Radargelenktes Feuer deutscher Kriegsschiffe im WWII

Begonnen von Matrose71, 09 August 2014, 17:08:26

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Gabler

Hallo an Alle, speziell an olpe,

mit reichlich EM-bedingter Verspätung:

das von Dir oben gezeigte Gerät "ZP100" ist auch in der amerikanischen TME-Beschreibung enthalten, hier zudem in guter Auflösung, so daß man die Beschriftung lesen kann (s.u.). Neben dem Umschalter unten links für Eigen-/Fremdgenerator und den Drehrädern für den Nullphasenschieber sind weitere Einstellmöglichkeiten (Frequenzumschalter?) vorhanden. Die Aufnahmen der Amis von Prinz Eugen nach dem Krieg der Gerätesätze des FuMO26/34 und des FuMO25/33 zeigen jedoch, daß dieses Schiff nicht mit einem solchen Gerät ausgestattet war, es verfügte lediglich über das "normale" Z-Gerät des FuMG40 (Bezeichnung unbekannt) mit den beiden Stellrädern für Nullphase grob/fein sowie eine Spannungsanzeige. Eine Synchronisation der Sender über den Summer war also offenbar dort nicht vorgesehen. Diese Z100-Geräte scheinen wohl für die Landgeräte verwendet worden zu sein.

Hätte das eher anders herum erwartet, befanden sich doch an Bord die Geräte in geringem Abstand von vielleicht 50-80m voneinander, die Landgeräte hingegen um ein Vielfaches weiter, sicherlich 50-100km voneinander entfernt und dementsprechend war die gegenseitige Beeinflussung sicherlich bei den Bordgeräten höher als bei den Landgeräten. Zu welchem taktischen Zweck sollten also die Sendertaktungen synchronisiert werden? Reichweitenerhöhung? Genauigkeitsverbesserung?

Auszüge der Seetakt-Beschreibung in dem anderen Forum habe ich auch schon oft als Quelle verwendet, da auch mir die Herstellerbeschreibung nicht vorliegt:
https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=10598
Leider ist die Handhabung des Geräts nicht beschrieben, eines der letzten großen Rätsel der Menschheit ;-) Ob der User dort noch aktiv ist? Die Beiträge stammen von 2011. Wenn also jemand die Beschreibung des GEMA-Seetaktgeräts hat oder eine Bezugsquelle, so bin ich ebenfalls stark interessiert. Herr Bauer von der CVandt-Seite hat offenbar eine Ausgabe von 1940, auf die er sich bezieht, nur leider nicht veröffentlicht. Ich nehme mal an, die Originale werden für teuer Geld gehandelt...

So weit
Frohes Schwitzen
Grüße
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