Radargelenktes Feuer deutscher Kriegsschiffe im WWII

Begonnen von Matrose71, 09 August 2014, 17:08:26

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Gabler

Zitat von: olpe am 18 März 2026, 15:49:08Klar, das muss natürlich nicht zwingend auch für Z 20 zutreffen ... Das o.g. Bild ist auch auf dieser U.S.-page zu sehen:
--/>/> klick NH 96467 German destroyers
Hi Olaf,
in Bälde mehr, aber nur kurz dazu:
Auf dem Zerstörer links in diesem  Bild sind die Bali- und die Tunis-Antenne gut zu erkennen und auch beschriftet. Vergrößert man Deine (undatierte) Aufnahme von Z20, so kann man zumindest schemenhaft dieselben Strukturen an der Mastspitze mehr erahnen als erkennen, jedenfalls doch so, wie in der Nachkriegs-OKM-Liste beschrieben. Auch das passt.

Gabler

Zitat von: olpe am 18 März 2026, 15:49:08... beim Schreiben des Klammerausdrucks ,,(Sender im FuM-Raum)" hatte ich auch ein wenig Zahnschmerzen. Einfluss auf meinen post hatte mglw. die Bildunterschrift bei Trenkle ,,Deutsche Funkmessverfahren" S. 165:
Zitat:
,,FuMO 24 auf VP-Booten bzw. Zerstörer (Drehsäule auf Brücke mit Antenne 2 m x 6 m und Radattel-Peilung). Ganz links Ausführung mit Schleifringen, Sender im FuMO-Raum."
Zitat Ende.

Klar, das muss natürlich nicht zwingend auch für Z 20 zutreffen ... Das o.g. Bild ist auch auf dieser U.S.-page zu sehen:
--/>/> klick NH 96467 German destroyers

Da beim Schiff neben Z 33 ebenfalls ein ,,Torpfostenmast" zu sehen ist, kann es sich beim Päckchenlieger vielleicht um Z 15 ,,ERICH STEINBRINK" handeln.
Jaaa, aber wie erkennt man an den Antennen ,,Ausführungen mit Schleifringen"? Nur an den verkleinerten Gerätegehäusen möglicherweise nicht ... :/DK: ...
Ich weiß nicht genau, ob an derselben Stelle, jedenfalls über die Zuschreibungen des "halbierten" T-Senderschranks bin ich auch schon ein paar mal gestolpert. Nach dem bislang vorliegenden Bildmaterial meine ich, bei den Zerstörerantennen drei Entwicklungsstufen identifizieren zu können:

1. Die frühe Form mit dem kompletten T-Schrank auf der Rückseite der Antenne, verwendet für die FuMO21- und anfänglich die FuMO24-Antennen (z.B. Z33, Bild rechts).

2. Irgendwann, ca. 1942, eher 1943 hat man angefangen, Teile des Inhalts des Senderschranks nach unten in die Funkmessräume zu verlegen. Aber anders als Trenkle schreibt, glaube ich, daß es nicht der Sender war, der zuerst nach unten gewandert ist, sondern vielmehr die ursprünglich im unteren Teil des Schranks befindlichen Einsätze, namentlich das Steuergerät TS und das Netteil TN, welches sich m.E.n. einfacher "verlegen" ließen, ohne Wirkungsgradverluste zur erzielen.

Genau diese sind beim Verlegen des eigentlichen Senders TU, dem sog. Ultrateil entstanden: Zum einen wurde der Abstand zwischen Sender und Dipolantenne vergrößert, was mehr Leitungsverluste zur Folge hatte und zum anderen wird durch die Einführung eines Schleifrings nicht nur ein Übergangswiderstand erzeugt, der weiteren Leistungsverlust zur Folge hat und zudem wird die sicherlich schwierige Abschirmung die Signalqualität beeinflußt haben (stärkeres Rauschen z.B.).

