Bremerhaven

Begonnen von Manfred Heinken, 16 März 2017, 16:31:48

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maxim

Zitat von: beck.Schulte am 07 Mai 2024, 17:12:35Unserer Herr OB (SPD was sonst) hat schon angedroht, dass für die Restaurierung der Inneneinrichtung in den nächsten Jahren ,,Gelder eingeworben" werden sollen. Also keine Staatsknete.

Leider ist das Einwerben von Geldern für öffentliche Einrichtungen inklusive Kommunen etwas normales, alltägliches. Da geht es um Mittel, die nur für ein bestimmtes Projekt zur Verfügung stehen, z.B. eine Restaurierung. Da geht es überwiegend um staatliche Mittel - z.B. vom Bund oder EU.

Man sollte halt nicht Parteien wählen, die laufend Steuersenkungen versprechen - dann fehlen halt überall Mittel und Kommunen müssen über Wege wie das Einwerben von Mitteln gehen oder lassen gleich Sachen vergammeln.

beck.Schulte

Tach: Hier in BHV  befinden wir uns in einer Situation, die kaum mit anderen Großstädten vergleichbar ist. . Man wollte nach dem Krieg unbedingt bei den Ami bleiben (Mister, giff mie ä Zigarette)  und sich dem Land Bremen anschließen.  Rückblickend wäre es wohl (meine persönliche Meinung) für die heutigen Probleme der Stadt besser ein Teil von Niedersachen zu sein. D.h.: Die ,,besseren Gegenden" – Schiffdorf-Spaden, Langen usw- wären bei einer NS Lösung Stadtteile von BHV und somit gäbe es größere Steuereinnahmen. Es fehlt hier schlicht an allem. Ich selbst wohne in - so sagt man- einem der ärmste Stadtteil in der BRD .  Kaum Zuzug von Kaufkraft, dafür steigende Kosten. Arbeitslosenquote 15% (in echt wohl mehr) Da will überlegt sein, wofür das Geld reicht. Unsere Mutter Bremen mag uns auch nicht so recht und hat selbst mit knappen Mitteln zurechnen.  Mal sehen, was die nächste Zeit uns bringt, auf jeden Fall wird bei mir umme Ecke die nächste ,,Container-Schule" – es wäre die dritte- eingerichtet. Wir sind wie unser OB so treffend sagt "ein junger Stadtteil". :ROFL:

Deichkind

Zitat von: beck.Schulte am 12 Juni 2024, 14:35:48Wir sind wie unser OB so treffend sagt "ein junger Stadtteil". :ROFL:

...der gerade seine 750 Jahrfeier hatte :sonstige_154:
Gruß,
Deichkind

beck.Schulte

Unser OB meint ja nicht das alte Lehe der Arbeiter & Bauern, sondern das neue modern weltoffende unserer Neubürger.  8-)

Wilfried

Moin Bernd,
auch hier, bei der Mutter ist es nicht anders; wir haben die Arbeitsplätze und die Steuern gehen ins Umland; kein Wunder, wir haben 125.000 Einpendler jeden Tag; die aber wollen, dass ihre Kinder auf den Schulen richtiges Deutsch lernen u.a. und deshalb im Umland gebaut haben. Manchmal haben wir Probleme, unseren Stadteil mit dem Fahrzeug zu verlassen - Mercedes und Zulieferer und deren Mitarbeiter im Umkreis von 3 Kilometern.
Ich würde mir hier heute kein Haus mehr bauen - meine Kinder hätte keine Chance für eine höhere Bildungseinrichtung, wie sie sie - dem Zufall sei dank - damals noch hatten, als Deutsch nicht die dritte Fremdsprache war. Dass ist die Realität hier - aber der muss man sich stellen.
Alles ist politisch gewollt - und die Braune Pest lacht sich ins Fäustchen, wie wir gerade wieder hier im Stadtteil bei den Jungwählern erlebt haben ..
Gut, dass ich in der Restlaufzeit bin  :-D
Wilfried
... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...
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http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!

maxim

Das Problem, dass die Pendler nicht dort Steuern zahlen, wo die Kosten anfallen, gibt es in vielen Großstädten, z.B. auch in München. Da wohnen viele in den Gemeinden im Umland, aber die Stadt München muss die Infrastruktur finanzieren. Da sind diese Gemeinden aber bekanntlich im gleichen Bundesland.

Ich weiß nicht, was hiervon politisch gewollt ist. Falls das auf die Einwanderung abzielt - die meisten Parteien inklusive aller letzten und der aktuellen Bundesregierungen sind für die Reduktion der Einwanderung (das das manchen nicht weit genug geht, ist ein anderes Thema). Es gibt nun mal halt aus verschiedenen Gründen (Kriege, Unterdrückungsregime, Armut, Klimawandel) eine nennenswerte Zahl von Menschen, die nach Europa wollen, um dort zu arbeiten (viele wollen aber keineswegs nach Deutschland wegen der schwierigen Sprache) - und trotz der ganzen teilweise sehr drastischen Maßnahmen an den EU-Außengrenzen (siehe z.B. die Zahl der Toten im Mittelmeer) gibt es diese Einwanderung. Und in vielen Teilen von Deutschland gibt es einen starken Mangel an Arbeitskräften, u.a. wegen des demographischen Wandels. Das wäre also eine Win-Win-Situation, wenn politisch die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt mehr gewollt wäre und mehr gefördert würde.

