Forum Marinearchiv

Flotten der Welt => Andere Marinen => Thema gestartet von: Albatros am 05 Juni 2010, 19:48:18

Titel: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 05 Juni 2010, 19:48:18
Mag mir mal bitte einer erklären wozu dieser kleine Propeller in der Kortdüse da ist.....

http://www.abload.de/img/20095c65c15cimg6337946xmvc.jpg

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 05 Juni 2010, 19:59:49
Hallo,
das sieht sehr stark nach einem ein- und ausfahrbaren Schleichfahrtpropeller aus, der möglicherweise auch noch schwenkbar ist. Durch die Kortdüse erhöht sich die Wirksamkeit des Schubes auch bei kleineren Drehzahlen ...
Solcherart Hilfspropeller unterschiedlicher Konstruktion sind durchaus nicht unüblich und kamen sogar bei Atom-U-Booten zur Anwendung.
Unten einige Bilder von einem U-Boot-Modell des russischen Konstruktionsbüros Malakhit, gezeigt während der IMDS 2005 in St. Petersburg.
(Bilder: OLPE 2005)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 05 Juni 2010, 20:17:52
Ergänzend sei erwähnt, dass es sich bei dem Bild/Link von @Albatros um ein iranisches Klein-U-Boot (SZ midget submarine) der GHADIR-Klasse handelt. Nach meinem Kenntnisstand wurde das erste Boot dieses Typs in Nordkorea gebaut und 2005 in den Iran überführt, die restlichen fünf entstanden in der iranischen Marinewerft in Bandar Abbas.
TTD:
Deplacement üW: 175 t
Deplacement uW: 260 t
L/B/T: 24m/.../...
Bewaffnung: 2 TR 533mm
Geschwindigkeit üW: 12,5 kn (Diesel)
Geschwindigkeit uW: 6,5 kn (E-Maschine)
Reichweite: 1.500 sm

Siehe auch: http://uskowioniran.blogspot.com/search/label/ghadir-class

Grüsse
OLPE




Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 05 Juni 2010, 21:09:18
Hallo Olpe,

wenn Du sagst, durchaus nicht unüblich......

welche Aktiven oder nicht mehr im Dienst befindlichen Boote hatten/haben denn solche Propeller ?

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 05 Juni 2010, 22:15:19
Zitat von: Albatros am 05 Juni 2010, 21:09:18
welche Aktiven oder nicht mehr im Dienst befindlichen Boote hatten/haben denn solche Propeller ?
Hallo @Albatros,
das ist eine interessante Frage. Bei Antriebsanlagen sind Angaben, Bilder und Daten bei U-Booten und Überwasserschiffen rar. Unten eine kleine Zusammenstellung aus der russischen Hemisphere. Hilfsantriebe können sowohl auf den orginären Antriebsstrang wirken, aber eben auch gesondert angeordnet sein ... als extra Antriebsgondel ausfahrbar  ... zum Zwecke des Senkens der Geräuschsignatur, zur dynamischen Positionierung etc. Auf unserem U-Boot U-461 des Projektes 651 (NATO: SSG der JULIETT-Klasse) in Peenemünde ist die Thematik des Hilfsantriebes (Schleichfahrtmaschine) dahingehend gelöst, dass jeweils in beiden Wellensträngen zuerst der Diesel kommt, dann die Haupt-E-Maschine und danach die E-Schleichfahrtmaschine ... dazwischen jeweils Kupplungen ... 
Bei modernen langsam laufenden E-Maschinen steht das Thema eines gesonderten Hilfsantriebes nicht mehr so deutlich im primären Focus ... die Konstrukteure von Malakhit (siehe oben) sehen das aber ggf. anders ...  :-)
Auf den Bildern zu sehen (Q: forums.airbase.ru, Sammlung OLPE):
- AKULA-Klasse: seitlich ausklappbarer Hilfspropeller
- ALFA-Klasse: Hilfspropeller in das achtere Tiefenruder integriert, aussen
- ALFA-Klasse: Schemata
- GRISHA-III-Klasse: Hilfspropeller hinter dem Ruder, m.E. einfahrbar
- KILO-Klasse: Hilfspropeller innerhalb des Druckkörpers
- MIKE-Klasse: am achteren Tiefenruder angebrachte Propellergondeln
- TYPHOON-Klasse: 2 Hilfspropeller an jeder Bordseite m.E. zur dynamischen Positionshaltung, schlecht zu erkennen ... ich denke, zu sehen ist der vordere Steuerbord-Hilfspropeller
- VICTOR-III-Klasse: Hilfspropeller in das achtere Tiefenruder integriert, innen
Grüsse
OLPE



Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 05 Juni 2010, 22:17:02
... die restlichen beiden Bilder ...
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 05 Juni 2010, 22:23:32
Interessant, danke Dir für diese Zusammenstellung..... top

