U-10

Begonnen von Wiking, 10 Dezember 2023, 16:58:01

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Wiking

Ein weiteres Boot vom Typ IIB
Baujahr 1935, Krupp Germaniawerft, Kiel
Gehörte zur Serie U7 - U12
Zunächst Schulboot, Reserveboot und Einsatzboot der U-Flottille WEDDIGEN und
U-Flottille LOHS wurde das Boot im September 1939 Frontboot.

U 10, unter Kapitänleutnant Georg-Wilhelm Schulz, lief am 07.09.1939 von Kiel aus. Das Boot operierte im Kattegat. Nach 10 Tagen, lief U 10 am 17.09.1939 wieder in Kiel ein.
Siehe hier https://historisches-marinearchiv.de/projekte/duikboot/eingabe.php?active_duik=result
Und hier http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Original_Kriegstagebuch_U_10_-_1._Unternehmung

Kommandant der spätere Ritterkreuzträger Georg Wilhelm Schulz, er war seit 1935 bei der U-Boot-Waffe. Ab 1933 bei der Marine hatte er somit bereits 6 Jahre Erfahrung sammel können und war zum Zeitpunkt der ersten Feindfahrt  33 Jahre alt. Zuvor war er Handelsschiff Offizier und wird da auch die ganze Seemännische Laufbahn durchgegangen sein.
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/crewlisten/ww2/ausgabe.php?where_value=53300&lang_cl=1

https://uboat.net/men/schulz.htm

All diese Erfahrung konnten Kommandanten und LI`s mit einem Lebensalter 22/23 ja gar nicht sammeln und das hat sich ganz sicher bemerkbar gemacht.

LI auf dieser Fahr war der zu dem Zeitpunkt 22 Jährige Schröder, Gottfried
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/crewlisten/ww2/ausgabe.php?where_value=52661&lang_cl=1

Die erste Feindfahrt laut Kriegstagebuch siehe hier
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Original_Kriegstagebuch_U_10_-_1._Unternehmung

07.09.1939
Boot eingesteuert: Boot hält sich mit leeren Reglern gerade auf 12 m.

08.09.1939
0500 - Boot taucht und ist immer noch zu schwer. Lenzen 800 l aus Torpedozelle. Somit können nur 2 Rohre gleichzeitig bewässert werden. Ein anderer Ausgleich kann nur durch Lenzen von Trinkwasser und Werfen von Trimmgewichten herbeigeführt werden.

09.09.1939
Boot ist immer noch zu schwer. Torpedozelle soweit gelenzt, daß zwei Torpedos bewässert werden können.

Frage von mir, hat der LI vor Auslaufen das Gewicht des Bootes eventuell nicht richtig berechnet ?

11.09.1939
getaucht. Besatzung leidet an Durchfall. Ursache noch nicht geklärt, am Morgen werden Haferflocken gekocht.

Und dann nur ein Klo an Bord..... :MV:


U 10 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Wiking :MG:

Wiking


Die zweite Feindfahrt.


U 10, wieder unter Kapitänleutnant Georg-Wilhelm Schulz, lief am 26.09.1939 von Kiel aus. Das Boot operierte in der Nordsee und dem Nordatlantik. Nach 19 Tagen, lief U 10 am 15.10.1939 wieder in Kiel ein.
Siehe hier  http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/U_10

29.09.1939

Interessant die Aussage zum Horchgerät von U 10

Zitat....1000 m vor "U 10" machten die Zerstörer kehrt - da einer mit Lage 0° auf "U 10" zulag, wurde auf 18 m gegangen, der Zerstörer spitz voraus genommen, beide Maschinen K.F. Lüftung und Kreiselkompaß wurden abgestellt. Der Zerstörer lief genau über "U 10" hinweg.

Im Horchgerät wurde dieser Zerstörer erst gehört, als die Geräusche auch ohne Gerät bereits im Bugraum vernommen wurden. Im Gegensatz hierzu stehen die Horchergebnisse seitlich herausgesetzter Schiffe und Boote, die bis zu 5000 m gut gehört wurden. - Die Kolbenmaschinen der Dampfer werden schlechter gehört als die Zerstörermaschinen.
Siehe hier http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/KTB_U_10_-_2._Unternehmung_Seite_2

Und ist wird beklagt das die Boote kein Echolot haben.

