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Autor Thema: Die sowjetischen Torpedokutter der G5-Klasse im spanischen Bürgerkrieg.  (Gelesen 16315 mal)

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Offline Glasisch

  • Fregattenkapitän
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Hallo,
nachstehend ein bannbrechender Beitrag des russischen Marinehistorikers Mitiutzkow über die bereits erwähnten Boote, von denen bis dato zwar sehr viel geschrieben wurde, was sich auch gegenseitig widersprach. Hier nun die "wahre" Geschichte. Der Beitrag erschien in der letzten Ausgabe von "Okręty Wojenne", Nr. 101 und ich steuerte meine Übersetzung ins Deutsche, so ein "Spekulationsbau", wie es sich mal früher die Werften erlaubten, nein ich bekomme nichts dafür, aber ich weiß nicht, wie es hier angenommen wird? Ich wollte es auch nicht Euch enthalten. Es darf heruntergeladen und weiterverwendet werden, aber unter einer Bedingung, die Quelle bitte stets angeben. Danke  :MG:
Gruß
Micha

PS - wie es aussieht, will das System nicht diesen sehr langen Text "schlucken". Die äbersetzung hänge ich also, nach kurzer Bearbeitung an.   :-D

                 

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« Letzte Änderung: 30 Juni 2010, 17:15:14 von Glasisch »
„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.

Offline Glasisch

  • Fregattenkapitän
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Leute,
es immer noch zu lang, ich muß es Teilen.
Teil 1


Die sowjetischen Torpedokutter der G 5-Klasse im spanischen Bürgerkrieg
Nikolaj  W. Mitiuzkow (Russland)
Erschienen in „Okręty Wojenne” Nr. 101 (3/2010)
Es gibt eine ganze Menge verschiedener Bücher und Beiträge, in denen der Verkauf sowjetischer Torpedokutter der G 5-Klasse an das republikanische Spanien erwähnt wird aber es handelt sich aber leider nur um fragmentarische und meisten sich gegenseitig ausschließende Informationen. Eine klare Antwort kann nur die Einsicht in das Russische Staatsarchiv der Kriegsflotte  (Rossijskij gosudarstwiennyj archiw Wojenno-Morskogo Fłota (RGA WMF) geben. Seit meinem letzten Besuch befinden sie sich weiter unter Verschluß. Die Geheimklausel gilt noch!
 
Der Verkauf selbst ist von der Dunkelheit eines Geheimnisses umhüllt. Das einzige, was bekannt ist, daß die Boote direkt vom Werk nach Spanien gingen, indem hier auf die sonst übliche Vermittlung der Flotte verzichtet wurde. Es ist auch bekannt, daß die Idee, die Boote Spanien zu liefern, vom älteren Marineberater N.G. Kusnetzow kam. In seinen Erinnerungen schreibt er:  „im Dezember oder Januar wandte ich mich mit einer Bitte an meine Vorgesetzten und kurz danach begannen sachliche Gespräche mit Moskau” Diese Information ist in den Unterlagen ausfindig zu machen, besonders reich in Unterlagen des damaligen Technischen Büros ist diesbezüglich Das Staatliche Archiv der Russischen Föderation (GARF). Bis heute sind viele Dokumente für die Forscher noch nicht zugänglich. Die Geheimklausel! Nichtdestoweniger können daraus aber welche Schlüsse schon gezogen werden. Zu finden ist dort eine Notiz, die in der Zeit zwischen September und November 1936 angefertigt wurde, die uns etwas über die Qualität der im besagten Werk hergestellten Boote sagt, in deren Betrieb bekannterweise eine Menge Pannen auftraten. („Über die Qualität der Torpedokutter“ Akte F.8418/op. 11/d.400-292). Nach Erwägung dieser Angelegenheit entsteht das Dokument, in dem der Preis dieser Kampfboote genehmigt und bestätigt wird („Über den Preis F. 8418, op.12, d.5-4). Da aber im Februar 1937 ein eventueller Verkauf eines Teils dieser aus Torpedokuttern bestehender Fracht nach Spanien immer näher rückte, wurden die Preise noch einmal unter die Lupe genommen. (Preis für die Boote F. 8418, op. 11 d.5-294).

Anfang 1937 in einem Schreiben des Ministerpräsidenten der republikanischen Regierung, Largo Caballero an die sowjetische Bootschaft in Spanien wandte man sich mit einer Bitte, abgesehen von anderen Vereinbarungen, daß die Sowejtunion zusätzlich „4 Unterseeboote samt Besatzungen, die gleich 3 Boote bemannen könnten, 20 Torpedokutter und 80 Torpedos, damit sie gleich operativ werden” liefern soll. Die SU entschied aber, daß sie zuerst nur 4 Torpedokutter der G 5-Klasse auf den Weg bringt. Im Frühjahr läßt Moskau über Kusnetzow mitteilen, daß, „die Torpedokutter verlade – und versandbereit wären”.

Mit den 4 Torpedokuttern werden auch 16 Torpedos vom Kaliber 53 cm (Typ 53-27) und 400 Wasserbomben mit auf den Weg geschickt. Alle 4 Torpedokutter der G 5-Klasse waren funkelnagelneu und stammten vom Leningrader Werk Nr. 194 („Marti-Werft“, ehemalige „Admiralitätswerft“). Ihre Baunummern sind nicht bekannt, sowie welcher Serie sie zugehörten. Anhand spanischer Literatur, die über summarische die Pferdestärke (1.700 PS) der gelieferten Motoren als Notiz angefertigt wurde, darf davon ausgegangen werden, daß es sich um die GAM-34BS Motoren handelt, mit denen gerade diese „spanischen“ Boote angetrieben wurden. Der aus Duraluminium hergestellte Rumpf, bereitete den Booten ernste Probleme in ihrem weiteren Betrieb, wie die Spanier später berichteten. Die Standardverdrängung betrug mit den Motoren vom Typ GAM-34BS (7., 8. und 9. Serie) 15 bis 17,84 t. Sie liefen maximal bis zu 51 Knoten (Reichweite 160 Meilen), die Wirtschaftsgeschwindigkeit betrug dagegen 31 Knoten und die Reichweite wuchs dann auch entsprechend bis zu 200 Meilen. Den Antrieb bildeten je 2 Flugzeugmotoren (Treibstoff Benzin). Die etatmäßige Besatzung bestand aus 5 Mann, dem Kommandanten, der ein Marineoffizier, seinem Vertreter, auch einem Marineoffizier, der zugleich Funker war,  2 Maschinengasten und einem, der das MG bediente.  Die Bewaffnung eines jeden Bootes bestand aus 2 Torpedos (53 cm), 2 MG`s 7,62 mm. Statt Torpedos konnten an Bord 2 oder 3 Minen der „Rybka“-Klasse (Fischlein) bzw. bis zu 12 Wasserbomben (sowjetische vom Typ M-1 (36 kg oder vom Typ Vickers WM (22 kg) übernommen werden.