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Baunummer 509 am 06 Juni 2010, 13:48:32
Unschätzbar hier solche Experten an Bord zu haben, díe zu nahezu jedem Thema fachlich fundierte Erkenntnisse preisgeben können und das auch tun!  top

Vielen Dank Olpe!
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Schorsch am 06 Juni 2010, 14:38:29
Hallo zusammen,

ich komme nicht umhin, in diesem Thread die Rolle des ungläubigen Thomas zu übernehmen. Bei allen mir vorliegenden Publikationen zum Thema geräuscharmer Antrieb von U-Booten werden Propeller beschrieben, die zur Erzielung einer möglichst lautlosen Fahrt eine ungerade, meistens im Bereich von 5 bis 7 liegende Blattanzahl des Propellers fordern. Weiter sollte die Drehzahl möglichst gering sein, was wiederum für eine entsprechende Antriebsleistung einen möglichst großen Durchmesser der Schraube erfordern würde. Ebenso weist die Mehrzahl der modernen U-Boot-Propeller eine auffällige Flügelrücklage auf, gut zu erkennen z.B. auf dem Foto, das Manfred in seinem Anfangsbeitrag als Ausgangspunkt seiner Frage verlinkt hat.
Alle diese Eigenschaften treffen aber für die von Olpe vorgestellten Beispiele nicht zu. Nach meiner Meinung handelt es sich in der Mehrzahl der vorgestellten Fälle um Hilfsantriebe, die beim Ausfall des Hauptantriebes eine Heimkehr zur Basis sicherstellen sollen. Eine weitere Verwendung liegt Anwendung als Hilfsruder (siehe dazu das Bsp. GRISHA-III-Klasse oder --/>/> hier (http://boomer.user-services.com/drydock/990313-14-675.html))

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 06 Juni 2010, 15:45:43
Hallo Schorsch,

um ehrlich zu sein war/ist mir das mit den kleinen Schleichfahrtpropellern auch Neu gewesen, da aber kein Gegenargument kam, zunächst mal so hin genommen.

Bin halt auch kein Experte für U-Boot-Antriebe..... :O/Y

Ich möchte jetzt aber auch nicht behaupten das Olpe verkehrt liegt, bin gespannt ob sich da weitere mit Meinungen zu melden. 

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 06 Juni 2010, 20:38:05
Zitat von: Schorsch am 06 Juni 2010, 14:38:29
Bei allen mir vorliegenden Publikationen zum Thema geräuscharmer Antrieb von U-Booten werden Propeller beschrieben, die zur Erzielung einer möglichst lautlosen Fahrt eine ungerade, meistens im Bereich von 5 bis 7 liegende Blattanzahl des Propellers fordern. Weiter sollte die Drehzahl möglichst gering sein, was wiederum für eine entsprechende Antriebsleistung einen möglichst großen Durchmesser der Schraube erfordern würde. Ebenso weist die Mehrzahl der modernen U-Boot-Propeller eine auffällige Flügelrücklage auf, gut zu erkennen z.B. auf dem Foto, das Manfred in seinem An-fangsbeitrag als Ausgangspunkt seiner Frage verlinkt hat.
Hallo Schorsch,
thanks für die vertiefenden Gedanken. Bei der genannten Argumentation bezogen auf den Hauptantrieb mit hochentwickelten siebenflunkigen bzw. siebenflügligen überkavitierenden scew-back-Propellern bin ich dicht bei Dir und unterschreibe das oben geschriebene. Die Propeller sind ausgelegt für relativ leise Signaturen, kraftvollen Vortrieb bei höheren Drehzahlen und Kavitationsvermeidung direkt an den Flunken. Beispiel K-141 ,,KURSK" bzw. die russische OSCAR-II-Klasse (Bild).
Der Focus des threads und auch meiner Zeilen lagen im Wesentlichen mehr auf den Hilfsantrieben, deren Entwicklung an Hand russischer bzw. sowjetischer Beispiele und der Verschiedenartigkeit der konstruktiven Umsetzung.
Der Hilfsantrieb diente nach meinem Dafürhalten und Stand der Recherchen primär sowohl zum geräuschminimierten Fahren als auch der dynamischen Positionierung, aber auch zum besseren Manövrieren – je nachdem, was der Auftraggeber wünscht, zu welchen Zweck das Fahrzeug gebaut wurde bzw. was die Projektanten vorsahen ... Bitte dabei immer die Zeitschiene der historischen Entwicklung (der vergangenen 50 – 60 Jahre) betrachten. Zweifelsohne kann ein Schiff/U-Boot unter besonderen Umständen auch bei Ausfall des Hauptantriebes damit in die Basis zurückkehren.
Bei der GRISHA-III-Klasse diente der Hilfsantrieb als leiser, aber ausreichender Antrieb für den Einsatz der U-Bootjagd-Sensorik ... möglicherweise reichte die Fahrt auch zum Schleppen der VDS-Anlage (Antenne).
Im Bild: die Propeller der ,,KURSK" (Q: forums.airbase.ru).
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Basti552 am 03 August 2010, 15:53:11
Also ich würde mal sagen das ist der ersatz für das Ruder.
Auf dem Bild habe ich keines gesehen.

