Hallo,
nachdem im Thread "Acht U-Boote nach 1945 von Stapel?" darüber berichtet wurde, welche deutschen U-Boote von der Roten Armee im Bereich der Ostsee vorgefunden wurden und nicht in Dienst kamen, ein paar Info's von den Booten, die tatsächlich in Dienst kamen. Die bei der Baltischen Flotte in Dienst gekommenen deutschen Beute-U-Boote erhielten die Pennant Numbers N-22 bis N-31. Das "N" stand für "nemez"-kyrillisch нeмeц, in deutscher Übersetzung "DEUTSCHER". Damit waren diese Boote eindeutig als ex deutsche U-Boote erkennbar. Ich fange mit dem VIIC-Boot U 1057 an.
N-22
Typ VIIC deutsch U-1057
letzter deutscher Kommandant: Günther Lüth bis 10.05.1945
30.05.1945 Übernahme in Loch Ryan in Schottland von den Alliierten
05.11.1945 zum Bestand der SKF und dann der Baltischen Flotte
13.02.1946 taktische Nummer N-22
15.02.1946 Übernahme durch sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
25.02.1946 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der Nord Baltischen Flotte
01.1947 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
09.06.1949 neue taktische Nummer S-81
...1949 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der 4. Flotte (Ostsee)
03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der 4. Flotte
04.1955 zur 241. Brigade Versuchsschiffe der Nord Flotte
09.1955 bei Atomwaffenversuchen mit dem atomar bestzückten Torpedo T-V in der Tschernyj Bucht in Überwasserlage und 600 Meter Entfernung vom Epizentrum schwer beschädigt und gesunken
(Es werden auch 1000 Meter vom Epizentrum angegeben.) (Vgl. Podwodnyj flot N° 6)
30.12.1955 noch im gesunkenem Zustand für Versuche im Gebiet von Nowaja Semlja genutzt
Bekannt gewordener Kommandant:
Korvettenkapitän G.S. Maschnyj (...05.1955 bis 09.1955)
Es sind insgesamt elf ex deutsche U-Boote bei der Baltischen Flotte in Dienst gegangen, d. h. es kommen in den nächsten 10 Tagen noch die restlichen 10 Boote. Jeden Tag ein Boot. Wir wollen ja nichts übertreiben.
Grüße aus Braunschweig
hillus
Hallo,
Danke für die Infos!!! :O/Y Eine Frage hätte ich, sind das die Beuteboote welche einmal zur Übergabe an die Volksmarine vorgesehen waren?
MfG
Frank
Hallo Frank,
das Beste haben sie für sich behalten. Von den insgesamt 11 Booten war keines für die VM vorgesehen, zumindest ist dafür nichts in meinen Unterlagen enthalten.
Für 1953 war die Übergabe von fünf ehemaligen VIIC-Booten an die Volkspolizei-See geplant. Es wurden jedoch keine Bootsnummern bekannt.
Bei Mehl/Schäfer in "Die andere deutsche Marine". Berlin 1992, S.17 werden diese 5 Boote auch angegeben. Sie schreiben, für Mitte Juni 1953 war das Eintreffen der ersten Boote aus Kronstadt avisiert und die Boote seien bereits ausgelaufen. Angekommen sind sie nie. Sie schreiben, dass bereits im Vorfeld des 17. Juni 1953, den damaligen politischen Unruhen in der DDR, die Überführung gestoppt worden sei. Soweit Mehl/Schäfer.
Ihre Ausführungen sind dahingehend vage, weil die Sowjetunion insgesamt nur 5 VIIC-Boote in den verschiedenen Modifikationen erhielt. Ich glaube nicht, dass sie bereit waren, alle 5 Boote der DDR zu überlassen.
Welche VIIC-boote an die SU gingen, wird Dich in den nächsten Tagen überraschen oder Du bist darüber bereits in Deinem Archiv informiert.
Grüße aus Braunschweig
Jochen
Hallo,
Im sogenannten "Dokument Zeuthen" ist von 14 Booten von 750 t die Rede. Was davon Altbestand von der SU geliefert und was als Neubau geplant war geht aus diesen Dokument meines Wissens nicht hervor. Im Februar 1953 wurde vor Warnemünde ein U-Boot geborgen. Dieses sollte als Vorlage für eventuelle Neubauten dienen.
Gruß Buschi
Wenn alles so stimmt sollten wohl 5 Boote aus Beutebeständen der SU kommen. Dazu 2 noch zu hebende Boote -U-1308 Typ VII C/41 und U-2344 Typ XXIII sowie 2 sowj. Boote vom Typ M / Serie XV " M "
Soweit habe ich es hier in meinen Unterlagen.
Jochen - bitte wenn falsch richtig stellen
Gruß - Achim-Trimmer
@ Jochen,
Welche Boote kann ich nachvollziehen (soweit das die übliche Literatur hergib!!), nur die genaue Verwendung, da hab ich keine genaue Infos dazu. Das ändert sich aber gerade!!!! :-D
@ alle,
Danke für die Informationen und Antworten.
MfG
Frank
Hallo Bushi und Achim,
scheint ein gutes Thema zu sein. Viele wissen etwas, aber alle wissen zu wenig. gemeinsam wollen wir Licht hineinbringen.
Also im sogenannten "Dokument Zeuthen" sind wohl 14 Boote aufgeführt, aber es ist eben als Planungsdokument zu verstehen. So viele 750 Tonnen Boote waren gar nicht mehr vorhanden, geschweige denn aufzutreiben. Die deutschen U-Boote waren aufgeteilt bzw. versenkt in der Operation DEADLIGHT der Royal Navy. Planung ist immer die eine Sache, was letztlich dann realisiert wird ist die andere Sache. Natürlich ist nicht zu verhehlen, dass die Russen durchaus die noch vorhandenen Erfahrungen z. B. der Neptunwerft Rostock nutzen wollten.
Zu den anderen Fragen. Jetzt bist Du dran, Achim!
Wie sagt Paul Panzer: Riiichtig!!!
U 1308, ein VIIC/41-Boot sollte im Herbst 1952 vor Warnemünde gehoben werden, aber es war schwerer als gedacht. Die Bergungsarbeiten waren erst im Februar 1953 zu Ende. Es zeigte sich sehr schnell, dass die großen Beschädigungen es schwer machen würden, es wieder für die Volkspolizei-See in Dienst zu stellen. Dazu befragte man sogar ehemalige VIIC-Fahrer!! Sie hatten alle so tüchtig ihre Bedenken. Hinzukommende finanzielle Probleme ließen schließlich U 1308 nur noch den Weg zum Schneidbrenner.
U 2344, ein Typ XXIII-Boot lag vor Heiligendamm und die Sowjets ließen nochmals das U-Bootproblem für die Volkspolizei-See scharf machen. Deshalb kam es dann 1955 zur Hebung des Bootes. Nach dem Schlepp zur Neptunwerft unterzog man es bis 1956 ebenfalls einer gründlichen Untersuchung im Dock. Aber auch hier waren die Schäden und die Wiederherstellungskosten zu groß und ab ging es 1957 zu den Schneidbrennern.
Geplant war, wie Du richtig schreibst, auch die Übergabe von zwei sogenannten MALYUTKA's. Das waren kleine U-Boote, die in vier Serientypen, Serie VI, VI-bis (heißt extra), XII und XV gebaut wurden.
Was die von Dir genannten Boote der Serie XV angeht, werden diese heute als Typ M V Projekt 96 in der russischen Periodika geführt. Ein Teil von ihnen wurde erst nach 1945 fertiggestellt. Welche MALYUTKA's die DDR bekommen sollte, ist mir bisher nicht bekannt.
Grüße aus Braunschweig
hillus
Hallo Hans Joachim hier ein Bild von 1953
Hallo Hartmut,
das Foto ist ja Goldstaub. Man kann ja richtig neidisch werden. top top top
Große Klasse!!
Gruß
Jochen
Hallo
bei der Aufzählung wurde ein U-Boot vergessen, es waren im ganzen:
zur Zeit der Seepolizei und der VP-See 2 Uboote vom Typ VIIC/41:
1.) Typ VIIC/41 - U 345 wurde 1952/53 gehoben, und 1953 in Warnemünde verschrottet,
2.) Typ VIIC/41 - U 1308 wurde 1953/53 gehoben, und 1953/54 in der Volkswerft Stralsund verschrottet,
und zur Zeit der Seestreitkräfte, 1 U-Boot Typ XXIII:
1.) Typ XXIII - U 2344, 1955 gehoben, sollte Zielboot für die U-Bootjäger werden, wurde aber 1958 in der Neptun Werft im Dock verschrottet,
Hallo Norbert,
alle Ergänzungen und Neuigkeiten sind immer willkommen. Danke für Deinen Beitrag und Deinen "Goldstaub". top top top
Anfangs nur den kleinen Hinweis, dass weiter oben schon U 2344 erwähnt wurde. Das Boot U 345 war nicht für eine Übernahme vorgesehen und stand nur zum Verschrotten zur Verfügung weshalb es nicht erwähnt wurde. Es bestätigt aber , wie gut das Gefallen am Tread ist. Diese Beiwerk ist notwendig und man staunt, aus welchen Richtungen mitgemacht wird. Einfach gut.
Spätabendliche Grüße aus Braunschweig
hillus
P.S. Morgen kommt N-23 ex U 1058
Hallo,
das Foto in Antwort 7 zeigt das im Auftrag der Seepolizei durch den VEB Schiffsbergung und Taucherei Stralsund als "Objekt U" geborgene U 345 bei der Sicherung vor der Hohen Düne. Im Hintergrund die Warnemünder Molen. Die Bergungsgruppe bestand aus dem Bäderschiff UNDINE mit einer bis dahin wenig erprbten Hebezylindergruppe. Mehrmals gab es dabei Fehlschläge und Zeitverzögerungen. Das Foto ist vom Aufbaudeck der sichernden UNDINE aufgenommen.
Zur Entschlammung ging es danach in die Warnowwerft.
U 345 war es auch, welches im weiteren Verlauf in Stralsund die Slipanlage zertrümmert hat.
U 1308 wurde nicht in einer Ganzbergung, sondern als Schrott geborgen.
Somit bleibt es mit U 345 bei einem VIIc-Boot in Verbindung zur Seepolizei, und damit sogar bei einem ganz außergewöhnlichen!
Reinhard
Hallo Jochen - nun möchte ich es doch "genauer " wissen :-D Laut einschläglicher Literatur waren doch einige U- Boote noch bis 1973 im Bestand der sowj. Marine.
U-1231 Typ Ix C/40 sowj. N 25 bis 1960
U-2353 Typ XXIII bis 1963
U-3035 Typ XXI B 29 bis 1958
U-3041 Typ XXI B 30 bzw. PZS 35 bis 1959
U-3515 Typ XXI B 27 -dann BS 28 dann UTS 3 bis 1973
Nun mußte ich schon so oft Änderungen in meiner Literatur vornehmen - stimmt das hier wenigstens :/DK:
Gruß - Achim - Trimmer
Moin,
es folgt das 2. Boot der Serie. Zunächst aber Danke auch an Reinhard für seine Richtigstellung des Fotos. Ich bin der festen Überzeugung, Du hast bestimmt auch Fotos für diesen Thread!
N-23
Typ VIIC deutsch U-1058
letzter deutscher Kommandant: Hermann Bruder bis 10.05.1945
10.05.1945 Übernahme in Loch Eribol in Schottland von den Alliierten
05.11.1945 zum Bestand der SKF und dann der Baltischen Flotte
13.02.1946 taktische Nummer N-23
15.02.1946 Übernahme durch sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
25.02.1946 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der Nord Baltischen Flotte
05.11.1946 in Dienst der Baltischen Flotte
01.1947 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
09.06.1949 taktische Nummer S-82
03.1951 zur 156. Brigade der 17. Division der 8. Flotte (Ostsee)
29.12.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung, Umbau zur schwimmenden Ladestation PZS-32
04.01.1956 zur 156. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Baltischen Flotte
03.1956 zur 156. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen Flotte
25.03.1958 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
01.10.1958 Auflösung der sowjetischen Besatzung
Bekannt gewordener Kommandant:
Korvettenkapitän M. I. Chomjakow (03.1946 bis 08.1946)
Korvettenkapitän N.I. Balin (08.1946 bis 02.1948)
(Hinweis: Bei N.I. Balin streiten sich noch die Historiker, ob er seine Kommandantenzeit auf N-23 oder auf N-25 verbrachte
Moin Achim,
ich werde Dich Dich foltern. Jeden Tag ein Boot! Kannst Du das aushalten?? :MLL:
Aber Du bist nahe dran, wie die beiden Volkspolizisten, die zur Prüfung müssen und gefragt werden, wieviel ist 2x 2. Der Erste antwortet, das ist genau 6. Der Zweite kommt auf 5. Der Zweite schafft die Prüfung, er war am nächsten dran!!! :MLL: :MLL: :MLL: Achim, bitte nochmals lachen.
Bis morgen!
Jochen
Schlecht genug Jochen - aber es gibt bestimmt schlimmeres :-D
Gruß - Achim-Trimmer
Bei einer kurzen Suche nach U 1308 bin ich auf folgenden interessanten Thread in einem anderen Forum gestoßen.
Viele, viele Detailansichten. Da macht sich jemand richtig Mühe :-)
http://models.rokket.biz/index.php?topic=106.0 (http://models.rokket.biz/index.php?topic=106.0)
Zusaetzliche Infos hier in dem Artikel von Derek Waller:
http://uboat.net/articles/94.html
Alles Gute
Andreas
Moin,
es folgt das 3. Boot der Serie. Danke an alle, die den Thread zum Erfolg machen!
N-24
Typ VIIC/41 deutsch U 1064
letzter deutscher Kommandant: Karl-Hermann Schneidewind bis 08.05.1945
29.05.1945 Übernahme in Loch Ryan in Schottland von den Alliierten
05.11.1945 zum Bestand der SKF und dann der Baltischen Flotte
13.02.1946 taktische Nummer N-24
15.02.1946 Übernahme durch sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
25.02.1946 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der Nord Baltischen Flotte
01.1947 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
09.06.1949 neue taktische Nummer S-83 (S=сpeдный=deutsch mittleresU-Boot)
03.1951 zur 156. Brigade der 17. Division der 8. Flotte (Ostsee)
29.12.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umbau zur schwimmenden Ladestation PZS-33 (PZS=плaвyчaя зapядoвaя cтaнция=plawutschaja sarjadowaja stanzija=deutsch schwimmende Batterieladestation)
03.1956 zur 156. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen Flotte
01.06.1957 Umwandlung zum stationären Schulboot UTS-49
28.01.1958 zur 156. Schulboot-Sonderbrigade der Baltischen Flotte
05.1962 zur 156. Brigade der 37. Rotbannerdivision der Baltischen Flotte und weiter als stationäres Schulboot UTS-49
12.03.1974 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
bis 1976 verschrottet
Bekanntgewordener Kommandant:
Korvettenkapitän G.K. Wasiljew (03.1946 bis 02.1947)
Dieses U-Boot lebte also länger als die Vorherigen. Aber es lebten welche noch länger!!!
