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Boardleben => maritime Reiseberichte => Thema gestartet von: Flottenparade am 28 Mai 2010, 23:42:07

Titel: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 28 Mai 2010, 23:42:07
Guten Abend,
Jetzt beginne ich mit meinem Bericht,über meine Norwegen-Reise vom 12.5.bis 22.Mai 2010.
Das Reiseziel in Norwegen war die Kommune Orland,in der nähe von Trondheim.Dort befindet sich das Fort-Austratt,mit dem Schlachtschiff Gneisenau 28 cm Geschützturm.
Danach ging die Reise weiter westlich,in Richtung Süden,nach Bergen.Diese Stadt habe ich schon 1972 und 1998 besucht,somit kannte ich die dortigen Sehenswürdigkeiten.Ich hatte einen Auto-Freien Tag,auf dem Campingplatz,bei bestem Wetter.Ich ging viel spazieren und wanderte um den schön gelegenen See,am Campingplatz.Die Reise ging dann weiter,nach Stavanger,Egersund,nach Hauge i Dalane (Jössingfjord)wo ich auf dem dortigen Campingplatz,meine Gastgeber von 2009,die Familie Urdal besuchte.Nach 3 viel zu kurzen Tagen ging es weiter in Richtung Heimat.Zuerst nach Kristiansand zur Dänemark-Fähre nach Hirtshals.Dort wurde ein Tag Pause gemacht,danach ging die Fahrt nach Flensburg und dann weiter nach Stuttgart(Leonberg).Und damit man sich die Strecke auch vorstellen kann,die km Angaben.
Leonberg-Kiel 883 km.
Norwegenkai Oslo-Fähre mit Colorline.Abfahrt 14 Uhr,Ankunft Oslo 10 Uhr.
Oslo-Orland 580 km.
Orland-Bergen 972 km.
Bergen,über Stavanger,Egersund nach Hauge i Dalane 300 km.
Hauge i Dalane-Kristiansand 200 km.
Fähre nach Hirtshals Dänemark 3 1/4 Stunden,(Colorline)
Hirtshals-Flensburg 380 km.
Flensburg-Stuttgart/Leonberg 830 km.
So nun ein paar Fotos von der Kiel-Oslo-Fähre,nach so viel trockenen Zahlen.
Diese Fähre finde ich persönlich die beste,denn man hat eine Kabine mit allen was dazu gehört.Man kommt gut aus geruht an in Oslo.
Ende des ersten Teils,
Gruß,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 00:57:55
Guten Morgen,
Weiter geht es mit dem zweiten Teil.
Die Fahrt mit der Oslo-Fähre verlief sehr ruhig,glatte See.Um 7 Uhr 30 klingelte der Wecker,denn ich wollte auf keinen Fall,die engste Stelle des Oslo-Fjords,bei Oscarsborg verpassen.Für die,die es noch nicht wissen,das ist die Stelle,wo der Schwere Kreuzer Blücher 1940 versenkt wurde.
Ich hatte noch viel Zeit zum Frühstücken,um 8 Uhr 45 wurde die Untergangsstelle der Blücher passiert.Es war um diese Zeit noch sehr frisch an Deck, am Morgen,trotzdem Mütze ab und eine Minute schweigen.
Pünktlich um 10 Uhr legte die Fähre in Oslo an.25 Minuten später fuhr ich schon,auf der Strasse E6,in Richtung Trondheim.Nach 25 km fuhr ich die Ausfahrt Nr.40,von der E6 runter,auf die R191.Ich besuchte nochmals den Deutschen Soldatenfriedhof Alfasetgravlund.Bilder und einen kurzen Bericht,heute ein gestellt in meinen Bericht von 2009.
Danach ging es wieder auf die E6,Richtung Trondheim.Nach etwa 125 km,wurde aus der guten zwei spurigen Autobahn,eine einfache einspurige Landstrasse mit vielen Baustellen.Jetzt war nur noch Tempo 70-80 km an gesagt.Zwei mal,wurde die E6 wieder zweispurig und war ganz neu gebaut,aber nur für eine kurze Strecke.Hier konnte man auf Tempo 100 erhöhen.
Die Fahrt ging an bekannten Olympia-Orten,wie Lillehammer,Otta,immer höher in die Berge.Bei Oppdal wurde der Pass erreicht.Hier in der Hochebene gab es keine Nadelbäume mehr.Es wuchsen nur noch verkrüppelte Birken und Büsche,ebenso war es kalt,denn es lag noch Schnee.Die Seen und Flüsse waren noch zu gefroren.Die Strasse war aber Schnee frei.Bei Berkak ging es wieder in Richtung Tal,auf der Strasse R700.Jetzt war die Küste etwa noch 130 km entfernt.Danach ging es ein kurzes Stück auf der E39 weiter,dann bei Orkanger, auf die R710 nach Valset,zur Fähre nach Brekstad auf Orland.Gegen 20.30 Uhr erreichte ich den Fähr-Anleger und mußte ca.20 Minuten warten,bis die Fähre kam.Nach 20 Minuten Fahrt,kam ich in Brekstad an.Mein Ziel war fast erreicht,nur noch 20 Minuten und es war dann soweit,ich hatte den Austratt-Campingplatz erreicht.Ich bezog meine vor bestellte kleine Hütte,machte mir noch ein einfaches Abendesssen.Danach war der Tag für mich gelaufen und ich ging ins Bett.
Am anderen Morgen,ich hatte gut und lange geschlafen,erkundete ich zuerst mal den Campingplatz.
Nach einem guten und langen Frühstück,machte ich mich auf den Weg,in das ca,2 km entfernte Fort-Austratt.
Fortsetzung folgt.
Gruß,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 01:15:36
Fortsetzung Teil 3.
Der Austratt-Campingplatz ist sehr gut aus gestattet,die Hütten sind sauber,ebenso der Sanitärbereich.Dieser könnte zwar mal eine Modernisierung vertagen,aber sonst gibt es nix zu meckern.
So hier der Link zum Austratt-Campingplatz.Austratt-Campingplatz (http://www.austraat.no)
Hier noch ein paar Bilder vom Campingplatz.
Fortsetzung folgt.
Gute Nacht,
Gruß,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 09:50:06
Guten Morgen,
Fortsetzung  Teil 4,  

