Hallo allerseits,
es ist schade, dass es über diese optisch schönen Schiffe noch kein eigens Thema gibt.
Ich möchte mal den Anfang mit einem Bild aus dem Sonardom machen.
Was mich allerdings wundert ist, dass viele Vertrebungen zu sehen sind. Repflektieren diese nicht in gewisser Weise die ausgesanden Töne???
Gruß Angel
Zitat von: Schappi1976 am 28 Dezember 2011, 15:32:50
es ist schade, dass es über diese optisch schönen Schiffe noch kein eigens Thema gibt.
Hallo,
gute Idee ... :-)
Zitat von: Schappi1976 am 28 Dezember 2011, 15:32:50
Was mich allerdings wundert ist, dass viele Vertrebungen zu sehen sind. Repflektieren diese nicht in gewisser Weise die ausgesanden Töne???
... nun, das ist schon so ... allerdings werden die schwenkenden Richtcharakteristiken (Richtkeulen) dabei nur begrenzt 'zerfleddert', der Abstand zu den Schwingern ist relativ gering, die Impulslänge zu groß. Des weiteren ist der Hüllkörper der Antenne mit Wasser gefüllt und das Material des Hüllkörpers nebst Verstrebungen meist aus Titan. Dadurch kann die Materialstärke verringert werden.
Bei dieser Anlage handelt es sich um die MGK-335 POLINOM (NATO: HORSE JAW), ein Niederfrequenzsonar mit schätzungsweise 320° Horizontüberdeckung (durch den ausgeprägten 'Torpedo'-Hüllkörper sind nach achtern Grenzen gesetzt), Reichweite bis 120 km. Auf dem Bild zu sehen sind die einzelnen Schwingelemente. Diese werden phasiert (zeitverzögert) angesteuert und erzeugen dadurch die Richtcharakteristiken (meist 3, 120° versetzt) und ermöglichen die rein elektronische Schwenkung.
Grüsse
OLPE
Hallo Olaf,
auch hier nochmals vielen Dank für die Aufklärung :)
Jedoch habe ich aus verlässlicher Quelle erfahren, dass der Hüllkörper schon seit vielen Jahren (Indienststellung) aus GFK besteht...
Deshalb finde ich interessant, dass Du schreibst er sei aus einer Titanlegierung :?
Gruß Angel
Zitat von: Schappi1976 am 29 Dezember 2011, 09:45:18
Jedoch habe ich aus verlässlicher Quelle erfahren, dass der Hüllkörper schon seit vielen Jahren (Indienststellung) aus GFK besteht...
Hallo,
nun, das wäre mir neu - aber ein interessanter Gedanke. Nach meinem Dafürhalten und bescheidenem Kenntnisstand ist die Dämpfung bei Kunststoff bezogen auf den Schalldruckpegel größer als bei Metall (Titan). Des weiteren wäre die Materialstärke des Kunststoffs nebst Versteifungen im hydrodynamisch sensiblen und im Seegang stark belasteten Bereich des Bugs sicher deutlich stärker, zumal auch die Wasserfüllung vom Kräfteansatz berücksichtigt werden muss.
Die auf dem Bild oben zu sehenden Verstrebungen und Versteifungen nebst der Spanten deuten m.E. eher auf eine metallene Konstruktion hin ... Aber ich lasse mich gern überzeugen ... :-D
Ein nicht so oft zu sehendes Bild:
"MARSHAL SHAPOSHNIKOV" im Dock (http://img-fotki.yandex.ru/get/4110/wait4me90.0/0_1cc5f_1abc6e10_orig)
Vielleicht lassen sich hier heraus weitere Erkenntnisse ableiten ... :-)
Mit den Ergebnissen der Seeerprobung der "UDALOY" im Nordatlantik unter Schwerwetterbedingungen war die damalige sowjetische Seekriegsflotte nicht ganz zufrieden. Der voluminöse wassergefüllte Hüllkörpers führte wohl zu einer gewissen Schwerfälligkeit und zur Verschlechterung des Seeverhaltens.
