28
Hallo Teddy,

ich fürchte die Frage von Stichling war Sarkastisch gemeint...... :MZ:

:MG:

Manfred
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Teddy Suhren am 04 November 2011, 18:25:34
Hai

Und?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 18:29:04
Zitat von: Schorsch am 04 November 2011, 17:19:09
[...] Zudem stößt mich die Machart mit ihren einfach gezeichneten Personen derart ab, dass ich mich immer noch frage, welches Bild das Produktionsteam von Otto Normalfernsehzuschauer hat. Wird hier dem Publikum so wenig Verstand zugetraut, dass alle Inhalte und Botschaften mehrfach und immer in Großbuchstaben dem Zuschauer um die Ohren gewatscht werden müssen? Über die Regeln der Dramaturgie in Filmen und deren vielmaligen Kollisionen mit der Wirklichkeit kann man natürlich trefflich streiten, aber so wie in diesem Film reden keine realen Menschen; nein, in diesem Film sieht man Schauspieler, die zwar versuchen, Menschen darzustellen und darin grandios scheitern. [...]

Schließe mich Schorschs Meinung voll und ganz an.

Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01
Zuerst einmal sage ich nach wie vor: Ein Vergleich mit dem Film "Das Boot" ist ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen. Die Handlungen beider Filme ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Wenn ich hier von Fehlern lese wie; Die Brücke (Zentrale) war viel zu groß und deswegen unrealistisch, dann frage ich mich doch mal ob ich es mit Fachidioten zu tun habe die so einen Film an solchen Kleinigkeiten messen!?

Zitat von: Pam am 04 November 2011, 10:08:50
Also wer "Das Boot" immer noch als Vergleich nimmt, den kann ich leider nicht ernst nehmen. Es bleibt dabei .. die Handlungen beider Filme ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Es geht überhaupt nicht um die Handlungen der beiden Filme, sondern um die aufgewendete Sorgfalt in der technischen Umsetzung und den damit erzielten Grad an Realitätsnähe. Und da kann man jeden, der Das Boot mit der gestrigen und vorgestrigen Aufführung vergleicht, tatsächlich nicht ernst nehmen, aber in einem anderen Sinne als dem von Dir gemeinten.

Alleine die Tatsache, daß das Innere des U-Bootes um ein Drittel vergrößert nachgebaut wurde, zeigt doch, wie viel man sich dort um eine realistische Darstellung scherte. Es hätte keinen Cent mehr gekostet, den Nachbau in Originalgröße darzustellen und evtl. mit einer Handkamera wie bei Wolfgang Petersens Das Boot zu filmen.
Dies hätte dem Nichtfachmann dann auch einen Begriff von den Schwierigkeiten gegeben, in so einer Enge noch 236 Schiffbrüchige unterzubringen!

Man vergleiche mal, welches Bemühen um Genauigkeit in Einzelheiten etwa bei Tom Cruise's Operation Walküre, bei Heinrich Breloers Speer und Er oder eben bei Das Boot an den Tag gelegt wurde und wie es sich bei diesem Film, dessen Drehbuch auch von Rosamunde Pilcher stammen könnte, verhält; ein Unterschied, wie er größer nicht sein könnte.

Hätte man sich mit dem Drehbuch etwa an diesem von Korvettenkäpitän a.D. Fritz-Otto Busch (der etwa an Bord von Prinz Eugen das Unternehmen Rheinübung mitmachte) verfaßten Bericht orientiert, wäre man der Wirklichkeit wohl etwas näher gekommen:
Fritz-Otto Busch, Bomben auf Schiffbrüchige. Die Torpedierung des Ozeanriesen "Laconia" durch U 156 (http://www.ebay.de/itm/Landser-Grossband-Nr-772-Z-1-/400251746471?_trksid=p4340.m185&_trkparms=algo%3DDLSL%252BSIC.NPJS%26its%3DI%26itu%3DUCI%252BUA%26otn%3D10%26pmod%3D400245085537%252B400245085537%26po%3D%26ps%3D63%26clkid%3D3961386083302407719)

Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01
Die Produktion: Wenn ich mich richtig entsinne dann war es eine Co Produktion von Deutschen und Briten. Und wenn ich mich an den Abspann erinnere dann war dort nur das Britische Archiv vertreten. Deutsche Behörden wie z.B. das Militärarchiv in Freiburg waren nicht vertreten.

Als Fachberater war Dr. Werner Rahn aufgeführt!  Und der bekleidete den Rang eines Kapitäns zur See im MGFA der Bundeswehr!

