Nun geht's los.
Von Ostasien aus Ostasien - ja, deshalb auch dieser Nick hier im Forum.
Mittlerweile habe ich einen schönen Bestand am Material diese Region betreffend.
Das werde ich nach und nach hier einstellen.
Dazu noch ein dezenter Hinweis.
Urheberrechte-
Das ist teilweise richtig problematisch geworden.
Deshalb auch hier: "Nur gucken - nicht anfassen!"
Bei aus meinem Bestand stammenden Fotos, beschriebenen Postkarten, Schriftgut und Sonstigem gilt natürlich, dass die Rechte an der Wiedergabe auch bei mir liegen, bei selbst Fotografiertem sowieso.
Dinge, die eine andere Provenienz haben, sind ein anderes Thema. Da muß man dann ggf. entsprechend mit umgehen bzw. zumindet darauf hinweisen, wenn der Ursprung ungeklärt ist.
Keine Sorge, das soll hier kein lukratives Betätigungsfeld für irgendwelche Anwälte werden.
Ich möchte jedoch zumindest darum bitten, vorher gefragt zu werden, falls jemand etwas aus meinen Beständen in welcher Form auch immer (außer zum Privatgebrauch) weiterverwenden möchte.
Hier eine Karte mit Marine-Schiffspost-Stempel bzw. Marine-Schiffpost-Nummer, auch als MSP bekannt.
S.M.S. HELA befand sich als Teil des deutschen Geschwaders zur Zeit des Boxeraufstandes in Ostasien.
Diese Feldpostkarte hat der auf dem Schiff stationierte Feuermeister Schulz nach Hause geschickt.
Wie in solchen Fällen üblich, wurde sie dabei als Feldpost mit dem runden Schiffspost-Stempel versehen.
Diese Stempel, es gab auch andere, lassen sich dem Schiff nur über die Nummer zuordnen, hier No. 42.
Wie das bei der Marine so ist, gibt es auch hier Tücken bei der zeitgeschichlichen Bestimmung.
Da sich die Nummern-Zuordnung bei manchen Schiffen im Laufe der Zeit geändert hat, braucht man zu sicheren Bestimmung immer dazu das Datum.
Endlich mal ein Schiff-
S.M.S. TAKU im Dock der Kaiserlichen Werft in Tsingtau, leider undatiert.
...noch eins-
S.M.S. FUERST BISMARCK in Tsingtau, undatiert.
Hallo.
Den Vielen Dank! Die schönen Fotografien!
Schöne Grüße
Alex
Ja, top!!
Der Ober-Heizer E. Hüther von S.M.S. LEIPZIG hat sich eine Ansichtskarte seines Schiffes in verschiedenen Anlaufhäfen abstempeln lassen und dazu noch auf die Rückseite seinen Namen geschrieben.
Die Karte ist postalisch nicht gelaufen, sondern mehr ein Erinnerungsstück.
Das ist etwas richtig Seltenes-
Eine Weihnachtskarte aus dem englischen Internierungslager Hunghom an den Kriegsgefangenen Carl Böttger in Japan vom Dezember 1914.
Böttger wurde nach der Kapitulation Tsingtaus nach Japan in eins der verschiedenen dortigen Lager gebracht. Die Geschichte der Kriegsgefangenen in Japan bzw. ihre Feldpost ist ein Kapitel für sich.
Es gibt ein lange vergriffenes "Handbuch der Kriegsgefangenenpost Tsingtau" der Poststempelgilde Rhein-Donau von 1963. Darin finden sich detaillierte Angaben.
Nach der Besetzung Tsingtaus erhielten die Engländer von den Japanern ein Kontingent deutscher Kriegsgefangener, meist Schwerverwundete. Sie wurden später zusammen mit weiteren internierten Deutschen und Österreichern zuerst im Lager Stonecutter Island bei Hongkong und dann im Lager Hunghom (ebenfalls Hongkong) zu miserablen Bedingungen untergebracht.
Aus diesem Lager wurde die Karte aus englischer Produktion als Weihnachsgruß nach Japan geschickt.
Besonders interessant sind die verschiedenen Abstempelungen.
