Hallo Gemeinde,
habe von Volkmar König (U 99) Fotos von seiner Privatsammlung von den Vorbereitungen, Übungen zu Operation Seelöwe bekommen.
Diese Fotos hat er selber mit seiner Kamera gemacht, obwohl dies strengstens verboten war .
Glaube diese Bilder sind eine ziemliche Rarität, ich habe bis jetzt jedenfalls noch keine davon gesehen.
Werde mal versuchen sie zu scannen und einzustellen .
Viele Grüße
Leo
@Leo,
fein von dir. Gibt 'n Bier, du kennst das ja :) .
@Thomas
Zitatfein von dir. Gibt 'n Bier, du kennst das ja .
Ich ???
Du weisst doch, ich bin vom Club der Abstinentzler 8)
So, nun versuch ich mal mein Glück mit dem Foto einstellen,
der folgende Text, sowie die Fotos sind original von Volkmar König.(ausser meinen Schreibfehlern beim abtippen des Textes :wink: )
ZitatDiese Fotos wurden gemacht am 11.Oktober 1940 während eines Manövers an der französischen Kanalküste südlich von Boulogne in Vorbereitung der geplanten Invasion von England.
In den Häfen der Kanalküste waren zusammengezogen worden :
über 2000 sonst auf den europäischen Binnengewässern eingesetzte sogennannte "Bockschiffe".
Dazu als Schleppfahrzeuge Schlepper, Fischdampfer, Fischkutter, Motorboote.
Bei den Bockschiffen hatte man die Bugpartie leicht verändert, um Be und Entladen am Bug zu ermöglichen .
Foto 1- 4 Im Hafen von Boulogne
Die bereits eingeschifften Heereseinheiten konnten noch an Oberdeck in der Sonne sitzen, während des Manövers hatten sie sich im Bauch der Prähme aufzuhalten.
Trotz ruhiger See auf dem Weg zum Landestrand wurden viele fürchterlich seekrank !
Ein Großteil der Prähme hatte den Hafen bereits verlassen.
Normalerweise waren die Hafenbecken mmit den Prähmen so vollgepackt, daß kaum noch Wasserfläche zu sehen war.
Foto 5
Auf dem Weg zum Küstenabschnitt , wo das Landemanöver stattfinden sollte.Voraus ein Schleppfahrzeug, im Schlepp zwei Prähme, einer motorisiert, der andere ohne Motor.
An Oberdeck nur einige Soldaten, die Bedienung einer kleinen Flakwaffe.
Foto 6
Beim erreichen des Küstenabschnitts, an dem zu landen war, gingen als erstes Sturmboote von den schräg am Schlepperfahrzeug angebrachten Rutschen ins Wasser und fuhren zum Landestrand, wo vorher Fallschirmjäger abgesprungen waren.
Der Schlepper scheerte zur Seite aus, während der motorisierte Prahm zur anderen Seite ausscherte und mit eigener Kraft auf den Strand zulief.
Bei dem nicht motorisierten Prahm machten achtern auf jeder Seite zwei Fischkutter fest und schoben diesen zum Landestrand.
Foto 7-10 zeigen, wie die Landetruppen das Landeschiff verlassen.
Was für eine primitive Art, um an einer feindlichen Küste Truppen landen zu lassen, verglichen mit der 4 Jahre späteren D-Day Landung der Aliirten.
Hätte das Erfolg haben können ? und wollte Hitler 1940 wirklich eine Invasion Englands ?
So, das letzte Bildchen wollte er mir einfach nicht mehr dranhängen, deswegen nun hier :
Da hab ich auch eins, von einer Panzerverladeübung auf einen Lastkahn.
@Zerstörerfahrer
schönes Bild, das auch sehr gut den Improvisionscharakter der ganzen Aktion zeigt.
Viele Grüße
Leo
Euch beiden mal Dank, dass ihr diese Fotos hier reinstellt; und an Volkmar König wohl besonders!
"Improvisionscharakter der ganzen Aktion" ... die Wadelchen in den Gummistiebels ... oij, oij.
Ciao,
Harold
Puhh , das da was geplant war .. wusste ich ja - aber das die Planungen schon so weit angelaufen waren , das Übungen dafür stattfanden , wusste ich noch nicht ..
Dickes Dankeschön für die Bilder an Leo und Zerstörerfahrer
Wieder ein Teil der Geschichte...