Es werfen sich  auch viele Fragen bezüglich der Geschichte dieser Boote auf, die man einfach stellen muß. Obwohl die erste Veröffentlichung, wo zum ersten Mal das Thema spanisch-republikanischer Torpedokutter angeschnitten wurde, und es war eine kurze von N. Piterskij (Militärberater in Spanien) und in der Fachzeitschrift verbarg er sich hinter der Abkürzung N.P.) verfaßte Notiz. Im „Morskoj Sbornik“, die sich mit den Resultaten des spanischen Bürgerkriegs befaßte. Piterskij gab aber keine Angaben preis, was ihre Abmessungen und Namen bzw. Kennungen betraf. Die erste im Westen erschienene Information, die ein Zeugnis über die republikanischen Kutter gab, war Jürg Meisters Arbeit. Ihm haben wir die fehlerhaften Namen dieser Kutter zu verdanken, die später immer wieder wiederholt wurden und spuken bis heute noch rum, und das in vielen Veröffentlichungen. Nach Meister waren die Torpedokutter „DAR-1“ bis „DAR-4“ bezeichnet. Wie es aber bekannt ist, so gerade wurden jene Boote bezeichnet, die von den Republikanern in den Vereinigten Staaten und in Frankreich angekauft wurden, und die Abkürzung DAR heißt soviel wie „Defensa Antisubmarina Rapida“ (Schnelle Unterwasser – Abwehr) und wurde nie von ihnen gebraucht, um so ihre kleinen Torpedoträger zu bezeichnen. Außerdem hält die Meistersche Genauigkeit der Schilderung ihrer Aktivität im Bürgerkrieg die heutige Kritik nicht mehr aus und wahrscheinlich ist es wieder ihm die Information  zu „verdanken“, daß die Sowjetunion Wachtboote/Ujäger der MO-Klasse den Roten Spaniern geliefert hätte. Auch wenn es etwas unglaublich klingt, aber die Version mit „DAR“ haben viele ernste und glaubwürdige Autoren, wie z.B. diejenigen vom „Conway`s“ kritiklos wiederholt. Man stolpert auch über Kennungen wie „No 11“, „22“, „33“ und „44“, aber das Wurmen ihrer Seele überlasse ich schon ihnen. Sie sollen damit von allein fertig werden.

In der offiziellen Korrespondenz und in allen Auflistungen wurden diese Boote als „No 11“, „21“, „31“ und „41“ bezeichnet. Die erste Ziffer ist eine Ordnungsnummer, die zweite ist die Nummer der Flottille. Hielte man sich an die spanische Rechtschreibung, dann müsste die bezeichnende Ziffer hinter dem Nomen sein, so das die numerischen Kennungen folgend zu deuten wären u.z. ganz einfach: „Drittes“ Boot der „Ersten“ Flottille. Da aber Spanien keine nächsten Torpedokutter mehr erhielt, mußten sie nur mit einer Flottille auskommen.

Die nächsten Diskrepanzen sind mit dem Aussehen verbunden, weil die Autoren sich einfach nicht in den gebauten Serien auskennen. Beispielsweise behauptet Przemysław Budzbon es wären die Boote der 7. Serie gewesen, Gerald Howson wiederum glaubt, es wäre die 9. Serie. Es war aber sicherlich die 7. Serie und Cesar O`Donnell wird schon Recht haben, wenn er von der 9. Serie schreibt und alle werden Recht haben, weil sie nur auf Vermutungen basieren. Das buchstäbliche Tüpfelchen über dem „i“ wird erst dann gesetzt werden können, wenn die Einsicht ins Archiv der Werft erlaubt wird. In der besagten Zeit, als die Kutter Richtung Spanien expediert wurden, stellte das Werk Boote aller 3 Serien her, die sich voneinander unterschieden, was die Ausmaße der Rümpfe betraf. Meine Anfrage, die von mir an die Königlich-Spanische Marineakademie gerichtet wurde, blieb leider ohne Antwort.

Am 01.05.1937 an Bord des Passagierschiffs „Cabo de Santo Tome“ (12.589 BRT), das in den Unterlagen die Tarnabkürzung „Y-28“ trägt, trafen in Kartagena die ersten 2 Torpedokutter ein. Sie lief ohne Bewaffnung auf den Weg, doch das Schiff, das Odessa am 25.04. verließ, transportierte in seinen Laderäumen 8 Torpedos (53 cm) vom Typ 53-27, die für die Boote bestimmt waren und 5 drehbare Halterungen für die MG`s vom Kal. 17,6 mm, Typ Degtarew. Am 30.04. wurde der Transporter auf hoher See von einem starken Flottenverband in Empfang genommen, der aus den Kreuzern "Libertad", "Méndez Núñez" und  6 Zerstörern bestand.

Mit dem Liner kamen nach Spanien die Militärberater des republikanischen Hauptmarinestabs, der Kpt. I. Ranges (KzS) W.A. Alafusow, der auch die Arbeiten der Indienststellung der Kutter leitete. Bereits früher wurde vereinbart, daß die Besatzungen ihr Quartier in der, der sich neben dem Arsenal in Kartagena befindlichen Ubootschule beziehen werden. Die Flottille der Torpedokutter stand unter dem Kommando von Jose Martinez Rios (Pseudonym von Kpt. III.Ranges A.P. Korownitsch, der in Spanien 1,5 Jahre seinen Dienst versah. Die Besatzungen der einzelnen Boote, die von Kpt.-Lt. W.A. Larionow (in spanischen Unterlagen als Lariontow geführt), A.S. Batrakow, W.P. Licholetow, S.A. Osipow und W.A. Ansobetow, wurden komplettiert.

Den Besatzungen wurden die Maschinenmaate Jeremejew, Uschwenko, Wrodliwetz, der Funker Below und der Dolmetscher, einem NKWD-Angestellten, A.P. Korobitin (später ein ziemlich bekannter Hochschullehrer) zugeteilt.

Am 03.05. wurden die Boote von den Besatzungen „ausgemottet“ und man begann die ersten Proben mit den Motoren und sie liefen auch auf die Innen- und Außenreede von Kartagena aus, wobei verschiedene Manöver und Evolutionen geübt wurden. Nach 2 weiteren Tagen wurden Torpedos übernommen und die Boote verlegten nach Portman. Es wurde beschlossen, dort einen Stützpunkt für die Torpedokutter einzurichten. 

Bereits im Jahr 1926 befaßte man sich, das ganze Verteidigungssystem von Kartagena zu rekonstruieren, so daß die Stadt und der Hafen nach ein paar Jahren von Küstenbatterien (Kaliber 38,1 und 15,2 cm) geschützt war. Ein paar Kanonen wurden auch in unmittelbarer Nähe von Portman aufgestellt.  Die erste Batterie „Las Cenizas“ hatte ihren Platz auf dem Hügel gleichen Namens (2x38,1 cm L/40 Vickers-Armstrong), die zweite auf dem Hügel La Chapa, in der Nähe des Leuchtturms (4x15,2 cm L/50 Vickers). 1931 kam noch eine Flakbatterie dazu, auf dem Kap Negrete in der Nähe von Las Cenizas (4x10,5 cm L/43,5 Vickers). Bis zum Ausbruch der Feindseligkeiten, in unmittelbarer Nähe von Portman wurden u.a. Kasernen, Scheinwerferstände, Artillerieleitstände und Luftschutzbunker  errichtet.