                                                     Fort Austratt

Das Fort ist eigentlich eine deutsche Küstenbefestigung aus der Zeit des 2. Weltkriegs.1940 bis 1945. Diese wurde nach dem Abzug der deutschen Truppen von der norwegischen Armee übernommen und dann Fort Austratt genannt.
Das Gelände von Fort Austratt ist frei zugänglich,nur der Haupteingang hinter dem Turm in den Bunker ist geschlossen.Die Öffnungszeiten sind im Sommer,vom 10 Juli bis zum 15 August,immer von 11 Uhr bis 17 Uhr.In dieser Zeit finden dann täglich Führungen statt.Ausserhalb der Öffnungszeiten kann man den Austratt-Bunker auch besichtigen,aber nur nach vor Anmeldung.Der Eintritt kostet 80 NOK,plus 200 NOK Gebühr,wenn ausserhalb der Öffnungszeiten.Ich habe mich schon in Deutschland an gemeldet für eine Führung und brauchte mich nur am Tag der Führung telefonisch melden,daß ich am Eingang von Fort Austratt bin.Eine halbe Stunde später kam dann der zuständige Herr,die Besichtigung des Bunkers konnte beginnen.
Hier noch ein Link zu Fort Austratt Fort Austratt (http://www.nasjonalefestningsverk.no/austraatt/index_html)

Fortsetzung folgt,
Gruß,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 10:19:24
                                                                     
                                                                     Fort Austratt

Und weiter gehts.
Vom Parkplatz aus,ging es durch das große eiserne Haupttor den Berg hinauf.Vorbei an dem Anti-Tank-Bunker.Der Weg endete dann direkt vor dem Gneisenau 28 cm Turm.
Dieser hatte leider noch seinen Wintermantel an,ein gepackt in gelber Dämmung und blauer Schutzplane.
Man konnte aber die gigantische Größe,trotzdem sehr gut erkennen. Neben dem Turm stand ein großer Entfernungsmesser.
Ich habe viele Fotos gemacht,von den Details,soweit es möglich war,die Plane auf die Seite zu drücken.
Weitere Fotos folgen nach dem Frühstück.
Fortsetzung folgt,bitte um Geduld.
Viele Grüße,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: 109 am 29 Mai 2010, 11:53:28
Hi,

das ist schon mal ein toller Anfang Deines Reiseberichts!  :O/Y

Konntest Du Bilder in die Schießscharten in der Turmfront machen?

