Wieder keine neuen Minenabwehrboote

Begonnen von TW, 15 März 2024, 20:05:45

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TW

Unzureichende Koordinierung führt zum Abbruch eines 10 Jahre dauernden Beschaffungsprojektes für dringend benötigte Minenabwehrboote.
Bemerkungen des Bundesrechnungshofes zur Wirtschaftsführung im BM für Verteidigung vom Dezember 2023:

https://www.bundesrechnungshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/Berichte/2023/hauptband-2023/gesamtband.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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Gruß, Thomas



Darius

Hallo Thomas,

danke für den Hinweis.


:MG:

Darius

jockel


thommy_l

Brauchen wir das? Orginalton Merkel --Wir sind dovh nur noch von Freunden umgeben-- Orginalton Scholz ... äh nö, das spare ich mir mal, sonst gleitet es ins politische ab. :-)

TW

#4
Zitat von: thommy_l am 16 März 2024, 12:59:26Brauchen wir das?

Minenabwehr war auch im bzw. nach dem Jugoslawien-Krieg wichtig und die deutschen Minenräumer waren in der Adria sehr erfolgreich. Dann sind in von Freunden genutzten Gewässern auch Wracks und Munition aus vergangenen Kriegen zu finden und zu bergen. Insofern ja, brauchen wir.

Aber was mir bei Deiner Frage viel mehr durch den Kopf geht ist, ob jedes Land der NATO oder in der EG auf allen Gebieten seine eigenen Fahrzeuge braucht, ob man nicht in der EG zu einheitlichen Standards kommen kann, und ob man vielleicht einzelnen Ländern bestimmte Einsatzkräfte zuweisen könnte, als z.B. den Norwegern die Schnellboot-Waffe, Belgien und Niederlande die Minenabwehrwaffe, den Deutschen ... ja, wo ist die Deutsche Marine eigentlich vorbildlich aufgestellt? Versorgung, Sanitätsdienst ? Die Bundesmarine war noch auf vielen Gebieten gut aufgestellt. Ich habe den Eindruck, die Deutsche Marine hat nach und nach überall ihre Kompetenz verloren, nein: aufgegeben.

Wenn man in Europa zu einheitlichen Standards kommt, kann man viel an Entwicklungskosten sparen, und dafür mehr Waffen anschaffen.
Könnte die NATO in dieser Frage nicht kreativer und bestimmender auftreten?
Gruß, Thomas

Big A

#5
Wenn man das wirklich möchte, dass sich einzelne NATO - oder EZ -Staaten auf bestimmte Bereiche ( Neudeutsch "Warfare Areas") spezialisieren, dann setzt das einheitliche POLITISCHE Einsatzrichtlinien voraus.
Was wäre, wenn eine nur in D abgebildete Fähigkeit in einem Einsatz abgerufen werden soll und unser Parlament sagt nein?
Ich kann mir auch nicht vorstellen dass sich das Parlament dieses Recht nehmen und an eine der o.g. Institutionen abtreten wird.

Just my 5 ct

Axel



Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

TW

#6
Zitat von: Big A am 16 März 2024, 20:17:18Was wäre, wenn eine nur in D abgebildete Fähigkeit in ei EM Einsatz abgerufen werden soll und unser Parlament sagt nein?
Ich kann mir auch nicht vorstellen dass sich das Parlament dieses Recht nehmen und an eine der o.g. Institutionen abtreten wird.
Axel
Das ist ein richtiger, schwerwiegender Einwand, Axel.

Einigkeit ist bei allen möglichen politischen Richtlinien ein übles Problem der EU (und im Ernstfall eventuell auch der NATO  :? ). Ich sehe nicht, dass die europäischen Staaten wirklich noch einen europäischen Bundesstaat (so wie die Vereinigten Staaten) anstreben, nach Kohl auch keine deutschen Bundeskanzler/in mehr. Macht abzugeben ist allgemein keine wünschenswerte Option. Aber ich denke trotzdem manchmal darüber nach, ob es nicht gescheiter wäre.

Wenn man vielleicht die Einsatzfähigkeiten bei allen Partnerländern belässt, so könnte man doch wenigstens die Einsatzfahrzeuge vereinheitlichen und die Entscheidung, welcher Fahrzeugtyp von allen Partnern angeschafft wird, innerhalb der EU zentralisieren.

Big A

#7
ZitatWenn man vielleicht die Einsatzfähigkeiten bei allen Partnerländern belässt, so könnte man doch wenigstens die Einsatzfahrzeuge vereinheitlichen und die Entscheidung, welcher Fahrzeugtyp von allen Partnern angeschafft wird, innerhalb der EU zentralisieren.

Da bin ich absolut bei Dir, wird aber am Egoismus / Lobbyismus der jeweiligen Länder und deren Industrien (=Wähler) scheitern. Oder im günstigsten Fall die Projekte ad absurdum verlängern; bis man sich auch auf das Maß des Dosenhalters im Schützenpanzer geeinigt hat, das dauert eben  :wink:

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Urs Heßling

moin,

Zitat von: TW am 16 März 2024, 21:54:17Wenn man vielleicht die Einsatzfähigkeiten bei allen Partnerländern belässt, so könnte man doch wenigstens die Einsatzfahrzeuge vereinheitlichen und die Entscheidung, welcher Fahrzeugtyp von allen Partnern angeschafft wird, innerhalb der EU zentralisieren.
ich kenne dafür nur ein Beispiel (es ist aus dem im Thread angesprochenen Bereich) : Tripartite

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

thommy_l

Zitat von: TW am 16 März 2024, 14:19:58
Zitat von: thommy_l am 16 März 2024, 12:59:26Brauchen wir das?
als z.B. den Norwegern die Schnellboot-Waffe, Belgien und Niederlande die Minenabwehrwaffe, den Deutschen ... ja, wo ist die Deutsche Marine eigentlich vorbildlich aufgestellt? Sanitätsdienst ? Die Bundesmarine war noch auf vielen Gebieten gut aufgestellt... UND DANN? Was kam dann?

Wenn man in Europa zu einheitlichen Standards kommt, kann man viel an Entwicklungskosten sparen, und dafür mehr Waffen anschaffen. RECHT HAST DU!

Könnte die NATO in dieser Frage nicht kreativer und bestimmender auftreten? NA JA

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