Hallo,
Gefreiter d. Res. Carl Böttger, 3. Kompanie Ostasiatisches Marinedetachement, schwer verwundet in britische Gefangenschaft.
Beste Grüße
Timm
Danke an Timm für die Information.
S.M.S. KAISERIN AUGUSTA in Ostasien.
Zwecks Verbesserung des optischen Effekts ist diese Lithographie teilweise mit Sand bestreut.
Die Karte ist allerdings nur in Deutschland gelaufen. Exotische Motive standen damals hoch im Kurs.
Noch zu der Vor-PC-Zeit habe ich vor Jahren mal zwei Auflistungen der deutschen Kriegs- und Handelsschiffe zusammengestellt, zu denen ich Hinweise in meinen Unterlagen auf den Aufenthalt in Ostasien gefunden habe.
MSP bezieht sich auf die Schiffspost-Nummer.
Das ist zur Informationsergänzung zu den hier von mir vorgestellten Fotos und Postkarten gedacht.
Die Erstellung erfolgte nach bestem Wissen von mir und war recht zeitaufwändig.
Ggf. notwendige belegbare Änderungen bzw. Ergänzungen fallen in die Rubrik "konstruktive Kritik".
S.M.S. TAKU aufgelaufen in der Arkonabucht, Tsingtau, 1913.
Wauuuu.... top
Hallo Ostasien,
Tolle Sache.
Deine Sammlung muss ausgesprochen umfangreich sein.
Ich beschäftige mich etwas mit alten Karten österr.ung. Schiffe, Schiffstempeln und Innendienstelegen.
Deswegen gefallen mir Deine Karten und Fotos sehr.
Hab ich das richtig verstanden "Von Ostasien aus Ostasien"
Bist Du in Asien zur Zeit aufhältig oder wohnhaft?
Wie siehts aus mit österreichischen Schiffen?
Es waren waren ja auch laufend österr. Schiffe als Stationsschiffe bzw auf Missionsreise in Asien/China.
SMS Kaiserin Elisabeth hat 1914 nach Beteiligung an den Abwehrkämpfen dort ihr nasses Grab gefunden.
Grüße
Ferenc
Ansichtskarte S.M.S. KAISERIN ELISABETH, leider ungelaufen.
Das österreichische Schiff sank 1914 in Kiautschou und liegt heute noch dort auf Grund.
Das Mützenband findet ihr unter dem Thema:
Uniformeffekten und Erinnerungsstücke aus Ostasien und des Seebataillons.
Re. Ferenc:
- wohne in NRW - noch nicht mal am Meer - Ostasien ist eben der Nick für einen Teil meiner Vita und einen Teil meiner Sammlung.
Hier eine Fotografie aus - ja ob aus Kiautschou ist nicht sicher, da unbeschriftet - aber bestimmt aus China.
Auf den Mützenbändern der österreichischen Matrosen steht: K.u.K. Kriegsmarine, einer trägt möglicherweise ein anderes Band, was nicht richtig zu erkennen ist
Ich würde die Aufnahme um 1913 datieren.
Ein weiteres Foto zum "österreichischen China-Engagament".
Der österreichische Gesandte von Rosthorn mit Frau und Offizieren S.M.S. KAISERIN ELISABETH im Garten der Gesandtschaft in Peking, um 1910.
Hierbei nochmal besonderen Dank an Bernd, der mir bei der Identifizierung half.
S.M.S. SCHARNHORST im Hafen von Nagasaki, Japan, undatiert.
Auf der Rückseite der Stempel des japanischen Fotografen.
Rückseitig beschriftet: Tsingtau 1909
Ich vermute S.M.S. LUCHS.
Aus dem Studio des bekannten Tsingtauer Fotografen Takahashi.
Angehörige des III Seebataillons, undatiert.
Hallo,
danke für die interessanten Fotos. top
Grüße
Tri
Noch ein Foto von Takahashi.
Schade, dass uns der Obermaschinistenmaat seine Mütze nicht zeigt-
Zur Auflockerung mal wieder eine Lithografie, S.M.S. KAISER.
Die Ansichtskarte ist 1900 innerhalb Deutschlands verschickt worden.
Eine frühe Lithografie aus dem Jahr 2 des Schutzgebietes Kiautschou, gelaufen im August 1898 von Tsingtau nach Leer in Deutschland.