Zitat von: Pam am 04 November 2011, 08:24:01
Fakt ist: Der Film war Top und es ist im Grunde egal ob im Film das Boot eine Niete zuviel oder zu wenig hatte oder ob es das Rotlicht wirklich gab oder nicht.

Der Film war eine rührselige Schmonzette mit schablonenhaft dargestellten Figuren und holzschnittartigen Dialogen. So benahm sich und redete keine U-Boot-Besatzung.

Zitat von: Pam am 04 November 2011, 10:40:54
Gut dann mal anders gefragt.

Wie viel Realismus steckt denn in folgenden Filmen: Der Soldat James Ryan, Pearl Harbor, dem Kennedy Attentat, der Hindenburg Verfilmung, der Verfilmung der Wilhelm Gustloff und dem Staufenberg Attentat?

Das alles jetzt mal im Hinblick auf die Darsteller und ihrem Aussehen.

In Kurzform:
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: F.B. am 04 November 2011, 18:46:54
Hallo,

dem letzten Urteil über die genannten Filme kann ich mich nur anschließen.

MfG

Frank
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 19:05:50
Moin Götz,

Zitat von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 18:29:04
Der Film war eine rührselige Schmonzette mit schablonenhaft dargestellten Figuren und holzschnittartigen Dialogen. So benahm sich und redete keine U-Boot-Besatzung.

Na wenn Du dich da mal nicht irrst. Aus vielen Erzählungen meines Großvaters weiß ich z.B. das der Ton an Bord untereinander mal recht Rau, aber auch sehr Kameradschaftlich war. Und wenn ich an Pauckstadt, Lemp und Prützmann sowie an Kallipke denke unter denen mein Großvater seinen Dienst versah; so waren diese Aufgeführten Kommandanten schon sehr Menschlich und das auch mal im Ton der Besatzung gegenüber.
Ich glaube kaum das mein Großvater sich das aus den Fingern gezogen hat, zumal Herr Högel mit dem er zusammen unter Lemp auf U-30 fuhr dies auch sehr nett über Lemp in seinem Buch schreibt.

Sarkasmus an:
Aber ich gehe mal davon aus das dies jetzt der nächste Aufhänger ist der wahrscheinlich nicht auf Tatsachen beruht oder ?
Sarkasmus aus:

Ostseegruß von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 19:15:57
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 19:05:50
Na wenn Du dich da mal nicht irrst. Aus vielen Erzählungen meines Großvaters weiß ich z.B. das der Ton an Bord untereinander mal recht Rau, aber auch sehr Kameradschaftlich war. Und wenn ich an Pauckstadt, Lemp und Prützmann sowie an Kallipke denke unter denen mein Großvater seinen Dienst versah; so waren diese Aufgeführten Kommandanten schon sehr Menschlich und das auch mal im Ton der Besatzung gegenüber.
Ich glaube kaum das mein Großvater sich das aus den Fingern gezogen hat, zumal Herr Högel mit dem er zusammen unter Lemp auf U-30 fuhr dies auch sehr nett über Lemp in seinem Buch schreibt.

Hallo Pam,

da hast Du mich jetzt komplett mißverstanden. Ich meinte keineswegs, daß an Bord ein Kasernenhofton hätte herrschen müssen. Aber die Art, wie sich die Besatzung verhielt (keineswegs nur der Ton des Kommandanten, sondern z.B. auch wie und vor allem was die Offiziere mit dem Kommandanten redeten), war m.E. nicht realitätsnah. Auch hier wieder das Beispiel von Jürgen Prochnow in Das Boot. Der spielte m.E. den Kommandanten sehr gut - und hat wirklich keinen unmenschlichen Ton gegenüber Offizieren und Besatzung an den Tag gelegt, sondern strahlte natürliche Autorität aus, so wie es wohl an Bord der allermeisten Boote der Fall war.

Grüße
Thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 19:23:04
Moin Thomas,

na wenn das ein Missverständnis war dann ist es ja jetzt richtig gestellt  :-)

Aber dennoch .. meinst Du nicht das Du die Messlatte nach "Das Boot" ziemlich hoch ansetzt ?
Man darf auch nicht vergessen das ein Prochnow mit Sicherheit eine bestimmt Vorlage eines bestimmten Kommandanten hatte um seine Rolle so zu spielen. Denn wenn wir mal ehrlich sind .. es gab Kommandanten wie Hartenstein und es gab "die schwarzen Schafe" und eben noch welche die einen anderen Schlag hatten und und und .. So viele Kommandanten mit einer anderen Erziehung, einem anderen Charakter, einer anderen Denkweise und einer anderen Art "seine Jungs" aufzubauen oder zu führen.. es gibt nicht nur eine Linie seine Besatzung zu führen. Jeder hat eine andere gehabt und das ist auch heute noch so ..

