Ein Onkel von mir gehörte der 4. Artillerieträgerflottille an und ist seit August 1944 vermißt gemeldet.
Nun bin ich auf der Suche nach weiteren Informationen zu dieser Einheit, Kriegstagebüchern, Berichte ect.
4. Artillerieträgerflottille
Aufstellung im Januar 1944. Einsatz auf dem Peipussee mit Stützpunkt Dorpat.
Gibt es die Möglichkeit als Neffe Archive einzusehen in denen der Dienstweg meines Onkels nachvollziehbar wird ? => Wo zur Marineschule, danach welche Einheiten usw?
Währe für jede ANregung dankbar.
Hallo alo,
Hier wird Dir geholfen,eventuell brauchst Du eine beglaubigte Einverständniserklärung eines noch lebenden näheren Angehörigen.
http://www.dd-wast.de/
Gruß, :MG:
Manfre
Hallo Albatros, Dank für die schnelle Antwort!
Allerdings habe ich die WASt schon kontaktiert und nichts näheres erfahren können außer das mein Onkel seit dem 24.08.1944 vor Dorpat vermißt wird.
Gruß Alo
Nichts über den militärischen Werdegang, über Dienstzeiten ?
Gruß, :MG:
Manfred
Nein, leider nicht, einige Bilder, drei Briefe, die zurückgekommen sind und ein Kammeradenbrief, der am 19.09.1944 gestempelt ist und von dem Sterbetag 29.09.1944 berichtet. Daraus könnte man ableiten 29.08.1944, so bin ich dan auf MAL24 gekommen:
http://www.historisches-marinearchiv.de/marineartillerieleichter/ausgabe.php?where_value=24
Hallo,
kannst mir gerne mal eine private Nachricht schicken mit einem Namen des Gesuchten - vielleicht findet sich was bei mir. Es gibt aber hier auch andere Experten zur Ostsee...
:MG:
Darius
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/ostsee/atfl-ost.htm
Gruß, :MG:
Manfred
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=2948.15
Mal bei Antwort 25 gucken, :MZ:
Gruß, :MG:
Manfred
merci!!!
Die erste Aufstellung war bekannt, die Infos im 2. Link nicht !!!!
Moin moin,
vermißt bei einem Luftangriff auf ein Schiff ist ungewöhnlich. Wahrscheinlicher ist folgendes:
(http://forum-marinearchiv.de/coppermine/albums/userpics/10237/Dorpat.jpg)
Falls es hier wieder um Ernst Esken geht, nach dem hatte ich das KTB schon durchsucht mit negativem Ergebnis.
Grüße
René
Hui,
das muß ich erst 'mal verdauen und durchdenken.
Nein, es geht um Gregor Hebben *07.06.1925 Zyfflich
Gruß
Alo
Hallo Alo,
ich habe leider nichts finden können. Wie hieß denn der Kamerad, welcher den Brief geschrieben hat?
:MG:
Darius
Auf jeden Fall solltest du Antrag auf Klärung der Dienstzeiten bei der Wehrmachtsauskunftsstelle stellen. Parallel dazu auf jeden Fall eine Anfrage beim DRK-Suchdienst machen.
Danach sind wir schlauer.
René
Hallo Alo - neben dem was Dir alle Anderen hier schon geschrieben haben mal noch einen Tip. Stell doch bitte Deine Suche auch mal im Forum - vermißt-gefallen.net - ein. Du hast ja sicher eine Feldpostnummer ( FPN ) wenn Briefe zurück gekomen sind, eine Nummer der Erkenungsmarke ( EKM )sowie einige andere Daten.
Ach so und als Neffe bekommst Du überall direkt Auskunft. Ging mir bei der Suche von meinem Onkel auch so.Viel Erfolg :MG:
Trimmer - Achim
Zunächst nochmals vielen Dank Allen für ihre Mühen !! Bin beeindruckt vom Engagement ...
An Darius:
Autor: Obergefreiter Heinz Buss/ßweiler
Geschrieben: 13.09.1944
Gesempelt: 14.09.1944
Im Brief schreibt er das sein liber Kamerad Gregor am 29.09.1944 für unser Vaterland gefallen sei und das man bei seinen persönlichen Sachen einen Brief gefunden habe, auf dem als Absender der Adressat eben dieses Kameradenbriefes verzeichnet sei, weshalb man nun an Ihn diesen richte.