In dieser Zeit wurde nicht aufgehört, die Besatzungen für alle 4 Boote zu komplettieren, obwohl damals nur 2 zur Verfügung standen. Die etatmäßigen  Besatzungen wurden zu 6 Mann  auf je ein Boot aufgestockt (Kommandant, Steuermann, der zugleich den Offizier vertrat, Maschinenmaat III. Klasse als Chef der Maschinensektion, Funkermaat, Torpedomaat, Torpedogast als Helfer des Vorerwähnten). 

Die Besatzungen rekrutierten sich aus Freiwilligen. Nachdem eine entsprechende Kandidatenanzahl gefunden worden war, begannen die Berater, diese zu schulen. Dank eifriger und umfangreicher Arbeit sowjetischer Berater und Spanier, konnten die Boote ihre ersten Schulungen zur See durchführen. Sie liefen unterwegs Alicante, Tarragona, Barcelona und Rosas ein und das Ziel der 13 Tage dauernden Fahrt war das Zeigen dieser neuen Boote dem Volk. Erst nach Abschluß dieser eigenartigen, auch für spanische Verhältnisse, "Schau", konnten sich die Torpedokutter ihrer routinemäßigen Aufgabe widmen, d.h. vorläufigen Übungen in der Ujagd.

Am 21.06. lief in Kartagena die „Aldecoa“ (6.088 BRT), getarnt als „Y-34“ mit den nächsten 2 Kuttern ein. Sie brachte auch die nächsten 8 Torpedos (Typ 53-27), 200 Wabos (Typ M-1 und WM), 6 drehbare MG-Halterungen (Typ DA). Die Boote wurden schnell einsatz – und kampffähig gemacht, so daß sie sich schon am 28.06. ihren Schwesternbooten anschließen konnten. An diesem Tag erhielten alle 4 Torpedokutter ihre Kennungsnummern: „11”, „21”, „31” und „41”.

Im Juli wechselten alle 4 Boote nach Portman, zu ihrem neuen Stützpunkt. Der Zutritt zur Mole wurde mit Stacheldrahtverhau verwehrt und rund um die Uhr stand dort ein Posten. Den Einwohnern wurde verboten, das Gelände zu betreten. Das Personal der Flottille wuchs in dieser Zeit auf über 200 Mann (Besatzungen, Dolmetscher, Wartungspersonal, Verwaltungspersonal).

Aus den Erinnerungen von Visitacion Zapata Cuenca, die mit 2 Töchtern und ihrer Nichte für die Flottillenangehörigen in der Küche kochte, geht hervor, daß die Sowjets sehr ruhig waren und sich auch sehr anständig benahmen. Den Kindern gaben sie immer wieder etwas zu essen oder ab und zu ein Stück Seife. Ganz genau kann sie sich noch erinnern, wie die Russen ihre Zigaretten mit einem sehr langen Mundstück rauchten, aber den schönen Mädchen haben sie immer nachgeschaut. 

Anfang Juli, abgesehen von den üblichen Aufgaben einer Ujagd, wurden sie mit einer anderen beauftragt, denn sie sollten die aus der UdSSR kommenden unter „Y“ getarnten Transporter in den Hafen begleiten und notfalls diesem feindliche Unterseeboote und Flugzeuge vom Leib fern halten. Ihre eventuelle Effektivität sei sehr fraglich gewesen, denn diese kleinen Boote waren dafür ungeeignet, weil sie einfach zu schwach waren. Bei der ziemlich regen Aktivität Francos Luftwaffe ließ das Unglück auf sich nicht lange warten.

Am 30.07.1937 um 15.50 Uhr als die Torpedokutter  "№31" und "№41" einen republikanischen Transporter mit Kriegsgut entlang der Küste begleiten, wurden sie in der Nähe von San Pol de Mare (südlich von Barcelona) von einem Flugboot (Typ S.55) der Nationalisten angegriffen.

Die im Geleit fahrenden Zerstörer versuchten den Feind zu verjagen, der ließ sich aber nicht von einem Angriff abhalten und nach mehreren Anflügen, gelang es ihm die stärkeren Zerstörer auszulocken und dann griff er den Transporter an, bei dem nur die Torpedokutter waren. „№41“ wurde als erster beschädigt und versuchte das Land zu erreichen, also wandte sich  das Flugboot seinem Rottenboot, „№31“, das mehrfach von Bordwaffen getroffen wurde. Da bei dem Angreifer wahrscheinlich die Munition knapp wurde,  machte er sich auf die Suche nach dem fliehenden und schwer beschädigten „№41“,  den Transporter und den Torpedokutter in Ruhe lassend, um ihm (dem Torpedokutter) den Rest zu geben.

Beide Torpedokutter wurden ernst beschädigt. Ein spanischer Bericht gibt bekannt, daß auf „№31“ Obermaschinenmatt Ricardo Lage Lopez fiel. Verwundet wurden der Kommandant Jose Rios Martin und der Obermaschinenmaat Alexandro Silvestre und der Maschinenmatrose Andres Aneiros. Nach M. Monakows und J. Rybalkins Angaben gab es auf der Liste schon 4 Verwundete „den Sektionskommandanten Licholetow, Flottilleningenieur Jeremin, einen Maschinengasten: es war der Spanier Aneiros, aber auch der Chef der Mechanischen Sektion - Uschywenko“.

Die Unstimmigkeiten in der Zahl und den Namen darf nicht irreführen, denn alle sowjetischen Berater hatten spanische Pseudonyme und diejenigen, die keine hatten, „existierten“ halt in der offiziellen Dokumentation nicht. „№41“ Rumpf hatte 15 Einschüsse (S.A. Osipow in seinen Erinnerungen  erwähnt eine nahezu fantastische Anzahl von Durchschüssen, u.z.: 294! 1]). Eine GAM-34-Maschine fiel aus. Nachdem das Flugzeug unverrichteter Dinge abflog, humpelte das Boot mit großen Schwierigkeiten Richtung Barcelona. Die Schadenbehebung nahm 35 Tage in Anspruch. Über interessante Maßnahmen schreibt in seinen Memoiren Osipow, wie z.B.: „das Boot wurde getarnt und lag zwischen Fischerbooten, wie eins von ihnen wirkend“. Dem Schwesternboot №41 war nicht soviel Glück vergönnt. Das Flugboot griff es viermal an und sein Beschuß verletzte den Maschinenmaaten Juan Moreno und den Matrosen Juan Vallejo. M. Monakow und J. Rybalkin stellen noch ergänzend fest „bei der Besatzung gab es 2 Verletzte, den Spanier, Maschinengasten Juan und den Chef der Technischen Abteilung Wrodliwetz“. Es kann also davon ausgegangen werden, daß insgesamt 3 Besatzungsmitglieder verletzt wurden.

Hier fiel auch eine Maschine aus und der Torpedokutter war gezwungen,  mit einer Geschwindigkeit von nur 5-6 Knoten Richtung Küste sich abzusetzen, um dann ihr entlang Barcelona zu erreichen. In der Nähe von Arenas del Mar wurde das Boot noch einmal aus der Luft angegriffen. Das Flugzeug machte drei Anflüge und schoß mit Brandmunition. Da das Deck-MG des Kutters beschädigt wurde, geschah der Angriff fast ohne Gegenwehr, die nächsten Garben steckten das Boot in einen starken Brand. Die Besatzung schaffte es noch das Boot auf Grund zu setzen, wo es um 17.15 Uhr in die Luft flog. Der offizielle, republikanische Bericht gab folgendes bekannt: >>auf „№41“ gab es keine Opfer<<, J. Meister berichtigt aber, daß der Kommandant, Kpt.Lt. N.A. Larionow gefallen sei. Interessanterweise gefällt den zeitgenössischen, spanischen  Autoren diese Version so sehr, das sie sie ohne Bedenken wiederholen und es sich nicht verkneifen  können, zu erwähnen, daß Larionow (unbegreiflich für mich, warum er immer wieder mit Lariontow angesprochen wird?) das erste Opfer im spanischen Bürgerkrieg unter den sowjetischen Offizieren und Matrosen war?

