Diese Simulation zeigt glaube im Zeitraffer sehr genau was wahrscheinlich geschehen ist........http://www.youtube.com/watch?v=G8ey_RBdxYM&feature=related
:MG:
Manfred
moin,
nicht schlecht, aber was meiner Meinung nach nicht stimmen kann, ist (in den ersten Sekunden) der Auftreffwinkel auf den Eisberg.
Wenn es so wie in der Animation geschehen wäre, hätte das Schiff erschüttert, gebremst und aus dem Kurs geworfen werden müssen.
Es wurde jedoch nach Zeugenberichten kaum eine Bewegung des Schiffs, nur ein kurzes Zittern wahrgenommen und ein Schurren gehört.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 08 Oktober 2011, 21:43:34
moin,
nicht schlecht, aber was meiner Meinung nach nicht stimmen kann, ist (in den ersten Sekunden) der Auftreffwinkel auf den Eisberg.
Hallo Urs,
ich meine der Winkel ist sehr klein.........Die Titanic hatte eine Verdrängung von über 50.000 Tonnen (die werfen so leicht nichts aus der Bahn), sie drehte ohnehin schon nach Backbord, .........die Bordwand der Titanic gab nach und das Eis wird auch geborsten sein, das war das kurze Zittern und Schurren. Sie hat den Berg vielleicht noch so gerade erwischt, hätte sie vielleicht 30 Sekunden vorher angefangen zu drehen wäre sie vorbei gekommen.
:MG:
Manfred
Nabend,
was ich mich schon immer als Landratte frage .... was wäre passiert, wenn Titanic frontal auf den Eisberg gelaufen wäre? Hätte das nicht weniger Schaden angerichtet und sie nicht zum sinken gebracht?
N8!
Hai
Nächste Frage: Was wäre wenn sie ein größeres Ruder gehabt hätte?
Hallo. Nächste frage, was wäre gewesen, wenn sie nicht Volldampf gefahren wäre ??? Sondern angepasste Geschwindigkeit, für die Wetterlage und Nacht !!! Mfg:Willi.
Zitat von: 109 am 09 Oktober 2011, 00:04:33
Nabend,
was ich mich schon immer als Landratte frage .... was wäre passiert, wenn Titanic frontal auf den Eisberg gelaufen wäre? Hätte das nicht weniger Schaden angerichtet und sie nicht zum sinken gebracht?
N8!
Wahrscheinlich ja, denn wenn z.B. nur die ersten drei Abteilungen betroffen gewesen wären hätte sich die Titanic gehalten durch den Seitlichen Aufprall waren aber sechs Abteilungen betroffen.
Zitat von: Teddy Suhren am 09 Oktober 2011, 00:38:04
Hai
Nächste Frage: Was wäre wenn sie ein größeres Ruder gehabt hätte?
Der mittlere Propeller soll die Dimension und Anordnung des dahinter befindlichen Ruders. beschränkt haben. Das Ruder soll aber allen Konstruktionsrichtlinien, auch was die Größe betraf dem damaligen Stand der Technik entsprochen haben.
Zitat von: Snuffy am 09 Oktober 2011, 08:54:30
Hallo. Nächste frage, was wäre gewesen, wenn sie nicht Volldampf gefahren wäre ??? Sondern angepasste Geschwindigkeit, für die Wetterlage und Nacht !!! Mfg:Willi.
Das hätte das Unglück bei gleichzeitiger Sichtdung des Eisberges ziemlich sicher verhindert.
Ist aber alles nur meine Meinung, Fachleute beurteilen das eventuell anders....... :-)
:MG:
Manfred
Zitat von: Teddy Suhren am 09 Oktober 2011, 00:38:04
Hai
Nächste Frage: Was wäre wenn sie ein größeres Ruder gehabt hätte?
Sorry - hat Dich was genervt?
Hai
Nein, war ne ehrliche Frage wie deine. Das man das auch bei Wikipedia nachlesen kann hab ich nicht gewusst.
Das mit dem Ruder steht da zwar unter der Rubrik Fehler und Irrtümer oder so aber so ganz überzeugt mich das was da steht nicht. Ein Liner fährt eh nur geradeaus über den Atlantik deshalb brauchts kein gescheites Ruder, reicht mir nicht. Ich hab mal irgendwann gelernt das alles mögliche in der Konstruktion auf den "Worst case" ausgelegt sein muß.
Es gab mal eine Doku im TV bei der ein Frontalzusammenstoß mit dem Eisberg an einem Modell untersucht wurde...ich glaube die haben das rausgefunden was Manfred geschrieben hat.
Einen Frontalzusammenstoß bei der Geschwindigkeit hätte die Titanic wahrscheinlich und nach meiner Meinung
auch nicht überlebt.
daß das Kollisionschott gehalten hätte bezweifele ich sehr.
Auf jeden Fall wären die Machinen und Kessel aus ihren Fundamenten gerissen und die Schornsteine hätte es auch entschärft.
Die Folgen wären gigantische Feuer gewesen.