Keine Ansichtskarte, sondern verkaufsfördernde Maßnahmen vor 110 Jahren - die Firma Liebig wirbt mit dem deutschen Kreuzergeschwader in Kiautschou. Auf der Rückseite der Lithografie ein Kochrezept.
Alltag im Schutzgebiet - eine Übung des Seebataillons.
Auf den Ärmel eines Seesoldaten ist das Abzeichen der Pioniere gut zu erkennen, undatiert um 1910.
Aus der gleichen Serie.
Die Seesoldaten sind im Gelände kaum auszumachen.
Die Standartbewaffnung der Einheit sind damals moderne Gewehre 98.
Rast oder Manöver-Ende des Seebataillons in den Bergen Kiautschous aus der gleichen undatierten Serie.
Sehr schön.
Mich beeindruckt vor allem die Qalität und die Schärfe der Bilder.
Weiter so. top
Gibts auch Bilder von Aspern, Zenta in China?
Grüße
Ferenc
Hallo.
Sowie zwei Torpedoboote S 90-Klasse.
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Ostasien am 27 November 2010, 16:02:56
Rückseitig beschriftet: Tsingtau 1909
Ich vermute S.M.S. LUCHS.
Feldgottesdienst in Kiautschou, um 1910, unbeschriftet.
Angetreten sind das Seebataillon sowie in weiß wohl das Gouvernement Kiautschou.
In der Mitte die Offiziere und wahrscheinlich auch der Gouverneur.
Hallo,
sehr schöne Sammlung! Anbei ein Bild der Offiziere nach dem Gottesdienst.
Beste Grüße
Timm
Wieder großartige Bilder. Besser geht's nicht. Aber dieses Bild sollte man mit photoshop ein bißerl bearbeiten :MZ:.
PS: Nur der Kavalerieoffizier is im Gleichschritt mit seinem Marine-Partner! :O-_
Admiral Prinz Heinrich von Preussen (vorne links) mit Gefolge 1912.
hallo, Alex,
Zitat von: Alex Shenec am 28 November 2010, 07:53:46
zwei Torpedoboote S 90-Klasse.
Zitat von: Ostasien am 27 November 2010, 16:02:56
Rückseitig beschriftet: Tsingtau 1909
daran habe ich auch schon herumgerätselt, denn zumindest gem. Gröner war 1909 nur noch
ein Torpedoboot dieser Serie im Ausland, eben S 90, das auch bis zum Kriegsausbruch in Fernost blieb.
Gruß, Urs
Je nachdem, wann die Aufnahme gemacht wurde, kann es sich auch um S.M.S. EBER, S.M.S. JAGUAR und S.M.S. LUCHS handeln, die bei Kriegsausbruch abgerüstet wurden und z.B. D. CAP TRAFALGAR als Hilfskreuzer ausrüsteten.
Außerdem kommt auch noch S.M.S. TAKU infrage. Sie wurde in Elbing auf chinesische Rechnung erbaut und 1900 auf Taku-Reede erobert.
Bernd
Zitat von: Ostasien am 28 November 2010, 18:53:16
... sowie in weiß wohl das Gouvernement Kiautschou.
Nur weil das auch mein Hobby ist... 8-) - :-D
Ich würde die Kameraden in weiß (links im Bild) der Matrosenartillerie in Kiautschou zuordnen. Das Gouvernement, besser vielleicht die Gouvernementsverwaltung, hatte nicht so viele Soldaten.
Auf dem 2. Foto: rechts von Prinz Heinrich der Gouverneur von Kiautschou Kapitän zur See Meyer-Waldeck.
@ Ostasien: schönen Dank für das Zeigen!
Viele Grüße
Brommy
GFM von Waldersee in China, 1900/1901.
Leider etwas verblasst. Ich habe das Foto erstmal so gelassen. Da kann man mit einem Profi-Bildbearbeitungsprogramm sicher noch mehr draus machen.
Hallo zusammen,
das Bild mit den beiden Torpedobooten lässt sich ziemlich genau datieren.
