So, da wir alle momentan im X-Fieber sind, sei es Flugzeugträger X oder Flugzeuge für selbigen etc, möchte ich auch unsere U-Boot Experten miteinbeziehen, wenn Interesse besteht.
Unsere Aufgabe ist es, ein für die Flotte X geeignetes u-Boot zu konstruieren, etwa 1941, unter der Annahme, kein krieg und infolgedessen langsamere Entwicklung etc., aber schon Erfahrungen durch Testfahrten, Übungsmanöver usw.. Falls bisher irgendwelche SChwachstellen bekannt wurden, sollten wir diese ausbessern und ggf. eine komplette Neuentwicklung in Betracht ziehen.
Noch Fragen?
Gruß
Christian
ich würde nen Corpus der XXI-Boote vorschlagen
Hallo! Gute Idee! :)
Ja XXI ist nicht schlecht, wegen der Schlüpfrigkeit.
Würde ihn aber länger ziehen, um achtere Torpedorohre unterzubringen.
Zwei?
HALLO! Wir wissen doch noch garnichts von der XXI zu dem Zeitpunkt... Die X-Flotte ist doch in den Dreißigern in der Planung... Da müssen wir anders ran...
Oder sehe ich das falsch!?
Mir stellt sich das Problem so:
aufgrund Asdic hatte Dönitz (und der bildet real in den Dreißigern seine Taktik) ja den Überwasser-Nachtangriff entwickelt.
Daraus folgen Boote mit einer Rumpfform, die eher für schnelle aufgetauchte Fahrt geeignet ist, und weniger für schnelle getauchte Fahrt; mit allerlei bremsenden Ecken und Kanten (Geschütz, Turmstruktur als Wirbelzone, ...).
"Wir" wissen´s besser, und wollen unter Wasser schneller sein als eine zu erwartende Konvoisicherung aus Korvetten etc ... und wollen drum einen recht bulligen Rumpf, wenig Friktion, möglichst "glatter" Turm, alles was geht versenkbar.
Ich denke, realistischerweise hätte D wie jede andre Marine versucht, den ersten Weg weiter zu gehen, vielleicht ein bisschen drauf geachtet, dass die Batteriekapazitäten größer werden und die -zig Verwirbelungs-Stellen reduziert ... und dann kommt so was wie die Gato-Klasser heraus, meine ich.
Harold
@Ralf
Du hast Recht!
Und was soll sich zu Harold sagen?
d´accord :-)
Ja genau Ralf, das ist mir dann auch noch eingefallen, auf das Baujahr müssen wir uns einigen.
Vor allem müssen wir uns auf die Taktischen Eigenschaften einigen.
Hier ein Vorschlag zu einem Hochsee U-Boot mit zwei Hüllen, Baujahr 1941
Wir sind doch Dank der Geschichte aus heutiger Sicht wirklich im Vorteil, Herold, und können Bauweisen anderer Entwicklungen auch aus anderen Ländern zum gleichen Zeitpunkt mit einbeziehen.
Zum Beispiel könnte man die ,,Cagni" Stapellauf 1940 Italien als Rumpf nehmen. Immerhin hat dieses Boot eine Wasserverdrängung von 1680t im getauchten zustand und im aufgetauchten Zustand 1504t, kann also eine menge unterbringen.
So z.B. 14 Torpedorohre (45cm) und 36 Torpedos.
Mit den guten Eigenschaften der Gato-Klasse USA Baujahr 1941(Wasserverdrängung 2410t getaucht und aufgetaucht 1825t)
oder
der guten Tauchgeschwindigkeit der L-Klasse Sowjetunion (!931 gebaut Abmessungen: 81m x 7,5m x 4,8m) mit 9 kn.
oder
die stromlinienförmigen Rümpfe der I15-Klasse Baujahr 1939 Japan, Abmessungen: 102,5mx9,3mx5,1m und einer Verdrängung von 2584t aufgetaucht und getaucht 3654t.und hatte aufgetaucht eine Geschwindigkeit von 23,5kn.
