Seelöwe:
Der Seelöwe (Zalophus californianus wollebackii) gehört innerhalb der Ordnung der Wasserraubtiere zur Familie der Ohrenrobben. ... ? Oh – falscher Film!
Seelöwe:
Und schon gallopiert des Germanen Phantasie. Hätte, Könnte, Wenn und Aber – der Triumph des Konjunktives über den nüchternen und langweiligen Verstand.
Wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte ...
Ja – dazu hätten sie unter anderem erstma' Grossbritannien (oder im damaligen Sprachjargon, dem ich mich hier meinen Schottischen Nachbarn zum Trotz ma' anschliessen will, England) besiegen müssen. Und dazu muss man da halt an Land gehen.
Die Allgemeinvariante sieht oft so aus: Die Luftwaffe hatte die Luftschlacht um England gegen Fighter Command fast gewonnen. Dann aber hat der blöde Führer, der immer schuld is', alles versaut indem er befohlen hat London zu bombardieren. Fighter Command hat sich flugs erholt und ohne Luftherrschaft kein Seelöwe und ohne Seelöwen kein Deutscher Sieg.
Die Wirklichkeit ist ein wenig komplexer.
Ich zerfledder das mal in ideologisch-politische, militärstrategische und praktische Bereiche:
Zur Ideologie: Angeln liegt in Schleswig, Sachsen als Streifen mitten durch Deutschland. Angelsachsen sind so Germanisch, wie man nur Germanisch sein kann. Die Normannen sind eine Art frankophiler Wikinger. Nordischer geht's nicht.
In den Denkschemata der Nationalsozialisten war England eine entschieden Germanische Nation; fest im Griff des immaginären Jüdisch, kapitalistischen Blocks aber eben kein natürlicher Feind.
Erst spät (viel zu spät für vernünftige strategische Planungen) taucht England überhaupt erst als potentieller Feind in den Planspielen von Luftwaffe und Kriegsmarine auf. Die Wehrmacht hat zu keiner Zeit vor dem Kriege Marschbewegungen in den Downs geplant oder auch nur angedacht.
Schaut man nun, wie das konkret umgesetzt in Reichs-Politik aussah so endete man im grade begonnenen Krieg mit drei Möglichkeiten: Ging man in England an Land, dann gab es die ersten zwei: Man gewann oder man verlor.
Verlor man war das Mist. Die Hauptsorge scheint dabei zum einen natürlich die erfrischende Injektion in die wankende Moral der Engländer gewesen zu sein. Eine abgeschlagene Landung wäre auf der Insel ausgesprochenes Freudenfest gewesen. Nahezu gleichgross aber scheint die Sorge vor dem Gesichtsverlust auf dem Balkan und gegenüber der Sovietunion gewesen zu sein. Eine abgeschlagene Landung hätte die Deutsche Stellung im wackeligen politischen Ränkespiel auf dem Balkan ungünstig beeinflusst.
Gewann man hingegen, so war das eigentlich auch Mist!
Nein?!
Doch! Doch!
Ein Deutsch besetztes England war nicht so wirklich, was man im Führerhaupquartier wollte! Besetzte man England, so brach das Empire auseinander wie eine runtergeschmissene Kristallvase und die 'natürlichen' Feine des Grossgermanischen Reiches würden sofort plündern gehen. Die Russen würden Afganistan und Teile Indiens ergreifen. Japan würde sich Malaya, Burma und ebenfalls Teile Indiens einverleiben. Der Angstgegner USA würde als pro forma Schutzmacht Neuseeland, Australien und den gesammten Süden Afrikas packen.
Heulen und Zähneklappern! Das wollte man nicht wirklich! England war ja eigentlich der natürliche Allierte des Grossgermanischen Reiches. Und das Empire war eigentlich das Brautgeschenk. Zerfiel das Empire so würde England auch die Deutschen Kolonien gar nicht zurückgeben können. Die würde sich der ewig listige Amerikaner einverleibt haben.
England besetzen war also ein entschieden schlechte Lösung!
Die eigentlich gewollte Möglichkeit war die dritte! England musste mehr oder minder intakt um Frieden nachsuchen! Es würde heftig Reparationen zahlen, den einen oder anderen Flugzeugträger als Reparation abgeben (Die hatte die Seekriegsleitung schon allen Ernstes zum Testen eingeplant) und die Deutschen Kolonien zurückgeben. Dann würde man in England einsehen, dass das alles eine ganz dumme Sache war und sich endlich mit dem gesammten Empire als wohlwollender Neutraler oder gar als Verbündeter an die Seite Deutschlands stellen.
Ging es dann Jahre später zu Entscheidungsschlacht zwischen Europa und Amerika, so würden England, Afrika, der Indische Subkontinent und Ozeanien neutral sein und wohlwollend die Germanische Sache unterstützen.
Ohne das Empire intakt aber würden weite Teile Afrikas, Indiens und Ozeaniens an den Bolschewismus oder die USA verloren sein und gegen Germanisch-Europa antreten.
Diese politischen Gedanken erklären viel, viel von der Wankelmütigkeit und Lustlosigkeit mit der Seelöwe geplant wurde. Seelöwe war eigentlich die schlechtere Lösung!
Also suchte man andere Lösungen. Bomben zum Beispiel!
Vom Luftkriege: Man erwartete Wunderdinge von strategischen Bombardements. Das ging auf einen Italiener zurück; Giulio Douhet. Der hatte 1921 sein grundlegendes Werk über strategische Bombardierungen veröffentlicht Praktisch alle Luftwaffen hatten das als geistige Grundlage übernommen.
Innerhalb von etwa vierzehn Tagen Bombardement würde es zu Massenfluchten aus London kommen und die gesammte Produktion in London zum Erliegen kommen. Ebenso würde aus Arbeitskräftemangel die gesammte Transporttätigkeit durch London (40 % der Englischen Einfuhr!) zusammenbrechen. Frachter würden als Freiwild beladen im Hafen liegen, unfähig zu entladen, unfähig zu bekohlen um auch nur zu fliehen aus der Falle.)
Dabei gehörten gerade die Deutschen zu den Nationen, die gelernt hatten, dass das absoluter und ausgemachter Bockmist war. Strategische Bombardements bringen nicht wirklich was. Alle, die aktiv am Spanischen Bürgerkrieg teilgenommen hatten, hätten das wissen können. Die Italienische Luftwaffe hatte das schon ausprobiert. Ein strategisches Bombardement von Barcelona erreichte lediglich ein massives Versteifen des Republikanischen Widerstandes. Erfolg: Null. Erfolg: genaugenommen weniger als Null. Strategische Bombardierungen von (gerade zivilen) Grosszielen verstärken eher den Widerstand.
Taktisches Bombardieren hingegen hatte sich als ausgesprochen wirksam erwiesen. Die Falangisten verloren massiv Nachschub (vor allem Italienischen) durch geschickte Russische Luftangriffe. Die Deutschen setzten taktische Bombardierungen von Knotenpunkten erfolgreich ein um Falangistische Vorstösse zu sichern oder erst zu ermöglichen (Beispiel Guernica – entgegen langläufiger Legende nicht die Grossmutter des strategischen Bombardements)
Wer also am Spanischen Bürgerkrieg teilgenommen hatte nahm eine Füllhorn an taktischem Wissen mit nach Hause. Die Russen verplemperten das Füllhorn, indem sie dann bei einem der Säuberungsmassaker ausgerechnet ihre modernen, genialen Luftwaffenstrategen alle unbrachten und damit wieder auf Feld eins der Lernkurve anfingen.
Amerikaner und Briten hatten den Krieg in Spanien nicht mitgemacht. Die US und die Royal Airforce erwiesen sich aber sowieso als ausgesprochen lernresistent. Dumm für die Deutschen, denn sonst vielleicht Jahre des (sinnlosen) Bombenterrors erspart geblieben wären. Eine Studie ergab, dass Deutschlands Kriegswirtschaft bei taktischen Bombardierungen der Elektizitätsversorgung Anfang 1944 auf den Knien gewesen wäre. Konjunktive ... .
Die Italiener und die Deutschen hingegen bewahrten sich viele Lehren aus dem Spanien Krieg. Der sehr erfolgreiche Einsatz der Luftwaffe in Polen und im Westfeldzug wäre ohne die Lehren von Spanien nicht denkbar gewesen.
Aber alte Vorurteile fallen langsam. Strategisches Bombardieren galt immer noch als eine Art Allheilmittel; eine Möglichkeit ein Land zu unterwerfen ohne auch nur einen Heeres-Soldaten zu verlieren. Auch die Luftwaffe glaubte an diese alte Doktrin. Rotterdam ist ein trauriges Beispiel für einen taktisch vollkommen nutzlosen Einsatz gegen ein weitgehend ziviles Ziel. Strategische Bombardements waren immer noch anerkanntes Mittel einen Gegner zu unterwerfen.
Nicht so sehr der Führer als vielmehr die Seekriegsleitung und die Luftwaffe drängten darauf England friedensbereit zu bomben. Man brauche gar keinen Seelöwen!
Aus diesen strategischen Überlegungen wandte sich die Aufmerksamkeit der Luftwaffe im Spätsommer 194o weg von den Schiffen der Royal Navy, Jagdflugplätzen, Flugzeugfabriken, hin zu den Docks, Fabriken, Lagerhäusern und eben auch Wohnhäusern von London.
Sinnlos, Nutzlos, Tragisch (wenn man denn der Ansicht ist, dass das Töten von Zivilisten abstossender ist, als das Töten von Berufssoldaten).
Die Zeit zog sich hin. Aus Sommer wurde Spätsommer. Die von Göring versprochenen und von Raeder beschworenen Wunder blieben aus. Die einzigen Flüchtlinge blieben die auf's Land verschickten Kinder. Die Londoner zogen den Riemen des Blechhutes etwas fester, begruben Morgens die Toten der Nacht, löschten die Feuer, räumten auf und machten weiter.
(Wie ein Marschall Harris, der all das gesehen hat, auch nur eine Sekunde aufrichtig geglaubt haben kann, dass sein ganzer Gegenterror später den Krieg auch nur um sieben Stunden verkürzen könnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber das mehr am Rande.)
Die Zeit zog sich hin. Fighter Command leckte seine Wunden. Amerikanische Flugzeuge trafen ein. Piloten wurden ausgebilded.
Studien der Admiralty aus der Vorkriegszeit erklärten dass Deutschland einen sehr raschen Bewegungskrieg gegen England gewinnen könne. Jede Verzögerung, jeder Extratag hingegen arbeite für die Engländer. Sie sollten Recht behalten.
Zu den konkreten Vorbereitungen:
Luftwaffe und Kriegsmarine hielten den Seelöwen für riskant und unnötig. Im Falle der Luftwaffe führte das dazu gar nicht erst dafür zu planen. So wie die Luftwaffe überzeugt war den Handelskrieg gegen England im Wesentlichen allein führen zu können, so war man dort überzeugt, dass man England friedensbereit bomben könne. Seelöwe war mehr ein Notnagel, ein Gedankenexperiment. (Das hielt die Luftwaffe nicht davon ab einige Spielprojekte wie eigene Landungsfahrzeuge anzuleiern oder Ende September (!) 194o als Heer und Marine den Seelöwen bereits eingeschläfert hatten detailierte Ausführungsbestimmungen für eben diesen Seelöwen zu erarbeiten.)
Die Kriegsmarine hingegen traff alle notwendigen Vorbereitungen auch wenn sie eigentlich um's Verrecken nicht wollte und das alles irrsinnig riskant fand. Es wurde Schiffsraum kalkuliert und zusammengezogen. Das traf die Deutsche Wirtschaft entschieden hart. Besonders der Handel mit Skandinavien lit sehr unter dem Requirieren von Dampfern. Auch die Versorgung von Grossstädten mit Kohle und Lebensmitteln stellte ein Problem dar, mit der Mehrzahl der Flussleichter an der Kanalküste. Besondere Sorgen bereitete die nahende Erntezeit. Viele Lebensmittel wurden über Flüsse und Kanäle transportiert.
Mögen tat die Seekriegsleitung das alles nicht. Man analysierte und bewertete die Lage mit einem bei der Deutsche Seekriegsleitung ungewohnten Realismus. Es sei nahezu unmöglich die Seiten des Landungsbereiches gegen Einbrüche der Royal Navy aus der Themsemündung und aus dem Raum Portsmouth zu sichern. Minenfelder, so beeindruckend sie auf dem Papier aussähen könnten je nach Tiede überlaufen werden. Gute Eigensicherung und draufgängerische Kommandanten sollten mehr als 7o% einer Zerstörerflottille den Durchbruch durch die maximal machbaren Deutschen Minensperren erlauben!
Die Luftherrschaft im Landungsraum sei absolute Voraussetzung aber Luftangriffe gegen bewegte Seeziele seinen auch dann noch unzuverlässig. (Das Unternehmen Cerberus, bei dem zeitweilig rund 5oo Flugzeuge beider Seiten versuchten nahezu wahllos gegnerische und eigene Schiffe zu versenken, machte später deutlich wie unsicher Erkennung und Versenkung selbst ungepanzerter Einheiten aus der Luft ist.) Es sei nicht als gegeben anzunehmen, dass alle durchbrechenden Schiffe dauerhaft abgefangen werden könnten
Damit aber war für die Kriegsmarine klar, dass man im Landungsraum mit frei operierenden Englischen Zerstörern zu rechne habe. Schlecht! Sehr, sehr schlecht!
Die Strasse von Dover hoffte man mit Seezielartillerie von Land aus decken zu können. Aber – so die Einsicht der Skl – sicher sei auch das nicht.
Aber der Transportraum für die ganze Geschichte stand bereit. In der Rückschau mit den Landungen in Afrika, Italien und der Normandie im Kopfe verfällt man ganz leicht der Idee die Deutschen hätten halt keine Landungsfahrzeuge gehabt mithin sei das nie wirklich was Ernstes gewesen. Wilhelm und Claudius haben beide ebenfalls keine Landungsfahrzeuge mit Rampen und Rakentenwerfern gehabt. Geklappt hat die Invasion beide Male trotzdem.
Uneinigkeit herrschte durchgehend in der Planungsphase auf wie breiter Front man landen könne (Seekriegsleitung), müsse (Oberkommando des Heeres) und solle (meist der Führer in letzter Instanz einen Kompromis zwischen 'könne' und 'müsse' beschliessend).
Diktaturen haben im Krieg den Vorteil, dass Entscheidungen schnell und zentral getroffen werden können. Diktaturen haben im Krieg den Nachteil, dass sich die Peripherie darauf verlässt, das Entscheidungen zentral getroffen werden.
Es gab Komödien bei der Planung, wenn Raeder bei einer Besprechung erklärte, da und dort könne man nicht landen, dann hinausging im guten Glauben, dass die Ignoranten das jetzt endlich eingesehen hätten, nur um dann zwei Wochen später zu erfahren, dass das Heer immer noch mit den in seinen Augen unmöglichen Landungsplätzen plante. Und natürlich musste hinterher wieder ein Führerbeschluss her wo den nun gelandet werden könne und wo nicht.
Das Oberkommando der Wehrmacht war weit davon entfernt die drei Truppenteile in der Hand zu haben. (Das war nichts rein Deutsches. Die Engländer hat ganz ähnliche Probleme. Nur konnten die es sich leisten zwei Jahre mehr oder minder erfolgreich Verteidigungskrieg zu führen und anzugreifen nachdem sie einen Teil der Kommunikationsprobleme ausgebügelt hatten.)
Das Heer plante seinen Teil ausgesprochen sorgfältig – nur eben in völliger Ignoranz der Probleme von Luftwaffe und Kriegsmarine.
Entschieden unrichtig ist die Ansicht das sei alles unausgegoren gewesen. Die Planungen waren entschieden weit gediehen und detailiert. Da wurde niedergelegt wieviele Brieftauben und Fahrräder welche Einheit mitzuführen hatte, da wurden Karten des zu erobernden Geländes erstellt. Es gab Überlegungen welcher Bahndamm und welcher Fluss ein gutes Panzerhindernis darstellen würde und wo man sich gut eingraben könne. Das sah auf dem Papier schon recht gut aus, das ganze Unternehmen.
Detailierte Planungen reichten erstmal bis zum Big Ben. Man wollte London. Cornwall würde einem vielleicht en passant zufallen. Weitere Vorstösse nach Mittelengland und Wales waren mehr im Rohbau was die Planungen anbetraf. Es galt als ziemlich sicher, dass England nach der Einnahme von London erledigt sein würde.
Unter dem Druck politischer Entscheidungen wandelte sich aber nach und nach der Hintergrund, vor dem sich das alles abspielte.
Zwischen Juni 194o bis August 194o spielte die Sovietunion in den militärischen Besprechungen eine ganz unterschiedliche Rolle. Noch im Juni wurde überlegt ob und wie Russland (auch hier nehme ich mal den damaligen Jargon für die UdSSR) in einem Vorstoss nach Süden an die See durch Afganistan und Indien dem Empire weitere Schwierigkeiten machen könnte.
Russlands Pläne in Bessarabien wurden als ungefährlich toleriert. Der Russe als unleidlicher Verbündeter, Lieferant wichtiger Rohstoffe.
Nur zwei Monate später wird entschieden an "Barbarossa" geplant! Damit aber hatte sich die Landung in England im Prinzip bereits erledigt.
Was lange, so lange das Gruselmonster der Deutschen Militärführung vom Leutnant bis zum Führer war – Zweifrontenkrieg in Ost und West – war plötzlich nicht mehr das Problem sondern die Lösung des Problems!
Man musste mit dem Lebensraum im Osten nicht warten bis man im Westen fertig war. Man wurde im Westen fertig gerade indem man über Russland herfiel! Brach dann Russland zusammen, suchte England, seines letzten Festland-Degens beraubt um Frieden nach und man hatte beides auf einen Streich!
Wie simpel! Wie einfach! Und viel weniger Risiko als ein Landungsunternehmen!
Russland brach dann nicht zusammen ... der Rest ist Geschichte.
So – das ganze war eine etwas ausgeuferte Buchbesprechung zu:
Karl Klee "Das Unternehmen Seelöwe" (3oo Seiten) und "Dokumente zum Unternehmen Seelöwe" (45o Seiten).
Das ist 1958 erschienen in der Reihe 'Studien und Dokumente zur Geschichte des zweiten Weltkrieges' bei Musterschmidt.
Gute Reihe! Da ist Hubatsch "Weserübung" erstmalig aufgelegt gewesen, da hat Waldemar Erfurth seine "Geschichte des Deutschen Generalstabes 1919 – 1945" verlegt, Ludwig Dinklage und Hans-Jürgen Witthöft ihre "Deutsche Handelsflotte 1939 – 1945. Feine Bücher!
Man bekommt den Klee antiquarisch für so ziemlich jeden Preis zwischen 4o Euro (warten, suchen, hoffen) oder um 1oo Euro (jederzeit irgendwo zu haben) für beide Bücher zusammen.
Braucht man den zweiten Band? Ich ja! Da stehen aber wirklich 'nur' über rund 45o Seiten Auszüge aus den Kriegstagebüchern der Abteilung Landesverteidigung der Wehrmacht, des OKW, Generalobers Halders und anderer drin. Da sind die massgeblichen Originalbefehle zur Vorbereitung abgedruckt, die Denkschriften von Jodl und der Seekriegsleitung zum Seelöwen und so dit un' dat. So lässt sich der sich anbahnende Sinneswandel gegenüber der Rolle Russlands richtig schön nachvollziehen. Man erfährt viel über die kleinen Probleme, die Haken und Ösen bei so einem Grossunternehmen. Viele Querelen werden sehr viel deutlicher in internen Papieren der drei Teilstreitkräfte. Wenn man's mag ...
Die ganze Geschichte so zum lesen hat man aber auch mit dem ersten Band allein! En detail. Den ersten Band hat's glaube ich grad bei ebay für 25 Euronen. Nicht richtig preiswert – sieht aber tip top aus für ein Buch, das ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Eine zerschraddelte Büchereiversion sah ich letztens auf irgend einer Antiquariats-Seite für unter 2o Euro. Das lohnt echt. Ist halt ein wenig Geschmackssache wieviel einem ein 'schönes' Buch wert ist.
Dazugekommen sind für meinen Text einzelne Informationen aus:
David Isby "The Luftwaffe and the War at Sea, 1939-1945: As Seen by Officers of the Kriegsmarine and Luftwaffe"
Vater und Sohn Bennett "Hitler's Admirals"
Jak P.Mallmann Showell "Fuehrer Conferences on Naval Affairs"
oder
Wagner Gerhard "Lagevorträge des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine vor Hitler 1939 – 1945" (gleicher Inhalt, etwas weniger zusätzliche Dokumente als Showell.)
Salewski "Seekriegsleitung I und III"
Eric Grove "German Capital Ships and Raiders in World War II; Vol2 Scharnhorst to Tirpitz"
Und aus diversen Artikeln:
John P. Campbell "A British Plan to Invade England, 1941" in 'Journal of Military History', Vol. 58, No.4, 663-684
Joseph A. Maiolo "The Knockout Blow against the Import System: Admiralty Expectations of Nazi Germany's Naval Strategy 1934 – 1939" in 'Historical Research' Vol. 72, No.178, 2o2-228
Martin van Creveld "25 October 194o: A Historical Puzzle" in 'Journal of Contemporary History', Vol. 6, No.3, 87-96
Andreas Hillgruber "England's Place in Hitler's Plans for World Domination" in 'Journal of Contemporary History', Vol. 9, No.1, 5-22
Edward Rose & Dierk Willig "Specialist Maps Prepared by German Military Geologists for Operation Sealion: the Invasion of England Scheduled for September 194o" in 'The Catographic Journal', Vol. 41, No.1, 13-35
Alan F. Wilt "Shark and Harpoon: German Cover Operations Against Great Britain in 1941" in 'Military Affairs', Vol. 38, No.1, 1-4
P.G. Lachlan "The German Invasion Plan; Operation Sealion", in 'Royal United Service Institution, Journal' Vol: 92, 541-548
H.A. De Weerd "Hitler's Plans for Invading Britain" in 'Military Affairs', Vol. 12, No.3, 142-148
John Farquarson "After Sealion: A German Channel Tunnel?" in 'Journal of Contemporary History', Vol. 25, No.4, 4o9-431
So – das sollten so die massgeblichen Quellen gewesen sein, die ich genutzt hab.
Ja – von hier aus kann es nun in alle möglichen Richtungen weitergehen. Vielleicht mag ja jemand das viel jüngere und viel preiswertere "Unternehmen Seelöwe" von Egbert Kieser mal vorstellen.
Soweit ich Auszüge davon kenne, kommt er in Sachen Deteilreichtum und historische Belege deutlich nicht an den Klee heran. Aber er mag trotzdem ausnehmend gut sein?!
Oder den Zeitgenossen von Karl Klee, Ronald Wheatley? Der hat auch ein "Unternehmen Seelöwe" geschrieben. Kennt das jemand? Deutlich weniger umfangreich als der Klee.
Ebenfalls neueren Datums: Peter Schenk "Landung in England: Das geplante Unternehmen 'Seelöwe': der Beginn der amphibischen Grossunternehmen" von 1987. Der kommt vom Umfange (und Deteilreichtum?) schon an den Klee heran. In Sachen abgedruckte Quellen zieht er sicher (erheblich) den Kürzeren. Aber er hat gut 12o Bilder für Liebhaber alter Photos.
Ja – oder man mag diskutieren, ob das irgendwie nachvollziehbar war, dass der jahrzehntelang gefürchtete Zweitfrontenkrieg auf einmal so begehrlich erschien. Hinterher (!) haben zahllose Offiziere aller drei Waffengattungen gesagt oder geschrieben, dass sie beim Start von 'Barbarossa' ein unangenehmes Gefühl im Bauch gehabt haben. Na, ja – hinterher!
In den Papieren, die Klee vorstellt klingt das alles ganz logisch und ganz naheliegend. War es das? Oder ist hier irgendwo der Übergang von 'durchdachter' zu absolut 'diletantischer' Kriegsführung des Reiches?
Ufo
Wow, ufo... Das ist doch auch mal ein echt guter Aufsatz von Dir... Ich möchte am liebsten los und Bücher kaufen!!!
So habe ich das ganze wirklich noch nicht gesehen... Wirklich interessant!
Was heißt hier Bücher Kaufen ??? Es wird Zeit, das ufo endlich mal eins schreibt.
Hiermit gebe ich höchstoffiziell die erste verbindliche Bestellung dafür ab. :-)
Wenn ich nur wüßte, wo ich's mal gelesen habe. Es ging darum, daß die Wehrmacht drei oder vier Landungsabschnitte an der südenglischen Küste festgelegt hatte und die Kriegsmarine darufhinwies, das es aufgrund von Ebbe und Flut unmöglich sei, an allen Abschnitten gleichzeitig zu landen. Aber das zeitgleiche Erstürmen des Strandes und die Besetzung des Küstenstreifens ist unabdingbar für eine erfolgreiche Invasion. Schon eine Verzögerung von ein/zwei Stunden ermöglicht aber die Haranführung von Reserven, sprich Panzertruppen, die eine Landung sehr wirksam verhindern konnten.
In der Normandie verhinderten dies die Schlachtschiffe/Kreuzer oder die strategischen Bomber der Alliierten.
Servus UFO!
Vorweg einmal herzlichen Dank für deine wunderbare Zusammenfassung von Klee´s "Seelöwe!
Ronald Wheatley´s "Seelöwe" ist im Umfang und in den Details deutlich hinter Klee einzureihen, auch Kartenmaterial und Originaldokumente sind nur sehr spärlich anzutreffen.
Egbert Kieser´s "Seelöwe" ist nur geringfügig besser einzustufen als Wheatley - immerhin gibt´s auch ein paar Fotos!
Peter Schenk´s "Landung in England" nehme ich hingegen gerne zur Hand, obwohl er sich eher auf die technische Vorbereitung einer Großlandung konzentriert
Detaillierte Beschreibungen der Landungsmittel - auch mit Skizzen und seltenen Fotos - fehlen hier ebensowenig, wie der geplante chronologische Ablauf des Landungsunternehmens, verdeutlicht mit Hafenplänen und Organigrammen verschiedenster Art.
Ach ja, historisch nicht unbedingt ernst zu nehmen, aber immerhin interessant zu lesen wäre noch
Kenneth Macksey
Invasion - The Alternate History of the german Invasion of England, July 1940
@ Ufo
sehr interessante lektüre!!!
M.M. nach scheiterte Seelöwe schon am Strand von Dünkirchen.
Grüße
Dirk
sehr, sehr interessanter Aufsatz!
Auch ich schließe mich der Buchbestellung an! :D
gruß
Christian
Zitat von: DHEO am 13 April 2006, 12:52:57
@ Ufo
sehr interessante lektüre!!!
M.M. nach scheiterte Seelöwe schon am Strand von Dünkirchen.
Grüße
Dirk
Meiner Meinung schon vorher, als man die Panzer anhielt. Hätte man sie laufen lassen und wäre dem Vorschlag der Fallschirmjäger gefolgt, hätte es klappen können.
Gruß
ede
@Ufo
ZitatVom Luftkriege: Man erwartete Wunderdinge von strategischen Bombardements. Das ging auf einen Italiener zurück; Giulio Douhet. Der hatte 1921 sein grundlegendes Werk über strategische Bombardierungen veröffentlicht Praktisch alle Luftwaffen hatten das als geistige Grundlage übernommen.
Innerhalb von etwa vierzehn Tagen Bombardement würde es zu Massenfluchten aus London kommen und die gesammte Produktion in London zum Erliegen kommen. Ebenso würde aus Arbeitskräftemangel die gesammte Transporttätigkeit durch London (40 % der Englischen Einfuhr!) zusammenbrechen. Frachter würden als Freiwild beladen im Hafen liegen, unfähig zu entladen, unfähig zu bekohlen um auch nur zu fliehen aus der Falle.)
Dabei gehörten gerade die Deutschen zu den Nationen, die gelernt hatten, dass das absoluter und ausgemachter Bockmist war. Strategische Bombardements bringen nicht wirklich was. Alle, die aktiv am Spanischen Bürgerkrieg teilgenommen hatten, hätten das wissen können. Die Italienische Luftwaffe hatte das schon ausprobiert. Ein strategisches Bombardement von Barcelona erreichte lediglich ein massives Versteifen des Republikanischen Widerstandes. Erfolg: Null. Erfolg: genaugenommen weniger als Null. Strategische Bombardierungen von (gerade zivilen) Grosszielen verstärken eher den Widerstand.
Diese im ersten Absatz dargestellte Einschätzung der Luftwaffenführung (?) wundert mich denn gerade die Luftwaffendienstvorschrift 16 welche kurz vor Kriegsbeginn in Kraft gesetzt wurde hatte die Problematik von Terrorbombardements gegen zivile Ziele, siehe letzter Absatz, ja klar benannt und als nicht oder nur begrenzt sinnvoll bezeichnet. Als "begrenzt sinnvoll" nur als Vergeltung um Gegner von Angriffen auf die deutschen Städte abzuhalten bzw. diese einzustellen.
Rotterdam ist ja nun nicht gerade ein gutes Beispiel. Horst Boog hat 2007 einen Leserbrief an die FAZ zu diesem Thema geschrieben
(http://www.swg-hamburg.de/Archiv/Beitrage_aus_der_Rubrik_-_Gesc/Leserbrief_Dr_Horst_Boog.pdf
ZitatEine Studie ergab, dass Deutschlands Kriegswirtschaft bei taktischen Bombardierungen der Elektizitätsversorgung Anfang 1944 auf den Knien gewesen wäre. Konjunktive ... .
Besserwissermodus an :wink:
Die Bombardierung von rüstungsrelevanten Objekten (wie auch Fabriken, Verkehrsinfrastruktur ...) fällt wohl eher unter den Termini "strategisch" oder im damaligen teutsch - "operativ".
Besserwissermodus aus ZitatWer also am Spanischen Bürgerkrieg teilgenommen hatte nahm eine Füllhorn an taktischem Wissen mit nach Hause. Die Russen verplemperten das Füllhorn, indem sie dann bei einem der Säuberungsmassaker ausgerechnet ihre modernen, genialen Luftwaffenstrategen alle unbrachten und damit wieder auf Feld eins der Lernkurve anfingen.
Nicht nur das. Sie zogen aus den Ergebnissen die falschen Erkenntnisse in Bezug auf gepanzerte Kriegsführung und damit auf ihre Konzeption der "Tiefenoperation".
Trotz meiner Anmerkungen sehr interessant.
This might be of interest:
http://daleypublishing.com/sealion.htm
Moin Moin,
wer sich ein Bild über die voraussichtlich in dem Buch vertretenen Thesen machen möchte, kann hier einmal reinschauen:
http://www.armchairgeneral.com/forums/showthread.php?t=65498
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 21 Februar 2011, 22:43:56
Moin Moin,
wer sich ein Bild über die voraussichtlich in dem Buch vertretenen Thesen machen möchte, kann hier einmal reinschauen:
http://www.armchairgeneral.com/forums/showthread.php?t=65498
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - as you are familiar with the discussions on ACG it might probably have been better to refer to TTTSNBN.......It gives a better impression on what the book is about.
What does "ACG" and "TTTSNBN" mean? :?
Karsten
Hallo Karsten,
ACG = www.armschairgeneral.com
TTTSNBN= The threat that should never be ... das letzte Word fehlt mir glaube ich... ein ewig langer Threat mit viel Streiterei aber auch ein paar ganz interessanten Infos drinne versteckt.
Gruß
Dirk
Zitat von: Karsten am 22 Februar 2011, 12:33:23
What does "ACG" and "TTTSNBN" mean? :?
Karsten
ArmChairGeneral and "The Thread That Shall Not Be Named". This thread stretched over 1.000 ACG pages and 15.000 postings discussing (quarreling on.... :roll:..) Unternehmen Seelöwe. The author of this book: http://daleypublishing.com/sealion.htm (me) was prominent in launching quite a lot of new (and quite unpopular) information on the subject..... :SO/(
ZitatThe author of this book: http://daleypublishing.com/sealion.htm (me) was prominent in launching quite a lot of new (and quite unpopular) information on the subject.
Hello Fred,
welcome on board!!
Can you name some of your new, unpopular and discussed information? What's new in your book?
Regards,
Karsten
Zitat von: Karsten am 22 Februar 2011, 14:27:49
ZitatHello Fred,
welcome on board!!
Can you name some of your new, unpopular and discussed information? What's new in your book?
Regards,
Karsten
Thank you!
Boy, oh boy - that is a large subject!!! I wouldn't want to start the war again.... :TT/(
Hi Fred,
are your researches based on original documents (Kew, Freiburg etc.), or only on secondary sources?
Regards,
Dirk
Fred,
ZitatBoy, oh boy - that is a large subject!!! I wouldn't want to start the war again....
just mention a few points - see it as some advertisement for your book!
Regards,
Karsten
Zitat von: Bergedorf am 22 Februar 2011, 15:36:55
Hi Fred,
are your researches based on original documents (Kew, Freiburg etc.), or only on secondary sources?
Regards,
Dirk
Dirk, I have not been to Freiburg. My inspiration to start looking into Seelöwe was Karl Klee's books. If anything, I feel my book is better than many others in that I to a larger degree holds it together with contemporary events. I mean, what happened in 1944 is of little interest to the subject. What happened in 1939-'41 is. (Poland, Norway, France, Dunkirk, Greece, Crete - even Operation Cerberus in '42) is.
Zitat von: Karsten am 22 Februar 2011, 16:06:35
Fred,
ZitatBoy, oh boy - that is a large subject!!! I wouldn't want to start the war again....
just mention a few points - see it as some advertisement for your book!
Regards,
Karsten
OK, some keywords:
The viability of the landing fleet
The underestimation of the Kriegsmarine
The lack of Royal Navy readiness as to the actual number of units in the Channel area
The misconception of the air battle of Britain in context with the Seelöwe.
The disagreements within the British military leadership.
A couple of specific points I have not seen mentioned earlier as being of any importance:
The falling out of the British radar chain as soon as the first German troops were ashore.
The defense capabilites of the landing fleet itself
The lack of considering the 19 available KM Type 35 minesweepers as a fighting force.
Hy,
ZitatThe viability of the landing fleet
yes, I also think, the seaworthiness of the barges is grossly underestimated
ZitatThe lack of Royal Navy readiness as to the actual number of units in the Channel area
besides a lot of small trawlers, I managed to find only a handfull of destroyers in the Chanell ports (i.e. 9 DD&DE). However, Sheerness and Harwich are a completly other matter (12+7 DD&DE). The 2 Cruisers in Plymouth, 2 in Sheerness 3 in the Humber (and Erebus) are also a force to be reckogned with.
IF (and not when), of course, they manage a nighttime intercept...
ZitatThe misconception of the air battle of Britain in context with the Seelöwe.
That would be?
ZitatThe falling out of the British radar chain as soon as the first German troops were ashore.
Nope. We made a nice attempt with Dirk on Seelöwe in another forum, we had Rye overrun somewhere S+5, Fairlight S+3, Pevensey S+7 and Beachy Head S+4. With some adjustments, they maybe have 30-60 minutes more. But not "as soon as"...
On the other hand, if/when these sites are overrun, the British have some serious problems between Beachy Head and Dungeness.
ZitatThe defense capabilites of the landing fleet itself
Practically 0?
ZitatThe lack of considering the 19 available KM Type 35 minesweepers as a fighting force.
Against grown-up destroyers? Practically 0?
best regards
alex
I have just this minute read the KTB of the 16. Vp-Fl.
The only operational ships for Seelöwe September 1940 were:
VP 1601 Skorpion and
VP 1604 Natter
both left Bordeaux (!) to go to Boulogne on the 19th September 1940 08:00. Then came the cancelation-order.
It´s quite a long way from Bordeux to Boulogne, so I think we can scratch this Flotilla. 18. Vp. Fl. and 20. Vp. Fl. were also not (fully?) operational.
We have to look on operational readiness of both sides, if we want to get a clear view.
Cheers
Dirk
(p.s.: Ich hoffe mein Englisch ist nicht zu grausam... Fremdsprechen waren noch nie meine Stäke)
Hallo,
ZitatWe have to look on operational readiness of both sides, if we want to get a clear view.
That's absolutely correct. Ships and aircraft tends to get inoperable from time to time. Or have other duties to perform, not just sitting in a port (or on an airfield) and wait.
(Ich glaube, dein englisch ist ein wenig besser, als meins. Ich benutze die Sprache in letzter Zeit kaum aktiv...)
mfg
alex
neuer Stand, nach Durchsicht KTB 18. VP.Fl.
Diese Flottille kann vollständig gestrichen werden. Kein Schiff in Dienst!
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 22 Februar 2011, 18:22:26
Hy,
Nope. We made a nice attempt with Dirk on Seelöwe in another forum, we had Rye overrun somewhere S+5, Fairlight S+3, Pevensey S+7 and Beachy Head S+4. With some adjustments, they maybe have 30-60 minutes more. But not "as soon as"...
On the other hand, if/when these sites are overrun, the British have some serious problems between Beachy Head and Dungeness.
For all practical purposes that is "as soon as" in my book..... :TU:)..
Zitat von: Huszar am 22 Februar 2011, 18:22:26
Hy, besides a lot of small trawlers, I managed to find only a handfull of destroyers in the Chanell ports (i.e. 9 DD&DE). However, Sheerness and Harwich are a completly other matter (12+7 DD&DE). The 2 Cruisers in Plymouth, 2 in Sheerness 3 in the Humber (and Erebus) are also a force to be reckogned with.
IF (and not when), of course, they manage a nighttime intercept...
This is where I was quite surprised. Even if many destroyers were listed as stationed around the Channel (Portsmouth, Sheerness, Harwich) they weren't there! It was their flotillas that were stationed there. Most had actually gone back to escort service on the western approaches in the end of September. Also, many were not operational even if listed as such (Pink List September 15th, naval-history.net).
Hy,
The Pink List is in fact faulty in this respect, I have found about half a dozen destroyers in that list (listed for Portsmouth?!?!?), which were at that time in the Atlantik protecting convoys.
The 9+12+7 are the ones that were at Plymouth, Sheerness or Harwich at dates after the 15.09 and before ca. 30.09 (with another 4 in the Humber)! Of course, there is a chance, that some of the Sheerness- and Harwich-boats were on some East-Coast-Convoy south of Newcastle, BUT I have another 8 DD&DE definitevly on East-Coast-Convoys (not counting 14 sloops and minehunters on the East-Coast-Convoys, another 18 in Sheernes, Harwich and the Humber, and another 10 in the vicincy of Rosythe/Scapa. And not counting the dozens of trawlers).
Yes, the situation was bad, and yes, I also think that Seelöwe would be possible, but the British were also not stupid.
If I don't get some serious evidence, I won't buy that there were practically no destroyers between Plymouth and the Humber. Sorry.
mfg
alex
Hallo Alex,
das Du hier die Pink List einfach so als falsch abtust -und das auch noch ohne Belege- finde ich starken Tobak. Ich denke, dass Dein Problem ist, dass Duvon der im Netz herumschwirrenden Liste ausgehst, die im ersten Teil einfach nur die Zuordnung der Schiffe zu den einzelnen Commands angiebt. Da gibt es allerdings dann auch noch einen zweiten Teil wo dann derjenige, der das abgetippt hat, versucht hat das auf die Häfen aufzuteilen. Inwieweit das gelungen ist vermag ich nicht zu sagen.
Da ich aber eine Kopie der Pink List vom 23.September 1940 habe, sollten wir anhand derer einmal schauen, inwieweit vielleicht doch was an Deiner Aussage dran sein könnte. Gib mal die strittigen Schiffe auf und ich sage Dir dann wo die nach der Pink Lost am 23 September waren. Solltest Du dann Abweichungen feststellen, dann gib die bitte mit Quellenangabe bekannt. Vielleicht kann man dann rausfinden was an Deiner Aussage dran ist. Wenn die stimmen würde hätte es nämlich erhebliche Auswirkungen für die Forschung.
Gruß
Dirk
(P.S.: könnte Deine Liste aber erst am Donnerstag prüfen)
Dirk, the problem is that the Pink Lists are not correct. These refer to where the various flotillas are stationed at the moment - not where the ships actually are. I found this by going through every destroyer supposed to be stationed (by flotilla) between Harwich and Falmouth. Most of them were not where the Pink List indicated. Sept. 23rd I think this would be even more accentuated as the pressure to get vessels back to the escort work was incrasing at this time due to the tremendous losses in merchants by the U-boats.
Just for information - as the last day the operation could have been given the go-ahead was Sept. 17th (when it was more or less definitely postponed) S-day would have been Sept. 27th. Which is what I have worked after.
Fred,
you are not right. The Pink List gives the actually location of each ship. It even gives the temporary assignment of a Flotilla to another command etc. It even gives the movements of the single ships from one Harbour to another. You should get one example from Kew yourselve! ADM 187/9 for the requested period. You should look on the original and not to something publishes in the net!
Regards.
Dirk
Hallo, Dirk,
Dein absoluter und unangreifbarer Glaube an diese Listen, und die absolute Verwerfung jeglicher Gegenbeweise ist eher starker Tobak. Stichwort FFL-Boote.
Dann mal sehen:
Harvester, Havelock, Hesperus, Highlander und Hurricane werden in "deiner" Liste in Portsmouth angegeben (die im Netzt schwimmende Version für den 15.09) - allerdings haben diese Schiffe überhaupt nichts in Portsmouth zu suchen, waren nämlich im Western Approaches eingesetzt (i.e. Liverpool). Für diese Zerstörer habe ich auf convoy.web Treffer für SL 47, OL 4 und OG 43 um den 25.09, und davor eine durchgängige Belegung für andere Geleitzüge!
Nur als kleiner Hinweis:
inkl der FFL und Polen-Boote sowie Sleipner, aber ohne die Niederländer waren 183 Zerstörer, Geleitzerstörer und T-Boote am 25.09 überhaupt existent, von denen allerdings 26 entweder in der Werft waren, oder in der Ausbildung waren. (die bewussten 10 Franzosen nicht gerechnet!)
Nachweislich bei der Home Fleet waren 19 Stück, im Mittelmeer 21 Stück, in Gibraltar 15 Stück, in Fernost 5 Stück, im Roten Meer 3 Stück und in Kanada/Island 3 Stück.
Bleiben 91 Stück, wovon du in unserem Planspiel - anhand der farbigen Listen - 66 Stück einsetzen wolltest. 25 Stück (oder 15 ohne die Franzosen) für die belegbaren 11 West-Geleitzüge (und etwa 4 Ostküsten-Geleitzüge) halte ich doch für etwas wenig.
Die Liste kriegst du per e-Mail, bin gespannt, wie der Unterschied diesmal erklärt wird.
mfg
alex
Servus Alex,
ich möchte dir ungern in den Rücken fallen, aber ich hatte es vor kurzem erst in "Amazon to Ivanhoe" von John English gelesen:
Between 7.40-8.9.40, HARVESTER operated on convoy escort duties in the Western Approaches with the 9th.D.F. ... However, between 8.-18.9.40, she (HARVESTER) and five other destroyers of the flottilla were attached to Portsmouth Command for anti invasion duties. She then return to Liverpool...
English bezieht sich bei den Deployments auch auf die Pink-List, aber die Aussage klingt doch sehr klar und deutlich, wo sich die H's zwischen dem 8. und 18.9.40 befanden.
Zitat von: Spee am 23 Februar 2011, 09:25:34
Servus Alex,
ich möchte dir ungern in den Rücken fallen, aber ich hatte es vor kurzem erst in "Amazon to Ivanhoe" von John English gelesen:
Between 7.40-8.9.40, HARVESTER operated on convoy escort duties in the Western Approaches with the 9th.D.F. ... However, between 8.-18.9.40, she (HARVESTER) and five other destroyers of the flottilla were attached to Portsmouth Command for anti invasion duties. She then return to Liverpool...
English bezieht sich bei den Deployments auch auf die Pink-List, aber die Aussage klingt doch sehr klar und deutlich, wo sich die H's zwischen dem 8. und 18.9.40 befanden.
Thank you! Which should imply that these destroyers would not be in the Channel at the day of invasion, ref my timing dates above. I find much similar information when looking at the whereabouts of each and every destroyer mentioned in the Pink List, ref www.naval-history.net
Zitat von: Bergedorf am 23 Februar 2011, 02:52:50
Fred,
you are not right. The Pink List gives the actually location of each ship. It even gives the temporary assignment of a Flotilla to another command etc. It even gives the movements of the single ships from one Harbour to another. You should get one example from Kew yourselve! ADM 187/9 for the requested period. You should look on the original and not to something publishes in the net!
Regards.
Dirk
Thank you! As a matter of fact I do have the one from Sept. 15th 1940 but as I have found these are not to be trusted I have only used them as a reference list for which vessels should be checked. For that matter, destroyers not said to be in the Channel according to the Pink List - could actually have been there... :-o...
@Leandros Is it possible to use the editfunction?
Don´t Panic
Hallo, Thomas
ZitatServus Alex,
ich möchte dir ungern in den Rücken fallen, aber ich hatte es vor kurzem erst in "Amazon to Ivanhoe" von John English gelesen:
Between 7.40-8.9.40, HARVESTER operated on convoy escort duties in the Western Approaches with the 9th.D.F. ... However, between 8.-18.9.40, she (HARVESTER) and five other destroyers of the flottilla were attached to Portsmouth Command for anti invasion duties. She then return to Liverpool...
hmmm... wer hat dann AP.3 zwischen dem 10 und 12.09 aus Liverpool geleitet? :wink:
(Am 20.09 ist dann Zeit für OG 43 aus Liverpool)
mfg
alex
Das könnte eine Geleitaufgabe in dem betreffenden Seegebiet gewesen sein. Für den 10. gibt's dann auch die Meldung:
Destroyers BULLDOG, BERKELEY, and BEAGLE departed Portsmouth and joined destroyers HAVELOCK (SO), HIGHLANDER, HARVESTER and HURRICANE. The destroyers were to intercept twelve enemy merchant ships escorted by thirty S-boats reported at 1605, 15 miles 315° from Dieppe. At 1630, the report was amplified to include the presence of five destroyers in the area. If no contact was made with the German force, the destroyers were to sweep northeast towards Le Toquet.
Nach dieser Meldung können die besagten H's kaum bis zum 12. am Konvoi gewesen sein, den Dieppe liegt nicht "direkt" an der Route nach Freetown. Möglich wäre eine befohlene Unterstellung an Portsmouth Command am 8. und ein Auslaufen nach Portsmouth am 10.
Hallo, Thomas,
Siehste, hier haben wir das Porblem. Gesagt wurde, die Hs waren 08-18.09 in Portsmouth, hatten dann eine Geleitaufgabe ab Liverpool am 10, 11 und 12.09, UND sollen gleichzeitig am 10.09 mitten im Kanal Frachter jagen.
WENN die Hs erst am 10.09 Richtung Portsmouth auslaufen, ist die Aussage, sie waren 08.09 - 18.09 in Portsmouth schon relativiert!
Mit den drei Bs gibts keine Probleme, die lagen auch laut meinen Nachforschungen im Kanalgebiet. Allerdings: wenn die Unterstellung der Hs nur theoretisch erfolgte, und der Einsatz der Bs belegt ist, könnte es vorkommen, dass der Autor davon ausgeht, dass die theoretisch unterstellten, aber in der Realität gerade mit AP.3 dampfenden Zerstörer ebenfalls anwesend waren. Ist mE wahrscheinlicher, als das hin-und-her-hüpfen der Hs zwischen Liverpool und Portsmouth.
mfg
alex
Servus Alex,
unterstellt man dem anderen Autor, daß ihm nur die 9.D.F. als Geleiter für AP.3 bekannt war, wäre die Annahme ähnlich, aber umgekehrt deiner. Dann könnten die H's in Portsmouth gewesen sein und der Rest der 9.D.F. auf dem Weg nach Freetown. Hier gibt's deutlichen Bedarf das genauer zu untersuchen.
Hehehe...
Die anderen beiden AP.3-Zerstörer waren Volunteer und Wolverine, von denen ich ersteres in Plymouth habe :-D
(farbige Liste gibt beide mit Portsmouth an!)
Die einzige Möglichkeit ist wohl, nach England zu fahren, die KTBs aller 183 Zerstörer, 50 Kreuzer, und xxx Sloops, Korvetten, Minensucher und U-Boote für den September durchzusehen.
Die Farbigen Listen sind anscheinend nicht wirklich zuverlässig.
Hoffentlich hat Hr. Leandros uns diese Arbeit erspart, und seine Aussage fusst auf den KTBs. :-D
mfg
alex
Wie immer Alex, glaube nichts und niemandem. Je tiefer man in die Materie eindringt, desto weniger weiß man sicher.
Are you guys in the correct year...... :-D....
I think... :-D
Zitat von: Huszar am 23 Februar 2011, 13:55:02
Hehehe...
Die anderen beiden AP.3-Zerstörer waren Volunteer und Wolverine, von denen ich ersteres in Plymouth habe :-D
(farbige Liste gibt beide mit Portsmouth an!)
Die einzige Möglichkeit ist wohl, nach England zu fahren, die KTBs aller 183 Zerstörer, 50 Kreuzer, und xxx Sloops, Korvetten, Minensucher und U-Boote für den September durchzusehen.
Die Farbigen Listen sind anscheinend nicht wirklich zuverlässig.
Hoffentlich hat Hr. Leandros uns diese Arbeit erspart, und seine Aussage fusst auf den KTBs. :-D
mfg
alex
I am sorry that I have to disappoint you on this one. My main apparatus to question the Pink List has been the www.naval-history.net as my real intention was more to question the extent of the numerical superiority of the Royal Navy than to pinpoint each of their vessels. In the same sense I have taken much information from the www.german-navy.de and www.uboat.net.
I am grateful for the kind reception you have given me here. Please find below parts of the Prologue of my book which should give you an indication as to how I have seen the subject.
"Unternehmen Seelöwe, Operation Sea Lion, was the name of the planned German invasion of the United Kingdom scheduled for fall 1940. It never happened. Despite the fact that the invasion did not take place, Operation Sea Lion is one of the most discussed items on the special web sites devoted to topics from the Second World War. This what-if scenario engages almost as many people as of the actual great operations of the same period – the invasion of the Soviet Union, the attack on Pearl Harbor, the landings in Normandy or the question of whether Montgomery and Eisenhower were heroes or no more than average leaders of armies.
The subject of Sea Lion is popular, but the debate is often so heated that reason quickly goes overboard. The topic obviously touches on powerful sentiments. Firmly cemented fronts are created – a powerful Allied position and a much weaker German one. Quickly the German side will be called Krauts or Nazis and the conclusion of the discussion is rapidly reached. Those advocating the German side are perceived as someone who really wanted the (eventual) invasion to succeed, even if that person only wants to evaluate certain historic points. Because my conclusions about Sea Lion are somewhat different than the popular ones, I have found myself on the receiving side of this treatment many times.
I am astonished by the ridiculing of this operation on the web. Could the German military leaders at that time really have been as amateurish as they were described? It did not fit in with the contemporary events. As my interest was awakened I discovered an operation that was fascinating in concept and planned execution and of which I, in spite of my lifelong interest in military history, knew so little about. The victors – read: the British side – readily forget that it was not they who contributed the most to the final Allied victory – and that in the fall of 1940 everything was totally uncertain.
I find it meaningless to discuss the theoretical outcome of an executed Seelöwe without the condition that Hitler really wanted to go through with it and that his directives for it were adhered to.This would have given the German forces an even better base for the operation than what was actually the case in September 1940. At the same time one must project the events that were planned for the 10-day period between the day the go-ahead was given (S-10), and the day of the first landings (S-day). I have filled a large part of this book with descriptions of the German plans and resources. There are good reasons for this. It is quite obvious that most debaters on the subject have spent too little time on studies of that side and therefore often have come to the wrong conclusions as to the German combat potential. I would like to correct this. The ability to see many German orders translated directly should underline the reality of the project. Enjoy it!"
Hallo Alex,
von dem Planspiel habe ich mich, da es im Moment ja nicht läuft entfernt und beschäftige mich damit auch nicht weiter. Ich kan auch nicht sagen, ob die Pink List im Netz korrekt ist oder nicht. Aber für den 23 september habe ich sie vorliegen.
Danach (Infos zur Accounting station, der crewing division und zu Asdic etc. lasse ich weg:
Portsmouth Command
...
Ninth Destroyer Flotilla
17th Division
Havelock: Arrived Liverpool 20 September
Highlander: Left Liverpool 20 September
Harvester: Left Liverpool 20 September
Hesperus: Arrived Liverpool 19 September
Hurricane: Left Greenock 21 September
Zu SL 47 habe ich im Netz folgendes gefunden:
"Convoy SL.47 departed Freetown escorted by armed merchant cruiser CARNARVON CASTLE until the 26th, when destroyers HARVESTER, HIGHLANDER, HURRICANE, armed merchant cruiser MOOLTAN, sloop FOWEY, plus corvettes ANEMONE, MALLOW, and PEONY joined." http://www.naval-history.net/xDKWW2-4009-22SEP01.htm
Die 3 Hs waren also ab 26.09 bei dem Konvoi, was mit den Auslaufdaten übereinstimmen könnte.
Für den 13.09 ist dort verzeichnet: "HIGHLANDER, HARVESTER, BULLDOG, and BEAGLE swept from Cherbourg to Le Havre"
15.09: "Convoy OB.214 departed Liverpool escorted by destroyer HURRICANE and corvettes GERANIUM and PERIWINKLE. The destroyer detached on the 17th. " ist in meiner Version der Internet Pink List auch so verzeichnet.
18.09: "Destroyer HURRICANE (Senior Officer for OB.214 escort) was detached from her convoy to rescue survivors.
Destroyer HURRICANE picked up 117 survivors from CITY OF BENARES and MARINA and arrived at Greenock on the 20th." Paßt mit meiner Liste.
20.09: "Convoy OG.43 of forty six ships departed Liverpool....Destroyers HIGHLANDER and HARVESTER escorted the convoy from 20 to 25 September. Destroyer HURRICANE joined the escort on the 21st and departed on the 25th." paßt auch wunderbar.
Und wegen der Beschießung von Cherbourg oben mußt Du bedenken, dass die pink List den Stand 4 p.m. angibt. Und so eine Beschießung lief ja so, abends raus aus den Hafen, Schießen, morgens wieder zurück im Hafen.
Ich kann da also keine Wiederspüche entdecken? Sind die dann Hs dann damit geklärt?
Gruß
Dirk
Nachtrag: Ach so ab dem 17.09 hat die RN wieder das Kesselreinigen erlaubt, was davor untersagt war. Die Verlegung von Portsmouth nach Liverpool könnte (ist aber reine Spekulation) damit zusammenhängen, dass die Invasionsgefahr geringer eingeschätzt wurde.
Zitat von: Huszar am 22 Februar 2011, 18:22:26
Against grown-up destroyers? Practically 0?
best regards
alex
So, what is a grown-up destroyer...?....The prominent RN destroyers in the vicinity of the Channel in September 1940 I believe were the Hunt I's and V&W's. They ea. had 4x4 in. guns of a similar (or slightly smaller) calibre than the two of the Type M35's. The Hunts did not have torpedo tubes. Is there any reason why two M35's should not equalize one of these....?...
Yes, the RN destroyers were faster (the Hunts: 25 knots) but the M35's (max 21 knots) couldn't go anywhere, they were escorts for the invasion fleet.
Sorry Fred,
but according to Gröner did the M35 only 18,2kn.
Regards
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 23 Februar 2011, 18:13:44
Sorry Fred,
but according to Gröner did the M35 only 18,2kn.
Regards
Dirk
No need to be sorry - all information is valuable. According to Karl Meyer who actually commandeered an M-boat it had the sprint speed as mentioned by me. I know their regular max. speed was 18 knots. The Hunts, alas, also had problems with their 25 knots. Particularly in a rough sea. It is not really important in this context.
I have on several occasions discussed if the Type M35 could be considered a worthy opponent to RN destroyers. The most prominent argument against it is that the M35 did not have a centralized FCS - Fire Control System. Its artillery was served in so-called local control, meaning by the various gun crews. I have never understood why that wouldn't work eminently, especially in short-range night fighting. Anyway, I have recently found that the M35 had a position for a Fire Control Officer (Leiter artilleriegeschüsse) in connection with the 3 m. rangefinder on the upper bridge. I also believe the German naval vessels (and the Japanese) had better optics than Allied vessels of this period. Which is important during nocturnal combat.
Further, the M35 had a weapons load of 240 shells (HE and AP) for each gun, which is good, and a rate of fire of 15 rounds per minute. Equivalent to the RN destroyers.
Hallo, Dirk,
Die Liste, die im Netzt rumschwirrt, ist vom 15.09, nicht vom 23.09! Wir haben damals die Liste vom 15.09 benutzt, und auch da bin ich auch nicht wirklich sicher, ob die wirklich passen.
ZitatSo, what is a grown-up destroyer...?....The prominent RN destroyers in the vicinity of the Channel in September 1940 I believe were the Hunt I's and V&W's. They ea. had 4x4 in. guns of a similar (or slightly smaller) calibre than the two of the Type M35's. The Hunts did not have torpedo tubes. Is there any reason why two M35's should not equalize one of these....?...
I hope, you are aware, that there were 3 types of v&Ws. The original with 4", the modified ones with 4,7" and the Wairs with 4" AA.
ZitatNo need to be sorry - all information is valuable. According to Karl Meyer who actually commandeered an M-boat it had the sprint speed as mentioned by me. I know their regular max. speed was 18 knots. The Hunts, alas, also had problems with their 25 knots. Particularly in a rough sea. It is not really important in this context.
Double standards. You pick sprint-speed for one side, and practical speed for the other. The Hunts are rated for 27 Kn, not 25...
I should also remark, that its easier to sink a 500ts ship, than a 1000ts one with the same number of shots.
btw:
naval-history.net gives often only a very broad impression, where the actual ship was. A more serious attempt would be to check the war diaries of the ships...
best regards
alex
Hallo Alex,
ich habe aber eine Kopie der Liste vom 23.09. zu Hause (Originalkopie aus Kew - nichts aus dem Netz).
Und sowohl die I-Netliste als auch meine Liste passen zumindest mit www.naval-history.net zusammen.
Das mit dem Konvoi hat sich ja auch geklärt.
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 24 Februar 2011, 09:52:01
Double standards. You pick sprint-speed for one side, and practical speed for the other. The Hunts are rated for 27 Kn, not 25...
I should also remark, that its easier to sink a 500ts ship, than a 1000ts one with the same number of shots.
best regards
alex
Alex, I'd hoped you wouldn't use expressions like "double standards" as it implies a degree of dishonesty on my side. I did write
max. speed 21 knots. This is of some interest as I have the distinct feeling that the 18 knots figure, till now, has been perceived as its max. speed. That said, Wikipedia quotes the (loaded) max speed of the Hunt I as 26 knots. Also, I suppose you are not thinking of the M35 when you write "500" tons, as its loaded displacement was approx. 850 tons. My remark on the speed-holding problems of the Hunt I is taken from sources serving on/with them. At one time I remarked that the M35 had better sea-going qualities than the Hunt I. Imagine the uproar from "the other side".... :roll:...
However, these are not the central points. That is the total downgrading of the M35 as an efficient fighting machine in the context of Seelöwe. Particularly as 19 such units (as far as I have found) could be assigned to the operation. Furthermore, the German minesweeper flotillas were extremely coordinated and worked-up. I cannot find that any M35's were sunk by RN destroyers in the early (before the general implementation of radar on RN destroyers) period of the war. This in spite of the many skirmishes in the Channel. Please correct me if I am wrong.
So, my question stands: Could not two M35's be equal to one "normal" (time and place) RN destroyer.
Hi Fred,
you know that every sunken M 35 means 100 Soldiers less in the Vorausabteilung. And every combat means time to go, so that the time plan gets out of order.
Another point, have you considered the lots of RN MS-/AS-Trawlers?
Regards
Dirk
Hallo,
ZitatSo, my question stands: Could not two M35's be equal to one "normal" (time and place) RN destroyer.
All the matter of semantics. How do you define a "normal" destroyer?
If you refer to a Hunt or a Wair, the answer is maybe.
If you refer to an early V&W, the answer is not likely.
If you refer to anything else, the answer is never.
Please note, that I haven't found a single pre-late-V&W in Plymouth/Portsmouth, also none in the Humber, from the 7 Harwich-boats is only one an early V&W, and from the 11 Sheerness-Boats I have data here only 6 were of the Hunt/Wair club and another 3 were early V&Ws.
alex
Luftwaffe war nicht mal in der Lage die RAF allein in einem Zeitraum von etwa 1.5-2 Monaten zu zerschlagen, Seelöwe hätte eine bis zu 20 Tage lange See- UND Luftschlacht bedeutet, wie sollte diese Luftwaffe da ihre Aufgaben erfüllen können?
Kriegsmarine war ein Witz, ihre Einheiten sind nicht nur nummerisch viel zu schwach, nein sie dürften in diesem Zeitraum doch gar keine Verluste haben, denn sonst bleiben für die Sicherung während dieser Schlacht de facto nur einzelne verstreute Schiffe...
Zitat von: Kosmos am 25 Februar 2011, 10:07:06
Luftwaffe war nicht mal in der Lage die RAF allein in einem Zeitraum von etwa 1.5-2 Monaten zu zerschlagen, Seelöwe hätte eine bis zu 20 Tage lange See- UND Luftschlacht bedeutet, wie sollte diese Luftwaffe da ihre Aufgaben erfüllen können?
Kriegsmarine war ein Witz, ihre Einheiten sind nicht nur nummerisch viel zu schwach, nein sie dürften in diesem Zeitraum doch gar keine Verluste haben, denn sonst bleiben für die Sicherung während dieser Schlacht de facto nur einzelne verstreute Schiffe...
You really shouldn't confuse the Battle of Britain with what was required of the Luftwaffe to fullfill their Seelöwe missions.......just my opinion.... :SO/(
BoB was preparation for Seelöwe, Luftwaffe had to neutralise RAF because it is very difficult simultaneously to fight of british bombers attacking german landing craft, attack british warships steaming to canal and to provide close air support.
But Luftwaffe even failed to destroy RAF as it, Luftwaffe, was able to concentrate completely on that task. So no doubt, Luftwaffe would fail by attempt to solve tasks which are more ambitious.
Zitat von: Kosmos am 25 Februar 2011, 13:18:06
BoB was preparation for Seelöwe, Luftwaffe had to neutralise RAF because it is very difficult simultaneously to fight of british bombers attacking german landing craft, attack british warships steaming to canal and to provide close air support.
But Luftwaffe even failed to destroy RAF as it, Luftwaffe, was able to concentrate completely on that task. So no doubt, Luftwaffe would fail by attempt to solve tasks which are more ambitious.
While BoB was supposed to be a preparation for Seelöwe the Luftwaffe mostly flew missions which were of little use to it, and not against Royal Navy installations and vessels, except in the first part, the Kanalkampf. The Kriegsmarine complained about this several times to the OKW and Hitler. If Seelöwe had been given a go-ahead, say on Sept. 17th, Luftwaffe would have to act according to the specific orders for Seelöwe which were very different from those actually flown. According to these orders S-8 to S-1 missions should be flown against the RN, S-1 against infrastructure, troop concentrations and communications. On S-day priority was to support the landings. However, on both sides of the Channel were LW units specifically earmarked for protection against RN intrusions. As a matter of fact all LW units had this as their
first priority. While few believe the RAF, under the prevailing conditions, could do much against the landing fleet itself, their primary mission would be to keep the German bombers away from the RN vessels.
This is for the british fighters.
What about the bombers? If I am correct they played little or no role during the BoB (counter-attacks on german airfields or so). Where they still in service or were the pilots used for flying fighters? (I don't know much about air warfare.)
In case of a german invasion they would have been put in service, I guess. So roles of the fighters on both sides would have to be devided: guard the own bombers and defend the own ships.
How would both sides have managed that? Was it practicable or would one side be soon out of pilots/planes to perform both tasks?
Actually, since the RAF had fewer fighters than the LW, gues the outcome :wink:
Zitat von: t-geronimo am 02 März 2011, 12:05:05
This is for the british fighters.
What about the bombers? If I am correct they played little or no role during the BoB (counter-attacks on german airfields or so). Where they still in service or were the pilots used for flying fighters? (I don't know much about air warfare.)
In case of a german invasion they would have been put in service, I guess. So roles of the fighters on both sides would have to be devided: guard the own bombers and defend the own ships.
How would both sides have managed that? Was it practicable or would one side be soon out of pilots/planes to perform both tasks?
Some considerations on the probable development of the air fighting over the Channel. A small extract from my upcoming book on the subject:
During the Dunkirk evacuation Fighter Command had to fly standing
patrols over Dunkirk; otherwise, it would have taken too
long to respond to developing Luftwaffe attacks. This is a very
uneconomical use of air power, and the British fighters had no
possibility of being present at all times in any strength. If the British
naval units were to operate in the Channel during daytime, they
would be dependant on the same type of standing patrols because
of the distance to the fighter bases. The coastal airfields, Manston,
Hawkinge and Lympne, would probably have been destroyed,
captured, or at least incapacitated. From this we can conclude that
Fighter Command, assisted by its radar system, was more efficient
against deep intrusions, attacks on inland airfields, communications,
and army and supply concentrations, particularly if the enemy
bombers were not escorted. Fighter Command's efficiency as a
protector against bombing raids successively diminished with the
distance from their bases. Royal Navy units operating in the Channel
would therefore necessarily operate with very uncertain fighter cover,
sometimes being protected, sometimes not. Even when protected
there was no guarantee that they actually were so if the Luftwaffe
bomber escort was strong enough.
A parameter that is seldom considered, quite strangely, is the fact
that after an eventual invasion most of the British radar chain would
have gone down because the radar towers were placed close to the
coast. The Germans tried to destroy these by bombing during the
summer of 1940 but were not successful. The stations were quickly
on the air again, so the attacks were given up. It also seems as if
the Germans did not quite understand the importance of the radar
chain. Another theory is that they did not mind it because one of their
intentions really was to draw Fighter Command to them to better be
able to destroy it. During a landing these radar installations would
have been physically overrun since their locations were well within
the area that was to be taken by the German ground forces during the
first day. This would have influenced enormously the British fighter
defense of southern England!
Some thoughts on the Type M35 minesweeper:
Type M35 minesweeper – a viable fighting ship....?
I have already pointed you gentlemen's attention to the German Type M35 minesweeper as a viable combat and escort ship. The more so as 19 of these were available for Operation Sea Lion and would have been there - and then – when the invasion actually took place, as opposed to the hundred-some RN vessels which were other places.
The specific reason for not accepting my opinion has often been that its (M35's) artillery had to fire in local control, in lack of a Fire Control System. I am not sure how much importance this would have in a nocturnal short-range skirmish in the Channel – I should think the quality of the optics perhaps would be more important. However, I have found that the M35 actually had a Fire Control position at the top bridge, with a dedicated Fire Control Officer (Leiter Artillerigeschütze) who worked with the operator of the 3-meter rangefinder in the same position. The AAA in the aft had its own dedicated 1,5 meter rangefinder. So, there was an alternative to firing in local control, whatever it was worth. Furthermore, I suspect that the MPL (Mittel Positon Lavette) of its 10,5 cm. guns had a certain amount of vertical stabilization, which is not unimportant in a fighting ship. I shall come back on that. They also had 240 rounds of ammunition to each gun and a trained crew could (theoretically) get off 15 rounds a minute. Which I believe is rather equal to similar RN guns. The biography of a German sailor (engineer, actually) that served on board the M35's also states that while its rated top speed was 18, 2 knots they could push it up to 21 knots in an emergency, which isn't important in this context other than when they needed to switch fast between escort mission areas. Needless to say, built for minesweeping, they were sturdy ships and very seaworthy. The basic hull construction was split in 12 individually watertight compartments.
As you might know 69 M35's served in different sort of roles all through the war, minesweeping, mine-laying, escort, AA defense and as sub-chasers in Biscaya, The Channel, North Sea, Baltic and the Polar Sea. It participated in the Polish campaign, Weserübung, Barbarossa and The Channel Dash. Its most prominent role was as a minesweeper and escort for the many coastal convoys between North Cape and the Spanish border. It was in the forefront from the start. Even then the first M35 wasn't lost in enemy action (except mines) until May 1942, when M256 was bombed outside Cherbourg. The first loss by surface action wasn't until May 1943 as M8 was attacked by four MTB's off Hoek van Holland, which is only to show that MTB's were dangerous to larger enemies as was proved by the several RN and French destroyers sunk by the German S-boats earlier in the war. So, until RAF received their rocket-armed Hurries, Beaus and Mossies, and RN had radar-equipped vessels, the M35's went largely scot-free up and down the Channel night after night.
There's another aspect to be considered with these vessels. They, as the German destroyer and T-boat flotillas, operated in very distinct flotillas where they had the opportunity to be excellently tuned-up as operative units. The minesweeping in itself was a typical teamwork which demanded a high degree of cooperation. These flotillas really knew how to work together, which is probably why so many survived for so long. Since very few of them ever received radar equipment their disadvantage in the field increased markedly as more and more RN vessels got this and larger enemy destroyer types, even cruisers, were freed up for Channel service.
But that was years after 1940....:)..
Hi Fred,
you know that the M 35 of i.e. Transportflotte B had to sweep mines with ca. 10kn before the the Tranportflotte witch was sailing with ca. 5kn?? There will be big gaps between the Minesweepers and the Tranportflotte and you will be hamperd with minesweeping gear outside.
Regards
Dirk
P.S.: Zur Luftwaffe äußere ich mich noch mal wenn ich mehr Zeit habe. Fakt ist, dass die Luftwaffe in der Phase wo sie gegen die brit. Flugplätze operiert hatte sogar ein schlechteres Verlustverhältnis hatte als in der Zeit wo es gegen London ging.
Zitat von: Bergedorf am 02 März 2011, 16:35:32
Hi Fred,
you know that the M 35 of i.e. Transportflotte B had to sweep mines with ca. 10kn before the the Tranportflotte witch was sailing with ca. 5kn?? There will be big gaps between the Minesweepers and the Tranportflotte and you will be hamperd with minesweeping gear outside.
Regards
Dirk
Thank you. I do not have the exact organizing of the escorts for Transportflotte B. According to Klee "B" was also assigned 4. M.-Flotilla (7 Type M16 ships), 18. M.-flotilla (7 auxilliary minesweepers) as well as 3rd (8 R-boats) and 11th. R.-Flotilla (8 auxilliaries). Finally 2 VP-Flotillas (18 boats). Some of these should land soldiers from the vorausabteilungen, among those the M35's. This implies they were not to be used for sweeping.
Hi Fred,
the use of 3. MS-Fl. for Minesweeping was Ordered by Operationsbefehl No. 1 on 14th September 1940 by Seebefehlshaber West (VAdm Lütjens).
I have to correct the speed of the Minesweeping Forces: They should move with 8kn.
4. MS-Fl. should protect Geleitzug 2 from Rotterdamm. It would not be with the Barges
18 MS.Fl was assigned to Transportflotte D. I think you are speeking of 16. MS-Fl. witch was assigned to Geleitzug 1 from Ostende. This one would go with Geleitzug 2 and would arrive on Beach B 2h after the S-Time.
In direct touch with the Barges would therfore be:
11. R-Fl. (some little Fishing Boats with one or two MGs)
3. Vp-Fl.
3. R-Fl.
2. Vp-Fl.
and the 3. MS-Fl. would move before this fleet to sweep mines and to land soldiers (they should also lay bouyages, and one Boat serves as commanding Boat for leader Transportflotte B and Commanding General AOK XIII).
The Transport fleet would move into range of the CHL-Radar and would hit the MS (b) Mine-Barrage. It would be in Range of the Dover Coast Artillery latest from the turning point at the Varne Lightvessel. If the deep minefields of the Folkestone-Griz Nez Barrage would hamper this force is not really clear for me... there should be done some research. A chart from 1942 in the Staff History dealing with the Anti-Invasion Measures of the RN Shows a R-Mine-Trot Anti-Motor-Boat-Nets alon the Landing Beaches of Landezone B. If it was present in September 1940 (HMS Atalanta was on 23rd September in Newhaven and it was a Vessel specialized on laying this Net-Defences) I don´t know. But if it was, it would give some headache to the invader.
It is all not so easy as it seems...
Regards
Dirk
Thank you! Very good information!
Zitat von: Bergedorf am 03 März 2011, 02:58:35
Hi Fred,
The Transport fleet would move into range of the CHL-Radar and would hit the MS (b) Mine-Barrage. It would be in Range of the Dover Coast Artillery latest from the turning point at the Varne Lightvessel. If the deep minefields of the Folkestone-Griz Nez Barrage would hamper this force is not really clear for me... there should be done some research. A chart from 1942 in the Staff History dealing with the Anti-Invasion Measures of the RN Shows a R-Mine-Trot Anti-Motor-Boat-Nets alon the Landing Beaches of Landezone B. If it was present in September 1940 (HMS Atalanta was on 23rd September in Newhaven and it was a Vessel specialized on laying this Net-Defences) I don´t know. But if it was, it would give some headache to the invader.
It is all not so easy as it seems...
Regards
Dirk
Sorry, these I do not buy even if I can agree that sometimes things aren't as easy as they look.... :SO/(
Hi Fred,
what is your problem with this passage of my last post?
If I'm not wrong, the fleets should steer south of The Ridge, not north of the Varne (and so south of the minefield). The other thing is, that the British Übermenschen can do almost everything. Now they are truly capable of seriously impar the fleets with the coastal guns from Dover - 20+ km away, at night...
I have the strange feeling, that the "contra"-fraction seeks every opportunity to discredit the German part, and downplays the problems on the English side. Most of this arguments are somewhat khmmm... laughable. (Germany can not plant the requiered minefields with the 14 existing ships in 10 days, and if it is possible, the mines would be ineffective because of the tide, and if they are effective, the RN can sweep the fields in no time. If they are not swept, they are however to thin and/or are deterriorating on their own. The joke is, this applies only to the German fields and the German side, the RN can, of course, lay more mines, for which the tides are no problem, which the DKM cannot sweep, and which does not detorriorating n their own. But the same for the LW/RAF, DKM/RN etc)
However, this does not mean, that I regard an M35 as an effective fighting platform against destroyers :wink:
mfg
alex
Hi Alex,
sorry, but Transportflotte B should sail northwards of the Varne, and from Dover to the Varne Lightvessels it is about 10km. If the Coastal guns would have fired in the night, I don´t know. But the Geleitzüge would pass this point 1-2 hours after the barges, and this should be at dawn least. Winnie could easly reach the whole of landing beach B.
I have not told anything here about minelaying. Fact is that the weather between (as I remember) 12th September and 20th September was quite bad. You could verify this, when you read the KTB Skl. Another problem is, that it seams, that the Gezeitenminen EMG weren´t available in 1940. It is perfectly clear that the british side would have many problems too, but at the monemt I am researching the german side (some 2.500 page will come from Freiburg next week :-)) ). The british side will follow in detail after this.
regards
Dirk
CH was some kind of dead end in technical development due to its long wavelenght. CH was only valuable at the water side and practicable blind at the rear side. The most advanced thing was the centralised communication room, wich enables the RAF to concentrate their Fighters at the required spot with sufficent warning time.
Aus den Cabinet Papers:
ZitatC O S . (40) 199th Meeting.29 June 1940:
RDF might detect the approach of the ships of
a sea-borne expedition up to 29 miles, but it would not
be safe to count on receiving any warning from this
sourceo There would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy,, In certain conditions we
might not get warning from the air of the approach of an
invading force, and the first information might be
obtained from the auxiliary patrols working only 8 to
10 miles from the coast
Hier kann man noch mal die Wege der Landungsflotten sehen:
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/england/seeloewe-frames.htm
Zitat von: Leandros am 02 März 2011, 11:50:43
Zitat von: Kosmos am 25 Februar 2011, 13:18:06
BoB was preparation for Seelöwe, Luftwaffe had to neutralise RAF because it is very difficult simultaneously to fight of british bombers attacking german landing craft, attack british warships steaming to canal and to provide close air support.
But Luftwaffe even failed to destroy RAF as it, Luftwaffe, was able to concentrate completely on that task. So no doubt, Luftwaffe would fail by attempt to solve tasks which are more ambitious.
While BoB was supposed to be a preparation for Seelöwe the Luftwaffe mostly flew missions which were of little use to it, and not against Royal Navy installations and vessels, except in the first part, the Kanalkampf. The Kriegsmarine complained about this several times to the OKW and Hitler. If Seelöwe had been given a go-ahead, say on Sept. 17th, Luftwaffe would have to act according to the specific orders for Seelöwe which were very different from those actually flown. According to these orders S-8 to S-1 missions should be flown against the RN, S-1 against infrastructure, troop concentrations and communications. On S-day priority was to support the landings. However, on both sides of the Channel were LW units specifically earmarked for protection against RN intrusions. As a matter of fact all LW units had this as their first priority. While few believe the RAF, under the prevailing conditions, could do much against the landing fleet itself, their primary mission would be to keep the German bombers away from the RN vessels.
BoB was a big mission against RAF, but in the same time as luftwaffe was flown that mission RAF was able to attack parts of german landing fleet...
You can order all possible prioritys but the question would be, had the luftwaffe enough strengh to success?
RAF has had fighter AND bomber forces, RAF could at the same time protect naval vessels and attack german landing fleet, a landing fleet consisting of very vulnerable ships. The scary thing had been to unload the big transport ships, for long time immoveable, huge and unarmored aims for RAF.
But i think RN was able to destroy german landing fleet, to.
You can speculate how many warships Luftwaffe was able to destroy in an hour, but there are no speculations, luftwaffe was not able to destroy warships in open see by the night. And there can be no speculations, Kriegsmarine was to weak to servive such a battle.
So at the latest second or third night after beginn of operation RN warships would rape german transport ships. Soon there would be no transport ships for operation Seelöwe.
Zitat von: Huszar am 04 März 2011, 08:23:07
However, this does not mean, that I regard an M35 as an effective fighting platform against destroyers :wink:
mfg
alex
May main reason for "pushing" the M35 is that almost no one has considered it at all. After all, at least theoretically, 19 were available for Seelöwe. As my research has showed that quite few RN destroyers actually were available at short notice in the Channel area - Chatham-Falmouth - in the end of September, gives this some importance. As for its fighting efficiency much emphasis has been put on the fact that it did not have a centralized fire control system, as opposed to the RN destroyers. Doing some digging I have found that the M35 at least had a Leiter Artilleriegeschütze with his position on the upper bridge close to the rangefinder operators. That said, I believe the M35 had better artillery optics than the RN destroyers, particularly its 3 m. rangefinder. In a night fight I see no reason why two M35's with its 4 10,5 cm. in 4 turrets should not equal a Hunt with 4 guns in two turrets or a V&W with 3-4 guns in 3-4 turrets. I also see no reason why the German gun crews should fire any slower than the similar British ones. The Hunts didn't have torpedoes. The V&W's did.
Zitat von: Bergedorf
Aus den Cabinet Papers:
C O S . (40) 199th Meeting.29 June 1940:
RDF might detect the approach of the ships of
a sea-borne expedition up to 29 miles, but it would not
be safe to count on receiving any warning from this
sourceo There would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy,, In certain conditions we
might not get warning from the air of the approach of an
invading force, and the first information might be
obtained from the auxiliary patrols working only 8 to
10 miles from the coast
The CHL is generally considered as not able to detect aircraft under 500 feet altitude. Therefore I believe this quote is more a pep talk than anything else.
Zitat von: Bergedorf
Hier kann man noch mal die Wege der Landungsflotten sehen:
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/england/seeloewe-frames.htm
Your map does not show the approach routes of the invasion convoys. It is just a general map of the (early) plan. The final plan was contracted to landings east of Brighton and west of Dover. The route actually went along the French coast to later cut over the Channel west of the Dover barrage(s). It was detailed in the navy's order of (I believe) Sept. 14th.
Hallo,
First of all: would it be to much to ask for, if you don't make double-postings, and edit your last post?
M35: I asked you this before, but I have to ask it again:
- are you aware, how many Hunts they really were commisioned end of September 1940?
- are you aware, that there is not generic "V&W-class", but three of them? (Wair, Original-V, Modified-W)
- are you aware, that the modified Ws had not 10,2cm, but 12cm?
- what do you think is an M35 will face with more chances: Hunts, Wairs, Original-Vs, Modified Ws, or something even younger?
@Dirk:
ZitatIt is perfectly clear that the british side would have many problems too
Überraschendes Zugeständnis, muss ich sagen. Und praktisch das erste mal, dass ich sowas von der Kontra-Partei höre.
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 05 März 2011, 16:29:42
ZitatIt is perfectly clear that the british side would have many problems too
Überraschendes Zugeständnis, muss ich sagen. Und praktisch das erste mal, dass ich sowas von der Kontra-Partei höre.
mfg
alex
Sind wir Kontra-Parteien...?.... :-)
Zitat von: Huszar am 05 März 2011, 16:29:42
Hallo,
M35: I asked you this before, but I have to ask it again:
- are you aware, how many Hunts they really were commisioned end of September 1940?
- are you aware, that there is not generic "V&W-class", but three of them? (Wair, Original-V, Modified-W)
- are you aware, that the modified Ws had not 10,2cm, but 12cm?
Yes. The important fact is how many were available at the time and place.
Zitat von: Huszar- what do you think is an M35 will face with more chances: Hunts, Wairs, Original-Vs, Modified Ws, or something even younger?
I don't think it is so much a question of age (the V&W's were old) as the tactical situation at the moment. That said, since the Hunts did not have torpedoes I would say they would be the easiest opponents...
Hallo,
Are you truely incapeble to unterstand my questions?
It is NOT a question how old a ship is. It IS a question of weaponry and quantity! The chance to meet a Hunt or a Wair is far smaller, then to meet something with 3-4 pieces of 12cm AND torpedos!
best regards
Zitat von: Leandros am 05 März 2011, 14:30:10
Zitat von: Bergedorf
Aus den Cabinet Papers:
C O S . (40) 199th Meeting.29 June 1940:
RDF might detect the approach of the ships of
a sea-borne expedition up to 29 miles, but it would not
be safe to count on receiving any warning from this
sourceo There would probably be large numbers of
our own craft in the area which might make it difficult
to identify the enemy,, In certain conditions we
might not get warning from the air of the approach of an
invading force, and the first information might be
obtained from the auxiliary patrols working only 8 to
10 miles from the coast
The CHL is generally considered as not able to detect aircraft under 500 feet altitude. Therefore I believe this quote is more a pep talk than anything else.
Zitat von: Bergedorf
Hier kann man noch mal die Wege der Landungsflotten sehen:
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/england/seeloewe-frames.htm
Your map does not show the approach routes of the invasion convoys. It is just a general map of the (early) plan. The final plan was contracted to landings east of Brighton and west of Dover. The route actually went along the French coast to later cut over the Channel west of the Dover barrage(s). It was detailed in the navy's order of (I believe) Sept. 14th.
Sorry Fred,
but CHL could detect ships. It was actually originally designed to find ships:
ZitatC. S. Wright, Director of Scientific Research at the Admiralty, had developed Coastal Defence Radar, known as CD. This detected enemy ships' positions in order to assist coastal batteries in pinpointing precisely the ships' locations, thus ensuring their destruction. The Air Ministry saw in this a solution to the problem of detecting low-flying aircraft, and - re-labelling it Chain Home Low, or CHL - began work on constructing a second network of radar stations across the country, the first opening on 1 November, 1939.
By the time the Battle of Britain began3, there were 21 operational Chain Home stations and thirty Chain Home Lows.
http://www.bbc.co.uk/dna/h2g2/classic/A612334
For the route of the Transportflotten please go to the "Landungsabschnitte"-Site (Sorry the direct link to this site seems not to work). This are the Routes, of the Operationsplan No.1 v. 14.9.1940. You can look at these alson in the Klee-Book.
regards
Dirk
P.S.: You can also look at this: http://www.nationalarchives.gov.uk/catalogue/displaycataloguedetails.asp?CATID=6021567&CATLN=6&Highlight=%2CCHL&accessmethod=0 "TELECOMMUNICATIONS AND RADIO (93): RDF for detecting enemy surface forces: provision of eleven additional CHL stations." ADM 1/10762
Zitat von: Leandros am 05 März 2011, 17:24:15
Zitat von: Huszar am 05 März 2011, 16:29:42
Hallo,
M35: I asked you this before, but I have to ask it again:
- are you aware, how many Hunts they really were commisioned end of September 1940?
- are you aware, that there is not generic "V&W-class", but three of them? (Wair, Original-V, Modified-W)
- are you aware, that the modified Ws had not 10,2cm, but 12cm?
Yes. The important fact is how many were available at the time and place.
Zitat von: Huszar- what do you think is an M35 will face with more chances: Hunts, Wairs, Original-Vs, Modified Ws, or something even younger?
I don't think it is so much a question of age (the V&W's were old) as the tactical situation at the moment. That said, since the Hunts did not have torpedoes I would say they would be the easiest opponents...
Hello there. Are you the Leandros from the Armchair General Alternate History forum? If so, I hope anyone reading anything you say on this site will check out every fact carefully. From what I have read on Armchair General, most of your facts are nothing of the sort, and when the correct state of affairs is explained to you you either blank it out or run away to another site.
Good to see you obsession with M1935s is still going strong, and your certainty that none of the Brit. distroyers were where history says they where. Only six Brit. Distroyers between Plymouth and the Nore were Hunts anyway so dont understand why you seem to worry about there inadequaces so much. From what I can see on this site, some people are already getting suspicious of you.
When is you book out, by the way. It isnt on the site of the publisher you refered to anymore
First and foremost (!) let me welcome you to this board! I shall hope you will enjoy it here.
Allow me to emphasize that we'd rather not import distant wars from other boards. Do believe me – we've tried it. It makes no one happy. Leandros did make no secret out of "The Thread That Shall Not Be Named". Everyone interested had time to read through the discussion there to make up his mind.
Alas – here is another field and I like to urge the partners in discussion to leave aside any misgivings stemming from previous discussions, meetings or the like. You are most welcome to contribute documents, arguments, ideas, numbers, citations, thoughts or doubts. Please leave behind any grievances from previous encounters.
Thank you!
And – as I said – you are most welcome to join in fruitful and – if needed – heated debate.
:MG: Ufo
Moin Moin,
ich habe mich heute ein wenig in den Aktenbestand ADM 179/151: Use of Air Ministry Chain Home Low radar station for warning of invasion, eingelesen:
Besonders interessant war bisher ein Dokument: Flag Officer Commanding Dover 29th October 1940 No. A14/D/1547/40:
Ich habe das mal weitgehend abgetippt, da Crown Copyright m.E. ein einstellen des Documentes ohne Genehmigung verbietet:
Zitat...be pleased to inform Their Lordships that considerable experience hat now been gained in the performance of Dover and Fairlight C.H.L. Stations as far as their reporting of surface craft is concerned.
2. It has been found that on request and having provided an indication of their whereabouts, the position an frequently the number of our own patrolling craft or convoys can be readily obtained from C.H.L. Stations.
3. On one occasion Dover C.H.L. Station, having been informed that special Intelligence indicated the presence of enemy craft, was able to determine a bearing and distance which enabled M.T.B´s to locate in low visibility and sink an enemy vessel. The vessels were of the large trawler type and their distance about 15 sea miles from the station.
4. On the other hand there have been several occasions in low visibility by day when surface vessels have been reported by C.H.L within distances of 10 miles and yet organised searches by M.T.B´s or aircraft have found nothing even though C.H.L. plots have persisted during search.
5. In addition Dover C.H.L. has passed a number of reports of surface craft giving them a course and a speed of 60 miles an hour. Experience has shown that these may savely be ignored and almost invariably the plots are reported to have faded out in a few minutes.
6. It must also be mentioned that an enemy minefield within a distance of 5 sea miles from Dover C.H.L. must have been laid at night by surface vessels of which no plot was reported.
7. Results to date must therefore be summed up as variable and unreliable.
8. It is appreciated that C.H.L. Stations have also low flying aircraft to plot and it is not altogether clear whether the continious search over sea arcs that is the necessary by night and in low visibility to establish the presence (unleserliches Wort von zwei Buchstaben) otherwise of surface craft is not sometimes irregular.
If this is the case the value of the stations to Naval Authorities is very considerably lessened.
9. It is felt that the narrow waters of Dover Strait are particularly likely to form an area in which the successful development of C.H.L. methods would prove most valuable,
Enemy vessls whether bent on minelying or other raids or merley making the passage of the Strait come within C.H.L. range.
Reliable C.H.L. information would enable M.T.B. or aircraft attacks to be organised with confidence and might well enable coastal batteries to open fire on unsighted enemy vessels.
Wie würdet ihr die Erkenntnisse des Dokumentes werten? Ich würde sagen, das das C.H.L. noch einige Macken hatte, dass im Invasionsfall (besonders wenn es eine Vorwarnung gab), eine durchaus realistische Chance bestanden hätte, das die Invasionsflotte geortet worden wäre. Wie seht ihr das?
Viele Grüße
Dirk
Hallo
das Radar wird als unzuverlässig beurteilt, aber was für den/die Autoren schlimmer ist, es scheint dass die Stationen mit dem Verfolgen von Flugzeugen ausgelastet sind und deshalb nicht in der Lage sind geortete Schiffe auch zu melden.
Um's mal in einem Satz zusammen zufassen: Wenn das unser System wäre und ein paar kleinere Mängel abgestellt werden, dann ist das Radar sehr sinnvoll um die Deutschen zu jagen.
Im Falle von Seelöwe würden die Stationen mit der Meldung von Luftangriffen beschäftigt sein und hätten für einzelne Schiffe/kleine Verbände wenig Zeit.
Gruß
Thomas
Hallo, Dirk,
Ich würde es als "höchst unzuverlässig" definieren. Teilweise können Ziele auf mittlere Entfernung erkannt werden, teilweise nichtmal in nächster Nähe, und teilweise werden Fantome erkannt, die überhaupt nicht da sind.
Selbst die Engländer sprechen über die Möglichkeiten im Konjunktiv (Ende Oktober!), spricht nicht gerade für grosses Vertrauen.
mfg
alex
Hallo Thomas, Hallo Alex,
das Problem mit den Flugzeugen die stören dürfte im Seelöwe-Fall eigentlich nicht so zum tragen kommen. Die Invasionsflotte wäre in der Nacht unterwegs und abgesehen von ein paar Minenlegeeinsätzen dürfte sich die Luftwaffe auch für die großen Aufgaben am Invasionstag zur Verfügung halten.
Ferner ist es ja so, dass die Radar nicht einzelne Schiffe zu orten hätten, sondern eine Invasionsflotte von, wenn wir mal nur die Schleppzüge der Transportflotte B nehmen 100 Schlepper, 200 Prähme, 200 Stoßboote und (habe die genaue Zahl gerade nicht hier) gut 50 Geleitfahrzeugen, die sich über einen Seeraum von 15km x 1.000m verteilen.
Da denke ich doch das was geortet werden würde, oder?
Das Dokument muss man ja auch unter dem Blickwinkel beachten, dass es nicht um die Ortung einer so großen Invasionsflotte, sondern um die Ortung von Schiffen generell geht.
Ich bin aber mit dem Aktenbestand auch noch nicht durch... vielleicht finden sich da ja noch weitere erhellende Angaben.
Die Dt. sind nach KTB Skl (genaues Datum müßte ich noch einmal nachschlagen), aufgrund eines nicht entdeckten Minenunternehmens (wohl das im britischen Dokument erwähnte) davon ausgegangen, dass die Briten keine Radarortung haben.
Gruß
Dirk
Bei dem nicht entdeckten Minenunternehmen scheint es sich um Unternehmen Werner (30.09-01.10.40 gehandelt haben). Dazu die Angaben zum Wetter aus den KTB Skl 01.10.1940:
ZitatAufgabe... wahrscheinlich unbemerkt durchgeführt, zumal zur Wurfzeit infolge eintretender Bewölkung starke Dunkelheit. Gewisse Schwierigkeiten durch Seegang
Könnte es sein das Seegang bzw. Wolken die Wirksamkeit des Radars beeinflussen (Seegang halte ich aus dem Bauch für gut möglich... Wolken... hmmm... keine Ahnung..)?
Moin,
der Übesichtlichkeit in einem neuem Post stelle ich hier einmal weitere Ergebniss aus der Sichtung des Aktenbestandes ADM 179/151 ein:
Flag Officer Commanding Dover 13th November 1940, No A14/D/1547/40:
ZitatIn continuation to my No. A14/D/1547/40 of 29th October, 1940, be pleased to inform Their Lordship that, as reported in my message timed 1155/30/10, dover R.D.F. Station gave on the night of 29th October, an excellent plot of an enemy vessel as it approached from a distance of 12 sea miles, entered the searched channel off South Foreland and retired to the southeastwards.
>Offensichtlich Unternehmung Alfred der 6. Torp.-Fl.
Interesant auch 13.11.1940 CiC Portsmouth: Report of Visit to Truleigh Hill C.H.L. Station:
Zitat9. Pilot Officer Rowe stated that he had obtained bearings of ships up to 45 miles whereas the range to a 1.000 ton ship was given in the Admirality Letter as 29 miles.
F.O.i.C. Portland, 3rd September 1940:
Ca. Reichweite um ein 1.000 ton Schiff zu orten: Worth Matravers: 19 miles / Cromarty: 23 miles.
OC RAF Station Truleigh Hill (Shoreham-by Sea) 18th November, 1940, TH/S.4007/Org.:
Zitat"I am returning herewith your tracing of Convoy track for the night of Wednesday, 13th November, together with a copy of the track as plotted by us. The accuracy of our plotting seems beyond doubt when all factors such as number of ships and the space they occupy as a whole are taken into account. A track on a single ship should prove interesting and I hope to have the opportunity of beeing able to obtain one in Future. ..."
Soweit für heute...
Gruß
Dirk
Verzeiht - mal ein etwas allgemeinerer Post eingestreut:
Das Wetter laed nicht ein was im Garten zu machen. So hab ich gemuetlich durch die spannneden, manchmal tragischen, manchmal faszinierenden Lebenslaeufe in 'Crew 1913' geblaettert und dann ein wenig alte Marine Rundschau Ausgaben gelesen.
In Heft 1 vom Februar 1960 schreibt Erich Foerste ,,Der Seeloewe im Lichte neuerer Fachliteratur" (S. 19-35). Zugebend, dass es eben schwierig ist eine Operation, die nie ausgefuehrt wurde als moeglich oder unmoeglich zu bewerten macht er darauf aufmerksam, dass Operation Dynamo, die Evakuierung von Duinkerke in vielen Aspekten ein Testlauf eines Seeloewen gewesen ist. Die Erfolge und Probleme von Dynamo lassen zumindest einige Schluesse ueber den (un)moeglichen Seeloewen zu:
Die Briten transportierten gut 340.00 Man ohne jede Ausruestung in 9 Tagen ueber den Kanal. Auf einer Seite standen Haefen zur Verfuegung auf der anderen weitgehend nicht. Soweit so gleich. Den Loewenanteil der Transporte fuehrten durch: 100.000 Mann mit 56 Zerstoerern und Torpedobooten, 87.000 Mann mit 45 schnellen Passagierschiffen und 48.000 Mann auf 38 grossen Minensuchern. Lediglich der Rest wurde durch kleine, langsame Schiffe bewaeltigt. Die Operation wurde praktisch nicht durch Deutsche Schiffe gestoert. Luftangriffe waren heftig, konnten aber von insgesammt 848 eingesetzten Schiffen nur 72 ausschalten, davon lediglich 9 der Zertoerer und Torpedoboote, nur 9 der 45 Passagierschiffe. Luftangriffe gegen Seeziele sind insgesammt eher ineffektiv. Eine Beobachtung, die sich auch bei Operation Cerberus wiederholen sollte. Ueber neun Tage versenkte die Luftwaffe bei Dynamo unter hervorragenden Bedingungen (gutes Fliegerwetter, kaum RAF Belaestigung) keine 10% der moeglichen Seeziele.
Daraus zieht der Autor fuer den Seeloewen einige Schluesse:
Die Luftwaffe haette die Royal Navy beim Angriff auf eine Landungsflotte bestenfalls belaestigen koennen. Aber im Wesentlichen haette die Landungsflotte sich schon selbst mit der Royal Navy herumschlagen muessen. Einen 'Luftschirm' wie bei Overlord haette es nie gegeben. Luftherrschaft haette die im Kanal fehlende Seeherrschaft nie ersetzen koennen.
Die Royal Navy brauchte unter sehr vorteilhaften Bedingungen fuer Dynamo 9 Tage ohne jede schwere Ausruestung. Seeloewe haette die gleiche Anzahl Truppen mit Ausruestung zu befoerdern gehabt.
Gerade die Schiffstypen, die Dynamo ueberhaupt erst moeglich gemacht haben; Zerstoerer, Torpedoboote und grosse Minensucher aber standen fuer Seeloewe kaum zur Verfuegung. Die wenigen, die vorhanden waren haetten Seekrieg fuehren muessen. Die Hauptlast haette bei Kleinschiffen gelegen. Die aber erwiesen sich bei Dynamo als sehr, sehr ineffektiv.
Erich Foerste betrachtet den Seeloewen da als nicht schwimmfaehig.
Ein interessanter Vergleich wie ich fand.
Ufo
moin, ufo,
gut gefunden top und überzeugend.
es ließe sich mM nach noch ergänzen, daß
- die "Kleinfahrzeuge" bei "Dynamo" nicht bei der Kanalüberquerung, aber beim Transport der Truppen vom flachen Strand zu den vor der Küste liegenden Schiffen (wie genannt: Zerstörer, etc.) eine bedeutende Rolle spielten, und
- diese "dergl." durch erfahrene/professionelle Seeleute (Fährschiffer, Fischer, Jachtsegler) bemannt waren.
Das Zweite erscheint mir deshalb wichtig, weil die KM 1940 auch auf einen derartigen Personal-"pool" nicht hätte zurückgreifen können.
Gruß, Urs
Moin,
ich glaube ich hatte hier irgendwo mit Bezug auf das Netz angezweifelt, ob die Kriegsmarine in 1940 schon über die Gezeitenmine EMG verfügt hat. Ich habe nunmehr Unterlagen nach denen die eindeutig im September 1940 zu Verfügung standen. Soviel mal wieder zur Zuverlässigkeit des Internets :wink:
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 11 März 2011, 01:58:36
Moin Moin,
ich habe mich heute ein wenig in den Aktenbestand ADM 179/151: Use of Air Ministry Chain Home Low radar station for warning of invasion, eingelesen:
Besonders interessant war bisher ein Dokument: Flag Officer Commanding Dover 29th October 1940 No. A14/D/1547/40:
Ich habe das mal weitgehend abgetippt, da Crown Copyright m.E. ein einstellen des Documentes ohne Genehmigung verbietet:
Dirk
Dirk
Du kannst das Dokument so reinstellen, da es unter den Crown Copyright Waiver (Open Government Licence) faellt (unpublished public record).
Ausser Du tippst gerne.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Leandros am 05 März 2011, 14:19:51
Zitat von: Huszar am 04 März 2011, 08:23:07
However, this does not mean, that I regard an M35 as an effective fighting platform against destroyers :wink:
mfg
alex
May main reason for "pushing" the M35 is that almost no one has considered it at all. After all, at least theoretically, 19 were available for Seelöwe. As my research has showed that quite few RN destroyers actually were available at short notice in the Channel area - Chatham-Falmouth - in the end of September, gives this some importance. As for its fighting efficiency much emphasis has been put on the fact that it did not have a centralized fire control system, as opposed to the RN destroyers. Doing some digging I have found that the M35 at least had a Leiter Artilleriegeschütze with his position on the upper bridge close to the rangefinder operators. That said, I believe the M35 had better artillery optics than the RN destroyers, particularly its 3 m. rangefinder. In a night fight I see no reason why two M35's with its 4 10,5 cm. in 4 turrets should not equal a Hunt with 4 guns in two turrets or a V&W with 3-4 guns in 3-4 turrets. I also see no reason why the German gun crews should fire any slower than the similar British ones. The Hunts didn't have torpedoes. The V&W's did.
With great respect, if your reseach showed that quite few RN destroyers were available at short notice in the Channel area then your research is seriously flawed.
Unless, of course, approximately 60 destroyers and cruisers equals 'few' in your view?
Zitat von: AndreasB am 16 März 2011, 16:33:02
Zitat von: Bergedorf am 11 März 2011, 01:58:36
Moin Moin,
ich habe mich heute ein wenig in den Aktenbestand ADM 179/151: Use of Air Ministry Chain Home Low radar station for warning of invasion, eingelesen:
Besonders interessant war bisher ein Dokument: Flag Officer Commanding Dover 29th October 1940 No. A14/D/1547/40:
Ich habe das mal weitgehend abgetippt, da Crown Copyright m.E. ein einstellen des Documentes ohne Genehmigung verbietet:
Dirk
Dirk
Du kannst das Dokument so reinstellen, da es unter den Crown Copyright Waiver (Open Government Licence) faellt (unpublished public record).
Ausser Du tippst gerne.
Alles Gute
Andreas
Hallo Andreas,
bist Du Dir da sicher? Auf jeder Rückseite steht da folgender Satz (den ich vielleicht falsch verstehe?):
ZitatApplications for permissions to use copies for publications (including web-site publication), exhibition or broadcast or any other purpose must be addressed to...
Währe das hier nicht web-site publication? Ich bin da ein wenig vorsichtig, gerade auch weil auf anderen Seiten auch meißt abgetippt wird (z.B. naval-history.net)? Ich wäre aber froh wenn Du recht hast!
Gruß
Dirk
Hallo,
ZitatWith great respect, if your reseach showed that quite few RN destroyers were available at short notice in the Channel area then your research is seriously flawed.
Unless, of course, approximately 60 destroyers and cruisers equals 'few' in your view?
About 60 destroyers and cruisers? I'm not quite sure, which date you men with this. Even for the 15th there where no 60 destroyers and cruisers, and for the 25th, I was only able to find about 30 between Plymouth and the Humber. (for the exact pattern, the War Diaries should be checked, but I do not have the ressources to go to the UK and check a few hundred Diaries)
Unless, of course, you count also the East Coast convoys, Western and Northwestern Approaches and the Home Fleet. However, those are
not to be counted for the first waves!
alex
PS: this means NOT, that I agree with Leandros, everything would be that easy! (the RN has also some minesweepers - Halcyon - so they can also sink destroyers :-D)
Zitat von: Bergedorf am 17 März 2011, 01:47:30
Zitat von: AndreasB am 16 März 2011, 16:33:02
Zitat von: Bergedorf am 11 März 2011, 01:58:36
Moin Moin,
ich habe mich heute ein wenig in den Aktenbestand ADM 179/151: Use of Air Ministry Chain Home Low radar station for warning of invasion, eingelesen:
Besonders interessant war bisher ein Dokument: Flag Officer Commanding Dover 29th October 1940 No. A14/D/1547/40:
Ich habe das mal weitgehend abgetippt, da Crown Copyright m.E. ein einstellen des Documentes ohne Genehmigung verbietet:
Dirk
Hallo
Bei Dir vielleicht anders da die die Kopien fuer Dich machen.
Ansonsten bin ich mir da aber sicher.
Alles Gute
Andreas
Dirk
Du kannst das Dokument so reinstellen, da es unter den Crown Copyright Waiver (Open Government Licence) faellt (unpublished public record).
Ausser Du tippst gerne.
Alles Gute
Andreas
Hallo Andreas,
bist Du Dir da sicher? Auf jeder Rückseite steht da folgender Satz (den ich vielleicht falsch verstehe?):ZitatApplications for permissions to use copies for publications (including web-site publication), exhibition or broadcast or any other purpose must be addressed to...
Währe das hier nicht web-site publication? Ich bin da ein wenig vorsichtig, gerade auch weil auf anderen Seiten auch meißt abgetippt wird (z.B. naval-history.net)? Ich wäre aber froh wenn Du recht hast!
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 17 März 2011, 08:27:21
Hallo,
ZitatWith great respect, if your reseach showed that quite few RN destroyers were available at short notice in the Channel area then your research is seriously flawed.
Unless, of course, approximately 60 destroyers and cruisers equals 'few' in your view?
About 60 destroyers and cruisers? I'm not quite sure, which date you men with this. Even for the 15th there where no 60 destroyers and cruisers, and for the 25th, I was only able to find about 30 between Plymouth and the Humber. (for the exact pattern, the War Diaries should be checked, but I do not have the ressources to go to the UK and check a few hundred Diaries)
I have taken 16 September as a typical date. Nore Command had 27 operational destroyers and 5 cruisers, Portsmouth Command had 21 RN destroyers, 5 French destroyers, 1 Dutch destroyer, and 1 cruiser, Plymouth Command had 6 RN destroyers, 3 Polish and 1 French destroyers, and 2 cruisers. All these (apart from 3 cruisers in the Humber) were within 5 hours of Dover.
I agree with you completely about the M35/Halcyon comparison. They were very similar designs and both were useful ships, but not really equipped to tackle a fleet destroyer.
Unless, of course, you count also the East Coast convoys, Western and Northwestern Approaches and the Home Fleet. However, those are not to be counted for the first waves!
alex
PS: this means NOT, that I agree with Leandros, everything would be that easy! (the RN has also some minesweepers - Halcyon - so they can also sink destroyers :-D)
I have taken 16 September as a typical date. Nore Command had 27 operational destroyers and 5 cruisers, Portsmouth Command had 21 RN destroyers, 5 French destroyers, 1 Dutch destroyer, and 1 cruiser, Plymouth Command had 6 RN destroyers, 3 Polish and 1 French destroyers, and 2 cruisers. All these (apart from 3 cruisers in the Humber) were within 5 hours of Dover.
I agree with you completely about the M35/Halcyon comparison. They were very similar designs and both were useful ships, but not really equipped to tackle a fleet destroyer.
Hi Alfred,
after a quick look on the pink list 23rd Sept.1940 I have:
Chatham: 1 DD
Sherrness 13 DD and 3 Sloops etc.
Harwich: 9 DD and 9 Sloops etc (Kingfisher Sloops)
Portsmouth: 12 DD and 5 Torpedoboats
Plymouth: 9 DD
all without Cruisers ( as I remember: 2 Arethusa at Sheerness, Cardiffe at Portsmouth, Newcastle (Emerald?) at Plymouth) and BB Revenge at Playmouth (only quick replay..)