Gruß Sebastian
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 03 August 2010, 21:15:43
Zitat von: Basti552 am 03 August 2010, 15:53:11
Also ich würde mal sagen das ist der ersatz für das Ruder.
Hallo,
nun, ein normales Ruder ist vorhanden ...
(Q: andocu.tistory.com; img14.abload.de; www.whq-forum.de)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: AND1 am 04 August 2010, 01:28:16
Hat Russland nicht mehrere U-Boote und Torpedos vor Jahren an den Iran geliefert.
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 04 August 2010, 21:54:23
Zitat von: AND1 am 04 August 2010, 01:28:16
Hat Russland nicht mehrere U-Boote und Torpedos vor Jahren an den Iran geliefert.
Hallo,
ja, das ist so ... es handelt sich hierbei um drei Boote des Projektes 877EKM PALTUS (NATO: SS der KILO-I-Klasse):

- "TAREGH" [901]
- "NUH" [902]
- "YUNES" [903]

877EKM: E= Export, K= verbessertes Feuerleitsystem, M= zwei Torpedorohre sind für drahtgelenkte Torpedos ausgestattet

Diese Boote wurden zwischen 1992 und 1996 in der Iranischen Marine Dienst gestellt. Neben dem als normal zu bezeichenden Torpedomix für die Boote (thermodynamische und E-Torpedos, selbsteuernd und drahtgelenkt sowie Minen) hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete "SHKVAL-E" zum Bestand gehört ...
In der Page: Iran: Naval anti-surface warfare capability (http://www.abovetopsecret.com/forum/thread215234/pg1) ist zumindest ein Bild der Waffe beim Test in Überwasserlage zu sehen.

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Urs Heßling am 04 August 2010, 22:04:43
Zitat von: olpe am 04 August 2010, 21:54:23
es handelt sich hierbei um drei Boote des Projektes 877EKM PALTUS (NATO: SS der KILO-I-Klasse):
- "TAREGH" [901]
- "NUH" [902]
- "YUNES" [903]
Diese Boote wurden zwischen 1992 und 1996 in der Iranischen Marine Dienst gestellt.

Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, daß inzwischen ein Boot verlorengegangen sei ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 27 November 2011, 15:14:51
Zitat von: Urs Hessling am 04 August 2010, 22:04:43
Zitat von: olpe am 04 August 2010, 21:54:23
es handelt sich hierbei um drei Boote des Projektes 877EKM PALTUS (NATO: SS der KILO-I-Klasse):
- "TAREGH" [901]
- "NUH" [902]
- "YUNES" [903]
Diese Boote wurden zwischen 1992 und 1996 in der Iranischen Marine Dienst gestellt.

Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, daß inzwischen ein Boot verlorengegangen sei ...

Gruß, Urs


Hat zudem von Urs geschriebenen eigentlich mal jemand etwas genaueres gehört/gelesen?

Und dann zur Ghadir-Klasse.......Iranische Marine hat drei neue U-Boote!

http://www.net-tribune.de/nt/node/80975/news/Iranische-Marine-hat-drei-neue-U-Boote?cp=1

:MG:

Manfred

Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Leutnant Werner am 28 November 2011, 09:30:37
Wie sieht es denn eigentlich mit der Ortbarkeit dieser Midgets aus? Ich weiß: Spitzenprodukte der nordkoreanischen Rüstungsindustrie. So furchtbar klein sind aber auch wieder nicht. Und sie werden nicht unter die thermoklinale Schicht tauchen können, schätze ich.
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: hillus am 28 November 2011, 10:50:26
Eine kleine Ergänzung zu den drei iranischen U-Booten!

Nach meiner Listung sieht das so aus:
PN 901 TAREGH 
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 22.11.1992 russische PN B-175

PN 902 NOOR
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 06.06.1993 russische PN 224

PN 903 YUNES
- bis zur Übergabe an die Seestreitkräfte Irans am 25.11.1996 russische PN B-220

Alle drei U-Boote wurden bei der Leningrader Admiralitätsvereinigung gebaut (damaliger Werftname) und sind in Bandar Abbas stationiert. Sie sollen sich 2006 in der Instandsetzung befunden haben. Ein Boot soll der Modernisierung nach Projekt 08773 unterzogen worden sein. Alle Arbeiten wurden mit Hilfe von russischen Spezialisten der OAO TsS ZVEZDOCHKA in Bandar Abbas durchgeführt. Ein Boot sollte zur Instandsetzung und Modernisierung in eine Werft nach Rußland überführt werden, doch es fiel wohl den Embargobestimmungen gegen Iran zum Opfer und die Russen taten gut daran, es nicht zu tun! Über eine Werftzeit der Boote in Indien liegen keine offiziellen Meldungen vor.