3. Ich denke also, der Sender ist erst ganz zum Schluß (1944/45?) ebenfalls nach unten gewandert und zwar erst, nachdem die Voraussetzungen dafür gegeben waren: Hochfrequenz-Schleifringe UND leistungsfähigerer Sender - als die famose "Gisela":-) Anbei Aufnahmen (Bildausschnitte) der FuMO-Antenne von T35:

Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Der "Kasten" in der Antenne enthält keine Einschübe mehr, er scheint einfach nur aus einer Verstärkung de Antennenwurzel zu bestehen, darin mglw. der gekapselte Schleifring. Auf der Unterseite des Kragträgers jedoch, direkt unterhalb der Antenne, befindet sich ein großer Kasten:
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Ich würde wetten, daß sich darin der Sender befindet, demnach also nicht mehr mit der Antenne mitzudrehen, aber noch immer in unmittelbarer Nähe der Antenne und nicht im Geräteraum. Ähnliche Vermutung hege ich übrigens auch bei der FuMO25-Antenne auf Prinz Eugen, denn auch dort befinden sich Gerätschaften innerhalb des Auslegers direkt unterhalb des Antennenfußes:
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Es könnte also sein, daß auf T35 tatsächlich ein Hochleistungssender verbaut war, nicht jedoch auf den gezeigten Zerstörern. Denn dann müßte der Antennenfuß auch so aussehen wie auf T35.

Bei T35 (wie vmtl. bei allen T-Booten) stimmt allerdings die Angabe in der OKM-Liste nicht: Die vordere Antenne wird mit den Dimensionen 2x2,4m angegeben, das sind die Maße der Hohentwiel-Antenne (FuMO63), die auf T35 zusätzlich hinter dem Schornstein montiert war. Sowohl nach der Größe als auch dem Format und schließlich nach Anzahl der Dipole (2x10 vertikal) handelt es sich m.M.n. um eine "normale" 2x4m-Seetaktantenne, wobei der Anschluß für das Senderantennekabel merkwürdigerweise etwas außermittig versetzt ist, aber das nur ein unwesentliches Detail. In Frage steht für mich daher auch die genannte Bezeichnuung als FuMO25. Da müßte man vielleicht noch ein wenig weiterbohren.

So, jetzt an die Arbeit,

Grüße Gabler


Gabler

Zitat von: olpe am 18 März 2026, 15:49:08Klar, das muss natürlich nicht zwingend auch für Z 20 zutreffen ... Das o.g. Bild ist auch auf dieser U.S.-page zu sehen:
--/>/> klick NH 96467 German destroyers

Da beim Schiff neben Z 33 ebenfalls ein ,,Torpfostenmast" zu sehen ist, kann es sich beim Päckchenlieger vielleicht um Z 15 ,,ERICH STEINBRINK" handeln.
Hallo Olpe,

die Aufnahme kenne ich auch schon lange, aber dieser Tormast ist mir noch nie aufgefallen - gutes Auge  :TU:)
Der Vergleich mit dem "Tormast" auf dem anderen Zerstörer neben Z 33 zeigt aber einen Unterschied: Während bei dem Zerstörer neben Z33 direkt oberhalb der Seetakt-Antenne und oberhalb des "Tors" ein Ausleger mitsamt FuMB-Antenne montiert ist, fehlt dieser Ausleger auf der Aufnahme von Z15. Dort ist in derselben Höhe nur eine Rahe oder Saling oder was auch immer zu sehen. Eine Querstrebe eben, wie der nichtmaritime Techniker vielleicht sagen würde  :laugh: Wenn der Ausleger also nicht zwischenzeitlich demontiert oder gar montiert  :-D wurde, dann sind das eher zwei verschiedene Zerstörer mit diesem Tormasten.

Bei der FuMB-Antenne handelt es sich übrigens nicht wie bezeichnet um eine "FuMBAnt 4 Sumatra", welche als Festspiegel montiert wurde, sondern vielmehr um eine Weiterentwicklung, die Drehspiegelantenne "FuMBAnt 5 Palau". Sie weist auch gleich zwei dieser schrägen 8-förmigen Breitband-Schrägdipole nebeneinander auf. Bei der Sumatra-Antenne ist es nur einer.

Gruß

Gabler

olpe

Hallo Frank,
Zitat von: Gabler am 25 März 2026, 12:47:36... die Aufnahme kenne ich auch schon lange, aber dieser Tormast ist mir noch nie aufgefallen - gutes Auge  :TU:)
... :MG: ...

