Forum Marinearchiv
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Autor Thema: britisches Militär muß sparen - auch die Marine  (Gelesen 835 mal)
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t-geronimo
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« am: 06 Februar 2010, 12:34:32 »

Hier ein Spiegel-Artikel, nach dem dem britischen Militär, also auch der Marine, ein harter Spar-Kurs droht - vor allem im personellen Bereich.

 Pfeil http://www.spiegel.de/pol...and/0,1518,675904,00.html


Interessant aus maritimer Sicht ist vor allem folgender Satz:
"Laut einer 2008 erschienenen Studie hat die britische Marine mehr Admirale als Kriegsschiffe."


Ist das bei uns auch so?
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Schöne Grüße
Thorsten
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"There is every possibility that things are going to change completely."

Captain W.H. Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941
Urs Hessling
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« Antwort #1 am: 06 Februar 2010, 13:51:34 »

hallo, Thorsten

"Laut einer 2008 erschienenen Studie hat die britische Marine mehr Admirale als Kriegsschiffe." - Ist das bei uns auch so?

erst einmal herzlichen Dank für die in "uns" ausgedrückte Solidarität zur Bundesmarine

Antwort: Nein, aber nur dann wenn man, wie bei uns üblich, die "Boote" mitzählt

"Wir" haben m.W. zur Zeit 33 Admirale aller Ränge

15 Fregatten, 2 Einsatzgruppenversorger, 2 große und 2 kleine Tanker, 1 Munitionstransporter, 3 Flottendienstboote, 1 Segelschulschiff = 26

2 Korvetten, 10 Schnellboote, 10 Unterseeboote, insgesamt 20 Minenabwehrfahrzeuge = 42

Also Admirale < Schiffe

Gruß, Urs

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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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« Antwort #2 am: 06 Februar 2010, 15:32:25 »

na das erinnert mich an Argentinien beim Falklandkrieg - die hatten mehr Admirale als Marineros grin
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Trimmer
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« Antwort #3 am: 06 Februar 2010, 17:26:49 »

Hans scheint beim Militär schon immer so gewesen zu sein. Ich erinnere mich da an meine Armeezeit. In Strausberg - NVA- Hauptquartier hast du vor lauter "Raupenschleppern" auch die Grußhand gar nicht mehr von der Mütze bekommen.  grin War immer ein Spiessrutenlauf wenn man da mal hin musste

Gruß - Achim - Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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t-geronimo
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« Antwort #4 am: 06 Februar 2010, 17:50:15 »

erst einmal herzlichen Dank für die in "uns" ausgedrückte Solidarität zur Bundesmarine

Na, ich muß doch mit meinem Eigentum solidarisch sein - schließlich habe ich einen Teil davon bezahlt. Also bitte immer schön sorgsam damit umgehen...  grin
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Schöne Grüße
Thorsten
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Wilfried
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« Antwort #5 am: 06 Februar 2010, 19:41:28 »

Moin Urs,

danke für die Aufzählung; hätte mich auch gewundert, wenn es bei uns anders gewesen wäre!  grin Rechnen wir noch die ganzen hochdotierten Pflegefälle aus dem Ministerium dazu ... dann stimmt der hier schon einmal geäußerte Kernsatz, dass sich unsere Marine ohne Schiffe sehr gut mit sich selbst beschäftigen kann. Könnte man drüber lachen, wenn die Finanzlage dieser Republik sich so einen Luxus leisten könnte ...

Mit nachdenklichen Grüßen
der Wilfried
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Urs Hessling
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« Antwort #6 am: 06 Februar 2010, 23:35:37 »

hallo, Wilfried

dann stimmt der hier schon einmal geäußerte Kernsatz, dass sich unsere Marine ohne Schiffe sehr gut mit sich selbst beschäftigen kann.

Da muß ich Dir widersprechen: Er mag für bestimmte "Bürokraten" vielleicht zutreffend sein, als "Kernsatz" stimmt er - meiner Meinung nach - wirklich nicht.

Luxus ...

Tja, auch da bin ich anderer Meinung. Die Marine ist eine - zugegebenermaßen teure - Notwendigkeit so wie eine persönliche Versicherung. Deutschland braucht als Übersee-Export- und Importland eine Marine, die in einem Verbund internationaler Sicherheitspolitik (NATO, EU) eingesetzt werden kann; sonst wird D als Staat und Verbündeter unglaubwürdig.