Lassen sich diese Eigenschaften vereinen, hätte man doch schon eine klein Grundlage für U-Boot ,,X"
Jetzt kommt mein üblicher Einspruch :oops:
1, Vertragssituation
2, Einsatztaktik
Zu Punkt 1:
Die Gesamtverdrängung unserer U-Boot-Flotte darf 45% der englischen nicht überschreiten (hierzu werd ich irgendwann mal rechnen müssen), die Boote dürfen auch nicht grösser, als 2000 Tonnen aufgetaucht sein, und kein Geschütz grösser, als 130mm mitführen.
Zu Punkt 2:
Ja, wir sind schlauer, und wissen, dass eine hohe Unterwassergeschwindigkeit besser ist.
Zu bedenken ist aber, dass ein grosses Flottenboot weit im Atlantik operieren wird (besser gesagt: sollte), was mit einer GEschwindigkeit von unter 15-16 Knoten mM unsinnig wäre. Die Unterwassergeschwindigkeit bekam seine Bedeutung erst, als die Engländer Korvetten und Fregatten in grösserer Zahl bauten - was ohne eine direkte Kriegsbedrohung nicht wahrscheinlich wäre.
Klar, mehr, als 7 Knoten sollten schon drinn sein...
Ich persönlich würde auch an einer Kanone festhalten - waren ja auch nützliche Dinge, vorallem Anfang des Krieges, und in entlegenen Gebieten.
Reichweite sollten wir auch massig mit einplanen - unter 15.000 sm macht ein Flottenboot nicht richtig Sinn.
(mal eine Idee: gleich über 2 Typen nachdenken. Einen grossen von 1700 Tonnen, und einen kleineren 900-1000 Tonner)
mfg
alex
Die Idee, 2 Verschiedene Typen zu entwickeln, stimme ich zu. Auch die Mindestreichweite von 15000 sm ist vernünftig. Wenn wir bei einem Überwasserangriff bleiben, wäre ich dafür, die kapazität der Batterien um etwa ein Viertel mindestens anzuheben.
Gruß
Christian
Hallo,
hab mir heute die Verdrägnungen der englischen Boote angesehen.
Je nahcdem, was wir als "gebaut" bzw als "behalten" annehmen, haben wir eine Tonnage für 1944 von 45.000 bis 62.000 Tonnen (Liste ist im Büro, in Wien können wir uns drüber unterhalten).
Typ I und II betrachte ich als schnellstmöglich zu verkaufende Boote an, vorhanden wären danach:
10 VII.A: 10*620 T= 6200
7 VII.B: 7*720 = 5040
6 IX.A: 6*1000 = 6000
23 Boote mit 17.240 Tonnen
(bauen sollten wir die, da schon begonnen - hab nur die 1937 begonnenen mitgerechnet - behalten möchte ich sie ebenfalls)
Lediglich grosse, 1700 Tonner bauen, würde wenig Sinn machen:
- recht unhandlich
- verschlingt Tonnage, als wenige Boote können gebaut werden (16-26 Stück)
- recht aufwendig
Mein Vorschlag:
Höchstens 5-6 Stück grosse, 1700 Tonnen Boote bauen, den REst der Tonnage auf die 900-1000 Tonner Boote reservieren.
Zumindest nach mM sollten die Boote folgendes Leisten können:
- T-Rohre: 8 beim 1700er, 6 beim 1000er
- Geschütze: 1*127mm, 2*37, 2-4*20mm bei beiden
- Geschwindigkeit: 18 Knoten über, 10 Knoten unter Wasser
- Reichweite: deutlich über 15.000 sm beim grossen, ca. 12.000sm beim kleinen
mfg
alex
Bei unser gesamten Planung unserer Flotte gehen wir davon aus, dass Werften und Geld keine Rolle spielen, oder?
Nelson und Rodney, die Rs und vielleicht sogar die QU-Klasse hätten die Tommies sicher auch gerne eingetauscht... Aber sie hatten sie und verwendeten sie, weil sie sie hatten... Alle wurde mehrfach für viel Geld umgebaut... Aber das war billiger, als neues zu Bauen, aber vor Allem schneller...
