Diese 8 bewaffneten Versorger entstanden nach Entwürfen von 1959-1963 und liefen ab 1966 der Flotte zu.
Ihre Hauptaufgabe bestand im versorgen der Flotte mit Versorgungsgüter aller Art, plus Brennstoff, plus Frischwasser und Munition.
ab den 70er Jahren wurden FK-Seeziel-Waffensysteme in der Flotte eingeführt, diese aufzunehmen waren die Versorger der Klasse 701 nicht in der Lage. Deshalb wurden im Zeitraum von 1975 bis 1984 fünf Versorger der Klasse 701 umgebaut und erhielten den Typenzusatz C, D bzw. E.
Die Bewaffnung aller Typen bestand aus 2 x 40 mm L/70 Doppellafette Breda, 2 x STINGER (Fliegerfaust 2) ,
Minenezuladung war zumindest mal möglich gewesen 80m Gleisanlagen, Torpedoabwehrsystem, NIXIE.
Da gib`s natürlich wieder Fragen zu :O/Y , mal als erste ...............
war die Besatzung zu allen Zeiten Militärisch oder Civil oder fand hier ein Wechsel statt?
Torpedoabwehrsystem, NIXIE. aus was bestand dies, Sonar und ?
Bilder, hier hoffe ich noch auf Hastei...... :MZ:
http://www.marinekameradschaft-lueneburg.de/images/t006_480.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/Offenburg_A1417_NewYork_1986.jpeg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cf/20080702-Faliron-A464-Axios.jpg
Vielleicht gibt es ja auch wieder Mitglieder hier im Forum die auf diesen schönen Schiffen gefahren sind und die ein oder andere Geschichte zu den Schiffen erzählen können.
:MG:
Manfred
Hallo,
die Nixie bestand aus einer größeren Winde mit zwei Kabeltrossen, an welchen am Ende zwei Geräuschkörper befestigt waren. Diese wurde zu Wasser gelassen und hinter dem Schiff hergezogen. Durch die entstehenden Geräusche sollten die Torpedos "angelockt" werden und so vom Schiff ablassen. Dieses System ist mittlerweile nicht mehr zeitgemäß und wird bzw. soll von den Schiffen ausgebaut werden.
Das größte Problem bei der Benutzung ist eigentlich, dass die Schiffe, welche Nixie ausgebracht haben in der Fahrt und der Manövrierfähigkeit stark eingeschränkt sind.
Irgendwo habe ich auch noch Bilder...nur woooooo :? mal sehen ob ich sie noch finde..., dann stelle ich welche ein.
Gruß Angel
Guckst Du hier...
http://en.wikipedia.org/wiki/AN/SLQ-25_Nixie
Ist zwar auf der "Iowa", aber bei uns sieht es im groß und ganzen auch nicht anders aus....
Hallo Angel,
Danke Dir.... top
Also ein Sonar gehörte dann nicht zwangsläufig dazu oder? Das Sonar soll aber auch nur in den ersten Jahren zur Ausrüstung der Versorger gehört haben.
Du beschreibst das System Nixie so als wenn es noch im Dienst auf Schiffen der Flotte wäre, kannst du mal bitte eine Klasse nennen.
:MG:
Manfred
Hallo Albatros,
also auf welchen Schiffen es noch genau im Einsatz ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber auf Fregatte Karlsruhe war letztes Jahr die Rede davon, dass es jetzt in der Werft ausgebaut werden soll. Ich denke unsere Aktiven "Seeleute" könnten da mehr drüber wissen...
Ich vergaß vorhin zu erwähnen...
... ein großer Nachteil ist auch das Ausbringen der Nixie. Bis es im Wasser ist usw... vergehen ein paar Minuten, also dauert es schon viel zu lange, bis es einsatzbereit ist und wenn der Torpedo schon nah genug ist, wäre es auch schon zu spät gewesen. Dann wird es höchste Zeit sich ins Rettungboot zu flüchten bzw. außenbords zu springen :KS/:
Dazu kommt, dass die Nixie nicht permanent besetzt ist, sondern es werden ein Sonarmaat und 1-2 OPZ-ler dazu auf Station geschickt, wenn der Bedarf besteht.
In diesem Sinne, werde ich jetzt erstmal ein wenig feiern gehen ;)
Gruß Angel
Zitat von: Albatros am 14 Mai 2011, 18:23:41
war die Besatzung zu allen Zeiten Militärisch ...
mW: Ja.
Zitat von: Schappi1976 am 14 Mai 2011, 18:55:44
(Nixie) Durch die entstehenden Geräusche sollten die Torpedos "angelockt" werden und so vom Schiff ablassen. ...Das größte Problem bei der Benutzung ist eigentlich, dass die Schiffe, welche Nixie ausgebracht haben in der Fahrt und der Manövrierfähigkeit stark eingeschränkt sind.
kann ich aus S-Bootsfahrersicht nicht so ganz bestätigen. Bei unseren Torpedoschießabschnitten mit DM2 setzte das Zielschiff (Tender "Neckar" der "Werra") bei schwierigeren Schießaufgaben routinemäßig die "Nixie" ein und konnte immer noch ganz flott zacken und Fahrt ändern (allerdings nicht unter eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit)
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 14 Mai 2011, 21:02:58
Zitat von: Albatros am 14 Mai 2011, 18:23:41
war die Besatzung zu allen Zeiten Militärisch ...
mW: Ja.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
Welche Merkmale sind denn eigentlich relevant für die Entscheidung ob eine Zivilbesatzung oder eine Militärische ein Hilfsschiff der Deutschen Marine bemannt?