Mit Gummistiefeln und hochgezogener Hose an den feindlichen Strand zu gehen stelle ich mir... nunja, sagen wir es mal so. Ich hätte mir gerne die Gesichter der Briten angesehen.
Gruß
Stefan
@Harold, Scharnhorst
nichts zu danken, freue mich wenn ich Euch alten Hasen doch mal was zeigen konnte, das ihr noch nicht gesehen habt !
Den Dank an Herrn König richte ich selbstverständlich aus, der freut sich erlich, das es noch Leute gibt die sich mit dieser Materie beschäftigen.
Das Bild mit den Gummistiefeln finde ich auch das Allerbeste, stelle mir vor wenn sie so, mit kurzen Hosen, Gummistiefeln und grün im Gesicht vor Seekrankheit an Land gegengen wären...die Briten wären wahrscheinlich zu gar keiner Gegenwehr mehr fähig gewesen :D
Viele Grüße
Leo
@Taucher
Dank Dir und Herrn König für diese super Fotos!
Moin Leo,
ganz herzlichen Dank Dir und Herrn König für Euren Beitrag.
Zeigen sie doch in aller Deutlichkeit den Irrsinn dieser Idee ... ich hoffe, der Panzerfahrer auf dem letzten Bild hat den Tauchgang überlebt ... :)
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Blane, Wilfried
Vielen Dank, werde es ausrichten
ZitatZeigen sie doch in aller Deutlichkeit den Irrsinn dieser Idee ... ich hoffe, der Panzerfahrer auf dem letzten Bild hat den Tauchgang überlebt ...
Du sagst es, manchmal sagen eben Bilder mehr als Tausend Worte :)
Viele Grüße
Leo
Jungs, wo habt ihr den gedient? Nix Gummistiefel, nein, nein!
Standard-Wehrmachts-Knobelbecher. Wenn sich diese schönen Lederstiefelchen mit Wasser vollsaugen und danach trocknen, küppelhart und vorher durch die Nässe super Miefsocken. Kann ich ein Lied von singen.
@Spee
ZitatJungs, wo habt ihr den gedient? Nix Gummistiefel, nein, nein!
Standard-Wehrmachts-Knobelbecher.
Da hast recht Thomas, mit dem Schuhwerk von Infantristen kenn ich mich echt nicht aus, ich hab schließlich bei der Luftwaffe gedient 8)
Und da hatten wir schicke Springerstiefel :)
Viele Grüße
Leo
Das Panzerbild zeigt eindeutig den Improvisationscharakter von Seelöwe. die Kriegsmarine hatte keine Landungsfahrzeuge und musste auf Lastkähne und ähnliches zurückgreifen. Wie den Panzer darauf bringen wollten und in England wieder abladen wollten, ist mir bis heute ein Rätsel .
Vielleicht war das ja der Zeitpunkt, an dem (unfreiwillig) die Schnorcheltechnik für die U-Boote erfunden wurde...
Und zu den Stiefeln:
Also doch die Stalingrad-Methode: einmal richtig reinschiffen und einwirken lassen!
Allerdings wurde Stalingrad verloren...
@Taucher
Vielen Dank Dir und Herrn König für die Bilder. Schon faszinierend! Hinterher liesst man (fast) nie wie 'handgemacht' Krieg trotz aller Technik doch ist.
@Zerstörerfahrer
Paul Zieb beschreibt in 'Logistikprobleme der Kriegsmarine' recht anschaulich, wie in der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven Probefahrten mit getauchten Panzern gemacht wurden. Ging wohl recht gut.
Angedacht war die einfach vor der Küste auf sandigem, festem Grund aussenbords zu hieven und dann brubbeln die zum Strand.
Hätte das jemals geklappt, wäre das sicher ein Anblick zum Gruseln gewesen (für die Verteidiger zumindest :shock: ) wie da die Stahlungetüme blubbernd und gurgelnd aus der See auftauchen und den Strand hochrollen.
Komisch – irgendwie ein sehr Deutsche Lösung. Nicht dass die Allierten vor Overlord nicht auch sehr kuriose Panzertypen testgefahren haben aber als es dann in echt losging haben sie doch meistenteils auf altbewährte Pontonbrücken und Ladeklappen vertraut.
