Die vier Schiffe der Klasse wurden 1958 beschafft und waren wohl zur Verteidigung der deutschen und der Dänischen Küste in der Ostsee gedacht und zwar indem sie dort für Nachschub sorgen sollten. Sie hätten aber auch nach einem Angriff der WP-Staaten eventuell in deren Rücken eine alliierte Landung unterstützen sollen.
Sie hatten zur Unterstützung bei Landungen und zur Flugabwehr eine 40 mm Doppellafette an Bord. Meine Frage hierzu wäre, welche Zieleinrichtungen und welche Entfernungsmesser standen zur Verfügung ?
Visier als Zieleinrichtung und für die Entfernung Pi mal Daumen ?.....
Es gibt im übrigen recht wenig Bilder, hier ist eins http://www.marine-welt.com/index.php?view=image&format=raw&type=img&id=426&option=com_joomgallery es zeigt das Krokodil nach Umbau als Führungs- und Arztschiff mit Hubschrauberplattform.
:MG:
Manfred
Moin Manfred,
hier mal drei Seiten, die sich mit diesen Einheiten beschäftigen:
http://www.eidechse.heinfuchs.de/
http://www.natterfreunde.de/
http://www.i-zeitz.de/Marinezeit/
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
hallo,
die Boote der Eidechsen-Klasse habe ich pers. nie gesehen. Bei uns gingen aber die wildesten Gerüchte über die Besatzungen um. Bestimmt zu Unrecht !
Wilfried hat schon gute Quellen genannt. Und ich habe wieder in meinen Ordnern nachgeschaut. Eine ganz Menge Bilder habe ich, nichts spektakuläres,
aber damals war ich recht zufrieden,aus unzähligen Quellen mir die Bilder zusammengetragen zu haben. Hier sind paar .
.
hier noch ein interessantes Bild.
es grüßt der Hastei
Hallo Harald der "Klassenfreund" hat auch noch Bilder...
Hier noch Bilder von einem Kameraden der 1965-1968 bei der Landung der BM war....
Zitat von: Hastei am 05 November 2011, 13:21:01
hallo,
die Boote der Eidechsen-Klasse habe ich pers. nie gesehen. Bei uns gingen aber die wildesten Gerüchte über die Besatzungen um. Bestimmt zu Unrecht !
Jetzt machst Du mich aber neugierig. Lass mich raten, das ging in die Richtung "Nur noch besoffen..."
@Elektroheizer.....in die Richtung "Nur noch besoffen..."...
...."werden hier von Bord geholt" :MZ:
Tja- Elektoheizer. Gerüchte . Dahin sollen viele Strafversetz worden sein, so etwa wie schwer erziehbare Jugentliche.
Alkoholexzesse gab es m.E. überall mal. Harte Alkoholika wurden bei uns z.B. nur noch einmal im Monat verkauft. Komischerweise war Bier kein Thema.
Selbst nach dem Mitagessen wurde schon mal Bier getrunken.
Ich bedanke mich zunächst bei Wilfried für die interessanten Links, bei Hastei und smutje für die tollen Bilder aber meine Fragen
Zitat von: Albatros am 04 November 2011, 21:31:09
Sie hatten zur Unterstützung bei Landungen und zur Flugabwehr eine 40 mm Doppellafette an Bord. Meine Frage hierzu wäre, welche Zieleinrichtungen und welche Entfernungsmesser standen zur Verfügung ?
Visier als Zieleinrichtung und für die Entfernung Pi mal Daumen ?.....
:MG:
Manfred
wurden dadurch leider bis jetzt auch nicht beantwortet....... :-)
:MG:
Manfred
ja. Manfred, Deine Frage ist noch nicht beantworden,wird auch schwer sei.
Ich pers. denke mal, die schossen direkt mit Visier am Geschütz. Villeicht hatten die auf der Brücke ja auch ein ZAG,glaube ich aber nicht.
Richtige Feuerleiter wie bei den Kampfschiffen kann ich mir nicht vorstellen.
Hallo Hastei,
da wir hier leider kein durch alle Mitglieder erweiterbares Abkürzungsregister im Forum haben versuche ich mal ZAG zu übersetzen, Du meinst ein Zielauffassungsgerät ? Wenn ja wäre es sicher ein optisches gewesen oder.
:MG:
Manfred
Hallo,
die Frage zur Zieleinrichtung der 40mm-Bofors Doppellafette lässt sich beantworten:
Die Feuerleitung erfolgte durch den Mk 51 Gun director. Dieser befand sich - etwas erhöht - direkt hinter der Wanne
mit den Kanonen.