We would have:
13 AS Trawler, 2 AS Yacht, 25 MS Trawler at Portsmouth
9 Minensucher, 23 AS Trawler, 26 MS Trawler. 10 12pdr APV Trawler at Harwich,
16 MS Trawler at Sheerness
9 Minensucher, 23 AS Trawler, 26 MS Trawler. 10 12pdr APV Trawler at Harwich
etc. etc.
And a lot of MTB, M/SB, ML etc...
quite a lot of little ships of the RN
Regards
Dirk
Hallo,
ZitatChatham: 1 DD
Sherrness 13 DD and 3 Sloops etc.
Harwich: 9 DD and 9 Sloops etc (Kingfisher Sloops)
Portsmouth: 12 DD and 5 Torpedoboats
Plymouth: 9 DD
Namen, bitte.
Hallo Alex,
Namen kommen am Sonntag oder Montag.
Schönes Wochenende.
Dirk
One question to all who participate in this discussion:
Was there ever a point of time in real history where the british thought that an invasion was really imminent, so that the german fleet would sail within the next few days?
Or were they ever aware of the fact that the germans were not completely ready?
Von Andy H:
http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=114&t=115758&p=1018162&hilit=royal+navy+list#p1018162
http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=114&t=116006&hilit=command+andy+h
http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=114&t=125361&hilit=sheerness
http://www.armchairgeneral.com/forums/showthread.php?t=38099&page=457
ZitatDispositions of Warships in Home Waters, 1600hrs/16 September 1940
Scapa Flow (26 hrs from Dungeness at 20kts)
1 BC: Repulse (RA(D)), 1 BM: Erebus
1 CV: Furious (12 Skua, 18 Swordfish, 6 Gladiator)
2 CA: Berwick, Norfolk
1 CL: Glasgow
1 CLAA: Curacao
6 DD: Somali (D6), Eskimo, Matabele, Duncan, Versatile (under repair for damage to stern until 17 Sep), Vimy
1 DE: Eglington
1 SS: L.23
5 ML: Southern Prince, Menestheus, Port Napier, Port Quebec, Agamemnon
6 MS: Bramble, Britomart, Hazard, Hebe, Speedy, Seagull (in refit until?)
Dundee (19 hrs)
3 TB: Z.5 (NL), Z.6 (NL), Z.8 (NL)
3 SS: L.26, O.21 (NL), O.24 (NL)
Tyne:
1 CL: Nigeria (completed working up 23 September, joined fleet at Scapa on 29 Sep, assigned to 10th CS)
1 CL: Kenya (completed 27 Sep, joined fleet at Scapa for working up 29 Sep, assigned to 10th CS)
Rosyth (18hrs)
2 BB: Nelson (C-in-C), Rodney
1 BC: Hood (VA, BCS)
3 CLAA: Naiad (RA, CS15), Bonadventure, Cairo (RA, AAS)
14 DD: Cossack (D4), Maori, Sikh, Zulu, Jackal, Kashmir, Kipling, Ashanti, Bedouin, Punjabi, Tartar, Electra, Vortigern, Fame (damaged off Norway in bombing attack on 6 Jul 40 and repair completed 5 October)
4 DE: Valorous, Vega, Verdun, Woolston
1 TB: Sleipner (NO)
2 SS: Seawolf, Snapper,
Blyth (14 hrs)
3 SS: Sturgeon, Swordfish, Ursula
Humber (10 hrs)
3 CL: Manchester (VA, CS18), Southampton (RA, CS18), Birmingham
5 DD: Javelin (D5), Jupiter, Jaguar, Kelvin, Watchman
Lowestoft (5 hrs):
1 TB: Draug (NO),
1 MTB: MTB.18
Harwich (3 5 hrs)
6 DD: Malcolm (D16), Venomous, Verity, Wild Swan, Wivern, Worcester
1 SS: H 44
11 MTB: MTB.14, MTB.15, MTB.16, MTB.17, MTB.22, MTB.28, MTB.29, MTB.31, MTB.32, MTB.34, MTB.67, MTB.68
London (4 5 hrs)
DD: Margaree (RCN) (damaged by bomb splinters 17 Sep)
1 MTB: MTB.24
Sheerness/Chatham (4 hrs)
3 CL: Galatea (VA, CS2, (struck a mine night of 8/9 September and in repair at Chatham until 8 Jan 41), Aurora, Arethusa (rejoined 30 September after completing repairs at Chatham)
10 DD: Brilliant, Icarus, Impulsive, Intrepid, Campbell (D21), Venetia, Vesper, Vivacious, Walpole, Foxhound (in refit from 11 Aug 40 to 12 Oct 40)
12 DE: Cattistock, Eglinton, Holderness (under repair from mine damage until 22 September), Garth, Hambledon, Quorn, Vanity, Vimiera, Wallace, Westminster, Winchester, Wolsey
Dover (1 hr)
2 MTB: MTB.6, MTB.72
Portsmouth (3 5 hrs)
1 CL: Cardiff
12 DD: Beagle, Bulldog, Havelock (D9), Harvester, Hesperus, Highlander, Vanoc, Viscount, Saladin, Sardonyx, Sturdy, Mistral
2 DE: Berkeley, Fernie
5 TB: Branlebas, L'Incomprise, La Cordeliere, La Flore, Z 7
2 SS: Ondine, Orion
6 MTB: MTB.3, MTB.4, MTB.5, MTB.25, MTB.30, MTB.33
Southampton (4 hrs)
2 DD: Volunteer, Wolverine
Portland (5 hrs)
2 MTB: MTB.69, MTB.70
Plymouth (8 hrs)
1 BB: Revenge
2 CL: Newcastle, Emerald
11 DD: Isis, Broke, Vansittart, Whitehall, Westcott, Blyskawica (PO), Burza (PO), Ouragan (FFNL), Garland (PO)
2 TB: Bouclier (FFNL) (in collision 17 Sep under repair until 30 Sep), La Melpomene (FFNL),
Milford Haven (14 hrs)
1 TB: G.13 (NL)
Liverpool (18 5hrs)
3 DD: Vanquisher, Walker, Sabre
Firth of Clyde (21 5 hrs)
1 CA: Suffolk (damaged by air attack off Norway 16 Apr 40 and under repair until 24 Feb 41)
1 CL: Sheffield
12 DD: Keppel (D12), Achates, Active, Amazon, Ambuscade, Antelope, Anthony, Arrow, Douglas (ran aground 17 Sep and under repair until 30 Sep), Ottawa (RCN), Skeena (RCN), St Laurent (RCN)
6 SS: Tigris, Otway, Upright, B.1 (NO), H.31, H.34
1 CLAA: Phoebe (completed 2 October, joined fleet at Scapa for working up 4 Oct, assigned to 15th CS)
Greenock:
1 CL: Edinburgh (refit completed 29 Oct 40, began working up on 5 Nov 1940)
1 CL: Fiji (torpedoed 1 Sep 40 and in repair at Greenock until 31 January 1941)
1 DD: Mashona (refit completed 8 Oct 40)
Glasgow:
1 CA: Sussex (damaged by German air attack while in dry dock and under repair until 9 Aug 42)
1 DD: Fearless (damaged in collision on 1 Aug 40 and in repair and then refit until 8 Oct 40)
Oban/Tobermory (22 5 hrs)
3 SS: H.32, H.33, H.50
Belfast/Londonderry (20 hrs)
3 DD: Shikari, Scimitar, Skate
Destroyers at Sea (patrols, escorting convoys etc )
8 DD: Veteran (left Harwich 17 Sep), Witherington (left Plymouth 16 Sep), MacKay (left Plymouth 15 Sep), Hurricane (left Liverpool 15 Sep), Winchelsea (left Liverpool 13 Sep), Warwick (left Liverpool 11 Sep), Witch (left Belfast 17 Sep), Wanderer (left Londonderry 16 Sep)
2 DE: Vivien (left Rosyth 16 Sep), Wolfhound (left Rosyth 15 Sep),
1 TB: G.15 (NL) (left Plymouth 16 Sep)
Submarines on patrol
17 SS: H.49, H.43, L.27, Clyde, Sunfish, Tuna, Taku, Talisman, Tribune, Cachalot, Porpoise, Utmost, O.9 (NL), O.22 (NL), O.23 (NL), Rubis (FFNL), Wilk (PO)
Given that the German invasion forces would need 24/7 supply, RN ships further a field (and excluding the Med Fleet & Far East) would/could also become involved, such as
Disposition of British Warships in the North Atlantic
Halifax
3 DD: Restigouche (RCN), Assiniboine (RCN), Saguenay (RCN)
Gibraltar
1 BC: Renown (VA, Force "H")
8 DD: Gallant, Griffin, Encounter, Hotspur, Vidette, Velox, Wishart, Wrestler
Freetown (Force M, for Dakar landings)
2 BB: Barham, Resolution
2 CV: Ark Royal (24 Skua, 30 Swordfish), Argus (no aircraft, en route to Scapa)
3 CA: Devonshire (VA, CS1), Australia (RAN), Cornwall
11 DD: Inglefield (D3), Echo, Eclipse, Escapade, Faulknor (D8), Firedrake, Foresight, Forester, Fortune, Fury, Greyhound
Durban:
Royal Sovereign
Lagos:
1 CL: Dragon
Bermuda:
1 CL: Dunedin
Tortola:
1 CL: Caradoc
At Sea
1 CA Cumberland
3 CL: Enterprise, Delhi, Despatch
1 SS: O.14 (NL)
Note this list does not include the large numbers of MMS trawlers and ASW trawlers stationed at these ports, nor those in the Pacific, Indian Ocean, or Mediteranean.
Alles Gute
Andreas
Hallo,
@Thorsten:
Da am/um 17.09 jegliche Invasionwarnung aufgehoben wurde, hat man mE schon mit einer bevorstehenden Landung gerechnet. Ob dies jetzt "Landung in den nächsten Tagen bevorstehend" war, entzieht sich meiner Kenntnis. Wirklich akut dürfte es allerdings nicht gewesen sein.
@AndreasB:
Die Liste kenne ich, aber danke. Indessen gibts damit diverse Probeme. Etliche Schiffe werden darin aufgeführt, die a, nicht einsatzbereit waren (fr. T-Boote, einige der Hunts) oder b, sich zu diesem Zeitpunkt rein zufällig in den angegebenen Häfen befanden, aber sonst tagtäglich bei Geleitzügen herumfuhren (die meisten Wair, und einige V&W).
Anbei eine Tabelle über die Ostküsten (FS und FN) GEleitzüge anhand naval-history.net. Anmerken möchte ich, dass für einige dieser Fahren überhaupt keine Geleitschiffe angegeben werden, und andere ungewöhnlich schwache Deckung gehabt haben. Ungewöhnlich ist ebenfalls, dass die Sloops und Korvetten ab Monatsmitte praktisch gänzlich verschwinden!
mfg
alex
Meine Frage geht nämlich in die Richtung, ob wirklich so viele Zerstörer usw. mit Geleitaufgaben versehen worden wären, wenn eine Invasion akut bevorgestanden hätte (d.h. in den nächsten 2-4 Tagen)?
Moin,
mal kurz aus dem Büro:
Zusammen mit dem Cromwell-Alarm des War Office wurde zumindest für den Fleet Air Arm am (nach Erinnerung, kann auch 2 Tage später gewesen sein) 07.09.1940 Codewort Ceiling ausgegeben, was bedeutet, dass die Trainingsstaffeln der Marineflieger Einsatzstaffeln für den Invasionsfall zu bilden haben. Diese Maßnahme sollte nur im Notfall ausgelöst werden. Hiernach würde ich sagen, dass die Royal Navy zu diesem Datum eine Invasion als in Kürze möglich (vielleicht sogar wahrscheinlich) erachtet hat.
Zu den Zerstörern folgt heute Abend noch meine Liste zum 23.09.1940. Es ist so, dass 4 Zerstörerflotillen als Striking-Force zurückgehalten wurden. Die im Geleitdienst eingesetzten Zerstörer sollen jedoch (nach Unterlagen der Home Fleet die allerdings m.E. aus 1941 datieren, wobei jedoch nichts darauf hindeutet, das das da eine Neuerung war) wenn die Invasion ansteht, abgezogen und auch gegen die Invasionsflotte eingesetzt werden. Die Convois im Osten sollten in die Häfen und die über den Atlantik nur noch von den Korvetten/ Sloops geleitet werden.
Wegen der franz. Torpedoboote läßt sich hier im Forum ja nachvollziehen, dass die Meinung auseinander geht (in der Frankreich-Sektion).
Soweit erst mal.
Gruß
Dirk
Nachtrag:
Hier nun die einsatzbereiten Zerstörer, Sloops, Torpedoboote lt. Pink List 23.09. die in den kanalnahen Häfen lagen:
Von Home Fleet:
Cattistock - left Sheerness -patrol
Holdeness - Sheerness (working up, dann Nore Command)
Quorn - Portsmouth
Von Rosyth Command (Rosyth Escort Force)
Egret - arrived Sheerness 22.09.
Lowestoft - Left Sheerness - auf See
Valourous - arrived Sheerness 23.09.
Westminster - arrived Sheerness 23.09
Winchester - arrived Sheerness 22.09
Woolston - left Sheerness 22.09 auf See
Von Nore Command:
17 DF:
Malcom - arr. Harwich 23.09
Eglington - left Scapa for Sheerness 22.9
18 DF:
Wivern - arr. Harwich 18.9
Worcester - arr. Harwich 23.9
Verity - arr. Harwich 23.9
Veteran, Wild Swan, Venomous - alle auch arr. Harwich 23.9
20 DF:
Icarus: arr. Sheerness 18.9
Impulsive - arr. Sheerness 11.9
21 DF:
Campell - arr Sheeness 3.9
Vesper - arr. Harwich 18.9
Walpole - Chatham
Versatile - left Scapa 22.9 - müssen wir aber wohl streichen - ging nach Alan Philson nach Invergordon
Venetia - Sheeness
Hembledon - Sheerness
Garth - arr. Harwich 18.9
dazu im Harwich 7 Kingfisher Sloops.
von den o.g. Flottillen waren einige (hier nicht genannte) Zerstörer in Humber und somit spätestens in der Nacht nach der Invasion auch verfügbar.
Die Schiffe des Portsmouth und Western Approaches Command stelle ich morgen hier rein.
Hallo,
Valourous - arrived Sheerness 23.09.
24.09 mit FN 290 wieder raus
Westminster - arrived Sheerness 23.09
24.09 mit FN 290 wieder raus
Winchester - arrived Sheerness 22.09
23.09 mit FN 289 wieder raus
Woolston - left Sheerness 22.09 auf See
FN 288 und geht dann in die Werft
Egret - arrived Sheerness 22.09.
23.09 mit FN 289 wieder raus
****
aus 22 Zerstörern gleich 4, die eigentlich nichts in der Liste zu suchen haben. Ob dann die Geleitsloops ernsthaft in Harwich untätig herumsitzen... Mallard und Sheldrake sind als dort Stationiert und nicht für den GEleitschutz eingesetzt belegbar, aber der Rest...?
mfg
alex
ufo, mal ein ganz großes Kompliment für deine Beiträge hier. Mir fehlt leider der Background, um da wirklich mitreden zu können, aber was du im Eingangspost angesprochen hast, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. "Wir planen mal was, ohne es wirklich zu wollen." Planspiele eben.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach sollte auch das ganze Getue ein wenig von Barbarossa ablenken. Aber das ist nur meine absolut laienhafte Meinung, die kann ich weder mit Quellen belegen noch sonstwie.
Zitat von: Huszar am 22 März 2011, 08:12:03
Hallo,
Valourous - arrived Sheerness 23.09.
24.09 mit FN 290 wieder raus
Westminster - arrived Sheerness 23.09
24.09 mit FN 290 wieder raus
Winchester - arrived Sheerness 22.09
23.09 mit FN 289 wieder raus
Woolston - left Sheerness 22.09 auf See
FN 288 und geht dann in die Werft
Egret - arrived Sheerness 22.09.
23.09 mit FN 289 wieder raus
****
aus 22 Zerstörern gleich 4, die eigentlich nichts in der Liste zu suchen haben. Ob dann die Geleitsloops ernsthaft in Harwich untätig herumsitzen... Mallard und Sheldrake sind als dort Stationiert und nicht für den Geleitschutz eingesetzt belegbar, aber der Rest...?
mfg
alex
Naja, das ist aber schon sehr willkuerlich dargestellt.
a) Die Zerstoerer waren ja nicht aus der Welt sondern nur auf dem Weg nach Methil.
b) Geleitzuege auf Gegenkurs (Methil - Southend) mit Zerstoererdeckung waren auch unterwegs, zeitgleich.
Zitat24 September 1940
- Convoy FN.290 departed Southend, escorted by destroyers VALOROUS and WESTMINSTER. The convoy arrived at Methil on the 26th.
- Convoy FS.289 departed the Tyne, escorted by destroyer VIMIERA and sloop PUFFIN. The convoy arrived at Southend on the 25th.
Also, Valorous und Westminster werden nach einem Tag von Vimiera und Puffin ersetzt.
Man kann aber das auch so sehen, das alle vier Schiffe innerhalb kurzer Zeit wieder in Southend sein koennen.
Zitat25 September
- Convoy FS.290 departed the Tyne, escorted by destroyers VANITY and WOLFHOUND. The convoy arrived at Southend on the 26th.
- Convoy FN.291 departed Methil, escorted by destroyers VEGA and WATCHMAN. The convoy arrived at Southend on the 27th.
Das war ja ein endloser Verkehr da, und die Zerstoerer haetten mit Sicherheit kurzfristig auf eine Invasionsflotte angesetzt werden koennen.
Alles Gute
Andreas
Hallo Andreas,
das sehe ich genau so. Wie bereits gesagt, sollten im Invasionsfall ja auch die Ostküstenkonvois in die häfen gehen und die Zerstörer gegen die Invasionsflotte eingesetzt werden. Sofern aber z.B einer der Arethusa-Kreuzer mit nur 4 Zerstörern der S-1 Nacht in z.B. den Schleppzug 1 gestoßen wäre, würde es m.E. auch schon gar nicht mehr auf ein paar mehr Zerstörer ankommen...
Aber weiter mit den Zerstörern des Portsmouth Command:
1 DF:
Berkley - Sheerness, alterations compl. 25.09.
Fernie - left Portsmouth 18.9. (istz auf alle Fälle am 30.09 wieder in Portsmouth)
Brilliant - arr. Sheerness 22.09.
Beagle - Portsmouth
Bulldog - Portsmouth
9 DF:
Wolverine, Volunteer, Vanoc, Viscount alle in Portsmouth
22 DF:
Sturdy - arr. Portsmouth 22.9.
Saladin - arr. Portsmouth 22.9.
Sardonyx - arr- Portsmouth 16.09.
23 DF:
Branlebas, La Cordeliere, La Flore, L´Incomprise, La Melpomene in Portsmouth
Western Approaches Command:
11 DF:
Mackay - Portsmouth
Walker - left Liverpool 21.9 - keine Ahnung wo der stand
17 DF:
Broke - left Plymouth 22.9
Witherington - Portsmouth
Witch - arr. Plymouth 18.9
Wanderer - arr. Plymouth 18.9
Vansittart - arr. Plymouth 22.9
Whitehall - left Plymouth 23.9
und dann die Polen:
Blyskawica - arr. Plymouth 22.9
Burza - arr. Plymouth 22.9
Garland - arr. Plymouth 23.9
Nach Hinsley: British Intelligence in the Second World War meldete am 15.09. Goverment Code and Cypher School, dass das Funkverhalten der Dt. auf eine Verschiebung von Seelöwe hindeuten könnte. Am 20.09. wurde diese Auffassung durch Luftaufklärung unterstützt (die Auflockerungsmaßnahmen in den Abmarschhäfen hatte bereits eingesetzt). In Anbetracht dieser Tatsachen ist es gut möglich, dass die Admiralität zum 23.09. bereits Ihre Präsens im Kanal aufgrund der gesunkenen Invasionsgefahr reduziert hatte, was ohne die Verschiebung von Seelöwe ggf. nicht passiert wäre.
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 22 März 2011, 22:28:36
Hallo Andreas,
das sehe ich genau so. Wie bereits gesagt, sollten im Invasionsfall ja auch die Ostküstenkonvois in die häfen gehen und die Zerstörer gegen die Invasionsflotte eingesetzt werden. Sofern aber z.B einer der Arethusa-Kreuzer mit nur 4 Zerstörern der S-1 Nacht in z.B. den Schleppzug 1 gestoßen wäre, würde es m.E. auch schon gar nicht mehr auf ein paar mehr Zerstörer ankommen...
Sehe ich auch so. Hier kann man sehen was einem mit 12cm Kanonen bewaffneten Handelskreuzer geschah der sich mit einer Arethusa anlegte:
http://crusaderproject.wordpress.com/2009/02/07/force-k-report/
Alles Gute
Andreas
Wobei Aurora zu dieser Zeit bereits ein Typ 284-Radar hatte, während zur Seelöwe-Zeit noch kein Arethusa-Klasse-Kreuzer mit Radar ausgerüstet war.
wenn die irgendwie in den 16,5km langen und 1km breiten Schleppzug hineingeraten, dann braucht man m.E. kein Radar mehr... mit deutlich über 500 Zielen sollte es kein Problem sein welche zu finden... und alleine das Chaos was dadurch bei den unzureichend ausgebildeten Besatzungen der Schleppzüge ausgelöst werden würde, düfte die Anlandung dieser Transportlotte massiv gefährden...
Zitat von: t-geronimo am 22 März 2011, 23:31:18
Wobei Aurora zu dieser Zeit bereits ein Typ 284-Radar hatte, während zur Seelöwe-Zeit noch kein Arethusa-Klasse-Kreuzer mit Radar ausgerüstet war.
Weiss ich.
Es geht mir hier aber mehr um den Unterschied zwischen der Effektivitaet einer trainierten crew vs. einer untrainierten, in einer Situation wo die Geschuetze des unterlegenen Schiffes technisch der Aurora schon ziemlichen Schaden haetten zufuegen koennen.
Aber ein weiteres Problem zeigt die Versenkung der da Mosto (12cm), und das Gefecht mit Lupo und Cassipoeia (10cm), beides Tagesgefechte, und in allen Faellen kompetente Besatzungen. Technisch sollten sowohl da Mosto als auch Lupo und Cassiopeia den Arethusas gegenueber durchaus gefaehrlich sein. In der Realitaet stellte sich das aber anders dar.
Versenkung von da Mosto - deutsche Perspektive: http://crusaderproject.wordpress.com/2009/07/15/german-antisubmarine-equipment-on-italian-vessels/
Alles Gute
Andreas
Das stimmt natürlich! :TU:)
Force K war da ja bestens "trainiert" im Dezember 1941.
moin,
Zitat von: t-geronimo am 23 März 2011, 00:04:25
Force K war da ja bestens "trainiert" im Dezember 1941.
allerdings - wenn die Darstellung der deutschen Überlebenden der
Da Mosto stimmt - nicht im Umgang mit Schiffbrüchigen :wink:
Gruß, Urs
Hallo,
Tja, und wieder haben wir ein gutes Beispiel für die englischen Übermenschen, die alles ohne Probleme kurzfristig machen können.
Die verschiedenen dt. Geleit- und Schleppzüge sollten ja um/nach Einbruch der Dunkelheit in den Versammlungsräumen stehen -
natürlich können die Englander diese Versammlung ohne weitere Probleme erkennen.
Die dt. Gruppen sollten weit nach Einbruch der Dunkelheit auf Kurs gehen -
natürlich können die Englander diesen Kurs ohne weitere Probleme zeitgerecht erkennen, und
natürlich können sie grössere Kampfgruppen rechtzeitig heranführen. Obwohl nicht mit Sicherheit die Landungsräume bekannt sind. Genausogut können die dt. Gruppen südlich Wash als Ziel haben. Aber
natürlich können die Englander diese Geleitzüge finden und versenken.
Rechnet mal auch ein wenig bezüglich den Abfahrt- und Ankunfstzeiten der FS und FN-Geleitzüge. Ist nicht schwer. Die fahren am sehr frühen Nachmittag aus Southend los, sind um Mitternacht auf Höhe Lowestoft, und kommen am späten Vormittag in Methil an. Umgekehrt genauso. Ok, die Frachter werden in die Häfen gebracht, aber in welche und wie viel Zeit ist dafür nötig?
Das diese Geleitschiffe sofort zV stehen, ist mM eine Verdrehung der Tatsachen.
Sardonyx - arr- Portsmouth 16.09.
Mit ziemlicher Sicherheit bis Dezember in der Werft
Branlebas, La Cordeliere, La Flore, L´Incomprise, La Melpomene in Portsmouth
"Running" bedeutet nicht "einsatzbereit".
Walker - left Liverpool 21.9 - keine Ahnung wo der stand
OB 217 bis 24.09, dann HX 73, 28.09 an Liverpool
Witch - arr. Plymouth 18.9
Wanderer - arr. Plymouth 18.9
Mit SC 3 an Liverpool am 18.09! Nächste belegte Nennung erst am 30.09 im Kanal!
Für den Rest (auch an der Ostküste) sind die nachprüfbaren Nennungen recht dünn. Auf Axis und Archair wurde sehr oft die Wendung gebraucht: "Absence of evidence is not evidence of absence". Leider wird Absence of Evidence so ausgelegt, dass die nicht zuzuordneden Zerstörer zwangslaufig im Kanal geparkt wurden...
mfg
alex
ZitatMan kann aber das auch so sehen, das alle vier Schiffe innerhalb kurzer Zeit wieder in Southend sein koennen.
In kurzer Zeit, wahrscheinlich. Rechtzeitig, eher weniger...
Alex,
hier hat keiner behauptet, dass die alle in der S-1 Nacht im Kanal stehen....
Es wurden nur sachlich ein paar Informationen gegeben... wenn die dann aber so aggressiv ausgelegt werden, dann lass ich das vielleicht zukünftig lieber...
Gruß
Dirk
Hallo in die Runde,
um an dieser Stelle einmal etwas die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen erlaubt mir einen Nebenbeitrag, wenn auch passend zum Thema.
Ich weiß nicht, ob es dem Ein oder Anderen von Euch schon bekannt ist, aber zum Thema gab es in England gerade im letzten Jahr eine satirische Komödie, die sich mit einer Befreiu... ääähh Besetzung Londons durch die Wehrmacht beschäftigt.
Wie nicht anders zu erwarten war werden natürlich alle Klischees bedient, von den englischen Übermenschen bis zu den aus unerfindlichen Gründen sehr negativ dargestellten deutschen Parteigrößen ;-)).
An dieser Stelle der Link zum Trailer :
http://www.youtube.com/watch?v=ZxlBwLOkjOo
Jetzt aber mal im Ernst, vielleicht sollten wir die Diskussion nicht mit dieser Emotionalität führen.
Das führt zu nichts, sondern bringt nur Verdruß.
Gemäß dem alten militärischen Grundsatz der besagt, dass jede militärische Planung mit dem ersten Schuss hinfällig wird, sollten wir auch diese Diskussion führen. So minutiös auch die Recherchen bezüglich der Vorbereitungen auf beiden Seiten sein mögen, wir können allerhöchstens bis zum Vorabend einer möglichen wenngleich fiktiven Landung diskutieren. Alles darüber hinaus kann niemals mehr als reine Spekulation sein.
Diese Frage mag Romanciers reizen, und in England und Amerika manche Buchhandlung füllen (bei andern Ländern habe ich keinen Überblick) es kann aber dabei niemals ein sachliches um nicht zu sagen wissenschaftliches Ergebnis geben. Gewißheit über die Frage ob eine Landung hätte glücken können oder nicht kann es einfach nicht geben, auch wenn sich das Mancher wünschen mag.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass jeder die Fakten die hier genannt werden ganz individuell gewichtet und interpretiert.
Als historisch interessierten Menschen ist mir insbesondere dieses Thema schon in mehreren anderen (nicht nur deutschen) Internetforen über den Weg gelaufen. Verblüfft hat mich immer wieder der Umstand, mit welcher Emotionalität dieses Thema dort diskutiert wurde. Das ausgerechnet eine nicht stattgefundene militärische Operation, in einem an Operationen und Feldzügen nicht gerade armen Weltkrieg solche Kontroversen auslöst, ist mir unverständlich.
Lange Rede kurzer Sinn, wenn Ihr unbedingt spekulieren wollt , dann lasst bitte in Eurem eigenen Interesse und im Interesse des Forums Eure Emotionen und die daraus resultierenden Bemerkungen außen vor.
Flamewars haben schon so manches Forum gesprengt, und das fände ich im Falle dieses Forums wirklich schade.
Zitat von: Huszar am 23 März 2011, 09:58:27
In kurzer Zeit, wahrscheinlich. Rechtzeitig, eher weniger...
Wenn also um Mitternacht der Alarm kaeme waeren die Einheiten 5 Stunden entfernt. Das ist rechtzeitig wofuer? Den Anfang der ersten Welle? Wohl nicht. Das Ende derselben? Vielleicht. Die zweite und alle nachfolgenden? Bestimmt.
Bezgl. der Geleitzuege, die Schiffe werden in den naechsten Hafen entlassen, nicht gelotst. Da es sich hier um den absoluten Notfall handelt wird man das Risiko schon eingehen koennen.
Dafuer bedarf es keiner Uebermenschen.
Man muss auch kein Uebermensch sein um den Gedanken an eine gross angelegte Landung noerdlich der Themse zu verwerfen. Bei der Geschwindigkeit der Invasionsflotte heisst das naemlich das sie noch bei Tag unterwegs waere. The Wash ist schon voellig ausgeschlossen, das sind grob geschaetzt bis zu 250km extra. Bei einer Marschgeschwindigkeit von 5 Knoten braucht die Invasionsflotte dafuer mehr als einen Tag. Obwohl, als ich bei einer grossangelegten Kriegsspielveranstaltung in Duxford 2009 den Hitler gegeben habe, ich natuerlich eine Landung bei Southend befahl (davon ausgehend das es eh schief geht, und man dann zumindest noch Spass haben kann).
Die Frage ist nicht ob in Kent gelandet wird, sondern wo.
Alles Gute
Andreas
Hallo Oldenburger,
ich habe eben gerade auch kein Interesse in diesem Forum, dass sich m.E. durch eine sehr seriöse Darsetllung der Fakten auszeichenet in Emotionalität zu verfallen. Deshalb habe ich auch meinen letzten Hinweis gebracht.
Es gibt leider wirklich mehr als genug Threats im Internet, die an der Emotionalität der Beitragenden gescheitert sind. Dazu gehört leider auch eine versuchte Simulation die Alex und ich in einem anderem Forum versucht haben. Leider scheint Alex, Aussagen die ich dort z.T. aus damaliger Unwissenheit, z.T. aber auch zum Ausgleich von m.E. zu optimistisch getroffener Annahmen gemacht habe, hier in dieses Forum ziehen zu wollen.
Die Simulation wurde allerdings (nicht von mir) beendet und mein Interesse geht nunmehr nicht mehr in Richtung einer halbwegs ausgeglichenen (aber selbstverständlich in Details völlig unrealistischen) Simulation, sondern in den Austausch von wirklichen Fakten. Insofern wäre ich auch Dankbar, wenn Emotionen hier völlig außen vor bleiben würden.
Irgendwie wieder blöd, dass ich diesen Beitrag, der zum Thema nichts bringt schreiben muss... aber vielleicht kann es dann ja ein wenig sachlicher weitergehen...
Viele Grüße
Dirk
Habt ihr das ganze Szenario eigentlich auch jenseits der ersten Welle (wie von AndreasB ja auch schon angemerkt) weiter betrachtet?
"Die Soldaten gewinnen die Schlacht, aber die Logistiker den Krieg"
Wie verläuft der Nachschub?
Die erste Welle an den Strand zu bekommen ist vielleicht gar nicht so schwer, aber als britische Seite würde ich spontan sagen: Na und? Laßt sie an Englands Stränden verbluten!
Overlord/Neptune haben ja auch gezeigt, das erst mit vernünftiger Logistik in der Hinterhand (und 1944 hatten die Alliierten bereits immense Erfahrungen mit Landungen) eine Invasion auch mit Erfolg gekrönt sein kann (nicht muß!). Und die hatten 1944 die absolute See- und Luftherrschaft!
Hallo Thorsten,
das was Du beschreibst ist ziemlich genau die Haltung von Adm. Forbes (derzeit CiC Home Fleet), die allerdings von der Admiralität nicht geteilt wurde (die die Invasionsflotten doch möglichst frühzeitig abfangen wollte). In unserem Planspiel kamen wir nur bis ca. 12 Std. nach S-Zeit. Da kam das Thema somit nur ganz am Rande vor. Da die Transportdampfer allerdings 3 Tage zum Entladen vor den Invasionsstränden hätten liegen müssen, ist das mit Sicherheit ein wesentliches Thema bei der Beurteilung von Seelöwe.
Gruß
Dirk
Nachtrag:
Ich habe gerade (passtt nur am Rande zu den Marine-Theme, aber doch zu dem Thema des Threats) Informationen auc Air 14/1127 des National Archives über Plan Banquet erhalten.
Im Netz ist Banquet ja eigentlich nur als Plan die Tiger Mouths etc. mit leichten Bomben ausgerüstet gegen eine mögliche Invasion UKs einzusetzen bekannt. Zu diesem Unterplan von Banquet, nähmlich Banquet Light habe ich leider noch keine Informationen. Dafür habe ich aber Infos zu andern Banquet (= Einsatz von Trainings-Flugzeugen im Invasionsfall) Plänen:
Zu Banquet Alert bzw. Ceiling des Fleet Air Arm hatte ich bereit in einem anderem Forum gepostet:
Zitathabe gerade unter ADM 116/4717 interessante Dokumente aus Kew bekommen. Es geht dabei um den Einsatz von Trainingsflugzeugen des FAA im Falle eines Notfalles (z.B. Invasion)- Opartion Alert bzw. ab September Ceiling. Nach Stand 21.06.1940 wären dort von den Trainingsstaffeln in Lee, Ford, Eastleigh und Ford zur Verfügung gestellt worden:
- 6+2 Albacore
- 6+5 Swordfish
- 24+6 Walrus
- 18+1 Skua
- 6 Roc
- 9 Osprey
- 9 Nimrod
- 11 Gladiator
- 59 Shark
insgesamt also 148+14 Flugzeuge!
Und nach Air 14/1127 waren z.B am 01.09.1940 folgende Flugzeuge der Trainingseinheiten für einen Einsatz im Invasionsfall gerüstet:
Plan Banquet Training:
Battle: 23
Blenheim: 16
Wellington: 3
Hampden: 1
Harvard: 71
Master: 13
Hart: 51
Anson: 40
Summe: 218 (habe nicht nachgezählt, ich hoffe es passt)
Also noch nicht sooo viele und eher obsolete Flugzeuge..
aber dazu kommt dann noch:
Plan Banquet 22 Group:
Blenheim 17 mit ggf. 7 weiteren die aber erst noch Ihre "bomb carriers" erhalten müssen.
und vor allem (und m.E. bisher unbekannt) Plan Banquet 6 and 7 Groups mit:
Whitley: 78
Wellington: 95
Battle: 65
Blenheim: 83
Hampden: 59
Hereford:18
Anson: 124
Summe: 519 (wieder nicht nachgezählt)
Man erkennt da wieder den Unterschied zwischen der auf langfristige Bereitstellung von ausreichenden Flugzeugen/Besatzungen ausgerichtete britische Politik im Gegensatz zu der dt. Blitzkriegsausrichtung, wo fast alles vorne im Einsatz war.
Hier noch eine Wiki-Quelle zum Thema: http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Banquet
Hallo an alle Mitdiskutierenden,
wenn Ihr hier so engagiert diskutiert, wäre es vielleicht möglich, dass Ihr abschließend so etwas wie eine Aufstellung aller vorhanden Einheiten, sowie deren geplante Einsatzbefehle im Rahmen einer möglichen Operation Seelöwe machen könntet?
Ich könnte mir das in Form einer Exceltabelle vorstellen, wo man parallel die deutschen und englischen Einheiten, deren Standorte und deren mögliche Einsatzbefehle aufführt, sofern das an dieser Stelle eruiert werden kann. So hätte man einen schnellen Überblick über die jeweiligen Einheiten und deren Bestimmnug. wohlgemerkt nur die wirklich harten Fakten, nicht die Spekulation. Allenfalls noch die nicht mehr zur Ausführung gelangten Befehle bezüglich Seelöwe.
Nicht dass ich mich nicht für dieses Thema interessieren würde, aber ich habe in diesen Beiträgen Dinge erfahren, die ich so auch nicht wußte. Es wäre ewig schade, wenn die hier zusammengetragenen Fakten (wie gesagt, nicht die Spekulationen) nach dieser Diskussion in den Tiefen des Internets verschwinden würden. Vor allem deshalb weil man sich sonst, die Information zeitraubend aus zig Büchern zusammenklauben muss.
Das wäre schon eine schöne Reverenz!
Mein Traum wäre natürlich, wenn man auch noch die Dislokation der anderen beteiligten Teilstreitkräfte hinzufügen könnte. Aber das würde wahrscheinlich den Rahmen dieses Forums sprengen.
Wie gesagt, das war nur ein Gedanke, aber ich fände das eine dolle Sache.
In diesem Sinne
Der Oldenburger
Hallo Oldenburger,
ich arbeite seit einiger Zeit an einer solchen Darstellung und habe vor Sie irgendwann ggf. zu publizieren. Es handelt sich um eine unglaublich große Anzahl von Schiffen/Booten, auch schon ohne Heer und Luftwaffe. Wenn Du ersteinmal einen groben Überblick über die britische Seite Stand 30.09.1940 verschaffen willst dann empfehle ich Alan Philson: Order od Battle of the Land, Sea and Air Forces of the United Kingdom 30th September 1940.
Eine Darstellung wie Du Sie forderst mit dazugehörigen Befehlen ist m.E. nur in Form eines wahrscheinlich sogar mehrbändigen Buchwerkes möglich, an dem ich wie gesagt arbeite. Bis meine Arbeiten hierzu abgeschlossen sind werden aber bestimmt noch mindstens 2 Jahre ins Land gehen.
Viele Grüße
Dirk
Moin,
da ich,obwohlich eingeloggt bin heute keine Edit-Funktion zu meinem letztem Post finde hier als neuer Post ein kleiner Hinweis:
In Post 86 hatte ich eine britische Quelle zitiert nach der nach Radar-Ortung MTBs dt. Fischkutter versenkt hatten. M.E. dürfte es sich hierbei um folgenden Vorgang gehandelt haben:
ZitatIn der Nacht zum 12.10. versenken die brit. Schnellboote MTB 22, MTB 31 und MTB 32 vor Calais die »Seelöwe«-Fischdampfer Nordenham und Brandenburg. Beide fuhren als Seenotschiffe für Flieger
vgl. http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/40-10.htm
Ich hatte mir allerdings gerade auf einen Zettel (leider mal wieder ohne die Quelle ausreichend zu kennzeichnen) notiert, dass dies in der Nacht zum 13.10 erfolgt ist. Ich glaube ich hatte das aufgrund der gerade hier verbreiteten NARA-Roll 3336 notiert. Leider finde ich auf die schnelle die fundstelle nicht wieder. Hat jemand das passende Zitat zur Hand?
Gruß
Dirk
Hallo,
'Tschuldigung für die verspätete Antwort - Arbeitsbedingt wieder kaum Zeit in den letzten Wochen.
Eines möchte ich klarstellen:
in den meisten Threads, die dieses (mit dem B-Schiff vergleichbar) leidige Thema behandeln, kann man feststellen, dass (neben einigen nicht wirklich qualifizierten Pro-Leuten) die Contra-Fraktion für den Grossteil des Streites verantwortlich ist. Irgendwelche Probleme der Engländer werden aus dem Stehgreif negiert, heruntergespiel oder gar bestritten, und auf der anderen Seite jede Herausforderung der deutschen Seite ins unermässliche hochgetrieben. Kein Wunder eigentlich, dass die meisten Threads in Flame-Wars enden oder einfach frustriert einschlafen.
Bestes Beispiel ist die Flottenstärke. Ja, die Engländer haben sehr viele Schiffe und Boote. Nein, nicht alle dieser sind einsatzbereit, haben den Angriff auf die Landungsflotte als Aufgabe oder können die Flotten überhaupt erreichen.
Leider nimmt die Contra-Fraktion grundsätzlich an, dass all diese 40-100 Zerstörer und 4-12 Kreuzer zwangsläufig die Flotten finden und versenken. (Ist nicht gegen dich gerichtet, Dirk, aber die meisten Aussagen der Kontra-Fraktion gehen in diese Richtung. Bin deshalb etwas überempfindlich, wenn sowas aufkommt)
Zu unserem Scenario damals: einerseits hatte ich arbeitsbeding kaum mehr Zeit (und keinen Zugriff auf das betreffende Forum vom Büro aus), zweitens hatte ich von der ständigen Feilscherei und Schacherei die Schnauze voll. Die Schuld am Einschlafen des Threads mir in die Schuhe schieben zu wollen, ist ein wenig.... ääähmmm...
Am Ende gings wirklich in die Richtung, Engländer können alles, Deutsche garnix. (Reserveeinsatz, "Auftauchen neuer Fakten", Reaktionszeit, Munverbrauch, Kesselbildung, etc, etc). Das du einige dieser damaligen Aussagen nicht mehr teilst, wusste ich nicht.
ZitatMan muss auch kein Uebermensch sein um den Gedanken an eine gross angelegte Landung noerdlich der Themse zu verwerfen. Bei der Geschwindigkeit der Invasionsflotte heisst das naemlich das sie noch bei Tag unterwegs waere. The Wash ist schon voellig ausgeschlossen, das sind grob geschaetzt bis zu 250km extra. Bei einer Marschgeschwindigkeit von 5 Knoten braucht die Invasionsflotte dafuer mehr als einen Tag. Obwohl, als ich bei einer grossangelegten Kriegsspielveranstaltung in Duxford 2009 den Hitler gegeben habe, ich natuerlich eine Landung bei Southend befahl (davon ausgehend das es eh schief geht, und man dann zumindest noch Spass haben kann).
Witz an der Sache ist, dass das GEbiet nördlich der Themse teilweise sogar näher an den Absprungshäfen liegt, als die tatsächlichen Abschnitte. :wink: Die Engländer selbst gingen sehr, sehr lange Zeit davon aus, dass eine Landung in Ost- und nicht Südost-England erfolgen wird! Erst Mitte August (?) haben sie auch SO-England als mögliche Zone erkannt, hielten aber trotzdem an der Möglichkeit einer Landung in Ost-England fest.
Wenn jetzt die Versammlung der dt. Flotten vor den Häfen erkannt wird (was nicht unbedingt der Fall sein muss), müssten sie ebenfalls Abfanggruppen nach Osten schicken, nicht nur nach Süden. Der endgültige Kurs der Flotten wird ja erst nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen!
(Real-Time-Sat-Verfolgung gabs ja damals nicht! Aufklärungs- und Befehlsübermittlung dauert auch seine Zeit)
ZitatBezgl. der Geleitzuege, die Schiffe werden in den naechsten Hafen entlassen, nicht gelotst. Da es sich hier um den absoluten Notfall handelt wird man das Risiko schon eingehen koennen.
Wie viele Häfen gibts zwischen Southend und Humber? :wink:
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 08 April 2011, 11:31:01...
Eines möchte ich klarstellen:
in den meisten Threads, die dieses (mit dem B-Schiff vergleichbar) leidige Thema behandeln, kann man feststellen, dass (neben einigen nicht wirklich qualifizierten Pro-Leuten) die Contra-Fraktion für den Grossteil des Streites verantwortlich ist. Irgendwelche Probleme der Engländer werden aus dem Stehgreif negiert, heruntergespiel oder gar bestritten, und auf der anderen Seite jede Herausforderung der deutschen Seite ins unermässliche hochgetrieben. Kein Wunder eigentlich, dass die meisten Threads in Flame-Wars enden oder einfach frustriert einschlafen.
...
Lastest du diese unobjektivitaet etwa Berge an?
Ich weiss nicht wirklich ob du da sehr objektiv liesst. Teilweise scheint es genau andersherum zu laufen. Du liesst nur das was du gern darin lesen moechtest naemlich unhaltbare Behauptungen die aber so nicht stimmen. Da gerade Berge sich immense Muehe gab und gibt erstmal nur Daten zu sammeln bzw. diese auch immer unter Fragezeichen zu interpretieren.
Don´t Panic
Moin,
danke Q für die freundliche Unterstützung. Ich weiß das zu schätzen! Aber weiter möchte ich mich nicht mit Vorwürfen beschäftigen, dass bringt nämlich nichts.
Zum Thema:
Ich habe gerade aus AMD 239/333 ein Anti-Invasion Scheme namens "Purge" vom 24.05,1941 bekommen. Autoren: anscheindend die CiCs der Commands + die Flag Officers in Charge Dover und Orkney and Shetland.
Ein sehr interessantes Dokument. Hier ersteinmal nur die dort dargelegten Grundzüge der Operational Instructions:
- Wenn die Information erhalten wird, dass die Invasion stattfindet ("a landing is actually taking place") gibt der CiC (beinhaltet auch im folgenden die FOiC) das Signal "Purge ....." mit der Angabe des Ortes ("nearest well known place".
- Bei Erhalt des Signals gehen alle Schiffe und "small crafts" in der Nähe der angegriffenen Region in Kampfbereitschaft und gehen zum Angriff über ("proceed to attack the enemy"). Dies erfolgt ohne auf Befehle von Vorgesetzen Stellen zu warten! Die Schiffe/Boote sollen ohne besonderen Befehl aber nicht seewärts der Minensperren gehen.
- Kreuzer und MTBs mögen ("will probably") in den Anfangsstadien von den CiC geleitet werden. Wenn Sie auf See sind müssen die jeweiligen Befehlshaber aber je nach Informationslage auf eigene Initiative operieren.
- Korvetten, A/S Trawler, MLs und MGBs gehen auch eigenständig in See, melden jedoch ihre Intentionen an die vorgesetzte Stelle, die ggf. die operative Kontrolle übernehmen kann. MTBs und MGBs sollen, erst dann auslaufen, wenn die Position des Feindes mit einer gewissen Sicherheit ("some certainty" feststeht.
-Minensucher sind grundsätzlich für das Offenhalten der Wege zuständig. Fast Minesweepers, Paddle Minesweepers und mindestens eine Gruppe von Orpsea- Minesweeper je Hafen, sollen auch für diese Aufgabe zurückhgehalten werden. Ansonsten überzählige Minensucher können von den FOiC und NOiC eingesetzt werden. Die CiC sind für die "initial dispositions" zuständig. Korvetten des Western Approaches Command können zur Austellung weiterer Minensuchflotillen eingesetzt werden.
- Die sonstigen Hilfskriegsschiffe werden von den FOiC bzw. NOiC eingesetzt. Primäre Aufgabe: Finden und Melden des Feindes. Danach (je nach Lage gleichberechtigt):
a) Vernichten von feindlichen Landungsfahrzeugen bzw. Booten mit Gas- oder Nebelanlagen.
b) "Engaging" von tieffliegenden Flugzeugen
c) Beschießung von Landezonen
d) Unterstützung des Transportes von Gegen-Angriffs-Truppen
e) Das Legen von "R" Mines (Treibminen) in den Weg von feindlichen "small crafts"
Soweit das Wesentliche aus den operatinal instructions. Dazu gibt es noch viele andere interessante Punkte die dort beschrieben sind, wie z.B. Auflösung von Konvois, Luftunterstützung, Verminung von gefährdeten Häfen etc., etc.
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 08 April 2011, 11:31:01
ZitatMan muss auch kein Uebermensch sein um den Gedanken an eine gross angelegte Landung noerdlich der Themse zu verwerfen. Bei der Geschwindigkeit der Invasionsflotte heisst das naemlich das sie noch bei Tag unterwegs waere. The Wash ist schon voellig ausgeschlossen, das sind grob geschaetzt bis zu 250km extra. Bei einer Marschgeschwindigkeit von 5 Knoten braucht die Invasionsflotte dafuer mehr als einen Tag. Obwohl, als ich bei einer grossangelegten Kriegsspielveranstaltung in Duxford 2009 den Hitler gegeben habe, ich natuerlich eine Landung bei Southend befahl (davon ausgehend das es eh schief geht, und man dann zumindest noch Spass haben kann).
Witz an der Sache ist, dass das GEbiet nördlich der Themse teilweise sogar näher an den Absprungshäfen liegt, als die tatsächlichen Abschnitte. :wink: Die Engländer selbst gingen sehr, sehr lange Zeit davon aus, dass eine Landung in Ost- und nicht Südost-England erfolgen wird! Erst Mitte August (?) haben sie auch SO-England als mögliche Zone erkannt, hielten aber trotzdem an der Möglichkeit einer Landung in Ost-England fest.
a) The Wash ist nicht naeher.
b) Die Distanz ist ohnehin nur eine Seite. Auf dem Weg nach Suedengland kann man den Schutz der franz. Kueste ausnuetzen. Auf dem Weg nach Essex klappt das irgendwie nicht. Die Invasionsflotte waere auf offener See fuer die gesamte Strecke. Die Landungsplaetze waeren auch nur schwer durch deutsche Jaeger zu schuetzen. Wenn nicht sogar unmoeglich (The Wash).
Zitat von: Huszar am 08 April 2011, 11:31:01
Wenn jetzt die Versammlung der dt. Flotten vor den Häfen erkannt wird (was nicht unbedingt der Fall sein muss), müssten sie ebenfalls Abfanggruppen nach Osten schicken, nicht nur nach Süden. Der endgültige Kurs der Flotten wird ja erst nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen!
(Real-Time-Sat-Verfolgung gabs ja damals nicht! Aufklärungs- und Befehlsübermittlung dauert auch seine Zeit)
Wo ist das Problem?
Zitat von: Huszar am 08 April 2011, 11:31:01
ZitatBezgl. der Geleitzuege, die Schiffe werden in den naechsten Hafen entlassen, nicht gelotst. Da es sich hier um den absoluten Notfall handelt wird man das Risiko schon eingehen koennen.
Wie viele Häfen gibts zwischen Southend und Humber? :wink:
mfg
alex
Felixstowe, Harwich, King's Lynn, Lowestoft, Ipswich, plus mehrere kleinere. Es handelt sich um zwei Geleitzuege. Wo ist das Problem?
Alles Gute
Andreas
Moin,
ich habe gerade einmal Alan Philson: "Order of Battle of the Land, Sea and Air Forces of the United Kingdom 30th September 1940) hinsichtlich der Stärke der operativen Staffeln des Fighter Commands ausgewertet. Danch ergibt sich folgende Stärke (ohne OTUs):
Est. Strength Serviceable
Hurricane I 632 613 547
Spitfire I 288 280 257
Spitfire II 56 54 42
Whirlwind I 0 7 5
Blenheim I NF 108 103 71
Beaufighter IF 0 20 11
Defiant I NF 54 53 46
Gladiator II 9 12 7
Gruß
Dirk
(In den Angaben für Est. sind je Staffel 2 bzw. 1 Reserveflugzeug enthalten)
In den OTUs waren:
No 5 OTU:
- 18+6 Blenheim
- 30+10 Hurricane I
- 3+1 Defiant I
- 13+4 Master
- 4+2 Battle TT
No 6 OTU:
- 40+13 Hurricane I
- 13+4 Master
- 4+2 Battle TT
No 7 OTU:
- 45+13 Spitfire I
- 13+4 Master
- 4+2 Battle TT
(jeweils nach Philson. aao.)
Hallo, Jan,
ZitatLastest du diese unobjektivitaet etwa Berge an?
Keines der beiden Seiten hatte eine reine Weste. Wer dann immer weiter übertrieben hat, und die Probleme der eigenen Seite heruntergespielt hat, lasse ich mal dahingestellt.
Nur um es klar zu stellen: ich hab nie behauptet, dass die Landung für Dtl ein Kinderspiel wäre. Ob die ganze Offensive im Endeffekt erfolgreich wird, hangt wohl am seidenem Faden. WENN sie erfolgreich sein soll, müssen sich die Deutschen Mühe geben, allerdings WENN sie nicht erfolgreich wird, werden sich die Englander auch viel Mühe geben müssen. An so eine Sonntagsfahrt, wie sie sich die Kontra-Fraktion (oder auch einige der Pro-Leute!) das vorstellt, kann ich nicht glauben.
Wenn dann ex catedra-Aussagen von der Kontra-Fraktion kommen, dies und jenes wird für die Engländer so und so einfach, schüttle ich nur noch den Kopf.
BTW: diese extreme Materialmenge, die Dirk in den letzten Jahren zusammengetragen hat, schätze ich übrigens sehr, und möchte ihm auch ausdrücklich dafür danken!
Sehr viel ist natürlich immernoch eine Interpretationsfrage - sowohl Pro, als auch Kontra.
@Andreas:
ZitatFelixstowe, Harwich, King's Lynn, Lowestoft, Ipswich, plus mehrere kleinere. Es handelt sich um zwei Geleitzuege. Wo ist das Problem?
bis auf Harwich sehe ich keine grösseren Hafenanlagen, die zwei Geleitzüge mit jeweils 50-70 Schiffen aufnehmen kann. Es sei denn, du lässt die Frachter auf Aussenrede liegen.
ZitatDie Distanz ist ohnehin nur eine Seite. Auf dem Weg nach Suedengland kann man den Schutz der franz. Kueste ausnuetzen. Auf dem Weg nach Essex klappt das irgendwie nicht. Die Invasionsflotte waere auf offener See fuer die gesamte Strecke. Die Landungsplaetze waeren auch nur schwer durch deutsche Jaeger zu schuetzen. Wenn nicht sogar unmoeglich (The Wash).
Ausschliessen kann man die Landung in der Gegend allerdings nicht - und wurde von den Engländern in der Realität auch nicht ausgeschlossen! - , vor allem, wenn auch noch die Ablenkungsflotte in der Nordsee herumfährt.
mfg
alex
Ausschliessen kann man gar nichts.
Ausser dem Erfolg einer Landung in Essex/Suffolk. Ohne Jagdschutz, mit sehr langen Versorgungswegen ueber See die durch die KM nicht zu decken sind. Keine Chance.
Bezgl. der Geleitzuege und Haefen, okay. Whatever, wie man in Kalifornien sagt.
Hier ist die naechste Moeglichkeit - die Handelsschiffe in diesen Geleitzuegen versenken sich selber, damit sich die Zerstoerer ohne Gewissensbisse auf den Weg machen koennen um die Invasionsflotte abzufangen. Jetzt zufrieden?
Da die Frage des Schutzes dieser Geleitzuege so immens wichtig ist fuer Dich, kannst Du denn irgendeinen Beleg vorzeigen das diese Zerstoerer im Falle einer Invasion den Auftrag hatten auf alle Faelle bei ihren Schaefchen zu bleiben, und nicht in die Abwehr der Invasion einzugreifen? Denn das scheint Deine Hypothese zu sein. Meine ist anders - im Falle einer Invasion werden alle Kraefte von ueberall her abgezogen, egal welches Risiko das bedeutet, um die Invasion zu schlagen. Ob dann diese Geleitzuege zum Teil oder komplett verloren gehen spielt keine Rolle. Den Briten war auch das Hemd naeher als die Hose, und die wussten auch das falls die Invasion glueckt, diese Dampfer ohnehin verloren sein wuerden.
Alles Gute
Andreas
Guter Punkt Andreas.
Nach dem DS Gefecht waerend Rheinuebung wurden ja alle Groesseren Einheiten von den Geleitzuegen abgezogen, obwohl die Britten genau wussten das ein CA (Prinz Eugen) im Atlantik sein unwesen treibt.
Ich denke schon das die Prio beim Heimatschutz und nicht bein Geleitschutz gelegen haette.
Alex wenn du hier im Fred keinen der Pro Kontra Traeumer findest, dann lass doch bitte in Zukunft solche Beitraege die ja dann hie vollkommen fehl am platze sind, ds im Luftleeren Raum. Wenn du jemanden gezielt hier vorwuerfe in dieser Richtung machen willst dann benenne bitte Ross und Reiter.
Berge hat sich naemlich angesprochen gefuehlt. Obwohl er ja nicht gemeint war.
Don´t Panic
Moin,
ich stell heute abend mal rein was im Plan Operation Purge zu den Geleitzügen stand. Vorab sei aber schon mal gesagt, dass die Zerstörer die Geleitzüge verlassen sollten. Ferner sollten Einheiten die es nicht rechtzeitig in die Häfen schaffen sollten außreichend in das Meer hinausfahren (außerhalb der Zone wo jedes Handelschiff als Fein angesehen wurde) und dort liegen bleiben.
Gruß
Dirk
Hallo, Jan,
Ich verstehe nicht richtig, weshalb du dich so angepinkelt fühlst, einen Grund habe ich dir mE nicht gegeben.
Wenn du es schwarz auf weiss haben willst, ja, ich rechne auch Dirk in die Kontra-Gruppe. Zwar hat auch er Tendenzen, die Schwierigkeiten der Engländer runterzuhandeln/schönzufärben, ist allerdings meistens zugänglich für Argumente. Ist bei weitem nicht so schlimm, wie bei anderen, die Tendenz hat er aber.(No Offense, Dirk :OuuO:) (Das er das Einschlafen des Simulations-Thread eindeutig und ausschliesslich in meine Schuhe schieben wollte... Naja)
Und ja, zwischen "Landungsflotte wird zwangsläufig durch Radar aufgeklärt", "Es ist möglich, dass die Landungsflotte durch Radar aufgeklärt ist", "Es ist unwahrscheinlich, dass die LF durch R aufgeklärt wird" und "Es ist ausgeschlossen, dass die LF durch R aufgeklärt wird" liegen Welten.
Seite 6 der Disk (unten). Man solle die Aussagen der verschiedenen Seiten vergleichen. "Möglich bis unwahrscheinlich" und "auf jedem Fall"...
@Andreas:
Das die Zerstörer die Frachter verlassen, hab keine unbedingt grosse Probleme damit. WOMIT ich Probleme haben, ist die Tatsache, dass diese Geleitzerstörer in jeder mir bekannten Flottenschau so aufgeführt werden, als ob sie in Sheerness/Harwich/Hull/Nawcastle/auf dem Mond ruhig sitzen, keine andere Aufgabe haben, als auf dem Moment zu warten, wo sie gegen die dt. LF auslaufen können. Egal, wann diese Landung erfolgt. Einen Tag vor, oder einen Tag nach Deadline, die Zerstörer sitzen da und warten.
mfg
alex
Womit ich ein Problem habe ist dein unterschwellig argessiver Ton der aus jedem deine letzten 8 Beitraege in diesem Fred zu lesen ist. Dieser Ton jedoch ueberhaup nicht zu den Beitraegen der anderen Fredschreiber passt. Deshalb betrachte doch diesen Fred losgeloest von den Freds in anderen Foren zu demselben Thema. Fuer jemanden der den Monstersimulationsfred im Panzerarchiv nicht gelesen hat, sind deine doch eher wuetenden Beitraege nicht recht nachvollziehbar.
Just my opinion.
Back to topic.
Es hat in diesem Fred niemand behauptet, das die Geleitzerstoerer gewehr bei Fuss stehen. Es wurde nur behauptet, das die Geleiter im Falle das S eintritt sofort ein neues Aufgabenfeld zugewiesen bekommen und S+X auch irgendwann ins Geschehen eingreifen koennen.
Und ja ich behaupte auch, das die LF spaetestens beim Auslaufen verraten wird. Schliesslich startet die LF in einem Besetzen Land dessen Untergrundkaempfer im regen Kontakt zu britischen Stellen stehen. Das nach dem Verrat die Sammelraeume und die Richtung aufgeklaert werden ist daher fuer mich selbstverstaendlich. Da die LF durch ihre Binnenpoettchen auf Gutes Wetter angewiesen ist, hat sie auch keine Chance von der Luftaufklaerung nicht entdeckt zu werden. Was das Radar angeht, weiss ich nur, das die Nelson 39 schon Schiffe mit ihrem Luftradar aufklaeren konnte. Einen Schleppzug von mehreren kilometern laenge halte ich auch fuer durch Radar erfassbar, aber wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, wird wohl nie jemand beantworten koennen. Da S ja nicht stattfand.
Don´t Panic
Moin,
@Alex: Alex, ich hatte Dich doch schon mehrfach gebeten, Sachen aus dem anderen Threat hier nicht mit reinzumischen. Das war eine ganz andere Zielrichtung bei der Geschichte. Wir hatten dort versucht eine Simulation zu fahren und da tut es manchnmal Not Sachen stark zu vereinfachen und ggf. auf zu optimistische Annahmen bei der einen Seite mit zu optimistischen Annahmen bei der anderen Seite zu reagieren um einen gewissen Ausgleich herzustellen. Ich könnte hier jetzt auch ständig auf den Ende September nicht einsatzbereiten 16. und 18. Vp-Flottillen, auf den nicht überführten LATs, Gruppenführerbooten etc. etc. rumhacken, aber das hat hier alles nichts zu suchen. Hier geht es um den Austausch von Fakten und nicht darum seine Meinung durchzudrücken.
Im Übrigen wollte ich Dir das Einschlafen des Simulationsthreat nicht "in die Schuhe" schieben, sondern habe nur festgestellt, dass ich ihn nicht beendet habe. Das mag im Endeffekt vielleicht das selbe bedeuten, hat aber m.E. was den Ton und den gegenseitigen Respekt angeht eine ganz andere Gewichtung.
Im übrigen bin ich mittlerweile ganz froh, dass wir das beendet haben und ich nun die Zeit habe, das Thema einmal gründlich auf Grundlage der Primärquellen zu erforschen.
So und jetzt hoffe ich, dass wir das leidige Thema endlich zu den Akten legen können.
Hier nun der verprochene Auszug aus AMD 239/333 Anti-Invasion Scheme Purge:
ZitatMovements of Merchant Vessels and Escorts
37. (a) All sailing vessels about to take place will be cancelled until the position clarifies and escort vessels in harbour will be available for anti-invasion duties.
(b) Channel Convoys (CW and CE) will go to their destination if possible.
(c) West Coast Convoys (EN and WN) will go to their destination unless there is evidence that a landing in force taking place ahead of them.
(d) East Coast Convoys ( FN, FS and WN) will be ordered into Tyne or Humber. FS Convoys north of the Humber are not to come south of it.
(e) Incoming convois in the WA may be diverted by signal to secret emergency anchorages.
(f) Excepting corvettes, escorts of any convoy whose van is within thirty to forty miles of the position in witch the enemy has been reported, or for which he appears to be steering, will proceed to attack the enemy, concentrating beforehand if this does not entail delay. If no corvettes are within the convoy, at least one destroyer is to remain with the convoy until it has been identified and is entering harbour. Shoul a convoy be more than thirty to forty miles from the enemy, escorts are to raise steam for full speed and remain with the convoy until other orders are received.
(g) "Stand Still" orders for merchant shipping are given in C.A.F.O. 1541/40.
Soweit erst mal dieser Absatz. Ich ergänze das die Tage noch durch weitere Abschnitte.
Zum Thema Radar: Ja, meine persönliche Meinung ist, dass so eine große sich langsam bewegende Flotte entdeckt werden würde. Ich habe u.a. die Protokolle einer Radar-Station und die haben jede Menge Schiffsverkehr dort aufgezeichnet. Und selbst wenn das Radar nicht greifen würde, würde die Landungsflotte bei den für die Invasion geforderten Bedingungen: Gute Sicht, Leuchtfeuer in Frankreich angeschaltet, Wege im Abstand von 2 sm durch Laternenbojen gekennzeichnet m.E. ziemlich sicher entdeckt werden. Wie gesagt nur meine Meinung.
Gruß
Dirk
moin,
gibt es eine annähernde Zahl, wie viele Stunden allein das Auslaufen dauert ?
... mit der Annahme "ohne Kollisionen" bei der ich in Anbetracht der Zahl und des Ausbildungsstandes schon meine Zweifel hätte ...
Gruß, Urs
Hallo Urs,
lt. Schenk wurden für das Auslaufen der Transportflotten folgende Zeiträume angesetzt:
Rotterdamm: 48 Stunden
Ostende Transporter: 4 Stunden
Ostende Schleppverbände: 8 Stunden
In Dünkirchen sollte bereits am S-4 Tag mit dem Ausschleusen in den Außenhafen begonnen werden. Auslaufen von dort dann S-1 Tag
Antwwerpen: Auslaufen und Sammeln auf der Schelde vom S-4 Tag bis S-2 Tag Abends
Calais: Ausschleusen in Außenhafen: S-4 Tag bis S- 2 Tag, Auslaufen von dort S-1 Tag
Boulogne: Beginn der Versammlung auf Reede am S-2 Tag 12:00 Uhr, Abmarsch S-1 Tag 16:00Uhr
Le Havre: geschätzte Zeit für Auslaufen Vorausabteilung 55 Stunden, für Geleitzüge 72 Stunden
Kollisionen ist gewiss ein gutes Stichwort. Ich habe in einem KTB einer Vorpostenflotille eine schöne Passage gefunden wo ein Kleinst-Schleppzug in die Fahrbahn eines größeren gerät. Ein heilloses Chaos mit einer menge auf Grund gelaufener Fahrzeuge war die Folge.
Gruß
Dirk
moin,
danke top :MG:
mit anderen Worten: allein nach Beginn des Auslaufens hatten die Briten schon mindestens 2 oder 3 Tage Vorwarnzeit ... na, prima ...
Gruß, Urs
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Regds
Fred
Moin,
so dann hier meine Antworten zu den Fragen aus dem S-Boote Threat:
ZitatZitatWith Cox's weather there should have been little problems with the unloading of the freighters and barges. They would have been leeward from the wind at the beaches. As for the return of the barges, unloaded they would be much easier to handle for the tugs. That said, the barges of the first wave were more or less disposable as they numbered only about 1.150 and the Germans had modified in all approx. 2.300 barges for the invasion.
Die Ausladung nur auf einer Seite hätte hätte die Ausladung extrem verzögert. Im Übrigen waren am 24.09.1940 nur 1.549 Prähme in den Einsatzhäfen angekommen und davon muss man noch die Verluste durch die recht erfolgreichen Luftangriffe der Royal Air Force abziehen. Und, die Denkschrit der Skl. sagt eindeutig, dass ein Ausladen der Transporter bei Seegang über 2 wohl nicht möglich wäre. Zumindest bis zur Auflösung der Seebefehlstellen im Oktober 1940 ist m.E. auch nie ein Ausladeversuch unter solchen Bedingungen versucht worden.
ZitatThe Germans themselves did not expect strategical surprise. However, the British would not know where the landings were to take place. The innumerable guard ships were spread around the whole coast with their daily chores, minesweeping, etc. As a matter of fact in that period the Royal Navy had standing orders not to venture out in the Channel during daytime. This order was in effect untill the invasion in 1944. Why? Because of the Luftwaffe. As for radar, to my knowledge, at that time the German coastal artillery radars on the French coast were much more effective than the similar British ones. Virtually no British destroyers had radar installed at the time.
To my knowledge the S-boats had stricter weather limitations on minelaying than regular torpedo operations. I don't think one should compare routine minelaying operations with an operation such as Seelöwe would have been - referring to the order from the FdT.
Nein eine Überraschung hätte sicher nicht stattfiden können. Was einen an den Unterlagen der Kriegsmarine so überrascht, ist das nirgendwo sich wirklich Gedanken über eine Gefechtsbegegnung währen des Anmarschens gemacht wird. Dover alleine hatte nach Philson auf den 30.09. wohl 4 AS-Trawler, 16 MS-Trawler und 14 APV-Drifter mit (nur letzerer, vorherige habe größeres Kaliber) 3pdr-Guns. Dazu kommen die Zerstörer Patrouillen und der ganze Kleinkram aus den andern Bereichen (Portsmouth, Newhaven, Ramsgate, Chatham, Harwich etc.)
Die Bewacher der Briten wurden bei fast jeder Operation der dt. Schnellboote gesichtet. Das Invasionsflotten von der Größe von über 16km x über 1km (rein nach erinnerung) ihnen verborgen bleiben sollten ist wohl kaum vorstellbar.
Ach so zu den britischen Radar habe ich hier im Forum schon was geschrieben. Gerade bei derr Größe der Landungsflotten erscheinen sie mir wirkungsvoll.
Der Zerstörer Malcom hatte im übrigen bereits Radar installiert und ich habe ansonsten auf die britischen CHL-Radars bezug genommen die wie ich woanders hier ausgeführt habe, durchaus in der Lage waren (wenn auch noch mit Schwächen) Schiffsverkehr zu beobachten.
Ach, dann das Thema, das die RN nicht in den Kanal hätte gehen sollen... Hast Du da einen Beleg für? Ich weiß nur, dass sich die Home Fleet gegen einen Einsatz im Kanal gewehrt hat (Lord Ismaylmeint allerdings in seinen Memoiren, dass Churchill sie im Notfall dazu gezwungen hätte). Die Unmengen an anderen Schiffen über die die RN damals verfügt hate wären bestimmt analog der mir vorliegenden "Purge"- Befehle (habe leider aus Oktober 1940 noch nichts in den riesigen Archiven in Kew gefunden...) gegen die Invasionsflotte angesetzt worden.
"Limitation" für Mineneinsatz der Schnellboote: Nach meinen Notitzen hat der FdT für Schnellboote gesagt, dass sie maximal bei Seegang 3 Minen werfen sollen. In einem Einzellfall wurde jedoch auch bei Seegang 4 Minen geworfen, was allerdingszum Abbruch des Unternehmens und Maschinenschaden auf S 36 geführt hat. Das unter solchen Bedingungen behelfsweise als Landungsfahrzeuge hergerichtete Flußprähme einen ÜBergang über den Kanal hätten erzielen können ist wohl nur schwerlich anzunehmen.
ZitatHe-he - it undoubtedly smells of Raeder's obstruction policy towards the Seelöwe operation. Also, in the Seelöwe discussion many confuse the Sea state 2 minima laid down in the regulation for landing crafts with operational limitations for a given mission.
Have you read about the practical towing tests performed by the 17th infantry division in the Channel?
Fred
Welche Übung der 17. ID meinst Du?
Auf Anhieb finde ich in meinen Daten nur eine Übung unter schwierigeren Wetterbedingungen und das ist der 26.10.1940. Im KTB des Hako Gravelines findet sich dazu folgende Eintragung:
"NO 3-5, See 3-4: Infolge des Seeganges schlugen 5 Prähme quer und wurden mit
nächster Flut so hoch an Strand gesetzt, dass nur ein mot.
Fahrzeug freikam. Ein Freikommen der anderen, auch mit
Schlepperhilfe war nicht möglich. Sämtliche Trossen und Anker-
ketten waren gebrochen. Die angesetzten Stoßboote waren zum
Abschleppen zu schwach.
"
Ich habe leider bisher noch nicht verifiziert wie viele Prähme an der Übung teilgenommen haben, da mir bisher (Aktenstudium von über 12.000 Seiten) noch keine Übung über den Weg gelaufen ist die mit mehr als 8 Prähmen durchgeführt worden ist, denke ich, dass es hier auch nicht mehr waren... klingt nicht gerade nach guten Bedingungen für eine Landung, oder?
Gruß
Dirk
P.S.: Sollte ich in meinem Brausebrand und bei der Menge der angesprochenen Punkte was vergessen haben, sprecht mich bitte einfach neu darauf an."
Nachtrag: Ach so Leandros, worauf stützt Du Deine Behauptung hinsichtlich des Seeganges??? In den Originaldokumenten findet man nämlich nichts anderes als Seegang 2!
Hallo alle zusammen,
ich bin neu hier und gerade dabei, das Forum aufzuarbeiten. Dabei bin ich also hier gelandet und möchte erst einmal allen Beteiligten ein großes Kompliment für Fachwissen und Fleiß aussprechen. Da komme ich mir trotz meiner vielen Fachbücher wirklich wie ein Lehrling vor.
Was mir bei diesem Thread auffällt:
Ich finde, es ist zwar ein nettes Gedankenspiel, aber letztlich reinster Konjunktiv und daher für mich ganz persönlich in dieser Dimension uninteressant. Leider wurde dabei der Ausgangspunkt völlig verlassen, der sich ja mit den strategischen und ideologischen Hintergründen beschäftigte.
Es hieß dort, dass es nicht im deutschen Interesse war, das britische Empire auseinanderbrechen zu lassen. Es hieß ferner, dass die Nazis die Briten als sehr "germanische Germanen" ansahen, denen sie keine völlige Vernichtung angedeihen lassen wollten. Gleichzeitig wurde in puncto Empire immer auf die "hinterlistigen" Amerikaner verwiesen, die sofort in ein mögliches Machtvakuum nachgestoßen wären.
Genau das bringt mich zum Punkt.
Selbst die zum Teil unberechenbare Nazi-Führung hätte es mit Leichtigkeit erkennen müssen, dass sich ein Konflikt des Verbündeten Japan mit den USA anbahnte, was automatisch zu einem Krieg mit den USA führen würde. Außerdem war das Verhalten der USA in Sachen deutsche Handelsschiffe ab Kriegsausbruch alles andere als neutral (siehe "Columbus" etc), d.h. ein potentielles Bündnis mit GB deutete sich schon Ende 1939 an. Also hätte man die USA als möglichen Gegner einplanen müssen, der aber im Gegensatz zu WK1 nicht hätte in Frankreich anlanden können. Der einzig in Frage kommende Brückenkopf war GB selbst, so dass es mir widersinnig erscheint, dass man statt einer bedingungslosen Bündelung aller Kräfte gegen GB die unsägliche Operation Barbarossa in´s Auge fasste.
Von einer bedingungslosen Bündelung kann aber nach meinem Kenntnisstand keine Rede sein. Der Kanal wäre zwar kein Operationsgebiet für die deutschen Dickschiffe gewesen, aber man hätte durchaus den Großteil aller T-Boote und Zerstörer (auch wenn deren Anzahl zu dem Zeitpunkt recht dezimiert war) verlegen können. Sicherlich wären auch gebündelte Flankensperren durch U-Boote nützlich gewesen.
Daneben ist es doch ein Fakt, dass die Briten mit Dynamo quasi nackt nach Hause kamen. Wie schlimm es um ihre Ausrüstung stand, zeigte mir ein Artikel, in dem es hieß, dass Ende 1940 in gesamt GB nur noch ein paar Dutzend MPs vorhanden waren, die sie dann noch einem Kommando-Unternehmen mitgaben. Dieser sehr schlechte britische Gesamtzustand muss auch dem deutschen Geheimdienst bewusst gewesen sein. Warum also hat man die strategische Notwendigkeit nicht mit der günstigen Gelegenheit kombiniert und es gewagt?
Als weiteres Beispiel fällt mir noch Malta ein, auf dem Mitte 1940 nur 35 alte Jäger stationiert waren und das relativ leicht hätte genommen werden können. Aber man hat sich im wahrsten Sinn des Wortes nicht getraut, obwohl eine Operation schon angedacht war.
Vielleicht spielt in diesen Gesamtkomplex die psychologische Wirkung der langen Geschichte des britischen Empires mit hinein und die britische Gabe, ihre eigenen Fähigkeiten immer recht vollmundig und selbstbewusst zu verkünden.
Gruß,
Klaus
Lieber Klaus,
ich weiß leider nicht so ganz wo drauf Du hinaus willst... Ich denke für viele von uns hier ist gerade die Dimension in der wir Themen hier diskutieren gerade interessant, da die grundlegenden strategischen und idelogischen Hintergründe hinreichend bekannt sind.
Und im übrigen wird sich hier gerade mit dem Thema, ob unter Bündelung aller Kräfte (die ja tatsächlich versucht wurde) eine Invasion in England auch nur theoretisch möglich gewesen wäre(zumindest arbeite ich an einer Art Machbarkeitsstudie zu diesem Thema) auseinandergesetzt. Ferner muss ich Dir leider sagen, dass GB im September 1940 (und selbst zu diesem Zeitpunkt hatte die Kriegsmarine es noch nicht geschafft, die für eine Invasion für erforderlich gehaltenen Mittel zur Verfügung zu stellen) nach meiner Erinnerung (irgendwo habe ich die konkreten Zahlen... sind aber auch in den Cabinet War Papers im Internet aus den Original-Dokumenten zu finden) alleine in der Army über 1.3 Mio. Mann hatte. Dazu kamen noch knapp 1 Mio bewaffnete Home Guards, dazu die RAF die es geschafft hatte sich während der Battle of Brittan in Ihrer Stärke zu halten, während die Luftwaffe immer schwächer wurde und dann noch die Royal Navy die der Kriegsmarine in jedem Belange (außer vielleicht den U-Booten, die zu diesem Zeitpunkt aber auch nicht sonderlich stark auf dt. Seite waren) überlegen war. Von ein paar Dutzend MPs kann zumindest keine Rede sein. Da solltest Du ggf. die Auswahl Deiner Quellen ein wenig überdenken.
Ich freue mich zwar sehr, dass sich jemand zu dem super interessanten Thema Seelöwe hier zu Wort meldet, würde mich aber noch mehr freuen wenn die Diskussionsbeiträge ein wenig mehr konkrete Fragestellungen und weniger nicht verifizierte (verifizierbare?) Behauptungen enthalten würden. Oberflächliche Diskussionen zu Seelöwe gab es in anderen Foren schon mehr als genug und die meisten sind im völligen Streit der Beteiligten geendet. Und das ist etwas, was diesem Forum nicht würdig wäre.
Für Einzelfragen zum Thema stehe ich Dir auch gerne auch per PM zur Verfügung (ein wenig Kenntnisse zum Thema habe ich, da ich jede Menge Original-Akten zu Seelöwe und auch einige Akten der Briten gesichtet habe). Bei einer weiteren so allgemeinen Diskussion ziehe ich mich dann lieber aber erst einmal zurück.
Viele Grüße
Dirk
HERKULES -> http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15972.0.html
Hier mal ein paar animierte Karten zum Thema Seelöwe
Unter Landungspläne (anklicken) anschaulich zu sehen wie die Planung im Juli 1940 aussah.
Unter Bombardierte Städte sind die deutschen Luftangriffe von August 40 bis Mai 41 zu sehen.
Unter Flugrouten und Radar sind die englischen Radarstationen zu sehen.
Und unter Angriffsziele die deutschen Angriffsrouten von August 40 bis Mai 41
http://static.apps.welt.de/2010/flash/luftkrieg/luftkrieg.html
:MG:
Manfred
Zitat von: Albatros am 07 Januar 2012, 22:56:33
Hier mal ein paar animierte Karten zum Thema Seelöwe
Unter Landungspläne (anklicken) anschaulich zu sehen wie die Planung im Juli 1940 aussah.
Unter Bombardierte Städte sind die deutschen Luftangriffe von August 40 bis Mai 41 zu sehen.
Unter Flugrouten und Radar sind die englischen Radarstationen zu sehen.
Und unter Angriffsziele die deutschen Angriffsrouten von August 40 bis Mai 41
http://static.apps.welt.de/2010/flash/luftkrieg/luftkrieg.html
:MG:
Manfred
Hi, Manfred - cool, but the "Landungspläne" do not confirm with the final German invasion plans. Specifically, the westernmost beach ("E") was to be East of Brighton and the airborne units were to be dropped, or landed, in a concentrated form around Lympne.
Regds
Fred
Zitat von: Urs Hessling am 13 April 2011, 08:30:17
moin,
danke top :MG:
mit anderen Worten: allein nach Beginn des Auslaufens hatten die Briten schon mindestens 2 oder 3 Tage Vorwarnzeit ... na, prima ...
Gruß, Urs
In practice, I am afraid it would have turned out a little differently. All through August and the beginning of September German convoys and separate towing units had been observed moving westwards, filling up the French invasion ports. To differentiate these from the real thing would not have been that simple. This is shown by the "invasion scare" in the beginning of September.
More importantly, when the invasion warning was given very little RN resources were available to investigate, not to say, interrupt it. There was a destroyer patrol already available (3-4 destroyers, I believe) in the Channel at the time but nothing more could be put up before the next night when two patrols were launched - inclusive, I believe, a cruiser in each. This shows one of the fundamental weaknesses of the RN at the time, they were not allowed to operate in the Channel during daylight (much as around Crete) because of the fear of the Luftwaffe. If the invasion had taken place that night only a small part of it had been influenced by this RN patrol. Actually, the KM escort force was to be several times more powerful than this RN destroyer flotilla operating out of the western-most part of the planned landing area.
With other words, the first invasion "wave" had reached their targets more or less unscathed.
In the end of September even less RN resources were available as an increased transfer of destroyers to convoy escort service (due to the activities of the German U-boats) had started.
Regds
Fred
Hallo Fred,
ich kann Deiner Einschätzung leider nicht zustimmen. Es stimmt zwar, dass am 07.09. wohl nur 4 Zerstörer auf Anti-Invasions-Patrouille geschickt wurden:
ZitatDestroyers ATHERSTONE, BEAGLE, BULLDOG, and SALADIN at sea on patrol were ordered to attack German motor torpedo boats off Calais. They were ordered to be west of Dungeness by dawn and no contact was made
http://www.naval-history.net/xDKWW2-4009-22SEP01.htm
das bedeutet, aber nicht, dass nicht mehr Zerstörer etc. vorhanden waren. Am nächsten Tag gehen z.B. auch wieder Patrouillen raus:
ZitatDuring the night of 8/9 September, light cruiser GALATEA with destroyers CAMPBELL, GARTH, and VESPER plus light cruiser AURORA with destroyers HAMBLEDON, HOLDERNESS, and VENETIA were to shell German shipping concentrations off Calais and Boulogne. From 0225 to 0245, British Anson aircraft dropped flares over both ports. No shipping was found in Calais Roads, and GALATEA did not conduct a bombardment. However, AURORA did bombarded the Boulogne harbour area. Destroyers ATHERSTONE, BERKELEY, BULLDOG, BEAGLE, and FERNIE swept along the French coast in a broad sweep from Le Tonquet to the southwest up to five miles north of Cape Antifer. The cruisers arrived back at Sheerness on the 9th. On her return, GALATEA struck a mine at 0525 off Sheerness and repaired at Chatham until 8 January 1941.
(gleiche Quelle). Mit der Meldung das Galatea danach im bis 41 im Dock war wäre ich zumindest vorsichtig, da gibt es auch andere Aussagen zu, nach dem der Kahn zumindest den ganzen September 1940 noch einsatzbereit war. Da muss man wohl zur endgültigen Klärung mal in das KTB Nore Command schauen.
Um drauf zurückzukommen... die Patrouillen hatten häufig nur Stärken von ca. 4 Zerstörern, aber es gab eine ganze Menge Zertörer die bereit standen. Hinzu kommt, was bei der Royal Navy immer gerne vergessen wird, während bei der KM immer auf die wertvollen Hilfkrioegsschiffe hingesiweisen wird, dass die Royal Navy an Hilfkriegsschiffen alleine in folgenden Häfen einsatzbereit hatte (Stand 30.09):
Dover: 4 AS Trawler, 16 MS Trawler
Portmouth: 13 AS Trawler, 2 AS Yacht, 25 MS Trawler
Sheerness: 16 MS Trawler
Harwich: 9 Minensucher, 23 AS Trawler, 26 MS Trawler. 10 12pdr APV Trawler
um nur die kampfstärkeren in der Nähe des Invasionsgebietes zu nennen.
Um alleine das 1. Treffen auszuschiffen müßten die Dt. vor allem die Royal Navy ganze 3 Tage von den Invasionsflotten fernhalten... Überlegt Euch selbst, ob das möglich gewesen wäre... (Btw. ich behaupte nicht, dass nichts an englischen Gestaden hätte ankommen können, die Frage ist nur wieviel)
Mit einem Überraschungsangriff haben übrigens selbst die deutschen Stellen nicht gerechnet. Und es ist schon etwas anderes, ob ein normaler Konvoi rausgeht, oder ob die Angriffsdivisionen zu den Häfen vorgezogen werden, die Einladung beginnt und am Ende dann die Invasionsflotten auf den Reeden versammelt werden...
Gruß
Dirk
On this last point, many people discussing Seelöwe do not seem to realize how long it would have taken the various invasion fleets (B, C, D and E) just to get out of port and into formation. And after that, the planned speed of those formations would have been just 6 knots. Movement from Cherbourg, Antwerp and Rotterdam would have started at S-2 if not before. Surprise therefore was out of the question; even if the RAF had been completely swept from the skies and the Royal Navy had taken a couple of days off, parts of the invasion fleet would have been visible from the British coast before nightfall on S-1, and the alarm would have gone out.
If we take for example Transportflotte C out of Calais bound for Rye Bay, movement out of the harbour would have begun on S-1 at 10h00 at the latest. At 17h00, all tugs, barges, ferries and other vessels would have been in their assigned positions in the formation (which would be several miles long), and soon after that the minesweepers of the 4. R.-Flottille would have led off.
Frankly, it seems rather unlikely that the British would have missed all this activity taking place right under their noses.
Mal ein Paar Fakten die anscheinend weniger bekannt sind: ende Juni 1940 stand die ¨britische Armee in der tat nicht sehr gut da, aber die Lage Ende September war schon eine ganz andere.
Laut offizieller Statistik (Statistical Digest of the War, 1951) produzierte die britische Rüstungsindustrie im dritten Quartal (Juli-September) 1940 u.A.:
392 Panzer
1985 andere Panzerfahrzeuge (zugegeben, wahrscheinlich inklusive "Beaverettes" und solche wenig kampfkräftige Kleinkram)
525 25-Pfunder Geschütze
364 leichte (40 mm) und 302 schwere Flak
4214 Panzerbüchsen (Boys)
9059 Bren and Vickers MG (reicht für etwa 15 Divisionen)
1.901.000 Granaten für Feldartillerie (beeindruckend ...)
108.000 Granaten für mittlere/schwere Artillerie
Sechseinhalb Millionen Handgranaten
895.000 Mörsergranaten
Hinzu kommen natürlich noch Ende Juni noch vorhandene Bestände, alles was aus Frankreich rübergerettet werden konnte (nicht aus Dünkirchen, weiter südlich), und Amerikanische Hilfslieferungen, u.A. eine halbe Million Gewehren, Tausende Maschinengewehren, 895 75 mm-Geschütze mit einer Million Granaten, usw. Sieht nicht aus wie eine schwach verteidigte Insel ...
Für Seelöwe bedeutet das, dass (auch wenn die 16 Divisionen an der englischen Südküste nicht vollständig ausgerüstet waren) die anlandenden Truppen damit rechnen mussten mit intensivem Feuer aus etwa 800-1000 Feldgeschütze begrüsst zu werden. Abgesehen von der Küstenartillerie natürlich.
Keine schöne Aussichten, vor allem nicht wenn man weiss dass die Truppen der 1. Welle selbst nicht viel mehr als ein Paar 75 mm Skoda Gebirgsgeschütze dabei hatten, mit sehr beschränkten Munitionsmengen.
Die britische Artillerie stand den ganzen Krieg hindurch in den Ruf, immer schnell und akkurat das Feuer zu eröffnen. Wie lange würde ein vorgeschobener Artilleriebeobachter in den den Dünen oder auf den Felsen denn wohl gebraucht haben um erste Treffer auf einem direkt vor ihm vor Anker liegenden Frachter zu landen? Nicht sehr lange, vermute ich.
Die vorhandenen 250-300 Stukas wären wohl kaum imstande gewesen diese Artillerie zum Schweigen zu bringen - neben verschiedene andere Aufgaben mussten sie ja auch noch etwa die Hälfte der Royal Navy versenken, und zwar am gleichen Tag noch, denn auch nur ein Dutzend Kreuzer und Zerstörer hätten völlig ausgereicht um die Invasionsflotte zu massakrieren.
Sorry, I forgot - as everybody knows, british cruiser and destroyer captains were a pretty timid lot, who would all have preferred to be court-martialled for cowardice, rather than face the terrible M35 minesweeper in battle ...
Hallo,
Wieder ein Beitrag, der belegt, die Englander waren super, die Deutschen deppen.
Zitat1.901.000 Granaten für Feldartillerie (beeindruckend ...)
Bei vorhandenen ca. 1650 Feldkanonen, gleich wie viel SChuss pro ROhr? 1150? Für wie lange reicht das nochmal? knapp 400 Minuten Feuer? Ja, wirklich beeindruckend.
Zitat108.000 Granaten für mittlere/schwere Artillerie
...
895.000 Mörsergranaten
Und wieder: wie viel ist das pro Rohr? Für wie lange kann damit gefeuert werden?
Zitatdie anlandenden Truppen damit rechnen mussten mit intensivem Feuer aus etwa 800-1000 Feldgeschütze begrüsst zu werden
Sorry, woher kommen denn gleich diese 800-1000 Feldkanonen? Die natürlich alle in den Landeabschnitten stehen, bzw in diese wirken können?
ZitatDie britische Artillerie stand den ganzen Krieg hindurch in den Ruf, immer schnell und akkurat das Feuer zu eröffnen
Und die britische Armee stand zumindest bis El Alemein im Ruf, extrem schwerfällig zu sein, und den Kampf verbundener Waffen nicht unbedingt gemeistert zu haben.
Sorry, dieser Beitrag ist ein Prachtexemplar dessen, was ich vor einigen Seiten so schön mit der Kontra-Partei angeprangert habe...
No offense
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 02 Februar 2012, 12:11:41
Bei vorhandenen ca. 1650 Feldkanonen, gleich wie viel SChuss pro ROhr? 1150? Für wie lange reicht das nochmal? knapp 400 Minuten Feuer? Ja, wirklich beeindruckend.
Der 1940er VS fuer eine Batterie (12 Geschuetze in der 1940er Organisation) war 1.080, oder 90 pro Geschuetz. Ich wuerde mal sagen das ist ein besserer Anhaltspunkt als normal rate of fire. Fast 13 VS ist nicht grossartig, aber auch nicht wenig.
Die 108.000 fuer die Mediums sind 540 Geschuetz VS, oder 135 Batterie VS. Ohne Geschuetzzahlen sagt uns das nicht viel.
Die Zahl der Moersergranaten ist sehr gering, aber wir wissen natuerlich nicht wieviel noch auf Lager war.
Alle Daten berechnet von den Infos auf Nigel Evan's RA Webseite.
Alles Gute
Andreas
Also bitte ... es geht doch gar nicht darum, dass die Engländer "super" waren, es geht darum dass das traditionelle Bild, dass sie fast wehrlos waren und die Invasion nur durch eine Handvoll tapfere RAF-piloten verhindert wurde, nicht stimmt. Die Invasionstruppen hätten einen (sehr) schweren Stand gehabt.
Was die Produktion von Artilleriemunition betrifft, falls jemand an statistischen Vergleichen interessiert ist: während des Westfeldzuges (10.05-20.06.1940) wurden 1.110.000 Schuss 10,5 cm (also Standardkaliber für lFH) produziert, neben 280.000 Schuss 15 cm (sFH), 137.000 Schuss 10 cm (Kanone) und 33.000 Schuss 21 cm (Mörser). Verdoppeln wir diese Zahlen, um einen ungefähren Eindruck der Fertigung pro Quartal zu bekommen, ist das unterm Strich wohl etwas mehr als der britische Ausstoss im dritten Quartal, aber nicht wesentlich.
Im Anbetracht der Tatsache dass die britische Rüstungsindustrie eine sehr viel kleinere Armee zu beliefern hatte, würde ich die in meinem vorigen Beitrag genannte Zahlen schon als "beachtlich" oder gar "beeindruckend" bezeichnen, wenn vielleicht auch nicht als "super".
Aber wir entfernen uns zusehends von Nautischen Themen ...
Naja, also ich bin schon der Meinung, dass die RAF das ausschlagebene Momentum war, ohne die Überlegenheit der RAF sehe ich da eher einen schweren Stand für die britische Armee.
Soweit ich informiert bin, hatten die Deutschen z.B 100 Tauchpanzer (von Helgoland bis and die Küste erprobt), die machen sich in Landungszonen und Brückenköpfen gegen Artillerie recht schlecht für die Verteidiger, wenn sie keine ausreichende PAK oder selber Panzer haben. Wenn die Wehrmacht mal Fuss gefaßt hätte, sehe ich eher "schwarz" für die englische Armee.
Hallo Carsten,
also von Helgoland bis zur Küste ist kein Tauchpanzer gefahren. :wink: Aber von der 4m-Marke bis zur Küste konnten die es schaffen wenn Sie sich nicht durch zu starke Lenkbewegungen o.ä. festfahren. Es waren über 200 Tauchpanzer und ca. 50 Schwimmpanzer vorgesehen. Ob, die zunm Transport vorgesehenen Prähme ausreichend zur Verfügung gestanden hätten ist ein anderes Problem, das scheint nur bedingt der Fall gewesen zu sein, aber da sind noch genauere Forschungen nötig (hoffe das ich im April in Freiburg Klarheit bekomme).
Das ausschlaggebende Moment war meines Erachtens (es gibt auch eine Dissertation die die selbe Meinung vertritt) die Royal Navy. Selbst bei völliger Luftüberlegenheit, die die Luftwaffe zu erreichen nicht im entferntesten zu erreichen in der Lage war (siehe z.B. Stephen Bungay: The most dangerous enemy), hätte man die Royal Navy nicht von Nachtangriffen auf die Invasionsflotten abhalten, können. Das Entladen der Transportdampfer hätte 3 Tage gedauert und wenn die vollständig entladen wären, dann hätte man in etwa soviele Truppen an Land wie im Westfeldzug gegen Holland eingesetzt worden wären.... Es hätten also noch eine Menge Truppen nachgeführt werden müssen und ob das gegen die Royal Navy (und das Bomber Command) möglich gewesen wäre ist eben fraglich. Das berühmte Planspiel in Sandhurst sagte, das es das nicht war.
Die britische Armee, war zwar knapp an 2pdr-Paks, hat sich aber mit alten Marinegeschützen und mit den aus Amerika importierten 75mm Geschützen beholfen. Ferner gab es nach meiner Erinnerung ca. 250 Matilda II Tanks, gegen die die Deutschen wenig zum knacken hatten. Man nmuss auch beachten, dass die deutschen am Anfang keinen wirklichen Bewegungskrieg hätten führen können, da die ganzen dafür benötigten Fahrzeuge (außer den Tauch- und Schwimmpanzern) noch nicht da gewesen wären.
Das nur grob zu den Punkten die Du angerissen hast...
Gruß
Dirk
Zitat von: Knouterer am 01 Februar 2012, 21:11:57
895.000 Mörsergranaten
Mörser ala deutscher 21 cm Mörser 18 oder
"Mörser" als britische Bezeichnung für Granatwerfer?
schließlich wenn man deine Zahlen in Beziehung mit der deutschen Produktion (wiederum deine Zahlen) setzt
1.901.000 Granaten für Feldartillerie (in Masse wahrscheinlich 8,76 cm) - 2.200.000 Schuß 10,5
108.000 Granaten für mittlere/schwere Artillerie - 417.000
895.000 Mörsergranaten - ?
Moin, Moin,
ZitatDer 1940er VS fuer eine Batterie (12 Geschuetze in der 1940er Organisation) war 1.080, oder 90 pro Geschuetz. Ich wuerde mal sagen das ist ein besserer Anhaltspunkt als normal rate of fire. Fast 13 VS ist nicht grossartig, aber auch nicht wenig.
Die englische "Batterie" hatte 24 Rohre, und 100 Schuss/Rohr. Eine Batterie-VS wären also 2400 Schuss bei denen.
ZitatDie 108.000 fuer die Mediums sind 540 Geschuetz VS, oder 135 Batterie VS. Ohne Geschuetzzahlen sagt uns das nicht viel.
Als wir mit Dirk unser Seelöwe-Spielchen gemacht haben, kamen wir auf knapp 350 sFH. Wenn unter "Medium" auch noch die 4,5" Haubitzen (ca. 480 Stück) und die 60pdr/4,5"-Kanonen (ca. 170 Stück) mitgerechnet werden, haben wir rund 1000 Geschütze. Die Zahl der 6"-Kanonen, 8" Haubitzen, 9,2" Haubitzen und Kanonen sowie 12" Haubitzen weiss ich auf Anhieb nicht, vielleicht hat Dirk noch die Zahlen.
(andererseits müsste auch die Flak und die Küstenari mit Mun versorgt werden, ob die Zahlen auch dies beinhalten?)
ZitatDie Zahl der Moersergranaten ist sehr gering, aber wir wissen natuerlich nicht wieviel noch auf Lager war.
...
Mörser ala deutscher 21 cm Mörser 18 oder
"Mörser" als britische Bezeichnung für Granatwerfer?
Unter Mörser wird wohl die englische Waffe (=GrW) verstanden sein, für die wenigen Mörser im deutschem Sprachgebrauch (also die 8", 9,2" und 12" Waffen) wäre die Zahl unrealistisch hoch.
Das Problem, wie viel Mun auf Lager war, ist auf jede Waffe zutreffend (bis auf Gewehr/MG-Patronen, da habe ich zumindest Zahlenkolonnen gesehen, trotz Fertigung hat sich die vorhandene Menge kaum verändert.)
Wie dem auch sei, auch wenn du die Munzahl verdoppelst (in erster Linie Mun, die nie aus England herauskam, denn aus Frankreich kam nur sehr wenig zurück), ist die Zahl pro Waffe immernoch sehr gering. Bei 18 Werfer 3" und ca 108 Werfer 2" pro Division und ca. 33 Divisionen (=Soll von 594+3564 = 4158 Werfer) hast du etwa 430 Schuss/Waffe.
ZitatIm Anbetracht der Tatsache dass die britische Rüstungsindustrie eine sehr viel kleinere Armee zu beliefern hatte, würde ich die in meinem vorigen Beitrag genannte Zahlen schon als "beachtlich" oder gar "beeindruckend" bezeichnen, wenn vielleicht auch nicht als "super".
1, die englische Rüstungsindustrie musste die Armee praktisch von 0 aufbauen
2, die Zahlen im absolutem Sinn sind vielleicht wirklich beeindruckend, nicht aber, wenn man die Zahl auf einzelne Waffen runterrechnet. Wird dies gemacht, hast du nur bewiesen, dass die Engländer extrem schlecht mit Mun versorgt waren.
Zitates geht darum dass das traditionelle Bild, dass sie fast wehrlos waren und die Invasion nur durch eine Handvoll tapfere RAF-piloten verhindert wurde, nicht stimmt. Die Invasionstruppen hätten einen (sehr) schweren Stand gehabt.
Mal sehen.
Die 135.Bde verteidigt zwischen Dymchurch REdoubt und Jury's Gap Sluice mit 3 Btl Inf + 1 Commando-Btl + 1 Btl Bautruppen. Durchschnittliche Abschnittslänge pro Btl ca. 4km.
134.Bde verteidigt zwischen Jury's Gap Sluice und Pevensey mit 3 Btl Inf + 2 Btl Home Guard. Durchschnittliche Abschnittslänge pro Btl (auch ohne Klippen) gut 5km.
Abschnittslängen von 4-5-6km sind keine Verteidigung, höchstens Küstenbeobachtung. Bei so einer dünnen Besetzung UND der kaum vorhandenen Stellungen (1-2 Gräben und ein einziger Drahtverhau qualifiziert sich in meiner Lesart nicht als gut ausgebaute Stellung) müsste die Artillerie die Hauptlast tragen. Bei der doch recht geringen Menge/Rohr ist es fraglich, ob die Aufgabe bewältigt werden könnte.
Der englische Gegenanriff am 2. oder 3. Tag ist eine andere Frage. Ob und wie die gefahren werden könnte, und welche Erfolge man gehabt hätte...
@Dirk:
Einfach wäre es sicherlich nicht gewesen - hab ich auch nie behauptet. Leider wird von der Kontra-Partei oft bis immer impliziert, dass es für die Engländer sehr einfach gewesen wäre. Was nicht stimmt.
mfg
alex
Re: Tauchpanzer: auch ein interessantes Thema. Hie und da wird behauptet dass Umbau und Ausbildung der Besatzungen (an der Ostseeküste) im Oktober noch nicht abgeschlossen waren. Es scheint jedenfalls so als ob sie Ende September nicht (oder nur in geringer Zahl) in den Absprunghafen vorhanden waren. Der Kommandeur der 17. ID hat nach dem Krieg behauptet, er hatte nie einen gesehen. Es ist natürlich möglich das sie bis zum letzten Moment zurückgehalten wurden wegen der Geheimhaltung.
Übungen mit Tauchpanzer an der Kanalküste scheint es jedenfalls nicht gegeben zu haben.
Ich würde die Erfolgsaussichten als eher gering einschätzen, wenn man bedenkt welche schwere Verlüste die Amerikanische DD-Shermans in 1944 gelitten haben, und die Deutsche Lösung scheint mir mit deutlichen grösseren Risiken behaftet. Die U-Panzer mussten ja bis zu einer halben Stunde lang über den Meeresboden fahren, komplett blind natürlich, und die Besatzung musste die ganze Zeit beten dass alle Abdichtungen halten würden, dass der Motor nicht aussetzen würde, dass sie keine Obstakel (Wrackteile, Graben ...) begegnen würden, und dass sie den richtigen Kurs halten würden. Ich nehme an dass manche Teilnehmer an dieser Diskussion sich begeistert als Freiwilliger für diesen Einsatz gemeldet hätten, aber ich nicht.
Zitat von: Huszar am 03 Februar 2012, 08:33:24
Moin, Moin,
ZitatDer 1940er VS fuer eine Batterie (12 Geschuetze in der 1940er Organisation) war 1.080, oder 90 pro Geschuetz. Ich wuerde mal sagen das ist ein besserer Anhaltspunkt als normal rate of fire. Fast 13 VS ist nicht grossartig, aber auch nicht wenig.
Die englische "Batterie" hatte 24 Rohre, und 100 Schuss/Rohr. Eine Batterie-VS wären also 2400 Schuss bei denen.
Falsch. Das Regiment (Abteilung) hatte 24 Geschuetze in zwei Batterien mit 12 Geschuetzen, zu drei Troops (Zuegen) mit vier Geschuetzen (Danke kgvm!). Ab 1941 aenderte sich das von 24/12/3 zu 24/8/4. Drei Abteilungen mit insgesamt 72 Geschuetzen fuer die Infanteriedivision. Die RHA hatte eine andere Struktur, aber fuer die normale Artillerie war das so.
Ein VS in 1940 war 1.080. Wenn Nigel Evans das sagt dann ist das so.
Medium waren die Geschuetze ab 4,5" Kanonen und darueber. Die 4,5" Haubitzen waren Feldgeschuetze soweit ich weiss.
Moerser werden die GrW, die Briten hatten keine 21cm Moerser oder sowas.
Alles Gute
Andreas
Andreas, wenn die Batterie 12 Geschütze aufgeteilt auf drei Troops hatte, müßten das aber 4 Geschütze je Troop sein :?
ZitatRe: Tauchpanzer: auch ein interessantes Thema. Hie und da wird behauptet dass Umbau und Ausbildung der Besatzungen (an der Ostseeküste) im Oktober noch nicht abgeschlossen waren. Es scheint jedenfalls so als ob sie Ende September nicht (oder nur in geringer Zahl) in den Absprunghafen vorhanden waren. Der Kommandeur der 17. ID hat nach dem Krieg behauptet, er hatte nie einen gesehen. Es ist natürlich möglich das sie bis zum letzten Moment zurückgehalten wurden wegen der Geheimhaltung.
Übungen mit Tauchpanzer an der Kanalküste scheint es jedenfalls nicht gegeben zu haben.
Paul Carell-Unternehmen Barbarossa Zitat S.22/23:
"Im Juli 1940wurden aus acht Panzerregimentern vier Panzerabteilungen gebildet und zur Spezialausbildung nach Putlos an der Ostsee verlegt. Für die Panzer III/IV begann eine ungewöhnliche Ausbildung.....
Die militärische Aufgabe erforderte eine Manövrierfähigkeit in acht bis zehn Meter Wassertiefe. Das bedeudete, daß der Panzer einen Wassedruck von 0,8 bis 1 Atü aushalten mußten und entsprechend abgedichtet waren. Mit einem Spezialklebstoff war das leicht zu erreichen. Auch die Abdichtung zwischen Turm und Panzerkasten-Oberteil wurde sehr einfach besorgt. Im Drehkranz lag ein verlängerter Fahrradschlauch, den der Ladeschütze im Panzer aufpumpen konnte. Die Kanonenmündung erhiekt eine Gummihaube, die vom Turm aus in einer Sekunde abgesprengt werden konnte.
Ein besonderes Problem war allerdings die Versorgung der Motoren und der Besatzung mit Frischluft. Hier wurde das Prinzip der späteren Uboot-Schnorchel vorweggenommen. Ein fünzehn Meter langer Spezialschlauch an einer Schwimmboje mit Ansaugvorrichtung, an der man gleichzeitig die Antenne befestigt hatte, war die Lösung. Die Orientierung im Panzer erfolgte nach einem Kurs-Kreiselkompaß.......
Ende Juli 1940 übten die vier Abteilungen unter strenger Geheimhaltung bereits bei Hörnum auf Sylt. Mit einer alten Rügen-Fähre wurden die Panzer weit aud See hinausgefahren..............rutschten auf den Meeresgrund und manövrierten sich zurück zur Küste. Die Experimente klappten hervorragend. Aber dann wurde Mitte Oktober 1940 Seelöwe endgültig abgeblasen.
Von den Spezialabteilungen wurden drei zu einem Panzerregiment dem 18. zusammengeschlossen. Eine Abteilung trat zum Panzerregiment 6, 3 Panzerdivision."
Auch wenn der Carell mit Vorsicht zu behandeln ist, wenn er so ausführlich wird, habe ich gelernt, dass er weiß von was er schreibt!
Und das hört sich anders an als:
1. 4m
2. Unausgereift und nicht erprobt.
Soweit meine Quelle.
Zitat von: kgvm am 03 Februar 2012, 10:36:48
Andreas, wenn die Batterie 12 Geschütze aufgeteilt auf drei Troops hatte, müßten das aber 4 Geschütze je Troop sein :?