beck.Schulte

Alles ganz nett, die Wirklichkeit sieht aber m.M.n.  anders aus. Ich habe seit 1969 enge Kontakte in die Türkei - privat wie dienstlich-, weit weg von Antalya & Co.    Ich habe vor Ort erlebt, wie eine Nation, in der der Islam keine Rolle spielte, sich ins Gegenteil verändert hat. Dabei leben dort in der überwiegenden Anzahl, sanfte Sunniten. Hier bahnt sich ähnlichs an. Wir sind 2013 von HH wieder nach BHV gezogen, und zwar nach Lehe am Stadtpark , 2m neben den Schulhof der Luther-Schule (hat nix mit Luther zutun).  Was dort an jungen Menschen heranwächst wird wohl kaum eine Change im ,,weltweiten Wettbewerb" haben, und es wird nicht besser, da im Stadtteil weitere Grundschulen eingerichtet werden. Meine Enkel(Halbpolen)sind sprach- & ausbildungsmäßig, gut ausgebildet und werden dies Land bei Bedarf erlassen.
Ich will den Vertreter der Meinung, dass die Masseneinwanderung ,,sich rechnet" ihren Glauben nicht nehmen, meiner Erfahrung nach wohnen sie kaum bis nicht in Lehe sondern in ihren Reihenhäusern in Schiffdorf-Spaden und kommen zum Besuch der vielfälligen Gastronomie zu uns   . Mit der Gnade der ,,frühen Geburt" werde ich die letzten Jahre noch in Frieden im "jungen Stadtteil Lehe" erleben. 
Das nächste Mal bringe ich wieder was Maritimes aus BHV.  :-P

maxim

Die Frage ist, warum die Wirklichkeit anders aussieht, obwohl alle davon profitieren könnten (ich schrieb davor im Konjunktiv!). Ein Grund ist, dass es noch haufenweise Vorschriften und Gesetze gibt, die die Integration in den Arbeitsmarkt erschweren - gemacht von Politikern, die möglichst hart gegen Einwanderer sein wollen.

Und bei den Mängeln im Schulsystem sprechen wir ja auch wieder von dem politisch gewollten Geldmangel: möglichst niedrige Steuern, möglichst wenig Schulden - offensichtlich dann auch möglichst wenige Ausgaben für alles und entsprechend viele Mängel, von der Bundeswehr bis hin zu den Schulen.

P.S. ich wohne nicht in einem Reihenhaus, sondern in einem Stadtteil mit sehr vielen Einwanderern und habe immer in Bereichen mit einem sehr hohen Anteil von Einwanderern unter den Kollegen (oft mehr als 50%) gearbeitet.

beck.Schulte

#1118
Mit Geld allein wird sich nix ändern.  Ich habe schon 1971 bei Seebeck mit den ersten türkischen Schiffbauhelfern zu tun gehabt und auch in diesem Jahrhundert bei Blohm waren es reichlich welche. In meiner Abteilung (MEKO-Konstr.) Techn. Zeichnerinnen, Techniker & Ingenieure aus Kroatien, Türkei, Polen usw. DDas ist doch nicht die "Problem-Gruppe".  In letzter Zeit wird in diesem unserem Lande endlich offen über die Problematik gesprochen. Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass mit Geld alles zu regeln ist.
Schule: Unser ältester Enkel steht an der Uni Bremen kurz vor Abschluss Englisch & Chemie für  Lehramt. Er war im Studium je Semester für einen Monat an einer Bremer ,,Problem-Schule". Da gab es für benachteiligte Schüler nach- und Weiterbildung.  Wurde aber Großteiles nicht angenommen, da während der Freizeit. Und da er desgleichen dort mehr erlebte ist sein Fazit , wenn überhaupt als Lehrer dann irgendwo auf dem Lande.
Ich will es hier mal gut sein lassen. Wir haben verschiedene Ansichten und ich lebe nach Charlie Marx weiser Erkenntnis ,,Das Sein formt das Bewusstsein"   Nix für Ungut!   8-)

Das muss noch nachgereicht werden: Gestern Fußball. Die ganze Republik ist am Jubeln. Nur nicht in Lehe. Vor, während & nach dem Spiel Friedhofsruhe. Hat auch was fürsich.

beck.Schulte

#1119
Tach: Die knappe Zeit zwischen zwei sommerlichen Regenschauern nutzend war ich ma kurz im Hafen:  Zwei Bilder von der genialen Lösung des Ersatzes der kaputten Brücke.  Über was neues ist man sich wohl noch nicht einig. Ist auch erst Jahre her. Eine Ex- Vegesacker Fähre als Ersatz ist eine preiswerte Lösung. Die ist aber nur Mo-Fr 7-15Uhr aktiv. Und da liegt auch beim ex-TB NDL noch eine mit Tarnnetzen unsichtbar gemachtes Fahrzeug aus der Gruppe ,,Wir dienen nicht nur Deutschland sondern auch am Hindukusch" . Ab Donnerstag ist beim DSM wieder die Haupthalle frei. Nächste Woche – falls nicht wer vorher vorbei kommt- schau ich mal was aus den seeverwendungsfähigen Verteidigungsgeräten in der Ausstellung verblieben ist. Bis dann!

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