:MG:
Manfred
Zitat von: Urs Hessling am 14 Mai 2011, 21:02:58
kann ich aus S-Bootsfahrersicht nicht so ganz bestätigen. Bei unseren Torpedoschießabschnitten mit DM2 setzte das Zielschiff (Tender "Neckar" der "Werra") bei schwierigeren Schießaufgaben routinemäßig die "Nixie" ein und konnte immer noch ganz flott zacken und Fahrt ändern (allerdings nicht unter eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit)
Gruß, Urs
Hallo Urs,
sicherlich hast Du recht, ich vergaß beim Schreiben auch, dass es hier im speziellen um Versorger ging.
Ein Krieger allerdings hat schon andere Vorraussetzungen. Da kann es auch mal ein appruptes Stoppmanöver geben, AK-Vorraus (+30kn) oder scharfe Wendemanöver, halt wie bei nem Hasen, wenn er auf der Flucht vor dem Fuchs ist ;)
Gruß Angel
moin,
Zitat von: Albatros am 15 Mai 2011, 20:32:49
Welche Merkmale sind denn eigentlich relevant für die Entscheidung ob eine Zivilbesatzung oder eine Militärische ein Hilfsschiff der Deutschen Marine bemannt?
ich weiß es nicht, und seit dem Ende meiner "aktiven Seefahrtzeit" (1990) hat sich aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen Situation "mit Sicherheit" :wink: auch Einiges geändert.
Zu der damaligen Zeit war die Meßlatte, daß Zivilbesatzungen nicht auf Schiffen mit einsatzbereiter Bewaffnung fuhren (z.B. die 701er). Wenn ein zivil besetzter Versorger oder Schlepper eine 40 mm-Bewaffnung hatte, war diese "einkokoniert".
Gruß, Urs
Welchen Status hat eigentlich die Zivilbesatzung auf einem militärischen Schiff im Kriegsfall, insbesonders bei einer feindlichen Gefangennahme?
Im V-Fall wären die Besatzungen schnell als Reservisten aktiviert worden und somit Soldaten. Die Offiziere waren/sind mW alle ReserveOffz
Axel
Hier mal zwei Videos von der Freiburg ( A 1413 ) wohl eindeutig militärische Besatzung obwohl die Waffen einkokoniert sind.
http://www.youtube.com/watch?v=Core5bBY85A&NR=1
http://www.youtube.com/watch?v=l-x81VeMXqA
:MG:
Manfred
lieber Manfred,
Zitat von: Albatros am 17 Mai 2011, 20:35:09
Hier mal ein Video von der Freiburg ( A 1413 ) wohl eindeutig militärische Besatzung obwohl die Waffen einkokoniert sind.
mathematische Logik:
Zivilbesatzung > Waffen einkokoniert heißt in Umkehr
nicht (!) Waffen einkokoniert > Zivilbesatzung... sondern
Waffen nicht einkokoniert > keine Zivilbesatzung !
Gruß, Urs
Tja Manfred,
komme erst jetzt dazu, mich hier mal zu melden. Ich habei auch einige Bildchen ,aber sie sind so bekannt,dass ich keine zeigen möchte. Auch die Qualität ist nicht gut. Ein Bild als Beispiel, aus einem Magazin ausgeschnitten. Es war der Umbau mit Hubschrauberlandedeck.
Dazu würde mich mal interessieren, ob sich dieser,gewiss kostspielige Umbau gelohnt hat. besatzung war, wenigstens zu "meiner Zeit" immer militärisch.
Der Tanker Münsterland z.B.hatten zivile Besatzung. Die Eifel aber militärische.Warum, weshalb--keine Ahnung
Gruß Hastei
Die Schiffe sollen ja die reinsten Warenhäuser auf See gewesen sein, habe ich mal gelesen..... :O/Y
Kann man sagen die Klasse 701 konnte z.B einen Zerstörer mit allem was er so zum ,,Normalen" Lebenserhalt brauchte versorgen ?
Hier ein weiteres Bild der Klasse
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Tro%C3%9Fschiff_Freiburg_%28A1413%29.jpg
Und dann wäre da noch eine Frage von Hastei offen.......... :MZ:
Zitat von: Hastei am 18 Mai 2011, 16:42:45
Dazu würde mich mal interessieren, ob sich dieser,gewiss kostspielige Umbau gelohnt hat. besatzung war, wenigstens zu "meiner Zeit" immer militärisch.
Gruß Hastei
:MG:
Manfred
hallo,
diese Schiffe waren i.d.T. richtige Supermärkte.
Neben der Beladung mit ca. 760 qm Kraftstoff, 130 qm Frischwasser und 200 t Munition sind noch ca.100 t Versorgungsgüter an Bord in Regalen
der Laderäume verstaut. Diese 100 t umfassen ca. 12 ooo verschiedene Artikel. Toll, nicht wahr !!
Da sind Farben und Taschentücher ebenso dabei wie Medikamente und Blutkonserven. In den ca. 250 qm Kühlräumen wird Tiefkühlkost und Frischverpflegung aufbewahrt.
Bei der Seeversorgung kann eine gut ausgebildete Besatzung alle drei Minuten eine Palette mit ca. 1.t Gewicht auf das andere Schiff hieven.
( Hastei : ????? ) Dann können die noch gleichzeitig ca. 100 qm Kraftstoff und 60 qm Frischwasser in der Stunde abgeben.
Diese Angaben habe ich mal aus einem Magazin ausgeschnitte und wieder vorgekramt . Der Artikel ist schon älter und ich weiß nicht, ob da die Umbauten berücksichtigt wurden, ich glaube nicht.
es grüßt der Hastei
Hallo Hastei,
12.000 Artikel, da würde ich gerne mal eine Aufnahme der Regale/Lagerräume sehen. War das alles Palettiert, Automatisiert oder wurde alles per Hand zusammengesucht was so an Bestellungen rein kam?