Bitte beachten, die im Text genannte Verwaltung Unterwasserstreitkräfte erlebte am 10.02.2010 eine Metamorphose in der Nord Flotte, wo man alle Atom-Boote und ihre Verbände in den Rotbanner Unterwasserstreitkräften der Atom-U-Boote zusammenfaßte. Dafür wurde die 11. und 12. Eskadra aufgelöst.
Grüße aus Braunschweig
hillus
Danke Jochen- da wartet man gerne :MG: Bitte mal noch die Übersetzung von UTS ( techn. Schule ? )
Gruß - Achim - Trimmer
Hallo Achim,
na zuviel versprochen? ich glaube, das ist hierzulande, zumindest wer das Buch von Axel und mir nicht im Besitz hat, nicht bekannt. Gerne reiche ich Dir den Terminus UTS nach!
UTS=УTC=yчeбнo тpeниpoвoчнoe cyднo=utschebno trenirowotschnoje sudno=deutsch Schulboot, Schulschiff
UTS=УTC=yчeбнaя тpeниpoвoчнaя cтaнция=utschebnaja trenirowotschnaja stanzija= deutsch stationäres Schulboot
In der Anwendung auf den Text ist die 2. Variante zu gebrauchen. Du siehst, ein Begriff, zwei Möglichkeiten!
Viele Grüße
Jochen
Jochen - ist wirklich auch so wie Du schreibst. Gerade das Gebiet sowj. Flotte war ja immer mit einem " Schleier " über zogen und ist es auch teilweise noch. Kommt dazu das es in der DDR sowieso ein Tabu -Gebiet war.
Also wenn ich darum bitten dürfte - weiter machen - ich glaube auf Eure Beiträge schauen manche "Mitleser " neidvoll
Gruß - Achim-Trimmer
Hallo Achim,
Dein Kompliment freut mich und natürlich all meine anderen im Russischen zu Hause seienden Mitstreiter.
Übrigens, ich hatte bei der Nummer 3 - N-24 - den Kommandanten nachgetragen, den hatte ich glatt unterschlagen.
In Frische!
Jochen
Hallo Jochen .... Zitat von Achim: Gerade das Gebiet sowj. Flotte war ja immer mit einem " Schleier " über zogen und ist es auch teilweise noch. Kommt dazu das es in der DDR sowieso ein Tabu -Gebiet war.
In dem Buch"Der Tod auf allen Meeren"Militärverlag 1970-ist zwar der Kommandant von U 1064 FKptn.Schneidewind angegeben-a.D.Mai 1945 ausgeliefert und versenkt.Aber das es in der UdSSR weiter gefahren ist wird hier nicht erwähnt.Wie es Achim schon feststellte war es ein Tabu-Gebiet.
Hallo,
in der Tat kann ich eine Auswahl von Fotos zur Bergung U 345 anbieten:
- Taucher werden auf dem Hebeschiff angezogen
- Hebezylinder wird gelascht
- das geborgene Boot vor der Hohen Düne
- vorderer Wintergarten
- Erste Sicherung am Turmluk
- Bergungsflotte am aufgeschwommenen U 345 mit UNDINE an Steuerbord vorm Bug, an Bb steht das Taucherschiff LUMME
Schönes Wochenende - REINHARD
Guten Abend Reinhard,
das waren wieder echt gute Fotos, wo anders als hier kannst Du Sie präsentieren, obwohl ich letztens in einer Ausgabe von GANGUT Fotos von Dir entdeckte. Danke top top top
Schönes Wochenende
Jochen
Entschuldigung, es waren Fotos in MORSKAYA KAMPANYA zum Zerstörertyp 30K!
Hallo Jochen da hast du ja wieder "Goldstaub"bekommen nur mit Schrift dazwischen :-)
Also mit dem Turm auf Bild Uo345o1894DmoJPGx.jpg kann ich mal so gar nichts anfangen. Ich dachte ich kenne alle Turmumbauten der VII C Boote, doch so einen Turm habe ich noch nicht gesehen. Passt nicht zum UFlak Turmumbau (hatte dieses Boot doch sowieso nie?) wegen der Form und dem hochgezogenen Schanzkleid... und überhaupt!
Vielleicht hatte ich ja auch einen Whiskey zu viel, aber könnte mich mal bitte jemand aufklären?
Gruß und Danke.. und gute Nacht!
Sebastian
Hallo Sebastian,
im zweiten Band von E. Rösslers "Die Geschichte des deutschen Ubootbaus" von 1987 ist auf Seite 321 ein Riss dieses Turmumbaus zu finden. Die gleiche Zeichnung ist auch im dritten Band des Gröner von 1985 vorhanden. Als Benennung wird jeweils der Turmumbau V angegeben.
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Moin aus Braunschweig,
jetzt kommt das 4. Boot - N-25 -. Wieder meinen Dank an alle Fleißigen!
N-25
Typ VIIC/41 deutsch U 1305
letzter deutscher Kommandant: Helmuth Christiansen bis 10.05.1945
29.05.1945 Übernahme in Loch Ryan in Schottland von den Alliierten
05.11.1945 zum Bestand der SKF und dann der Baltischen Flotte
13.02.1946 taktische Nummer N-25
15.02.1946 Übernahme durch sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
25.02.1946 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der Nord Baltischen Flotte
01.1947 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
09.06.1949 neue taktische Nummer S-84 (S=сpeдный=deutsch mittleres U-Boot)
03.1951 zur 156. Brigade der 17. Division der 8. Flotte (Ostsee)
04.1955 zur Sonderabteilung Versuchs-U-Boote der 241. Brigade Versuchsschiffe der Weißmeer Flottenbasis
09.1955 bei Atomwaffenversuchen mit dem Torpedo T-V in der Tschernyj Bucht in Überwasserlage bei einer Entfernung von 1800 Meter vom Epizentrum schwer beschädigt, trotzdem Weiterverwendung
30.12.1955 Demontage der Bewaffnung und weitere Nutzung als Versuchsboot
1955 bis 1956 Reparatur und Wiederherstellung für neue Versuche
10.1957 bei neuen Unterwasser-Atomwaffenversuchen im Gebiet von Nowaja Semlja gesunken
Bekannt gewordene Kommandanten:
KL Chomjakow, Maxim Ignatjewitsch (03.1946 bis 08.1946)
KK Balin, Nikolaj Iwanowitsch (08.1946 bis 08.1948) (die Historiker ordnen N.I. Balin auch N-23 zu!)
KK Jewdokimow, Wasilij Andrejewitsch (...1955 bis ...1956)
Hinweis: Bei S-81 ex U 1057 unterlief mir ein kleiner Fehler. Beim Datum 04.1955 muss es richtig heißen:
04.1955 zur Sonderabteilung Versuchs-U-Boote der 241. Brigade Versuchsschiffe der Weißmeer Flottenbasis
Ich werde es dort noch ändern!
Aus dem sonnigen Braunschweig grüßt
hillus
Hallo Jochen - ist also lt. Wiki U-1231 als N 25 in der sowj. Marine falsch :?
Gruß - Achim - Trimmer
Hall Schorsch,
vielen Dank für die Soforthilfe top Gefunden!
Aus welchen Gründen auch immer bin ich irgendwie davon ausgegangen dass solche Experimente dann recht schnell wieder zurückgebaut wurden.
Scheinbar lag ich damit falsch :wink:
Gruß
Sebastian
Moin Achim,
das Wiki lege mal beiseite und ändere den Text bei Dir. :MG:
Also, ein Teil der Boote war ja zunächst in britischer Hand, was ich im Thread weggelassen habe, weil es um den Verbleib in der Sowjetunion ging.
U 1231 war zunächst britisch N-25!!! Nach der Übergabe an die Sowjetunion lt. WEU-Abkommen dann in N-26 geändert. Aber N-26 kommt ja noch und ich werde wohl die ex britischen Pennant Numbers mit einfügen.
Gruß
Jochen
Na Jochen - mache ich doch glatt - danke - ich war ebend doch nur leicht verblüfft aber bei solchen Lehrern wie Du :-D Ich denke da wird es wohl noch oft zu Unstimmigkeiten kommen
Gruß - Achim - Trimmer
Hallo Sebastian,
Zitat von: JotDora am 25 Februar 2012, 12:33:10
Aus welchen Gründen auch immer bin ich irgendwie davon ausgegangen dass solche Experimente dann recht schnell wieder zurückgebaut wurden.
Scheinbar lag ich damit falsch :wink:
...so richtig lange ist U 345 ja auch nicht mit dem Turmumbau V herumgefahren (Indienststellung am 04.05.1943, Beschluss zur Erprobung des Turmumbaus auf U 345 und U 362 mit zusätzlichen Flakpodest am 14.08.1943, schwere Beschädigung des Bootes während Restarbeiten in Kiel am 13.12.1943 mit anschließender Außerdienststellung am 23.12.1943). U 362 machte gerade eine Feindfahrt mit dem Turmumbau V, ehe der Rückbau zum Turmumbau IV erfolgte. U 673 kam auf gerade zwei Feindfahrten, bis man das vordere Flakpodest des dort installierten Turmumbaus VI wieder entfernte. Für U 973, ebenfalls mit Turmumbau VI, liegen mir keine Daten vor.
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Hallo,
ein interessantes Thema, vielen Dank an die Aktiven für die guten und belastbaren Infos und Bilder top :MG:
Die ersten vier Boote habe ich in einer Tabelle zusammengefaßt (und auch meine Daten auf dem PC gleich neu sortiert ... :-D ... )
[tabular type=2]
[row][head] [/head] [head]Typ[/head] [head]dt.[/head] [head]brit.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]russ.[/head] [/row]
[row][data]N-22[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1057[/data] [data][/data] [data]S-81[/data] [data][/data] [data][/data] [/row]
[row][data]N-23[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1058[/data] [data][/data] [data]S-82[/data] [data]PZS-23[/data][data][/data] [/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]N-24[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1064[/data] [data][/data] [data]S-83[/data] [data]PZS-33[/data] [data]UTS-49[/data][/row]
[row][data]N-25[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1305[/data] [data][/data] [data]S-84[/data] [data][/data] [data][/data][/row]
[/tabular]
Neben den "N"-Booten waren auch weitere deutsche U-Boote im Bestand der sowjetischen Marine, auch wenn nur sehr kurz. Ich denke hierbei an T-16 (ex. U-9), weitere Schwarzmeerboote und TS-14 (ex. U-250).
Zu den Daten ergänzend einige (leider nur wenige) links zu Bildern der Boote nach 1945
- N-23 und N-31 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n31.jpg)
- N-25 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n25.jpg)
- Bilder unten: die Atomversuche von Novaya Zemlya. Hier ist die Zuordnung noch nicht ganz klar: N-22 (S-81) oder N-25 (S-84)?; Q: Slg. OLPE
Grüsse
OLPE
Hallo lieber Olaf,
in die Schwarzmeer Flotte schauen wir wohl noch rein. Da geht es ja auch um die Rumänen und Italiener!. Über U-250=TS -16 war schon im Thread "Acht U-Boote nach Mai 1945 von Stapel ?" Aber Du hast ja als Primärliteratur unser Buch!
Danke für den "Goldstaub". Ich habe die Fotos leider nicht bei mir gefunden. Das Alter!!!
Zum Glück hat Wolfsburg verloren! Magath soll nach Hause fahren!! Dann lieber Eintracht Braunschweig, wir haben eh mehr Zuschauer!!!
Schönes Wochenende
Jochen
Bin gerade bei der Fertigstellung U-Boote der Nord Flotte!
Hallo Olaf - top wenn Du mit der Tabelle fertig bist - oder sein solltest klaue ich sie :-D besser gehts ja kaum
Gruß - Achim - Trimmer
Jochen sieh Dir mal Hertha an :/T(
Hallo,
Olpe bei Dir im ersten link nicht N-23 und N-25:
links U 4 und rechts U 10 am Kai. Aufnahme bei Erbeutung in Danzig.
Beide heute meines Wissens auf dem U-Bootfriedhof in der Putziger Wiek
Längseits an U 4 eines der eher seltenen Fl.C-Boote: Fl.C 925, ein Schwesterboote dazu zwischen den U-Booten im Hintergrund.
REINHARD
Zitat von: SchlPr11 am 25 Februar 2012, 19:35:26
... bei Dir im ersten link nicht N-23 und N-25: links U 4 und rechts U 10 am Kai. Aufnahme bei Erbeutung in Danzig.
Hallo Reinhard,
vielen Dank für den Korrekturhinweis ... habe oben ein anderes Bild eingestellt (link) ...
Grüsse
OLPE
Zitat von: Trimmer am 25 Februar 2012, 19:05:33
Hallo Olaf - top wenn Du mit der Tabelle fertig bist - oder sein solltest klaue ich sie :-D besser gehts ja kaum
Hallo Achim,
... ich werde sie peu-à-peu ergänzen ... :-) ... und einstellen ...
Grüsse
OLPE
Hallo.
Zwei Fotografien.
Schöne Grüße
Alex
Alex - top wenn mich meine Russisch-Kenntnisse nicht ganz verlassen haben - russisches H = deutsches N also dann N-31
Gruß - Achim-Trimmer
Moin,
jetzt kommt das 5. Boot - N-26 - und wiederrum haben viele mitgemacht.
Vor meinen neuen Daten kurz ein Hinweis. Auf Grund einiger Hinweise, Anfragen und neuem Datenfluß habe ich die ersten vier Boote N-22, N-23, N-24 und N-25 ergänzt. Kalli war so nett und wird diese Änderungen entsprechend bei den jeweiligen Booten eintragen.
N-26
Typ IXC/40 deutsch U 1231
- letzter deutscher Kommandant: Helmut Wicke bis 14.05.1945
- 14.05.1945 in Loch Foyle von den Alliierten mit der britischen Nummer N-25 übernommen
- 05.11.1945 zum Bestand der SKF und BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-26
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
- 21.02.1946 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der Nord Baltischen Flotte
- 01.1947 zur 4. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
- 09.06.1949 neue taktische Nummer B-26
- Sommer 1949 Zielboot für Linienschiff OKTYABRSKAYA REVOLUTSIYA und Kreuzer KIROV
- ...1949 zur 1. Abteilung der 1. Rotbanner Brigade der 4. Flotte
- 03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbanner Division der 4. Flotte
- 17.08.1953 außer Dienst gestellt, Umbildung zum schwimmenden Ausbildungskabinett zur Gefechtsausbildung KBP-33
- 04.01.1956 mit der Brigade Übernahme in die Baltische Flotte
- 03.1956 zur 158. Brigade der 27. Rotbanner Division der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen Flotte
- 27.12.1956 Umbildung zum UTS-23
- 13.01.1968 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und zur Verwertung freigegeben
- 01.10.1968 Auflösung der sowjetischen Besatzung
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
KK Jegorow, G.M. (21.02.1946 bis 03.02.1950)
Danke für Euer Verständnis!
Grüße aus Braunschweig
hillus
Moin zur frühen Stunde,
jetzt kommt das 6. Boot - N-27 - vom Typ XXI, der ja historisch und militärtechnisch einige Spuren in den ihm folgenden U-Boot-Generationen hinterlassen hat.