Eine ganze U-Bottreihe zu verkaufen, weil wir - weil wir es wissen - meinen besseres zu bauen, halte ich für überschnell... Das passt nicht zu 1936, vielleicht etwas später...
Wenn wir seriös an die Sache rangehen, dann bitte auch mit nötigen Blick auf die Finanzen und Kapazitäten...
Der Vertrag ist eine Seite, das finanziell Machbare eine ganz andere...
Oder was meint Ihr?
Zitat von: rosenoeJa XXI ist nicht schlecht, wegen der Schlüpfrigkeit.
Würde ihn aber länger ziehen, um achtere Torpedorohre unterzubringen.
Wenn man schon den Gedankensprung hin zum wirklichen UBoot gegangen ist und die XXI Rumpfform kennt bzw. entwickelt hat, dann gibt es doch garantiert auch den LUT. Wozu dann nach achtern feuerende Torpedorohre?
Selbst die letzten Nachfolgeentwürfe des XXI hatten eine große Anzahl Torpedorohre, aber alle im Vorschiff (Teilweise angewinkelt nach außen feuernd). Die Zeit der Hecktorpedorohre wurde also von der Torpedoentwicklung beendet.
Imo war der Typ VII ideal dazu geeignet Konvoischlachten zu schlagen. Wenig bis keine Siluette, ausreichende Ausdauer, sehr gute Tieftaucheigenschaften (wenn die Engländer U 570 und die anderen Boote nicht gekapert hätten, hätten sie wahrscheinlich sehr lange gebraucht um Tauchtiefen über 150m überhaupt zu glauben - entsprechend die WaBo Tiefeneinstellungen) und einen ausreichenden Torpedovorrat. Außerdem war er leicht in größeren Stückzahlen zu bauen (wenn man mal deutsche Gründlichkeit außer acht lässt und Geschichten wie verzögerte Auslieferungen von Booten, weil das schimmelresistente Holz für die Kommandatenkoje noch nicht eingetroffen ist verdrängt).
Der Typ IX war ein ideales Boot für ozeanische Verwendung, die Reichweiten dieser Boote waren teilweise beachtlich. Trotz ihrer Größe konnten die Typ IX Boote sehr erfolgreich an Konvoischlachten teilnehmen UND die ihm eigentlich zugedachte Aufgabe erfüllen.
Die Frage WAS für ein Boot man will bzw. braucht steht und fällt ja in welcher Zeit man das Boot baut und wie weit der Gegner mit Radar, Huff- Duff und ähnlichen Spielzeugen ist. Geht man von der Funkmessentwicklung von 36 aus, dann waren die Typen VII und IX ideal und man sollte sich höchstens über die Stückzahlen als über den Entwurf Gedanken machen. Gesteht man dem Gegner zu durch Ortungsmittel das UBoot unter Wasser gedrückt zu haben, dann baut man einfach den Typ XXI und den Typ XXIII und man hat zwei Entwürfe die allen Anforderungen entsprechen! (Entsprechende Unterwasserausdauer, ausreichende Reichweiten, hervorragende Tieftaucheigenschaften, Eine das ASDIC entwertende Unterwassergeschwindigkeit, Ortungsmittel die es dem Boot erlauben getaucht seine Ziele zu bekämpfen, exzellente Schnelltaucheigenschaften usw.)
Was ich damit sagen will. Die Entwürfe waren da und waren gut bis sehr gut. Nur die richtigen Stückzahlen frontklarer Boote zur "richtigen" Zeit haben gefehlt (gottseidank!)
Zur Vertragssituation Punkt 1:
Konnte nicht die Angleichung auf 100% nach Absprache mit den Tommys erfolgen?
@ Achilles
die Hecktorpedorohre wurden auch deswegen abgeschafft, weil ohne dieselbigen eine widerstandsärmere Heckkonstruktion erreicht wurde (Stichwort: Schneideheck........ oder Harold?)