Ostseegruß von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 19:50:44
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 19:23:04
Aber dennoch .. meinst Du nicht das Du die Messlatte nach "Das Boot" ziemlich hoch ansetzt ?
Man darf auch nicht vergessen das ein Prochnow mit Sicherheit eine bestimmt Vorlage eines bestimmten Kommandanten hatte um seine Rolle so zu spielen. Denn wenn wir mal ehrlich sind .. es gab Kommandanten wie Hartenstein und es gab "die schwarzen Schafe" und eben noch welche die einen anderen Schlag hatten und und und .. So viele Kommandanten mit einer anderen Erziehung, einem anderen Charakter, einer anderen Denkweise und einer anderen Art "seine Jungs" aufzubauen oder zu führen.. es gibt nicht nur eine Linie seine Besatzung zu führen. Jeder hat eine andere gehabt und das ist auch heute noch so ..

Ostseegruß von der Pam

Hallo Pam,

ich meinte mit dem wie und was etwa der Kommandant mit den Offizieren redete jetzt nicht den persönlichen Tonfall oder die Gestik, die natürlich von Mensch zu Mensch verschieden ist und auch von Kommandant zu Kommandant unterschiedlich war, sondern die Terminologie und die Abläufe an Bord, die natürlich ganz streng festgelegt und reglementiert waren, schon um evtl. fatale Mißverständnisse in größter Hektik und etwa bei der Lärmkulisse von Wabo-Verfolgungen zu vermeiden. Natürlich würde sich ein anderer Schauspieler in Tonfall und Mimik von Prochnow unterscheiden, aber gerade Das Boot hat doch gezeigt, daß man sogar einem Martin Semmelrogge den II. WO fast abnehmen würde.  :wink:   Wobei der schon ein wenig grenzwertig war, weil ich, wenn ich seine etwas, ähm, gewöhnungsbedürftige Stimme höre, mich immer eher an irgendeinen Motorradrocker oder Junkie erinnert fühle, als an einen Seeoffizier des Großdeutschen Reiches.  :-D

Es wurde in diesem Faden ja schon von drei Teilnehmern auf derartige Fehler, die mit etwas Recherche und U-Boot-Kriegs-Lektüre leicht zu vermeiden gewesen wären, hingewiesen: und zwar die Art der Meldung der Sichtung der Rauchwolke (Teddy Suhren hat darauf hingewiesen), die Tatsache, daß der I. WO dem Kmdt. nach dem Treffer kumpelhaft auf die Schulter haut (Dergl hat das erwähnt) und daß der Kommandant sich in eine Rauferei unter Besatzungsmitgliedern (die wird es im Kriege auf Feindfahrt wohl ohnehin eher selten gegeben haben) handgreiflich einmischt und einem neuen Besatzungsmitglied in der Art eines Chefs einer Rockerbande an die Gurgel geht (AND1 hat darauf hingewiesen). In so einem Falle bedurfte es wohl nur der erhobenen Stimme des Kommandanten oder eines Offiziers oder Unteroffiziers, um die Streithähne schleunigst zur Räson zu bringen.

Grüße
Thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 04 November 2011, 19:57:14
Zitatdaß der I. WO dem Kmdt.

Moin Thomas,

in der Realität war Mannesmann IIWO. Wenn er im Film zum IWO aufgestiegen ist, vermisse ich aber den IIWO. Bin ich der einzige, dem da ein Offizier zu wenig an Bord war?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 20:05:14
Moin Thomas,

irgendwie drehen wir uns hier im Kreis.
Sicherlich sind bzw. waren so manche Sachen mit Fehlern behaftet und so mancher Ablauf nicht so wie er es in der Realität war. Aber was stand denn im Film im Vordergrund ?
Das Leben (wenn man überhaupt vom Leben auf einem U-boot sprechen kann) , der Ton auf dem U-boot, das Kumpelhafte Schulterklopfen, die Rauferei bei der Äquatortaufe auf dem Boot oder die Anzahl von Nieten die das Boot zusammen hielten, oder das die Männer teilweise glatt rasiert waren ?

Was war denn im Vordergrund im Film ?

Ich meine ich weiß es ja .. ich hatte meine Meinung dazu ja schon geschrieben.. was ich denke was im Vordergrund von diesem Film stand.