Eine Beschreibung (nur auf englisch, eine deutsche ist mir nicht bekannt) ist im Internet zu finden unter
www.navweaps.com --> Naval Technology --> Weapons and Weapon Technology --> The Mark 51 FCS
(FCS = Fire Contol System).
RePe
Zitat von: RePe am 05 November 2011, 20:59:25
Hallo,
die Frage zur Zieleinrichtung der 40mm-Bofors Doppellafette lässt sich beantworten:
Die Feuerleitung erfolgte durch den Mk 51 Gun director. The Mark 51 FCS (FCS = Fire Contol System).
RePe
Hallo RePe,.. top....ich meine auf einigen Bildern von Hastei kann man ihn deutlich sehen oder täusche ich mich ?
:MG:
Manfred
Manfred,
jau - die Wanne hinter/über dem Zwilling.
TM
hallo,
das stellt sich mir die Fage über den Zwilling. RePe schreibt von einer Bofors. Bei den Kampschiffen sahen die Zwillinge aber anders aus und waren Bredas.
(Ich weiß Lizenz ) Waren das amerikanische Waffen , dort in Lizenz von Bofor gebaut ? Und war die Munition mit "unseren" Bofors und Bredas identisch ? Müsst ja eigentlich,oder ?
Gruß Hastei
Hallo Hastei,
es wird diese Bofors sein.....40 mm/56 Bofors Mark 1, Mark 2 and M1 http://www.navweaps.com/Weapons/WNUS_4cm-56_mk12.htm
Die Muni war wohl leicht unterschiedlich wie man dort weiter unten erkennen kann.
Dann hätte ich da noch etwas......Bei LSM 537 ,,Krokodil" wurden ja scheinbar die größten Umbauten gemacht unter anderem wurden die Bugflügeltore entfernt und eine auf doppelte Länge aufklappbare Bugrampe eingebaut.
Bugrampen erhielten die Barbe - Klasse die ab 1965 gebaut wurde auch allerdings waren diese nicht auf doppelte Länge aufklappbar, hatte sich das nicht bewährt oder war es als nicht erforderlich angesehen worden?
:MG:
Manfred
http://www.eidechse.heinfuchs.de/html/galerie_44.html auf diesem Foto ist Wasser an Deck, kam da bei Sturm Wasser durch die Bugtore?
Hallo,
mein Wissen zu diesen Landungsfahrzeugen beziehe ich aus dem Buch "Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen
Bundesmarine 1956-1976" von Siegfried Breyer, Gerhard Koop.
Danach hat Albatros recht mit der Bemerkung zur Bugrampe bei "Krokodil". Ergänzen kann man das nach meiner Quelle
noch durch den Hinweis, dass "Krokodil" zum einen als Führungsschiff und zusätzlich noch als Arztschiff diente und
im achteren Teil des Laderaums einen Sanitätsbereich von ~ 17m Länge und örtlicher Laderaumbreite erhalten hat.
Dieser umfasste einen Operationsraum und war zur Aufnahme von vier Schwerverletzten und 24 Leichtverletzten
eingerichtet. An Bord befanden sich zwei Ärzte. Über dem Sanitätsbereich war die Hubschrauber-Plattform errichtet
(seinerzeit die ersten "Flugzeugträger" der Bundesmarine!).
Zum Thema Bewaffnung: Die Breda-Lafetten erhielten offenbar nur die "wichtigen" Einheiten der Bundesmarine, wie
z.B. die Zerstörer der "Hamburg"-Klasse.
Die Bilder von Hastei und Smutje505 zeigen sowohl zur Bewaffung als auch zu "Krokodil" recht gut die Details.
Gruß
RePe
Entschuldigung, es muss natürlich heißen ..."der erste Flug..."
RePe
Hallo 76er danke für den link,werde demnächst Kontakt aufnehmen :MG:(deine Frage kann ich leider nicht beantworten-bin auf der anderen Seite gefahren -bei uns kam kein Wasser in Laderaum :wink:
Welche Gründe bestanden sie bereits 15 Jahre nach in Dienststellung (von 1958-1973)wieder auszusondern ? Waren sie ungeeignet oder hatte sich die Lage verändert ? Machten die 22 Boote der Barbe-Klasse sie entbehrlich?
:MG:
Manfred
moin,
Zitat von: RePe am 07 November 2011, 15:44:14
mein Wissen zu diesen Landungsfahrzeugen beziehe ich aus dem Buch "Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen
Bundesmarine 1956-1976" von Siegfried Breyer, Gerhard Koop. ... Zum Thema Bewaffnung: Die Breda-Lafetten erhielten offenbar nur die "wichtigen" Einheiten der Bundesmarine, wie z.B. die Zerstörer der "Hamburg"-Klasse.
aber, siehe Deine Quelle: auch die Unterseebootstender (LAHN), Minen- (SACHSENWALD) und Munitionstransporter (WESTERWALD), Versorger (LÜNEBURG) und Bergungsschlepper (HELGOLAND) waren mit der BREDA-Doppellafette bewaffnet.