:MG:
Manfred
Der Umbau zum Helodeck wurde mit Einführung der Bordhubschrauber bei der Klasse 122 nötig. So konnten die Versorger auch in internationalen Verbänden (z.B. STANAV) mitfahren und auch die Versorgungsverfahren mit Helo durchführen (Stichwort VetRep)
12.000 Artikel hört sich viel an, ist aber auch in der VersLast einer mittleren Fregatte / eines mittleren Zerstörers zu finden. Eben alles von Munition über Ersatzteile, POL oder Klopapier...
Grundsätzlich wurde chaotisch gelagert, d.h. das System teilte bei der Einbuchung der Lieferung den Lagerort zu, grob unterteilt nach Eigenschaften (z.B. Verderblich wie Medikamente, zerbrechlich wie Lampen....), d.h. auch, wenn Absturz des Systems Probleme bei der ET-Suche (natürlich machte man jeden Abend einen Backup und regelmäßig auch eine Ausdruck. Dazu noch die Last für Rückgabepfichtige Ersatz- und Austauschteile, und schon hatte man einen mittleren Supermarkt dabei.
Erst wenn man selbst die Auffüllgrenze erreichte ging man als Kampfschiff an den Versorger. (NB. auch die zivilen Tanker wie Spessart und Rhön konnten gut noch was verstauen, war eine Absprache mit der Schiffsführung. 100 Faß Bier extra? Kein Problem für den guten SVO...)
Axel
...pst, weitersagen, Axel war nen`guter SVO... :O/Y :O/Y :O/Y
Prost
Ronny
Man musste mit den Zivilen nur gute Deals machen:
Stauen von Bier gegen frische Brötchen auf See, der Brücken-WO musste sowieso RAS oder Postbeutelübergabe üben, einen Container auf Deck laschen, dafür Hilfe im Auslandshafen bei Ver- und Entsorgung, so lief es immer.
Ausserdem, es gibt nur gute und sehr gute SVOs, wobei der Gute einen ausgeprägten Hang zum Krimilellen hat, der sehr gute also... :roll:
Axel
Das diese Schiffe der Lüneburg-Klasse recht brauchbar sein müssen kann man glaube ich auch daran erkennen das alle einen Abnehmer nach Außerdienststellung bei der deutschen Marine gefunden haben. Zwei gingen nach Kolumbien, zwei nach Griechenland und je eins nach Ägypten, Uruguay und Spanien. Die Meersburg 2004 außer Dienst, soll im MArs Wilhelmshaven liegen, ist sie dort als Reserve aufgelegt ?
:MG:
Manfred
@ Axel,
ich habe so ein wenig das Gefühl, Du möchtest uns die eine oder andere Geschichte aus Deiner Fahrenszeit als ISVO erzählen...
:DO/:
Tja, wenn keiner zuhört...
...obwohl, ich muss mich da mal schlau machen, was schon verjährt ist :wink:
Ansonsten mal gerne bei einem kleinen Rees an Backbord unter Zuhilfenahme der ein oder anderen Schale kühlen Saftes (alles eine Frage der Deklaration, steht zumindest im Kapitel; Der Zoll, des SVOs bester Freund...)
Axel
Moin Manfred,
die Meersburg soll in 2008 in die Türkei nach Aliaga zum Verschrotten gegangen sein.
https://www.vebeg.de/web/de/presse/index.htm?item_showid=188 (https://www.vebeg.de/web/de/presse/index.htm?item_showid=188)
Hallo,
anbei eine kleine Aufstellung über den Verbleib:
ex LÜNEBURG Kolumbien 161 CARTAGENA DE INDIAS
ex COBURG Griechenland A 464 AXIOS (III)
ex FREIBURG Uruguay 4 GENERAL ARTIGAS
ex SAARBURG Griechenland A 470 ALIAKMON
ex NIENBURG Kolumbien 162 BUENAVENTURA
ex GLÜCKSBURG Ägypten 230 SHALATEIN
Meersburg und Offenburg wurden über die VEBEG zum Abbruch verkauft.
Gruß
ship-lover
ich habe mal aus meinem BU-Ma-karton was rausgeholt.
Gruß Hastei
Hallo Hastei...was du so alles in Karton´s haben kannst. :MZ:
willste dat sehn ?
Zitat von: Big A am 24 Mai 2011, 21:29:54
Tja, wenn keiner zuhört...
...obwohl, ich muss mich da mal schlau machen, was schon verjährt ist :wink:
Ansonsten mal gerne bei einem kleinen Rees an Backbord unter Zuhilfenahme der ein oder anderen Schale kühlen Saftes (alles eine Frage der Deklaration, steht zumindest im Kapitel; Der Zoll, des SVOs bester Freund...)
Axel
Hallo Axel,
also wenn Du schon so anfängst (Verjährungsfrist), musst Du ja ein super ISVO gewesen sein. Ähnlich wie der junge Leutnant bei "Mission Petticoat)? :MZ:
Und ich denke mal, zuhören werden alle, auch wenn wir bis zur Verjährung noch warten müssen...
Gerade bei nem Tässchen Hopfenblütentee hört sich das ganze noch interessanter an.... :OuuO:
Gruß Angel
Ich denke, auch innerhalb der gesetzlichen Grenzen dürfte es da interessante Geschichten geben.
Zitatalso wenn Du schon so anfängst (Verjährungsfrist), musst Du ja ein super ISVO gewesen sein
Das zu beurteilen überlasse ich anderen...
ZitatÄhnlich wie der junge Leutnant bei "Mission Petticoat)?
Der war Lieutenant, das ist KptLt bei uns, aber so dreist war ich nun auch wieder nicht.
Aber eine kleine Geschichte:
Nach langer Seefahrt Ankunft in La Guaira, Venezuela. VerbindungsOffz, nenne wir ihn Pedro, kommt an Bord, gibt sich Abends die Kante und wird auf die 2. Koje beim II SVO verbracht.
Ich am nächsten Morgen zum Flughafen, die avisierte Nachversorgung (diverse Kisten mit Ersatzteilen und Post), aus Hinweisen seitens des Attachés auch ein paar Greenbacks (US$) aus der gelben Kasse dabei (schwarze sind ja gemäß DAB ausdrücklich verboten).