Ostseegruß von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 20:10:55
Hallo Simon,

also Fritz-Otto Busch nennt in seinem von mir oben erwähnten Bericht Bomben auf Schiffbrüchige. Die Torpedierung des Ozeanriesen "Laconia" durch U 156" [Landser-Großband Nr. 772, Pabel-Verlag, Rastatt Mai 1990] mehrfach Mannesmann als I.WO (S. 12, 27, 32, 43).

Bei → Uboat.net (http://www.uboat.net/boats/patrols/patrol_3965.html) ist für die bewußte Feindfahrt nur Mannesmann als WO (ohne genaue Bezeichnung, ob nun I.WO oder II.WO) aufgeführt.

Mehr weiß ich dazu leider auch nicht - vielleicht hat der Drehbuchschreiber ja doch Fritz-Otto Buschs Bericht als Vorlage genommen und die dortige Angabe einfach übernommen (der 3. Offizier der Laconia, Buckingham, und die Witwe eines britischen Obersten, der auf der Fahrt zur Front in Ägypten gefallen ist, werden dort ebenfalls erwähnt)?  :-D

Grüße
Thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 20:24:21
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 20:05:14
irgendwie drehen wir uns hier im Kreis.
Sicherlich sind bzw. waren so manche Sachen mit Fehlern behaftet und so mancher Ablauf nicht so wie er es in der Realität war. Aber was stand denn im Film im Vordergrund ?
Das Leben (wenn man überhaupt vom Leben auf einem U-boot sprechen kann) , der Ton auf dem U-boot, das Kumpelhafte Schulterklopfen, die Rauferei bei der Äquatortaufe auf dem Boot oder die Anzahl von Nieten die das Boot zusammen hielten, oder das die Männer teilweise glatt rasiert waren ?

Ja, wir haben hier wirklich einen "Kreisläufer" (Insiderwitz).  :-D

Es unterscheidet eben meiner Meinung nach einen gut gemachten (Wolfgang Petersens Das Boot, Oliver Stones JFK, Oliver Hirschbiegels Der Untergang, Heinrich Breloers Speer und Er, Bryan Singers/Tom Cruises Operation Walküre oder das ganz hervorragende, leider viel zu wenig bekannte zweiteilige → deutsche Doku-Drama gleichen Namens aus dem Jahre 1971 (http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Walk%C3%BCre_%28Fernsehfilm%29), das es glücklicherweise auch auf → DVD (http://www.bol.de/shop/bde_dvd_hg_startseite/suchartikel/operation_walkuere_stauffenbergs_attentat_auf_hitler/EAN4009750255995/ID16198808.html?jumpId=5789611) zu kaufen gibt) von einem schlecht gemachten Film, daß man auch auf historische Genauigkeit und Realitätsnähe in Details achtet. Erst derartige Sorgfalt macht meiner Meinung nach einen solchen Film "stimmig" und glaubwürdig.

Grüße
Thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 04 November 2011, 20:32:59
Moin Thomas,

hier ist ein Link zu einem sehr guten Buch: http://www.buecher.de/shop/u-boot-krieg-1939-1945/korvettenkapitaen-werner-hartenstein/roell-hans-joachim/products_products/detail/prod_id/25708991/

H.J. Röll dürfte ein Begriff sein, oder?
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 04 November 2011, 20:38:36
Hallo Simon,

danke für den Tipp.  top

Da gibt es noch ein zweites Buch vom gleichen Autor speziell zur Versenkung der Laconia, wie ich gerade gesehen habe:

U 156, Werner Hartenstein und die Versenkung der Laconia (http://www.buecher.de/shop/u-boot-krieg-1939-1945/u-156-werner-hartenstein-und-die-versenkung-der-laconia/roell-hans-joachim/products_products/detail/prod_id/31178653/)

