Hilfsminensuch-Division Geestemünde

Begonnen von beck.Schulte, 03 Mai 2024, 15:30:14

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beck.Schulte

#30
02.08.1914 - HM-Division der Ems: Suchboot [1]
- 14.08.1914 - Rückgabe an Reederei [1]
- 29.04.1916 - HM-Division Geestemünde: Suchboot [G][1]
- Im KTB HM-Division Geestemünde nicht verzeichnet [1]
- 12.12.1916 - Rückgabe an Reederei [G][1]


Lieber Thomas, was soll das? Ich frage mich ob es noch Sinn macht, hier weiterzutun. Das Boot ist im gesamten umfangreichen Aktenbestand der Festung NICHT aufgeführt. Ein KTB HMSD gibt es nicht, es gibt eine Handakte betr. der an- und abmietung der Boote, eine Akte betr. des Personals, einig Akten der SBK, der Tenderliste. Zudem da dessen Personal meist von der Sperrf. D. der Weser kam, auch in den Akten der Verbände Jade-Weser nix davon.  usw usw. Wenn überall dort nix ist und man sich hier auf das historische Forschungsamt der Meyer Werft  und einen kleinen Hinweis im Gröner stützt, werde ich mir weitere Mühe sparen. Gruß aus dem sonnigen BHV  8-)


Muchibushi

Lieber beck.Schulte! Ein Historiker sollte in seinen Schlussfolgerungen nicht kategorisch sein. Dies führt zu Fehlern und Missverständnissen. Unerschütterliche Wahrheiten werden manchmal revidiert, nachdem neue Daten verfügbar wurden. Aber man muss offen sein, es zu akzeptieren. Wenn Sie persönlich nicht über Dokumente verfügen, die das Vorhandensein bestimmter Schiffe in der Flottille bestätigen können, bedeutet dies nicht, dass diese Schiffe nicht dort waren. Vielleicht wird ein solches Dokument noch gefunden. Und dann werden Ihre kategorischen Schlussfolgerungen voreilig aussehen. Und die Historische Abteilung in Papenburg kann keine Fakten erfinden. Deshalb empfehle ich Ihnen, sich auf die Suche nach neuen Daten in den Archiven zu konzentrieren.
Herzliche Grüße, Vladislav.


beck.Schulte

#32
Sie sollten es unterlassen Personen und deren Arbeiten die Ihnen völlig unbekannt sind Ratschläge zu erteilen. Nach 50 Jahren intensiver Beschäftigung   mit der 14-18 kaiserlichen Marine nehme ich für mich in Anspruch, dass ich gewissenhaft und sauber arbeite. Gegenteiliges, mit Ausnahme Ihrer Person, wurde mir nie unterstellt. Nun gut: Ich habe mir Ihre Beiträge hier im Forum mal angesehen. Sie sind ,,Fotoauswerter" fast ausschließlich betr. der Hitler Marine. Kaiserliche Grundwissen kann ich bei Ihnen nicht feststellen. Im betr. Fall gehe ich davon aus, dass Ihnen weder die Art, die Menge und die Qualität meiner Forschungen bekannt sind (Sie wissen ja noch nicht einmal um meine Person). Was die HMSD G war, ihre Aufgabe, ihr Personal, ihre Boote usw sind Ihnen völlig unbekannt, auch wie Hilfsfahrzeuge ihren Weg vom Eigner bis zum Verband machten. Ebenso die Funktion der Tenderliste , der SBK Nebenstelle Bremerhaven, der III. MAA. Machen Sie sich doch erst einmal kundig. Ihr Betrag jedenfalls hat mit dazu geführt, dass ich mir weiterer Hinweise erspare.
Schon spaßig Ihr Hinweis auf die historischen Forschungen der Meyer Werft. Die bauen Schiffe! Mit Ausnahme von B&V sind mir keinerlei deutsche Werften bekannt, die während ihrer Existenz Intensiv mit Zeit und Geld sich dem Schicksal ihrer Bauten gewidmet haben.  Meyer war vor 1950 eine Feldschmiede vergleichbar der Unterweser Werft, Atlas, Koch usw. Da wurde nix großartig aufgehoben. Fotos und Gen-Pläne für Werbezwecke. Da wird nix geforscht. Ich selbst hab an der Vernichtung des SUAG Archives in 1974 aktiv teilgenommen, auch bei ähnlicher Aktion bei Seebeck.  Meyer macht in den letzten Jahren über ihre Presseabteilung mehr, dass aber im Rahmen ihrer Außendarstellung ihrer Hotelschiffe. Letztlich: Ich bin und war nie Historiker, sondern habe mein Berufsleben mit dem handwerklichen Bauen und der Konstruktion von Handels- & Kriegsschiffe verbracht.  Ende, aus und Schluss

Muchibushi

Dir wurde nichts vorgeworfen. Ich habe Sie lediglich gebeten, die Meinungen anderer Forumsteilnehmer mit Respekt und Ruhe anzunehmen. Schließlich ist das Forum dazu da, dass Menschen ihre Meinung äußern können.