Zitat von: Gabler am 25 März 2026, 12:47:36Der Vergleich mit dem "Tormast" auf dem anderen Zerstörer neben Z 33 zeigt aber einen Unterschied: Während bei dem Zerstörer neben Z33 direkt oberhalb der Seetakt-Antenne und oberhalb des "Tors" ein Ausleger mitsamt FuMB-Antenne montiert ist, fehlt dieser Ausleger auf der Aufnahme von Z15. Dort ist in derselben Höhe nur eine ... Saling ... dann sind das eher zwei verschiedene Zerstörer mit diesem Tormasten.
... gut entdeckt! ... top ... Ja, das deutet auf die Existenz weiterer Einheiten mit dieser speziellen Mastform hin. Interessant wäre zu eruieren, ob sich die 6m-Antenne dann auch permanent um 360° gedreht hat  – so zusagen Rundumsicht- bzw. Panorama-fähig – oder ob es nur um die Erweiterung des Sichtbereiches im Azimut ging ... Vielleicht gibt das Schiffsbuch eines der Zerstörer hier mehr Auskunft. Unten im ,,PS" einige weitere Gedanken dazu. Das Schiffsbuch ist auch dahingehend interessant, da hier (handschriftlich) Änderungen und Nachrüstungen dokumentiert werden.

Zitat von: Gabler am 25 März 2026, 12:47:36Bei der FuMB-Antenne handelt es sich übrigens nicht wie bezeichnet um eine "FuMBAnt 4 Sumatra", welche als Festspiegel montiert wurde, sondern vielmehr um eine Weiterentwicklung, die Drehspiegelantenne "FuMBAnt 5 Palau". Sie weist auch gleich zwei dieser schrägen 8-förmigen Breitband-Schrägdipole nebeneinander auf. Bei der Sumatra-Antenne ist es nur einer.
... ich hab' unten mal ein Bild eingestellt, da ist die Antennenform der ,,Palau" ganz gut zu erkennen (Anm.: die Ant. 5 gehörte m.E. zur FuMB ,,Samoa") ...

(Q Bild: Slg. OLPE, history.navy.mil)

Grüsse
OLPE

PS: als Beispiel sei hier mal das Schiffsbuch des Kleinen Kreuzers "NÜRNBERG" genannt, bei invenio in der Suchfunktion (Signatur) mit *PG*57411* zu finden.
Unten einige Blätter mit GHG-, EM- sowie DeTe-Bezug und handschriftlichen Änderungen + ein Hinweis auf die Effektivität der Funkmess-Anlage
Leider habe ich noch kein weiteres Schiffsbuch (insbes. von den in den posts genannten Zerstörern entdeckt).

SchlPr11

Hallo,
 Z 5, Z 10 und Z 15 hatten versuchsweise Tormasten für FUMO-Vollhorizont, so im DDK Band 2. Alle Tormasten der drei zerstörer unterschieden sich im feinen Detail, worauf noch zurückzukommen ist.
REINHARD

SchlPr11

Hallo,
jetzt auch etwas eindrucksvoller mit Fotos aus dem Archiv für Marine von Erich Gröner.
Das hier gezeigte Foto des Brückenkomplexes in Kyrillisch ist Z 5 PAUL JACOBI. Hier als Franzose 2x mit erkennbaren Details am Brückenkomplex. Die andere Zuordnung ist unrichtig dort. Unterhalb der Antenne ist augenscheinlich der Geräteraum eingebaut.
Auch aus dem Grönerbestand Z 10 HANS LODY mit der interessanten Kennung R 92, was abweichend vom Göner Band 2 ist. Hier wurde diese Kennung dem vormaligen ERICH STEINBRINCK zugeordnet.
Zuletzt das bezeichnete Foto aus dem Naval Heritage Command zeigt letztlich Z 15 ERICH STEINBRINCK mit dem zusätzlichen Gerät an der Mastfront. Vergleichsfoto liegt hier vor, leider nicht authorisiert.
REINHARD

Gabler

Zitat von: olpe am 26 März 2026, 14:38:38
ZitatBei der FuMB-Antenne handelt es sich übrigens nicht wie bezeichnet um eine "FuMBAnt 4 Sumatra", welche als Festspiegel montiert wurde, sondern vielmehr um eine Weiterentwicklung, die Drehspiegelantenne "FuMBAnt 5 Palau". Sie weist auch gleich zwei dieser schrägen 8-förmigen Breitband-Schrägdipole nebeneinander auf. Bei der Sumatra-Antenne ist es nur einer.
... ich hab' unten mal ein Bild eingestellt, da ist die Antennenform der ,,Palau" ganz gut zu erkennen (Anm.: die Ant. 5 gehörte m.E. zur FuMB ,,Samoa") ...
Noch kurz hierzu: Korrektur von olpe ist natürlich richtig, die auf dem Bild sichtbare Antenne hat die Truppenbezeichnung FuMBAnt 6 "Palau", so wie in der berichtigten Beschriftung. FuMBAnt 5 ist tatsächlich "Samoa", das sind auch zwei nebeneinander befindliche Breitbanddipol-Antennen, jedoch auch der Rückseite des Ausfahrdrehspiegel der U-Boot-FuMOs (FuMO29 oder FuMO30) montiert. Das ganze nachzulesen bei Trenkle, Die deutschen Funkstörverfahren. Dort ist übrigens auch dieses Bild mit den beiden Zerstörer-FuMOs zu sehen, Trenkle bezeichnet die Antenne auch als "Palau" (daher habe ich das ja...).