N-27
Typ XXI deutsch U 3515
- letzter deutscher Kommandant: Fedor Kuscher bis 08.05.1945
- 19.05.1945 in Loch Ryan eintreffend von Horten (Norwegen), als N-30 Übergabe an Großbritannien
- 05.11.1945 mit englicher Besatzung eintreffend in Liepaja (deutdch Libau) und i. D. der SKF, zum Bestand der BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-27
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Süd Baltischen Flotte
- 25.02.1946 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der Süd Baltischen Flotte, Stützpunkt Liepaja.
- 01.1947 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der 4. Flotte
- 12.01.1949 Klassifizierung als großes U-Boot
- 09.06.1949 taktische Nummer B-27
- 03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der 4. Flotte
- 04.01.1956 mit der Brigade Übernahme in die Baltische Flotte
- 10.06.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umwandlung in ein Blockschiff
- 19.09.1955 Name BSH-28 (deutsch - Blockschiff 28)
- 03.1956 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen Flotte
- 09.01.1957 Umwandlung in ein UTS und Name UTS-3
- 01.09.1972 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
- 05.02.1973 zur Verwertung für eine zukünftige Verschrottung freigegeben
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
KK Konowalow, Wladimir Konstantinowitsch (05.1946 bis 31.10.1947)
Grüße aus Braunschweig
hillus
Moin zum Mittag,
jetzt kommt das 7. Boot - N-28 - vom Typ XXI, von dem vier Boote bei der sowjetischen Sekriegsflotte in den aktiven Dienst übernommen wurden.
N-28
Typ XXI deutsch U 2529
- letzter deutscher Kommandant: Fritz Kallipke bis 08.05.1945
- 03.06.1945 in Loch Eribol aus Kristiansand (Norwegen) eintreffend
- 07.06.1945 eintreffend in Lisahally als N-27 Übergabe an Großbritannien
- 05.11.1945 mit englischer Besatzung eintreffend in Liepaja (deutsch Libau) und i. D. der SKF, zum Bestand
der BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-28
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Süd Baltischen Flotte
- 25.02.1946 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der Süd Baltischen Flotte, Stützpunkt Liepaja
- 01.1947 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der 4. Flotte
- 12.01.1949 Klassifizierung als großes U-Boot
- 09.06.1949 taktische Nummer B-28
- 03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der 4. Flotte
- 04.01.1956 mit der Brigade Übernahme in die Baltische Flotte
- 29.12.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umwandlung in eine stationäre
Batterieladestation
- 18.01.1956 Name PZS-34
- 03.1956 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen
Flotte
- 25.03.1958 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen zur Verwertung für eine zukünftige Verschrottung
freigegeben
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
KK Wetschinkin, Pawel Petrowitsch (09.03.1946 bis 20.09.1946) und (31.10.1946 bis 24.04.1948)
KK Bogorad, Samuil Nachmanowitsch (24.04.1948 bis 02.1950)
KK Petelin Alexander Iwanowitsch (03.1950 bis 12.1952)
Grüße aus Braunschweig
hillus
Hallo Jochen,
Kleiner Motivationsschub, danke für die vielen Infos. :O/Y
MfG
Frank
Hallo Frank,
bei solch einem Motivationsschub werde ich mich gleich an das nächste Boot heranmachen! Habe schon alles zusammen, muss nur noch alles prüfen!
Gruß
Jochen
Moin,
jetzt kommt das 8. Boot - N-29 -!
N-29
Typ XXI deutsch U 3035
- letzter deutscher Kommandant: Ernst-August Gerke bis 08.05.1945
- 01.06.1945 in Loch Ryan aus dem Stavanger Fjord (Norwegen) eintreffend und Übergabe als N-28 an
Großbritannien
- 05.11.1945 mit englischer Besatzung eintreffend in Liepaja (deutsch Libau) und i. D. der SKF, zum Bestand
der BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-29
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Süd Baltischen Flotte
- 25.02.1946 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der Süd Baltischen Flotte, Stützpunkt Liepaja
- 01.1947 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der 4. Flotte
- 1946 bis 1948 unterzieht das Zentrale Forschungsinstitut für Kriegsschiffbau (russisch ЦНИИ - deutsch ZNII)
N-29 umfassenden Testserien, in dessen Ergebnis entscheidende Merkmale beim Bau von dieselelektrischen
U-Booten der ersten Nachkriegsgeneration angewendet wurden.
- 12.01.1949 Klassifizierung als großes U-Boot
- 09.06.1949 taktische Nummer B-29
- 30.04.1950 Havarie bei Versuchen mit dem neuem Tiefenstabilisierungsgerät MEDUSA.
Was war geschehen: Das Boot war ohne eingeschalteter MEDUSA in See. Für den nächsten Tauchvorgang
war N-29 schon bis zum Segel getaucht, um Luft zu sparen. Der Druck für die Tauchlage war noch nicht 100% und
der Kommandant sowie ein Signalgast wollten noch auf die Brücke hochsteigen. In diesem Moment merkte der
Kommandant, wie das Boot weiter eintauchte und beide Personen begaben sich eiligst wieder in die Zentrale. Aber
es kam trotzdem zum Wassereinbruch und das Wasser lief in die Dieselmotorenabteilung. Dort wurde der
Wassereinbruch zu spät bemerkt und das Boot sank auf eineTiefe von 80 Meter. Die Zeit war zu kurz, um die
Dieselabgasventile zu schließen. Die 5. und 6. Abteilung liefen voll, bevor die wasserdichten Schotten geschlossen
werden konnten. Es entstand eine Hecklastigkeit, wodurch das Sinken beschleunigt wurde. In der Luftblase der
überschwemmten Abteilungen befanden sich noch 12 Seeleute. Es gelang den dort befindlichen Maschinisten zu den
Ventilen der Nottrockenlegung zu gelangen. Nach drei Stunden war das Wasser herausgepumpt. N-29 konnte
wieder auftauchen, auch mit Hilfe von abgelassenem Dieselöl. Es gab keine Verluste.
- 03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der 4. Flotte
- 04.01.1956 mit der Brigade Übernahme in die Baltische Flotte
- 29.12.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umwandlung in eine stationäre
Batterieladestation
- 18.01.1956 Name PZS-31
- 03.1956 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen
Flotte
- 25.03.1958 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen zur Verwertung für eine zukünftige Verschrottung
freigegeben
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
KK Arwanow, Sarmair Mamikonowitsch (03.1946 bis 20.09.1946) und (31.10.1946 bis 06.1951)
KK Wetschinkin, Pawel Petrowitsch (20.09.1946 bis 31.10.1946)
Grüße aus Braunschweig
hillus
Moin,
die deutschen Beute-U-Boote an die Sowjetunion im Bereich der Ostsee gehen dem Ende entgegen. Nur noch zwei Boote sind abzuarbeiten.
jetzt kommt das 9. Boot - N-30 -!
N-30
Typ XXI deutsch U 3041
- letzter deutscher Kommandant: Hans Hornkohl bis 08.05.1945
- 29.05.1945 in Loch Ryan aus Horten (Norwegen) eintreffend und Übergabe als N-29 an Großbritannien
- 05.11.1945 mit englischer Besatzung eintreffend in Liepaja (deutsch Libau) und i. D. der SKF, zum Bestand der BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-29
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Süd Baltischen Flotte
- 25.02.1946 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der Süd Baltischen Flotte, Stützpunkt Liepaja
- 01.1947 zur 1. Abteilung der 1. Rotbannerbrigade der 4. Flotte
- 12.01.1949 Klassifizierung als großes U-Boot
- 09.06.1949 taktische Nummer B-29
- 03.1951 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der 4. Flotte
- 29.12.1955 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umwandlung in eine stationäre
Batterieladestation
- 04.01.1956 mit der Brigade Übernahme in die Baltische Flotte
- 18.01.1956 Name PZS-35
- 03.1956 zur 158. Brigade der 27. Rotbannerdivision der Verwaltung Unterwasserstreitkräfte der Baltischen
Flotte
- 02.07.1958 Klassifizierung als Versuchs-U-Boot (OPL) mit der taktischen Nummer B-100
OПЛ=oпытoвaя пoдвoднaя лoдкa=OPL=Versuchs-U-Boot
- 25.09.1959 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
- 30.11.1959 zur Verwertung für eine zukünftige Verschrottung freigegeben
freigegeben
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
FK Barbitow, Konstantin Wiktorowitsch (21.03.1947 bis 12.12.1947)
FK Isaj, Grigorij Gawrilowitsch (12.1947 bis 10.1950)
Grüße aus Braunschweig
hillus
Auch von mir einen Dank für die vielen Infos! top
Moin,
nun kommt das letzte deutsche Beute-U-Boot, das an die Sowjetunion im Bereich der Ostsee gegangen ist, das 10. Boot - N-31 -!
N-31
Typ XXIII deutsch U 2353
- letzter deutscher Kommandant: Jürgen Hillmann bis 08.05.1945
- 29.05.1945 in Loch Ryan aus Christiansand (Norwegen) eintreffend und Übergabe als N-37 an Großbritannien
- 05.11.1945 mit englischer Besatzung eintreffend in Liepaja (deutsch Libau) und i. D. der SKF, zum Bestand der BF
- 13.02.1946 neue taktische Nummer N-31
- 15.02.1946 Übernahme durch die sowjetische Besatzung und in Dienst der Nord Baltischen Flotte
- 25.02.1946 zur 5. Abteilung der 2. Brigade der Nüd Baltischen Flotte, Stützpunkt Ust-Dwinsk
(deutsch Dünamünde)
- 1946 bis 1948 unterzieht das Zentrale Forschungsinstitut für Kriegsschiffbau (russisch ЦНИИ - deutsch ZNII)
N-31 umfassenden Testserien, in dessen Ergebnis entscheidende Merkmale beim Bau von dieselelektrischen
U-Booten der ersten Nachkriegsgeneration angewendet wurden.
- 01.1947 zur 5. Abteilung der 2. Brigade der 8. Flotte
- 12.01.1949 Klassifizierung als kleines U-Boot
- 09.06.1949 taktische Nummer M-31, M steht für M=мaлaя пoдвoднaя лoдкa=kleines U-Boot
- 22.12.1950 außer Dienst gestellt, Demontage der Bewaffnung und Umwandlung in ein Schul-U-Boot
- 01.1951 zur 157. Brigade der 17. Division der 8. Flotte
- 17.03.1952 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und zur Verwertung für eine zukünftige Verschrottung freigegeben
- 16.05.1952 Auflösung der Besatzung
- 1953 bis 1962 als Auflieger in Ust-Dwinsk
- 1963 Verschrottung
bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
derzeit keine Angaben verfügbar
Grüße aus Braunschweig
hillus
Ich schrieb am Anfang von elf Booten. Ich bringe U 250 noch einmal extra als elftes Boot, obwohl es als nicht in Dienst gegangenes ex deutsches U-Boot schon tw. bearbeitet wurde!
Jochen- wie sagte mal einer früher im Fernsehn " Das war Spitze " top
Gruß - Achim-Trimmer
Hallo Achim,
der ist leider schon tot, aber wir machen noch ein bißchen, obwohl meine Generation auch so langsam Abschied nimmt, wie ich von Hans Mehl gelesen habe. Ja, der Kahlschlag geht los!
Noch sind wir nicht soweit und es wird weiter geschafft. Ich habe mir neben U-250 noch vorgenommen, die in sowjetische Hand gelangten deutschen U-Boote im Schwarzen Meer und die ebenfalls in ihre Hände gelangten italienischen und rumänischen U-Boote abzuhandeln. das werden nochmals 15 U-Boote!!! Ich werde aber dabei nicht den Titel des Threads ändern, weil nun doch ein paar andere Marinen dazukommen. Aber zunächst wird wohl Olpe seine Tabelle auf den Stand der Ostsee U-Boote bringen wollen. Feine Sache!
Du siehst also, ein Lob beflügelt, auch ohne Red Bull!!
Sonne aus Braunschweig
Jochen
Hallo Jochen,
vielen Dank für Deine Fleißarbeit.
Falls der Titel wegen der Erweiterungen doch noch geändert werden soll, gib einfach Signal.
...also ich bin dafür, dass wir unseren hillus für die Fleißarbeit zum GA - Großadmiral befördern... :MG:
Ich bestell' schon mal :OuuO: :/BE: :DO/: :OuuO:
Grüße Ronny
Hallo hillus ich stimme den Ronny zu. top top top...darf ich mit am Tisch sitzen :wink:
Hallo Jochen - die ersten 2 Sätze kanst Du vielleicht mal in 40 Jahren schreiben damit ich sie dann auch noch kritisiere :-D So einfach mal vom Acker machen gibt es hier nicht. :MLL:
Gruß - Achim- Trimmer
Hallo hillus,
auch von mir vielen Dank für Deine sehr interessanten Ausarbeitungen.
Vielleicht ist es möglich das Ganze ins HMA eizustellen?
Viele Grüße
Harald
Hallo,
auch von mir ein Dankeschön an Jochen für die Fleißarbeit ... die nunmehr viel Aufklärung und Licht in dieses Thema gebracht hat ... top :MG:
Unten, wie bereits angekündigt, die bisherigen Daten nochmals zusammengefaßt in einer Tabelle:
[tabular type=3]
[row][head] [/head] [head]Typ[/head] [head]dt.[/head] [head]brit.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]russ.[/head] [/row]
[row][data]
N-22[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1057[/data] [data]ohne[/data] [data]N-22[/data] [data]S-81[/data] [data][/data] [data][/data] [/row]
[row][data]
N-23[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1058[/data] [data]ohne[/data] [data]N-23[/data] [data]S-82[/data] [data]PZS-23[/data][data][/data] [/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-24[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1064[/data] [data]ohne[/data] [data]N-24[/data] [data]S-83[/data] [data]PZS-33[/data] [data]UTS-49[/data][/row]
[row][data]
N-25[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1305[/data] [data]ohne[/data] [data]N-25[/data] [data]S-84[/data] [data][/data] [data][/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-26[/data] [data]IXC/40[/data] [data]U-1231[/data] [data]N-25[/data] [data]N-26[/data] [data]B-26[/data] [data]KBP-33[/data] [data]UTS-23[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-27[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3515[/data] [data]N-30[/data] [data]N-27[/data] [data]B-27[/data] [data]BSH-28[/data] [data]UTS-3[/data][/row]
[row][data]
N-28[/data] [data]XXI[/data] [data]U-2529[/data] [data]N-27[/data] [data]N-28[/data] [data]B-28[/data] [data]PZS-34[/data] [data] [/data][/row]
[row][data]
N-29[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3035[/data] [data]N-28[/data] [data]N-29[/data] [data]B-29[/data] [data]PZS-31[/data] [data] [/data][/row]
[row][data]
N-30[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3041[/data] [data]N-29[/data] [data]N-30[/data] [data]B-30[/data] [data]PZS-35[/data] [data]B-100 (OPL)[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-31[/data] [data]XXIII[/data] [data]U-2353[/data] [data]N-37[/data] [data]N-31[/data] [data]M-31[/data] [data][/data] [data][/data][/row]
[/tabular]
Abkürzungen:
- N = нeмeц = nemez = Deutscher (Anmerkung OLPE: auch bekannt unter нeмкa = Deutsche, da U-Boot auf russisch grammatikalisch 'weiblich' ist
- M = маленкий = malenkiy = kleines (U-Boot)
- S = сpeдный = srednyy = mittleres (U-Boot)
- B = большой = bo'lshoy = großes (U-Boot)
- PZS = плaвyчaя зapядoвaя cтaнция = plavuchaya saryadovaya stantsiya = schwimmende Batterieladestation
- BSH = блокшиф = Blokschif = Blockschiff
- UTS = учебно тренировочное судно = uchebno tenirovochnoe sudno = Schulschiff/Schulboot
- KBP = кавинет боевой подготовки = kabinet boevoy podgotovki = Ausbildungskabinett zur Gefechtsausbildung
- OPL = oпытoвaя пoдвoднaя лoдкa = opytovaya podvodnaya lodka = Versuchs-U-Boot
Bilder (neue und bereits gepostete - der Vollständigkeit halber ... das Öffnen der Bilder kann ggf. etwas dauern ... ):
- N-23 & N-31 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n31.jpg)
- N-25 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n25.jpg)
- Bilder unten: die Atomversuche von Novaya Zemlya. Hier ist die Zuordnung noch nicht ganz klar: N-22 (S-81) oder N-25 (S-84)?; Q: Slg. OLPE
- VIIC-Boot (N-... ?) (http://img0.liveinternet.ru/images/attach/c/2//67/60/67060040_IXC.jpg)
- N-26 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n26.jpg)
- UTS-3 (I) (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n27_2.jpg), UTS-3 (II) (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n27.jpg)
- PZS-35 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n30.jpg)
- N-23 & N-31 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n31.jpg), N-31 (http://www.town.ural.ru/ship/photo/n31_1.jpg)
Ich hoffe, dass alle Angaben an der richtigen Stelle stehen ... falls Fehler gefunden werden oder sich weitere Ergänzungen finden lassen, bitte Info :-)
Grüsse
OLPE
Hallo olpe,
N-26 (ex U 1231) war vom Typ IX C/40, nicht IVC/41.