Ich bin Diplom-Oekonom, kein Mathematiker. :MLL:
Hier ist eine Tabelle die das zeigt:
http://nigelef.tripod.com/maindoc.htm#ORGANISATION%20AND%20GROUPING
Alles Gute
Andreas
Habe ich mich also doch nicht verrechnet:
2 (Batteries) × 3 (troops) × 4 guns
Aber ich verstehe ja, daß man sich als Oekonom nur mit Milliarden (ver)rechnen kann :-D
Re: Tauchpanzer: das Carrell-Zitat bestätigt also soweit was ich sagen wollte, nämlich dass (anscheinenend) längst nicht feststeht dass diese Panzerabteilungen Ende September alle einsatzbereit und zum Verladen bereit an der Kanalküste standen.
Im übrigen, auch wenn die "Experimente" hervorragend geklappt haben sollen, hat es soweit ich mich erinnere auch Fälle gegeben wo die Besatzung notaussteigen musste.
Ob sich die ganze Sache unter Gefechtsbedingungen einigermassen bewährt hätte, bleibt natürlich reine Spekulation (ja, ich weiss, beim überqueren vom Bug hat's geklappt, aber das ist bekanntlich ein Fluss).
Also ich möchte mich nicht streiten, aber
1. Waren sie seit Ende Juli auf Sylt und übten!
2. Was ist anders daran durch den Kanal zu tauchen als in der Nordsee vor Sylt und der deutschen Küste?
Mir erscheinen die Argumente, sie wären nicht rechzeitig Einsatzbereit gewesen, eher Wunsch denn Gewissheit, genauso das Argument Gefechtsbedingungen, tauchen ist tauchen, ob jetzt vor Sylt oder vor der englischen Kanalküste, Gefechtsbedingungen gibt es erst an Land!
Zitat von: Knouterer am 03 Februar 2012, 11:06:19
Re: Tauchpanzer: das Carrell-Zitat bestätigt also soweit was ich sagen wollte, nämlich dass (anscheinenend) längst nicht feststeht dass diese Panzerabteilungen Ende September alle einsatzbereit und zum Verladen bereit an der Kanalküste standen.
wo liest du denn das heraus?
ZitatIm übrigen, auch wenn die "Experimente" hervorragend geklappt haben sollen, hat es soweit ich mich erinnere auch Fälle gegeben wo die Besatzung notaussteigen musste.
Das ist wohl der Sinn von Experimenten und Tests um Schwachstellen und Abhilfen zu schaffen.
"Mit einer alten Rügen-Fähre wurden die Panzer weit aud See hinausgefahren..............rutschten auf den Meeresgrund und manövrierten sich zurück zur Küste. Die Experimente klappten hervorragend. Aber dann wurde Mitte Oktober 1940 Seelöwe endgültig abgeblasen."
Also vielleicht werde ich blind, aber wo steht denn: "Anfang September waren Umbau und Ausbildung von sämtlichen Abteilungen abgeschlossen und sie wurden an die Kanalküste verlegt" ???????
Ich wiederhole: für mich steht keineswegs fest das diese U-Panzer (und die Schwimmpanzer) Ende September alle vor Ort und einsatzbereit waren. Falls jemand nachweisen kann dass dem so war, bitte, würde mich schon interessieren.
Hallo, Andreas,
Batterie und Abteilung:
Ich gleube, wir sprachen über die gleiche Entität (12 Geschütze oder 24), haben uns aber beide falsch ausgedrückt (auch bei den dt. nannte man die 12-Geschütz-Konfiguration Abteilung und nicht Batterie).
Tauchpanzer:
Bitte beachten, dass die Vorwarnzeit 10 Tage ist, in dieser Zeit können wohl die Abteilungen an die Kanalküste verbracht werden, nicht? :wink:
@Stefan:
top
mfg
alex
Zitat"Mit einer alten Rügen-Fähre wurden die Panzer weit aud See hinausgefahren..............rutschten auf den Meeresgrund und manövrierten sich zurück zur Küste. Die Experimente klappten hervorragend. Aber dann wurde Mitte Oktober 1940 Seelöwe endgültig abgeblasen."
Also vielleicht werde ich blind, aber wo steht denn: "Anfang September waren Umbau und Ausbildung von sämtlichen Abteilungen abgeschlossen und sie wurden an die Kanalküste verlegt"
Dieses Zitat steht im Buch: Fall Barbarossa;... und behandelte den von dir zitierten Übergang über den Bug, wobei der Author erklärte wo die Tauchpanzer herkamen und wie und warum sie entstanden sind. Das er da keine Angaben zur Verlegung bei Seelöwe macht ist doch klar!
1. Es gab die Tauchpanzer
2. Sie wurden seit Ende Juli erfolgreich/sehr erfolreich in der Nordsee erprobt.
Daraus abzuleiten, sie wären vielleicht nicht einsatzbereit, die Experimente nicht richtig abgeschlossen etc. halte ich für gewagt eher tendenziös.
Eine Verlegung von Sylt an die Kanalküste dauet höchsten 2-4 Tage, dann sind alle Panzer vor Ort und haben mindesten 1 bis 1/1/2 Monate Training hinter sich.
Da Seelöwe nie stattgefunden hat, wurden auch nie diese Panzer an die Kanalküste verlegt!
Zitat"Anfang September waren Umbau und Ausbildung von sämtlichen Abteilungen abgeschlossen und sie wurden an die Kanalküste verlegt"
Wirst du diesen Beweis nie bekommen aus oben genannten Gründen, keiner verlegt Panzer, wenn nichts/oder noch nichts stattfindet!
Ergo kann ich mit diesem Argument auch nichts anfangen, finde es eher konstruiert, wichtiger ist doch gab es Tauchpanzer, wurden sie ausgebildet und hat das Experiment funktioniert. Nach meiner Quelle ja, wenn es gegenteilige Quellen gibt, dann bitte anführen!
Andernfalls schließe ich daraus, dass die Wehrmacht 200 Tauchpanzer in der ersten Welle in den Landungszonen zu Verfügung gehabt hätte und sehe auch bisher kein Argument das dagegen spricht!
Zitat von: Huszar am 03 Februar 2012, 12:24:05
Hallo, Andreas,
Batterie und Abteilung:
Ich gleube, wir sprachen über die gleiche Entität (12 Geschütze oder 24), haben uns aber beide falsch ausgedrückt (auch bei den dt. nannte man die 12-Geschütz-Konfiguration Abteilung und nicht Batterie).
Das Problem mit den engl. Bezeichnungen hatten die Deutschen schon im 2.WK. Ich muss dazu sagen das ich gestern einen Fehler gemacht habe als ich First Line Ammunition Load (FLAL) mit VS uebersetzt habe. Ich sehe gerade das die RA das Konzept der VS nicht nutzte, sondern immer davon ausging das der Bedarf nachgezogen werden konnte, also das die FLAL nie unterschritten wird. Als Kontrolle wenn das nicht der Fall war wurden Feuerbeschraenkungen benutzt. Inwieweit das einen Unterschied in der Praxis gemacht hat kann ich nicht sagen.
Ich sprach ueber die Batterie, also 12 Geschuetze, und die FLAL fuer diese war 1.080. Fuer eine Abteilung (24 Geschuetze) war dieser dementsprechend 2.160 Schuss. Dies war eine relativ niedrige Ausstattung m.E., und nach Evans wurde diese kurz nach 1940 auf 1.362 angehoben, also eine Erhoehung um 27%. Ich habe irgendwo im Kopf das die deutsche 10,5cm Batterie mit vier Geschuetzen um diese Zeit einen VS von 760 hatte, also erheblich mehr als die originale, und immer noch mehr als die erhoehte Royal Artillerie FLAL. Wie ein deutscher Munitions VS definiert wurde weiss ich nicht. Ich gehe mal davon aus das es sich um einen Tagessatz bei einem bestimmt Niveau der Aktivitaet handelte.
Alles Gute
Andreas
Moin,
kurz was zu den Tauchpanzern:
Nach den Unterlagen die ich bisher gesichtet habe sollten die bei Anlaufen von Seelöwe in die Einsatzhäfen verlegt werden. Da sollte sowieso eine Menge noch verlegt werden, was bestimmt zu einigen Überstunden bei den Transportstellen geführt hätte. Übungen im Kanal haben meines Wissens nicht stattgefunden.
Bezüglich der Prähme die die Tauchpanzer transportieren sollten verhält es sich (wieder nach Erinnerung, aber ich habe das erst vor kurzem bearbeitet und das dürfte ziemlich richtig sein), das nur in Boulogne und Calais bis zum 23.09. welche als angekommen gemeldet waren. Wo sich die anderen genau befanden konnte ich bisher noch nicht verifizieren. Es deutet aber einiges darauf hin, dass die sich zu einem gutem Teil noch auf dem Rhein befunden haben. Eine Ausstattung von Le Havre für einen Termin 24.09.1940 mit diesen Prähmen erscheint nach den tatsächlich Transportmeldungen und der Wetterlage als ausgeschlossen.
Calais ist da auch so ein Thema, da werden den einem Tag 24 oder 25 Prähme B (also die für die Tauchpanzer) als angekommen gemeldet, den nächsten Tag dann 0, dann wieder 24 bzw. 25 und dann haben wir plötzlich einen Abgang von 7... und da hatte ich mich schon gefreut, weil ich am gleichen Tag 7 Prähme gefunden habe die als auf den Weg nach Dünkirchen gemeldet wurden. Problem ist nur, dass diese Prähme nach ca. einer Woche noch nicht angekommen sind. Wo also die ehemaligen 7 Calais-Prähme geblieben sind ist völlig ungeklärt. Insgesamt sind in den Meldungen des Admiral Frankreichs an die Skl jede Menge Ungereimtheiten drinnen... da es eine ganze Menge Akten von untergeordneten Stellen noch gibt, hoffe ich da irgendwann einmal einigermaßen Klarheit reinzubringen, aber das ist noch eine Menge Arbeit.
Eine weitere Ungewissheit ist, ob die Prähme B einsatzbereit gewesen sind. Die KMD Boulogne berichtet, dass sie zu niedrig sind und umgebaut werden müssen. Ein ausgewiesener Spezialist zu den Landungsfahrzeugen und zu Seelöwe, äußerte mir gegenüber allerdings, dass dies wahrscheinlich wohl nur die Abdeckung betreffen würde und somit nicht so wild gewesen wäre. Ich habe allerdings eine Akte aus Freiburg bestellt, die nach dem Titel vielleicht auch da Klarheit reinbekommt.
Viele Grüße
Dirk
ZitatÜbungen im Kanal haben meines Wissens nicht stattgefunden.
Aber in der Nordsee vor Sylt und der deutschen Küste.
Noch mal die Frage, was ist daran so viel anders als die Kanalküste?
Hallo Carsten,
keine Ahnung, ob am Kanal was anders ist als vor Sylt. Ich habe das auch nicht behauptet, sondern nur bestätigt, das es keine Übungen im Kanal nach meiner Kenntnis gab.
Gruß
Dirk
Hallo Dirk,
ne aber gestern Abend/Nacht waren wir noch bei 4m, meine Quelle behauptet 8-10m mit 15m langen Schnorchel.
Ich hatte aus der Erinnerung Helgoland mit Sylt verwechselt.
Dann waren wir bei keinen Übungen an der Kanalküste, sondern nur Ostsee, haben jetzt aber erfolgreiche in der Nordsee und es waren keine Panzer der 17. Panzerdivision sondern der 18. Panzerdivision.
Ferner war gestern Nacht noch die Rede davon, dass die Erfolgsaussichten gering waren und ein höchst gefährliches Experiment, sagt meine Quelle das genaue Gegenteil!
Das sind dann schon erhebliche Unterschiede!
Hallo Carsten,
von den Umgereimtheiten scheinen nur die 4m von mir zu stammen. Ich meine das das die Marke war von der die Panzer tatsächlich abgesetzt werden sollten (ich überprüfe, das aber genre heute Abend noch einmal). Es kann gut sein, sein dass sie technisch für 8-10m ausgelegt waren (Vielleicht finde ich heute Abend auch noch was dazu). Die 15m Schnorchel kommen mir auch bekannt vor. Hinsichtlich Erfolgsaussichten ist mir nur eben in Erinnerung, dass die sich bei scharfen Kurvenfahrten in den Sand gegraben haben und dass Untiefen die Panzer haben stoppen können. Deshalb sollte die Luftwaffe auch keine Bomben direkt vor die Landungsstrände werfen, da ansonsten solche Untiefen durch die Bombenexplosionen hätten entstehen können.
Und da haben wir einen kleinen Unterschied (der aber wohl nicht allzu stark ins Gewicht fallen dürfte) zu Sylt: In Sylt war die Bodenbeschaffenheit des Meeresbodens m.W. bekannt, während es dies an den englischen Küsten nur ungefähr bekannt war.
Gruß
Dirk
Re: Tauchpanzer: so kommen wir auch nicht viel weiter ... einerseits sollen wir davon ausgehen das 200 (+50 Schwimmpanzer) zur Verfügung gestanden hätten, andererseits sind sie an der Ostseeküste verlieben weil Seelöwe eh abgeblasen wurde ?
Also noch mal von vorn:
1. Es gab Tauchpanzer.
2. Eine unbekannte Zahl wurde ab Juli erprobt.
3. Die meisten Autoren geben an dass Umbau und Ausbildung bis Oktober andauerten.
4. Bahntransport von 200+ Panzer mit allem drum und dran ist etwas anderes als eine Fahrkarte für den Schnellzug kaufen.
5. Wenn wir von einer Invasion Ende September ausgehen, hätten die Abteilungen sich spätestens mitte September in Bewegung setzen müssen, es gab ja auch in Frankreich noch wohl Einiges zu besprechen und vorzubereiten (oder sollen wir uns etwa vorstellen dass die Panzer erst in allerletzter Minute, als die Leinen schon (fast) losgeworfen waren, mit Vollgas am Kai aufgefahren wären?).
6. Wir wissen aber nicht inwieweit die Abteilungen zu diesem Zeitpunkt einsatzbereit waren (siehe 3.)
7. Folglich ist unklar ob und wenn ja wieviele Tauchpanzer für Seelöwe zur Verfügung gestanden hätten.
Wie gesagt, der kommandierende General der 17. ID - nicht 17. Panzerdivision - hat nachher erklärt dass er nie einen Tauchpanzer gesehen hatte, geschweige denn die ganze Abteilung die seiner Division zugewiesen war.
ZitatTauchpanzer: so kommen wir auch nicht viel weiter ... einerseits sollen wir davon ausgehen das 200 (+50 Schwimmpanzer) zur Verfügung gestanden hätten, andererseits sind sie an der Ostseeküste verlieben weil Seelöwe eh abgeblasen wurde ?
Laut meiner Quelle waren sie auf Sylt/Nordsee in der Erprobung!
Zitat3. Die meisten Autoren geben an dass Umbau und Ausbildung bis Oktober andauerten.
Quelle/n?
Zitat4. Bahntransport von 200+ Panzer mit allem drum und dran ist etwas anderes als eine Fahrkarte für den Schnellzug kaufen.
Veranschlagst du dafür Wochen? Im Bahnnetz der deutschen Reichsbahn?
Zitat6. Wir wissen aber nicht inwieweit die Abteilungen zu diesem Zeitpunkt einsatzbereit waren (siehe 3.)
Wir wissen aber das die Abteilungen aufgestellt waren und sich bereits seit Ende
Juli in der Erprobung und Ausbildung aktiv in der Nordsee befanden.
Zitat7. Folglich ist unklar ob und wenn ja wieviele Tauchpanzer für Seelöwe zur Verfügung gestanden hätten.
Richtig aber die Quellenlage zeigt mehr Richtung Einsatzbereitschaft als nicht, ausser du bringst noch andere Quellen zu 3, die deine Argumentation/These stützen.
Zitat von: Knouterer am 03 Februar 2012, 12:13:44
Also vielleicht werde ich blind, aber wo steht denn: "Anfang September waren Umbau und Ausbildung von sämtlichen Abteilungen abgeschlossen und sie wurden an die Kanalküste verlegt" ???????
Interessant was du da so alles hineinliest.
top
ZitatRe: Tauchpanzer: so kommen wir auch nicht viel weiter ... einerseits sollen wir davon ausgehen das 200 (+50 Schwimmpanzer) zur Verfügung gestanden hätten, andererseits sind sie an der Ostseeküste verlieben weil Seelöwe eh abgeblasen wurde ?
wo steht es denn etwas von Ostseeküste?
Zitat2. Eine unbekannte Zahl wurde ab Juli erprobt. --- nicht unbekannt - 168 Pz III / 42 Pz IV (Spielberger - Link siehe unten)
3. Die meisten Autoren geben an dass Umbau und Ausbildung bis Oktober andauerten. --- ne, (Spielberger spricht von August 1940: http://de.wikipedia.org/wiki/Panzerkampfwagen_IV#cite_ref-15). Und Spielberger war / ist "der Pabst" zu den deutschen Panzern
4. Bahntransport von 200+ Panzer mit allem drum und dran ist etwas anderes als eine Fahrkarte für den Schnellzug kaufen. --- Das dte Reich hätte wahrscheinlich schon geschafft 210 Panzer rechtzeitig zu den Ausgangspunkten zu transportieren. Wobei, bei Barbarossa sind ja auch die Pz V zu spät verladen worden und darum erst 1943 zum Einsatz gekommen.
5. Wenn wir von einer Invasion Ende September ausgehen, hätten die Abteilungen sich spätestens mitte September in Bewegung setzen müssen, es gab ja auch in Frankreich noch wohl Einiges zu besprechen und vorzubereiten (oder sollen wir uns etwa vorstellen dass die Panzer erst in allerletzter Minute, als die Leinen schon (fast) losgeworfen waren, mit Vollgas am Kai aufgefahren wären?). --- Eigentlich hätten sie schon Anfang März 1940 in den Häfen zV stehen müssen, ansonsten wird das nix mit der Landung.
6. Wir wissen aber nicht inwieweit die Abteilungen zu diesem Zeitpunkt einsatzbereit waren (siehe 3.) --- kK
7. Folglich ist unklar ob und wenn ja wieviele Tauchpanzer für Seelöwe zur Verfügung gestanden hätten. --- ne
Sorry, das mußte sein.ZitatWie gesagt, der kommandierende General der 17. ID - nicht 17. Panzerdivision - hat nachher erklärt dass er nie einen Tauchpanzer gesehen hatte, geschweige denn die ganze Abteilung die seiner Division zugewiesen war.
Die 17.InfDiv war dem XIII.AK in der 2.Angriffstaffel unterstellt. Die 17. und 18.PzDivisionen (Bei diesen beiden Divisionen wurden die Tauchpanzer eingesetzt) in der ersten Linie - unterstellt dem XXXXVII.AK.
Auf folgender Karte (http://www.armchairgeneral.com/rkkaww2/maps/1941W/Byelorussia/FI02_03_ZF_Jun21_41.jpg) siehst die Aufstellung der Heeresgruppe Mitte. Jetzt erklärst du mir bitte wie der Kommandeur der 17.Infanteriedivision
1.) die Tauchpanzer der 17. und 18.Panzerdivision gesehen haben soll wo sie ja an völlig verschiedenen Orten eingesetzt waren und
2.) warum sie eine Abteilung davon zugeteilt bekommen sollte wo sie doch in der 2.Staffel eingesetzt war? Die Tauchpanzer wurden in der 1.Staffel als Angriffsspitze eingesetzt.
edit:
a.) "Grün" vergrößert
b.) "Besserwissermodus an"
ZitatWie gesagt, der kommandierende General der 17. ID - nicht 17. Panzerdivision - hat nachher erklärt dass er nie einen Tauchpanzer gesehen hatte, geschweige denn die ganze Abteilung die seiner Division zugewiesen war.
Ein "kommandierender General" kommandiert ein Armeekorps. Der "kommandierende General" einer Division ist schlicht ein "Divisionskommandeur".
"Besserwissermodus aus"
c.) Zusatz
Jentz nennt in "Die deutsche Panzertruppe" Bd 1. etwas andere Zahlen:
52 Pz II, 148 Pz III, 48 Pz IV - Umbau im Juli / August aus normalen Serienfahrzeugen.
Hallo Stefan,
ich glaube hinsichtlich der 17. ID redet ihr aneinander vorbei. Du redest glaube ich von Barbarossa, während Carsten von Seelöwe redet. Bei Seelöwe war die 17. ID in der ersten Welle Strand B vorgesehen und sollte eine PzAbt (U) unterstellt bekommen.
Gruß
Dirk
Ok, merci, das würde etwas auflösen.
Allerdings, wenn die Panzer an der deutschen Nordseeküste waren wird es wohl kein Wunder sein das er keine zu sehen bekam. Und letztlich - mußten sie nur zum Einsatz vorhanden sein und keine Minute früher.
Mal schauen, ob wir noch ein paar Sachen klären können:
1) Ostsee oder Nordsee: Ich glaube das ist beides richtig. Nach Schenk fanden die ersten Versuche Mitte Juni in Putlos = Ostsee statt. Ab Juli wurden die Anteilungen gebildet und das Personal dann in 2-Tageskursen in Westerland ausgebildet. Zumindest eine Abteilung lag m.E. auch in Putlos. Die Standorte der anderen Abteilungen habe ich auf die schnelle leider nicht parat.
2) Maximaltauchtiefe sollte nach Schenk 15m betragen. Die Panzer sollten aber bei 4m ins Wasser gelassen werden.
3) In wie weit weitere Übungen an den Standorten der Abteilungen stattfanden scheint nicht bekannt zu sein.
4) Verladeübungen auf den Prähmen B scheinen nicht stattgefunden zu haben und die für die Verladung in den Einsatzhäfen zuständigen Stellen (KMDs und Verladestäbe des Heeres) dürften keine Erfahrungen in der Verladung der Panzer gehabt haben.
5) Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass die Prahmbesatzungen Erfahrungen im Ablanden der Pz hatten. Generell wird was die Prahmbesatzungen anbetrifft immer nur die völlig unzureichende Ausbildung beklagt.
6) Das die Panzer erst bei Ausgabe des Seelöwe-Befehls antransportiert werden sollten stellt zumindest einen Risikofaktor dar. Der Befehl sollte ja 10 Tage vor dem S-Tag ergehen. Bei den damaligen Kommunikationsmitteln hätten die letzten betroffenen Stellen wohl erst am S-8 Tag davon erfahren. hätte in Calais am S-3 Tag und in Dünkirchen am S-5 Tag erfolgen sollen. Zumindest die Verladung am S-5 Tag erscheint sehr ambitioniert (kann aber auch sein, dass dieses Datum aus einer Zeit stammt wo Seelöwe bereitsverschoben war und es eine längere Vorbereitungszeit gab.
6) Das es keine Kontakte und Übungen zwischen Panzern und sonstigen Landungstruppen gab dürfte nicht dazu geführt haben, dass der Einsatz Reibungslos hätte stattfinden können.
7) Von den 17 in Calais ankommenen 17 Prähmen B waren bis 23.09.40 mind. 3 bereits Totalverluste und von den 18 in Boulogne einer (Zahlen jetzt überprüft.)
Ich hoffe das hilft ein wenig
Gruß
Dirk
Hallo Dirk - ich glaube bei Deinem Punkt 4 stimmt es nicht so ganz. Verladeübungen haben stattgefunden und sogar Dönitz hat zugesehen
Quelle: II.WK - Lexikon der Panzer ( Chamberlain & Doyle )
Gruß - Achim - Trimmer
Hallo Dirk
Zitat5) Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass die Prahmbesatzungen Erfahrungen im Ablanden der Pz hatten. Generell wird was die Prahmbesatzungen anbetrifft immer nur die völlig unzureichende Ausbildung beklagt.
Soweit ich das verstanden habe brauchen die doch nur eine Rampe( wie bei einer Fähre) um ins Wasse zu fahren oder "plumsen".
Zitat6) Das es keine Kontakte und Übungen zwischen Panzern und sonstigen Landungstruppen gab dürfte nicht dazu geführt haben, dass der Einsatz Reibungslos hätte stattfinden können.
Naja wie man einen Brückenkopf ausbaut, hält und bereinigt, wurde doch in Polen und Frankreich im Einsatz hinreichend geübt, dass ist doch für die Panzertruppen nun nichts neues, auch der Verbund mit der Infantrie und anderen Waffen, dass war doch gerade die Stärke der Wehrmacht.
Ausserdem werden die sich doch neben dem Tauchen auch mit ihrer Aufgabe (Kampfauftrag)beschäftigt haben, ich denke grob waren die Offiziere schon über ihre Aufgabe informiert.
Danke für die Erlaüterungen Dirk. Ich bin nicht sehr stark in der Geographie Deutschlands und Deutsch ist nicht meine Muttersprache, was wohl der Grund sein wird dass ich gewisse hier hervorgebrachte Argumente nicht ganz verstehe.
Aber zurück zu den Tauchpanzern: also gut, Spielberger, meinentwegen. Ganz zufällig habe ich so ziemlich die ganze Bücherreihe direkt hinter mir im Regal stehen. Mal sehen, was schreibt der gute Mann denn?
PzKpfw. II (Seite 103): "Bekanntlich waren in September und Oktober 1940 in Putlos die Panzerabteilungen A und B aus Freiwilligen des Panzerregimentes 2 aufgestellt worden, die dort für die Invasion Englands ausgebildet worden (folgt eine Beschreibung des Schwimmpanzers)"
PzKpfw. III (seite 37): "... wurde in September und Oktober 1940 in Putlos die Panzerabteilung A aus Freiwilligen des Panzerregimentes 2 aufgestellt. Ihr folgten (das Wort "folgen" deutet auf einen gewissen zeitlichen oder auch räumlichen Abstand hin, glaube ich - Tschuldigung, aber jetzt werde ich auch mal ein bisschen sarkastisch) die panzerabteilungen B und C. Diese drei Abteilungen bildeten später das Panzerregiment 18 der 18. Panzerdivision."
Fazit: ich bezweifle nach wie vor dass diese Einheiten - vollständig ausgerüstet und ausgebildet - für Seelöwe zur Verfügung gestanden hätten.
You all seem rather hung up with the Tauch-panzers. My understanding is that the tanks primarily were meant to be driven ashore off the barge bow ramps. Have I missed something?
Also, the fact that preparations continued into October (and the next year, for that) does not mean they were not ready as they were in September. Preparations and techniques were continued and developed.
Fred
@Leandros
The tanks could go offshore and dive till 10m to the ground of the sea and could drive then ashore to the landingzone as a dip tank.
Edit:
The tanks should go with the first wave of the infantry at the landingzone, to protect the infantry and to fight and save a beachhead and to fight the enemy artillery.
Zitat von: Matrose71 am 03 Februar 2012, 20:00:05
@Leandros
The tanks could go offshore and dive till 10m to the ground of the sea and could drive then ashore to the landingzone as a dip tank.
Edit:
The tanks should go with the first wave of the infantry at the landingzone, to protect the infantry and to fight and save a beachhead and to fight the enemy artillery.
That I understand. But were the tanks not primarily to be driven straight off the landing ramps onto the beaches? Was not the tauch-panzer arrangements really a back-up device?
Hallo Achim,
ich meinte es fanden keine Übungen mit den Prähmen statt die für Seelöwe vorgesehen waren. Das Bild was Du reingestellt hast zeigt übrigens eine der ersten Übungen wo die Rampen noch nicht entwickelt waren. Da wurden die Panzer dann per Prahm ins Wasser gelassen.
@Carsten:
ZitatSoweit ich das verstanden habe brauchen die doch nur eine Rampe( wie bei einer Fähre) um ins Wasse zu fahren oder "plumsen".
Na ja, ob das so einfach war weiß ich nicht. Die Schlepper der Prähme und die Prahmbesatzung hätten zumindest die Prähme an der richtigen Stelle und in der richtigen Richtung verankern müssen. Ob das für die Panzer dann Fahrtechnisch so einfach gewesen wäre auf den Boden zu kommen weiß ich nicht. Danach hätte man die blinden Panzer dann noch an Land leiten müssen. Und das alles unter Feindbeschuß. Ich denke, dass ein wenig Übung vorweg da nicht geschadet hätte. Bezüglich Kampf im Verbund ist es m.E. auch so, dass die meißten Infanteriedivisionen damit keine praktischen Erfahrungen Krieg hatten sammeln können. Die Panzer sind mit den mot Divisionen doch meißt alleine nach vorne gestürmt (Vorsicht Halbwissen - lasse mich hier gerne eines besseren belehren).Und die Panzertruppen haben bestimmt nicht gelernt wie man befestigte Strände knackt (befestigt durch Panzerhindernisse wie z.B. auch SeaWalls, Minenfelder u.a.m.). Bevor es hier wieder einen Aufschrei gibt, ich möchte nicht sagen, dass die vorgesehenen Truppen, wenn sie unbehelligt an den Stränden angekommen wären es nicht geschafft hätten die an Land zu kommen, aber ich denke schon, dass bei so komplexen Operationen ein wenig Übung nicht schadet.
Gruß
Dirk
Edit: Hallo Leandros, außer Sturmgeschützen und ein paar Flammpanzern waren für die erste Welle nur die Tauch- bzw. Schwimmpanzer vorgesehen.
Hallo Dirk,
hast du mein Zitat aus dem Carell gelesen?
ZitatDie Orientierung im Panzer erfolgte nach einem Kurs-Kreiselkompaß.......
Ende Juli 1940 übten die vier Abteilungen unter strenger Geheimhaltung bereits bei Hörnum auf Sylt. Mit einer alten Rügen-Fähre wurden die Panzer weit aud See hinausgefahren..............rutschten auf den Meeresgrund und manövrierten sich zurück zur Küste. Die Experimente klappten hervorragend.
Das sieht doch recht ausgeklügelt aus, wenn die das schon mit einer alten Fähre üben konnten und wie man an den Strand kommt wußten die selber anhand des Kompasses.
Zum Verbund der Waffen.
Gerade bei der Ardennenoffensive (Frankreichfeldzug) musten alle Truppen über die Maas, dass ging nur im Verbund, Infanterie, Panzer, Pioniere, Flak etc....
Übrigens bei jedem größeren Flusshinderniss war eigentlich die normale Infanterie immer mit von der Partie in Polen und Frankreich.
Zitat von: Bergedorf am 03 Februar 2012, 20:35:19
Edit: Hallo Leandros, außer Sturmgeschützen und ein paar Flammpanzern waren für die erste Welle nur die Tauch- bzw. Schwimmpanzer vorgesehen.
Danke, Dirk. What is your reference for that, please?
Fred
Hallo Carsten,
die Prähme sollten an der 4m-Marke verankert so verankert werden, dass sie mit dem Bug zur See schwenken (wegen abfallenden Wassers). Die Panzer sollten dann zu Wasser gelassen werden, hätten dann eine 180° Wendung machen müssen und sollten dann (ich weiß gerade nicht mehr ob durch Draht- oder Funkverbindung) an den Strand geführt werden. So steht es in den Unterlagen der Kriegsmarine.
Das Infanterie beim Westfeldzug den Panzern geholfen hat ist schon richtig, aber das waren die SchützenRgt der Panzerdivisionen und nicht die normalen Infanteriedivisionen. Bei Sedan waren es z.B. die SchützenRgt 1, 86 und 69 zusammen mit dem mit InfRgt Großdeutschland.
Gruß
Dirk
Nachtrag Leandros: Steht u.a. im Schenk.
Hallo Dirk
Zitatdie Prähme sollten an der 4m-Marke verankert so verankert werden, dass sie mit dem Bug zur See schwenken (wegen abfallenden Wassers). Die Panzer sollten dann zu Wasser gelassen werden, hätten dann eine 180° Wendung machen müssen und sollten dann (ich weiß gerade nicht mehr ob durch Draht- oder Funkverbindung) an den Strand geführt werden. So steht es in den Unterlagen der Kriegsmarine.
Kann es nicht sein, dass durch die Experimente und Versuche auf Sylt, dass ganze dann doch anders ablaufen sollte (modifiziert)?
Warum sollte der Carell explezit den Kreiselkompass erwähnen, wenn er eigentlich gar nicht gebraucht wurde?
Kann es sein, dass das ganze nach den "ersten" Unterlagen nochmal modifiziert wurde, nachdem man die Tests durchgeführt und analysiert hat.
Das was der Carell beschreibt ist einfach zu genau, als dass er sich das aus der Nase gezogen hat, sogar mit allen technischen Angaben die du auch bestätigst. Bin etwas irritiert.
If the Germans had had any landing craft capable of landing tanks directly on the beach, without having their engines drowned out, they would hardly have gone to all the trouble and expense of developing submersible and floating tanks. This was a problem they solved only later. I have no idea what the plans were for landing the Sturmgeschütze and Flammpanzer. A few 47 mm Pak on PzKpfw. I chassis were also (theoretically) part of the first wave, I believe.
There should have been about 60-70 barges Type B to launch the U-Panzer, each carrying three tanks, but mostly unpowered. As Dirk indicated above, I believe, there is some uncertainty about how many were actually available and where.
About the tanks themselves, after a quick look through my personal library, it seems they may have been ready by the end of August, but that would of course leave little time for training.
Hallo Carsten,
es dürfte genau andersrum gelaufen sein. Es wurde erst angedacht, die Panzer von Fähren aus starten zu lassen. Das wurde später aber fallengelassen und das von mir genannte Verfahren eingeführt. Ich müßte die genaue Fundstelle suchen (sind mittlerweile eine ganze Menge Ordner und Daten die ich zu Seelöwe habe), aber es war auf alle Fälle relativ zeitnah zu dem September-Termin. Ob die Kreiselkompasse trotzdem noch an Bord der Panzer waren weiß ich nicht.
Ein Problem, dass ich auch sehen würde wenn man die Panzer blind nur nach Kompass fahren läßt ist, dass man m.E. sehr große Abstände zwischen den Panzern lassen müßte damit die sich nicht gegenseitig über den Haufen fahren. So genau waren die Kompasse ja auch nicht und die Pamzerkommandanten bestimmt auch nicht in Navigation geschult.
Sturmgeschütze waren für fast jede Landungsdivision eine Batterie vorhanden und an Flammpanzern waren 2-4 je Vorausabteilung eingeplant. Auf die Idee mit den Tauchpanzern kam man, weil man wollte, dass die Panzer zeitgleich mit den Vorausabteilungen landen, was bei einem Anlanden am Strand damit als nicht darstellbar angesehen wurde.
Gruß
Dirk
Ich bewundere Eure Diskussion und die Abwägung aller Argumente pro und contra. (Das meine ich ernsthaft, ohne Ironie.)
Aber ehrlich: Es dürfte klar sein, dass das Unternehmen spätestens am zweiten Tag nach dem Auslaufen der Flotten zu einem Desaster für die Deutschen geworden wäre.
Copied from Halder's diary. General Halder was Chief of Staff of the German Army and as such had the main responsibility for the planning of the operation. On amphibious tanks:
July 6, 1940: 18:00: Thoma:
Informs on U-panzers and other preparations for the landings in England. WaffenAmt trial unit 6 is putting it all together. Trials in Hamburg. Sealing trials in Aachen. Necessary with comprehensive trials in the North Sea. Up till now just simple trials, none larger as OT has reported to the Führer.
August 11th, 1940 Bühle:
Radio sets for the guiding of Underwater panzers shall be taken from 5th, 9th, 2nd, and 6th Panzer Divisions (East). These divisions shall therefore have their fighting capacity reduced.
August 18, 1940: Thoma:
Putlos (tank development): Four special units each consisting of two companies – in all:
152 panzer III
48 panzer IV = 200
+ 52 swimpanzer. So far no more finished.
September 2, 1940: Thoma:
a. Briefing on the ongoing trials with underwater panzers. The necessity of final tests immediately before underwater action. Need directives from the Führer so that information on the assigned landing area not given in the last moment.
b. Orientation in fog. Kreissel compasses
c. Landings with panzer. Loading ramps. Training.
d. Available August 22nd:
42 Upz IV
168 Upz III , of these 8 with 50mm guns
e. Swimpanzer (II) – development continues.
hi, Fred,
Zitat von: Leandros am 03 Februar 2012, 22:12:09
b. Orientation in fog. Kreissel compasses
correct translation: gyro compass
greetings, Urs
Zitat von: Karsten am 03 Februar 2012, 21:41:06
Ich bewundere Eure Diskussion und die Abwägung aller Argumente pro und contra. (Das meine ich ernsthaft, ohne Ironie.)
Aber ehrlich: Es dürfte klar sein, dass das Unternehmen spätestens am zweiten Tag nach dem Auslaufen der Flotten zu einem Desaster für die Deutschen geworden wäre.
Why, please?
Zitat von: Leandros am 03 Februar 2012, 22:18:05
Zitat von: Karsten am 03 Februar 2012, 21:41:06
Ich bewundere Eure Diskussion und die Abwägung aller Argumente pro und contra. (Das meine ich ernsthaft, ohne Ironie.)
Aber ehrlich: Es dürfte klar sein, dass das Unternehmen spätestens am zweiten Tag nach dem Auslaufen der Flotten zu einem Desaster für die Deutschen geworden wäre.
Why, please?
Oh Gott! Lasst uns bitte hier nicht die ganz allgemeine Debatte anfangen... das wurde in anderen Foren schon oft genug gemacht und hat meist nur zu einem nicht mehr ganz freundlichen Ton der Debatte geführt.
Zitat von: Bergedorf am 03 Februar 2012, 22:40:24Oh Gott! Lasst uns bitte hier nicht die ganz allgemeine Debatte anfangen... das wurde in anderen Foren schon oft genug gemacht und hat meist nur zu einem nicht mehr ganz freundlichen Ton der Debatte geführt.
Should we continue with Tauch-Panzers, then....:)....?
Fred
Hallo,
Nochmals zurück zur Munversorgung.
Verbrauch 71.ID im Frankreichfeldzug:
10,5cm lFH: 30.900 Schuss, davon 6.146 Schuss am 18.05.1940
15cm sFH: 10.591 Schuss, davon 3.212 Schuss am 18.05.1940
7,92mm: 7,8 Millionen Schuss
3,7cm PAK: 24.800 Schuss
7,5cm lIG: 12.000 Schuss
lGrW: 5.200 Schuss
sGrW: 3.640 Schuss
Anzumerken ist, dass die Div sich erst ab dem 15.05 an den Kämpfen beteiligt hat, und es an wirklichen Kampftagen nur folgende gab:
15., 16., 17., 18. und 19.05 (Angriff auf Vorgelände Maginot-Linie), 27., 28. und 29.05 (Angriff auf Bois d'Inor) und 11., 12., 13., 14. und 15.06 (Durchbruch Maginot-Linie bis Fall Verdun)
Insgesamt also 13 Grosskampftage.
Vergleicht die Aufwendung mit der den Englandern zV Menge pro Rohr!
*******
Sandhurst-Spiel:
Wenn ich mich recht erinnere, konnten die Deutschen dort nicht nur landen, sondern bis zur Stop-Line vorstossen. Erst nach wochenlangen Kämpfen konnte dann der Angriff abgewehrt werden.
Leider geistert nur die Zusammenfassung im Netzt herum, nicht aber die detaillierte Arbeit, und was noch wichtiger wäre, die Regeln und Vorbedingungen! (wieder nach Erinnerung: die Luftherrschaft wurde vor der Landung nicht errungen)
*******
Tauchpanzer:
Nach Leandros' Zahlen waren die Panzer - bis auf die Schwimmpanzer - schon Ende August vorhanden, die Einsatzbereitschaft Ende September anzuzweifeln hat mM somit keinen wirklichen Sinn mehr.
In 10 Tagen geht eine verlegung aus Dtl nach den Verladehäfen locker, Grössenordnung 2 Tage wären durchaus ausreichend. WENN die Abteilungen wirklich nur in der 10-Tages-Frist verlegt werden, und nicht früher, reicht es bei weitem.
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 04 Februar 2012, 09:19:07
Vergleicht die Aufwendung mit der den Englandern zV Menge pro Rohr!
alex
Verwechselst Du nicht zur Verfuegung stehende mit im September produzierter?
Die im September produzierte Menge haette demnach fuer 30 brit. Divisionen (72x25 pdr statt 36x 10,5cm lFH) fuer die gleiche Kampfintensitaet ausgereicht. 13 Grosskampftage duerften wohl ein 3-woechiger Feldzug sein. Das scheint mir nicht wenig?
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas,
Ich meine die Menge, die im 3.Quartal insgesamt in England produziert wurde.
Tabelle 22 (http://www.ibiblio.org/hyperwar/UN/UK/UK-Civil-WarProduction/UK-Civil-WarProduction-4.html)
Munition für insgesamt 3 Wochen ist mM nicht unbedingt viel. Für einzelne Geschütze sogar weit weniger (7,5er etwa 1000 Schuss/Rohr, für die 4,5" FH weit weniger, für die mittleren und schweren Rohre gänzlich unzureichend)
Wenn ich die Zahl der 15cm Kanonen, 8" Haubitzen, 9,2" Kanonen und Haubitzen und 12" Haubitzen mit pauschal 150 annehme (hab die Mail von Dirk, wo wir die Zahl besprochen haben, nicht mehr vorliegen, und habs auch nicht gespeichert) dazu die 350 sFH nehme, bedeutet die Menge von 108.000 Schuss (Seite 11) im 3.Quartal genau 216 Schuss pro Rohr!
Zumindest für den 18.05 gibts eine genaue Angabe für die verschossene Mun für die 71.ID:
267,66 Schuss/sFH und 170,72 Schuss/lFH
Bei einer solchen Intensität haben die schweren Rohre in einem Tag verschossen, die 4,5er in ca. 3 Tagen, die 7,5er in knapp 6 Tagen. Lediglich für die 25pdr ist wohl genügend Mun für längere Zeit vorhanden, diese stellen allerdings nur 31% der Feldari dar...
mfg
alex
Moin
1.000 25-pdr sind wohl ausreichend um ca. 13 Infanterie-Divisionen voll auszustatten. Das das nur 31% der Feldartillerie sind stoert dann eher weniger. Die franz. 75er haette man eher (wie die Deutschen) als PAK/IG eingesetzt. Also keine grosse Munitionsmenge benoetigt (uebrigens, wieviel wurde aus den USA mit den Geschuetzen gesandt, denn diese Granaten sind ja nicht in den Zahlen enthalten)?
Ich gebe Dir recht das die mittlere und schwere Artillerie unterversorgt war. Da diese aber bis El Alamein ohnehin keine so grosse Rolle spielte im brit. Konzept.
Sieh z.B. hier: http://crusaderproject.wordpress.com/2011/06/15/8th-army-medium-artillery-stats-12-february-1942/
Du musst zu der Menge des. 3. Quartals uebrigens noch die 1,27 Millionen vom Juni zaehlen. Deine Analyse ist bisher also fuer mich nicht so ueberzeugend das ich daraus schliessen wuerde das Artillerie und Artilleriemunitionsversorgung ein grosses Problem der brit. Fuehrung waren. Zuviele Luecken, die wenn geschlossen die Situation fuer die Briten nur besser werden lassen.
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas
Zitat1.000 25-pdr sind wohl ausreichend um ca. 13 Infanterie-Divisionen voll auszustatten.
sind nur ca 820. Wenn ausserdem nur 10-12 Divisionen voll ausgerüstet sind, was bedeutet das dann ganz genau gegen 8-10 deutsche Divisionen? :wink:
Ist die Überlegenheit dann vielleicht nicht mehr so gross? :wink:
Zitatie franz. 75er haette man eher (wie die Deutschen) als PAK/IG eingesetzt. Also keine grosse Munitionsmenge benoetigt (uebrigens, wieviel wurde aus den USA mit den Geschuetzen gesandt, denn diese Granaten sind ja nicht in den Zahlen enthalten)?
Ne, die wurden zumindest zum Teil in die normalen Feldbatterien eingereiht, lediglich ein Teil ging zu den Panzerjägern. Das Konzept "IG" benutzten die Engländer nicht. Mit den Kanonen wurden 1mi Schuss übergeben, wie viel für Ausbildung verfeuert wurde, bzw überhaupt in England angekommen ist, kann ich nicht sagen.
ZitatDu musst zu der Menge des. 3. Quartals uebrigens noch die 1,27 Millionen vom Juni zaehlen.
Wenn du dich auf die Menge im Link beziehst, bitte beachten, dass diese Menge ALLE Granattypen beinhaltet (ausser Marine). Also auch Flak und Pak (vielleicht auch GrW). Die Menge für Feldkanonen dürfte 5-600.000 Schuss nicht überschreitet haben.
WENN wir auch Juni mitzählen, dann müssten wir allerdings auch folgendes berücksichtigen:
1, während der Ausbildung verfeuerte Menge
2, Abgabe ins Mittelmeer/Ferne Osten
3, sonstiger Ausfall/Verbrauch.
Der Verbrauch/Abgabe kann die Juni-Fertigung durchaus ausgleichen. :wink:
ZitatDeine Analyse ist bisher also fuer mich nicht so ueberzeugend das ich daraus schliessen wuerde das Artillerie und Artilleriemunitionsversorgung ein grosses Problem der brit. Fuehrung waren.
Problem ja, grosses Problem nur, wenn in 3-4 Tagen die Landung nicht abgewehrt werden kann.
ZitatZuviele Luecken, die wenn geschlossen die Situation fuer die Briten nur besser werden lassen.
Naja, Ende September existieren diese Lücken noch, und wenn die Landung im September 1940 erfolgt, isses so ziemlich Wurscht, ob die Lücken im Dezember 1940 oder später geschlossen werden. So oder so ist der Feldzug dann beendet. :wink:
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 04 Februar 2012, 12:12:44
Hallo, Andreas
Zitat1.000 25-pdr sind wohl ausreichend um ca. 13 Infanterie-Divisionen voll auszustatten.
sind nur ca 820. Wenn ausserdem nur 10-12 Divisionen voll ausgerüstet sind, was bedeutet das dann ganz genau gegen 8-10 deutsche Divisionen? :wink:
Ist die Überlegenheit dann vielleicht nicht mehr so gross? :wink:
Die Artillerieueberlegenheit betraegt immer noch 50%. 72 gegen 48 Geschuetzep pro Division. Wie gesagt, ich sehe eher andere Probleme als Munitionsvorrat, z.B. Grad der Motorisierung. Wenn die Invasion in 13 Grosskampftagen nicht abgeschlagen werden kann ist der Munitionsvorrat wirklich die kleinste Sorge der Briten.
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas,
Probleme gibt es zu Hauf. Ari besteht aus einem Sammelsorium von verschiedenen Typen (und ja, einige haben sher, sehr wenig Mun), Panzerabwehr steht auf sehr schwachen Beinen (neben einigen 100 Zweipfündern nur diverse 3pdr (http://www.navweaps.com/Weapons/WNBR_3pounder_H_mk1.htm) und 6pdr (http://www.navweaps.com/Weapons/WNBR_6pounder_m1.htm) aus dem XIX.Jh), Stellungen sind nur ansatzweise ausgebaut, bei GrW klaffen riesige Lücken, bei der Motorisierung bin ich auch etwas skeptisch, und ausser bei den BEF-Divisionen sehe ich auch keinen unbedingt hohen Ausbildungsgrad (zumindest kann dieser nicht mit zwei durchgemachten Feldzügen auf dt. Seite mithalten).
In wie fern die Englander den Kampf verbundener Waffen zusammenbekommen könnten, ist auch eine nette Frage.
einfach wird es für Inselbewohner auf keinem Fall!
mfg
alex
Re: Britische Artillerie: die Angaben in dieser Tabelle 22 stimmen im grossen Ganzen überein mit den in meinem "Statistical Digest of the War" (mit Quartalangaben, was nicht weiter verwundert, mit der kuriose Ausnahme das da in Juli-September 210 25-pdr. produziert werden und bei mir 525 "field artillery", (neben "medium and heavy", "coastal", "anti-aircraft", etc.). Ein jahr später ist genau das umgekehrte der Fall: 1242 "25-pdr." gegen 892 "field artillery" im 3. Quartal 1940Muss ich noch mal recherchieren.
Ältere noch vorhandene Waffen: ich finde im Internet (www.historykb.com) eine Liste für ende Mai:
126 18-pdr
269 18/25-pdr
90 25-pdr (+252 Fertigung Juni-September)
321 4.5" how
14 60-pdr
5 4.5" guns (converted 60-pdr.)
94 6" how
20 6" guns
14 8" how
39 9.2" how
29 12" how
Die BEF konnte 322 Geschütze (alle Typen) aus Frankreich zurückbringen.
Kurzum,wir können noch lange Zahlen vor überall her zusammentragen, aber es sieht wohl so aus als ob die Briten ende September grob geschätzt über mehr als 2000 Geschütze (field/medium/heavy) verfügten (ein Sammelsurium in der Tat, aber genau das gleiche galt für die deutsche Artillerie) mit irgendwo zwischen zwei und drei Millionen Schuss (inklusive amerikanische 75 mm - die Lieferungen erfolgten übrigens ziemlich schnell, die erste amerikanische Waffen kamen schon Anfang Juli an).
Was Bedarf und Verbrauch angeht: wie oben angeführt, verbrauchte die 71. ID während des Frankreichfeldzuges (mit 13 "Grosskampftage") also ungefähr 900 Schuss pro lFH. Das stimmt (nur als Beispiel) ziemlich genau überein mit den Einschätzungen des US Army Ordnance Department, das in 1941 einen Tagessatz von 30 Schuss pro 105 mm-Haubitze plante (in einem aktiven "Theatre of War")
Ein Vorrat von etwa 1000 Schuss pro Feldgeschütz muss also als völlig ausreichend angesehen werden, zumal 1) die Sache höchstwahrscheinlich so oder so innerhalb von wenigen Tagen entschieden gewesen wären und 2) manche Einheiten die vom Anfang an im Kampfgeschehen eingreifen konnten, mehr als den Mittelwert verfeuert hätten.
Re: Artillerie: was aber hatten die Deutschen dem entgegenzusetzen? Am ersten Tag nicht besonders viel. Die wenige am S-Tag am Morgen noch vorhandene Kriegsschiffe hätten wohl alle Hände voll zu Tun gehabt sich die RN vom Leib zu halten, und die Geschütze auf Prahmen hätten auch nicht viel ausrichten können, zumal sie (meines Wissens) keine Funkverbindung hatten und also nur im direkten Richten feuern konnten.
Die 1. Staffel der 9 angreifenden Divsionen bestand jeweils aus zwei Inf Reg mit unterstützenden Einheiten, etwa 7000 Mann. Zwei batterien des Art Reg waren auch dabei, hatten aber ihre lFH eintauschen müssen für 7,5 cm Skoda Gebirgsgeschütze (Modell 1915), die nur etwa ein Drittel so schwer waren.
Die sIG (15 cm) wurden auch zurückgelassen, also gab es (Liste Schenk ): 8 x 7,5 cm Skoda, 14 x 7,5 cm lIG, 27 x Pak (auch Tsjechische und Fr. 47 mm), 12 x 20 mm Flak, 8 x Nebelwerfer (neue Waffe!), 72 x 8 cm. GrW (also mehr als üblich, sollte wohl die artilleristische Schwäche etwas wettmachen).
Die Munitionsversorgung für diese bescheidene Bewaffnung dürfte sich schwierig gestaltet haben. Eine solche erste Staffel hatte nur 34 LKW dabei, die nehme ich an für wichtige Ausrüstung gebraucht wurden (Nachrichtenmittel, Pioniermittel ...). Dann gab es noch 93 PKW (wohl als Zugmittel für og Waffen), 181 Kräder, 341 Pferde, usw.
Zitat von: Knouterer am 04 Februar 2012, 17:22:46
Was Bedarf und Verbrauch angeht: wie oben angeführt, verbrauchte die 71. ID während des Frankreichfeldzuges (mit 13 "Grosskampftage") also ungefähr 900 Schuss pro lFH. Das stimmt (nur als Beispiel) ziemlich genau überein mit den Einschätzungen des US Army Ordnance Department, das in 1941 einen Tagessatz von 30 Schuss pro 105 mm-Haubitze plante (in einem aktiven "Theatre of War")
Ein Vorrat von etwa 1000 Schuss pro Feldgeschütz muss also als völlig ausreichend angesehen werden, zumal 1) die Sache höchstwahrscheinlich so oder so innerhalb von wenigen Tagen entschieden gewesen wären und 2) manche Einheiten die vom Anfang an im Kampfgeschehen eingreifen konnten, mehr als den Mittelwert verfeuert hätten.
Wird der Bedarf / Verbrauch "aufgewertet" wenn er mit den "Einschätzungen der US-Army ..." übereinstimmt? Die hatten sich im übrigen bei ihrer Bedarfsberechnung zu den Nachfolgekämpfen in Frankreich ziemlich verrechnet.
Im übrigen ein Tagesverschuß von 30 Granaten für ein Standartgeschütz 10,5 cm Haub ist eher gering. Nach deutschen statistischen Berechungen des Jahres 1944 (die einzelnen Schlachten des gesamten Kriegsverlaufs waren die Basis der Berechnung) hat der tägliche Verschuß bei Großkämpfen und in der Verteidigung eher bei 59,5 gelegen.
Hallo,
Zitat8 x 7,5 cm Skoda, 14 x 7,5 cm lIG, 27 x Pak (auch Tsjechische und Fr. 47 mm), 12 x 20 mm Flak, 8 x Nebelwerfer (neue Waffe!), 72 x 8 cm. GrW
Falsch.
Laut der Ladeliste für Schenk (bereinigt, es gibt einige nicht nachvollziehbare Details):
12 sFH
8 GebK
52 PAK
26 lIG
Auf den
Prähmen für Abschnitt B (zwei Divisionen). Die Nebelwerfer (keine neue Waffe, es handelt sich um die 10,5cm GrW! :wink:), GrW und Flak tue ich mir jetzt nicht an. Auf den Frachtern wurde dann der Rest der Divisions-Ari, und zusätzlich etwas Korpsari untergebracht.
ZitatDie Munitionsversorgung für diese bescheidene Bewaffnung dürfte sich schwierig gestaltet haben.
1, nicht bescheiden
2, Nö. Bei einer Tiefe des Brückenkopfes von 10-20km ist die vorhandene Fahrzeugmenge noch ausreichend. Südost-England sollte nicht mit Nord-Afrika verwechselt werden. :wink:
Zitatwie oben angeführt, verbrauchte die 71. ID während des Frankreichfeldzuges (mit 13 "Grosskampftage") also ungefähr 900 Schuss pro lFH. Das stimmt (nur als Beispiel) ziemlich genau überein mit den Einschätzungen des US Army Ordnance Department, das in 1941 einen Tagessatz von 30 Schuss pro 105 mm-Haubitze plante (in einem aktiven "Theatre of War")
Davon 170/Rohr an einem einzigen Tag.
Zitat1) die Sache höchstwahrscheinlich so oder so innerhalb von wenigen Tagen entschieden gewesen wären
Wieso nochmals? Wenn du unter "wenigen Tagen" etwa 7-8 verstehst, vielleicht.
ZitatIm übrigen ein Tagesverschuß von 30 Granaten für ein Standartgeschütz 10,5 cm Haub ist eher gering. Nach deutschen statistischen Berechungen des Jahres 1944 (die einzelnen Schlachten des gesamten Kriegsverlaufs waren die Basis der Berechnung) hat der tägliche Verschuß bei Großkämpfen und in der Verteidigung eher bei 59,5 gelegen.
Eben. Auch die Zahlen für die 71.ID gehen in diese Richtung (69/Grosskampftag).
Gerade hier müssten die Engländer verstärkt auf die Ari bauen, ein täglicher Verbrauch von bis zu 100 Schuss/Rohr wäre nicht abwegig, und auf jeden Fall realistischer, als 30/Tag. Bei einzelnen Typen (4,5" FH, 60pdr/4,5" Kanone, 6" Haubitze, und alle schwereren) stand mW sehr wenig Mun zV - unter 500/Rohr - einerseits, weil diese Munarten nicht mehr produziert wurden, andererseits, weil die Kapazitäten völlig unzureichend waren.
mfg
alex
Re: Artillerie auf deutscher Seite: Um die Sache mal mehr ins Detail zu betrachten: meine obige Angaben treffen in etwa zu auf das XIII. AK mit den 17. and 35. ID. Die hatten auf der rechten Flanke wichtige Aufgaben (Wegnahme von Dover, Verbindung zu den Fallschirmjäger herstellen ...).
Die 1. Staffel dieses AK kam aus Dünkirchen und Ostend in etwa 200 Prähmen und 7 Transportschiffen (für die zwei U-Pz. Abteilungen, falls sie es denn geschafft hätten und nach Plan am S-5 verladen worden waren, waren 16 Prähme pro Abteilung vorgesehen).
Aufmerksames Studium der Verlade-Übersicht bei Schenk zeigt das die Korps-Artillerie mit 20 x sFH (15 cm) und 12 x 10 cm Kanonen auch dabei war.
Die ganze Divisions-Artillerie (mit den restlichen 2 Inf Reg, rückwärtige Dienste und den Grossteil der Ausrüstung der beiden Divisionen) war aber als 2. Staffel an Bord der 47 Transporter von Geleitzug 2 aus Rotterdam. Hier haben wir aber eine der unzähligen Schwachstellen von Seelöwe, denn dieser (praktisch ungeschützte) Geleitzug hätte schon am S-2 auslaufen müssen. Das heisst: auch wenn wir annehmen das die Royal Navy bei Tag nicht eingreifen konnte oder wollte - und ich sehe eigentlich gar keinen Grund zu dieser Annahme, bei Kreta 1941 hat die RN auch bei Tag operiert und trotz empfindlichen Verlusten durch Luftangriffe die improvisierte deutsche Transportflotte komplett vernichtet beziehungsweise in die Flucht getrieben - waren die Schiffe also zwei Nächte lang unterwegs gewesen.
(Folge) Die RN hätte wohl auch reichlich Vorwarnung gehabt, die Absprunghäfen standen ja unter ständiger Bewachung aus der Luft und von See aus, Verladung, Ausschleusen und Auslaufen wären bestimmt nicht unbemerkt geblieben.
Wie auch immer, die etwa 5 Kreuzer und 24 Destroyer von Nore Command hätten den Geleitzug aus Rotterdam ohne Problemen östlich von den Minensperren abfangen können.
Wo wir hier so viele Teilnehmer mit lebhafte Phantasie haben, stelle ich jetzt mal die Frage: was wäre denn passiert, wenn auch nur ein einziger Town-class Kreuzer (10.000 T, 32,5 knoten, 12 x 6-inch und 8 x 4-inch Kanonen, 4 x 40 mm Vierlingsflak, 6 Torpedoröhre) auf diesen Geleitzug getroffen war ?
Zitat von: Knouterer am 05 Februar 2012, 10:46:08
Das heisst: auch wenn wir annehmen das die Royal Navy bei Tag nicht eingreifen konnte oder wollte - und ich sehe eigentlich gar keinen Grund zu dieser Annahme, bei Kreta 1941 hat die RN auch bei Tag operiert und trotz empfindlichen Verlusten durch Luftangriffe die improvisierte deutsche Transportflotte komplett vernichtet beziehungsweise in die Flucht getrieben - waren die Schiffe also zwei Nächte lang unterwegs gewesen.
Der Vergleich Seelöwe mit Kreta hinkt auf vielen vielen Beinen.
u.a.
a.) Die Entfernungen von den deutschen Luftbasen war im Falle Kreta um ein mehrfaches größer als bei der Op.Seelöwe.
b.) die Versorgung der Luftwaffe in Griechenland war sehr viel problematischer, die sehr viel bessere Versorgung in Nordfrankreich hätte sich in einer sehr viel höheren Einsatzrate ausgewirkt
c.) fast die gesamte deutsche Luftwaffe wäre bei Seelöwe zum Einsatz gekommen.
und letztlich
durch die hohen Verluste der RN bei der Luft->Seeschlacht um Kreta machte es ihr nicht möglich dort eingesetzt zu bleiben. Und das wäre im Falle Seelöwe noch sehr viel mehr (siehe oben) der Fall gewesen.
Hallo,
ZitatHier haben wir aber eine der unzähligen Schwachstellen von Seelöwe, denn dieser (praktisch ungeschützte) Geleitzug hätte schon am S-2 auslaufen müssen. Das heisst: auch wenn wir annehmen das die Royal Navy bei Tag nicht eingreifen konnte oder wollte - und ich sehe eigentlich gar keinen Grund zu dieser Annahme, bei Kreta 1941 hat die RN auch bei Tag operiert und trotz empfindlichen Verlusten durch Luftangriffe die improvisierte deutsche Transportflotte komplett vernichtet beziehungsweise in die Flucht getrieben - waren die Schiffe also zwei Nächte lang unterwegs gewesen.
stehe ich da auf der Leitung? Rotterdam bis Zone B sind keine 140sm, bei 8Kn Fahrt 17,5 Stunden. Ankommen sollten die Frachter um S+2 Stunden, also ca. 8 Uhr. Abfahr aus dem Versammlungsraum also Nachmittag (ca 14:00) von S-1! Woher kommen jetzt diese 2 Nächte?!?!?
Btw:
Die Engländer müssten die Abfahrt des Geleitzuges zeitgerecht entdecken,
DANN diese Info zeitgerecht an die RN weiterleiten, die
DANN zeitgerecht auslaufen müssten, den Geleitzug
DANN in der Nacht finden müssen (ohne vorher selbst auf irgendeine Mine zu laufen), erst
DANN können wir uns darüber unterhalten, was und wie versenkt werden könnte.
Ein Abfangen der Dunkerque-, Calais- und Boulogne-Prähme ist indessen kaum möglich.
mfg
alex
PS: kannst du bitte deine Beiträge in einem einzelnen Post zusammenfassen? Liest sich viel einfacher. "Ändern"-Button.
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, das irgendwie ausgeblendet wird, dass es auch eine KM gab, mit Schnellbooten, Torpedobooten, Zerstören. leichten und schweren Kreuzern und Schlachtschiffen und jede Menge Kleinzeug, Minensucher, Hilfsschiffe (z.B Bremse etc...) und U-Booten.
Was davon jetzt im Einzelnen einsatzbereit ist, muss man prüfen, aber ich nehme nicht an, dass die bei dieser Operation im Hafen bleiben und sie hätten die volle Unterstützung der LW.
Und das ist ein weiterer riesen Unterschied zu Kreta, da gab es runde 5 Zerstörer und Torpedoboote (Italiener) insgesamt.
Hallo, Carsten,
Kleinkrams jetzt wirklich nicht gerechnet, und ziemlich aus der Erinnerung:
7 Zerstörer
7 Boote Räuberzeug
7 Typ 35 T-Boote
etwa 20 U-Boote
12-18 S-Boote
direkt im Kanal bzw vor den englischen Häfen.
Die leichten Kreuzer sollten ein Ablenkungsmanöver in der Nordsee fahren (stehen dann 2-3 Tage nach der Landung zV), Hipper liegt genau zu diesem Zeitpunkt mit Maschinenschaden in Oslo, und wenn sie einen Tag später mit 30Kn durch See 8 zu brettern versucht, ist sie auch einsatzbereit (wenn sie es doch versucht, kann sie nur noch 25-29Kn ? laufen)
Zur Not könnte noch Scheer aus der Ausbildung gezogen werden, die Schwestern lagen allerdings zu diesem Zeitpunkt in der Werft.
(ich wage nur vorsichtig darauf hinzuweisen, dass die englische Sheerness-Gruppe in der Masse auch nicht aus Flottenzertörern bestand. :wink: 9 waren entweder Hunts oder WAIR-Umbauten. Und die Town-Kreuzer lagen oben in Hull, nicht unten in Sheerness/Harwich)
mfg
alex
@ Alex,
nur mal so als Frage, wenn die Engländer alles riskieren (POW Dänemarkstraße), kann das die KM doch auch.
Waren PE und BS schon fertig und in der Ausbildung? Könnte man die nicht auch rausziehen mit Scheer?
Lützow ist denke ich nicht fertig (Torpedotreffer)
Was ist mit SH und GN, können die bei Vorwarnzeit ausgedockt werden? Oder waren die Werftaufenthalte fundemental?
SH dürfte ihren Torpedotreffer doch schon repariert haben aus dem Glorious Gefecht?!
Hallo, Carsten,
Beim B-Schiff und PE wäre ich skeptisch. Das B-SChiff wurde genau einem Monat vor Seelöwe iD gestellt, PE auch erst im August.
Die Schwestern waren mW bis Oktober/November in der Werft.
Ausserdem: wieso riskieren? :-D
mfg
alex
Wenn ich das noch mal überprüfe stimmt das mit zwei Nächte auf See für den Geleitzug aus Rotterdam in der Tat nicht genau, es waren 48 Stunden veranschlagt für das Auslaufen und die Flotte sollte sich etwa 18 Stunden vor S-Zeit komplett vor Hoek van Holland (Versammlungsraum I) gesammelt haben in und Marsch setzen. Ankunft vor Ort etwa 2 Stunden nach S-Zeit, die Schiffsbewegungen hätten also ingesamt 68 Stunden gedauert, ich bleibe mal dabei dass die RN Vorwarnung und Zeit genug gehabt hätte um den Geleitzug mit starken Kräften abzufangen.
Die KM wäre in der Tat kaum anwesend gewesen, die meiste Zerstörer überwachten den westlichen Kanalausgang, vor der holl./belgischen Küste wären es höchstens zwei gewesen, plus S-Boote, U-Boote und Kleinkram. In dem Zusammenhang glaube ich nicht das Torpedoangriffe gegen Destroyer viel Wirkung gezeigt hätten, abgesehen von ihre notorische Unzuverlässigkeit waren die deutsche Torpedo's 1940 kaum schneller als ein Destroyer mit Volldampf.
ZitatIn dem Zusammenhang glaube ich nicht das Torpedoangriffe gegen Destroyer viel Wirkung gezeigt hätten, abgesehen von ihre notorische Unzuverlässigkeit waren die deutsche Torpedo's 1940 kaum schneller als ein Destroyer mit Volldampf.
Also ich möchte wirklich nicht unfreundlich werden, aber ein bischen mehr Wissen wäre angebracht, wenn man solche Behauptungen aufstellt!
Wir reden hier über den G7 Torpedo, den gab es in Ausführung a, dampfgetrieben 44kn und Ausführung e elektrisch getrieben für die U-Boote 30kn.
Die Torpedokrise wurde offensichtlich bei Weserübung ein halbes- bis dreivierteljahr vor Seelöwe, zum Zeitpinkt von Seelöwe waren alle wieder mit Aufschlagzünder unterwegs und nicht mit
Magnetzünder wie bei Weserübung!
Also eimal die These der deutsche Torpedo ist zu langsam stimmt nicht; 44kn, und der Aufschlagzünder hat funktioniert, also auch das Argument der Unzurverlässigkeit stimmt zum Zeitpunkt von Seelöwe durchaus nicht!
http://de.wikipedia.org/wiki/G7_%28Torpedo%29
Zitat von: Leandros am 08 Januar 2012, 11:20:01
Zitat von: Urs Hessling am 13 April 2011, 08:30:17
moin,
danke top :MG:
mit anderen Worten: allein nach Beginn des Auslaufens hatten die Briten schon mindestens 2 oder 3 Tage Vorwarnzeit ... na, prima ...
Gruß, Urs
In practice, I am afraid it would have turned out a little differently. All through August and the beginning of September German convoys and separate towing units had been observed moving westwards, filling up the French invasion ports. To differentiate these from the real thing would not have been that simple. This is shown by the "invasion scare" in the beginning of September.
More importantly, when the invasion warning was given very little RN resources were available to investigate, not to say, interrupt it. There was a destroyer patrol already available (3-4 destroyers, I believe) in the Channel at the time but nothing more could be put up before the next night when two patrols were launched - inclusive, I believe, a cruiser in each. This shows one of the fundamental weaknesses of the RN at the time, they were not allowed to operate in the Channel during daylight (much as around Crete) because of the fear of the Luftwaffe. If the invasion had taken place that night only a small part of it had been influenced by this RN patrol. Actually, the KM escort force was to be several times more powerful than this RN destroyer flotilla operating out of the western-most part of the planned landing area.
With other words, the first invasion "wave" had reached their targets more or less unscathed.
In the end of September even less RN resources were available as an increased transfer of destroyers to convoy escort service (due to the activities of the German U-boats) had started.
Regds
Fred
Forgive me for replying in English. I regret that my German is simply not up to the task, but I could not let such claims pass unchallenged.
With regard to the first paragraph, I would point out that Transport Force 'C' under Captain Kleikamp at Calais, would have been a formation 16.5 kilometres long when it finally managed to form up outside the port. Force 'D' (Captain Lindenau) consisted of 165 barge trains, each of one towing vessel and two barges. This force, when it eventually formed up outside Boulogne, would have required four hours of daylight plus the whole of the night in order to reach the intended landing beaches at dawn on D-Day. It is frankly beyond belief that British observers would have mistaken formations such as these for the regular transfer of small numbers of barges which had been taking place along the coast in September.
Second paragraph. The Royal Navy operated regular destroyer patrols every night throughout September, usually consisting of four destroyers. The implication in the paragraph that the RN had nothing else available is totally misleading. In mid September, 1940, there were 11 destroyers and two cruisers at Plymouth (eight hours at 20 knots from Calais), 1 cruiser, 16 destroyers, 5 French & Dutch torpedo boats, and 6 MTBs at Porstmouth/Southampton (3.5 hours at 20 knots from Calais), 6 destroyers and 11 MTBs at Harwich (3.5 hours from Calais), and 2 cruisers and 18 destroyers at Sheerness/Chatham. There were a further three cruisers, 5 destroyers, and 11 MTBs in the Humber. At the time of the supposed invasion scare, the regular nightly patrol, consisting of four destroyers of the First Destroyer Flotilla, were diverted to support MTBs engaging a small number of barges off Calais, but by the time they arrived the barges had entered harbour. Similarly, on the night of 8/9 September, two forces, each of a cruiser and three destroyers, investigated Calais & Boulogne respectively, finding no signs of German naval activity but shelling barges in the inner harbour. On the same night, four destroyers from DF1 patrolled the coast from Le Touquet to the mouth of the Seine, again encountering no activity, whilst MTBs investigated the ports of Dunkirk and Ostend. From the point of view of the RN, there was no invasion scare, and the suggestion that four destroyers was all the RN could send out is wholly misleading. Had the invasion forces been encountered, the resources I have described above would have been committed. I can, of course, provide the names of every British or Allied vessel involved. The idea that the first wave of invasion barges would have reached their beaches unscathed is, in all honesty, nonsense, and to suggest that the escorting vessels were several times more powerful that the forces the RN could have committed against them is laughable.
The final matters are easily dealt with. RN vessels were not forbidden to operate in the Channel in daylight. There was simply no reason for them to take such action. German naval units were not active in the Channel in daylight either, and simply cruising up and down the Channel in daylight would have served no useful purpose unless and until the invasion forces had been detected at sea.
The transfer of some of the RN anti-invasion forces to Atlantic escort duties actually began in early October, when it was clear both from deteriorating weather conditions in the Channel with the approach of winter, and from the gradual dispersal of the barge concentrations, that the immediate threat of invasion had receded. Certainly, the successes of a comparatively small number of U-Boats in the Atlantic was a source of great concern to Churchill and the Admiralty, but the primary duty of the RN forces in Home Waters in the second half of 1940 was the prevention of invasion, and the seventy or so cruisers and destroyers allocated to this task stayed where they were until the threat had been averted.
Incidentally, all this information is readily available in the British Admiralty archives, to which I have been fortunate enough to have had access. It is, perhaps, a cause for regret that Mr. Leander presumably did not have access to such sources. If he had, one hopes he would not have made such wildly erroneous claims and reached such improbable conclusions!
Hi, guys – the number crunching you are into here now has, in my opinion, little relevance – especially regarding the British forces. If these should be of any use they would all have "to be there". They weren't.
The reasons for this being: A large part of the British army resources were placed North of London, on the East Coast. In September '40 the British leadership still feared German landings there and the German diversionary actions before an eventual invasion were meant to keep this in focus. The British forces in the area South of London were organized in a coastal "crunch" and an allegedly mobile reserve. If this mobile reserve, which was meant to be the real defense of Southern England should be effective, the main part of the effective weapons would have to stay with this. Not in the "crunch" where they would be over-run, surrounded and captured. With other words, very little punch positioned at the coast.
The Royal Navy of September 1940 has been very over-rated, particularly the destroyer force. There were no destroyers based between Portsmouth and the Thames Estuary. They had literally been chased away by the Luftwaffe. Of those officially based in the Portsmouth and Nore Command in the end of September, many were actually in repairs or on escort duty in the North-Western Approaches as this area was also under Portsmouth Command. The larger, more modern destroyers, most of them assigned to the Home Fleet, could not be detached from this as the Home Fleet would then be incapacitated. And the Home Fleet was not going South. Incidentally, 18 months later almost all these large destroyers had been sunk, most by the German and Italian air and naval forces, and mines, in the Mediterranean. During the one real invasion scare very little RN resources were available to interfere. Even the night after, only a couple of small flotillas were available, each with a cruiser, one of which hit a mine. Quick reaction was not an RN custom at the time. This was also shown very clearly during the Channel Dash, an operation that was expected, and planned for in detail, by the British.
The RN auxiliaries...? These were not positioned, armed or trained to operate as proper combat units. They all had their daily chores to attend to, patrolling the coast singly or in pairs, as port guard ships or in routine minesweeping. A number I have seen mentioned is 700 of these auxiliaries. Never mind if this is correct or not, they were spread all around the British coast. They were not there.
The minesweepers could not leave their regular sweeping areas simply because an important part of the German build-up towards Sea Lion was mining.
The Royal Air Force at the time had shown that they could not keep the Channel clear. The first part of the Battle of Britain, the Kanalkampf (which is probably the best comparison to a Sea Lion), showed they could not protect their merchant and naval friends. On the other hand several RN destroyers were sunk by the Luftwaffe in short order, till the traffic could be reopened on a nightly basis. The second part, the decimation of the Fighter Command, could also not be hindered other than when Gøring intervened and saved it by switching his priorities to London on Sept. 7th. During the Dunkirk evacuation more than 200 Allied vessels were destroyed (some by German MTB's and submarines) in spite of the fact that the Fighter Command flew almost exactly as many fighter missions in the area as the Luftwaffe. This must be seen in the light of the short operational period, approx. 2 ½ days with permissible weather, the long flying distances for most of the German units (they were still based in Germany) and that most of the Luftwaffe was engaged elsewhere and had had losses through three weeks of fighting. During a Sea Lion the whole Luftwaffe, with refurbished Stuka units, would be concentrated on the invasion and they would operate from dozens of well-prepared airfields close to the Channel, some former French and some newly established, but all with good time for preparations.
In September 1940 it was the Germans that were the professionals, not the British. And the British knew it. There were disagreements in the British leadership whether the RN should sacrifice itself in a defense of Southern England. As opposed to the number-crunching of British units and materiel the actual German forces would be there – when it happened. The time aspect would be very important. If the British forces could not decidedly hamper the German development within the first 3 days they would have serious problems. German coastal artillery would be ashore, the first German stop line would have been reached and much of the transport fleet would be back in France.
Have you considered this: The RN could not operate during daytime. There is no reason why the large German transports could not return to France in the evening to avoid eventual RN intrusions to return in the morning. The radar of the German coastal artillery in the Straits had coverage almost up to the Thames Estuary. As such their friends could be warned, either to withdraw or concentrate for defensive operations. Each and every German army unit to land on S-day was not "normal" army units. All had been reinforced with specialist personnel and equipment. The units participating had almost all gone through the Polish and Western campaigns. To understand this one has to read the actual orders. Halder's diaries are also very useful.
I could write much more (I have in my book......) but would like to end with a question: If the invasion of Poland, Weserübung, the Western Campaign, Barbarossa, the taking of Crete and Singapore, had not taken place, would you have believed it could happen? In none of these actions, except maybe Poland, can it be said that the Germans (or Japanese) had overwhelming forces - on the contrary.
Most of us have grown up in the WW2 victors' glorifying, almost brainwashing, of that side's ventures. It can be very difficult, for some it seems almost nauseating, to see it from a different perspective. In my book I have. If you want to share my perspectives you now have the opportunity (perhaps) to do it cheaply as I every 10th day put up a no-reserve auction at the US eBay. Here is the link – only a few hours left for this time:
http://www.ebay.com/itm/270901483241?ssPageName=STRK:MESELX:IT&_trksid=p3984.m1555.l2649
Regds
Fred
hi, Fred,
Zitat von: Leandros am 05 Februar 2012, 19:05:43
Incidentally, 18 months later almost all these large destroyers had been sunk, most by the German and Italian air and naval forces, and mines, in the Mediterranean.
Almost all :? ... well, I don´t know :| ... and if you mention this as a "side line" :wink: it would be only fair to point out that many of them were lost in situations without fighter cover (e.g., off Crete)
greetings, Urs
Hallo,
ZitatWenn ich das noch mal überprüfe stimmt das mit zwei Nächte auf See für den Geleitzug aus Rotterdam in der Tat nicht genau, es waren 48 Stunden veranschlagt für das Auslaufen und die Flotte sollte sich etwa 18 Stunden vor S-Zeit komplett vor Hoek van Holland (Versammlungsraum I) gesammelt haben in und Marsch setzen. Ankunft vor Ort etwa 2 Stunden nach S-Zeit, die Schiffsbewegungen hätten also ingesamt 68 Stunden gedauert, ich bleibe mal dabei dass die RN Vorwarnung und Zeit genug gehabt hätte um den Geleitzug mit starken Kräften abzufangen.
Das ist schlicht und einfach Blödsinn. 48 Stunden für das Auslaufen der Transportflotte und 18 Stunden auf See bedeuten immernoch nicht, dass die Frachter 2 Nächte unterwegs sein sollten. Dann nochmals nachlegen: die ganze Bewegung hätte 68 Stunden gedauert. Bedeutet immernoch nicht, die Flotte wäre 3 Tage unterwegs gewesen.
Jetzt angenommen, die 35sm bis in den Versammlungsraum dauern wirklich 48 Stunden, wo stehen dann die Frachter? Nein, nicht auf offener See, sondern in der Scheldemündung, bei Vlissingen.
Erst wenn die Engländer wissen, wohin diese Flotte fährt, können die Zerstörer angesetzt werden (nicht egal, ob sie nach Suffolk oder Kent fahren!). Am Nachmittag Tag S-1! Angenommen und vorausgesetzt, die RAF kann am Nachmittag des S-1 Tages die Flotte aufklären, und die Meldung zeitgerecht übermitteln.
Eine solche hunderprozentige Gewissheit, wie einzelne bez. Entdeckung, Aufklärung und Vernichtung der Geleitzüge haben, ist völlig abwegig, übertrieben und ungerechtfertigt.
Zitatabgesehen von ihre notorische Unzuverlässigkeit waren die deutsche Torpedo's 1940 kaum schneller als ein Destroyer mit Volldampf.
No Comment. Auf dieses Niveau möchte ich mich nicht begeben.
mfg
alex
PS:
Zitatit would be only fair to point out that many of them were lost in situations without fighter cover (e.g., off Crete)
Ob die RN im Kanal genügend Jägerdeckung bekommen könnte/würde...
Zitat von: Leandros am 05 Februar 2012, 19:05:43
Incidentally, 18 months later almost all these large destroyers had been sunk, most by the German and Italian air and naval forces, and mines, in the Mediterranean.
ZitatBy Urs: Almost all :? ... well, I don´t know :| ... and if you mention this as a "side line" :wink: it would be only fair to point out that many of them were lost in situations without fighter cover (e.g., off Crete)
greetings, Urs
It does sound incredible but I believe only one of them survived 1942. As for fighter escort in the Channel September 1940 I am afraid the RN wouldn't get much help. They could not influence on the outcome of the Kanalkampf and they didn't help much during the Dunkirk evacuation even if the Fighter Command flew as many sorties as the Luftwaffe fighter units. If the RN hadn't stopped destroyer operations during daytime it would have been even worse. The RAF would have to fly CAP's to protect their naval units while the Luftwaffe could attack at will. The other way around...?..: Well, the Brits had much fewer, and less effective, anti-ship assets.
Fred
Zitat von: Matrose71 am 05 Februar 2012, 12:54:39
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, das irgendwie ausgeblendet wird, dass es auch eine KM gab, mit Schnellbooten, Torpedobooten, Zerstören. leichten und schweren Kreuzern und Schlachtschiffen und jede Menge Kleinzeug, Minensucher, Hilfsschiffe (z.B Bremse etc...) und U-Booten.
Was davon jetzt im Einzelnen einsatzbereit ist, muss man prüfen, aber ich nehme nicht an, dass die bei dieser Operation im Hafen bleiben und sie hätten die volle Unterstützung der LW.
Und das ist ein weiterer riesen Unterschied zu Kreta, da gab es runde 5 Zerstörer und Torpedoboote (Italiener) insgesamt.
Schenk meint das die KM sicherlich auch andere Möglichkeiten ausgeschöpft hätte. Es gab ja eine ganze Reihe von (Beute und eigene) Schiffe in Zerstörergröße die -als Provisorium - hätten genutzt werden können.
"Torpedo vs Zerstörer"
Ob ein Torpedo schneller oder langsamer als ein DD war ist wohl eher, nmV, nebensächlich. Die Torpedos sollten den DD ja auch nicht einholen sondern von der Seite treffen. Oder Urs?
It seems a pity that Mr. Leander appears more intent upon trying to persuade people to buy his book than in justifying his extreme statements with proper evidence. Therefore, I shall attempt to correct one or two of his comments with accurate facts. I am willing to provide the evidence to support these facts if requested, but as I said earlier my German is wholly inadequate, and I could therefore only properly respond to questions asked in English. I apologise once again for my ignorance!
Firstly, the dispositions of the RN destroyers allocated to anti-invasion duties was exactly as I stated earlier. I have specifically excluded vessels in the area undergoing repair or refit, and nor have I included the 10 destroyers and one (Dutch) torpedo boat actually with convoys. All of these, incidentally, could have been recalled, and arrived back in the Channel, within 24 hours had it been necessary. The only base evacuated by the RN in September 1940 was Dover, for the entirely sensible reason that it was simply too close to France, and the other major bases were within 4 to 5 hours sailing in any case.
The fact that many of the larger destroyers were subsequently lost has no relevance to the Sealion operation. As the most modern and best ships of their type in the RN they were employed at the 'sharp end' of the war. Perhaps this may be an unfamiliar fact to Mr. Leander, but ships are sunk, tanks are destroyed, and men are killed, in war.
I have already dealt with the reaction to the invasion scare. The fact that only two 'small flotillas' were sent out clearly does not mean that they were all that was available. Had evidence of major German naval activity been detected, the rest of the anti-invasion would have been summoned.
The auxiliaries were indeed positioned to support the initial destroyer intervention. I agree that they were not capable of engaging fleet destroyers, but they were more than capable of despatching armed trawlers and tugs towing barges full of seasick soldiers. As the Kreigsmarine were intending to protect the barge trains with similar vessels, perhaps Mr. Leander could explain why the British vessels were so much less incapable of combat than the German ones.
The RAF never attempted to keep the Channel clear. Kanalkampf was an attempt to draw out British fighter resources over the Channel, and Dowding wisely ordered his squadrons not to venture out beyond the coast, thus ensuring that losses to aircrew were minimised.
The reference to the Dunkirk losses is intentionally misleading. Actual British losses totalled 235 vessels, which sounds dramatic until the vessel types are examined. Of the 235, 154 were the famous 'Little Ships', and a further 35 small vessels such as tugs, landing craft, and Dutch barges.
Of the remaining 46, 1 was an Armed Boarding Vessel, 29 trawlers and drifters, 6 minesweepers, 1 gunboat, 6 destroyers, and 3 torpedo boats. I am sure I do not need to point out that, with over 170 destroyers in commission, the loss of six in exchange for the successful evacuation of over 330,000 men was more than acceptable to the British Government.
Frankly, it is immature to suggest that in September 1940 the British were amateurs and the Germans professionals. The officers and men of the regular navies of both sides were equally professional, but the fact is that the British had a lot more of them, and had in addition access to the Royal Naval Reserve and the Royal Naval Volunteer Reserve. Germany, as a major land power, had no such reserve of trained manpower.
There was no disagreement in the British leadership with regard to the role of the Royal Navy in the prevention of invasion. The C-in-C Home Fleet, Sir Charles Forbes, believed that the British held too many warships back in the Channel ports, arguing that more should have been allocated to convoy escort duty and recalled when/if an invasion was attempted, but he was overruled by the First Sea Lord (Sir Dudley Pound), and by Churchill. Personally, I believe that Forbes was right, but it is easy to be wise after the event and, of course, the British did not realize how desperately weak the German navy of September 1940 really was. In either case, however, once the RN did arrive then German re-supply lines would have been hopelessly disrupted.
Finally, I observe that Mr. Leander still clings to the belief that 'The RN could not operate during daytime'. The fact is, no situation arose during the latter half of 1940 which required the RN to operate in the Channel in daytime. Had the circumstances been different, by which I mean that a German invasion force had been detected entering the Channel in daylight, then I am sure, from my reading of British Admiralty records of the time, that the RN would have been there in strength, whatever the light conditions.
The fact is that the RN in 1940 was overwhelmingly superior in the Channel , and the German High Command wisely realized that an invasion attempt would have been a disaster. This comment is not, as Mr. Leander unjustly claims 'glorifying, almost brainwashing, of that side's ventures'. It is simply a reasoned assessment based on the evidence available to the impartial student.
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 20:53:01
Zitat von: Matrose71 am 05 Februar 2012, 12:54:39
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, das irgendwie ausgeblendet wird, dass es auch eine KM gab, mit Schnellbooten, Torpedobooten, Zerstören. leichten und schweren Kreuzern und Schlachtschiffen und jede Menge Kleinzeug, Minensucher, Hilfsschiffe (z.B Bremse etc...) und U-Booten.
Was davon jetzt im Einzelnen einsatzbereit ist, muss man prüfen, aber ich nehme nicht an, dass die bei dieser Operation im Hafen bleiben und sie hätten die volle Unterstützung der LW.
Und das ist ein weiterer riesen Unterschied zu Kreta, da gab es runde 5 Zerstörer und Torpedoboote (Italiener) insgesamt.
Schenk meint das die KM sicherlich auch andere Möglichkeiten ausgeschöpft hätte. Es gab ja eine ganze Reihe von (Beute und eigene) Schiffe in Zerstörergröße die -als Provisorium - hätten genutzt werden können.
"Torpedo vs Zerstörer"
Ob ein Torpedo schneller oder langsamer als ein DD war ist wohl eher, nmV, nebensächlich. Die Torpedos sollten den DD ja auch nicht einholen sondern von der Seite treffen. Oder Urs?
Die Kriegsmarine hatte aber kein Personal mehr übrig um ggf. weitere Möglichkeiten auszuschöpfen. Als Prahmbesatzungen wurden z.b. schon Sportsegler verpflichtet u.ä. Die in den Werften befindlichen Schiffe und die Schulen sind personell geplündert und die Uboots-Ausbildung gefährdet. Da hätte man nicht mal so eben ein paar weitere Schiffe bemannen können (ganz abgesehen davon, das man die auch hätte einfahren müssen).
Zu Leandros kann ich nur den Kopf schütteln... zumindest hat sich die Royal Navy für stark genug gehalten um einer Invasion zu begegnen. Forbes wollte die dicken Schiffe unter anderem deshalb aus dem Kanal fernhalten, weil er davon ausging, dass die kleinen Einheiten locker reichen.
Was an Kleinkram neben den Zerstörern und Kreuzern da unten war hatte ich ja schon weiter oben aufgeführt. Es stimmt zwar das die Minensucher natürlich auch andere Aufgaben hatten, aber die APV-Vessels und die AS-Trawler hätten keine andere Aufgabe gehabt als die Invasion abzuwehren.
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 05 Februar 2012, 21:16:11
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 20:53:01
Zitat von: Matrose71 am 05 Februar 2012, 12:54:39
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, das irgendwie ausgeblendet wird, dass es auch eine KM gab, mit Schnellbooten, Torpedobooten, Zerstören. leichten und schweren Kreuzern und Schlachtschiffen und jede Menge Kleinzeug, Minensucher, Hilfsschiffe (z.B Bremse etc...) und U-Booten.
Was davon jetzt im Einzelnen einsatzbereit ist, muss man prüfen, aber ich nehme nicht an, dass die bei dieser Operation im Hafen bleiben und sie hätten die volle Unterstützung der LW.
Und das ist ein weiterer riesen Unterschied zu Kreta, da gab es runde 5 Zerstörer und Torpedoboote (Italiener) insgesamt.
Schenk meint das die KM sicherlich auch andere Möglichkeiten ausgeschöpft hätte. Es gab ja eine ganze Reihe von (Beute und eigene) Schiffe in Zerstörergröße die -als Provisorium - hätten genutzt werden können.
"Torpedo vs Zerstörer"
Ob ein Torpedo schneller oder langsamer als ein DD war ist wohl eher, nmV, nebensächlich. Die Torpedos sollten den DD ja auch nicht einholen sondern von der Seite treffen. Oder Urs?
Die Kriegsmarine hatte aber kein Personal mehr übrig um ggf. weitere Möglichkeiten auszuschöpfen. Als Prahmbesatzungen wurden z.b. schon Sportsegler verpflichtet u.ä. Die in den Werften befindlichen Schiffe und die Schulen sind personell geplündert und die Uboots-Ausbildung gefährdet. Da hätte man nicht mal so eben ein paar weitere Schiffe bemannen können (ganz abgesehen davon, das man die auch hätte einfahren müssen).
Zu Leandros kann ich nur den Kopf schütteln... zumindest hat sich die Royal Navy für stark genug gehalten um einer Invasion zu begegnen. Forbes wollte die dicken Schiffe unter anderem deshalb aus dem Kanal fernhalten, weil er davon ausging, dass die kleinen Einheiten locker reichen.
Was an Kleinkram neben den Zerstörern und Kreuzern da unten war hatte ich ja schon weiter oben aufgeführt. Es stimmt zwar das die Minensucher natürlich auch andere Aufgaben hatten, aber die APV-Vessels und die AS-Trawler hätten keine andere Aufgabe gehabt als die Invasion abzuwehren.
Gruß
Dirk
You are quite correct about Forbes. The Home Fleet remained at Rosyth and Scapa Flow, in case Kriegsmarine heavy ships attempted to sortie into the Atlantic. Forbes would only have brought his big ships south if German heavy warships entered the southern part of the North Sea in support of an invasion. We now know that the 8 inch gun cruiser Admiral Hipper was the only German heavy ship available at the time, and even she had defective engines, but obviously the British Admiralty were not aware of this at the time.
The fact is that it is actually quite difficult to hit a barge or trawler at short range with a 15 inch or 16 inch shell, whereas a destroyer with 4 inch or 4.7 inch guns is ideal for the task. British A-I class destroyers, by the way, mounted four guns with 170 rounds for each.
hi, Fred,
Zitat von: Leandros am 05 Februar 2012, 19:48:57
It does sound incredible but I believe only one of them survived 1942.
well, I believe you are wrong, IMO these are the facts (I hope Doveton agrees :wink:)
- Tribals : 2 were lost before September 1940, 3 in 1941, 7 in 1942 (4 in the Med) and 4 survived the war
- "J" : 5 were lost in 1941/1942, and 2 survived the war
- "K" : 1 was lost before September 1940, 5 were lost in 1941/1942 (all in the Med), and 2 survived the war
greetings, Urs
Zitat von: Doveton am 05 Februar 2012, 21:09:43
The fact is that the RN in 1940 was overwhelmingly superior in the Channel , and the German High Command wisely realized that an invasion attempt would have been a disaster. This comment is not, as Mr. Leander unjustly claims 'glorifying, almost brainwashing, of that side's ventures'. It is simply a reasoned assessment based on the evidence available to the impartial student.
Well said.
All the best
Andreas
moin,
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 20:53:01
"Torpedo vs Zerstörer" - Ob ein Torpedo schneller oder langsamer als ein DD war ist wohl eher, nmV, nebensächlich. Die Torpedos sollten den DD ja auch nicht einholen, sondern von der Seite treffen. Oder Urs?
Ja, noch besser schräg von vorn. Eine Gefechtssituation, in der einem Höchstfahrt laufenden Zerstörer ein Torpedo hinterher geschossen wird, ist kaum vorstellbar und würde auch zu Recht als "Verschwendung" kritisiert.
@doveton
Zitat von: Doveton am 05 Februar 2012, 21:09:43
The fact is, no situation arose during the latter half of 1940 which required the RN to operate in the Channel in daytime.
I agree wholeheartedly with all your comments on materiel, personnel and leadership, but, as far as I recall, the coastal convoys on the South coast were suspended during that timeframe, thus
avoiding a situation which would have required the RN to operate in the Channel in daytime (to cover them).
Gruß, Urs
@Dirk
Durch kurzfristige außer Dienststellung der beschädigten schweren Einheiten wäre durchaus genügend Personal zV gestanden.
Zitat von: Urs Hessling am 05 Februar 2012, 22:51:23
moin,
@doveton
Zitat von: Doveton am 05 Februar 2012, 21:09:43
The fact is, no situation arose during the latter half of 1940 which required the RN to operate in the Channel in daytime.
I agree wholeheartedly with all your comments on materiel, personnel and leadership, but, as far as I recall, the coastal convoys on the South coast were suspended during that timeframe, thus avoiding a situation which would have required the RN to operate in the Channel in daytime (to cover them).
Gruß, Urs
Sorry, perhaps I did not make my earlier comments clear enough. What I was trying to say was that there was no reason for RN warships to operate in the Channel in daylight unless suitable targets ( by which I mean German warships or transports ) were detected. Wisely, the Kriegsmarine did not attempt to carry out such operations, because they were unwilling to risk exposing their vessels to the RN.
Similarly, the RN warships were there for one purpose only, to intercept the Sealion barges if/when they set out, and exposing them to unnessary risk from aerial attack was avoidable when a simple solution, that of sending the collier convoys through at night, was readily available.
I would suggest that both sides acted logically. The Luftwaffe launched Kanalkampf in an attempt to draw Fighter Command into battle prematurely, which failed when Dowding declined to be drawn into an attritional battle over the convoys, and the RN, aware that fighter cover would not be available and not wishing to commit valuable destroyers to the protection of small coasters and colliers moving at little more than five or six knots, simply changed the scheduling of the convoys. The shortcomings of the anti-aircraft weaponry fitted to RN destroyers at this stage of the war are well documented, which meant that the best defence against aircraft available to them at the time was their speed and ability to make rapid course alterations. Similarly, the difficulties even experienced Ju87 pilots found in hitting warships at speed are well documented, in particular the reports made by Major Dinort to his superiors at the time.
Perhaps if, as Mr. Leander claims, the Germans were the professionals and the British the amateurs in the Channel in 1940, he would explain why the historical record does not contain dozens of accounts of the night-time convoys being intercepted and destroyed by German warships! The fact is, that both the British and the Germans were professionals and were well aware of the strengths and weaknesses of their respective forces, and both acted in accordance with that knowledge.
Zitat von: Urs Hessling am 05 Februar 2012, 22:22:09
hi, Fred,
Zitat von: Leandros am 05 Februar 2012, 19:48:57
It does sound incredible but I believe only one of them survived 1942.
well, I believe you are wrong, IMO these are the facts (I hope Doveton agrees :wink:)
- Tribals : 2 were lost before September 1940, 3 in 1941, 7 in 1942 (4 in the Med) and 4 survived the war
- "J" : 5 were lost in 1941/1942, and 2 survived the war
- "K" : 1 was lost before September 1940, 5 were lost in 1941/1942 (all in the Med), and 2 survived the war
greetings, Urs
To be strictly accurate, in September 1940 there were 18 of the big modern destroyers ( i.e., Tribal, J, & K Classes) operational in Home Waters, based at Rosyth, Scapa Flow, and the Humber. I have therefore excluded vessels of these classes either refitting, repairing, or in the Mediterranean.
Of these 18, five survived the war ( three Tribals, one K and one J ).
Of the 13 which were sunk, one was torpedoed by a Japanese destroyer, two by U-Boats, four sunk by bombing, two foundered whilst under tow following U-Boat torpedo damage, one was sunk by coastal batteries, one was damaged by surface action with Italian cruisers and subsequently torpedoed by an Italian aircraft, one damaged by bombing and scuttled, and one sunk in collision with the Battleship King George V.
I am not sure what relevance this has to Operation Sealion, but it does demonstrate that it is important always to check what Mr. Leander presents as facts!!
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 22:56:08
@Dirk
Durch kurzfristige außer Dienststellung der beschädigten schweren Einheiten wäre durchaus genügend Personal zV gestanden.
Nein! Das wurde alles schon durchgeführt. Da war kein Raum mehr.... schau Dir mal die Original-Dokumente in Freiburg an (oder wir hatten hier im Forum gerade ein KTB einer der Schwestern (Scharnhost/Gneisenau), wo es auch klar war, dass die bis zur Grenze von Personal beraubt worden sind.
Und Personal war mit eine der Hauptgründe ,dass Seelöwe zurückgeführt wurde... weil sonst die U-Boot-Ausbildung gelitten hätte.
Gruß
Dirk
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 22:56:08
@Dirk
Durch kurzfristige außer Dienststellung der beschädigten schweren Einheiten wäre durchaus genügend Personal zV gestanden.
Beleg mir dies bitte! Nach allen Quellen die ich gelesen habe, war da keine Reserve mehr... (ich verkneif mir jetzt die Bemerkung über die Sekundärquelle die "bestimmt" mehr gewust hat als meine Primär-Quelle...")
Gruß
Dirk
Good Morning,
@Doveton:
I have to confess, I'm rather in the pro-party regarding possible outcome for Seelöwe, however, I think Leandros gone too far in his assesment. On the other hand, I also think, the mainstream-assesment regarding the UK dispositions and chances are equally overoptimistic.
In effect, the Royal Navy would have bear the blunt of stopping Seelöwe, since neither the Army, nor the RAF would have enough strength to stop it. They could only slow it down, but the RN would have to stop it.
However, I'm quite skeptical about the RN's chances to stop the invasion. (not so sceptical as Leandros, but skeptical enough).
1, in the event, the Luftwaffe can achieve air supperiority over the chanel (pre-requisite for ANY landing!), I'm quite sure, that the RN would have vacate Dover, Portsmouth, Portland and Sheerness (save some port-deffence drifters and motor boats). In this situation, there is a slim chance, the RN can in time reach the landing fleet
2, the actual disposition of the ships is still not really clear. There are some ships, which are listed in the coloured papers in a given location, but actually were on convoy-duty. (or the other way around). Where they effectively where, has to be questioned. Also, I made a spreadsheet to the east-coast-convoys escorts, there are a lot of holes in the official history (some ships escort two convoys at the same time, do nothing for two weeks, etc). If every ship listed for the given locations where in reality there, OR was operational, has to be researched according to the war diaries of the ships - and NOT according to the coloured papers.
3, if the RN enters the chanel in daylight, it will be anihilated for little or no gain at all. And, the famed Sheerness-Fleet has to enter the chanel in broad daylight, since only in the morning is it clear, where the invasion is taking place.
4, the RAF has no means to give continous mass CAP for the destroyers, AND perform every other task arrises (shoot down transport-planes, bombers, protect its own bombers and ground troops). If there were no other tasks, the Luftwaffe could muster more fighters at every given point, than the CAP could.
And a nice question to all the contra-party:
Are 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs and 15 DDs enough to wipe out a lightly defended invasion fleet? :-D
mfg
alex
PS: sorry for the probably poor English
Re: Torpedos gegen Destroyer: ich verstehe wirklich nicht was das wüste Geschimpfe soll, jedesmal wenn ich eine technische Bemerkung mache. NATÜRLICH sollen Torpedoangriffe idealiter von der Seite oder schräg von Vorne stattfinden, und nicht von hinten, aber es ist eben immer sehr viel schwieriger ein schnelles bewegliches Ziel zu treffen als ein langsames oder unbewegliches. Eine grössere Geschwindigkeit des benutzten Projektils hilft da schon sehr, weshalb z.B. auch beim entwurf von Flugzeugabwehrkanonen immer versucht wurde die höchstmögliche Mündungsgeschwindigkeit zu erreichen (auch wenn das u.A. eine extrem schnelle Abnutzung des Rohres verursachte).
Alles klar?
In unserem Szenario würden die Destroyer auf der Suche nach einem Geleitzug wohl mit ziemlich hoher Geschwindigkeit unterwegs sein, und ich stelle also fest das der Kommandant eines S-Bootes/U-Bootes nur mit sehr viel Geschick und vor allem Glück einen Torpedotreffer hätte landen können.
Destroyer losses during Operation Dynamo: yes, (only) 6 (British) destroyers lost, but there were a good number damaged, which couldn't operate the next days, weeks or even month. Same results versus destroyers attacking the German Sealion-convoys would keep a good number of them from returning to attack the German Sealion-convoys.
On the other hand:
Operation Dynamo has proven that even in May/June there were many days the Luftwaffe couldn't operate at all or at least the full day because the weather didn't permit to attack ships. So in September very probably there would have been days British attackers didn't have to fear the Luftwaffe - and defending the convoys with only the few German surface units ....
Kleines Rechenbeispiel: Ein U-Boot ist am S-1 unter Wasser mit sagen wir 8 Knoten auf Periskoptiefe unterwegs. Auf einmal sieht der Kommandant auf nur 1000 m direkt vor ihm ein Destroyer, von links (Backbordseite, sorry ...) kommend, der seinen Kurs im 90° Winkel schneidet. Grosses Waidmannsglück !!! Feuer !!!
Aber wenn der Destroyer auch nur halb so schnell ist wie der Torpedo, ist er schon 500 m weiter wenn der Torpedo seine ursprüngliche Position erreicht. Also muss der U-Boot-Kommandant nach rechts abdrehen und ... ja wie viel denn? 600 m doch schon? haben wir Zeit zum rechnen? ... vorhalten, feuern und das beste hoffen.
Zitat von: Bergedorf am 06 Februar 2012, 06:01:49
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 22:56:08
@Dirk
Durch kurzfristige außer Dienststellung der beschädigten schweren Einheiten wäre durchaus genügend Personal zV gestanden.
Beleg mir dies bitte! Nach allen Quellen die ich gelesen habe, war da keine Reserve mehr...
Schenk "Landung in England" Seiten 390-395.
Zitat(ich verkneif mir jetzt die Bemerkung über die Sekundärquelle die "bestimmt" mehr gewust hat als meine Primär-Quelle...")
Du verkneifst dir eine Bemerkung die du dir doch nicht verkneifst? :-D
Mensch Mädl :wink:
Zitat von: Huszar am 06 Februar 2012, 09:06:08
If every ship listed for the given locations where in reality there, OR was operational, has to be researched according to the war diaries of the ships - and NOT according to the coloured papers.
And the problem we have there is that the log books of the destroyer fleet is no longer in existence. The story one of the staff members (!) at Kew told me was that when they were to be shipped from the Admiralty to the PRO, the pallettes had a large sign stuck onto them, indicating the class of vessel. That for the destroyers simply said "Destr.", so the files were destroyed. He cautioned he didn't know if that was true, but I have been unable to find any destroyer war diaries at Kew.
All the best
Andreas
Ps. bear the brunt, not blunt.
Zitat von: Huszar am 06 Februar 2012, 09:06:08
Good Morning,
In effect, the Royal Navy would have bear the blunt of stopping Seelöwe, since neither the Army, nor the RAF would have enough strength to stop it. They could only slow it down, but the RN would have to stop it.
, where the invasion is taking place.
PS: sorry for the probably poor English
Your English is fine! Take it from a Norwegian living in Sweden...:)...
Your conclusion above is interesting for a very special reason. The British Leadership did not agree as definitely on their defense strategy as we have been led to believe. There were powers in the Navy that opinionated that it was the army's mission to stop, and throw back, an invasion. The Navy's main purpose was the securing of the ocean supply lines to the Kingdom. Certainly, nothing wrong with the fighting spirit of the crews themselves but there were some in the naval leadership that focused a little further than the tip of their noses. Besides, the Luftwaffe had given them a terrible scare.
The Army leadership had switched from a forward (Ironside) to a retreated (Alanbrooke) strategy based on the use of mobile reserves. General Halder liked that. His opinion on the British maneuver capabilities was - low. He says so in his diaries. With the fact that a large part of the British army was based North of London/Thames Estuary (they still saw their East Coast as a possible invasion area), the whole strategy takes on a certain resemblance of all the other British retreats of the period, Norway, Belgium/France, Africa (yes, they were at first thrown back by the Italians), Greece, Crete and - Singapore.
Alanbrooke might even have discarded the forward strategy because of the attitude showed by the naval leaders. He does mention his doubts about the Navy in his diary. A fighting withdrawal to a Bristol-London line could have saved the British Army from disaster. To stand and fight in the South they might have been destroyed together with the Navy.
The RAF? Dowding was still heading the Fighter Command and his main target up till then had been the upholding of his force to fight another day. A Seelöwe would take him back to the period before Gøring saved him by switching his priorities to London.
For those interested I have put another no-reserve auction for my book on eBay. Here is the link - happy bidding:
http://www.ebay.com/itm/280821331189?ssPageName=STRK:MESELX:IT&_trksid=p3984.m1555.l2649
Zitat von: Huszar am 06 Februar 2012, 09:06:08
Good Morning,
@Doveton:
I have to confess, I'm rather in the pro-party regarding possible outcome for Seelöwe, however, I think Leandros gone too far in his assesment. On the other hand, I also think, the mainstream-assesment regarding the UK dispositions and chances are equally overoptimistic.
In effect, the Royal Navy would have bear the blunt of stopping Seelöwe, since neither the Army, nor the RAF would have enough strength to stop it. They could only slow it down, but the RN would have to stop it.
However, I'm quite skeptical about the RN's chances to stop the invasion. (not so sceptical as Leandros, but skeptical enough).
1, in the event, the Luftwaffe can achieve air supperiority over the chanel (pre-requisite for ANY landing!), I'm quite sure, that the RN would have vacate Dover, Portsmouth, Portland and Sheerness (save some port-deffence drifters and motor boats). In this situation, there is a slim chance, the RN can in time reach the landing fleet
2, the actual disposition of the ships is still not really clear. There are some ships, which are listed in the coloured papers in a given location, but actually were on convoy-duty. (or the other way around). Where they effectively where, has to be questioned. Also, I made a spreadsheet to the east-coast-convoys escorts, there are a lot of holes in the official history (some ships escort two convoys at the same time, do nothing for two weeks, etc). If every ship listed for the given locations where in reality there, OR was operational, has to be researched according to the war diaries of the ships - and NOT according to the coloured papers.