Der Zöllner, nennen wir ihn Juan, sieht mich in Uniform auf ihn zukommen, ich schiebe die Papiere mit einem Zehner darunter zu ihm hin, er tut als könnte er lesen, schüttelt den Kopf, gibt sie zurück. Ich noch einen Zehner drunter, wieder hingeschoben, gleiches Spiel.
Wurde langsam sauer, fuhr zurück an Bord. Pedro noch immer breit, ließ sich nur mühsam wecken. Dann machte ich ihm auf Englisch und rudimentärem Spanisch die Situation klar. Er organisiert darauf hin einen LKW der venezolanischen Marine, für uns eine Limousine und zurück zum Flughafen. Als er erfuhr, dass ich schon 20 $ ,,bezahlt" hatte, wurde er richtig sauer, da nach seiner Auskunft der Satz bei 5 $ lag...
Juan sieht uns kommen und wird blass, Pedro schließt sich mit ihm ein, wahrscheinlich ein Pontifikalamt, jedenfalls war einiges durch die geschlossene Tür zu hören.
Jedenfalls kriegte ich mein Geld zurück, Juan musste persönlich den LKW beladen und es ging zurück zum Schiff.
Pedro bekam dann von mir persönlich das Goldene Versorgungsabzeichen verliehen.
Über den damaligen Umgang mit Schiffshändlern, als man noch mit der Bargeldkasse zur See fuhr erzähle ich mal im kleinen Kreis
Axel
Axel - top Da fällt mir immer wieder die Geschichte von einen Freund ein. Der war Binnenschiffer u.a. auch auf der Oder. Immer wenn die nach Stettin/ Szczecin mußten ist auf polnischer Seite ein Lotse an Bord gekommen. Der hatte den "polnischen Lotsengriff " = ein Griff in die deutsche Zigarettenschachtel und schon waren 5-6 Stück raus. Um schneller abgefertigt zu werden - Zoll- war damals die ungarische Salami die "harte Währung" oder Bettwäsche. "Fliesen" - DM hatten ja beide Seiten nicht.
Gruß - Achim - Trimmer
hallo Axel,
in meiner Fahrenszeit habe ich die SVO`s gar nicht so wahrgenommen. Aber jetzt denke ich mal, sie waren nach dem Kommandanten die wichtigsten Leute an Bord.
ehrfurchtvoll grüßt der Hastei
Klar, jeder Kommandant braucht seinen SVO, weil, nicht an allem, was schiefgeht ist die Regierung schuld 8-)
aber im Ernst, eigentlich wird der SVO nur dann wahrgenommen, wenn etwas nicht klappt (keine frischen Brötchen, Bier alle, Post kommt nicht, Ersatzteil fehlt, so in etwa in dieser Reihenfolge der Befindlichkeiten)
Axel
Die frischen Brötchen wurden doch in der Kombüse frisch gebacken. Auf Tender Saar flogen die in der Mannschaftsmesse immer in Richtung Tür, wenn ein Smut es wagte seinen Kopf da rein zu strecken. Hat richtig weh getan, wenn man einen Querschläger abkriegte :-D
Zitat von: Big A am 26 Mai 2011, 08:49:27
Der war Lieutenant, das ist KptLt bei uns, aber so dreist war ich nun auch wieder nicht.
Sorry, hatte den Film schon ne Weile nicht mehr gesehen und mir den Dienstgrad nicht sooooo genau gemerkt:( Nur die Geschichte die dahinter steht ist schon sehr bemerkenswert...
Und Dein Erlebnisse kann ich auch nur so bestätigigen, mit der "gelben Kasse"...
Gerade in den arbaischen Ländern benötigt man heutzutage noch einen "Beschleuniger".
Aber meist reichen da Zigaretten oder ein paar Flaschen gutes Wasser (Volvic), da Benzin dort billiger ist als Trinkwasser....
In Skandinavien, wenn es wirklich mal hart auf hart kommt, sind Bier und ein bissel hochprozentiges sehr angesagt;)
@Elektroheizer
Die Smuts gehören aber zum Hauptabschnitt des SVO, und der war dann im zweifelsfalle immer schuld..
Axel
moin,
Zitat von: Big A am 26 Mai 2011, 12:47:23
jeder Kommandant braucht seinen SVO, weil, nicht an allem, was schiefgeht ist die Regierung schuld
nicht zu vergessen: als Gefechts-WO auf der Brücke :MG:
Zitat von: Schappi1976 am 26 Mai 2011, 16:02:21
In Skandinavien, sind Bier und ein bissel hochprozentiges sehr angesagt
zum Beispiel für "Fischex" :wink: :-D
Gruß, Urs
Zitat von: Big A am 27 Mai 2011, 08:30:28
@Elektroheizer
Die Smuts gehören aber zum Hauptabschnitt des SVO, und der war dann im zweifelsfalle immer schuld..
Aber Offiziere bewirft man nicht, weder mit stahlharten Brötchen noch mit schmierigen Lappen.
Apropos, ob der SVO auch Schuld war, daß auf Tender Saar zweimal im Jahr Glühbirnen für 220 Volt geliefert wurden? Wo die Bordspannung doch 110 Volt war. Jedenfalls brauchten wir die Pakete nie in der Ersatzteil-Last verstauen, der E-Meister hat sich da immer persönlich drum gekümmert...
Zitat von: Elektroheizer am 27 Mai 2011, 12:46:54
Apropos, ob der SVO auch Schuld war, daß auf Tender Saar zweimal im Jahr Glühbirnen für 110 Volt geliefert wurden? Wo die Bordspannung doch 110 Volt war.
Auf den ersten Blick klingt die Bestellung eigentlich gar nicht so unvernünftig. ;)
Was sollen denn sonst für Leuchtmittel verbaut werden?