PN = Penannt number - taktische Nummer, auch als Bordnummer möglich!

Nach inoffiziellen Meldungen werden seit 2005 entsprechend der bisherigen Praxis für U-Boote an andere Marinen keine taktischen Nummern mehr vergeben, solange sie sich noch im Bereich der russischen Seekriegsflotte befinden.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: AND1 am 28 November 2011, 17:07:39
hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete zum Bestand gehört ...  :MZ:

Später als die drei benannten U-Boote soll noch ein neuerer Typ geliefert worden sein, die USA hatte bei Rußland Protestnote abgegeben.

Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: hillus am 28 November 2011, 18:58:29
Hallo AND1,

im Prinzip sollten wir die Sache recht ruhig angehen. Das zur Modernisierung nach Rußland nicht gekommene U-Boote sollte mit dieser tatsächlichen superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete ausgerüstet werden, so vermutet man mit höchster Wahrscheinlichkiet. Aber die Russen sind politisch nicht so unterernährt, dass sie sich hier eine internationale Blöße geben bzw. großen Ärger einhandeln. Viel wahrscheinlicher ist der Deal der Werftinstandsetzung in Indien!!! Ich weiß hierzu wesentlich mehr, aber ich kann und darf es hier nicht einfach so daherschreiben. Ganz einfacher Selbstschutz und derer, die es auch wissen!!!

Von wesentlich größerer Bedeutung ist die gestrige Mitteilung von Associated Press (New York)

Iran hat seine Flotte mit drei neuen U-Booten verstärkt!!!

Die iranischen Seestreitkräfte haben drei neue Kampf-U-Boote bekommen, teilte am 27. November die NewYorker Agentur Associated Press mit dem Hinweis auf die Erklärung iranischen Behörden, die vom staatlichen Fernsehen Irans verbreitet wurden, mit.

Am Morgen des 27. November waren in den iranischen Hafen Bandar Abbas im Persischen Golf drei U-Boote der Klasse GHADIR eingelaufen. Die iranischen Massenmedien bemerkten, dass die U-Boote im Iran gebaut worden sind.

Die U-Boote der gegebenen Klasse verfügen über eine Torpedobewaffnung als auch über Raketenwaffen. Die Boote sind besonders geeignet zum Einsatz in den geringen Wassertiefen des Persischen Golfs.

Bereits 2010 hat Iran seine Seestreitkräfte mit elf dieser 120 Tonnen großen U-Booten GHADIR vergrößert.Die Boote, so betonten iranische Militärs, sind für den Einsatz im Persischen und Omanischen Golf bis hin zum Roten Meer einsetzbar.

Abendliche Grüße aus Braunschweig

hillus

Ich verweise auf die hier im Blog eingestellten links und auf http://de.wikipedia.org/wiki/Streitkr%C3%A4fte_des_Iran
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 07 Juli 2012, 21:46:14
Hallo,
es verdichten sich Informationen, nach denen die Iranische Marine im Kaspischen Meer Klein-U-Boote stationieren wollen ... es könnte sich dabei um Boote der GHADIR-Klasse handeln:
Ich kann mir vorstellen, dass die Anrainerländer diese Meldungen aufmerksam verfolgen. Bis Dato war die südliche Grenzregion im Kaspi - nach meinem Kenntnisstand - seit 1945 eine relativ ruhige ... trotz einiger politischer Umbrüche ... Ich bin gespannt, was da so weiter passiert ...
Grüsse
OLPE

Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 08 Juli 2012, 16:22:26
Zitat von: olpe am 07 Juli 2012, 21:46:14
Hallo,
es verdichten sich Informationen, nach denen die Iranische Marine im Kaspischen Meer Klein-U-Boote stationieren wollen ... es könnte sich dabei um Boote der GHADIR-Klasse handeln:

  • Israelische Meldung (engl.) (http://www.timesofisrael.com/iran-to-deploy-subs-in-the-caspian/)
  • Aserbaidschanische Meldung 1 (russ./engl) (http://www.trend.az/regions/iran/2041161.html)
  • Aserbaidschanische Meldung 2 (russ./engl) (http://www.trend.az/news/politics/2041262.html)
Ich kann mir vorstellen, dass die Anrainerländer diese Meldungen aufmerksam verfolgen. Bis Dato war die südliche Grenzregion im Kaspi - nach meinem Kenntnisstand - seit 1945 eine relativ ruhige ... trotz einiger politischer Umbrüche ... Ich bin gespannt, was da so weiter passiert ...
Grüsse
OLPE



Hintergrund wird wohl der Streit um die Nutzungsrechte des Kaspischen Meeres sein, und hier geht es in erster Linie, welch Überraschung, mal wieder ums Öl!

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: The Voice am 08 Juli 2012, 17:08:30
Moin!
Auch in Iranischen Medien wurde intensiv über den Plan berichtet, im Kaspischen Meer ein U-Boot zu dislozieren.