Ansonsten nicht bedeutendes,


U 10 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Wiking :MG:

Besitzer

#2
 :MG:

Der letzte Kommandant von U10 war Kurt Ahlers, ein guter Bekannter von mir.
Es gab da eine U-Truppe an der auch Friedrich Schlimme(U565, ein Freund von mir) teilnahm.
Kurt Ahlers  bekam Seinerzeit ein "Notabitur" und konnte damit Offizier werden.
Allerdings wurden diese Offiziere nie so richtig anerkannt im Offs-Korps, das wusste er auch selber und ist deshalb nicht zu Treffen Ehemaliger gegangen. Nach dem Krieg wurde er Rechtsanwalt in einem großem Wohnungsbau-Unternehmen.
 Er erzählte viele Amüsante Geschichten aus seiner Marinezeit, ich habe ihm immer und gerne zugehört.

Zu U10 erzählte er mir, das bei einer Werftüberprüfung mit einem Schraubenzieher ein Loch in den Bootskörper durchstoßen wurde und das Uboot sofort außer Dienst gestellt wurde. Er vermutete, das Baugleiche Uboote deshalb von Unternehmungen nicht mehr zurück kamen.
Ich habe Ihn mehrfach gebeten, mir ein Foto von sich aus der Zeit zu geben, um es dem Archiv zur Verfügung zu stellen, das hat er vehement abgelehnt.
Das Uboot-Buch "Über Dem Nassen Abgrund", zeigt U10 beim Auftauchen. Kurt Ahlers im Boot und der Li mit Schlauchboot und Camera  Außenbords vor Pillau, so ist die Aufnahme entstanden. Die Witwe von Wilhelm Schulz bat Kurt Ahlers um dieses Foto um das Buch zu vollenden.
So seine Erzählung.

Gruß Uwe   
Seemannsgarn wird nicht geflochten,
sondern gesponnen! ;-))

Urs Heßling

moin,

Zitat von: Besitzer am 13 Dezember 2023, 21:51:28Zu U10 erzählte er mir, das bei einer Werftüberprüfung mit einem Schraubenzieher ein Loch in den Bootskörper durchstoßen wurde und das Uboot sofort außer Dienst gestellt wurde. Er vermutete, das Baugleiche Uboote deshalb von Unternehmungen nicht mehr zurück kamen.
Welche sollten das gewesen sein ?
U 7 (Tauchpanne bei der Ausbildung im Februar 1944) und U 22 (verschollen in der Nordsee im März 1940) wären zumindest denkbar, ebenso, daß andere Boote nach einer Kollision oder einem Minentreffer schneller als erwartet "zerbrachen".

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Besitzer

Hallo Urs,

....welche/s Boot/e  er damit gemeint hatte, .....ich habe damals nicht weiter danach gefragt!
Es war seine Vermutung halt.

Ich hoffe, er hat mir nicht zu viel Seemansgarn zugemutet. :DO/:


Gruß Uwe
Seemannsgarn wird nicht geflochten,
sondern gesponnen! ;-))

Wiking

Zitat von: Besitzer am 13 Dezember 2023, 21:51:28:MG:

Der letzte Kommandant von U10 war Kurt Ahlers, ein guter Bekannter von mir.

Zu U10 erzählte er mir, das bei einer Werftüberprüfung mit einem Schraubenzieher ein Loch in den Bootskörper durchstoßen wurde und das Uboot sofort außer Dienst gestellt wurde.

Gruß Uwe 

Hallo,

Wenn es sich so zugetragen hat, welche Wandstärke mag so ein Boot im Druckkörper gehabt haben 10 mm ?
Kann nach 10 Jahren die das Boot alt war eigentlich nicht durch normale Korrosion komplett weg gerostet sein, da war dann  wohl  Galvanische oder Elektrolytische Korrosion im Spiel.