Hinter dem Frachter ist das Hotel Krippendorf, das spätere Central-Hotel zu erkennen. Hinter dem Hotel sind die beiden Spitzgiebel der kaiserlichen Post zu erkennen, welche zwischen 1900-1901 erbaut wurde. In der Verlängerung hinter dem zweiten Torpedoboot ist ein markantes Geschäftshaus mit Rundbögen in der Prinz-Heinrich-Straße zu erkennen. Zwischen der Post und dem Geschäftshaus fehlt das ,,Geschäftshaus für Europäer" an der Ecke Prinz-Heinrich-Straße – Tirpitz-Straße (siehe Bild). Das ,,Geschäftshaus für Europäer" wurde zwischen 1903 und 1904 gebaut. Das Gebäude, welches durch den hinteren Mast des Kanonenboots verdeckt wird, ist das Prinz-Heinrich-Hotel am Kaiser-Wilhelm-Ufer, welches bereits 1899 fertiggestellt wurde. Das Gebäude zwischen vorderen Schornstein und vorderen Mast ist die Deutsch-Asiatische Bank, die zwischen 1899 und 1901 erbaut wurde. Die Lücke im Hintergrund zwischen dem Prinz-Heinrich-Hotel und der Deutsch-Asiatischen Bank wurde ab 1904 durch das Gouvernements-Gebäude überbaut. Verdeckt vom vorderen Mast wird das sogenannte Bataillonsgebäude in der Dietrichstraße, welches 1899 fertiggestellt wurde. Aus meiner Sicht wurde die Aufnahmen somit zwischen 1901 und 1903 gemacht, die Angabe auf der Rückseite des Bildes ist definitiv falsch.
Die Frage ist, sehen wir Taku und S90 oder zwei der drei Torpedoboote (S90, S91 und S92), die um 1900 in Ostasien stationiert waren? Für mich sehen beide Boote baugleich aus, während die Unterschiede zwischen Taku und S90 (siehe Bild) schon recht deutlich waren.
Gruß
Timm
Hallo Timm.
Drei erster links - die russischen Torpedoboote des deutschen Baus. Dann S 90 und TAKU.
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Timm am 29 November 2010, 22:00:38
Die Frage ist, sehen wir Taku und S90 oder zwei der drei Torpedoboote (S90, S91 und S92), die um 1900 in Ostasien stationiert waren? Für mich sehen beide Boote baugleich aus, während die Unterschiede zwischen Taku und S90 (siehe Bild) schon recht deutlich waren.
Gruß
Timm
Hallo Alex,
danke für Deine Information aber ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Meine Frage bezog sich auf die beiden Torpedoboote in Antwort Nr. 19, das Bild mit SMS Luchs.
Gruß
Timm
Möglich, die Fotografie mit "LUCHS" wird nicht 1909 tatsächlich datiert....
Drei erster links - die russischen Torpedoboote des deutschen Baus. Dann S 90 und TAKU.
Gut erkannt Alex. Die Aufnahme dürfte von 1905 sein, neben "Taku" und "S90" liegen "Besposcadnyi", "Bestrasnyi" und "Bessumnyi" (Reihenfolge unbekannt).
Thomas, Alex,
habt Ihr noch etwas mehr über die drei russischen Torpedoboote - von wann bis wann waren die Tsingtau? Ich habe nämlich noch ein weiteres Bild mit drei anderen russischen Torpedobooten im Schwimmdock. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine zwei der drei kleinen Torpedoboote zwischen den anderen Torpedobooten zu erkennen.
Gruß
Timm
Zitat von: Ostasien am 29 November 2010, 21:46:05
GFM von Waldersee in China, 1900/1901.
Wo ist GFM Waldersee auf dem Bild zu sehen?
Sorry - ich kann ihn nicht entdecken.
Viele Grüße
Brommy
Hallo Timm.
Die Fotografie ist in 1906 im Schwimmdock gemacht.
Von links und rechts - "SMELYJ", "SERDITYJ" und "SKORYJ" ("SOKOL"-Klasse).
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Timm am 30 November 2010, 18:30:28
Thomas, Alex,
habt Ihr noch etwas mehr über die drei russischen Torpedoboote - von wann bis wann waren die Tsingtau? Ich habe nämlich noch ein weiteres Bild mit drei anderen russischen Torpedobooten im Schwimmdock. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine zwei der drei kleinen Torpedoboote zwischen den anderen Torpedobooten zu erkennen.