Zitat von: t-geronimo am 27 Mai 2011, 12:58:54
Zitat von: Elektroheizer am 27 Mai 2011, 12:46:54
Apropos, ob der SVO auch Schuld war, daß auf Tender Saar zweimal im Jahr Glühbirnen für 110 Volt geliefert wurden? Wo die Bordspannung doch 110 Volt war.
Auf den ersten Blick klingt die Bestellung eigentlich gar nicht so unvernünftig. ;)
Was sollen denn sonst für Leuchtmittel verbaut werden?
Ups, da hab ich mir selbst die Pointe vermasselt. Hab's jetzt korrigiert.
Zitat von: ship-lover am 24 Mai 2011, 22:40:09
Hallo,
Meersburg und Offenburg wurden über die VEBEG zum Abbruch verkauft.
Gruß
ship-lover
Hallo ship- lover,
Meersburg zum Abbruch nach Türkei O.K. ist durch # 23 Meerjungfrau-Mann top bestätigt, Offenburg zum Abbruch ?.....
Ist das sicher ?
Nach dieser http://www.a1414.net/schwesterschiffe.html Seite nicht unbedingt.... :MV:
:MG:
Manfred
Hallo ship- lover,
Meersburg zum Abbruch nach Türkei O.K. ist durch # 23 Meerjungfrau-Mann top bestätigt, Offenburg zum Abbruch ?.....
Ist das sicher ?
Nach dieser http://www.a1414.net/schwesterschiffe.html Seite nicht unbedingt.... :MV:
:MG:
Manfred
[/quote]
Hallo Manfred,
die Angabe Spanien stimmt! :-D
DIe OFFENBURG wurde im Dezember 1997 über die VEBEG an die Fa. Navales in Santander, Spanien zum Abbruch verkauft. Am 30.12.1997 wurde sie aus dem MArs Whv geschleppt Richtung Spanien, um dort dann abgebrochen zu werden.
Gruß
ship-lover
Zitatob der SVO auch Schuld war, daß auf Tender Saar zweimal im Jahr Glühbirnen für 220 Volt geliefert wurden? Wo die Bordspannung doch 110 Volt war. Jedenfalls brauchten wir die Pakete nie in der Ersatzteil-Last verstauen, der E-Meister hat sich da immer persönlich drum gekümmert...
1. Bestellt der SVO nur, was ihm von seinen sogenannten
Freunden aus der Schiffstechnik mit VersNr etc. gemeldet wird
2. wenn der SVO keine Fehlermeldung bekommt, dass das Gerät falsch war kann er den Schaden auch nicht beheben
Zitatnicht zu vergessen: als Gefechts-WO auf der Brücke
Genau, da war er auch immer Schuld wenn RAS u/o Anlegen nicht auf Anhieb klappten 8-)
Axel
Zitat von: Big A am 29 Mai 2011, 14:53:26
Zitatob der SVO auch Schuld war, daß auf Tender Saar zweimal im Jahr Glühbirnen für 220 Volt geliefert wurden? Wo die Bordspannung doch 110 Volt war. Jedenfalls brauchten wir die Pakete nie in der Ersatzteil-Last verstauen, der E-Meister hat sich da immer persönlich drum gekümmert...
1. Bestellt der SVO nur, was ihm von seinen sogenannten Freunden aus der Schiffstechnik mit VersNr etc. gemeldet wird
2. wenn der SVO keine Fehlermeldung bekommt, dass das Gerät falsch war kann er den Schaden auch nicht beheben
Ich glaube, das war dem E-Meister ganz recht, daß da 220 V Glühbirnen geliefert wurden :wink: Der hatte sich auch bei Batterien und Isolierband vertan, da wurde immer viel mehr bestellt als eigentlich an Bord verbraucht wurde :roll:
Gerade in einer Nachbargalaxie entdeckt, Saarburg A 1415.....http://www.forum-schiff.de/phpBB3/viewtopic.php?f=9&t=47&p=62914#p60950
:MG:
Manfred
War von Oktober 1978 bis Juni 1979 als Versorgungsmaat auf der "A1412 Coburg".
1978 waren wir auf einer ÜAG im Mittelmeer. Sonst nur auf den Spielwiesen Kattegat und Skagerak.
Eine Fahrt in die östliche Ostsee und eine nach Norwegen (Stavanger Fjord) hoch.
Eine lustige Begebenheit war das "Verschenken" von Waschmittelsäcken an den Tanker der Bundesmarine während der ÜAG.
Die hatten kein Waschmittel bekommen und behalfen sich mit "Scheuerpulver".
War eigentlich nicht vorgesehen (erlaubt), aber man mußte den Leuten doch helfen. ;)
Und dann noch das Ablaufen mit der Versorgungstrosse durch den Z5.
Anschließend ging es weiter zur 4.MUS nach Plön.
Moin,
ich grabe das Thema hier mal wieder aus. Ich denke da gibts noch vieles zu ergänzen und eventuell auch alte Fragen zu beanworten.
Ich selbst bin von 04/1980 bis 12/1982 auf A 1417 Offenburg gefahren, die meiste Zeit davon als Schiffssicherungsmaat.
Und der Abschnitt Schiffssicherung ist auch der einzige Abschnitt an Bord dessen Betätigungsfeld das gesamte Schiff umfasst, d.h. man kommt dabei in alle Ecken des Schiffes.
Neben den typischen Versorgeraufgaben kam es auch mal vor dass ein Versorger auch mal Tender spielen musste.
Das konnte dann so aussehen:
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78515;image)
Aber im Grunde waren Versorger dafür nicht ausgelegt und auch relativ ungeeignet. Das lag nicht am mangelnden Willen. Ganz im Gegenteil, für uns als normalerweise Einzelfahrer war so eine Aufgabe immer eine willkommene Abwechslung und Aufgabe die gerne angenommen wurde.