Gruß, Urs
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Leutnant Werner
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« Antwort #7 am: 07 Februar 2010, 11:37:04 »

Zweifellos ist es aber so, dass es bei der Bundeswehr auch einen Stellenüberhang in den hohen Offiziersetagen gibt, da muss man sich nur mal die Organigramme anschauen, die ja auch im Netz hinterlegt sind. Bei der heutigen Bundeswehr, insbesondere beim Heer, gibt es einen Haufen Dienststellen, wo man gar nicht so genau weiß, was die überhaupt machen. Hat meiner ganz persönlichen Einschätzung damit was zu tun, dass moderne Management-Philosophien in einem Übermaß bei Reorganisierungsmaßnahmen übergegriffen haben....
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Spee
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« Antwort #8 am: 07 Februar 2010, 11:50:17 »

@Urs,

Die Marine ist eine - zugegebenermaßen teure - Notwendigkeit.

Das sagt jeder, dessen Sinn angezweifelt wird. Ob nun Luftwaffe oder Heer, Marine oder GEZ.
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Servus

Thomas

Geschichte ist eine Lüge, auf die man sich geeinigt hat.

Napoleon
Urs Hessling
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« Antwort #9 am: 07 Februar 2010, 12:06:28 »

moin, Thomas

Das sagt jeder, dessen Sinn angezweifelt wird.

Ja, und ? Zweifeln ist doch prima. Ohne Zweifeln an feststehenden Dogmen wären wir noch beim geozentrischen Weltbild  und würden Hexen verbrennen.

Zweifeln heißt: Fakten wägen und auch einmal ins Unbekannte hineingehen.  Zweifeln ist das, was uns weiterbringt !!!

Gruß, Urs
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« Antwort #10 am: 07 Februar 2010, 12:24:22 »

@Urs,

aber dann ist es doch sehr schwer, 2 Admirale pro Fregatte zu rechtfertigen.
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Napoleon
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« Antwort #11 am: 07 Februar 2010, 12:34:01 »

aber dann ist es doch sehr schwer, 2 Admirale pro Fregatte zu rechtfertigen.


gegenfrage : wieviele schiffe greift sich die marine ab wenn es zum verteidigungsfall kommt ?
                   und wer kümmert sich um diese schiffe ?

gleiches gillt für heer und luftwaffe.
tausende von kampfpanzern die nur im V-fall reaktiviert werden brauchen auch eine führung.
man darf nie vergessen die bw hat waffen und material für ein paar hundertausend leute noch auf lager.

mfg dirk
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« Antwort #12 am: 07 Februar 2010, 12:40:19 »

@DST,

wo sind denn tausende von Kampfpanzern eingemottet und wieviel Zerstörer und Fregatten hat die Marine in Reserve?
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Napoleon
Wilfried
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« Antwort #13 am: 07 Februar 2010, 12:46:02 »

@DST,

wo sind denn tausende von Kampfpanzern eingemottet und wieviel Zerstörer und Fregatten hat die Marine in Reserve?

Also, ich bin oft im Stützpunkt in Wilhelmshaven und im Arsenal; dort sind mir keine einkokonierten Einheiten - wie noch in den 70ern - aufgefallen; alles, was bei uns ausser Dienst geht an befreundete Staaten - oder in den Schneidbrenner ...

@ Urs
damit ich richtig verstanden werde - es ging mir um Verhältnismässigkeit in der Flotte - nicht um deren Abschaffung ...

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

PS: wir haben, wie ich es auch aus meiner Einrichtung kenne, zuviele Häuptlinge und zuwenig Indianer. Oder anders ausgedrückt, zuviele Maul- und zuwenige Handwerker ...
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DST
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« Antwort #14 am: 07 Februar 2010, 13:03:55 »

@DST,

wo sind denn tausende von Kampfpanzern eingemottet und wieviel Zerstörer und Fregatten hat die Marine in Reserve?


Die Zahlen beziehen sich auf die aktiven Systeme. Die Bundeswehr hat aber auch noch erhebliche Bestände an inaktivem Gerät. So führt der 'Informationsaustausch Verteidigungsplanung 2004' z.B. einen Bestand von 573 Leopard 1 und 1.552 Leopard 2 Kampfpanzern, oder 506 Panzerhaubitzen M 109 auf.


 Quelle


mfg dirk
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