Gruß
Timm
Zu den russischen Torpedobooten kann ich auch noch ein Foto beisteuern -
Hallo Brommy,
Graf Waldersee (mit der großen Ordensspange) sitzt auf dem dritten Stuhl v. l.
Gruß
Ostasien
Mit dem oberen Foto ist es ein wenig komplizierter.
Links Vermutlich "BESSCHUMNYJ". Andere zwei - "BESSTRASCHNYJ" und "BESPOTSCHADNYJ". Die genaue Identifizierung ist unbekannt. Die Fotografie ist in der Periode August - Dezember 1904 gemacht.
Dieser nicht den kleinen Torpedoboot. Die optische Täuschung. Der gewöhnliche Lastkahn. 47-mm der Geschütze gehört dem zweiten Torpedoboot.
(http://s55.radikal.ru/i149/1011/41/bc867cefab5ft.jpg) (http://radikal.ru/F/s55.radikal.ru/i149/1011/41/bc867cefab5f.jpg.html) (http://s011.radikal.ru/i317/1011/36/0cc9f87cd730t.jpg) (http://radikal.ru/F/s011.radikal.ru/i317/1011/36/0cc9f87cd730.jpg.html)
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Timm am 30 November 2010, 18:30:28
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine zwei der drei kleinen Torpedoboote zwischen den anderen Torpedobooten zu erkennen.
Zitat von: Brommy am 30 November 2010, 18:44:11
Zitat von: Ostasien am 29 November 2010, 21:46:05
GFM von Waldersee in China, 1900/1901.
Wo ist GFM Waldersee auf dem Bild zu sehen?
Sorry - ich kann ihn nicht entdecken.
Viele Grüße
Brommy
GFM Gf. Waldersee ist der 3. sitzend von links.
Mit dem oberen Foto ist es ein wenig komplizierter.
Alex, welches Bild meinst du?
Zwei russ. Torpedoboote, vermutlich nach der Seeschlacht von Tsushima, in Tsingtau.
Hallo Alex,
besten Dank für die Informationen. Schon interessant, wie viele Bilder es von diesen Booten gibt.
@Ostasien, super Aufnahme, ist an der Mole II mit Blickrichtung Osten gemacht worden. Im Hintergrund ist die Ponton-Anlegestelle zwischen den beiden Molen zu erkennen
Gruß
Timm
Hallo.
Nein. Es nicht Tsingtau - diese Port-Arthur.
Die beschädigten Torpedoboote "BDITELNYJ" (der vierte Torpedoboot des Baus Werft "Schichau") und "SILNYJ" ("SOKOL"-Klasse).
Das Foto ist im Westlichen Schwimmbad (die Halbinsel Tigerschwanz/Тигровый хвост) gemacht.
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Seebatailloner am 30 November 2010, 20:03:11
Zwei russ. Torpedoboote, vermutlich nach der Seeschlacht von Tsushima, in Tsingtau.
Wahrscheinlich, es ist die Torpedoboote "SERDITYJ", "STATNYJ" und "SKORYJ", die aus der Chifu gekommen sind. April - Maj 1906.
Schöne Grüße
Alex
Zitat von: Ostasien am 30 November 2010, 19:37:56
Zu den russischen Torpedobooten kann ich auch noch ein Foto beisteuern -
@Ostasien,
ich habe mal dein Bild von Antwort 19 (Luchs) ausgeschnitten (hoffe das ist ok so).
Der Frachter ist m.E. die "Tsintau", welcher 1901 von der HAPAG für den chinesischen Flußverkehr und die Route Hongkong-Wladiwostok angekauft wurde.
Auf der Google-Suche Dampfer Tsintau fand ich ein paar interessante Fotos, Karten usw.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Tsintau_Kiautshou_Die_Chinesen_Kompanie_1902.jpg
http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=F00C13FD3B5D12738DDDAC0994D0405B808CF1D3
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dd/Reichspostdampferlinie_-_1898.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_134-C1638,_Versenkte_Dampfer_im_Hafen_von_Tsingtau.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Wilhelm_Hunstiger_Tsingtau_1912.jpg
Kiautschou,Torpedoboote in der Kaiserlichen Werft, undatiert.