Grüsse
OLPE
Nun ja, die deutschen Fregatten wurden ja auch auf GFK umgerüstet. Der Dom wurde wie ein Sandwich aufgebaut (GFK-Gummi-GFK)
Mein Bekannter kennt jemanden der auf einer Werft arbeitet, und von Ihm kommt die Aussage, dass die Verkleidung aus GFK sei. Ich hätte es auch nicht gedacht, vor allem auch, weil die Zerstörer ja schon ne ganze Weile in Dienst sind...Aber ne Garantie kann ich halt nicht geben, weil ich noch nie den Sonardom in den Händen hatte (zumindest bei Russichen Schiffen) :MLL:
Gruß Angel
Hallo Angel,
also mir ist es neu das die deutschen Fregatten einen Sonardom aus GFK haben. Zu meiner Zeit als ich in der grauen Flotte diente ( 1999 - 2007 ) war der Sonardom auch aus Metall, das einzigste was ich weiß das der Sonardom ein Gummifenster früher hatte, was später durch GFK ersetzt wurde. Aber der gesammte Dom wäre mir neu. :wink:
Gruß
Sven :MG:
Hallo Sven,
danke für den Hinweis ;) Natürlich hast Du Recht, nur das Fenster ist aus GFK. Der Dom selber ist aus Stahl. Habe dies nur falsch geschrieben :cry:
Mal ne Frage, auf welcher Einheit warst Du?
gruß Angel
1999 - 2002 Mölders
Jan. 2003 - Dez. 2003 Lütjens
Jan. 2004 - März 2004 Mecklenburg Vorpommern
und die restliche Zeit F219 Sachsen :-P
Und alle Schiffe auch von unten gesehen. :wink:
Gruß
Sven :MG:
hallo allerseits ;)
Ich habe da mal ein Beweisfoto gefunden, dass der Dom sowie der gesamte Rumpf aus GFK gefertigt ist. :MLL: :MLL: :MLL:
Und ich habe noch eine Frag zu dem 2. Bild. Mir ist aufgefallen, dass bei Seegang immer an derselben Stelle eine größere Welle bzw. Aufschäumung der See entsteht. Gehe ich richtig in der Annahme dass dies mit der doch außergewöhnlichen Formgebung des Bugwulstes und des Unterwasservorschiffbereiches zu tun hat?
Gruß Angel
Hallo,
die Russen benutzen immer noch, und in den 80er Jahren sowieso, Schiffbaustahl für ihre Schiffe. Das erste aus Kunststoff hergestellte Schiff ist ein Minensucher, und da ist auch erst im letzten Herbst der Rumpf ( kann man bei der Spezifik wohl sagen) gegossen worden. Lass Dich von der Farbgebung des Schiffskörpers nicht täuschen.
Zitat1999 - 2002 Mölders
Jan. 2003 - Dez. 2003 Lütjens
Jan. 2004 - März 2004 Mecklenburg Vorpommern
und die restliche Zeit F219 Sachsen
Vom Alteisen zum Modernesten, Respekt :wink:
ZitatUnd alle Schiffe auch von unten gesehen.
Kielgeholt worden :? :-o :?
Axel
Zitat von: der erste am 11 Januar 2012, 09:32:56
Hallo,
die Russen benutzen immer noch, und in den 80er Jahren sowieso, Schiffbaustahl für ihre Schiffe. Das erste aus Kunststoff hergestellte Schiff ist ein Minensucher, und da ist auch erst im letzten Herbst der Rumpf ( kann man bei der Spezifik wohl sagen) gegossen worden. Lass Dich von der Farbgebung des Schiffskörpers nicht täuschen.
Morgen ale miteinander.
War das Projekt 1265 Sonya-Klasse ( Minensucher ) nicht damals auch schon aus Kunststoff?Irgendwie war da doch mal was oder sollte ich mich da täuschen?
Gruß Thorsten
@ der erste:
keine Angst, der abgebildete Rumpf ist von einem Modell. Das Original wurde schon aus Stahl gebaut... Deshalb hab ich auch 3 lachende männle dahinter gesetzt :MZ:
Gruß Angel
Verwirrung!
@Schappi: Wo ist denn hier ein Bild eines Modells? Oder bin ich blind? Oder ist das Modell so gut dass dass ich es nicht erkenne?
Gruß
Sebastian
Hallo,
zum aus Kunststoff gegossenen Minensucher ALEXANDRIT ist mehr zu finden unter dem Thread "Neues aus der Roten Flotte".
Zu den Rümpfen von Minensuchern:- mit für Seeziege gedacht!!!
