Hallo,
ich habe – wieder einmal – ältere Tageszeitungen ,,studiert" und fand im ,,SCHLEI – BOTEN" (Erscheinungsort Kappeln) vom 01. März 1950 folgenden interessanten Artikel"...
,,Ein halbes Schiff läuft vom Stapel
Flensburg. Auf der neuen Werft der Flensburger Schiffbaugesellschaft lief ein halbes Schiff vom Stapel. Es ist ein neues Vorschiff für den Dampfer ,,Barmbeck" (sic!), der nach seiner Fertigstellung für die Kieler Reederei Grammerstorf unter dem Namen ,,Käte Grammerstorf" in Dienst gestellt wird. Dieses war die erste ,,Vorschuhung", die auf der Flensburger Werft ausgeführt wird.
Die ,,Barmbeck" (sic!) wurde während des Krieges vor Norwegen beschädigt und verlor dabei das Vorschiff. Das Achterschiff wurde nach Deutschland gebracht.
Die ,,Barmbeck" (sic!) ist 1929 auf der Flensburger Werft gebaut worden"
Soweit der Zeitungsartikel...
Nach meinen bisherigen Recherchen handelt es sich aber um den Frachtdampfer ,,Barmbek" – in der Zeitung liegt offensichtlich ein Schreib-/Übertragungsfehler vor - mit einer Größe von 2546 BRT.
Nun meine Frage:
Weiß jemand nähere Einzelheiten, wie und wann es zur Beschädigung kam und fuhr das Schiff unter der Flagge der Kriegs- oder der Handelsmarine?
Ich danke für möglichst viele Antworten im Vorwege
und grüße aus Kronshagen bei Kiel
Hans-Hermann H. alias longwood
Hallo Hans Hermann,
Ab 25.03.41 Seetransportchef Norwegen ab 8.9.41 re also an Eigner zurück und das war Knöhr & Burchardt, Hamburg , 24.04.44 südlich Stavanger-Ulvesund aufgelaufen und durchgebrochen. 27.04.44 achterschiff nach Maaloy eingeschleppt, 1949 nach Flensburg geschleppt und wieder aufgebaut als SS Käte Grammersdorf, 1965 griechisch Eleftherios 11.77 abgewrackt.
Quelle, Gröner
:MG:
Manfred
Hallo Hans-Hermann,
hier noch genaue Daten..
0235.) ss BARMBEK RHMFDHBY-DJNR
1.10./7.12.1929 Flensburger Schiffsbau Ges., Flensb. (415)
2446/1434 6930/4061 4410/4223/4160
93,6013,876,026,63 m
2x2fE 2x465+2x1000/1000 1225 (75) 2 14,0 360
A. Borsig GmbH, BerlinT Werft 26
2546/1433 7012/4088 4980/4600/4530
101,4013,845,986,63/8,92 m (U+V 28.2.+4.4.1950 Flensburger
Schiffbau Ges. /513/)
1 Mot. 4Te 8x420/660 2000 (275/115) (März 1958 Kiel)
1957/58 Klöckner Humboldt Deutz AG, KölnD
(4.12.1929) "Barmbek" Knöhr & Burchard Nfl. KR, Hamburg (DEU). 1940 Kriegsmarine/Transporter "O 13" Untern. "Seelöwe" (8.8.1940).
1941 Seetrachef Norwegen (25.3.1941) und 8.9.1941 Rückgabe. 24.4.1944 auf der Reise von Thameshavn mit Eisenkies bei Ulvesund/S Stavanger auf ein Riff gelaufen und auseinandergebrochen. 27.4.1944 Hinterschiff von Vp 5308, 5307 und 5304 nach Maaloy gschleppt und bei den inneren Degnepollen aufgesetzt. Mai 1946 Hinterschiff geborgen, später über Kiel nach Flensburg gebracht. 1949 hier U und V durch neues Vorschiff. 6.9.1949 Karl Grammerstorf in Kiel. 4.11.1949
"Käte Grammerstorf" und (4.12.1949) Heimathafen Kiel. 29.3.1962 auf
Reise Galvez Hamburg bei Dünkirchen nach Kollision mit norwegisch
TM "Thorsvaag" auf Strand gesetzt. 30.3. abgebracht und im Schlepp nach Dünkirchen zur Reparatur. (28.6.1965) "Eleftherios" E. E. Tomboulis, Piraeus (GRC). Juni 1976 verkauft an einen Herrn Stavrou, der den Motor für eines seiner Schiffe ausbaute und den Schiffskörper weiterverkaufte an einen Herrn Spiliopoulos. November 1977 Beginn des Abbruchs in Perama.
