Neues von den deutschen Werften (zivil)

Begonnen von smutje505, 21 September 2015, 19:11:09

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t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

bettika61

Hallo,
Insolvenzantrag für Windhorst-Werften FSG und Nobiskrug
https://www.tagesschau.de/inland/regional/schleswigholstein/ndr-windhorst-werften-fsg-und-nobiskrug-stellen-insolvenzantrag-100.html

Was sich seit Jahren als Trauerspiel und  Zitterpartie für die Beschäftigten hinzog, endete im mittlerweile schon erwarteten Ende, der Insolvenz.
Mit dem Eigentümer Windhorst war keine Entwicklung mehr möglich.
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

OWZ

 Herr RA Gittermann ist immerhin ein recht guter Insolvenzverwalter.. 8-)

bettika61

Hallo,
Zum Hintergrund der Geschäfte  des windigen Investors Lard Windhorst ein Podcast
Finanzinvestor Windhorst: Viele Versprechen, kein Geld https://www.tagesschau.de/multimedia/podcast/11km/podcast-11km-2196.html?at_medium=tagesschau&at_campaign=DeviceSharing&at_content=SiteSharing
Hört sich für   mich an wie ein "Hütchenspieler"  :BangHead:
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

bettika61

Zitat von: OWZ am 12 Dezember 2024, 11:15:03Herr RA Gittermann ist immerhin ein recht guter Insolvenzverwalter.. 8-)
Hallo,
Mehr Infos in der heutigen Pressekonferenz
ZitatIn Flensburg haben sich Insolvenzverwalter, Betriebsräte, Gewerkschaft und Wirtschaftsminister Madsen geäußert.
Pressekonferenz zum Insolvenzantrag für die FSG-Nobiskrug Werften  https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Pressekonferenz-zum-Insolvenzantrag-fuer-die-FSG-Nobiskrug-Werften,video12050.html
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

jockel

Schmilz ein, den Schrott
Schiffe enthalten nützliche Stoffe wie Stahl und Kupfer, Recycling gibt es aber in Deutschland kaum.  --/>/> Eine Traditionswerft will das nun ändern.

Weitere Informationen  --/>/>  EWD Benli Recycling GmbH & Co. KG

Gruß
Klaus

beck.Schulte

#276
Fraglos was für Industrieschrott, aber ob das Abwracken von größeren Schiffen sich rechnet? Bin mal auf den Preis / Tonne gespannt. Abbruch ist energie- und personalintensive. Dazu kommt, wovon z.Z. alle reden, die deutsche Bürokratie.  Das hat alles dafür, wieder eine der vielen maritimen Luftblasen zu werden, von denen man uns die letzte Jahre ja ständig erfreut hat.Schätze, dass die Konkurrenten in DK und NL dem mit Gelassenheit entgegen sehen.  Na dann, schau`n wir mal.   8-)

maxim



bettika61

Hallo,
Nach dem staatlichen Einstieg von Bund und Land zur Rettung des Meyer-Werft
https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/schiffbau-bund-und-land-steigen-bei-meyer-werft-ein/29986978.html
Tauchen nun bisher unbekannte Millionenrisiken bei laufenden und geplanten Projekten auf
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/meyer-werft-papenburg-nach-der-rettung-taucht-millionen-problem-auf-48179728
(Paywall aber Audio möglich)
Es geht um 185 mio € um die der Schiffsforecast schlechter ausfallen soll als noch im Sanierungsgutachten prognostiziert.Das soll aus Projekten wie Konverterplattformen und auch bei Kreuzfahrtschiffen wie die "Disney Treasure".
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

bettika61

Zitat von: bettika61 am 12 Dezember 2024, 10:44:18Hallo,
Insolvenzantrag für Windhorst-Werften FSG und Nobiskrug
https://www.tagesschau.de/inland/regional/schleswigholstein/ndr-windhorst-werften-fsg-und-nobiskrug-stellen-insolvenzantrag-100.htm
Hallo,
Es gibt wieder Hoffnung
ZitatFSG-Nobiskrug gerettet: Investoren für beide Werften gefunden
...
Die Lürssen-Werft aus Bremen wird die Nobiskrug-Werft in Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) übernehmen. Lürssen habe ein notarielles Angebot abgegeben. Das teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter auf einer Pressekonferenz in Flensburg mit. Die Heinrich Rönner Gruppe, ein familiengeführtes Stahlbauunternehmen aus Bremerhaven mit mehr als 1.700 Mitarbeitern und 19 Standorten, wird demnach neuer Eigentümer der FSG-Werft in Flensburg.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/FSG-Nobiskrug-gerettet-Investoren-fuer-beide-Werften-gefunden,fsg602.html
Entscheidend füf die Mitarbeiter wird sein,wieviel Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