1. SONYA-Klasse hatte einen Holzrumpf, über den eine glasfaserverstärkte Kunststoffhaut geogen war.
2. LIDA-Klasse hatte glasfaserverstärkten Kunststoffrumpf (GRP-hull genannt)
3. YEVGENYA-Klasse hatte GRP-hull
4. OLYA-Klasse hatte GRP-hull
5. ZHENYA-Klasse hatte GRP-hull
6. VANYA-Klasse hatte Holzrumpf
7. GORYA-Klasse hatte gering magnetischen Stahlrumpf
8. NATYA-Klasse hatte gering magnetischen Stahlrumpf bzw. Alu-Rumpf geschrieben. Unsicher!!!
9. YURKA-Klasse hatte gering magnetischen Stahlrumpf
10. ANDRYUSHA-Klasse hatte antimagnetischen Rumpf
11. SASHA-Klasse hatte Stahlrumpf
12. POLUCHIN-Klasse hatte Stahlrumpf
13. T-301-Klasse hatte geschweißten Stahlrumpf
14. T-43/T-58-Klasse hatte gering magnetischen Stahlrumpf
Vorsicht beim Gebrauch des Schulz-Torge! Heute nur noch zum Vergleich heranziehen!!
Auch die Weyer eignen sich dazu nicht unbedingt!
hillus
Hallo Sebastian,
da ist wohl etwas beim hochladen schief gelaufen... Habe oben das Bild nochmals eingestellt...
Gruß Angel
@ Axel
ZitatVom Alteisen zum Modernesten, Respekt wink
Axel du weißt doch, auf alten Eseln lernt man das reiten.
Und die Zeit will man nicht missen. :wink:
ZitatKielgeholt worden huh shocked huh
War nicht nötig, bei Mölders bin ich 1999 wärend der Werftphase an Bord gegangen, die Lütjerns war zu der Zeit auch kurz im Dock und die Sachsen hab ich bei Blohm und Voss noch kennenlernen dürfen 11 Monate vor der Indienststellung. :wink:
Du siehst Axel, mir war das Kielholen nicht vergönnt. :MLL:
Gruß
Sven :MG:
@ Hillus
Danke für die schnelle und perfekte Aufklärung!
Gruß Thorsten
:MG:
Zitat von: Schappi1976 am 11 Januar 2012, 09:20:48
Mir ist aufgefallen, dass bei Seegang immer an derselben Stelle eine größere Welle bzw. Aufschäumung der See entsteht. Gehe ich richtig in der Annahme dass dies mit der doch außergewöhnlichen Formgebung des Bugwulstes und des Unterwasservorschiffbereiches zu tun hat?
Hallo,
ja, das ist zweifelsohne so. Die hydrodynamische Anströmung des Wulstes bei Fahrt bedingt im Bugbereich einen Versatz und Minderung der Wellenbildung.
Die Gischt im Bild 2 an dieser Stelle des Rumpfes rührt m.E. aber mehr von den V-Spanten her in diesem Bereich. Siehe auch: "ADMIRAL LEVCHENKO" (http://balancer.ru/forum/punbb/attachment.php?item=121092)
Bei unserer interessanten und schönen Veranstaltung am 30. November 2011 (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15804.msg174994.html#msg174994) in der Hansekaserne in Rostock (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=15804.0;attach=54846) erläuterte unser Freund @harold in seinem brillanten Vortrag auch und gerade hierzu die Zusammenhänge zwischen Bugform und Wellenausbildung ... der Torpedobug der UDALOY-Klasse kam hierbei zur Diskussion ... :-)
Grüsse
OLPE
Zitat von: Big A am 11 Januar 2012, 11:40:12
ZitatUnd alle Schiffe auch von unten gesehen.
Kielgeholt worden :? :-o :?
... :MLL: ... so kann man es auch sehen ... Vielleicht entdeckt man dabei sogar mehr als im Trockendock ... ? :-D
Grüsse
OLPE
Zitat von: olpe am 29 Dezember 2011, 21:00:55
"MARSHAL SHAPOSHNIKOV" im Dock (http://img-fotki.yandex.ru/get/4110/wait4me90.0/0_1cc5f_1abc6e10_orig)
OLPE
Hier noch zu dem von Olpe eingestellten Bild eine Grafik der Marschal Schaposchnikow
http://de.ria.ru/infographiken/20110804/259965649.html
:MG:
Manfred
top :MG:
Zitat von: Albatros am 15 Juli 2013, 14:53:47
... eine Grafik der Marschal Schaposchnikow ...
Hallo,
das Schiff ist schwer bewaffnet ! ... Ein unglaubliches Geschützkaliber ... die "IOWA" wäre bereits beim Sichten der "SHAPOSHNIKOV" gesunken, bevor überhaupt ein Schuss gefallen wäre ... :-D
Grüsse
OLPE
Donnerwetter, die Grafik von RIA ist berauschend. 1100 mm Geschütze, und so klein.