Viele Grüsse,

Bernd.
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 12:42:29
Zitat von: 109 am 29 Mai 2010, 11:53:28
Konntest Du Bilder in die Schießscharten in der Turmfront machen?
@Bernd,
Dies war leider nicht möglich,die Plane war zu stramm gezurrt.
So nun geht es weiter.
Die ersten beiden Fotos zeigen wo wir uns befinden,ebenso die zentrale Lage des Campingplatzes.
Der schöne Aussichtsplatz um den Gneisenau 28 cm Turm,wird von den Norwegern,als Pick-Nick und Grillplatz benutzt.Der Platz ist immer sauber,hier könnte so mancher,bei uns in Deutschland, sich ein Beispiel nehmen.
Es folgen noch weitere Fotos vom Entfernungsmesser,dann kommen Fotos vom Haupteingang des Bunkers,hinter der Kanone.
Hier wurde als Ausstellungsstück,ein kompletter 15 cm Einzelturm auf gestellt.
Die Führung in den Bunker dauerte ca.1 Stunde,eine interessante Anlage,mit viel Technik zum Anfassen.
Fotos vom inneren des Bunkers stelle ich nicht hier rein,das sind zu viele und sie würden den Rahmen sprengen.
Ich verweise dafür auf die Homepage eines Bekannten aus der Schweiz,Rundgang Austratt-Bunker (http://www.gneisenau.vip24.ch/norwegen-austratt-rundgang-9.htm) Auf dieser Seite habt ihr alle Informationen,an einem Stück.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 13:44:19
Hier die ersten 3 Fotos,das ist der Haupteingang in den Bunker,hinter dem Gneisenau-Turm.
Es folgen noch weitere Bilder vom Gneisenau 28 cm Turm,ohne Kommentar.
Fortsetzung folgt.
Gruß,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 29 Mai 2010, 22:54:10
So hier noch ein paar weitere Fotos.
Nächste Woche geht der Reise-Bericht weiter.
Schönes Wochenende,
Viele Grüße,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Albatros am 30 Mai 2010, 07:14:34
Zitat von: petergrafspee am 29 Mai 2010, 22:54:10
Nächste Woche geht der Reise-Bericht weiter.

Moin Peter,

bis dahin möchte ich mich dann erst einmal für Deinen interessanten Reisebericht bedanken.  :TU:)

:MG:

Manfred
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Teddy Suhren am 30 Mai 2010, 08:49:46
Hai

top

Als ich mit der Midnatsol unterwegs war:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,10281.0.html
bin ich wohl relativ dicht an dem Geschützturm vorbeigefahren. Zu meiner großen Schande muß ich jedoch gestehen das ich damals noch nicht wußte das der da ist. Ich weiß zwar nicht was man davon vom Wasser aus gesehen hätte, danach gesucht hätte ich auf jeden Fall. Fernglas hatte ich ja.
Aufgefallen ist mir seinerzeit der Flughafen Orland ganz in der Nähe, wo AWACS Maschinen auf dem Rollfeld standen.
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Snuffy am 30 Mai 2010, 10:02:44
Hallo Peter. Danke dir für deinen schönen Reisebericht !!! Es wird für mich leider ein Traum bleiben, das mit meinen eigenen Augen zu sehen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen von dir. Mfg: Willi.  :MG:
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: tirpitzpeter am 30 Mai 2010, 12:14:08
Klasse!!!
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: unwissend! am 30 Mai 2010, 12:29:19
Wow, danke für deinen Bericht! Die Bilder vom 28cm Turm der Gneisenau sind ein Traum! Einmal den Turm besichtigen und auf dem Nordkap stehen um auf's offene Meer zu schauen und etwas vom Hauch der Geschichte spüren, irgend wann einmal. Aber bis dahin freue ich mich auf deine Fortsetzung des Berichts.