Die Deutschen Ingenieure hatten machmal schon einen Hang zum – ähm – Eigenwilligen. Wenn das Schiff nicht zum Strand kann dann muss die Ladung eben tauchen lernen. :roll:
Ja – laut Zieb war das im Prinzip wohl durchführbar. Wie dass unter Beschuss (und sei es auch nur von leichten Maschienwaffen) aussieht einen Panzer aus dem Schiffsbauch über die Seite zu hieven ist zumindest interessant.
Wieviele von den Biestern unter Wasser ausgefallen wären wegen abgesoffener Motoren oder Seebodenhindernissen, mag man spekulieren. Die Sicht aus einem Panzer ist ja man eh' nicht so gut aber so ein Ungetüm blind einen Strnad hochzufahren mit dem Wissen, dass auf der Lucke zehn Meter Wasser stehen ... .
Vielleicht ganz gut, dass der Seelöwe nie zu Wasser gegangen ist.
Ausserdem sollten natürlich recht schnell (unbeschädigte) Hafenanlagen gesichert werden. Das enthielt aber wohl eine gewisse Portion Wunschdenken auf Deutscher Seite. :?
Ufo
Hallo Ufo,
danke für die Infos. Das mit den Tauchpanzern hab ich schon bei Paul Carel gelesen. Einige dieser Panzer sollen beim Übergang über den Bug beim Angriff auf Russland eingesetzt worden sein.
oooooooh..... Mein Lieblingsthema: Seelöwe!
Tauchpanzer:
Das hier! (http://pedg.org/panzer/public/website/pz8.htm)
Klappte anscheinend recht gut.
Hier noch einige Bilder von Verladeübungen:
Waffen-Arsenal Bd 134
mfg
alex
@Ufo, Huszar,
also das es Tauchpanzer gab, ist mir ehrlich gesagt neu (welche Schande für mich als Taucher :oops: )
Hab nur mal einen Bericht gesehen, wie die Allierten Shermans mit so einer art Segeltuchschürze versehen haben, die ihn schwimmfähig machen sollte.
Das war schon bei glatter See difizil, bei der eigentlichen Landung war die See dafür viel zu rau und die armen Kerle sind mit den Dingern reihenweise jämmerlich abgesoffen.
Viele Grüße
Leo
Moin, moin zusammen!
Auweia, geile Meile! Sdkfz 250? mit aufgeprotztem Geschütz als Anhang ... hoffentlich hatten die Bedienmannschaften wenigstens das Seepferdchen gemacht? Bei festem Grund klappte eigentlich alles - aber bei NNW und Böen um Stärke 7 ... und unter Feindeinwirkung ... und im Kanal bei einem Tidenhub von ca. 5 bis 7 Meter ... ich will ja kein Spielverderber sein..
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Einfach nur tolle Bilder!!
@Wilfried
Müsste ein Sd.Kfz 6 sein (wenn die 5t angabe stimmen sollte)
@ufo,
der letzte Satz im Zieb sagt aber wohl alles zum Thema "Tauchpanzer":
"So blieb das Zuwasserbringen der Panzer von den Transportschiffen eine unbefriedigende und letzten Endes ungelöste Angelegenheit."
Noch Fragen, Seelöwe?
@Huszar
ZitatTauchpanzer:
Das hier!
mal eine Frage, die schreiben da, das der Panzer bis 15 m tauchfähig war, wie soll denn das gehen (einen 15m langer Schnorchel kann ich mir nicht vorstellen, und was wäre wenn da plötzlich ein Unterwassergraben kommt und der Tank sich plözlich auf 20 m wiederfindet ??? ) oder waren diese Panzer für die Unterwasserfahrt mit E Motoren ausgestattet ?
Lol... Vorne oben 3 hinten unten 4... Klar zum Anblasen! Herrn Kaluen, wir kommen nicht hoch!
Ok, dann den Sperrbalon setzen!
@Taucher
Hier steht es:
http://www.panzer-archiv.de/spezialpanzer/deutschland/panzeriii/panzeriii.htm
@Blane
kaum zu glauben, was es alles gibt :shock:
Danke für den Link
@Ralf
lol
Ich sach doch: so wurden (unfreiwillig) die Schnorchel-U-Boote entwickelt...
Und noch zwei Bilder von Verladeübungen.
diesmal aus Waffen-Arsenal bd 129.
1-Tonner, und ein ADMK mit 4,7-tschechen-PAK.
mfg
alex