Guten Abend zusammen !
Durch den allierten A.P. Report wurde heute vor 66 Jahren (20. April 1945) berichtet, dass die Front an der Elbe einen Geschmack des Seekrieges erfuhr.
Als nämlich britische Panzer zur Elbe vordrangen, wurden sie von einem deutschen U-Boot beschossen, welches sich in dem Fluß befand.
Jetzt zu meinen Fragen:
Ist jemand bekannt welches deutsche U-Boot hier die anrückenden britischen Panzer auf´s Korn nahm ?
Wenn dann, kann es eigentlich nur ein Boot vom Typ VII bzw. Typ IX sein, welches 1945 (!) noch über sein 8,8 cm bzw. 10,5 cm Deckgeschütz verfügte.
Dies ist ja insofern unüblich, da diese bereits ab 1943 von Bord genommen, bzw. bei Neubauten nicht mehr installiert wurden.
Ich denke nämlich mal nicht, dass ein Boot Panzeransammlungen mit der 2,0 cm, bzw. 3,7 cm Flak bekämpft.
Weiß jemand, ob dieses Boot Erfolge erzielen konnte und welches Schicksal es ereilte ?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Rheinmetall
Hallo Rheinmetall !
Tolle Nachricht, habe ich noch nie etwas von gehört !
Vielleicht kommt ja dazu etwas von unseren U-Boot- Experten ??
Wo kann man den allierten A.P. Report einsehen ??
Gruß
Theo
Zitat von: TD am 20 April 2011, 23:02:35
Hallo Rheinmetall !
Wo kann man den allierten A.P. Report einsehen ??
Ja, wäre schon interessant das zu wissen...... :MZ:
:MG:
Manfred
Moin Rheinmetall,
der folgende Satz ist Dir vielleicht schon bekannt: "...Eine interessante Aktion war die Verlegung von sechs U-Booten über die Elbe, die Autobahn Dresden - Regensburg und die Donau nach Konstanz im Jahr 1942, um die Sowjethäfen zu erreichen"
Quelle: http://www.artikel32.com/sonstige/1/der-uboot-krieg.php
Das beantwortet schon einmal die Frage ob ein U-boot in der Elbe möglich wäre
Die Frage welches U-boot, bleibt dann allerdings noch offen ... vielleicht wird dieses Rätsel ja noch von jemand anderem gelöst.
Ostseegruß von der Pam
Hallo Pam,
dass U-Boote auf der Elbe unterwegs waren, ist insoweit nichts Ungewöhnliches, da jedes Boot, das z.B. bei Blohm & Voß vom Stapel lief, diese Eigenschaft hatte. :-)
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Zitat von: dirkP1a am 22 April 2011, 11:45:25
1942 waren britische Panzer an deutschen Flüssen auch rar gesät ... :MLL:
Sei nicht sauer Dirk aber mit solchen Antworten werde ,,Neue" oder ,,Seltenschreiber" nicht gerade ermutigt sich rege zu beteiligen, wer macht sich schon gerne lächerlich...... :MZ:
:MG:
Manfred
Moin zusammen,
ups ... ja also da hatte ich wohl etwas missverstanden.... irgendwie hatte ich die Frage im Kopf : ob es überhaupt möglich war das ein U-boot in der Elbe .... ok .. wer lesen kann is klar im Vorteil :-D
Zu 1942 ... is mir auch klar das es in diesem Zeitraum noch keine Britischen Panzer an der Elbe gab .. wäre ja auch nicht sinnig wenn Deutschland dann noch drei Jahre bis zur Kapitulation gebraucht hätte .... :-P
Ironie : an /b Manchmal mein lieber dirkP1a sollte man auch mal nicht nur Wort für Wort lesen sondern den Sinn herauslesen :MLL: Ironie : aus /
Ostseegrüße von der Pam
Edit: Rechtschreibfehler Korrektur
:?
Oben wird in der Frage doch auch ausdrücklich das Jahr 1945 genannt, also bleibt die Frage weiter im Raum und harrt nach sachlichen Antworten. :-)
Zitat von: t-geronimo am 22 April 2011, 12:13:12
also bleibt die Frage weiter im Raum und harrt nach sachlichen Antworten. :-)
ja, und darauf warten wir auch noch....... :MZ:
Zitat von: Albatros am 21 April 2011, 23:09:19
Zitat von: TD am 20 April 2011, 23:02:35
Hallo Rheinmetall !