Ad hoc, britische Zerstörer der China-Station.
Hallo Ostasien,
zu Antwort 59, das Bild zeigt nicht die kaiserliche Werft in Tsingtau sondern die Mole II mit den Lagerhäusern im großen Hafen. Anbei ein weiteres Bild von der Mole II von der Mole I aus gesehen.
Gruß
Timm
Ein Album mit Bildern von Kiautschau http://news.webshots.com/album/548303796xNrjxi?start=0
Zitat von: Seebatailloner am 30 November 2010, 19:47:26
Zitat von: Brommy am 30 November 2010, 18:44:11
Zitat von: Ostasien am 29 November 2010, 21:46:05
GFM von Waldersee in China, 1900/1901.
Wo ist GFM Waldersee auf dem Bild zu sehen?
Sorry - ich kann ihn nicht entdecken.
Viele Grüße
Brommy
GFM Gf. Waldersee ist der 3. sitzend von links.
@ Seebatailloner: Zunächst vielen Dank für den Hinweis.
Ich bin jetzt verunsichert. Ist das nicht Oberstleutnant Dürr, der stv. Inspekteur der Marineinfanterie (wurde später auch Inspekteur)?
Vielleicht ist "Ostasien" so nett und stellt uns noch einen Detail-Scan von Kopf incl. Achselstücken zur Verfügung?
Viele Grüße
Brommy
Von ObtLt. Dürr habe ich nur diesen schlechten Abzug.
Dürr war wesentlich jünger als der in der Bildmitte abgebildete Gf. Waldersee. Außerdem ein deutscher Oberstleutnant in der Mitte, und flankierend daneben ein russ. General, hätte nicht der Hierarchie entsprochen.
Der Herr ganz links dürfte Major Christ nach Verleihung des Roten Adlerordens 4. Kl. mit Schwertern sein.
Ich habe noch ein weiteres Bild von GFM Graf Waldersee beigefügt.
Ein weiteres Foto des GFM Waldersee. Leider wieder etwas blass, habe ich jedoch im Originalzustand so belassen.
Es stammt offensichtlich aus dem gleichen Fotoalbum wie die vorige Aufnahme aus meiner Sammlung, wurde abgelöst und hat auf der Rückseite die gleichen Kleber- bzw. Papierreste.
Beschriftet: "Abfahrt Waldersee von Peking".
Damit wäre es auf den 3. Juni 1901 zu datieren.
Das dritte Foto aus der selben Quelle - einer Postkartenbörse in FFM.
Wieder rückseitig die gleichen Kleber- und Papierreste sowie eine Beschriftung: "Waldersee bei der Parade".
Diese unbeschriftete Aufnahme zeigt GFM Waldersee, seine Wache sowie weitere Offiziere vor dem S.M.S. Iltis Denkmal in Schanghai und hat eine andere Provenienz wie die vorigen drei Fotos.
Auf besonderen Wunsch hier noch ein Ausschnitt des "1. Waldersee Fotos".
Auflösung diesmal 600 dpi.
Rückseitig steht übrigens noch "Nach einem Essen bei Oberst Nagato im internationalen Club Peking".
Diese Beschriftung befindet sich mit Bleistift geschrieben auf den Papierresten und ist damit neuzeitlich nach Ablösung aus dem Album entstanden.
Ich nehme, an der Händler hat sie kurz vor dem Verkauf übertragen.
Der bessere Scan des Fotos hilft in der Tat bei der Klärung der Frage ob die 3. Person in der ersten Reihe GFM Waldersee ist oder nicht.
Meines Erachtens ist die Frage mit "nein" zu beantworten. Eine Vergrößerung des Scans des Fotos, nach Bearbeitung (Abdunklung und mehr Schärfe) erbringt folgende Erkenntnisse:
- Der Offizier trägt ein Jackett (ab 1898 auch Bordjackett genannt), ein Bekleidungsstück, das in der Marine von Seeoffizieren und Offizieren der Marineinfanterie getragen wurde. Im Heer gab es dieses Bekleidungsstück nicht.