Das rot Umrandete des Absenders (siehe Bild) kann ich leider nicht deuten.
An Zerstörerfahrer:
Ja die Vermutung mit MAL24 ist weit hergeholt, sstammt aber daher, dass ich entgegen den oben verlinkten Eintragungen einen Forumseintrag gefunden habe in dem der Zwischenfall auf den 29.08.1944 datiert wird. Trotzdem, sehr unwahrscheinlich.
Viel näherliegender ist da der Auszug, den Sie / Du oben zugesand hast. wo bekommt man soetwas (Was ist das eigentlich) her? Dieser Auszug passt auch sehr gut, abgesehen vom Datum, zu folgender Suchanzeige beim Volksbund:
http://www.volksbund.de/mitmachaktionen/letzte_hoffnung/auskunft.asp?id=180
An Trimmer Achim:
Danke für den Tip, werde ich machen.
Alo - versuche es mal mit : Maschinen Ober Gefreiter
Trimmer - Achim
@ Alo,
der Auszug stammt aus dem KTB der 4. At-Fl. Im Zusammenhang eines anderen Vermißtem kam vom Roten Kreuz folgendes:
(http://forum-marinearchiv.de/coppermine/albums/userpics/10237/Dorpat%7E0.jpg)
Auf jeden Fall solltest du eine Suchanfrage beim Roten kreuz stellen, die kontaktieren auch das Russische Rote Kreuz. So kann man evtl. herausbekommen, ob er noch in sowj. Gefangenschaft gekommen ist.
Im Übrigen ist die Feldpostnummer noch interessant, denn das B am Ende deutet auf eine der Gruppen der der 4. At-Fl. hin, was zumindestens schon mal die Bootsanzahl einschränken würde. Aber leider weißich nicht, welche.
Grüße
René
@ René Nochmals vielen Dank, die Anfrage beim Roten Kreuz habe ich gerade gestellt. Ich hoffe so etwas weiter zu kommen.
Gruß
Reinhard
Ist wirklich sicher dass der Name des Kameraden Bussweiler war. Auf dem Umschlagscan sieht mir der Anfangsbuchstabe nicht nach einem B aus wenn man darunter die Schreibweise des B im Wort Berlin vergleicht.
Gruss
:MG:
Zur Info an Alle,
ich bin Neuling auf diesem Militärischen Gebiet, zumindest was Foren angeht.
Deshalb der Hinweis, ich habe gleiche oder ähnliche Anfragen auch in anderen Foren vorgenommen.
Um einen Überblick zu geben und vielleicht unnötige Arbeit zu vermeiden hier die links zu den einzelnen Themen:
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/wbb2/thread.php?threadid=15991
http://www.volksbund.de/mitmachaktionen/letzte_hoffnung/detail.asp?id=19744
http://www.gedenktafel-infoportal.de/forum/index.php?topic=8235.0
und
http://www.vksvg.de/thread.php?postid=66435#post66435
Bitte freundlich das Verständnis der Betreiber !!!
Gruß
Alo
Gregor Hebben *07.06.1925, Geburtsort Zyfflich am Niederrhein, bei Kranenburg, Kleve, dierekt an der Grenze zu Nijmwegen
Letzte Einheit: 4. Artillerieflottille Peipussee / Dorpat ; Feldpostnummer M 51342 (eventueller Zusatz B)
Laut WASt vermisst seit dem 24.08.1944.
Laut Kameraden Brief vom 13/14.09.1944 von Maschinen Obergefreiten Heinz Bussweiler / Bußweiler (Nachnamen-Deutung fraglich) gefallen bei den schweren Kämpfen um Dorpat am 28.09.1944 => also wahrscheinlich 28.08.1944 wenn man davon Ausgeht das der Schreiber sich um einen Monat vertan hat.
Besonderheit: Gregor Hebben war recht guter Klavierspieler und Akkordeonspieler und hat wohl regelmäßig für seine Einheit mit dem Akkordeon aufgespielt, sollte also deshalb jedem in der Einheit in Erinnerung geblieben sein.