Dritte Feindfahrt, diesmal Kommandant Oberleutnant zur See Joachim Preuss
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/crewlisten/ww2/ausgabe.php?where_value=44464&lang_cl=1

U 10, unter Oberleutnant zur See Joachim Preuss, lief am 28.01.1940 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, der Aufnahme des Eisschutz in Brunsbüttel, sowie der Abgabe des Eisschutz in Helgoland, operierte das Boot in der Nordsee. Das Boot brach die Unternehmung wegen Maschinenschäden ab. Nach 8 Tagen und zurückgelegten 383 sm, lief U 10 am 05.02.1940 in Wilhelmshaven ein.
Siehe hier....
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/U_10

Das Boot brach schon am zweiten Tag die Fahrt ab.
Probleme die auftauchten,
1)Prüfungstauchen auf 40 m mit anschließendem Auf-den-Grunde liegen. Boot schlingert bis zu 7° auf dem Grund (42 m). Dabei starkes Geräusch in Höhe des Brennstoffbunkers. Anscheinend loses Rohr im Bunker.
2)- Stb.-Diesel unklar. Kein Schmieröldruck.

3). Beim Tauchen Rohrläufer in Rohr I.

4)Sehrohr sich bei längerer Unterwasserfahrt nicht mehr drehen ließ

5)Stb.-Diesel unklar durch Festfressen der Rolle der Brennstoffpumpe für Zylinder

6)Mit Eishilfe Jade aufwärts. Vor der Schleuse entstand eine unangenehme Situation, durch Brechen der Schleppleine. Boot lag auf Einlaufkurs 1000 m vor der Schleuse quer zum Elbstrom. Während der 20 Min., die der Schlepper benötigte, um eine neue Verbindung herzustellen, schob sich von beiden Seiten das Eis auf das Boot bis zu einer Höhe von einem Meter am Heck bis zum Turm, sodaß der Bug einschließlich das Tiefenruder frei kam und das Achterschiff im Eis verschwand. Nach meiner Schätzung hätte das Eis in einer weiteren halben Stunde das Boot weggedrückt. Die Schleppverbindung kam noch rechtzeitig zustande, so daß das Boot wieder frei kam.

Siehe hier...
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Original_Kriegstagebuch_U_10_-_3._Unternehmung

Wiking :MG:

Wiking


Vierte Feindfahrt

Erneut unter Kommandant Joachim Preuss .
Das Boot lief am 14.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Nach 6 Tagen und zurückgelegten zirka 450 sm über und 102 sm unter Wasser, lief U 10 am 20.02.1940 wieder in Wilhelmshaven ein.
Siehe hier http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/U_10
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Original_Kriegstagebuch_U_10_-_4._Unternehmung

U 10 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 6.356 BRT versenken.
Am 17.02.1940 die KVERNAAS
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Kvernaas
https://uboat.net/allies/merchants/ship/261.html

Und am 18.02. die Ameland
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Ameland
https://uboat.net/allies/merchants/ship/269.html

Es gab auf beiden Schiffen keine Verluste an Menschenleben.


Nachdem das Boot die dritte Feindfahrt abbrechen musste ging es in Wilhelmshaven zunächst in die Werft.
Die Geräusche die auf der dritten Fahrt zu hören waren rührten von einem losen Trimmgewicht im Kiel her.
Die Reparaturen an allen aufgetretenen Problemen dauerte 6 Tage.

Das Boot lief dann am 14.02.1940 von Wilhelmshaven aus.
0900 - Im Schlepp von "Schlesien" 3. Einfahrt aus.

17.02.1940

0120 - Qu. 809 K., SO 2, c 3, Seeg. 2. Voraus 2 Dampferlichter (rw. 70°). Beim Näherkommen stellte sich heraus, daß es sich um einen mittleren Dampfer handelte, (ca. 2000 t) der außer Dampfer- und Positionslaternen abgeblendet war. Kein Neutralitätsabzeichen zu sehen. Durch Vorsetzen und langsames seitliches Herausstaffeln auf Schußentfernung (650 m) wurden Kurs 250° und Fahrt 5 sm festgestellt. Schuß bei Lage 80. Detonation nach 46 sek. Dampfer brach in sich zusammen und sank schnell. Tiefe des Torpedos 4 m. Anscheinend ist der Dampfer unterschossen worden.