Es lohnt sich auch die oben erwähnten Informationen mit denen der Gegenseite zu vergleichen. Die Maschinen vom Typ „Savoia“ wurden bereits aus dem aktiven Dienst herausgezogen und in dieser Gegend nicht mehr da. Es wurden aber die Wasserflugzeuge vom Typ Heinkel He-59 (AS/88 der Legion Condor) eingesetzt. Diese bestätigen den Angriff auf ein republikanisches Geleit, das 15 Meilen vor Arenas del Mar gesichtet wurde. Dieser bestand aus dem griechischen Frachter „Larissa“ (getarnter Panamer „Chepo“ [1.047 BRT] in Begleitung der Zerstörer "Almirante Valdes" und "Escano" sowie 2 Kutter. Die Flugzeugführer meldeten einen Treffer auf einem Zerstörer (Heck) ("Almirante Valdes") und die Beschädigung der Back und Versenkung eines Kutters („№41“). In derselben Zeit mußte ein Wasserflugzeug, nach Beschädigungen des Flakfeuers wassern ungefähr 15 Meilen von  Sur de Blanes mit zwei verletzten Besatzungsmitgliedern. Per Funk wurde der Kreuzer  "Canarias", gerufen, der am nächsten Morgen um 08.00 Uhr die Maschine nach Pollensa schleppte.

Das Ziel Francos Flieger wurde aber erreicht, denn der Transporter wurde schwer beschädigt (4 Tote) und mußte sich auf Grund setzten, wo ihn das Schicksal nach 4 weiteren Tagen ereilte, als er von einer He 59 den Gnadenstoß erhielt in der Form einer S.C. – Bombe.

Die Geschichte der Versenkung von "№41" hatte ein Nachspiel im Jahr 1989, als in der Gegend von Arenas del Mar die Fischer Teile eines Kompasses und ein Blechteil aus der Tiefe bargen, die kyrillische Aufschriften trugen. Die Tiefe war an dieser Stelle relativ gering, so daß sich bald die spanischen Freunde des Tauchens hier zeigten. Es wird wohl etwas komisch klingen, aber in dem auf Grund liegenden Rumpf mit den Resten des Steuerhauses, und anhand seiner sehr markanten Stromlinienform, wollten die Taucher das Wrack eines versenkten sowjetischen Unterseeboots sehen! Ich versuchte vergebens meinen spanischen Freunden zu erklären, daß es sich ausgeschlossen um ein Unterseeboot handelt, weil dort nie ein sowjetisches gesunken ist! Ich predigte gegen taube Ohren und ich erhielt eine Nachricht, die einer Einladung gleich war, denn wenn ich ihnen nicht glauben wollel, dann solle ich gefälligst selbst hier kommen und einen Tauchgang wagen,  um sich an Ort und Stelle persönlich zu überzeugen. Es liegt auf der Hand, daß die Fischer Reste vom Torpedokutter "№41" fanden.

Ein Geheimnis verbergen die Erinnerungen N.G. Kusnetzows doch noch. Er erinnert sich einer Episode, die sich Anfang 1937 ereignete, als die 3 verbliebenen noch Boote auf Wachtposten vor Alicante standen und auf diese Weise einen auf Grund sitzenden republikanischen Transporter sicherten. Nach Kusnetzows Schilderung „schlug eine Dornier im Anflug die Boote in die Flucht, wobei eins beschädigt wurde“. Es sei hier zu erwähnen, daß erkannte spanische Marinehistoriker nichts über diesen Vorfall berichten und auf Grund, daß der gute Nikolaj Gerasimowitsch ziemlich locker mit seinen Angaben über Zeit und Datum jonglierte, muß davon ausgegangen werden, daß sich das Ereignis wohl auf Juli 1937 beziehen müßte?

Die unproblematische Versenkung der Torpedoboote, der schwachen Flakabwehr wegen, mußte für die sowjetische Führung ein Schock sein, den sie erst verkraften mußten, wobei dieses Zitat der beste Beweis dafür ist, daß man etwas verbergen wollte,  als im August die Boote "№11" und "№21" Kartagena verließen und nach Barcelona verlegten, um „die Maschinen nachprüfen zu lassen, wobei unterwegs Valencia und Vinaroz anzulaufen ist. Es fehlen aber Dokumente, ob die Verlegung überhaupt stattfand.  Nicht auszuschließen wäre hier die Absicht, die Aktivität der besagten Torpedokutter zu begrenzen.

Nach der Überholung von „№31“ und einer Änderung der Organisationsstruktur, gewann die Flottille allmählich ihre Kampfbereitschaft wieder, aber ihr Einsatz bis Ende des Jahres ist in den offiziellen Dokumenten nicht belegt und die einzige ergänzende Information betrifft die Abgabe als Beischiff eines  „Kreuzers“ des spanischen Tabakmonopols „S-19“, der 1923 in Bilbao gebaut und 1937 in Almeria mobilisiert wurde, um später nach Portman zu verlegen. Der Kommandant dieses Tenders war ein sowjetischer Offizier, der sich hinter dem Pseudonym Adolfo Caltabiano verbirgt.

Anfang 1938 wurde die Flottille mit 2 „Booten des Ing. Negri“, u.z.: „A-1“ und „A-2“ ergänzt. Die Spanier beschlossen sie im Kampf einzusetzen und wollten diese sogar produzieren anfangen, obwohl die Meinung sowjetischer Berater negativ war. Abgesehen von den vielen Konstruktionsmängeln, konnten diese Kutter keine sowjetischen Torpedos tragen, so daß sie schließlich als Schulboote ihre Verwendung fanden und nach Spanien wurde ein Schiffbauingenieur geschickt, der den Spaniern den Bau von Torpedokuttern beibringen sollte (eine Produktionslinie auf die Beine stellen), die aus herkömmlichem und gekauftem Material hergestellt werden sollten. 

Der erste Versuch, die Torpedokutter gemäß ihrer wirklichen Bestimmung, d,h. gegen feindliche Überwasserstreitkräfte einzusetzen, unternahmen die Republikaner erst im März 1938. Als die Luftaufklärung die in Palma de Mallorca 3 vor Anker liegenden Franco-Kreuzer meldete, bearbeiteten die Spanier, von den Sowjets angeregt, einen Angriffsplan der Torpedokutter gegen die erwähnten feindlichen Kreuzer. Dieser Plan erhielt die Nummer 142, 142-W und 142-S (1). Die Torpedokutter №11, №21 und №31 sollten am 05.03. um 18.00 Uhr Alicante auslaufen und um 18.30 Uhr im Punkt, der 14 Meilen vom Hafen entfernt lag, sich mit den Zerstörern der 1. Flottille (Alicante Valdez, Escano, Ulloa, Jorge Juan) treffen. Später hatte man die Absicht einen nächtlichen Feuerüberfall auf Palma zu verüben. Als Anlage zum Befehl Nr. 142 befand sich eine sehr genaue Karte, nach der sich die Kommandanten orientieren konnten, wo sich die Sperrnetze, Ankerplätze der Kreuzer und auch neutrale Schiffe befanden, beigefügt waren auch andere für die Operation wichtige Hinweise und Nachrichten.