Grüße
Thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: UC 67 am 04 November 2011, 20:46:02
Thomas,

ich habe alle Bücher von H.J. Röll. Wir kennen uns aus dem U-Boot-Museum. Seine Bücher sind ausgezeichnet recherchiert. Kann ich wärmstens empfehlen.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Elektroheizer am 04 November 2011, 21:02:31
@Götz, in Teilen finde ich Deine Kritik nickelig, wie das mit der Meldung vom Schiffsrauch. Den einen oder anderen Patzer sehe ich jedem Film nach, aber dabei bleibt es ja nicht. Das schlimmste für mich fand ich wie die U-Boot Besatzung geredet und gehandelt haben. Dieses holzschnittartige Agieren, wie es jemand genannt hat, kann man mE auch ohne Borderfahrung spüren. Eine ausgesprochen schlechte schauspielerische Leistung wie ich finde, übrigens auch im Vergleich mit anderen Schauspielern auf der Laconia teilweise. Dazu kommen andere Unstimmigkeiten, und das ist in der einfach Summe zuviel. Ich will den Film weder mit dem "Boot" vergleichen noch schlechtreden, so schlecht fand ich den gar nicht. Aber eben auch nicht TOP! Ein top Film ist in allen Punkten sehr gut und leistet sich nicht solche Patzer.
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 04 November 2011, 21:23:20
Moin

also meines Erachtens nach gibt es einen Unterschied ob ich nun das Leben an Bord verfilme oder ob ich eine Rettungsaktion und deren Folgen verfilme.

"Das Boot" kommt für mich in die Kategorie; Das Leben und Handeln einer U-boot Besatzung im II. Weltkrieg

"Laconia-Fall" kommt für mich in die Kategorie; Eine Rettungsaktion einer U-boot Besatzung im II Weltkrieg und die Folgen

Und Aufgrund der div. Kategorien steht eben im Laconia Fall nur die Rettungsaktion und die Folgen im Vordergrund .. alles andere ist dabei dann eigentlich unerheblich.

Ostseegruß v.d. Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Kaffee am 04 November 2011, 21:53:54
auch noch einmal ein einwurf von mir:
ein film über historische dinge erfüllt dann - und nur dann seinen zweck, nämlich dem zuschauer das geschehene fassbar und begreiflich zu machen,
wenn er
1. historisch möglichst genau ist - auch in der optisch-akustischen darstellung (mal ein anderes negativbeispiel in diesem film: feurige explosionen von aussen sichtbar als die torpedos einschlagen - das hatte was von "kobra11"
2. rahmenhandlung und dialoge zumindest versuchen der damaligen situation rechnung zu tragen und eben nicht überzeichnen
(beispiel: die deutsche frau auf einem "feindesschiff" sucht sich nen babysitter, geht zur party, räumt aber vorher nicht die kabine auf - entweder "realer" bodenloser leichtsinn oder dem autor fiel nichts besseres ein um sie "auffliegen" zu lassen)
so ist es nicht mehr als ein unterhaltungsfilm, der vor allem emotionen erzeugt. gut - zugegeben - über emotionen lassen sich gut botschaften verbreiten...
nunja - es kommt sicher auch darauf an, was man von einem film erwartet: unterhaltung mit anspruch und niveau - oder unterhaltung nicht mit sondern trotz historischem hinterrund
meiner meinung nach gibt es schon genug effekthaschende filme in kino und fernsehn.
für ein bestimmtes publikum mag das passen - für andere leute nicht immer

aber immerhin entspannt sich hier eine sachliche diskussion darüber - das zumindest hat der film erreicht - wenn das woanders auch passiert, oder menschen anfangen nachzudenken über sinn und unsiin von krieg, dann ist schon was gewonnen...

meiner meinung nach


gruss
thomas
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Hurvinek am 04 November 2011, 22:37:27
Zitat von: Pam am 04 November 2011, 20:05:14
(...)
Das Leben (wenn man überhaupt vom Leben auf einem U-boot sprechen kann) , der Ton auf dem U-boot, das Kumpelhafte Schulterklopfen, die Rauferei bei der Äquatortaufe auf dem Boot oder die Anzahl von Nieten die das Boot zusammen hielten, oder das die Männer teilweise glatt rasiert waren ?
(...)

Hallo Pam!

Ich antworte jetzt auch noch, obwohl die anderen die Kritik an dieser Art von Filmen bereits sehr schön herausgearbeitet haben.

Nein, dass die Männer teilweise glatt rasiert waren, war nicht die Hauptsache dieses Films, da gebe ich Dir natürlich recht. Aber was ich einfach nicht verstehen will: Warum macht man so etwas nicht von vornherein richtig? Warum baut man die Zentrale um ein Drittel grösser als sie im Original war? Warum ignoriert man reihenweise einwandfrei belegbare historische Details?

Ich habe verstanden, dass Du den Film "top" fandest, das freut mich für Dich und ich gönne es Dir von Herzen.

Aber wenn ein Film mir den Eindruck vermittelt, er sei nur oberflächlich und lieblos "dahin gerotzt" worden (und auf mich wirkt er so), dann ist das kein guter Film! Zumal es ja, wie hier schon geschrieben wurde, durchaus Beispiele für historisch wie im Detail stimmige Filme gibt, Walküre, JFK u.a.m. Leider sind die sehr selten...