Soweit die Suchanzeige.
Zwischenzeitlich wurden folgende Informationen gesammelt:1. der Vermisstentermin laut WASt (Wehrmachtsauskunftsstelle) 24.08.1944 fällt laut KTB (Kriegstagebuch) der 4. Marine Artillerie Flottille auf 2. Tag der Erdkämpfe.
(Siehe Bericht über ersten Start der beiden ersten Erdkampfeinsätze KTB.23.08.1944.jpg)
2. der vermutete Vermisstentermin 28.08.1944 laut Kameradenbrief Heinz "Bussweiler" kann ebenfalls fällt ebenfalls in die Zeit der Erdkämpfe.
(Siehe weiterhin Siehe KTB.25.08.1944.jpg)
3. In der Zeit vom 23.08. - Bis 19.08.1944 gibt es keinerlei Einträge zu Verlusten oder Ereignissen der im Erdkampf eingesetzten.
So, daß mir die Eintragung des KTB vom 29.08.1944 die Zusammenfassung aller Verluste und Ereignisse diesbezüglich zu sein scheint.
(Siehe KTB.19.08.1944.jpg)
4. Es gibt im Monat August zwar auch Tote bei den Booteseinsätzen zu verzeichnen, aber
a) keine am 24.08. und am 28.08.
b) sind je Zwischenfall 1-2 Gefallene neben 0 -5 Verletzten bei 28 Mann Besatzungsstärke der MALs (Marine Artillerie Leichter) zu beklagen,
die bei Fliegerbombenangriffen auf den MAL zu Schaden kamen.
Warum sollte es also hier zu einer Vermisstenmeldung kommen? Und Wenn gefallen, warum dann nicht gemeldet? =>
Zur Info: Das KTB weist folgende Todesdaten für diesen Zeitaum aus:
- 02.08.1944 MAL 16 1 Tote, 3 Schwerverletzte
- 17.08.1944 MAL 20 2 Tote, 5 Schwerverletzte
- 30.08.1944 MAL 24 1 Toter
- 30.08.1944 ZPK 3 1 Toter
Deshalb komme ich zu der Annahme, dass mein Onkel zu den Toten oder Vermissten des "Sammeleintrages" vom 29.08.1944 zu rechnen ist.
Damit Ergibt sich ein wahrscheinlicher Todeszeipunktm oder Vermissstenbeginn vom 23.08.1944 - 29.08.1944 bei eben diesen Erdeinsätzen.
Um weitere Klärung zu erreichen sind folgende Fragen zu klären:1. Sind die
Gefechtsberichte der 4. MAF dieses Zeiraumes erhältlich? => genauere Klärung der in Betracht kommenden Vorfälle
2. Die e
indeutige Klärung des Absendernachnamens des Kameradenbriefes würde eine konkrete Suche nach ihm ermöglichen.
3.
Was bedeutet der Anhang B auf dem Absendereintrag des Kameradenbriefes
nach der Feldpostnummer (FPN) => Teileineit währe bekannt und würde Anzahl der Boote und Teileinheitskameraden stark einschränken. => dann und auch:
4. ist es möglich an eine
Liste der Angehörigen der 4. MAF zu kommen => Dies würde eine Suche nach Überlebenden und entsprechende Kontakaufnahme ermöglichen.
5. Bei der
Suche nach Obermaat Günther Schmidt, Schreiber der 4. MAF beim Volksbund ( siehehttp://www.volksbund.de/mitmachaktionen/letzte_hoffnung/auskunft.asp?id=180 ) wird sehr genau beschrieben wann er zuletzt unter welchen Umständen gesehen wurde. Dies lässt auf eine Erlebnisbericht von einem Kameraden schließen, den es zu ermitteln gilt.
So, dass sind die gesamelten Zwischenergebnisse, Gedanken und momentanen Zielsetzungen im Vorgang.
Ich währe sehr dankbar, wenn Ihr mir bei der einwandfreien Entzifferung des Nachnamens des Absenders des Kameradenbriefes helfen würdet, deshalb habe ich mich entschlossen diesen komplett anzuhängen.