cu Björn
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 30 Mai 2010, 15:05:21
Hallo es geht weiter,
Nach der Besichtigung des Fort Austratt Bunkers,erkundete ich das restliche Gelände.Danach fuhr ich in das nahe Städtchen Brekstad um neue Vorräte zu bunkern.Ebenso tankte ich mein Auto voll.Denn ich wollte am Sonntag,den 16.5. einen Autofreien Tag und dann am 17.05. früh los fahren mit der ersten Fähre,denn der Weg nach Bergen war weit.
Am Sonntag besichtigte ich noch die alte Austratt Burg,die ca. 1km vom Campingplatz entfernt war.Da das Wetter sehr schön war,beschloss ich mich,nochmals in das Fort Austratt zum Gneisenau-Turm zu gehen.Ich machte ein Pick-Nick im Schatten der Kanonenrohre des Gneisenau-Turms.
Siehe Foto,gneisenau-turm 8. Am späten Nachmittag fuhr ich doch noch mal nach Brekstad ins Zentrum,ich wollte nach dem Fahrplan für die Fähre sehen.Die erste Fähre fuhr laut Plan,Montag bis Freitag um 6 Uhr 20.
Bevor ich dann wieder zum Campingplatz fuhr,ging ich noch in ein Lokal zum Abendessen.
Das frühe aufstehen am Montag-Morgen,den 17.Mai 2010 klappte ganz gut.Ich stand um 5 Uhr 45 am Fähr-Anleger im Zentrum der Stadt Brekstad.Hier kann man wirklich von Zentrum sprechen,denn im Umkreis von 200 meter,war der Fährhafen,das Rathaus mit Polizei,sowie Supermarkt,Taxistand usw.
Aber eines kam mir komisch vor.Es war Montag Morgen und kein Mensch,Auto war auf der Strasse.Das einzige Auto was da stand war meins.Es wurde 6 Uhr und immer noch alles wie aus gestorben.Die Fähre war zwar da,aber wenn die in 20 Minuten ab fahren soll,dann sollten die mit dem verladen ja mal an fangen,auch wenn ich das einzige Auto war.
Komisch,Komisch.Ich also nochmals zum Fahrplan,vielleicht habe ich mich verlesen.Nein es stimmte 6 Uhr 20.
Mensch Maier,man sollte auch das klein gedruckte lesen.An Hand des Datums 1.Mai und 17.Mai konnte ich erahnen,daß dies Feiertage sein müssen.Und heute war der 17.Mai.
Es war tatsächlich ein Feiertag und zwar ein ganz besonderer.Dies wurde 10 Minuten später bestätigt,als ein Bautrupp der Stadt,das Zentrum,Rathaus,Polizeiwache,den ganzen Platz mit Norwegischen Fahnen mückten.
Es war der 17.Mai,Norwegischer National-Feiertag.
Aber keine Panik,es gab noch einen zweiten Fähr-Anleger in Rorvik,über den Flakkfjord nach Flakk-Trondheim.Das war die Strasse  R 710/715 Richtung Trondheim 89 km.
Diese Fähre fuhr,das sah man schon bei den vielen Autos am Fähr-Anleger.Die Norweger liefen zur Feier des Tages mit sehr schönen Norwegischen Trachten herum.
Eigendlich wollte ich auf der E 39 immer an der Küste entlang,nach Bergen fahren.Aber da hätte ich 4 Fähr-Verbindungen gehabt.Aber mit der Erfahrung mit einer Fähre an einem Feiertag,entschloss ich mich,von Trondheim aus,die E 6 zu nehmen,danach  bei Otta die E 15,dann die E 5 und weiter die E 16,kurz vor Bergen dann auf die R 580, wo dann der Campingplatz war.Dieser Weg war genauso weit wie die Küsten-Strasse,hatte aber nur eine Fähr-Verbindung über den Sognefjord.Es war eine lange Fahrt Kreuz und Quer über das Gebirge und ein Tag der vielen Tunnel.Es waren Tunnel von 400 meter, bis 6 km und sogar einer mit 25 km länge.Von dem 25 km Tunnel gibt es auch noch was zu berichten,dazu komme ich später.Auf der ganzen Fahrt sah man die Beflaggung, waren selbst die einzelnen Häuser im Gebirge,sowie jede Ortschaft mit Norwegischen Flaggen geschmückt.Auch hier sah man die Norweger in sehr schönen Trachten.Leider hatte man zu wenig Zeit und einen strengen Zeit-Plan,man hätte sich gerne mit unter das Volk gemischt,um den Feiertag mit erleben zu können.
Fortsetzung folgt,
Viele Grüße,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Peter K. am 30 Mai 2010, 15:55:04
... ein wunderschöner Bericht! Ich freue mich auf die Fortsetzung ...