Den Machern dieses Laconia-Films unterstelle ich eine "Ist doch scheissegal, das merkt von den Deppen doch eh keiner!"-Haltung. Diese Erkenntnis springt einen ja förmlich an! Merkst Du das nicht? Oder ist es nur wichtig, dass der Hauptdarsteller "die Haare schön" hat? Mir jedenfalls reicht das nicht, ich erwarte von solchen Filmen mehr.

Mit Gruss,
Hurvinek

P.S.
"Pearl Harbour" ist ja wohl so ziemlich das grösste filmische Ärgernis, das jemals gedreht wurde... gleiche Liga wie "Der rote Baron" oder - noch schlimmer - "Flyboys"... und das ist keine Geschmacksfrage!
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 05 November 2011, 06:55:58
Moin Hurvinek

Zitat von: Hurvinek am 04 November 2011, 22:37:27

Den Machern dieses Laconia-Films unterstelle ich eine "Ist doch scheissegal, das merkt von den Deppen doch eh keiner!"-Haltung. Diese Erkenntnis springt einen ja förmlich an! Merkst Du das nicht? Oder ist es nur wichtig, dass der Hauptdarsteller "die Haare schön" hat? Mir jedenfalls reicht das nicht, ich erwarte von solchen Filmen mehr.

Mit Gruss,
Hurvinek


Ich weiß nicht ob man das so pauschalisieren kann. Denn ich sage mir auch das dieser Vorfall .. so wie er damals passierte nicht komplett und Lückenlos mit seiner Historie in einen Film von 2x90 Minuten passt. Da musste gekürzt, gestrichen und komprimiert werden.

Als Beispiel: Der Funkverkehr von U-156 an Dönitz wurde nicht in der kompletten länge übernommen. Denn dafür hätten dann mehrere Szenen gedreht werden.

Dies gilt für diverse andere Vorgänge und ihren Ablauf auch. Zumal und das ist ja nun auch ein Punkt in diesem Film; es wird ja nun auch die Flucht einer deutschen jungen Frau mit in hinein platziert. Sowie die Erlebnisse eine Italieners, einem Seemann der Handelsmarine und einem Offizier der Laconia. 

Kurz Zusammengefast: Alles in allem hätte der Film (wenn er Historisch komplett richtig verfilmt würde) niemals in eine Fassung von 2x90 Minuten gepasst. Der Film wäre in der Produktion auch teurer geworden und wir Wissen nicht wie hoch das Budget der Produktionsfirma war. Denn es soll ja Firmen geben die Vorlagen haben Filme in den Kosten nicht höher zu Produzieren als Geld vorhanden ist.
Wir wissen auch nicht in wie weit die Briten beim Drehbuch den Rotstift angesetzt haben. Wie ich ja schon schrieb.. es ist lange her, aber weder die Briten noch die Amerikaner hacken sich gegenseitig ein Auge aus.  :wink:
Die beratenden Stellen in Deutschland werden mit Sicherheit das eine oder andere Kritisiert haben.. aber im Grunde lagen die Entscheidungen ja eher auf Britischer Seite wie der Film letztendlich gedreht wurde.

Was mich jetzt an den Film denken lässt der von Amerikanern gedreht wurde als es um die "Enigma" ging. Wenn man da sagt .. der Film ist Historisch falsch obwohl im Abspann stand das es nicht das dargestellt U-boot war sondern in der Realität U-110 mit Lemp. Dann würde ich sagen; "Stimmt dieser Film ist sowas von falsch, falscher geht es gar nicht mehr" Auch wenn die Enge auf dem U-boot in diesem Film richtig dargestellt wurde  :wink:
Wäre dieser Film dennoch ein Film den man getrost in die Tonne hauen könnte.

Zurück zum Thema;
Ich möchte keinen von seiner Meinung über diesen Film abbringen.. was auch gar nicht möglich ist denn dafür haben wir ja alle unsere eigene Meinung.. aber ich für meinen Teil bedenke viele Komponente bei meiner Kritik an diesem Film und vielleicht kommt noch ein kleines bisschen dazu das ich eine Frau bin und schon aus diesem Grund den Film aus einer anderen Sicht sehe..  :-D

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Schorsch am 05 November 2011, 09:11:20
Hallo Pam,

es geht doch bei der Erzählung der Vorgänge nicht darum, alles 1:1 zu übernehmen. Eine gewisse Straffung und dramatische Aufbereitung ist durchaus notwendig. Wenn aber dann der Dramaturgie zu viel geopfert wird und auch noch die Schauspielerleistung grottig ist, kommt insgesamt ein Flopp heraus.