@T-G
ja; das war eine ähnliche Klausel wie bei den schweren Kreuzern
Frage an die Runde :
Dürfen auch Walter - Boote vorgeplant werden ? Fertig wären Sie nicht vor 1944, aber wir "wissen" was kommt. Die Technik lag zum Greifen nah und als Boot rund um die britischen Inseln wären sie effizient geworden. Am Ende ist Hr. Walter mehr an der Bürokratie als an der Technik gescheitert.
Dazu : wie siehts mit Walter-Antriebstechnik für Torpedos aus ?
TM
@TM:
Meines Wissens nach testeten zwar Briten nach dem Kriege Torpedos mit Walterantrieb, aber das Projekt wurde aus sicherheitsgründen Aufgegeben.
Gruß
Christian
Hy,
Wie versprochen, die Tonnagen:
England:
9*H = 9*410 Tonnen = 3690
3*L: 3*760=2280
9*O: 9*1400 = 12.600
9*P/R: 9*1480= 13320
3*River: 3*1850= 5550
6+3*Porpoise: 9*1500 = 13500
12*S1+S2: 12*670 = 8040
33*S3: 33*720 = 23760
15*T1: 15*1090 = 16350
24*T2/T3: 24*1090 = 26160
14*U1: 14*540 = 7560
33*U2: 33*545 = 17985
7*V: 7*545 = 3815
Insgesamt: 154.610 Tonnen (berücksichtigt wurden Boote, die es 1939 gab, und bis ca. 1944 gebaut wurden)
Ohne H und L (1WK- Boote): 148.640
Ohne H, L, und die 3er-Serien: 102.535 Tonnen
Dtl hat (stand Mitte 1938):
2*I: 2*850 = 1700
6*II.A: 6*250 = 1500
18*II.B: 18*260 = 4680
4*II.C: 4*275 = 1100
10*VII.A: 10*600 = 6000
7*VII.B: 7*725 = 5075
6*IX.A: 6*1000 = 6000
Insgesamt: 26.055 Tonnen
Erlaubt sind:
Mit alles: 69.574
Ohne H/L: 66.888
Ohne H/L/3er-Serie: 46.141
Ich würde mal vorschlagen, einen Teil der 3er-Serie als realisiert anzunehmen, dann hätte England 126.000 Tonnen, und Dtl dürfte 56.700 Tonnen bauen.
Zu den Walter-Booten: Mit dem würde ich nicht unbedingt rechnen, 1-2 kleine Versuchsboote wären schon vorstellbar, aber eine ganze Klasse mittelgrosse Boote nicht.
Die akustischen Torpedos waren auch reine Kriegskinder, fallen also auch weg. Leider.
mfg
alex
Alex :
Korregiere mich bitte wg. der Spielregeln! Wir dürfen "wissen" was mit der Technik der Zeit in wenigen Jahren entwickelt werden konnte - also kann man dann auch etwas nachhelfen. Natürlich, wenn etwas 44 fertig wurde kann man schlecht schon 39 die Verfügbarkeit voraussetzen. Davon mal abgesehen :
Es gab für den Serienbau freigegebene Varianten der Waltertorpedos, z.B. das Gerät 30 (Steinbarsch) mit einer Leistung von 50 kn über 8400 m. Wenn das nichts war ?!? Wen man bei Walter nachliest (E.Möller/Motorbuchverlag - Marine Geheimprojekte) dann hätte man das alles beschleunigen können. Also sag ich mal : 42/43 verfügbar.
Mit den Walter - Booten dasselbe. Am Ende war es eine mehr Produktionskapazitäts - Abschätzung und Ideologie : E-Boote waren irgendwo einfacher zu verkaufen.
Gruß,
TM
Die Spielregeln:
Wir mit unserem heutigen Wissen sollen Schiffen mit der Technik von 1938 unter Berücksichtigung der Kapazitäten entwickeln.
Sprich:
Wir wissen, welche GEfahren für Schiffe im kommenden Krieg kommt, müssen aber diese Gefahren mit Waffen, TEchnik, usw begegnen, der/das/die zum Entwurfszeitpunkt vorhanden war - oder in absehbarer Zeit fertig wurde.