Jedoch, in der OKM-Liste, die nebenbei "Erich Steinbrink" als "Z16" (falsch?) bezeichnet, ist keine einzige FuMBAnt 6 "Palau" verzeichnet, die Liste ist also auch nicht so ganz zu 100% korrekt. Nur, damit es nicht zu einfach wird  :-P

Grüße und schönes Wochenende, bald mehr

Gabler

olpe

Hallo Reinhard,
Zitat von: SchlPr11 am 26 März 2026, 16:58:32jetzt auch etwas eindrucksvoller mit Fotos aus dem Archiv für Marine von Erich Gröner.
... vielen Dank für's Recherchieren und Teilen der Ergebnisse zu den Tormasten ... :MG: top ...

Grüsse
OLPE

olpe

#953
Hallo Frank,
Zitat von: Gabler am 19 März 2026, 08:56:14Nach dem bislang vorliegenden Bildmaterial meine ich, bei den Zerstörerantennen drei Entwicklungsstufen identifizieren zu können:
1. Die frühe Form mit dem kompletten T-Schrank auf der Rückseite der Antenne, verwendet für die FuMO21- und anfänglich die FuMO24-Antennen
2. Irgendwann, ca. 1942, eher 1943 hat man angefangen, Teile des Inhalts des Senderschranks nach unten in die Funkmessräume zu verlegen
3. Ich denke also, der Sender ist erst ganz zum Schluß (1944/45?) ebenfalls nach unten gewandert und zwar erst, nachdem die Voraussetzungen dafür gegeben waren: Hochfrequenz-Schleifringe UND leistungsfähigerer Sender - als die famose "Gisela":-) Anbei Aufnahmen (Bildausschnitte) der FuMO-
(Anm. OLPE: Text leicht gekürzt)
hier mal der Versuch, mit einige Skizzen die Sachlage bezogen auf die Antennen grafisch darzustellen:
  • Skizzen zu Punkt 1:
    schwere Drehsäule 2m x 4m    und                schwere Drehsäule 2m x 6m
         Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen. Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
  • Skizzen zu Punkt 2 und 3:
    (leichte) Drehsäule 2m x 4m    und                (leichte) Drehsäule 2m x 6m
         Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen. Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
Der Begriff ,,schwere Drehsäule" taucht bei [Trenkle] auf, ,,leichte Drehsäule" aber nicht, daher zur besseren Unterscheidung in Klammern. Eine Trennung in (gL) = ,,Drehsäule, aufgesetzt auf Brücke" bzw. (gM) = ,,Drehsäule, abgesetzt auf Mastausleger" habe ich der Einfachheit halber erst mal weggelassen ...

Soweit.
Grüsse
OLPE

olpe

#954
Hallo Frank,
Zitat von: Gabler am 19 März 2026, 08:56:14Bei T35 (wie vmtl. bei allen T-Booten) stimmt allerdings die Angabe in der OKM-Liste nicht: Die vordere Antenne wird mit den Dimensionen 2x2,4m angegeben, das sind die Maße der Hohentwiel-Antenne (FuMO63), die auf T35 zusätzlich hinter dem Schornstein montiert war. Sowohl nach der Größe als auch dem Format und schließlich nach Anzahl der Dipole (2x10 vertikal) handelt es sich m.M.n. um eine "normale" 2x4m-Seetaktantenne ...
... ja, das sehe ich genauso. Bei den T-Booten kamen wohl verschiedene Rüstvarianten zum Tragen. Einige Beispiele:
  • T 21 mit FuMO 63 ,,Hohentwiel K"
    Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

  • T 28 mit FuMO 21 (FMG 39 G (gM)) und 2m x 4m-Antenne und schwerer Drehsäule am Mastausleger
    Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