... als kleine Ergänzung:
1997 erschien der kleine Sonderband 34 der "Interessensgemeinsschaft für Befestigunsanlagen beider Weltkriege e.V." mit dem Titel
Marine-Küsten-Batterie "Örlandet" - Gneisenau-Turm 3 x 28 cm in Landaufstellung
herausgegeben von Kurt Grasser
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 10 Juni 2010, 20:34:10
Hallo,
So nun geht es nach einer längeren Pause weiter mit meinem Reise-Bericht.
Bei Otta fuhr ich von der E 6 ab,auf die R 15 bis nach Stryn.Dann ging es ein Stück,ca 60 Km,auf der R 60.Dann kam ich auf die E 39,nach weiteren 50 Km bog ich auf die R 5 ab.Diese Straße kostete 150 NOK Gebühren.Nach der klein Stadt Sogndal ging es mit der Fähre über den Sokndalfjord.Der Fähr-Anleger war 120 meter nach dem Tunnel-Ausgang.Der Warte-Parkplatz für die Fähre war bereits im Tunnel.
Es war eine kurze und schöne Fahrt über den Sognefjord.Nach weiteren 40 Km bog ich auf die E 16 ab,in Richtung Bergen.
Auf der E 16 fuhr ich durch den längsten Tunnel,dieser war genau 24,5 Km lang.Dieser Tunnel war was besonderes,denn man glaubte man hätte den Ausgang erreicht,weil man blaues Licht in der Ferne sah.Dem war aber nicht so,denn ca. 4 km war der Tunnel doppelt so breit und war vollständig beleuchtet.Die Seitenwände waren im gelben Licht,die Decke des Tunnels war vollständig Blau beleuchtet.Das ganze sah so aus,wie künstliches Tageslicht.Danach ging es wieder in die schmale dunklere Tunnel-Röhre.Das ganze wiederholte sich dann drei mal.
In diesem Tunnel hatte ich den Schreck des Tages,denn plötzlich leuchtete meine Motorkontrolleuchte am Amaturenbrett auf.Jetzt nur keine Panne hier im Tunnel,dachte ich und gab noch etwas mehr Gas.70 Km waren erlaubt,ich fuhr 80 Km,diese Geschwindigkeit konnte ich noch vertretten.Ich hoffe nur es gab keinen Blitzer im Tunnel.
Endlich hatte ich den Tunnel-Ausgang erreicht und mir fiel ein großer Stein vom Herzen. :lol:
Am nächsten Rastplatz hielt ich an und machte eine Pause.Ich studierte das Handbuch meines Autos,das ich im Handschuhfach hatte.
Laut Buch sollte ich mir keine Sorgen machen,nur im klein gedruckten stand,man solle nicht zu lange damit Fahren,wenn diese Leuchte brennt.Was versteht der Hersteller Opel mit zu lange,2o km,100 km,ich hatte noch 2000 Km vor mir,bis ich wieder zu Hause war.
Nach dem Neu-Start des Motors ging die Leuchte aus,so wie es sein soll.Und sie blieb an diesen Tag auch aus. :lol:
Kurz vor Bergen,bog ich von der E 16 auf die R 580 ab,an dieser Straße lag bei Haugeland der Lone-Campingplatz.Dort hatte ich für 2 Tage eine Hütte gemietet.Hier der Link zum Lone-Campingplatz (http://www.lonecamping.no)
Dieser Platz ist so schön,wie er auf der Homepage gezeigt wird.Die Hütten waren alle neu,diese hatten die übliche Einrichtung,Kühlschrank,Elektro-Kochstelle,Töpfe,Teller,Besteck.Diese Hütten hatten sogar,einen gefliesten Boden.
Nach dem Beziehen meiner Hütte,war der Tag für mich gelaufen.Beim Aussteigen aus dem Auto hatte ich weiche Knie.Obwohl ich viele Pausen gemacht habe,war die Fahrt sehr anstrengend.Es waren fast 1000 Km(972).
Jetzt noch schnell was zum Essen gemacht,Dusche und dann ab ins Bett.
Da ich schon 1972 und 1998 in Bergen war,waren mir die Sehenswürdigkeiten dort schon bekannt.Deshalb entschloss ich mich,für einen Auto-Freien Tag.Es wurde lange geschlafen,nach dem Frühstück wurde der Campingplatz erkundet und am Nachmittag machte ich einen langen Spaziergang rund um den See.
Siehe Fotos,diese zeigen meine gemietete Hütte,den Ausblick von dem kleinen Balkon.
So für heute ist Schluß,im nächsten Teil wird über die Fahrt von Bergen,nach Stavanger,Haugesund,Egersund,nach Hauge i Dalane,am Jössingfjord berichtet.
Wünsche allen einen schönen Abend,
Viele Grüße,
Peter


Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 10 Juni 2010, 21:19:23
So hier das erste Fotos,der Blick von meiner Hütte,auf den See.