3, if the RN enters the chanel in daylight, it will be anihilated for little or no gain at all. And, the famed Sheerness-Fleet has to enter the chanel in broad daylight, since only in the morning is it clear, where the invasion is taking place.
4, the RAF has no means to give continous mass CAP for the destroyers, AND perform every other task arrises (shoot down transport-planes, bombers, protect its own bombers and ground troops). If there were no other tasks, the Luftwaffe could muster more fighters at every given point, than the CAP could.
And a nice question to all the contra-party:
Are 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs and 15 DDs enough to wipe out a lightly defended invasion fleet? :-D
mfg
alex
PS: sorry for the probably poor English
Good afternoon,
Firstly, there is nothing wrong with your English. It is far superior to my German, and easily understood.
As you have gathered, I am convinced that Sealion never had a hope of success. The fact is that the Luftwaffe in 1940 was neither trained nor equipped to attack ships at sea. At Dunkirk, for example, despite Goering's assertion that 'This is a job for the Luftwaffe', and with most factors in their favour ( ships moving slowly in crowded waters and with their decks crammed with soldiers, restricting the operations of AA gun crews ), only four of the forty or so RN destroyers present were sunk by air attack, and all of these were stationary when hit.
Churchill was correct in his comment that 'wars are not won by evacuations' but the fact is that the Luftwaffe failed utterly, and the RN were able to lift virtually the whole of the BEF & French troops out of the Dunkirk pocket, whilst incurring warships losses well within acceptable levels. Nor can the argument that many destroyers were put out of action be sustained; only three of the damaged vessels were not back with the fleet by 18 June.
Certainly, Luftwaffe commanders such as von Richthoven and Dinort were convinced that protection of the Sealion convoys was a task beyond the ability of the Luftwaffe, and were quite outspoken in this view. If the Luftwaffe could not inflict heavy casualties on the RN destroyers at Dunkirk, then it is highly unlikely that they would have had much success against those same vessels when, with adequate sea room, they were free to manouevre at speeds of 25 to 30 knots. Furthermore, for at least half of the time (i.e., the night) the RN was free to operate against the invasion forces unimpeded by air attack.
I feel that you do not give enough credit to the RN Pink Lists, which listed the location and operational status of every major RN warship. This was, in effect, the RN's Order of Battle, and it was essential that it should be accurate. Obviously, this does not mean that a vessel shown as being at, for example, Plymouth, was actually tied up against the harbour wall at the time, but it does mean that it was not away on convoy duty, as vessels detached for such operations were listed separately.
The List of 16 September has been readily available for some time, and I did considerable research into it some time ago as part of my degree. I can only give you my word for this, but I was impressed by how accurate it was.
In conclusion, I believe that, like every 'What If', we can never know what would really have happened, but I feel it must be considered significant that every German Naval officer connected with Sealion who expressed an opinion regarded it as a potential disaster in the making, and Raeder, in particular, was eager to ensure that it was never attempted.
Finally, I ought to point out that the RN never intended to send the Battleships and Heavy Cruisers of the Home Fleet against Sealion, but had assembled a force of some 70 destroyers and cruisers, supported by several hundred lighter vessels, to intercept the invasion convoys en route. As a dawn invasion was intended, the initial interception would have taken place at night.
A typical RN destroyer of 1939-40 mounted four four inch or 4.7 inch guns and if fully armed carried 170 rounds of ammunition per gun. I therefore submit that this force was indeed capable of reducing the invasion convoys to a bloody shambles, but, as I said earlier, the invasion was never attempted so my submission, thankfully, will never be put to the test!
On the subject of torpedo attacks, it occurs to me that the barge fleets, after they had turned towards the beach, would have been the ideal target. Any RN sub, destroyer or MTB within range could have fired off its torpedoes across the front of the advancing formations (perhaps slightly angled towards them) without having to aim at anything in particular; a miss would have been (theoretically) impossible, because if the first tug/barge combination in the wide front didn't run into the torp, the tenth, or the twenty-seventh, would.
But of course somebody will soon explain that this could never have happened because in September 1940 the entire RN was vacationing in Barbados.
Zitat von: mhorgran am 06 Februar 2012, 10:57:47
Zitat von: Bergedorf am 06 Februar 2012, 06:01:49
Zitat von: mhorgran am 05 Februar 2012, 22:56:08
@Dirk
Durch kurzfristige außer Dienststellung der beschädigten schweren Einheiten wäre durchaus genügend Personal zV gestanden.
Beleg mir dies bitte! Nach allen Quellen die ich gelesen habe, war da keine Reserve mehr...
Schenk "Landung in England" Seiten 390-395.
Zitat S. 395: "Ein weiteres schwieriges Problem wäre es gewesen, Personal für diese Schiffe zu finden und mit den Schiffen vertraut zu machen. Aus Personalgründen mußten ja einige Schiffe außer Dienst gestellt werden."
Und mal im Ernst... die alten norwegischen Küstenpanzer einsetzen zu wollen ist ja wohl eine Schnapsidee, die den Aufwand für Aus-/Umrüstung, Ausbildung der Besatzung, Geleitsicherung bei Überführung etc. nicht Wert gewesen wäre.
@Fred: Das ist eine völlig verfälschende Darstellung die Du da ablieferst.
1) Ja, es gab Leute in der Navy die meinten, dass die Army den ersten Stoß abfangen sollte. Aber, das meinten Sie weil Sie sich sicher waren, dass sie den Nachschub der Deutschen hätten abschneiden können und die gelandeten Truppen somit verloren wären.
2) Die Strategie von Gen. Brooke war nicht Rückzug sondern mobile Gegenangriffe! Deine Darstellung ist schlicht falsch!
Zu seiner generellen Einschätzung ein Zitat aus seinem Tagebuch "...but I certainly felt that given a fair share of the fortunes of war we should certainly succeed in finally defending these shores.
3) Die RAF stand nie auch nur annähernd davor die Luftschlacht um England zu verlieren. Ließ dazu am Besten mal Stephen Bungay:The most dangerous enemy
Gruß
Dirk
I think that in this whole discussion we have to start from the assumption that Fighter Command had been decisively defeated and driven from the skies, at least during the daytime, otherwise the whole operation would clearly have been collective suicide.
But even so, after the invasion had started, we must assume that Bomber Command would have thrown everything it had (some 30-40 squadrons) against the enemy ports every nights. This would have seriously impeded the flow of reinforcements and supplies to the beach heads (assuming the Germans had succeeded in establishing any); apart from the actual damage, the Germans would have had to switch off the lights, and obviously it's not feasible to load tanks or heavy artillery on board ships in darkness.
Similarly, the Revenge and the Erebus, very probably reinforced by other heavy units, would have come out at night to shell those same ports - as they did in reality, but rather more heavily.
ZitatUnd mal im Ernst... die alten norwegischen Küstenpanzer einsetzen zu wollen ist ja wohl eine Schnapsidee, die den Aufwand für Aus-/Umrüstung, Ausbildung der Besatzung, Geleitsicherung bei Überführung etc. nicht Wert gewesen wäre.
das ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
Zitat von: mhorgran am 06 Februar 2012, 20:44:01
ZitatUnd mal im Ernst... die alten norwegischen Küstenpanzer einsetzen zu wollen ist ja wohl eine Schnapsidee, die den Aufwand für Aus-/Umrüstung, Ausbildung der Besatzung, Geleitsicherung bei Überführung etc. nicht Wert gewesen wäre.
das ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
Das sind die die im Schenk genannt sind... neben den dänischen, die ja noch In Hand der dänischen Marine waren, neben gesunken oder entzwaffneten holländischen Küstenpanzern und kleinen Kreuzern aus dem 1. Weltkrieg, die entweder in Umrüstung zur Flakbatterie waren oder als Wohnschiff in Frankreich gefunden waren... das kannst Du doch alles vergessen...
To get back to the question of artillery and our friends of the 17th and 35th Infantry Division, which we left at around contribution 119 in this thread (not "threat", please): so the army corps would have unloaded, or tried to, a number of 150 mm howitzers and 105 mm guns with the first wave, and not with the second wave as might be expected. That makes sense if you think about it, because an attack on Dover, which was planned for the first day, would have had little hope of success without serious artillery support, the port was heavily defended and bristling with guns of all kinds up to 9.2".
However, I seem to remember that the 105 mm guns (K18) were used as emergency coast artillery on other occasions during the war, so perhaps the idea was that they would offer some measure of protection for the invasion fleet while at anchor and unloading, which was otherwise practically defenseless against attack from the sea? Does anybody have any info about that?
Zitat von: Bergedorf am 06 Februar 2012, 20:52:16
Zitat von: mhorgran am 06 Februar 2012, 20:44:01
ZitatUnd mal im Ernst... die alten norwegischen Küstenpanzer einsetzen zu wollen ist ja wohl eine Schnapsidee, die den Aufwand für Aus-/Umrüstung, Ausbildung der Besatzung, Geleitsicherung bei Überführung etc. nicht Wert gewesen wäre.
das ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
Das sind die die im Schenk genannt sind... neben den dänischen, die ja noch In Hand der dänischen Marine waren, neben gesunken oder entzwaffneten holländischen Küstenpanzern und kleinen Kreuzern aus dem 1. Weltkrieg, die entweder in Umrüstung zur Flakbatterie waren oder als Wohnschiff in Frankreich gefunden waren... das kannst Du doch alles vergessen...
wie gesagt:
das ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
Your conclusion above is interesting for a very special reason. The British Leadership did not agree as definitely on their defense strategy as we have been led to believe. There were powers in the Navy that opinionated that it was the army's mission to stop, and throw back, an invasion. The Navy's main purpose was the securing of the ocean supply lines to the Kingdom. Certainly, nothing wrong with the fighting spirit of the crews themselves but there were some in the naval leadership that focused a little further than the tip of their noses. Besides, the Luftwaffe had given them a terrible scare.
The Army leadership had switched from a forward (Ironside) to a retreated (Alanbrooke) strategy based on the use of mobile reserves. General Halder liked that. His opinion on the British maneuver capabilities was - low. He says so in his diaries. With the fact that a large part of the British army was based North of London/Thames Estuary (they still saw their East Coast as a possible invasion area), the whole strategy takes on a certain resemblance of all the other British retreats of the period, Norway, Belgium/France, Africa (yes, they were at first thrown back by the Italians), Greece, Crete and - Singapore.
Alanbrooke might even have discarded the forward strategy because of the attitude showed by the naval leaders. He does mention his doubts about the Navy in his diary. A fighting withdrawal to a Bristol-London line could have saved the British Army from disaster. To stand and fight in the South they might have been destroyed together with the Navy.
The RAF? Dowding was still heading the Fighter Command and his main target up till then had been the upholding of his force to fight another day. A Seelöwe would take him back to the period before Gøring saved him by switching his priorities to London.
Are you seriously suggesting that anyone within the Admiralty proposed allowing the Sealion barges to cross unmolested whilst the Royal Navy concentrated the bulk of her resources in the Atlantic? Nonsense.
Can you not grasp that the primary role of the Royal Navy has always been the defence of the United Kingdom against invasion? What possible purpose would have been served by securing the Atlantic lifeline if in order to do this Great Britain herself should be abandoned to an occupying power? A lifeline needs to be attached at both ends.
The Admiralty had already seen the British Army expelled from mainland Europe, and were well aware of its limitations. They clearly understood that an invasion force must be engaged and defeated en route. As Churchill himself said on 11 June, 1940 'The best method of dealing with a German invasion of the island of Britain was to drown as many as possible on the way over and knock the others on the head as they crawled ashore'.
The idea that the Royal Navy would willingly abandon the overwhelmingly strong position that supremacy at sea, and in particular in the Channel, gave it is simply irrational. Why do you think the RN concentrated some 70 destroyers and cruisers in the invasion area and left the Atlantic convoys almost undefended? Pound & Churchill knew that the prevention of invasion until the arrival of Autumn and Winter made it impossible was a task which overshadowed all others in importance. With the onset of Winter, Britain had a breathing space until, at the earliest, Spring 1941, and by then new warship construction and the introduction into service of the ex-American four stackers would leave her in a much stronger position. Until the end of September 1940, therefore, serious losses in the Atlantic had to be accepted.
Please stop making such false allegations in order to justify your preposterous hypothesis. I suspect that you are convincing no-one but yourself.
Morning,
First of all, please answer the question:
ZitatAre 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs and 15 DDs enough to wipe out a lightly defended invasion fleet?
And please, the answer should not include something like "the RN never wanted to throw this fleet against the invasion". A simple yes or no will be sufficient :-D
Second,
I still can not understand how the RN could get informed about the sailing in time, find the fleet, and anihilate it. There is a nice article on Navweapons about Japanese torpedo-strategy (I unfortunately can not post the link, but you should find it quite easily). The Japanese could achieve only 6,7% hits in the whole 2ww - even if we deduct the 0%-battles, we are still in the range of 8,5-9%. Since the Japanese were the best torpedoe-men in the world, what percentage could the RN achieve? Now, assuming, the RN could find the transport fleet in time, and the Sheerness- and Harwich-fleets fire all 130 or so available torpedoes, how many freighters could they dispatch? From 150 or so?
And than, the barges are still not attacked!
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
Third,
The British Army was in September 1940 - and for that matter till third El Alemein - a bad joke, the only thing they could prove for two and a half years, is that they are ready to be gang-banged by nearly every other army in the world.
@Knouterer:
I have to quote Stefan:
Zitatdas ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
mfg
alex
Was diese Idee betrifft dass die KM alles was schwimmfähig war in die Schlacht hätte werfen sollen, inklusive uralte Küstenverteidigungsschiffe usw: das hätte doch auch wohl die LW wenigstens zum Teil neutralisiert. Bei dem durcheinander von allen möglichen (und unmöglichen) Schiffstypen wären wohl die wenigste Piloten noch in der Lage gewesen verlässlich zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.
@Mhorgan: wenn der Geleitzug aus Rotterdam (47 Transporter mit je zwei Prähme, etwa 8 kn) abgefangen worden war, entweder am Tag am S-1 oder in der Nacht, von einer Destroyerflottille mit vielleicht noch ein oder zwei Kreuzer, dann denke ich in der Tat dass etwa 50 Torpedos plus 5000 Granaten in den Kalibern 4", 4.7" und 6" wohl ausgereicht hätten um sie zu versenken, ja.
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 08:32:00
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
mfg
alex
Der Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 08:32:00
Third,
The British Army was in September 1940 - and for that matter till third El Alemein - a bad joke, the only thing they could prove for two and a half years, is that they are ready to be gang-banged by nearly every other army in the world.
Sorry, but that's pure tosh. Ask the Afrikakorps and the Italians how they felt after Crusader please.
All the best
Andreas
Hallo,
@Knouterer:
Ja klar. Hast völlig REcht.
Ach ne, doch nicht.
Zitatdas ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
@Andreas:
ZitatDer Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Das Argument, die RN könnte alles, was schwimmt, und nicht das White Ensign trägt, auch gerne wiederholt - und trotz ständiger Wiederholung wirds auch nicht besser :wink:
Bitte die Frage über die Flotte in meinem letzten Post beantworten. :-D
ZitatSorry, but that's pure tosh. Ask the Afrikakorps and the Italians how they felt after Crusader please.
Hmmm... I suppose, like the Tommies felt after Norway, the Low Countries, France, Dakar, Greece, Crete, in April 1941 in North Africa, after Battleaxe, in March 1942 in North Africa, after Tobruk, in Malajsia, after Singepore, after Hong Kong, after Burma. Am I correct?
mfg
alex
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 09:36:13
Was diese Idee betrifft dass die KM alles was schwimmfähig war in die Schlacht hätte werfen sollen, inklusive uralte Küstenverteidigungsschiffe usw: das hätte doch auch wohl die LW wenigstens zum Teil neutralisiert. Bei dem durcheinander von allen möglichen (und unmöglichen) Schiffstypen wären wohl die wenigste Piloten noch in der Lage gewesen verlässlich zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.
Diese Frage hätte sich wohl eher selten gestellt denn die Lw hätte das Gefechtsfeld abriegeln sollen und wohl eher weniger direkt in die Schiffsgefechte eingreifen sollen.
Zitat@Mhorgan: wenn der Geleitzug aus Rotterdam (47 Transporter mit je zwei Prähme, etwa 8 kn) abgefangen worden war, entweder am Tag am S-1 oder in der Nacht, von einer Destroyerflottille mit vielleicht noch ein oder zwei Kreuzer, dann denke ich in der Tat dass etwa 50 Torpedos plus 5000 Granaten in den Kalibern 4", 4.7" und 6" wohl ausgereicht hätten um sie zu versenken, ja.
Ich weiß nicht auf welche Aussage von mir sich das beziehen soll.
@Andreas
ZitatZitatZitat von: Huszar am Heute um 08:32:00
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
Der Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Was wäre an dem Vergleich falsch?
Wie stands eigentlich um die Nachtkampfausbildung der RN? Meines Wissens war nur die IJN dazu wirklich in der Lage.
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 10:26:58
Hallo,
@Knouterer:
Ja klar. Hast völlig REcht.
Ach ne, doch nicht.
Zitatdas ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
@Andreas:
ZitatDer Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Das Argument, die RN könnte alles, was schwimmt, und nicht das White Ensign trägt, auch gerne wiederholt - und trotz ständiger Wiederholung wirds auch nicht besser :wink:
Bitte die Frage über die Flotte in meinem letzten Post beantworten. :-D
ZitatSorry, but that's pure tosh. Ask the Afrikakorps and the Italians how they felt after Crusader please.
Hmmm... I suppose, like the Tommies felt after Norway, the Low Countries, France, Dakar, Greece, Crete, in April 1941 in North Africa, after Battleaxe, in March 1942 in North Africa, after Tobruk, in Malajsia, after Singepore, after Hong Kong, after Burma. Am I correct?
mfg
alex
Du sagtest das bis inkl. 3. Alamein die brit. Armee nur als Opfer zu gebrauchen war. Ich habe Dir gesagt wo das nicht der Fall war, und es gab noch andere Faelle (EXPORTER, AOI). Du kannst zumindest zugeben das Du da falsch lagst, and then let's move on.
Ich habe keine Ahnung worauf Deine andere Frage abzielt? Kreta? In dem fall, offensichtlich ja, die Royal Navy war stark genug eine amphibische Landung auf Kreta zu verhindern.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 10:53:28
ZitatZitatZitat von: Huszar am Heute um 08:32:00
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
Der Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Was wäre an dem Vergleich falsch?
Die Situation in der sich die RN befand, und in der die Erfolge erzielt wurden.
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 10:53:28
Wie stands eigentlich um die Nachtkampfausbildung der RN? Meines Wissens war nur die IJN dazu wirklich in der Lage.
Frag die Regia Marina, die wird Dir dann schon erklaeren warum Dein Wissen falsch ist. :MZ:
http://www.regiamarina.net/detail_text_with_list.asp?nid=38&lid=1
http://crusaderproject.wordpress.com/2009/02/07/force-k-report/
http://www.regiamarina.net/detail_text.asp?nid=68&lid=1
http://www.regiamarina.net/detail_text.asp?nid=65&lid=1
http://www.regiamarina.net/detail_text.asp?nid=67=1
Alles Gute
Andreas
Zitat von: AndreasB am 07 Februar 2012, 12:10:51
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 10:53:28
ZitatZitatZitat von: Huszar am Heute um 08:32:00
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
Der Vergleich wird gerne gemacht, ist aber auch nicht ernstzunehmen. Sorry. Er wird nicht dadurch besser das er pausenlos wiederholt wird.
Was wäre an dem Vergleich falsch?
Die Situation in der sich die RN befand, und in der die Erfolge erzielt wurden.
Klasse - ich komme mir gerade wie im "Malta-Thread" vor, wo Einzeiler auch für These, Begründung und Quelle genügten. Aber egal.
ZitatZitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 10:53:28
Wie stands eigentlich um die Nachtkampfausbildung der RN? Meines Wissens war nur die IJN dazu wirklich in der Lage.
Frag die Regia Marina, die wird Dir dann schon erklaeren warum Dein Wissen falsch ist.
kK
Stefan
Wieso KK? Die Links sind fuer Dich zum Lesen da, die Arbeit habe ich mir schon gemacht. Alles Nachtgefechte, alle erfolgreich, von verschiedenen Einheiten. Ich denke die Frage hat sich damit erledigt? Oder magst Du Widerspruch einfach nicht?
Bezgl. Kreta - vielleicht sollten die Leute welche die Behauptung aufstellen das diese Situationen vergleichbar sind aufgefordert werden Begruendungen dafuer anzufuehren die weitergehen als "wow die LW hat g**l viele Schiffe versenkt, seht mal wie dufte die waren, so waere das im Kanal 1940 auch gewesen."? Also wende Dich an Huszar, wenn der mal ein paar Argumente vorgebracht hat setze ich mich gerne mit denen auseinander.
Es kann doch nicht sein das die abstrusesten Behauptungen in den Raum gestellt werden, und dann anderen die Beweislast aufzuerlegen?
Ach so, ist eine Seeloewediskussion... :MV:
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas
ZitatDu sagtest das bis inkl. 3. Alamein die brit. Armee nur als Opfer zu gebrauchen war. Ich habe Dir gesagt wo das nicht der Fall war, und es gab noch andere Faelle (EXPORTER, AOI). Du kannst zumindest zugeben das Du da falsch lagst, and then let's move on.
Also, inkl. Winter 1940, die Franzosen in der Levante, und it. Ostafrika (inklusive Br-Somaliland? :wink:) ganze 4 Operationen, wo die Engländer erfolgreich waren. Dagegen mindestens 14, wo sie es nicht waren.
Nö, im September 1940 deuetet wesentlich mehr darauf hin, dass die engl. Armee die Sache in den Sand setzt, als umgekehrt.
ZitatIch habe keine Ahnung worauf Deine andere Frage abzielt? Kreta? In dem fall, offensichtlich ja, die Royal Navy war stark genug eine amphibische Landung auf Kreta zu verhindern.
Die Frage zielte nicht auf Kreta hinaus, sondern war eine allgemeine. Kann diese Flotte eine schwach geschützte Landungsflotte vernichten? (btw: dies konnte die RN auch trotz hoher Verlsute auch bei Kreta nicht erreichen).
Deiner Ansicht nach kann also eine solche Flotte auf jeden Fall eine schwach geschützte Landungsflotte vernichten, sehe ich das richtig?
@Stefan:
Die Engländer waren im Nachtkampf nicht unbedingt schlecht. Ob dies allerdings gereciht hätte, um die drei Geleitzüge und drei Schleppverbände zu vernichten, wage ich auch zu bezweifeln.
mfg
alex
PS:
ZitatEs kann doch nicht sein das die abstrusesten Behauptungen in den Raum gestellt werden, und dann anderen die Beweislast aufzuerlegen?
Da gebe ich dir absolut recht! Gilt allerdings für beide Seiten :wink: (RN kann alles finden und vernichten, RAF kann alles andere finden und vernichten, und gleichzeitig die RN schützen, die engl. Armee war in der Lage, die gelandeten dt. Divisionen kurzfristig ins Meer zu werfen, usw)
=> (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182218.html#msg182218)
edit:
bzw. doch ein Kommentar
Wenn du darauf hingewiesen hättest das die deutsche Luftwaffe - in der Schiffsbekämpfung - in der Zeit von Sommer 40 bis Mai 41 dazugelernt hat --- ok, das könnte man diskutieren.
Aber als "Beleg" für die vorhandene Nachtkampffähigkeit der RN 1940 Schlachten ab April 1941 (Mehrzahl allerdings Herbst 41) und gegen die it.Marine zu nehmen. Das hat schon was.
Kreta:
zu den Argumenten - wie wärs damit
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg181951.html#msg181951
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 12:25:57
Deiner Ansicht nach kann also eine solche Flotte auf jeden Fall eine schwach geschützte Landungsflotte vernichten, sehe ich das richtig?
Nein.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 12:31:39
Aber als "Beleg" für die vorhandene Nachtkampffähigkeit der RN 1940 Schlachten ab April 1941 (Mehrzahl allerdings Herbst 41) und gegen die it.Marine zu nehmen. Das hat schon was.
Durchaus. Hand und Fuss naemlich.
Anders als die implizierte Behauptung das die Royal Navy Nachtgefechte zwischen Oktober 1940 und Maerz 1941 gelernt hat.
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas,
Wenn also 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs und 15 DDs nicht genügend sind, um eine schwach geschützte Landungsflotte zu vernichten, wieso müssen wir zwingend davon ausgehen, dass eine kleinere Flotte dies nicht nur machen könnte, sondern dies auch machen würde?
********
Auf die Trefferwahrscheinlichkeit der Japaner habe ich bereits hingewiesen, ohne zugang zu meinen Büchern kann ich leider keine solche Statistik für die Engländer aufstellen, versuche es aber nachzuholen.
mfg
alex
Zitat von: AndreasB am 07 Februar 2012, 13:51:25
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 12:31:39
Aber als "Beleg" für die vorhandene Nachtkampffähigkeit der RN 1940 Schlachten ab April 1941 (Mehrzahl allerdings Herbst 41) und gegen die it.Marine zu nehmen. Das hat schon was.
Durchaus. Hand und Fuss naemlich.
Wohl kaum. Eher eine feststehende Meinung mit wackliger Basis.
ZitatAnders als die implizierte Behauptung das die Royal Navy Nachtgefechte zwischen Oktober 1940 und Maerz 1941 gelernt hat.
Da ist außer deinem Hineininterpretieren
nichts impliziert.
Aber dieser Thread führt eh zu nichts mehr.
Re: Nachtgefechte: ich denke, da müssen wir uns keine Sorgen machen, jede RN Destroyer verfügte über starke Scheinwerfer und 200 (oder so) Leuchtgranaten (starshells).
Ausserdem wollte die KM nur bei Mondlicht rüberfahren, sehr verständlich, die Verluste allein durch abgerissene Prähme, Zustammenstösse, Motorschäden usw wären auf jeden fall auch dann erheblich gewesen.
Und es ist 100% unrealistisch zu glauben, die ganze Flotte hätte unbemerkt auslaufen und sich der Küste nähern können. Die KM selbst glaubte deutlich nicht daran. Ich wiederhole dann noch mal: die Absprunghäfen wurden aus der Luft und von See aus (U-Boote - doch doch, es gab welche) überwacht. Dann waren so ziemlich überall kleinere Schiffe der RN unterwegs, die einen Schleppverband von acht oder neun Seemeilen Länge bestimmt nicht übersehen hätten. Von 24-48 Stunden Vorwarnung würde ich doch minimal ausgehen.
Ausserdem mussten die Deutschen natürlich damit rechnen das irgendwelche holländische, belgische oder französische Hafenarbeiter oder sonstige Beobachter Mittel und Wege gefunden hätten eine Warnung weiterzugeben. Spätestens beim Verladen der Pferde wäre jedem klar gewesen dass die Invasion unmittelbar bevorstand.
Noch eine Frage für die "pro-Seelöwe Partei": was hätten die (meist schon etwas ältere) Zivilisten am Ruder von all diesen Schlepper & Fischkutter denn eigentlich wohl gemacht, wenn sie englische Kriegsschiffe gesichtet hätten (oder heftiges Geschützfeuer)? Tapfer Kurs gehalten und freudig ihr Leben für den Führer geopfert? Oder vielleicht doch lieber abgedreht und versucht ihre Haut zu retten?
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 14:44:40
Re: Nachtgefechte: ich denke, da müssen wir uns keine Sorgen machen, jede RN Destroyer verfügte über starke Scheinwerfer und 200 (oder so) Leuchtgranaten (starshells).
Ausserdem wollte die KM nur bei Mondlicht rüberfahren, sehr verständlich, die Verluste allein durch abgerissene Prähme, Zustammenstösse, Motorschäden usw wären auf jeden fall auch dann erheblich gewesen.
Du meine Güte.
Auch die US-DD´s hatten "starke Scheinwerfer" und wohl auch "Leuchtgranaten" und sind von der IJN mehrmals "abgezockt" worden.
@mhorgan: Du meine Güte ..... Ich wusste überhaupt nicht, dass die Seelöwe-Invasionsflotte von der ganzen IJN geschützt wurde !!!!! Ich ziehe alles zurück was ich bis jetzt geschrieben habe :O/Y
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 16:05:53
@mhorgan: Du meine Güte ..... Ich wusste überhaupt nicht, dass die Seelöwe-Invasionsflotte von der ganzen IJN geschützt wurde !!!!! Ich ziehe alles zurück was ich bis jetzt geschrieben habe :O/Y
Du bekommst eine "Eins" in Interpretation.
Für dich aber nochmal.
"Starke Scheinwerfer" und "Leuchtgranaten" sind noch kein Garant für ein erfolgreiches Nachtgefecht, ebensowenig wie "Schlachtschiffe", "dicke Kanonen" und "dicke Panzerung" eine erfolgreiche Marine ausmachen - das hat die it.Marine ja wohl erfahren.
Erstens: die RN gab es schon länger als seit August 1940, ich sehe soweit keinen Grund anzunehmen dass sie nicht erfolgreich bei Nacht operieren konnte.
Zweitens: es geht auch nicht (oder kaum) um Nachtgefechte, es geht um die Frage ob die RN imstande gewesen wäre auch bei Nacht grössere Schleppverbände die mit etwa 6 knoten sozusagen vor ihre Haustür unterwegs waren, aufzuspüren und zu vernichten. Was die IJN damit zu tun hat, ist mir schleierhaft.
Wieso haben die Briten eigentlich über Jahrhunderte so viel Geld für ihre Navy ausgegeben, wenn die weder bei Tag noch in der Nacht in der Lage war irgend etwas auszurichten ??? Was sagte der Bund britischer Steuerzahler denn dazu ?
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 16:49:30
Erstens: die RN gab es schon länger als seit August 1940, ich sehe soweit keinen Grund anzunehmen dass sie nicht erfolgreich bei Nacht operieren konnte.
:|
Hm, die USN ist wann gegründet worden, wieviel Geld wurde in sie gesteckt und trotzdem kam es u.a. zum 7.8.42.
Dazu hab ich nichts davon geschrieben das "gar nichts ausrichten" würde.
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 17:14:09
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 16:49:30
Erstens: die RN gab es schon länger als seit August 1940, ich sehe soweit keinen Grund anzunehmen dass sie nicht erfolgreich bei Nacht operieren konnte.
:|
Hm, die USN ist wann gegründet worden, wieviel Geld wurde in sie gesteckt und trotzdem kam es u.a. zum 7.8.42.
Dazu hab ich nichts davon geschrieben das "gar nichts ausrichten" würde.
Ich verstehe diese Tangente in der Diskussion wirklich nicht. Das ganze Jahr 1941 hindurch hat die Royal Navy im Mittelmeer auesserst erfolgreiche Nachtgefechte gegen die Regia Marina durchgefuehrt. Hast Du
irgendeinen konkreten Anhaltspunkt das sie das im Kanal im September 1940, also 6-12 Monate vorher, nicht gekonnt haetten? Wenn ja, dann bitte auf den Tisch damit.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 13:57:10
Hallo, Andreas,
Wenn also 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs und 15 DDs nicht genügend sind, um eine schwach geschützte Landungsflotte zu vernichten, wieso müssen wir zwingend davon ausgehen, dass eine kleinere Flotte dies nicht nur machen könnte, sondern dies auch machen würde?
Ich habe ja andererseits nicht gesagt das sie nicht genuegend sind. Du musst schon praeziesere Fragen stellen. Oder, vielleicht erklaerst Du mal, worauf Du hinaus willst? Das scheint mir mehr Sinn zu machen.
Alles Gute
Andreas
Hallo, Andreas,
1, ich hab gerade meine Bücher hervorgekrahmt, um eine ansatzweise präzise Analyse über die Trefferchancen der RN-Torpedowaffe zusammenzustellen.
2,
ZitatIch habe ja andererseits nicht gesagt das sie nicht genuegend sind. Du musst schon praeziesere Fragen stellen. Oder, vielleicht erklaerst Du mal, worauf Du hinaus willst? Das scheint mir mehr Sinn zu machen.
Die Frage war mM präzise genug. Reicht eine Flotte, die aus 5 BBs, 10 Cas, 2 CLs und 15 DDs besteht aus, um eine schwach gesicherte Landungsflotte zu vernichten.
Meinetwegen kann ich die Frage auch anders stellen: reichen 2 CLs, 18 DDs und 9 DEs (so viel stand mW in Sheerness und Harwich) aus, um eine Landungsflotte, bestehend aus 50 Frachtern, gesichert von 7 M-Booten (das wäre die Flotte aus Rotterdam) in der Nacht zu vernichten? (dazu haben wir noch einen Geleitzug und 3 Schleppzüge im Osten mit weiteren 65 Frachtern und 730 Prähmen!) Wenn ja, weshalb.
Ich würde mich allerdings freuen, wenn du zuerst auf die BB-Flotte eine klare Antwort gibst. Würde diese Flotte reichen? Ja oder nein?
Danke!
3, 1941 hatten die Engländer im Mittelmeer schon meistens bis durchgehend Radar an Bord, nicht aber im Herbst 1940!
**********
@all:
http://www.navweaps.com/index_tech/tech-067.htm
Effektivität der jap. Torpedowaffe. Es würde sich lohnen, sich zuerst den Artikel durchzulesen, bevor Hunderirgendwas Frachter in einem Rutsch auf Tiefe geschickt werden.
mfg
alex
Sorry Andreas
Ich stellte eine, nmA, durchaus berechtigte Frage (siehe USN). Ich hab dir ein anderes Beispiel genannt in dem die deutsche Lw ihre Fähigkeiten in der Schiffsbekämpfung von 1940 auf 1941 (Kanal -> Kreta) verbessert hat.
Du hast Links zu 1941 eingestellt, damit ist nach meiner Ansicht die Frage für 1940 aber nicht beantwortet.
Mit anderen Worten - nix genaues ist anscheinend bekannt.
Re: Torpedotrefferchancen der RN, na da sind wir schnell fertig. Campbell (Naval Weapons of World War Two) gibt an dass laut offizieller Statistik die RN im ganzen Krieg 7770 Torpedos verfeuerte. Davon 606 durch Destroyer, Ergebnis 86 "certain hits" plus 12 "probable hits", macht zusammen 16,2% Trefferquote. Für MTB und SGB (Steam Gun Boats) war das 26,7% (355 von 1328), für submarines 22,2% und für Flugzeuge der RNAS sogar 33,5%. Der gute alte Swordfish.
Ich erlaube mir die Bemerkung dass wir für Schüsse aus nächster Nähe auf langsame wehrlose Frachter und vor allem Schiffe vor Anker die Trefferwahrscheinlichkeit vielleicht etwas höher ansetzen sollten als diese Durschschnittswerte. Nein? Völlig inakzeptabel? War ja nur 'ne Idee ...
moin,
Zitat von: Knouterer am 07 Februar 2012, 19:55:27
Campbell (Naval Weapons of World War Two) gibt an dass laut offizieller Statistik die RN im ganzen Krieg 7770 Torpedos verfeuerte. Davon 606 durch Destroyer, Ergebnis 86 "certain hits" plus 12 "probable hits", macht zusammen 16,2% Trefferquote.
schnell fertig ? ... Ich weiß es nicht ... :|
Die Formulierung "probable hits" impliziert meiner Meinung nach, daß es sich hier nicht um bestätigte Daten, sondern um eine Statistik der Schußmeldungen handelt. Das ist aber etwas deutlich Anderes ...
Eine Aufstellung der 86 "certain hits" der Zerstörer wäre interessant ... immerhin, allein wohl 13 auf "Scharnhorst" am 26.12.1943 :-(
Die Prozentzahl der Treffer auf Frachtern der Konvois "Tarigo", "Duisburg", und in der Otrantostraße könnte man nur eingeschränkt zum Vergleich mit der (theoretischen) taktischen "Seelöwe"-Situation heranziehen, weil bei den beiden ersten schon Radar zum Einsatz kam.
Gruß, Urs
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 18:03:22
Sorry Andreas
Ich stellte eine, nmA, durchaus berechtigte Frage (siehe USN). Ich hab dir ein anderes Beispiel genannt in dem die deutsche Lw ihre Fähigkeiten in der Schiffsbekämpfung von 1940 auf 1941 (Kanal -> Kreta) verbessert hat.
Du hast Links zu 1941 eingestellt, damit ist nach meiner Ansicht die Frage für 1940 aber nicht beantwortet.
Mit anderen Worten - nix genaues ist anscheinend bekannt.
Es ist m.E. keine 'berechtigte' Schlussfolgerung vom Versagen der USN in 1942 auf ein gleichartiges Versagen der RN in 1940 zu schliessen.
Es ist m.E. voellig berechtigt aus den Erfolgen von 1941 zu schliessen das die RN auch 1940 im Nachtkampf gut ausgebildet war.
Du kannst da gerne anderer Ansicht sein. Ich gehe aber davon aus das m.E. auf Fakten basiert, und Deine Ansicht auf reiner Spekulation (USN 42 = RN 40).
Huszar hat mit dem Radar einen berechtigten Einwand. Standard 1941 war wohl Type 286, also nicht so gut.
ZitatAdapted from an RAF Coastal Command air-to-surface-vessel (ASV) radar set for use in destroyers, this set was intended to locate surfaced submarines at sea. In ths RCN, this set was installed on the forward mast of River class destroyers. The Type 286 radar suffered from serious operational limitations, and was removed and/or supplemented as soon as better sets were available. The radar antenna was fixed and could only scan in an arc ahead of the ship, and it was required to alter course to scan a different area. It used a simple A-scan, and it was difficult to discriminate between actual targets and reflections from the sides and to the rear of the ship that resulted from emissions that leaked in those directions.
http://www.hazegray.org/navhist/canada/systems/radar/
http://www.kbismarck.org/asradars.html
Man muesste Schiff nach Schiff durchgehen. HMS Javelin erhielt Type 286 im Juni 1940, HMS Cossack im Mai. HMS Aurora hatte es auch zu dem Zeitpunkt. (Siee Naval History Net Schiffseintraege)
Also eine Ansicht das es zu diesem Zeitpunkt kein Radar gab auf den kleinen Einheiten ist schlicht falsch, aber nicht durchgehend schon richtig. Die Frage ist demnach aber auch wie gut Type 286 gewesen waere?
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 17:53:27
Die Frage war mM präzise genug. Reicht eine Flotte, die aus 5 BBs, 10 Cas, 2 CLs und 15 DDs besteht aus, um eine schwach gesicherte Landungsflotte zu vernichten.
Meinetwegen kann ich die Frage auch anders stellen: reichen 2 CLs, 18 DDs und 9 DEs (so viel stand mW in Sheerness und Harwich) aus, um eine Landungsflotte, bestehend aus 50 Frachtern, gesichert von 7 M-Booten (das wäre die Flotte aus Rotterdam) in der Nacht zu vernichten? (dazu haben wir noch einen Geleitzug und 3 Schleppzüge im Osten mit weiteren 65 Frachtern und 730 Prähmen!) Wenn ja, weshalb.
Ich würde mich allerdings freuen, wenn du zuerst auf die BB-Flotte eine klare Antwort gibst. Würde diese Flotte reichen? Ja oder nein?
Vernichten? Keine Ahnung. Schwer anschlagen und zum Umdrehen zwingen? Durchaus moeglich.
Ist das okay?
Alles Gute
Andreas
Zitat von: AndreasB am 07 Februar 2012, 22:11:09
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 18:03:22
Sorry Andreas
Ich stellte eine, nmA, durchaus berechtigte Frage (siehe USN). Ich hab dir ein anderes Beispiel genannt in dem die deutsche Lw ihre Fähigkeiten in der Schiffsbekämpfung von 1940 auf 1941 (Kanal -> Kreta) verbessert hat.
Du hast Links zu 1941 eingestellt, damit ist nach meiner Ansicht die Frage für 1940 aber nicht beantwortet.
Mit anderen Worten - nix genaues ist anscheinend bekannt.
Es ist m.E. keine 'berechtigte' Schlussfolgerung vom Versagen der USN in 1942 auf ein gleichartiges Versagen der RN in 1940 zu schliessen.
Gibt es einen Unterschied zwischen Frage und Schlußfolgerung?
ZitatEs ist m.E. voellig berechtigt aus den Erfolgen von 1941 zu schliessen das die RN auch 1940 im Nachtkampf gut ausgebildet war.
siehe Luftwaffe. Das heißt die Erfolge der deutschen Luftwaffe in Schiffsbekämpfung von 1941 darf man auch für 1940 annehmen.
ZitatDu kannst da gerne anderer Ansicht sein. Ich gehe aber davon aus das m.E. auf Fakten basiert, und Deine Ansicht auf reiner Spekulation (USN 42 = RN 40).
Außer deiner Voreingenommenheit und Arroganz gibt es -noch- keine Fakten.
Zitat von: Huszar am 07 Februar 2012, 08:32:00
Morning,
First of all, please answer the question:
ZitatAre 5 BBs, 10 CAs, 2 CLs and 15 DDs enough to wipe out a lightly defended invasion fleet?
And please, the answer should not include something like "the RN never wanted to throw this fleet against the invasion". A simple yes or no will be sufficient :-D
Second,
I still can not understand how the RN could get informed about the sailing in time, find the fleet, and anihilate it. There is a nice article on Navweapons about Japanese torpedo-strategy (I unfortunately can not post the link, but you should find it quite easily). The Japanese could achieve only 6,7% hits in the whole 2ww - even if we deduct the 0%-battles, we are still in the range of 8,5-9%. Since the Japanese were the best torpedoe-men in the world, what percentage could the RN achieve? Now, assuming, the RN could find the transport fleet in time, and the Sheerness- and Harwich-fleets fire all 130 or so available torpedoes, how many freighters could they dispatch? From 150 or so?
And than, the barges are still not attacked!
And this should be the night battle, which favours the RN the most. Going into the Chanel at daytime - and since only in the morning is clear, where the invasion fleet is! - they will be anihilated. Look at Crete, what an air power can do against surface ships! And there was only a small part of the Luftwaffe, with bad airstrips, long distances, and not airfield directly besinde the targets.
Third,
The British Army was in September 1940 - and for that matter till third El Alemein - a bad joke, the only thing they could prove for two and a half years, is that they are ready to be gang-banged by nearly every other army in the world.
@Knouterer:
I have to quote Stefan:
Zitatdas ist ja wohl kaum ernstzunehmen.
mfg
alex
I am not sure whether this post is meant for me or not, but I will reply to it anyway.
Your question about whether 5BBs, 10CAs etc. Could wipe out a lightly defended invasion fleet is rather like demanding a one word answer to the question 'Have you stopped beating your wife?' It simply cannot be answered in this manner. In any case, the fact is that the anti-invasion forces the Royal Navy had assembled consisted of more than sixty destroyers and cruisers, supported by several hundred auxiliaries ranging from fleet minesweepers and sloops to gunboats, which certainly would have been sufficient for the task in hand.
Please remember that all the Kriegsmarine had available to defend the invasion fleet was 5 destroyers ( or 7 if the two which arrived at Brest on 22/23 September are included), 7 Wolf/Mowe class torpedo boats, 6 'T' class torpedo boats (which, incidentally, mounted one aft-facing gun only), a dozen or so S-Boats, a similar number of M1935 minesweepers, and about 30 R-Boats.
When you consider that the various invasion convoys were sailing from ports as far apart as Le Havre and Ostend (with an additional convoy from Rotterdam), and that Transport Force 'C' alone would have been 16.5 kilometres in length, then it should be obvious that these escorts were hopelessly over stretched .
The largest invasion force, Transport Force 'D' consisted of 165 Barge Trains. After forming up outside the port, this force (according to Captain Lindenau, the force commander) would require four hours of daylight, plus the whole of the following night, in order to reach the allocated landing beaches by dawn. Thus, the RN would not need to be informed about when the invasion fleet sailed; observers would clearly see it coming!
I do not understand your concern about torpedoes. I would quote the words of the British C-in-C at the Nore, Admiral Drax, who, when asked about what would stop the invasion force, replied 'Gunfire, and plenty of it'. The intercepting forces the British could commit, excluding the auxiliaries following up behind, would have been able to deploy at least 200 4 & 4.7 inch guns, and 40 or so 6 inch guns, with an average of 150 rounds for each. I doubt that they would have found it necessary even to fire their torpedoes, given the absence of worthwhile targets!
The invasion forces would have been grouped in several columns. The tugs, each towing one powered and one unpowered barge, would have been unable to change course or take any sort of avoiding action, and once the leading tugs in each column were disabled the whole formation would collapse into chaos. Remember also that, in order just to get the first wave ( of about 6700 men from each division, without most of their transport and divisional artillery) across, the Kreigsmarine had had to use every available towing vessel. There were, literally, no reserves, and every tug lost could not be replaced.
In all honesty, by daylight I suspect that the issue would have been decided anyway, but large parts of the Channel would doubtless have been in chaos. Furthermore, I would point out that the Luftwaffe had failed to prevent the Dunkirk evacuation when conditions were far more advantageous, so I remain to be convinced that the slaughter of RN warships in the Channel that you predict would actually have come about.
As I have previously pointed out, the Luftwaffe's own commanders did not believe that they could protect the invasion forces from the RAF, which is why they set about training specialist anti-shipping units which achieved considerable success almost nine months later. Even so, please remember that the task Admiral Cunningham gave to the RN off Crete was to prevent German and Italian forces reaching the island by sea. Two convoys attempted the crossing: one was annihilated, the second turned back, and the RN, admittedly at considerable cost, carried out the mission given to it successfully.
Finally, I accept your view that the British army in 1940 was in no condition to stand up to the German one, although I feel that the term 'bad joke' is inappropriate, and is not one I would use in connection with the Kriegsmarine.
In fact, the British army would have had as little chance against the German army as would the German navy had it attempted to challenge the RN. The fact is that, apart from brief periods in 1916-1918 and 1942-1945, the British army was little more than an imperial police force. Britain was a naval power and a large army would have been an expensive and unnecessary luxury. Similarly, for obvious geographical reasons, Prussia and then Germany has always been a major land power, for whom a large navy would have also been an expensive and unnecessary luxury.
This is why in 1940 Churchill and Pound ensured that more than sufficient RN assets were maintained in the Channel area to ensure that a successful German landing was never remotely possible. In fact, the RN in 1940 was simply doing what it traditionally did, i.e., getting the army out of the mess its commanders had managed to get it into, and ensuring that invasion of Great Britain was never a realistic possibility.
Sorry this reply was so long. I have spent so many years writing and debating about 20th Century naval history, and Operations Dynamo & Sealion in particular, that I have probably become rather verbose.
As my wife said recently at the end of a long public debate with a Battle of Britain fanatic – 'You never bother to use one word when ten will do, do you?'
good morning, Doveton,
very good top :MG:
greetings, Urs
Hallo,
ZitatTorpedotrefferchancen der RN, na da sind wir schnell fertig. Campbell (Naval Weapons of World War Two) gibt an dass laut offizieller Statistik die RN im ganzen Krieg 7770 Torpedos verfeuerte. Davon 606 durch Destroyer, Ergebnis 86 "certain hits" plus 12 "probable hits", macht zusammen 16,2% Trefferquote.
Ich schliesse mich Urs an, ohne eine detaillierte Aufstellung nützen diese Zahlen wenig. (zu beachten: die Japener konnte weniger, als die Halfte erreichen!). Die wenigen Schlachten, die ich mir gestern ansehen konnte, haben ca. 7% Treffer erreicht, und Punta Stilo war auch noch nicht dabei.
@Andreas:
ZitatVernichten? Keine Ahnung. Schwer anschlagen und zum Umdrehen zwingen? Durchaus moeglich.
Schön, dass zumindest etwas Konjuktiv in den Satz gekommen ist. Ist wesentlich besser, als die allgemeine unumstössliche GEwissheit, die RN hätte alles ohne White Ensign versenken können. Und wir sprechen hier immernoch nur über EINEN der 5-6 Landungsflotten, die auf See wären!
(BTW: bei der BB-Flotte handelt es sich um Leyte :-D)
ZitatAlso eine Ansicht das es zu diesem Zeitpunkt kein Radar gab auf den kleinen Einheiten ist schlicht falsch, aber nicht durchgehend schon richtig. Die Frage ist demnach aber auch wie gut Type 286 gewesen waere?
Die Aussage war, dass im Mittelmeer die Schiffe meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet waren. Im Herbst 1940 waren sie weder meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet, somit war meine Aussage durchaus zutreffend. :wink:
@Doveton:
Thank you for your opinion!
UK Army: yes, maybe I overshot a bit with the assesment and the choice of words, but, as you also point out, the Army was very far from being an army to stand against the Wehrmacht. Unfortunately, you are to date the only British guy to accept it in regards to Seelöwe. To date I have only read about how easyly the Army could throw back the landing into the sea... That was definitly not the case!
Anti-invasion-fleet: here you make the usual mistake, counting nearly everything floats as capebel of being thrown against the invasion fleet or implying, all these ships would be available in the first wave. Neither are correct. Of these 60-something ships, how many where there in Sheerness and Harwich (i.e. the ports, from which a short-notice sortie is possible), and how many in Hull, on convoy-duty, or down in Plymouth?
Yes, the RN could possibly get 60-something destroyers and cruisers together - but not on the first night/day! As soon as these destroyers are commited piecemeal - and either they would, or the whole sortie would be postponed for a couple of days - there is a chance, that the smaller DKM with the Luftwaffe could defeat the given squadrons.
If I have to make an assesment, I would say, the RN could indeed inflict serious losses at night, WHEN and IF they know, where the invasion fleet is. I am however not convinced, that they could find it on the first night. In daylight, they would stand no serious chance. (lets say, the Luftwaffe flies 250 sorties with divebombers and normal bombers each, that would mount to at least 6000 bombs dropped. 0,5% hits, and a fleet of 30 warships is gone...)
If the destroyers manage to find a minefield - which should be there, directly on the destroyers tracks - even the night-attack could be easily botched.
mfg
alex
In my last post, for "RNAS" please read "FAA" ... I'm reading a book about WWI ("With our Backs to the Wall") at the same time, hence the mistake.
One little remark about the destructive capacity of the RN: the four-barrelled 40 mm "Pom-Pom" guns that the more modern destroyers carried were AA weapons but at the same time specifically intended as anti-shipping weapons (in the 1930s when Mussolini become more and more aggressive the RN considered Italian MTBs as a potentially serious threat). A well-aimed burst of two seconds or so would have been the end of any S-Boot or R-Boot within range.
@Knouterer:
An deiner Stelle würde ich die Finger von technischen Sachen lassen...
@Huszar: was gibt's denn jetzt wider zu meckern? Willst du etwa behaupten, ein S-Boot oder R-boot hätte ein halbes Dutzend 40 mm Granaten ohne weiteres verkraftet?
I have taken the liberty to move my response on this posting to this more relevant thread:
Zitat von: Urs Hessling am 07 Februar 2012, 14:04:26
hi, yes, I`m sorry, I goofed and wrote MTB instead of MGB. But ... they were "there" !
greetings, Urs
Not, I believe, in September 1940. Please see link.
http://www.bmpt.org.uk/boat%20histories/Motor%20Gun%20Boats/MGB-81/index.htm
There are some vessels described as "MGB"'s in the Fall of 1940 but these are really converted MA/SB's (Motor Anti/Submarine Boats) which had nothing like the armament or speed of the proper MGB's which we know from 1941 on.
I would also like to quote Peter Scott from his book "The Battle of the Narrow Seas":
"...of necessity, however, it was some time before this effort of coordination could bear fruit; during 1941 Coastal Forces were still sadly short of boats, and what boats they had were slow and far from reliable, could not at that time exceed 24 knots...."The reason for this was that even if the boats were designed to carry 3 petrol engines they only had 2 installed. This was still not remedied during the Channel Dash in February 1942.
Regds
Fred
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 11:14:54
@Huszar: was gibt's denn jetzt wider zu meckern? Willst du etwa behaupten, ein S-Boot oder R-boot hätte ein halbes Dutzend 40 mm Granaten ohne weiteres verkraftet?
Excuse me for interferring but the RN destroyers could not show very much for themselves against the S or R-boats untill the general introduction of radar, nothwithstanding any 40 mm guns. After the incident with S-38 in November 1940 I do not think the RN destroyers achieved any results against neither S nor R-boats untill well into 1942. That goes for both the skirmishes on the English as well as the French side of the Channel. As a matter of fact, in September 1940, the German S-boats had much better statistics than the other way around. Even better if we go through the period till the next RN destroyer destruction of an S-boat.
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 22:19:20
Gibt es einen Unterschied zwischen Frage und Schlußfolgerung?
Das wir 'nichts genaues' wissen ist eine Schlussfolgerung, und so an den Haaren herbeigezogen,
ZitatEs ist m.E. voellig berechtigt aus den Erfolgen von 1941 zu schliessen das die RN auch 1940 im Nachtkampf gut ausgebildet war.
siehe Luftwaffe. Das heißt die Erfolge der deutschen Luftwaffe in Schiffsbekämpfung von 1941 darf man auch für 1940 annehmen.
[/quote]
Wuerde ich auch so sehen. Neitzel hat ein paar Worte ueber den Ausbildungsstand der Luftwaffe im Einsatz ueber See zu diesem Zeitraum, aber es ist lange her das ich ihn gelesen habe.
Es ist aber m.E. nicht sehr relevant. Die Gruende fuer die hohen Verluste bei Kreta waren weniger gutes Training der LW-Einheiten, sondern die Situation in der sich die RN Einheiten befanden, und diese ist nicht vergleichbar mit der Situation in einem theoretischen Seeloewe Einsatz.
Alles Gute
Andreas
@leandros: sorry but that is rather irrelevant to the point at issue here. What I wanted to discuss was the chances of survival of the Rotterdam convoy moving down the Dutch/Belgian coast, well outside the mine barriers, which would have been protected (the convoy) by only two destroyers (the other plus the Torpedoboote being at the Western end of the Channel) plus a number of S-Boote and some minesweepers/minelayers.
If this convoy had been attacked by RN destroyers (which I think extremely likely, given that it would have taken a day or two, according to Schenk, just to move the ships out of the Nieuwe Waterweg and into formation), the S-Boot commanders would have to fire their torps at very close range to have any chance of a hit on a charging destroyer (as discussed above).
And in that case they would have come under fire from not only the main armament of the destroyers but also the pom-poms. The reason that we have no actual examples to illustrate how effective this fire might have been is -obviously - that in reality S-Boot commanders never carried out such suicidal attacks.
I tend to agree, on the other hand, about the MGB's (I already said in the other thread that in 1940 Coastal Forces were still in an embtryonal stage, compared to 1944). By 1940, those 3-pounder guns were only useful as saluting guns (although, against an unarmed tug or trawler ...). However, the MTB's, giving all the easy and indeed unmissable targets offered by the Sealion fleet, would undoubtedly have sunk quite a few transporters, tugs and barges.
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 08:52:17
@Andreas:
ZitatVernichten? Keine Ahnung. Schwer anschlagen und zum Umdrehen zwingen? Durchaus moeglich.
Schön, dass zumindest etwas Konjuktiv in den Satz gekommen ist. Ist wesentlich besser, als die allgemeine unumstössliche GEwissheit, die RN hätte alles ohne White Ensign versenken können. Und wir sprechen hier immernoch nur über EINEN der 5-6 Landungsflotten, die auf See wären!
(BTW: bei der BB-Flotte handelt es sich um Leyte :-D)
Ich erinnere mich nicht je behauptet zu haben das die RN alles versenken wuerde. Muessen sie ja auch nicht. Haben sie bei Kreta auch nicht getan und es gab trotzdem keine amphibische Landung. :MZ:
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 08:52:17
ZitatAlso eine Ansicht das es zu diesem Zeitpunkt kein Radar gab auf den kleinen Einheiten ist schlicht falsch, aber nicht durchgehend schon richtig. Die Frage ist demnach aber auch wie gut Type 286 gewesen waere?
Die Aussage war, dass im Mittelmeer die Schiffe meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet waren. Im Herbst 1940 waren sie weder meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet, somit war meine Aussage durchaus zutreffend. :wink:
Stimmt, aber wie relevant war Deine Aussage?
Alles Gute
Andreas
Moin,
@Leandros:
Hättest Du Dir die Mühe gemacht die im Netz offen zugänglichen COS-Papers zu studieren, dann wüßtest Du, dass zu dem Zeitpunkt mindestens 10 Zerstörer die in der Invasionsabwehr eingesetzt waren über ASV Radar (ich meine die Marine nannte es Typ 279) verfügte. Hättest Du ferner Dir die Mühe gemacht mal in die KTBs der S-Flottillen zu schauen, dann hättest Du auch sehen können wie häufig gerade auch im Herbst 1940, die Schnellboote von Zerstörern abgedrängt worden sind.
Gruß
Dirk
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30
@leandros: sorry but that is rather irrelevant to the point at issue here. What I wanted to discuss was the chances of survival of the Rotterdam convoy moving down the Dutch/Belgian coast, well outside the mine barriers, which would have been protected (the convoy) by only two destroyers (the other plus the Torpedoboote being at the Western end of the Channel) plus a number of S-Boote and some minesweepers/minelayers.
First, from where do you have the information that they should go outside the minefields?
To my knowledge, all the destroyers and the T-boats should operate on the Western side of the Channel. OTH, all the S-boat flotillas were to be positioned on the Eastern side of the invasion area. According to Hümmelchen there were 20 operational S-boats in that area on September 25th. Plus the 5 boats of the so-called "Schnelle U-jäger"-flotilla in Rotterdam which were pre-war types but had kept all its S-boat capabilities. As I have stated earlier, statistics destroyer/S-boats at this time was vastly in favour of the S-boats and it only increased in the following year.
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30If this convoy had been attacked by RN destroyers (which I think extremely likely, given that it would have taken a day or two, according to Schenk, just to move the ships out of the Nieuwe Waterweg and into formation), the S-Boot commanders would have to fire their torps at very close range to have any chance of a hit on a charging destroyer (as discussed above).
See "statistics" above...:)...and for charging destroyers, that is an interesting expression. Charging what - the convoy or the S-boats? If they "charged" the S-boats the convoys qould get away, if they charged the convoys they would expose themselves to the S-boats. Have you considered the difficulties for eventual RN vessels that found a convoy - how they should differentiate between all the vessels in the dark? Is that an R-boat or an S-boat? Is that a transport or a patrol boat? Oops, where did that S-boat come from? Oh, yes, it was hiding behind the others! WTF, where is all that machine gun fire coming from (meaning the dozens of infantry machine guns firing from the decks of the barges....). Oops, they have 20 mm and 37 mm's, too, on those barges! Periscope on the port side, sir! Wrooom! What was that explosion? I am afraid we hit a mine, sir....If it wasn't a torpedo from that He115 that just passed behind us....or from the periscope just sighted. Wrooom (enormous splash on the port bow)! Oh, boy - that was a big one, have they brought in their battleships? I don't think so, sir, it's probably the radar-guided coastal artillery batteries at Cape Gris Nez. What, I can't hear what you are saying! Not strange, sir, your ear is bleeding...
Also, I would not discard the 19 M35 minesweepers which were assigned as escorts for the invasion convoys. These became highly respected by their RN opponents as the war wore on, achieving the honourable description "The Channel Destroyers" by the British. And, do not forget Dønitz's guys.....:)..., the Vorposten-boote and the auxiliary artillery ships. Not to talk about the armaments of the merchants themselves. Which I am trying to find out more about. At that time the S-boats owned the night, radar on RN destroyers being very rare, if at all.
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30And in that case they would have come under fire from not only the main armament of the destroyers but also the pom-poms. The reason that we have no actual examples to illustrate how effective this fire might have been is -obviously - that in reality S-Boot commanders never carried out such suicidal attacks.
You need to do some more research on this. Most examples of destroyer/S-boats show how ineffective the destroyers were against the S-boats before they got radar. As a matter of fact, as with the U-boats, priority targets for the S-boats were merchant ships, not the enemy's naval ships. Even then...
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30I tend to agree, on the other hand, about the MGB's (I already said in the other thread that in 1940 Coastal Forces were still in an embtryonal stage, compared to 1944). By 1940, those 3-pounder guns were only useful as saluting guns (although, against an unarmed tug or trawler ...). However, the MTB's, giving all the easy and indeed unmissable targets offered by the Sealion fleet, would undoubtedly have sunk quite a few transporters, tugs and barges.
It is nothing really to agree upon, there were no (proper) MBG's in the RN September 1940. They hadn't even been ordered. The MTB's had to get near the transports to do any damage. They had very little luck (or capacity) in that on the German convoys along the French coast untill much later. So, why should they do it so well on the invasion convoys?
I shall post the total German escort assets as I have it in my book.
Dirk, hast Du 'nen Link fuer die COS Papers?
Dieses Dokument sagt das Typ 279 Schiffsziele ausmachen konnte, obwohl es nur als Luftwarnradar entwickelt wurde:
http://www.rnmuseumradarandcommunications2006.org.uk/RADAR%20IN%20THE%20RN%20AT%20THE%20END%20OF%20WW2.pdf
Aber nicht so gut wenn man es als Zielradar verwenden wollte.
Alles Gute
Andreas
Hallo Andreas,
ich meine gelesen zu haben, das das ASV auf 4sm Seeziele (Größe weiß ich nicht mehr ausmachen konnte). Die COS-Papers gibt es online bei der Pro. Die haben irgendeine CAB-Signatur und sind jetzt zusaätzlich zu den War Cabinet Papers runterladbar. Genaue Signatur habe ich gerade hier im Büro nicht, War aber recht leicht zu finden und sehr interessant!
Ach so, dass mit dem ASV steht da in Zusammenhang mit der Diskussion über eine Möglichkeit einer Invasion bei Nebel.
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 13:11:03
Moin,
@Leandros:
Hättest Du Dir die Mühe gemacht die im Netz offen zugänglichen COS-Papers zu studieren, dann wüßtest Du, dass zu dem Zeitpunkt mindestens 10 Zerstörer die in der Invasionsabwehr eingesetzt waren über ASV Radar (ich meine die Marine nannte es Typ 279) verfügte. Hättest Du ferner Dir die Mühe gemacht mal in die KTBs der S-Flottillen zu schauen, dann hättest Du auch sehen können wie häufig gerade auch im Herbst 1940, die Schnellboote von Zerstörern abgedrängt worden sind.
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - you really should not be so patronizing....:)..I have done a lot of research. I would very much like to know which RN destroyers had an effective surface radar in September 1940. You should know since you are slapping me for saying they didn't.
Fred
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 14:10:15
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 13:11:03
Moin,
@Leandros:
Hättest Du Dir die Mühe gemacht die im Netz offen zugänglichen COS-Papers zu studieren, dann wüßtest Du, dass zu dem Zeitpunkt mindestens 10 Zerstörer die in der Invasionsabwehr eingesetzt waren über ASV Radar (ich meine die Marine nannte es Typ 279) verfügte. Hättest Du ferner Dir die Mühe gemacht mal in die KTBs der S-Flottillen zu schauen, dann hättest Du auch sehen können wie häufig gerade auch im Herbst 1940, die Schnellboote von Zerstörern abgedrängt worden sind.
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - you really should not be so patronizing....:)..I have done a lot of research. I would very much like to know which RN destroyers had an effective surface radar in September 1940. You should know since you are slapping me for saying they didn't.
Fred
Sag mir welche keines hatten! Ich habe zumindest eine quelle die sagt, dass 10 Stück eines hatten. (btw. Malcom hatte auf alle Fälle eins).
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 14:20:37
Sag mir welche keines hatten! Ich habe zumindest eine quelle die sagt, dass 10 Stück eines hatten. (btw. Malcom hatte auf alle Fälle eins).
Hi, Dirk, why can't you quote what your source says...which 10 RN destroyers had an effective surface radar in September 1940...? I believe none had. I would like very much to be corrected. Please....:)....
Fred
Hi Fred,
ich habe bereits gesagt, das das aus einem COS-Paper über die Möglichkeit der Invasion bei Nebel stammt. Auch habe ich gesagt, dass es das Dokument online umsonst bei der Pro gibt. Die Mühe es selbst raus zu suchen, kannst Du Dir ja vielleicht noch machen. Ich habe auf alle Fälle besseres zu tun als, ständig Belege gegen völlig aus der Luft gegriffene Behauptungen zu suchen (gerade, da von Dir ja auch keine Belege kommen).
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 14:00:14
Hallo Andreas,
ich meine gelesen zu haben, das das ASV auf 4sm Seeziele (Größe weiß ich nicht mehr ausmachen konnte). Die COS-Papers gibt es online bei der Pro. Die haben irgendeine CAB-Signatur und sind jetzt zusaätzlich zu den War Cabinet Papers runterladbar. Genaue Signatur habe ich gerade hier im Büro nicht, War aber recht leicht zu finden und sehr interessant!
Ach so, dass mit dem ASV steht da in Zusammenhang mit der Diskussion über eine Möglichkeit einer Invasion bei Nebel.
Gruß
Dirk
Hab gerade mal geguckt, aber nix gefunden.
Lass es mich wissen bitte.
Alles Gute
Andreas
Hmm... CAB80/19/13 und CAB80/19/20, sind aber nicht freie Downloads. :MS:
Alles Gute
Andreas
Hallo Andreas,
Dich lasse ich es gerne wissen :-D. Hier die Liste mit den gesamten Online Dokumenten:
http://www.nationalarchives.gov.uk/documentsonline/digital-microfilm.asp
Das betreffende Dokument dürfte sich bei CAB 79 oder wahhrscheinlicher noch bei CAB 80 finden lassen. Im Notfall kann ich Dir morgen abend noch die genaue Fundstelle per PM geben (habe aber keine Lust für Leute die vieles behaupten ohne je in Originaldokumente geschaut zu haben, hier die Arbeit zu machen).
@Fred: Zur Klarheit, die Fundstelle spricht nur von 10 Zerstörern und nennt keine Namen. Da die KTBs der Zerstörer nach Anreas ja auch zerstört sind dürfte reichlich schwierig werden die genauen Namen herauszufinden. Aber vielleicht wäre das ja mal eine Aufgabe für Dich?
Gruß
Dirk
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 14:43:08
Hmm... CAB80/19/13 und CAB80/19/20, sind aber nicht freie Downloads. :MS:
Alles Gute
Andreas
CAB 80/19 gesamt aber :-)
Hallo, Andreas,
ZitatIch erinnere mich nicht je behauptet zu haben das die RN alles versenken wuerde. Muessen sie ja auch nicht. Haben sie bei Kreta auch nicht getan und es gab trotzdem keine amphibische Landung.
1, allgemeiner Grundtenor ist, dass die Landungsflotten (keines der 6-7) nicht die Nordküste des Kanals hätte erreichen können. Eine annehmbare Begründung habe ich bisher noch nicht gelesen, nur dass 20-30 Zerstörer genügend wären, dies zu bewerkstelligen. Wie sie es gemacht hätten, tja, darauf hab ich nie eine Antwort bekommen. (bis auf 2pdr-Geschichten)
2, Du meinst, ausser den Italiener gab es keine amphibische Landung auf Kreta? :wink:
mfg
alex
Exzellent!
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 14:57:58
2, Du meinst, ausser den Italiener gab es keine amphibische Landung auf Kreta? :wink:
Touche, wenn auch am 28. Mai, als alles entschieden war.
Alles Gute
Andreas
ZitatZitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 12:27:36
Zitat von: mhorgran am 07 Februar 2012, 22:19:20
Gibt es einen Unterschied zwischen Frage und Schlußfolgerung?
Das wir 'nichts genaues' wissen ist eine Schlussfolgerung, und so an den Haaren herbeigezogen,
Und nun reißt du meine Aussage völlig aus dem Kontext. Es wird immer besser.
ZitatZitatEs ist m.E. voellig berechtigt aus den Erfolgen von 1941 zu schliessen das die RN auch 1940 im Nachtkampf gut ausgebildet war.
siehe Luftwaffe. Das heißt die Erfolge der deutschen Luftwaffe in Schiffsbekämpfung von 1941 darf man auch für 1940 annehmen.
Wuerde ich auch so sehen. Neitzel hat ein paar Worte ueber den Ausbildungsstand der Luftwaffe im Einsatz ueber See zu diesem Zeitraum, aber es ist lange her das ich ihn gelesen habe.
Neitzel hat ja nun auch schon einige Bücher geschrieben. Kannst du, falls es dir irgendwie möglich wäre, das präzisieren?
Falls du das Buch "Der Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Atlantik und der Nordsee 1939-1945" meinst - siehe Seiten 66-69
- die Angriffe wurden bis Juni 1941 um Großbritannien vorwiegend im Tiefflug angesetzt, u.a. auch mit He111 (mit mäißgem Erfolg; Juni 1941: 73% Anteil)
- Grund: "die Trefferchancen beim Angriff im Sturzflug wurden im Februar 1941 durch die Einführung der Bombenziel-Automatik (BZA) wesentlich verbessert. Das Gerät errechnete anhand der Flug- und Zielwerte den Auslösepunkt der Bomben, so dass man sich nicht mehr nur auf Schätzwerte verlassen mußte. auch unerfahrene Piloten kamen dadurch zu Erfolgen."
Danach kann man die Einsatzoption gegen Kriegsschiffe im Herbst 1940 mE auf die 200-300 einsatzfähigen Ju 87 beschränken. Der Einsatz im Tiefflug der übrigen Typen erfolgte im übrigen fast nur gegen Handelsschiffe, die über keine starke Luftabwehr verfügten. (von Thomas)ZitatEs ist aber m.E. nicht sehr relevant. Die Gruende fuer die hohen Verluste bei Kreta waren weniger gutes Training der LW-Einheiten, sondern die Situation in der sich die RN Einheiten befanden, und diese ist nicht vergleichbar mit der Situation in einem theoretischen Seeloewe Einsatz.
Das kommt ganz auf den Szenario an.
Got it.
So, 10 destroyers equipped with radar (probably Type 279) effective in detecting small ships out to 3 miles, giving bearing and direction. Intent was to combine this method with the German directional beam (was this supposed to be used?). So my guess is, intersect with the German beam, then travel towards France until the radar picks up a target, direct non-radar equipped vessels onto the target, and and then engage.
All the best
Andreas
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 14:47:48
@Fred: Zur Klarheit, die Fundstelle spricht nur von 10 Zerstörern und nennt keine Namen. Da die KTBs der Zerstörer nach Anreas ja auch zerstört sind dürfte reichlich schwierig werden die genauen Namen herauszufinden. Aber vielleicht wäre das ja mal eine Aufgabe für Dich?
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - we should probably not use more time on this question. If the text below is correct no RN destroyers had surface radars in September 1940. It states the first was installed on a corvette in March 1941.
"Development concentrated on AI for nightfighthers, but in the autumn of 1940 the 10cm radar attracted naval interest, represented by Captain B.R. Willett and C.E. Horton. It was demonstrated to them that the ground-based, experimental radar equipment could track ships. On 11 November tests were conducted with the submarine HMS Usk, which was tracked at 7 miles. Some time was spent refining the equipment and defining the antennas, until a cylindrical paroboloid section was chosen for shipboard installations. By March 1941, a fully engineered 10cm radar was on board of the corvette HMS Orchis, and on 16 November 1941 the sinking of U-433 near Gibraltar was attributed to the "Type 271" 10cm radar. By May 1942, 236 ships carried centimetric radar."Fred
http://uboat.net/allies/technical/uk_radars.htm
Zitat von: mhorgran am 08 Februar 2012, 15:32:34
ZitatZitatEs ist m.E. voellig berechtigt aus den Erfolgen von 1941 zu schliessen das die RN auch 1940 im Nachtkampf gut ausgebildet war.
siehe Luftwaffe. Das heißt die Erfolge der deutschen Luftwaffe in Schiffsbekämpfung von 1941 darf man auch für 1940 annehmen.
Wuerde ich auch so sehen. Neitzel hat ein paar Worte ueber den Ausbildungsstand der Luftwaffe im Einsatz ueber See zu diesem Zeitraum, aber es ist lange her das ich ihn gelesen habe.
Neitzel hat ja nun auch schon einige Bücher geschrieben. Kannst du, falls es dir irgendwie möglich wäre, das präzisieren?[/quote]
Du hast das richtige rausgepickt.
Zitat von: mhorgran am 08 Februar 2012, 15:32:34
ZitatEs ist aber m.E. nicht sehr relevant. Die Gruende fuer die hohen Verluste bei Kreta waren weniger gutes Training der LW-Einheiten, sondern die Situation in der sich die RN Einheiten befanden, und diese ist nicht vergleichbar mit der Situation in einem theoretischen Seeloewe Einsatz.
Das kommt ganz auf den Szenario an.
Okay, in welchem Seeloeweszenario ist die Royal Navy komplett ohne Luftschutz dabei in einer kurzen Nacht Ende Mai die Invasionsflotte anzugreifen, eine Distanz von 2-300km von ihrer Basis entfernt, und ohne Moeglichkeit sich unter Tage unter einen Luftschirm zurueckzuziehen, und ohne Moeglichkeit die Flakgeschuetze aufzumunitionieren, und mit hunderten von Evakuierten beladen?
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 15:36:00
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 14:47:48
@Fred: Zur Klarheit, die Fundstelle spricht nur von 10 Zerstörern und nennt keine Namen. Da die KTBs der Zerstörer nach Anreas ja auch zerstört sind dürfte reichlich schwierig werden die genauen Namen herauszufinden. Aber vielleicht wäre das ja mal eine Aufgabe für Dich?
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - we should probably not use more time on this question. If the text below is correct no RN destroyers had surface radars in September 1940. It states the first was installed on a corvette in March 1941.
"Development concentrated on AI for nightfighthers, but in the autumn of 1940 the 10cm radar attracted naval interest, represented by Captain B.R. Willett and C.E. Horton. It was demonstrated to them that the ground-based, experimental radar equipment could track ships. On 11 November tests were conducted with the submarine HMS Usk, which was tracked at 7 miles. Some time was spent refining the equipment and defining the antennas, until a cylindrical paroboloid section was chosen for shipboard installations. By March 1941, a fully engineered 10cm radar was on board of the corvette HMS Orchis, and on 16 November 1941 the sinking of U-433 near Gibraltar was attributed to the "Type 271" 10cm radar. By May 1942, 236 ships carried centimetric radar."
Fred
This is the typical MO by Mr. Leander.
No source given.
Irrelevant text.
Using the above to query period documents he hasn't read and wasn't aware of which were issued by the Chiefs of Staff to Churchill.
Really not worth engaging beyond pointing out that the MO is at its most generous described as devious, and brazen salesmanship.
Further up the thread I gave the names of two of the destroyers.
All the best
Andreas
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 15:36:00
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 14:47:48
@Fred: Zur Klarheit, die Fundstelle spricht nur von 10 Zerstörern und nennt keine Namen. Da die KTBs der Zerstörer nach Anreas ja auch zerstört sind dürfte reichlich schwierig werden die genauen Namen herauszufinden. Aber vielleicht wäre das ja mal eine Aufgabe für Dich?
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - we should probably not use more time on this question. If the text below is correct no RN destroyers had surface radars in September 1940. It states the first was installed on a corvette in March 1941.
"Development concentrated on AI for nightfighthers, but in the autumn of 1940 the 10cm radar attracted naval interest, represented by Captain B.R. Willett and C.E. Horton. It was demonstrated to them that the ground-based, experimental radar equipment could track ships. On 11 November tests were conducted with the submarine HMS Usk, which was tracked at 7 miles. Some time was spent refining the equipment and defining the antennas, until a cylindrical paroboloid section was chosen for shipboard installations. By March 1941, a fully engineered 10cm radar was on board of the corvette HMS Orchis, and on 16 November 1941 the sinking of U-433 near Gibraltar was attributed to the "Type 271" 10cm radar. By May 1942, 236 ships carried centimetric radar."
Fred
http://uboat.net/allies/technical/uk_radars.htm
Also Fred,
die Chiefs of Staff werden doch wohl korrekte Informationen haben. Aber wenn Du Internetquellen (auch wenn diese sonst vorzüglich ist) über Originaldokumente stellst, dann wissen wir wie wir Deine Beiträge zu werten haben.
Gruß
Dirk
"Wie sie es gemacht hätten" ?????? Ein einziger Town-class Kreuzer hatte wenn ich mich nicht irre 12 x 200 = 2400 6" Granaten an Bord, das reicht gut und gerne aus um die 47 Transporter aus Rotterdam (zwischen 300 und 10.000 T) dreimal zu versenken, da brauchen wir keine 2-pdr Geschichten.
Also bitte ... das wird hier immer absurder, einerseits wird behauptet, ein S-Boot kommt einem Destroyer gleich, andererseits wird bezweifelt, das die RN imstande gewesen wäre unbewaffnete Frachter zu versenken ...
Ich wollte mich jetzt eigentlich jetzt den Geschehnissen an Land widmen, mal angenommen die deutschen wären so weit gekommen, aber ich habe nicht viel Lust mich mit der Behauptung auseinandersetzen zu müssen dass ein deutscher 8 cm Granatwerfer NATÜRLICH eine VIEL gefährlichere Waffe ist als ein 9.2" Eisenbahngeschütz ...
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 15:45:15
Also Fred,
die Chiefs of Staff werden doch wohl korrekte Informationen haben. Aber wenn Du Internetquellen (auch wenn diese sonst vorzüglich ist) über Originaldokumente stellst, dann wissen wir wie wir Deine Beiträge zu werten haben.
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - have you seen the document in question.....:).....?
Fred
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 15:57:32
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 15:45:15
Also Fred,
die Chiefs of Staff werden doch wohl korrekte Informationen haben. Aber wenn Du Internetquellen (auch wenn diese sonst vorzüglich ist) über Originaldokumente stellst, dann wissen wir wie wir Deine Beiträge zu werten haben.
Gruß
Dirk
Hi, Dirk - have you seen the document in question.....:).....?
Fred
Ja!
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 15:35:34
Got it.
So, 10 destroyers equipped with radar (probably Type 279) effective in detecting small ships out to 3 miles, giving bearing and direction. Intent was to combine this method with the German directional beam (was this supposed to be used?). So my guess is, intersect with the German beam, then travel towards France until the radar picks up a target, direct non-radar equipped vessels onto the target, and and then engage.
All the best
Andreas
Correction, appears to have been Type 286
http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-10DD-34Tribal-Cossack1.htm
All the best
Andreas
Ah,
Danke Andreas! Und sieh an bereits im Mai eingebaut...
@Knouterer
Mal sehn, was 12*6" gegen eine schwach gesichte Gammelflotte machen können:
ZitatAt 2330/21st northeast of Canea, the Italian LUPO convoy was attacked by Light cruisers DIDO, AJAX, and ORION and destroyers KIMBERLEY, HASTY, HEREWARD, and JANUS of Force D
The bow of cruiser AJAX was bent through ramming a caique.
Light cruiser ORION sustained some damage to her bridge from pom pom fire from cruiser DIDO. Two men were killed and nine were wounded.
Light cruiser DIDO expended 70% of her ammunition, light cruiser ORION 62%, and light cruiser AJAX 58%.
Ten schooners were sunk by the British ships. Roumanian steamer CARMEN SYLVA (1601grt) was sunk.
Torpedo boat LUPO was hit by 18 six inch shells and survived despite heavy damage.
The action was broken off at 0400/22nd.
Italian torpedo boat LIRA rescued some of LUPO convoy survivors.
Force D joined Force A 1 at 0800 outside of Kithera Straits. At 1045, due to the ammunition shortages in the cruisers, Force D was detached to Alexandria.
Cruisers ORION and AJAX were detached to join Force E, but when it was found they could not reach the rendezvous in time, they returned to Force D
Force D arrived at Alexandria at 0700/23rd.
http://www.naval-history.net/xDKWW2-4105-32MAY02.htm
16*6" + 8*5,25" und einiges an Zerstörerkaliber. top
Wie gesagt, ich würde an deiner Stelle die Finger von technischen Sachen lassen, langsam nimmt dich keiner mehr ernst. Ist ein gut gemeinter Rat.
mfg
alex
Schaun wir mal wie weit wir kommen:
HMS Cossack - Mai 1940
HMS Javelin - Juni 1940
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 16:06:47
Ah,
Danke Andreas! Und sieh an bereits im Mai eingebaut...
Ok, so HMS Cossack had the Type 289 radar without the revolving antenna in May 1940. I have my doubts that it was the 289 and not the 279 radar but that I need to check. As a Tribal-class HMS Cossack was attached to the Home Fleet she would probably not have been let loose in the Channel. Just my opinion.
No mention of radar on HMS Malcolm which isn't strange since this was an old V&W destroyer. Would have been nice to know who the others were.
Fred
Das Malcolm als einer der ersten Zerstörer mit Radar ausgerüstet wurde steht m.E. in RADAR AT SEA by D Howse.
Und die COS gingen von einer Invasion im Kanal bzw. im Südosten und nicht in Schottland aus und meinten das 10 ASV dagegen vorhanden seien.
So langsam beginne ich Sisyphos zu verstehen...
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 16:31:55
Schaun wir mal wie weit wir kommen:
HMS Cossack - Mai 1940
HMS Javelin - Juni 1940
Alles Gute
Andreas
Good boys, now we are getting somewhere....:)....Strange thing with most of these large RN destroyers, within 18 months most of them had been sunk in the Mediterranean by what would have been their nemesis in the Channel, the Luftwaffe. And some by U-boats, S-boats and the Italians. I believe Javelin was one of the few survivors.
Fred
@Huszar: ach was. Und was war eigentlich mit dem Graf Spee? Wohl auch völlig unbeschädigt geblieben? Ich habe auch einen guten Rat: kehre schleunigst zu deinem Kavallerieregiment zurück, die vermissen dich bestimmt, und vergiss die Seefahrt.
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 16:13:50
@Knouterer
Mal sehn, was 12*6" gegen eine schwach gesichte Gammelflotte machen können:
Aber, zum Umdrehen gezwungen, und die Landung wurde nie durchgefuehrt. Die Aktion wurde ausserdem wg. Aufkommen des Tageslichts und Position noerdlich von Kreta abgebrochen. Taktisch nicht berauschend, operationell 100% Erfolg, mit einem Drittel der Invasionstruppen gefallen.
Alles Gute
Andreas
Zitat@Huszar: ach was. Und was war eigentlich mit dem Graf Spee? Wohl auch völlig unbeschädigt geblieben? Ich habe auch einen guten Rat: kehre schleunigst zu deinem Kavallerieregiment zurück, die vermissen dich bestimmt, und vergiss die Seefahrt.
Mal ohne Witz, was du hier vorträgst, über deutsche Torpedos, englische 2-pdr [4 cm/39 (1.575")] Mark VIII und den Trefferquotienten von Town Kreuzern mit 15cm (6inch) Geschützen, ist diplomatisch ausgedrückt sehr fragwürdig bis tendenziös, man kann es aber auch als Unsinn bezeichnen!
Über deutsche Torpedos habe ich mich schon ausgelassen, obwohl du den G7a mit 44kn völlig ignorierst.
Die 2-pdr pompoms gibt es mit 585ms und 700ms Mündungsgeschwindigkeit,
effektive Reichweite in der Luft 1550m, bei 45 Grad Rohrerhöhung 3500 und 4500m, mit einer Explosionsfüllung der Granate von 0,078kg. Und jetzt willst du uns erzählen das man damit S-Boote im
indirekten Richtverfahren womöglich auch noch Nachts, die bei fast jedem Wellengang 35-40kn laufen, einfach mit einem halben Dutzend Granaten "wegballert"?
Die nächste Behauptung betraff die Townklasse und ihre Trefferquote. Wie hoch waren die Trefferquoten im WWII mit optischer Feuerleitung? Wie hoch bei Nacht?
PS: Waren die wichtigen Treffer auf der Admiral Graf Spee alle von den 8ern der Exeter, ausserdem war Admiral Graf Spee völlig Intakt was ihre Gefechtskraft anbelangte, weder Entfernungsmesser noch Geschütze wurden ausser Kraft gesetzt. Ohne den Treffer in der Dieselreinigungsanlage, die leider nicht unter dem Pazerdeck war, wäre sie vom Gefechtswert völlig intakt! Bei dem gleichen Gefecht in der Nordsee, wäre sie als große Gewinnerin in den nächsten deutschen Hafen gedampft. Also vergleiche bitte keine Äpfel mit Birnen.
Der nächste Programmpunkt der hier oft auftritt ist, dass es als Fakt angesehen wird, dass die LW nicht effektiv 1940 gegen die RN vorgehen könnte/konnte. Dabei wird Dünkirchen als Argument genommen. Darüber hinaus werden Erfahrungen mit der Luftschlacht um England angeführt.
Frage ist dann, warum die gleiche Luftwaffe ab Anfang
Januar 1941, sehr effektiv gegen die RN vor Malta operieren konnte?
Weder die RN noch die RAF haben von Anfang Januar bis Ende Mai/Juni auch nur einen einzigen Stich gegen die LW im Mittelmeerraum gesehen.
Malta konnte nicht versorgt werden, das Afrika Korps konnte von Februar bis Mai fast verlustfrei in Tunis landen, die VErteidigung von Griechenland war dürftig und Kreta wurde von den Deutschen genommen. Hauptanteil an allen diesen Ereignissen hatte die LW.
Und die gleiche LW soll also 3 Monate früher (September/Oktober 1940) ein ineffektives Instrument sein?
Desweiteren gebe ich zu bedenken, dass alle Vorteile der RAF bei der Luftschlacht um England, bei Seelöwe/einem Kanalkampf hinfällig wären.
Kein Vorteil mehr des kürzeren Anflugweges und somit längere Kampfzeit über dem Einsatzgebiet, keine Radarleitung, keine abgeschossenen Piloten, die sofort nach der Landung mit dem Fallschirm weiterkämpfen können!
Whitley wird wahrscheinlich die Antwort zum Radar haben.
Es erscheint mir das Ajax im September auch Radar hatte, da sie diese angeblich in einem Nachtgefecht mit der Regia Marina im Oktober einsetzte:
http://uboat.net/allies/warships/ship/4453.html
http://www.regiamarina.net/detail_text.asp?nid=61&lid=1
Stefan, bitte aufpassen, Nachtgefecht 1940. :MZ:
Alles Gute
Andreas
Moin,
ZitatFrage ist dann, warum die gleiche Luftwaffe ab Anfang Januar 1941, sehr effektiv gegen die RN vor Malta operieren konnte?
Was die Ju 88 anbetrifft wurde die Dissertation von Sönke Neitzel bereits zitiert, nach der es da andere Zielvisiere gab.
Und die Luftwaffe hätte bei Seelöwe gegen eine überlegene RAF kämpfen müssen.
Die Luftwaffe hatte insgesamt, also inklusive Berlin, Norwegen und Deutsche Bucht am 28.09.40 721 einsatzbereite Bf 109 mit 688, wobei die tatsächliche Einsatzstärke dadurch das die Besatzungen selbstverständlich nicht perfekt verteilt waren noch geringer war.
Das Fighter Command hatte am 30.08.1940 an einsatzbereiten 1mots:
Hurricane I: 547
Spitfire I: 257
Spitfire II: 42
Über die Anzahl an Piloten habe ich hier nur eine Angabe vom 01.09.1940:
1.142 bei zum Zeitpunkt 648 einsatzbereiten Flugzeugen (nach Stephen Bungay)
Reservejäger:
Deutschland: 0
FC: 116 Hurricane + 43 Spitfire
Fazit: Die deutsche Jagdwaffe hätte die Invasion niemals wirkungsvoll schützen können.
Gruß
Dirk
@ Dirk
Du gibst die Einsatzbereitschaft der LW von Ende September an, nach 2 Monaten Luftschlacht und bei der RAF beziehst du dich auf Ende August?
Nicht dein Ernst!
Achja und wann kamen diese Zielvisiere genau und die LW besteht nur aus Ju88?
Dein Fazit in allen Ehren, ich hab da eine andere Meinung drüber!
Zitat von: Matrose71 am 08 Februar 2012, 18:15:07
Frage ist dann, warum die gleiche Luftwaffe ab Anfang Januar 1941, sehr effektiv gegen die RN vor Malta operieren konnte?
Weder die RN noch die RAF haben von Anfang Januar bis Ende Mai/Juni auch nur einen einzigen Stich gegen die LW im Mittelmeerraum gesehen.
Carsten
Siehe hier aus dem Buch von Neitzel das Zitat das Stefan netterweise rausgesucht hat:
ZitatGrund: "die Trefferchancen beim Angriff im Sturzflug wurden im Februar 1941 durch die Einführung der Bombenziel-Automatik (BZA) wesentlich verbessert. Das Gerät errechnete anhand der Flug- und Zielwerte den Auslösepunkt der Bomben, so dass man sich nicht mehr nur auf Schätzwerte verlassen mußte. auch unerfahrene Piloten kamen dadurch zu Erfolgen."
Man muss dabei auch beachten das die RN im Mittelmeer unter 100%iger Luftherrschaft der Achse operierte, und trotzdem hin und wieder einen Stich machte (Tiger Konvoi z.B.). Die Luftwaffe war kein perfektes Instrument, siehe z.b. das Versagen des Luftschutzes der Dampfer Maritza und Procida gegen Force K im November 1941.
Alles Gute
Andreas
Man muss auch immer das Wetter berücksichtigen. Bei starker niedrig liegender Bewölkung dürfte die Luftwaffe kaum was finden geschweige denn treffen.
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 16:33:45
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 16:06:47
Ah,
Danke Andreas! Und sieh an bereits im Mai eingebaut...
Ok, so HMS Cossack had the Type 289 radar without the revolving antenna in May 1940. I have my doubts that it was the 289 and not the 279 radar but that I need to check. As a Tribal-class HMS Cossack was attached to the Home Fleet she would probably not have been let loose in the Channel. Just my opinion.
No mention of radar on HMS Malcolm which isn't strange since this was an old V&W destroyer. Would have been nice to know who the others were.
Fred
I provide this information reluctantly, because as I expect you have all realised Mr. Leander constantly demands information and sources from others yet when asked to justify his own statements simply repeats himself over and over again like some sort of demented parrot.
However, on the night of 10/11 September 1940 , Malcolm, Veteran, and Wild Swan of the Harwich based 16th Destroyer Flotilla were on patrol off Ostend, and at 0316 on 11 September Tom Halsey (Captain D16) recorded that Malcolm's search radar detected several surface contacts, which were subsequently identified as tugs and barges, and were engaged by the destroyers.
Incidentally, Malcolm was not a V & W Class destroyer, but I would hardly expect Mr. Leander to have been aware of this, as, indeed, he wasn't. Such basic errors rather cause one to doubt how well-researched his 'book' really is!
On the subject of S-Boats, I am sure I do not need to tell most of you that they were excellent anti-shipping weapons. The tactics they employed, I believe, involved taking advantage of their low silhouette in order to wait for a passing convoy. Having launched their torpedoes, they would then use their speed to escape before the destroyer escort could intervene. In other words, they specifically avoided engaging the escorts. In a Sealion situation, they would not have this luxury open to them.
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 16:33:45
Would have been nice to know who the others were.
Fred
It's called research. You should try it.
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 18:42:20Man muss dabei auch beachten das die RN im Mittelmeer unter 100%iger Luftherrschaft der Achse operierte, und trotzdem hin und wieder einen Stich machte (Tiger Konvoi z.B.). Die Luftwaffe war kein perfektes Instrument, siehe z.b. das Versagen des Luftschutzes der Dampfer Maritza und Procida gegen Force K im November 1941.
Alles Gute
Andreas
Hi, Andreas - here are some other examples:This installment on Luftwaffe bombing results on Allied naval shipping still only includes naval vessels or civilian vessels manned by naval personnel - as far as is known. There were many times as many merchant vessels sunk and damaged. In that respect it should be considered that many of these much larger ships, often were harder to sink than, say, a destroyer. As this instalment also includes the Operation Dynamo it must be understood that the diversionary effect of all the civilian vessels present therein certainly made it easier for the RN vessels.
September 14, 1939: Polish minesweepers Jaskolka and Czapla sunk.
September 24, 1939: In German air attacks on the British forces, the screening GLASGOW was able to drive off an attack on SPEARFISH. ARK ROYAL was near missed and HOOD was struck by a glancing bomb that did not explode. LT B S. McEwen, flying aSkua of ARK ROYAL's 803 Squadron, shot down a Do.18 aircraft whose aircrew was picked up by SOMALI. Finally SHEFFIELD was bombed, but sustained no damage.
October 16, 1939: German aircraft attacked anchored ships in the Firth of Forth. Light cruiser SOUTHAMPTON was hit by a 1000 pounder that passed through three decks and came out of the bottom without exploding, but injuring three crew, one rating dying of wounds. Light cruiser EDINBURGH was slightly damaged by splinters from the near miss of three 500 pound bombs with eight crew wounded and Gunner G J Mitchell and one rating dying of wounds. SOUTHAMPTON's damage required only three days to repair while EDINBURGH remained in service. Destroyer MOHAWK, just arriving in the Firth from convoy duty, was bombed one and a half miles from May Island and sustained much topside damage. Commanding officer Cdr R F Jolly was fatally wounded, the ship's first officer Lt E J O'Shea and ten ratings killed and 33 crew, including her navigator, Lt A L Harper, wounded. MOHAWK berthed at Rosyth for temporary repairs and then repaired at Newcastle from 22 October to 9 December. Battlecruiser REPULSE was still at Rosyth on the 16th boiler cleaning, but German bombing restrictions forbidding bombing that endangered civilian lives were still in effect.
Three German aircraft bombed Scapa Flow, one of which was shot down by destroyer ESKIMO. Two near misses damaged old battleship IRON DUKE which took a heavy list and bomb blast damaged her electrical installations. She was towed into shallow water, settled onto the sea bed and ESKIMO provided electric power.
October 18, 1939: Base ship HMS Iron Duke beached after being bombed at Scapa Flow by JU88s.
January 1, 1940: A German air raid on Sullom Voe caused little damage to either port facilities or the ships in the harbour, which at this time were anti-aircraft cruiser COVENTRY as guard ship, destroyer AFRIDI to refuel, tanker WAR DIWAN (5551grt), and MANELA as a depot ship for sea planes. COVENTRY did however suffer concussion from a near miss which unseated machinery.
January 12, 1940: Armed patrol trawler VALDORA (251grt, T/Skipper A. Potterton RNR) was sunk by aircraft of German X Air Corps off Cromer with the loss of her entire crew of one officer and nine ratings.
February 3, 1940: Minesweeper SPHINX (Cdr J R N Taylor, SO 5th Minesweeping Flotilla), sweeping with minesweeper SPEEDWELL, was bombed and badly damaged at 1030 by He111's of KG26 (X Air Corps) 15 miles north of Kinnaird Head. Three ratings were killed, forty five were missing, and one died of wounds. Three crew members were rescued with serious wounds.
February 9, 1940: Minesweeping trawlers FORT ROYAL (550grt, Lt Cdr Edgar King Rtd), ROBERT BOWEN (290grt, Skipper J. Clark RNR), THOMAS ALTOFT (290grt) and OHM (302grt) were operating off Aberdeen when they were attacked and bombed by He111's of German KG26 (X Air Corps). FORT ROYAL was sunk with the loss of King, Temporary S/Lt R H Gill RNVR and five ratings, and ROBERT BOWEN with her entire crew - Clark, Temporary S/Lt A S Wilson RNVR and twelve ratings.
Steamer CREE (4791grt) was bombed and damaged by aircraft of German X Air Corps, five miles east of Rattray Head. Steamer DALLINGTON COURT (6889grt) stood by and was joined by destroyer GRIFFIN as destroyer ACHATES headed for them to assist. Tug STALWART was sent to take the damaged ship in tow. During this time, GRIFFIN was herself machine-gunned by aircraft of German X Air Corps three miles 137° from Buchanness, and two crew wounded.
February 27, 1940: British trawler BEN ATTOW (156grt) was reportedly sunk on a mine seven miles east, one half mile south of May Island. Seekrieg lists her as bombed and sunk by He111's of German KG26 (X Air Corps). As He111's were carrying torpedoes during anti-shipping missions, a torpedo hit might have been mistaken for a mine explosion. Even if this was a civilian vessel I am including it because of the interesting information in the final part – torpedo-carrying He 111.
March 16, 1940: Destroyer KASHMIR, escorting convoy ON.20, reported the approach of a German air raid on Scapa Flow. In this air raid, heavy cruiser NORFOLK at anchor in Scapa Flow was damaged at 1959. The bomb striking NORFOLK struck the quarter deck near Y turret. The bomb passed through the upper, main, lower decks and exploded near Y shell room. This blew a hole in the starboard side below the water line. A fire was started and X and Y magazines were flooded. In the same air attack, old battleship IRON DUKE was near missed by three bombs. Two bombs exploded astern of battleship RODNEY causing no damage. Most of the Home Fleet was at Scapa Flow at this time and this prompted the Admiralty to order Forbes to take his fleet to sea during the next moonlight period between 19 and 26 March.
March 28, 1940: German air attacked convoy FN.31 at 1950/29th in 54-25N, 00-23W. Sloop FLAMINGO was struck by machine gun fire but sustained no casualties or damage.
April 8, 1940: Tribal class destroyer HMS Gurkha damaged in an air attack, later foundered.
April 9, 1940: Later on the 9th, Norwegian destroyer AEGER was sunk by German Ju.87 aircraft already based at Sola. Seven crew were killed and one more was fatally wounded. One crewman was severely wounded.
April 11, 1940: During German bombing from 1540 to 1700, destroyer ECLIPSE of Forbes' Main Force was bombed and badly damaged at 1700 with a hit in the engine room northwest of Trondheim in 64‑48N, 07‑52E.
April 12, 1940: Norwegian torpedo boat STORM was run aground a total loss after German air attack south of Bergen at Bomlo.
April 17, 1940: Heavy cruiser Suffolk badly damaged (by aircrafts) after shelling Sola airfield.
April 19, 1940: French cruiser Emile Bertin withdrawn after receiving a hit from a German bomb.
April 30, 1940: Sloop Bittern sunk by German aircrafts off Namsos, Norway.
May 1, 1940: Late on the 1st, destroyer MAORI reached Kya Light off Namsenfjord and Vice Admiral J. Cunningham sent destroyers KELLY, GRENADE, GRIFFIN, French BISON to join her. As the destroyers went up Namsenfjord in dense fog early on the 2nd, destroyer MAORI was damaged by near misses of air bombs and sustained twenty three casualties (five dying of wounds). Cdr G. N. Brewer, Lt Cdr (E) T. T. Brandreth and Acting Gunner (T) S. C. White were among the wounded. Destroyer MAORI withdrew with her casualties.
May 2/3, 1940: The Tribal class destroyer HMS Afridi, and the French super destroyer Bison lost in air attacks. Afridi lost off Namsos. Destroyer AFRIDI stayed behind to pick up a late arriving detachment when the other ships left for the relative safety of the open sea. The evacuation was completed at 0445/3rd. Destroyer AFRIDI caught up with the allied force as the Germans launched heavy air attacks on the force. Air attacks concentrated on heavy cruiser DEVONSHIRE and light cruiser MONTCALM. French destroyer BISON was hit by a German bomb which exploded her fore magazine and blew off the fore part of the ship at 1010 in these attacks in 65‑42N, 07‑17E. Her survivors were taken off by destroyer GRENADE which went alongside and destroyers IMPERIAL and AFRIDI which picked up men from the water. AFRIDI had rescued sixty nine BISON survivors. Destroyer AFRIDI scuttled destroyer BISON. Destroyer AFRIDI rejoined the Main Force after picking up BISON's survivors, but then was hit herself at 1400 in further German bombing in 66‑14N, 5‑45E. Destroyer AFRIDI foundered forty six minutes after being hit.
May 3, 1940: Early on the 3rd, British trawlers ST GORAN (565grt) of the 15th Anti-submarine Striking Force and ASTON VILLA (546grt) and GAUL (550grt) of the 16th Anti-submarine Striking Force, which had been badly damaged by German bombing near Namsos on 30 April, were scuttled before the allied ships left.
May 4, 1940: Polish destroyer Grom lost to German aircrafts. Polish destroyer GROM and destroyer FAULKNOR were on patrol off Narvik bombarding German positions when GROM was struck at 0828 on her torpedo tubes by a German bomb. Destroyer GROM (Cdr A. Hulewicz ORP) was sunk in the explosion and her survivors were picked up by light cruiser ENTERPRISE.
May 6, 1940: Light cruiser ENTERPRISE was near missed by German bombing at Narvik. The ship sustained splinter damage. Cdr M. F. L. Henstock was wounded.
May 7, 1940: Near Narvik in 68-30N, 14-15E, light cruiser AURORA was damaged at 1641 by a German bomb which landed forward of B-turret. A and B turrets were put out of action, but AURORA, required for operations around Narvik, was not withdrawn from the area for repairs until 25 May when she was relieved by light cruiser SOUTHAMPTON. Four Marines were killed and four Marines were wounded by the bomb. Light cruiser AURORA arrived at Portsmouth on the 29th and was under repair until 28 June. Polish destroyer BLYSKAWICA was damaged by splinters from near misses in the same attack. Destroyer FAULKNOR was near missed but not damaged.
May 10, 1940: In a German air raid on Skelfjord, light cruiser PENELOPE was damaged by splinters from near misses and destroyer VANSITTART was hit by a small bomb putting her after guns out of action. The light cruiser had Paymaster Cdr W. A. Sharp and four ratings killed in the attack. Destroyer VANSITTART lost S/Lt C. C. Butt and Midshipman A. B. Meria RNR and Lt Cdr W. Evershed and S/Lt D. C. S. Currey were wounded. At 2237/10th, light cruiser PENELOPE departed Skelfjord towed by tug BANDIT (840grt).
In numerous air attacks at Ijmuiden, destroyer WHITSHED was damaged by near misses and set afire. Four ratings were killed and one officer and seven ratings were wounded. She departed Ijmuiden that night for Dover, arriving at 0530/11th. Dutch destroyer VAN GALEN, returning from the East Indies, had arrived in the Downs on the 5th from Lisbon. She continued on the 6th for Rotterdam arriving on the 8th for a refit at Den Helder. The Dutch destroyer was sunk by German bombing as she arrived to bombard the airfield.
May 11, 1940: Destroyers HYPERION and HAVOCK of the BIRMINGHAM force from Harwich and WILD SWAN and WIVERN from Dover were ordered on the 11th to Rotterdam to assist in resisting the Germans and neutralizing the airfield at Waalhaven. However,they were redeployed off Hook of Holland in view of VAN GALEN's fate and German air supremacy in the area.
May 12, 1940: At Mo on the 12th, destroyer HESPERUS, escorting store ship MARGOT (4545grt), was damaged by two near misses of air bombs.
May 13, 1940: Destroyer VERSATILE, while alongside the pier, was damaged by one bomb hit at 2140 from German bombing off Hook of Holland. In low level bombing attacks, troopship CHROBRY was hit by two or three bombs at 2350/14th in 67‑40N, 13‑50E in Vestfjord and was badly damaged. The troopship was set afire by the bombing and abandoned.
May 14, 1940: French torpedo boat L'INCOMPRISE was bombed and damaged while supporting the defense of Bergen op Zoom, Holland. Destroyer VESPER was damaged by near misses of German air bombing. Destroyer VESPER was repaired at Dover, completing repairs on 3 June. Destroyer MALCOLM sustained some damage from near misses of German bombs. Destroyer WIVERN was damaged by the near miss of two air bombs with Midshipman K. T. Briggs RNR, Probationary Temporary S/Lt R. S. Brown RNVR, twenty five ratings killed and thirty two wounded, including Lt S. E. Pritchard.
May 15, 1940: Destroyer SOMALI and French destroyer FOUDROYANT, returning from Mo, received the report of troopship CHROBRY's bombing and heavy damage. En route to assist at 0243, these destroyers were heavily bombed by German Ju.87 bombers and SOMALI was badly damaged by a near miss. Destroyer SOMALI had fore compartments flooded. Destroyer WINCHESTER, en route from Flushing, was near missed by German bombing early on the 15th off Hook of Holland and was badly damaged. Destroyer VALENTINE (Cdr H.J. Buchanan RAN), at the mouth of the River Scheldt within a mile of Terneusen, was bombed and badly damaged by German Ju.88 bomber. Struck by two bombs, destroyer VALENTINE's boiler blew up and she was run aground and abandoned a total loss. Minesweeper HUSSAR off Orfordness was struck by a glancing German bomb. The bomb itself did little damage, but it set off a depth charge on the minesweeper. Temporary Lt F. F. Wheeler RNR, two ratings were killed in the minesweeper.
May 16, 1940: Battleship RESOLUTION, anchored at Tjeldsundet, was struck at 1130 by a German bomb that pierced the starboard side of the quarterdeck and dove three decks before exploding in the Marines' messdeck. One ratings was killed and a second rating died of wounds the next day. Twenty two Marines and four naval ratings were wounded. A further rating was wounded in destroyer VANSITTART in the bombing. Sloop FLEETWOOD was bombed in the same attack as battleship RESOLUTION near Narvik. Splinters from a near miss mortally wounded Lt Cdr H.T. R. Bonham, which died on 8 June.
Destroyer MOHAWK required docking at Gibraltar for several days to make good damage sustained by German bombing in the North Sea.
May 17, 1940: The French 11th Destroyer Division on patrol off Dunkirk was attacked by German bombers. Torpedo boats (really light destroyers) CORDELIERE (Capitaine de Fregate H.A. J. Robinet de Plas) and MELPOMENE (Capitaine de Corvette P. A. M. Bonny) were badly damaged.
May 19, 1940: Destroyer WHITLEY (Lt Cdr G.N. Rolfe), under French orders in port blocking and refugee lifting operations, was bombed at 0526 and badly damaged by German bombing two miles 006° east of Nieuport. After three near misses, destroyer WHITLEY with both engine rooms flooded and her back broken was run aground to prevent sinking. Four engine room ratings were killed on destroyer WHITLEY. French auxiliary minesweeper AUGUSTIN NORMAND (175grt) was sunk by German bombing near Qunette de Rochemont Lock at Le Havre.