Vielleicht noch zwei Szenen, die ich für jeweils für symptomatisch für die beiden Filme halte, die aber doch nicht verglichen (oder vielmehr ,,nicht gleichsetzt") werden dürfen. Wenn in der Szene vor Gibraltar, nachdem das Boot gebombt wurde, Jürgen Prochnow auf die Bitte des LI, einen Motor abstellen zu dürfen, sein berühmtes: ,,Alles, was drin ist, LI! Alles, was drin ist!" in die Nacht brüllt, geschieht das auf eine Weise, bei der mir als bekennender Erbsenzähler egal ist, dass die 2 cm-Flak achtern ein C 38 ist, aber ein C 30 sein müsste.
Bei der Darstellung der Rettung der Schiffbrüchigen der Laconia durch die GLORIE gibt der ,,Hauptitaliener", von sich, dass er jedem, der es hören will die Geschichte erzählen möchte. In der deutschen Fassung, spricht er davon, dass er ein Buch schreiben möchte. In der englischen Fassung schweigt sich sein Gegenüber dazu aus, in der deutschen Variante kommt der Kommentar: ,,Und ich werde dein Zeuge sein." Pam, mit diesem Pathos und in diesem Duktus habe ich als Achtjähriger Cowboy und Indianer gespielt. Das englische Mädchen, das nach seiner ,,Muttor" (phonetische Schreibweise), fragt, hätte es nicht eher nach ,,Mama" gesucht!? Der zerknirschte ,,Vater", der sich zwischen(!) den Torpedos verstecken wollte...

Wobei, einer Szene der LACONIA-Verfilmung gestehe ich einen gewissen Charme zu: als Lindsay Duncan alias Elisabeth Fullwood zum Dritten Offizier sagt ,,Sie dürfen mich foltern, soviel sie wollen, aber mein Alter werde ich nicht verraten!", da wird doch bewiesen, dass es nicht immer die ganz grobe Kelle sein muss, um Wirkung zu erreichen. (Wobei die Reaktion des Dritten wiederum die eines Blödhammels ist.)

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Pam am 05 November 2011, 09:56:44
Moin Schorsch,

Ich meine ja nach wie vor das der "Rotstift" der Briten seinen Teil dazu beigetragen haben wird das einiges an Abläufen nicht der Norm entspricht.
Das jetzt nicht auf die Schauspielerische Leistung der Darsteller bezogen.

Es wäre doch mal interessant wie diese Verfilmung aus einer rein Deutschen Produktion verlaufen würde. Ich denke mal wenn dies der Fall wäre dann würde man wahrscheinlich auch den angesetzten "Rotstift" der Briten sehen.
Und da komme ich dann auch mal wieder dazu das "Das Boot" eine reine Deutsche Produktion und "Laconia" als Britisch-Deutsche Produktion nicht in einen Topf geworfen werden kann und darf.
Vielleicht werden wir es ja noch erleben das "Laconia" mal aus der alleinigen Deutschen Sicht verfilmt wird. Was ich doch allerdings stark bezweifle. Aber interessant wäre das auf jeden Fall.
Vielleicht kommen wir ja sogar mal in den Genuß das eine Deutsche Produktionsfirma sich den "Athenia-Fall" annimmt.  :wink: 

Ostseegrüße von der Pam
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Urs Heßling am 05 November 2011, 23:30:21
moin,

nach Anschauen beider Teile komme ich zu folgendem Fazit

Das Grundthema, die bemerkenswerte Handlungsweise Hartensteins für Menschlichkeit im Seekrieg, wurde gut und richtig dargestellt - und das war und ist eindeutig die Hauptsache  top
Die negativen Charaktere der alliierten Seite (polnischer PUO, englischer KzS in Sierra Leone) waren vielleicht/wahrscheinlich übertrieben.

Die eingebaute "Story" mit Franka Potente ... warum nicht ?

Das "Warum nicht korrekt?" gilt aber für viele kleine falsche Szenen auch. Als wirkliches mini-Beispiel: Hartenstein befiehlt Torpedoschuß aus "Rohr eins und drei" (das ist gemäß Buch von Leonce Peillard historisch korrekt). Der Film zeigt aber zwei Schüsse aus den Backbordrohren, also "zwei" und "vier". Warum ? Das "richtige" wäre doch wohl vermutlich genauso einfach gewesen. Dasselbe gilt für Wassersäulen bei Torpedotreffern statt Feuerschein, und, und, und ...  Da hätte es wohl nichts (oder weniger) gekostet, es richtig zu machen.