beck.Schulte

Hallo Thomas: Da die Besatzung der Suchfahrzeuge zunächst von der III. Marine-Artillerie-Abteilung (MAA), später auch von der Sperrfahrzeug-Division der Weser gestellt wurde,
..verständigungsfehler: Die III. MAA  war die zuständige Dienststelle . Sie umfasste neben der klassischen Matrosenartillerie für Ersatz nach Flandern, auch einige weitere Verbände, darunter das Minendepot,den Sperrfahrzeug Verband, Lotswesen. Letztlich auch die HMSD G. Bei deren Aufstellung war das Personal durch die III.MAA zustellen. Das stand zuerst nicht zur Verfügung, so das Personal der Sperrf.Div. zusammen mit Zivilisten(!) die ersten Boote i.D. stellte.In der Folge fand durchweg auch ein Personalwechsel zw. beiden Verbanden statt. Also: II.MAA ist Sperrf.Div. und HMSD G nebs anderem.

beck.Schulte

Hallo Thomas: Mal als Bespiel der verschiedenen Datumsangaben in der Literatur,  hier die POSEIDON Das Fahrzeug war in der Mobilmachungliste als Äußeres Durchfahrtsschiffe (Lage bei den Minenfeld vor Schloss Morgenstern) vorgesehen.  Am 30. Juli 1914 durch die SBK Nebenstelle Bremerhaven Untersuchung und Anmietung nach Geestemünde beordert.  2. August 1914   an G. Seebeck. Dort bis zum 4. August  Ausrüstung und Eintreffen der Reservisten an Bord.  Es wurden zusätzlichen Wohnräume für die Mannschaft und einen großen Scheinwerfer eingebaut.  Auf die vorgesehene Bewaffnung mit je zwei 5cm Geschützen musste vorerst verzichtet werden. Die Indienststellung erfolgte am 4. August.  Das Schiff nahm am 6. August seine Position ca. auf Höhe ,,Ossenturm" ein.  Bis dahin waren die Minensperre dort, vor Roten Sand und Weser Einfahrt ausgelegt, aber noch nicht durch die Sperrfahrzuge gesichert. Ausnahme der Kriegslotsendampfer  STRAUSS  er schon am 3. August auf Position ging.
Über die Sperrf.d. Weser gibt es reichlich mehr als von der HMSD D. Grund , es war ein noch im Frieden aufgestellter Verband ,der mit Teilen bis in den Feb.1919 aktiv war. Ich glaube, dass der Mobilmachungs-Kalender der Festungen an der Unterweser wohl der einzige uns erhalten gebliebene ist.  Unterweser 16 kommt nicht vor, dafür die Unterweser 3 seit dem 3. August als Pumpdampfer für die Frischwasser Versorgung von B1 und B2 durch die Garnisonsverwaltung angemeit

Axel Niestle

Meine Herren,

ich habe zwar keine Kenntnisse von der Thematik, aber die hier geleistete Detailarbeit findet meinen größten Respekt. Aus anderen Sachgebieten weis ich, was es an Aufwand erfordert, scheinbare Nebensächlichkeiten zu suchen und zu klären.  :MG:

Und die launigen Berichte von der Nordseeküste lese ich auch immer gerne, auch wenn der Anlass meist eher traurig stimmen könnte. Aber das Alte ist vergangen und kommt nicht wieder. Von gelegentlich 'Querschlägern' bitte nicht beeindrucken lassen.

Mit den besten Grüßen

Axel Niestlé 

Muchibushi

Hallo zusammen! Ich veröffentliche die KTB für den Schlepper Gerrit Wessels. NARA T1022-021. Darin wird auch Rhein-Ems-III erwähnt. Ich kann nur einige Wörter lesen. Wenn jemand die Handschrift entziffern kann, schreiben Sie bitte. Jeder wird interessiert sein.
Herzliche Grüße, Vladislav.

TW

11.3. An Bord der Rhein-Ems III gekommen. Das Fahrzeug befinet sich in vollkommen verkommenem Zustand.

Muchibushi

Danke TW! Schon nicht schlecht.
Herzliche Grüße, Vladislav.

HJH

Hallo Vladislav,
ich habe auf Rolle 21 nur U-Boote (U 77, U 78, U 79, U 155).
Gruß Hans

Muchibushi

Hallo HJH! Zuvor habe ich die NARA-Nummer T1022-0201 gefunden. In der Bibliothek wurde bei der Suche der gewünschte Abschnitt unter der Nummer 0201 gefunden.
https://catalog.archives.gov/search?page=1&q=%20T1022-0201
Herzliche Grüße, Vladislav.

HJH

Danke Vladislav! Gefunden.
Schönen Abend und Gruß - Hans

beck.Schulte

#43
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Strandurlauber

Moin,

@ beck.Schulte: Bedauerlich ..., ich fand die Beiträge schon interessant, auch wenn ich da nicht so tief in der Materie bewandert bin um immer mitreden zukönnen ...

... und tu es trotzdem, ich stimme dir zu, dass die Angaben zum Fahrbereich (1400sm/14kn) wohl auch zu Vorkriegs-/Friedenszeiten kaum realistisch waren. Für 1918 aber keine Chance, da wurde neben Braunkohle, mit deutlich niedrigerem Heizwert, so gut wie alles was verfügbar und brennbar war gebunkert, damit kamen selbst Schlachtkreuzer gerade so auf 23 kn...

Gruß Ulf
"Damn the torpedoes! Full speed ahead!" D. G.  Farragut

(1864 Battle of Mobile Bay; ... er wusste offenbar was USS Cairo auf dem Yazoo River zum Verhängnis wurde, aber auch dass die Minen schon längere Zeit im Wasser lagen und durchsickerndes Wasser in den Trimmtanks diese nach und nach absacken ließ ...)

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