Persönlich halte ich dies für wahrscheinlich und durchführbar.
Allerdings muss man in den Medien des Iran schon sehr darauf achten, ob einige Pläne sich nur als reine Propaganda entpuppen. Hier einige Beispiele:

1. Rear Admiral Abbas Zamini, zuständig für Marinerüstung, gab bekannt, dass der Iran nun über die Fähigkeit verfüge, auch Schlachtschiffe bauen zu können.
Doch zunächst würde man sich damit begnügen, eine ganze Reihe neuster Zerstörer und Fregatten zu bauen.
Diese seien weiterentwickelte Zerstörer JAMARAN und Fregatten SINA.
(Anmerkung: Der "Zerstörer" ist eine kleine Fregatte, die Fregatte ist ein Schnellboot)

2. Brigadier General Hossein Salami (Revolutionäre Garden) sagte, dass der Iran mit seinen ballistischen Flugkörpern nun in der Lage sei, auch mobile Ziele in der ganzen Golfregion mit einer 100% Trefferwahrscheinlichkeit vernichten könne.
(Anmerkung: Solche Flugkörper hätte ich auch gern)

3. Ausbau und Dislozierung der iranischen U-Boote ,,Flotte":
Teheran plant die Stationierung von ,,leichten U-Booten" im Kaspischen Meer.
Drei der ,,super schweren" Boote (vermutlich die drei kleinen Boote der KILO – Klasse) sollen den Grundstein für insgesamt 20 U–Boot Flottillen bilden.
Wenn dies erreicht ist, sollen U–Boote permanent in folgenden Seegebieten präsent sein:
-Kaspisches Meer
-Indischer Ozean
-Golf von Aden
-Rote Meer
-Suez Kanal
-Mittelmeer
-Atlantischer Ozean.
(Anmerkung: Dies ist kein Scherz! Die Aussage stammt von Admiral Abbas Zamini, der für die Logistik der Iranischen Marine zuständig ist. Er war es auch, der verkündete, dass man nun Atom U–Boote bauen würde.
Man kann aber beruhigt weiter zur See fahren. Es wird wohl noch etwas dauern, bis der Iran die Häfen Rotterdam, Hamburg und New York  gleichzeitig blockieren kann! (Kleiner Scherz!) )
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: AND1 am 03 September 2012, 20:33:19
hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete "SHKVAL-E" zum Bestand gehört
aber später
deswegen hatte doch die USA interveniert.
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 03 September 2012, 21:27:46
Zitat von: AND1 am 03 September 2012, 20:33:19
hält sich hartnäckig die These, dass auch die schnelle superkavitierende Unterwasser-Torpedorakete "SHKVAL-E" zum Bestand gehört
Hallo,
nach Informationen aus dem --/>/> net (http://ammokor.ucoz.ru/news/samaja_bystraja_otechestvennaja_podvodnaja_raketa_va_111_shkval/2012-04-24-57) (leider nur in russ.) haben iranische Seestreitkräfte in 2006 mit einer Unterwasserraktete geübt. Dabei handelte es sich wohl um einen Nachbau des russischen "SHKVAL-E" mit dem Namen "HOOT". Daten über die Konstruktion (Blaupausen?, Teile? oder ein ganzes Exemplar?) sollen über China in den Iran gelangt sein. China verfügt über diese Marinewaffe, geliefert aus Russland in den 90er Jahren des v.Jh.
Hier ein Bild des orginären "SHKVAL-E", der auch mehrfach während der russichen Marineausstellung IMDS gezeigt wurde: SHKVAL-E (http://topwar.ru/uploads/posts/2012-03/1331324809_5.jpg)
Das Thema ist durchaus interessant ... sollte weiterverfolgt werden ... einen Hinweis gab es ja bereits in diesem thread (klick & scroll)
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12147.msg138621.html#msg138621 (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12147.msg138621.html#msg138621)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: AND1 am 03 September 2012, 21:49:51
superkavitierende Unterwasser-Torpedo
Auf der Spitze Aufsatz
Hatte mal gesehen wie sich die Metall-Spitze um 180 Grad verdreht hat, dachte da wirken aber Kräfte...
Titan ?
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 03 September 2012, 22:23:04
Zitat von: AND1 am 03 September 2012, 21:49:51
Hatte mal gesehen wie sich die Metall-Spitze um 180 Grad verdreht hat, dachte da wirken aber Kräfte...
Titan ?
Hallo,
nun, die Verdrehung erscheint eher ungewöhnlich, da die schwenkbare Spitze m.E. nur zum Tiefehalten am vorderen Teil der Kavitationsblase verwandt wird ... Die Metallspitze - sicher gefertigt aus einem sehr stabilen Material ... nicht unbedingt Titan, dieses bringt nur Vorteile bei einer Gewichtseinsparung verbunden mit hoher Festigkeit ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 09 März 2013, 22:25:41
Hallo,
hier noch eine späte Ergänzung zum eher peripheren Thema der Hilfsantriebe in diesem Thread, speziell  im --/>/> Post auf der vorherigen Seite (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12147.msg134887.html#msg134887).