In jedem Falle ist sie für dieses Fahrtgebiet viel zu schnell gefahren aber das hatte wohl unverantwortliche kommerzielle Gründe,
denn sie sollte das "Blaue Band" gewinnen.
Heut zu Tage hat man Radar und alle größeren Eisberge werden mit Position, Driftgeschwindigkeit und Kurs laufend
über Warnnachrichten bekanntgegeben.
Aber Growler, also Eisberge, die sich ein paarmal gedreht haben, sind auch heute schwer zu entdecken.
Diese Eisberge sind oben flach abgerundet und erzeugen kein Radarecho und ihre Masse ist zu 5/6 unter Wasser.
werden Growler entdeckt, so werden sie von Schleppern (Coast Guard) verfolgt und ein spezieller Alarm ausgelöst.
Große Eisberge werden manchmal aus dem Fahrwasser herausgeschlept.
All das hatte die Titanic nicht und hätte also langsam fahren müssen.
Eine schnelle Kursänderung und auf relativ kurze Distanz ist mit einem so großen Schiff und bei der Geschwindigkeit nicht möglich.
Da hätte auch ein größeres Ruder nichts genützt denn das Schiff braucht 1 - 2 Minuten bis es auf die Ruderlage reagiert
(Massenbeharrungsvermögen)und fängt erst langsam dann immer schneller werdend zu drehen d. h. das Heck schwingt aus
und wäre mit dem Eisberg kollidiert.
Bei voller Fahrt können die Maschinen nicht auf Rückwärts gestartet werden und die Schrauben hätten durch gewaltige Kavitation
nichts gebracht.
Dies ist ein typisches Szenario wenn zwei Supertanker auf entgegengesetzten Kollisionskursen fahren.
Ein Ausweichmanöver muß spätestens bei einem Abstand von 7 sm eingeleitet werden.
Bei hart Ruderlage fährt so ein Tanker erst einmal 2 - 3 sm gerade aus weiter bevor das Ruder zu wirken beginnt.
viele Grüße
Hans
moin,
Zitat von: Captain Hans am 09 Oktober 2011, 21:09:39
In jedem Falle ist sie für dieses Fahrtgebiet viel zu schnell gefahren aber das hatte wohl unverantwortliche kommerzielle Gründe,
denn sie sollte das "Blaue Band" gewinnen.
zu schnell in dem Seegebiet bei vorliegenden Eiswarnungen: ja !
sie sollte das Blaue Band gewinnen: nein. Die "Inhaberin" des Blauen Bandes, die "Mauretania", hatte auf der "Weststrecke" eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 kn erzielt. Die "Titanic" kam bestenfalls auf ca. 22 kn. Eine "Eroberung" des Blauen Bandes war also ausgeschlossen. Dieser "Nachteil" sollte durch den umso größeren Komfort des Schiffs wettgemacht werden.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 09 Oktober 2011, 22:46:27
moin,
Die "Titanic" kam bestenfalls auf ca. 22 kn. Eine "Eroberung" des Blauen Bandes war also ausgeschlossen. Dieser "Nachteil" sollte durch den umso größeren Komfort des Schiffs wettgemacht werden.
Gruß, Urs
Moin Urs,
Das Blaue Band sollte sie nicht holen das stimmt aber bei der erreichbaren Geschwindigkeit gibt es zumindest verschiedene Daten.
Im Buch Titanic von Geoff Tibballs ist zu lesen das sie auf ihrer Fahrt von Liverpool nach Southampton 23,5 Knoten erreichte und die mögliche Höchstgeschwindigkeit soll bei 24-45 Knoten gelegen haben. Ihre Marschgeschwindigkeit lag bei 21 Knoten.
:MG:
Manfred
Zitat von: Albatros am 10 Oktober 2011, 10:27:14
Im Buch Titanic von Geoff Tibballs ist zu lesen das sie auf ihrer Fahrt von Liverpool nach Southampton 23,5 Knoten erreichte und die mögliche Höchstgeschwindigkeit soll bei 24-45 Knoten gelegen haben.
bei diesen Daten ist wie bei den hier im Forum schon besprochenen Höchstgeschwindigkeitsangaben von Kriegsschiffen davon auszugehen, daß sie
nicht unter wirklichkeitsnahen Bedingungen (z.B. volle Kohlenbunker, dampfbetriebene Hilfsmaschinen in Nutzung) erzielt wurden.
Die 45 Knoten :roll: zweifle ich allerdings an :ML: :MLL:
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 10 Oktober 2011, 10:53:39
Die 45 Knoten :roll: zweifle ich allerdings an :ML: :MLL:
Gruß, Urs
ja, da hast du recht, diese Geschwindigkeit erreichte sie nur beim absinken auf den Meeresgrund!