kielwasser


jockel

Ein Hightech-Herz für die neue Polarstern

Das Herzstück im Neubauprojekt für die Polarstern-Nachfolge nimmt Gestalt an: Bis Ende August unterschrieben TKMS, Wärtsilä, Steerprop und Aker Arctic die Verträge für die gesamte Antriebseinheit: Ruderpropeller, Motoren und Abgasnachbehandlungsanlage. Viele der Komponenten sind Marktneuheiten, mit denen das Alfred-Wegener-Institut und TKMS neue Standards in der Forschungsschifffahrt setzen.  --/>/> Alfred-Wegener-Institut

Gruß
Klaus

kielwasser

Neues von der FSG
Quelle:
https://www.kn-online.de/lokales/flensburg/forschungsschiff-fuer-nord-und-ostsee-werft-fsg-baut-schwimmendes-labor-in-flensburg-ZE6U2XMXSZDJXJNVENUQBOJ4HY.html

ZitatDas Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt lässt in Flensburg eine seegängige Technologie-Plattform bauen. Ihr Heimathafen soll Kiel werden. Details zum neuen Forschungsschiff für die Nord- und Ostsee.
[...]
Gebaut wird eine einmalige seegängige Technologie-Plattform, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als ,,schwimmendes Labor" nutzen möchte. Damit sollen unter anderem klimaverträgliche Antriebe, zum Beispiel auf Basis von Wasserstoff und Batterien erprobt und weiterentwickelt werden.

,,Mit dem Baustart schaffen wir eine zentrale Forschungsplattform für die maritime Transformation am Standort Deutschland", sagt Prof. Sören Ehlers vom DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme. ,,Damit stärken wir die technologische Souveränität Europas."

Auch Projekte aus dem Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsforschung sind auf der Plattform geplant. Nach Fertigstellung soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben. Das DLR ist dort in Friedrichsort vertreten und baut nach eigenen Angaben derzeit die landseitige Testinfrastruktur auf.

Das Schiff soll mit maximal 20 Personen vor allem auf der Nord- und Ostsee für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten unterwegs sein. Dabei werden auch sicherheitsrelevante maritime Systeme unter realistischen Bedingungen getestet.
Das Schiff wurde in enger Abstimmung mit der Lloyd Werft Bremerhaven entwickelt und soll bald die Werfthallen in Flensburg füllen: 48 Meter lang und zwölf Meter breit wird das fertige Schiff sein.
Alle Großkomponenten des Antriebs, der Elektrotechnik und der Manövrieranlagen werden in Flensburg eingebaut. Voraussichtlich im Herbst wird der Rohbau zur Lloyd Werft nach Bremerhaven überführt. Dort bekommt das Schiff seinen Innenausbau und die Fertigstellung der Elektrotechnik. Die Fertigstellung wird für 2027 erwartet.

Für die FSG ist der Brennstart auch der Start für einen Aufschwung. Nach der Übernahme der Krisen-Werft durch die Rönner-Gruppe füllen sich die Auftragsbücher. Zunächst wurde eine australische SeaRoad-Fähre fertiggestellt – ein Auftrag aus den Zeiten des gescheiterten Investors Lars Windhorst. Im November lief das Schiff vom Stapel und ist allein mit seiner Präsenz in der Förde seitdem sichtbares Zeichen dafür, dass das Werft-Drama vorbei ist.

Auch von einem Auftrag an die Kieler Werft TKMS wird die FSG Shipyard voraussichtlich profitieren: Die viel diskutierte Fregatte der Klasse F126 soll zum Teil in Flensburg gebaut werden. Die Vorverträge mit der Kieler Werft sollen stehen. Der Auftrag wird in Kürze erwartet.

Wann genau sich die Fregatten zum Forschungsschiff in die Hallen gesellen, wollte Thorsten Rönner auf Nachfrage nicht sagen. Er kündigte aber eine ,,gute Auslastung" für beide Standorte an. Sechs Fregatten sollen insgesamt in Bremerhaven und in Flensburg gebaut werden – beides Standorte der Rönner-Gruppe. ,,Im ersten Halbjahr soll alles unter Dach und Fach sein", so der Geschäftsführer.

Außerdem könnten bald auch eigene Aufträge für die FSG Shipyard folgen. Bei weiteren Projekten sei man ,,auf einem guten Weg", sagte Rönner. ,,Bei zwei bis drei Neubauten sind wir in guten Gesprächen."


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