May 20, 1940: At 1900, destroyer MALCOLM off the North Goodwins was attacked by German bombing and damaged by three near misses. Two ratings were killed and nineteen crew, including Lt Cdr E. P.F. Atkinson and Gunner D. E. Wright, were wounded on the Destroyer. Warrant Engineer G.F. Walters died of wounds on the 24th. A rating also died of wounds. Trawler RIFSNESS was sunk by German bombing. Trawler LORD INCHCAPE picked up her crew and returned to Dover. Lt L.L. Thornton RNR, one ratings were lost on RIFSNESS. One rating, reported lost, was taken as prisoner of war. Temporary Skipper C. G.Coombe and Probationary Temporary Lt E. G.Lock RNVR, were wounded in the RIFSNESS. Anti-submarine trawlers LADY PHILOMENA (417grt) and KINGSTON OLIVINE (378grt), while on anti-submarine patrol, were attacked by German bombing. On 21 May, it was determined near misses had made the trawlers unseaworthy and docking was required.
May 21, 1940: Destroyer KEITH was damaged by the near miss of a German air bomb at Dunkirk. French destroyer L'ADROIT (Capitaine de Corvette H.M. A. Dupin de Saint-Cyr), waiting to escort this convoy, was bombed and beached in a sinking condition at Malo les Bains before ever joining the convoy. French submarine chaser CH.9, also waiting to escort the convoy, was bombed and badly damaged off Dunkirk. She was run aground a total loss to prevent sinking and abandoned. French auxiliary minesweepers SAINT BERNOIT (315grt), NOTRE DAME DE LORETTE (339grt), RIEN SANS PEINE (142grt), JACQUES COEUR (285grt), SAINT JOACHIM (192grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
Anti-submarine trawlers CAPE PASSARO (510grt, Lt Cdr M. B. Sherwood Rtd of the 15th AntiSubmarine Striking Force and MELBOURNE (466grt, Lt Cdr A. J. C. Pomeroy RNVR) of the 23rd AntiSubmarine Group were sunk by German bombing near Narvik. Four ratings were killed on the trawler CAPE PASSARO.
May 22, 1940: Destroyer WILD SWAN was near missed by a German bomb at Boulogne and suffered casualties.
May 23, 1940: Destroyers FAME and FIREDRAKE were damaged by German bombing near Narvik. French large destroyer MILAN was damaged by the near miss of two German bombs near Narvik. MILAN was forced to return to the Clyde, arriving on the 27th at 0625. She departed the Clyde that day with Contre Amiral Derrien aboard and arrived at Brest for repair and refitting on the 29th.
The evacuation of Boulogne, Operation BUNGALOW, began with Destroyers KEITH and VIMY entering harbour. A bomb exploded on the quay next to KEITH which was medium damaged and Captain Simson was killed by machine gun fire. After embarking one hundred and eighty troops, KEITH had to back out of the harbour stern first with a fire aft. In addition to Captain Simson, seven ratings were killed and twenty eight men were wounded, including Lt Cdr R. S. Miller RNR. Destroyer VIMY, while embarking troops, sustained medium damage and her commanding officer Lt Cdr C. G W. Donald was mortally wounded. The destroyer was able to embark one hundred and fifty troops. In addition to her commanding officer, Temporary S/Lt D. R. Webster RNVR was killed and several men were slightly wounded. Backing out of the harbour, destroyer KEITH was struck by a mortar shell on her forecastle. Destroyers WHITSHED and VIMIERA while standing off the harbour were attacked by German bombers. Destroyer WHITSHED sustained light damage from the near miss of an air bomb. Gunner (T) W. J. Wilson was killed and S/Lt P. L.K Needham and ten ratings were wounded on destroyer WHITSHED.
French destroyer ORAGE (Capitaine de corvette R. V. M. Viennot de Vanblanc) was bombed and set afire four miles west of Boulogne and destroyer FRONDEUR (Capitaine de corvette H.L. Alix) was badly damaged by German bombing off Boulogne. Twenty eight crew were lost in the destroyer. Destroyer ORAGE was later scuttled.
VENETIA was seriously damaged with a hit on her B-gun platform. Killed were S/Lt M. E. L.Maunsell and twenty ratings. The commanding officer Lt Cdr B. H.de C. Mellor, Lt R. J. R. Wratislaw, eleven ratings were wounded. VENETIA ran aground and was brought out of the harbour stern first, under the command of S/Lt D. H.Jones RNR. Destroyers VIMIERA and WESSEX were the only two undamaged destroyers of the Dover Command.
French large destroyer CHACAL (Capitaine de fregate J. E. N. Estienne), after delivering the demolition party to Calais, arrived off Boulogne and was sunk off Cape d' Alprecht by German bombing. French destroyer FOUGUEUX (Capitaine de fregate E. E. Y. Poher) was badly damaged by bombing in the same attack. French submarine chasers CH.5 and CH.42 rescued the twenty one survivors of CHACAL. The surviving destroyers of the French 2nd Destroyer Flotilla were ordered withdrawn from Boulogne to Cherbourg.
May 24, 1940: Off Calais, destroyer WESSEX (Lt Cdr W. A. R. Cartwright), which departed Dover at 0700, was sunk by German bombing when she was struck by three bombs between the funnels. Five ratings were killed, one died of wounds, fifteen were wounded. The survivors were rescued by destroyer VIMIERA. Minesweeping trawler JOHN CATTLING (276grt) picked up one officer and five ratings from a Carley float.
Polish destroyer BURZA was damaged by two bombs exploding in the water very near her bows. The concussion also damaged her superstructure and she could only steam three to four knots stern first. One rating was killed in the destroyer. Destroyer VIMIERA was bombed and damaged off Calais.
French auxiliary minesweepers LA MATELOT (260grt) was sunk by German bombing and ETOILE DE NORD (317grt) was sunk in mining at Dunkirk.
May 25, 1940: Mobile Naval Base Ship MASHOBRA (Temporary Lt Cdr P. Taylor RNR) was bombed and badly damaged in German bombing near Harstad, and run aground to prevent her from sinking. No men killed, but several, including Temporary Paymaster Lt W H Reed RNR were wounded.
Light cruiser SOUTHAMPTON was near missed by German bombing at Harstad, but only sustained splinter damage. At 1032, destroyer GREYHOUND was ordered to patrol between Dover and Calais and await orders. GREYHOUND and sister-ship GRAFTON suffered damage to their directors from near misses of air bombs. Later, GREYHOUND bombarded the Calais suburb of St Pierre, but a German three inch battery east of Sangetti hit her once. Temporary Lt Sir M C H F J Blennerhassett Bt RNVR and one rating were killed, and three crew, including Lt Cdr H E F Tweedie, were wounded. Lt J P Pigot-Moodie died of wounds on 4 August. Both destroyers arrived back at Dover before midnight.
Destroyer VEGA was also attacked by German bombers and damaged by near misses. She was taken to Dover and repaired completing on 3 June. Minesweeping HARRIER, minesweeping off Zeebrugge, was attacked by German bombers. One hit and five near misses badly damaged the minesweeper. The hit entered through the upper deck and passed out through the port side.
French auxiliary minesweepers LA JEANNINE and LA TROMBE II were sunk by German bombing at Dunkirk.
May 26, 1940: Anti-aircraft cruiser CURLEW (Captain B. C. B. Brooke), en route to Skaanland, was badly damaged by German bombing on the 26th in Ofotfjord and run aground a total loss. Paymaster Cdr William Yates, Paymaster S/Lt D. H.Jackson, Temporary Paymaster S/Lt A. M. L.Merry RNVR, Acting S/Lt H.N. Hinge RNVR, five ratings were killed on the cruiser. The survivors from CURLEW were ferried to destroyer BEAGLE which took them to Harstad. Boom defense vessel LOCH SHIN (255grt, Temporary Boom Skipper H.Sizer RNR) was badly damaged by German bombing at Harstad. She was beached to prevent sinking, but capsized and sank. Light cruiser SOUTHAMPTON was again splinter damaged by the near misses of German bombing at Harstad.
Destroyer IVANHOE was damaged alongside an oiler at the Humber. The damage did not prevent the destroyer from continuing her duties. Minesweeping trawler MARETTA (350grt) was damaged by the near misses of German bombing at Calais. The minesweeper was towed by Dover by minesweeping trawler KINGSTON GALENA. Returning to Dover, destroyer WILD SWAN was damaged by a bombing near miss which damaged her screws. She proceeded to Tilbury for repairs from 29 May to 4 June.
Minesweepers SKIPJACK and HALCYON arrived at Dover during the afternoon. These were the only operational units of the 6th Mine Sweeping Flotilla. Minesweepers HUSSAR and HARRIER were bomb damaged and minesweeper SPEEDWELL was out of service due to defects. French auxiliary minesweeper DIJONNAIS (389grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 27, 1940: Anti-aircraft cruiser CAIRO was hit by two bombs at 0620/28th and was badly damaged with nine ratings killed and S/Lt B. H.Moss RNVR, Gunner J. L.Thundercliffe, six ratings wounded. One of the ratings died of wounds. One bomb struck abaft B.position, penetrated the deck, exploded among the supply party. The second bomb hit the starboard. 5" anti-aircraft gun mounting. Light cruiser SOUTHAMPTON was near missed by German bombing and had two ratings killed by bomb splinters. CaptainF. H.W. Jeans, CVO, was wounded. Damage to light cruiser SOUTHAMPTON required ten days to repair by local facilities. Anti aircraft cruiser COVENTRY was near missed and sustained one rating killed by bomb splinters. Destroyers HAVELOCK, WALKER, WHIRLWIND all sustained minor damage from near misses of air bombs. Destroyer WALKER's damage required ten days to repair once she returned to England.
After embarking troops at Dunkirk, armed boarding vessel MONA'S ISLE (1688grt) was damaged by German bombing west of Dunkirk, between Gravelines and Les Hemmes. Armed boarding vessel MONA'S ISLE was towed by tugs LADY BRASSEY and SIMLA and escorted by destroyer WINDSOR to Dover. French auxiliary minesweeper LA MAJO (47grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 28, 1940: Destroyer WINDSOR, which had been ordered to Dunkirk from Goodwins patrol, was near missed by German bombing at South Goodwin Light. The destroyer had one boiler room damaged and there were twenty to thirty casualties on the destroyer. Destroyers ANTHONY, CODRINGTON, JAVELIN, were damaged by German bombing at Dunkirk. French auxiliary minesweeper MARGUERITE ROSE (409grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 29, 1940: Sloop BIDEFORD went over to Dunkirk where she was struck by a German bomb on her quarter deck and had forty feet of her stern blown off. Lt P. A. Stewart, S/Lt A. B. Wood, S/Lt S. E. Edmundson RNR,and thirteen ratings were lost on the sloop; two officers and eighteen ratings were wounded. Of the passengers, Probationary Temporary S/Lt R. O. Wilcoxon RNVR, another officer and ten ratings were killed and two officers wounded. Sloop BIDEFORD was beached to prevent sinking. At 1129 destroyer GALLANT was near missed and damaged. Destroyer GALLANT departed Dover at 1620/31st for repairs in the Humber, but was able to return to duty in one week. Destroyer MISTRAL was bombed and badly damaged along the east mole and did not embark troops. Her commanding officer Capitaine de Corvette Lavene was fatally wounded and Lieutenant de Vaisseau J. D. J. Guillanton assumed command. Along the east mole, destroyer GRENADE was sunk at 1602 by German bombing. Fourteen ratings were killed and four more dying of wounds. Destroyer JAGUAR, alongside GRENADE outboard, was badly damaged at 1600 by German bombing. Destroyer JAGUAR was hit by one bomb. One boiler room out of action, her hull was holed, there was damage to oil tanks and her engine room. Thirteen ratings were killed and nineteen crew, including LtF. Bruen, were wounded. The troops on destroyer JAGUAR were transferred to other ships. Destroyer EXPRESS towed JAGUAR out into the channel. Destroyer JAGUAR departed Dover at 1620/31st in company of destroyer GALLANT and was repaired at Immingham in sixteen days. Destroyer INTREPID was badly damaged at 1830 by German bombing off La Panne with two ratings killed and nineteen wounded. One engine room was out of action and one was damaged. The destroyer returned under her own power. Destroyer INTREPID was repaired at Middlesborough completing in two weeks. Destroyer GREYHOUND was badly damaged at 1628 by a near miss off La Panne. Probationary Midshipman W. S. Underwood RNR, Probationary Temporary S/Lt M. H.Matthews RNVR, eighteen ratings were lost on the destroyer. Destroyers SALADIN, MALCOLM, WOLFHOUND were all moderately damaged by German bombing at Dunkirk. All three were returned to service after minor repairs at Chatham. Destroyer SALADIN was damaged by a near miss and was under repair for eleven days and was completed on 9 June. Destroyer WOLFHOUND was under repair for this damage and her propeller damage for ten days. Destroyer ICARUS was damaged by near misses and sustained one rating killed and twenty five men wounded.
The British Admiralty ordered all the H, I, J class destroyers (destroyers HARVESTER, HAVANT, ICARUS, IMPULSIVE, INTREPID, IVANHOE, JAVELIN) out of DYNAMO due to severe losses. All the G-class destroyers were already out of the operation due to loss or damage. This left only fifteen old destroyers, ESK, EXPRESS, ANTHONY, KEITH, CODRINGTON, MALCOLM, WHITEHALL, WINCHELSEA, WORCESTER, WINDSOR, VERITY, VANQUISHER, SABRE, SCIMITAR, SHIKARI to continue DYNAMO.
Auxiliary minesweeper GRACIE FIELDS (393grt, Temporary Lt N. Larkin RNR) of the 10th Minesweeping Flotilla was sunk by German bombing at Dunkirk, three miles west of Middelkerk Buoy. S/Lt A. J. Glover RNVR, was lost in the minesweeper. Temporary Lt N. Larkin RNR, Tempary Lt (E) R. W. Daish RNR, were wounded. Minesweeper GRACIE FIELDS's survivors were picked up by minesweeper PANGBOURNE after an unsuccessful attempt to tow her out of the area. Minesweeper PANGBOURNE was damaged by German bombing at Dunkirk. Probationary Temporary S/Lt I.F. Buckley RNVR, Lt G.MacClelland were wounded. Auxiliary minesweeper WAVERLEY (537grt, Lt S.F. Harmer-Elliot RNVR) of the 12th Minesweeping Flotilla was sunk at 1800 by German bombing at Dunkirk. Some three hundred and sixty crew and passengers were lost in the minesweeper. Auxiliary anti-aircraft ship CRESTED EAGLE (1110grt, Temporary Lt Cdr B. R. Booth (probationary) RNR) was sunk by German bombing at 1850 at Dunkirk.
Anti-aircraft ship CRESTED EAGLE's survivors were rescued by minesweeper PANGBOURNE. Temporary Probationary Lt C. S. Elliott RNR, Temporary Lt (E) E. Jones RNR, Temporary S/Lt (E) A. W. Turnbull RNR, were wounded. Minesweeping trawler POLLY JOHNSON (290grt, Skipper Lt F. Padley RNR) was badly damaged by German bombing off Dunkirk and later scuttled. Acting Skipper J. M. Greengrass RNR, was lost in the trawler. Minesweeping trawler CALVI (363grt, Temporary Skipper B. D. Spindler RNR) of Minesweeping Group 51 was sunk by German bombing in Dunkirk Harbour. French steamers MONIQUE SCHIAFFFINO (3236grt) and MARS (721grt) were sunk by German bombing at Dunkirk. French steamer SAINT OCTAVE (5099grt) was scuttled at Dunkirk, but was later salved by German forces and renamed ILSE FRITZEN for German service. French auxiliary minesweeper JOSEPH MARIE (41grt) was sunk by German bombing at Dunkirk. Belgian tugs VULCAIN (200grt), MAX (177grt) and THAMES (144grt) were sunk by German bombing at Dunkirk.
May 30, 1940: Destroyer BEAGLE was damaged by the near miss of a German air bomb near Narvik. The destroyer spent no time of out action. At 1530, destroyers HARVESTER and HAVANT of the 9th Destroyer Flotilla and IVANHOE, IMPULSIVE, ICARUS, INTREPID of the 20th Destroyer Flotilla were ordered back into DYNAMO after having been withdrawn the day before to prevent their losses. Destroyers ANTHONY and SABRE were damaged at 1800 by German bombing at Dunkirk. Destroyer ANTHONY had damage to her engine room machinery. Destroyer ANTHONY departed Dover at 1850 on 1 June with destroyer WOLSEY and was repaired at Portsmouth in two weeks. Destroyer SABRE had no casualties, except Acting Gunner A.F. Coombe wounded by splinters, her damage was limited to her gyrocompass. She spent no time out of action. Minesweeper KELLET was damaged by the near miss of German bombing at Dunkirk. Minesweeper KELLET was leaking slightly. She was taken to Sheerness for repairs, then on 19 June was moved to Grimsby to complete the repairs. Minesweeper KELLET returned to service on 28 June. Armed boarding vessel KING ORRY (1877grt, Cdr J. Elliot, RD RNR) was damaged by German bombing near misses. The ship cleared the harbour and foundered at 0300 one half mile north of Dunkirk.
May 31, 1940: Destroyer EXPRESS was damaged by the near miss of a German air bomb at Dunkirk. Destroyer EXPRESS departed Dover at 1300 on 4 June for Portsmouth and was repaired in one week. Destroyers ICARUS, KEITH, WINCHELSEA were damaged at Dunkirk by German bombing attack. Destroyer ICARUS departed Dover at 1300 on 4 June with destroyers VIVACIOUS, EXPRESS, ESK, WINDSOR, WINCHELSEA, WHITSHED for Portsmouth. Destroyer ICARUS was repaired at Portsmouth completing on 13 June. Destroyer WINCHELSEA was returned to service after repairs at Dover. Destroyer WINCHELSEA departed Dover at 1300 on 4 June for Portsmouth. Destroyer KEITH was able to continue off Dunkirk and was lost the next day. French large destroyer LEOPARD was damaged by German bombing off Dunkirk.
Between 0000 and 0200, French destroyer SIROCCO was torpedoed and badly damaged by German schnellboote S.23 and S.26 near West Hinder, in 51-18N, 2-15E. Attempting to effect emergency repairs, destroyer SIROCCO was sunk by German bombing. Destroyer SIROCCO had been credited with sinking three German submarines in the war. She went down with the colours of the 92nd French Infantry Regiment which its Colonel had smuggled out of the outskirts of Lille where the unit was encircled by German troops. Destroyer SIROCCO had on board 180 crew and 700 French troops. Fifty nine crew and over six hundred troops were lost.
Auxiliary minesweeper DEVONIA (622grt, Temporary Lt J. Brotchie RNVR) of the 7th Minesweeping Flotilla was beached and abandoned after damage from German bombing near La Panne at Dunkirk.
June 1, 1940: B class destroyer HMS Basilisk sunk by aircraft off the coast of Dunkirk. B class destroyer HMS Keith lost to German dive bombers.
H class destroyer HMS Havant attacked and heavily damaged by aircraft off Dunkirk. Later sunk by minesweeper HMS Saltash. Locust class river gunboat HMS Mosquito lost to aircraft off Dunkirk. Halcyon class minesweeper HMS Skipjack lost to aircraft off Dunkirk.
June 19, 1940: W class destroyer Whitely attacked by German aircraft and beached near Nieuport.
July 12, 1940 : Cruiser HMS Gloucester damaged in an air attack.
July 20, 1940: B class destroyer HMS Brazen lost by German aircraft.
July 27, 1940: HMS Wren a W class destroyer sunk by aircraft off the east coast of Aldeburgh. A class destroyer HMS Codrington lost by German aircraft in Dover.
July 29, 1940 D class destroyer HMS Diamond lost by German aircraft. Could be wrong as this is also listed as lost outside Greece in '41.
August 24, 1940: Destroyer HMS Acheron damaged in a bombing attack on Portsmouth.
December 15, 1940: HMS Cameron sunk (in dock...?) by aircraft Portsmouth.
In the Seelöwe orders the Luftwaffe was to concentrate on enemy naval vessels and installations on S-8 to S-1 – the day before the invasion. Then target priority should be changed to communications – roads, railway junctions, bridges leading to the invasion area and army assembly locations.
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 08:52:17
Hallo,
ZitatTorpedotrefferchancen der RN, na da sind wir schnell fertig. Campbell (Naval Weapons of World War Two) gibt an dass laut offizieller Statistik die RN im ganzen Krieg 7770 Torpedos verfeuerte. Davon 606 durch Destroyer, Ergebnis 86 "certain hits" plus 12 "probable hits", macht zusammen 16,2% Trefferquote.
Ich schliesse mich Urs an, ohne eine detaillierte Aufstellung nützen diese Zahlen wenig. (zu beachten: die Japener konnte weniger, als die Halfte erreichen!). Die wenigen Schlachten, die ich mir gestern ansehen konnte, haben ca. 7% Treffer erreicht, und Punta Stilo war auch noch nicht dabei.
@Andreas:
ZitatVernichten? Keine Ahnung. Schwer anschlagen und zum Umdrehen zwingen? Durchaus moeglich.
Schön, dass zumindest etwas Konjuktiv in den Satz gekommen ist. Ist wesentlich besser, als die allgemeine unumstössliche GEwissheit, die RN hätte alles ohne White Ensign versenken können. Und wir sprechen hier immernoch nur über EINEN der 5-6 Landungsflotten, die auf See wären!
(BTW: bei der BB-Flotte handelt es sich um Leyte :-D)
ZitatAlso eine Ansicht das es zu diesem Zeitpunkt kein Radar gab auf den kleinen Einheiten ist schlicht falsch, aber nicht durchgehend schon richtig. Die Frage ist demnach aber auch wie gut Type 286 gewesen waere?
Die Aussage war, dass im Mittelmeer die Schiffe meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet waren. Im Herbst 1940 waren sie weder meistens bis durchgehend mit Radar ausgerüstet, somit war meine Aussage durchaus zutreffend. :wink:
@Doveton:
Thank you for your opinion!
UK Army: yes, maybe I overshot a bit with the assesment and the choice of words, but, as you also point out, the Army was very far from being an army to stand against the Wehrmacht. Unfortunately, you are to date the only British guy to accept it in regards to Seelöwe. To date I have only read about how easyly the Army could throw back the landing into the sea... That was definitly not the case!
Anti-invasion-fleet: here you make the usual mistake, counting nearly everything floats as capebel of being thrown against the invasion fleet or implying, all these ships would be available in the first wave. Neither are correct. Of these 60-something ships, how many where there in Sheerness and Harwich (i.e. the ports, from which a short-notice sortie is possible), and how many in Hull, on convoy-duty, or down in Plymouth?
Yes, the RN could possibly get 60-something destroyers and cruisers together - but not on the first night/day! As soon as these destroyers are commited piecemeal - and either they would, or the whole sortie would be postponed for a couple of days - there is a chance, that the smaller DKM with the Luftwaffe could defeat the given squadrons.
If I have to make an assesment, I would say, the RN could indeed inflict serious losses at night, WHEN and IF they know, where the invasion fleet is. I am however not convinced, that they could find it on the first night. In daylight, they would stand no serious chance. (lets say, the Luftwaffe flies 250 sorties with divebombers and normal bombers each, that would mount to at least 6000 bombs dropped. 0,5% hits, and a fleet of 30 warships is gone...)
If the destroyers manage to find a minefield - which should be there, directly on the destroyers tracks - even the night-attack could be easily botched.
mfg
alex
Good afternoon,
I think it was von Rundstedt who expressed the opinion that the British army was unimaginative in attack, but rock solid in defence, but in late 1940 I doubt that anyone in authority in the U.K., after the events in Norway, Belgium, Holland, and France, really believed that should substantial German forces establish a foothold then the army could drive them back into the sea, which is precisely why the Admiralty went to extreme lengths to ensure that enough resources were positioned in or near the Channel to ensure that such a foothold was never achieved.
As to the number of vessels committed on the first night, please remember that the British could read tide and moon tables as well as the Germans, and knew that the number of days when these factors were suitable for a dawn landing were quite few. Consequently, the anti-invasion flotillas were held at immediate readiness at the appropropriate times. Ignore the nonsense produced by Mr. Leander about the British only having four destroyers at sea on the night of the invasion scare. Does he really believe that the RN should have had sixty or so ships patrolling the Channel every night?
In fact, the regular nightly patrols were simply the trigger; If a substantial force was detected at sea, then the alarm would have reached Plymouth and the other ports within minutes.
As to minefields, firstly, the RN had a large number of minesweepers, both regular & auxiliary, in the area, and could sweep German minefields as fast as the Germans could lay them. Indeed, given the fact of the RN patrols, I would what the life expectancy of German minelayers. Don't forget, also, that many of the RN destroyers were fitted with TSDS (two speed destroyer sweeps) which could be deployed without significant loss of speed.
Finally, the effectiveness of the Luftwaffe in daylight can only be a matter of conjecture. My view, as you are aware, is that the Luftwaffe had not performed well at Dunkirk when the situation was much more advantageous, so I remain unconvinced that they would have been more effective in the Channel.
Still, as all this is theory only, everyone is entitled to their own opinion, and at least a sensible debate is to be preferred to Mr. Leander and his constant theme of how the British were cowardly incompetent half-wits. I wonder if he was scared by someone waving a Union Flag over his cot as a baby, and he has never recovered from it?!
Sorry, only joking!
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 19:10:46
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 18:42:20Man muss dabei auch beachten das die RN im Mittelmeer unter 100%iger Luftherrschaft der Achse operierte, und trotzdem hin und wieder einen Stich machte (Tiger Konvoi z.B.). Die Luftwaffe war kein perfektes Instrument, siehe z.b. das Versagen des Luftschutzes der Dampfer Maritza und Procida gegen Force K im November 1941.
Alles Gute
Andreas
Hi, Andreas - here are some other examples:
This installment on Luftwaffe bombing results on Allied naval shipping still only includes naval vessels or civilian vessels manned by naval personnel - as far as is known. There were many times as many merchant vessels sunk and damaged. In that respect it should be considered that many of these much larger ships, often were harder to sink than, say, a destroyer. As this instalment also includes the Operation Dynamo it must be understood that the diversionary effect of all the civilian vessels present therein certainly made it easier for the RN vessels.
September 14, 1939: Polish minesweepers Jaskolka and Czapla sunk.
September 24, 1939: In German air attacks on the British forces, the screening GLASGOW was able to drive off an attack on SPEARFISH. ARK ROYAL was near missed and HOOD was struck by a glancing bomb that did not explode. LT B S. McEwen, flying aSkua of ARK ROYAL's 803 Squadron, shot down a Do.18 aircraft whose aircrew was picked up by SOMALI. Finally SHEFFIELD was bombed, but sustained no damage.
October 16, 1939: German aircraft attacked anchored ships in the Firth of Forth. Light cruiser SOUTHAMPTON was hit by a 1000 pounder that passed through three decks and came out of the bottom without exploding, but injuring three crew, one rating dying of wounds. Light cruiser EDINBURGH was slightly damaged by splinters from the near miss of three 500 pound bombs with eight crew wounded and Gunner G J Mitchell and one rating dying of wounds. SOUTHAMPTON's damage required only three days to repair while EDINBURGH remained in service. Destroyer MOHAWK, just arriving in the Firth from convoy duty, was bombed one and a half miles from May Island and sustained much topside damage. Commanding officer Cdr R F Jolly was fatally wounded, the ship's first officer Lt E J O'Shea and ten ratings killed and 33 crew, including her navigator, Lt A L Harper, wounded. MOHAWK berthed at Rosyth for temporary repairs and then repaired at Newcastle from 22 October to 9 December. Battlecruiser REPULSE was still at Rosyth on the 16th boiler cleaning, but German bombing restrictions forbidding bombing that endangered civilian lives were still in effect.
Three German aircraft bombed Scapa Flow, one of which was shot down by destroyer ESKIMO. Two near misses damaged old battleship IRON DUKE which took a heavy list and bomb blast damaged her electrical installations. She was towed into shallow water, settled onto the sea bed and ESKIMO provided electric power.
October 18, 1939: Base ship HMS Iron Duke beached after being bombed at Scapa Flow by JU88s.
January 1, 1940: A German air raid on Sullom Voe caused little damage to either port facilities or the ships in the harbour, which at this time were anti-aircraft cruiser COVENTRY as guard ship, destroyer AFRIDI to refuel, tanker WAR DIWAN (5551grt), and MANELA as a depot ship for sea planes. COVENTRY did however suffer concussion from a near miss which unseated machinery.
January 12, 1940: Armed patrol trawler VALDORA (251grt, T/Skipper A. Potterton RNR) was sunk by aircraft of German X Air Corps off Cromer with the loss of her entire crew of one officer and nine ratings.
February 3, 1940: Minesweeper SPHINX (Cdr J R N Taylor, SO 5th Minesweeping Flotilla), sweeping with minesweeper SPEEDWELL, was bombed and badly damaged at 1030 by He111's of KG26 (X Air Corps) 15 miles north of Kinnaird Head. Three ratings were killed, forty five were missing, and one died of wounds. Three crew members were rescued with serious wounds.
February 9, 1940: Minesweeping trawlers FORT ROYAL (550grt, Lt Cdr Edgar King Rtd), ROBERT BOWEN (290grt, Skipper J. Clark RNR), THOMAS ALTOFT (290grt) and OHM (302grt) were operating off Aberdeen when they were attacked and bombed by He111's of German KG26 (X Air Corps). FORT ROYAL was sunk with the loss of King, Temporary S/Lt R H Gill RNVR and five ratings, and ROBERT BOWEN with her entire crew - Clark, Temporary S/Lt A S Wilson RNVR and twelve ratings.
Steamer CREE (4791grt) was bombed and damaged by aircraft of German X Air Corps, five miles east of Rattray Head. Steamer DALLINGTON COURT (6889grt) stood by and was joined by destroyer GRIFFIN as destroyer ACHATES headed for them to assist. Tug STALWART was sent to take the damaged ship in tow. During this time, GRIFFIN was herself machine-gunned by aircraft of German X Air Corps three miles 137° from Buchanness, and two crew wounded.
February 27, 1940: British trawler BEN ATTOW (156grt) was reportedly sunk on a mine seven miles east, one half mile south of May Island. Seekrieg lists her as bombed and sunk by He111's of German KG26 (X Air Corps). As He111's were carrying torpedoes during anti-shipping missions, a torpedo hit might have been mistaken for a mine explosion. Even if this was a civilian vessel I am including it because of the interesting information in the final part – torpedo-carrying He 111.
March 16, 1940: Destroyer KASHMIR, escorting convoy ON.20, reported the approach of a German air raid on Scapa Flow. In this air raid, heavy cruiser NORFOLK at anchor in Scapa Flow was damaged at 1959. The bomb striking NORFOLK struck the quarter deck near Y turret. The bomb passed through the upper, main, lower decks and exploded near Y shell room. This blew a hole in the starboard side below the water line. A fire was started and X and Y magazines were flooded. In the same air attack, old battleship IRON DUKE was near missed by three bombs. Two bombs exploded astern of battleship RODNEY causing no damage. Most of the Home Fleet was at Scapa Flow at this time and this prompted the Admiralty to order Forbes to take his fleet to sea during the next moonlight period between 19 and 26 March.
March 28, 1940: German air attacked convoy FN.31 at 1950/29th in 54-25N, 00-23W. Sloop FLAMINGO was struck by machine gun fire but sustained no casualties or damage.
April 8, 1940: Tribal class destroyer HMS Gurkha damaged in an air attack, later foundered.
April 9, 1940: Later on the 9th, Norwegian destroyer AEGER was sunk by German Ju.87 aircraft already based at Sola. Seven crew were killed and one more was fatally wounded. One crewman was severely wounded.
April 11, 1940: During German bombing from 1540 to 1700, destroyer ECLIPSE of Forbes' Main Force was bombed and badly damaged at 1700 with a hit in the engine room northwest of Trondheim in 64‑48N, 07‑52E.
April 12, 1940: Norwegian torpedo boat STORM was run aground a total loss after German air attack south of Bergen at Bomlo.
April 17, 1940: Heavy cruiser Suffolk badly damaged (by aircrafts) after shelling Sola airfield.
April 19, 1940: French cruiser Emile Bertin withdrawn after receiving a hit from a German bomb.
April 30, 1940: Sloop Bittern sunk by German aircrafts off Namsos, Norway.
May 1, 1940: Late on the 1st, destroyer MAORI reached Kya Light off Namsenfjord and Vice Admiral J. Cunningham sent destroyers KELLY, GRENADE, GRIFFIN, French BISON to join her. As the destroyers went up Namsenfjord in dense fog early on the 2nd, destroyer MAORI was damaged by near misses of air bombs and sustained twenty three casualties (five dying of wounds). Cdr G. N. Brewer, Lt Cdr (E) T. T. Brandreth and Acting Gunner (T) S. C. White were among the wounded. Destroyer MAORI withdrew with her casualties.
May 2/3, 1940: The Tribal class destroyer HMS Afridi, and the French super destroyer Bison lost in air attacks. Afridi lost off Namsos. Destroyer AFRIDI stayed behind to pick up a late arriving detachment when the other ships left for the relative safety of the open sea. The evacuation was completed at 0445/3rd. Destroyer AFRIDI caught up with the allied force as the Germans launched heavy air attacks on the force. Air attacks concentrated on heavy cruiser DEVONSHIRE and light cruiser MONTCALM. French destroyer BISON was hit by a German bomb which exploded her fore magazine and blew off the fore part of the ship at 1010 in these attacks in 65‑42N, 07‑17E. Her survivors were taken off by destroyer GRENADE which went alongside and destroyers IMPERIAL and AFRIDI which picked up men from the water. AFRIDI had rescued sixty nine BISON survivors. Destroyer AFRIDI scuttled destroyer BISON. Destroyer AFRIDI rejoined the Main Force after picking up BISON's survivors, but then was hit herself at 1400 in further German bombing in 66‑14N, 5‑45E. Destroyer AFRIDI foundered forty six minutes after being hit.
May 3, 1940: Early on the 3rd, British trawlers ST GORAN (565grt) of the 15th Anti-submarine Striking Force and ASTON VILLA (546grt) and GAUL (550grt) of the 16th Anti-submarine Striking Force, which had been badly damaged by German bombing near Namsos on 30 April, were scuttled before the allied ships left.
May 4, 1940: Polish destroyer Grom lost to German aircrafts. Polish destroyer GROM and destroyer FAULKNOR were on patrol off Narvik bombarding German positions when GROM was struck at 0828 on her torpedo tubes by a German bomb. Destroyer GROM (Cdr A. Hulewicz ORP) was sunk in the explosion and her survivors were picked up by light cruiser ENTERPRISE.
May 6, 1940: Light cruiser ENTERPRISE was near missed by German bombing at Narvik. The ship sustained splinter damage. Cdr M. F. L. Henstock was wounded.
May 7, 1940: Near Narvik in 68-30N, 14-15E, light cruiser AURORA was damaged at 1641 by a German bomb which landed forward of B-turret. A and B turrets were put out of action, but AURORA, required for operations around Narvik, was not withdrawn from the area for repairs until 25 May when she was relieved by light cruiser SOUTHAMPTON. Four Marines were killed and four Marines were wounded by the bomb. Light cruiser AURORA arrived at Portsmouth on the 29th and was under repair until 28 June. Polish destroyer BLYSKAWICA was damaged by splinters from near misses in the same attack. Destroyer FAULKNOR was near missed but not damaged.
May 10, 1940: In a German air raid on Skelfjord, light cruiser PENELOPE was damaged by splinters from near misses and destroyer VANSITTART was hit by a small bomb putting her after guns out of action. The light cruiser had Paymaster Cdr W. A. Sharp and four ratings killed in the attack. Destroyer VANSITTART lost S/Lt C. C. Butt and Midshipman A. B. Meria RNR and Lt Cdr W. Evershed and S/Lt D. C. S. Currey were wounded. At 2237/10th, light cruiser PENELOPE departed Skelfjord towed by tug BANDIT (840grt).
In numerous air attacks at Ijmuiden, destroyer WHITSHED was damaged by near misses and set afire. Four ratings were killed and one officer and seven ratings were wounded. She departed Ijmuiden that night for Dover, arriving at 0530/11th. Dutch destroyer VAN GALEN, returning from the East Indies, had arrived in the Downs on the 5th from Lisbon. She continued on the 6th for Rotterdam arriving on the 8th for a refit at Den Helder. The Dutch destroyer was sunk by German bombing as she arrived to bombard the airfield.
May 11, 1940: Destroyers HYPERION and HAVOCK of the BIRMINGHAM force from Harwich and WILD SWAN and WIVERN from Dover were ordered on the 11th to Rotterdam to assist in resisting the Germans and neutralizing the airfield at Waalhaven. However,they were redeployed off Hook of Holland in view of VAN GALEN's fate and German air supremacy in the area.
May 12, 1940: At Mo on the 12th, destroyer HESPERUS, escorting store ship MARGOT (4545grt), was damaged by two near misses of air bombs.
May 13, 1940: Destroyer VERSATILE, while alongside the pier, was damaged by one bomb hit at 2140 from German bombing off Hook of Holland. In low level bombing attacks, troopship CHROBRY was hit by two or three bombs at 2350/14th in 67‑40N, 13‑50E in Vestfjord and was badly damaged. The troopship was set afire by the bombing and abandoned.
May 14, 1940: French torpedo boat L'INCOMPRISE was bombed and damaged while supporting the defense of Bergen op Zoom, Holland. Destroyer VESPER was damaged by near misses of German air bombing. Destroyer VESPER was repaired at Dover, completing repairs on 3 June. Destroyer MALCOLM sustained some damage from near misses of German bombs. Destroyer WIVERN was damaged by the near miss of two air bombs with Midshipman K. T. Briggs RNR, Probationary Temporary S/Lt R. S. Brown RNVR, twenty five ratings killed and thirty two wounded, including Lt S. E. Pritchard.
May 15, 1940: Destroyer SOMALI and French destroyer FOUDROYANT, returning from Mo, received the report of troopship CHROBRY's bombing and heavy damage. En route to assist at 0243, these destroyers were heavily bombed by German Ju.87 bombers and SOMALI was badly damaged by a near miss. Destroyer SOMALI had fore compartments flooded. Destroyer WINCHESTER, en route from Flushing, was near missed by German bombing early on the 15th off Hook of Holland and was badly damaged. Destroyer VALENTINE (Cdr H.J. Buchanan RAN), at the mouth of the River Scheldt within a mile of Terneusen, was bombed and badly damaged by German Ju.88 bomber. Struck by two bombs, destroyer VALENTINE's boiler blew up and she was run aground and abandoned a total loss. Minesweeper HUSSAR off Orfordness was struck by a glancing German bomb. The bomb itself did little damage, but it set off a depth charge on the minesweeper. Temporary Lt F. F. Wheeler RNR, two ratings were killed in the minesweeper.
May 16, 1940: Battleship RESOLUTION, anchored at Tjeldsundet, was struck at 1130 by a German bomb that pierced the starboard side of the quarterdeck and dove three decks before exploding in the Marines' messdeck. One ratings was killed and a second rating died of wounds the next day. Twenty two Marines and four naval ratings were wounded. A further rating was wounded in destroyer VANSITTART in the bombing. Sloop FLEETWOOD was bombed in the same attack as battleship RESOLUTION near Narvik. Splinters from a near miss mortally wounded Lt Cdr H.T. R. Bonham, which died on 8 June.
Destroyer MOHAWK required docking at Gibraltar for several days to make good damage sustained by German bombing in the North Sea.
May 17, 1940: The French 11th Destroyer Division on patrol off Dunkirk was attacked by German bombers. Torpedo boats (really light destroyers) CORDELIERE (Capitaine de Fregate H.A. J. Robinet de Plas) and MELPOMENE (Capitaine de Corvette P. A. M. Bonny) were badly damaged.
May 19, 1940: Destroyer WHITLEY (Lt Cdr G.N. Rolfe), under French orders in port blocking and refugee lifting operations, was bombed at 0526 and badly damaged by German bombing two miles 006° east of Nieuport. After three near misses, destroyer WHITLEY with both engine rooms flooded and her back broken was run aground to prevent sinking. Four engine room ratings were killed on destroyer WHITLEY. French auxiliary minesweeper AUGUSTIN NORMAND (175grt) was sunk by German bombing near Qunette de Rochemont Lock at Le Havre.
May 20, 1940: At 1900, destroyer MALCOLM off the North Goodwins was attacked by German bombing and damaged by three near misses. Two ratings were killed and nineteen crew, including Lt Cdr E. P.F. Atkinson and Gunner D. E. Wright, were wounded on the Destroyer. Warrant Engineer G.F. Walters died of wounds on the 24th. A rating also died of wounds. Trawler RIFSNESS was sunk by German bombing. Trawler LORD INCHCAPE picked up her crew and returned to Dover. Lt L.L. Thornton RNR, one ratings were lost on RIFSNESS. One rating, reported lost, was taken as prisoner of war. Temporary Skipper C. G.Coombe and Probationary Temporary Lt E. G.Lock RNVR, were wounded in the RIFSNESS. Anti-submarine trawlers LADY PHILOMENA (417grt) and KINGSTON OLIVINE (378grt), while on anti-submarine patrol, were attacked by German bombing. On 21 May, it was determined near misses had made the trawlers unseaworthy and docking was required.
May 21, 1940: Destroyer KEITH was damaged by the near miss of a German air bomb at Dunkirk. French destroyer L'ADROIT (Capitaine de Corvette H.M. A. Dupin de Saint-Cyr), waiting to escort this convoy, was bombed and beached in a sinking condition at Malo les Bains before ever joining the convoy. French submarine chaser CH.9, also waiting to escort the convoy, was bombed and badly damaged off Dunkirk. She was run aground a total loss to prevent sinking and abandoned. French auxiliary minesweepers SAINT BERNOIT (315grt), NOTRE DAME DE LORETTE (339grt), RIEN SANS PEINE (142grt), JACQUES COEUR (285grt), SAINT JOACHIM (192grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
Anti-submarine trawlers CAPE PASSARO (510grt, Lt Cdr M. B. Sherwood Rtd of the 15th AntiSubmarine Striking Force and MELBOURNE (466grt, Lt Cdr A. J. C. Pomeroy RNVR) of the 23rd AntiSubmarine Group were sunk by German bombing near Narvik. Four ratings were killed on the trawler CAPE PASSARO.
May 22, 1940: Destroyer WILD SWAN was near missed by a German bomb at Boulogne and suffered casualties.
May 23, 1940: Destroyers FAME and FIREDRAKE were damaged by German bombing near Narvik. French large destroyer MILAN was damaged by the near miss of two German bombs near Narvik. MILAN was forced to return to the Clyde, arriving on the 27th at 0625. She departed the Clyde that day with Contre Amiral Derrien aboard and arrived at Brest for repair and refitting on the 29th.
The evacuation of Boulogne, Operation BUNGALOW, began with Destroyers KEITH and VIMY entering harbour. A bomb exploded on the quay next to KEITH which was medium damaged and Captain Simson was killed by machine gun fire. After embarking one hundred and eighty troops, KEITH had to back out of the harbour stern first with a fire aft. In addition to Captain Simson, seven ratings were killed and twenty eight men were wounded, including Lt Cdr R. S. Miller RNR. Destroyer VIMY, while embarking troops, sustained medium damage and her commanding officer Lt Cdr C. G W. Donald was mortally wounded. The destroyer was able to embark one hundred and fifty troops. In addition to her commanding officer, Temporary S/Lt D. R. Webster RNVR was killed and several men were slightly wounded. Backing out of the harbour, destroyer KEITH was struck by a mortar shell on her forecastle. Destroyers WHITSHED and VIMIERA while standing off the harbour were attacked by German bombers. Destroyer WHITSHED sustained light damage from the near miss of an air bomb. Gunner (T) W. J. Wilson was killed and S/Lt P. L.K Needham and ten ratings were wounded on destroyer WHITSHED.
French destroyer ORAGE (Capitaine de corvette R. V. M. Viennot de Vanblanc) was bombed and set afire four miles west of Boulogne and destroyer FRONDEUR (Capitaine de corvette H.L. Alix) was badly damaged by German bombing off Boulogne. Twenty eight crew were lost in the destroyer. Destroyer ORAGE was later scuttled.
VENETIA was seriously damaged with a hit on her B-gun platform. Killed were S/Lt M. E. L.Maunsell and twenty ratings. The commanding officer Lt Cdr B. H.de C. Mellor, Lt R. J. R. Wratislaw, eleven ratings were wounded. VENETIA ran aground and was brought out of the harbour stern first, under the command of S/Lt D. H.Jones RNR. Destroyers VIMIERA and WESSEX were the only two undamaged destroyers of the Dover Command.
French large destroyer CHACAL (Capitaine de fregate J. E. N. Estienne), after delivering the demolition party to Calais, arrived off Boulogne and was sunk off Cape d' Alprecht by German bombing. French destroyer FOUGUEUX (Capitaine de fregate E. E. Y. Poher) was badly damaged by bombing in the same attack. French submarine chasers CH.5 and CH.42 rescued the twenty one survivors of CHACAL. The surviving destroyers of the French 2nd Destroyer Flotilla were ordered withdrawn from Boulogne to Cherbourg.
May 24, 1940: Off Calais, destroyer WESSEX (Lt Cdr W. A. R. Cartwright), which departed Dover at 0700, was sunk by German bombing when she was struck by three bombs between the funnels. Five ratings were killed, one died of wounds, fifteen were wounded. The survivors were rescued by destroyer VIMIERA. Minesweeping trawler JOHN CATTLING (276grt) picked up one officer and five ratings from a Carley float.
Polish destroyer BURZA was damaged by two bombs exploding in the water very near her bows. The concussion also damaged her superstructure and she could only steam three to four knots stern first. One rating was killed in the destroyer. Destroyer VIMIERA was bombed and damaged off Calais.
French auxiliary minesweepers LA MATELOT (260grt) was sunk by German bombing and ETOILE DE NORD (317grt) was sunk in mining at Dunkirk.
May 25, 1940: Mobile Naval Base Ship MASHOBRA (Temporary Lt Cdr P. Taylor RNR) was bombed and badly damaged in German bombing near Harstad, and run aground to prevent her from sinking. No men killed, but several, including Temporary Paymaster Lt W H Reed RNR were wounded.
Light cruiser SOUTHAMPTON was near missed by German bombing at Harstad, but only sustained splinter damage. At 1032, destroyer GREYHOUND was ordered to patrol between Dover and Calais and await orders. GREYHOUND and sister-ship GRAFTON suffered damage to their directors from near misses of air bombs. Later, GREYHOUND bombarded the Calais suburb of St Pierre, but a German three inch battery east of Sangetti hit her once. Temporary Lt Sir M C H F J Blennerhassett Bt RNVR and one rating were killed, and three crew, including Lt Cdr H E F Tweedie, were wounded. Lt J P Pigot-Moodie died of wounds on 4 August. Both destroyers arrived back at Dover before midnight.
Destroyer VEGA was also attacked by German bombers and damaged by near misses. She was taken to Dover and repaired completing on 3 June. Minesweeping HARRIER, minesweeping off Zeebrugge, was attacked by German bombers. One hit and five near misses badly damaged the minesweeper. The hit entered through the upper deck and passed out through the port side.
French auxiliary minesweepers LA JEANNINE and LA TROMBE II were sunk by German bombing at Dunkirk.
May 26, 1940: Anti-aircraft cruiser CURLEW (Captain B. C. B. Brooke), en route to Skaanland, was badly damaged by German bombing on the 26th in Ofotfjord and run aground a total loss. Paymaster Cdr William Yates, Paymaster S/Lt D. H.Jackson, Temporary Paymaster S/Lt A. M. L.Merry RNVR, Acting S/Lt H.N. Hinge RNVR, five ratings were killed on the cruiser. The survivors from CURLEW were ferried to destroyer BEAGLE which took them to Harstad. Boom defense vessel LOCH SHIN (255grt, Temporary Boom Skipper H.Sizer RNR) was badly damaged by German bombing at Harstad. She was beached to prevent sinking, but capsized and sank. Light cruiser SOUTHAMPTON was again splinter damaged by the near misses of German bombing at Harstad.
Destroyer IVANHOE was damaged alongside an oiler at the Humber. The damage did not prevent the destroyer from continuing her duties. Minesweeping trawler MARETTA (350grt) was damaged by the near misses of German bombing at Calais. The minesweeper was towed by Dover by minesweeping trawler KINGSTON GALENA. Returning to Dover, destroyer WILD SWAN was damaged by a bombing near miss which damaged her screws. She proceeded to Tilbury for repairs from 29 May to 4 June.
Minesweepers SKIPJACK and HALCYON arrived at Dover during the afternoon. These were the only operational units of the 6th Mine Sweeping Flotilla. Minesweepers HUSSAR and HARRIER were bomb damaged and minesweeper SPEEDWELL was out of service due to defects. French auxiliary minesweeper DIJONNAIS (389grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 27, 1940: Anti-aircraft cruiser CAIRO was hit by two bombs at 0620/28th and was badly damaged with nine ratings killed and S/Lt B. H.Moss RNVR, Gunner J. L.Thundercliffe, six ratings wounded. One of the ratings died of wounds. One bomb struck abaft B.position, penetrated the deck, exploded among the supply party. The second bomb hit the starboard. 5" anti-aircraft gun mounting. Light cruiser SOUTHAMPTON was near missed by German bombing and had two ratings killed by bomb splinters. CaptainF. H.W. Jeans, CVO, was wounded. Damage to light cruiser SOUTHAMPTON required ten days to repair by local facilities. Anti aircraft cruiser COVENTRY was near missed and sustained one rating killed by bomb splinters. Destroyers HAVELOCK, WALKER, WHIRLWIND all sustained minor damage from near misses of air bombs. Destroyer WALKER's damage required ten days to repair once she returned to England.
After embarking troops at Dunkirk, armed boarding vessel MONA'S ISLE (1688grt) was damaged by German bombing west of Dunkirk, between Gravelines and Les Hemmes. Armed boarding vessel MONA'S ISLE was towed by tugs LADY BRASSEY and SIMLA and escorted by destroyer WINDSOR to Dover. French auxiliary minesweeper LA MAJO (47grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 28, 1940: Destroyer WINDSOR, which had been ordered to Dunkirk from Goodwins patrol, was near missed by German bombing at South Goodwin Light. The destroyer had one boiler room damaged and there were twenty to thirty casualties on the destroyer. Destroyers ANTHONY, CODRINGTON, JAVELIN, were damaged by German bombing at Dunkirk. French auxiliary minesweeper MARGUERITE ROSE (409grt) was sunk by German bombing at Dunkirk.
May 29, 1940: Sloop BIDEFORD went over to Dunkirk where she was struck by a German bomb on her quarter deck and had forty feet of her stern blown off. Lt P. A. Stewart, S/Lt A. B. Wood, S/Lt S. E. Edmundson RNR,and thirteen ratings were lost on the sloop; two officers and eighteen ratings were wounded. Of the passengers, Probationary Temporary S/Lt R. O. Wilcoxon RNVR, another officer and ten ratings were killed and two officers wounded. Sloop BIDEFORD was beached to prevent sinking. At 1129 destroyer GALLANT was near missed and damaged. Destroyer GALLANT departed Dover at 1620/31st for repairs in the Humber, but was able to return to duty in one week. Destroyer MISTRAL was bombed and badly damaged along the east mole and did not embark troops. Her commanding officer Capitaine de Corvette Lavene was fatally wounded and Lieutenant de Vaisseau J. D. J. Guillanton assumed command. Along the east mole, destroyer GRENADE was sunk at 1602 by German bombing. Fourteen ratings were killed and four more dying of wounds. Destroyer JAGUAR, alongside GRENADE outboard, was badly damaged at 1600 by German bombing. Destroyer JAGUAR was hit by one bomb. One boiler room out of action, her hull was holed, there was damage to oil tanks and her engine room. Thirteen ratings were killed and nineteen crew, including LtF. Bruen, were wounded. The troops on destroyer JAGUAR were transferred to other ships. Destroyer EXPRESS towed JAGUAR out into the channel. Destroyer JAGUAR departed Dover at 1620/31st in company of destroyer GALLANT and was repaired at Immingham in sixteen days. Destroyer INTREPID was badly damaged at 1830 by German bombing off La Panne with two ratings killed and nineteen wounded. One engine room was out of action and one was damaged. The destroyer returned under her own power. Destroyer INTREPID was repaired at Middlesborough completing in two weeks. Destroyer GREYHOUND was badly damaged at 1628 by a near miss off La Panne. Probationary Midshipman W. S. Underwood RNR, Probationary Temporary S/Lt M. H.Matthews RNVR, eighteen ratings were lost on the destroyer. Destroyers SALADIN, MALCOLM, WOLFHOUND were all moderately damaged by German bombing at Dunkirk. All three were returned to service after minor repairs at Chatham. Destroyer SALADIN was damaged by a near miss and was under repair for eleven days and was completed on 9 June. Destroyer WOLFHOUND was under repair for this damage and her propeller damage for ten days. Destroyer ICARUS was damaged by near misses and sustained one rating killed and twenty five men wounded.
The British Admiralty ordered all the H, I, J class destroyers (destroyers HARVESTER, HAVANT, ICARUS, IMPULSIVE, INTREPID, IVANHOE, JAVELIN) out of DYNAMO due to severe losses. All the G-class destroyers were already out of the operation due to loss or damage. This left only fifteen old destroyers, ESK, EXPRESS, ANTHONY, KEITH, CODRINGTON, MALCOLM, WHITEHALL, WINCHELSEA, WORCESTER, WINDSOR, VERITY, VANQUISHER, SABRE, SCIMITAR, SHIKARI to continue DYNAMO.
Auxiliary minesweeper GRACIE FIELDS (393grt, Temporary Lt N. Larkin RNR) of the 10th Minesweeping Flotilla was sunk by German bombing at Dunkirk, three miles west of Middelkerk Buoy. S/Lt A. J. Glover RNVR, was lost in the minesweeper. Temporary Lt N. Larkin RNR, Tempary Lt (E) R. W. Daish RNR, were wounded. Minesweeper GRACIE FIELDS's survivors were picked up by minesweeper PANGBOURNE after an unsuccessful attempt to tow her out of the area. Minesweeper PANGBOURNE was damaged by German bombing at Dunkirk. Probationary Temporary S/Lt I.F. Buckley RNVR, Lt G.MacClelland were wounded. Auxiliary minesweeper WAVERLEY (537grt, Lt S.F. Harmer-Elliot RNVR) of the 12th Minesweeping Flotilla was sunk at 1800 by German bombing at Dunkirk. Some three hundred and sixty crew and passengers were lost in the minesweeper. Auxiliary anti-aircraft ship CRESTED EAGLE (1110grt, Temporary Lt Cdr B. R. Booth (probationary) RNR) was sunk by German bombing at 1850 at Dunkirk.
Anti-aircraft ship CRESTED EAGLE's survivors were rescued by minesweeper PANGBOURNE. Temporary Probationary Lt C. S. Elliott RNR, Temporary Lt (E) E. Jones RNR, Temporary S/Lt (E) A. W. Turnbull RNR, were wounded. Minesweeping trawler POLLY JOHNSON (290grt, Skipper Lt F. Padley RNR) was badly damaged by German bombing off Dunkirk and later scuttled. Acting Skipper J. M. Greengrass RNR, was lost in the trawler. Minesweeping trawler CALVI (363grt, Temporary Skipper B. D. Spindler RNR) of Minesweeping Group 51 was sunk by German bombing in Dunkirk Harbour. French steamers MONIQUE SCHIAFFFINO (3236grt) and MARS (721grt) were sunk by German bombing at Dunkirk. French steamer SAINT OCTAVE (5099grt) was scuttled at Dunkirk, but was later salved by German forces and renamed ILSE FRITZEN for German service. French auxiliary minesweeper JOSEPH MARIE (41grt) was sunk by German bombing at Dunkirk. Belgian tugs VULCAIN (200grt), MAX (177grt) and THAMES (144grt) were sunk by German bombing at Dunkirk.
May 30, 1940: Destroyer BEAGLE was damaged by the near miss of a German air bomb near Narvik. The destroyer spent no time of out action. At 1530, destroyers HARVESTER and HAVANT of the 9th Destroyer Flotilla and IVANHOE, IMPULSIVE, ICARUS, INTREPID of the 20th Destroyer Flotilla were ordered back into DYNAMO after having been withdrawn the day before to prevent their losses. Destroyers ANTHONY and SABRE were damaged at 1800 by German bombing at Dunkirk. Destroyer ANTHONY had damage to her engine room machinery. Destroyer ANTHONY departed Dover at 1850 on 1 June with destroyer WOLSEY and was repaired at Portsmouth in two weeks. Destroyer SABRE had no casualties, except Acting Gunner A.F. Coombe wounded by splinters, her damage was limited to her gyrocompass. She spent no time out of action. Minesweeper KELLET was damaged by the near miss of German bombing at Dunkirk. Minesweeper KELLET was leaking slightly. She was taken to Sheerness for repairs, then on 19 June was moved to Grimsby to complete the repairs. Minesweeper KELLET returned to service on 28 June. Armed boarding vessel KING ORRY (1877grt, Cdr J. Elliot, RD RNR) was damaged by German bombing near misses. The ship cleared the harbour and foundered at 0300 one half mile north of Dunkirk.
May 31, 1940: Destroyer EXPRESS was damaged by the near miss of a German air bomb at Dunkirk. Destroyer EXPRESS departed Dover at 1300 on 4 June for Portsmouth and was repaired in one week. Destroyers ICARUS, KEITH, WINCHELSEA were damaged at Dunkirk by German bombing attack. Destroyer ICARUS departed Dover at 1300 on 4 June with destroyers VIVACIOUS, EXPRESS, ESK, WINDSOR, WINCHELSEA, WHITSHED for Portsmouth. Destroyer ICARUS was repaired at Portsmouth completing on 13 June. Destroyer WINCHELSEA was returned to service after repairs at Dover. Destroyer WINCHELSEA departed Dover at 1300 on 4 June for Portsmouth. Destroyer KEITH was able to continue off Dunkirk and was lost the next day. French large destroyer LEOPARD was damaged by German bombing off Dunkirk.
Between 0000 and 0200, French destroyer SIROCCO was torpedoed and badly damaged by German schnellboote S.23 and S.26 near West Hinder, in 51-18N, 2-15E. Attempting to effect emergency repairs, destroyer SIROCCO was sunk by German bombing. Destroyer SIROCCO had been credited with sinking three German submarines in the war. She went down with the colours of the 92nd French Infantry Regiment which its Colonel had smuggled out of the outskirts of Lille where the unit was encircled by German troops. Destroyer SIROCCO had on board 180 crew and 700 French troops. Fifty nine crew and over six hundred troops were lost.
Auxiliary minesweeper DEVONIA (622grt, Temporary Lt J. Brotchie RNVR) of the 7th Minesweeping Flotilla was beached and abandoned after damage from German bombing near La Panne at Dunkirk.
June 1, 1940: B class destroyer HMS Basilisk sunk by aircraft off the coast of Dunkirk. B class destroyer HMS Keith lost to German dive bombers.
H class destroyer HMS Havant attacked and heavily damaged by aircraft off Dunkirk. Later sunk by minesweeper HMS Saltash. Locust class river gunboat HMS Mosquito lost to aircraft off Dunkirk. Halcyon class minesweeper HMS Skipjack lost to aircraft off Dunkirk.
June 19, 1940: W class destroyer Whitely attacked by German aircraft and beached near Nieuport.
July 12, 1940 : Cruiser HMS Gloucester damaged in an air attack.
July 20, 1940: B class destroyer HMS Brazen lost by German aircraft.
July 27, 1940: HMS Wren a W class destroyer sunk by aircraft off the east coast of Aldeburgh. A class destroyer HMS Codrington lost by German aircraft in Dover.
July 29, 1940 D class destroyer HMS Diamond lost by German aircraft. Could be wrong as this is also listed as lost outside Greece in '41.
August 24, 1940: Destroyer HMS Acheron damaged in a bombing attack on Portsmouth.
December 15, 1940: HMS Cameron sunk (in dock...?) by aircraft Portsmouth.
In the Seelöwe orders the Luftwaffe was to concentrate on enemy naval vessels and installations on S-8 to S-1 – the day before the invasion. Then target priority should be changed to communications – roads, railway junctions, bridges leading to the invasion area and army assembly locations.
Sorry, but I stopped reading after the comment that merchant ships were harder to sink than destroyers! Oh Dear!!!!
Zitat von: Huszar am 08 Februar 2012, 14:57:58
Hallo, Andreas,
ZitatIch erinnere mich nicht je behauptet zu haben das die RN alles versenken wuerde. Muessen sie ja auch nicht. Haben sie bei Kreta auch nicht getan und es gab trotzdem keine amphibische Landung.
1, allgemeiner Grundtenor ist, dass die Landungsflotten (keines der 6-7) nicht die Nordküste des Kanals hätte erreichen können. Eine annehmbare Begründung habe ich bisher noch nicht gelesen, nur dass 20-30 Zerstörer genügend wären, dies zu bewerkstelligen. Wie sie es gemacht hätten, tja, darauf hab ich nie eine Antwort bekommen. (bis auf 2pdr-Geschichten)
2, Du meinst, ausser den Italiener gab es keine amphibische Landung auf Kreta? :wink:
The Italian landing took place after the British had taken the decision to abandon the island, and Cunningham had diverted his ships from intervention to evacuation. Until the land battle had been decided, the RN had ensured that no reinforcements reached Crete by sea, but I accept your point, and I should have been more precise when I made my original comment.
mfg
alex
ZitatFinally, the effectiveness of the Luftwaffe in daylight can only be a matter of conjecture. My view, as you are aware, is that the Luftwaffe had not performed well at Dunkirk when the situation was much more advantageous, so I remain unconvinced that they would have been more effective in the Channel.
Then you should explain why the exact same LW was very effective from begin January 1941 against the RN and the RAF at Malta and later Greek and Crete!?
The whole RN at the Mediterranean had no chance against the LW from january till june (begin Operation Barbarossa).
No convoy's to Malta, landing of the african corps from februar till mai at Tunis, lost of Greeke, lost of Crete. Not very impressive or impressive, from which side you want to see it.
And you will state the same LW is ineffective 3 month before?
Zitat von: Matrose71 am 08 Februar 2012, 20:13:27
ZitatFinally, the effectiveness of the Luftwaffe in daylight can only be a matter of conjecture. My view, as you are aware, is that the Luftwaffe had not performed well at Dunkirk when the situation was much more advantageous, so I remain unconvinced that they would have been more effective in the Channel.
Then you should explain why the exat same LW was very effective from begin January 1941 against the RN and the RAF at Malta and later Greek and Crete!?
The whole RN at the Mediterranean had no chance against the LW from january till june (begin Operation Barbarossa).
No convoy's to Malta, landing of the african corps from februar till mai at Tunis, lost of Greeke, lost of Crete. Not very impressive or impressive, from which side you want to see it.
And you will state the same LW is ineffective 3 month before?
I didn't say that the Luftwaffe was ineffective, I said that, given the way it had performed at Dunkirk, I was unconvinced that their performance over the Channel would have been as devastating as has been suggested. Please remember that an ace Ju87 pilot (Oskar Dinort) and Wolfram von Richthofen, commander of Fleigerkorps VIII, both said that the Luftwaffe was not adequately trained in anti-shipping (and especially anti-warship) operations, and von Richthofen went further, informing Jeschonnek that he did not believe that he could protect the invasion convoys from the Royal Navy.
I agree that the Luftwaffe were much more effective in the Med., but this was after several months of training.
The fact is that, of course, we will never know, but my own view is that the RN in the Channel in force in September 1940 would not have been the push over that has often been suggested. Obviously, other people will have different opinions, which is why sites like this exist!
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 18:33:15
Stefan, bitte aufpassen, Nachtgefecht 1940.
Meinst du tatsächlich das Aussagen aus dem Kontext reißen etwas mit sachlicher, Faktenbasierter, Diskussion zu tun hat?
Aber wie schon gesagt, außer Voreingenommenheit und inzwischen ausgesprochener Arroganz kommt ja an Fakten von dir nicht wirklich viel.
Und das wird in nächster Zeit das letzte sein was ich dir mitzuteilen habe.
@Dirk
ZitatUnd die Luftwaffe hätte bei Seelöwe gegen eine überlegene RAF kämpfen müssen.
Wahlloses Vermischen von verschiedensten Szenarios und dann für die eigene Sichtweise das passende herausziehen ist ziemlich schräg.
Die Operation Seelöwe war an bestimmte Bedingungen gebunden, sie wurden nicht erreicht - ergo keine Operation Seelöwe.
Gegenschluß:
Wann wäre die Op.Seelöwe durchgeführt worden? - Wenn diese Bedingungen erfüllt worden wären. Was heißt? Das Fighter Command ist ziemlich am Ende. Muß ich jetzt tatsächlich ausführen was das für den Luftkrieg über dem Kanal und der SO-Ecke GB heißt?
Zitat von: Doveton am 07 Februar 2012, 22:48:29
The largest invasion force, Transport Force 'D' consisted of 165 Barge Trains. After forming up outside the port, this force (according to Captain Lindenau, the force commander) would require four hours of daylight, plus the whole of the following night, in order to reach the allocated landing beaches by dawn. Thus, the RN would not need to be informed about when the invasion fleet sailed; observers would clearly see it coming!
Zitat von: Doveton am 08 Februar 2012, 19:31:27
As to the number of vessels committed on the first night, please remember that the British could read tide and moon tables as well as the Germans, and knew that the number of days when these factors were suitable for a dawn landing were quite few. Consequently, the anti-invasion flotillas were held at immediate readiness at the appropropriate times.
I fully agree with you.
As to the question whether the British would have been alerted in time, I'd like to remid of the well-known remark of Sir Alexander Cadogan (Permanent Undersecretary of State in the Foreign Office):
»Intelligence is the missing dimension of most diplomatic history.«And unfortunately British intelligence always was classes better and more reliable than German intelligence.
Especially when the fact is considered that in all the ports from Rotterdam to Cherbourg there were thousands of workers and other civilians, who were not very in favour of the German war efforts, to say the least, and the ultimate preparations for sailing of the invasion fleet of course never could been hidden from their views.
To summarize, I fully agree with Doveton's arguments and think it was a wise decision from the German High Command not to start this hazardous adventure. It obviously would have become a complete disaster for the Wehrmacht.
Zitat von: Matrose71 am 08 Februar 2012, 20:13:27Then you should explain why the exact same LW was very effective from begin January 1941 against the RN and the RAF at Malta and later Greek and Crete!?
The whole RN at the Mediterranean had no chance against the LW from january till june (begin Operation Barbarossa).
No convoy's to Malta, landing of the african corps from februar till mai at Tunis, lost of Greeke, lost of Crete. Not very impressive or impressive, from which side you want to see it.
And you will state the same LW is ineffective 3 month before?
My recent list of the Luftwaffe escapades in Northern Europe clearly shows how totally ridiculous the allegations that they did not have excellent anti-ship capacity are. Consider also that their concentrated assets would have been much larger in "our" scenario and much closer to the operational area. The Stuka units were pulled back in August to be refreshed for Seelöwe and were planned concentrated in the Calais area with short flying distances and the possibility for excellent fighter cover. The same can be said when we compare this with Dunkirk and Crete. In both instances the German resources were much smaller and less advantegously positioned. Longer distances to their targets and, particularly for Merkur, very inferior ground facilities.
Another resource which is rarely mentioned is the Küstenfliegers. They had torpedo capability.
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 18:35:55Und die Luftwaffe hätte bei Seelöwe gegen eine überlegene RAF kämpfen müssen.
Gruß
Dirk
Sorry, Dirk - this one does not hold water. History, not number-crunching, proves it - Dunkirk, Kanalkampf, the Fighter Command bases up till Sept. 7th. Seelöwe was not about bombing London...:).... Fighter Command flew almost exactly as many fighter missions over Dunkirk as Luftwaffe. Didn't help much. Kanalkampf: The British daylight shipping traffic had to be stopped, the destroyer escorts were sunk. The Fighter Command bases - for a large part incapacitated. Student was of the same opinion.
Fred
Zitat von: mhorgran am 08 Februar 2012, 20:46:33
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 18:33:15
Stefan, bitte aufpassen, Nachtgefecht 1940.
Meinst du tatsächlich das Aussagen aus dem Kontext reißen etwas mit sachlicher, Faktenbasierter, Diskussion zu tun hat?
Aber wie schon gesagt, außer Voreingenommenheit und inzwischen ausgesprochener Arroganz kommt ja an Fakten von dir nicht wirklich viel.
Und das wird in nächster Zeit das letzte sein was ich dir mitzuteilen habe.
Ein einfaches Dankeschoen dafuer das ich mir die Muehe mache Deine Frage zu beantworten haette es auch getan. :O/Y
Am Anfang ist das Problem das nix von 1940 kommt, dann kommt was, und dann sind das auch keine Fakten. Naja.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 22:00:36
Zitat von: Matrose71 am 08 Februar 2012, 20:13:27Then you should explain why the exact same LW was very effective from begin January 1941 against the RN and the RAF at Malta and later Greek and Crete!?
The whole RN at the Mediterranean had no chance against the LW from january till june (begin Operation Barbarossa).
No convoy's to Malta, landing of the african corps from februar till mai at Tunis, lost of Greeke, lost of Crete. Not very impressive or impressive, from which side you want to see it.
And you will state the same LW is ineffective 3 month before?
My recent list of the Luftwaffe escapades in Northern Europe clearly shows how totally ridiculous the allegations that they did not have excellent anti-ship capacity are. Consider also that their concentrated assets would have been much larger in "our" scenario and much closer to the operational area. The Stuka units were pulled back in August to be refreshed for Seelöwe and were planned concentrated in the Calais area with short flying distances and the possibility for excellent fighter cover. The same can be said when we compare this with Dunkirk and Crete. In both instances the German resources were much smaller and less advantegously positioned. Longer distances to their targets and, particularly for Merkur, very inferior ground facilities.
Another resource which is rarely mentioned is the Küstenfliegers. They had torpedo capability.
Perhaps you would care to enlighten us as to how many warships were sunk by the Kustenfliegers.
My more air minded colleagues tell me that the Ju87s were withdrawn from the Battle of Britain because of the heavy losses they were taking. Perhaps someone else on this site could let us know the truth of the matter.
Given your confidence in the ship-killing capabilities of the Luftwaffe, would you care to explain why Wolfram von Richthofen, who ought to have known something about the subject, totally lacked such certainty.
Please supply the names of the escort destroyers sunk during Kanalkampf, as histories of the period seem to have missed most of them. Odd, that!
Please advise the number of sorties flown by the Luftwaffe and the RAF respectively over Dunkirk.
Zitat von: Götz von Berlichingen am 08 Februar 2012, 21:46:24
Zitat von: Doveton am 07 Februar 2012, 22:48:29
The largest invasion force, Transport Force 'D' consisted of 165 Barge Trains. After forming up outside the port, this force (according to Captain Lindenau, the force commander) would require four hours of daylight, plus the whole of the following night, in order to reach the allocated landing beaches by dawn. Thus, the RN would not need to be informed about when the invasion fleet sailed; observers would clearly see it coming!
Zitat von: Doveton am 08 Februar 2012, 19:31:27
As to the number of vessels committed on the first night, please remember that the British could read tide and moon tables as well as the Germans, and knew that the number of days when these factors were suitable for a dawn landing were quite few. Consequently, the anti-invasion flotillas were held at immediate readiness at the appropropriate times.
I fully agree with you.
As to the question whether the British would have been alerted in time, I'd like to remid of the well-known remark of Sir Alexander Cadogan (Permanent Undersecretary of State in the Foreign Office):
»Intelligence is the missing dimension of most diplomatic history.«
And unfortunately British intelligence always was classes better and more reliable than German intelligence.
Especially when the fact is considered that in all the ports from Rotterdam to Cherbourg there were thousands of workers and other civilians, who were not very in favour of the German war efforts, to say the least, and the ultimate preparations for sailing of the invasion fleet of course never could been hidden from their views.
To summarize, I fully agree with Doveton's arguments and think it was a wise decision from the German High Command not to start this hazardous adventure. It obviously would have become a complete disaster for the Wehrmacht.
Thank you for those comments. As a Brit. myself, I didn't really want to bring up this aspect of 1940 in case I caused offence, but in all honesty I don't know a single reasonable person who would disagree with your last remark. It seems particularly odd to me that the only person who does disagree persistently ignores the stated views of every senior German army or navy officer who ever gave an opinion.
For my part, I have studied & researched most aspects of Dynamo & Sealion since University days, and I am convinced that my conclusions are not jingoistic but entirely impartial. But for 23 miles of sea, there would have been no contest, but once again the Channel & the Royal Navy were there to save the day.
I think Alfred Theyer Mahan rather summed the whole thing up when, referring to the events of 1805, he described the Royal Navy as 'Those distant, storm-tossed, ships, upon which the Grande Armee never gazed, but which stood between it and the dominion of the world'.
Re: minor technical point: the effectiveness of pom-pom fire: as Huszar noted above, a misdirected burst against the cruiser Orion caused two killed and nine wounded. We may therefore assume that a similar wel-aimed burst against an S-Boot would have caused serious damage. I hope nobody is going to claim that they were better protected than cruisers. The armoured bridges were only introduced from S139 I think ... or am I wrong again?
Zitat von: Matrose71 am 08 Februar 2012, 20:13:27
ZitatFinally, the effectiveness of the Luftwaffe in daylight can only be a matter of conjecture. My view, as you are aware, is that the Luftwaffe had not performed well at Dunkirk when the situation was much more advantageous, so I remain unconvinced that they would have been more effective in the Channel.
Then you should explain why the exact same LW was very effective from begin January 1941 against the RN and the RAF at Malta and later Greek and Crete!?
The whole RN at the Mediterranean had no chance against the LW from january till june (begin Operation Barbarossa).
No convoy's to Malta, landing of the african corps from februar till mai at Tunis, lost of Greeke, lost of Crete. Not very impressive or impressive, from which side you want to see it.
And you will state the same LW is ineffective 3 month before?
Sorry Carsten, aber das ist ein reines Phantasiegemaelde welches Du da malst.
Ital. Konvoi wurde vernichtet, Schiffe versenkt, eine schwere Kreuzerdivision versenkt, 60,000 Mann ohne Probleme nach Griechenland geschafft, Genua und Tripoli von See aus beschossen, Malta versorgt, 200 Matilda Panzer quer durchs Mittelmeer verschifft, usw usw. Alles von Januar bis Mai.
http://www.naval-history.net/xAH-MaltaSupply01b.htm
Lass man die Kirche im Dorf. Die Luftwaffe war nicht so dufte das die Royal Navy zitternd in Alex und Gibraltar blieb.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: mhorgran am 08 Februar 2012, 20:46:33
Zitat von: AndreasB am 08 Februar 2012, 18:33:15
Stefan, bitte aufpassen, Nachtgefecht 1940.
Meinst du tatsächlich das Aussagen aus dem Kontext reißen etwas mit sachlicher, Faktenbasierter, Diskussion zu tun hat?
Aber wie schon gesagt, außer Voreingenommenheit und inzwischen ausgesprochener Arroganz kommt ja an Fakten von dir nicht wirklich viel.
Und das wird in nächster Zeit das letzte sein was ich dir mitzuteilen habe.
@Dirk
ZitatUnd die Luftwaffe hätte bei Seelöwe gegen eine überlegene RAF kämpfen müssen.
Wahlloses Vermischen von verschiedensten Szenarios und dann für die eigene Sichtweise das passende herausziehen ist ziemlich schräg.
Die Operation Seelöwe war an bestimmte Bedingungen gebunden, sie wurden nicht erreicht - ergo keine Operation Seelöwe.
Gegenschluß:
Wann wäre die Op.Seelöwe durchgeführt worden? - Wenn diese Bedingungen erfüllt worden wären. Was heißt? Das Fighter Command ist ziemlich am Ende. Muß ich jetzt tatsächlich ausführen was das für den Luftkrieg über dem Kanal und der SO-Ecke GB heißt?
Ich habe hier aber nie über dieses unrealistische Szenario gesprochen. Es gibt auch eine schöne Ausarbeitung von Osterkamp über seine Zeit als Jafü 2, wo er selbst sagt, dass die Luftwaffe weder sie strategische Lage noch die Mittel hatte das FC zu besiegen.
Also bei aller Liebe,
aber mit 200-300l Abwurftanks und Beibehaltung der Anfangsstrategie + freie Jagd, kann man über die Tatsache wirklich streiten.
Zumindestens hätte man das Fightercommand aus dem Süden Englands komplett vertreiben können.
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 22:12:47
Zitat von: Bergedorf am 08 Februar 2012, 18:35:55Und die Luftwaffe hätte bei Seelöwe gegen eine überlegene RAF kämpfen müssen.
Gruß
Dirk
Sorry, Dirk - this one does not hold water. History, not number-crunching, proves it - Dunkirk, Kanalkampf, the Fighter Command bases up till Sept. 7th. Seelöwe was not about bombing London...:).... Fighter Command flew almost exactly as many fighter missions over Dunkirk as Luftwaffe. Didn't help much. Kanalkampf: The British daylight shipping traffic had to be stopped, the destroyer escorts were sunk. The Fighter Command bases - for a large part incapacitated. Student was of the same opinion.
Fred
Ließ mal das Buch von Bungay oder das Werk von Prien. Oder schau Dir die Verlustzahlen in dem gesamten Zeitraum, oder auch einfach die Wetterlagen in der Zeit an. Dann siehst Du, dass die Luftwaffe am 07.09. bereits weit mehr abgekämpft war als das FC und dass das Wetter bis zum Termin 24.09. auch nur wenige wirkungsvolle Angriffe gegen das FC zugelassen hätte. Ich kann die Werke der beiden nur empfehlen, gerade Prien nimmt auch viele von Gallant in die Welt gesetzte Mythen auseinander. Und was man von Students Meinungen halten muss, dass sollte jedem halbwegs seriösen Forscher bekannt sein. Nach dem Plan von Student wäre Kreta ziemlich sicher auch gescheitert. Und Dünkirchen haben die Briten, wenn auch unter Verlusten ihr Ziel ereicht... nämlich das Expeditionsheer evakuiert. Und damals waren sie noch schwächer als die Deutschen und auch, da sie wußten dass sie noch einen Angriff auf England abwehren müssen nicht bereit alles einzusetzen.
Zitat von: Matrose71 am 09 Februar 2012, 01:19:48
Also bei aller Liebe,
aber mit 200-300l Abwurftanks und Beibehaltung der Anfangsstrategie + freie Jagd, kann man über die Tatsache wirklich streiten.
Zumindestens hätte man das Fightercommand aus dem Süden Englands komplett vertreiben können.
Ja und hätten die Deutschen die Atombombe gehabt, dann würden wir jetzt alle in braunen Uniformen rumlaufen. Sorry, aber das Niveau ist mir echt zu niedrig. Ich finde what ifs ja ganz interessant, aber man sollte da nicht an mehr als 1 oder 2 Variablen drehen, da es sonst reine Fiktion wird. Und selbst mit den Abwurftanks etc. hätte es nicht gereicht, da die Engländer der freien Jagd ausgewichen wären und in Punkto Material- und Personalnachschub einfach besser aufgestellt waren als die Deutsche. Deshalb hatten Sie ja auch noch Reserven während die Einsatzstärken der Luftwaffe immer weiter sanken.
Gruß
Dirk
Also Dünkirchen wurde am Boden verloren nicht in der Luft!
Wenn Hitler sich nicht eingemischt hätte und Guderian das hätte machen dürfen, was er gewollt und auch gekonnt hat, dann wäre da nicht mehr viel zum Einschiffen gewesen.
Woran liegt es denn bei der Luftschlacht?
Bestimmt nicht an den Flugzeugen und der Technik.
1. keine Abwurftanks zur Reichweitenerhöhung der Me 109
2. Verlagerung der Strategie
3. keine freie Jagd sondern "dichtes" beschützen der Bomber (Einmischung von ganz oben, nicht von den vor Ort kommandierenden)
4. Pilotenausbildung in der Masse zu wenig, qualitativ zu dem Zeitpunkt noch in Ordnung
5. Produktionsprozesse; Stichwort Fließbandorganisation und Massenfertigung noch nicht weit genug entwickelt.
Allerdings kann man das Fightercommand sowohl mit den vorhandenen Typen (Jäger und Bomber) mit entsprechender Technik (Abwurftanks) und der qualitativen Pilotenausbildung durchaus besiegen 1940. Im Grunde genommen lag es am Ausstoß von Flugzeugen und Piloten, der Rest ist alles vorhanden (Strategie Technik, Ausbildung, Organisation).
Edit:
Lol, was soll das Niveau gejammer? Ist der Abwurftank eine neue Erfindung? Oder einfach von den zuständigen Herren vernachlässigt oder nicht erkannt worden? Ein Abwurftank 1940 als what if zu bezeichnen ist lächerlich!
Frage ist wieviel hätte der Abwurftank der Me 109 und ihren Piloten gebracht? Wäre das Verhältniss damit ähnlich (abgekämpft)?
Wenn sie der freien Jagd ausgewichen wären, wären ihre Flugplätze alle hopps gegangen, entweder stelle ich mich dem Kampf oder ziehe mich zurück! Damit überlasse ich dem Gegner dann auch den Kanal. Beides gibt es nicht!
Zitat von: Matrose71 am 09 Februar 2012, 01:32:39
Also Dünkirchen wurde am Boden verloren nicht in der Luft!
Wenn Hitler sich nicht eingemischt hätte und Guderian das hätte machen dürfen, was er gewollt und auch gekonnt hat, dann wäre da nicht mehr viel zum Einschiffen gewesen.
Woran liegt es denn bei der Luftschlacht?
Bestimmt nicht an den Flugzeugen und der Technik.
1. keine Abwurftanks zur Reichweitenerhöhung der Me 109
2. Verlagerung der Strategie
3. keine freie Jagd sondern "dichtes" beschützen der Bomber (Einmischung von ganz oben, nicht von den vor Ort kommandierenden)
4. Pilotenausbildung in der Masse zu wenig, qualitativ zu dem Zeitpunkt noch in Ordnung
5. Produktionsprozesse; Stichwort Fließbandorganisation und Massenfertigung noch nicht weit genug entwickelt.
Allerdings kann man das Fightercommand sowohl mit den vorhandenen Typen (Jäger und Bomber) mit entsprechender Technik (Abwurftanks) und der qualitativen Pilotenausbildung durchaus besiegen 1940. Im Grunde genommen lag es am Ausstoß von Flugzeugen und Piloten, der Rest ist alles vorhanden (Strategie Technik, Ausbildung, Organisation).
Edit:
Lol, was soll das Niveau gejammer? Ist der Abwurftank eine neue Erfindung? Oder einfach von den zuständigen Herren vernachlässigt oder nicht erkannt worden? Ein Abwurftank 1940 als what if zu bezeichnen ist lächerlich!
Frage ist wieviel hätte der Abwurftank der Me 109 und ihren Piloten gebracht? Wäre das Verhältniss damit ähnlich (abgekämpft)?
Wenn sie der freien Jagd ausgewichen wären, wären ihre Flugplätze alle hopps gegangen, entweder stelle ich mich dem Kampf oder ziehe mich zurück! Damit überlasse ich dem Gegner dann auch den Kanal. Beides gibt es nicht!
Leß mal die Ausarbeitung von Osterkamp, da schreibt er das die Jabos, der dt. Jagdwaffe extrem geschadet haben, weil die Jäger eben einfach mit dem Zusatzgewicht nur Opferrollen übernehmen konnten... wie wäre es da bei Zusatztanks gewesen? Wohl nicht anders, oder?
2) Dünkirchen hatte Göring versprochen durch die Luft zu lösen und hat versagt... Seelöwe hat er für nicht realistisch gehalten... seltsam, oder?
3) Verlagerung der Strategie: das beschreibt Bungay sehr schön, das die Verluste der Luftwaffe in der Phase vor dem Umschwenken auf London nicht besser gewesen sind... Und das die Luftwaffe in der Phase davr schon massiv an Substanz verloren hat interessiert wohl nicht???
4) Pilotenausbildung: Reich: Qualitativ durch Verluste stark abnehmend, qualitativ unzureichend zu RAF Qualitativ: Indiffernet wegen Verlusten älterer Flieger gegenüber Lehrneffekt was die Taktik anbetrifft. Quantitativ hat die RAf die Stärke gegenüber der Luftwaffe zumindest halten wenn nicht sogar vestärken können.
5) Was die Flugzeugproduktion anbetrifft hatten die Briten zu dem Zeitpunkt die Deutschen schon klar überholt.
Btw. Fighter Command hatte keine Bomber :wink:
Das die Briten einen Verlust der frontnahen Plätze durchaus hätten verkraften können meint u.a. auch Osterkamp! Und nein, die RAF mußte sich vor der Invasion überhaupt nicht stellen. Das war auch das große Verdienst von Dowding ( ähnlich wie das von Jellicoe im WW 1), dass er das strategische Ganze begriffen hat und auf die Aufrechterhaltung der Abwehrkraft des FC gesetzt hat. Im Falle der Invasion gab es allerdings ausdrückliche Orders nach denen der Schutz der Royal Navy nach der Abwehr von Flugzeugen die Fallis befördert hätten, Priorität gehabt hätte!
Aber wenn man nie ein Originaldokument in die Hand nimmt und auch die eingängige Sekundärliteratur nicht berücksichtigt, dann mag man das nicht erkennen... (Sorry, aber ich bin ein wenig angepisst, weil die Pro-Fraktion eigentlich nie Quellen-Angaben oder sonstige Fakten liefert sondern nur immer irgendwas behauptet...)
Ja, leider ist dieser Threat, nachdem er Anfangs noch einigermaßen dem Inforfmationsaustausch gedient hat nun auch zu einem typischen Seelöwe-Threat verkommen, der im Verhältnis zu den gegenseitig vorgeworfenen Anschuldigungen kaum noch Infos liefert. Deshalb hatte ich mich auch als es in diese Richtung lief, bis Leandros hier völlig unhaltbare Thesen verbreitet hatte auch ferngehalten.... Insgesamt sind die letzten Posts (meine gerne mit eingeschlossen) dieses Forum nicht mehr würdig und meines Erachtens wäre es gut das Thema hier zu beenden. Solch unsäglichen Seelöwe-Threats die nichts bringen gab es in anderen Foren nun wirklich mehr als genug. Laßt uns mal lieber wieder ohne jede Emotion zu der Diskussion von Fakten - gerne auch zu Seelöwe- zurückkehren und diesen Glaubenskrieg hier beenden!
Viele Grüße
Dirk
(der sich ein wenig ärgert sich hier wieder viel zu viel eingebracht zu haben... das Leben könnte ohne diese unsäglichen Diskussionen viel schöner sein....)
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 23:29:46
Re: minor technical point: the effectiveness of pom-pom fire: as Huszar noted above, a misdirected burst against the cruiser Orion caused two killed and nine wounded. We may therefore assume that a similar wel-aimed burst against an S-Boot would have caused serious damage. I hope nobody is going to claim that they were better protected than cruisers. The armoured bridges were only introduced from S139 I think ... or am I wrong again?
You are quite correct about the capabilities of the two pounder pom-pom. Later in the war, escort destroyers were fitted with such weapons right up in the bows of the ship, where their hitting power and rate of fire made them lethal against S-Boats on the east coast.
For anyone who has doubts about what a World War 2 cruiser could do to a smaller ship ( in this case a modern fleet destroyer), read an account of what happened to Friedrich Eckholdt when she mistook HMS Sheffield for Hipper during the Battle of the Barents Sea. She was subjected to concentrated 6 inch, 4 inch, and pom-pom fire, and sank with all hands within minutes. The British Admiral, Burnett, reported that 'She literally disintegrated before our eyes'.
Sheffield was a Southampton class cruiser: there were six of these vessels operational in home waters in September 1940.
@Dirk
Ist das Szenario tatsächlich so unrealistisch?
Die Luftwaffe / Marine haben kaum kooperiert. Jeder kämpfte seinen Krieg. Was wäre gewesen wenn sie die Angriffsziele -weisen aufeinander abgestimmt hätten (zb. Minenkrieg, Luftangriffe auf Häfen / Verladeeinrichtungen...). Oder wenn die Zielauswahl der Luftwaffe nicht den bekannten Weg genommen hätte sondern zb weiterhin massiv die Küstenschiffahrt bekämpft wurde. Die kleinen Konvois im Kanal kamen ja nur durch weil sich die Lw anderen Zielen zuwandte.
Hätte sich GB die Einstellung der Küstenschiffahrt in der Südhälfte leisten können?
Nur ein paar Beispiele.
ZitatUnd was man von Students Meinungen halten muss, dass sollte jedem halbwegs seriösen Forscher bekannt sein. Nach dem Plan von Student wäre Kreta ziemlich sicher auch gescheitert.
Vielleicht magst du uns kundig machen was Students "Meinungen" zum Thema Seelöwe waren und was das jetzt mit Kreta zu tun hat.
ZitatSorry, aber das Niveau ist mir echt zu niedrig.
Tatsächlich das Niveau ist echt niedrig. Das liegt aber wohl eher an der Voreingenommenheit einiger User. Die Briten konnten alles - schon bei Kriegsbeginn -- die Deutschen nichts.
ZitatLeß mal die Ausarbeitung von Osterkamp, da schreibt er das die Jabos, der dt. Jagdwaffe extrem geschadet haben, weil die Jäger eben einfach mit dem Zusatzgewicht nur Opferrollen übernehmen konnten... wie wäre es da bei Zusatztanks gewesen? Wohl nicht anders, oder?
Siehe oben, welch Niveau. Dir ist anscheinend nicht der Unterschied zwischen Jabo und Jäger mit Zusatztank bekannt. Anders als die Bomben der Jabos werden die Zusatztanks idR vor Beginn der direkten Zusammentreffens abgeworfen - Bomben werden idR erst im Ziel abgeworfen und bis dahin sollte der Jabos möglichst durchhalten.
Zitat von: Leandros am 08 Februar 2012, 13:47:52
See "statistics" above...:)...and for charging destroyers, that is an interesting expression. Charging what - the convoy or the S-boats? If they "charged" the S-boats the convoys qould get away, if they charged the convoys they would expose themselves to the S-boats. Have you considered the difficulties for eventual RN vessels that found a convoy - how they should differentiate between all the vessels in the dark? Is that an R-boat or an S-boat? Is that a transport or a patrol boat? Oops, where did that S-boat come from? Oh, yes, it was hiding behind the others! WTF, where is all that machine gun fire coming from (meaning the dozens of infantry machine guns firing from the decks of the barges....). Oops, they have 20 mm and 37 mm's, too, on those barges! Periscope on the port side, sir! Wrooom! What was that explosion? I am afraid we hit a mine, sir....If it wasn't a torpedo from that He115 that just passed behind us....or from the periscope just sighted. Wrooom (enormous splash on the port bow)! Oh, boy - that was a big one, have they brought in their battleships? I don't think so, sir, it's probably the radar-guided coastal artillery batteries at Cape Gris Nez. What, I can't hear what you are saying! Not strange, sir, your ear is bleeding...
Also, I would not discard the 19 M35 minesweepers which were assigned as escorts for the invasion convoys. These became highly respected by their RN opponents as the war wore on, achieving the honourable description "The Channel Destroyers" by the British. And, do not forget Dønitz's guys.....:)..., the Vorposten-boote and the auxiliary artillery ships. Not to talk about the armaments of the merchants themselves. Which I am trying to find out more about. At that time the S-boats owned the night, radar on RN destroyers being very rare, if at all.
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30And in that case they would have come under fire from not only the main armament of the destroyers but also the pom-poms. The reason that we have no actual examples to illustrate how effective this fire might have been is -obviously - that in reality S-Boot commanders never carried out such suicidal attacks.
You need to do some more research on this. Most examples of destroyer/S-boats show how ineffective the destroyers were against the S-boats before they got radar. As a matter of fact, as with the U-boats, priority targets for the S-boats were merchant ships, not the enemy's naval ships. Even then...
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 12:32:30I tend to agree, on the other hand, about the MGB's (I already said in the other thread that in 1940 Coastal Forces were still in an embtryonal stage, compared to 1944). By 1940, those 3-pounder guns were only useful as saluting guns (although, against an unarmed tug or trawler ...). However, the MTB's, giving all the easy and indeed unmissable targets offered by the Sealion fleet, would undoubtedly have sunk quite a few transporters, tugs and barges.
It is nothing really to agree upon, there were no (proper) MBG's in the RN September 1940. They hadn't even been ordered. The MTB's had to get near the transports to do any damage. They had very little luck (or capacity) in that on the German convoys along the French coast untill much later. So, why should they do it so well on the invasion convoys?
I shall post the total German escort assets as I have it in my book.
Mr. Leander's nonsense above is little more than irrational raving, as I am sure readers have realized, and is unworthy even of response.
However, I would ask Mr. Leander to explain why, given his excitement about the radar guided gun batteries, no British or allied ship was sunk by them during the whole of World War 2. I am not suggesting that the gunners were incompetent, as the British batteries fared little better. The fact is that the technology at the time was simply not up to the task. Furthermore, does Mr. Leander really believe that 1940 radar sets could tell the difference between a British warship and a German one? I wonder if he did any research at all before he produced the wish-fulfilment fantasy that he is desperately trying to persuade people to buy. Still, I suppose that the publishers who rejected his book did him a good turn - with self-publishing, any sort of bigoted nonsense can be passed off to the gullible as erudition.
On the subject of radar, congratulations to those who correctly provided names of British destroyers so equipped by September 1940. Production of Type 286 began in Summer 1940. It was a naval version of an RAF radar and had a range of seven miles. It was, frankly, not much use in daylight but valuable at night, which explains why HMS Malcolm ( A Scott Class Flotilla Leader, by the way, not a V & W - Mr. Leander's exhaustive research missed that as well ) detected her targets on the night of 10/11 September. The first sets went to flotilla leaders and Home Fleet destroyers, as well as to a few cruisers.
Zitat von: mhorgran am 09 Februar 2012, 09:58:25
ZitatUnd was man von Students Meinungen halten muss, dass sollte jedem halbwegs seriösen Forscher bekannt sein. Nach dem Plan von Student wäre Kreta ziemlich sicher auch gescheitert.
Vielleicht magst du uns kundig machen was Students "Meinungen" zum Thema Seelöwe waren und was das jetzt mit Kreta zu tun hat.
Herr Leander zieht gerne General a.D. Student als Beleg fuer seine wirren Meinungen heran (er hat das auch in diesem Thread getan). Es ist dann wohl doch berechtigt darauf hinzuweisen das General a.D. Students Meinungen nicht das letzte Wort zum Thema sein moegen, da er ziemlich haeufig falsch lag, und seine Leute die meiste Zeit vom Heer gerettet werden mussten nachdem er sie in die Bredouille gebracht hat?
Alles Gute
Andreas
Hallo,
Es ist wirklich sehr schade, dass auch dieser Thread genau dorthin abgedriftet ist, wie alle anderen Seelöwe-Threads in der Vergangenheit und auch in anderen Boards.
Was ich schon früher gesagt habe (entweder hier, oder in einem anderen Thread), ist wieder eingetreten.
Die Kontra-Fraktion kommt mit Totschlag-Argumenten, difarmiert diverse User und legt die "normale" Grundhaltung (Engländer können alles, die Deutschen nichts) zur Tage. Die grundsätzlich Verneinung alles ist dann nur noch ein kleines Detail, wie auch das Zuspammen des Threads. Teilweise wird auch höchstklassige technisches Wissen zur Tage gelegt.
Es hilft dann auch wenig, wenn einige der Pro-Fraktion fragwürdige Theorien aufstellen und mit gleicher Keule gegen die Kontra-Fraktion lospreschen.
Ich würde mich wirklich mal freuen, wenn wir anhand von wirklichen Kriegsbespielen und Befehlen die Frage klären könnten, ob und wie die RN die Landungsflotten (und zwar genug viele, um die Landung abzuwehren) finden und vernichten könnte, bzw wie die Luftwaffe reagiern könnte. Welche Versenkungszahlen wären realistisch auf beiden Seiten?
Ist allerdings wohl Wunschdenken...
mfg
alex
Zitat von: Bergedorf am 09 Februar 2012, 05:13:06
Ja, leider ist dieser Threat, nachdem er Anfangs noch einigermaßen dem Inforfmationsaustausch gedient hat nun auch zu einem typischen Seelöwe-Threat verkommen, der im Verhältnis zu den gegenseitig vorgeworfenen Anschuldigungen kaum noch Infos liefert. Deshalb hatte ich mich auch als es in diese Richtung lief, bis Leandros hier völlig unhaltbare Thesen verbreitet hatte auch ferngehalten.... Insgesamt sind die letzten Posts (meine gerne mit eingeschlossen) dieses Forum nicht mehr würdig und meines Erachtens wäre es gut das Thema hier zu beenden. Solch unsäglichen Seelöwe-Threats die nichts bringen gab es in anderen Foren nun wirklich mehr als genug. Laßt uns mal lieber wieder ohne jede Emotion zu der Diskussion von Fakten - gerne auch zu Seelöwe- zurückkehren und diesen Glaubenskrieg hier beenden!
Heh! Ohne diese Thread haette ich nie die COS Papers gefunden. Und ich habe mehr ueber Radar und die RN vs. RM bei Nacht gelernt.
War also auf alle Faelle nuetzlich.
Alles Gute
Andreas
Ach ja, mann lernt irgendwie immer was dazu. Was der geleitzug aus Rotterdam betrifft, wenn bestimmte Teilnehmer absolut darauf beharren wollen das die RN auch bei reichlich Vorwarnung (48 Stunden für Rausbugsieren und Aufstellen des Verbandes) nicht imstande gewesen wäre diese Schiffe zu finden und vor der holländischen/belgischen Küste abzufangen (bei einem Geschwindigkeitsunterschied von 30 gegen 8 Knoten, annähernd), und das die sowieso einen Hagel von Granaten und Torpedos unbeschadet überstanden hätten, fröhlich weitergesegelt und auf jeden Fall genau um 8 Uhr Morgens vollzählig vor Landungsabschnitt B eingetroffen wären, dann kann ich auch nicht weiter helfen.
Wie gesagt, ich wollte mich eigentlich dem Geschehen an Land in diesem Abschnitt widmen, aber die Diskussion hat auch schon stattgefunden, sehe ich: http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=9406
@leandros, re endless contribution # 345: HE 111s launching torpedoes in February 1940 ???? I fear I may be revealing the depth of my (technical) ignorance, but until now I really thought they only started doing that towards the end of 1941 or even later. Quote from Wikipedia on the He 111:
"The He 111 also served as a torpedo bomber in the Battle of the Atlantic and the Mediterranean Sea. In the Atlantic campaign the Luftwaffe created Fliegerführer Atlantik for this purpose. In the spring 1941, the Luftwaffe had been using conventional bombs to attack shipping. Such a method resulted in heavy losses to He 111 units in aircraft and crew as the 111s attack point was too close. III./Kampfgeschwader 40 had only eight of 32 crews remaining by April 1941 and had to be withdrawn. Most He 111 units were replaced by the faster Junkers Ju 88 and Dornier Do 217 which also suffered losses, but not to the extent of the He 111.[35] A proper aerial torpedo could have prevented such losses. The German Navy had purchased Horton naval torpedo patents from Norway in 1933 and the Whitehead Fiume patent from Italy in 1938. But air-launched torpedo development was slow. In 1939 trials with Heinkel He 59 and Heinkel He 115 had revealed a 49 percent failure rate owing to aerodynamic difficulties and depth control and fusing difficulties. Until 1941 the Kriegsmarine obtained poor results in this field.[36] When in 1941 the Luftwaffe took an active interest, the Kriegsmarine resisted Luftwaffe involvement and collaboration[36] and direct requests by the Luftwaffe to take over development was refused.[36] With the Atlantic campaign in full swing, the Luftwaffe needed a torpedo bomber to allow its aircraft to avoid increased shipping defensive armament. It set up a number of schools devoted to torpedo attack at Gossenbrode, Germany and Athens, Greece. It was found that the He 111 was highly suited to such operations. In December 1941 the Luftwaffe was granted the lead in torpedo development. Trials at Grossenbrode enabled the He 111 to carry two torpedoes ...."
ZitatLeß mal die Ausarbeitung von Osterkamp, da schreibt er das die Jabos, der dt. Jagdwaffe extrem geschadet haben, weil die Jäger eben einfach mit dem Zusatzgewicht nur Opferrollen übernehmen konnten... wie wäre es da bei Zusatztanks gewesen? Wohl nicht anders, oder?
2) Dünkirchen hatte Göring versprochen durch die Luft zu lösen und hat versagt... Seelöwe hat er für nicht realistisch gehalten... seltsam, oder?
3) Verlagerung der Strategie: das beschreibt Bungay sehr schön, das die Verluste der Luftwaffe in der Phase vor dem Umschwenken auf London nicht besser gewesen sind... Und das die Luftwaffe in der Phase davr schon massiv an Substanz verloren hat interessiert wohl nicht???
4) Pilotenausbildung: Reich: Qualitativ durch Verluste stark abnehmend, qualitativ unzureichend zu RAF Qualitativ: Indiffernet wegen Verlusten älterer Flieger gegenüber Lehrneffekt was die Taktik anbetrifft. Quantitativ hat die RAf die Stärke gegenüber der Luftwaffe zumindest halten wenn nicht sogar vestärken können.
5) Was die Flugzeugproduktion anbetrifft hatten die Briten zu dem Zeitpunkt die Deutschen schon klar überholt.
Btw. Fighter Command hatte keine Bomber wink
Das die Briten einen Verlust der frontnahen Plätze durchaus hätten verkraften können meint u.a. auch Osterkamp! Und nein, die RAF mußte sich vor der Invasion überhaupt nicht stellen. Das war auch das große Verdienst von Dowding ( ähnlich wie das von Jellicoe im WW 1), dass er das strategische Ganze begriffen hat und auf die Aufrechterhaltung der Abwehrkraft des FC gesetzt hat. Im Falle der Invasion gab es allerdings ausdrückliche Orders nach denen der Schutz der Royal Navy nach der Abwehr von Flugzeugen die Fallis befördert hätten, Priorität gehabt hätte!
Aber wenn man nie ein Originaldokument in die Hand nimmt und auch die eingängige Sekundärliteratur nicht berücksichtigt, dann mag man das nicht erkennen... (Sorry, aber ich bin ein wenig angepisst, weil die Pro-Fraktion eigentlich nie Quellen-Angaben oder sonstige Fakten liefert sondern nur immer irgendwas behauptet...)
Ja, leider ist dieser Threat, nachdem er Anfangs noch einigermaßen dem Inforfmationsaustausch gedient hat nun auch zu einem typischen Seelöwe-Threat verkommen, der im Verhältnis zu den gegenseitig vorgeworfenen Anschuldigungen kaum noch Infos liefert. Deshalb hatte ich mich auch als es in diese Richtung lief, bis Leandros hier völlig unhaltbare Thesen verbreitet hatte auch ferngehalten.... Insgesamt sind die letzten Posts (meine gerne mit eingeschlossen) dieses Forum nicht mehr würdig und meines Erachtens wäre es gut das Thema hier zu beenden. Solch unsäglichen Seelöwe-Threats die nichts bringen gab es in anderen Foren nun wirklich mehr als genug. Laßt uns mal lieber wieder ohne jede Emotion zu der Diskussion von Fakten - gerne auch zu Seelöwe- zurückkehren und diesen Glaubenskrieg hier beenden!
Viele Grüße
Dirk
(der sich ein wenig ärgert sich hier wieder viel zu viel eingebracht zu haben... das Leben könnte ohne diese unsäglichen Diskussionen viel schöner sein....)
Ich weiß nicht was dich bewogen hat diesen Post zu schreiben, aber vieles von dem was hier steht ist irrelevant oder falsch.
1. Der Begriff Abwurftank impliziert abwerfen! Jeder Abwurftank wurde vor dem Kampf abgeworfen, was das mit Jabos zu tun hat erschließt sich mir nicht.
2. War Dünkirchen das Erstemal das ein
großer Teil der Luftwaffe gegen Schiffe operieren mußte. Das Versagen in Dünkirchen korespondierend zu den Erfolgen im Januar 1941 vor Malta und Sizilien beschreibt sehr anschaulich die Lernkurve der LW. Wird hier aber beständig bestritten. Die Lernkurve kann auch schon aus meterologischen Gründen zum Großteil nur in den Sommermonaten während des Kanalkampfes und den Anfängen von BoB stattgefunden haben! Zwischen Oktober und Dezember gibt es in der Regel weniger Flugzeit (Wetterbedingt) als im Sommer.
3. Die Verlagerung der Strategie hat überhaupt nichts mit Verlusten zu tun! Dieser Punkt steht im Einklang mit dem Ausweichen der freien Jagd durch die Engländer und das mögliche aufgeben der frontnahen und oder Flugplätzen in Südengland! Das bewirkt einen längeren Anflugweg und somit
weniger Zeit über dem Ziel, sowie
zeitlich längere Reaktionswege.
Das ist ein taktischer und strategischer Nachteil, den die LW dem Fightercommand abtrotzen wollte, aber durch die Strategieänderung nicht konnte!
4. Die Meinung von Göring hier einzubringen, der täglich einen Schuss brauchte und auch sonst wenig bis gar nichts von der Technik, Taktik und Strategie "seiner" LW verstand, ist für mich absolut irrelevant. Göring zählt für mich soviel wie ein Furz im Wind!
ZitatAber wenn man nie ein Originaldokument in die Hand nimmt und auch die eingängige Sekundärliteratur nicht berücksichtigt, dann mag man das nicht erkennen... (Sorry, aber ich bin ein wenig angepisst, weil die Pro-Fraktion eigentlich nie Quellen-Angaben oder sonstige Fakten liefert sondern nur immer irgendwas behauptet...)
Werde ich mich diesmal nicht dazu äußern, aber überlege bitte, wem du das das nächstemal an den Kopf schmeißt!
Zitat von: Knouterer am 09 Februar 2012, 13:17:57
@leandros, re endless contribution # 345: HE 111s launching torpedoes in February 1940 ???? I fear I may be revealing the depth of my (technical) ignorance, but until now I really thought they only started doing that towards the end of 1941 or even later.
He 111 J Küstenfliegergruppe 806.