  • T 35 mit FuMO 21 (FMG 39 G (gM)) und 2m x 4m-Antenne und (leichter) Drehsäule am Mastausleger.
    Recht gut ist der Ausleger erkennbar sowie den Gerätekasten darunter.
    Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
    Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

(Q Bilder: Slg. OLPE, forums.airbase.ru, history.navy.mil)

Grüsse
OLPE

PS

Hello
Two photos from my area, Grimstad fjord and Skålevik in Bergen.(photos own collection)
regards
PS

Leopard2A6EX

Hallo in die Runde,

ich grätsche mal wieder hinein - beim stöbern im BArch sind mir, neben Unmengen an Küsten-Funkmess-Stationen und deren Schießverfahren sowie deren gelegentlicher Unklar-Meldungen, ein paar Eyecatcher aufgefallen, die zumindest mir neu sind. Habe sie bearbeitet und komprimiert. Hier aus den Zuteil-Listen mit FMG die wir alle kennen, der Rüststand vom 1. September 41. Auffällig für mich, dass nur 4 Einheiten über bereits installierte Feinpeilung verfügen: Tirpitz, Scheer, Eugen und Z29.. Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Leopard2A6EX

Ein bisschen was zum schmunzeln: der angeordnete Umgang mit den japanesischen Verbündeten in Bezug auf Funkmess-Fragen.. Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Leopard2A6EX

Und zu guter Letzt eine Stellungnahme bzgl S-Anlagen und Funkmessgeräten. Was mich überrascht hat, das zu diesem Zeitpunkt von einer eigenen Überlegenheit gegenüber einem englischen Beute-Asdic-Gerät ausgegangen wird..

Sämtliche Dateien sind aus den unten aufgeführten Ordnern. Leider habe ich keine genauere Lokalisierung, daa er mich am Ende einfach rausgeschmissen hat - Time out. Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Gabler

Hallo Zusammen,

konnte leider nicht früher zum Thema beitragen, daher unter nicht böse gemeinter Ignoranz der letzten Beiträge nochmal kurz zurück zu den "Tormasten":

Zitat von: olpe am 29 März 2026, 21:49:22Hallo Reinhard,
Zitat von: SchlPr11 am 26 März 2026, 16:58:32jetzt auch etwas eindrucksvoller mit Fotos aus dem Archiv für Marine von Erich Gröner.
... vielen Dank für's Recherchieren und Teilen der Ergebnisse zu den Tormasten ... :MG: top ...

Grüsse
OLPE

dem Lob will ich mich noch anschließen: Tolle Bilder von Dir, vielen Dank, Reinhard!

Gerne möchte ich das ganze zusammenfassen: Aus berufener Quelle :-) ist also klar, daß nur drei überlebende Zerstörer, Z5, Z10 und Z15 mit diesen Mastumbauten ausgestattet waren. Zum Vergleich: In der OKM-Liste 06/45 wird nur Z5 als mit "Mastumbau durchgeführt" beschrieben.

Die erste Aufnahme von Olaf aus russischer Quelle mit der kyrillischen Beschreibung in Wilhelmshaven zeigt also in der Mitte Z5 und nicht Z15 mit dem Tormast, währen die zweite Aufnahme aus amerikanischer Quelle links neben Z33 wiederum Z15 mit Tormast, FuMO24- und Palau-Antenne zeigt. Die Aufnahmen von Reinhard sind identifiziert. Damit zur Funkmesstechnik:

Alle drei Zerstörer haben die breite 2x6,4m Calais-Antenne, was wohl für die Erweiterung des Schwenkbereichs zu diesen Mastumbauten geführt hat. In der OKM-Liste wird zu Z20 bspw. vermerkt: "kleiner Schwenkbereich, kein Mastumbau". Das T-Gerät scheint komplett ins Bedienhaus gewandert zu sein, nach dem Hersteller Siemens heißen diese neuen Antennensäulen in der OKM-Liste "SAM-Säulen" (s. untere Skizzenreihe von olpe aus seinem Beitrag #953).

Zum Vergleich: Auch die gut dokumentierte Antenne auf Z39 wird als mit SAM-Säule ausgestattet bezeichnet, hingegen die Antenne auf Z33 mit dem großen gepanzerten T-Geräteschrank als "alte Säule" bezeichnet. Z20 hingegen wird ebenso als mit "alter Säule" ausgestattet beschrieben, hingegen die beiden Bilder von olpe zeigen einen kleinen Geräteschrank, das könnte also auch eine SAM-Säule sein. Oder eine Zwischenstufe, ich komme nochmals darauf zu sprechen.