Alles wurde den Torpedokuttern untergeordnet, weil sie in dieser Aktion die erste Geige spielen sollten. Wie N. Piterskij sich in seinen Memoiren erinnert: um die laut arbeitenden Motoren der Kutter zu dämpfen, sollte gleichzeitig  die republikanische Luftwaffe einen Angriff fliegen 2).

Die Aufgabe der 1. Zerstörerflottille wurde als „Begleitung, Sicherung und Versorgung der Torpedokutter „№11“, „№21“ und „№31“ in der Zeit, wenn diese in Palma eindringen und Angriff des Feindes, wenn dieser eingreift“. Die zu dieser Operation ausgewählten Zerstörer hatten an Bord ausreichend Benzin, um im Notfall den Kuttern aushelfen zu können. Auf der Höhe von Formentare hatte man die Absicht, nachzutanken, wofür eine halbe Stunde als ausreichend betrachtet wurde. Dann waren die Boote schon auf sich allein gestellt und sollen selbständig operieren und die Zerstörer hatten ihre Rückkehr  abzuwarten. Auf offener See standen die Kreuzer „Libertad“ und „Méndez Núñez“  und die 2. Zerstörerflottille.  -/-

« Letzte Änderung: 30 Juni 2010, 19:03:17 von Glasisch »
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Offline Glasisch

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Teil 2

Nach Ende der Operation sollten sich die Schiffe und Boote um 07.00 Uhr 6 Meilen vor Kap Palos sammeln. Die ganze Operation sollte nicht länger als 17 Stunden dauern.

Am Abend des 05.03. stachen die Schiffe in See. Um 17.00 Uhr erreichte den Kreuzer „Libertad“ eine verschlüsselte Funknachricht, daß die Torpedokutter wegen hoher See nicht auslaufen können. Es ist höchst interessant, die Meinung des Stellvertreters der rotspanischen Flotte, Bruno Alonso (nach sowjetischem Muster wurde so eine Person als Stellvertreter des Kommandanten für politische Angelegenheiten [so ein Politoffizier] genannt – Anm.: MiJa)  und des Kommandierenden, Luis de Ubieto zu kennen, die behaupteten, das Wetter sei an diesem Abend gar nicht mal so schlecht gewesen und es sieht so aus, als wenn die sowjetischen Berater einfach die ganze Operation sabotieren würden, was Ubieto veranlaßte, seinem Chef des Generalstabs einen guten Rat zu geben, Alafusow sofort seines Amtes zu entheben! 

Die Zerstörer mußten sich also begnügen mit der Suche nach feindlichen Schiffen in der Gegend von Ibiza, um später nach Kartagena abzulaufen. In dieser Zeit, in der Nacht zum 06.03. kam es zwischen den feindlichen Hauptverbänden zu einer Seeschlacht bei Kap Palos, in der die republikanischen Zerstörer mit Torpedos den schweren Kreuzer „Baleares“ versenkten.

Nach diesem unangenehmen und doch peinlichen Zwischenfall sank die Begeisterung des rotspanischen  Marinekommandos an den Torpedokuttern. Wie auch Justo Martinez Amutio, der Gouverneur  von Albacete bescheinigte, wäre im Schoß des rotspanischen Marinestabs die Idee geboren, die Torpedokutter modernisieren zu lassen. In erster Reihe wurde vorgeschlagen, ihren Antrieb auf amerikanische Dieselmotoren „Hercules“ (220 PS) umzustellen, die neulich aus Mexiko kamen, denn, so die Begründung: „die Benzinmotoren der Torpedokutter soffen einen ganz schönen Fluß Treibstoff“, so daß man hier einen Grund sah, an Sprit zu sparen. Der Verzicht auf Torpedos ließe Freiraum zu, um die Bewaffnung zu verstärken. In der weiteren Korrespondenz ist die Rede von einem Škoda-Geschütz Kalibers 5,0 cm (in Wirklichkeit 4,7 cm) und von schweren MG`s vom Typ „Oerlikon“ (in Wirklichkeit 20 mm). Die sowjetischen Berater äußerten sich zu solchen Neuigkeiten sehr negativ, so daß die Spanier davon abhielten.

Die nächsten Einsätze der Torpedokutter waren nichts Anderes, als ganz gewöhnliche Patrouillefahrten. Am 02.05. um 00.00 Uhr verließen "№11" und "№21" Tarragona. Ähnlich verlief es in der Nacht vom 02. zum den 03. und vom 03. zum 04.05.

Am 16.05. wurde die Flottille auf Befehl dem Marinestützpunkt in Kartagena unterstellt. Am nächsten Tag machte sich  №31 auf die Suche nach dem in der Nähe von Barcelona gewasserten Seeflugzeug Typs „Vickers-Wiuldebeat“, das so unglücklich landete und sich dabei überschlug. Die beiden Piloten, Ceferino Granja und Placido Alvarez Ferreiro fanden letztendlich das Boot, das sie barg.

Am 22.05. kam es auf "№11", der sich damals in Barcelona befand, zu einer Havarie des Auspuffkrümmers, die das Boot außer Gefecht setzte. Auf Flottillenchefs Wunsch wurde aus Portman mit Luftfracht ein Ersatzauspuffkrümmer (4 kg) eingeflogen, der aber für "№41" bestimmt und gedacht war. Am Schaden wurden 4 Tage lang gearbeitet. Es sei hier zu erwähnen, daß die technischen Pannen zu einer Pechsträhne ausarteten. So lange die Kutter von sowjetischen Beratern gewartet wurden, konnte man sich darauf verlassen, daß die Schäden im Nu und fachlich behoben wurden, aber für die Spanier scheint es eine Nummer zu groß gewesen zu sein. Vielleicht ist es auf mangelhafte Kenntnisse spanischer Besatzungen zurückzuführen, obwohl sie sich sehr viel Mühe gaben. Interessanterweise gab es nach dem Krieg solch einen Fall, daß ein ehemaliger Matrose der Roten, der vor Gericht der Sieger stand, zu seiner Verteidigung aussagte, daß die andauernden Pannen durch Sabotage verursacht wurden, worauf er freigesprochen wurde!

Am 02.06. kam es zu Havarie auf dem in Barcelona liegenden "№31". Sein Kommandant ersuchte einen kompletten Werkzeugsatz, der unumgänglich ist, eine Antriebsmaschine zu demontieren, der der Dringlichkeit wegen wieder per Luftfracht aus Portman am 04.06.eintraf, so daß die Besatzung den Schaden beheben konnte, um zugleich eine Grundüberholung beider Boote anzufangen.