17.02.1940
Bb.-Maschine kann nicht A.K. laufen.

18.02.1940

0830 - NO 2, o, Seeg. 1. Kam mit Kurs auf Nordhinder von Maas Tonne her ein größerer anscheinend leerer Frachtdampfer in Sicht. Unterwasserangriff. Kurz vor dem Einwandern schnitt das Boot jedoch unter, daß der Dampfer durchgewandert war als das Sehrohr wieder frei kam. Ich drehte nach Stb. und griff einen 2 Dampfer an, der auf parallelem Kurs inzwischen soweit aufgekommen war, daß die Schußentfernung 1200 m wurde.


0926 - Qu. 761 K. 52°1' N-3°27' O. Lage 90, Fahrt 10 sm. Treffer im Achterschiff. Der Dampfer sackte schnell tiefer und das Heck wurde bald überspült, Kessel- oder Laderaumexplosion im Dampfer. Ich mußte auf 20 m gehen, da ein Bombenflugzeug (2 mot.) sehr bald erschien und an der Stelle kreiste. Es handelte sich um den holländischen Dampfer "Ameland", der darauf bald gesunken ist. Größe 4537 t. Torpedotiefe 4 m. Rückmarsch unter Wasser.

Rückmarsch nach Wilhelmshaven

20.02.1940

2233 - Längsseits "Weichsel" festgemacht.


Stellungnahme des Befehlshabers der Unterseeboote.

1.) Warum der Kommandant bei dem sichtigen Wetter tagsüber unter Wasser gestanden hat, ist unverständlich. Sich nur auf Horchpeilungen zu verlassen ist falsch. Angriffsaussichten gehen dann leicht verloren.

2.) Das Schätzen von Entfernungen bei Detonationen, deren Ursache nicht bekannt ist, ist nicht möglich, aber bei Detonationen, deren Entfernung auf 10 000 m geschätzt wird, auf Tiefe zu gehen, ist unberechtigt und falsch.

Siehe hier.
http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/KTB_U_10_-_4._Unternehmung_Seite_6

Wiking :MG:


Urs Heßling

moin,

Drei Fragen an die Fachleute :
1. Wer bekam die Stellungnahme des BdU zu lesen, außer dem Kommandanten ?

2. Fand sie Eingang in die Personalakte ?

3. Was sind das für Quadratangaben ? Sie scheinen mit den Marinequadraten nicht zusammenzupassen.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Andreas A

#8
Hallo Urs !

Zu den Quadratkarten. Es scheint mir (oder es ist so), das die Boote am Anfang des Krieges noch die alten Quadratkarten aus dem 1. Weltkrieg verwendeten. Nach Durchsicht einiger KTBs, vor allen bei Minenunternehmen.

Ich hatte hier schon einmal einen Beitrag: https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=34909.msg396791#msg396791

Gruß

Andreas

ARANTALES

Nach Auswertung von Original-Quadratkarten im BA-MA (Freiburg) und die Bibliothek für Zeitgeschichte (Stuttgart):
Großquadrat 'K' ist ein Quadrat auf alten (WWI) Karten wie von Andreas angegeben. Es gab die Großquadrate 'A' bis 'X' (ohne ein Quadrat 'I') die zusammen ein Bereich von 27°N bis 39°30'N, und von 36°O bis 32°W abdeckten (sei es nicht die ganze Fläche zwischen diese Grenzlinien).

'K' wird begrenzt von (unten) 51°N, (oben) 56°N, (links) 4°W und (rechts) 6°O.
Großquadrat 'K' war unterteilt in 3000 Kleinquadrate (je 6' x 10' groß) mit 'K1' ur im Großquadrat, 'K50' or, 'K2951' ul und 'K3000' ol.