Bilder aus dem Jahr 1988 vom havarierten sowjetischen Kleinen U-Bootabwehrschiff MPK-41 des Projektes 1124 ALBATROS (NATO: FF der GRISHA-I-Klasse), Pazifikflotte. Die Bilder zeigen die aufgerissene Backbordseite des Rudermaschinenraumes, so dass ein Blick in das Innere möglich ist. Dort ist u.a. auch die Mechanik des Backbord-Hilfsantriebes nebst Propeller zu erkennen. Dieser Antrieb wird als "POVOROT-159" bezeichnet ... und ist ebenfalls in die Wachschiffe vom Projekt 159 eingebaut worden ... siehe auch --/>/> FMA Post, ebenda (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,14912.msg174360.html#msg174360)
Gerade im letzen Bild ist der Hilfsantrieb recht anschaulich zu sehen ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 11 März 2013, 11:16:04
Hallo Olpe,

interessante Bilder.... top
Ist Dir bekannt welches Ereigniss zu dieser Havarie des MPK-41 geführt hatte?

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 11 März 2013, 21:21:43
Zitat von: Albatros am 11 März 2013, 11:16:04
Ist Dir bekannt welches Ereigniss zu dieser Havarie des MPK-41 geführt hatte?
Hallo,
nun, die Schäden sind Resultat eines Zusammenstoßes mit dem Grenzwachschiff  --/>/> PSKR-803 (http://russian-ships.info/pics/12412_03.gif) &  --/>/> Bild des Schwesterschiffes PSKR-801 (http://content.foto.mail.ru/community/xbhjdtje/2085/i-2102.jpg).
Wie diese Havarie geschehen ist, konnte ich leider nicht recherchieren ... 
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: der erste am 12 März 2013, 08:48:34
Zu diesem Seeunfall: Das kleine U-Jagschiff MPK-41 befand sich zusammen mit den U-Jägern MPK-81 und MPK 117 in einer U-Boot -Such und Schlaggruppe (USSG) und führte die Nahsicherung für einen Landungsverband durch. In der Nacht
vom 08.zum 09.09. 1988 kam es dann zu dem genannten Zusammenstoß mit dem Grenzwachboot PCKR-803 vom Prj. 12412 (http://russian-ships.info/boevye/12412.htm), welches streng genommen eigentlich auch ein U-Jagdschiff ist ( Es liegt in der Entwicklungslinie der kleinen Raketenschiffe Prj.1241).
Die Anlage der Übung war so, das die U-Jäger mit ausgeschalteten Funkmeßanlage und ausgeschalteten Fahrtlichtern den Verband begleiteten, dazu kam Nebel. Das Grenzboot näherte sich ebenfalls mit ausgeschalteten Fahrtlichtern, um den ihm unbekannten Schiffsverband aufzuklären. Man näherte sich von Backbord achtern und fuhr direkt auf das MPK-41 zu. Als man es dort bemerkte war es zu spät. Zwischen dem 93. und 94. Spant kam es zum Zusammenstoß. Das Ergebnis ist auf den eingestellten Bildern zu sehen. Durch ein vorhergegangenes Ruder legen nach Backbord konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Ein Kuriosum noch. In der Abteilung , in die der Vorsteven des Grenzbootes hineinfuhr, befand sich auch das Handfeuerwaffenhellegat. Einige Waffen gingen außenbords, einige Pistolen allerdings fand man später im Vorsteven des Grenzbootes. Beide Schiffe gingen anschließend ins Dock.
Wahrscheinlich hat man vor der Übung vergessen, die anderen Verbände über die Durchführung der Übung zu informieren oder der Kommandant des Grenzschiffes hat die Meldung nicht bekommen.
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Urs Heßling am 12 März 2013, 09:55:09
moin,

Zitat von: der erste am 12 März 2013, 08:48:34
Die Anlage der Übung war so, das die U-Jäger mit ausgeschalteten Funkmeßanlage und ausgeschalteten Fahrtlichtern den Verband begleiteten, dazu kam Nebel. Das Grenzboot näherte sich ebenfalls mit ausgeschalteten Fahrtlichtern, um den ihm unbekannten Schiffsverband aufzuklären.
Auch die deutschen Schnellboote übten - allerdings nur in einer geschlossenen Gruppe - das Fahren ohne gesetzte Positionslichter. Die Entscheidung dazu mußte vom Kommandeur oder seinem Stellvertreter kommen.
Frage: Wer entschied über das Fahren ohne Positionslichter in einem solchen gemischten (!) Verband ?
Frage 2: Durfte das Grenzboot "allein" ohne Positionslicher fahren ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: der erste am 12 März 2013, 10:06:32
Gute Frage. Für den Landungsverband war das in der Anlage der Übung sicherlich so vorgesehen, wenn auch mit der Aufgabe einer zusätzlichen verstärkten optischen Beobachtung. Und damit vom vorgesetzten Stab bzw. Kommandeur genehmigt. Warum das Grenzschiff so fuhr - keine Ahnung.
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Urs Heßling am 12 März 2013, 10:20:05
moin,