Zitat von: Albatros am 08 November 2011, 20:00:44
Welche Gründe bestanden sie bereits 15 Jahre nach in Dienststellung (von 1958-1973) wieder auszusondern ? Waren sie ungeeignet oder hatte sich die Lage verändert ?
immerhin hatten sie im Jahre 1958 schon 1 Jahr Pazifikkrieg und mehrere Jahre Koreakrieg "auf dem Buckel". Auch die Ersatzteillage bei den Antriebsmotoren mag (!) ein Grund gewesen sein.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 09 November 2011, 22:48:02
moin,
immerhin hatten sie im Jahre 1958 schon 1 Jahr Pazifikkrieg und mehrere Jahre Koreakrieg "auf dem Buckel". Auch die Ersatzteillage bei den Antriebsmotoren mag (!) ein Grund gewesen sein.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
ich gehe davon aus das Du über Gute Infos verfügst, damit müßte dann der Abschnitt aus Wilfrieds Link http://www.eidechse.heinfuchs.de/
Die Geschichte der sechs Landungsschiffe noch unter dem Sternenbanner der Vereinigten Staaten weist keine bedeutenden Einzelheiten auf. Lediglich das ,,LSM 491", die jetzige ,,Eidechse", konnte vor Beendigung des 2. Weltkrieges in Dienst gestellt werden und nahm noch an amphibischen Einsätzen im Pazifik teil, bevor es zur Reserveflotte abgestellt wurde. Die anderen fünf Landungsschiffe wurden erst nach Kriegsende 1945 fertig gestellt und sogleich in der Reserveflotte ,,eingemottet".
Aus der ,,Mothball-Fleet" (Mottenkugel-Flotte) wurden die sechs Schiffe erst wieder herausgeholt, um im Jahre 1958 für einen Gesamtkaufpreis von 6 Millionen Dollar (ohne Instandsetzungskosten) in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland zu gehen.
nicht korrekt recherchiert sein.
:MG:
Manfred
moin,
Zitat von: Albatros am 12 November 2011, 21:22:05
Gute Infos
Quelle: Breyer/Koop, eigentlich sehr verläßlich, aber:
jetzt habe ich mir noch einmal die Mühe gemacht, alle Schiffe einzeln bei der navsource-website nachzuschlagen.
Dort ist tatsächlich bei keinem Schiff ein Einsatz im Koreakrieg erwähnt, nur Kokonierung bei der Atlantikflotte, allerdings nicht "sogleich",sondern nach 1 - 2 Jahren Fahrenszeit.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 12 November 2011, 23:21:35
moin,
Dort ist tatsächlich bei keinem Schiff ein Einsatz im Koreakrieg erwähnt, nur Kokonierung bei der Atlantikflotte, allerdings nicht "sogleich",sondern nach 1 - 2 Jahren Fahrenszeit.
Gruß, Urs
Ja, es hat wohl lediglich LSM 491 ( Eidechse L751 ) ein paar Monate noch am WK II teil genommen.
:MG:
Manfred
Zitat von: Hastei am 05 November 2011, 14:59:55
Gerüchte . Dahin sollen viele Strafversetz worden sein, so etwa wie schwer erziehbare Jugentliche.
Ist da nun eigentlich was dran ? So etwas wie Strafkompanie, gab/gibt es das bei der BuMa ?
:MG:
Manfred
Zitat von: Albatros am 06 November 2011, 17:09:15
Hallo Hastei,
es wird diese Bofors sein.....40 mm/56 Bofors Mark 1, Mark 2 and M1 http://www.navweaps.com/Weapons/WNUS_4cm-56_mk12.htm
Die Muni war wohl leicht unterschiedlich wie man dort weiter unten erkennen kann.
Dann hätte ich da noch etwas......Bei LSM 537 ,,Krokodil" wurden ja scheinbar die größten Umbauten gemacht unter anderem wurden die Bugflügeltore entfernt und eine auf doppelte Länge aufklappbare Bugrampe eingebaut.
Bugrampen erhielten die Barbe - Klasse die ab 1965 gebaut wurde auch allerdings waren diese nicht auf doppelte Länge aufklappbar, hatte sich das nicht bewährt oder war es als nicht erforderlich angesehen worden?