Hierzu hat Harold für die Entwicklung 2 Friedensjahre = 1 Kriegsjahr vorgeschlagen.
Ich persönlich rechne bei den Schiffen/Waffen immer nur bis 1944, denn bis dahin kann man die Entwicklung noch abbilden.
Für unser Boot bedeutet das:
Wir wissen, dass im zukünftigem Krieg höhere Unterwassergeschwindigkeiten vorteilhaft wären, aber auch, dass GEschütze bis ins dritte Kriegsjahr durchaus eine Lebensberechtigung hatten. Wir wissen auch, dass später im Krieg Walter mit seinem Revolutionärem Boote experimentierte, diese Entwicklung war 1938 - Zeitpunkt vom Planbeginn - noch weit in der Zukunft.
mfg
alex
Alex,
laß mich mal ne Lanze für Hrn. Walter brechen ...
1933 kam die Lawine in Rutschen (erste Vorschläge ans OKM), 1936 lief in der Germaniawerft eine 4000 PS Peroxyd - Anlage (Turbine im direktem Verfahren) Ein quasi gegen die Bürokratie gebautes U-Boot (die V 80) lief Ende 1940 28 kn unter Wasser.
Wenn wir also 1938 "übernehmen" und die richtigen Knöpfe drücken und Schubladen öffnen dürfen - the sky the limit !
Mehr (aber auch nicht weniger) wollte ich eigentlich sagen. Das gleiche Spiel lag auch bei der Luftfahrt (Turbinenentwicklung etc.) Die ersten Warmfesten Stähle waren bekannt, es hätte keinen gehindert Nickel und Chrom auf Vorrat zu kaufen etc. Da brauch man sonst keine gute Kristallkugel..
Gruß,
TM
Bitte keine Walterboote für die Serienfertigung planen!!!
Wasserstoffperoxid ist ein Teufelszeug, siehe auch:
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffperoxid
Man soll bedenken, schon Benzinmotoren in U-Boote sind nicht gut, aber so was...
Explosionen wenn es mit Metall! in Berührung kommt.
Ätzend! Vorallem auch Dämpfe davon.
Die Kursk ist wahrscheinlich doch gesunken weil sie das Zeug in den Torpedos hatte.
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Kursk_%28U-Boot%29
Bis die Boote Serienreif sind vergehen viele Jahre und richtig sicher sind sie dann immer noch nicht.
Glaubt mir, es gibt technische Probleme, die nicht schnell zu lösen sind.
Deutschland hatte doch ganz nette Boote.
Bauen wird doch die Historischen (II, VII u. IX) in möglichst hoher Stückzahl und nehmen ein paar kleine Veränderungen an ihnen vor.
Stärkere E-Maschinen und größere Batterien wären ganz nett, aber an was sparen wir dann??
- Dieselkapazität?
- Boote vergrößern?
Den Schnorchel gabs doch schon recht früh (Niederlande?). Den könnte man dann übernehmenm, reduziert auch die notwendigkeit von viel Flak.
Woelfchen
@woelfchen
ZitatStärkere E-Maschinen und größere Batterien wären ganz nett, aber an was sparen wir dann??
- Dieselkapazität?
- Boote vergrößern?
Den Schnorchel gabs doch schon recht früh (Niederlande?). Den könnte man dann übernehmenm, reduziert auch die notwendigkeit von viel Flak.
Im Grunde ziehst du hier ja die XXI zeitlich vor. Ursprünglich war dieser Typ ja für die Verwendung des Walther-Antriebs vorgesehen. Da dieser aber nicht schnell genug serienreif wurde, hat man den Platz, der nicht mehr benötigt wurde für die Vergrösserung der E-Komponente verwendet.
Den Schnorchel halte ich für überbewertet. Die Idee mag zwar gut sein, brachte aber auch viele Probleme. Das Boot musste bei Schnorchelfahrt extrem gut getrimmt sein um ein Unterschneiden des Schnorchelkopfes zu vermeiden. Bei etwas schwerer See wurde das Schnorchels schon recht mühsam.