Vielleicht kann mir ja jemand auch bei den ersten 4 Fragepunkten behilflich sein.
Vielen Dank vorab, Gruß
oh, ich vergaß die Anhänge =>
und noch der Kameradenbrief, zur Klärung des Nachnamens des Absenders:
Hai
Meiner Meinung nach heißt der Mann eher Gußmann als Bussmann. Scharfes s als sz geschrieben.
Was sagen die Graphologen im Forum?
Als nicht-Graphologe würde ich sagen: das deckt sich mit dem "G" in "Ob. Gefr." in diesem Beitrag auf Seite 1 dieses Themas:
--/>/> http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,11216.msg124865.html#msg124865
Mit "Guß-" gehe ich d'accord. Aber hinten lese ich "-weiler", nicht "-mann".
Also mein Vorschlag: Gußweiler
Grüße,
Karsten
:](*,)
Wie komm ichn auf ...mann... :roll:
logisch: ...weiler
Das ist eine harte Nuss den Nachnamen zu entziffern. Wenn man die ganzen grossen G im Brief mit dem ersten Buchstaben des Nachnamens vergleicht dann sieht dieser völlig anders aus. Auch kann ich hier beim besten Willen kein sz erkennen, die s im Brief sind ganz anders geschrieben.
_ _ fsweiler
Gruss
:MG:
Hai
Hast recht, das mit dem sz kann nicht sein. Das z bei Heinz ist ganz anders und irgendwo im Text ist ein scharfes s so: ß geschrieben.
Meines erachtens ist das G ein Unterschriften G mit irgendwelchen Zusatzbögen. Ist das zweite ein U. Ich denke Ja. Fräulein hat genau so ein u.
Im Text ist ein Satz der mit "Daraufhin" anfängt (unteres Drittel). Wie heist das nächste Wort?
Meinst Du
"Daraufhin fühlte ich es mir zur Pflicht gemacht..."
Das H in der Unterschrift hat aber auch keinerlei Zusatzschnörkel...
Gruss
:MG:
Hai
Ja, das meinte ich.
Dafür hat jedes D ein riesen Zusatzdach. Ist halt ne Handschrift...
Mir liegen zwischenzeitlich die beiden Seiten der Vermisstenbildliste des DRK zur 4. Artillerieträgerflottille vor.
Daraus ergibt sich folgende Auffälligkeit:
Im KTB-Eintrag vom 29.08.1944 wird von 48 Vermissten berichtet,
Die DRK Vermisstenbildliste enthält "nur" 29 Vermisste für die gesamte Einheit nach Ende des Krieges.
Welche Umstände können dazu geführt haben?
1. Es sind nicht alle Vermissten auf der DRK Vermisstenbildliste gelistet worden
2. Es wurden zum Zeitpunkt des KTB Eintrag vermisste aufgefunden, entweder als versprengte Einheiten oder Gefallene, deren verbleib bekannt geworden ist.
Es gilt also zu prüfen ob es dazu Meldungen oder Vermerke gibt.
Kommt man da vielleicht über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. weiter ?
Gruß
alo
Einige Schicksale konnten später sicherlich geklärt werden. Einige der im KTB angegebenen 48 Vermißten werden sicherlich in sowj. Kriegsgefangenschaft geraten sein. Deren Verbleib dürfte sich nach Kriegsende geklärt haben, sofern nicht in Gefangenschaft umgekommen. Evtl. fand auch der eine oder andere zu den eigenen Linien zurück.
Ein KTB-Auszug ist immer eine Momentaufnahme der Situation, während die Vermißtenbildliste nach dem Krieg erstellt wurde. Klar, daß es dabei Diskrepanzen gibt.
Allerdings wundert es mich, daß der Flo-Chef mit drauf steht, während eindeutig geklärt ist, daß der Mann in Dorpat gefallen ist. :?
Im Übrigen auch hier wieder gut die Zusatzbuchstaben zur Feldpostnummer zu sehen. Wenn man klären könnte, was sie bedeuten, wärst du schon ein gutes Stück weiter. Evtl. auch hier mal den Suchdienst fragen?