Heute stand folgendes Reise-Ziel auf dem Programm.
Fahrt nach Hauge i Dalane am Jössingfjord,über Haugesund,Stavanger,Egersund.
Eine sehr schöne Fahrt auf der E 39 mit zwei Fähr-Verbindungen.Diese Fähren sind sehr Modern,das Beladen und Entladen geht sehr schnell voran.Die Überfahrt dauerte so ca.30 Minuten.Zeit genug um einen Kaffee zu trinken und zu entspannen.
Am Nachmittag war ich schon in Egersund.Ein sehr schönes kleines Städtchen.Am Orts-Ausgang sah ich eine Opel-Werkstatt.Dabei fiel mir das kleine Problem,meiner Motorkontrolleuchte ein.Ich plante für den nächsten Tag,am Morgen dort mal vorbei zu schauen.Nach 20 Km habe ich mein heutiges Ziel Hauge i Dalane erreicht.
Ich fuhr auf den Bakkaano Campingplatz der Familie Urdal. Bakkaano-Camping (http://www.bakkaanocamping.no)
Dort hatte ich schon im Sommer 2009 übernachtet.Hier hatte sich nichts verändert.Die Überraschung war groß,als ich dort an kam.
Sofort wurde ich zum Kaffee ein geladen.Ich brachte auch ein Gastgeschenk mit,eine Flasche Champagne vom feinsten und eine große Packung gute Geister in Nuss,(Pralinen).Es gab viel zu erzählen.
Am nächten Morgen fuhr ich wie geplant nach Egersund in die Opel-Werkstatt.Ich zeigte dem Werkstatt-Meister einfach die zum Fehler passende Seite meines Opel-Handbuchs.Es wurde verstanden und ein Angestellter konnte auch ein wenig Deutsch.Sie stellten den Fehler ab,es war nur eine kleinigkeit.Bei der Gelegenheit wechselten sie auch gleich eine Lampe an meinem linken Scheinwerfer vorne links.Das hatte ich gar nicht bemerkt.Nach einer halben Stunde war alles zu meiner Zufriedenheit erledigt und ich war auf die Rechnung gespannt.
Ich war sehr überrascht und mußte zwei mal nach Fragen,ob das seine Richtigkeit hatte.Es war alles Richtig,ich mußte nur 9o NOK für die Lampe meines Scheinwerfers bezahlen.
Ich lobte den super Kundendienst und werde den super Service, auch noch dem Opel-Stammhaus berichten.
Danach fuhr ich wieder zurück nach Hauge i Dalane und besuchte den Liegeplatz vom Troßschiff Altmark im Jössingfjord.
Davon werde ich etwas später Berichten.
Viele Grüße,
Peter
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 11 Juni 2010, 19:29:11
Hier noch ein paar Fotos ohne Kommentar.
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 12 Juni 2010, 12:31:40
                                                         Hauge i Dalane und Jössingfjord

Da ich schon letztes Jahr im Sommer dort war,will ich auf meinen Bericht von 2009 hier im Forum verweisen.Bericht von 2009 (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,9922.0.html)
Ich besuchte die Sehenswürdigkeiten noch mal,wie zum Beispiel den kleinen Friedhof in Hauge i Dalane.Ich wollte sicher stellen,daß das der richtige Platz,der Altmark-Gräber war.Und Dank von originalen Fotos kann ich es sogar belegen.
Das erste Foto ist ein Gräber-Foto von 1940,man betrachte im Hintergrund den Berg.Dort liegt ein Stein in Form eines Dreiecks.
Der selbe Ort 2010 Farbfoto,im Hintergrund auf dem Berg ist der selbe Stein zu sehen.
Heute befinden sich die Altmark-Gräber in Oslo-Alfaset auf dem Deutschen Soldatenfriedhof dort.Foto Nr.3 zeigt einen Grabstein davon.
Einen Bericht über den Soldatenfriedhof in Oslo-Alfaset ist ebenso hier im Forum zu finden.
Soldatenfriedhof in Oslo-Alfaset (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,10981.0.html)