:MG:
Manfred
Schau mal einer guck,
http://www.modellbau-universe.de/produkt;eidechse-german-lsm-class-revell;re~05139;15;1;1;1.htm
dass lässt doch hoffen auf weitere Modelle aus der früheren Zeit der Bundesmarine :O/Y :MZ:
Grüsse,
Uwe
Hallo,
haben diese Schiffe eigentlich noch andere Waffen als die 40 mm geführt?
Möglicherweise nur phasenweise oder zu Versuchszwecken?
Viele Grüße
Tom
moin,
nach Breyer/Koop "Die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Bundesmarine 1956-1976" : nein.
Gruß, Urs
Hallo,
danke für die Info Urs.
Warum wurden diese Einheiten in der Bundesmarine eigentlich als Boote klassifiziert owohl es doch eigentlich Landugsschiffe (LSM Landing Ship Medium) waren?
Viele Grüße
Tom
moin,
Zitat von: TomBorkum am 18 Januar 2016, 17:41:32
Warum wurden diese Einheiten in der Bundesmarine eigentlich als Boote klassifiziert owohl es doch eigentlich Landugsschiffe (LSM Landing Ship Medium) waren?
Vermutlich, weil in der Besatzungsstruktur
kein Erster Offizier vorgesehen war.
Das war ja auch bei den "schiffs-großen" Tendern, Versorgern und Minenlegern so.
Alle diese Einheiten waren aus Sicht der Personalführung offiziell "Boote".
Gruß, Urs
Danke Urs :-)
Ich habe mal versucht aufgrund von Quellen- und Bildstudium dei Reihenfolge der Umbauten von L750 Krokodil nachzuvollziehen.
Wenn man die Ausführungen zu Koop / Breyer in " Dei Schiffe, Fahrzeuge und Flugzeuge der deutschen Marine von 1956 bis heute" liest (Seite 282), kann man zur Auffassung gelangen, dass der Sanitätsbereich im achteren Bereich des Landesdecks (17 Meter) und das Flugdeck gleichzeitig eingebaut wurden.
Dem entgegen spricht das beigefügte Bild von L750, das dem Buch "Sprung an die Küste" von 1963 entnommen wurde. Meines Erachtens zeigt dieses Bild eindeutig ein Fahrzeug, das zumindest teilweise, unter dem Landedeck steht. Dort müsste aber eigentlich der Sanitätsbereich sein.
Daraus schließe ich, das es Anfang der 60er Jahre oder vielelciht schon 1959 den Einbau des Flugdecks gegeben hat. Ein zweiter Umbau war der Einbau des Sanitätsbereiches und ein dritter, wohl Ende der 60er Jahre, der Einbau der neuen Bugklappe. Letzteres schließe ich daraus, das die Bugklappe für die Schiffe der Klasse 552 gedacht waren, die dann aber nicht ausgeführt wurde.
Viele Grüße
Tom
Hallo,
Im "Jahrbuch der Deutschen Marine 1966" von Thomer, Egbert/ Rhades, Jürgen wird in der Schiffsliste (Stand 1.6.1965) erwähnt, dass L 750 Krokodil "achtern mit einem Landedeck für Hubschrauber" ausgerüstet ist. Ein gesonderter Sanitätsbereich wird dort nicht erwähnt.
Viele Grüße
Tom
Hallo Urs,
ZitatVermutlich, weil in der Besatzungsstruktur kein Erster Offizier vorgesehen war.
Das war ja auch bei den "schiffs-großen" Tendern, Versorgern und Minenlegern so.
Alle diese Einheiten waren aus Sicht der Personalführung offiziell "Boote".
nach meinen Informationen war der Kommandant ein Oberleutnant. Daneben soll es einen 1WO und einen 2WO gegeben haben. Damit wäre doch ein "Erster" an Bord gewesen, oder?
Viele Grüße
Tom
moin, Tom,
ein "Erster" ja, aber ..
Der Erste Offizier (I.O.) eines Schiffes hat die Disziplinargewalt eines Kompaniechefs (1. Stufe), sein Kommandant die eines Batallionskommaneurs (2. Stufe).
Der Erste Wachoffizier (I WO) eines Bootes hat keine Disziplinargewalt.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
sicher Offtopic, aber die Frage bietet sich hier an.
Zitat
Der Erste Wachoffizier (I WO) eines Bootes hat keine Disziplinargewalt.
Der I WO hat also Kommandogewalt nach unten, kann aber keine Strafen aussprechen (Verweis, Geldbuße, Arrest)?
Grüße
Thommy (war nie beim Bund)
So isses
Axel
Danke Axel
Thommy
Hallo Urs,
was man als Ungedienter, aber trotzdem Marinefan, nicht so alles von Euch lernt :MZ:
Danke für die Infos.
Viele Grüße
Tom