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Hallo Schorsch,
sorry, mein Fehler. Ich hatte bei N-26 das IX"C"/40 vergessen und Olpe hat es dann auch übersehen! Manchmal geht doch was durch, obwohl man immer noch mal Korrektur liest!
Lieber Kalli, bitte nachträglich ändern.
Schönen Abend
hillus
Zitat von: Schorsch am 02 März 2012, 19:31:48
N-26 (ex U 1231) war vom Typ IX C/40, nicht IVC/41.
Hallo @Schorsch,
vielen Dank ... habe es bereits geändert ... im Eifer des Gefechts ist mir das 'Schnitzerchen' nicht aufgefallen ... :-D ... weitere Daten habe ich unterhalb der Tabelle der Vollständigkeit halber ergänzt ...
Grüsse
OLPE
Hallo hillus, hallo olpe,
freut mich, dass ihr mich helfen lasst, etwas Gutes noch ein wenig besser zu machen. Respekt vor eurer Arbeit! top
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Moin bei schönstem Wetter,
da kommt Freude auf. Zunächst meinen Dank für die frohen Worte des Dankes für die bisherige Arbeit. Das Schlimmste ist immer das Schreiben. Da bin ich beim Adlersystem, Buchstaben einkreisen, abstürzen und draufdrücken. Im Klartext sind meine drei Finger ganz schön schnell, aber trotzdem muss der Text rein und das dauert. Ich glaube, wir haben da ein Thema am Wickel, was für viele unbekannt bzw. nur lückenhaft in ihren Archiven schlummert.
Meine morgendliche Arbeit soll nun U-250 gewidmet werden.
TS-14
Typ VIIC ex deutsch U-250
letzter deutscher Kommandant: Werner-Karl Schmidt bis 30.07.1944
- Juli 1944 U-250 auslaufend zum Einsatz in die östliche Ostsse
- 30.07.1944 um 12.42 Uhr Angriff mit T-5 ZAUNKÖNIG Torpedo auf sowjetischen kleinen U-Bootjäger MO-105,
der nach Treffer sinkt. Von der Besatzung konnten 7 Mann gerettet werden, aber 19 Mann ereilte der Seemannstod.
Trotz der Gefahr der Eigenvernichtung blieb U-250 in diesem relativ flachem Teil der Koivisto-Meerenge und das hatte
Folgen. Am Abend wurde U-250 vom sowjetischen Nebellegeboot KM-910 optisch gesichtet, worauf U-250
wegtauchte. Es wurde der sich in der Nähe befindliche kleine U-Jäger MO-103 herbeigerufen, der um 19.10
Uhr den Kontakt zum U-Boot herstellte. Er warf eine Serie von fünf Wasserbomben, die U-250 beschädigte und die
verräterische Ölspur an der Wasseroberfläche zu sehen war. Nach einer Serie von weiteren fünf Wasserbomben sank
schließlich U-250 um 19.25 Uhr in der nördlichen Zufahrt zum Björkö-Sund auf 60°28'N und 28°25'E (deutsche
Koordinaten 60° 27,9'N und 28°24,9'E nach Busch/Röll). Im seichten Wasser von ca. 27 Meter Wassertiefe konnten sich der
Kommandant und fünf Mann der Besatzung retten und gingen in Gefangenschaft. Die restlichen 46 Mann ereilte der
Seemannstod.
Im Ergebnis der Verhöre von Kommandant und Besatzung teilte der deutsche Kommandant Werner-Karl Schmidt den
Sowjets mit, dass sich an Bord die bisher geheimgehaltenen und dem Gegner (auch den Engländern!) unbekannten
zielsuchenden T-5 ZAUNKÖNIG befanden.
- 09.1944 Hebung des mit 14° Neigung auf Grund liegenden U-250 durch den Havarie- und Rettungsdienst der
Baltischen Flotte (ehemals EPRON) mit Hilfe von Pontons. Dabei wurden zum Schutz der Operation vor den starken
finnischen Küstenbatterien und den deutschen Schnellbooten Nebelwände gelegt. (Nach deutschen Angaben war die
Hebung im August 1944 nach Busch/Röll) Einschleppen von U-250 mit Schlepperhilfe und dem Bergungs- und Rettungsschiff
ZITSILYA nach Kronstadt.
- 15.09.1944 Eindockung des Bootes bei den Mechanischen Werken Kronstadt. Feststellung der Wasserbombentreffer
in der Dieseabteilung!
- 26.09.1944 Bergung der toten deutschen U-Bootfahrer
- 10.1944 Sicherstellung der T-5 ZAUNKÖNIG Torpedos durch sowjetische Spezialisten sowie der deutschen
Geheimdokumente
- 20.04.1945 als TS-14 in den Bestand der Seekrigsflotte aufgenommen und Planung der Wiederherstellung
- 20.08.1945 wegen Unmöglichkeit der Wiederherstellung des Bootes auf Grund der schweren Beschädigungen
Torpedos befanden und fehlender Ersatzteile aus der Schiffsliste der SKF gestrichen, ausgeschlachtet und der
Verwertung zugeführt.
- Einfluß des erbeuteten deutschen U-Bootes U-250 auf den sowjetischen U-Bootbau:
Im Jahre 1944 erteilte die Verwaltung Kriegsschiffbau der Seekriegsflotte den Auftrag zur Erarbeitung von zwei
Varianten neuer mittlerer U-Boote. Die 1. Variante bekam die Projektnummer 608 und wurde dem zentralen
Konstruktionsbüro N° 18 zugeordnet und die 2. Variante dem Schiffbauwerk SSZ N° 194 mit der Projektnummer
608-1. Es sollte ein mittleres U-Boot mit 640 bis 660 Tonnen entstehen, was auch für Fernfahrten geeignet war.
Mit der Erbeutung von U-250 ergab sich die Chance, die deutsche Technik, die man eigentlich vom Typ "S" her
kannte, mit all den Neuerungen kennenzulernen. In diesem Sinne erteilte der damalige Oberbefehlshaber der
Seekriegsflotte, Admiral N.G. Kusnezow den Befehl, die gesamten deutschen Erkenntnisse Typs VIIC in dieses Projekt
einfließen zu lassen. Im Ergebnis dessen erteilte die neue Hauptverwaltung Kriegsschiffbau im Januar 1946 den
Auftrag zur Projektierung des 1. Nachkriegsprojektes eines mittleren U-Bootes 613. Daraufhin wurden alle weiteren
Arbeiten am Projekt 608/608-1 eingestellt.
- U-250 hatte auch große Nachwirkungen für den Oberbefehlshaber der sowjetischen Seekriegsflotte Admiral
Nikolaj Gerasimowitsch Kusnezow. Ihm wurde unterstellt, die Geheimakten zum ZAUNKÖNIG-Torpedo leichtfertig den
Alliierten, gemeint war England, zur Verfügung gestellt zu haben. Er wurde der Spionage beschuldigt, obwohl er das
Jawort von Stalin zur Auslieferung der Dokumente und eines Torpedos erhalten hatte. In einem Prozeß wurde er für
schuldig befunden und mit einer Degradierung zum Vizeadmiral seines Postens enthoben. Eine verräterische Rolle
spielte dabei der damalige Politoffizier Vizeadmiral Kulakow, der vehement für eine Schuldigsprechung eintrat. Jetzt
kommt der Fauxpas der Historie. Heute trägt ein UDALOY-Zerstörer der Nord Flotte seinen Namen VITSEADMIRAL
KULAKOV!!!
Bekannt gewordene Kommandanten:
KK Lewizkij, Alexander Alexandrowitsch (12.1944 bis 29.04.1945)
Da ist ja ganz schön was zusammengekommen!
Schönen Samstag
hillus
Hallo Kalli,
danke für die Berichtigung bzw. den Nachtrag von IX"C"/40!
Jochen
Zitat von: hillus am 03 März 2012, 11:37:15
Da ist ja ganz schön was zusammengekommen!
Hallo,
... vielen Dank, Jochen, für die umfangreiche Zusammenstellung des Schicksals von U-250/TS-14 top :MG:
Ergänzend eine Bildserie mit Fotos nach der Bergung.
Es sind auch einige von der Bergung der gefallenen Besatzung des U-Bootes dabei ... harte Bilder des Seekrieges ...
(das Öffnen kann ein wenig dauern ... )
- MO-103 wirft Wasserbomben (http://www.town.ural.ru/ship/photo/mo103.jpg) (gemalt)
- U-250 im Dock I (http://keu-ocr.narod.ru/MO_03/pictures/25.jpg)
- U-250 im Dock II (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_00.jpg)
- U-250 im Dock III (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_1.jpg)
- U-250 im Dock IV (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_8.jpg)
- der Bugbereich (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_4.jpg)
- der Turm I (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_7.jpg)
- der Turm II (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_6.jpg)
- die Beschädigungen (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_2.jpg)
- Bergung von Besatzungsangehörigen I (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_3.jpg)
- Bergung von Besatzungsangehörigen II (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_0.jpg)
- Bergung von Besatzungsangehörigen III (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_5.jpg)
Grüsse
OLPE
Ein Hallo zum Vorabend,
zunächst danke ich Dir Olaf, dass Du wieder eine Fotoserie für U 250 erstellen konntest. Macht richtig Spaß, diese Serie weiterzuführen.
Jetzt geht es in den Bereich der Schwarzmeer Flotte, denn da kamen, wie bekannt, deutsche U-Boote zum Einsatz. Ihre Erfolge waren allerdings weniger groß und ihre Kommandanten haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Zum Bedenken möchte ich aber hinzufügen, dass es ein recht großer Unterschied ist, ob U-Boote in sogennanten Randmeeren bzw. geschlossenen Seegebieten kämpfen müssen und die Frequenz des Schiffsverkehrs anders ist als in den offenen Weltmeeren.
TS-16
Typ IIB ex deutsch U-9
letzter deutscher Kommandant: Heinrich Klapdor bis 20.09.1944
- Frühjahr 1942 Befehl des Oberkommandos der KM zur Überführung von 6 U-Booten in des Schwarze Meer
- bis Mai 1942 U-9 Schulboot bei der 21. U-Flottille in Pillau (heute russisch Baltijsk)
- Überführung nach Kiel zum Leichtern für eine kombinierte Fluß- und Landüberführung nach Konstanza
- Überführung nach Hamburg und Zusammenstellung des Überführungsverbandes der 30. U-Flottille und Verladung auf
Schwimmpontons
- Sommer 1942 von Hamburg elbaufwärts bis Dresden-Uebigau, wo eine Binnenwerft vorhanden war. Mit Slipwagen
aus dem Wasser gezogen und auf Spezialtieflader verfrachtet. Bei einer Geschwindigkeit von 8km/h auf gesperrter
Autobahn bis zur Donaustadt Ingolstadt bei einer Gesamtdistanz von 300 km Landtransport. Dort wieder abgeslipt
und mit 90° umgelegten U-Booten weiter nach Linz, wo die Aufrichtung und ein Teilaufbau erfolgte.
Teilweise mit eigener Kraft bis Galati zur Endmontage
- 28.10.1942 wieder in Dienst gestellt und Überführung nach Konstanza, wo sich der deutsche U-Boot-Stützpunkt
befand. Die Überführung dauerte nur sechs Wochen und es wurde eine Gesamtstrecke von ca. 2500 km
zurückgelegt.
- Ab dem 1. Kriegseinsatz ab 11.11.1942 folgten noch zehn weitere Einsätze bis zum 26.04.1944
- 20.08.1944 in Konstanza bei einem Bombenangriff durch Bombenvolltreffer von PE-2 Bombern des 40.
Fliegerregimentes der Marinefliegerkräfte der Schwarzmeer Flotte versenkt. Keine Verluste, da keine Besatzung an
Bord war.
- 22.10.1944 Bergung von U-9 durch den ASS der Schwarzmeer Flotte (nach Busch/Röll und nach russischen
Angaben erfolgte die Bergung erst Anfang 1945!)
- 03.1945 nach Nikolajew geschleppt und eingedockt, was den sowjetischen Bergungstermin realer erscheinen läßt.
- 19.04.1945 Beginn mit der Instandsetzung für eine spätere Verwendung und Umbenennung in ТС-16 (= russisch
тpoфeйный cpeднaя = deutsch TS=trofejnyj srednjaja=mittleres Beuteschiff) umbenannt und in den Bestand
der Seekriegsflotte
- 10.1945 nach eingehender Überprüfung durch Spezialisten des ZNII der Flotte in den Bestand der Schulboot-
Sonderabteilung der Schwarzmeer Flotte in Sewastopol
- 25.11.1945 auf Grund ständiger Unklarheit des Bootes und keiner Möglichkeit der vollständigen Wiederherstellung
von TS-16 ex U-9 erfolgte die Außerdienststellung
- 12.12.1945 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und zur Verwertung freigegeben
- bis 1947 Verschrottung
Bekannt gewordene Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Ich habe mal bißchen Vorgeschichte mit eingebracht!!
Grüße aus Braunschweig
hillus
Hallo Olaf,
wegen Fotos! Bei town.ural sind zwei schöne Fotos enthalten. Wenn Du diese bei Dir in der Fotodatei hast, was ich glaube, dann wäre dieser Dienst wieder Spitze.