73. BARMBEK GE 1C(d) (10½)
2,446 Knöhr & Burchard, Nfl., Hamburg 307.1 x 45.5
C Flensburger Schiffsbau Ges., Flensburg (12) #415
Wrecked 24 April 1944, north of Måløy, voy. Thamshavn - ..., pyrites, broke in two, stern refloated March 1946, towed to Germany, new fore section built at Flensburg
49 - KÄTE GRAMMERSTORF Karl Grammerstorf, Kiel
50 - lengthened and re-built 2,546 grt, 332.7' (delivered 4/50 by Flensburger Schiffsbau Ges., new fore section yard #513)
57 - conv. to motor vessel 1M
64 - Karl Grammerstorf Schiffahrts G.m.b.H., Kiel
65 - ELEFTHERIOS Elias Tomboulis, Piraeus GR 2749
Sold June 1976, re-sold to M. Spilopoulos, Broken up at Perama Nov 1977
D BARMBECK 29/2446 Knöhr & Burchardt, Hamburg DHBY
24. 8. 39 an Memel von Yarmouth/NS
8. 8. 40 Seelöwe Transporter "O 13"
23. 5. 41 an Seetra Norwegen, Einsatz vorwiegend an der Polarküste
11. 1. 42 Tanafjord Grundberührung
24. 4. 44 bei Maalöy gestrandet; Heck abgeborgen und nach Flensburg geschleppt
4. 11. 49 mit neuem Vorschiff als "Käthe Grammerstorf" in Dien
Barmbek (9.10.29) 12.29 S/S Barmbek, 8.8.40 Unternehmen Seelöwe: O 13; 25.3.41 Seetransportchef Norwegen; 8.9.41 re; 24.4.44 + s. Stavanger (Ulvesund: 62°00'25" n/05°10'01" o/ aufgelaufen, durchgebrochen; 27.4.44 Achterschiff von ,,V 5308, 5307, 5304" nach Maaloy eingeschleppt, aufgesetzt innere Degnepollen / 1949 (, nach Flensburg geschleppt, wiederaufgebaut als S/S Käte Grammerstorf; 1965 griech. Eleftherios; 11.77 br M. Spiliopoulos, Perama.
Dalbek ( .3.39)6.6.39S/S Dalbek; 16.8.40 Unternehmen Seelöwe: A 33; 9.12.40 re/ 31.8.45 brit. Beute: Empire Weaver; 1946 sowjet. Černigov; ab 2.5.69 br Brodospas, Split.
Gruß#
Theo
Hallo Theo,
das Reinkopieren der Daten hat nicht funktioniert.
... Danke
:MG:
Darius
Hallo Theo und Manfred,
vielen Dank für die Antworten.
Demnach wurde die "Barmbek" nicht durch Kriegseinwirkungen, sondern infolge eines Navigationsfehlers beschädigt.
Viele Grüße und ein schönes (Rest-) Wochenende
Hans-Hermann H. alias longwood
Hallo longwood,
bin erst jetzt bei familiärer Recherche auf den Beitrag gestoßen:
Die "Barmbek" (ohne "c") lief vor Norwegen wegen eines fehlerhaften Lotsenbefehls auf Grund. (Widerstandshandlung?)
Das komplette Protokoll der dazugehörigen Seeamtsverhandlung liegt mir vor.
Die Ladung war übrigens nicht Eisenerz sondern "Kupfersteine"(?)
Ein Bild der Barmbek von 1938 aus einem Hamburger Bildarchiv kann man sich "ergooglen" (Die Webadresse fällt mir gerade nicht ein)