Zitat von: Knouterer am 09 Februar 2012, 13:17:57
@leandros, re endless contribution # 345: HE 111s launching torpedoes in February 1940 ???? I fear I may be revealing the depth of my (technical) ignorance, but until now I really thought they only started doing that towards the end of 1941 or even later. Quote from Wikipedia on the He 111:
They certainly did have He 111 with torpedoes from mid-41. KG 26. They just didn't have a lot of torpedoes to put on them, and the crews weren't very good at hitting anything, AFAICT. Lots of claims, but not a lot of evidence of hits when they served in the Eastern Med.
All the best
Andreas
hi,
Zitat von: Knouterer am 09 Februar 2012, 13:17:57
but until now I really thought they only started doing that towards the end of 1941 or even later.
Zitat von: AndreasB am 09 Februar 2012, 15:00:31
They certainly did have He 111 with torpedoes from mid-41. KG 26. They just didn't have a lot of torpedoes to put on them, and the crews weren't very good at hitting anything, AFAICT. Lots of claims, but not a lot of evidence of hits when they served in the Eastern Med.
The first known success of torpedo-carrying He 111 (II./KG.26) was on February 24, 1941 in the Western Med in the Golf of Philippeville, French
Louis Charles Schiaffino (3089 BRT). Further circumstances why they attacked just that (neutral) ship I don´t know.
Andreas is right about the erroneous claims, one of them (March 16, 1941) contributed to the Italian operations which became the engagement at Cap Matapan :-(
I apologize to everybody who thinks that we are getting away from the tread topic quite a bit :wink: but that´s sometimes the way a thread turns.
greetings, Urs
The He 111J, I believe, was intended as a torpedo bomber but never used as such in action. Relevant info:
http://www.germanseaflight.my-place.us/torpedoflieger.html
@ Knouterer:
Yes, that's true, I should have added that to my comment. I only wanted to say that theoretically there was a torpedo-carrying He 111 in February 1940.
The Kü.Fl.Gr. 806 changed their He 111 J for Ju 88 A about three months later (im May/June 1940).
hi, Knouterer,
Zitat von: Knouterer am 08 Februar 2012, 23:29:46
The armoured bridges were only introduced from S139 I think ... or am I wrong again?
I`m sorry to have to say that you may be wrong :wink:
The armoured bridges ("Kalottenbrücke") were integrated in the boat´s
design from
S 100 (commissioned May 5,1943) onwards.
The boats of the preceding type "S 38" were delivered/commissioned with the armoured bridge from
S 62 (commissioned Sep 9, 1941) or
S 67 (commissioned March 19, 1942) onwards; sources differ.
S 38 type boats commissioned earlier were re-equipped with the armoured bridge in 1943/44, cases known to me are
S 40,
S 47, and
S 52, all in the Black sea.
greetings, Urs
moin,
Zitat von: Huszar am 09 Februar 2012, 10:23:26
Die Kontra-Fraktion kommt mit Totschlag-Argumenten, difarmiert diverse User und legt die "normale" Grundhaltung (Engländer können alles, die Deutschen nichts) zur Tage.
ich rechne mich zur Kontra-Fraktion und möchte meinen Hauptgrund dafür anführen:
Ich glaube nicht, daß die deutsche Seite in der Lage gewesen wäre, die "Invasionkonvois" überhaupt in geordneter Form über den Kanal zu bringen.
Nicht umsonst haben die Alliierten vor der Landung in der Normandie die amphibische Landung immer wieder geübt (mit "Pech" bei TIGER und "Glück" für die Schnellboote) und konnten zudem auf reichliche Erfahrung aus dem Mittelmeer (Sizilien,Salerno, Anzio) und dem Pazifik (Tarawa) zurückgreifen.
Auf deutscher Seite fehlte (a) diese Erfahrung, (b) die Übungen und meiner Meinung nach auch (c) das querschnittlich vorhandene seemännische Können, hunderte von Fahrzeugen korrekt in Formation und bei Nacht zu führen.
Ein britischer Nachtangriff hätte unter diesen Bedingungen zu einem Chaos (u.a. vielen Kollisionen in den Schleppverbänden) geführt.
Just my 2 cents als ehemaliger Schnellbootskommandant :O/Y
I count myself to be among the "oppos" and this is what I have to say.
I don´t believe that the German side would have been able to get the "invasion convoys" across the channel in good order at all.
Before OVERLORD 1944, the Allies had exercised amphibious landings for months (with bad luck for the LST and good luck for the S-boats in the case of TIGER) and had profound experience from the Med (Sicily, Salerno, Anzio) and the Pacific (Tarawa).
The German Side lacked (a) any such experience, (b) the exercises and , IMO, (c) the across-the-board seafaring ability to drive hundreds of vessels in formation and by night.
A RN´s night attack would have led to total chaos, especially in the towing groups.
Just my 2 cents from a former FPB CO :O/Y
Gruß, Urs
Nun muß ich doch mal meinen Senf dazu geben. Ich denke wenn "Seelöwe" sofort nach Dünkirchen gestartet wurden wäre hätte eine reale Möglichkeit bestanden.
Dazu aber folgende Kriterien :1. Kein Anhalten der Panzertruppen sondern Vernichtung des brit. Exppeditionskorps
2. Gezielte Angriffe der LW auf geplante Landungsgebiete,Flughäfen, auf Häfen und Schiffe
- die Bombardierung von Städten war zu dieser Zeit sinnlos
3. Einsatz der schweren Einheiten der KM und systematische Beschießung der Landegebiete
4. 2 Divisionen innerhalb 24 Stunden aus der Heimat - Deutschland - nach Frankreich bringen , verladen und übersetzen. In wie weit gerade der Punkt 4 möglich gewesen wäre ???? ( Meisterleistung an Logistik )
Nach meiner Einschätzung war im Zeitraum ca. 26. Mai - max. 10.Juni England nicht in der Lage eine Landung zu verhindern. Schon alleine die gelungene Rückführung von 370.000 Mann und deren Wiedereingliederung in die brit. Armee machten eine spätere Landung fast unmöglich.
Ich denke aber schon der "Halt" vor Dünkirchen war der Anfang vom Ende "Seelöwe "
Soweit mal von meiner Seite. Über Waffen, Flugzeuge usw. möchte ich mich nicht äußern
Gruß - Achim - Trimmer
moin,Jochen,
alles andere, mMn auch sehr fragliche , mal außen vor gelassen :| , nur eine Frage:
Zitat von: Trimmer am 09 Februar 2012, 21:09:08
... verladen und übersetzen.
worauf / womit ?
Gruß, Urs
Moin Moin,
@Stefan:
ZitatDie Luftwaffe / Marine haben kaum kooperiert. Jeder kämpfte seinen Krieg. Was wäre gewesen wenn sie die Angriffsziele -weisen aufeinander abgestimmt hätten (zb. Minenkrieg, Luftangriffe auf Häfen / Verladeeinrichtungen...). Oder wenn die Zielauswahl der Luftwaffe nicht den bekannten Weg genommen hätte sondern zb weiterhin massiv die Küstenschiffahrt bekämpft wurde. Die kleinen Konvois im Kanal kamen ja nur durch weil sich die Lw anderen Zielen zuwandte.
Hätte sich GB die Einstellung der Küstenschiffahrt in der Südhälfte leisten können?
Nur ein paar Beispiele
Das ist nun wieder ein ganz anderes Thema und wenn es geklappt hätte wäre Seelöwe nicht notwendig gewesen. Ich glaube es soll Dokumente über ein Planspiel geben, das unter Felmy 39 abgehalten wurde, wo die Luftwaffe allerdings zu dem Ergebnis kam, dass es nicht möglich gewesen wäre. Auf die Konvois im Kanal konnte Großbritanien nach meinem Kenntnisstand verzichten, auf die Ostküstenkonvois aber wohl kaum.
ZitatSiehe oben, welch Niveau. Dir ist anscheinend nicht der Unterschied zwischen Jabo und Jäger mit Zusatztank bekannt. Anders als die Bomben der Jabos werden die Zusatztanks idR vor Beginn der direkten Zusammentreffens abgeworfen - Bomben werden idR erst im Ziel abgeworfen und bis dahin sollte der Jabos möglichst durchhalten.
Beide sind mit ihrer Last unterm Rumpf lahme Enten und extrem gefährdet gegen feindliche Jägerangriffe. Und wenn die RAF wie es zu erwarten gewesen wäre frühzeitig die Verbände angegriffen hätte, dann hätten die nur die Tanks abwerfen können und damit auch nicht allzuviel Reichweite gewonnen.
@Carsten:
Zitat2. War Dünkirchen das Erstemal das ein großer Teil der Luftwaffe gegen Schiffe operieren mußte. Das Versagen in Dünkirchen korespondierend zu den Erfolgen im Januar 1941 vor Malta und Sizilien beschreibt sehr anschaulich die Lernkurve der LW. Wird hier aber beständig bestritten. Die Lernkurve kann auch schon aus meterologischen Gründen zum Großteil nur in den Sommermonaten während des Kanalkampfes und den Anfängen von BoB stattgefunden haben! Zwischen Oktober und Dezember gibt es in der Regel weniger Flugzeit (Wetterbedingt) als im Sommer.
Du vergisst die neuen Zielgeräte.
Zitat3. Die Verlagerung der Strategie hat überhaupt nichts mit Verlusten zu tun! Dieser Punkt steht im Einklang mit dem Ausweichen der freien Jagd durch die Engländer und das mögliche aufgeben der frontnahen und oder Flugplätzen in Südengland! Das bewirkt einen längeren Anflugweg und somit weniger Zeit über dem Ziel, sowie zeitlich längere Reaktionswege. Das ist ein taktischer und strategischer Nachteil, den die LW dem Fightercommand abtrotzen wollte, aber durch die Strategieänderung nicht konnte!
Nach Bungay hätte auch bei einem Beibehalten der alten Strategie kaum die Gefahr gedroht, dass die Briten die Flugplätze vor London hätten aufgeben müssen. Denjenigen den sie tatsächlich augegeben haben, nämlich Lympne haben sie aufgegeben, das sie ihn nicht gebraucht haben. Und selbst wenn es gaklappt hätte die Briten auf die Flugplätze hinter London zu drängen sehe ich nicht wie dieser strategische und taktische Vorteil an der Gesamtlage wirklich was ändern soll. Fakt ist das die Luftwaffe von Beginn der Luftschlacht von England an, an Stärke verloren hat, während das Fighter Command es geschafft hat sogar an Stärke zu gewinnen.
@Urs:
Ja das sehe ich auch so.
@Alex:
Die Royal Navy hätte bestimmt nicht die gesammte Invasionsflotte in einer Nacht versenken könne, aber das muss sie doch auch gar nicht. Wenn man eine Ivasionsflotte ausreichend durcheinander bringt und Teile davon vernichtet, dann kann schon schnell die Landung an einem Punkt scheitern und damit das ganze Unternehmen gefährden.
Nehmen wir zum Beispiel mal an, die Transportflotte B ist gerade zur Hälfte um den Wendepunkt bei The Varne rum und dann kommen aus Richtung Dover 4 Zerstörer oder so etwas. Was dann? Die einzig kampfstarken Schiffe, nämlich die modernen Minensucher befinden sich beim Minensuchen vor der Transportflotte. Sollen Sie zum Schutz der Flotte zurücklaufen oder in Kauf nehmen, dass die halbe Flotte wohl (nicht weil sie alle versenkt sind, sondern weil sie wohl in Masse zurück nach Frankreich laufen würden) nicht ankommt?
Wenn sie zurücklaufen, was passiert dann? Leider sind auf den Minensuchern und den sonstigen Geleitbooten die Vorausabteilungen eingeschifft. Alleine das zurücklaufen zur Verteidigung dürfte einige Zeit benötigen, dass Gefecht noch einige mehr.
Mit Verlusten dürfte man, sofern man es überhaupt schaffen würde die Briten zurückzudrängen auch rechen und der Verband dürfte reichlich durcheinander sein.
Ein Eintreffen vor dem Invasionstrand dürfte jetzt schon im Tageslicht stattfinden.. Und dann noch mehr Zeit vergehen lassen um die Vorausabteilungen wieder zu sammeln, was bedeutet, dass jede Überraschung und Deckung durch mangelndes Tageslicht weg ist, oder die Prähme ohne Vorausabteilung landen lassen?
Variante 2 ist für mich kaum vorstellbar. Die Prähme haben einen Tiefgang von 2,3-2,5m. Nach dem Anlanden hätten aus Spurträgern die Entladerampen gebaut werden müssen (unter guten Verhältnissen in 15 Minuten machbar). Unter Feinfeuer kaum vorstellbar oder. Und ein Sturm der eingschifften Infanterie ist auch nicht gut vorstellbar wenn man sieh, dass die wenn sie ausm dem Prahm springen mindestens bis zur Brust im Wasser stehen.
Durch die verstrichene Zeit dürfte (Experten dürfen mich hier gerne berichtigen, ich meine das nur so gelesen zu haben) auch das Wasser langsamer ablaufe, als zu dem geplanten Landungszeitpunkt. Das bedeutet, dass das gesamte schwere Gerät erst viel später an Land gebracht werden könnte, sofern der Prahm bis dahin nicht durch britische Artillerie oder Bomben schon zerschossen ist.
Und dann muss man noch beachten, dass die Deutschen um genügend Truppen für ein weiteres Vorgehen an Land zu bringen über Wochen den Verkehr über den Kanal hätten aufrecht erhalten müssen.
Soweit erst einmal.
Gruß
Dirk
Zitat von: Urs Hessling am 09 Februar 2012, 19:59:44
moin,
Zitat von: Huszar am 09 Februar 2012, 10:23:26
Die Kontra-Fraktion kommt mit Totschlag-Argumenten, difarmiert diverse User und legt die "normale" Grundhaltung (Engländer können alles, die Deutschen nichts) zur Tage.
ich rechne mich zur Kontra-Fraktion und möchte meinen Hauptgrund dafür anführen:
Ich glaube nicht, daß die deutsche Seite in der Lage gewesen wäre, die "Invasionkonvois" überhaupt in geordneter Form über den Kanal zu bringen.
Nicht umsonst haben die Alliierten vor der Landung in der Normandie die amphibische Landung immer wieder geübt (mit "Pech" bei TIGER und "Glück" für die Schnellboote) und konnten zudem auf reichliche Erfahrung aus dem Mittelmeer (Sizilien,Salerno, Anzio) und dem Pazifik (Tarawa) zurückgreifen.
Auf deutscher Seite fehlte (a) diese Erfahrung, (b) die Übungen und meiner Meinung nach auch (c) das querschnittlich vorhandene seemännische Können, hunderte von Fahrzeugen korrekt in Formation und bei Nacht zu führen.
Ein britischer Nachtangriff hätte unter diesen Bedingungen zu einem Chaos (u.a. vielen Kollisionen in den Schleppverbänden) geführt.
Just my 2 cents als ehemaliger Schnellbootskommandant :O/Y
I count myself to be among the "oppos" and this is what I have to say.
I don´t believe that the German side would have been able to get the "invasion convoys" across the channel in good order at all.
Before OVERLORD 1944, the Allies had exercised amphibious landings for months (with bad luck for the LST and good luck for the S-boats in the case of TIGER) and had profound experience from the Med (Sicily, Salerno, Anzio) and the Pacific (Tarawa).
The German Side lacked (a) any such experience, (b) the exercises and , IMO, (c) the across-the-board seafaring ability to drive hundreds of vessels in formation and by night.
A RN´s night attack would have led to total chaos, especially in the towing groups.
Just my 2 cents from a former FPB CO :O/Y
Gruß, Urs
I am sure you are correct. Just consider the time scales involved. Look how long it took the combined planning staffs of the two largest navies in the world (one of which had been carrying out amphibious operations for over 200 years!) to plan Neptune/Overlord, and then ask whether it is reasonable to expect the Kriegsmarine to plan and carry out such an operation in less than three months, especially considering their enormous inferiority in naval resources at the outset.
I'm at the moment trying to work out what might have happened at Landungsabschnitt B, between Dungeness and Folkestone, generously assuming that say 80-90% the barge fleets from Dunkirk and Ostend would have arrived on schedule and launched the attack.
As many contributors here know, it is a bit hard to work out which parts of the British coastal defence were actually in place in Sept. 1940, construction went on for a long time after that.
After a bit of preliminary research my tentative conclusion is that there were at least (going from West to East) 3 x 6in guns at Dungeness East, two at St. Mary's Battery west of Dymchurch, two in the Grand Redoubt (Dymchurch Redoubt), two at Hythe, and two at Folkestone West Battery, all of which could have brought the whole invasion fleet or a sizeable part of it under fire. Indications of type are as usual contradictory but my impression is Mk VII and/or Mk XII, which did not differ that much in performance. In addition, there were two 9.2" railroad guns near Hythe/Folkestone which could have dropped shells along the whole length of the invasion beach (unless the Fallschirmjäger attacked them early on).
So much for the heavy stuff. Ammunition was probably somewhere between 100-200 rpg. However, I noticed that in the Panzerarchiv wargame I referred to earlier it is assumed that the Folkestone and Dungeness guns stay silent after expending their ammo. Would it not be more realistic to assume that the two other batteries in Folkestone that could not be brought to bear would have sent at least part of their ammo to the West battery? In my personal timeline they would fire at a deliberate slow rate for say about two hours, stay silent for two, and then fire for another two.
(I'm just trying here to work out to my own personal satisfaction how events might have unfolded, so there's really no need to comment adversely on every single sentence I write).
Similarly, no ground attack was planned against the Dungeness battery as far as I can see, so there is at least a possibility that at some point they would receive a few truckloads of ammo resupply and would open up again, maybe the next morning, when there still would have been plenty of targets offshore (according to the German plan).
Any relevant thoughts or info?
(to continue with the dramatic events on S-Tag on Landing Beach B)
There would have been no heavy shore bombardment just before the landing, certainly nothing comparable to Normandy or amphibious operations in the Pacific. There were 9 light artillery barges with 1 x 75 mm field gun (French, Belgian, Polish or whatever) plus two AA guns each. Maybe 20 or so other 75 mm guns lashed to wooden platforms on other barges. Also a few 88 mm Flak on ferries. The M35 minesweepers had 2 x 105 mm guns but would need to conserve their limited stock of ammunition (240 rounds per ship IIRC) in case of any threat from the sea.
As noted above the Ju 88 was not yet an effective divebomber in 1940 so silencing the shore batteries would have been a job for the Ju 87; however, there were only some 200-250 available and they would have been VERY busy keeping the RN at bay, supporting the paratroops, preventing British reinforcements from reaching the invasion area, etc., so it's not very realistic to suppose they could launch wave after wave of attacks on the four invasion beaches as well. In any case, other operations in WWII showed that it took an inordinate amount of bombing to silence coastal guns.
Conclusion: apart from one or two lucky hits by German guns or aircraft, possibly, the coastal guns would keep firing until they ran out of ammo or were overrun by German ground forces.
Some interesting views of the invasion beach as it looks today:
http://www.ww2talk.com/forum/united-kingdom/16840-good-beach-german-invasion.html
As far as I can make out, this would have been (more or less) the view from the St. Mary's Bay Battery, which looked like this from the air:
http://www.kenthistoryforum.co.uk/index.php?topic=9207.0
@Knouterer:
Im Panzerarchiv wurde schon die Mühe gemacht. Zweimal :wink:
Nur, um die Beitragszahl zu erhöhen, lohnt es sich nicht, das ganze aufzukäuen. (BTW: es existiert auch ein Zusammenfassungs-Thread für diejenigen, die die Einzelheiten und das Gestreite wenig interessant finden)
Und rate mal, wer diese Simulation gemacht hat. :wink:
BTW: wie es sich herausgestellt hat, konnte die Folkstone West-Batterie nicht in den Landeabschnitt wirken...
mfg
alex
PS: Bite, Bitte, die Edit-unktion benutzen! Ist recht soben zu finden!
Hallo Dirk
1.)
ZitatDas ist nun wieder ein ganz anderes Thema und wenn es geklappt hätte wäre Seelöwe nicht notwendig gewesen.
Das ist mitnichten anderes Thema denn es ging nicht darum das die Lw "alleine" GB besiegt sondern um die Voraussetzungen welche erfüllt sein mußten das die Op.Seelöwe überhaupt starten kann. Und wie diese Voraussetzungen erfüllt werden konnten. Und das MUSS Teil eines alternativen Szenarios sein sonst fehlt ein erheblicher Teil.
2.) Zusatztanks
ZitatBeide sind mit ihrer Last unterm Rumpf lahme Enten und extrem gefährdet gegen feindliche Jägerangriffe. Und wenn die RAF wie es zu erwarten gewesen wäre frühzeitig die Verbände angegriffen hätte, dann hätten die nur die Tanks abwerfen können und damit auch nicht allzuviel Reichweite gewonnen.
Wie jetzt. Die RAF zieht sich, aus den Kämpfen um die Küstengeleite, zurück um sich für Seelöwe "aufzusparen" und jetzt greifen sie wieder "frühzeitig die Verbände" an? Das ist wohl wieder die altbekannte Vermischung; b.) was meinst du wie lange es dauert Zusatztanks abzuwerfen und c.) mit dem Angriff des FC wäre der Zwecke erfüllt - sie zum Kampf zu stellen.
PS: Ich bin im übrigen weder Pro- noch Contra.
Meine Meinung zur Op. ist folgende: Die Voraussetzungen (sprich - u.a. ohne Niederkämpfen des FC bzw. totale Lufthoheit über dem Invasionsraum - keine Landung) hätten erfüllt sein müssen und die gesamte Operation hätte, für das 3.Reich, ohne größere Friktionen ablaufen müssen dann hätte sie ein Erfolg werden können.
@Huszar: na wieviel Grad nach rechts konnten die Geschütze der Folkestone West battery sich denn drehen, wenn ich fragen darf? Vielleicht doch genug om etwa 4000-5000 m vor der Küste von Abschnitt B liegende Schiffe zu treffen? Wenn nicht, wozu gab es dann überhaupt eine FW Battery?
(To continue with S-tag in Landungsabschnitt B)
OK, so I'll try to find out from the Kent History Forum how far to the right exactly the FW battery could reach. Further comments in a somewhat less bitchy tone please.
In the meantime, we can perhaps agree there were some 10-12 6" guns around which together would, at a rough estimate, have fired some 1500 rounds at the invasion vessels in the space of a few hours. How effective would this fire have been?
I remember reading somewhere, though I can't find it now, that the US Coastal Artillery claimed - perhaps a trifle optimistically - that with their 6-inch guns they could, at 6000 yards (or something like that) , sink a destroyer with 10 shots. Not "hits": shots.
The 6" guns had orders to open fire when enemy ships were three miles out, or about 5500 m. At that point the barges would have had maybe another half hour to go before they grounded. The Panzerarchiv discussion assumed one hit in ten, I believe. The batteries at the beachfront probably would have scored rather better, firing at stationary barges right in front of them at 1000 m or so. On the other hand, to be scrupulously fair, the Germans intended to lay some smoke along the beach from aircraft, so let's stay with one in ten, that makes 150 hits.
The PA discussion further assumed (I think) that it would take two hits to sink or disable a barge, one for a motor boat or Küstenmotorsegler, maybe 4 four for an M35. Sounds reasonable. I will assume 60 barges plus 15 other vessels of various types sunk or disabled. Apart from direct hits, there would of course be some damage and casualties from blast and shell fragments, especially among troops wading towards the beach. In total, I think 300-400 casualties from the 6" fire is a very reasonable assumption (knowing that some will violently and nitpickingly disagree), although it could have been far more if a few vessels loaded with ammunition had blown up and/or a few shells had landed into barges packed with troops.
Hallo Knouterer,
zunächst oute ich mich mal als der zweite Part des PA-Planspieles. Das Dokument der Coast Guard hatte ich ins Spiel gebracht. Das ist im Netzt auch irgendwo kostenlos runterzuladen. Darin wurde tatsaächlich gesagt, das man mit einem 6-inch Geschütz in etwa die von Dir angegebene Zahl von Schüssen (nicht Treffer!) braucht um einen Zerstörer zu versenken. Allerdings sind das Angaben unter Idealbedingungen. M.E. wurde u.a. von einem stillliegenden Fahrzeeug ausgegangen und bester Sicht ausgegangen. Nichts desto trotz dürfte die Küstenartillerie einen guten Tribut fordern.
@Stefan:
Irgenwie bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass wir beiden einfach unterschiedliche Sprachen sprechen. :?
ZitatDas ist mitnichten anderes Thema denn es ging nicht darum das die Lw "alleine" GB besiegt sondern um die Voraussetzungen welche erfüllt sein mußten das die Op.Seelöwe überhaupt starten kann. Und wie diese Voraussetzungen erfüllt werden konnten. Und das MUSS Teil eines alternativen Szenarios sein sonst fehlt ein erheblicher Teil.
Angriffe auf Küstenschiffahrt sind nach meinem Verständnis keine vorbereitenden Maßnahmen für Seelöwe, sonder Teil einer Abschnürungsstrategie. In diesem Sinne hatte ich Deinen Post verstanden.
ZitatWie jetzt. Die RAF zieht sich, aus den Kämpfen um die Küstengeleite, zurück um sich für Seelöwe "aufzusparen" und jetzt greifen sie wieder "frühzeitig die Verbände" an? Das ist wohl wieder die altbekannte Vermischung; b.) was meinst du wie lange es dauert Zusatztanks abzuwerfen und c.) mit dem Angriff des FC wäre der Zwecke erfüllt - sie zum Kampf zu stellen.
Ich hatte nicht gesagt, dass sich die RAF aus den Kämpfen um die Küstengeleiten zurückzieht. Ich hatte nur gesagt, dass die Küstengeleite im Kanal nicht unbedingt erforderlich waren. Tatsächlich sind sie ja auch zeitweise eingestellt worden, weil sich die Verluste mit dem Nutzen nicht mehr gedeckt hatten.
Zusatztanks: Es bleibt dabei, dass die Jäger bis sie den Zusatztank abwerfen leichte Opfer sind, und dass nach dem Abwurf der Zusatztank nichts mehr nutzt. Ich schaue aber gerne noch mal genauer in die Ausarbeitung von Osterkamp, ob er nicht sogar auch was zu den Tanks sagt.
Gruß
Dirk
Der Thread läuft unter dem Namen "Seelöwe" - warum sollte ich hier zu einem völlig anderen gearteten Szenario etwas schreiben?
Und wenn man sich unseren Diskussionsgang vergegenwärtigt frag ich mich wie du darauf kommst?
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182502.html#msg182502
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182512.html#msg182512
Es geht letztlich um die Frage wie die Luftwaffe die FC in günstiger taktischer Lage stellen und aufreiben hätte können. Und nmA wäre dabei auch die Bekämpfung der Küstenkonvois ein mögliches Mittel gewesen.
ZitatZusatztanks: Es bleibt dabei, dass die Jäger bis sie den Zusatztank abwerfen leichte Opfer sind, und dass nach dem Abwurf der Zusatztank nichts mehr nutzt. Ich schaue aber gerne noch mal genauer in die Ausarbeitung von Osterkamp, ob er nicht sogar auch was zu den Tanks sagt.
Das heißt letztlich - die Zusatztanks der US-Tagjäger haben nichts gebracht, denn ... .
Hallo,
@Knouterer: ist es wirklich unbedingt nötig, den P-A-Thread nachzuerzählen?
********
Berechnung der USN:
was die sich gedacht haben, und wie sie diese Werte errechnet haben, kann ich pers. nicht nachvollziehen. Wenn wir "shot for effect" nicht mit "Schuss", sondern mit "Treffer" gleichsetzen, sind 6-10 Treffer für einen Zerstörer immernoch zu wenig. Es gibt einige Zerstörer, die nach mehr, als 6-10 Treffern 6" noch nach Hause fahren konnten.
mfg
alex
Einige? Ich waere an den Beispielen interessiert, ausser Lupo (18 Treffer, aber nur 3 Explosionen lt. Regiamarina.net).
Und selbst wenn sie noch nach Hause fahren konnten, waren sie dann noch kampffaehig?
Alles Gute
Andreas
Zitat von: mhorgran am 10 Februar 2012, 16:04:34
Der Thread läuft unter dem Namen "Seelöwe" - warum sollte ich hier zu einem völlig anderen gearteten Szenario etwas schreiben?
Und wenn man sich unseren Diskussionsgang vergegenwärtigt frag ich mich wie du darauf kommst?
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182502.html#msg182502
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182512.html#msg182512
Es geht letztlich um die Frage wie die Luftwaffe die FC in günstiger taktischer Lage stellen und aufreiben hätte können. Und nmA wäre dabei auch die Bekämpfung der Küstenkonvois ein mögliches Mittel gewesen.
ZitatZusatztanks: Es bleibt dabei, dass die Jäger bis sie den Zusatztank abwerfen leichte Opfer sind, und dass nach dem Abwurf der Zusatztank nichts mehr nutzt. Ich schaue aber gerne noch mal genauer in die Ausarbeitung von Osterkamp, ob er nicht sogar auch was zu den Tanks sagt.
Das heißt letztlich - die Zusatztanks der US-Tagjäger haben nichts gebracht, denn ... .
Hallo Stefan,
zunächst wäre ich Dir dankbar, wenn Du deinen Tonfall ein wenig sachlicher gestalten könntest. Bei dem derzeitigen Tonfall habe ich nämlich wenig Lust zu antworten. Aber nun zum Thema:
Welche Küstenkonvois willst Du denn angreifen? Wie bereits gesagt wurden die Kanalkonvois weitgehend eingestellt. Nach meiner Erinnerung liefen die nur sehr günstigen Wetter mal aus. Und Angriffe auf die Ostküstenkonvois bekommst Du wieder nicht geschützt. Ich denke auch nicht mit Zusatztanks, da es für die Briten ein leichtes wäre (wenn sie es nicht sogar so gemacht haben) die Konvois die letzte Strecke nach Süden im Dunkeln laufen zu lassen.
Zusatztanks: Was haben jetzt die US-Jäger hiermit zu tun. Ich glaube nicht das Technik und taktische Situation vergleichbar waren. Ich gestehe Dir ja gerne zu, dass mit Zusatztanks einige Bomberopfer hätten eingespart werden können, aber dafür hätte es wahrscheinlich stärkere Jagfliegerverluste gegeben. Und die Schwachstelle der Luftwaffe in Hinblick auf Seelöwe war die Jagdwaffe, die einfach zu schwach war.
Was mich jetzt aber doch interessiert ist, inwieweit dir Reichweite bzw. die Flugdauer einer mit Zusatztank ausgerüsteten Bf 109 E verlängert wäre, wenn sie z.B. über Dover den Tank abwerfen muss, weil feindliche Jäger auftauchen. Hat da jemand was zu?
Ach so ich habe noch mal einen schnellen Blick in die Ausarbeitung von Osterkamp (BA/MA RL 8/206) geworfen. Zu den Zusatztanks scheint da nichts stehen. Was er nur, sowohl beim engen Begleitschutz, wie auch bei den Jaboeinsätzen bemängelt ist, dass der Gegner die Initiative hat und bis man die zurückgewonnen hat, in der Regel bereits Verluste eingetreten sind.
Und da stellt sich die nächste Frage. Wäre frei Jagd sinnvoll mit Zusatztank durchführbar gewesen? Ich habe keine Ahnung. Entscheident dürfte für die Frage wohl sein inwieweit sich die Dienstgipfelhöhe durch den Zusatztank verringert. Hat vielleicht auch dazu jemand etwas?
Gruß
Dirk
Edit: @ Alex: da steht: "damage tables are a tabulation of the theoretical number of shots required to destroy differnet types of vessels...", also Schuß und nicht Treffer.
Hallo, Andreas,
Tja, Lupo mit ihren 680t Standrad, nach 18 Treffern nicht gesunken, reicht wohl nicht :wink:
Die USN-Damagereports weden dir zB weiterhelfen.
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 10 Februar 2012, 18:38:50
Hallo, Andreas,
Tja, Lupo mit ihren 680t Standrad, nach 18 Treffern nicht gesunken, reicht wohl nicht :wink:
Nicht wirklich, denn auf der anderen Seite...
http://www.regiamarina.net/detail_text.asp?nid=61&lid=1
USN Damage Reports, mal wahllos einen gegriffen - USS Sterrett, 11 Treffer 6" und 4", Guadalcanal, 13 Nov. 42:
ZitatAt 0230, after having been separated from the remainder of the force and with both after guns disabled a bad fire aft and unable to fire the two torpedoes remaining in the starboard nest, STERETT retired at flank speed toward Lengo Channel. Speed was reduced from time to time in order to facilitate extinguishing fires.
35. The ability of this ship to absorb eleven projectile hits and combat severe fires and then retire at a relatively high speed, can be attributed to the advanced state of training and zeal of the damage control personnel and to the ruggedness of modern destroyers. The initial damage, although not vital, could have developed easily into more serious circumstances without prompt and efficient damage control measures.
Wie gesagt, ueberleben schon. Aber kampffaehig? Mir erschliesst sich der Sinn Deines Einwands nicht.
Alles Gute
Andreas
Streiten um des Sreites willen? Die USN hat behauptet mit 6-10 SCHUSS 6" einen Zerstörer VERSENKEN zu können. Ob der betreffende Zerstörer nach x TREFFERN kampffähig ist, nach Hause fahren kann ist Wurscht. Denn die Aussage der USN, sie könnten den Betreffenden Zerstörer mit weit weniger SCHUSS VERSENKEN ist schon wiederlegt!
****************
Und ein Post, an dem ich heute gearbeitet habe:
Hallo, allerseits,
Einen Sinn macht es nicht, gegen den Wind zu pinkeln, und einige Fehler der Kontra-Fraktion aufzuzeigen (oder sie zumindest zu bitten, nicht so tendenziös zu sein), trotzdem versuche ist es, zum letzten Mal. Egal, was ich schreibe, nachdenken wird man darüber nicht, denn das würde bedeuten, die englischen Übermenschen wären nicht so superdoll.
1, Minenfelder:
Neben der tatsächlich geworfenen Sperre SW 3 und einigen Küstensperren sollten ja die C-Sperren geworfen werden – und zwar direkt auf dem Weg, auf dem der theoretische englische kommen würde. Es ist einfach nur Tendenziös zu behaupten, die Engländer könnten
A, das verlegen aller dieser Sperren an sich verhindern
B, insofern sie geworfen werden, sofort räumen (ohne nennenswerten Verlsuten)
C, auch wenn sie geworfen und nicht sofort beseitigt werden, ist sie wegen der geringen Dichte sowieso nutzlos, und lösen sich sowieso selbst auf.
Gleichzeitig können die Engländer allerdings selbst kurzfristig Sperren auf den dt. Auslaufwegen werfen, die nicht beseitigt werden können, und hochgradig effektiv sind.
Damit habe ich – neben den ,,üblichen" Double Standards" – nur einige geringe Probleme. WENN die Engländer all das (Punkt A-C) machen konnten, wie kann man sich all die Verluste im 2wk durch Minen erklären? Teilweise direkt vor der Haustür?
Zufall? Pech? Oder waren die Engländer doch nicht so doll bei der Entdeckung und Beseitigung diverser Minensperren?
Wie viele Minenunternehmungen konnten die Engländer in den ersten Kriegsjahren überhaupt verhindern? Einen? Wie viele Minensperren haben sie entdeckt, ohne dass vorher irgendetwas auf diesen in die Luft geflogen ist?
Insofern müsste die Frage lauten, wann die Existenz der Minenfelder erkannt wird, und – noch wichtiger – was auf diesen sinkt.
Ich bin nicht Tendenziös, male also kein Horrorscenario, die schlimmste aller Möglichkeiten an die Wand, aber nur mal sehen, was so international möglich wäre.
Vernichtung Force K, Untergang Z35&Co, Untergang T22&Co, Vernichtung DesDiv 15 (IJN), Untergang der dt. Minenschiffe vor Öland, das ,,kleine Missgeschick" der Baltenflotte Ende August 1941, um nur schnell einige zu nennen.
Könnt ihr euch vorstellen, zu was für eine Katastrophe es führen würde, wenn 20-25 Schiffe in ein unaufgeklärtes/ungeräumtes Minenfeld gejagt würden?
Die Engländer würden es natürlich nicht machen, weil, siehe Punkte A-C. Da Punkt A-C geltung hat, verlieren sie kein einziges Schiff, können deshalb die dt. Transportflotte versenken/es zum Umdrehen zwingen. Schön logisch aufgebaut, nicht? *zwinker*
Ich behaupte nicht, dass die Minenfelder mit letzter Sicherheit geworfen worden wären, diese nicht geräumt worden wären, und tatsächlich etwas auf diesen gesunken wäre, aber eine gänzlich Verneinung dieser Sperren ist mehr als tendeziös, und unrealistisch, und hat nur einen einzigen Sinn: zu belegen, die Landungsflotten könnten ohne Probleme versenkt/zum Umdrehen gezwungen werden!
Wenn wir davon ausgehen, dass zumindest Teile der Minensperren vorhanden sind – SW 3 war auf jeden Fall vorhanden, nicht geräumt, und liegt bei gewissen Kursen im Weg – können wir auch nicht zwingend davon ausgehen, dass die RN ohne Verluste durchkommt. Ob die Flotillen stur weitermarschieren, wenn einige von ihnen in die Luft fliegen, oder bewegungslos liegen bleiben...?
Und erneut: ich behaupte nicht, dass die komplette RN (oder zumindest die Sheerness/Harwich-Gruppen) zwingend auf diese Minenfelder läuft, und ausnahmslos sinkt! (nur um sicher zu gehen, dass mir keine Worte in den Mund gelegt werden)
Was ich allerdings behaupte:
Die eventuelle Existenz dieser Minenfelder kann NICHT nur deshalb verneint werden, damit die RN die Landungsflotten vernichten kann, und es kann nicht objektiv ausgeschlossen werden, dass
I, diese Minenfelder vorhanden sind
II, zumindest ein Teil der Sheerness/Harwich-Gruppen auf diese Minenfelder läuft
III, durch den Untergang/Beschädigung einiger Schiffe der so herbeigesehnet Erfolg gegen die Landungsflotten entweder komplett ausfällt, oder in der Wirkung stark herabgesetzt wird.
Sprich: die absolute und unumstössliche Gewissheit, die Landungsflotten könnten komplett versenkt/abgedrängt werden, ist schon lediglich durch diese Minenfelder in Frage gestellt.
In wie weit die U- und S-Boote auf den Anmarschwegen die RN-Flotillen amortisieren könnten, wiegt eher weniger, obwohl auch damit gerechnet werden müsste.
2, Rechtzeitige Aufklärung der Landungsflotten
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,2464.15.html
Peter war damals so nett, hier die Auslaufdaten der einzelnen Flotten einzustellen.
Bis auf Rotterdam und Antwerpen (also die Frachter-Häfen), kommt bis zum Tag S-1 kaum Bewegung in die Sache (Abschnitt E eindeutig nicht gerechnet!). Bei Rotterdam und Antwerpen nehme ich an, bei jeder Flut/Ebbe geht ca. 16-20% der Schiffe aus dem Hafen, sprich etwa 8-10. Die Bewegungen am Tag S-4 und S-3 könnten – falls überhaupt entdeckt – durchaus als ,,normale" Verlegungen gewertet werden. Die Zahl der bewegten Schiffe ist im Verlgeich mit der Hafenbelegung noch zu gering. In den anderen Häfen gibt es zu dieser Zeit Null Bewegung.
Erst am Abend Tag S-2 sollten die Frachter komplett aus dem Hafen sein. Bei Rotterdam gibts wirklich keine unbedingt viele Möglichkeiten, als vor Hoek van Holland rumzusitzen, bei Antwerpen schon (u.a. Vlissingen). Da allerdings die Entfernung zwischen Hafen Antwerpen und Versammlungsraum in ca. 9 Stunden zurückzulegen ist, und der Geleitzug erst um S-11 Stunden dort versammelt sein soll, ist es möglich, dass die Schiffe erst am S-1 Tag die Schelde befahren sollen.
Wie dem auch sei, in den anderen Häfen wäre eine Bewegung erst am S-1 Tag sichtbar (Oostende S-22 Stunden, also ca. 8:00 morgens, Dunkerque ca. S-18, also 12:00, Calais 10:00 morgens), erst zu diesem Zeitpunkt wäre eine unmittelbare Landung zu befürchten – und wo diese Landung erfolgt, ist weiterhin nicht bekannt! Suffolk liegt näher an diesen Häfen, als Kent, und die Engländer gingen sehr, sehr lange von einer Landung in Suffolk aus, und bis zuletzt haben sie eine solche nicht ausgeschlossen. Wohin die Landungsflotte fahren wird, ist erst dann ansatzweise sicher, wenn sie sich in Bewegung setzt. Erst dann können die engl. Zerstörer auf diese angesetzt werden! Es ist schlicht und einfach nicht egal, ob du die Schiffe vor Dunkerque, oder in der Themse-Mündung suchen sollst!
Ein weitere Unsicherheitsfaktor für den Landungsort wäre das Ablenkungsmanöver in der Nordsee. Dieser würde eher auf Suffolk hinweisen, als auf Kent.
Ob jetzt die Engländer tatsächlich in der Lage sind, tagsüber alle Absprungshäfen (die teilweise direkt neben Jägerplätzen liegen!) zu beobachten, die Bewegungen auch zu erkennen (wie oft ist es vorgekommen, dass trotz Überflug eine gegnerische Flotte NICHT erkannt wurde? *zwinker*), ist eine legitime.
Diese Erkennung als eine zwingend erfolgende Gegebenheit darzustellen, ist ebenso übertrieben, wie die absolute Verneinung einer Erkennung!
Es ist durchaus möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, dass am S-1 Tag irgendwann das Auslaufen tatsächlich erkannt wird.
Was nützt das den Engländern, wenn nicht bekannt ist, wohin die fahren werden, und somit sie zu einem gewissen Zeitpunkt sein werden (=Abfangen)? Nicht unbedingt viel. Entweder werden die Sheerness/Harwich-Zerstörer auf verschiedenste Suchkurse geschickt, und ein Teil verfehlt die Landungsflotte somit, oder man wartet, bis der Kurs ansatzweise bekannt ist.
12:00 für Rotterdam
16:00 für Oostende
19:00 für Antwerpen
20:00 für Boulogne
20:30 für Dunkerque
21:30 für Calais
Sonnenuntergang in der Gegend und zu diesem Zeitpunkt ist ca. um 18:00, Mondaufgang ca. 22:00. Viel Glück!
Weshalb trotz all dieser möglichen Ungewissheiten einige felsenfest davon überzeugt sind, dass die RAF das Auslaufen – und wesentlich wichtiger, den gesetzten Kurs! – zwangsläufig zeitgerecht entdecken, und die Zerstörer auf die richtige Fährte schicken können, kann ich weiterhin nicht verstehen.
Es ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, aber sicher?
3, Über die Unzuverlässigkeit der Bunten Listen, und deren grosszügige Auslegung habe ich mich schon ausgelassen, und habe nicht die mindeste Lust, es erneut zu machen.
Ok, nehmen wir mal an, sie verkündet die Letzte Und Absolut Unumstössliche Wahrheit, besser, als die Bibel es in den USA macht, und nehmen wir die dortigen Zahlen und Schiffe.
Ebenfalls angenommen, die Sheerness/Harwich-Flotten können zusammen und geschlossen auf die Geleitzüge angesetzt werden (rechtzeitige Erkennung der Farhtrichtung) und erleiden keine Verluste auf dem Weg zum Abfangpunkt (Minen, U-Boote, S-Boote). Aus welchem Grund und wie könnten sie 5 Geleitzüge und Schleppverbände angreifen, und genügend viele Einheiten versenken, um die Landung schon im Ansatz scheitern zu lassen? Woher kommt diese unumstössliche Gewissheit? Nur weil die Zahl von 60 Zerstörern immer und immer wieder wiederholt wird, ist es immernoch kein gutes Argument, wenn es dahinter keine Zahlen gibt, keine Vergleiche, die diese unumstössliche Gewissheit zumindest einigermassen erhellen. (davon erst gar nicht zu sprechen, dass es keine 60 Zerstörer für den ersten Schlag gegeben hätte...)
Dann sehen wir mal. Wie viel der Frachter müsste auf ,,offener" See versenkt werden, damit der Geleitzug zumindest am ersten Tag nicht den Strand erreicht? Die Hälfte? Zwei Drittel? Drei Viertel?
Aus dem ersten Geleitzug nach Kreta (16 Boote) wurden 10 versenkt, bei einer Aufwendung von 1900 Schuss 6" und ca. 1400 Schuss 5,25". Wie viel Zerstörerkaliber verschossen wurde, geht aus naval-history.net-Zitat leider nicht hervor. Mindestens 190 Schuss 6" und zusätzlich 140 Schuss 5,25" für einen kleinen Kocher ist nicht wirklich berauschend.
Bei Seelöwe hätten die beiden Kreuzer (Galatea und Aurora) zusammen 12 Rohre 6", mit etwa 2400 Schuss. Für wie viele Frachter würde das reichen bei ca. 250 Schuss/Frachter? 9? Dazu sagen wir mal 15 Zerstörer mit jeweils 4*12cm und ca. 150 Schuss, und 300 Schuss/Frachter = weitere 30 abgesoffene Frachter. Torpedos haben wir ca. 70-80 Stück, bei 10-15% Trefferchancen 7-12 T-Treffer auf wahrscheinlich 4-8 Frachtern.
Ok, bei Aufbietung der kopletten Sheerness/Harwich-Flotte (vorausgesetzt, der Geleitzug kann gefunden werden, ohne das man vorher auf ein Minenfeld läuft) kann theoretisch und optimistisch gerechneteine der Flotten versenkt werden (und die RN läuft ohne einen einzigen Schuss Mun nach Hause). Aus deren 5!
Wir sind dann immernoch weit, weit, seeeeehr weit davon entfernt, dass die RN alleine, in der ersten Nacht die Landung hätte abwehren können!
Bei ca. 115 Frachtern im Westen, und den obrigen Relationen dürften die Kreuzer höchstens 102 Schuss auf einen Frachter vergeuden, die Zerstörer 123 Schuss, und bei den Torpedos müsste man 36,6% Treffer erzielen. Ein ganz klein wenig unrealistisch. Oder würden insgesamt ca. 40% Verluste reichen, damit die Geleitzüge nicht weiterlaufen? (und wenn ja, was würden die denn machen?!?) Die drei Schleppzüge können allerdings auch so den Strand erreichen... Auch die mitgerechnet, hast du gerade mal Mückenstiche verabreicht.
Deas weiteren wird mM ziemlich oft von den heutigen Möglichkeiten ausgegangen. Stellt euch vor, vor 70 Jahren hatte nicht jeder ein Handy, und Internet gabs auch noch nicht! Zwinker
Interessant noch die TA-Geleitzüge in den Philippinen:
http://www.combinedfleet.com/taops1.htm
http://www.combinedfleet.com/taops2.htm
http://www.combinedfleet.com/taops3.htm
Insgesamt kann ich die Gewissheit, die RN hätte die Landungsflotten in der ersten Nacht vertreiben können, weder teilen, noch verstehen.
(bitte nicht die Town-Kreuzer ins Spiel bringen! Die sassen oben in Hull, und haben lediglich von der Entfernung her keine Chance, die Landungsflotten abzufangen.)
4, BoB und Zustand des FC im September
In der realen Zaitschiene wurde die Schlacht über England zugegebener Massen ziemlich lasch geführt, ohne wirkliche Zielsetzung, und Energie. Trotzdem war das FC Anfang September in einem ziemlich schlimmen Zustand, ich wage mich an eine Aussage von der Insel zu erinnern, wenn die Schlacht mit der Intensität von Ende August/Anfang September noch für zwei Wochen weitergeführt wird, wird es mehr Jäger geben, als Piloten, die diese Maschinen fliegen können.
Und nein, in der realen Zeitschiene hatte die LW keine Chance, die FC in den nächsten paar Tagen/einer Woche nach Norden abzudrängen.
Das bedeutet allerdings NICHT, dass die LW grundsätzlich nicht in der Lage gewesen wäre, die FC abzudrängen!
Zusatztanks: komischer Weise wurden ab den späten E alle 109er mit solchen ausgerüstet...
Unterm Strich würde ich nicht mit allerletzter Gewissheit behaupten, Seelöwe wäre zwangsläufig erfolgreich gewesen, das Gegenteil kann allerdings auch nicht behauptet werden!
Beide Seiten würden viel Glück benötigen, und es wäre für keine Seite einfach. Ob, wann und wie Seelöwe erfolgreich gewesen wäre, ist kaum mit Sicherheit zu bestimmen. Wenn es nur nach Zahlen gehen würde, wäre der Krieg schon im September 1939 zu Ende sein sollen, Frankreich wäre nicht gefallen, Kreta wäre bis zu Kriegsende in englsicher Hand geblieben, wäre Lybien im Februar 1941 gefallen, usw, usw...
Sorry, der Beitrag wurde etwas lang, ich hoffe, dass ein Tag Arbeit nicht völlig um Sonst war. Lust verspüre ich nach all der Streiterei wirklich nicht, weiterzumachen (komisch, ALLE Seelöwethreads enden so. Jemand/alle haben keine Lust mehr, gegen den Wind zu pinkeln...)
Mfg
alex
ZitatZusatztanks: Was haben jetzt die US-Jäger hiermit zu tun. Ich glaube nicht das Technik und taktische Situation vergleichbar waren. Ich gestehe Dir ja gerne zu, dass mit Zusatztanks einige Bomberopfer hätten eingespart werden können, aber dafür hätte es wahrscheinlich stärkere Jagfliegerverluste gegeben. Und die Schwachstelle der Luftwaffe in Hinblick auf Seelöwe war die Jagdwaffe, die einfach zu schwach war.
Was mich jetzt aber doch interessiert ist, inwieweit dir Reichweite bzw. die Flugdauer einer mit Zusatztank ausgerüsteten Bf 109 E verlängert wäre, wenn sie z.B. über Dover den Tank abwerfen muss, weil feindliche Jäger auftauchen. Hat da jemand was zu?
Ach so ich habe noch mal einen schnellen Blick in die Ausarbeitung von Osterkamp (BA/MA RL 8/206) geworfen. Zu den Zusatztanks scheint da nichts stehen. Was er nur, sowohl beim engen Begleitschutz, wie auch bei den Jaboeinsätzen bemängelt ist, dass der Gegner die Initiative hat und bis man die zurückgewonnen hat, in der Regel bereits Verluste eingetreten sind.
Und da stellt sich die nächste Frage. Wäre frei Jagd sinnvoll mit Zusatztank durchführbar gewesen? Ich habe keine Ahnung. Entscheident dürfte für die Frage wohl sein inwieweit sich die Dienstgipfelhöhe durch den Zusatztank verringert. Hat vielleicht auch dazu jemand etwas?
Ich erkläre es jetzt nochmal, aber ich Frage mich wirklich, warum das technisch so schwer zu verstehen ist.
Die Technik von Abwurftanks und Zusatztanks sind
die gleichen bei allen Luftwaffen, deshalb ist der Vergleich mit den amerikanischen Jägern durchaus Sinnvoll und auch erlaubt
(absolut gleiche Technik). Ein Zusatz-/Abwurftank wird an einem Aussenschloß angebracht genauso wie eine Bombe und kann in Sekunden abgeworfen werden (erprobt in Spanien mit He51)! Bei der Me 109E wurde der Zusatz/Abwurftank unter dem Rumpf an einem Aussenschloß angebracht und faßte bis zu 300l. Bei der FW 190 A konnte man 2 an den Flügeln anbringen oder einen unter dem Rumpf.
Inwieweit man den Zusatz/Abwurftank befüllt hängt einzig und alleine von der Mission ab. Hier wäre es Sinnvoll den Zusatz/Abwurftank genau mit der Menge Sprit zu befüllen die nötig sind zum Warmlaufen des Motors, starten, Steigflug auf Einsatzhöhe und erreichen der englischen Kanalküste, in dem Augenblick wird er per Knopfdruck
entsorgt. Damit hätte die Me 109 entscheidend mehr Einsatzzeit über Südengland gehabt.
Alle deine anderen Ausführungen über Jabos oder Verluste von Jägern sind
falsch, weil der Tank auf alle Fälle abgeworfen wird!
Natürlich kann man jede Art von Jagd mit einem Zusatz/Abwurftank durchführen, weil er bei Feindkontakt nicht mehr am Flugzeug ist, das impliziert schon das Wort Abwurftank im englischen drop tank! Die Dienstgipfelhöhe mit 2 x 300l bei der FW 190 A3 hat sich um 450m verringert, das bedeuted bei der Me 109E vielleicht 250m, also absolut nicht der Rede Wert!
Ansonsten versteghe ich wirklich nicht was an dem Thema so schwer zu verstehen ist und warum auch noch behauptet wird die USAAF Jäger hätten eine andere Technik! Manchmal habe ich hier echt das Gefühl der Voreingenommenheit!
@ Huszar:
Hallo Alex,
Du gehst bei Deinen Annahmen immer nur vom Auslaufen der Invasionsflotte aus, berücksichtigst aber nicht das Einschiffen. Spätestens da wäre der britische Geheimdienst schon informiert worden durch die Agenten unter den Hafenarbeitern usw. Unabhängig davon wäre es wahrscheinlich auch noch durch die Luftaufklärung entdeckt worden.
Weiterhin wird hier in der ganzen Diskussion das Ausmaß von Verrat, vor allem im Amt Ausland/Abwehr völlig außer acht gelassen. Canaris-Intimus Oster hat bekanntlich mit zumindest stillschweigender Duldung seines Chefs sowohl "Weserübung" (und möglicherweise damit den Verlust der Blücher verursacht) als auch den Westfeldzug an den Feind verraten (zum einen höchstselbst, zum anderen auch über den zur Abwehr eingezogenen Josef Müller (erster CSU-Chef nach dem Kriege) und dessen vatikanische Verbindungen).
Merkwürdig auch, daß die Besatzung der IV. NJG 3, die am 9. Mai 1943 mit ihrer Ju 88 C-6/R-1 mit dem neuesten Lichtenstein-Bordradar zum Feind überlief (und damit nicht unwesentlich zur Katastrophe von »Operation Gomorrha« beigetragen hat), im Mai 1941 schon mal (damals als Bomberbesatzung) in England gelandet - und von dort wieder gestartet (!) ist, nachdem man ein Paket abgeliefert hatte (über den Inhalt desselben wird uns die britische Regierung niemals unterrichten - war vor einigen Monaten in Flugzeug Classic [Nr. 3/2010, S. 17/18] geschildert worden; ich habe aus den von Dir geschilderten Gründen wenig Lust, jetzt die genaue Fundstelle herauszusuchen, da ich mir schon denken kann, was jetzt hier wieder für Reaktionen von diversen selbsternannten »Fremdschämern« kommen werden).
Es gibt für die Geheimhaltung militärischer Operationen, noch dazu, wenn sie von einer Position absoluter maritimer Unterlegenheit bei einem historisch beispiellosen Unternehmen, das innerhalb weniger Monate improvisiert werden mußte, wohl nichts Verheerenderes als wenn auch noch die Spitze des eigenen Militärgeheimdienstes für den Feind arbeitet.
Das soll's von mir zu diesem Thema gewesen sein.
EDIT: Quelle ergänzt und Datum der Landung des Flugzeuges in England korrigiert
moin,alex,
Zitat von: Huszar am 10 Februar 2012, 19:02:29
Einen Sinn macht es nicht, ... einige Fehler der Kontra-Fraktion aufzuzeigen (...), trotzdem versuche ist es, zum letzten Mal. ... alex
dann sag doch bitte einmal Deine Meinung auch zu meinem Beitrag ... grob gesagt, daß es gar nicht zu einer geordneten Konvoifahrt kommt (vielleicht nicht einmal zu einer geordneten Konvoibildung) ... :|
Gruß, Urs
Servus,
2 Fragen hätte ich, deren Beantwortung spannend wäre:
1. Jagdbomber bzw. Zusatztanks? Ihr meint nicht die Bf 109 damit, oder?
2. "Was zur ... ist ein "Fremdschämer"?
Zitat von: Spee am 10 Februar 2012, 21:55:05
2. "Was zur ... ist ein "Fremdschämer"?
Ein »Fremdschämer« ist ein politisch überkorrekter Zeitgenosse, der sein angepaßtes systemkonformes Gutmenschentum dadurch in vorauseilendem Gehorsam unter Beweis zu stellen versucht, daß er sich sozusagen stellvertretend für Äußerungen politisch unkorrekter Zeitgenossen (vulgo: »Schlechtmenschen«) glaubt
»schämen« und diesem Gefühl dann mehr oder weniger wortreich und vernehmlich öffentlichen Ausdruck verleihen zu müssen. Bei anhaltendem, mit dem nötigen Eifer und der nötigen Ausdauer praktiziertem öffentlich wahrnehmbarem Fremdschämen kann nicht ausgeschlossen werden, daß selbiges gegebenenfalls bei entsprechender Häufigkeit und öffentlicher Wahrnehmbarkeit zu Belobigungen hinsichtlich des
zivilgesellschaftlichen Engagements durch andere Fremdschämer, bzw. bei ganz besonders verdienstvollen Fremdschämern womöglich bis hin zur Verleihung von Preisen und Auszeichnungen führen kann.
Ganz böse Zungen behaupten allerdings, daß Fremdschämer nach einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel in der Vergangenheit von böswilligen Zeitgenossen im nachhinein mitunter sogar schon als »Mitläufer« diffamiert worden sein sollen, eine Einschätzung der wir uns allerdings gegenwärtig keineswegs anschließen wollen und können.
:-D :-D Wie putzig! Brillant!
Danke für die schnelle Erklärung.
Zitat von: Huszar am 10 Februar 2012, 19:02:29
Streiten um des Sreites willen? Die USN hat behauptet mit 6-10 SCHUSS 6" einen Zerstörer VERSENKEN zu können. Ob der betreffende Zerstörer nach x TREFFERN kampffähig ist, nach Hause fahren kann ist Wurscht. Denn die Aussage der USN, sie könnten den Betreffenden Zerstörer mit weit weniger SCHUSS VERSENKEN ist schon wiederlegt!
Ich streite mich doch gar nicht? Aber ein bisschen nachfragen, und darauf hinweisen das von brit. Seite in diesem Fall der Unterschied zwischen 'versenkt' und 'fuer drei Monate ausser Gefecht wg. massiver Schaeden' irrelevant ist wird man doch noch duerfen?
Also schoen, die USN lag falsch, die Zerstoerer mit 6-10 Schuessen 6" garantiert zu versenken. Wie sieht es denn mit 'garantiert sehr schwer beschaedigen' aus? Und darauf kommt es doch an?
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Spee am 10 Februar 2012, 22:30:50
:-D :-D Wie putzig! Brillant!
Danke für die schnelle Erklärung.
das Fremdschämen (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15972.msg179568.html#msg179568)
Ach, das war schonmal Thema im "Malta-Thread"?! Den habe ich nicht mehr gelesen, da mir spätestens mit Onkel Adolfs 1941 geplantem antibolschewistischen Schutzwall das Interesse via Porzellan aus der Hose fuhr. Leider verkrüppelt dieser Thread hier in ähnlicher Art und Weise. Man wird das Gefühl nicht los, daß hier zielgerichtet gesucht und geforscht wird, was m.E. der absolut falsche Weg ist. Wie gesagt, schade drum.
@ Spee
Zitat2 Fragen hätte ich, deren Beantwortung spannend wäre:
Zusatztanks? Ihr meint nicht die Bf 109 damit, oder?
http://www.adlertag.de/flugzeuge/bf109e.htm#Bf%20109%20E-8:
http://www.adlertag.de/flugzeuge/bf109e.htm#Bf%20109%20E-3:
Was ist daran so lustig? Es geht um einen Jäger mit erhöhter Reichweite.
Wie du an den Links siehst gab es einen 300l Abwurftank ab Bf 109 E7/8 und ein Bomben-/Abwurfschloß ab Bf 109 E3 (daran wird der Abwurftank befestigt).
Moin Moin,
@Alex:
ZitatStreiten um des Sreites willen?
Ja ich weiß ja, dass Du gerne streitest. Deshalb habe ich bisher auch kaum auf Diene Posts hier geantwortet. Aber was solls, jetzt tue ich das mal...
ZitatDie USN hat behauptet mit 6-10 SCHUSS 6" einen Zerstörer VERSENKEN zu können. Ob der betreffende Zerstörer nach x TREFFERN kampffähig ist, nach Hause fahren kann ist Wurscht. Denn die Aussage der USN, sie könnten den Betreffenden Zerstörer mit weit weniger SCHUSS VERSENKEN ist schon wiederlegt!
Die USN spricht von "to destroy", ob das mit versenken gleichzusetzen ist kann ich zumindest nicht mit sicherheit sagen.
Zitat1, Minenfelder:
Neben der tatsächlich geworfenen Sperre SW 3 und einigen Küstensperren sollten ja die C-Sperren geworfen werden – und zwar direkt auf dem Weg, auf dem der theoretische englische kommen würde. Es ist einfach nur Tendenziös zu behaupten, die Engländer könnten
A, das verlegen aller dieser Sperren an sich verhindern
B, insofern sie geworfen werden, sofort räumen (ohne nennenswerten Verlsuten)
C, auch wenn sie geworfen und nicht sofort beseitigt werden, ist sie wegen der geringen Dichte sowieso nutzlos, und lösen sich sowieso selbst auf.
Gleichzeitig können die Engländer allerdings selbst kurzfristig Sperren auf den dt. Auslaufwegen werfen, die nicht beseitigt werden können, und hochgradig effektiv sind.
Die C-Sperre (C S erst einmal außen vor gelassen) hätten deutlich ostwärts des East Goodwin Lightships begonnen. Die "sicheren Wege" und der "Secret Cannel" östlich der Goodwins wären durch diese Sperren nicht tangiert worden. Insofern wäre ein Transfer von Sheerness/Harwich entlang dieser Wege durch die C 1ff Sperren nicht behindert worden. Diese Sperren hätten höchstens ein Anfangen der Transporter_Konvois aus Rotterdam und Antwerpen verhindern bzw. erschweren können. Wenn man von einer Breite der Zerstörer von 10m ausgeht, dann würden nach der bei Cowie: Mines Minerlayers and Minelaying angegebenen Formel bei einen Auftreffen der Zerstörer im 90° Winkel ca. 76% der Zerstörer ohne Beschädigung durch die Sperre kommen. Zu einer Analyse bei anderen Auftreffwinkeln hat mir bisher die Zeit gefehlt. Vielleicht kann das ja auch jemand nachholen.
Nächster Punkt ist das Wetter. Können die Sperren überhaupt gelegt werden? Gut die Schiffe des Führers der Minenschiffe scheinen nach Kurzleben/Brennecke in der Lage gewesen zu sein auch bei schwerer See Minen zu werfen. Aber die Zerstörer etc. waren es nicht. Und da ist dann auch die Frage, ob die Minenschiffe bei Wetter wo sie nicht durch T-Boote oder Zerstörer hätten gesichert werden können überhaupt zum Minenwerfen rausgeschickt worden wären... Ich meine, dass bei dem vorherschend schlechten Wetter vor dem hier ja angedachten S-Tag Ende September, die Sperren nicht hätten vollständig ausgeworfen werden können (Habe das Thema aber noch nicht abschließend untersucht)
Was die C S Sperre anbetrifft, so hätte statt wie geplant an 9 aufeinander folgenden Tagen die 2. S-Flotille diese Sperre lediglich (bei S-Tag 24.09.1940) am 22.09.1940 werfen können. Bei der Einsatzbereitschaft der S-Boote, hätte dieser Sperre wohl nicht viel bewegt. Über die Wirksamkeit eventueller Luftminensperren bin ich mir noch nicht ganz sicher aber Du (Alex) hast mir gegenüber ja mal geschrieben, dass die wohl nicht sehr wirksam gewesen wären
ZitatDamit habe ich – neben den ,,üblichen" Double Standards" – nur einige geringe Probleme. WENN die Engländer all das (Punkt A-C) machen konnten, wie kann man sich all die Verluste im 2wk durch Minen erklären? Teilweise direkt vor der Haustür?
Zufall? Pech? Oder waren die Engländer doch nicht so doll bei der Entdeckung und Beseitigung diverser Minensperren?
Ab September 1940 sind m.E. erhöhte Verluste durch Luftminen mit Akkustik-Zündern entstanden, für die die Briten noch keine Räummittel hatten. Wenn man sich die Weekly Resumes der COS anschaut scheint es jedoch so, als wenn schnell laufende Zerstörer diese Minen in der Regel in sicherer Entfernung zur Zündung brachten.
ZitatIch behaupte nicht, dass die Minenfelder mit letzter Sicherheit geworfen worden wären, diese nicht geräumt worden wären, und tatsächlich etwas auf diesen gesunken wäre, aber eine gänzlich Verneinung dieser Sperren ist mehr als tendeziös, und unrealistisch, und hat nur einen einzigen Sinn: zu belegen, die Landungsflotten könnten ohne Probleme versenkt/zum Umdrehen gezwungen werden!
So etwas sagt hier doch keiner...
ZitatSprich: die absolute und unumstössliche Gewissheit, die Landungsflotten könnten komplett versenkt/abgedrängt werden, ist schon lediglich durch diese Minenfelder in Frage gestellt.
Das behauptet erst recht keiner und das ist doch auch gar nicht nötig um die Invasion scheitern zu lassen.
Zitat2, Rechtzeitige Aufklärung der Landungsflotten
Ich habe Deinen Beitrag jetzt hierzu jetzt nicht vollständig durchgelesen, bitte verzeih. Aber es gab tägliche Patrouillen des Coastal Command (Summaries habe ich vorliegen), die ein recht gutes Bild über die Verteilung des dt. Schiffsraumes ergaben. Ferner sind in den Daily Summaries des Air Ministry War Room sehr aufschlussreiche Intelicence Reports über die dt. Luftwaffe enthalten, die nicht nur detailiert angeben welche Einheiten am betreffenden Tag angegriffen haben, sondern sogar Angaben über Training in Ostpreussen etc. enthalten! Da scheint Ultra gute Informationen gegeben haben.
ZitatOb jetzt die Engländer tatsächlich in der Lage sind, tagsüber alle Absprungshäfen (die teilweise direkt neben Jägerplätzen liegen!) zu beobachten, die Bewegungen auch zu erkennen (wie oft ist es vorgekommen, dass trotz Überflug eine gegnerische Flotte NICHT erkannt wurde? *zwinker*), ist eine legitime.
Frag mich nach drei Tagen im betreffenden Zeitraum und ich gebe Dir die Antwort, was sie Aufgeklärt haben.
ZitatWas nützt das den Engländern, wenn nicht bekannt ist, wohin die fahren werden, und somit sie zu einem gewissen Zeitpunkt sein werden (=Abfangen)? Nicht unbedingt viel. Entweder werden die Sheerness/Harwich-Zerstörer auf verschiedenste Suchkurse geschickt, und ein Teil verfehlt die Landungsflotte somit, oder man wartet, bis der Kurs ansatzweise bekannt ist.
Nachdem die Masse der Prähme im Kanal-Bereich angekommen waren, war den Briten die wahrscheinliche Stoßrichtung einer Invasion schon bekannt. Wie aus einem frühen Post von mir hier ersichtlich ist waren die Briten sich sicher, dass sie selbst wenn sie die Invasionsflotte nicht mit dem CHL-Radar entdeckt hätten, diese mit den Patrouillen auf See (sorry ich bin mirt nicht mehr anz sicher) einige Seemeilen vor der Küste hätten entdecken können. Das dürfte nach meiner damaligen Einschätzung ca. gegen S-4 Stunden gewesen sein, was bedeutet, dass Zerstörer, die in Sheerness in Bereitschaft gehalten wurden (Bereitschaften unter 1/2 Stunde zum Auslaufen waren damals in den gefährderten Nächten absolut üblich), die Transportflotte B vor Morgendämmerung erreicht hätten. Auch wenn man annimmt, dass die Schiffe aus Sheernes/Harwich weshalnb auch immer es nicht geschafft hätten, wären zumindest die gesamten Schiffe aus Dover zur Stelle. Zugegeben, diese Verbände hätten die Invasionsflotte nicht vernichten können, aber zumindst für so viel Unordnung sorgen können, dass das Unternehmen gefährdet wäre (vgl. Dieppe-Raid).
ZitatWeshalb trotz all dieser möglichen Ungewissheiten einige felsenfest davon überzeugt sind, dass die RAF das Auslaufen – und wesentlich wichtiger, den gesetzten Kurs! – zwangsläufig zeitgerecht entdecken, und die Zerstörer auf die richtige Fährte schicken können, kann ich weiterhin nicht verstehen.
Es ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, aber sicher?
Wie gesagt es gab auch noch CHL, Vorpostenboote, Ultra, Spione, ASV Radar auf Flugzeugen und Uboote vor den Häfen-
Zitat3, Über die Unzuverlässigkeit der Bunten Listen, und deren grosszügige Auslegung habe ich mich schon ausgelassen, und habe nicht die mindeste Lust, es erneut zu machen.
Ok, nehmen wir mal an, sie verkündet die Letzte Und Absolut Unumstössliche Wahrheit, besser, als die Bibel es in den USA macht, und nehmen wir die dortigen Zahlen und Schiffe.
Na, dann bin ich ja froh, wenn Du uns bessere Erkenntnis schenkst als die Bunten Listen :wink: :wink:
Seltsam nur, dass die Pro-Fraktion immer nur die Einsatzbereitschaft bei den Briten in Frage stellt, aber bei den Dt. immer davon ausgeht, dass alles vorhanden ist. Schon mal darüber nachgedacht (alles zum September-Zeotpunkt), dass z.B:
- 2 der vorgesehenen Vp-Flottillen noch gar nicht einsatzbereit waren und eine dritte über noch keine Funk-Einrichtungen verfügte?
- z. B. In Boulogne viel zu wenig Prähme mit Eigenantrieb ankamen
- Nach Berichten der KMDen 1/3 der Stoßboote mit unklaren Motoren ankamen und auch sonst viele dieser Boote nicht einsatzbereit waren
-Die Siebelfähren noch nicht fertig waren
- Die Lazarettschiffe und Artillerieträger noch hätten überführt werden müssen.
- Die Siebel- und Herbert-Fähren, bis auf Ausnahmen nicht einsatzberit waren.
- Für die Vorausabteilung E nur ca. 100 MFK (darunter der alte von Ur-Opa) vorhanden waren, damit nicht einmal 1/3
- Von den Spezialprähmen nur wenige in den Einsatzhäfen waren und von diesen auch schon einige versenkt waren
- etc. etc.
ZitatOk, bei Aufbietung der kopletten Sheerness/Harwich-Flotte (vorausgesetzt, der Geleitzug kann gefunden werden, ohne das man vorher auf ein Minenfeld läuft) kann theoretisch und optimistisch gerechneteine der Flotten versenkt werden (und die RN läuft ohne einen einzigen Schuss Mun nach Hause). Aus deren 5!
zunächst einmal waren 4 Invasionsflotten geplant (B bis E). Dazu kommt, dass die Flotte E Ende September noch nicht berei war. Wenn dann noch eine Flotte ausfällt dann bist Du bei 50% geplanter Stärke... na dann viel Spaß!
ZitatDeas weiteren wird mM ziemlich oft von den heutigen Möglichkeiten ausgegangen. Stellt euch vor, vor 70 Jahren hatte nicht jeder ein Handy, und Internet gabs auch noch nicht! Zwinker
Ja zum Beispiel bei der Annahme, dass die Invasionsflotten auch nur halbwegs geordnet den Kanl hätten überqueren könenn. Hinsichtlich dieses Themas bin ich immer noch sehr gespannt auf Deine Antwort auf Urs´s Frage.
Zitat4, BoB und Zustand des FC im September
In der realen Zaitschiene wurde die Schlacht über England zugegebener Massen ziemlich lasch geführt, ohne wirkliche Zielsetzung, und Energie.
Oha, diese Einschätzung hättest Du mal einen der damals beteiligten nahebringen sollen.
ZitatTrotzdem war das FC Anfang September in einem ziemlich schlimmen Zustand, ich wage mich an eine Aussage von der Insel zu erinnern, wenn die Schlacht mit der Intensität von Ende August/Anfang September noch für zwei Wochen weitergeführt wird, wird es mehr Jäger geben, als Piloten, die diese Maschinen fliegen können.
Bullshit. Leß mal den Bungay.Park hatte zu der Zeit Sorge dass er die Soll-Stärke (mehr Piloten als Flugzeuge) nicht mehr halten konnte. Wenn man nicht weiß was bei der Luftwaffe läuft und ggf. annehmen muss, dass die die Stärke halten können, dann ist dass natürlich besorgniserregend. Da die Luftwaffe aber viel stärker an Personal und Flugezeugen abgebaut hat als die RAF waren das absolut unberechtigte Sorgen.
@Carsten:
Noch einmal, ich behaupte nicht, dass ein Einsatz der Zusatztanks nicht sinnvoll gewesen wäre, ich bezweifel nur ob er entscheidend etwas hätte ändern können, da die Luftwaffe währen der BoB auch den Kampf der Jagdflieger untereinder (aufgrund unzureichernden personellen und materiellen Nachschubs) am verlieren war. Die von Dir vorgeschlagene Einsatzweise hätte vielleicht zu 30 min mehr Einsatzzeit geführt, was 15min mehr Einrdingtiefe bedeutet hätte. Hätte das was geändert?
Abgesehen von dieser Idee möchte ich hier noch vorbringen, dass nach Prien: Die Jagdfliegerverbände der deutschen Luftwaffe 1934-1945 Bd. 4/I S. 5 Anm. 26 die Zusatztanks nicht aufgrund der Kurzsichtigkeit der höheren Führung sondern wegen der Weigerung der führenden Offiziere der Jagdwaffe nicht eingesetzt wurden. Irgend welche Nachteile scheint es da wohl doch gegeben zu haben.
Viele Grüße
Dirk
Destroy und sink sind zwei verschiedene Konzepte.
Damit sind meine Einwaende dann wohl gerechtfertigt.
Alles Gute
Andreas
Zitat:
[/quote] Die C-Sperre (C S erst einmal außen vor gelassen) hätten deutlich ostwärts des East Goodwin Lightships begonnen. Die "sicheren Wege" und der "Secret Cannel" östlich der Goodwins wären durch diese Sperren nicht tangiert worden. Insofern wäre ein Transfer von Sheerness/Harwich entlang dieser Wege durch die C 1ff Sperren nicht behindert worden. Diese Sperren hätten höchstens ein Anfangen der Transporter_Konvois aus Rotterdam und Antwerpen verhindern bzw. erschweren können. Wenn man von einer Breite der Zerstörer von 10m ausgeht, dann würden nach der bei Cowie: Mines Minerlayers and Minelaying angegebenen Formel bei einen Auftreffen der Zerstörer im 90° Winkel ca. 76% der Zerstörer ohne Beschädigung durch die Sperre kommen. Zu einer Analyse bei anderen Auftreffwinkeln hat mir bisher die Zeit gefehlt. Vielleicht kann das ja auch jemand nachholen.
Entschuldigung, dass Zitat habe ich eben irgendwie beim Schreiben gelöscht....
Moin,
Ich möchte nicht den hohen Kampfwillen der Britten in abrede stellen. Ganz besonders auf hoher See macht denen da keiner was vor.
ABER: mir wäre es nicht bekannt, dass ein Minenfeld getreu dem Motto durchfahren wurde: vermutlich werden 76% von uns durchkommen.
24% sind akzeptabel.
Ohne Beleg: Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kampfkraft von Flotten, die so durchgebrochen sind nicht die höchste in einem anschließenden Gefecht wäre. Was muss das für eine Belastung sein, durch ein Minenfeld zu fahren und jeden Moment auf den Knall zu warten.
Nebenbei, was macht man bei gesunkenen und angeschlagenen Schiffen? Sinken lassen und die Besatzung soll sehen, wo sie bleibt?
Das wäre vermutlich nicht tragbar und ich könnte mir das auch nur schwer von Schiffen der Royal Navy vorstellen. Und wer sagt Dir, wie groß das Minenfeld ist und in welchem Winkel du dieses kreuzt? Da können aus den 76% auch mal ganz schnell ganz wenige werden....
JIM
Die Schiffe und Besatzungen werden, wenn noetig, ihrem Schicksal ueberlassen.
Siehe Force K 19.12.41
Alles Gute
Andreas
Nr. 397 (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182701.html#msg182701)
Hallo Dirk
Was hab ich denn "unsachliches" geschrieben? Ist mein Hinweis das ich nicht verstehe wie du auf ein "alternatives- alternatives" zum hier angesprochenen Szenario "unsachlich"? Ich versteh es auch jetzt noch nicht.
Zitat von: AndreasB am 11 Februar 2012, 07:55:21
Die Schiffe und Besatzungen werden, wenn noetig, ihrem Schicksal ueberlassen.
Siehe Force K 19.12.41
Alles Gute
Andreas
Ist der Fall vergleichbar? Alle Schiffe waren Beschädigt, in sofern hieß es rette sich wer kann....
In dem hypothetischen anderen Fall würde man mit unbeschädigten Schiffen einfach weiterfahren um später noch eine Schlacht zu schlagen.
Ich denke die Philosophie der Britten war eine andere. Denken wir nur an die Glowworm, die nur auf den deutschen Verband traf, weil sie einen über Bord gegangen Soldaten suchte. Ich gebe zu, dass ich keine Ahnung von der Suche nach einem einzelnen Schiffsbrüchigen habe, aber die Changen ihn zu finden gingen sicher gegen Null und die Zeit, die man im April im Wasser überleben kann ist sicher auch nicht sehr lang. Aber trotzdem haben Sie es versucht.
Und wie gesagt, der Gegener teilt Dir nicht mit, wieviele Minen er in welchem Winkel gelegt hat. In sofern gibt es keine Gewissheit, dass 76% oder wieviele auch immer durchkommen.
JIM
Servus,
Wie du an den Links siehst gab es einen 300l Abwurftank ab Bf 109 E7/8 und ein Bomben-/Abwurfschloß ab Bf 109 E3 (daran wird der Abwurftank befestigt).
Weder die E-4/B noch die E-7 war zur Zeit der Luftschlacht um England vorhanden. Ihr diskutiert also über Dinge, die nicht existent waren.
Hallo, Dirk,
Zitatenn man von einer Breite der Zerstörer von 10m ausgeht, dann würden nach der bei Cowie: Mines Minerlayers and Minelaying angegebenen Formel bei einen Auftreffen der Zerstörer im 90° Winkel ca. 76% der Zerstörer ohne Beschädigung durch die Sperre kommen.
24% Verluste im günstigsten Fall hälst du für nicht schwer genug? Auch wenn die Sheerness/Harwich-Flotte nach solchen Verlusten nicht abdreht, können solche Verluste durchaus den Unterschied zwischen einer Vernichtung des Geleitzuges und dessen Durchkomen bedeuten.
ZitatDie "sicheren Wege" und der "Secret Cannel" östlich der Goodwins wären durch diese Sperren nicht tangiert worden. Insofern wäre ein Transfer von Sheerness/Harwich entlang dieser Wege durch die C 1ff Sperren nicht behindert worden. Diese Sperren hätten höchstens ein Anfangen der Transporter_Konvois aus Rotterdam und Antwerpen verhindern bzw. erschweren können.
Und genau das sind meine Punkte A-C. Was sollen die engl. Zerstörer auf den sicheren Wegen machen, wenn sie Schiffe an der fr. Küste abfangen wollen? Wenn sie auf den sicheren Wegen fahren bedeutet das nur, dass sie zu spät alarmiert wurden, da sie die Prähme/Frachter vor den Landeabschnitten abfangen müssen. Kommen sie dann auch zeitgerecht an?
ZitatGut die Schiffe des Führers der Minenschiffe scheinen nach Kurzleben/Brennecke in der Lage gewesen zu sein auch bei schwerer See Minen zu werfen. Aber die Zerstörer etc. waren es nicht. Und da ist dann auch die Frage, ob die Minenschiffe bei Wetter wo sie nicht durch T-Boote oder Zerstörer hätten gesichert werden können überhaupt zum Minenwerfen rausgeschickt worden wären...
Das Zerstörer keine Minen werfen können, bedeutet noch lange nicht, dass die M-Schiffe ohne Sicherung rausfahren müssten. Sorry Dirk, das ist eine Vermischung von Tatsachen, und Klammern an Wunschgebilden!
ZitatNachdem die Masse der Prähme im Kanal-Bereich angekommen waren, war den Briten die wahrscheinliche Stoßrichtung einer Invasion schon bekannt.
Welche anderen Häfen gab es, wo eine Invasionsflotte (Prähme) zusammengezogen werden könnten? Ausser Zeebrügge und Amsterdam ist der nächste W'Haven!
ZitatSeltsam nur, dass die Pro-Fraktion immer nur die Einsatzbereitschaft bei den Briten in Frage stellt, aber bei den Dt. immer davon ausgeht, dass alles vorhanden ist. Schon mal darüber nachgedacht (alles zum September-Zeotpunkt), dass z.B:
Seltsam nur, dass die Kontra-Fraktion immer nur die Einsatzbereitschaft bei den Deutschen in Frage stellt, aber bei den Englandern immer davon ausgeht, dass alles vorhanden ist. :wink:
(Deine Arbeit bezüglich der dt. Einsatzbereitschaft kann ich nur bewundern, eine solche Arbeit bei den Englandern wäre allerdings auch vorteilhaft! Und nicht anhand der Bunten Listen!)
Zitatzunächst einmal waren 4 Invasionsflotten geplant (B bis E). Dazu kommt, dass die Flotte E Ende September noch nicht berei war. Wenn dann noch eine Flotte ausfällt dann bist Du bei 50% geplanter Stärke... na dann viel Spaß!
Es gab 5 verschiedene Gruppen, die in räumlicher und zeitlicher Staffelung gefahren wären (2 Geleitzüge und 3 Schleppverbände)
@Urs:
Zitatdann sag doch bitte einmal Deine Meinung auch zu meinem Beitrag ... grob gesagt, daß es gar nicht zu einer geordneten Konvoifahrt kommt (vielleicht nicht einmal zu einer geordneten Konvoibildung) ...
Ein berechtigter Einwand! Ja, es ist durchaus möglich (vielleicht sogar wahrscheinlich) dass es zu keiner solchen kommt. Insofern die Prähme allerdings die Küste ansatzweise am richtigen Punkt und richtigem Zeitpunkt erreichen, macht es dann einen Unterschied? Bei der recht dünnen Küstenbesetzung?
Ich glaube Patton hat vor Torch etwas in der Richtung losgelassen, er wäre durchaus zufrieden, wenn die Navy ihn zum richtigen Kontinent bringen würde, alles andere würde er schon lösen.
********
Zusatztanks:
15 Min mehr im Einsatzraum bedeutet, dass die Bomber nicht ungedeckt im Einsatzraum ankommen, und das es weniger Jägerverluste wegen Spritmangel gibt.
mfg
alex
PS:
ZitatWeder die E-4/B noch die E-7 war zur Zeit der Luftschlacht um England vorhanden. Ihr diskutiert also über Dinge, die nicht existent waren.
Die Technologie war bekannt (spätestens Ju 87R), die Notwendigkeit war vorhanden (spätestens durch Norwegen), mit einer etwas anderen Entscheidungsfindung sehe ich ehrlich gesagt keinen Grund, weshalb die Zusatztanks nicht im sagen wir mal August an die Front kommen könnten.
ZitatZitatWeder die E-4/B noch die E-7 war zur Zeit der Luftschlacht um England vorhanden. Ihr diskutiert also über Dinge, die nicht existent waren.
Die Technologie war bekannt (spätestens Ju 87R), die Notwendigkeit war vorhanden (spätestens durch Norwegen), mit einer etwas anderen Entscheidungsfindung sehe ich ehrlich gesagt keinen Grund, weshalb die Zusatztanks nicht im sagen wir mal August an die Front kommen könnten.
dito
Es geht ja nicht darum die Ta152 für 1940 zu installieren sondern um 3-4 Monate.
Bei der Minendiskussion wird nmA etwas vernachlässigt. Wie verhält sich wohl ein Verband der in ein Minengebiet reinrauscht (vorher hatten wir mal die Aussage (sinngemäß) "mit Volldampf)? Vielleicht mag Urs dazu was sagen.
Da wären "Mosquito's" auf britischer Seite auch ok, oder? Wegen 6-8 Monaten, ist doch egal.
Klar Thomas
Weil zwischen der Einführung eines Rüstsatzes und eines komplett neues Flugzeuges gibts ja nicht im Ansatz irgendwelche Unterschiede.
Hallo,
Da stellt sich die Frage, wann genau die Zusatztanks eingeführt wurden.
Für die E-7 finde ich in meinen Büchern nix bestimmtes. Teilweise wird von Summer (oder Ende August) 1940 (!), teilweise Anfagn 1941 (!) gesprochen.
Das gleiche für die Zusatztanks. Hier wird gesagt, es gab sie schon vorm Frankreichfeldzug, dort wird behauptet, erst ab 1942 (!!!) hätte man sie benutzt.
Anderswo wird angegeben, die E-7 wäre Ende August an der Front gewesen, und bis November 1940 wäre die Masse der 109er mit den zusätzlichen Leitungen nachgerüstet worden.
WENN die letztere Aussage stimmt, ist es wirklich nicht weit hergeholt, dass im August - also 2-2,5 Monte früher, als IRL - ein bedeutender Teil der Jagdwaffe die Tanks zV hat.
natürlich nur mM.
mfg
alex
Servus Alex,
werder die E-4/B noch die E-7 war vor Herbst einsatzbereit.
Zusatztanks wurden schon in Spanien benutzt, gebraucht hat man sie nicht. Daraus zu schliessen, daß man sie dann für "Seelöwe" zur Verfügung hätte haben können, ist an den Haaren herbeigezogen und bei einer realistischen Betrachtung nicht relevant. Sie waren nicht da und das ist der Fakt, alles andere ist unlauter.
@Stefan,
wieso denn so kleinlich? Bei den Zusatztanks ist das doch auch nicht so genau zu nehmen.
Hallo, Thomas,
Die Zusatztanks hab nicht ich ins Spiel gebracht. Ich glaube, BoB hätte auch ohne diese "gewonnen" werden können, obwohl die Tanks durchaus hilfreich gewesen wären. Die Aussagen, Zusatztanks wären sogar kontraproduktiv und gänzlich nutzlos haben mich aber einsteigen lassen. :wink:
Die Notwendigkeit war erkannt worden, die TEchnologie gab es schon wesentlich früher (schon in Noregen bei den 87R eingeführt), ob jetzt eine spekulierte Masseneinführung im August 1940 unlauter wäre?
Nicht mehr, als die Annahme, Dtl könnte die C-Sperren nicht werfen, weil sie IRL nicht geworfen wurden, und falls sie doch geworfen worden wären in handumdrehen geräumt werden könnte, und sie wären ausserdem sowieso nutzlos, da die Engländer sie umfahren könnten, und nur 24% im (für die Engländer) günstigstem Fall verursachen könnten. Und einige andere Annahmen der Kontra-Fraktion :wink:
BTW:
ZitatCowie: Mines Minerlayers and Minelaying angegebenen Formel
Die Minen haben eine Trefferwahrscheinlichkeit von 24%, oder 24% der Schiffe gehen verlustig?
**********
Auf die Antwort auf diese Frage (obwohl nicht von mir):
ZitatWie verhält sich wohl ein Verband der in ein Minengebiet reinrauscht (vorher hatten wir mal die Aussage (sinngemäß) "mit Volldampf)? Vielleicht mag Urs dazu was sagen.
wäre ich wirklich gespannt? Einer der S-Boot-Fahrer?
mfg
alex
Re: Zusatztanks usw: ich blätterte gerade noch in einem Buch über die Ju 87 (Manfred Griehl, 1998), da heisst es (Seite 69): "Die Einsätze mit der Ju 87 über Polen und Westeuropa hatten gezeigt, dass die Reichweite der Ju 87 B-1 und B-2 kaum den Erfordernissen der einzelnen Kriegsschauplätze entsprach, von der unmittelbaren Luftnahunterstützung in Frontnahe einmal abgesehen. Sturzkampfangriffe auf weiter von der Küste entfernte Schiffsziele konnten aufgrund der geringen takstischen Reichweite (250-300 km) der B-Versionen nicht unternommen werden."
Die Entwicklung der Ju 87 R (für "Reichweitenausführung") lief ab Anfang 1940 und in Juli-Oktober wurden 105 Flugzeuge des Musters R-1 ausgeliefert, die im Sommer/Herbst beim StG 1 Dienst taten. Gesamtflugstrecke mit zwei 300 l. Abwurfbehälter 1255 km, Eindringtiefe über 500 km.
Moin,
Zitat24% Verluste im günstigsten Fall hälst du für nicht schwer genug? Auch wenn die Sheerness/Harwich-Flotte nach solchen Verlusten nicht abdreht, können solche Verluste durchaus den Unterschied zwischen einer Vernichtung des Geleitzuges und dessen Durchkomen bedeuten.
Da die Zerstörer ja wohl in Kiellinie gefahren währen bedeutet dies, dass der Verband mit theoretisch 76%iger Wahrscheinlichkeit durchgekommen wäre ohne ggf. überhaupt etwas von der Sperre mitzubekommen.
ZitatDas Zerstörer keine Minen werfen können, bedeutet noch lange nicht, dass die M-Schiffe ohne Sicherung rausfahren müssten. Sorry Dirk, das ist eine Vermischung von Tatsachen, und Klammern an Wunschgebilden!
Das Wetter war aber an vielen Tagen so schlecht, dass die Zerstörer keien Waffenwirkung gehabt hätten. Und die Speren D 1, D 2, A 1, C 1a, B 1 sollten ausschließlich von Zerstörern oder T-Booten geworfen werden.
ZitatWelche anderen Häfen gab es, wo eine Invasionsflotte (Prähme) zusammengezogen werden könnten? Ausser Zeebrügge und Amsterdam ist der nächste W'Haven!
??? Ich meinte als die Prähme im Bereich Ostende- Le Havre angekomen sind.
ZitatSeltsam nur, dass die Kontra-Fraktion immer nur die Einsatzbereitschaft bei den Deutschen in Frage stellt, aber bei den Englandern immer davon ausgeht, dass alles vorhanden ist.
(Deine Arbeit bezüglich der dt. Einsatzbereitschaft kann ich nur bewundern, eine solche Arbeit bei den Englandern wäre allerdings auch vorteilhaft! Und nicht anhand der Bunten Listen!)
Immer eins nach dem anderen.... Ich gehe aber schon davon aus dass die bunten Listen das recht realistisch wiedergeben. Wenn Du Dir die anschaust, dann findest Du da jede Menge Schiffe, die aus den diversesten Gründen nicht einsatzbereit sind.
ZitatEs gab 5 verschiedene Gruppen, die in räumlicher und zeitlicher Staffelung gefahren wären (2 Geleitzüge und 3 Schleppverbände)
Okay, dann hast Du Raum E schon aufgegeben. Dann stimmt dasim prinzip so (das der Verband aus Ostende als eigener Geleitzug benannt wurde kann man wohl vernachlässigen)
ZitatEin berechtigter Einwand! Ja, es ist durchaus möglich (vielleicht sogar wahrscheinlich) dass es zu keiner solchen kommt. Insofern die Prähme allerdings die Küste ansatzweise am richtigen Punkt und richtigem Zeitpunkt erreichen, macht es dann einen Unterschied? Bei der recht dünnen Küstenbesetzung?
Also ich finde ein MG pro 100m nicht dünn. Und bedenke, das die Prähme bei auflaufenden Wasser nicht anlanden können.
ZitatZusatztanks:
15 Min mehr im Einsatzraum bedeutet, dass die Bomber nicht ungedeckt im Einsatzraum ankommen, und das es weniger Jägerverluste wegen Spritmangel gibt.
Das mit den weniger Jägerverlusten wegen Spritmangel ist währe nur dann gegeben, wenn die Einsatzzeit nicht erhöht wird. Wenn die Jäger weiter nach Norden fliegen, danke ich eher das es weniger beschädigte Jäger zurückschaffen würden.
ZitatBei der Minendiskussion wird nmA etwas vernachlässigt. Wie verhält sich wohl ein Verband der in ein Minengebiet reinrauscht (vorher hatten wir mal die Aussage (sinngemäß) "mit Volldampf)? Vielleicht mag Urs dazu was sagen.
Kann gut sein das er abdreht, dann wären aber mehr Einheiten vorhanden die entlang der Sicheren bzw. Secret Cannels zu den Stränden rauschen könnten.
ZitatDie Zusatztanks hab nicht ich ins Spiel gebracht. Ich glaube, BoB hätte auch ohne diese "gewonnen" werden können, obwohl die Tanks durchaus hilfreich gewesen wären. Die Aussagen, Zusatztanks wären sogar kontraproduktiv und gänzlich nutzlos haben mich aber einsteigen lassen.
Hast Du das Buch von Bungay gelesen?
ZitatDie Minen haben eine Trefferwahrscheinlichkeit von 24%, oder 24% der Schiffe gehen verlustig?
Es besteht die Wahrscheinlichkeit das ein Schiff der entsprechenden Breite auf eine Mine der Sperre trifft.
Gruß
Dirk
ZitatServus Alex,
werder die E-4/B noch die E-7 war vor Herbst einsatzbereit.
Zusatztanks wurden schon in Spanien benutzt, gebraucht hat man sie nicht. Daraus zu schliessen, daß man sie dann für "Seelöwe" zur Verfügung hätte haben können, ist an den Haaren herbeigezogen und bei einer realistischen Betrachtung nicht relevant. Sie waren nicht da und das ist der Fakt, alles andere ist unlauter.
@Stefan,
wieso denn so kleinlich? Bei den Zusatztanks ist das doch auch nicht so genau zu nehmen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Zusatz-/Abwurftanks ins Spiel gebracht habe!
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.360.html
Auslöser dafür war Post 360, dass bezog sich darauf, dass Dirk annimmt das die LW
nie eine Chance gegen das FC hat/hatte. Daraufhin haben wir eine Diskussion über Bob begonnen, da Stefan richtig angeführt hat, dass die Grundvorraussetzung für Seelöwe ein angeschlagenes und zurückgedrängtes FC ist.
Ich habe Gründe aufgezählt, warum BoB aus Sicht der Luftwaffe gescheitert ist (Post 364).
Ein Hauptgrund dafür, ist der abwerfbare Zusatz/Abwurftank, der aber vorhanden war und auch technisch in die Bf 109E eingeplant war.
(Erprobt in Spanien, eingebaut in die Ju87R seit Anfang 1940, in den Planungen seit der Bf 109 E2)
Die ganze Diskussion begann deshalb und hält sich auch deshalb noch daran fest, da Dirk behauptet/behauptet hat, dass der Zusatz-/Abwurftank kontaproduktiv sei (Jabo Diskussion) und weitere 30min mehr Zeit über dem Ziel oder 15min mehr Eindringtiefe auch nicht viel ändern/nichts bringen!
Dabei und das ist bis jetzt so gebleben steht Dirk, auf dem Standpunkt (siehe sein letztes Post, Verweis auf Bungay), dass das FC immer gewinnt.
ZitatNach Bungay hätte auch bei einem Beibehalten der alten Strategie kaum die Gefahr gedroht, dass die Briten die Flugplätze vor London hätten aufgeben müssen. Denjenigen den sie tatsächlich augegeben haben, nämlich Lympne haben sie aufgegeben, das sie ihn nicht gebraucht haben. Und selbst wenn es gaklappt hätte die Briten auf die Flugplätze hinter London zu drängen sehe ich nicht wie dieser strategische und taktische Vorteil an der Gesamtlage wirklich was ändern soll. Fakt ist das die Luftwaffe von Beginn der Luftschlacht von England an, an Stärke verloren hat, während das Fighter Command es geschafft hat sogar an Stärke zu gewinnen.
Ich klinke mich jetzt hier aus.
Mir zeigt die Diskussion über den Abwurftank und das
negieren von 30min mehr Einsatzzeit über Südengland für den Hauptjäger der LW, das als eine völlig unentscheidende Sache diskutiert wird (in Bezug auf LW gegen FC)oder gar als kontraproduktiv dargestellt wird, wie die eigentliche Intention ist.
Und ich kann das nur allen Anderen auch empfehlen.
Hallo, Dirk,
ZitatAlso ich finde ein MG pro 100m nicht dünn.
ich verrate dir ein wohl gehütetes Geheimniss des 2. Weltkrieges:
Btl-Abschnitte von 4-5-6 km nennt man "absolut ungenügend", "hauchdünn", "unzureichend". Auch, wenn es sich um Engländer handelt.
Ansonsten schliesse ich mich Carsten an.
Wieder ein Seelöwe-Thread, den das Zeitliche gesegner hat.
Gute Nacht
mfg
alex
Hallo Alex,
Zitatich verrate dir ein wohl gehütetes Geheimniss des 2. Weltkrieges:
Btl-Abschnitte von 4-5-6 km nennt man "absolut ungenügend", "hauchdünn", "unzureichend". Auch, wenn es sich um Engländer handelt.
für einen normalen Landabschnitt magst Du recht haben. Gegen eine Seelandung bin ich mir da nicht so sicher. Weiß jemand wie breit die Abschnitte bei Dieppe waren. Auf den ersten Blick scheint die Deutsche Besetzung dort auch nicht gerade Dicht gewesen zu sein.
ZitatWieder ein Seelöwe-Thread, den das Zeitliche gesegner hat.
Ja, das ist immer so wenn zu Seelöwe nicht einzelne Fachthemen diskutiert werden, sondern wenn versucht wird die große Keule zu schwingen.
Gruß
Dirk
Zitat von: Bergedorf am 11 Februar 2012, 17:34:24
ZitatWieder ein Seelöwe-Thread, den das Zeitliche gesegner hat.
Ja, das ist immer so wenn zu Seelöwe nicht einzelne Fachthemen diskutiert werden, sondern wenn versucht wird die große Keule zu schwingen.
stimmt, ala "
ich hab keine Ahnung von Zusatztanks (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182701.html#msg182701) - weiß aber genau (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182505.html#msg182505) daß sie nichts bringen". (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,1550.msg182508.html#msg182508)
Darum, schließ ich mich Alex und Carsten an.
Schade, wenn sich alle schon verabschieden, ich hätte da eigentlich noch eine technisch-taktische Frage über die deutsche Artillerie im Landeabschnitt B: Bei beiden Divisionen hatte also eine Abteilung ihre lFH abgegeven und umgerüstet auf 7,5 cm Gebirgskanonen und Nebelwerfer, die waren im 1. Staffel dabei, zum Teil bei den VA (womöglich hatten sie auch noch Bedienungsmannschaften gestellt für die 7,5 cm Kanonen auf den Prähmen). Die restliche Divisionsartillerie war auf den Schiffen von Geleitzug 2 aus Rotterdam (2. Staffel). Soweit unumstritten.
Korpsartilerie war aber im 1. Staffel dabei, laut Schenk 20 sFH (5 Bat.) und 12 K18. Wenn man die Verladeübersicht studiert (nicht ganz eindeutig - auf einmal scheinen die sFH wider zu den Divisionen zu gehören) sieht's so aus als ob die zum Teil an Bord der Frachter und zum Teil an Bord der Prähmen des 1. Treffens waren. In dem Fall aber hätte das entladen wohl den ganzen Tag im Anspruch genommen, genannte Waffen wiegen etwa fünfeinhalb Tonnen und sind geschätzte 10 (sFH) bis 12 (Kanone) Meter lang, wenn bei einem Frachter zB ein halbes Dutzend davon über Bord in Prähmen gehievt werden muss, eine nach der andere, mit Zugmittel (üblicherweise SdKfz 7 Halbkettenfahrzeug, über 10 Tonnen Gewicht), und die Prähme dann mühsam zum Strand bugsiert werden müssen und da dann bis zum nächsten Hochwasser feststecken - dann sind wir so schnell nicht fertig. Vor allem nicht wenn einem dabei die 6" Granaten um den Ohren fliegen.
Wenn aber - was logischer erscheint- die sFH/Kanonen direkt, am Zugmittel angekuppelt, in Prähmen verladen wurden, müssen wir gleich mal 32 Prähme veranschlagen, bei einer Gesamtlänge von 17-19 Meter (schätzungsweise) passen da höchstens noch 1-2 mitttelgrosse LKW dazu. Aber natürlich brauchen Ari-Abt. noch viel mehr Fahrzeuge, eine Muni-kolonne zum Beispiel - wenn wir nur 200 Schuss pro sFH berechnen, sind das gleich mal mindestens 15 Tonnen oder 4 LKW. Also mindestens 60 Prähme nur für die Korpsartillerie? Scheint aber auch nicht vorgesehen zu sein. Hat jemand des Rätsels Lösung?
moin,
Zitat von: mhorgran am 11 Februar 2012, 10:47:12
Bei der Minendiskussion wird nmA etwas vernachlässigt. Wie verhält sich wohl ein Verband der in ein Minengebiet reinrauscht (vorher hatten wir mal die Aussage (sinngemäß) "mit Volldampf)? Vielleicht mag Urs dazu was sagen.
ich erinnere mich an kein Beispiel, daß ein Kriegsschiff "mit Volldampf" in ein bekanntes Minenfeld "hineinrauscht".
Ich meine mich zu erinnern, daß Stalin einmal gesagt haben
soll (sinngemäß), das beste Minenräumgerät sei ein Bataillon Infanterie. Ich weiß nicht, ob das an Land wirklich so war, auf See nicht.
Bevor Kriegsschiffe ein Minenfeld durchfahren, wird versucht, eine "Gasse" zu räumen. Wenn Zeitdruck ein mehrfaches Räumen (erhöhte Wahrscheinlichkeit der Räumwirkung) nicht zulassen sollte, können die Schiffe ein eigenes Schutzgerät wie z.B. die britische "Paravane" fahren.
Ein "Extremfall" des Durchbruchs um jeden Preis war der sowjetische Spießrutenlauf durch die "Juminda"-Sperren im Finnenbusen 1941.
Gruß, Urs
Zitat von: mhorgran am 11 Februar 2012, 10:47:12
...Wie verhält sich wohl ein Verband der in ein Minengebiet reinrauscht (vorher hatten wir mal die Aussage (sinngemäß) "mit Volldampf)? Vielleicht mag Urs dazu was sagen...
Es gibt ja das Beispiel von Force K im Mittelmeer am 18.12.1941, als ein britischer Verband aus Kreuzern und Zerstörern völlig unerwartet in ein bis dato unbekanntes Minenfeld lief und ziemlich kalt erwischt wurde.
Das Resultat waren sehr hohe Verluste (u.a. weil getroffene Schiffe signalisierten, keine Rettungsmaßnahmen durchzuführen sondern abzulaufen) und ein ziemliches Durcheinander, um nicht zu sagen Chaos.
--/>/> http://www.hmsneptune.com/history1.htm
Aber man muß natürlich auch ganz klar die Situationen unterscheiden. Hier ging es "nur" um den Angriff auf einen feindlichen Konvoi, nicht um die absolute Verteidigung des heimatlichen Grund und Bodens.
ZitatDa wären "Mosquito's" auf britischer Seite auch ok, oder? Wegen 6-8 Monaten, ist doch egal.
ZitatServus Alex,
werder die E-4/B noch die E-7 war vor Herbst einsatzbereit.
Zusatztanks wurden schon in Spanien benutzt, gebraucht hat man sie nicht. Daraus zu schliessen, daß man sie dann für "Seelöwe" zur Verfügung hätte haben können, ist an den Haaren herbeigezogen und bei einer realistischen Betrachtung nicht relevant. Sie waren nicht da und das ist der Fakt, alles andere ist unlauter.
@Stefan,
wieso denn so kleinlich? Bei den Zusatztanks ist das doch auch nicht so genau zu nehmen.
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Ich hab mir lange überlegt, ob ich das hier nochmal schreibe, wie man sieht habe ich mich dazu entschlossen!
Aus historischer Sicht und zu einer ordentlichen Analyse einer Tatsache (Erfolg oder Scheitern)gehören die Gründe, warum und weshalb!
Die Gründe warum BoB gescheitert ist habe ich in Post 364 benannt:
Zitat
1. keine Abwurftanks zur Reichweitenerhöhung der Me 109
2. Verlagerung der Strategie
3. keine freie Jagd sondern "dichtes" beschützen der Bomber (Einmischung von ganz oben, nicht von den vor Ort kommandierenden)
4. Pilotenausbildung in der Masse zu wenig, qualitativ zu dem Zeitpunkt noch in Ordnung
5. Produktionsprozesse; Stichwort Fließbandorganisation und Massenfertigung noch nicht weit genug entwickelt.
Wenn man die Punkte 1-5 betrachtet, kann man erkennen das die Punkte 1-4 zum Zeitpunkt des Scheiterns hausgemacht sind, will heißen änderbar/variabel.
Punkt 5 ist nicht änderbar, da Lerneffekte und Massenproduktion erst erlernt werden müssen!
Alle anderen Punkte sind mit Weitsicht und Verstand variabel, da Wissen und Technik vorhanden.
ZitatZusatztanks wurden schon in Spanien benutzt, gebraucht hat man sie nicht. Daraus zu schliessen, daß man sie dann für "Seelöwe" zur Verfügung hätte haben können, ist an den Haaren herbeigezogen und bei einer realistischen Betrachtung nicht relevant. Sie waren nicht da und das ist der Fakt, alles andere ist unlauter.
Insoweit kann ich diesen Einwand/Kritikpunkt bei einer Analyse nicht verstehen, im Gegenteil, im Grunde genommen empfinde ich ihn als falsch und das ist noch diplomatisch ausgedrückt! Bei einer Analyse ist die Suche nach
möglichen Alternativen immer Sinnvoll und
nie unlauter, wenn die Alternativen im Bereich des Machbaren lagen, somit ist dieser Kritikpunkt für mich nichts anderes als auch tendenziös!
Hallo,
ZitatBei beiden Divisionen hatte also eine Abteilung ihre lFH abgegeven und umgerüstet auf 7,5 cm Gebirgskanonen und Nebelwerfer, die waren im 1. Staffel dabei,
Die 10,5cm Nebelwerfer (=GrW) waren nicht von der Division besetzt, sondern waren Heerestruppen. Die eigentlichen NbW (=Raketenwerfer) auf den Schiffen ebenfalls.
