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Flotten der Welt => Bundesmarine / Volksmarine / Deutsche Marine => Thema gestartet von: Trimmer am 11 Juli 2011, 15:39:23
Ich habe hier einen Artikel aus der Ostseezeitung vom 26.06.2010 gefunden ( siehe Anlage ) Nun zu meiner Frage. Verhält sich das wirklich so das zwar " raus gepustet " wird aber die Antwort dann über andere Wege kommt und wenn ja wie ? Ich bin der Meinung das man auch von Schiffen aus die Entfernung von 10 - 20 Tausend Km überbrücken kann - Kurzwelle .
Würde mich wirklich mal interessieren was Marine"Puster :-D" dazu sagen
Gruß - Achim - Trimmer
Hallo Achim
Bei der Kurzwelle gibt es folgendes Problem.
1. Sie breitet sich ziemlich gradlinig aus, d.h. sie paßt sich nicht der Erdkrümmung an.
2. Allerdings wird sie von den Ionisation Schichten reflecktiert, sodaß manchmal enorme Reichweiten
möglich waren, was aber nicht berechenbar war. Es war häufig der Fall, daß man einen Funkspruch
in Japan aus der Nordsee hörte aber 50 km weiter nicht empfangen werden konnte.
Die Ionisationsschichten hängen von der Sonneneinstrahlung ab
Mit Richtantennen und dem Single Side Band Verfahren, wo die meiste Sendeleistung in ein Seitenband, also
direkt auf die Sprachmodulation ging und nicht mehr für die Trägerwelle verschwendet wurde, ließen
sich schon enorme Reichweiten von Schiffen erreichen. (Ende 60er und 70er Jahre)
Dies war aber nicht konstant und hing von vielen Einflüsssen ab.
Telefongespräche (miese Qualität) waren dann schon aus dem indischen Ozean mit Norddeich Radio zu gewissen
Tageszeiten möglich. ( Norddeich mußte seine Richtempfangsantennen auf dieses Gebiet richten)
Eine konstante weltumspannende Kommunikation ist erst mit der Satelittentechnik möglich.
(siehe auch Inmarsat)
Grunsätzlich gilt: Je kürzer die Wellenlänge desto gradliniger breiten sie sich aus.
Je höher der Sendemast desto größer die Reichweite (Erdkrümmung)
Siehe auch Reichweiten Radar, oder UKW Schiff / Flugzeug.
Die früheren Richtfunkfeuer arbeiteten im Langwellenbereich, der sich etwas der Erdkrümmung anpaßt.
Da waren dann Reichweiten von 270 km keine Seltenheit. Lag aber eine Insel dazwischen wars vorbei.
viele Grüße
Hans
Danke Hans - leuchtet mir ein. Ich war nur vom Amateurfunk aus gegangen - aber stimmt - tote Zone bei bestimmten Qso´ s ( Verbindungen ) Müßte also die BM bei Rückverbindungen über Relaise gehen oder "Fremd"-Satellit (NATO ). Na etwas eigenartig finde ich das Ganze dann trotzdem.
Gruß - Achim
Hallo Achim
Relaisstationen gibt es auf der ganzen Welt.
Unsere steht so glaube ich in Erdingen :?
viele Grüße
Hans