Aber es gab doch einige erhebliche Einschränkungen gegenüber Tendern. So war nicht vorgesehen Schlafplätze für Mitglieder von Bootsbesatzungen bereitzustellen oder für den eingeschifften Stab (bei den Offizieren wäre das ja noch gegangen, unsere Offiziere hatten alle einzeln belegte Zweimannkammern) bei dem Rest wäre allenfalls ein Aufspannen von Hängematten in den Bereitstellungsräumen möglich gewesen (das habe ich nur einmal während einer Mob-Übung erlebt wo wir ca. 40 Mann zusätzlich unterbringen mussten weil die Mobbesatzung auf einem Versorger etwa um diese Anzahl erhöht wurde).
Dann hatten die Boote oft auch Probleme mit der Förderleistung unserer Kst-Abgabepumpen die bei 120/60 m3 die Stunde lag (umschaltbar). Richtig Probleme gab es vor allem dadurch, dass diese Pumpen als Schraubenspindelpumpen Verdrängerpumpen waren und deren Sicherheitsabschaltung bei 20 bar lag und die Kraftstoffventile bei den Booten meist für 10 bar ausgelegt waren. Wenn dann ein übernehmendes Boot seine Ventile zudrehte ohne vorher die Pumpe abstellen zu lassen waren defekte Ventile vorprogrammiert.
Ungünstig im Fall des obigen Bildes war dann natürlich auch der Umstand, dass unser Bordnetz ein Drehstromnetz war und wir daher auch keine Stromversorgung für Minensucher übernehmen konnten, die mussten dann leider das "Jockeln" selbst übernehmen.
Im Gegensatz zu Tendern hatten wir auch keine Müllpresse, das Ergebnis kann man dann zum Teil in diesem Bild sehen:
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78616;image)
So dann erstmal schönen Gruß
Peter
Moin Peter,
ganz herzlichen Dank; Du gräbst hier nicht aus - Du führst fort. Geschichte und Geschichten aus der Bundesmarine - wenn Du und andere es nicht tun - es ist schon so vieles verloren gegangen ... bitte weiter so ..
mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Ich will hier mal auf die erste Seite des Threads bezugnehmen. Stinger hatten wir damals noch nicht. Hinterherziehbare Geräuschkörper gabs da (noch?). Entweder Sonar hat es mal gegeben oder es war zumindest mal geplant gewesen. Es gab nen Sonardom und darüber nen Sonarraum. Der Sonardom war nicht sonderlich ausgeprägt (wahrscheinlich für ausfahrbares Sonar) sondern eher etwas flach, aber es reichte um den ein oder anderen Kielschwimmer bei der UWNA-Ausbildung während meiner Schwimmtaucherausbildung zu veranlassen dort umzudrehen in der Annahme es wäre der Bug.
Anbei mal ein Foto wo die eher etwas unscheinbaren Gerätschaften der Geräuschkörper zu sehen sind wie sie auf der Schanz ihr ungenutztes Dasein fristeten. Das Foto habe ich im Juni 1980 gemacht.
Ups, irgendwie hab ich das vorige Foto zweimal angefügt, sollte nur ein Foto einmal sein :BangHead:
Zu Versorgung und SVO aufm Versorger kann ich auch noch einiges schreiben, auch wenn ich selbst kein Versorger war aber man hat viel mitbekommen.
Aber erstmal was zum SVO:
Ich kam direkt vom Maatenlehrgung als OGefr/UA auf die Offenburg und hatte schön auf dem Maatenlehrgang gelernt.
z.B. das: auf Schiffen kommt nach dem Kommandant der Erste Offizier und auf Booten der I WO
tja und dann kam ich auf der Offenburg an: Da gabs nen Kommandant, nen STO nen FMO nen SVO und nen NO, aber kein EO oder I WO weit und breit. Den Kommandanten und den STO konnte ich sofort einordnen und merkte dann auch sehr schnell dass der SVO das meiste Sagen hatte und allmählich fiel dann auch der Groschen: der SVO war auf dem Versorger der I WO.
Moin,
da smutje505 in einem anderen Thread einige wunderschöne und ausgesprochen interessante Bilder der Offenburg geposted hat möchte ich sie gerne hier in diesem Thread würdigen und auch einiges erläutern und auch Fragen zu stellen.
Da hier der Editor einige hilfreiche Funktionen bereitstellt werde ich den kompletten Inhalt des Originalposts hier darstellen, sodaß niemand des Verständnisses halber zu dem Originalthread wechseln muss, wers dennoch will (und interessant finde ich den allemal) der brauch nur auf die folgende Zeile "Zitat von: ... " klicken, darin versteckt sich der Link zu dem Thread von der Reise der Offenburg 1982 mit dem 7. MSG und Hansa nach Uddevalla.
Zitat von: smutje505 am 19 August 2013, 18:05:51
Hallo Peter sehr schöne Bilder top
Hier einige Bilder der Offenburg wo mein Freund von 1969-1971 als Rudergast gefahren ist.
Und hier gleich das erste Bild:
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78628;image)
Ich glaube dieses Bild ist insofern ungewöhnlich, weil dort die Offenburg mit Backbordseite an der Pier liegt. Ich weiß nur aus meiner Fahrenszeit, dass wir das nur gemacht haben wenn es aus irgendwelchen Gründen einfach nicht möglich war mit Steuerbordseite anzulegen. Backbordseite als Anlegeseite war einfach aus mehreren Gründen ungünstig: Das Wachschapp wo normalerweise das Wach- und das Landgangsbuch ausgefüllt wurden lag an Steuerbordseite, genauso wie die SLA-Bedienstation für die Wache. Man konnte sich zwar was die Bücher betraf und schiffsinterne Kommunikation mit dem SSichGefStd behelfen, aber sowas wie die Annahme von eingehenden Telefongesprächen ging auch nur an Steuerbordseite, es musste da dann halt nochmal extra jemand für abgestellt werden.