ZitatKorpsartilerie war aber im 1. Staffel dabei, laut Schenk 20 sFH (5 Bat.) und 12 K18. Wenn man die Verladeübersicht studiert (nicht ganz eindeutig - auf einmal scheinen die sFH wider zu den Divisionen zu gehören) sieht's so aus als ob die zum Teil an Bord der Frachter und zum Teil an Bord der Prähmen des 1. Treffens waren.
Auf den Prähme waren nur die 8 sFH (Schleppzüge) bzw 4 sFH (Frachter) dabei. Alles andere war auf den Frachtern untergebracht.Soweit nachvollziehbar, 6 Rohre Ari/Frachter. Und ja, mit 2 Prähmen/Frachter sind 3 Runden notwendig, nur um die Ari an Land zu bringen.
Im Anhang der wahrscheinliche Ladeplan für Zone B, nach dem Verladeübersicht aus Schenk, die Wiedersprüche soweit wiemöglich ausgebügelt.
mfg
alex
@Matrose71,
Insoweit kann ich diesen Einwand/Kritikpunkt bei einer Analyse nicht verstehen, im Gegenteil, im Grunde genommen empfinde ich ihn als falsch und das ist noch diplomatisch ausgedrückt! Bei einer Analyse ist die Suche nach möglichen Alternativen immer Sinnvoll und nie unlauter, wenn die Alternativen im Bereich des Machbaren lagen, somit ist dieser Kritikpunkt für mich nichts anderes als auch tendenziös!
Was wollte ihr hier machen? Eine realistische Betrachtung oder ein was wäre wenn?
Hallo, Thomas
Realistisch gesehen, wäre IRL Seelöwe nicht möglich gewesen, da die Vorbedingung, nämlich das Abrdängen der RAF-FC zeitgerecht nicht mehr möglich war. Eine zusätzliche Woche ist dafür zu kurz.
Bei einer strafferen Führung der BoB, früherer Beginn der BoB oder meinetwegen mit den Zusatztanks wäre es allerdings mM möglich gewesen.
So oder so, es wird ein was-wäre-wenn-Scenario.
@Urs:
Die Sache mit den Minen verlagere ich in den gesonderten Thread.
mfg
alex
@alex: danke für die Listen, sehr interessant ...
Eins scheint mir auf jeden Fall klar zu sein, wenn auch nur die geringste Hoffnung auf Erfolg für Seelöwe bestehen soll, müssen wir nicht nur als Ausgangspunkt annhemen dass Fighter Command vernichtend geschlagen oder zumindest weit nach Norden abgedrängt ist, wir müssen auch noch akzeptieren das die Royal Navy horrende Verluste leidet ohne die Invasionsflotten nennenswerte Schäden zufügen zu können. In diesem Panzerarchiv-wargame ist mir aufgefallen dass die RN im "Seeschlacht bei Dover" gleich mal zwei Kreuzer und siebzehn Destroyers verliert, ohne die Invasionsflotte aufhalten zu können, während am anderen Ende des Kanals die deutsche Zerstörer noch mal sechs Destroyers versenken ohne eigene Verluste (auch wenn die ältere T-Boote dabei draufgehen).
In der historischen Wirklichkeit hat die RN von Sept 1939 - April 1942 (also 32 Monaten) weltweit 3 Battleships, 2 Battlecruisers, 16 Cruisers, 4 Fleet Carriers und 78 Destroyers verloren, wenn ich richtig informiert bin. Um Seelöwe wirksam zu schützen, hätte die LW, tatkräftig unterstützt durch die KM, innerhalb van 3-4 Tagen doch mindestens die Hälfte von diesem Resultat erreichen müssen, sonst wäre die Sache gründlich schief gelaufen. Wie realistisch das ist, muss jeder für sich einschätzen.
Ich gebe noch zu bedenken, dass die LW-Geschwader - und vor allem die Stukas - natürlich nicht Stundenlang über den Geleitzügen, oder den Ausgängen des Kanals, oder den vor den Landeabschnitten vor Anker liegenden Schiffen, in der Luft hängen bleiben konnten. Wenn sie andererseits erst bei Meldungen von Angriffen abgehoben wären, wäre es (oft) schon zu spät gewesen. Da hätte die Aufklärung und Überwachung der RN schon aussergewöhnlich gut klappen müssen. Noch ganz abgeshen davon was bei Nacht und schlechtem Flugwetter passiert wäre.
Hi,
nach den Planungen der Luftflotte 2 sollten die Stukas des VIII. Fliegerkorps zur Unterstützung der Invasionstruppen eingesetzt werden, während die Bekämpfung der Royal Navy im Ostraum von der 9. Fliegerdivision übernommen werden sollte. Dies hat bei dem Exemplar des Befehls das der Gruppe West zugegangen war zu der Randbemerkung geführt: "Dazu Stuka-Verbände erforderlich, die 9. Fl.Div. leider nicht hat"
Gruß
Dirk
Zitat von: J.I.M am 11 Februar 2012, 09:45:08
Zitat von: AndreasB am 11 Februar 2012, 07:55:21
Die Schiffe und Besatzungen werden, wenn noetig, ihrem Schicksal ueberlassen.
Siehe Force K 19.12.41
Alles Gute
Andreas
Ist der Fall vergleichbar? Alle Schiffe waren Beschädigt, in sofern hieß es rette sich wer kann....
In dem hypothetischen anderen Fall würde man mit unbeschädigten Schiffen einfach weiterfahren um später noch eine Schlacht zu schlagen.
Ich denke die Philosophie der Britten war eine andere.
Der Fall ist vergleichbar. Liess Dir den Bericht ueber die Katastrophe durch. Lively war nicht beschaedigt, und wollte einen weiteren Rettungsversuch durchfuehren nachdem Kandahar auf eine Mine gelaufen war. Der Kapitaen der Neptune (Fuehrer des Verbandes) hat Lively befohlen dies nicht durchzufuehren. Havock und Lance waren ebenfalls nicht beschaedigt, und Penelope nur sehr leicht.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Huszar am 11 Februar 2012, 17:21:20
Hallo, Dirk,
ZitatAlso ich finde ein MG pro 100m nicht dünn.
ich verrate dir ein wohl gehütetes Geheimniss des 2. Weltkrieges:
Btl-Abschnitte von 4-5-6 km nennt man "absolut ungenügend", "hauchdünn", "unzureichend". Auch, wenn es sich um Engländer handelt.
Mal schauen was hier steht: http://books.google.de/books?id=haYDMTzkAg0C&printsec=frontcover&dq=dieppe&hl=de&sa=X&ei=ECw4T736Lc2GswbepsTWDA&ved=0CGIQ6AEwBw#v=onepage&q=dieppe&f=false
302. ID (Nummer nachträglich geändert) hatte mit 6 Infanteriebataillonen 50 Meilen zu bewachen! Und wenn ich die Karte aus Potter/Rohwer/Nimitz: Seemachtauf S. 564 mit Google Earth einmal grob nachmesse, dann scheint es als wenn da 3 Btl auf ca. 17 km gestanden haben. Und das hat gereicht um eine Landung eines zahlenmäßig 4fach überlegenen Feindes abzuwehren.
Gruß
Dirk
Nachtrag: http://www.scribd.com/doc/59504643/Osprey-Campaign-127-Dieppe-1942-Osprey-Campaign-127
Hier kann man den Osprey zu Dieppe lesen. Danach:"... whilst on the Seafront at Dieppe a Company of 150 men held the mile long stretch of beach."
Nachtrag 2: Nummer der Division nachträglich geändert. Da die Division eigentlich 9 Btl haben sollte und da bei Karten in der Sekundärliteratur auch 3 Btl für das bei Dieppe eingesetzte Rgt verzeichnet werden, bestehen Zweifel, ob die Div wirklich nur 6 InfBtl hatte. Möglich wäre es wenn einzelne Btl anderen Verbänden unterstellt wären, oder wenn die Angaben in den Karten nicht stimmen (halte ich persönlich für eher unwahrscheinlich, habe es aber nicht überprüft).
Nachtrag 3: noch eine schöne Grafik die die Einsatzbereitschaft der dt. Luftwaffe im betreffenden Zeitraum schön wiedergibt:
http://www.ibiblio.org/hyperwar/AAF/AAF-Luftwaffe/tables/AAF-Luftwaffe-VIII.jpg
und noch ein wenig Text dazu:
ZitatThe figures in Tables VII and VIII only hint at the problem. Not only had the Germans lost many of their most experienced combat crews but by September 1940, the percentage of operational ready crews against authorized aircraft had dropped to an unacceptable level. On September 14, Luftwaffe Bf 109 squadrons possessed only 67 percent operational ready crews against authorized aircraft. For Bf 110 squadrons, the figure was 46 percent; and for bombers, it was 59 percent. One week later, the figures were 64 percent, 52 percent, and 52 percent, respectively.101
Conversely, aircraft losses for July through September give the impression that the Germans were running out of aircraft as well as aircrews! (See Table IX.102) Table X103 indicates the cumulative effect of losses from May through September. These losses indicate the Luftwaffe's heavy commitment for the period.
The impact of losses over southern England combined with inclinations already present in Luftwaffe doctrine to induce a change in German air strategy early in September. Attacks on Britain's air defense system through September 6 had given no indication that Fighter Command was weakening. As a result, Göring--at Kesselring's urging and with Hitler's support--turned to a massive assault on the British capital. This all-out effort, directed at London's East End and the Thames docks, accorded well with Douhet's theories and the German's own belief that ruthlessness could pay extra dividends.
Re: Landeabschnitt B: habe website mit alten Postkarten gegeben, die einen Eindruck vom Schlachtfeld vermitteln (gibts da auch für Hythe, Folkestone, usw.):
http://www.francisfrith.com/dymchurch/photos/
Im axishistory-forum gab es im letzten Jahr auch eine Sea Lion Discussion wie ich sehe, etwas verwirrt aber auch mit interessanten Informationen von Ortskundigen. Zum Beispiel gibt es da am Strand angeblich mehrere Stellen mit eine Art Schwimmsand wo mit einiger Regelmässigkeit Leute steckenbleiben und dann schnell gerettet werden müssen.
Andere Überlegung: es gibt im Kanal bekanntlich eine relativ starke Strömung. Das heisst, dass die schon etwas untermotorisierte (nach dt. Einschätzung) Stossboote die die Prähme von den Frachtern zum Strand bringen sollten, gegen eine starke seitliche Strömung (bis zu 8 Kn?) hätten ankämpfen müssen. Hat jemand je was zu diesem Punkt gelesen oder gehört?
Moin,
die Skl hat umfangreiche Tabellen zu den Fahrzeiten erstellt, in denen auch die Stromrichtung uns Stromstärke berücksichtigt ist. Auf den ersten Blick kann ich bei den mir vorliegenden Tabellen keinen stärkeren Strom als 4kn erkennen. Ob es da örtlich stärkere Strömungen geben kann, habe ich keine Ahnung. Vielleicht weiß ja ein Nautiker hier mehr?
Gruß
Dirk
Ein Paar interessante Fotos, namentlich eine von diesen 4" Kanonen auf LKW:
http://www.walberswickww2.co.uk/imagebank/
Zitat von: Peter K. am 12 April 2006, 23:04:01
Ach ja, historisch nicht unbedingt ernst zu nehmen, aber immerhin interessant zu lesen wäre noch
Kenneth Macksey
Invasion - The Alternate History of the german Invasion of England, July 1940
In the appendix
The Books in my book on Seelöwe I have listed and commented on the books below. While Klee's were my first books on Seelöwe - it's my bible - Schenk is better in some ways. Walter Ansel is also good. Many good postwar interviews with prominent German leaders, among them Halder.
Karl Klee: Unternehmen Seelöwe – two volumes
Peter Schenk: Landung in England
Walter Ansel: Hitler Confronts England
Ronald Wheatley: Operation Sea Lion
Egbert Kieser: Unternehmen Seelöwe – Die Geplante(?) Invasion in England 1940
Peter Fleming: Operation Sea Lion
Derek Robinson: Operation Sea Lion
Kenneth Macksey: Operation Sea Lion
Richard Cox: Operation Sea Lion
Winston Churchill: The Second World War
I am putting up my book on eBay every 10th day - no reserve auctions - for those who wants
the different perspective.
http://www.ebay.com/itm/270915929842?ssPageName=STRK:MESELX:IT&_trksid=p3984.m1555.l2649
Fred
Zitat von: Huszar am 12 Februar 2012, 13:11:03
Hallo, Thomas
Realistisch gesehen, wäre IRL Seelöwe nicht möglich gewesen, da die Vorbedingung, nämlich das Abrdängen der RAF-FC zeitgerecht nicht mehr möglich war. Eine zusätzliche Woche ist dafür zu kurz.
mfg
alex
Alec, the BoB consisted of 3 stages - the Kanalkampf, the reduction of FC bases (among other targets) and the bombings of London. The Kanalkampf resulted in the stopping of British daylight Channel traffic (the RAF could not hinder the sinking of several destroyers sunk within a week), the reduction of the FC bases in South-Eastern England (and in general) were quite successful, the switch to bombing of London (Sept. 7th. 1940) was costly for the Germans. The initial battle area in a Sealion would not be over London, but over the Channel and South-Eastern England. General Student airs the same opinion in his book.
Fred
Zitat von: Leandros am 18 Februar 2012, 00:04:05
Zitat von: Huszar am 12 Februar 2012, 13:11:03
Hallo, Thomas
Realistisch gesehen, wäre IRL Seelöwe nicht möglich gewesen, da die Vorbedingung, nämlich das Abrdängen der RAF-FC zeitgerecht nicht mehr möglich war. Eine zusätzliche Woche ist dafür zu kurz.
mfg
alex
Alec, the BoB consisted of 3 stages - the Kanalkampf, the reduction of FC bases (among other targets) and the bombings of London. The Kanalkampf resulted in the stopping of British daylight Channel traffic (the RAF could not hinder the sinking of several destroyers sunk within a week), the reduction of the FC bases in South-Eastern England (and in general) were quite successful, the switch to bombing of London (Sept. 7th. 1940) was costly for the Germans. The initial battle area in a Sealion would not be over London, but over the Channel and South-Eastern England. General Student airs the same opinion in his book.
Fred
For 'sinking of several destroyers sunk within a week' read 'three destroyers sunk within the whole kanalkampf campaign'. One of these, Codrington, was actually sunk in harbour.
By and large, Dowding refused to commit his fighters to convoy escort duties, and the RN simply sent the convoys thorugh at night, when the Luftwaffe could not operate. The Sealion convoys would also have crossed at night.
Kanalkampf – 1940 onwards
When discussing Luftwaffe anti-ship operations it is often made a major point of ships sunk, forgetting that under given circumstances, a ship enough damaged is just as well as a ship sunk. Maybe better as naval resources are often used to save it, with consequent increased vulnerability for the vessels involved in rescue operations. There are many examples of that. The important point is that it is out of circulation for the duration. In a Sea Lion context that would mean a couple of weeks - if the German invasion forces had been able to stabilize their position within such a timeframe the Royal Navy could do little more to save the situation. The Luftwaffe would have established itself on the English side and coastal artillery would have been organized with own and conquered batteries. The Kanalkampf is a good indicator on how daylight operations could have developed. When analyzing these facts it should be borne out that priority targets, for Luftwaffe as well as the Kriegsmarine, was the merchant trade traffic, not Royal Navy units. In a Sea Lion scenario this would have been different. Some facts and figures below – I have made a survey of the period July 10th – Aug. 24th. Most of those RN ships not sunk were out of business for several weeks, some much longer. Not to forget that many times as many merchants were sunk or damaged by the Luftwaffe in the same period.
July 11th: Anti-submarine yacht WARRIOR II (1124grt, Captain A. E. Johnston Rtd) was sunk by German bombing off Portland.
July 13th: Convoy CW.5 departed Dover escorted only by destroyer VANESSA. The convoy was immediately taken under German air attack between Dover and Eastbourne and destroyer VANESSA was disabled by near misses of air bombs. Destroyer VANESSA was towed by destroyer GRIFFIN to Sheerness where VANESSA was repaired completing on 4 November.
July 14th: Armed merchant cruiser ESPERANCE BAY, carrying ten million pounds in gold, was bombed and badly damaged shortly after leaving England at 1250 in 49-30N, 6-40W, one hundred miles west of Land's End.
July 18th: Anti-submarine trawler CAPE FINISTERRE (591grt) was machine gunned and bombed in the North Sea.
July 19th: Dover, which was the anti-invasion base for the 1st Destroyer Flotilla, was raided twice by German bombers. Destroyer GRIFFIN was slightly damaged by near misses in the bombing and sustained no casualties. She returned to service in two weeks.
Destroyer BEAGLE, en route from Dover to Devonport, was lightly damaged by near misses off Dover, with damage to her gyro suspension. There were no casualties, and she received temporary repairs at Plymouth. On 17 August, she proceeded to Portland and repairs were completed on 28 August.
Minesweeping trawler CRESTFLOWER (550grt, Skipper C. Pollard RNR) of the 28th Minesweeping Group was badly damaged by German bombing off Portsmouth and foundered in 50-29-06N, 01-17-08W.
July 20th: BRAZEN (Lt Cdr Sir Michael Culme-Seymour, Bt) was badly damaged, taken in tow by tug LADY BRASSEY, but sank next day.
Destroyer ACHERON was attacked by German bombers ten miles south of St Catherine's Point, near missed by nine bombs and suffered some damage. She later proceeded to Portsmouth for repairs begun on 6 August. However, before they were completed, she was further damaged in German bombing on 24 August.
July 24th: German bombing sank FLEMING (Skipper E. G. Gurney RNR).
Anti-submarine trawler KINGSTON GALENA (550grt, Skipper S. Jackson RNR) of the 9th Anti-submarine Group and minesweeping trawler RODINO (230grt, Temporary Skipper J. C. Winning RNR) were sunk by German bombing off Dover.
July 25th: Destroyers BOREAS and BRILLIANT of the 1st Destroyer Flotilla were attacked by German bombers. Ju87s from I/STG.1 and IV/LG.1 badly damaged BOREAS with two hits on her bridge. They also badly damaged BRILLIANT with two bomb hits in the stern, although neither bombs exploded until they had passed completely through the ship. Both destroyers were towed into Dover by tugs, BOREAS by LADY BRASSEY. She was repaired at London completing on 23 January 1941. While in dock at London, she was damaged by a near miss on 19 January 1941. This damage required three days to repair. BRILLIANT was repaired at Chatham completing on 19 September.
July 27th: German aircraft launched heavy air attacks on the Dover area.
Destroyer CODRINGTON (Captain G. F. Stevens-Guille DSO, OBE, D.1), under refit, was badly hit in Dover Harbour and run aground with a broken back, but was damaged beyond repair.
Destroyer WALPOLE alongside depot ship SANDHURST in Dover Harbour was badly damaged. Repairs completed in March 1941.
SANDHURST was also badly damaged. She was further damaged in another raid on the 29th and was towed from Dover on 1 August for Portsmouth and then eventually Liverpool. Following the loss of CODRINGTON, all destroyers were temporarily withdrawn from Dover.
Destroyers MONTROSE and WREN of the 18th Destroyer Flotilla were escorting six minesweeper trawlers off Aldeburgh when they were attacked by He111 aircraft from KG.53. WREN (Cdr F. W. G. Harker) was sunk in 52 10N, 02 06E and MONTROSE badly damaged by near misses. MONTROSE was towed to Harwich and repaired at Chatham completing in June 1941.
July 29th: Destroyer DELIGHT (Cdr M. Fogg-Elliot DSO) of the 3rd Destroyer Flotilla departed Portsmouth at 1500 for the Clyde, but was sunk by German bombing off Portland. (Seekrieg - The new "Freya" radar, 60 miles away, spotted the destroyer and vectored in the bombers).
Aug. 8th: Anti-submarine yachts WILNA and RION and anti-submarine trawlers CAPE PALLISER, KINGSTON CHRYSOBERYL, KINGSTON OLIVINE, STELLA CAPELLA were damaged by German bombing in the area.
Aug. 11th: Destroyer WINDSOR was damaged by German bombing off Botany Buoy in the Thames Estuary. Completed at the end of October.
Destroyer ESK was damaged by German bombing at Harwich. She was repaired in one week.
Destroyer SCIMITAR was damaged by near misses while in Portland Harbour. Destroyer SCIMITAR was repaired in four days.
While in Portland Harbour, destroyer SKATE was damaged by near misses which wrecked her bridge. She did not require immediate repair for the damage.
Aug. 12th: Destroyer WATCHMAN was damaged by near misses of air bombs north of Ireland. She spent no time out of service, but proceeded later in the month to Hull for refitting.
Minesweeping trawlers PYROPE (295grt, Temporary Skipper A. J. Folkard RNR) and TAMARISK (545grt, Skipper S. C. W. Bavidge RNR) of Minesweeper Group 2 were sunk by German bombing off North East Spit Buoy in the Thames Estuary.
Minesweeping trawler ELIZABETH ANGELA (253grt, Temporary Skipper F. A. Meggitt RNR) was sunk by German bombing in the Downs, in 51-19-57N, 1-33-03E.
Aug. 14th: Patrol sloop KINGFISHER and tug CARBON were damaged by German bombing in Portland Harbour.
Aug. 16th: Because of continued heavy German air bombing, light cruisers SOUTHAMPTON and BIRMINGHAM were ordered moved from Sheerness to Rosyth and light cruiser CARDIFF was ordered moved from Harwich to the Humber.
Minesweeping trawler REGARDO (248grt) was damaged by German bombing in Osbourne Bay.
Auxiliary steamer LOCH RYAN (210grt) was damaged by German bombing forty miles northwest by north of Longships Light.
Aug. 24th: Destroyer ACHERON in Portsmouth Harbour was badly damaged by German bombing.
Destroyer BULLDOG, which was moored alongside, was damaged. French torpedo boat FLORE's bridge in Portsmouth Harbour was damaged by falling masonry in this attack.
Destroyer BULLDOG was repaired at Portsmouth completing on 2 September.
Destroyer ACHERON was repaired at Portsmouth completing on 2 December.
Seems relevant to the Luftwaffe's capabilities to hit something at sea:
http://crusaderproject.wordpress.com/2012/02/26/luftwaffe-report-air-attacks-on-convoy-operation-mf-3-16-to-19-jan-42/
All the best
Andreas
Zitat von: Leandros am 26 Februar 2012, 01:54:40
Kanalkampf – 1940 onwards
When discussing Luftwaffe anti-ship operations it is often made a major point of ships sunk, forgetting that under given circumstances, a ship enough damaged is just as well as a ship sunk. Maybe better as naval resources are often used to save it, with consequent increased vulnerability for the vessels involved in rescue operations. There are many examples of that. The important point is that it is out of circulation for the duration. In a Sea Lion context that would mean a couple of weeks - if the German invasion forces had been able to stabilize their position within such a timeframe the Royal Navy could do little more to save the situation. The Luftwaffe would have established itself on the English side and coastal artillery would have been organized with own and conquered batteries. The Kanalkampf is a good indicator on how daylight operations could have developed. When analyzing these facts it should be borne out that priority targets, for Luftwaffe as well as the Kriegsmarine, was the merchant trade traffic, not Royal Navy units. In a Sea Lion scenario this would have been different. Some facts and figures below – I have made a survey of the period July 10th – Aug. 24th. Most of those RN ships not sunk were out of business for several weeks, some much longer. Not to forget that many times as many merchants were sunk or damaged by the Luftwaffe in the same period.
July 11th: Anti-submarine yacht WARRIOR II (1124grt, Captain A. E. Johnston Rtd) was sunk by German bombing off Portland.
July 13th: Convoy CW.5 departed Dover escorted only by destroyer VANESSA. The convoy was immediately taken under German air attack between Dover and Eastbourne and destroyer VANESSA was disabled by near misses of air bombs. Destroyer VANESSA was towed by destroyer GRIFFIN to Sheerness where VANESSA was repaired completing on 4 November.
July 14th: Armed merchant cruiser ESPERANCE BAY, carrying ten million pounds in gold, was bombed and badly damaged shortly after leaving England at 1250 in 49-30N, 6-40W, one hundred miles west of Land's End.
July 18th: Anti-submarine trawler CAPE FINISTERRE (591grt) was machine gunned and bombed in the North Sea.
July 19th: Dover, which was the anti-invasion base for the 1st Destroyer Flotilla, was raided twice by German bombers. Destroyer GRIFFIN was slightly damaged by near misses in the bombing and sustained no casualties. She returned to service in two weeks.
Destroyer BEAGLE, en route from Dover to Devonport, was lightly damaged by near misses off Dover, with damage to her gyro suspension. There were no casualties, and she received temporary repairs at Plymouth. On 17 August, she proceeded to Portland and repairs were completed on 28 August.
Minesweeping trawler CRESTFLOWER (550grt, Skipper C. Pollard RNR) of the 28th Minesweeping Group was badly damaged by German bombing off Portsmouth and foundered in 50-29-06N, 01-17-08W.
July 20th: BRAZEN (Lt Cdr Sir Michael Culme-Seymour, Bt) was badly damaged, taken in tow by tug LADY BRASSEY, but sank next day.
Destroyer ACHERON was attacked by German bombers ten miles south of St Catherine's Point, near missed by nine bombs and suffered some damage. She later proceeded to Portsmouth for repairs begun on 6 August. However, before they were completed, she was further damaged in German bombing on 24 August.
July 24th: German bombing sank FLEMING (Skipper E. G. Gurney RNR).
Anti-submarine trawler KINGSTON GALENA (550grt, Skipper S. Jackson RNR) of the 9th Anti-submarine Group and minesweeping trawler RODINO (230grt, Temporary Skipper J. C. Winning RNR) were sunk by German bombing off Dover.
July 25th: Destroyers BOREAS and BRILLIANT of the 1st Destroyer Flotilla were attacked by German bombers. Ju87s from I/STG.1 and IV/LG.1 badly damaged BOREAS with two hits on her bridge. They also badly damaged BRILLIANT with two bomb hits in the stern, although neither bombs exploded until they had passed completely through the ship. Both destroyers were towed into Dover by tugs, BOREAS by LADY BRASSEY. She was repaired at London completing on 23 January 1941. While in dock at London, she was damaged by a near miss on 19 January 1941. This damage required three days to repair. BRILLIANT was repaired at Chatham completing on 19 September.
July 27th: German aircraft launched heavy air attacks on the Dover area.
Destroyer CODRINGTON (Captain G. F. Stevens-Guille DSO, OBE, D.1), under refit, was badly hit in Dover Harbour and run aground with a broken back, but was damaged beyond repair.
Destroyer WALPOLE alongside depot ship SANDHURST in Dover Harbour was badly damaged. Repairs completed in March 1941.
SANDHURST was also badly damaged. She was further damaged in another raid on the 29th and was towed from Dover on 1 August for Portsmouth and then eventually Liverpool. Following the loss of CODRINGTON, all destroyers were temporarily withdrawn from Dover.
Destroyers MONTROSE and WREN of the 18th Destroyer Flotilla were escorting six minesweeper trawlers off Aldeburgh when they were attacked by He111 aircraft from KG.53. WREN (Cdr F. W. G. Harker) was sunk in 52 10N, 02 06E and MONTROSE badly damaged by near misses. MONTROSE was towed to Harwich and repaired at Chatham completing in June 1941.
July 29th: Destroyer DELIGHT (Cdr M. Fogg-Elliot DSO) of the 3rd Destroyer Flotilla departed Portsmouth at 1500 for the Clyde, but was sunk by German bombing off Portland. (Seekrieg - The new "Freya" radar, 60 miles away, spotted the destroyer and vectored in the bombers).
Aug. 8th: Anti-submarine yachts WILNA and RION and anti-submarine trawlers CAPE PALLISER, KINGSTON CHRYSOBERYL, KINGSTON OLIVINE, STELLA CAPELLA were damaged by German bombing in the area.
Aug. 11th: Destroyer WINDSOR was damaged by German bombing off Botany Buoy in the Thames Estuary. Completed at the end of October.
Destroyer ESK was damaged by German bombing at Harwich. She was repaired in one week.
Destroyer SCIMITAR was damaged by near misses while in Portland Harbour. Destroyer SCIMITAR was repaired in four days.
While in Portland Harbour, destroyer SKATE was damaged by near misses which wrecked her bridge. She did not require immediate repair for the damage.
Aug. 12th: Destroyer WATCHMAN was damaged by near misses of air bombs north of Ireland. She spent no time out of service, but proceeded later in the month to Hull for refitting.
Minesweeping trawlers PYROPE (295grt, Temporary Skipper A. J. Folkard RNR) and TAMARISK (545grt, Skipper S. C. W. Bavidge RNR) of Minesweeper Group 2 were sunk by German bombing off North East Spit Buoy in the Thames Estuary.
Minesweeping trawler ELIZABETH ANGELA (253grt, Temporary Skipper F. A. Meggitt RNR) was sunk by German bombing in the Downs, in 51-19-57N, 1-33-03E.
Aug. 14th: Patrol sloop KINGFISHER and tug CARBON were damaged by German bombing in Portland Harbour.
Aug. 16th: Because of continued heavy German air bombing, light cruisers SOUTHAMPTON and BIRMINGHAM were ordered moved from Sheerness to Rosyth and light cruiser CARDIFF was ordered moved from Harwich to the Humber.
Minesweeping trawler REGARDO (248grt) was damaged by German bombing in Osbourne Bay.
Auxiliary steamer LOCH RYAN (210grt) was damaged by German bombing forty miles northwest by north of Longships Light.
Aug. 24th: Destroyer ACHERON in Portsmouth Harbour was badly damaged by German bombing.
Destroyer BULLDOG, which was moored alongside, was damaged. French torpedo boat FLORE's bridge in Portsmouth Harbour was damaged by falling masonry in this attack.
Destroyer BULLDOG was repaired at Portsmouth completing on 2 September.
Destroyer ACHERON was repaired at Portsmouth completing on 2 December.
Your original comment referred to 'several destroyers sunk within a week' during Kanalkampf.
All the above does is demonstrate that your original comment was incorrect, and whilst you might think that incidents such as ' Auxiliary Steamer LOCH RYAN (210grt) was damaged by German bombing 40 miles northwest by North of Longships Light' were crucial to the success of Operation Sealion, I doubt anyone else would concur with this view.
Finally, whilst your list is interesting, despite some innaccuracies, much of what is on it is not relevant to Kanalkampf in any case!
Zitat von: Leandros am 26 Februar 2012, 01:54:40
July 11th: Anti-submarine yacht WARRIOR II (1124grt, Captain A. E. Johnston Rtd) was sunk by German bombing off Portland.
July 20th: BRAZEN (Lt Cdr Sir Michael Culme-Seymour, Bt) was badly damaged, taken in tow by tug LADY BRASSEY, but sank next day.
July 27th: German aircraft launched heavy air attacks on the Dover area. Destroyer CODRINGTON (Captain G. F. Stevens-Guille DSO, OBE, D.1), under refit, was badly hit in Dover Harbour and run aground with a broken back, but was damaged beyond repair.
einige Erklärungen für die Freunde von Abkürzungen in englischer Sprache:
Rtd = retired = pensioniert, d.h. in diesem Fall : in den aktiven Dienst zurückgekehrt
Bt = Baronet = Freiherr
D.1 = Senior Officer Destroyer flottilla 1 = Flottillenchef der 1. Zerstörerflottille
Zitat von: Leandros am 26 Februar 2012, 01:54:40
... Anti-submarine yacht WARRIOR II
ein U-Boots-Tender und ein schmuckes Schiffchen http://forum.oldweather.org/index.php?topic=854.0
Gruß, Urs
Zitat von: Doveton am 26 Februar 2012, 13:50:49
Finally, whilst your list is interesting, despite some innaccuracies, much of what is on it is not relevant to Kanalkampf in any case!
I guess the point he feels he is making is rather that planes could sink and damage ships.
Not that that was ever in question.
Not sure how much masonry could fall onto a RN vessel in mid-channel though.
All the best
Andreas
Zitat von: AndreasB am 26 Februar 2012, 17:51:37
Zitat von: Doveton am 26 Februar 2012, 13:50:49
Finally, whilst your list is interesting, despite some innaccuracies, much of what is on it is not relevant to Kanalkampf in any case!
I guess the point he feels he is making is rather that planes could sink and damage ships.
Not that that was ever in question.
Not sure how much masonry could fall onto a RN vessel in mid-channel though.
All the best
I quite agree, no-one would argue that the RN would not sustain both losses and damages, but the point at issue is could the Luftwaffe cause sufficient damage to the British anti-invasion ships before the British destroyed any possibility of a successful landing. I agree with the Luftwaffe commanders of the period, who did not believe that they could.
Furthermore, you have the problem of night operations, when the Luftwaffe (and the RAF) could not operate at all against targets at sea, whereas the RN was highly trained in night action techniques.
On the radar question, two AA cruisers with radar had been commissioned during May and June, HMS Bonaventure and HMS Naiad, the first Didos. Both came with Type 279. HMS Phoebe and HMS Dido were commissioned by the end of September, so would not have been available due to working up.
http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-06CL-Bonaventure1.htm
http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-06CL-Naiad.htm
Both were employed in the NW Approaches in September.
Also, all the converted C-class light AA cruisers carried Type 280 radar, which was apparently very good at ship detection. But no idea if any were serving in home waters, most seem to have been in the Med and the Indian Ocean, and HMS Curlew had of course been sunk.
All the best
Andreas
Zitat von: AndreasB am 01 März 2012, 19:42:56
On the radar question, two AA cruisers with radar had been commissioned during May and June, HMS Bonaventure and HMS Naiad, the first Didos. Both came with Type 279. HMS Phoebe and HMS Dido were commissioned by the end of September, so would not have been available due to working up.
http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-06CL-Bonaventure1.htm
http://www.naval-history.net/xGM-Chrono-06CL-Naiad.htm
Both were employed in the NW Approaches in September.
Also, all the converted C-class light AA cruisers carried Type 280 radar, which was apparently very good at ship detection. But no idea if any were serving in home waters, most seem to have been in the Med and the Indian Ocean, and HMS Curlew had of course been sunk.
All the best
Andreas
For your information, by September 1940 the RN had rebuilt six old 'C' class cruisers as AA Cruisers. Curlew had been lost off Norway, but Coventry & Carlisle were on the East Indies Station (Carlisle was refitting in Colombo), Calcutta was with the Mediterranean Fleet, and Curacoa & Cairo were part of the 1st Anti-Aircraft Squadron. In mid-September, they were based at the Humber.
Naiad & Bonaventure, the first two Didos in service, were at Rosyth as the 15th Cruiser Squadron, operating with the bulk of the Home Fleet.
Hope this is of help.
Thanks!
Both of these had Type 279 fitted by September as well.
All the best
Andreas
Zitat von: AndreasB am 01 März 2012, 22:42:01
Thanks!
Both of these had Type 279 fitted by September as well.
All the best
Andreas
The third and fourth Didos to commission (Phoebe & Dido) both completed on 30 September, and commenced working up with the Home Fleet during the first week of October. Phoebe was also fitted with Type 279, whereas Dido became the first cruiser in the Royal Navy to carry Type 281.
Because of a shortage of the 5.25 inch turrets which were the main armament of the Dido class ( and the secondary armament of the King George V class battleships ) only Naiad of the first four Didos carried the intended 5 turret armament. The other three had four mountings, with a 4 inch starshell gun in place of the fifth turret.
After completion of the first four, construction of the remainder was suspended for a time as priority was given to the KGVs. As a result the fifth, Hermione, was only completed on 25.03.41, despite having been laid down as early as 06.10.37.
Zitat von: Leandros am 26 Februar 2012, 01:54:40
Kanalkampf 1940 onwards
When discussing Luftwaffe anti-ship operations it is often made a major point of ships sunk, forgetting that under given circumstances, a ship enough damaged is just as well as a ship sunk. Maybe better as naval resources are often used to save it, with consequent increased vulnerability for the vessels involved in rescue operations. There are many examples of that. The important point is that it is out of circulation for the duration.
Quite correct - and that applies to the ships of the invasion fleet too, probably even more so. For instance, even relatively minor damage by gunfire to the loading booms (Ladegeschirr) of the transporters (which as Schenk notes was barely adequate to begin with), or a list of just a couple of degrees, might make it impossible to unload vehicles and artillery.
Zitat von: Knouterer am 14 März 2012, 15:01:18
Kanalkampf – 1940 onwards
Quite correct - and that applies to the ships of the invasion fleet too, probably even more so. For instance, even relatively minor damage by gunfire to the loading booms (Ladegeschirr) of the transporters (which as Schenk notes was barely adequate to begin with), or a list of just a couple of degrees, might make it impossible to unload vehicles and artillery.
That would undoubtedly be an additional burden to all the others but, as an active and resourceful naval leader at site, what would you do about that when the unloading area (eventually) was reached....:)......? Unfortunately, these were the sort of problems the Germans were very good at solving on the tactical level.
Fred
It's because Germans always eat their wheeties for breakfast, with cod liver oil, that's why they are so good at solving tactical puzzles, better than anyone else. In fact, if the Allies had done so too they could have saved themselves all the trouble they went to with Overlord planning. :MV:
Can't beat those Germans. Well, except during two world wars and in one world cup.
All the best
Andreas
Zitat von: AndreasB am 21 März 2012, 16:32:19
It's because Germans always eat their wheeties for breakfast, with cod liver oil, that's why they are so good at solving tactical puzzles, better than anyone else. In fact, if the Allies had done so too they could have saved themselves all the trouble they went to with Overlord planning. :MV:
Can't beat those Germans. Well, except during two world wars and in one world cup.
All the best
Andreas
I know, they are very good. Who beat the Germans in two world wars, please....?
Apart from that, you wouldn't know a practical way to solve your assumed problem...?
Fred
Tactical problems are one thing, and insuperable technical problems another. The transporter/Dampfer fleets from Rotterdam and Antwerp were obviously one of the several Achilles heels of Sea Lion. To begin with, the Admiralty would certainly have sent out a few destroyer flottilas plus cruisers with the traditional RN orders to "sink,burn and destroy" as soon as they were informed about large scale movement from those ports (which would be S-4 from Antwerp, S-2 from Rotterdam).
But even assuming these fleets by some miracle made it more or less unscathed to the invasion areas B and C, what then? They would be like the Light Brigade - cannon in front of them, cannon to the right of them and cannon to the left of them.
I believe I have now pinpointed the coast batteries present in Sept 1940 fairly accurately, and according to the plans, as I understand them, the ships would anchor in a double line parallel to the beach, maybe some 5000-6000 m out, which in Abschnitt B would place them in the line of fire and within easy range of several batteries around Folkestone to the north and Dungeness Point to the south. Ammunition supply for these guns would perhaps be limited, but the 6" and 5.5" guns at Folkestone could be easily resupplied from Dover, and it seems there were a couple of 6" Mark XIX field guns near Lydd, which fired the same ammunition as the Mark VII coast gun, so that might have been a source of resupply for Dungeness. So in my personal scenario, these immobile and defenceless ships would have been shelled more or less all day, with perhaps a couple of destroyers dodging the Luftwaffe firing a dozen torpedos at noon, followed by an attack of say 2 squadrons of Coastal Commmand Hudsons at dusk, followed by more attacks by MTBs and subs during the night, etc. ... I find it seriously difficult to imagine there would have been anything left by next morning.
Similar problems in Abschnitt C (ships to anchor directly in line with the coast battery at Jury's Gut Sluice).
@Knouterer:
What do you think, how long would it take to overrun the guns at Lydd and Dungeness? What do you think, how many shells these guns had to "shell the fleet all day"? And as I pointed out, about half the Folkstone-batteries were NOT sighted to fire south-southwest, but to fire to the south-east!
I am also REALLY bored about this "RN would have sunk every ship form Rotterdam/Antwerpen" sh**t. IF the RN would find these fleets, it would be MAYBE possible to sink a FEW ships, but NOT all!
If the RN attacks the fleet south of Folkstone in the 2nd night, they PROBABLY could thing more than a few ships, but hey, 20% of the stuff on bord will be landed at this time.
best regards
Knouterer: I do not find your suggested estimation of the British response to an enemy landing unrealistic. However, as many others, you assume that the Germans wouldn't, or couldn't, shoot back - or bomb ahead.....:)....As for Beach B, this area would have the support of the whole refurbished Stuka force. Static coastal artillery positions are very forgiving Stuka targets....:)....The Germans might have thought of that. In addition to a few other bombers. Quite a lot, actually.
Another aspect: The Luftwaffe orders for Seelöwe was to harass the RN in their ports from S-day minus 10 to S-day minus 1. At that day the priority should be strategic targets, railways, roads, army concentration points, storage areas. On S-day everything should be concentrated on the assault itself.
The improvised artillery ships, some with 15 cm. guns, was also, I believe, meant to counter the shore batteries. If I remember correctly there was at least nine of those vessels dedicated to Beach B. What of the armaments of the transports themselves? I do not have details on this but I am working at it.
Firstly: That any RN destroyers would stick their heads into the mellee during daytime is contradicted by contemporary events. Apart from the fact that they had standing orders not to venture into the Channel in daylight (a result of previous experiences), this is confirmed by their lack of action during the only real invasion scare, when the Cromwell signal was transmitted. One offensive RN patrol was in the Channel. No more were, or could be, raised that night. The day after, no patrols were sent out. Only the second night was two patrols sent out. The fact is that the RN didn't have flotillas available in the Channel area at a short notice at this time and there were no destroyers or cruisers based between Portsmouth and the Channel Estuary. They had been chased away by the Luftwaffe.
Hudsons: the Hudson CC force was not trained or equipped for anti-ship operations at the time, mainly for reconnaissance. The results of British low-level attacks in France (the AASF was more or less demolished) indicates that such a venture against a landing fleet bristling with AA weapons would have been a disaster. The two CC dedicated torpedo squadrons of Beauforts had only just started torpedo training and was not operational with their weapons.
MTB's: The RN MTB force at this time was more or less a joke. This is shown by their lack of results against the German coastal traffic along the French coast at this time. The landing fleet was to be much better defended than those convoys.
Fred
Zitat von: Leandros am 22 März 2012, 10:05:25
Knouterer: I do not find your suggested estimation of the British response to an enemy landing unrealistic. However, as many others, you assume that the Germans wouldn't, or couldn't, shoot back - or bomb ahead.....:)....As for Beach B, this area would have the support of the whole refurbished Stuka force. Static coastal artillery positions are very forgiving Stuka targets....:)....The Germans might have thought of that. In addition to a few other bombers. Quite a lot, actually.
Another aspect: The Luftwaffe orders for Seelöwe was to harass the RN in their ports from S-day minus 10 to S-day minus 1. At that day the priority should be strategic targets, railways, roads, army concentration points, storage areas. On S-day everything should be concentrated on the assault itself.
The improvised artillery ships, some with 15 cm. guns, was also, I believe, meant to counter the shore batteries. If I remember correctly there was at least nine of those vessels dedicated to Beach B. What of the armaments of the transports themselves? I do not have details on this but I am working at it.
Firstly: That any RN destroyers would stick their heads into the mellee during daytime is contradicted by contemporary events. Apart from the fact that they had standing orders not to venture into the Channel in daylight (a result of previous experiences), this is confirmed by their lack of action during the only real invasion scare, when the Cromwell signal was transmitted. One offensive RN patrol was in the Channel. No more were, or could be, raised that night. The day after, no patrols were sent out. Only the second night was two patrols sent out. The fact is that the RN didn't have flotillas available in the Channel area at a short notice at this time and there were no destroyers or cruisers based between Portsmouth and the Channel Estuary. They had been chased away by the Luftwaffe.
Hudsons: the Hudson CC force was not trained or equipped for anti-ship operations at the time, mainly for reconnaissance. The results of British low-level attacks in France (the AASF was more or less demolished) indicates that such a venture against a landing fleet bristling with AA weapons would have been a disaster. The two CC dedicated torpedo squadrons of Beauforts had only just started torpedo training and was not operational with their weapons.
MTB's: The RN MTB force at this time was more or less a joke. This is shown by their lack of results against the German coastal traffic along the French coast at this time. The landing fleet was to be much better defended than those convoys.
Fred
It would probably help this debate if Mr. Leander actually understood that the 'Cromwell' order applied only to the British army, and not to all three services. The order was actually transmitted to Eastern & Southern Commands, GHQ Reserve (IV & VII Corps), and HQ London District. It did not mean that an invasion was in progress, or even imminent.
The units to which it was transmitted were required to take up their Battle Stations, take over certain civilian telephone and telegraph lines, and designated liaison officers were to take up duties with the Civilian administration. The Home Guard were not part of the Cromwell order, but seemingly got wind of it and, Captain Mainwaring like, reacted with gusto, ringing Church Bells and blocking roads.
From the point of view of the Navy & RAF, it was an irrelevance. The RAF had already (on 6 September) issued Alert No. 1 (invasion imminent) and all RN cruisers, destroyers, and smaller craft were at immediate readiness during darkness, with regular boiler-cleaning stopped. This actually applied during the whole of September, by the way.
Consequently, when on the evening of 7 September observers from Dover reported sixty vessels at sea off Calais, four MTBs were despatched to investigate, and the regular night destroyer patrol was diverted to Calais to support two of the MTBs. The two MTBs made torpedo and machine gun attacks on vessels off Calais, but the German vessels quickly entered port before the destroyers arrived. In simple terms, the entire RN anti invasion force was ready for sea, but did not sail because there were no German vessels at sea for them to engage. Does Mr. Leander really believe that the RN should have sent some seventy cruisers and destroyers, together with hundreds of smaller auxiliary craft, to sea without any evidence that an invasion force was at sea, but with considerable evidence that it was not!?
Finally, the RN had no reason to operate in the Channel in daylight; what purpose would have been served, as the Kriegsmarine was not at sea in daylight either? There were, by the way, actually 8 destroyer flotillas within a maximum of eight hours' sailing time of Dover, although most of these were within four hours. When Mr. Leander states something as a fact, readers should always view it with a large piece of salt, and should not ask him to cite his sources as previous experience has shown that these will not be forthcoming.
Moin,
da ich gerade das operations record book der 53 Squadron am Wickel habe (die orb lassen sich mittlerweile online runterladen! Sollten sich die Leute, die meinen, dass die Invasionsflotten unentdeckt bleiben könnten mal anschauen. Da gab es jede Menge Aufklärungsflüge, die auch jede Menge Ergebnisse gebracht haben!) hier die Aktionen Patrouillien dieser einen Staffel in der Nacht vom 7.9.40 auf den 8.9.40:
20:20-23:08 Patrouiller E 1 mit einem Flugzeug (habe leider keine Ahnung was E 1 für eine Patrouille war)
19:00-22:03 Spezialpatrouille Zeebrügge
20:03-22:36 Hookos-Patrouille von Den Hague bis Ostende. Sicht 4-6 Meilen
19:55-22:07 Angriff auf Boulogne mit 5 Flugzeugen
04:05-06:16 Weitere Hookos-Patoille, jedoch wegen Nebels keine Sicht. (Nebel bedeutet aber auch, dass Seelöwe nicht stattfinden kann!)
Und wie gesagt, das waren nur die Aktionen einer Staffel
Gruß
Dirk
Edit: Morgenpatrouille 08.09 ergänzt
Hallo,
Es ist wirklich schon langweilig.
Dtl kann weiterhin nix, die Engländer weiterhin alles. Ok, die engländer können das Auslaufen erkennen, die 5000 Zerstörer, Kreuzer, Hafenschutz- und Motorboote können alle Landungsflotten finden und ALLE Transporter, Prähme, Rettungsboote versenken, und wenn das trotzdem nicht klappt, können die Kanonen bei Sheerness die Schiffe unter Feuer nehmen, und den Rest versenken. Oh ja, und die Armee wird jeden gelendeten dt. Soldaten noch am Strand gefangen nehmen. Oder kann die RAF sogar die Landungsflotten noch in den Häfen versenken? Da hab ich den Faden etwas verloren.
Aus irgendeinem Grund verkommt JEDE Seelöwe-Diskussion zur albernen Komödie.
Schade drum, werde wohl nie erfahren, ob die Landung möglich gewesen wäre, bzw wer gewonnen hätte...
mfg
alex
Zitat von: Bergedorf am 22 März 2012, 22:12:40
Moin,
da ich gerade das operations record book der 53 Squadron am Wickel habe (die orb lassen sich mittlerweile online runterladen! Sollten sich die Leute, die meinen, dass die Invasionsflotten unentdeckt bleiben könnten mal anschauen. Da gab es jede Menge Aufklärungsflüge, die auch jede Menge Ergebnisse gebracht haben!) hier die Aktionen Patrouillien dieser einen Staffel in der Nacht vom 7.9.40 auf den 8.9.40:
Schoene Arbeit, und genau das was man machen sollte.
Alles Gute
Andreas
Ps. @Huszar - jaja, es sind immer die anderen Schuld. Die Leute die meinen die Deutschen haetten es man versuchen sollen wuerden ja nie uebertreiben oder falsche Darstellungen machen. :MV: Ich glaube Dein Problem ist das Leandros auf Deiner Seite ist. Da er nachgewiesenermassen Probleme mit der Faktentreue hat laesst das die Deutschen in einem schlechteren Licht erscheinen als noetig.
Hallo, Andreas,
Wenn durch eine objektive Analyse nachgewiesen wird, dass die Landung nicht geglückt wäre - sei es durch ein Abfangen durch die RN, Angriffe der RAF, oder dem Widerstand der Armee - könnte ich das Ergebnis durchaus akzeptieren. Deswegen auch unser Projekt mit Dirk vor 1-2 Jahren. Führte leider zu nix, nur zu Streitereien, wer mehr übertreibt und "seine" Seite begünstigt.
Andere Seelöwe-Threads laufen ähnlich ab: jede Seite meint, "seine" Seite könnte alles lösen, die "andere" Seite garnix. Eine Diskussion kommt erst garnicht auf, nur der übliche Grabenkrieg wird durchgefochten (teilweise mit gegenseitigen Beleidigungen). Falls eine Seite irgendwas ausgräbt, was die eigene Seite stärkt, oder die andere Seite schwächt wird von der eigenen Partei schadenfroh aplaudiert, von der anderen Seite alles kleingeredet.
Nützt auch nicht viel, wenn Leute, die wenig bis keine Ahnung von der Materie haben, dazwischenhauen, oder längst abgekochte Sachen wieder aufkäuen, oder ihre Meinungen in Sachthreads breit kundtun.
Vor diesem Sche*** hab ich so ziemlich die Schnauze voll, und es ist auch langweilig, wenn an sich interessante Threads erneut den Bach hinuntergehen.
BTW: ich rechne mich nicht unbedingt zu der Pro-Partei, geschweige denn zur gleichen Partei wie Leandros.
Der überschwängiger Hurraoptimismus der Kontra-Partei ist mM genauso übertrieben, wie der uneingeschränkter Improvisationsglaube der Pro-Fraktion.
:|
mfg
alex
Dem kann ich so nur zustimmen.
Aber gerade deswegen fand ich den Eintrag von Dirk so interessant. Ich hatte bisher noch nie eine grosse Diskussion ueber die RAF Aufklaerungstaetigkeit gesehen, und das zu analysieren erscheint mir schon sehr relevant.
Die sich dann aufdraengende Frage ist was fuer Gegenmassnahmen die Deutschen ergriffen?
Alles Gute
Andreas
Moin Alex, Moin Andreas,
es gibt jede Menge Einzel-Themen, die man beleuchten und damit ein wenig mehr Licht in die Machbarkeit von Seelöwe bringen könnte. Problem ist nur immer, dass irgendwann einer meint das Thema mit Generalthesen beherschen zu können. Danach enden die Diskussionen tatsächlich ständig im Streit. Alex, unser Planspiel möchte ich aus meiner Sicht aber ausdrücklich nicht zu den sinnlosen Seelöwe-Diskussionen zählen. Da wurde doch der Blick für viele Dinge geschärft. Im wesentlichsten Punkt, nämlich dass Dover am S-Tag keineswegs genommen werden kann, stimmten wir dort sogar mit dem Planspiel der Heeresgruppe A vom 25.9.1940 überein.
Eines der m.E. interessanten Einzelthemen möchte ich hier dann auch noch hinzufügen.
In Ostende waren vor dem 17.10. (anscheinen auch vor dem 24.09.) genau 12 motorisierte Prähme angekommen, wovon 2 Stück gleich für mehrere Wochen in die Werft mußten (einer mit massiven Maschinenschäden, der andere hatte diverse andere Schäden, wie Schraube, Welle etc.). Am 17.10.1940 kamen 12 weitere mot Prähme dort an, von denen 4 nicht einsatzfähige Maschinen hatten. Da von Ostende aus 25 Schleppzüge hätten laufen sollen, hätten 25 mot Prähme dabei sein sollen. Bei einer Landung am 24.09 kann man aber nur von 10 ausgehen.
Gruß
Dirk
Hallo, Dirk,
Unser Planspiel hat tatsächlich diverse Sachen beleuchtet - neben Dover auch eben, dass die Küstenverteidigung ohne grössere Probleme hätte weggefegt werden können. Ich hab später selbst einige Simulationen laufen lassen, mit anderen Marschraten, Verteidigungsboni, Verluste, Einsatzzeitraum der Flieger, usw - die grundsätzlichen Ergebnisse blieben immer gleich. Ob jetzt ein Ort eine halbe Stunde früher, oder eine Stunde später fällt, ändert nicht viel.
Unsere Diskussion endete leider genauso, wie alle anderen Seelöwe-Threads: sinnloser Streit. (ja, wir waren beide daran sozusagen "schuld"). Jede Menge Neues trat allerdings dort und auch danach zu Tage! Interessant war für mich, wie unsicher (und teilweise falsch) die Ladeliste im Schenk ist.
Das mit den Generalthesen stimmt, ich würde aber auch die verschiedenartige Interpretation einiger Fakten dazunehmen.
mfg
alex
PS: blöd ist bei Seelöwe grundsätzlich, dass 1, anscheinend keiner damals so wirklich mit Nachdruck an den Vorbereitungen gearbeitet hat, und noch wichtiger 2, nie der Zeitpunkt erreicht wurde, wo unter Termindruck hätte gearbeitet werden müssen. Gerade deswegen bleibt vieles der Spakulation überlassen: wie viele Prähme wären wirklich angekommen (nach dem 07 oder 17.09 wars IRL schon egal!).
Hallo Alex,
ZitatPS: blöd ist bei Seelöwe grundsätzlich, dass 1, anscheinend keiner damals so wirklich mit Nachdruck an den Vorbereitungen gearbeitet hat, und noch wichtiger 2, nie der Zeitpunkt erreicht wurde, wo unter Termindruck hätte gearbeitet werden müssen. Gerade deswegen bleibt vieles der Spakulation überlassen: wie viele Prähme wären wirklich angekommen (nach dem 07 oder 17.09 wars IRL schon egal!).
Das mag vielleicht für die Luftwaffe gelten (wobei ich auch ewigen Schriftverkehr der Marine mit dem Luftgaustab z.b.V. 300 habe); das Heer hat jede Menge Vorbereitungen gemacht und scheint recht ordentlich organisiert gewesen zu sein und bei der Marine war es nicht ein Problem, dass die nicht mit Nachdruck gearbeitet haben, sondern, dass die einfach an allen Fronten völlig überlastet waren. Btw. liegen in Freiburg alleine im Bereich Admiral Frankreich (mit untergebenen Stellen) über 200 Akten zu Seelöwe.
Die Verladeliste aus dem Schenk habe ich gerade etwas deatilierter in einer Akte der KMD Ostende gefunden. Datum 15.10.40. Da gibt es für die 17.. I.D. auch Ladelisten für einzelne Prähme. Für die Tranportdampfer die Ostende zugeteilt waren dürften auch Verladeliste vorhanden sein. Für den Dfr. Donau (der aufrund Fliegerbombe am 24.09. nicht zur Verfügung gestanden hätte) habe ich die Liste vorliegen. Für die habe ich auch Angaben über jeden Laderaum und Kran. Es ist jede Menge an Unterlagen da, leider dauert, das sichten und Aufarbeiten nur eben einige Zeit.
Gruß
Dirk
Nachtrag: Für den Termin 24.09. hätten m.E. kaum mehr Prähme in den Einsatzhäfen sein können. Bis zur Verschiebung auf unbestimmte Zeit wurde mit Nachdruck versucht die Kähne zu überführen und danach war das Wetter zunächst zu schlecht für Überführungen. Besser wurde das Wetter erst zu Zeitpunkten wo die Prähme schon hätten beladen sein müssen. Ferner hätten noch Unmengen an anderen Schiffen/ Booten überführt werden müssen wie z.B. Schlepper, Stoßboote, Artillerieträger (keiner im Westen), Gruppenführerboote (keins im Westen) und Lazarettschiffe (keins im Westen).
Nachtrag 2:
@Alex: Ich habe mich ein wenig weiter in die Unterlagen des Palnspieles der HGr A reingelesen: was auffällt ist, dass die Vormarschraten dort erheblich geringer sind als bei unersem Planspiel. Der RMC wurde z.B. in Masse erst am Morgen des S+2 Tages überschritten (das die Bewegungen der Briten dann natürlich auch wohl langsamer als in unserm Planspiel stattfinden würden ist selbstverständlich)
Ich hatte lange überlegt, ob ich zu Deiner Aussage, dass d.E. die Küstenverteidigung "ohne Probleme hätte weggefegt werden können" Stellung nehme. Ich tue es jetzt einfach mal:
Hinsichtlich der Landeabschnitte C und D kann ich diese Aussage (alles natürlich unter der Voraussetzung das die Landungsflotten einigermaßen geordnet und vollständig ankommen) ggf. noch akzeptieren. Bei Strand B würde ich zumindest das "ohne Probleme" gestrichen haben wollen. Der Strand dort war besonders befestigt und recht gut verteidigt. Das bei einer Abwehr einer Seelandung Eine Kompanie pro Kilometer nicht zu vernachlässigen ist habe ich weiter oben schon mit dem Beispiel Dieppe verdeutlicht und möchte als weiteres Beispiel Omaha Beach ins Felde führen, wo nach Heimdahl: The D.Day Landing Beaches anscheinend 3 Kompanien vorne mit einer weiter hinten auf 7km Abschnitt, den Amerikanern hestigste Verluste bereitet haben.
Ferner scheint es, nach den Unterlagen für das Planspiel der HGr A so, als ob den Dt. die ganzen Batterien in dem Abscnitt nicht bekannt waren, zumindest werden in der Feinlagebeurteilung dort nur die Batterien bei Dover und bei Newhaven genannt. Wenn es dann noch so sein sollte, dass die Sonderprähme für die Tauchpanzer nicht zur Stelle waren (wonach es für einen Seelöwe-Termin Ende Sptember aussieht), dann sehe ich relativ schwarz für eine Landung in diesem Abschnitt. Bitte Beachte auch, dass für das QJM die Verluste bei Flußüberquerungen für den Angreifer erheblich angehoben wurden: http://www.dupuyinstitute.org/ubb/Forum2/HTML/000042.html
Insofern möchte ich Deine Aussage zumindest hinsichtlich (der besonders wichtigen) Landezone B nicht teilen.
Re: RAF-Aufklärung: From the Weekly resumé to the War Cabinet, on the period 12-19 Sept:
"15. There is no change in the situation of the German Main Units since last
week. Results of photographic reconnaissance showed the following at Cherbourg
on the 15th : 15 merchant vessels, 5 destroyers, 6 torpedo boats, 9 mine-sweepers
and 4 E-Boats. Movements of shipping and barges, chiefly in a Westerly
direction, have continued and on the 16th reconnaissance showed activity at
Ymuiden, The Scheldt, Zeebrugge, Dunkirk and Calais. There is as yet no sign of
loading or unloading activity on the part of the numerous barges which are still
kept moored in large groups in various harbours. Air reconnaissance on the
18th showed a reduction in the number of barges at Flushing, Ostend and Dunkirk,
while at Boulogne there was an increase of 80 barges."
Source: http://filestore.nationalarchives.gov.uk/pdfs/small/cab-66-12-wp-40-381-11.pdf
Ich würde mal davon ausgehen dass die Briten offenbar ziemlich genau Bescheid wussten über die Lage in den Absprunghäfen und dass umfangreiche Verladetätigkeiten und Schiffsbewegungen ab etwa S-6 ihnen höchstwahrscheinlich nicht verborgen geblieben wären.
@Leandros: "Coastal Command Hudsons not trained or equipped for anti-shipping operations" ??? I think you may be confusing them with the Luftwaffe.
In fact, in the second half of 1940 CC became more active in interdicting enemy shipping as restrictions on attacking merchant vessels were gradually lifted by the Air Ministry. The first successful attack was carried out by a Hudson on 29 April against a German merchant vessel in Grimstad Fjord.
From 1 June to 31 December 1940 CC carried out 141 bombing attacks on merchant vessels at sea, with 30 ships suffering direct hits. Of those, Hudsons scored 16, Blenheims 13, and Ansons 1. Additionally, in those 141 attacks, 37 vessels were damaged.
Source: Hendrie, A.: The Cinderella Service; RAF Coastal Command 1939-1945, 2006, p. 131-136.
Of course, we should be a bit careful with the above numbers as they probably represent claims rather than verified fact. On the other hand, these were (mostly, I suppose) attacks on ships under way, whereas in the Seelöwe scenario they would be attacking lines of ships at anchor, a much easier target.
The bomb load of a Hudson at this time was usually 3 x 250 lb (113 kg) bombs, admittedly not much for an aircraft that size, but they needed to carry a lot of fuel for long-range patrols.
P.S. I find your remark about "bristling with AA guns" rather amusing. Could you please explain why you think a few 20 mm guns and MGs bolted on to transporters, fishing boats etc. would deter RAF pilots while LW pilots would unhesitatingly attack much more "bristling" RN ships?
Nur kurz ein paar Worte.
a.) Wenn keine Fakten / Zahlen etc. vorhanden sind ist es nmM durchaus angebracht Vergleichszahlen von anderen Operationen ... heranzuziehen. Einfach um "ein Gefühl" für das Problem zu bekommen. Das sollte aber nicht dazu verleiten das diese Zahlen direkt in die "eigenen Alternativszenarios" zu übernehmen sind.
Wenn ich dann lese das als Vergleich zur britischen Verteidigung die deutsche Verteidigung von Dieppe 1942 genommen wird halte ich das schlichtweg für völligen Unsinn. Einfach mal als das Gelände ansehen. Bei Dieppe nach dem Strand Steilküste - in den deutschen Landungszonen nichts dergleichen - ziemlich flaches Land.
Das Gelände hat aber nun eine sehr großen Einfluß auf den Bedarf und Verteilung von Verteidigungskräften. Bei Dieppe haben einige MG´s gelangt um den Gegner aufzuhalten, in flachen Gelände ist das aber völlig anders.
b.) Euer Szenario war letztlich ein "Aufrechnen" von Kräften. Da gab es keine Überraschung, keine Friktionen - nichts dergleichen. Um deren uU sehr großen Einfluß festzumachen - einfach mal bei KH Frieser "Blitzkrieglegende" nachlesen (Übergang von Guderians Panzerkorps über die Maas).
Was das Szenario, nmM, völlig unglaubwürdig machte -neben dem reinen Aufrechnen von Kräften- war die Tatsache das jede Bewegung dem "anderen" bekannt war und lang diskutiert wurde.
c.) Ebensowenig eingerechnet waren die Eigenarten der beiden Heere und ihrer Befehlshaber. Es ist zwar immer wieder angesprochen worden, aber nmW, nie irgendwo "in Regeln" festgehalten worden. Damit meine zb. die Tatsache das das deutsche Heer die Auftragstaktik + die Zusammenarbeit der Waffen fast bis zur Perfektion gebracht hatte, die hohe Aktions- und Reaktionsgeschwindigkeit des dt. Heeres -- das britische Heer dagegen hatte noch 1942 damit erhebliche Schwierigkeiten wie man am Beispiel der Kämpfe in Afrika Mai / Juni 42 sehr sehr deutlich sehen kann. Die Eigenarten der unterschiedlichen Befehlshaber wurde ja nicht einmal angedacht.
Hallo Stefan.
a) Rottingdean, Cuckmere Haven und Cliffs End sind ganz bestimmt nicht flaches Land. Und Omaha Beach war flache Küste. Ich würde es aber gut finden wenn das Thema näher beleuchtet wird. Ohne nähere Begründung kann ich nähmlich Alex´s These, dass 1 Btl auf 4km extrem dünn ist, für die Küstenverteidigung nähmlioch nicht akzeptieren.
b) Um das Spiel geht es nicht mehr
c) Auftragstaktik etc. ist nach der Systematik des QJM in CEV enthalten und somit berücksichtigt.
Gruß
Dirk
Nachtrag: BTW kann ich hier:http://books.google.de/books?id=haYDMTzkAg0C&printsec=frontcover&dq=dieppe&hl=de&sa=X&ei=abBvT6bpG4LusgbypuHFAg&ved=0CFUQ6AEwBA#v=onepage&q=dieppe&f=false S. 10 keine Steilküste erkennen!
Hier noch eine schöne Karte: http://www.ibiblio.org/hyperwar/UN/Canada/CA/SixYears/maps/SixYears-5.jpg
Da sieht mann gut, dass in den flachen Abschnitten auch nur in etwa eine Kompanie je Kilometer gestanden hat. Und die Landungen dort sind ja auch grandios gescheitert (und das trotz besserer Feuerunterstützung und besserer Landungsfahrzeuge es die Dt. bei Seelöwe gehabt hätten)
Hallo, ihr beiden,
Bei den drei gesicherten Abschnitten (Absch E lasse ich bei den Diskussionen bewusst ausser Acht!), gabs lediglich im Westen von Absch. C etwas, was als Steilküste bezeichnet werden kann. Die dortige Verteidigung war allerdings komplett unzureichend (weniger, als ein Zug Home Defence).
Alles andere war flacher bis flachester Sand/Kieselstrand, Georgaphie gabs erst weeeeeit im Hinterland. Im Gegensatz gabs sowohl bei Dieppe, als auch bei Omaha Steilküste direkt am Meer, mit sehr wenigen Durchgängen ins Landesinnere. Zugegebener Massen, das Landesinnere WAR flach - nicht aber die Küste! :wink:
Obwohl Absch. B der noch am weitesten befestigte Abschnitt aus den dreien war, eine übermässige Befestigung gabs auch dort nicht (mit Ausnahme Dymchurch Redoubt). Mit den wenigen Kräften könnte auch beim Vorhandensein von rückwärtigen Ausweichstellungen diese nicht besetzt werden. Jeder Angriff, der die vorhandene erste Linie durchbricht, ist schon in der Tiefe der Verteidigung.
Ich verfeinere meine Aussage als Kompromissvorschlag: Die Küstenverteidigung könnte ohne grössere Probleme weggefegt werden. :-D
Ich habe bei meinen eingenen Nachrechnungen auch mit den Vormarschraten gespielt, Unterschied war im Grossen und Ganzen minimal.
@Stefan:
Punkt a sehe ich genauso, Punkt c haben wir zumindest versucht, in den REgeln darzustellen (massiver Bonus für Dtl).
Den Reserveeinsatz - zumindest die Diskussion über diesen - halte ich noch für haltbar, es gab einige absolut unlogische Einsätze, die durch diese Diskussion verhindert, bzw eingedämmt werden konnte. Viel störender war, dass der "Spieler" über Stärke und Dislokation der GEgenkräfte informiert war, obwohl die Offiziere IRL die nicht oder nur begrenzt hätten wissen können. Ergebnis war wunderbar geleitetes Arifeuer (tja, all die Kirchentürme, die voller VBs sind...), bzw gegenseitige Abschuldigungen, es würden gerade genügend Kräfte eingesetzt, um einen erfolgreichen Angriff hinzulegen, einen solchen zu vehindern, bzw keine Angriffe zu führen, die erfolglos bleiben würden.
Über die Möglichkeit, Zufall irgendwie ins Spiel zu bringen, habe ich sehr lange nachgedacht, hab aber keine wirkliche Lösung gefunden. Mir ist bewusst, dass Zufall gerade in solchen Situation sogar noch wichtiger ist, als die reine Kampfkraft (wie oft ist es vorgekommen, dass ein einziger MG-Schütze ganze gegnerische Kompanien stundenlang aufgehalten hat? :roll:), wie aber die Chance für einen Zufall auf die beiden Seiten verteilen? Jede Seite genausoviel? Eine unterschiedliche Menge? Unterschiedliche Menge für jede Art von Kampfkompanie? Wie den "Einsatz" von Zufall steuern?
mfg
alex
Hallo Dirk
Im Falle Dieppe wirkte die Steilküste mit den wenigen Durchlässen für jeden Angriff kanalisierend. Und solche Durchlässe können oft durch verhältnismäßig Truppen gesperrt werden, bzw. der Angriff soweit verzögert werden das Reserven rechtzeitig ankommen. In offenem Gelände nimmst du dafür Geländeverstärkungen wie Minenfelder, Stacheldraht, Hangabstiche, Panzergräben.
Die Angrifftruppen mußten dazu in starkem flankierten Feuer angreifen.
Du hast bei Dieppe ein recht gutes Verteidigungsgelände, im Falle Seelöwe eher nicht.
"QJM in CEV"? Ah, ok. Das heißt wahrscheinlich "Qualitätsmanagment" (QJM) bei einer Abart von Geleitträgern (CEV)?
Hallo Alex
ZitatÜber die Möglichkeit, Zufall irgendwie ins Spiel zu bringen, habe ich sehr lange nachgedacht, hab aber keine wirkliche Lösung gefunden. Mir ist bewusst, dass Zufall gerade in solchen Situation sogar noch wichtiger ist, als die reine Kampfkraft (wie oft ist es vorgekommen, dass ein einziger MG-Schütze ganze gegnerische Kompanien stundenlang aufgehalten hat? rolleyes), wie aber die Chance für einen Zufall auf die beiden Seiten verteilen? Jede Seite genausoviel? Eine unterschiedliche Menge? Unterschiedliche Menge für jede Art von Kampfkompanie? Wie den "Einsatz" von Zufall steuern?
Ich hatte damals den Vorschlag gemacht mit einem (oder mehreren ?) Schiedsrichtern zu arbeiten. Der / die hätte(n) sich natürlich sehr neutral verhalten müssen und beide Armeen / Heere recht gut kennen müssen. Die beiden Spieler schicken ihm ihre Züge zu und der wertet sie aus und schickt das Ergebnis an beide zurück. Zufall kann, wie bei Übungen zb. der Bw, durch simples Würfeln hineingebracht werden.
Hallo ihr beiden,
ich gebe ja gerne zu das es bei Dieppe Steilküsten gab, die eine Entfaltung der gelandeten Truppen hätten behindern können, aber Fakt ist dass die Masse der Truppen in einen flachen Abschnitt gelandet sind und nicht einmal zur Entfaltung kamen. Omaha Beach... okay zumindest nicht so flach wie Romney March, dafür sollen dort aber wohl über 30.000 Amis lediglich 2.000 Deutschen gegenübergestanden haben, dazu bessere Landungsfahrzeuge und massive Feuerunterstützung aus Luft und See.
QJM=Quantified Judgement Method of Analysis von Trevor Dupuy
CEV= Combat Efficency Value (oder so ähnlich)
hatten wir dort alles ausgiebig diskutiert, weshalb ich dachte das Dir die Begriffe bekannt sind.
ZitatIch verfeinere meine Aussage als Kompromissvorschlag: Die Küstenverteidigung könnte ohne grössere Probleme weggefegt werden.
Schon besser. Wenn ich es formulieren müßte würde ich allerdings eher sagen: "in der Masse könnte die Küstenverteidigung nach harten Kämpfen niedergekämpft werden". Im übrigen ging die Heeresgruppe A bei Ihrem Planspiel am 25.9.40 davon aus, dass die Landung des rechten Flügels der 17. ID südlich Hythe nicht klappt und die weiter südlich an Land gehen müssen.
Ach so und das die Strandverteidigungen nur gering ausgebaut waren, dafür habe ich beisher noch keinen Beleg gesehen. Für das Gegenteil allerdings auch nicht. Bekannt ist nur, dass die Strandausgänge u.a. durch Minenfelder versperrt werden sollten . In den Feinnachrichten der HGr A findet sich noch ein Hinweis auf einen vermuteten Panzergraben von Lydd bis New Romney.
Gruß
Dirk
Nachtrag: Ach so, Besetzung Cliffs End war von uns nur einfach so für das Spiel angenommen worden. Die tatsächliche Besetzung ist mir nicht bekannt.
Hallo
Zitatich gebe ja gerne zu das es bei Dieppe Steilküsten gab, die eine Entfaltung der gelandeten Truppen hätten behindern können, aber Fakt ist dass die Masse der Truppen in einen flachen Abschnitt gelandet sind und nicht einmal zur Entfaltung kamen.
Warum kamen sie nicht zur Entfaltung?
Ich hab irgendwann aufgehört eure Diskussion dort weiter zu verfolgen - drum waren mir die Abkürzung QJM / CEV nicht bekannt.Die Hauptgründe dafür hab ich bereits genannt - siehe b + c. Übrigens, und das wußte ich gar nicht, wird unten ein weiterer Grund für das Unreale eures Spiels deutlich. Ohne annährendes Wissen wie die br. Küstenverteidigung (und dazu gehört mehr als Artillerie) beschaffen war kommt sicherlich kein einigermaßen realistisches Szenario heraus.
Und folgende Aussage meine ich:
ZitatAch so und das die Strandverteidigungen nur gering ausgebaut waren, dafür habe ich beisher noch keinen Beleg gesehen. Für das Gegenteil allerdings auch nicht. Bekannt ist nur, dass die Strandausgänge u.a. durch Minenfelder versperrt werden sollten .
Ansonsten halte ich mich jetzt wieder raus.
PS
Die Verteidigung von Dieppe:
http://forum-marinearchiv.de/coppermine/displayimage.php?pid=3771&fullsize=1
Moin Stefan,
ZitatWarum kamen sie nicht zur Entfaltung?
Sag Du es mir...
ZitatIch hab irgendwann aufgehört eure Diskussion dort weiter zu verfolgen - drum waren mir die Abkürzung QJM / CEV nicht bekannt.Die Hauptgründe dafür hab ich bereits genannt - siehe b + c. Übrigens, und das wußte ich gar nicht, wird unten ein weiterer Grund für das Unreale eures Spiels deutlich. Ohne annährendes Wissen wie die br. Küstenverteidigung (und dazu gehört mehr als Artillerie) beschaffen war kommt sicherlich kein einigermaßen realistisches Szenario heraus.
Wir hatten das dann einfach mit der geringeren Befestigungstufe (so wie Feldbefestigungen) bewertet.
Zu Deinem Bild: Strand Weiß und Rot sind flach und da fanden die Hauptlandungen statt. Bitt beachtet auch, dass es im Seelöweabschnitt B auch wenigstens die Sea Wall gab, die zum einem dem Verteidiger zusätzliche Deckung gibt und zum anderen wohl als Panzerhinderniss anzusehen ist.
Gruß
Dirk
eigentlich sollte das PPS sein:
bei Google-Earth sind ja Fotos enthalten - einfach mal anschaun. Da bekommt man einen Eindruck vom Gelände.
Zu Dieppe finde ich folgende sehr aufschlußreich (u.a.) (auch wegen der Aussage: Masse der Truppen in einen flachen Abschnitt gelandet sind)
Westseite:
http://www.panoramio.com/photo/57943684?source=wapi&referrer=kh.google.com
http://www.panoramio.com/photo/63967035?source=wapi&referrer=kh.google.com
http://www.panoramio.com/photo/5477355?source=wapi&referrer=kh.google.com
Ostseite
http://v3.cache2.c.bigcache.googleapis.com/static.panoramio.com/photos/original/23323284.jpg?redirect_counter=1
nach der Operation
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/98/Bundesarchiv_Bild_101I-291-1230-13%2C_Dieppe%2C_Landungsversuch%2C_tote_alliierte_Soldaten.jpg/220px-Bundesarchiv_Bild_101I-291-1230-13%2C_Dieppe%2C_Landungsversuch%2C_tote_alliierte_Soldaten.jpg = http://en.wikipedia.org/wiki/Enfilade_and_defilade
edit:
das Foto ist nicht Dieppe sondern von Puys - westl. Dieppe
http://v4.cache6.c.bigcache.googleapis.com/static.panoramio.com/photos/original/11438964.jpg?redirect_counter=1
Ja, das erste Bild zeigt ja die flachen Abschnitte Weiß und Rot....
es zeigt VOR ALLEM das flankierte Schußfeld.
nimm noch die MG´s von der anderen Seite und das MG im Bunker (war von folgender Seite http://en.wikipedia.org/wiki/Enfilade_and_defilade)
hast du perfektes Kreuzfeuer.
http://archaeologydataservice.ac.uk/archives/view/dob/gallery.cfm?sn=401&CFID=19224&CFTOKEN=D2906B85-8017-418F-86D9B31E84FC216D
hier kann man sich für Google-Earth kmz für die (alle im 2.WK gebauten!!) Bunker .... runterladen.
http://archaeologydataservice.ac.uk/archives/view/dob/download.cfm?CFID=19224&CFTOKEN=D2906B85-8017-418F-86D9B31E84FC216D
ja, in etwa so wie im Landungsabschnitt des 21. InfRgts. Der Abschnitt lag nur ca. 1.000m von den Höhen nördlich des Royal Military Channels entfernt. Das dürfte dann dem Strand Weiß entsprechen und der Strand Rot dürfte was MG-Feuer anbetrifft schon außerhalb der wirksamen MG-Recihweite sein.
Zitat von: Bergedorf am 26 März 2012, 22:25:51
ja, in etwa so wie im Landungsabschnitt des 21. InfRgts. Der Abschnitt lag nur ca. 1.000m von den Höhen nördlich des Royal Military Channels entfernt. Das dürfte dann dem Strand Weiß entsprechen und der Strand Rot dürfte was MG-Feuer anbetrifft schon außerhalb der wirksamen MG-Recihweite sein.
genau
Zitat von: mhorgran am 26 März 2012, 22:49:51
Zitat von: Bergedorf am 26 März 2012, 22:25:51
ja, in etwa so wie im Landungsabschnitt des 21. InfRgts. Der Abschnitt lag nur ca. 1.000m von den Höhen nördlich des Royal Military Channels entfernt. Das dürfte dann dem Strand Weiß entsprechen und der Strand Rot dürfte was MG-Feuer anbetrifft schon außerhalb der wirksamen MG-Recihweite sein.
genau
Da passt die Annahme aus dem Planspiel der HGr A dann auch gut zu, wo die Landung dort ja hat auch nicht stattfinden können.
Also Zwischenstand (nur Landezone B);
Landeabschnitt IR 21 hohe Wahrscheinlichkeit des Scheiterns, da:
- In etwa ähnliche Verteidigerdichte wie bei Dieppe
- Ähnliches Gelände wie Dieppe (Strand Weiß)
- ähnliche Anzahl an Angreifern, allerdings
- ohne Panzer und
- zeitlich gestaffelter eintreffend, zudem
- schlechtere Landungsfahrzeuge und
- geringere Feuerunterstützung
Für den Rest der Landezone sind die bieher herausgearbeiten Faktoren in etwa so:
- Angreifer und Verteidigerdichte ähnlich Dieppe
- etwas schlechtere Verteidigerdichte als bei Omaha (für den Angreifer schlechter)
- deutlich besseres Gelände als bei Dieppe, etwas besseres Gelände als bei Omaha
- Bei IR 55 allerdings Flankierung durch Grand Redoubt
- Landungsfahrzeuge schlechter
- Feuerunterstützung geringer als bei Dieppe und gegenüber Omaha erheblich geringer
- wiederum sehr gestaffelte Anlandung
Für mich sieht das da zumindest nach starken Verlusten für den Angreifer aus?
Viele Grüße
Dirk
P.S.: Natürlich alles unter der Vorraussetzung, dass die Landungsflotte halbwegs ungeschoren durchgekommen ist.
wenndst moanst wärts scho so sei
"genau" war im übrigen ein Scherz. Ich kann nur noch ein weiteres Mal auf PostNr. 476 verweisen. Im gleichen Stil gehts nämlich weiter.
dann erklär mir doch mal den Unterschied zwischen Beach White und der Landezone des IR 21 bei Seelöwe. Ich kann da keinen wesentlichen Unterschied erkennen...
Hallo, Dirk,
Bei deiner Aufzählung IR 21 hast du etwas vergessen:
- Verteidiger weniger Kampfwert als bei Dieppe. An sich der Untershied WH/Army, andererseits standen in/um Hythe höchstwahrscheinlich lediglich Ausbildungstruppen. Zwar konnten wir nicht klären, ob das Pionier-Ausbildungs-Btl, das Kavallerie-Ausbildungs-Btl, oder die SMall Arms School Hythe (Waffenschule) dort stand, eines dieser drei muss es aber gewesen sein - die Btl der 1.LondonDiv standen so ziemlich gesichert weiter östlich :wink:
Ob es auf den Höhen westlich Hythe überhaupt irgendwelche Truppen standen, ist mehr, als fraglich.
Bei Dymchurch Sea Wall hab ich dich schon damals darauf hingewiesen, dass der heutige Ausbau aus der Nachkriegszeit stammt, 1940 war die Mauer wesentlich weniger beeindruckend.
Übrige Strandbefestigung: sieh dir mal an, welche Qualen sich sowohl im 1wk, als auch im 2wk die Verteidiger sich bei Ausbau ihrer Stellungen gemacht haben. Durchgehende Minenfelder, Staheldracht, Sperren und Hnidernisse (in mehreren Reihen), mehrere Ausweichstellungen, ERdbunker und Unterstände, Gefechtsvorposten, und das alles in einer Tiefe von einigen Kilometer. Inklusive Reserven. Und das alles doppelt und dreifach. DAS wäre "feldmässige Befestigung"! 1-2 Bunker pro Km, ein-zwei Gräben, eine Reihe Stacheldraht (nicht durchgehend), wenige verstreute Minen, ohne rückwärtige Stellungen und Reserven (diese Ausbaustufe hast du damals selbst eingestellt), ist ein schlechter Witz.
(Übrigens: die Diskussion gleitet wieder in Richtung ab, die Engländer waren suuuuper, die Dt zu blöd, um Dtl auf einer Landkarte zu finden).
mfg
alex
Zitat von: Bergedorf am 27 März 2012, 00:58:10
dann erklär mir doch mal den Unterschied zwischen Beach White und der Landezone des IR 21 bei Seelöwe. Ich kann da keinen wesentlichen Unterschied erkennen...
Ich rede von Kreuzfeuer im gesamten Landebereich bei Dieppe - du spricht von Feuer aus dem rückwärtigen Raum im LR B.
ZitatDas dürfte dann dem Strand Weiß entsprechen und der Strand Rot dürfte was MG-Feuer anbetrifft schon außerhalb der wirksamen MG-Recihweite sein.
schau dir nochmal die Karte an.
Wenn nicht bekannt ist wo die britischen Befestigungen waren erübrigt sich jegliche Diskussion
Zitat(Übrigens: die Diskussion gleitet wieder in Richtung ab, die Engländer waren suuuuper, die Dt zu blöd, um Dtl auf einer Landkarte zu finden).
völlig richtig Alex
Moin,
ZitatBei deiner Aufzählung IR 21 hast du etwas vergessen:
- Verteidiger weniger Kampfwert als bei Dieppe. An sich der Untershied WH/Army, andererseits standen in/um Hythe höchstwahrscheinlich lediglich Ausbildungstruppen. Zwar konnten wir nicht klären, ob das Pionier-Ausbildungs-Btl, das Kavallerie-Ausbildungs-Btl, oder die SMall Arms School Hythe (Waffenschule) dort stand, eines dieser drei muss es aber gewesen sein - die Btl der 1.LondonDiv standen so ziemlich gesichert weiter östlich
In dem Abschnitt (Hythe/Folkestone) standen nach KZB der 1st London Division, noch die Masse eines Home Defence Bn (ich meine 8th Buffs), dazu ein OTU, eine Stevedore Group (wohl nicht viel Kampfwert , aber eine Menge Leute) und noch so eine Hafenpioniereinheit (habe die Bezeichnung gerade nicht präsent). SAS dürfte einen ganz guten Kampfwert gehabt haben. Die Deutschen Truppen bei Dieppe waren im übrigen auch nicht erster Klasse (ganz zu schweigen von Omaha).
ZitatBei Dymchurch Sea Wall hab ich dich schon damals darauf hingewiesen, dass der heutige Ausbau aus der Nachkriegszeit stammt, 1940 war die Mauer wesentlich weniger beeindruckend.
Hast Du ein Bild vom Ausbaustand 1940?
Zitat(Übrigens: die Diskussion gleitet wieder in Richtung ab, die Engländer waren suuuuper, die Dt zu blöd, um Dtl auf einer Landkarte zu finden).
Solche Sätze bringen nichts und werden auch nicht richtiger je häufiger man sie wiederholt.
ZitatIch rede von Kreuzfeuer im gesamten Landebereich bei Dieppe - du spricht von Feuer aus dem rückwärtigen Raum im LR B.
Dann schau Dir mal dort die Karte an. Die Landezone des IR 21 ist Flankiert von den Höhen hinter dem RMC und von Dymchurch Redoubt, wieso soll dort kein Kreuzfeuer möglich sein.
Zitatschau dir nochmal die Karte an.
Strand rot würde ich gut 3km von den Höhen entfernt einschätzen. Also gerade an der Reichweitengrenze von nem MG 34 auf Lafrette (hatten die Dt. da oben sMG?). Allerdings dürften die MGs auf dem Hügel wohl eher mit Strand White beschäftigt sein, als dass sie gezieltes Kreuzfeuer auf Strand Red hätten geben können.
ZitatWenn nicht bekannt ist wo die britischen Befestigungen waren erübrigt sich jegliche Diskussion
Dann erübrigen sich aber erst recht solche Aussagen, wie dass die Strandverteidigung leicht hätte "weggefegt werden können", was im übrigen der Ausgangspunkt für diese Diskussion war.
Gruß
Dirk
Hallo, Dirk,
ZitatIn dem Abschnitt (Hythe/Folkestone) standen nach KZB der 1st London Division, noch die Masse eines Home Defence Bn (ich meine 8th Buffs), dazu ein OTU, eine Stevedore Group (wohl nicht viel Kampfwert , aber eine Menge Leute) und noch so eine Hafenpioniereinheit (habe die Bezeichnung gerade nicht präsent). SAS dürfte einen ganz guten Kampfwert gehabt haben.
1, Soweit ich mich erinnern kann, ist ein Btl oben bei Hawkinge AFB, ein anderes bei Lympe AFB (die HD-Leute) gesichert, die beiden anderen normalen Kampf-Btl bei Folkstone und weiter östlich/nördlich.
2, was du an weiteren "Truppen" aufgezählt hast, taugt bestenfalls dazu, die engl. Verluste in die Höhe zu treiben und/oder den dt Vormarsch durch massenhaft Kriegsgefangenen zu verlangsamen (Ironie ist kein Land, wo Ironen leben).
3, Wieso jetzt SAS Hythe einen "ganz guten Kampfwert" haben sollte, entzieht sich meiner Kenntnis.
4, ein guter Teil dieser aufgezählten Truppen wird sich in Folkstone selbst befinden, und/oder mit der Fallilandung alle Hände voll haben.
ZitatSolche Sätze bringen nichts und werden auch nicht richtiger je häufiger man sie wiederholt.
Generelle Aussagen und Wunschdenken ebenfalls nicht. :wink:
mfg
alex
PS: da wir wieder dort angelangt sind, dass gegen vorgefasste Konzeptionen die Gegenseite Beweise bringen muss, steige ich (erneut) aus. Macht keinen Sinn...
Hast Recht dass es keinen Sinn macht. Aber wie gesagt, die ursprüngliche unbewiesene Aussage kam von Dir. Und es macht nicht viel Spaß sich dafür anschießen zu lassen nur weil man eine unbewiesene Behauptung auf dem Prüfstand stellt.
SAS ist die Ausbildungsschule für Schießlehrer. Was Schießkunst anbetrifft dürften die also ganz weit oben stehen. Nach mir vorliegenden Unterlagen aus Anfang 1941 hatte die eine Stärke von ca. 850 Mann.
Hallo, Dirk,
Nun, in unserem Planspiel damals WURDE die Küstenverteidigung ohne grössere Probleme weggefegt. Auch in Zone B - die wohl am besten befestigte und besetzte Zone - treffen 4 Rgt mit Panzerunterstützung auf knapp 4 Btl. Ich halte es für wesentlich wahrscheinlicher, dass diese Verteidigung weggefegt wird, als dass die Verteidigung stand halten kann. Für mehr, als eine Stunde.
Argumente bzw Beweise bzw Beispiele, die diesem Ergebnis widerlaufen würden, hab ich noch nicht gesehen.
ZitatSAS ist die Ausbildungsschule für Schießlehrer. Was Schießkunst anbetrifft dürften die also ganz weit oben stehen. Nach mir vorliegenden Unterlagen aus Anfang 1941 hatte die eine Stärke von ca. 850 Mann
Tja, und die Wehrmacht hatte Anfang 1941 eine Stärke von was? 3millionen? Beide Grössen sagen nix darüber aus, was bei Hythe steht. Ich hoffe, dir ist bekannt, dass sich die Masse der Small Arms School NICHT in der Schule selbst befand, sondern bei der Truppe überall in der Welt.
Schiesskunst hat nur einen Teil damit zu tun, wie gut die Truppe ist. Ansonsten wäre eine Brigade, bestehend aus Wilderern wohl die beste Truppe des 2wks gewesen.
mfg
alex
Re: SAS-ausbilder (und azubis): wir dürfen wohl annehmen dass deren Feuer deutlich mehr Wirkung gezeigt hätte als das einer normalen Infanterie-einheit. Und sie hatten wohl auch überdurchschnittlich viele automatische Waffen (wenn auch zum teil etwas veraltete: Lewis, Hotchkiss, usw). Laut Ortskundigen steht (oder stand bis vor kurzem) bei diesen Hythe Ranges am Strand entlang immer noch eine von 1940 datierende solide Betonmauer mit Schiessscharten. Das ganze Gelände der Ranges war wohl zur Verteidigung vorbereitet - ist wenigstens eine logische Annahme.
Was übrigens die Frage betrifft ob eine Kompanie pro km viel oder wenig ist (für WK 2-Verhältnisse), das hängt doch wohl sehr stark vom Gelände ab. Im dichten Jungle wo man keine 5 m weit sieht, ist das eher dünn; aber wenn man ein völlig offenes Schussfeld hat, ohne jegliche Deckung für den mühsam and land watenden Feind (schwer beladen mit MG-Gurtkasten und Granaten - Fahrzeuge mit Nachschub kommen ja erst etwas später), dann sieht das ganz anders aus. Eine Kompanie/km heisst - theoretisch betrachtet - dass der Erste der Fuss an Land setzt, gleich von etwa ein halbes Dutzend Brens und 50 Gewehren beschossen wird.
Hallo Alex,
ZitatNun, in unserem Planspiel damals WURDE die Küstenverteidigung ohne grössere Probleme weggefegt. Auch in Zone B - die wohl am besten befestigte und besetzte Zone - treffen 4 Rgt mit Panzerunterstützung auf knapp 4 Btl. Ich halte es für wesentlich wahrscheinlicher, dass diese Verteidigung weggefegt wird, als dass die Verteidigung stand halten kann. Für mehr, als eine Stunde.
Argumente bzw Beweise bzw Beispiele, die diesem Ergebnis widerlaufen würden, hab ich noch nicht gesehen.
dann kann ich Deine Definition von ohne größere Probleme nicht teilen. Das waren da zum Teil ganz schön enge Höschen, nach meiner Erinnerung sind sie in einem Abschnitt liegengeblieben und ohne Panzer (und zum Termin 24.9. waren keine Prähme für die Panzer in Ostende und ich meine auch nicht Dünkirchen) hätte es ganz anders ausgesehen.
ZitatTja, und die Wehrmacht hatte Anfang 1941 eine Stärke von was? 3millionen? Beide Grössen sagen nix darüber aus, was bei Hythe steht. Ich hoffe, dir ist bekannt, dass sich die Masse der Small Arms School NICHT in der Schule selbst befand, sondern bei der Truppe überall in der Welt.
Schiesskunst hat nur einen Teil damit zu tun, wie gut die Truppe ist. Ansonsten wäre eine Brigade, bestehend aus Wilderern wohl die beste Truppe des 2wks gewesen.
Aha, wo standen die denn überall. Gib mal nen Beweis dafür...
Btw. die 850 Mann stammen aus Dokumenten zu den Cinderella Planungen, also der Mobilisierung der Schulen im Invasionsfall. Es handelt sich also um die Anzahl an Soldaten die an der Schule vor Ort war. Ort war 1941 allerdings schon ein anderer, da die Schule verlegt wurde.
Und klar in dem Sektor werden die Briten ihre Truppen in Brigadestärke überall stationieren, nur nich an dem Strand wo die Landung am wahrscheinlichsten ist... ach so ich vergaß, auf der beherrschenden Höhe dahinter natürlich auch nicht. Logisch!
Und Schießkunst ist am Anfang einer Invasion für den Verteidiger, solange der Gegner noch versucht an den Strand zu kommen, wohl das wichtigste.
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 13:49:42
Generelle Aussagen und Wunschdenken ebenfalls nicht. :wink:
mfg
alex
PS: da wir wieder dort angelangt sind, dass gegen vorgefasste Konzeptionen die Gegenseite Beweise bringen muss, steige ich (erneut) aus. Macht keinen Sinn...
Da kannst Du gerne erstmal vor der eigenen Tuere kehren Alex.
Die Truppen in der Gegend als 'Ausbildungstruppen' abzuschreiben ist typisch. Ein einfacher Google haette Dich z.B. hierhin gebracht:
http://www.army.mod.uk/sasc/default.aspx
Die SAS Hythe war das Trainingszentrum fuer Infanteriewaffen, und Infanteriewaffenausbilder. Also nicht eine Ausbildungs-, sondern eine Lehreinheit. Das gleiche trifft mit ziemlicher Sicherheit fuer die Pioniere und die Kavallerie zu.
Aber Du hast offensichtlich keinerlei Interesse daran Deine vorgefasste Meinung durch Fakten in Frage zu stellen.
Aber Deine Aussage das die Verteidiger allgemein einen geringeren Kampfwert als die von Dieppe haben stellt Dich in die gleiche Klasse wie Leandros. Du hast keinerlei Nachweise gebracht fuer den Kampfwert der Verteidiger von Dieppe, und 'belegst' Deine Meinung mit fehlerhaften Nachweisen.
Alles Gute
Andreas
Was die Strandbefestigungen betrifft, Stacheldrahtrollen (Dannert wire) waren angeblich reichlich vorhanden und wurden schon ab Mai aufgestellt (bzw ausgerollt), Betonsperren auch relativ schnell, dieses "Admiralty Scaffolding" aber erst ab 1941, habe ich den Eindruck. Anbei ein Bild von Brighton 1940, bei Dymchurch oder Hythe wird's wohl ähnlich ausgesehen haben.
Weiss eigentlich jemand Genaueres über diese Naval Pattern Beach mines (Type C)? Im Internet gibt's ziemlich widersprüchliche Angaben.
Schönes Bild!
ZU den Beach Mines weiß ich auch nur was es im Internet gibt. Ganz schön zu den Minensperren ist folgende Seite: http://pillboxes-suffolk.webeden.co.uk/#/minefields/4537262732
Interessant wäre es auch etwas über die sogenannten R-Mine-Trots zu erfahren. Wenn ich es richtig verstehe handelte es sich dabei um Netze in die die R-Mines (eigentlich Treibminen) eingebunden waren. Die Spezialnetzleger für diese Netze waren 1940 vorhanden. Belege für gelegte Sperren habe ich aber erst 1941 gefunden (Für Portsmouth Command)
Gruß
Dirk
P.S.: Die Seite scheint eine wahre Fundgrube zu sein. Hier was zu den RN Planungen (muss ich mir heute abend noch mal in Ruhe durchsehen): http://pillboxes-suffolk.webeden.co.uk/#/naval-operation-plans/4553860513
Danke Dirk,
Was ich auch vermisst (oder vielleicht verpasst) habe, ist eine Diskussion über den Verteidigungswert der Martello Towers. Anno 1940 stand noch eine ganze Reihe da im Abschnitt B, die auch alle irgendwie ausgeschaltet werden mussten, manche wurden von Artilleriebeobachter benutzt, andere waren (anscheinend) mit MGs bestückt. Die Mauern sind auf der Seeseite 4 Meter dick (13-14 feet) und bieten somit ausreichend Schutz gegen 75/88/105 mm Granaten (wenn auch nicht gegen Dauerbeschuss). Für Stukas ist das schon ein ziemlich kleines Ziel (da könnte ich mir eher Treffer auf dem Redoubt vorstellen, ist auch gut sichtbar aus der Luft).
Eine seite mit aufschlussreichen Bilder (finde ich):
http://www.hythe-tourism.com/html/fshore4.htm
Gruss,
Gerard
Hallo,
Zu Small Arms School:
Dies (http://www.mlagb.com/blackpowder/200704_hythe.pdf) und dies (http://www.kentfallen.com/PDF%20REPORTS/HYTHE%20SCHOOL%20OF%20MUSKETRY.pdf)
Zitat:
A Corps of potnetial instructor were added to the school to be trained. Consisting of some 200 personell [...] an sent to the depot Battalions and regiments
by 1880 over a thousand personell a year were passing through.
Den Beweis siet übrigens IHR schuldig, dass diese angesprochenen "850 Mitglieder Anfang 1941" tatsächlich in/um Hythe waren, und nicht auf die Truppe als Ausbilder verteilt. Derzeit gibt es mehr Indizien dafür, dass sie verteilt waren, als für Hythe.
Bei den Pionieren und Kavalleristen ist die Beweislage für eure Wünsche (=die waren Lehreinheiten, und nicht Ausbildungseinheiten) noch dürftiger. Lediglich die Existenz der SAS-H lässt euch darauf schliessen. Nach dieser Lesart müssten dann wohl auch 5 Field Training Rgt RA und 34 Signal Training Rgt RA hochqualifizierte Lehreinheiten gewesen sein, es gab ja die SAS-H nicht so weit weg.
Na egal, macht schön weiter, und sammelt Fakten und Indizien die in euere Prekonzeption passen, die Landung wäre NICHT gelungen, anstatt zu untersuchen, OB die Landung gelingen könnte. Viel Spass noch, bezeichnet das Ganze dann aber bitte nicht als "historische Untersuchung". Das ist nur Selbstbeweihräucherung. flop
mfg
alex
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 17:55:29
Hallo,
Zu Small Arms School:
Dies (http://www.mlagb.com/blackpowder/200704_hythe.pdf) und dies (http://www.kentfallen.com/PDF%20REPORTS/HYTHE%20SCHOOL%20OF%20MUSKETRY.pdf)
Zitat:
A Corps of potnetial instructor were added to the school to be trained. Consisting of some 200 personell [...] an sent to the depot Battalions and regiments
by 1880 over a thousand personell a year were passing through.
Den Beweis siet übrigens IHR schuldig, dass diese angesprochenen "850 Mitglieder Anfang 1941" tatsächlich in/um Hythe waren, und nicht auf die Truppe als Ausbilder verteilt. Derzeit gibt es mehr Indizien dafür, dass sie verteilt waren, als für Hythe.
Bei den Pionieren und Kavalleristen ist die Beweislage für eure Wünsche (=die waren Lehreinheiten, und nicht Ausbildungseinheiten) noch dürftiger. Lediglich die Existenz der SAS-H lässt euch darauf schliessen. Nach dieser Lesart müssten dann wohl auch 5 Field Training Rgt RA und 34 Signal Training Rgt RA hochqualifizierte Lehreinheiten gewesen sein, es gab ja die SAS-H nicht so weit weg.
Na egal, macht schön weiter, und sammelt Fakten und Indizien die in euere Prekonzeption passen, die Landung wäre NICHT gelungen, anstatt zu untersuchen, OB die Landung gelingen könnte. Viel Spass noch, bezeichnet das Ganze dann aber bitte nicht als "historische Untersuchung". Das ist nur Selbstbeweihräucherung. flop
mfg
alex
Klar, nur nicht zugeben wenn man gerne bei anderen Masstaebe anlegt die man selber nicht bereit ist zu erreichen. Darf ich darauf hinweisen das es Deine Ansicht war das man diese Einheiten als Ausbildungseinheiten einfach vergessen kann? Wo hast Du denn Belege fuer Deine Ansicht erbracht? Wasser predigen, und Wein trinken.
Fuer die Pioniere und Kavallerie gibt es durchaus mehr Anhalte. Wiederum, ein einfacher Google wuerde diese hervorzaubern. Z.B. die Tatsache das die Hauptpionierschule der Royal Engineers in Kent ist, in Chatham. Ist aber auch sonst nicht so relevant - die Soldaten in diesen Schulen hatten die Grundausbildung hinter sich, waren also qualifizierte Soldaten, und wurden in diesen Schulen in ihrer Spezialitaet ausgebildet.
Die Zahl der auszubildenden Ausbilder und ihrer Lehrer mit 850 erscheint mir nicht hoch. Die britische Armee war in einer massiven Expansionsphase, in der man natuerlich Ausbilder braucht. Wie das 1880 war spielt dabei wohl eher keine Rolle. Wenn Dirk sagt das er die Zahl belegen kann sehe ich keinen Grund das zu bezweifeln.
Den Einwand uber die 'Training' Einheiten koennen wir dabei getrost vergessen. Ist nur der uebliche Mumpitz wenn man nicht zugeben kann das man falsch liegt.
Wir warten dann weiter auf die Infos von Dir darueber wie toll die Wehrmachtseinheiten in Dieppe waren?
Alles Gute
Andreas
Ach jaaaaa. Soooo besserwisserisch.
WO HAB ICH GESCHRIEBEN, DASS DIE aUSB-EINHEITEN SOOOO EINFACH VERGESSEN KANN???? WO?????
Das diese keinen so grossen Kampfwert, wie normale Inf haben, sollte auch jeden ach sooooo Englophilen klar sein.
Ich bin mir sicher, dass Dirk diese 850 SAS-H Mitglieder belegen kann - die Frage ist, OB DIESE 850 SOLDATEN IN/UM HYTHE WAREN, UND NICHT AUF DIE TRUPPE ALS AUSBILDER VERTEILT WAREN!!!!!!!!!
Was dann Chatham mit Folkstone zu tun hat, entzieht sich wirklich meiner Kenntnis.
Mir reicht es wirklich mit dieser sch*** kontra-Partei.
Und ich verbiete es mir, mit Leandros auf eine Stufe gesetzt zu werden, vor allem von jemanden, der die gleiche Treppe in einem anderen Gebäude bewohnt.
Tschüss.
PS: darf ich raten, 15. RF und 18.RF waren auch hoch qualifizierte, die Grundausbildung durchgelaufenen, voll ausgerüsteten Einheiten?
Moin,
ZitatA Corps of potnetial instructor were added to the school to be trained. Consisting of some 200 personell [...] an sent to the depot Battalions and regiments
by 1880 over a thousand personell a year were passing through.
Alex, das ist 1880!!!!
ZitatBei den Pionieren und Kavalleristen ist die Beweislage für eure Wünsche (=die waren Lehreinheiten, und nicht Ausbildungseinheiten) noch dürftiger. Lediglich die Existenz der SAS-H lässt euch darauf schliessen. Nach dieser Lesart müssten dann wohl auch 5 Field Training Rgt RA und 34 Signal Training Rgt RA hochqualifizierte Lehreinheiten gewesen sein, es gab ja die SAS-H nicht so weit weg.
Mit ausgebildeten Infanteristen konnten di auch meiner Meinung nach nicht mithalten.
ZitatDen Beweis siet übrigens IHR schuldig, dass diese angesprochenen "850 Mitglieder Anfang 1941" tatsächlich in/um Hythe waren, und nicht auf die Truppe als Ausbilder verteilt. Derzeit gibt es mehr Indizien dafür, dass sie verteilt waren, als für Hythe.
WO 199/108: Staff 27 Offr., 212 O.Rs., 217 Civs. , Students: 110 Offr., 440 O.Rs. in Summe also, wenn man die Civs wegläßt doch nicht ganz die von mir aus dem Kopf genannten 850 sondern 789. Ist immer noch eine Menge. Stand im übrigen 19.4.1941, Standort zu dem Zeitpunkt Bisley. Die Akte hat den Titel:
"Cinderella": employment of training units on invasion
vgl. http://www.nationalarchives.gov.uk/catalogue/displaycataloguedetails.asp?CATLN=6&CATID=695429&SearchInit=4&SearchType=6&CATREF=WO+199%2F108
Da macht es natürlich absolut Sinn, wenn da Stärken genannt wären die nicht am Ort wären... schon klar... :MLL:
Wenn Du Dir die KTBs der Australier durchschauen würdest, die es im Netz gibt, würdest Du auch sehen, dass die Schüler zur Schule kommandiert wurden und nicht die Ausbilder zu den Verbänden gingen. Aber man muss ja nicht unbedingt Originalquellen lesen :wink:
Die SAS steht im übrigen auch auf einer Liste vom 31.07.1940 über die Einheiten die im Invasionsfalle zusammen bleiben, im Gegensatz zu vielen Schulen deren Schüler im Invasionsfalle schnellsmöglich zu Ihren Einheiten sollten.
Die HD Einheit war im übrigen 6th The Buffs, dann waren da noch 163 OCTU (Artists Rifles), 4 Docks Group R.E., 5 Stevedore Bn RE und noch diverse Artillerie-Einheiten in der A 4 Sub Area (Shorncliffe) der 1st Lon Div. Fener befanden sich nach der Location List der 2 Lon Inf Bde, die A Coy und die D Coy der 1 LRB in der Sub Area A4 (genauer Ort leider nicht angegeben.
@Gerard: Schöne Bilder wieder. Da erkennt man gut die Hügel nördlich des RMC.
Gruß
Dirk
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 18:52:16
Ach jaaaaa. Soooo besserwisserisch.
WO HAB ICH GESCHRIEBEN, DASS DIE aUSB-EINHEITEN SOOOO EINFACH VERGESSEN KANN???? WO?????