спасибо  :MG:

Gruß, Urs
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 März 2013, 18:02:18
Moin Manfred, Moin Olpe,

hier einmal die Hintergründe aus einer russischsprachigen Publikation zu dem entsprechenden Zusammenstoß in der Pazifikflotte, der sich am 08.09.1988 ereignete.

Zusammenstoß des kleinen U-Bootabwehrschiffs ,,MPK-41" (,,MПK-41") mit dem Grenzwachschiff ,,PSKR-803" (,,ПCKP-803"), Pazifikflotte

8.September 1988

Hauptbeteiligte:
,,MPK-41" (,,MПK-41") entspricht den taktisch-technischen Daten des Projekts 1124 (NATO: ,,Grisha-I"-Klasse)

,,PSKR-803" (,,ПCKP-803") entspricht den taktisch-technischen Daten des Projekts 1241.2 – ,,Molniya-2" (,,Moлния-2"), (NATO: ,,Pauk-I"-Klasse)

Außerdem beteiligt:

Der Landungsverband (DESO = desantnyy otryad [ДЕСО = десантный отряд]) setzte sich aus dem
- großen Landungsschiff (BDK = bolshoy desantnyy korabl´[БДК = большой десантный корабль]) ,,Aleksandr Nikolayev" (,,Aлександр Николаев" [NATO: ,,Rogov"-Klasse])
- großen Landungsschiff ,,Nikolay Vilkov" (,,Hиколай Вилков" [NATO: ,,Alligator-IV"-Klasse])
- großen Landungsschiff ,,Aleksandr Tortsev" (,,Aлександр Topцев" [NATO: ,,Alligator-III"-Klasse])
- großen Landungsschiff ,,Sergey Lazo" (,,Cepгей Лазо" [NATO: ,,Alligator-II"-Klasse]) und
- Landungstransportschiff (DTR = desantnyy transport [ДТР = десантный транспорт]),,Komsomolets Turkmenii" (,,Koмсомолец Туркмении" [NATO: ?-Klasse]) zusammen.
Vor dem Verband liefen die
Wachschiffe (storozhevoy korabl´ [сторожевой корабль]
- ,,R´yanyy" (,,Pьяный" [NATO: ,,Krivak-II"-Klasse]) und
,,Gordelivyy" (,,Горделивый" [NATO: ,,Krivak-II"-Klasse]), als seitliche Sicherung waren die kleinen U-Bootabwehrschiffe (MPK = malyy protivolodochnyy korabl´ [МПК = малый противолодочный корабль]) 
-  ,,MPK-41" (,,MПK-41" [NATO: "Grisha-I"-Klasse])  und
-  ,,MPK-117" (,,MПK-117" [NATO: "Grisha-I"-Klasse]) eingeteilt

Das kleine U-Bootabwehrschiff ,,MPK-41" (,,MПK-41") führte gemeinsam mit dem kleinen U-Bootabwehrschiff ,,MPK-117" (,,MПK-117") Aufgaben zur nahen U-Bootabwehr eines Landungsverbands (DESO = desantnyy otryad [ДЕСО = десантный отряд]) im Laufe einer taktischen Wertungsübung durch. Es gab die volle nächtliche Sicht, die Bewölkung betrug 10/10, der Seegang hatte die Stärke 2, Wind (aus 80°) mit einer Stärke von 7 m/sec. .

