Man möge mir eventuell diese Frage verzeihen, doch ich stosse immer wieder daruf und hab noch keine richtige Antwort gefunden. Vielleicht kann mir jemand bei der Klärung helfen.
Mir ist aufgefallen, daß die Reparatur von Überwassereinheiten der deutschen Kriegsmarine mitunter im Vergleich zu gegnerischen Schiffen der Engländer und Amerikaner sehr lange dauerte.
z.B. war der Kreuzer Leipzig 11 Monate in der Werft zur Reparatur eines Torpedotreffers und selbst danach noch wieder richtig hergestellt.
War das bedingt durch die geringere Zahl an verfügbaren großen Werften, Arbeitskräftemangel, Materialmangel? Eventuell spielte alles irgendwie eine Rolle, oder?
Grüße
Harry
Harry - ich sehe eine der Gründe im verstärktem U-Boot Bau. Hatte Vorrang. Weiter sollte man davon ausgehen das sehr oft gebomt wurde. Dazu kommen dann noch die von Dir genannten Punkte. Dönitz sollte ja nach dem Willen Adolfs eigentlich die ganzen Großkampfschiffe "einmotten"
Gruß - Achim - Trimmer
Materialmangel!
Prioritäten gesetzt.
Am 23.April 1940 beschloß die Skl drei Hilfskreuzer für die Reparatur des Kreuzer Leibzig (torpediert von brit. U-Boot Salmon 13.12.1940) aufzugeben.
Die "alten" leichten Kreuzer spielten nach dem Norwegenfeldzug keine wichtige Rolle mehr.
Hallo
NmW die Prioriätensetzung innerhalb des Reichs / Wehrmacht. Heer und Luftwaffe waren, für den Landkrieg, bedeutend wichtiger als die KM und bekamen deshalb erheblich größere Mengen an Material und Arbeiter zugewiesen. Das ging soweit das Ende 42 / Anfang 43 durch die Unterversorgung wichtige Teile der KM-Produktion hätten eingestellt werden müssen. Ein Memorandun, in welchem Dönitz, die benötigten Versorgungsmengen im Detail belegte holte die KM aus diesem Tief wieder heraus.
Das von Harry64 beschriebene Phänomen konnte man im Prinzip auch schon nach der Skagerak-Schlacht beobachten ... :|
Für die Zeit 1916-18 kann der Grund präzisiert werden:
Hier wurden zum einen die Reperaturen vollständig ausgeführt (inklusive wegschneiden beschädigter Teile und deren Neuaufbau), was nicht die Praxis der GF, war -die es im wesentlichen bei der Wiederherstellung der wichtigsten Gefechtswerte beließ (WARSPITE´s stark beschädigtes Achterdeck wurde geräumt und in einer Platformebene versiegelt, d.h. die dortigen Räume wurden nicht mehr genutzt) und zum anderen wurde die Werftliegezeiten benutzt um technische Verbesserungen an den Schiffen durchzuführen (Erhöhung des Richtwertes der MA und SA, tw. Installation von schweren Dreibein Gefechtsmasten, verbesserte Feuerleiteinrichtungen und Richtmittel, Ausbau der 8.8cm QF und Einbau zusätzlicher 8.8cm BAK, von Bordgabe der T-Schutznetze, u.s.w.). D.h. im englischen Sinne handelt es sich um ein "refit" und nicht um ein "repair".
Wie es bei der KM aussieht kann ich mangles Kenntnis nicht sagen.
Also ich würde das nicht so stehen lassen. Im 1.WK wurden die Schiffe doch wesentlich schneller wieder repariert damit sie zum Einsatz gehen konnten.
Lest mal die schweren Gefechtsschäden der " Seydlitz " nach Skagerrak = Reparatur 16.06 - 1.10. 1916
"Moltke" Reparatur 07.06. - 30.07.1916
"Nassau" ab 10.07.1916 wieder Kriegsbereitschaft
"Helgoland " - relativ leichte Schäden - 03.06.- 16.06.1916 dann wieder VP-Dienst
"Markgraf" ab 14.08.1916 wieder in Dienst
waren jetzt nur ein paar Beispiele aber belegt doch das damals die Überwassereinheiten noch Vorrang hatten.
Gruß- Achim - Trimmer
moin,
Zitat von: AND1 am 06 Juni 2011, 21:54:36
Die "alten" leichten Kreuzer spielten nach dem Norwegenfeldzug keine wichtige Rolle mehr.
also "Emden" und "Köln" gegenüber "Lei
pzig" und Nürnberg (beide besch. 13.12.39) ? Kannst Du, bitte, zu der Information einmal die Quelle nennen ?
Gruß, Urs
Hai
...das hätte ich auch gern mal gewußt. Trotz mehrfachen lesen blick ich's nicht. Welche alten leichten Kreuzer? und wieso keine wichtige Rolle?
TV Doku Norwegenfeldzug
Königsberg 10.4.1940 brit. Fliegerbomben,
Karlsruhe 9.4.1940 brit. U-Boot Turant,
Köln)
die zwar ursprünglich als Aufklärungskreuzer und Handelsstörer konzipiert waren, aber deren Festigkeitsmängel am Schiffskörper einen Einsatz auf hoher See nicht zuließen.
Die Kreuzer wurden deshalb nur vor Norwegen und in der Ostsee eingesetzt. (Auszug Quelle Internet)
Leipzig 13.12 1939 torpediert brit. U-Boot Salmon Später Schulschiff wie Emden.
Zitat von: AND1 am 11 Juni 2011, 16:44:18
Köln)
die zwar ursprünglich als Aufklärungskreuzer und Handelsstörer konzipiert waren, aber deren Festigkeitsmängel am Schiffskörper einen Einsatz auf hoher See nicht zuließen.
Die Kreuzer wurden deshalb nur vor Norwegen und in der Ostsee eingesetzt. (Auszug Quelle Internet)
Mir ist der Sinn noch nicht ganz klar worauf man da hinaus will ?
Dann frage ich mich warum die Lt.Kreuzer im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzt wurden
oder Auslandsreisen unternommen haben nach USA und Japan und zurück
oder an diversen Operationen teilgenommen haben (Weserübungen, vor Norwegen, Minenunternehmungen etc. )
oder wie z.B. Nürnberg als Operationsbasis für die Bordfliegerstaffeln im April/ Mai 1941 vor Rügen
oder später als Flottenflagschiff bei den Siegermächten eingesetzt wurden ?
Warum wurden dann die wie z.B: Karlsruhe 1939 umgebaut, damit die diese angeblichen Festigkeitsmängel beseitigt und somit wieder voll einsatzfähig waren !! Wozu dies alles dann wenn diese nicht Hochseetüchtig waren ?
Auch die schweren Kreuzer wie z.B. Prinz Eugen oder Admiral Scheer wurden als Ausbildungs- / Kadettenschulschiffe eingesetzt.
Also m.M. nach haben die lt."alten" (
kopfschüttel) Kreuzer doch einen erheblichen Anteil an der Sicherung der Küsten beigetragen !
Und wärend der Reparaturzeit hatte die Stammmannschaft Urlaub?
Oder was taten die?
Vllt eine Fortbildung?