Grüße
René
Zitat von: Zerstörerfahrer am 10 Januar 2010, 21:56:18
Im Übrigen auch hier wieder gut die Zusatzbuchstaben zur Feldpostnummer zu sehen. Wenn man klären könnte, was sie bedeuten, wärst du schon ein gutes Stück weiter. Evtl. auch hier mal den Suchdienst fragen?
Du meinst jetzt aber nicht in Zeile 3 die LND Buchstaben nach dem Geburtsdatum. Diese stehen in keinerlei Bezug zur Einheit / Feldpostnummer.
Der Buchstabe hinter dem Geb.Datum ist der LND-Kennbuchstabe.
LND bedeutet Landesnachforschungsdienst und ist der DRK-Suchdienst auf der Ebene der DRK-Landesverbände. Diese hat man vor langer Zeit mit Buchstaben versehen, um die Formulierung dervollen Namen zu ersparen.
http://www.volksbund.de/virt_kgs_admin/uploads/346_665.pdf
Gruss
:MG:
Zitat von: MS am 10 Januar 2010, 23:16:46
Du meinst jetzt aber nicht in Zeile 3 die LND Buchstaben nach dem Geburtsdatum. Diese stehen in keinerlei Bezug zur Einheit / Feldpostnummer.
Moin moin,
nein, die meine ich nicht. Es geht um den Buchstaben, der bei einigen hinter dem Dienstgrad in der 5. Zeile steht. Letztendlich könnte man mit dem Zusatzbuchstaben herausbekommen, in welcher Teileinheit der Kamerad war, der den Brief geschrieben hat.
Grüße
René
Es hat sich eine weitere Frage ergeben:
Auf einem der Briefe, die nach dem 30.08.1944 zurückgekommen sind, wurde unter der Feldpostnummer der Zusatz B mit Bleistift vermerkt.
Somit lautet die Feldpostnummer nun: M 51342 B
Daraus schließe ich, dass mein Onkel der zugehörigen Untergliederung der 4. Artillerieträgerflottille angehörte.
Die Frage lautet nun,
für welche Untergliederung steht bei einer Feldpostnummer einer Artillerieträgerflottille aus dem 2.WK der Buchstabe B nach der Feldpostnummer ?
Hoffe auf Eure Unterstützung!
Alo
Zitat von: alo am 23 Januar 2010, 13:25:51
Es hat sich eine weitere Frage ergeben:
Auf einem der Briefe, die nach dem 30.08.1944 zurückgekommen sind, wurde unter der Feldpostnummer der Zusatz B mit Bleistift vermerkt.
Somit lautet die Feldpostnummer nun: M 51342 B
Daraus schließe ich, dass mein Onkel der zugehörigen Untergliederung der 4. Artillerieträgerflottille angehörte.
Die Frage lautet nun,
für welche Untergliederung steht bei einer Feldpostnummer einer Artillerieträgerflottille aus dem 2.WK der Buchstabe B nach der Feldpostnummer ?
Hoffe auf Eure Unterstützung!
Alo
Hallo Alo,
Da diese Feldpostnummer ist keine Sammelnummer , das heißt das unter diese Feldpostnummer keine weiteren Truppen untergliedert waren.
FPnr. 51342
(8.9.1943-22.4.1944) 12.11.1943 4. Artillerie-Träger-Flottillen-Kommando,
(25.11.1944-8.5.1945) 15.1.1945 gestrichen.
Das B mit Bleitstift bedeutet nur das der Beförderungsweg :
Heimat-Front war:
z.B.
A = Front-Heimat
B= Heimat-Front
C= Front-Front
:wink:
Nachtrag: Diese Einstufung sagt nur aus wie schnell oder vorrangig befördert wurde !
Hallo Axel,
das glaube ich nicht. Meines Erachtens stehen die Folgebuchstaben bei dieser Flottille für ihre (Boots)-Gruppen.
A wäre hier evtl. der Stab.
B bis ? für die MAL-Gruppe, V-Bootsgruppe, KM-Gruppe und KS-Gruppe.
Wurde bei anderen Flottillen jedenfalls auch so gehandhabt.
Grüße
René
Hallo alo,
kannst Du den letzten Umschlag noch mal grösser einstellen damit man den neuen Status besser lesen kann.