In dieser Zeit, in Anbetracht der ständig steigenden Aktivität der feindlichen Luftwaffe, entschieden sich die Rotspanier alle in Portman und nicht in Kartagena ankernden Tanker zu löschen, weil sie am meisten gefährdet waren, bei einem Treffer wie eine Fackel  abzubrennen. Seither konnten sich die spanischen „Katerniki“ über Mangel am Treibstoff nicht beklagen. Meistens wurde der spanischer Tanker „Campilo“ „angezapft“, der mit einer Ladung Benzin aus der Sowjetunion kam, und aus diesem Grund hielt ihn offen die Bevölkerung und sogar die  sowjetischen Berater als ein sowjetisches Schiff.

Am 15.10. kam es zur nächsten Reformierung Diesmal wurden die Torpedokutter der Jefatura de la Flotilla de Vigilancia y Defensa Antisubmarina de Valencia (Das Kommando der Sicherungs – und Ujagdflottille) in Valencia unterstellt.

Am 05.11. bei mehreren schweren Luftangriffen der Nationalisten, fielen ein paar Bomben auch in der Nähe der liegenden dort Torpedokutter. Eine fiel in unmittelbarere Nähe von „№31“ das kenterte und sank nach vielen entstandenen Leckagen. Laut Meister wurde das beschädigte Boot nicht mehr instandgesetzt und im A. Ancas Jahrbuch ist dieser Torpedokutter erwähnt, als von der Liste am 05.11.1938  als gestrichen, was nicht der Wahrheit entspricht, weil es an weiteren Aktionen doch noch teilnahm! 

Aus dem Werk der Gebrüder Moreno, die eine Unmenge archivierter Dokumente beider Seiten unter die Lupe nahmen, lässt sich schließen, daß der Monat November eine Zeit war, in der die Flottille harte Arbeit leistete. Drei Kutter nahmen an 4 Geleitfahrten teil und brachten zwischen Barcelona und Maon, Barcelona und Valencia, Valencia  und Portman die ihnen beauftragten Transporter sicher ins Ziel. Die Kommandanten meldeten, daß die Boote eine Geschwindigkeit zwischen 30 und 35 Knoten entwickelten.

Ende November während der Fahrt von Barcelona na Maon kam es zu einer ernsten Havarie auf „№31“ (in Folge der Ereignisse vom 05.11.) Die Maschinen gaben den Geist auf und das Boot wurde zu einer sehr langen Überholung abgestellt, die bis zum Ende der Feindseligkeiten nicht beendet wurde. Nach A. Campanera wurde der Kutter nicht mehr aufgebaut, weil es keine Ersatzteile mehr gab, so dieses bald frei zu „Kannibalisierung” gegeben wurde.   

In dieser Zeit lief auch die Frist des Aufenthalts der delegierten sowjetischen Fachleute. Im November bestanden ihre Besatzungen ausschließlich aus Spaniern. Die Boote befehligte Jose Troyano de los Rios, „№11“ der FK Ranges Manuel Dominguez Fernandez, „№21“ der KzS Jose Hermo und „№31“ der KK Vicente Criado. 

Die republikanische Regierung hörte aber nicht auf, darauf zu pochen, von der Sowjetunion zusätzliche Torpedokutter zu bekommen. Im November 1938 wandte sich die Regierung von Juan Negrin and den Volkskommissar für Verteidigung der Sowjetunion, K.J. Woroschilow mit einer Bitte, mit anderen Waffen noch „6 Wachtboote – 12 kleine Torpedokutter – 10 Torpedos (53 cm) zu liefern). Woroschilow meldete Stalin, daß  Richtung Spanien ein Teil der bestellten Waffen, inklusiv 15 Torpedokutter mit 30 Torpedos versandbereit wären. 

Das Kommando der republikanischen Flotte beschloß eine „Escuela de Lanchistas“ (Torpedokutterschule) zu bilden. In einem Bericht vom 08.12.1938 weist der Stabschef der Torpedokutterflottille Seoane Freire auf die Dringlichkeit hin, in nächster Zeit über 6 aktive Besatzungen und 2 in der Reserve verfügen zu müssen, was die Bildung einer Lehrstelle mit 4 Fachlehren und 48 Spezialisten erfordert. In seiner Entscheidung war sich der Hauptstabschef des republikanischen Marinekommandos, der KzS Pedro Prado Mendizabel mit seinem Untergeordneten einig und meinte ergänzend, daß mindestens 3 Besatzungen erforderlich seien, damit die Kampfbereitschaft der Boote gesichert ist, die bereits im spanischen Besitz sind. Ferner teilte er noch mit, daß es lebenswichtig sei Fahrer (genau so stand es im Beschluß), um auf diese Weise die bereits in Frankreich angekauften Schnellboote zu sichern, die sich schon in Barcelona befänden, sowie die Wachtboote, die auch bereits in Karatgena lägen. Am 20.12. legte der Flottillenchef J. Troyano  einen Bericht mit konkreten Vorschlägen bez. der Lehrstelle für zukünftige  Torpedokutterfahrer vor. Die vom Flottenchef Louis Gonazalez de Ubieta getroffene Entscheidung  war „es ist nicht nötig, eine Schule zu bilden“ negativ. Wahrscheinlich wußte Ubieto schon, als Person die einen guten Draht zu der Prominenz der spanischen Politik hatte, daß die Sowjetunion ablehnte, weitere Torpedokutter Spanien zu liefern.   

Anfang 1939 informierte der republikanische Nachrichtendienst, daß der Feind eine Landung an der Küste Kataloniens plant und so erhielten die  beiden aktiven noch Kutter „№11“ und „№21“ am 03.01. nach Barcelona zu verlegen, um scharfen Ausblick auf die blockierenden Schiffe Francos zu halten. Das Wetter wollte aber nicht mitspielen, als sich die Boote auf den Weg machten, so daß sie Schutz in Javae suchen mußten. Am 06.01. liefen sie Valencia an, wo sie von der feindlichen Luftwaffe angegriffen wurden. „№11“ angeblich beschädigt, mußte nach Cullera weiter verlegen, wo man seinen Rumpf und die Wellen auf Beschädigungen prüfte. Erst am 08.01. kamen beide Boote in Barcelona an. Am 13.01. schlug ihre erste und große Stunde, die zugleich die letzte Gelegenheit in diesem Krieg bedeute, ihre Hauptwaffe, den Torpedo gegen  feindliche Überwasserstreitkräfte zu benutzen und ihr ganzes Können unter Beweis zu stellen. 

Am 12.01. um 13.20 Uhr erhielt der Kommandant der blockierenden Seestreitkräften einen dringenden Funkspruch, der besagte, daß „die Roten 18.000 Mann aus Levante nach Katalonien übersetzen wollen“. Hier fehlten Einzelheiten, kein Wort über die Sicherungskräfte und wie viele Transporter unterwegs waren. Aus Sicherheitsgründen lief fast die ganze Flotte der Nationalisten aus: die Kreuzerdivision und die Minenleger „Marte“ und „Jupiter“. Am nächsten Tag um 14.25 Uhr sichteten den Verband fünf Bomber SB-2, die sofort zum Angriff ansetzten. Die nächste Bombe fiel 50 Meter vom Kreuzer „Navarra“ ins Wasser, aber die Splitter setzten das Flakgeschütz Nr. 3 außer Gefecht. Das Abwehrfeuer war erfolglos. Obwohl der Verband unterwegs mehrmals den Weg änderte, da war die Lage doch klar, denn beide Seiten wußten, wohin der Marsch ging.