Das diese keinen so grossen Kampfwert, wie normale Inf haben, sollte auch jeden ach sooooo Englophilen klar sein.
Ich bin mir sicher, dass Dirk diese 850 SAS-H Mitglieder belegen kann - die Frage ist, OB DIESE 850 SOLDATEN IN/UM HYTHE WAREN, UND NICHT AUF DIE TRUPPE ALS AUSBILDER VERTEILT WAREN!!!!!!!!!
Was dann Chatham mit Folkstone zu tun hat, entzieht sich wirklich meiner Kenntnis.
Mir reicht es wirklich mit dieser sch*** kontra-Partei.
Und ich verbiete es mir, mit Leandros auf eine Stufe gesetzt zu werden, vor allem von jemanden, der die gleiche Treppe in einem anderen Gebäude bewohnt.
Tschüss.
PS: darf ich raten, 15. RF und 18.RF waren auch hoch qualifizierte, die Grundausbildung durchgelaufenen, voll ausgerüsteten Einheiten?
Putzig. Du kannst Dir nicht verbieten das man Dir die Wahrheit ins Gesicht sagt.
Wo bitte ist ein Beleg das die Small Arms Instructors keinen so grossen Kampfwert wie normale Infanterie haben (die ja in Deinem Kopf anscheinend ohnehin schon einen geringeren Kampfwert als deutsche Infanterie hat)?
Chatham, Folkestone, gleiche Region, 64 km voneinander. Also logisch das man Einheiten dieser Schule in der Invasionsabwehr einsetzt.
Ich habe keine Ahnung was die 15. und 18. RF anderes sind als Strawmen die Du reinbringst um vom Thema (Deinem Versagen Belege fuer Deine Behauptungen zu bringen die nicht von 1880 stammen) abzulenken, da niemand sonst ueber sie reden will.
Wir erwarten weiterhin gerne Infos ueber die Kampfkraft der Wehrmachtseinheiten bei Dieppe 1942.
Liebe Gruesse
Andreas
@Dirk:
naja, mit einigen deiner Angaben kann ich - wie immer - leben, mit einigen der Interpretationen weniger. Ich such mir den Nachmittag schon die Finger wund, wo ich diese meine Angabe gelesen habe, bin mir allerdings zielich sicher, dass ich mir das nicht zusammengesponnen habe,
@Andreas:
Ja, ja, klar. Pöble nur ruhig weiter. top :-P
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 19:47:04
@Dirk:
naja, mit einigen deiner Angaben kann ich - wie immer - leben, mit einigen der Interpretationen weniger. Ich such mir den Nachmittag schon die Finger wund, wo ich diese meine Angabe gelesen habe, bin mir allerdings zielich sicher, dass ich mir das nicht zusammengesponnen habe,
@Andreas:
Ja, ja, klar. Pöble nur ruhig weiter. top :-P
Na ja Alex, das ist immer so wie man in den Wald hineinruft....
Hallo, Dirk,
Blöd nur, dass der ganze Stuss mit dem Beitrag vom 15:31:26 angefangen hat. Blöd nur, dass nicht ich diesen Beitrag geschrieben habe. Blöd nur, dass wieder die Kontra-Partei nicht an einer Diskussion interessiert ist, und den Thread herunterzieht. Blöd nur, dass es die Kontra-Fraktion ist, die alle anderen angreift und verleumdet (obwohl zB Leandros auch einige steile Vorlagen liefert).
Naja...
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 17:55:29
Na egal, macht schön weiter, und sammelt Fakten und Indizien die in euere Prekonzeption passen, die Landung wäre NICHT gelungen, anstatt zu untersuchen, OB die Landung gelingen könnte. Viel Spass noch, bezeichnet das Ganze dann aber bitte nicht als "historische Untersuchung". Das ist nur Selbstbeweihräucherung. flop
mfg
alex
Entschuldigung, wenn man ernsthaft die Frage beantworten will ob die Landung eventuell gelingen könnte, muss mann sich u.a. doch einen Überblick verschaffen über die dabei zu überwindenden Schwierigkeiten und Hindernissen (im Verhältnis zu den verfügbaren Mittel der Angreifer) ... ich sehe jedenfalls nicht wie man da anders rangehen könnte oder sollte. Und die Schwierigkeiten und Hindernisse waren schon erheblich, und nicht nur im Abschnitt B, das lässt sich nicht so einfach ignorieren oder runterspielen.
Und die berühmte Überlegenheit der Deutschen Seite mit Auftragstaktik usw kommt wohl erst zum Tragen nachdem die Küstenverteidigung durchbrochen ist und die Einheiten sich wieder gruppiert haben, am Strand geht es im wesentlichen darum ob die Briten genügend Feuerkraft entfalten können um die Deutschen aufzuhalten oder wenigstens (sehr) schwere Verluste zuzufügen, taktisches Geschick spielt dabei wohl kaum einen Rolle.
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 21:05:02
Hallo, Dirk,
Blöd nur, dass der ganze Stuss mit dem Beitrag vom 15:31:26 angefangen hat. Blöd nur, dass nicht ich diesen Beitrag geschrieben habe. Blöd nur, dass wieder die Kontra-Partei nicht an einer Diskussion interessiert ist, und den Thread herunterzieht. Blöd nur, dass es die Kontra-Fraktion ist, die alle anderen angreift und verleumdet (obwohl zB Leandros auch einige steile Vorlagen liefert).
Naja...
Hallo Alex,
ZitatTja, und die Wehrmacht hatte Anfang 1941 eine Stärke von was? 3millionen? Beide Grössen sagen nix darüber aus, was bei Hythe steht. Ich hoffe, dir ist bekannt, dass sich die Masse der Small Arms School NICHT in der Schule selbst befand, sondern bei der Truppe überall in der Welt.
Schiesskunst hat nur einen Teil damit zu tun, wie gut die Truppe ist. Ansonsten wäre eine Brigade, bestehend aus Wilderern wohl die beste Truppe des 2wks gewesen.
Das war vor 15:31Uhr und ich finde ein wenig wird dort schon gepöbelt. Und die Aussage zur SAS hat auch schon etwas Leandros-Niveau. Bringt aber wieder nichts diese ganzen Schuldzuweisungen, deswegen klinke ich mich daraus (nicht aber aus Sachdiskussionen) wieder aus.
Zitat von: Huszar am 27 März 2012, 08:02:41
- Verteidiger weniger Kampfwert als bei Dieppe. An sich der Untershied WH/Army, andererseits standen in/um Hythe höchstwahrscheinlich lediglich Ausbildungstruppen.
Du hast schon eine selektive Erinnerung. Das ganze hat nicht um 15:31 sondern um 08:02 mit Deinem unqualifizierten, falschen, und da wo nicht offensichtlich falsch durch nichts unterstuetzten Einwurf begonnen.
Aber es sind immer die andern schuld. :MLL:
Liebe Gruesse
Andreas
Zitat von: Knouterer am 27 März 2012, 15:13:41
Re: SAS-ausbilder (und azubis): wir dürfen wohl annehmen dass deren Feuer deutlich mehr Wirkung gezeigt hätte als das einer normalen Infanterie-einheit. Und sie hatten wohl auch überdurchschnittlich viele automatische Waffen (wenn auch zum teil etwas veraltete: Lewis, Hotchkiss, usw). Laut Ortskundigen steht (oder stand bis vor kurzem) bei diesen Hythe Ranges am Strand entlang immer noch eine von 1940 datierende solide Betonmauer mit Schiessscharten. Das ganze Gelände der Ranges war wohl zur Verteidigung vorbereitet - ist wenigstens eine logische Annahme.
Die Schießleistung ist für die Kampfkraft einer Einheit sicherlich nicht unerheblich. Ab einem bestimmten Schießlevel sind allerdings andere Faktoren um einiges wichtiger. zb. Einzel- und vor allem Vereinsausbildung, Zusammenarbeit der Einheit, Vertrauen. Eine Infanteriewaffen-Lehr-Einheit hat andere Aufgaben als Taktik zu vermitteln.
ZitatWas übrigens die Frage betrifft ob eine Kompanie pro km viel oder wenig ist (für WK 2-Verhältnisse), das hängt doch wohl sehr stark vom Gelände ab.
meine Rede. Und die Erfahrungen einer Armee in einem Gelände auf eine andere -völlig anders ausgebildete und mit völlig anderen Aufgaben versehenen- Armee und anderes Gelände übertragen ist schlichtweg Unsinn.
ZitatWas die Strandbefestigungen betrifft, Stacheldrahtrollen (Dannert wire) waren angeblich reichlich vorhanden und wurden schon ab Mai aufgestellt (bzw ausgerollt), Betonsperren auch relativ schnell, dieses "Admiralty Scaffolding" aber erst ab 1941, habe ich den Eindruck. Anbei ein Bild von Brighton 1940, bei Dymchurch oder Hythe wird's wohl ähnlich ausgesehen haben.
Sperren aller Art sind wertlos ohne entsprechende Verteidigung. Wenn die vorhanden war sagt das noch nichts aus über den Wert einer Verteidigung und deren Landung erleichtern wollten.
@Dirk
ZitatUnd klar in dem Sektor werden die Briten ihre Truppen in Brigadestärke überall stationieren, nur nich an dem Strand wo die Landung am wahrscheinlichsten ist...
Ja, die "wahrscheinlichsten" Landezonen. Nur mal ne Frage - warum haben die Briten die ganze Küste entlang - über den gesamten Krieg hinweg - Befestigungen gebaut? Aber nicht nur an den "wahrscheinlichsten Landezonen" sondern sogar im Landeinneren, sogar in Schottland, Wales, Irland.
Wahrscheinlich weil sie wußten das die Deutschen in Kent und Sussex landen wollten.
@Andy
ZitatAber Deine Aussage das die Verteidiger allgemein einen geringeren Kampfwert als die von Dieppe haben stellt Dich in die gleiche Klasse wie Leandros. Du hast keinerlei Nachweise gebracht fuer den Kampfwert der Verteidiger von Dieppe, und 'belegst' Deine Meinung mit fehlerhaften Nachweisen.
Den Nachweis für die Qualität der 302.Infanteriedivision könnte man vielleicht (aber nur ,,vielleicht") in ihrer Bewährung in Russlandkrieg ab Oktober 42 ansehen.
ZitatIst aber auch sonst nicht so relevant - die Soldaten in diesen Schulen hatten die Grundausbildung hinter sich, waren also qualifizierte Soldaten, und wurden in diesen Schulen in ihrer Spezialitaet ausgebildet.
Soldaten welche die Grundausbildung hinter sich hatten waren also schon voll qualifizierte Soldaten?
Das wird ja immer "besser".
Hallo Stefan,
Zitat@Dirk
Zitat
Und klar in dem Sektor werden die Briten ihre Truppen in Brigadestärke überall stationieren, nur nich an dem Strand wo die Landung am wahrscheinlichsten ist...
Ja, die "wahrscheinlichsten" Landezonen. Nur mal ne Frage - warum haben die Briten die ganze Küste entlang - über den gesamten Krieg hinweg - Befestigungen gebaut? Aber nicht nur an den "wahrscheinlichsten Landezonen" sondern sogar im Landeinneren, sogar in Schottland, Wales, Irland.
Wahrscheinlich weil sie wußten das die Deutschen in Kent und Sussex landen wollten.
Das ist auch mal wieder typisch, dass Du eine Aussage die lediglich die Sub Area A4 der 1st London betrifft mit einer Antwort belegst, die die ganze Insel betrifft. Die Sub Area A 4 hat ca. 10km Küstenabschnitt von Copt Poin bis zur Dymchurch Redoubt. Und dann schau Dir mal die Karte an wie das Gelände von Copt Point bis Hythe aussieht und dann weißt Du auch wo die wahrscheinlichsten Landezonen sind.
Zitat von: mhorgran am 27 März 2012, 21:35:22
Den Nachweis für die Qualität der 302.Infanteriedivision könnte man vielleicht (aber nur ,,vielleicht") in ihrer Bewährung in Russlandkrieg ab Oktober 42 ansehen.
Vielleicht. Was war denn an ihr so besonders im Russlandfeldzug? Ernstgemeinte Frage - mir ist diese Division noch nie untergekommen.
ZitatIst aber auch sonst nicht so relevant - die Soldaten in diesen Schulen hatten die Grundausbildung hinter sich, waren also qualifizierte Soldaten, und wurden in diesen Schulen in ihrer Spezialitaet ausgebildet.
Soldaten welche die Grundausbildung hinter sich hatten waren also schon voll qualifizierte Soldaten?
Das wird ja immer "besser".[/quote]
Das 'voll' stammt von Dir, ich wuerde das so nicht sagen. Mein Punkt ist das es sich nicht um gruene Rekruten handelte (wie Alex meinte), vor allem da man ja nicht weiss wann diese Maenner nach der Grundausbildung in die Lehreinheiten abgestellt wurden (sofort, nach 6 Monaten?). Vor allem bei der SAS halte ich es fuer wahrscheinlich das die Schueler im allgemeinen schon einiges an Dienstzeit hinter sich hatten wenn sie da eintrafen, da sie ja zu Ausbildern ausgebildet wurden. Da muesste man dann aber schon genauer in die Geschichte gucken als man es so kann.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Bergedorf am 27 März 2012, 21:43:38
Hallo Stefan,
Zitat@Dirk
Zitat
Und klar in dem Sektor werden die Briten ihre Truppen in Brigadestärke überall stationieren, nur nich an dem Strand wo die Landung am wahrscheinlichsten ist...
Ja, die "wahrscheinlichsten" Landezonen. Nur mal ne Frage - warum haben die Briten die ganze Küste entlang - über den gesamten Krieg hinweg - Befestigungen gebaut? Aber nicht nur an den "wahrscheinlichsten Landezonen" sondern sogar im Landeinneren, sogar in Schottland, Wales, Irland.
Wahrscheinlich weil sie wußten das die Deutschen in Kent und Sussex landen wollten.
Das ist auch mal wieder typisch, dass Du eine Aussage die lediglich die Sub Area A4 der 1st London betrifft mit einer Antwort belegst, die die ganze Insel betrifft. Die Sub Area A 4 hat ca. 10km Küstenabschnitt von Copt Poin bis zur Dymchurch Redoubt. Und dann schau Dir mal die Karte an wie das Gelände von Copt Point bis Hythe aussieht und dann weißt Du auch wo die wahrscheinlichsten Landezonen sind.
Sorry Dirk. Du hast von "wahrscheinlichsten Landeorten" geredet nicht ich. Und es ist einfach eine Tatsache (oben hab ich 2 Links gesetzt - bei einem kannst du dir ALLE bekannten dauerhaften Befestigungen für Google-Earth runterladen - mach das mal die gesamte Insel ist übersäht) das in ganz GB Befestigungen über den gesamten Krieg errichtet wurden. Also rede dich nicht mit "typisch"-die-bösen-anderen heraus.
@Andy
"voll" hab ich eingesetzt. Richtig, aber das tut sich nicht wirklich viel zu "qualifizierte Soldaten". Weil Soldaten welche die Grundausbildung hinter sich haben sind nicht im Ansatz gut und komplett ausgebildet. Denn danach kam normalerweise die Vollausbildung (siehe auch Neuzugänge im Afrikakrieg). Im übrigen machst du nach deiner vorherigen Aussage sofort wieder einen Rückzieher - von "nach Grundausbildung" zu "einiges an Dienstzeit".
302.ID --- Vom Niveau ist deine Antwort nicht im Ansatz anders als du anderen vorwirfst.
Inzwischen ärgere ich mich das ich wieder in diesem bescheuerte, dem B-Schiff ähnlichen Thema, wieder engagiert hab. Das werd ich gleich mal wieder lassen.
ZitatZitat von: mhorgran am Heute um 21:35:22
Den Nachweis für die Qualität der 302.Infanteriedivision könnte man vielleicht (aber nur ,,vielleicht") in ihrer Bewährung in Russlandkrieg ab Oktober 42 ansehen.
Vielleicht. Was war denn an ihr so besonders im Russlandfeldzug? Ernstgemeinte Frage - mir ist diese Division noch nie untergekommen.
Vor Russland mußte die aber auch erst fit gemacht werden:
ZitatAufgestellt am 12. November 1940 als bodenständige Division 13. Welle in Ostmecklenburg in Pommern aus je einem Drittel der 75. Infanterie-Division und der 292. Infanterie-Division sowie aus Heimat-Wach-Bataillonen.
Am 10. Oktober 1942 wurde die Division in eine Angriffs-Division für den Osten umgebildet und im Dezember nach Südrußland transportiert.
vgl. http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Infanteriedivisionen/302ID.htm
Gebildet aus 1/3 einer Divison 2. Welle und 1/3 einer Division 8. Welle und Wacheinheiten klingt auch nicht gerade nach einer Eliteeinheit. Ist aber auch klar, denn sonst wäre sie zu diesem Zeitpunkt bereits in Rußland gewesen.
ZitatDas 'voll' stammt von Dir, ich wuerde das so nicht sagen. Mein Punkt ist das es sich nicht um gruene Rekruten handelte (wie Alex meinte), vor allem da man ja nicht weiss wann diese Maenner nach der Grundausbildung in die Lehreinheiten abgestellt wurden (sofort, nach 6 Monaten?). Vor allem bei der SAS halte ich es fuer wahrscheinlich das die Schueler im allgemeinen schon einiges an Dienstzeit hinter sich hatten wenn sie da eintrafen, da sie ja zu Ausbildern ausgebildet wurden. Da muesste man dann aber schon genauer in die Geschichte gucken als man es so kann.
Zumidest die 110 Offiziere die an der SAS ausgebildet wurden dürften schon ein wenig Dienstzeit gehabt haben :-D . Ne im Ernst, da hat man bestimmt keine grünen Soldaten hingeschickt. Die britischen Regimenter haben ja auch untereinander einen Ruf zu Verteidigen.
Gruß
Dirk
Nachtrag:
@Stefan: Da hast Du mich mal wieder klassisch falsch verstanden. Ich habe ausdrücklich geschrieben "in dem Sektor", das bezieht sich also nur auf Sub Area A4. Das auch in Schottland gebaut wurde ist ein anderes Thema mit dem ich mich hier jetzt nicht auch noch belasten möchte.
Zitat von: mhorgran am 27 März 2012, 22:13:30
302.ID --- Vom Niveau ist deine Antwort nicht im Ansatz anders als du anderen vorwirfst.
Es war keine Antwort, sondern eine Frage. Da Du aber nicht mal das Datum der Versetzung nach Russland richtig hinkriegst bist Du vielleicht nicht der richtige um diese zu beantworten? Danke an Dirk der sich die Muehe gemacht hat.
'Einiges an Dienstzeit' und 'Grundausbildung hinter sich' schliessen sich nicht gegenseitig aus. Ich wurde nach 12 Monaten entlassen. Das war einiges an Dienstzeit, und auch meine Grundausbildung lag hinter mir. Wie gesagt, der springende Punkt hier war das diese Maenner keine Rekruten waren die nicht geradeauslaufen konnten. Du kannst aber weiter gerne darauf rumreiten.
Alles Gute
Andreas
Zitat aus George Forty, British Army Handbook 1939-1945 (1998), p.27-28: "Located at Hythe, with an additional wing at Bisley for training snipers, the SAS taught a wide variety of weapons, including: 2 in mortar, PIAT, machine carbine (e.g. Sten), numerous grenades, Lewis gun (re-introduced), Ross rifle (Home Guard), Vickers MMG, 20 mm AA (Oerlikon, Hispano and Polsten). Aircraft and tank recognition were also taught, while a special AA wing was eventually formed."
Stens, PIATS und Polstens gab es anno 1940 natürlich noch nicht, aber ich erinnere mich irgendwo gelesen zu haben dass die ersten Thompsons die in England eintrafen (etwa Mai-Juni denke ich - die Franzosen hatten gerade noch ein Paar Dutzend geliefert bekommen) auch direkt an die SAS gingen.
Der Hinweis auf Ross-Gewehren ist auch interessant.
@Andy
ZitatEs war keine Antwort, sondern eine Frage. quote]Oh, natürlich meinte ich deine "Antworten" an Alex, aber natürlich -Andy-mußt du das wieder verdrehen. Nichts neues, kennen wir ja schon.
ZitatDa Du aber nicht mal das Datum der Versetzung nach Russland richtig hinkriegst bist Du vielleicht nicht der richtige um diese zu beantworten?
Jep, soviel zu Niveau.
du hast jetzt schon in mehreren Threads wirklich sehr deutlich gezeigt das du am austauschen von Meinungen und wertfreien (nicht voreingenommenen) Informationen nicht interessiert bist. Lassens wir einfach dabei.
Zitat von: Knouterer am 27 März 2012, 22:42:34
Zitat aus George Forty, British Army Handbook 1939-1945 (1998), p.27-28: "Located at Hythe, with an additional wing at Bisley for training snipers, the SAS taught a wide variety of weapons, including: 2 in mortar, PIAT, machine carbine (e.g. Sten), numerous grenades, Lewis gun (re-introduced), Ross rifle (Home Guard), Vickers MMG, 20 mm AA (Oerlikon, Hispano and Polsten). Aircraft and tank recognition were also taught, while a special AA wing was eventually formed."
Stens, PIATS und Polstens gab es anno 1940 natürlich noch nicht, aber ich erinnere mich irgendwo gelesen zu haben dass die ersten Thompsons die in England eintrafen (etwa Mai-Juni denke ich - die Franzosen hatten gerade noch ein Paar Dutzend geliefert bekommen) auch direkt an die SAS gingen.
Der Hinweis auf Ross-Gewehren ist auch interessant.
20mm AA ist interessant... wobei hatte die Royal Army 1940 sowas (zumindest außerhalb des AA Commands)?
Zitat von: mhorgran am 27 März 2012, 22:59:15
@Andy
ZitatEs war keine Antwort, sondern eine Frage. quote]Oh, natürlich meinte ich deine "Antworten" an Alex, aber natürlich -Andy-mußt du das wieder verdrehen. Nichts neues, kennen wir ja schon.
ZitatDa Du aber nicht mal das Datum der Versetzung nach Russland richtig hinkriegst bist Du vielleicht nicht der richtige um diese zu beantworten?
Jep, soviel zu Niveau.
du hast jetzt schon in mehreren Threads wirklich sehr deutlich gezeigt das du am austauschen von Meinungen und wertfreien (nicht voreingenommenen) Informationen nicht interessiert bist. Lassens wir einfach dabei.
Grober Klotz, grober Keil Stefan. Du kannst nicht auf eine ernstgemeinte Frage so antworten wie Du es tust und keine entprechende Reaktion erwarten. Ein Austausch von Infos beginnt mit einer Frage.
Was mich bei Dir und Alex so wundert ist das Ihr beide auf dem Auge einfach blind seid. Es ist okay andere anzumachen, aber wenn die Leute dann reagieren kommen die Klagen. Du hast Dir meine Reaktion nur selbst zuzuschreiben.
Wenn Du irgendwas zur 302. hast, bin ich immer noch interessiert.
Alles Gute
Andreas
Zitat von: Bergedorf am 27 März 2012, 23:04:53
20mm AA ist interessant... wobei hatte die Royal Army 1940 sowas (zumindest außerhalb des AA Commands)?
Dirk
Es gibt keine Royal Army, sondern nur eine British Army. :)
Die 20mm war nicht das Standardmodell, aber scheint ein bisschen genutzt worden zu sein:
http://bcoy1cpb.pacdat.net/20_mm_aa_guns.htm
http://forum.axishistory.com/viewtopic.php?f=53&t=182451
Alles Gute
Andreas
Nun, Ich für meinen Teil habs schon längst aufgegeben, mit der Kontra-Partei einen gesitteten Infoaustausch zu machen. Ausnahmen gibts natürlich, von Zeit zu Zeit gehört Dirk auch dazu, und ich respektiere auch sein Angagement wirklich. Leider ist die Kontra-Partei - wieder ausser den Ausnahmen von Zeit zu Zeit - auf dem einem Auge Blind, mit dem man Schwächen der Engl. Armee erkennen könnte. Eine Diskussion eben dieser Schwächen ist somit absolut sinnlos.
Zb 15.RF und 18.RF und Pioniere allgemein. Zwischen Pioneer und Engineer bestand ein nicht geringer Unterschied bei den Engländern - erstere waren nach dt. Nomenklatur Bau- bzw Arbeitstruppen. Bewaffnet waren die kaum:
In November 1940 the Colonel Commandant, Field Marshall Lord Milne, pointed out that the title Auxiliary Military Pioneer Corps was extremely unpopular with all ranks and bad for esperite de corps. At the same time it was agreed that Companies should be armed on 100% scale instead of 25% which has previously been the case.
Pioniere (http://www.royalpioneercorps.co.uk/rpc/history_main2.htm)
15.RF und 18.RF (eines in den Romney Marshes, die andere bei Dover) waren Pioneer Bt. Insofern die Truppe, die bei Folkstone stand ein Pioneer Trainigs Regiment war, und kein Engineer Trainnings Regiment, ist die Verbindung mit Chatham (wo Dirk übrigens de facto Ausbildungstruppen nachgewiesen hat, wenn ich mich richtig erinnere) an sich schon etwas tendenziös.
Zb Martello Towers. Wie viele waren existent, wie viele davon wurden tatsächlich in die Verteidigung eingebunden, und wie viele davon waren tatsächlich auch bewaffnet? Unumstösslich anzugeben, alle waren besetzt und bewaffnet umgeht das Problem "leicht" (ja, ja, und die Pro-Partei bzw die "Neutralen" sollen das Gegenteil beweisen).
Mich interessiert auch die Berechnungsmethode, wie die Immunität von 4m Ziegelstein gegen 7,5/8,8/10,5cm Kanonen gesichert wurde. Zumindest Vergleichswerte wären nett.
mfg
alex
Re: 20 mm: Der Oerlikon würde im Prinzip von der RN eingesetzt, der Polsten war eine vereinfachte Oerlikon für die Armee, kam aber erst später.
Mitte 1940 war die Produktion der 20 mm Hispano-Suiza (Schweizerisch-Französische Entwicklung, HS. 404) in England gerade erst angelaufen (als Hispano Mk. I), das erste damit bewaffnete Flugzeug war der Westland Whirlwind. Als Notmassnahme wurde eine Anzahl dieser Waffen auf mehr oder weniger improvisierte Lafetten montiert und zur Verteidigung von Flugplätzen, kriegswichtigen Fabrikanlagen usw eingesetzt.
Widerstandsfähigkeiten der Befestigungen:
Laut Manfred Gross: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schee-Eifel
Die Vorkriegsberechnungen ergaben für die verschiedenen Baustärken eine Widerstandsfähigkeit von
Baustärke D (0,3m): Splitter, Gewehrfeuer, MG-Streufeuer
BS C (0,6m): MG-Punktfeuer, 500 Schuss aus 250m
BS B1 alt (1m): Massentreffer 10,5 lFH auf 3,5km
BS B1 neu (1,5m): Massentreffer 15 sFH auf 4,5km
BS B (2m): Massentreffer 22cm, Einzeltreffer 28cm, 500kg Bombe auf Decke, 50kg auf Wand
BS A (3,5m): Massentreffer 52cm, 1800kg Bombe auf Decke, 500kg Bombe auf Wand
Ende 1939/Anfang 1940 wurden ausgedehnte Versuche auf den Schiessplätzen gegen eigens aufgebauten Anlagen unternommen. Die ERgebnisse:
sMG: 4000 Schuss auf 200m, Durchschlag 0,8m
2cm KwK/Flak: 125-150 Schuss auf 200m, Durchschlag 0,8-1m
3,7cm PAK: 40-100 Schuss auf 200m, Durchschlag 1-1,75m
8,8cm Flak: 1 Schuss auf 1500m, Durchschlag 0,8m, 8 Schuss auf 800m, Durchschlag 2m
10cm FK: 1 Schuss auf 1500m, Durchschlag 0,9m, 8 SChuss auf 2300m, Durchschlag 2m
Dazu die REsultate aus 1944:
ZitatAls die amerikanischen Truppen Mitte September 1944 den Westwall bei Aachen durchbrachen, kamen neue ERkenntnisse hinzu bzw die bekannten Tatsachen wurden bestätigt. So stellte sich heraus, dass die Amerikaner mit Beschuss durch Pz oder die 9cm Kanone der PzJ freistehende Wände der Baustärken B1 (1,5m) mit wenigen Schüssen durchschossen bzw zertrümmerten.
Dazu hab ich im Gordon L. Rottman, US World War II and Korean War Field Fortifications 1941-1953 (Opsrey) eine nette kleine Tabelle über Safe Distances von verschiedenen Baumaterialien gefunden (.30 Cal Gewehrkaliber, aus 200yds Entfernung)
Material/Max.Durchschlag/Sichere Dicke in cm
Plain Concrete: 5/7,5
Ziegelsteine: 12,7/18 (bei schlechterem Mörtel höher)
Schotter: 20/25,5
Trockener Sand: 30,5/35,5 (Sandsack?)
Nasser Sand: 35,5/45,5 (Sandsack?)
Hartholz: 51/61
Lehm-Erde: 76/91,5
Tonerde: 152,5/183
Dazu der Wiki-Artikel über die englischen Bonker:
http://en.wikipedia.org/wiki/British_hardened_field_defences_of_World_War_II
Zitat:
ZitatThe degree of protection offered by a pillbox varied considerably: the thickness of the walls and roof generally varied from just 12 in to 3 ft 6 in (0.3 to 1.1m) or more although the commercially produced designs were often much thinner. In March 1940, General Brooke carried out penetration trials and recorded that a 25 mm anti-tank gun could easily penetrate up to 2 feet (60 cm) of reinforced concrete.
Hallo Alex,
na das ist doch endlich mal ein Post mit Inhalt. Danke dafür.
Ja natürlich können die Bunker und Martelllos geknackt werden, nur muss man dafür eben erst das notwendige Gerät in Stellung bringen. Die schweren Waffen aus den Prähmen können erst an Land gesetzt werden, wenn der Prahm richtig trocken gefallen ist (ich meine von 45 Minuten war die Rede).
Hinsichtlich des PioTrainingBtl und den RF meine ich das Du Dich da irrst. Die hatten nach meiner Erinnerung nichts mit dem Auxilary Pioneer Corps (oder wie auch immer die hießen) zu tun. Da muss ich heute Abend aber noch mal nachschauen.
Gruß
Dirk
Hier noch was zu den Artist Rifles die auch in Sub Sector A 4 waren: http://en.wikipedia.org/wiki/Artists_Rifles#20th_century
Hallo, Dirk,
Diese Werte hab ich eingetippt, weil jemand gemeint hat, 4m Ziegel würden 7,5/8,8/10,5cm Kanonentreffern widerstehen. Nun, da wär ich mir nicht ganz sicher (Wechselkurs zwischen Stahlbeton und Ziegelmauer?).
Bei den RF hab ich irgendwo im Netzt eine kleine Zusammenstellung über die RF-Btl gefunden, angegeben ist auf jedem Fall "Pioneer" und Umgliederung ab Oktober/November in normale Inf. Passt durchaus zu der Aussage, die Pioneer-Btl wurden ab November auf volle Bewaffnung umgestellt.
Was dieses Trainingsbtl im Endeffekt war, da hab ich ebenso nur Vermutungen, wie die Gegenseite. (Arbeitstruppe bis Elite-Lehrtruppe :wink:)
Im Rottman-Buch hab ich noch was über Breite und Tiefe der Verteidigung gefunden. Die US Army verfuhr unter dem Grundsatz 2 Vorne, 1 Hinten (im Endeffekt wurde durch die Wehrmacht ebenfalls das Gleiche gemacht).
Breite der Front 1941:
Zug: 100-200 yds
Kompanie: 200-500 yds
Btl: 500-1000 yds
Rgt: 1000-2000 yds
Zu Tiefe:
"The depth of defensive sectors depended on terrain and mission. Units required sufficient depth for second-line positions, reserves, space to maneuver within the sector, and for supporting rear facilities. Comapny and battalion sectors required sufficent depth to provide masking terrain, allowing mortars, AA weapons and support facilities to be concealed in defilade.
Verteidigungstiefe:
Zug: unter 200yds
Komp: 400-600 yds
Btl: 700-1200yds
Rgt: 1500-2000 yds
Vergleiche das mit 1000m pro Kompanie bzw 4km pro Btl im Absch. B!
mfg
alex
Hallo Alex,
ja die Datei zu den RF habe ich auch gerade gefunden- 24. Oktober 1940 Umwandlung in Infanterie. Ich glaube aber trotzdem, dass Du falsch liegst, da es sich hierbei um Einheiten handelt die von einem Infanterieregiment gebildet wurden und nicht vom Pioneer Corps. Ich meine auch zu Hause ein War Establishment von der BEF zu haben wo so ein Btl dabei ist.
Beim TrainingsBtl bin ich mir ziemlich sicher (irgendwo habe ich eine Geschichte der britischen Pioniere), dass das Batl eines der TrainingsBtl der Pio (Engineer) der Schule in Chatham war. Elite bestimmt nicht, reine Baueinheit aber auch nicht.
Zu Deinen Angaben zu Breite und Tiefe mag das ja alles für ein normales Gefecht an Land gelten. Aber wie auch Stefan schon anmerkte spielt immer das Gelände eine Rolle und Ein Anlandung von See ist nun einmal mit das ungünstigste für einen Angreifer was es gibt. Deshalb kann man diese Angaben hier nicht einfach übernehmen. Geführlsmäßig würde ich auch sagen, dass die Wehrmacht in Russland fast ständig breitere Abschnitte hatte. Ich erinnere mich zumindest an Aussagen, dass die Italiener 1942 Abschnitte von ca. 15km pro Division hatten.
Gruß
Dirk
Versuchen wir uns das mal auf elementärer Ebene vorzustellen. Ein britischer Soldat, bewaffnet mit SMLE (und ein Paar Mills Bombs), steht in einem Schützengraben direkt hinter dem Strand. 300 m vor ihm steigen 4 deutsche Soldaten aus einem auf Grund gelaufenen Prahm ins Wasser und kommen (mehr oder weniger direkt) auf ihn zu. Allzuschnell geht das im Wasser (anfangs bis 1 m hoch vielleicht) natürlich nicht, zumal sie auch noch einiges an Ausrüstung und Munition mitschleppen müssen. Veranschlagen wir mal drei bis vier Minuten bis sie Tommy erreicht haben. In der Zeit kann der aber locker 30 sorgfältig gezielte Schüsse abgeben, zweimal nachladen inklusive.
Von MG-Feuer, Mörser, Minen und Stacheldraht reden wir da noch gar nicht.
Die erste Runde Stubos wären natürlich schneller an Land, gewesen, aber da reden wir über vielleicht 300-400 Mann für den ganzen Abschnitt, Bisschen unwahrscheinlich dass die in ein, zwei Stunden die ganze Küstenverteidigung niedergekämpft hätten.
Na so kann man sich das aber auch nicht vorstellen. Zumindest erfolgt vor der Landung ein Feuerschlag ( Schiffsari )auf die Landungsstätte. Die LW wird auch ihren Teil dazu beitragen - Bombardierung der Stellungen also vom Wasser und aus der Luft. Das die Verluste der Landungstruppen hoch sind - keine Frage aber sieh Dir mal die Landung am D-Day an.Aber auch die Engländer hätten da schon Verluste gehabt Ferner sollte man auch berücksichtigen das die engl. Truppen nach Dünkirchen moralisch auch angeschlagen waren.
Gruß - Achim-Trimmer
nach dieser Seite (http://archaeologydataservice.ac.uk/myads/copyrights?from=2f61726368697665732f766965772f646f622f67616c6c6572792e63666d3f736e3d34303126434649443d3139323234264346544f4b454e3d44323930364238352d383031372d343138462d3836443942333145383446433231364426) und deren Eintragungen bei Google-Earth wurden nicht alle Martello Towers (in Kent und Sussex) genutzt.
Sie wurden jedenfalls in Zeiten gebaut in welchen über der Erde aufragende Befestigungen die Regel waren, man ist davon -wohl wegen der steigenden Waffenwirkung- abgekommen. Sie haben mit Sicherheit keine Schutzwirkung die einem aus Stahlbeton gebauten Bunker entspricht.
Derartige Bauwerke sind sehr auffällig und ziehen damit, bei entsprechender Bewegung darauf / darin, das Feindfeuer auf sich. Ich würde mich, im Falle Seelöwe, darin und in der Umgebung nicht aufhalten wollen.
Kurz nochmal 302.ID
Im Tessin steht folgendes:
"Erst am 27.07.42 erhielt jedes der drei Regimenter seine 14.Kp und statt der 13. zunächst (bis 15.12) einen IG Zug. das ArtRgt erhielt die 3,6,9 Bttr.
Am 10.10.42 wurde die bisher bodenständige Division in eine Angriffsdivision für den Osten umgebildet. "
Das bedeutet letztlich nur das der Division Nachschubkolonnen ... zugeführt wurden. Oft wurde auch noch ein begrenzter Personalaustausch vorgenommen, von älteren (körperlich nicht ganz mehr so fitten) zu jüngeren -fitteren- Soldaten. Das heißt aber nicht das die Qualität der 302.ID mit dem Personalaustausch tatsächlich zugenommen hat.
Das Thema "ID 302" und deren Qualität führt nur ein weiteres Mal von der eigentliche Problematik weg - das Beispiele aus der Realität genommen werden und inzwischen für verschiedene seltsame Vergleiche genommen werden. Beispiel die britische Landung in Dieppe, Beispiel "Normandie". Ein neues Beispiel ist "Geführlsmäßig würde ich auch sagen, dass die Wehrmacht in Russland fast ständig breitere Abschnitte hatte. Ich erinnere mich zumindest an Aussagen, dass die Italiener 1942 Abschnitte von ca. 15km pro Division hatten.".
1.) Ja, die Divisionen der WH hatte in Rußland fast immer breite Abschnitte zu verteidigen, aber das war eine RA welche im Qualitätsvergleich WH - USArmy - br.Heer ziemlich abgefallen ist. Dupuy (Der Genius des Krieges) schreibt von einer durchschnittlichen Kampfwertüberlegenheit von Einheiten der WH gegenüber den Westallierten von ca. 23% - gegenüber der RA von 168 % hatte.
2.) basierte die Verteidigung des deutschen Heeres, in Masse, auf der Wirkung der Artillerie. Die Infanterie lies die RA auflaufen, die Artillerie schoß in diese Aufmärsche hinein.
3.) Die Abschnittsbreiten der Verbündeten war ja so gar nicht gedacht und ist nur entstanden weil die Schlacht um Stalingrad die deutsche Verbände "abgesogen" hat. Und wie man ja weiß wurden die 8.it. Armee, die ungarische Armee und die beiden rumänischen Armeen durchbrochen und zerschlagen.
@Trimmer: das wäre gerade das Problem gewesen, eine nennenswerte Vorbereitung durch Schiffsartillerie hätte es gar nicht gegeben.
Für Abschnitt B (etwa 15 km) wären vorhanden gewesen (habe jetzt keine Unterlagen dabei, bitte nicht gleich Kopf abbeissen bei kleinen Fehler :-P):
- eine MS-Flottille mit 6 moderne M35, je 2 x 10,5 cm. Die hatten aber auch je 100 Mann der Vorausabteilungen an Bord, mit Sturm- und Schlauchbooten usw, die sie wohl erst loswerden müssten bevor sie im Feuerkampf eingreifen könnten. Ausserdem begrenzte Munitionsmenge, 300+ Schuss pro Schiff, wovon ein Teil aufbewahrt werden musste um eventuelle Angriffe durch leichte Einheiten (MTBs usw) abzuwehren;
- noch eine MS-Flottille mit umgebaute Fischkutter, also veilleicht ein Paar 8,8 SK;
- um die 30 7,5 cm FK auf Holzaufbauten auf Prahmen (9 sog. Leichte Artillerieträger einbegriffen);
- 5 s.S.-Fähren mit je eine 8,8 Flak.
Das war's dann auch schon, abgesehen von Pak, 2 und 3,7 cm Flak, und sonstiger Kleinkram. Ausser für die M35 keine Feuerleitung, alles im direkten Richten.
Auf der andere Seite etwa 17 Küstengeschütze (14 und 15,2 cm) von Folkestone bis Dungeness, die zwar nicht alle bis im Landungsbereich hineinwirken konnten, plus Feldartillerie.
Luftwaffe: ich glaube es war die Rede davon das Richthofen 2 Gruppen Stukas zur Verfügung stellen konnte/wollte, also sagen wir 50-60 Stück? Die 2-mot. Bomber (He, Do) sollten Ziele weiter landeinwärts angreifen um das Heranführen von Verstärkungen zu verhindern, usw. Me 110 und 109 hätten auch Ziele am Strand angreifen können, nehme ich an, obwohl "strafing" keine sehr beliebte Aktivität war unter Jagdflieger.
Hallo Achim,
na ja, ein Problem bei Seelöwe war ja gerade, dass da nicht viel an Schiffsari zur unterstützung zur Verfügung gestanden hat. In der Landezone B hätte man nach Plan 6 moderne Minensucher, 18 Vp-Boote, 8 R-Boote und 8 Fischkutter der 11. R-Flottille gehabt, dazu wenn man es geschaft hätte die rechtzeitig zu überführen noch 9 LATs. Ist nicht gerade beeindruckend...
Aus der Luft sollte im Übrigen nur flankierend angegriffen werden (Stukas auf Dover, Folkestone und Dungeness), da man Angst hatte das Bomben trichter im Vorfeld den U-Panzern zum Verhängniss werden.
@Alex: Nach Alan Philson: British Expeditionary Force - Organisation and Order of Battle 10th May 1940 hatte ein Infantry (Pioneer) Bn ein WE von 830 Mann mit 16 Brens, 18 Atk-Rifles, 43 Pistols, 18 Signal Pistols und 786 Rifles. Also auf alle Fälle schwächer als ein InfBtl aber stärker als die AMPC Einheiten.
Gruß
Dirk
Hallo, Dirk,
Die von mir eingestellten Abschnittsbreiten und -Tiefen sind die offiziellen der US Army (ich hab einige Angaben der ung. Armee gefunden, die decken sich seltsamer Weise ziemlich mit diesen Angaben).
Natürlich, in ruhigen Abschnitten wurde alle drei Komp des Btls, alle drei Btl des Rgts und alle drei Rgt der Div (bei Belassung einer gewissen Reserve) in der ersten Linie eingesetzt, und es geht auch, dass eine KavBrig/motBrig mit ca. 20 Kompanien am Dnepr 100km zu beobachten hat (haben wir gemacht), oder eine Div mit 6 Btl auf ca 20km verteilen (haben wir gemacht) aber eine ernsthafte Verteidigung ist es nicht. Es fehlt schlicht und einfach an Tiefe bzw Reserven, die einen Einbruch abriegeln können, bzw einen Gegenstoss unternehmen können.
Ist die erste Stellung durchbrochen, steht der Angreifer schon in der Tiefe der Verteidigung. Sowas kann man nur reskieren, wenn die erste Stellung (=die HKL) so stark ist, dass der Angriff mit ziemlicher Sicherheit abgewehrt werden kann.
In unserem Fall haben wir 2 Btl auf etwa 8 Km, also 8 Kompanien, bzw 24 Züge (die 2/3 MG-Kompanie jetzt nicht gerechnet), also 1 Komp auf 1000m, ein Zug auf 333m (angenommen, alles ist in der ersten Linie). Verglichen mit ca. 180-450 bzw 90-180m laut der offiziellen Vorgaben (zugegebener Massen auf dem Kontinent), ist es schon recht dünn. Reserven haben die Btl lediglich die beiden HQ-Komp, die Bde rein garnix.
Bilden die einzelnen Komp/Btl irgedwelche Reserven, werden die Züge in zwei Linien aufgestellt, werden die Abschnittslängen gefährlich lang (im Endeffekt bewegen wir uns in den Grössenordnungen, die bei unserer 2.Armee vorhanden waren - inkl PzAbwehr, Ari, Grw, usw).
Wenn wir die Ostfront nach Stalingrad und SO-England vergleichen, gibts zwei grundlegende Unterschiede:
1, Kampfwertunterschied war Dtl:SU 2:1 - 3:1, Kampfwertunterschied Engl:Dtl aber 0,77:1 laut Dupuy
2, an der Ostfront war Munmangel bis 1944 kein wirkliches Thema, 1940 in SO-England allerdings schon
was das Trainings-Btl im Endeffekt war, interessiert mich schon brennend!
BTW: hab SASC bezüglich Personalpolitik angeschrieben. Bin gespannt, ob ich eine Antwort bekomme.
mfg
alex
PS1:
Bei den Pioneer-Btl ist das jetzt Soll oder Ist, bzw Mai oder September 1940?
PS2:
wenn diese Schiffe die Küstenari für die ersten 30-40 Minuten runterhalten - es ist nicht einmal ein direkter Treffer notwendig - ist es für mich schon ausreichend.
Re: Martellos: man kann da Einiges nachlesen im kenthistoryforum.co.uk und sussexhistoryforum.co.uk. Hier ist auch ein interessanter Überblick von noch stehenden (und einem eingestürzten) Turm, woraus auch hervorgeht dass manche militärisch verwendet wurden im WK II (siehe Turm nr. 3):
http://www.subterraneanhistory.co.uk/2009/08/martello-towers.html
Ich habe jetzt gerade keine Zeit um das genau zu überprüfen, wenn das überhaupt möglich ist - die genaue Zahl ist wohl auch nicht so wichtig - aber ich schätze dass im Bereich Folkestone- Dungeness ursprünglich etwa 30 Stück standen, wovon 1940 etwa die Hälfte unterspült und eingestürzt beziehungsweise abgerissen war.
Ich nehme mal an dass Türme die noch im redlich guten Zustand waren generell als Beobachtungsposten und/oder MG-Bunker benutzt wurden, sie boten ja einen idealen Blick über den Strand.
Was die Widerstandsfähigkeit gegen Beschuss betrifft, da haben die Amis 1944-1945 Tests mit deutschen Waffen gegen verschiedene Zielmedien durchgeführt.
Ich zitiere aus FM 5-35 Corps of Engineers Reference Data (March 1944):
Thickness required for protection against single shots by direct-fire weapons:
75 mm at 500-1000 yds: 4.5 ft ordinary concrete, 4 ft reinforced concrete, 5 ft stone masonry
88 mm at 500-1000 yds: 6.5 ft ordinary concrete, 5 ft reinforced concrete.
Werte für "brick masonry" werden nur für kleinere Kaliber angegeben, zB für 37 mm at 400 yds: 5 ft brick masonry, 3.5 ft concrete, 3 ft reinforced concrete, 3.5 ft stone masonry.
Ich mal weiterhin davon aus das die Türme mit Wandstärke 4 m (13-14 ft) ein Paar Treffer ausgehalten hätten - wenn auch kein Dauerbeschuss, wie gesagt.
Hallo,
Damals 2009 hab ich ein wenig bezüglich Martellos gesucht:
Im 2wk noch existent (wurden nicht umgebaut/nachgerüstet!)
25: Dymchurch
24: Dymchurch
23: Dymchurch
22: Dymchurch
19: Hythe ranges
15: Hythe Ranges
14: Hythe Ranges
13: Hythe, Wohnhaus, als Beobastungsposten verwendet
9: Shorncliff
8: Shorncliff
7: Shorncliff, Lager?
6: Shorncliff, Beobachtungsposten?
5: Sandgate, nicht benutzt?
4: folkstone, Beobachtungsposten
3: Folkstone (Copt Point), MG-Nest und Beobachtungsposten
2: Folkstone
1: Folkstone, Beobachtungsposten?
Bei etwas rechnen können die 7,5cm etwa 2m, die 8,8cm etwa 3m Ziegel durchschiessen. Diese Disk über irgendwelche Türme aus dem 19.Jh ist schon gewissermassen witzig...
Kleine Randbemerkung: "thickness required for protection" ist nicht dasselbe wie "penetration" oder "durchschiessen können", da gab es wohl noch eine gewisse Sicherheitsmarge.
Ich möchte mich mal Alex anschließen - siehe PS 2 - wer sagt und denn das z.B. " Scharnhorst" und "Gneisenau " nicht zum Einsatz gekommen wären ? ( Niederhaltung der Küstenari ) LW: Einsatz nicht in unmittelbarer Strandnähe sondern in der sogenannten "taktischen Tiefe " d.h. die Tauchpanzer wären kaum durch "Friendly fire " bedroht. Weiter gehe ich davon aus das 1940 noch eine dt Luftherrschaft bestand.
Gruß - Achim- Trimmer
PS: Ich denke auch das man die Truppen der Wehrmacht von 1940 nicht mit 1942/43 vergleichen kann ( Verluste Ostfront/ Verluste Afrika )
Zitat von: Trimmer am 29 März 2012, 10:50:02
...wer sagt und denn das z.B. " Scharnhorst" und "Gneisenau " nicht zum Einsatz gekommen wären ? ( Niederhaltung der Küstenari )
Wann willst Du denn landen?
SH und GU waren wegen Torpedotreffern von Juni bis November/Dezember 1940 in der Werft.
Nun Thorsten - bis zumindest Jan./ Feb. 1941 bestand durchaus noch die Möglichkeit. Voraussetzung = Operation "Dynamo " verhindern.
Wer Kennth Macksey" " Invasion,The German Invason of England " mal gelesen hat - da wird auch zumindest von einer Erfolgsaussicht aus gegangen.
Unternehmen " Sonnenblume " ( Afrika ) begann ja erst Anfang Feb. 1941. Bedeutet aber auch das dann England ab da auch Probleme bekommen hat.
Gruß - Achim-Trimmer
Hallo Achim,
im Jan/Febr. 1941 hattest Du nicht das erforderliche Wetter. Es wurde in den Planungen lediglich von einer eventuellen Landung im Frühjahr 1941 gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt ist die RAF aber bereits deutlich überlegen, eine Menge neuer Küstenschutzdivisionen war aufgestellt, einige neue Panzerdivisionen sind ebenfalls aufgestellt, die Küstenari ist gerade bei Dover massiv verstärkt, etc. Alles im allem also deutlich schlechtere Bedingungen als 1940. Deshalb diskutieren wir hier auch nur die Invasion Ende September.
@Alex: Antwort kommt wohl heute Abend.
Gruß
Dirk
Gut - bleiben wir bei Sep.40 - :-D Ich finde in Euren Beiträgen z.B. nicht die 22. ID - als Luftlandetruppe für "Seelöwe" geplant. Also nicht nur eine Seelandung möglich sondern auch direkt schon auf englischen Boden. Wenn ich jetzt dabei von der Einsatzstärke ausgehe ( nach Abzug Beamte, RD usw. ) kann ich da ca. 11.000 Mann in Bewegung setzen. ( Gesamtstärke beträgt ca 15.000 Mann ) Gut - soviel werden nicht durch kommen aber auch für "Unruhe " hinter der Front sorgt es schon. Nehme ich dann noch die Fallschirmjäger dazu....
Was eigentlich mein Ziel ist. Ich denke das die Chance zumindest bei 50% gestanden hätte eine Erfolgreiche Landung durch zuführen. Alles andere ist und bleibt Spekulation. Selbst das Aufrechnen von Menschen, Material, Bunkerstärken usw. wird nichts bringen.
Gruß - Achim-Trimmer
Re: 22. Luftlandedivision: dafür war soweit bekannt keine Rolle vorgesehen, jedenfalls nicht am S-Tag. Die Luftwaffe hatte über Holland etwa 200 Ju52 verloren und diese Verluste noch nicht kompensiert. Es gab neulich eine Diskussion über ebendiese Frage im forum.axishistory.co.uk, und der Konsens (von Leandros mal abgesehen, natürlich ...) war das die LW vielleicht 3500 bis höchstens 5000 mehr oder weniger ausgebildete Fallschirmjäger hätte aufbieten können. Einsatz von Lastensegler problematisch wegen Gelände und Obstakel überall.
Hallo, Achim,
Die 22.LL war keine Fallidivision im eigentlichem Sinn, sondern eine luftbewegliche. Sobald du Flugplätze hast, könnte diese Division natürlich relativ schnell übergesetzt werden - am ersten Tag besteht dafür keine grosse Chance. Die vorhandenen Transportmaschinen wären auch mit der 7.FlD (die eigentliche Fallidivision) voll ausgelastet gewesen.
Geplant war hier der Einsatz von je einem SturmBtl bei Hythe selbst, und westlich Hawkinge (letztere sollte laut Planung nicht von den Fallis genommen werden!), sowie einem FJ-Btl mit den PAK-Kompanien nördlich Hythe (soll auf Folkstone vorstossen), 2 FJ-Btl bei Lyminge (Abschirmung gegen Canterbury), 2 gegen Flugplatz Lympe, und eines als Reserve irgendwo südlich Lyminge. Am Nachmittag sollte ein letztes Btl mit einigen Rgt- und Div-Einheiten nach Lympe gebracht werden.
Zeitplanung: SturmBtl gleichzeitig mit den Vorausabteilungen von See her, der Rest eine Stunde später.
Das Buch von Macksay hab ich gelesen, war nicht wirklich überzeugt. Jetzt mal alles VOR der Landung bei Seite gelassen, ist er mM etwas zu optimistisch mit der Nachschubleistung und bei der Beurteilung der Kämpfe.
ZitatIch denke das die Chance zumindest bei 50% gestanden hätte eine Erfolgreiche Landung durch zuführen. Alles andere ist und bleibt Spekulation.
Im Endeffekt ja - und das ist das Problem. Die Chancen sind zu ausgeglichen, und keiner der beiden Seiten kann sich damit abfinden ("Die Landungsflotten werden bereits Tage vor Auslaufen zerbombt und Torpediert" bis "Die M-Böcke werden die Hood versenken"). Wenn die Chancen eindeutiger wären, gäbe es diese dauernden - teilweise absolut unfundierten - Diskussionen nicht.
Eine Meinung werde ich nicht abgeben, die Diskussion wird sich dann namlich um diese Meinung drehen, und nicht um Sachthemen (ein Grossteil der Seelöwe-Disk werden so totgemacht: beide Seiten freuen sich, keine konkreten Fakten vorbringen zu brauchen, nur Stunk.)
mfg
alex
Axel- auch wieder richtig - die 22.Luftland Infanterie Division war ja auch erst in der 2.Welle vorgesehen - zumindest nach meinen Unterlagen " Dt. Gliederung der geplanten Operation " Seelöwe" . Ja und Macksay - Axel wir haben doch hier auch 100 Ansichten :-D
Gruß - Achim-Trimmer
Hallo Achim
Naja, wenn die Standorte der Befestigungen und die Stärke wie auch Aufstellung der Briten bekannt wäre könnte "man" wenigstens ein realistisches "Kriegsspiel" daraus generieren. So bracht man damit -letztlich- gar nicht anfangen.
Moin,
ZitatDie von mir eingestellten Abschnittsbreiten und -Tiefen sind die offiziellen der US Army (ich hab einige Angaben der ung. Armee gefunden, die decken sich seltsamer Weise ziemlich mit diesen Angaben).
Natürlich, in ruhigen Abschnitten wurde alle drei Komp des Btls, alle drei Btl des Rgts und alle drei Rgt der Div (bei Belassung einer gewissen Reserve) in der ersten Linie eingesetzt, und es geht auch, dass eine KavBrig/motBrig mit ca. 20 Kompanien am Dnepr 100km zu beobachten hat (haben wir gemacht), oder eine Div mit 6 Btl auf ca 20km verteilen (haben wir gemacht) aber eine ernsthafte Verteidigung ist es nicht. Es fehlt schlicht und einfach an Tiefe bzw Reserven, die einen Einbruch abriegeln können, bzw einen Gegenstoss unternehmen können.
Ist die erste Stellung durchbrochen, steht der Angreifer schon in der Tiefe der Verteidigung. Sowas kann man nur reskieren, wenn die erste Stellung (=die HKL) so stark ist, dass der Angriff mit ziemlicher Sicherheit abgewehrt werden kann.
In unserem Fall haben wir 2 Btl auf etwa 8 Km, also 8 Kompanien, bzw 24 Züge (die 2/3 MG-Kompanie jetzt nicht gerechnet), also 1 Komp auf 1000m, ein Zug auf 333m (angenommen, alles ist in der ersten Linie). Verglichen mit ca. 180-450 bzw 90-180m laut der offiziellen Vorgaben (zugegebener Massen auf dem Kontinent), ist es schon recht dünn. Reserven haben die Btl lediglich die beiden HQ-Komp, die Bde rein garnix.
Dann schauen wir uns das noch mal an. Von Dymchurch Redoubt bis Greatstone at Sea sind es etwa 8km. Hierfür haben wir 6 SLI, 7 SLI, 18 (Pioneer) RF, Teile 6 Commando ( andere Teile in Dungeness also sagen wir mal die Hälfte = ca. 2 Kp) und die Brigade AtkCoy. Ohne HQ Coys, die ja über die sehr kampfkräftigen BrenCarrierZüge verfügen also gute 15 Kompanien für 8 km... nicht schlecht oder. Home Guard Einheiten auch noch außen vor gelassen.
Und Du kannst einen Landabschnitt eben nicht mit einem Küstenverteidigungsabschnitt gleichsetzen. Wegen Reserven bzw, Durchstoßen in die Tiefe:
Wir haben die 31st Bde am RMC, wir haben ein Btl. Inf als Divisionsreserve der 1st London Div in Ashford und wie haben die gesamten Neuseeländer. Ein wirkliches Durchstoßen in die Tiefe ist bei absolut unmotorisierter Infanterie sowieso nicht zu befüchten.
Zitat2, an der Ostfront war Munmangel bis 1944 kein wirkliches Thema, 1940 in SO-England allerdings schon
Das ist wieder so eine unbewiesene Behauptung. Klar ist das die Landungstruppen nicht allzu üppig mit Mun ausgestattet waren.
Zitatwas das Trainings-Btl im Endeffekt war, interessiert mich schon brennend!
Das TrainingsBtl war nur in unserer Übersetzung Pionier. Tatsächlich was es das No. 1 Trainings Bn RE, also das aus dem Regulären Trainigsbtl der Royal Engineer als erstes aufgestellte Trainingsbataillon.
ZitatBei den Pioneer-Btl ist das jetzt Soll oder Ist, bzw Mai oder September 1940?
Soll aus dem Mai 1940
Zitatwenn diese Schiffe die Küstenari für die ersten 30-40 Minuten runterhalten - es ist nicht einmal ein direkter Treffer notwendig - ist es für mich schon ausreichend.
Die britische Seite hat deutlich mehr Ari als die dt. auf den Schiffen, da kann man spekulieren wer wen runterhält...
Martellos: wie gesagt um die zu knacken musst Du erst die Ari an Land bringen und bis dahin können die schon eine Rolle spielen.
Zu Scharnhorst/Gneisenau noch was. Um die Personalnot für Seelöwe auch nur halbwegs decken zu könnnen sind etliche Offizieren von den beiden Schwestern abgezogen worden. Bei einem Einsatz der Schiffe bei Seelöwe wäre auch die Home Fleet im Kanal eingesetzt worden.
22. Divison: OKH-Reserve für Seelöwe
ZitatGeplant war hier der Einsatz von je einem SturmBtl bei Hythe selbst, und westlich Hawkinge (letztere sollte laut Planung nicht von den Fallis genommen werden!), sowie einem FJ-Btl mit den PAK-Kompanien nördlich Hythe (soll auf Folkstone vorstossen), 2 FJ-Btl bei Lyminge (Abschirmung gegen Canterbury), 2 gegen Flugplatz Lympe, und eines als Reserve irgendwo südlich Lyminge. Am Nachmittag sollte ein letztes Btl mit einigen Rgt- und Div-Einheiten nach Lympe gebracht werden.
Zeitplanung: SturmBtl gleichzeitig mit den Vorausabteilungen von See her, der Rest eine Stunde später.
Der Nachmittagseinsatz ist nicht belegt, der Rest stammt aus einem undatierten Befehl der 17. ID. Die HGr A ging von 3 schwachen Rgt (6 Bataillone) aus.
ZitatWas eigentlich mein Ziel ist. Ich denke das die Chance zumindest bei 50% gestanden hätte eine Erfolgreiche Landung durch zuführen. Alles andere ist und bleibt Spekulation. Selbst das Aufrechnen von Menschen, Material, Bunkerstärken usw. wird nichts bringen.
Wenn man ein anderes Wetter gehabt hätte, der Aufmarsch problemlos galaufen wäre und man eine Möglichkeit hätte die Royal Navy (@Andreas: die ist ja tatsächlich königlich :-D ) in den Häfen zu halten, dann vielleicht...
Gruß
Dirk
Nachtrag:
ZitatWeiter gehe ich davon aus das 1940 noch eine dt Luftherrschaft bestand.
Gesamt-Luftwaffe 721 einsatzbereite Me 109 mit allerdings nur 688 einsatzbereiten Besatzungen (28.9.40) gegen RAF auf der ganzen Insel 846 einsatzbereite 1mots (30.9.40), mag jeder selbst beurteilen ob so Luftherrschaft aussieht...
ZitatZitatWeiter gehe ich davon aus das 1940 noch eine dt Luftherrschaft bestand.
Gesamt-Luftwaffe 721 einsatzbereite Me 109 mit allerdings nur 688 einsatzbereiten Besatzungen (28.9.40) gegen RAF auf der ganzen Insel 846 einsatzbereite 1mots (30.9.40), mag jeder selbst beurteilen ob so Luftherrschaft aussieht...
Ich hatte ja schon mal darauf hingewiesen das ohne bestimmte -erfüllte / erkämpfte- Voraussetzungen die Operation Seelöwe nicht angelaufen wäre. Warum blendest du das immer wieder aus?
Hitler's directive set four conditions for the invasion to occur:[6]
* The RAF was to be "beaten down in its morale and in fact, that it can no longer display any appreciable aggressive force in opposition to the German crossing".* The English Channel was to be swept of British mines at the crossing points, and the Strait of Dover must be blocked at both ends by German mines.
* The coastal zone between occupied France and England must be dominated by heavy artillery.
* The Royal Navy must be sufficiently engaged in the North Sea and the Mediterranean so that it could not intervene in the crossing. British home squadrons must be damaged or destroyed by air and torpedo attacks.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Sea_Lion#Background)
Moin,
ZitatDann schauen wir uns das noch mal an. Von Dymchurch Redoubt bis Greatstone at Sea sind es etwa 8km. Hierfür haben wir 6 SLI, 7 SLI, 18 (Pioneer) RF, Teile 6 Commando ( andere Teile in Dungeness also sagen wir mal die Hälfte = ca. 2 Kp) und die Brigade AtkCoy. Ohne HQ Coys, die ja über die sehr kampfkräftigen BrenCarrierZüge verfügen also gute 15 Kompanien für 8 km...
Abschnitt 6.SLI und 7.SLI waren tatsächlich 8km, der Landeabschnitt südlich REdoubt aber etwa 12km, in diesen zusätzlichen 4km standen die Tle der 6.Comm und etwa eine Komp 5.SLI - also bestenfalls 16 Komp für 12km (inkl. Rückwärtigen Stellungen!). Was davon direkt an der Küste stand, dürften wohl lediglich die SLIs und die COmm gewesen sein, also 11Komp für 12km.
Hatten übrigens alle Bde schon die ATG-Komp etatisiert bekommen? Wenn ich mich recht erinnere, gabs auch 1941 nicht bei allen eine solche Komp.
ZitatWir haben die 31st Bde am RMC, wir haben ein Btl. Inf als Divisionsreserve der 1st London Div in Ashford und wie haben die gesamten Neuseeländer. Ein wirkliches Durchstoßen in die Tiefe ist bei absolut unmotorisierter Infanterie sowieso nicht zu befüchten.
Ich übersetze mal: 2 Btl auf 24km (=31.Bde) und ein drittes Btl 15-20km weiter westlich.
Welches Btl stand denn in Ashford? Das HD-Btl, das wir in Lympe angenommen haben, eines der Kampfbtl, oder irgendein zusätzliches?
EDIT: ich merke gerade, dass du über MILFORCE sprichst (Korpsreserve). Zwei ATG-Komp als Inf, 1 MG-Komp aus Artilleristen ohne Kanonen, 1 normale InfKomp und eine Schwadron leichte Panzer/Carrier.
ZitatDas ist wieder so eine unbewiesene Behauptung. Klar ist das die Landungstruppen nicht allzu üppig mit Mun ausgestattet waren.
Siehe einige Seiten vorher die Berechnung an im Q3 hergestellten Mengen. (Übrigens, wieder so eine typische verwischerische Behauptung. Für die Engländer kein Problem ABER!!!! Dtl hat nix)
ZitatDas TrainingsBtl war nur in unserer Übersetzung Pionier. Tatsächlich was es das No. 1 Trainings Bn RE, also das aus dem Regulären Trainigsbtl der Royal Engineer als erstes aufgestellte Trainingsbataillon.
Danke.
ZitatDie britische Seite hat deutlich mehr Ari als die dt. auf den Schiffen, da kann man spekulieren wer wen runterhält...
Martellos: wie gesagt um die zu knacken musst Du erst die Ari an Land bringen und bis dahin können die schon eine Rolle spielen.
Ja. Natürlich können die engl. Kanonen wunderbar mit der Inf kooperieren (Beispiele dafür gibts aus NA genügend), werden auf 90-99% der technischen Schussweite auf SChiffsziele feuern, und natürlich auch treffen.
Martellos: nun, 7,5, 8,8 und 10,5cm waren auf den Schiffen vorhanden (dazu einige leichtere Rohre), und dieses Kaliber reicht durchaus, um die Mauern mit wenigen Treffern durchzuschlagen. Bei den 15cm-MGs am Strand ist es durchaus möglich, dass wegen Seebeschuss/Vorausabteilungen die Kanonen nicht feuern können (zB wurde bei Dieppe eine Batterie durch Inf-Störfeuer am SChiessen gehindert :wink: )
ZitatWenn man ein anderes Wetter gehabt hätte, der Aufmarsch problemlos galaufen wäre und man eine Möglichkeit hätte die Royal Navy (@Andreas: die ist ja tatsächlich königlich ) in den Häfen zu halten, dann vielleicht...
Siehste Achim, dass hab ich gemeint...
@Stefan:
Warum blendest du das immer wieder aus? - wenn angenommen wird, dass die Voraussetzung (zumindest Lufherrschaft über dem Kanal) erfüllt ist/wird, könnte nicht auf ein Abschlagen der Landung gepocht werden...
Wie diese Luftherrschaft zeitgerecht errungen werden kann, ist eine gänzlich andere Frage.
mfg
alex
Ich will ja nicht immer nur negativ sein über die deutschen und ihre Erfolgsaussichten, sie haben sich ja grosse Mühe gegeben, also zur Abwechslung jetzt mal zwei interessante Bilder, eins vom Umbau der Prähme, eins von einer s.S.-Fähre (oder grosse Fähre 40), fünf davon sollten im Abschnitt B die rechte Flanke sichern (nach Schenk jedenfalls). Man erkennt deutlich die 8,8, zwei 2 cm. Flak 30, und Zugmittel.
:MG:
Moin,
@Stefan: Ja, da sind wir wieder beim Thema: Wenn Dtl. 1940 die Atombombe gehabt hätte, dann hätte man sich die ganze Planung sparen können.. hatten sie aber nicht!
ZitatAbschnitt 6.SLI und 7.SLI waren tatsächlich 8km, der Landeabschnitt südlich REdoubt aber etwa 12km, in diesen zusätzlichen 4km standen die Tle der 6.Comm und etwa eine Komp 5.SLI - also bestenfalls 16 Komp für 12km (inkl. Rückwärtigen Stellungen!). Was davon direkt an der Küste stand, dürften wohl lediglich die SLIs und die COmm gewesen sein, also 11Komp für 12km.
Hatten übrigens alle Bde schon die ATG-Komp etatisiert bekommen? Wenn ich mich recht erinnere, gabs auch 1941 nicht bei allen eine solche Komp.
Super Alex, dass Du jetzt Abschnitte, die wo gar keine Truppen anlanden sollten mit in die Berechnung einbeziehst... das das nicht geht ist uns wohl klar! Die Commandos in Dungeness hatte ich schon abgezogen, ein gesamtes Commando hatte in etwa Btl-Stärke. Ich habe allerdings eine Kp 18th RF zuviel drinne gehabt, die bei der 5 SLI stand, dafür habe ich aber auf alle Fälle noch eine RE Coy vergessen und war da nicht auch noch ein MGBtl?. Auf alle Fälle weit höhere Verteidigerdichte als in Omaha oder Dieppe!
Die Atk Coy ist zumindest bei Philson etc verzeichnet und für die 1st London habe ich Originaldokumente wo die für jede Brigade verzeichnet sind.
Reserven: ich spreche nicht nur von Milforce, ich spreche auch von den beiden Infbrigaden der Neuseeländer, und dann gab es natürlich noch die GHQ Reserven etc.... Das Btl bei Ashford kennst Du noch nicht, dass ist eines der 198 Bde, das dort Divisionsreserve gespielt hat.
ZitatSiehe einige Seiten vorher die Berechnung an im Q3 hergestellten Mengen. (Übrigens, wieder so eine typische verwischerische Behauptung. Für die Engländer kein Problem ABER!!!! Dtl hat nix)
Ja, aber wie die verteilt sind hast Du keine Ahnung. Ferner sprichst Du allgemein von Mun. An Small Arms Ammunition hatten die Btl dort Überbestände!
ZitatJa. Natürlich können die engl. Kanonen wunderbar mit der Inf kooperieren (Beispiele dafür gibts aus NA genügend), werden auf 90-99% der technischen Schussweite auf SChiffsziele feuern, und natürlich auch treffen.
Martellos: nun, 7,5, 8,8 und 10,5cm waren auf den Schiffen vorhanden (dazu einige leichtere Rohre), und dieses Kaliber reicht durchaus, um die Mauern mit wenigen Treffern durchzuschlagen. Bei den 15cm-MGs am Strand ist es durchaus möglich, dass wegen Seebeschuss/Vorausabteilungen die Kanonen nicht feuern können (zB wurde bei Dieppe eine Batterie durch Inf-Störfeuer am SChiessen gehindert )
Ja klar, die Deutschen können von Ihren kleinen Schiffchen natürlich auch weit genauer schießen, als die Briten von Land....
@Gerard: Von den Fähren waren Ende September lediglich 4 Herbert-Fähren in Fécamp vorhanden.
Gruß
Dirk
So, ich hab endgültig die Schauze voll
Mal was über Küstenartillerie: Dezember 1914 bombardierten drei deutsche Kriegsschiffe Hartlepool, verteidigt von 3x6" Geschütze (das gleiche Modell, Mk VII, dass 22 Jahre später immer noch allgemein in Gebrauch war bei den Emergency Coast Batteries, denke ich) Aus dem Coast Artillery Journal von 1933:
"THE BOMBARDMENT
The morning of December 16th dawned with a heavy sea mist, and at about 4,000 yards to the east a fog bank completely obscured the view. Visibility southwards was a little better, being good up to about 6,000 yards. The sky was overcast. There was a slight breeze from the northeast, and, except for a slight rolling swell, the sea was calm. At about 8:00 A.M. the Fire Commander received a message from South Gare Battery: "Dreadnoughts steaming north."
This was followed almost immediately by a message from the Signal Station:
"Three warships coming in at great speed."
As the approach of the ships was obscured from the Fire Commander by the lighthouse, he inquired:
"What nationality?"
"They are our ships; they are flying the White Ensign, and have answered our signals," came the reply from the
Signal Station.
In reply to a further query, it was stated that the ships appeared to be of the "Indomitable" class.
The guns of both batteries had meanwhile been manned.
Almost immediately after this conversation the ships were heard to be firing seaward.
"What are they firing at?" enquired the Fire Commander.
"I presume at the enemy," replied the Signal Station.
"Are you sure they are not firing at our own destroyers?"
"I can't see what they are firing at," came the reply.
At that moment the leading ship loomed into view out ofthe mist, and by its color and silhouette the Fire Commander
was definitely able to identify it as being German. Any lingering doubts were swiftly dispelled when the
leading ship, later identified as the battle-cruiser Seydlitz, opened fire with her 11" guns on Heugh Battery.
The time was then 8:10 A.M. The first round fell beside the low wall which formed the boundary between Heugh
Battery and the broad pathway leading to the promenade.
This round which was dead range and only about 25 yards to the left of the guns as viewed from the seaward
side, killed a sentry and three men of the infantry guard, as well as completely wrecking all telephonic communication
within the batteries.
A second round fell within a few feet of the first, killing two men of the Durham Royal Garrison Artillery who had rushed
to the assistance of the infantrymen. Another round struck the end house of one of the terraces immediately
in rear of Lighthouse Battery, two of the occupants, both women, being killed.
The Seydlitz, as she steamed slowly north, was immediately engaged by both guns of Heugh Battery at a
range of 4,I5O yards and a bearing of 34 degrees. Fire was opened with high explosive ammunition. The
method of ranging was by bracketing on the observation of single rounds. Lighthouse Battery, in accordance with
the distribution of fire scheme, immediately engaged the rear ship of the three, since known to have been the
battle-cruiser Blucher. The action had now become general, all three ships pouring broadsides of 11/1,8/1 and 4"
projectiles on the batteries, the Seydlitz and the centre ship, since known to have been the battle-cruiser Moltke,
engaging Heugh Battery while the Blucher engaged Lighthouse Battery.
The range to the target was quickly found, and as the shell power of a 6" shell was obviously insufficient to penetrate the sides of the heavily armoured ships, the M.P.J. was raised to the upper-structures and the more vital parts where considerable damage was seen to result.
Although the narrow strip of land in front of the battery and the ground round about was being plowed up
by the enemy projectiles, the detachments served their guns and overcame the confusion of action with commendable
calm and precision.
The worst thing of all was seeing each ship momentarily lit up by a nasty yellow glare and having to wait
for the result. It was only a matter of a few seconds at that range. Each salvo as it arrived was preceded by an
appalling "onde-de-choc," that curious double report which occurs when you are stationed in line with a high
velocity gun at short or medium range. The shells were so low that the wind of each salvo knocked down any
men that happened to be on the parapet, and caps were snatched off heads and whirled away like leaves.
The two leading ships, about 1,000 yards apart, were meanwhile steaming slowly northwards, the Seydlitz still
followed by the guns of Heugh Battery. At a bearing of about 3 degrees, No. 2 gun came within the blast angle of No. 1. The time was now about 8:25 A.M. As the range was long and observation was difficult, both guns were ordered to change target to the Moltke. which up to that time had not been engaged, and fire on her was continued until she too came within the blast angle of No.2 gun. Until this time, the B.c. of Heugh Battery had given no thought to the third ship, the Blucher.
He now saw that she was practically stationary and that she was not being engaged by Lighthouse Battery. Both
guns of Heugh Battery were immediately trained on to her, fire being opened with armour-piercing ammunition.
This appeared to have little effect, and after firing 19 rounds a change was made to high explosive ammunition.
Immediately fire was lifted on to her upperstructures the Blucher steamed eastwards at high speed, still engaging the battery with her aft guns."
(to be continued)
"The other two ships had meanwhile been bombarding both the Hartlepools, the chief objectives apparently being
the steel works, docks, ship-yards, gasworks, and the railway freight and passenger stations. After some fifteen
minutes steady bombardment of these objectives both ships turned about and steamed in a southeasterly direction
obliquely across the front of the batteries, again opening fire on them with their starboard broadsides. As
the Moltke reentered the field of fire of No. I gun she was again engaged by both guns of Heugh Battery until
she disappeared into the mist to join the Blucher. A change of target was then made to the Seydlitz as she
followed in the wake of the Moltke and fire on her was continued until she too disappeared into the mist, the
last round from the battery being fired at 8:52 A.M. at a range of 9,200 yards without reply from the ships.
In engaging the Blucher, the single gun of Lighthouse Battery opened with high explosive ammunition, at a range of about 6,000 yards and a bearing of 52 degrees.
The method of ranging was by observation and correction of single rounds. During the observation and correction
of the first two rounds, which fell short, the range closed to about 4,500 yards. The third round, a direct hit,
carried away a good part of the fore-bridge and disabled two 6" guns, as well as exploding their deck supply of
ammunition and killing nine seamen and wounding three. It was extremely unfortUnate that the next round
was a misfire, owing to a break in the electrical circuit, and a change was immediately made to percussion firing.
Some delay was caused by the misfire, and when fire was continued further corrections were necessary before more
hits were observed. Further misfires occurred while at the percussion method "owing to the split pin below the
adjustable bushing having jarred loose or broken." The break in the electrical circuit was subsequently found to
have been caused by the "A" lead becoming detached from the gun and cradle contact. This was remedied,
and the last three rounds were fired electrically.
The Blucher had meanwhile taken up a stationary position in line with the lighthouse and the gun of lighthouse
Battery, thus rendering herself immune from that gun, and she was not engaged again until the guns of
Heugh Battery were brought to bear upon her toward the end of the action. For the greater part of the action
she was therefore able to pour uninterrupted fire on the batteries. While the other two ships were engaging
Heugh Battery, the Blucher was firing black powderfilled shells on the rocks in front of the battery. This
attempt at producing a smoke screen, which, during the war was probably the earliest of the experiments in
that direction, was fairly effective and greatly interfered with the laying of the guns and the observation of fire.
South Gare Battery was not engaged in the action, as by the time the identity of the ships was established they
were out of range.
Throughout the action, in the absence of telephonic communication, orders and corrections to the guns were
passed by megaphone, and this was apparently effective in spite of the noise of our guns and the arrival of enemy
projectiles. Even had the telephone lines not been shattered by the first round from the ships, it is extremely
doubtful whether the telephones would have been of any use. During the latter part of the action the Heugh
Battery Commander fought the guns from a position midway between each gun, the Fire Commander passing
observations and corrections by megaphone from the B.C. post.
NAVAL CRAFT ENGAGED
After the action it became known that the four destroyers when northward of the batteries observed the
approach of the enemy ships and were immediately engaged by them. As they were apparently unable to get
within effective torpedo range of the battle-cruisers and were therefore quite helpless against such heavily armed
and armoured ships, the destroyers spread, all except the Waveney having suffered damage.
The Patrol and Forward. with tlre submarine, left their berths in the Victoria Dock immediately the presence
of the enemy ships became known. Patrol was struck by an 11" shell, apparently an "over" intended for the batteries,
when she was heading for the harbor exit, and later went aground after being engaged by one of the enemy ships. By the time Forward and the submarine reached the harbor exit the action was over and the enemy vessels had disappeared into the mist.
CASUALTIES
The casualties to naval and military personnel were:
Naval Killed Wounded
H.M.S. Patrol 4 7
H.M.S.Doon 3 6
Total 7 13
Military
Durham R.G.A. 2
Royal Engineers 6
18th DLI 5 7
Total 7 13
All casualties to military personnel were caused outside the batteries. That there were none inside was largely due to the foresight of Colonel Robson, who was responsible for the erection of a camouflage extension along the top of the wall in rear of the batteries a year or so before the war. This extension, as well as forming a background against which it was difficult to locate the guns from seaward, gave a false impression of the height of the batteries, which probably accounts for the large proportion of "overs" from the ships."
(Bisschen viel Text, zugegeben, und slightly off topic, aber man findet nicht oft solche fachmännische und detaillierte Berichte ...)
"ENEMY CASUALTIES
According to a report copied from the German press, the casualties to personnel among the three ships amounted to 80 killed and about 200 wounded. All three ships were damaged, the Blucher more seriously than the other two. In his book The German High Sea Fleet in the Great War, the late Admiral van Scheer, after mentioning that five battle-cruisers (the Seydlitz, Moltke, Blucher, Von Der Tann and Derfflinger), left their base on December 15th for a rendezvous due east of Whitby with the object of bombarding that town, Scarborough and Harrlepool, writes:
The big cruisersthen divided into two groups for the bombardment of the coastal towns, the northern section, the
"Seydlitz," "Moltke" and "Blucher," making for Hartlepool.
An officerof one of the U-boats who had reconnoitered the area beforehand rendered good servicein locating the place.
Shortly before they were off Hartlepool the cruisers were attacked by four torpedo-boat destroyers of the "River"
class that ran out to sea and were brought under fire at a range of about 5 km. The sinking of one destroyer and
heavy damage to another were observed. After firing some torpedoes without result, they turned away. We gave up
pursuing them so as not to lose time for the bombardment.
The "Seydlitz" opened fire on the Cemetery Battery and scored several hits so that at last the fire was only returned
by one 15 cm. gun and one light gun from the battery.
The "Moltke" was hit above the water-line, causing much damage between decks but no loss of life. From the first,
the "Blucher" came under a lively fire from the land batteries; she had nine killed and three wounded by one hit
alone. Fifteen cm. howitzers and light artillery were used on land; the "Blucher" was hit six times altogether.
This account is inaccurate in some respects, as although all except Waveney received damage, none of the
destroyers were sunk, and all were able to make port.
The Cemetery Battery referred to, about 231z miles north of Heugh Battery, had been derelict for many years before
the war, and no shells fell in its vicinity during the bombardment. There were no howitzers and light artillery
used on land-only the three 6" guns.
THE BOMBARDING VESSELS
The Seydlitz and Moltke were two of the most powerful ships of the German High Sea Fleet. Of immensely
strong construction they were in many respects similar, the Seydlitz being slightly bigger. Of 25,000 tons displacement,
her measurements were: Length, 656 feet;beam, 93 feet; freeboard (maximum), 33 feet. With acomplement of a little over 1,100 both ships carried the following armament:
11" guns 10
6" guns 12
24-pounders 12
Their maximum speed was about 26 knots.
The Blucher was an older and smaller ship of 15,500 tons displacement. With a complement of 847, her
armament was:
8" guns 12
6" guns 8
24-pounders 16
According to the German official historian of the war, during the 42 minutes bombardment the three ships fired
1,150 projectiles.
A COMPARISON OF SHELL EXPENDITURE
Compared with the deluge of fire from the ships, the number of rounds fired by both the shore batteries during
the action totalled only 123, Of these, 108 were fired by Heugh Battery (47 from No. I gun and 61 from No.
2), and the remaining 15 from the single gun of Lighthouse Battery. It is estimated that the 123 rounds were
distributed as follows:
Seydlitz - - 70
Moltke 20
Blucher 33
The slow rate of fire-an average of one round per gun per minute for the three guns-was due chiefly to three causes: (I) the smoke and dust caused by the striking of the enemy projectiles, which, as already mentioned, greatly interfered with the laying of the guns and the observation of fire, (2) the single gun of Lighthouse Battery being masked by the lighthouse for the greater part of the action, and (3) the great number of misfires which occurred, most of them on the gun of Lighthouse Battery. Although a misfire can seldom be justified, the four which occurred between the two guns of Heugh Battery during the firing of 108 rounds, reflects, in the very difficult circumstances, a very high standard both in
preparation for action and in fire discipline. There is no record as to whether both guns or only one sustained misfires,
but the number of rounds fired by each gun (47 by No. I and 61 by No.2) points to No. I as being the unlucky gun. During the 42 minutes of the action, the time for each round fired by No. I gun gives an average of 54.7
seconds, and for No.2 gun 40.3 seconds. Considering the delay caused by interference with the laying of the
guns and range-finders due to the smoke and dust raised by the striking of enemy projectiles, and, through the
same cause, the difficulty in observation and correction of fire, combined with the fact that there were four
changes of target and that there was probably delay in passing orders and corrections through the tremendous
din caused by the firing of our guns and the striking of enemy projectiles, the figures compare very favorably
with the 8 seconds standard time allowed when engaging a target under peace conditions.
The calm state of the sea made perfect shooting conditions for us, as did the complete lack of wind. It was
no virtue that we "hit and hit" at that absurd range, but the shell-power against heavy armour was hopeless.
The damage we did was most surprising.
Lighthouse Battery, despite the good effect obtained against the Blucher at the beginning of the action, when
a direct hit, which caused great damage, was registered by the third round, thereafter fared badly, no less than
14 misfires occurring after this good work. One of these misfires, as already explained, was due to one of the
electric leads becoming detached. On changing to percussion there was no better result, 13 misfires occurring
dunng the attempts to fire the gun by this method.
All these misfires were due to the striker becoming decentralized. The break in the electric circuit was subsequently discovered and remedied. But much valuable time had been wasted, with the result that, pardy due to the delay caused by the misfires and partly to the Blucher placing herself in the dead area formed by the lighthouse, only 15 rounds were fired by Lighthouse Battery throughout the action. It is probably needless to mention that the offending lighthouse was demolished very soon after the action, its place being taken by a temporary wooden structure erected at a more appropriate spot away from the batteries.
Zitat@Stefan: Ja, da sind wir wieder beim Thema: Wenn Dtl. 1940 die Atombombe gehabt hätte, dann hätte man sich die ganze Planung sparen können.. hatten sie aber nicht!
stimmt, die Voraussetzungen konnten nicht erbracht werden deshalb lief die Operation nicht an, nur stellt sich die Frage - warum du wild in der Gegend rumrecherchierst und was die ganze Diskussion hier und das "Kriegsspiel" im PzArchivforum sollte.
aber egal
Zitat von: mhorgran am 30 März 2012, 17:14:46
Zitat@Stefan: Ja, da sind wir wieder beim Thema: Wenn Dtl. 1940 die Atombombe gehabt hätte, dann hätte man sich die ganze Planung sparen können.. hatten sie aber nicht!
stimmt, die Voraussetzungen konnten nicht erbracht werden deshalb lief die Operation nicht an, nur stellt sich die Frage - warum du wild in der Gegend rumrecherchierst und was die ganze Diskussion hier und das "Kriegsspiel" im PzArchivforum sollte.
aber egal
Und die Frage stellt sich, weshalb Du Dich dann an diesen Diskussionen beteiligst :-P
Nachtrag: Hier ein interessanter Artikel für alle die immer noch meinen dass das Fighter Command fast di BoB verloren hätte: logistics and the Battle of Britain: http://www.raf.mod.uk/rafcms/mediafiles/49A0B127_1143_EC82_2E5196EA05B5185E.pdf
Seltsame Frage.
Mir scheint ich kann die Voraussetzungen von Alternativszenarien benennen UND akzeptieren.
aber egal
wie schon Alex meinte:
Schnauze voll
Noch mal über Küstenartillerie, in der Hoffnung das ich noch nicht alle damit zu Tode gelangweilt habe:
Aus der Hartlepool-Affäre lernen wir dass 1914 drei Schlachtkreuzer (mit 20 x 28 cm, 12 x 20,3 cm, 32 x 15,2 cm) nicht imstande waren, in einem längeren Feuergefecht, 3 x 6" Küstengeschütze zum Schweigen zu bringen, und selbst einiges einstecken mussten.
Daher wage ich zu bezweifeln dass Anno 1940 7,5 cm Feldkanonen auf Prähmen, 8,8 cm SK auf Fischkutter, usw besser abgeschnitten hätten gegen ein Dutzend solcher Geschütze im Landeabschnitt B. Von "niederhalten" kann da schon mal gar nicht die Rede sein.
Es ist auch interessant das die Batterien das Feuer effektiv erwidern könnten, obwohl sie gleich am Anfang von der zentralen Feuerleitung abgeschnitten wurden.
Im Seelöwe-Szenario würden die Küstengeschütze über längere Zeit auf relative kurze Entfernung stationäre Zeile bekämpfen (die Prähme sobald sie auf Grund gelaufen waren, und die in Linie vor Anker liegende Transporter).
Noch mal das (Amerikanische) Coast Artillery Journal (Mai-Juni 1936):
"The outstanding lesson to be learned from this minor action is the fact that two small batteries, mounting minor calibre armament, suffered very slight damage and were able to continue firing after being treated to a veritable rain of shells from high-powered naval guns at almost point-blank range, a further proof (if any be needed) of the efficacy of seacoast batteries."
Vielen Dank Gerard,
finde ich höchst interessant!
Gruß
Dirk
Danke Dirk,
Die wirkung von Feldartillerie im Strandbereich sollte auch nicht unterschatzt werden, denke ich. Beim Angriff der 3rd Marine Division auf Cape Torokina, Bougainville, am 1. November 1943 konnte ein einziges 75mm Typ 41 (1908) Regimentsgeschütz in wenigen Minuten mit 50 Schüsse 5 Landungsbooten zerstören und 10 weitere beschädigen. Das waren natürlich relativ kleine und leichtgebaute LCVPs, aber immerhin.
Gruss,
Gerard
ZitatAlso ich finde ein MG pro 100m nicht dünn.
Da hier völlig sinnfreie, anderes Gelände und jetzt sogar schon andere Zeiten (als nächstes werden wahrscheinlich die römischen Landungen in .... -woauchimmer- herangezogen) , "Vergleiche" so unglaublich beliebt sind:
http://books.google.de/books?id=sN1-w9qXgX4C&pg=PA89&hl=de&source=gbs_toc_r&cad=4#v=onepage&q&f=false
Hallo Gerard - und aus dem D-Day ( Overlord ) lernen wir :?( Bekämpfung von Landari vom Schiff aus, Niederhaltung der Verteidigung usw. ) Wärend also eine Landung 1940 völlig negiert wird - zugegeben mit vielen Fragezeichen, wird doch schon bei der Besetzung Norwegens als auch dann bei Kreta bewiesen das es durch aus möglich gewesen wäre.
Gruß - Achim- Trimmer
PS: die Zahlen über die Stärke einer Division und ihre Bewaffnung sagen noch lange nichts über ihren Kampfwert aus bzw. sehr wenig
Moin,
hier mal ein Auszug aus dem Erfahrungsbericht des Transportflottenführers C:
ZitatM.E. hätte es infolge zu späten Anlaufens und nicht genügender Vorbereitung sowie völlig fehlender Ausbildung des betreffenden Fahrzeug- und Prahmraumes im Zusammenfahren allergrößte Schwierigkeiten gemacht, bzw. wäre es nicht mit dm gewünscheten Erfolg möglich gewesen, eine Transportflotte Ende September oder Anfang Oktober an die seitens der Truppe geforderte Landungsstelle an der gegenüberliegenden Feindküste in der gewünschten Ordnung zu führen besonders nicht in der Nacht
Gruß
Dirk
Hallo Trimmer,
Aus Overlord/D-Day lernen wir dass das Niederhalten der Verteidigung durch Schiffsari mit etwas Mühe durchaus möglich ist - wenn man über etwa 30 Schlachtschiffe & Kreuzer plus 100 Zerstörer verfügt. Das war bei Seelöwe aber nachdrücklich nicht der Fall.
Abgesehen davon war die deutsche Seite anscheinend nicht besonders gut informiert über die Küstenverteidigung - Schenk erwähnt dass eine Staffel Stukas eine "vermutete" Batterie bei Dungeness angreifen sollte, dann erwähnt er noch das die Brandenburger eine Batterie auf Beachy Head ausschalten sollten - da gab es aber keine, soviel ich feststellen kann, nur eine Radarstation mit Flakschutz.
Die deutschen wussten natürlich das Häfen wie Dover, Folkestone, Newhaven verteidigt wurden, aber dass alle Paar km eine Emergency Battery mit zwei 6-inch Kanonen installiert war, scheint an ihnen vorbeigegangen zu sein.
Auf diese Seite gibt's ein sehr interessantes Bild, Blick vom Kirchturm von Fairlight - man sieht fast den ganzen Abschnitt C und dahinter bis nach Dover:
http://www.pillbox.org.uk/pillblogs/detail.asp?ID=315 .
Ohne die (offenbar sehr schwierigen und emotionsbeladenen) Simulationen hier im Detail verfolgt zu haben ... werden die Landminenfelder (besser Strandminenfelder) in die Erfolgsaussichten einbezogen? Ich lass grad durch die Erinnerungen eines Coasting Thames -Bargemasters und da wird sehr deutlich gemacht, dass es waehrend der Kriegsjahre entschieden vorzuziehen war mit einem lecken Schiff unterzugehen anstatt zu versuchen sie auf Strand zu laufen. Auch hoffte man wohl lieber darauf auf See gerettet zu werden als zu riskieren an Land zu treiben oder gar zu schwimmen. Strand bedeutete damals wohl nicht gleich 'Rettung'.
In einem Bericht ueber Probleme mit unentdeckter Munition (http://maic.jmu.edu/journal/4.2/features/ww2/ww2.htm) heist es Grossbritanniens Straende seien im zweiten Weltkrieg mit 350000 Minen in rund 2000 Minenfeldern verseucht worden. Der letzte Strand, der entseucht war, war wohl Trimmingham in 1972. Allein das Minenraeumen von 1945 bis 1957 kostete 155 Menschen das Leben.
Welche Rolle spielen Landminenfelder in Seeloewe Simulationen?
Plante man auf Deutscher Seite unter Feindbeschuss erst zu raeumen oder wollte man mit einer fest einkalkulierten Verlustrate einfach durchbrechen?
Neugierig
Ufo
Hallo Jens,
da uns bisher genaue Daten über die Minenfelder nicht vorlagen, haben wir die weitgehend außen vor gelassen. In den Planungen der HGr A und des AOK 16 und der Kriegsmarine spielten die Minenfelder keine Rolle (außer der Erwähnung, dass mit Minenfeldern gerechnet werden muss). Die Akten der Korps und der Divisionen habe ich noch nicht durchgesehen. Ich habe keine Ahnung, ob dem da mehr Raum gegeben wird.
Da die Angriffsdivisionen aber jeweils um ein Pionierbtl. verstärkt werden sollten, denke ich dass man wohl eher von einem Räumen ausgegangen ist. Ende April bin ich in Freiburg, vielleicht kann ich danach nähere Angaben machen.
Gruß
Dirk
Re: Strandminen/Landminen: immer ein schwieriges Thema da kaum jemand sich um genauen Typenbezeichnungen, Anzahl usw kümmert, meist ist nur von "Minenfelder" ohne weiteres die Rede.
Aus "The History of Landmines" (Mike Croll, 1998), S. 54:
"While invasion looked unlikely after the summer of 1941, the threat was not entirely eliminated until 1943 and mine laying continued apace until then with close to 350.000 mines laid on the south and the east coast of England in around 2000 individual fields. The early mines were simple anti-tank mines Marks I to V but they proved unreliable in the wet conditions and the explosive charge of 4.5 lb TNT was considered too small. Eventually the much more powerful Mine B Type "C", complete with waterproof case, was adopted as the standard. The new mine contained 20 lb of amatol and a bow-spring fuse mechanism set to activate under pressures in excess of 120 lb."
Nach anderen Angaben reichten 100 lb in der Mitte oder 50 lb (etwa 23 kg) am Rand aus um die Mine (auch bekannt als "mushroom') zu zünden. Verschiedentlich wird auch eine Ladung von 25 lb angegeben, aber das erklärt sich daraus dass es eine Zündladung von 5 lb Baratol auf dem Amatol gab.
Eine ziemlich schwere Ladung also, einerseits ausreichend um ein Loch in einem Prahm zu reissen, würde andererseits auch hochgehen wenn ein Soldat feste drauftretet.
Angeblich (kann meine Quelle jetzt nicht finden) wurden bis zum 1. Oktober 1940 46.093 von diesen Beach Mines verlegt im Bereich von Eastern Command, also sagen wir vielleicht die Hälfte im Invasionsbereich, 5000 pro Abschnitt?
Hallo Ufo
Das Gassenräumen unter Feindeinsicht und in offenen Gelände war damals fast unmöglich. Deshalb wurden von (fast?) allen Kriegteilnehmern im Laufe des Krieges mechanische Mittel (zb. br. Scorpion; Schlag-Hammer-Geräte der dtn Wehrmacht und RA), pyrotechnische (zb. Knallteppich) und Kombinationen (Funklenkpanzer bzw. Ladungsträger) entwickelt und teilweise in Serienfertigung gebracht.
Im Falle Seelöwe stellt sich die Frage wann und wo (auch im Hinterland oder "nur" an den Stränden) die Minenfelder gelegt wurden. In jedem Fall (bei 350.000 Minen auf die entsprechenden Strände und evtl. auch noch zeitlich verteilt (1940-1943?)) muß man -wenn man einigermaßen objektiv sein möchte- keine Minenlage welche die deutsche Invasion be- bzw. verhindert hätte. Eine Einwirkung höchstens nur "klein"-örtlich und in geringem Maße zeitlich.
Zum Vergleich: Vor der Gazalaschlacht (Op.Theseus) verlegten die Briten vor / in und hinter ihren Verteidigungsräumen ca. 1.000.000 Minen.
ZitatRe: Strandminen/Landminen: immer ein schwieriges Thema da kaum jemand sich um genauen Typenbezeichnungen, Anzahl usw kümmert, meist ist nur von "Minenfelder" ohne weiteres die Rede.
das ist falsch. Für jedes Minenfeld wurden die Grundlinien, die Anzahl, der jeweilige Minen-Typ, Art der Verlegung und die Abstände dokumentiert. Das dies nicht in der Literatur auftaucht ist logisch denn Minenfelder wurden selten artrein verlegt sondern fast immer gemischt (Anti-Personal- mit Schein- und Anti-Panzer-Minen gemischt).
"Das ist falsch"? Geht's vielleicht auch ohne diesen ziemlich unangebrachten besserwisserischen Ton?
Wenn ich sage dass "kaum jemand sich kümmert", dann meine ich damit natürlich dass sowohl Zeitgenossen als auch spätere Militärhistoriker vielfach nur von "Minen" und "Minenfelder" reden ohne genauere Angaben um was es sich da handelte, nicht dass die Pioniere die die Minen verlegten, nicht wussten was sie taten.
Im übrigen wurden nach übereinstimmenden Berichten anno 1940 die Minenfelder am Strand in vielen Fällen ziemlich übereilt verlegt und manchmal nur mangelhaft dokumentiert.
5000 Beach Mines (ich bleibe mal bei dieser groben Einschätzung) pro Abschnitt von etwa 15 km ist an sich nicht besonders viel, andererseits hat das natürlich schon eine gewisse moralische Wirkung wenn hie und da 11 kg Sprengstoff hochgeht und ein unglücklicher Landser komplett zerfetzt wird (oder ein Sturmboot samt Insassen).
Panzer und andere Fahrzeuge hätten auch eine gewisse Strecke am Strand entlang fahren müssen bis sie einen Ausfahrt oder Rampe gefunden hätten, was natürlich die Wahrscheinlichkeit auf eine Mine zu treffen erhöht hätte.
Die Brücken über den Royal Military Canal (soweit nicht gesprengt) waren auf jeden Fall auf der Südseite von Minenfelder geschützt (übliche AT- und AP-Minen) und ich nehme an dass das auch bei Rampen von Strandmauern wie bei Dymchurch und Durchgänge durch den Dünen der Fall war.
Wenn du schreibst das sich "kaum jemand" darum kümmerte, stellt sich einfach die Frage - wer ist denn "kaum jemand"? Bin ich Hellseher und weiß was du eigentlich ausdrücken möchtest?
Es geht auch nicht darum das die Pioniere "nicht wußten was sie taten" sondern um die Dokumentation von Minenfelder. Im übrigen ist es wohl auch im Falle Anti-Invasions-Minenfelder so, das das durchaus ordentlich dokumentiert wurde, die Unterlagen - wie so oft - aber verloren gegangen sind. Und "normale" Truppen werden wohl kaum Minen verlegt haben.
Hallo,
Zitat5000 Beach Mines (ich bleibe mal bei dieser groben Einschätzung) pro Abschnitt von etwa 15 km ist an sich nicht besonders viel, andererseits hat das natürlich schon eine gewisse moralische Wirkung wenn hie und da 11 kg Sprengstoff hochgeht und ein unglücklicher Landser komplett zerfetzt wird (oder ein Sturmboot samt Insassen).
Ja, und wenn die Tommies mit dem Wind furzen würden, würde es eine gewisse morlaische Wirkung haben. Stellt euch mal das Geräusch vor: 10tausend Tommies furzen gleichzeitig! Wie Kanondonner! Und der GEstank erst! Die Wehrmacht würde aus Angst gleich Frankreich räumen!
Optimistisch gerechnete 5000 Minen auf 15km sind ein Witz, egal, wie gern man diesen Witz auch verkaufen möchte...
Zitat von: Huszar am 04 April 2012, 15:59:56
Hallo,
Zitat5000 Beach Mines (ich bleibe mal bei dieser groben Einschätzung) pro Abschnitt von etwa 15 km ist an sich nicht besonders viel, andererseits hat das natürlich schon eine gewisse moralische Wirkung wenn hie und da 11 kg Sprengstoff hochgeht und ein unglücklicher Landser komplett zerfetzt wird (oder ein Sturmboot samt Insassen).
Ja, und wenn die Tommies mit dem Wind furzen würden, würde es eine gewisse morlaische Wirkung haben. Stellt euch mal das Geräusch vor: 10tausend Tommies furzen gleichzeitig! Wie Kanondonner! Und der GEstank erst! Die Wehrmacht würde aus Angst gleich Frankreich räumen!
Optimistisch gerechnete 5000 Minen auf 15km sind ein Witz, egal, wie gern man diesen Witz auch verkaufen möchte...
Und dann wieder behaupten, das andere pöbeln... na ja...
Da Du ja implizit auch behauptet hast, dass die Sea Wall auch ein Witz gewesen ist, hier ein paar alte Bilder:
http://bbhilda.topcities.com/Folkestone/Hythe.html
An vielen Stellen sieht, dass mir sehr wohl nach einem ordentlichen Panzerhinderniss aus. Und die Minen sollten gerade Stranausgänge und ähnliches sperren und nicht gleichmäßig über den ganzen Strand gelegt werden, wie Du es immer so gerne annimmst.
Gruß
Dirk
Tja, Dirk,
Du warst ja der, der "implizit behauptet" hat, der Sea Wall wäre eine unbezwingbare Festung gewesen. War sie auch laut diesen Bildern nicht. top
Redet mal weiter die Minenfelder schön, die eine gewisse moralische Wirkung auf die dt. Truppen haben. Stellt diese wenigen Minen ruhig als wasauchimmer hin.
Ernsthaft ist es genausowenig, wie sich über die Lautstärke von Divisionsfurzen zu unterhalten.
Nur weiter so! top
Zitat von: Huszar am 04 April 2012, 16:17:36
Tja, Dirk,
Du warst ja der, der "implizit behauptet" hat, der Sea Wall wäre eine unbezwingbare Festung gewesen. War sie auch laut diesen Bildern nicht. top
Redet mal weiter die Minenfelder schön, die eine gewisse moralische Wirkung auf die dt. Truppen haben. Stellt diese wenigen Minen ruhig als wasauchimmer hin.
Ernsthaft ist es genausowenig, wie sich über die Lautstärke von Divisionsfurzen zu unterhalten.
Nur weiter so! top
Immer wieder schön, Deine falschen Unterstellungen. Nur richtiger werden sie dadurch auch nicht. Gerard bemüht sich hier sachlich ein Thema zu behandeln und wir von Dir mit "Divisionsfurzen" belästigt. Tolles Verhalten!
Nachtrag: Bild 5 dürfte sich direkt nördlich des Landeabschnittes des IR 21 befinden.
Ich ersuche, nein, ... ich VERLANGE im weiteren Verlauf dieser Diskussion einen ordentlichen Ton und eine respektvolle Umgangsform untereinander, wie er ansonsten für dieses Forum selbstverständlich und üblich ist!
DANKE!
Danke Peter top
Na, wenn das Thema Minen soviel Unmut hervorruft (?), verlasse ich einfach das (Minen-)feld und kehre zurück zur Coast Artillery. Zwar auch ein etwas schwieriges Thema, weil sich offenbar nicht mit letzter Gewissheit feststellen lässt wann genau bestimmte Batterien installiert wurden.
Ian Hogg zu den Emergency Batteries (Allied Artillery in World War Two, S. 162):
"... there are four lists of emergency batteries, all of which contradict each other in the matter of locations and armament. The simple fact is that in the late summer of 1940 the principl task was to get guns emplaced, and the book-keeping and paperwork never really caught up. Gun ledgers recording the issue of guns disagree with records of of guns actually mounted in given locations, and the locations quoted by some lists are, to say the least, peculiar ..."
Er nennt als Beispiel den Fall van zwei 4" QF Kanonen die angeblich in Preston, Lancashire, aufgstellt wurden, etwa 10-15 km von der Küste. Ich vermute aber dass es sich dabei womöglich um auf schwere LKW aufgebaute Geschütze handelte, die als eine Art schwere Pak herhalten sollten.
Nichtdestoweniger, anbei ein Bild von Folkestone mit den Lokationen der Batterien die Ende Sept. tatsächlich da waren, meiner Einschätzung nach.
Von oben nach unten:
- Folkestone East/Copt Point: 2 x 6" Mk XI. Man sieht auch den weissen Martelloturm der als OP benutzt wurde.
- Folkestone West: 2 x 6" Mk XII. Diese Batterie befand sich auf Felsen oberhalb des Hafens und konnte (über Hafen und Pier hinweg schiessend) den Strand nicht erreichen aber (meine Einschätzung wieder) die vor Anker liegende Transporter wahrscheinlich schon.
(siehe Foto: http://www.kenthistoryforum.co.uk/index.php?topic=8025.0 )
- Mill Point (in der Kurve von Clifton Crescent): 4 x 5.5" Mk I; diese Geschütze waren in Mai 1940 aus der HMS Hood ausgebaut und durch modernere "dual purpose" waffen ersetzt worden. Diese Stellung bot wohl den besten Blick überhaupt auf das ganze Geschehen (wenn es stattgefunden hätte).
Was übrigens die "moralische Wirkung" von diesen Beach Mines, betrifft, ich wollte nur andeuten dass einfache AP-Minen meistens nur so 100-200 g Sprengstoff enthalten, gerade soviel dass das Opfer einen Fuss verliert und definitiv ausser Gefecht ist.
Es kommt mir logisch vor dass es eine andere Wirkung hat wenn eine Ladung von 11 kg hochgeht und Körperteile über den Strand zerstreut werden - so wie das nach dem Krieg beim Minenräumen oft passierte, ich habe schon öfter gelesen dass Royal Engineers (und Deutsche Kriegsgefangene) kaum noch etwas von ihren unglücklichen Kamaraden finden konnten.
Aber wenn manche das partout nicht wahrhaben wollen, bitte.
Aus technischen Gründen geht es hier mit Teil 2 weiter:
--/>/> http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,16891.0.html
Aber vielleicht auch nicht mehr lange, denn die Wortwahlen mancher "Diskutierenden" sind, wie Peter schon angemahnt hat, mehr als beschämend.