Da steht noch irgendetwas vor "gefallen für Großdeutschland".
Also diejenigen die den Brief zurückschickten wussten anscheinend mehr denn es steht nicht dort "vermisst".
Die These mit dem Buchstaben B für Beförderungsweg (Heimat - Front) klingt interessant. Zumal im Originalstempel
weiter vorne im Thread keinerlei nachgestellter Buchstabe zu finden ist.
Laut OTBg vom 5.8.41 galt : "Das Anhängen von Zusatzbuchstaben an Feldpostnummern schwimmender Einheiten ist unzulässig"
Mir ist nicht bekannt das es später geändert wurde.
Hat vielleicht jemand den Tessin oder Kannapin vor sich und könnte mal nachsehen ob dort für diese Feldpostnummer nachgestellte
Buchstaben erwähnt werden, wenn vorhanden gewesen dann sollte es dort erwähnt sein (wie bei Feldpostnummern vom Heer auch
ja auch angegeben)
Grüsse
:MG:
Zitat von: Zerstörerfahrer am 23 Januar 2010, 15:15:04
Hallo Axel,
das glaube ich nicht. Meines Erachtens stehen die Folgebuchstaben bei dieser Flottille für ihre (Boots)-Gruppen.
A wäre hier evtl. der Stab.
B bis ? für die MAL-Gruppe, V-Bootsgruppe, KM-Gruppe und KS-Gruppe.
Wurde bei anderen Flottillen jedenfalls auch so gehandhabt.
Grüße
René
Hallo Renè,
da muss ich dir recht geben, hatte die falschen Info dazu, sorry, war keine Absicht !
Zitat aus :
http://feldpost.mzv.net/Einfuhrung/body_einfuhrung.html
"Jede selbstständige Einheit ( Kompanie, Batterie, etc.)erhielt eine eigene Feldpostnummer.
Nachgeordnete zusätzliche Buchstaben A, B, C ..... bezeichnen dann eine untergeordnete Einheit, z. B. Stab oder Kompanie innerhalb eines Bataillons. "
Hallo Ihr Lieben, freue mich über Eure Hilfe!
Wieso bin ich so hinter der Klärung zu dem an die FPN angehängten Buchstaben B? =>
1. Der Kameradenbrief mit der Mitteilung über den Tod meines Onkels (siehe weiter oben) trägt im Absender ebenfalls das B als Anhang zur FPN.
2. Sollte das nachträglich eingetragene B beim Zustellungsversuch eines der zurückgekommenen Briefe eingetragen worden sein, könnte das bedeuten, dass mein Onkel ebenfalls zu dieser Untergruppierung wie der Absender des Kameradenbriefes gehörte.
Wenn ich nun die Untergruppierung herausfände, könnte ich in einem wesentlich engeren Personenkreis nach "nahestehenden" Kameraden suchen die überlebt haben.
@ MS:
1. Das ist die max Auflösung, die ich habe (Leihgabe einer Tante), man kann aber nach Aufruf durch "Strg" "+" vergrößern, funktioniert jedenfalls bei Mozilla, ansonsten bitte mittels Bildbearbeitungsprogramm
2. Ich lese Zurück, Empfänger gefallen für Großdeutschland. => Man beachte aber unter der Adresse das vermißt, genauso findet man es auf den anderen beiden Briefen, die zurückgekommen sind.
@ Zerstörefahrer: was steckt hinter diesen Einheitsbezeichnungen ?
MAL-Gruppe = wahscheinlich die Gesamtheit der MAL Besatzungen ...
V-Bootsgruppe = ?
KM-Gruppe = ? und
KS-Gruppe =
Sprich, wie setzte sich eine (die 4.) Artillerieträgerflottille zusammen ? Hast Du da nähere Infos ?
Gruß
alo
Hallo alo,
manchmal setzt man voraus, daß die Abkürzungen bekannt sein müßten. Sorry.