Kurz nach 19.00 Uhr, als es zu dämmern begann, versuchten die Franco-Kreuzer die Linienordnung der Kolonne zu ändern. „Almirante Cervera“ und „Navarra“ legten das Steuer auf 074, um sich backbords von „Canarias“ zu setzen. In diesem Augenblich meldete der Ausguck um 19.20 Uhr von „Almirante Cervera“ einen feindlichen Torpedokutter, der von rechts nach links den Kurs des Kreuzers durchschnitt. Der Kommandant, KzS Cristobal Gonazales-Aller befahl bald den Bug auf den Torpedokutter zu halten, weil er wahrscheinlich vorhatte, das kleine Boot zu rammen. Die Bedienungen der MG`s und sich dreier an Bord befindlichen Kanonen Kalibers 2 cm  konnten nicht eingreifen, weil die Entfernung zu klein war und die  4 Zoll – Vickerskanonen schwiegen, um nicht ihre eigenen Kreuzer zu treffen!

Der Gegner konnte aber schneller fahren und bald erschien er backbords von „Almirante Cervera“ und da die Torpedos auf diesen Booten rückwärts abgefeuert werden, war der Kutter bereits im Begriff abzulaufen. Beide Torpedos wurden auf eine Entfernung von 250 Metern geschossen. Der Kommandant meldete später, die Torpedos hätten sich komisch auf dem Wasser verhalten (evoluieren – in der PL-Übersetzung) und liefen letztendlich 70 Meter hinter dem Kreuzer „Almirante Cervera“ vorbei.

Von Bord der daneben fahrenden 090 „Canarias”, sah man, daß „Cervera” ihren Kurs wechselt. Der Kommandant, KzS Ramon Agacino ließ backbords einschwenken, damit sein Untergeordneter sich vor ihm als Führerboot setzt, aber um 19.23 Uhr erhielt er einen Funkspruch, daß „Almirante Cervera“ von einem feindlichen Torpedokutter angegriffen werde. In diesem Augenblick meldete der Ausguck A, er höre Maschinengeräusche und Ausguck B er sehe Blasenspuren zweier Torpedos backbords.  Um 19.25. schlug „Canarias” Alarm, die Geschwindigkeit stieg, der Kreuzer scherte steuerbords aus. Eine Weile später meldete Ausguck B er höre den Torpedokutter, den Heuler benutzen, denn der Lärm eigener Maschinen machte die Verständigung an Deck unmöglich.

Nach einer Weile erhielt der Kommandant der „Canarias“ eine Meldung, daß die Torpedos hinter dem Heck vorbeiliefen. Der Kreuzer scherte wieder backbords aus und befand sich auf dem alten Kurs 090. Es ist folgendes interessant: Ausguck B meldete den Angriff eines Unterseebootes, dessen Periskop er angeblich gesehen hätte. Um 19.50 wurde der Alarm abgeblasen und der Verband drosselte jetzt die Geschwindigkeit und lief ab sofort  nur noch 15 Knoten.

Auf den anderen Schiffen wurde auch der Angriff beobachtet. Die Ausgucks der „Novarra“ meldeten, sie hätten aus den Auspuffrohren des Torpedokutters herausströmende Flammen gesehen. Der Lärm seiner Maschinen wurde auf der „Jupiter” wahrgenommen, nur „Marte” sichtete keinen Feind.

In seinem Bericht meldete der Flottillenchef, daß in der Nacht des 13.01. 3 feindliche Kreuzer entdeckt wurden, die er anzugreifen befahl. An den Feind machte sich „№11“ heran und meldete, daß er zwei Torpedos gegen die „Canarias“ und „Almirante Cervera“ abfeuerte. Die Berichte beider Seiten sind übereinstimmend nur die Entfernung zur Küste wird unterschiedlich geschätzt. Die Republikaner meinten der Angriff hätte in einer Entfernung von 60 Meilen stattgefunden und die Frankisten schätzen es auf 30 Meilen. Es sieht ganz danach aus, daß die Republikaner Recht hätten und ein Fehler schlich sich erst in den Funkspruch Nr. 173 ein, der vom Flottillenchef der Roten am 15.01. um 21.02 abgesetzt wurde. Die republikanische Propaganda war sehr gewollt, die Stelle, wo die Rede von abgefeuerten Torpedos, als zwei getroffene  – je einer – Francokreuzer zu deuten, was sofort der Presse gemeldet wurde! Als diese den wahren Begebenheiten nicht entsprechende Nachricht kundtat, bangte man im Palma um die Kreuzer, denn man fürchtete, daß sich wieder einmal die böse Geschichte, als die „Baleares“ versenkt wurde, wiederholt hatte, was sich jedoch als Alptraum erwies, als der Verband ganz und heil den Stützpunkt erreichte.

In der nächsten Zeit gibt es nichts Wichtiges vom weiteren Einsatzspiegel beider Torpedokutter zu berichten. „№11“ und „№21“ kehrten nach Portman zurück, wo sie nach dem Fall der Republik in die Hände der Nationalisten fielen. Wahrscheinlich kurz vor dem Einmarsch in Portman versuchten die Besatzungen sie unbrauchbar für den Sieger zu machen, was die Frankisten in ihrem Bericht auch unterstrichen, daß sie einer Grundüberholung bedürfen. Kein Wort wurde über den Kutter №31 verloren, dessen technischer Zustand bedauernswert war, so daß überhaupt keine Rede sein konnte, den Torpedokutter auf Vordermann zu bringen. Ihre Kennzeichen wurden folgend geändert; aus „№11“ wurde „LT-15“ und aus „№21“ „LT-16“. Danach wurden sie nach Puntales (Cadiz) verlegt.

Mit dem Befehl vom 08.03.1941, der bereits am 01.01.1941 in Kraft trat, wurde „LT-16“ der 3. Gruppe (bewaffnetes und kampfbereites Boot) zugewiesen. Dasselbe gilt auch  für „LT-15“ (vom 23.07.1941, in Kraft getreten am  19.07.). Etwas früher, denn am 05.07. wurden ihre neuen Kommandanten nominiert, zwei Leutnante; Augustin Albarracin Lopez („LT-15“) und Jose Fernandez Cantalejo („LT-16“). 

Ihr Dienst unter der spanischen Flagge dauerte nicht lange. Bereits am 15.12.1943 wurde ein Befehl erteilt, der  „LT-16“ mit dem 10.01.1944  in die 2. Gruppe, in das Marinedepartement in Cadiz verwies. Ein ähnlicher Befehl bezüglich „LT-15“ wurde zwar nicht erteilt, aber es fiel die Entscheidung beide Boote mit dem 12.03.1946 aus der Liste der Oficial de Buques de la Armada zu streichen. In der Literatur kann man eine Behauptung finden, daß sie nur, der kyrillischen Buchstaben wegen gestrichen worden wären, auf die man verhaßt war und deren Schriftzüge an der ganzen Ausrüstung zu finden waren, weil angeblich der Haß von allen Spaniern gegenüber den Sowjets empfunden wurde, u.z.: bis zum Ableben von Generalissimus Franco. Der wahre Grund wird aber eher alltäglich und nüchtern sein, denn dieser ist bei den Schwierigkeiten die nötigen Ersatzteile zu beschaffen zu suchen. Wie dem auch sei, die Boote wurden in Bälde desarmiert und gingen den letzten Weg des alten Eisens.   