Wo kann man den allierten A.P. Report einsehen ??
Ja, wäre schon interessant das zu wissen...... :MZ:
:MG:
Manfred
:MG:
Manfred
Bekanntlich erreichten britische Heeresverbände am 20.4.45 die Elbe bei Lauenburg. Dieser Ort liegt von Hamburg aus stromaufwärts. In diesem Raum befanden sich am besagten Tag keine deutschen U-Boote, da diese nur bis zu den Werften in Hamburg auf der Elbe verlegten. Zudem verfügten deutsche U-Boote im Westraum zu diesem Zeitpunkt nur noch über leichte Flakwaffen.
Fazit: das beschriebene Szenario dürfte so kaum stattgefunden haben!
Österliche Grüße
Axel Niestlé
Hallo Axel -sehe ich eigentlich auch so. Mit Lauenburg muß ich Dich aber etwas verbessern. Die Kämpfe um Lauenburg waren ca. 26/27.April bis 29/30. April 1945. Englische Seite: 3.Bat. Royal Tank Regiment und 4.Bat. Kings Shropsshire Light Infantery. Auf dt. Seite wohl Resteinheiten der HG unter General der Infanterie Blumentritt.
Gruß - Achim - Trimmer
Was spricht den gegen das beschiessen von Tanks mit Flak a 2 cm bzw. 3,7cm?
Allein die Geraeuschwirkung im Ziel ist immens. Damit auch eine demoralierende Wirkung.
Mein Vater erzaehlte mir mal welche Wirkung eine Шилка auf ein gepanzertes Ziel hat, selbst wenn man nur aus sicherer Entfernung diese Wirkung zu sehen bekommt.
Dazu auch noch die Frage ob Mariner denn den Unterschied zwischen Panzer und gepanzerten Aufklaerungsfahrzeug oder Selbstfahrlaffette-Schuetzenpanzer kennen? Genauso auch ob Panzertruppen unter Feuer vielleicht ein AFP als U-Boot identifzieren?
Don´t Panic
Südlich der Elbe in den Harburger Bergen kam es Ende April 1945 noch zu heftigen Kämpfen.
Ich habe gehört, das neben Fallschirmjägern, SS, HJ und Volkssturm auch noch Seeleute
dort eingesetzt waren. Ich kann mich erinnern gelesen zu haben, das auch Marinekanonen
in die Stellungen geschafft wurden und den Engländern dort grosse Verluste beibrachten.
Das stand in Dorfchroniken aus dem Gebiet. U Boote mit Geschützen könnten höchstens im
Raum Wilhelmsburg zum Einsatz gekommen sein. Es waren viele U Boote in Hamburg-
auch lagen noch lange nach dem Krieg Wracks in der Elbe. Ob diese nun noch Geschütze montiert
hatten ... ???
Ein wenig Wahrheit ist ja in allen Legenden - also U Bootgeschütze, Matrosen, Hamburg Elbe -- JA.
Hier ist ein sehr interessantes Google Buch. Befasst sich mit den Auswirkungen des III. Reiches
in kleinen Dörfern wie Alvesen - direkt im Kampfgebiet.
Vor Jahren haben wir dort auch gegraben und eine Menge Relikte gefunden. Erkennungsmarken,
8,8cm Marinehülsen usw.
http://books.google.de/books?id=QAz4kYQtQ08C&pg=PA103&lpg=PA103&dq=bootskanone&source=web&ots=JOYkGrs7VX&sig=LVUdtstCiNuIdVgB3P1QrVLbAYQ&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=8&ct=result#v=onepage&q&f=false
Hallo genkideskan was ist eine 8,8 cm Marinehülse :? Meinst Du 8,8cm Flak ( Hülse ) ?
Jan- klar besteht die von Dir beschriebene Möglickeit aber wenn ich vom Ausgangspunkt Panzer - U-Boot ausgehe :? Also ich denke da müßte doch vo "Rheinmetall" etwas mehr "Butter bei die Fische " gebracht werden. Wenn wir dann noch die dt. Einheiten nehmen - Truppen aller Waffengattungen, dann kommen wir vielleicht zu dem Schluß das zur Verteidigung der Hafenanlage ..... wurde dann dem Boot zu geordnet
Gruß - Achim - Trimmer
Hülse der Marinekanone 8,8cm C/35
Zitat von: Trimmer am 22 April 2011, 16:28:00
...4.Bat. Kings Shropsshire Light Infantery. ...