U-Boot-Fahrer berichteten auch von recht unangenehmen Begleiterscheinungen beim Schnorcheln. Unterschnitt der Schnorchelkopf die Wasseroberfläche, so musste der Diesel ja anderweitig zu Luft kommen. Diese holte er sich dann aus dem Boot selber. In der engen Röhre entstand dann schnell ein unangenehmer Unterdruck. Passierte dies häufiger - eben z.B. bei schwerer See - so litt die Besatzung sehr unter den ständigen Druckwechseln.
@Wölfchen:
Das Problem ist, dass wir mit unserer Flotte-X (oder MA-Plan) uns an die Verträge halten müssen. Grosse Zahlen an U-Booten gehen sich nur aus, wenn diese um die 100 Tonnen klein sind - also praktisch unnütz.
Sogar die Typ I und II nehmen Tonnage in anspruch, die weitaus besser hätten verbaut werden können.
An sich würde mir die Idee, nur Typ XXI zu bauen, und die vorhandenen "alten" Boote behalten, am meisten gefallen.
mfg
alex
Ich denke Achilles hat doch im Wesentlichen Recht!
Muss da neu entwickelt werden? Die Boote waren ja da und da war abgesehen von Detailfragen auch nicht so viel dran verkehrt.
Die Konzeption des tauchfähigen Torpedoboot-Rudels war da und von der Idee her sehr erfolgreich.
Ich denke das fragt mehr nach Details als nach einer grundsätzlichen Neuorientierung.
Die frühe Einführung des Schnorchels hätte wohl manchen Verlust in den ersten Jahren vermeiden können. Dazu hätte es einfach nur eines Visionärs im K-Amt oder anderswo in der Marineleitung bedurft und dann hätte man das frühzeitig probiert und (vermutlich) für ganz gut befunden.
Flächenabsuchende Torpedos (Fat) oder akustische Torpedos (Zaunkönig und andere) sind denke ich wirklich Kriegsentwicklungen; erdacht auf eine besondere Gefechtssituation hin. Man müsste schon zimlich biegen, damit sowas aus einer Laune heraus im tiefsten Frieden entworfen wird.
Genauso sehe ich die Entwicklung des U-Bootes (XXI und XXIII) aus den Deutschen Tauchbooten heraus als eine Kriegsentwicklung. Ohne die Horden an Geleitern, die ab 1943 die Meere befuhren war kein Bedarf da für ein 'echtes', modernes U-Boot.
Eher schon würde ich mich fragen, ob man auf Deutscher Seite mit einigen wenigen Booten den Weg gegangen wäre, den Japaner und Briten versucht haben und Flugzeuge an Bord genommen hätte? Der ultimative Hochsseraider halt.
Erdenkt man eine geistreichere Seeflieger Strategie auf Deutscher Seite, wäre das vielleicht ein logischer Schritt gewesen. Die Ideen hätte man von anderen Abkupfern können. Das war also im Prinzip da. Da müsste man sich nur vorstellen, dass neben der Rudeltaktik noch ein zweiter strategischer Zweig erdacht wird eines einzeln und fern der Heimat operierenden U-Kreuzers – eine Art Fusion aus den erfolgreichen Raidern des ersten Weltkrieges mit den erfolgreichen U-Booten des ersten Weltkrieges.
Denkbar?
Ciao,
Ufo
Servus ufo,
jetzt überraschst du mich!!
Die deutschen U-Kreuzer ab U 151 sollten ein Flugzeug erhalten. Die Idee kam aus Deutschland, nix abkupfern nötig.
http://www.luftfahrtgeschichte.com/w20.htm
Die geplanten U-Kreuzer (XI.A) wären durchaus brauchbar gewesen - jedoch in unserem MA-Plan wegen den Voraussetzungen wahrscheinlich nicht zu verwirklichen - 1800 Tonnen höchstgrenze...
mfg
alex
Zitat von: Spee am 16 Juni 2006, 12:53:05
Servus ufo,
jetzt überraschst du mich!!
...