Außerdem war an Backbordseite der Zugang zum Schiffsinneren etwas unpraktisch. An Steuerbordseite kam man direkt vom Seitendeck über die ABC-Schleuse in den Mittelgang des Achterschiffes und zu dem Seitengang am achteren Bereitstellungsraum der direkt zum Niedergang vom B-Deck der mittleren Aufbauten führte. Auf Backbordseite musste man erstmal in den kleinen Vorraum wo der Zugang nach Mittschiff zum SSichGefStd und nach achtern zum Mannschaftstagesraum den man dann komplett diagonal durchqueren musste um zu dem Mittelgang im Achterschiff zu kommen. Das war insbesondere zu Essenszeiten und in der Freizeit beim Fernsehgucken ausgesprochen störend.
Es gab zwar noch eine andere Möglichkeit vom Backbordseitendeck in Abt. VIII in den achteren Bereitstellungsraum zu gelangen, das war aber während der Dienstzeiten wegen eventueller Aktivitäten mit dem Stapelkran im Bereitstellungsraum nicht ganz ungefährlich.
Hinter der Stelling sieht man in den Aufbauten im Hauptdeck vom Seitendeck zugänglich eine Reiche von größeren Klappen, teilweise verdeckt. Dahinter befand sich ein durchgehender Stauraum für Langteile. Darin waren Auflagerungen in verschieden Höhen (wie ein Stangenregal z.B.), sodaß man einiges darin unterbekam angefangen von Kuttermasten, Kutterriemen (die Lagen ganz zuoberst weil sie am seltensten gebraucht wurden) und vor allem Kraftstoffschläuche und unsere Dampflandanschlussschläuche (beides konnte man ja nicht so einfach aufwickeln, nur die ganz langen Schläuche für die Achterausversorgung befanden sich auf der Schanz auf Trommeln gewickelt).
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78630;image)
Hier liegt die Offenburg mal mit der richtigen Seite in Las Palmas an der Ölpier. Nach achtern wo das Seitendeck endet gings dann in die ABC-Schleuse und zum Mittelgang. Zu meiner Zeit stand der MdW normalerweise auf dem Seitendeck.
Außerdem sieht man hier die ideale Anordnung der Schanzkleidpforte für die Stelling innerhalb des Arbeitsbereiches des Borddrehkrans (das war auf der Backbordseite genauso). Die beliebteste und auch umkämpfteste Einlaufmanöverstation für uns Heizerunteroffiziere war (vor allem beim Einlaufen im Ausland) das Kranführerhäuschen (da musste man sich regelrecht im wahrsten Sinne des Wortes hochdienen) denn die Stellung wurde immer mit dem Borddrehkran ausgebraucht (ja wir hattens bequem ;D ). Außerdem passte der Strahler des Krans auch ideal als Stellingsbeleuchtung.
Seefest gezurrt wurde der Kran auch ziemlich simpel. In der Auflage an der Auflagenstütze war der Ausleger des Krans gegen Verdrehen gesichert, der Haken wurde bei Nichtgebrauch des Krans
immer in der Öse an der Auflagenstütze eingehängt (herumbaumelnde Kranhaken gabs auch im Hafen nicht) und bei Seefahrt brachte man das ganze etwas auf Spannung sodass der Kranausleger auch nicht bei Seegang aus der Auflage herausrutschen konnte, damit war der gesamte Kran durch den großen Hebel des Auslegers auch bei Seegang gegen Verdrehung gesichert.
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78632;image)
Hier die Offenburg beim SVM (Seeversorgungsmanöver) mit einem holländischen Zerstörer den ich nicht kenne und den es zu meiner Zeit auch nicht mehr gab.
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78634;image)
Hier eins der leider viel zu selten Bilder aus dem Bordalltag, die Mannschaften beim Potacken drehen (braucht man wohl nicht viel drüber schreiben, es sei denn man hätte eine erlebte Geschichte dazu auf Lager, habe ich leider nicht).
Neben dem Niedergang von der Schanz zum Seitendeck sieht man die Schotttür zu dem eingangs erwähnten Vorraum von SSichGefStd und Mannschaftstagesraum. SSichGefStd war eine für uns Schiffssicherer schöne Wachstation: nah beim Essen und nah dem Oberdeck wenns was zu sehen gab :biggre: .
Am achteren Ende des Mannschaftstagesraums befand sich übrigens die Kombüse.
So dann erstmal nen lieben Gruß und nochmals danke an smutje505 für die Bilder und dein zweiter Post wird auch noch ausführlich behandelt.
Peter
Zitat von: smutje505 am 19 August 2013, 18:09:20
Hier habe ich noch Bilder der Offenburg
@smutje505: Bilder 1 bis 3 scheinen aber später gemacht zu sein als die Bilder im vorigen Post, es wäre interessant zu wissen wann und wo diese entstanden sind. Vielleicht weißt Du ja noch mehr davon? Bild 4 und 5 mit A 1440 EMSLAND (Ex ANT. ZOTTI) gehören ja wohl zu den Bildern des ersten Posts.
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78636;image)
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78638;image)
Kann es sein dass diese Bilder in Hamburg in der Norderwerft gemacht worden sind? Mir kommt das so bekannt vor denn ich habe selbst mal eine Werftliegezeit im 1. Quartal 1981 in der vorgenannten Werft verbracht.
Leider bin ich mir nicht bewusst ob ich selbst Werftbilder der Offenburg aufgenommen habe, deshalb habe ich mir die beiden Bilder mal heruntergeladen.
Ich könnte hier was zu den weissen Streifen am Unterwasserschiff erzählen, aber mich interessiert ob es hier noch andere Spezialisten gibt die sich über den Sinn und Zweck dieser Streifen auskennen.