Die Mitte vom Groß5quadrat'K' lag in 52°03'N 03°25'O.

Manche Großquadrate in dieses Kartensystem hatten 3000 Kleinquadrate, aber es gab auch solche mit z.B. nur 2400 oder 2538 Kleinquadrate.

Mit Ausnahme von 'R', 'W' und 'X' waren alle Großquadrate in dieses Systemrechteckig.

Musste mal ein hier einstellbare Karte basteln mit die Angaben zu die Quadrate (z.Z. nur vorhanden als eine Kladde und Daten in eine dBase3+ Tabelle).

Met vriendelijke groeten,
Walter

Axel Niestle

Hallo Urs,

zu 1.: alle, die im Verteiler stehen.

zu 2.: nein. Beurteilungen der Kommandanten als Offiziere erfolgten in anderem Zusammenhang. Stellungnahmen des BdU sollten zuvorderst als Hilfe für den Kommandanten dienen, wenn Dinge noch nicht optimal liefen. Bei groben Versagern blieb jedoch keine andere Wahl, als auch mal die grobe Art zu wählen. Dann folgte aber üblicherweise auch die sofortige Abkommandierung.

Beste Grüße

Axel

Urs Heßling

#11
moin,

herzlichen Dank für die Informationen :TU:)

Zitat von: Andreas A am 19 Dezember 2023, 20:08:34... das die Boote am Anfang des Krieges noch die alten Quadratkarten aus dem 1. Weltkrieg verwendeten.
Ja, aber nicht die mit den griechischen Buchstaben, sondern eine "neue" von 1918.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

ARANTALES

Hallo,

Eigentlich nicht zum Thema U10, aber in Anlage eine Darstellung in Excel von die 'Alten' Quadratkarten wovon weiter oben die Rede war. Die Dartstellung  gibt die Grenzen der Quadrate, die Zahl der Kleinquadrate pro Großquadrat, die Größe der Kleinquadrate, ...
Um eine Karte zu Basteln worauf diese Quadrate verzeichnet sind nebst die Länder und Meeren die von diese Quadrate berührt werden fehlen mir die nötige IT-Kenntnisse (und Zeit  :-D ).

Met vriendelijke groeten,
Walter

Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

ARANTALES

Hallo,

Hatte den Verlauf der Nummerierung der Kleinquadrate wie eine 'Serpentine' umschrieben, aber diese falsch dargestellt in die xlsx. Entschuldigung. Korrigierte Version anbei - siehe Quadrat "A".

Met vriendelijke groeten,
Walter
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
 

Wiking

Zu den sehr interessanten Antworten..... :TU:)


Fünfte Feindfahrt

U 10, wieder unter Oberleutnant zur See Joachim Preuss, lief am 03.04.1940, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der nördlichen Nordsee. Es gehörte zur Gruppe 9 die bei den Shetland Inseln operieren sollte. Nach 18 Tagen und zurückgelegten zirka 1.150 sm über und 278,5 sm unter Wasser, lief U 10 am 21.04.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 9 lief am 22.04.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, nach den Norwegenfeldzug, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Am 23.04.1940 lief U 10 in Kiel ein.

Siehe hier http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/U_10

05.04.1940
2330 - Kreisel ausgefallen.
2345 - Bb. Diesel unklar.


06.04.1940
0330 - NO 2, Sg. 1, o. Kreisel durch Auswechseln der Kugel wieder klar.
07.04.1940
0730 - Qu. 2715. Auf Position. Das Boot ist ca. 2 Tage zu spät auf Position gekommen, da der Bb.-Diesel immer noch unklar war.


U 10 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Wie bei den Booten U 1 – U 9 auch schon, die Diesel ( MWM 6 Zylinder Viertakt-Diesel RS 127 S ) der Typ II Boote scheinen eine hohe Störanfälligkeit gehabt zu haben.

RS-Motoren = ,,Rohöl-Schnellläufer"

Hier zu sehen ein RS 125
https://www.mwm.net/wp-content/uploads/2023/01/RS-Dieselmotor.jpg.webp

Wiking :MG:

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