Das tu' ich doch gerne mal! :-D
Wo kaemen wir denn hin, wenn man schon alles wuesste! Ja - dann ist die Idee ja man noch weniger abwegig! Obwohl die Geschichte Deutscher Flugzeugtraeger ja zeigt, dass gute Ansaetze die Umbrueche in der Deutschen Marine nicht immer ueberleben. Aber wenn nicht ... ja, kaeme da was Nutzbares bei raus?
U-Kreuzer fuer den Mittel- und Suedatlantik - eventuell nutzbar in einer Doppelfunktion als Blockadebrecher fuer Mangelgueter?
Auch die Idee haette man ja aus WWI herueberretten koennen.
@alex
Ok, Ok, aber man haette einen fuer die Hollaender entwickeln koennen oder fuer Spanien und haette dann feine Blaupausen in der Schublade liegen gehabt.
In der Schublade liegen haben ist kein Problem - kann man auch für sich machen. Das Problem ist der Bau an sich, egal für wen!
Eine Möglichkeit wäre, die Pläne fertig zu machen, dann warten, bis man den Vertrag kündigt, und dann schnell auf Kiel legen :)
mfg
alex
Genaugenommen war doch, für die Zeit und den technischen Entwicklungsstand ein passables U-Boot vorhanden.
Mit den VII´ern hatte Deutschland einen Typ der für den Fronteinsatz ausserordentlich gut geeignet war. Sicher, mit einem Flugzeug oder einem anderen Gerät (der Flettner wr zwar Sch..., aber ein Ansatz) wäre die Sichtweite noch besser gewesen, aber für ein Flugzeug braucht es eben schon einen U-Kreuzer. Dann hätte aber wieder das Problemm der Masse an U-Booten bestanden. Schon ohne einen solchen hypothetischen Kreuzer war die U-Boot Decke gering, mit diesen Kreuzern hätte es noch schlimmer ausgesehen.
Ds Problem der deutschen U-Boote (zu Beginn des Krieges) war die relativ geringe Reichweite und Fronteinsatzdauer, bedingt durch die langen Anmarschwege.
Ich denke mal, das es ein U-X nicht benötigt, da es durchaus mit der VII vorhanden war. Vielleicht fehlte der deutschen Flotte eher ein U-X a. Unter U-X a stelle ich mir ein wesentlich früher entwickeltes Versorgungs U-Boot vor (also quasi eine vorgezogene "Milchkuh").
Groß, für hohe Treibstoffkapazität und hohem Torpedovorrat (irgendwo um 15 - 20 Stück !) sowie Versorgung mit Verpflegung, unbewaffnet, aber dafür mit höherer Tauchfähigkeit (150 m Garantie) für passive Sicherheit. Möglichst auch mit der Komponente für Reparaturen auserhalb der Werften (ET-Lager, Werkstatt und entsprechendes Personal). Zusätzlich, ich bin nicht im Bilde ob es technisch geht, mit größeren oder vermehrten Tauchrudern um das Schnlltauchen zu verbessern (ein Problem der Milchkühe). Also irgendwie eine technische Innovation (unter verwendung bestehender Technik) um die Schwerfälligkeit dieses "Riesen" in den Griff zu kriegen.
U-X also ein Mix aus vorhandenen Kampfbooten Typ VII mit Versorgern. Idee, oder falscher Weg ?
Gar keine schlechte Idee!
Mal eine Idee:
Typ IX stand schon zur Verfügung, wieso also keine Versorgungs-Variante bauen? Etwas vergrössern (um die 200-300 Tonnen), T-Rohre entfernen, dafür die Bunker vergrössern? Ein früher Typ IX.D1?
mfg
alex
Hallo, Huszar,
Die Gesamtverdrängung unserer U-Boot-Flotte darf 45% der englischen nicht überschreiten ( Dein Zitat vom 03.05.06 ).
Nach der Ergänzung des Deutsch - Britischen Flottenabkommens vom 17.07.35 durfte die KM 100 % der britischen U - Boot - Tonnage betragen.
mfg
Sprotte