Hier gibt es zumindest eine kleine Verbindung zu den U-Booten, da sie später dabei waren als Dönitz verhaftet wurde.
In ihrem Museum ist einer von Dönitz' Großadmiralsstäben ausgestellt.
@ Q
ZitatMein Vater erzaehlte mir mal welche Wirkung eine Шилка auf ein gepanzertes Ziel hat, selbst wenn man nur aus sicherer Entfernung diese Wirkung zu sehen bekommt.
Du kannst aber eine Shilka mit 4 x23mm , 2000 Schuss/Minute und Radar nicht mit ner 2cm Flak/38 oder ner 3,7cm vergleichen. Da würde höchstens noch´n 2cm Flakvierling mitkommen.
Andererseits muß ich sagen das wir damals in Todendorf mit nem Gepard einem T-62 die Ölwanne in Brand gesetzt haben. :-D
Hallo Achim,
gemäß der "Heereslage" vom 20.4.45 im KTB der Skl, Bd. 68, S. 307, erreichte der Feind die Elbe bei Lauenburg und Winsen. Welche Truppenteile dies waren, ist mir nicht bekannt, aber ich unterstelle dem OKH, dass es sich bei dieser Meldung nicht um eine "Ente" handelte. Das später noch mehr Engländer am Ufer erschienen, ist bekannt.
Grüße
Axel
Axel- so hatte ich es auch erst. Lt. den Berichten der genannten engl. Einheiten aber Kampf um Brückenkopf Lauenburg 29/30.April 1945. Dort wird auch von Ari-Einsatz am 26/27. April geschrieben. Ich gehe jetzt davon aus das die Kämpfe im Großraum Lauenburg ab 20.04. begannen.
Gruß - Achim - Trimmer
Ergänzung: Truppen lagen sich schon ab 19/20.04. bei Lauenburg ander Elbe gegenüber. Brücken waren gesprengt. Am 27.04. scheiterten Verhandlungen zwischen den Briten und Oltn. Hans -Georg Peters über die Kapitulation. Am 28.04. eröffneten die Briten das Ari-Feuer und am 29.04 erfolgte die Einnahme nach dem Bau von 4 Behelfsbrücken
Zitat von: toppertino am 23 April 2011, 13:42:05
@ Q
ZitatMein Vater erzaehlte mir mal welche Wirkung eine Шилка auf ein gepanzertes Ziel hat, selbst wenn man nur aus sicherer Entfernung diese Wirkung zu sehen bekommt.
Du kannst aber eine Shilka mit 4 x23mm , 2000 Schuss/Minute und Radar nicht mit ner 2cm Flak/38 oder ner 3,7cm vergleichen. Da würde höchstens noch´n 2cm Flakvierling mitkommen.
Andererseits muß ich sagen das wir damals in Todendorf mit nem Gepard einem T-62 die Ölwanne in Brand gesetzt haben. :-D
Natuerlich setze ich ne Шилка nicht mit nem WK 2 Flak geschuetz gleich. Allerdings sind sowohl die 23mm Шилка Geschosse wie auch die 20 mm Flak Geschosse nicht Panzerbrechend. Allerdings die Geraeuschentwicklung im Panzer durch das doch sehr starke und regelmaessige "Anklopfen" sollte aehnlich nervig sein. Da machte auch die extrem hoehere Schussfolge der Шилка keinen wesentlichen Unterschied zur 2 cm Flakkanone.
Don´t Panic
Hallo Jan - möglich das es eine moralische Wirkung hat aber Erfolg :? Wenn ich davon ausgehe das die Pak 3,7 cm selbst mit der Panzergranate 40
als " Panzer-Anklopf - Gerät " bezeichnet wurde was sollen dann 2,2 cm bewirken. Aus meiner Zeit bei der Fahne ist mir eigentlich die "Schilka" dafür bekannt das sie Bodentruppen gegen Tieffliegerangriffe schützen sollte. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Pak 3,7 mit Pz-Granate 40 Wirkung 400m Auftreffwinkel 60° 37 mm Panzerstahl
100m 60° 64 mm
Gruß - Achim - Trimmer