Danke!
Jochen
Zitat von: hillus am 04 März 2012, 17:30:14
... sind zwei schöne Fotos enthalten ....
Hallo,
... hier die Bilder ... bzw. links zu U-9 ... :
- U-9, noch unter deutscher Flagge (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u9_2.jpg)
- U-9, Turm (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u9_4.jpg)
- U-9, Bugbereich (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u9_1.jpg)
- U-9, im Dock (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u9_3.jpg)
Grüsse
OLPE
Moin,
nach U 9 geht es jetzt mit U 18 weiter, dem Zweiten der an die Sowjets im Schwarzen Meer gegangenen deutschen U-Boote.
U 18 (keine Vergabe einer Nummer für ein Beute-U-Boot)
Typ IIB
letzter deutscher Kommandant: Karl Fleige bis 25.08.1944
- ab 01.07.1940 24. U-Flottille in Memel und Heranziehung als Ziel- und Schulboot
- Überführung nach Kiel zum Leichtern für eine kombinierte Fluß- und Landüberführung nach Konstanza
- Überführung nach Hamburg und Zusammenstellung des Überführungsverbandes der 30. U-Flottille gemeinsam mit
U 9, U 19, U 20, U 23 und U 24 und Verladung auf Schwimmpontons
- Sommer 1942 von Hamburg elbaufwärts bis zur Binnenwerft Dresden-Uebigau. Mit Slipwagen aus dem Wasser
gezogen und auf Spezialtieflader umgeladen. Bei einer Geschwindigkeit von 8km/h auf gesperrter
Autobahn bis zur Donaustadt Ingolstadt. Dort wieder abgeslipt und mit 90° umgelegten U-Booten weiter nach
Wien, wo die Aufrichtung und ein Teilaufbau erfolgte. Teilweise mit eigener Kraft bis Galati zur Endmontage und von
dort weiter bis Sulina im Donaudelta. Mittels Schlepperhilfe erfolgte dann die Weiterfahrt zum deutschen U-Boot-
Stützpunkt Konstanz.
- 06.05.1943 der 30. U-Flottille unterstellt mit der Aufgabe, auf den Verbindungswegen des Gegners zu patrouillieren
- 20.08.1944 bei einem Bombenangriff durch Bombenvolltreffer von PE-2 Bombern des 40. Fliegerregimentes der
Marinefliegerkräfte der Schwarzmeer Flotte schwer beschädigt.
- 25.08.1944 wegen der Unmöglichkeit der Erreichung des offenen Meeres befahl der Kommandant von U 18,
das Boot auf der Außenreede auf Position 44°12'N und 28°41'E zu versenken.
- Ende 1944 Hebung durch den ASS der Schwarzmeer Flotte, Langzeitkonservierung und an den Rückwärtigen Dienst
der Schwarzmeer Flotte in Sewastopol zur Aufbewahrung abgegeben
- 07.06.1945 nach Untersuchungen von Spezialisten des ZNII in den Bestand der Seekriegsflotte aufgenommen, aber
keine Wiederherstellung geplant
- 26.05.1947 bei Artillerieschießübungen des sowjetischen U-Bootes M-120 im Gebiet von Sewastopol, unweit
von Balaklawa, so stark zerstört, dass es auf eine Tiefe von 1400 Meter sank. Die Untergangskoordinaten sind
44°20'N und 33°20'E. ( Bei Busch/Röll wird U 18 durch Torpedotreffer versenkt!!! und die Koordinaten mit
43°52'N und 28°41'E angegeben)
- Daraufhin wurde U 18 am 19.06.1945 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen.
Bekannt gewordene Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Schönen Mittag
hillus
Moin,
nach U 9 und U 18 kommt jetzt das letzte deutsche U-Boot der an die Sowjets im Schwarzen Meer gegangenen deutschen U-Boote.
U 24 (keine Vergabe einer Nummer für ein Beute-U-Boot)
Typ IIB
letzter deutscher Kommandant: Dieter Lenzmann bis 25.08.1944
- ab 01.07.1940 21. U-Flottille in Neustadt bei Pillau (heute russisch Baltijsk) und Heranziehung als Ziel- und Schulboot
- Überführung nach Kiel zum Leichtern für eine kombinierte Fluß- und Landüberführung nach Konstanza
- Überführung nach Hamburg und Zusammenstellung des Überführungsverbandes der 30. U-Flottille gemeinsam mit
U 9, U 18, U 19, U 20 und U 23 und Verladung auf Schwimmpontons
- Sommer 1942 von Hamburg elbaufwärts bis zur Binnenwerft Dresden-Uebigau. Mit Slipwagen aus dem Wasser
gezogen und auf Spezialtieflader umgeladen. Bei einer Geschwindigkeit von 8km/h auf gesperrter
Autobahn bis zur Donaustadt Ingolstadt. Dort wieder abgeslipt und mit 90° umgelegten U-Booten weiter nach
Linz, wo die Aufrichtung und ein Teilaufbau erfolgte. Teilweise mit eigener Kraft bis Galati in die Werft
Santierul Naval din Galati zur Endmontage und von dort weiter bis Sulina im Donaudelta. Mittels
Schlepperhilfe erfolgte dann die Weiterfahrt zum deutschen U-Boot-
Stützpunkt Konstanz.
- 01.10.1942 der 30. U-Flottille unterstellt mit der Aufgabe, auf den Verbindungswegen des Gegners zu patrouillieren
- 20.08.1944 bei einem Bombenangriff durch Bombenvolltreffer von PE-2 Bombern des 40. Fliegerregimentes der
Marinefliegerkräfte der Schwarzmeer Flotte schwer beschädigt und nicht mehr kampffähig
- 25.08.1944 wegen der Unmöglichkeit der Erreichung des offenen Meeres befahl der Kommandant von U 24,
das Boot auf der Außenreede auf Position 44°12'N und 28°41'E durch Selbstsprengung zu versenken.
- Frühjahr 1945 Hebung durch den ASS der Schwarzmeer Flotte, Langzeitkonservierung und an den Rückwärtigen
Dienst der Schwarzmeer Flotte in Sewastopol zur Aufbewahrung abgegeben
- 07.06.1945 nach Untersuchungen von Spezialisten des ZNII in den Bestand der Seekriegsflotte aufgenommen, aber
keine Wiederherstellung geplant
- 26.05.1947 bei Torpedoschießübungen des sowjetischen U-Bootes M-120 im Gebiet von Sewastopol, unweit
von Balaklawa, so stark zerstört, dass es auf eine Tiefe von 1400 Meter sank. Die Untergangskoordinaten sind
44°20'N und 33°20'E.
- Daraufhin wurde U 24 am 19.06.1945 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen.
Bekannt gewordene Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Einen schönen Tag!
hillus
P. S. Wo verblieben die restlichen drei IIB-Boote???
- U 19 - 10.09.1944 wegen Unmöglichkeit der Rückführung des Bootes nach Deutschland wird auf Befehl des
Kommandanten, Leutnant zur See Hubert Verpoorten, das Boot an der türkichen Küste nordwestlich von Kilimli (bei
Zonguldak) selbst versenkt.
- U 20 - 10.09.1944 wegen Unmöglichkeit der Rückführung des Bootes nach Deutschland wird auf Befehl des
Kommandanten, Oberleutnant zur See Karl Grafen, das Boot an der türkichen Küste nördlich von Kavasü selbst
versenkt.
- U 23 - 10.09.1944 wegen Unmöglichkeit der Rückführung des Bootes nach Deutschland wird auf Befehl des
Kommandanten, Oberleutnant zur See Rudolf Arendt, das Boot an der türkichen Küste bei Agva (westlich von
Kefken) selbst versenkt.
Die Besatzungen aller drei Boote wurden in der Türkei interniert!!
Hallo,
vielen Dank, Jochen, eine tolle Zusammenstellung der Daten von den in den Bestand der Seekriegsflotte aufgenommenen deutschen U-Booten! top :MG:
[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]dt.[/head] [head]brit.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]russ.[/head] [/row]
[row][data]
N-22[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1057[/data] [data]ohne[/data] [data]N-22[/data] [data]S-81[/data] [data]...[/data] [data]...[/data] [/row]
[row][data]
N-23[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1058[/data] [data]ohne[/data] [data]N-23[/data] [data]S-82[/data] [data]PZS-23[/data][data]...[/data] [/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-24[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1064[/data] [data]ohne[/data] [data]N-24[/data] [data]S-83[/data] [data]PZS-33[/data] [data]UTS-49[/data][/row]
[row][data]
N-25[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1305[/data] [data]ohne[/data] [data]N-25[/data] [data]S-84[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data] [/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-26[/data] [data]IXC/40[/data] [data]U-1231[/data] [data]N-25[/data] [data]N-26[/data] [data]B-26[/data] [data]KBP-33[/data] [data]UTS-23[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-27[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3515[/data] [data]N-30[/data] [data]N-27[/data] [data]B-27[/data] [data]BSH-28[/data] [data]UTS-3[/data][/row]
[row][data]
N-28[/data] [data]XXI[/data] [data]U-2529[/data] [data]N-27[/data] [data]N-28[/data] [data]B-28[/data] [data]PZS-34[/data] [data]... [/data][/row]
[row][data]
N-29[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3035[/data] [data]N-28[/data] [data]N-29[/data] [data]B-29[/data] [data]PZS-31[/data] [data]... [/data][/row]
[row][data]
N-30[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3041[/data] [data]N-29[/data] [data]N-30[/data] [data]B-30[/data] [data]PZS-35[/data] [data]B-100 (OPL)[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-31[/data] [data]XXIII[/data] [data]U-2353[/data] [data]N-37[/data] [data]N-31[/data] [data]M-31[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[/tabular]
[tabular type=3]
[row][data]
TS-14[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-250[/data] [data]...[/data] [data] TS-14 [/data] [data]...[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
TS-16[/data] [data]IIB[/data] [data]U-9[/data] [data]...[/data] [data] TS-16 [/data] [data]...[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[row][data]
...[/data] [data]IIB[/data] [data]U-18[/data] [data]...[/data] [data] ... [/data] [data]...[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[row][data]
...[/data] [data]IIB[/data] [data]U-24[/data] [data]...[/data] [data] ... [/data] [data]...[/data] [data]...[/data] [data]...[/data][/row]
[/tabular]
Ein Bild von U-18:
- M-120 und U-18, Mai 1947, Schwarzes Meer (http://www.submarines.narod.ru/Fotos/T0201vi.jpg)
Es hält sich ein Gerücht bzw. eine Anekdote: den Kommandanten der sich an der türkischen Küste selbstversenkten Boote U-19, U-20 und U-23 sollen die türkischen Behörden angeboten haben, ihre U-Boote doch besser an die Türkei zu verkaufen (!) ... man lehnte entrüstet ab ... Staatseigentum des Reiches ... verkauft man doch nicht ... trotz eines in Aussicht gestellen netten und süßen Lebens in der Türkei bis Kriegsende ... Die strammen Krieger lehnten ab und schickten die Boote zum Meeresgrund ... Was mag an der Story wahr sein und was nicht ... ? :O/Y
Grüsse
OLPE
Moin,
ich lege mit dem Anfang der rumänischen U-Boote nach, die als Beute-U-Boote an die Sowjetunion gingen. Eigentlich gehören sie nicht zu den deutschen U-Booten, aber zumindest war Rumänien zu Kriegsbeginn ein Bündnispartner Deutschlands. Ich werde versuchen, wie bei den deutschen Schwarzmeer-U-Booten, etwas mehr "Fleisch" um den eigentlichen Fakt zu schreiben, damit auch diejenigen Leser zur Geschichte des jeweiligen U-Bootes kommen, die nicht so mit der Materie vertraut sind.
TS-3
ex rumänisch DELFINUL
Typ DELFINUL (Spekulationsbau von italienischer Werft)
Letzter rumänischer Kommandt: Corneliu Lungu (05.1942–07.1942)
- auf Stapel bei italienischer Werft Cantieri Navali del Quarnaro
- 22.06.1930 Stapellauf
- 1931 in Dienst der italienischen Marine
- April 1936 von Rumänien gekauft
- 05.05.1936 in Dienst der königlichen Marine Rumäniens
- 22.06.1941 Bildung der U-Boots- und Torpedobootsgruppe (Grup Submarine si Vedete Torpiloare) der rumänischen
königlichen Marine
- ab 22.06.1941 erster Kriegseinsatz von DELFINUL
- bis zur Generalüberholung ab Juli 1942 noch acht Kriegseinsätze
- 11.1942 Dockung bei der Werft Santierul Naval din Galati (hier wurden auch die dt. IIB-U-Boote wieder remontiert!)
- 1943 zurück in den Bestand der U-Boote der Escadra Submarine der rumänischen königlichen Marine
- 27.08.1944 von Teilen der vorrückenden sowjetischen Truppen und Booten der sowjetischen Donau-Flottille in einem
nicht gefechtsfähigenm Zustand in Sulina erbeutet
- 05.09.1944 zum Bestand der sowjetischen Seekriegsflotte
- 10.09.1944 taktische Nummer TS-3 (Das Datum wird auch mit dem 20.09.1944 angegeben.)
- 14.09.1944 in Dienst der Schwarzmeer Flotte bei der 1. Abteilung der 1. U-Bootsbrigade
- 10.1944 nach Balaklawa geschleppt
- 12.10.1945 wegen Nichtverwendbarkeit in der sowjetischen Seekriegsflotte an Rumänien zurückgegeben, wieder
alter Name DELFINUL und aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
- 1957 aus der Schiffsliste der Seestreitkräfte Rumäniens gestrichen
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
KK Malyschew, Nikolaj Iwanowitsch (14.09.1944-1946)
Bis zum nächsten rumänischen U-Boot grüßt
hillus
Moin,
auf zur nächsten Runde mit dem rumänischen U-Boot RECHINUL.
N-39 ex TS-1
Typ RECHINUL ex rumänisch RECHINUL
Letzter rumänischer Kommandant: Corneliu Lungu bis 09.1944
- 1938auf Stapel bei der rumänischen Werft Santierul Naval din Galati
- 04.05.1941 Stapellauf mit der taktischen Nummer S-1, später dann RECHINUL
- 09.05.1943 in Dienst bei der 1. Abteilung der Eskadra Submarine der rumänischen königlichen Marine
- 04.1944 letzte Tests beendet und in Dienst der rumänischen königlichen Marine
- 20.04.1944 bis 15.05.1944 erster Kampfeinsatz
- 15.06.1944 bis 29.07.1944 zweiter Kampfeinsatz
- 29.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz erbeutet
- 05.09.1944 in den Bestand der sowjetischen Seekriegsflotte übernommen
- 10.09.1944 taktische Nummer TS-1
- 14.09.1944 in Dienst der Schwarzmeer Flotte bei der 1. Abteilung der 1. U-Bootsbrigade
- 18.10.1944 Überführung nach Poti
- 04.08.1947 Umbenennung in die neue taktische Nummer N-39
- 12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
- 16.06.1949 neue taktische Nummer S-39
- 16.06.1951 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und Rückgabe an Rumänien mit dem alten Namen RECHINUL
- 1959 aus der Schiffsliste der Seestreitkräfte Rumäniens gestrichen
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
FK Kulikow, Grigorij Michajlowitsch (27.11.1944 bis 02.11.1945)
FK Gorbatowskij, Stepan Petrowitsch (21.11.1947 bis 14.12.1950)
Hinweis: Die Entschlüsselung der Bezeichnung der Kennung N-39, vor allem des Buchstaben "N", ist mir bisher noch nicht 100%-ig gelungen! Es wird wohl so sein, dass mit dem Tag des rumänischen Waffenstillstandes am 23.08.1944 und der Übernahme des Bootes durch die Kriegsmarine RECHINUL als deutsches U-Boot in sowjetische Hände geriet. Das sollte zu 98% so stimmen!!! Wenn ich mich irre, bitte Berichtigung!!!