- Die Achselstücke von Stabsoffizieren weisen zu jener Zeit fünf Bögen auf; die Achselstücke der Admirale/Generale besitzen dagegen nur vier Bögen. Auf dem Foto sind fünf Bögen (rote Pfeile) zu zählen. Auf dem von mir hier beigefügten Waldersee-Bild sind die vier Bögen zu erkennen.
- Die blauen Pfeile auf dem linken Achselstück weisen auf drei Erhebungen, wovon die mittlere größer ist als die beiden daneben. Dies spricht für zwei Sterne und eine Krone (Abzeichen für Offz der MarInf) auf dem Achselstück.
- Ein Gesichtsvergleich zwischen fraglicher Person und dem Waldersee-Bild zeigt schon Unterschiede bezüglich Gesichtform und Bartfarbe.
Im übrigen ist davon auszugehen, daß Waldersee bei der Zusammenkunft mit hohen fremdländischen Militärs einen seiner Halsorden und/oder Bruststern angelegt hätte und nicht nur die Ordensschnalle.
Ostasien sei gedankt für die Bereitstellung des Scans, der eine Untersuchung erst möglich machte.
Viele Grüße
Brommy
"Berittener" Angehöriger des Seebataillons in China, unbeschriftet.
Hallo Ostasien,
der selbe Ehrenbogen als Ansichtskartenmotiv, allerdings hilft die Beschriftung wenig bei der genauen Ortsbestimmung.
Gruß
Timm
Angehörige der Kaiserlichen Marine bzw. des Seebataillons bei einem Ausflug, undatiert.
Hat der Matrose rechts auf den Bild seinen linken Arm amputiert? Er sieht wirklich schlecht aus.
Links zu Fotos: http://www.kopfwelten.org/kp/personen/kessler/
http://www.google.com/imgres?imgurl=http://www.military-photos.com/BX_ALLB.jpg&imgrefurl=http://forum.axishistory.com/viewtopic.php%3Ft%3D58473&usg=__XLgmR2Kr78AZkWJBadpQYAx51Gg=&h=700&w=999&sz=394&hl=en&start=0&sig2=rIjKDm3HV5P6QHzYkdsf5g&zoom=1&tbnid=MqCEK1ed4G0AeM:&tbnh=128&tbnw=189&ei=pending&prev=/images%3Fq%3Dostasien%2Bseebataillon%26hl%3Den%26safe%3Doff%26sa%3DG%26biw%3D1017%26bih%3D607%26gbv%3D2%26tbs%3Disch:1&itbs=1&iact=hc&vpx=339&vpy=112&dur=51&hovh=188&hovw=268&tx=136&ty=121&oei=htocTa2BNcGB8gbJk83RDQ&esq=3&page=1&ndsp=13&ved=1t:429,r:1,s:0
http://www.google.com/imgres?imgurl=http://www.geschichtsthemen.de/kiautschou/tsingtao2.jpg&imgrefurl=http://www.geschichtsthemen.de/kiautschou/kiautschou.htm&usg=__C9j6_tDffc62PXtzSdjv0nTA4Jg=&h=312&w=500&sz=46&hl=en&start=100&sig2=11AsPoweNfo5eU18IMNwOQ&zoom=1&tbnid=5yV7U79t-RfbDM:&tbnh=112&tbnw=179&ei=ZNscTf2mFIL7lweg0NXCCw&prev=/images%3Fq%3Dostasien%2Bseebatallion%26hl%3Den%26safe%3Doff%26sa%3DG%26biw%3D1017%26bih%3D607%26gbv%3D2%26tbs%3Disch:10%2C3637&itbs=1&iact=hc&vpx=305&vpy=82&dur=3467&hovh=177&hovw=284&tx=168&ty=105&oei=htocTa2BNcGB8gbJk83RDQ&esq=10&page=8&ndsp=14&ved=1t:429,r:6,s:100&biw=1017&bih=607
Noch ein Ausflug, undatiert. Schade, dass die Mützenbänder nicht zu entziffern sind.
Auf ähnlichen Bildern ist auf den Mützenbändern immer wieder "Matrosenartillerie Kiautschau" zu lesen.