:MG:
Manfred
moin zusammen
ich hab mal gelesen (ich glaube auf "der" titanic seite) dass titanic zur zeit der jungfernfahrt das "working on the tables" betrieb, feststellen bei welchen umdrehungen der wellen welche geschwindigkeiten erreicht werden und dies minutiös festzuhalten. die besagten 21kn solle sie bei 74 u/min der kolbenmaschinen plus der mittelturbine machen, das war glaube ich sozusagen die nenndrehzal, man wollte die umdrehungen allerdings noch steigern auf bis zu 80 oder 82 der kolbenmaschinen. die dampfturbiene wurde ab 52 u/min der kolbenmaschinen zugeschaltet, allerdings nur "voraus", nicht bei manövern oder achteraus. d. h. selbst wenn ein mehre minuten dauerndes umsteuern der hauptmaschinen erfolgt wäre, hätten rückwärts nur maximal 2/3 der antriebsleistung zur verfügung gestanden. dazu kommt natürlich das sich das schiff mit gut 20kn voraus bewegt, gehen dann die propeller auf rückwärtsumdrehungen ist da dann kaum mit einem nenneswerten wirkungsgrad zu rechnen, evtl. sogar nicht viel mehr als wenn man die propeller einfach anhält um zu "bremsen". fraglich ist auch ob die wellenbremsen gehalten hätten bei 20kn voraus. da erzeugen die von vorn angeströhmten propeller einiges an drehmoment. d.h. evtl wäre bei dieser geschwindigkeit gar kein umsteuern möglich gewesen, da dazu erst die wellen gestoppt werden müssen, bevor sie (und die daranhängenden kolbendampfmaschinen) ihren drehsinn ändern können.
was die titanic-besatzung in der fraglichen nacht tat ist denke ich das einzig-richtige gewesen. besonders auch weil keine zeit blieb die optionen auszudiskutieren. es wurde schlicht versucht durch umfahren (porting -around-manöver) dem unheil auszuweichen. porting around manöver: durch rechtzeitiges gegenruderlegen (wobei es übrigens auch einige sekunden dauert, bis das ruder die eingestellte lage erreicht) das heck vom hinderniss wegdrehen, in diesem fall also erst hart backbord, dann lage null, dann hart steuerbord.
so ähnlich wie beim "rückwärts-einparken" mit dem auto ;)
ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben
thomas
Servus Teddy,
für ein "worst case" war die "Titanic" keinesfalls ausgelegt, technisch war sie eher Durchschnitt. Sie entsprach den damaligen Ansichten, nicht den Möglichkeiten der Zeit. Schon 50 Jahre vorher war mehr Sicherheit möglich:
Great Eastern Rock incident
After a quick turnround, Great Eastern left on 17 August with 1,530 passengers on board and a substantial amount of freight which increased her draught to 30 ft (9.1 m). The ship encountered a gale but the captain maintained full speed and the ship arrived off Montauk Point, New York at midnight on 27 August.
Not wishing to enter New York Bay over Sandy Hook bar with the ship's deep draught, the captain decided to steam up Long Island Sound and moor at Flushing Bay. The pilot came on board at 1:30 am and the ship moved slowly ahead. At about 2:00 am 1 mile (2 km) east of Montauk, Long Island a rumble was heard and the ship heeled slightly. The pilot said she had probably rubbed against the "North east Ripps" (later renamed "Great Eastern Rock"). The captain sent an officer down to check for damage and he reported no leaks. The ship however had a list to port, but she made her way into New York the next day under her own steam. Nobody was hurt, indeed the passengers never even knew what had happened.
It was discovered that the rock had opened a gash in the ship's outer hull over 9 feet (2.7 m) wide and 83 feet (25 m) long, perhaps 60 times the area of the RMS Titanic's damage. The enormous size of Great Eastern precluded the use of any drydock repair facility in the US, and the brothers Henry and Edward S. Renwick devised a daring plan to build a watertight caisson to cover the gash, held in place by chains around the ship's hull. The brothers claimed that it would take two weeks to complete the repairs and said that they would only take payment if successful. However, the demands of the American Civil War caused delays in getting the iron plates required, and instead of two weeks the repairs took three months at a cost to the company of £70,000. The ship finally sailed from New York for Liverpool on 6 January 1863.[13]
http://en.wikipedia.org/wiki/SS_Great_Eastern
Great Eastern
Die Animation im Film ist recht gut.......http://www.great-eastern.codeworkers.de/
:MG:
Manfred
Zitat von: Spee am 11 Oktober 2011, 07:13:03
für ein "worst case" war die "Titanic" keinesfalls ausgelegt, technisch war sie eher Durchschnitt. Sie entsprach den damaligen Ansichten, nicht den Möglichkeiten der Zeit. Schon 50 Jahre vorher war mehr Sicherheit möglich:
Naja, technisch machbar ist vieles, wirtschaftlich sinnvoll einiges, aber am Ende wird immer die möglichst billige Lösung bevorzugt. Zumindest in der Privatwirtschaft. ;)
Die Great Eastern war zwar mit der Doppelhülle extrem fortschrittlich, aber aus kommerzieller Sicht ein absolutes Desaster.
Mehr als 5000 geborgene Stücke aus der Titanic kommen im April in New York unter den Hammer, sie werden nur als gesamte Kollektion versteigert. Ihr Wert wird auf rund 190 Millionen Dollar geschätzt.
http://www.zeit.de/news/2012-01/06/schifffahrt-titanic-artefakte-werden-in-new-york-versteigert-06031202
:MG:
Manfred