Die Schreibweise ist auch mit REQUINUL angegeben.
Grüße aus Braunschweig
hillus
Zu später Stunde,
Fußball ist vorbei und Hannover hat in Lüttich unentschieden gespielt. Das versetzte mich in gute Laune und so lege ich gleich noch das rumänische Boot MARSUINUL nach, dem Schwesterboot von RECHINUL.
N-40 ex TS-2
Typ RECHINUL ex rumänisch S-2 MARSUINUL
Letzter rumänischer Kommandant: Grigore Ciolac bis 09.1944
- 1938 auf Stapel bei der rumänischen Werft Santierul Naval din Galati
- 25.05.1941 Stapellauf mit der taktischen Nummer S-2, später dann MARSUINUL
- 09.1943 in Dienst bei der 1. Abteilung der Eskadra Submarine der rumänischen königlichen Marine
- 04.1944 letzte Tests beendet und in Dienst der rumänischen königlichen Marine
- 10.05.1944 bis 27.05.1944 erster und einziger Kampfeinsatz
- 29.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz erbeutet
- 05.09.1944 in den Bestand der sowjetischen Seekriegsflotte übernommen
- 10.09.1944 taktische Nummer TS-1
- 14.09.1944 in Dienst der Schwarzmeer Flotte bei der 1. Abteilung der 1. U-Bootsbrigade
- 15.10.1944 Überführung nach Poti zum Austausch der Batterien
- 20.02.1945 infolge Torpedoexplosion im Hafen von Poti untergegangen. 14 Tote
- 28.02.1945 vom ASS der Schwarzmeer Flotte gehoben, nach Sewastopol geschleppt und Vorbereitung zur
Havarieinstandsetzung
- 04.08.1947 taktische Nummer N-40
- 12.01.1949 Klassifizierung als mittleres U-Boot
- 16.06.1949 neue taktische Nummer S-40
- 28.11.1950 wegen Unmöglichkeit der Wiederherstellung von S-40 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen
- 08.12.1950 zur Verwertung freigegeben
- nach 1951 Verschrottung
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
FK Kulikow, Grigorij Michajlowitsch (14.09.1944 bis 27.11.1944)
FK Alinowskij, A.S. (27.11.1947 bis 20.02.1945) Bei der Torpedoexplosion umgekommen!
KK Malyschew, Nikolaj Iwanowitsch (...1946 bis 01.1948)
KK Kasatkin, Alexander Petrowitsch (01.1948 bis ...1948)
Für heute Schluß!
hillus
Hallo,
hier wiederum die Zusammenfassung der Daten auf der Basis der Recherchen von Jochen top :MG::
Deutsche U-Boote im Bestand:[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]dt.[/head] [head]brit.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]russ.[/head] [/row]
[row][data]
N-22[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1057[/data] [data]---[/data] [data]N-22[/data] [data]S-81[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [/row]
[row][data]
N-23[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1058[/data] [data]---[/data] [data]N-23[/data] [data]S-82[/data] [data]PZS-23[/data][data]---[/data] [/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-24[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1064[/data] [data]---[/data] [data]N-24[/data] [data]S-83[/data] [data]PZS-33[/data] [data]UTS-49[/data][/row]
[row][data]
N-25[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1305[/data] [data]---[/data] [data]N-25[/data] [data]S-84[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data] [/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-26[/data] [data]IXC/40[/data] [data]U-1231[/data] [data]N-25[/data] [data]N-26[/data] [data]B-26[/data] [data]KBP-33[/data] [data]UTS-23[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-27[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3515[/data] [data]N-30[/data] [data]N-27[/data] [data]B-27[/data] [data]BSH-28[/data] [data]UTS-3[/data][/row]
[row][data]
N-28[/data] [data]XXI[/data] [data]U-2529[/data] [data]N-27[/data] [data]N-28[/data] [data]B-28[/data] [data]PZS-34[/data] [data]--- [/data][/row]
[row][data]
N-29[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3035[/data] [data]N-28[/data] [data]N-29[/data] [data]B-29[/data] [data]PZS-31[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
N-30[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3041[/data] [data]N-29[/data] [data]N-30[/data] [data]B-30[/data] [data]PZS-35[/data] [data]B-100 (OPL)[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
N-31[/data] [data]XXIII[/data] [data]U-2353[/data] [data]N-37[/data] [data]N-31[/data] [data]M-31[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
[tabular type=3]
[row][data]
TS-14[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-250[/data] [data]---[/data] [data] TS-14 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
TS-16[/data] [data]IIB[/data] [data]U-9[/data] [data]---[/data] [data] TS-16 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
---[/data] [data]IIB[/data] [data]U-18[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
---[/data] [data]IIB[/data] [data]U-24[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
Rumänische U-Boote im Bestand:[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]rumän.[/head] [head]rumän.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]rumän.[/head] [/row]
[row][data]
TS-1 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-1[/data] [data]"RECHINUL"[/data] [data]TS-1[/data] [data]N-39[/data] [data]S-39[/data] [data]"RECHINUL"[/data][/row]
[row][data]
TS-2 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-2[/data] [data]"MARSUINUL"[/data] [data]TS-2[/data] [data]N-40[/data] [data]S-40[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
TS-3 [/data] [data]DELFINUL[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data] [data] TS-3 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]
TM-4 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-1[/data] [data] TM-4 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
TM-5 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-2[/data] [data] TM-5 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
TM-6 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-3[/data] [data] TM-6 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]
TM-7 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-4[/data] [data] TM-7 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
Bilder der "DELFINUL" unter rumänischer Flagge (vor WK-II):
- Bild 1 (http://town.ural.ru/ship/photo/delfinul_3.jpg)
- Bild 2 (http://town.ural.ru/ship/photo/delfinul_2.jpg)
- Bild 3 (http://town.ural.ru/ship/photo/delfinul_1.jpg)
- Bild 4 (http://town.ural.ru/ship/photo/delfinul_4.jpg)
Grüsse
OLPE
Moin,
zunächst mein Dank an Olpe für die Erweiterung der Tabelle und für die Einstellung der Fotos. Eine prima Sache. Für den Abschluß der in die Hände der Sowjets gelangten rumänischen U-Boote die Abhandlung der Klein-U-Boote Typ CB, auch als "Taschen-U-Boote" bezeichnet.
TM-4
Typ italienisch CB ex CB-1
letzter italienischer Kommandant: Lesen d'Asten, Italien (1941 bis 1943)
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 27.01.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-1
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, vier Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-2,
CB-3, CB-4, CB-5 und CB-6) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit
insgesamt elf Einsätzen
- 05.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- Juli/August 1942 zur Reparatur in Konstanz
- 08.1942 zusammen mit CB-4 und CB-6 zum Kennenlernen des Kriegsschauplatzes längerer Einsatz von
Konstanza nach Sulina, Otschakow, Skladowsk und zurück nach Konstanz
- 22.11.1942 zur Überwinterung wieder in Konstanz
- 20.05.1943 Unterstellung der Flottille unter deutsches Kommando
- 08.1943 Verlegung der Flottille nach Sewastopol
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg erfolgte die Übergabe der Boote an die königliche rumänische Marine und auf Grund der sich entwickelnden
Kriegslage kurze Zeit später wieder zurück nach Konstanz. Eingliederung in die 2. Abteilung der Eskadra Submarine
der rumänischen königlichen Marine
- 25.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz im beschädigten Zustand erbeutet
- 20.10.1944 als TM-4 in den Bestand der Schwarzmeer Flotte der SKF aufgenommen
- 16.02.1945 nach Inspektion durch Spezialisten des ZNII wegen Unmöglichkeit einer weiteren militärischen Nutzung
aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und der Verwertung zugeführt
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
TM-5
Typ italienisch CB ex CB-2
letzter italienischer Kommandant: Attilio Russo, Italien (1941-1943)
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 27.01.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-2
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, vier Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-1,
CB-3, CB-4, CB-5 und CB-6) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit
insgesamt zehn Einsätzen
- 05.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- 18.06.1942 erfolgloser Angriff auf sowjetisches U-Boot, das den Angriff bemerkte.
- Juli/August 1942 zur Reparatur in Konstanz, danach Verlegung nach Burgas
- 22.11.1942 zur Überwinterung wieder in Konstanz
- 20.05.1943 Unterstellung der Flottille unter deutsches Kommando
- 08.1943 Verlegung der Flottille nach Sewastopol
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg erfolgte die Übergabe der Boote an die königliche rumänische Marine und auf Grund der sich entwickelnden
Kriegslage kurze Zeit später wieder zurück nach Konstanz. Eingliederung in die 2. Abteilung der Eskadra Submarine
der rumänischen königlichen Marine
- 25.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz im beschädigten Zustand erbeutet
- 20.10.1944 als TM-5 in den Bestand der Schwarzmeer Flotte der SKF aufgenommen
- 16.02.1945 nach Inspektion durch Spezialisten des ZNII wegen Unmöglichkeit einer weiteren militärischen Nutzung
aus der Schiffsliste der SKF gestrichen. Zur ausführlichen Begutachtung nach Leningrad überführt. Danach der
Verwertung zugeführt
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Das waren gleich zwei Boote im Block!
Grüße aus Braunschweig
hillus
Moin Lüüds,
haben die Rumänen denn auch Erfolge zu verzeichnen :? Ich habe bisher noch nix gefunden. :|
Grüße Ronny
hillus hat das bestimmt noch ausführlicher, aber ein wenig findest Du (allerdings in englischer Sprache) unten auf dieser Seite bei den U-Booten:
--/>/> http://www.worldwar2.ro/arme/?section=21
Mahlzeit,
so tief wollte ich nicht hineingehen und wollte mich mit den Kampfeinsätzen begnügen. Wenn ich die Rumänen mit CB-6 ferig habe, werde ich etwas dazu schreiben. Eins hast du schon, edle Rose aus der Südheide mit Fletchererfahrung, sowjetisches U-Boot nicht versenkt. Warum? Beim Abschuß des Torpedos kam CB-2 an die Oberfläche und alles war dahin!.
Thorsten, danke für den Link, das nutzt immer allen Lesern!!
Jetzt Schluß, denn ich gehe mit meiner Frau schön essen.
hillus
...na, dann wünsche ich euch einen guten Appetit... :lol:
Grüße aus der Südheide
Ronny
Na Ronny,
ich würde gern ein Fischerfrühstück so mit edlen Krabben mit einem Bratei obenauf und Bratkartoffeln essen. Schauen wir mal!
Jochen
moin,
Zitat von: olpe am 09 März 2012, 21:16:18
Rumänische Boote im Bestand:
[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]rumän.[/head] [head]rumän.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]rumän.[/head] [/row]
[row][data]TS-1 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-1[/data] [data]"RECHINUL"[/data] [data]TS-1[/data] [data]N-39[/data] [data]S-39[/data] [data]"RECHINUL"[/data][/row]
[row][data]TS-2 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-2[/data] [data]"MARSUINUL"[/data] [data]TS-2[/data] [data]N-40[/data] [data]S-40[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]TS-3 [/data] [data]DELFINUL[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data] [data] TS-3 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data][/row]
[/tabular]
btw ... RECHINUL/REQUINUL = HAI, MARSUINUL = TÜMMLER, DELFINUL = ?? :-D
Gruß, Urs
...Mensch Urs, für deine Aufgabe bilden wir erstmal einen Arbeitskreis - wenn man nicht mehr weiter weis... :-D :wink:
Grüße Ronny
Hallo Urs,
lese soeben Deinen Wunsch. Kein Problem, denn ich habe die Übersetzungen mit im Text, wollte aber nicht übertreiben. Ich bin eigentlich ein Gegner der Tasache, dass wir Deutsche immer alles so sprechen und deuten wollen, wie sich uns ein Terminus gibt. Besonders den englischsprachige Raum interessiert es absolut nicht, wie wir in Deutschland sprechen bzw. bestimmte Dinge bezeichnen. Aber wenn Wunsch und Nachfrage besteht, dann machen wir das glatt.
Zurück zum DELFINUL. Wie sprechen hier von einer sogenannten Internationalisme, d. h. das Wort hat fast überall die gleiche Schreibweise und heißt übersetzt DELFINUL=deutsch DELFINin in neuer und DELPHIN in alter Schreibweise= englisch DOLPHIN=französisch DAUPHIN=russisch DELPHIN (дельфин) etc.
pe bună dreptate? (rumänisch) oder in deutsch "recht so?" (Spinnen macht Spaß und jetzt spinne ich!) :ML: :MLL:
Schönen Abend
hillus
Moin,
dem Ende der rumänischen Klein-U-Boote entgegen, die in die Hände der Sowjets gerieten.
TM-6
Typ italienisch CB ex CB-3
letzter italienischer Kommandant: Giovanni Sorrentino, Italien (1941-1943)
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 10.05.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-3
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, sechs Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-1,
CB-2, CB-4, CB-5 und CB-6) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit
insgesamt zehn Einsätzen
- 05.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- 13.06.1942 bei diesem Kampfeinsatz berichtet der Kommandant über eine erfolglosen Angriff auf den sowjetischen
leichten Kreuzer VOROSHILOV. Keine Bestätigung des Angriffs durch die sowjetische Seite.
- 15.06.1942 erfolgloser Angriff auf das des sowjetischen U-Bootes S-32. Der italienische Kommandant meldet
die Versenkung von S-32.
- Juli/August 1942 zur Reparatur in Konstanz, danach Verlegung nach Burgas
- 22.11.1942 zur Überwinterung wieder in Konstanz
- 20.05.1943 Unterstellung der Flottille unter deutsches Kommando
- 08.1943 Verlegung der Flottille nach Sewastopol
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg erfolgte die Übergabe der Boote an die königliche rumänische Marine und auf Grund der sich entwickelnden
Kriegslage kurze Zeit später wieder zurück nach Konstanz. Eingliederung in die 2. Abteilung der Eskadra Submarine
der rumänischen königlichen Marine
- 25.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz in gesunkenem Zustand erbeutet, nachdem vorher die
rumänische Besatzung das Boote sprengte. Kuze Zeit später mit sowjetischen Tauchern geborgen
- 20.10.1944 als TM-6 in den Bestand der Schwarzmeer Flotte der SKF aufgenommen
- 16.02.1945 nach Inspektion durch Spezialisten des ZNII wegen Unmöglichkeit einer weiteren militärischen Nutzung
aus der Schiffsliste der SKF gestrichen. Abgabe an die Schulboot-Sonderabteilung der Schwarzmeer Flotte für
Lehrzwecke. Dort später der Verwertung zugeführt.