In der Dete-Geräteliste wurde für Z5 bereits am 28.10.40 Gerät-Nr. 29 geliefert, was damit als FuMG39 anzusprechen ist. Z10 wiederum sollte lt. Liste am 12.03.41 Nr.36 mit einem FuMG40 beliefert werden, für Z15 schließlich wurde Gerät Nr. 32 am schon 10.02.41 geliefert, ebenso ein FuMG40. Aus anderer, im Moment nicht zur Hand liegender Quelle geht hervor, daß im Laufe der Zeit sämtliche 2000Hz-Vorseriengeräte durch neuere 500Hz-Geräte ersetzt wurden und damit also auch das FuMG39 auf Z5 durch ein FuMG 40. Dementsprechend haben die drei Zerstörer alle je ein FuMG 40 gehabt, das sich hinter der Brücke offenbar in einem separaten Funkmesshaus befand, darauf die Drehsäulen montiert. Somit sind sie als FuMG 40 G (gL) = FuMO24 anzusprechen. So steht es auch in der OKM-Liste.

Auf den beiden Aufnahmen von Olaf und Reinhard, die Z10/R92 zeigen, ist auf der Mastspitze zudem ein klobiger Aufsatz erkennbar. Dabei dürfte es sich um die Antenne des FuMO 81 S Berlin handeln, wie in der OKM-Liste aufgeführt. Auf Z15 befindet sich auf der Mastspitze noch eine Bali-Antenne, darunter auf einem Ausleger die Tunis-Antenne. Ein solcher Ausleger für die Tunis-Antenne ist auch auf Z5 erkennbar.

Meines Wissens nach wurden alle schwimmenden Einheiten seit Mitte 1941 nach und nach mit passiven Funkmessbeobachtungsgeräten ausgestattet, die als Warngeräte gegen feindliche Flugzeuge und Schiffe dienten. Die Dickschiffe erhielten eine Kombination aus einer Drehspiegelantenne (Timor) als "Feinpeilanlage", befestigt an den Drehhauben und zusätzlich fest angebrachte kleinere Sumatra-Antennen als "Grobpeilanlage".

Bei den kleineren Einheiten wie den Zerstörern gab es nur die Grobpeilanlage, die an unterschiedlichen Positionen wie Brückenreling, Mastplattform oder sogar am achteren Schornstein montiert waren. Nach der OKM-Liste waren auch alle drei Tormastzerstörer mit Sumatra-Antennen ausgestattet, nur Z15 hatte nach den Bildern anstelle der vorderen Sumatra-Antenne eine Drehspiegelantenne FuMBAnt 6 Palau, die in der Liste nicht dokumentiert ist.

Alle drei Zerstörer sollen außerdem noch die trommelförmige Bali-Antenne (FuMBAnt3) gehabt haben, ursprünglich montiert auf dem Masttop. Wo sie bei Z10 hingewandert ist oder ob sie überhaupt noch Verwendung fand, wird sich vielliecht noch klären.

Schließlich sollen auf allen drei Zerstörer eine kombinierte FuMB26-Tunis-Anlage als Warngerät für Dezi- und Zentimeterortung verbaut gewesen sein, die Antennen auf einem nach vorn gerichteten Ausleger unterhalb der Mastspitze.

Das aufpreispflichtige Sonderzubehör  :-D in Kurzform:

-Z5: 1x FuMO24 + 2x6,4m-Calais-Antenne mit SAM-Säule vorn, 1x FuMO 63 K (Hohentwiel) achtern + 1x Bali + 4x Sumatra + 1x Tunis

-Z10: 1x FuMO24 + 2x6,4m-Calais-Antenne mit SAM-Säule vorn, 1x FuMO 81 S am Masttop, 1x FuMO 63 K (Hohentwiel) achtern + 1x Bali + 4x Sumatra + 1x Tunis

-Z15: 1x FuMO24 + 2x6,4m-Calais-Antenne mit SAM-Säule vorn, 1x FuMO 63 K (Hohentwiel) achtern + 1x Bali + 1x Palau +3x Sumatra + 1x Tunis

Alle Angaben wie immer ohne Gewähr ;-)

Grüße

Gabler

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