MAL -> Marineartillerieleichter
V-Boot -> Verkehrsboot
KM -> Küsten-Minenleger
KS -> Küsten-Schnellboot
Die taktische Gliederung einer Flottille ändert sich natürlich im Laufe der Zeit, alleine schon durch Verluste usw. Für den Zeitraum der dich interessiert (zweite Augusthälfte) hatte die 4. AT-Flottille folgende Gliederung:
Flottillenverband: Dampfer " Baltenland ", V 146 und 246
1. Gruppe: MAL 18 und 22, ZPK 2 und 3, V 141 bis 145
2. Gruppe: MAL 20 und 24, V 212 bis 215, V 221 bis 225
3. Gruppe: MAL 14 und 23, V 231 bis 235, V 241 bis 245
4. Gruppe: MAL 21, V 111 bis V 115, V 121 bis 125, V 131 bis 135
5. Gruppe: KM 4, 19, 22, 29 (ab 23.08. der 31. Minensuchflottille unterstellt)
Die KS-Boote wurden schon Anfang August nach Reval verladen, fallen für dich also aus.
Grüße
René
Unglaublich, man fragt sich, woher Du diese Informationen hast.
wofür steht ZPK ?
wofür über 30 V-Boote in der Flottille, wie lautete der Auftrag ?
Der 4. Artillerieflottille gehörten eigentlich folgende MALs an. Von Dir erwähnt die unterstrichenen. Was war zu diesem Zeitpunt mit den anderen ?
MAL 13; MAL 14, MAL 15, MAL 16, MAL 17, MAL 18, MAL 19, MAL 20, MAL 21, MAL 22, MAL 23, MAL 24.
Gruß
alo
Zu den MAL ein Tipp am Rande, sozusagen ein Kind des Forum Marinearchiv:
Das Historische Marinearchiv und dort im Besonderen die Rubrik MAL:
--/>/> http://historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marineartillerieleichter/beschreibung.php
Hallo,
zu Zerlegbares Polizei-Kampfboot (ZPK) hat Zerstörerfahrer hier schon mal was geschrieben:
http://zweiter-weltkrieg-lexikon.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=792
und im FMA hatte wir auch schon mal was:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1459.0.html
:MG:
Darius
Moin alo,
V-Boote waren immer relativ schnell zu transportieren und mußten am Einsatzort nicht erst wieder zusammengebaut werden, konnten also nach einer Probefahrt und Ausrüstung sofort in den Einsatz gehen.
Ihre Aufgaben auf dem See waren Aufklärung (Streifenfahrten), Vorpostendienst, Transportfahrten zu den einzelnen Stützpunkten, Kurierfahrten, Geleitfahrten für die wenigen Dampfer und Leichter, auf Heeresanforderung Übersetzverkehr von Truppen. Die Liste ist also lang.
Zu den MAL's siehe Datenbank, die fehlenden waren nämlich schon vorher alle versenkt oder auf Strand gesetzt.
Grüße
René
Hallo Rene,
gibt es Beschreibungen zu diesen Booten?
Konnte nichts finden, oder handelt es sich nicht um einen bestimmten Bootstyp?
Gruß
alo
Nein, kein bestimmter Bootstyp. Darunter kann sich alles befinden, vom Polizei- oder Behördenboot bis zur Jacht oder Barkasse. Hauptsache klein genug, um mit der Bahn transportiert zu werden. Ein ganzen Haufen der Wannsee-Boote kam sogar zum Einsatz in der Ägäis. Eine Einzelbootsbestimmung konnte hier jedoch noch nicht erfolgen, wird's wohl auf Grund der Aktenlage auch nicht.
Grüße
René
@ René
merci!
Deshalb konnte ich nichts finden.
Es kann also sein, das mein Onkel zur Besatzung eines solchen Bootes gehörte?
Gab es auch Maschinengefreite, die Ihren Dienst an Land verrichteten? Zum Beispiel in einer Instandsetzungsgruppe oder ähnlichem?
Gruß alo
Moin alo,
es gab in Dorpat eine Werft, auf der die Boote repariert wurden, aber ich hab keine Ahnung, ob dort auch Flottillenangehörige regulär stationiert waren. Im Übrigen wurden die Hafenanlagen und die Werft schon am 25.08. gesprengt und die bootlosen Besatzungen der Flottille im Erdkampf eingesetzt, dabei wurde am 26.08. der Flottille-Ingenieur verwundet.