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
TM-7
Typ italienisch CB ex CB-4
letzter italienischer Kommandant: Armando Sibille (Suriano), Italien (1941-1943)
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 10.05.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-4
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, sieben Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-1,
CB-2, CB-3, CB-5 und CB-6) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit
insgesamt zwölf Einsätzen
- 10.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- 13.06.1942 bei diesem Kampfeinsatz berichtet der Kommandant über eine erfolglosen Angriff auf den sowjetischen
leichten Kreuzer VOROSHILOV. Keine Bestätigung des Angriffs durch die sowjetische Seite.
- 27.06.1942 erfolgloser Angriff auf den sowjetischen Leader TASHKENT, der die Blockade Sewastopols
durchbrochen hatte. An Bord befanden sich 2100 Verletzte aus der eingeschlossenen Stadt und das gemalte
Bilderepos von F. Rubos "Die Verteidigung Sewastopols 1854 - 1855"
- Juli/August 1942 zur Reparatur in Konstanz, danach Verlegung nach Burgas
- 08.1942 zusammen mit CB-1 und CB-6 zum Kennenlernen des Kriegsschauplatzes längerer Einsatz von
Konstanza nach Sulina, Otschakow, Skladowsk und zurück nach Konstanz
- 22.11.1942 zur Überwinterung wieder in Konstanz
- 20.05.1943 Unterstellung der Flottille unter deutsches Kommando
- 08.1943 Verlegung der Flottille nach Sewastopol
- 26.08.1943 Versenkung des sowjetischen U-Bootes SHCH-203 mit zwei Torpedos im Gebiet von Tarchankut
auf Position 45°11'7N und 32°46'6E, Volltreffer in die Backbordseite in Höhe des U-Bootturmes. 46 Tote
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg erfolgte die Übergabe der Boote an die königliche rumänische Marine und auf Grund der sich entwickelnden
Kriegslage kurze Zeit später wieder zurück nach Konstanz. Eingliederung in die 2. Abteilung der Eskadra Submarine
der rumänischen königlichen Marine
- 25.08.1944 von Teilen der Roten Armee in Konstanz in gesprengten Zustand auf der Küste aufgesetzt erbeutet
- 20.10.1944 als TM-7 in den Bestand der Schwarzmeer Flotte der SKF aufgenommen
- 16.02.1945 nach Inspektion durch Spezialisten des ZNII wegen Unmöglichkeit einer weiteren militärischen Nutzung
aus der Schiffsliste der SKF gestrichen. Abgabe an die Schulboot-Sonderabteilung der Schwarzmeer Flotte für
Lehrzwecke. Dort später der Verwertung zugeführt.
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Das wars wieder!
hillus
moin, Jochen,
Zitat von: hillus am 10 März 2012, 19:50:23
Zurück zum DELFINUL. Wie sprechen hier von einer sogenannten Internationalisme, d. h. das Wort hat fast überall die gleiche Schreibweise und heißt übersetzt DELFINUL=deutsch DELFINin in neuer und DELPHIN in alter Schreibweise= englisch DOLPHIN=französisch DAUPHIN=russisch DELPHIN (дельфин) etc.
so ist es ... und im Alt-Griechischen
Δελφίς, -ίνος und im klassischen Latein
Delphinus, -i, (m) :wink: :lol:
Gruß, Urs(us)
Moin Urs,
Du brillierst ja sogar mit Alt-Griechisch und klassisch Latein. Irre, auf welchen Pfaden man so wandelt!!!
Schönen Sonntag!
Jochen
P.S. Schon etwas wegen Tremin für Treffen im Auge??
moin,
Zitat von: hillus am 11 März 2012, 12:46:36
P.S. Schon etwas wegen Tremin für Treffen im Auge??
noch nicht, aber eine Idee ..
Im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover wird es eine Ausstellung über der Karikaturisten und "Erfinder des Zeichentrickfilms" Winsor McCay geben.
Dabei soll auch dessen allerdings erst 1918 veröffentlichter Propagandafilm "The Sinking of the Lusitania" gezeigt werden.
Da könnte man sich doch an einem ausgemachten Tag treffen ... und nachher (bei Kaffee oder .. :-D) über die zahllosen Fehler "ratschen" ...
Gruß, Urs
Hallo Urs,
das ist eine tolle Idee, denn so etwas ist nicht nur für die Bildung gut, sondern auch ein guter Aufhänger für ein anschließendes gemütliches Zusammensein. Meine Termine, wo ich nicht da bin schicke ich per PN.
Gruß Jochen
Damit Du gleich was zum Lesen hast, stelle ich die beiden letzten rumänischen Klein-U-Boote ein wobei CB-5 schon vorher in Verlust ging.
CB-6
Typ italienisch CB
letzter italienischer Kommandant: Galliano, ?, Italien (1941-1943)
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 10.05.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-6
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, sechs Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-1,
CB-2, CB-3, CB-4 und CB-5) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit
insgesamt drei Einsätze
- 11.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- Juli/August 1942 zur Reparatur in Konstanz
- 08.1942 zusammen mit CB-1 und CB-4 zum Kennenlernen des Kriegsschauplatzes längerer Einsatz von
Konstanza nach Sulina, Otschakow, Skladowsk und zurück nach Konstanz
- 22.11.1942 zur Überwinterung wieder in Konstanz
- 20.05.1943 Unterstellung der Flottille unter deutsches Kommando
- 08.1943 Verlegung der Flottille nach Sewastopoll
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg erfolgte die Übergabe der Boote an die königliche rumänische Marine und auf Grund der sich entwickelnden
Kriegslage kurze Zeit später wieder zurück nach Konstanz. Eingliederung in die 2. Abteilung der Eskadra Submarine
der rumänischen königlichen Marine
- 25.08.1944 von deutschen Marinesoldaten an der Küste von Konstanz gesprengt und so von teilen der Roten Armee
erbeutet. Keine Aufnahme in den Bestand der Schwarzmeer Flotte der SKF und der Verwertung zugeführt.
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
CB-5
Typ italienisch CB
letzter italienischer Kommandant: unbekannt
- als Typ CB (Küstentyp B) gemeinsam mit elf weiteren Booten zwischen 1941 und 1943 gebaut
- 10.05.1941 auf Stapel bei der Werft Caproni Taliedo in Mailand (Italien) unter dem Namen CB-5
- 1941 Stapellauf
- 1941 bei der 11. U-Bootsflottille der italienischen Marine in Dienst
- 1941 bis 1942 Beteiligung der UAW-Verteidigung von Neapel und Salerno, vier Einsätze
- 04.1942 bis Anfang Mai 1942 auf dem Landweg mit mit der Eisenbahn und weiteren fünf CB-Booten (CB-1,
CB-2, CB-3, CB-4 und CB-6) von La Spezia nach Konstanz (Rumänien)
- Nach Wiederherstellung eines kampffähigen Zustandes Einsatz gegen die sowjetische Schwarzmeer Flotte mit, kein
Einsatz
- 11.06.1942 Verlegung nach Foros, unweit von Jalta
- 13.06.1942im Hafen von Foros/Jalta durch Lufttorpedo sowjetische Marineflieger der Schwarzmeer Flotte versenkt.
Das waren die Rumänen und es bleiben nur zwei italienische U-Boote, NICHELIO und MAREA übrig!
Bis dahin
hillus
P.S. Hallo Urs, in Eurem Portal www.wlb-stuttgart fehlt p.a. der Eintrag bei der Versenkungsmeldung von CB-6, dass es SHCH-203 war!!!
Hallo,
in Ergänzung zu den rumänischen U-Booten habe ich mal was rausgesucht..
Gruß TT
moin,Jochen,hallo,Thomas,
Zitat von: hillus am 11 März 2012, 14:01:02
P.S. Hallo Urs, in Eurem Portal www.wlb-stuttgart fehlt p.a. der Eintrag bei der Versenkungsmeldung von CB-6, dass es SHCH-203 war!!!
ich geb das mal an den Verantwortlichen [TW] weiter :wink:
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 11 März 2012, 13:00:09
Im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover wird es eine Ausstellung über der Karikaturisten und "Erfinder des Zeichentrickfilms" Winsor McCay geben.
Dabei soll auch dessen allerdings erst 1918 veröffentlichter Propagandafilm "The Sinking of the Lusitania" gezeigt werden.
Da könnte man sich doch an einem ausgemachten Tag treffen ... und nachher (bei Kaffee oder .. :-D) über die zahllosen Fehler "ratschen" ...
Zitat von: hillus am 11 März 2012, 14:01:02
Meine Termine, wo ich nicht da bin schicke ich per PN.
Zeitraum
11.3. - 3.6., siehe http://www.karikatur-museum.de/
Gruß,Urs
Hallo,
... Tabelle ergänzt ...
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,16601.msg185460.html#msg185460
Grüsse
OLPE
Hallo,
das Ende naht. Mit der NICHELIO folgt das vorletzte Boot.
I-42
italienisch ACCIAIO-Klasse ex Z-14 ex NICELIO
- 01.07.1941 auf Stapel bei der Werft Odero-Terni-Orlandi Muggiana in La Spezia als NICHELIO
- 12.04.1942 Stapellauf
- 30.07.1942 in Dienst der italienischen Marine
- Nach dem mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstand und dem Ausscheiden Italiens aus dem
Krieg kapitulierte NICHELIO in Salerno, Umbennung in Z-14.
- 1949 nach Valona (Albanien) verlegt
- 07.02.1949 nach dem Friedensvertrag im Ergebnis der Verhandlungen der Marinevertreter Großbritanniens, den USA,
Frankreichs und der Sowjetunion als Reparations-U-Boot Z-14 an die Sowjetunion.
- 07.02.1949 übergabe an eine sowjetische Besatzung in Valona
- 19.02.1949 bis 26.02.1949 Überfahrt mit dem anderen Reparationsboot MAREA sowie dem Tanker
FEOLENT (ex deutsch JEVERLAND) von Valona nach Sewastopol.
- 24.02.1949 noch während der Überfahrt zum Bestand der Schwarzmeer Flotte der sowjetischen Seekriegsflotte mit
der taktischen Nummer I-42 (russisch=итальянец=transliteriert italijanets=deutsch Italiener). Damit
waren auch diese Boote sofort als italienische Beute-U-Boote zu erkennen. Nach der Übergabe der
Übernahmeprotokolle in den Bestand der 1. Sewastopoler Rotbanner U-Boot-Sonderabteilung
- I-42 ging nicht wie vorgesehen in eine Generalüberholung, es fehlten die notwendigen Ersatzteile, sondern in
eine laufende Instandsetzung, wie sie bei den sowjetischen U-Booten üblich war. Die fehlenden italienischen
Ersatzteile, Instrumente und Geräte ließen keinen Einsatz als Kampf-U-Boot zu. Es wurde deshalb nur als Zielboot
verwendet.
- 16.06.1949 neue taktische Nummer S-42
- 17.02.1956 außer Dienst gestellt und entwaffnet (Sowjetische Quellen geben die Außerdienststellung und
Entwaffnung und die anschließende Verschrottung schon für März 1955 an).
- 09.11.1956 Klassifizierung als Schul-U-Boot
- 12.03.1958 aus der Schiffsliste der SKF gestrichen und der Verwertung zugeführt
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Derzeit keine Meldungen verfügbar.
Moin,
das Finish. Unter den Thread wird nun, zumindest in technischer Hinsicht, der Schlußstrich gezogen und hoffe, dass ich dem Leserkreis mit den umfangreichen Informationen geholfen habe, nicht nur ihre Aufzeichnungen zu vervollständigen, sondern auch neue Interssenten für ein solches Thema zu gewinnen. Eine Übernahme in das HMA ist schwierig, weniger vom Text, sondern vom Copyright der Fotos. Diese halten dem nicht Stand, weder die von Olpe, wie er mir schrieb, noch meine vorliegenden Fotos. Ich habe da zwar noch eine Quelle, aber die muß auch erst suchen, was sie im Topf hat.
Ich betone hier an dieser Stelle, dass alle meine Darlegungen dem Copyright © Hans-Joachim Hiller unterliegen. Für private Nutzung also kein Problem, bei Nutzung für Veröffentlichungen liegen jedoch alle Rechte in meinen Händen.
Ich habe versucht, einmal ein Beispiel zu schaffen, wie die Beiträge im FMA auf ein noch besseres Niveau gehoben werden können. Ich bin mir bewußt, dass nur wenige zu solchen detaillierten Berichten mit ihren Sammlungen in der Lage sind. Ich habe aber festgestellt, dass hochkompetente Mitglieder im FMA immer nur reagieren, anstatt zu agieren. Für neue Beiträge wären sie durchaus in der Lage, wenn ich so die Antworten betrachte, die von ihnen eingestellt werden. Also Shiplover, es gibt noch ein riesiges Feld für wunderschöne Artikel, d. h. nicht nur irgend eine Mitteilung aus dem Internet dem FMA präsentieren und dann warten, wie die Gemeinde reagiert!!!
I-41
italienisch FLUTTO-Klasse, I. Serie ex Z-13 ex MAREA
letzter italienischer Kommandant: Attilio Mario Russo, Italien (07.05.1943 bis 02.1944...)
- 01.12.1941 auf Stapel bei der Werft CANTIERI RIUNITI DELL'ADRIATICO in Monfalcone als MAREA
- 10.12.1942 Stapellauf
- 07.05.1943 in Dienst der italienischen Marine
- 05.1943 bis 08.1943 Ausbildung in der Adria
- 01.08.1943 Verlegung nach Neapel
- 03.09.1943 zum ersten Kampfeinsatz ausgelaufen, dabei Grundberührung und leichte Beschädigungen, Rückkehr
nach Neapel
- 07.09.1943 zum zweiten und letzten Kampfeinsatz unter der italienischen Seekriegsflagge ausgelaufen
- 09.09.1943 auf Grund des mit den Alliierten am 08.09.1943 geschlossenen Waffenstillstandes und dem Ausscheiden
Italiens aus dem Krieg bekam MAREA den Befehl zum Einlaufen
- 11.09./13.09.1943 Kapitulation des Bootes vor den Alliierten und Umbennung in Z-13
- 03.11.1943 bis 09.11.1943 erster Kampfeinsatz auf der Seite der Alliierten
- 23.12.1943 bis 29.12.1943 zweiter Kampfeinsatz auf der Seite der Alliierten
- 02.1944 Verlegung nach den Bermudas zu Ausbildungszwecken für alliierte Besatzungen
- 02.1944 bis 05.1945 insgesamt 139 Ausbildungsfahrten
- 10.1946 Rückkehr nach Italien
- 01.02.1948 aus der Schiffsliste der italienischen Marine gestrichen
- 1949 mit ziviler Besatzung und dem Setzen der Handelsflagge Italiens nach Valona (Albanien) verlegt
- 07.02.1949 nach dem Friedensvertrag im Ergebnis der Verhandlungen der Marinevertreter Großbritanniens, den USA,
Frankreichs und der Sowjetunion als Reparations-U-Boot Z-13 an die Sowjetunion
- 06.02.1949 Übergabe an eine sowjetische Besatzung in Valona
- 19.02.1949 bis 26.02.1949 Überfahrt mit dem anderen Reparationsboot NICHELIO sowie dem Tanker
FEOLENT (ex deutsch JEVERLAND) von Valona nach Sewastopol
- 24.02.1949 noch während der Überfahrt zum Bestand der Schwarzmeer Flotte der sowjetischen Seekriegsflotte mit
der taktischen Nummer I-41 Nach der Übergabe der Übernahmeprotokolle in den Bestand der 1.
