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Medien => Bücher => Thema gestartet von: harold am 10 April 2006, 22:05:13

Titel: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: harold am 10 April 2006, 22:05:13
Ich wohne ja –zu meinem Leid und meiner Freud- schräg gegenüber von einem recht gut sortierten Antiquariat.
Natürlich bin ich längst schon mit dem Besitzer befreundet, und die Angestellten grüßen mich auf der Straße ... ,,nett!", denkt ihr? –von wegen!!!
Jedesmal, wenn was zu Schiffen reinkommt, werd ich gleich mal als potenzieller Interessent drauf angesprochen (und es kommt auch VIEL an Schrott herein...).

Über zwei Ausnahmen im letzten Monat möchte ich berichten:


,,Das Rotorschiff"; J.Ackeret, Göttingen 1925:

Eine recht schmale (48 Seiten) Abhandlung über die Versuche des Ing. Prandtl, anstelle von Beseglung rotierende Zylinder zur Ausnützung des ,,Magnus-Effekts" einzusetzen (verständlich zu einer Zeit, als energiesparende Antriebssysteme wichtig waren) – nur:
diese wenigen 48 Seiten geben auch einen nicht zu unterschätzenden Abriss über den Kenntnisstand von Aero- sowie Hydrodynamik der damaligen Zeit.
Und da wird nichts ausgelassen, weder U-Boot-Design noch Luftschiffe, weder Turbinen noch Schiffsschrauben.
Ein faszinierendes Zeitdokument!

Des weiteren ein aufs erste eher nichtssagender Titel,

"Der Weg über den Atlantik"; John Maxtone-Graham, Heyne TB 2000 (1972 ,,The Only Way to Cross", Barnes & Noble, NY)

Von der "Mauretania" bis zur "United States" werden hier alle wichtigen Liner kurz angesprochen – zu kurz manchmal, aber mit einer Fülle von Fotografien und Detailaufnahmen. Da kann man dem Autor (oder dem Verlag) schon mal verzeihen, dass kein einziger brauchbarer Linienriss abgedruckt ist.
Immerhin 460 informationsdichte Seiten, Fotos (von der ,,Vaterland" oder der ,,Normandie" etwa) die ich auch noch nicht kannte, und viele-viele kleine Geschichten zu den großen Schiffen, die sich gut lesen.
Man merkt dem Autor an, dass er halb/halb Brite und US-Bürger ist : unter einer Aufzählung von skurrilsten Details ist immer noch der große Bogen spürbar, nicht nur eine technische, sondern auch eine soziologische Studie des Transatlantikverkehrs zu geben.

Den zweiten Titel dürft´s noch en masse in diversen Beständen zu kaufen geben (ich kann ihn nur empfehlen!), und der erste könnte eher Seltenheitswert haben.
Deshalb mein Vorschlag, ich stelle dieses (leider mit Wasserschäden behaftete!) Exemplar des ,,Rotorschiffes" als Preis für unseren Modellbaukontest zur Verfügung.

Harold
Titel: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: kalli am 10 April 2006, 22:19:01
@Harold,

hoffentlich haben wir genügend Teilnehmer am Wettbewerb um die Preise gerecht verteilen zu können :D  :D
Aber ich habe heute wieder ein Signal eines fleißigen Modellbauers erhalten, der gerade sehr viel mit Farbe zu tun hat und den Endtermin unbedingt schaffen will.
Ich glaube, da tut sich was in den Heimwerften :D
Titel: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: Peter K. am 10 April 2006, 22:23:18
Danke für die interessanten Buchvorstellungen, HAROLD!

Zum Rotorschiff fällt mir spontan die BARBARA ein, ein Rotorversuchschiff von 2.077 BRT mit 3 Rotoren von 4 m Durchmesser und 17 m Höhe.

Dieses Schiff, Baujahr 1926 wohlgemerkt, hatte dann noch eine lange Karriere und war 1976 noch in Fahrt!

Grüße
Peter K.
Titel: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: Wilfried am 10 April 2006, 23:53:29
Moin, moin zusammen!

Ja, ja die "Barbara". Liebevoll gebaut, aus Karton natürlich, steht sie seit sehr vielen Jahren in meiner Vitrine ... und jeder der dieses Schiff sieht, hält es für eine spinnerte Idee, daß ein Schiff segeln kann.
Gut daß ich da immer ein kleines Büchlein zur Hand habe. Das Buch heißt "Die Segelmaschine", von Claus D. Wagner.
Und behandelt die Ideen eines Herren, der heute noch großes Ansehen genießt; vielen ist der Begriff Flettner geläufig. Bei diesen beiden Schiffen - es gab derer zwei, die "Buckau" und die "Barbara" waren es die Flettner-Rotoren, die diese Schiffe in Optik und Antrieb so einzigartig machten ... aber ich will hier keine Geschichte erzählen ... fiel mir gerade nur mal eben so ein, als ich diesen Beitrag las ...

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

PS: Manchmal ist obiges Buch - mit schönen Zeichnungen und Prinzipskizzen versehen, antiquarisch zu bekommen - ach ja, der Verlag ist Kabel und es erschien 1991 in der Erstauflage
Titel: Re: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: Glasisch am 06 März 2010, 17:31:13
Hallo,
ich habe da etwas gefunden und ich hoffe, daß ich damit hier richtig bin?

(http://img220.imagevenue.com/loc1118/th_92621_Scannen0151_122_1118lo.jpg) (http://img220.imagevenue.com/img.php?image=92621_Scannen0151_122_1118lo.jpg)(http://img186.imagevenue.com/loc252/th_92656_Scannen0150_122_252lo.jpg) (http://img186.imagevenue.com/img.php?image=92656_Scannen0150_122_252lo.jpg)
     
Gruß
Micha
Titel: Re: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: SeeNr.1 am 07 März 2010, 00:18:21
Hier ein Tip von mir:

Deutschland zur See (http://www.buecher.de/shop/deutschland/deutschland-zur-see/schulze-wegener-guntram/products_products/detail/prod_id/22865687/lfa/quicksearch-product-1/)

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Titel: Re: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: SeeNr.1 am 05 April 2010, 21:26:37
In meinem Buchbestand befindet sich eine Rarität, das Buch heisst "Deutschlands Hochseeflotte im Weltkrieg" geschrieben 1919 von Admiral Scheer und verlegt 1920 vom Verlag August Scherl GmbH.
Titel: Re: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: kgvm am 05 April 2010, 22:58:09
Ein interessantes Buch zweifelsohne, aber eine Rarität??
http://www.booklooker.de/app/result.php?sortOrder=preis_total&setMediaType=0&0=&autor=scheer&verlag=&isbn=&sprache=&einbandCategory=&einband=&titel=hochseeflotte&infotext=&year_from=&year_to=&sparteID=&sparte1ID=&showAlluID=&cheapie=&price_min=&price_max=&datefrom=&searchUserTyp=0&land=&lfdnr=&hasPic=&onlySwiss=&message=&newBooks=on&oldBooks=on&
Titel: Re: Zufallsfunde, vorgestellt
Beitrag von: SeeNr.1 am 06 April 2010, 00:12:15
Von den dort angebotenen Büchern sind die meisten aber aus den 30er Jahren, das von mir beschriebene Buch wird dort nur 7X angeboten.