Er kann natürlich auch auf einem der V-Boote gewesen sein, aber ohne konkrete Hinweise bewegen wir uns hier im Reich der Spekulationen.
Grüße
René
Guten morgen René!
Habe gestern das KTB der 4. MAFt im Verzeihnis des Bundesarchivs gefunden. Ich werde versuchen mir das kopieren zu lassen.
Eine Truppenbewgungskarte der Russischen Armee zur Dorpatoffensive liegt mir zwischenzeitlich auch vor.
Andrus hat sich leider noch nicht gemeldet.
Ich werde berichten.
alo
Ich habe heute mit einem freundlichen Mitarbeiter der WASt gesprochen.
Dort werde ich die konkrete Auskunft zur Feldpostnummer und zum militärischen Werdegang / Dienststellenverlauf meines Onkels erhalten.
Ich werde berichten.
Zwischenzeitlich habe ich eine interessante Truppenbewegungskarte der russischen Armee genau zu den Kämpfen um Dorpat gefunden (siehe Anhang) diese stammt aus folgendem Wikipedia Eintrag: http://en.wikipedia.org/wiki/Tartu_Offensive
Jetzt müßte man nur noch russisch können ....
Gruß
alo
Nachtrag
Folgende Übersetzung der Kartenüberschrift und Kartenlegende liegt zwischenzeitlich von "Ulla" und "witchy woman" vor:
Kartenüberschrift:
Angriffsoperation (Offensive) Tartu,
darunter: 10. August bis 6. September 1944
Legende:
1. Zeile: (Ausgangs-) Frontlinie am 09. August
2. Zeile: Schlagrichtung Sowjetische Truppen
3. Zeile: Stellung/Lage der sowjetischen Truppen am 13. August
4. Zeile: Gegenstoß/Gegenangriff der faschistischen deutschen Truppen
5. Zeile: Frontlinie am 6. September
6. Zeile: Abwehr-/Verteidigungsabschnitt bzw. -linie der faschistischen deutschen Truppen "Marienburg" "Walga" (Valga)
Hallo Alo,
da der Großvater meiner Frau bei der 207. Sicherungsdivision war, die von 1941 bis 1944 am Peipussee stationiert war und eine Kampfgruppe dieser Division Dorpat (Tartu) verteidigte, hatte ich mich schon mal um Unterlagen dieser Division bemüht. Jedoch enden deren Akten Anfang 1944 und sind daher für den Schlußkampf nicht wirklich hilfreich. Willst wirklich näheres über die Landkämpfe in der Gegend erfahren, mußt du Heeresakten durchsuchen. Hier z.B. Heeresgruppe Nord, 18. Armee, XXVIII. Armeekorps und evtl alle Divisionen, die in diesem Bereich eingesetzt waren. Aus dem Kriegstagebuch der 4. AT-Flottille wirst du nicht mehr erfahren, als du schon weißt.
Grüße
René
Zitat von: alo am 10 Januar 2010, 20:10:46
Mir liegen zwischenzeitlich die beiden Seiten der Vermisstenbildliste des DRK zur 4. Artillerieträgerflottille vor.
Daraus ergibt sich folgende Auffälligkeit:
Im KTB-Eintrag vom 29.08.1944 wird von 48 Vermissten berichtet,
Die DRK Vermisstenbildliste enthält "nur" 29 Vermisste für die gesamte Einheit nach Ende des Krieges.
Welche Umstände können dazu geführt haben?
1. Es sind nicht alle Vermissten auf der DRK Vermisstenbildliste gelistet worden
2. Es wurden zum Zeitpunkt des KTB Eintrag vermisste aufgefunden, entweder als versprengte Einheiten oder Gefallene, deren verbleib bekannt geworden ist.
Es gilt also zu prüfen ob es dazu Meldungen oder Vermerke gibt.
Kommt man da vielleicht über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. weiter ?
Gruß
alo
Ein Teil des KTBs ist hier.
https://www.dropbox.com/sh/bj5081o4t2xhmtt/AAD9MB2s8xAZSZp14vlDWk6Oa?dl=0
Alles Gute
Andreas