1. 
Literatur:
1.   Alcofar Nassaes J. J., Las lanchas rapidas en la Guerra de Espana,“Revista General de Marina” 1982, No 8, p.135-148.
2.   Campanera I., Rovina A., Las lanchas torpederas en Espana, Ship & Vessels, 2006, No 1, s. 40-49.
3.   Moreno de Alboran F., Moreno de Alboran S., La Guerra silenciosa y silenciada. Historia de la campane naval durante la Guerra de 1936-39, Madrid 1998 – en 4 volumes.
4.   O’Donnell Torroba C., Las lanchas torpederas rusas del tipo G-5 en la Guerra Civil Espanola(1936-1939), “Revista Espanola de Historia Militar” 2006 No 72, Junio, s. 219-233.
5.   O’Donnell Torroba C., Les vedettes lance-torpilles sovietiques type “G-5” pendant la guerre civile espagnola, “Navires & Historie” 2007 No 43 Aout/ Sept., s. 52-59.
6.   Barabanow M., Istoria boejewogo primienieniaja TKA w Grażdanskoj wojnie 1936-1939 gg. w Ispanii, „Almanach Wojny, istoria, fakty” No 8.
7.   http://www.almanachwhf.ru (öffnet sich nicht)
8.   Kuzniecow N. G., Na dalekom meridianie:Wospominanija uczestnika nacjonalno-rewoliucijnoj wojny w Ispanii, Moskwa, Nauka 1971.
9.   Monakow M., Rybałkin J., W respublikanskoj Ispanii, „Morskoj Sbornik” 1993 No 9, s. 91-95.
10.    Osipow S. A., Podwig katiernikow-baltijcew, Leningrad, Lenizdat 1961.
11.    Befehle des Marineministerium  1939-1944.
12.    Rybałkin J., Operacja „X”. Sowietskaja wojennaja pomoszcz respublikanskoj Ispanii (1936-1939), Moskwa 2000.

Aus dem Russischen ins Polnische Maciej S. Sobański
Aus dem Polnischen ins Deutsche M. Jarczyk

Bildmaterial:
0 –
Torpedokutter der „G 5 - Klasse” (Revista General de Marina 1941), falsche Betitelung, denn „Deutsches Schnellboot”.
1
Torpedokutter „№11“ der den Kreuzer der Nationalen, die „Almirante Cervera” am Ende des Bürgerkrieges angriff. Fot. Sammlung, Anca – Kollektion: A. Anca)

2
Zwei republikanische Torpedokutter mit Verletzen in einem französischen Hafen. Erkannt wurde nur „№11“. Bei dem zweiten handelt es sich wahrscheinlich um „№31“. Fot. REHM i N&H

3
Torpedokutter „LT-16“ (ex – „№21“) in der Zeit des 2. WK im der Bucht von Cadiz. Um auf seine Neutralität aufmerksam zu machen ist der Anstrich weiß. Fot. REHM i N&H

4
Die auseinander genommenen Maschinen GAM-34. Die Aufschrift, die zu sehen ist, warnt „nicht anfassen!”Fot. REHM i N&H

5
Matrosen der republikanischen Flotte. Vorn ein Besatzungsmitglied der Torpedokutter. REHM i N&H

6
Luftaufnahme vom Portman (August 1933) a – Foto wurde aus einem Flugzeug der Legion Kondor geschossen und zeigt das was der Fein gern sehen möchte, u.z.: Flakbatterien, in der Bucht liegende Torpedokutter und die Bodeninfrastruktur. Fot. REHM i N&H

7
Der offizieller Bericht vom 30.07.1937 über den Verlust des Kutters „№41“. REHM i N&H

8
Torpedokutter „№31“  in einem französischen Hafen. Eine Krankenschwester versorgt einen verletzten Matrosen. Fot. REHM i N&H

9
Torpedokutter „LT-16“ (ex – „№21“) während einer Probefahrt in der Bucht von Cadiz. Geschwindigkeit 41 Knoten. Fot. REHM i N&H

Fußnoten:
  1) S.A.Osipow Осипов „Podwig katernikow – Baltijtzew” (С.А. Подвиг катерников – балтийцев) – „Das Erheben der Torpedokuttermänner der Baltischen Flotte”) Leningrad, 1961.
  2) Für diese Operation wurden 3 Gruppen gebildet, von denen jede ihre eigenen Befehle zu erfüllen hatten  Der  Plan No 142 betraf die 1. Gruppe mit den Torpedokuttern. Plan  No 142-W sollte die 1. Zerstörerflottille betreffen und No 142-S – den Sicherungsverband.






« Letzte Änderung: 30 Juni 2010, 20:16:44 von Glasisch »
„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.

Offline Ferenc

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Tolle Sache
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LG
Ferenc

Offline kalli

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Hallo Micha,

da hast Du uns was schönes eingestellt. Vielen Dank für die Mühe. :MG: Ich habe mir erst mal alles ausgedruckt, um es in Ruhe lesen zu können.

Schöne Grüße
Kalli

Offline Glasisch

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Hallo Ferenc und Kalli,

ganz meinerseits, ich darf nicht zulassen, daß ich aus der Übung komme, aber ich habe noch einen weiten Weg zu gehen, um Meister zu werden. Gestern habe ich noch etwas verbessert, denn manche Ausdrücke und der Satzbau gefielen mir halt nicht, obwohl das mehrmals von mir gelesen wurde.
Schönen Gruß
Micha
„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.

Offline Glasisch

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Hallo,
eine kleine Berichtigung. Dieses Bild http://www.imagebam.com/image/b362cb86614906 ist leider falsch betitelt, d.h. der Autor, Herr Mitjutzkow meinte es wäre hier ein ex-sowjetisches Boot der G 5-Klasse im Dienst der Rotspaniern zu sehen, aber in Wirklichkeit ist es unser gekaperter "Anton" aus Libau, wobei hier keinem etwas vorgeworfen werden kann, denn das Foto in der O.W.-Ausgabe wurde zu viel zugeschnitten, aber nicht von uns, denn das Bildmaterial lieferte Herr Mitiutzkow. Die Berichtigung ist unserem guten Bekannten vom Ostseearchiv in Rostock zu bedanken, dem ich mich gegenüber sehr verbunden fühle. Nachstehend das Foto, geschossen vom PK-Berichter Hirsche, daß ich via Ostseearchiv heute erhalten habe.
Viel Spaß daran.
Auf dem fehlenden Teil des Bildes ist einwandfrei ein Marinesoldat in einer für einen Bootsmann typischen Uniform auszumachen.

PS - und noch eins, 10 Minuten vor Schluß führen die deutschen Mädchen U 20 im Finale in Bielefeld gegen Nigeria mit 1:0, ihre Spielweise war zumindest bis ins Endspiel berauschend, heute läuft es nicht so glatt, denn die Spitzen sind etwas stumpf gegen Mahagoni, aber Popp (10. Tor im Turnier) war wie Gerd Müller einst in der 8 Minute zur Stelle. 
 
« Letzte Änderung: 01 August 2010, 20:31:07 von Glasisch »
„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.