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78640;image)
Hierzu würde mich brennend interessieren wann dieses Foto gemacht wurde. Von der Farbgebung ist es klar dass es später gemacht wurde als die Bilder von 1969-1971. Aber die Abdeckung über dem Seitendeck an der achteren Abgabeplattform gab es auf den älteren Bilder nicht und auch zu meiner Zeit 1980-1982 hatten wir diese nicht. Möglicherweise handelt es sich auch um die Lüneburg, die jedenfalls zeitweise mit so einer Abdeckung herumgegfahren ist.
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78642;image)
(http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=20085.0;attach=78644;image)
Achteraus-Versorgung mit A 1440 EMSLAND (Ex ANT. ZOTTI). Ich habe es während meiner Dienstzeit auf Offenburg nur einmal erlebt dass wir Achteraus-Versorgung geübt haben mit einem BiMi. Die habens erst versucht an Backbordseite am Übernahmestutzen den Schlauch zu übernehmen und anzuschlagen was ihnen irgendwie nicht gelang um dann auf die Idee zu kommen den Schlauch achtern mit ihren Minensuchgerätschaften an Deck zu holen.
Moin,
ich habe mal was recherchiert zu den beiden Dockbildern und bin auch fündig geworden, und zwar auf der Seite http://www.trossschiff-offenburg.de/ (http://www.trossschiff-offenburg.de/) findet man unter Bilder exakt dieselben Bilder von ABrandt, dazu gibt es dort auch einen zugehörigen Erlebnisbericht. Ich hoffe mal smutje505 dass das Posten hier autorisiert war.
Die Bilder sind tatsächlich in der Norderwerft aufgenommen und zwar Anfang 1979.
Gruß Peter
Moin,
zu meiner Frage wegen dem Versorger auf dem Bild nach den Dockbildern habe ich folgendes herausgefunden:
Es kann sich nicht um die Offenburg handeln, denn diese fuhr Bordkräne mit Auslegern in Gitterbauweise während das gezeigte Bild einen Bordkran mit Ausleger aus Rechteck-Hohl-Profilen (Kastenform) zeigt, den wiederum die Lüneburg fuhr.
Gruß Peter
Zur " Lüneburg " fällt mir folgende Geschichte ein:
Es war während meiner Stationierung im Flottendienstgeschwader 1974 bis 1978 an das genaue Jahr kann ich mich nicht mehr erinnern.
Die Lüneburg hatte ihren festen Platz an der Versorgungspier genau gegenüber dem Stabsgebäude Flottendienstgeschwader. Hier endete auch der Bahnanschluß und es
waren ein paar Parkplätze direkt an der Pier vorhanden.
Eines Tages stand hier ein, mit einer Plane abgedecktes Fahrzeug. Die flache Form ließ auf einen sportlichen Wagen schließen. - Irrtum !
Der Wagen war über die Pier hinausgefahren und wurde zwischen der Bordwand der Lüneburg und der Pier eingeklemmt. Ein zwischenliegender Ponton verhinderte das
versinken des Wagens - nochmals Glück gehabt !!!
Hallo Peter nun zu deiner Recherche,ich habe mich mit meinem Freund H.Z. nochmal über die Bilder die er mir aus seinem Album zur verfügung gestellt hat unterhalten.Wie schon gesagt war er von mitte 1969-1971 als Gefechtsrudergänger auf der Offenburg,er kennt auch den Maat bzw.Obermaat Werner Lorenz der die Bilder in den link Trossschiff Offenburg eingestellt hat.Ob er sich mit W.Lorenz die Bilder ausgetauscht hat kann er sich nicht erinnern.Sein erster Kommandant war FK Marx und danach KK Kneip.
Nochmals auf die Bilder in der Werft wenn es nicht die Offenburg sein soll(A 1417 und Wappen von Offenburg)welches Schiff ist es denn dann?
@smutje:
die beiden Dockbilder sind von A. Brandt und zeigen natürlich die Offenburg. Mit der wahrscheinlich Lüneburg meine ich das Bild danach beim RAS-Manöver.
Die anderen von Dir eingestellten Bilder sind ja auch auf der Offenburg Seite von Werner Lorenz eingestellt.
Gruß Peter
Hallo Peter,
toll das Du das Thema wieder hoch geholt hast und neue Details und interessante Erklärungen zu den Schiffen abgeben kannst.
Und was hat es nun mit den weißen Streifen am Unterwasserschiff auf sich ?..... :MZ:
Bei dem holländischen Zerstörer dürfte es sich um einen der acht Zerstörer der Friesland-Klasse handeln, sie wurden zwischen 1979-1982 außer dienst gestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=eN9G_b5NK1Y
http://nl.wikipedia.org/wiki/Frieslandklasse
:MG:
Manfred
Hier mal ein paar Fotos der Ex Lüneburg ( A 1411 ) als Kolumbianische ARC BUENAVENTURA ( BL 162 )
http://data9.blog.de/media/562/7200562_bae8a6fdf9_l.jpeg
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200584
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200562
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200586
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200590
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200597
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/ARC_Buenaventure_%28BL_162%29.jpg
Hier passiert sie die Almirante Latorre (FFG-14) (frühere HNLMS Jacob van Heemskerck) der Chilenischen Marine.
http://www.flickr.com/photos/armadadechile/5867003108/sizes/o/in/photostream/
Auf der Lüneburg-Klasse sollte ja ursprünglich achtern ein Hubschrauber Start und Landeplatz eingerichtet werden, hierauf ist jedoch noch vor der Fertigstellung der ersten Schiffe der Klasse verzichtet worden. Die Kolumbianer haben es scheinbar umgesetzt.
http://www.blog.de/srv/media/media_popup_large.php?item_ID=7200591
Dafür das dies Schiff schon gut 50 Jahre auf dem Buckel hat, präsentiert es sich in einem sehr guten Zustand, Made in Germany.... :O/Y
:MG:
Manfred
ZitatMade in Germany....
jaaaa, damals... :roll:
Axel