Auf dem Grenzwachschiff ,,PSKR-803" (,,ПCKP-803"), das die Aufgabe des Schutzes der Staatsgrenze der UdSSR ausführte, gab es keine Information über die Position und die Tätigkeiten der an der Übung beteiligten Kräfte. Das Grenzwachschiff fuhr mit ausgeschalteten Fahrlichtern mit einer Fahrt von 27 kn und versuchte visuell die Schiffe zu identifizieren. Nach der visuellen Identifizierung mit Hilfe von Schweinwerfern der beiden Wachschiffe ,,R´yanyy" (,,Pьяный") und ,,Gordelivyy" (,,Горделивый") auf eine Entfernung von 1 Kabel verringerte das Grenzwachschiff die Fahrt bis auf 15 kn und ging auf Gegenkurs mit 90°. Dieser Kurs führte das Grenzwachschiff direkt auf den Landungsverband. In der Zwischenzeit ging die ,,MPK-41" (,,MПK-41") um 03.06 Uhr auf Kurs 0° für die Überprüfung eines Sonarkontakts, der sich aber als ein Scheinkontakt erwies und begann um 03.22 Uhr sich nach Backbord auf Kurs 225° zu drehen, um seine Position in der Formation einzunehmen, wobei eine Fahrt von 14 kn gemacht wurde. Um 03.46 Uhr drehte die ,,MPK-41" (,,MПK-41") nach Steuerbord auf Kurs 270° und drei Minuten später sah der Kommandant des kleinen U-Bootabwehrschiffs visuell auf Gegenkurs die Silhouette eines Schiffs gemäß der Bugwelle am Vorsteven und befehligte 30 Sekunden vor dem Zusammenstoß ,,Ruder nach Steuerbord!", während der daneben stehende Brigadekommandeur des Verbands einige Sekunden später seinen Beitrag leistete, indem er befahl: ,,Ruder nach Backbord!". Auf dem Grenzwachschiff wurde die entgegenkommende Silhouette des kleinen U-Bootabwehrschiffs auf eine Entfernung von weniger als 400 m entdeckt und der Signäler des Grenzwachschiffs konnte nur zum Hauptgefechtsstand rufen: ,,Ruder nach Steuerbord!" Die Kriegsschiffe stießen zusammen, wobei die ,,PSKR-803" (,,ПCKP-803") die ,,MPK-41" (,,MПK-41") an deren Backbordseite im achterlichen Bereich traf und aufriß. Beide Kriegsschiffe erhielten beträchtliche Schäden und fielen eine längere Zeit aus.

Siehe dazu auch die anhängende Skizze!

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Urs Heßling am 12 März 2013, 18:20:11
moin,

Zitat von: Kaschube_29 am 12 März 2013, 18:02:18
Es gab die volle nächtliche Sicht, die Bewölkung betrug 10/10, der Seegang hatte die Stärke 2, Wind (aus 80°) mit einer Stärke von 7 m/sec. .
... also kein Nebel ... ?

Zitat von: Kaschube_29 am 12 März 2013, 18:02:18
Auf dem Grenzwachschiff ,,PSKR-803" (,,ПCKP-803"), das die Aufgabe des Schutzes der Staatsgrenze der UdSSR ausführte, gab es keine Information über die Position und die Tätigkeiten der an der Übung beteiligten Kräfte.
... und das ohne Einsatz des Radars ... :MZ:   .. mit 27 kn quer durch eine militärische Formation  8-)

Zitat von: Kaschube_29 am 12 März 2013, 18:02:18
drei Minuten später sah der Kommandant des kleinen U-Bootabwehrschiffs visuell auf Gegenkurs die Silhouette eines Schiffs gemäß der Bugwelle am Vorsteven und befehligte 30 Sekunden vor dem Zusammenstoß ,,Ruder nach Steuerbord!", während er daneben stehende Brigadekommandeur des Verbands einige Sekunden später seinen Beitrag leistete, indem er befahl: ,,Ruder nach Backbord!".
... und es krachen ließ :-D ... Das hat man davon, wenn man den Chef an Bord hat  :roll: ... nur Ärger  :MS:

Большое спасибо , Kaschube  :MG:

Gruß, Urs
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: Albatros am 12 März 2013, 19:37:32
Zitat von: Albatros am 11 März 2013, 11:16:04
Hallo Olpe,

interessante Bilder.... top
Ist Dir bekannt welches Ereigniss zu dieser Havarie des MPK-41 geführt hatte?

:MG:

Manfred

Ich bedanke mich bei Euch für die Beantwortung meiner Frage...... :TU:)

:MG:

Manfred
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: olpe am 12 März 2013, 21:52:22
Hallo,
auch einen Dank von mir top :MG:  für die umfangreichen Recherchen ...
Frage an die Admins: wäre es nicht sinnvoller, das Thema ab post 09.03.2013 in einen eigenen thread zu verlagern ... unter 'Rote Flotte' ... ?

Vielleicht finden sich noch mehr Hinweise und Statements der Fahrensleut' ... Mir ist es auch rätselhaft was den Kommandanten ritt, mit 27kn nachts ohne Positionslichter sich einem Verband zu nähern ... Ich vermute, dass er zumindest einen Mann am Navigationsradar "DON"stehen hatte ... 

Grüsse
OLPE   
Titel: Re: Ein Iranisches Uboot ? Eigenbau ?
Beitrag von: der erste am 13 März 2013, 08:12:16
In der einen Quelle steht Nebel, in der anderen eine Bewölkung von 10/10. Der Kommandant der Grenzschiffes wollte so schnell wie möglich den für ihn unbekannten, gegnerischen Verband aufklären. Deshalb wohl die hohe Geschwindigkeit. Als er ihn dann erreicht hatte ging er auf 15 kn. Wenn seine Funkmeßanlagen funktionierten, sollte das für ihn kein Problem gewesen sein. Übrigens sagt die eine Quelle, das er seine Positionslichter geschaltet hatte.