...und was ich bemerkenswert finde...
dass sind die 4 Schornsteine - wie bei den Kaiserlichen :-D top
Grüße Ronny
Seid doch nicht so Kleinlich, es ist doch nur eine Zahl zu viel bei der Kaliberangabe...... :O/Y
:MG:
Manfred
Hier zwei wie ich finde tolle Fotos von der Admiral Schabanenkow (?)
http://de.hallpic.com/hintergrundbilder/324942-Meer_gro_Russland_Anti-Schiffs-_Schiff/
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/61/San_Jacinto_and_Admiral_Chabanenko.jpg
:MG:
Manfred
Moin,
hier nur eine kleine Verbesserung. Das große U-Bootabwehrschiff (russisch -БПK - deutsch BPK) AДMИPAЛ ЧAБAHEHKO ist in der Transkription unbedingt anders zu schreiben.
Wir haben über diese Dinge schon mehrmals im Forum gesprochen. Aber: Egal welche Form nun genommen wird, also DUDEN Mannheim oder die englische Transkription für die russische Sprache, die Schreibweise ADMIRAL SCHABANENKO ist so in jedem Fall falsch.
Das russische "Ч" wird nach Duden Mannheim immer mit "TSCH" bzw. in der englischen Form mit "CH" geschrieben.
Die ISO - Norm ist auszuschließen, denn sie ist im Normalfall der wissenschaftlichen (Forschungs)literatur vorbehalten.
Das nur noch einmal zur Erinnerung, ohne das ich jetzt der Oberlehrer bin.
Bis bald!
hillus
Für die Deutsche Transkription(auch aus dem Ukrainischen) und Transliteration(ISO-Norm) ist http://wikyrilliza.visuelya.de/index.php recht hilfreich :)
Hallo Tostan,
ich nehme immer die Transkription aus der russischen Militärenzyklopädie. Deine Quelle kannte ich noch nicht. top
hillus
Zitat von: olpe am 11 Januar 2012, 21:47:27
Zitat von: Schappi1976 am 11 Januar 2012, 09:20:48
Mir ist aufgefallen, dass bei Seegang immer an derselben Stelle eine größere Welle bzw. Aufschäumung der See entsteht. Gehe ich richtig in der Annahme dass dies mit der doch außergewöhnlichen Formgebung des Bugwulstes und des Unterwasservorschiffbereiches zu tun hat?
Hallo,
ja, das ist zweifelsohne so. Die hydrodynamische Anströmung des Wulstes bei Fahrt bedingt im Bugbereich einen Versatz und Minderung der Wellenbildung.
Die Gischt im Bild 2 an dieser Stelle des Rumpfes rührt m.E. aber mehr von den V-Spanten her in diesem Bereich. Siehe auch: "ADMIRAL LEVCHENKO" (http://balancer.ru/forum/punbb/attachment.php?item=121092)
Bei unserer interessanten und schönen Veranstaltung am 30. November 2011 (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15804.msg174994.html#msg174994) in der Hansekaserne in Rostock (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;topic=15804.0;attach=54846) erläuterte unser Freund @harold in seinem brillanten Vortrag auch und gerade hierzu die Zusammenhänge zwischen Bugform und Wellenausbildung ... der Torpedobug der UDALOY-Klasse kam hierbei zur Diskussion ... :-)
Grüsse
OLPE
Hallo Kollegen,
1. Beim Sonardom ist GFK verwendet, aber nicht für den ganzen Sonardom.
2. Torpedoform des Sonardoms ist die Ursache :-
Ein Paar Beispiele
D(http://[url=http://postimg.org/image/vg5y3z7ob/%5D%5Bimg%5Dhttp://s9.postimg.org/vg5y3z7ob/image.jpg)[/url] (http://s9.postimg.org/56kvl6lqz/image.jpg) (http://postimg.org/image/56kvl6lqz/) (http://s9.postimg.org/tykhsf2xn/image.jpg) (http://postimg.org/image/tykhsf2xn/) (http://s9.postimg.org/ua1y56jdn/image.jpg) (http://postimg.org/image/ua1y56jdn/) (http://s9.postimg.org/tw0m5kza3/image.jpg) (http://postimg.org/image/tw0m5kza3/) [/img]
(http://[url=http://postimg.org/image/vg5y3z7ob/%5D%5Bimg%5Dhttp://s9.postimg.org/vg5y3z7ob/image.jpg)[/url][/img]