Foto Nr.4 Blick in den Jössingfjord 1940,im Hintergrund links ist das Troßschiff Altmark zu sehen.
Foto Nr.5+6 Blick in den Jössingfjord 2010,auf einem dieser zwei Fotos habe ich den ehemaligen Liegeplatz der Altmark,mit einem roten Kreuz markiert.
Oben an diesem Aussichtspunkt ist auch eine Gedenktafel für zwei abgeschossene Neuseeländische Flieger,kurz vor Kriegsende.Direkt an dem Parkplatz des Aussichtpunktes ist auch eine Gedenk und Info-Tafel über das Troßschiff Altmark.
An dem Gedenkstein für die Neuseeländischen Flieger,der mit einem Norwegischen Kranz geschmückt war,legte ich auch ein Blumen-Gesteck nieder.
Im Gedenken an alle Gefallenen des Krieges,(aller Nationen).
Unten in Tal,am Jössingford,am ehemaligen Liegeplatz der Altmark,steht auch ein Gedenkstein.
Siehe weitere Bilder ohne Kommentar.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße,
Peter
P.S. Im Schlußwort werde ich noch Infos über ein paar interessante Bücher geben.
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 12 Juni 2010, 13:17:26
                                         
                                             
                                                Weitere Bilder ohne Kommentar.
Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 14 Juni 2010, 21:31:14
Hallo,
So heute komme ich zum letzten Teil meines Reiseberichts.
Die Zeit verging wie im Fluge,der Urlaub ging zu Ende.Nach einem guten und gemütlichen Frühstück,mit meinen Gastgebern,Familie Urdal (vom Campingplatz) machte ich mich auf den Weg in Richtung Heimat.
Die Fahrt ging gemütlich auf der E 39 nach Kristiansand zum Fährhafen.Die Fähre fuhr wie immer pünktlich ab.Nach 3 1/2 Stunden kam ich in Dänemark(Hirtshals)an.
Hier habe ich übernachtet im Hotel Hirtshals,das direkt am Fährhafen lag.
Am anderen Morgen(Sonntag) hatte ich eine sehr lange Fahrt vor mir.Die Fahrt ging von Hirtshals (Dänemark) zuerst nach Flensburg,dann die Autobahn A 7 entlang,über Hamburg,Hannover,Kassel,Würzburg,nach Leonberg(bei Stuttgart.)Um 3 Uhr Morgens (Montag) kam ich,gut zu Hause in Leonberg an.

                                                                                 Ende

                                        Und hier noch ein paar Buch-Tipps und andere vielleicht interessante Infos.

Da ich kein Freund von einem Navi bin,habe ich mir 2009 einen sehr guten Norwegen-Atlas gekauft.Nordland-Shop (http://www.nordlandshop.de) Der Preis ist zwar nicht gerade billig,aber der Kauf hat sich gelohnt.Die Karten sind sehr genau,Sehenswürdigkeiten und sogar die Straßen-Tunnel sind ein gezeichnet.Ebenso hat der Atlas Stadtpläne.
Wer gerne in Norwegen die Reste des Atlanik-Walls besichtigen möchte,kann sich hier informieren Kystfort (http://www.kystfort.com)
Man kann dort auch Bunker-Touren machen.Außerdem gibt es auf der Webseite auch gute links,zu interessanten Büchern,wie zum Beispiel die Adolfkanonen.
Wer ein Poster mit einer Schnitt-Zeichnung von Fort Austratt haben möchte,das kann man auch dort bestellen.
Auch wird das Buch The German Invasion of Norway,April 1940,für den der Englisch lesen kann, bestimmt interessant sein.
Das Buch gibt es bei Amazon.

Ich wünsche euch allen viel Spaß,beim lesen meines Reise-Berichts.In der Hoffnung er ist für euch Interessant und nicht langweilig.
Viele Grüße,
Peter

Titel: Re: Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"
Beitrag von: Flottenparade am 14 Juni 2010, 22:07:15
Fast vergessen,hier die letzten Bilder.
Grüße,
Peter