Ein weiterer (nicht mehr unbedeutender ?) Fehler war, daß die "Rettungsboote" viel zu klein waren. In dem Boot, das (mit Franka Potente) nach Afrika durchkam, waren anfangs fast 70 Menschen. Ist "Rotstift" hier noch OK oder schon falsch ?

Meine Vermutung ist, daß die undisziplinierte Haltung und Bekleidung der Besatzung bewußt so gewählt wurde, um den Eindruck alles "Preußischen" zu vermeiden, und das ist mE ein wirklicher historischer Fehler. Hartenstein konnte meiner Meinung nach diese Ausnahme nur machen, weil er eine disziplinierte Besatzung hatte, die ihm als Kommandanten gehorchte (und nicht deswegen, weil alle "seine Kumpel" sein Handeln für richtig hielten)

Gruß, Urs
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Bekoe am 06 November 2011, 01:04:20
Hallo,

die gravierendsten Filmfehler sind aber eindeutig bei der Darstellung der angreifenden B-24 entstanden. Da stimmt aber rein gar nichts.
Die Maschine ist keine B-24 D, wie man leicht an der Nase erkennen kann, sondern ein späteres Modell - was aber am 16.9.1942 noch
nicht verfügbar war. Die Crew wird gleich einmal halbiert - 5 statt 10 Besatzungsmitglieder und die Bemalung respektive Beschriftung
an der Seite und am Leitwerk ist der Phantasie der Computergrafiker entsprungen. Diese Seriennummer gab es nicht...

Gruss
Bernd
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: juergenwaldmann am 06 November 2011, 10:27:31
Hallo im Forum ,
gut ist bei dem Kriegsfilm , dass nicht nur ein Thema  ausgesucht wurde , dass ein : " Schwarz ist böse und Weiss ist gut ",
aufzeigt  . Schon oft  sah ich mir Filme aus dem  Weltkrieg an  , die auch als Western mit Indianern und Siedlern hätten
gedreht werden können  . Alleine der Versuch , den Gegner als Menschen zu zeigen , auch wenn das die Deutschen sind ,
das sollte man loben ! Zum Glück wurde das Thema nicht von den Amerikanern verfilmt !
Gruss  Jürgen
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Schorsch am 01 Januar 2012, 16:56:46
Hallo zusammen!

Zitat von: Schorsch am 04 November 2011, 17:19:09
@Trimmer und Bekoe: mir geht es in der Frage um die Brillenträger ähnlich wie unserem Forenmitglied U-48: ich habe einfach noch kein einziges Foto gesehen, auf dem ein Brillenträger auf einem deutschen U-Boot des Zweiten Weltkrieges zu sehen wäre. Ich betrachte deshalb die Angelegenheit als ,,schwebendes Verfahren".

...manchmal kommen einige Puzzleteilchen für ein Gesamtbild unverhofft und nicht immer zeitnah zum angesprochenen Problem. Aber sie kommen, wie zum Beispiel dieses Foto, das während der Untersuchung von U 234 und U 873 entstanden sein soll. (Man beachte insbesondere den Offizier ganz rechts im Bild! Zur Quelle: --/>/> Klick mich! (http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=110&t=151201#p1315423)).

(http://s14.directupload.net/images/120101/9qn4w447.jpg)

Es wäre nun natürlich noch interessant zu wissen, wer der abgebildete Brillenträger war und welche Position er an Bord begleitete.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Neujahrswünschen an alle Forenmitglieder!
Schorsch
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: RonnyM am 01 Januar 2012, 18:37:51
...tja Schorsch, da mußt du nur deine "Klick mich"-Quelle anschauen und dann weißt du, dass der Brillenträger der Marinestabsarzt Alfred Olschewski ist  :-D

Und als Doktor darf man schon Brille tragen, weil sie beim Nähen gebraucht wird... :O/Y

Grüße Ronny
Titel: Re: Neuer U-Boot-Film
Beitrag von: Rheinmetall am 08 März 2013, 16:05:57
Moin, moin !

Nur so nebenbei.

Heute jährt sich der Verlust von U 156 und der Tod von Werner Hartenstein samt kompletter Besatzung zum 70. Mal.  :cry:

Ehre Ihrem Gedenken !

Rheinmetall