Gruß
Timm
Abbildungen von diesem Mützenband und Uniformen kann man hier sehen :
http://www.sacktrick.com/igu/germancolonialuniforms/militaria/navaluniforms.htm (http://www.sacktrick.com/igu/germancolonialuniforms/militaria/navaluniforms.htm)
http://www.germancolonialuniforms.co.uk/
Es gab eine ganze Reihe von verschiedenen Mützenbändern bei den deutschen Marineeinheiten in China, dazu kommen dann noch die der Schiffs-Besatzungen, die sich dort gerade aufhielten.
Bekannte Kaiserliche Marine Mützenbänder in China:
MARINE=DETACHEMENT=KIAUTSCHOU
GOUVERNEMENT KIAUTSCHOU.
GOUVERNEMENT KIAUTSCHOU
DETACHMENT HANKAU
MATR.ARTL.DETACHEMENT KIAUTSCHOU
MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU
MATROSENARTILLERIE=KIAUTSCHOU
MATROSEN=ARTILLERIE=KIAUTSCHOU
1.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU .1.
2.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU.2
2.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU 2.
3.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU.3.
3.MATROSENARTILLERIE=KIAUTSCHOU.3.
4.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU.4.
E.MATROSENARTILLERIE KIAUTSCHOU.E
S.M. RESERVE KIAUTSCHOU
"Reserve Kiautschou" findet sich auf den 3 Meter langen Bändern der Reservisten meist in Verbindung mit weiteren Texten (Wir dienten treu am Chinastrand...usw.) und ggf. den Jahreszahlen des Militärdienstes ( 09 – 12 ), diese teils eingewebt, teils aus Metall.
Manchmal befinden sich auch noch verkleinerte Branchenabzeichen neben diesen Zahlen.
E. bedeutet Ersatz.
Es gab Bänder mit silberner und goldener Schrift, je nach vorheriger Laufbahn des Trägers.
"Matrosenabteilung Kiautschou" ohne die Kompaniezahlen wurde von den Angehörigen der Stammabteilung in Cuxhaven getragen, die zur Auffüllung der MAK in China diente.
Die Matrosen Artillerie Abteilung wurde lt. AKO vom 29.03.1902 formiert. Daher wurden die "Bänder Matrosen Artillerie Detachement Kiautschou" nur noch bis zum Oktober 1902 getragen. Danach erfolgte die Einführung der neuen Bänder mit der Kompanie-Zahl rechts und links der Schrift.
Von diesen gab es dann im Laufe der Zeit verschiedene Ausführungen in Bezug auf Trennstriche und gesetzte Punkte.
Dazu ein Daten aus dem Buch
"Geschichte des III. Seebataillons"
von Oberleutnant Huguenin, Tsingtau 1912
13.06.1898 A.K.O.
Umbenennung des Marine Infanterie Bataillons in
III. Seebataillon
Umbenennung des Artillerie Detachements in
Matrosen Artillerie Detachement Kiautschou
04.12.1898 A.K.O. Organisation der Marine Feld Batterie
,,Die bisher dem Matrosen Artillerie Detachement Kiautschou zugeteilte
Marine Feld Batterie ist von diesem abzuzweigen und mit Eintreffen des
nächstjährigen Ablösungs Transports bei dem III. Seebataillon zu formieren.
An der Spitze steht ein Batteriechef mit den Rechten und Pflichten eines
Kompagnie Chefs im III. Seebataillon. Als Ergänzungsformation tritt eine
Stammbatterie zum II. Seebataillon." - Wilhelm-
Hierbei noch besonderer Dank an Bernd, aus dessen Buch ,,DIE MÜTZENBÄNDER DER DEUTSCHEN MARINE" einige der Angaben stammen.
Die österreichischen Matrosen auf dem Foto in Antwort #16 sitzen vor dem Wutasi Tempel , der sich in der Nähe von Peking befindet.
Siehe auch hier. (http://www.flickr.com/photos/bruce-in-beijing/2798536408/)
Grüße Joern
Vielleicht interessant: Bilder aus Tsingtau im Jahre 1919:
http://www.ecpad.fr/le-fort-allemand-et-la-ville-de-tsing-tao-en-1919#more-6903