Sewastopoler Rotbanner U-Boot-Sonderabteilung
- I-41 ging nicht wie vorgesehen in eine Generalüberholung, es fehlten die notwendigen Ersatzteile, sondern in
eine laufende Instandsetzung, wie sie bei den sowjetischen U-Booten üblich war. Die fehlenden italienischen
Ersatzteile, Instrumente und Geräte ließen keinen Einsatz als Kampf-U-Boot zu. Es wurde deshalb nur als Zielboot
verwendet
- 16.06.1949 neue taktische Nummer S-41
- 24.04.1950 Torpedozielschießen im Raum Sewastopol, sechs Torpedos verschossen.
- 1952 zur 153. Brigade der 21. U-Bootsdivision in Sewastopol (Die 153. Brigade wurde 1975 mit dem Rotbannerorden
ausgezeichnet!)
- 17.02.1956 außer Dienst gestellt, Entwaffnung und Umwandlung zum Trainingsboot für die Ausbildung von Tauchern
- 1956 S-42 wird für mehrere Monate auf den Grund der Sewastopoler Bucht gelegt, um das Ein- und
Aussteigen von Tauchern aus dem Boot zu trainieren
- 1957 zur Verwertung freigegeben und nach Noworossijsk zum Verschrotten geschleppt
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
1. KK Kasatkin, Alexander Petrowitsch (1949)
3. KK Garwalinskij, Wladislaw Matwejewitsch (10.02.1950-09.01.1952)
Ganz, ganz vielen Dank für Deine viele Arbeit und die vielen wertvollen Infos. :TU:)
Falls ihr doch noch was fürs HMA habt, lasst es mich wissen. :)
Hallo Jochen,
recht vielen Dank für deine informativen Beiträge zu den sowj. Beute - U - Booten.
Ich habe mich gefreut durch meine Anfrage eine so fruchtbare Diskussion in Gang gebracht zu haben.
Selten gelingt es durch immer neue Daten so sachbezogene Zusätze heraus zu locken und durch immer neue Beiträge richtig spannend zu sein.
Die ganze Arbeit ist so wertvoll das trotz Fotoproblemen ( vielleicht lassen sich auch einige Skizzen der jeweils betroffenen Boote als Ersatz benutzen ) eine Übernahme im HMA
sehr zu wünschen wäre.
U-Boote liegen zwar etwas außerhalb meiner Forschungen, aber diese Beiträge zeigten
welch hohen Wissensstand bei unseren Mitgliedern vorhanden ist.
Völlig neu für mich war das von den italienschen CB – Booten noch einige durch deutsche
Truppen in Rumänien versenkt wurden.
Beim lesen der immer neuen Beiträge zu den einzelnen Booten habe ich mich gefragt ob es
nicht möglich ist die gleiche Art Beiträge über die von Deutschland erbeuteten U- Boote zu bringen.
Die Anzahl ist zwar weitaus höher, aber wen man sich in deiner Form langsam von Land zu Land und von Boot zu Boot vorarbeitet eine wunderbare Arbeit.
Nochmals Dank für deine Mühe und Bereitschaft Daten und Informationen zu teilen.
Gruß
Theo
Hallo Thorsten,
ich ließ es ja anklingen, ich habe da noch eine heiße Quelle in Rußland. Habe aber noch keine Antwort. Dann stünde dem Eintrag in das HMA nichts im Wege.
Viele grüße
Jochen
Hallo Theo,
wiederum ein guter Vorschlag und er paßt zu meinen letzen Worten. Da haben wir durchaus echte Experten, die das hinkriegen. Ich würde es auch schaffen, aber ich habe jetzt schon dicke "Backen" bei meinen Ausführungen bekommen. Es fehlt mir derzeit an der Zeit!
Ich will keine Namen nennen, aber wer in die entsprechenden Formseiten hineingeht, kommt schnell auf unsere Spezies!!!
Danke für Deine positiven Worte.
hillus (Jochen)
Hallo,
als kleiner optischer Punkt meinerseits die nun vollständige tabellarische Darstellung der Namen und Bezeichnungen der genannten Boote auf der Basis der Daten von Jochen.
Es hat wirklich Spass gemacht, den thread mitzuverfolgen und auch mitzugestalten ... Das Thema war einer Aufarbeitung wert!
Riesendank an Jochen im Hinblick auf die Fleißarbeit ! top top top
Deutsche U-Boote im Bestand:
[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]dt.[/head] [head]brit.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]russ.[/head] [/row]
[row][data]N-22[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1057[/data] [data]---[/data] [data]N-22[/data] [data]S-81[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [/row]
[row][data]N-23[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-1058[/data] [data]---[/data] [data]N-23[/data] [data]S-82[/data] [data]PZS-23[/data][data]---[/data] [/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]N-24[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1064[/data] [data]---[/data] [data]N-24[/data] [data]S-83[/data] [data]PZS-33[/data] [data]UTS-49[/data][/row]
[row][data]N-25[/data] [data]VIIC/41[/data] [data]U-1305[/data] [data]---[/data] [data]N-25[/data] [data]S-84[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data] [/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]N-26[/data] [data]IXC/40[/data] [data]U-1231[/data] [data]N-25[/data] [data]N-26[/data] [data]B-26[/data] [data]KBP-33[/data] [data]UTS-23[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]N-27[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3515[/data] [data]N-30[/data] [data]N-27[/data] [data]B-27[/data] [data]BSH-28[/data] [data]UTS-3[/data][/row]
[row][data]N-28[/data] [data]XXI[/data] [data]U-2529[/data] [data]N-27[/data] [data]N-28[/data] [data]B-28[/data] [data]PZS-34[/data] [data]--- [/data][/row]
[row][data]N-29[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3035[/data] [data]N-28[/data] [data]N-29[/data] [data]B-29[/data] [data]PZS-31[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]N-30[/data] [data]XXI[/data] [data]U-3041[/data] [data]N-29[/data] [data]N-30[/data] [data]B-30[/data] [data]PZS-35[/data] [data]B-100 (OPL)[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]N-31[/data] [data]XXIII[/data] [data]U-2353[/data] [data]N-37[/data] [data]N-31[/data] [data]M-31[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
[tabular type=3]
[row][data]TS-14[/data] [data]VIIC[/data] [data]U-250[/data] [data]---[/data] [data] TS-14 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]TS-16[/data] [data]IIB[/data] [data]U-9[/data] [data]---[/data] [data] TS-16 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]---[/data] [data]IIB[/data] [data]U-18[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]---[/data] [data]IIB[/data] [data]U-24[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
Rumänische U-Boote im Bestand:
[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]rumän.[/head] [head]rumän.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]rumän.[/head] [/row]
[row][data]TS-1 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-1[/data] [data]"RECHINUL"[/data] [data]TS-1[/data] [data]N-39[/data] [data]S-39[/data] [data]"RECHINUL"[/data][/row]
[row][data]TS-2 [/data] [data]RECHINUL[/data] [data]S-2[/data] [data]"MARSUINUL"[/data] [data]TS-2[/data] [data]N-40[/data] [data]S-40[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]TS-3 [/data] [data]DELFINUL[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data] [data] TS-3 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]"DELFINUL"[/data][/row]
[row][data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data] [data][/data][data][/data] [/row]
[row][data]TM-4 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-1[/data] [data] TM-4 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]TM-5 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-2[/data] [data] TM-5 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]TM-6 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-3[/data] [data] TM-6 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]TM-7 [/data] [data]CB[/data] [data]---[/data] [data]CB-4[/data] [data] TM-7 [/data] [data]---[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
Italienische U-Boote im Bestand:
[tabular type=3]
[row][head][/head] [head]Typ[/head] [head]ital.[/head] [head]ital.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head] [head]russ.[/head][head]ital.[/head] [/row]
[row][data]I-41 [/data] [data]FLUTTO[/data] [data]"MAREA"[/data] [data] Z-13 [/data] [data]I-41[/data] [data]S-41[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[row][data]I-42 [/data] [data]ACCIAIO[/data] [data]"NICHELIO"[/data] [data] Z-14 [/data] [data]I-42[/data] [data]S-42[/data] [data]---[/data] [data]---[/data][/row]
[/tabular]
Grüsse
OLPE
Hallo,
zu diesen Ausarbeitungen kann man wirklich nur gratulieren, da manche Fragen der Vergangenheit eine Beantwortung fanden.
Einen Nachtrag möchte ich gerne anfügen.
Im Jahre 2006 beschäftigte sich die polnische Zeitschrift ODKRYWCA mehrmals mit U-Bootwracks in der Putziger Wiek. Dort wurden nach Kriegsende auf 54° 35´N/18° 35´E die Boote U 4, U 6 und U 10 zusammen mit UF 2 versenkt. Ein ,,Einbaum" soll 1967 geborgen worden sein. Unklar ist jedoch, welcher von den drei.
Zumindest U 4, U6 und U 10 sind 1945 schwimmfähig in sowjetische Hände gefallen. Die Bilder aus der Sammlung Boris V. Lemachko (+) belegen dieses und zeigen die U-Boote doch in einem passablen Zustand. Aus der Ausrüstung schien man noch was erbeuten zu können. Ihre Türme zieren immer noch die Schulboot-Kennungen. Dies steht ziemlich im Widerspruch zu den überlieferten Angaben: ausgeschlachtet (U 4) bzw. abgewrackt (U 10). Zu U 6 gibt es bislang keine Zustandsangaben für 1945.
Als Ort der aD werden Gotenhafen (U 4, U 6) genannt, bei U 10 steht Danzig. Beim Betrachten der Bilder kann man sicherlich Gotenhafen als Aufnahmeort ausschließen. U 4 und U 10 liegen trotz verschiedener aD-Orte zusammen, U 6 längseits dem Wrack eines gekenterten Schwimmbaggers. Das Lagerhaus im Hintergrund sieht altehrwürdig aus. Könnte somit Danzig sein. Dagegen spricht die links anschließende lockere Bebauung mit Wohngebäuden. Dieses Indiz deutet mehr auf Pillau hin. Vor dem Speicher, verladen auf DR-Rungenwagen ein Tragflächenpaar. Auf den Vorderkanten stehend, ließe es sich einer AR 196 zuordnen.
Zusammen mit U4 und U 10 liegt längseits ein Fl.C-Boot (Flugbetriebsboot C IX) und im Hintergrund ein Luftwaffen Torpedofangboot Fl.T III. Die Zahl der Luftwaffenhinweise lässt auch eher an Pillau mit dem nahen Fliegerhorst Neutief denken, als an den Danziger Hafen.
REINHARD
Hallo Olaf,
danke für Deinen Schlußstrich unter die Tabelle. Nun hat alles auch den statistischen Rahmen einer Tabelle.
Viele Grüße Jochen
Jetzt noch einige Worte an Reinhard,
die Fotos und Dein Beitrag passen gut in die Ausarbeitung. top Interessant sind die Fotos von Boris, der ja leider viel zu früh für uns, ich meine als Fotoquelle, verstorben ist. Bei kaschube_29 und mir sind auch etliche Fotos vorhanden und vielleicht drücken wir diese noch hinein.
Wichtig erschient mir eine Frage an Dich. Sind die von Dir hier eingebrachten Fotos im FMA zu veröffentlichen?? Die Fotos sind doch copyright, sowohl die von Boris als auch vom Ostseearchiv! Damit wäre eine Zusammenfassung im HMA möglich, wie angeregt wurde.
Schönen Abend wünscht
Jochen
Zitat von: SchlPr11 am 13 März 2012, 21:36:30
Hallo, ... Zusammen mit U4 und U 10 liegt längseits ein Fl.C-Boot (Flugbetriebsboot C IX) und im Hintergrund ein Luftwaffen Torpedofangboot Fl.T III. Die Zahl der Luftwaffenhinweise lässt auch eher an Pillau mit dem nahen Fliegerhorst Neutief denken, als an den Danziger Hafen. REINHARD
Hallo Reinhard,
also soll das wirklich Danzig sein? In der Ausgabe Nr. 4 (Deutsche Schiffe unter dem Roten Stern) 4 von Breyers Marinearsenal (Fotos lieferte damals Lematschko). Auf dem 1. Bild waren "damals" Sowjets auf demselben Boot in Pillau zu sehen. Dann müßtest Du richtig liegen :MG:
Gruß
Micha
Moin Herr Glasisch (Micha),
da ist wohl etwas durcheinander geraten. Den Sonderband Heft 4 des MARINEARSENAL, Herausgeber Siegfried Breyer, wurde komplett von Boris.V. Lemachko bearbeitet. Herr Breyer hat lediglich für die Übersetzung und die Gesamtredaktion gesorgt.! Ich weiß es eigentlich genau, weil ich damals in der Korrespondenz dazu mit dabei war.
hillus
Zitat von: hillus am 14 März 2012, 08:42:58
Moin Herr Glasisch (Micha),
da ist wohl etwas durcheinander geraten. Den Sonderband Heft 4 des MARINEARSENAL, Herausgeber Siegfried Breyer, wurde komplett von Boris.V. Lemachko bearbeitet. Herr Breyer hat lediglich für die Übersetzung und die Gesamtredaktion gesorgt.! Ich weiß es eigentlich genau, weil ich damals in der Korrespondenz dazu mit dabei war. hillus
Danke für die Ergänzung. Übersetzt wurde es von einem gewiisen AvM, der hier gelegentlich aufkreuzt. Die Marinezeitschrift stand damals mit Herrn Breyer im engen Kontakt. Austausch verschiedenen maritimen Materials, wie Fotos, Zeitschriften usw.
Hallo,
die Bildunterschrift zu U 6 bezieht sich dort im Heft auf den Hafen von Königsberg.
REINHARD
Hallo Experten !
Nun ist ja diese interessante Zusammenstellung pima fertig geworden.
Leider hat sich noch nichts gerührt in Sachen Aufnah´me im HMA.
Ich kann ja noch weiter locken mit einen Eintrag welchen ich eben fand:
Amerikanische Quellen schätzen die SU-Beute auf 18 fertige und 38 unvollendete "Seehunde". [Nach: Tajfun, St. Petersburg, 1998, 3(11), S. 6 - 8]
Läßt sich hier auch noch etwas machen ??
Irgendwo habe ich gelesen das die sowj. Marine diesen Kleinst- u _ Booten auch noch Kennungen gegeben hat.
Binn gespannt ob wir hier auch noch etwas Schönes zusammen bekommen !
Gruß
Theo
Falls Interesse besteht, kann ich den Tayfun-Artikel über die Beute- Seehunde zur Verfügung stellen. PN an mich genügt.
Moin Theo,
das mit den Seehunden ist kein Problem, denn es liegen bei mir sämtliche TAYFUN N° 01 bis 54 und Sonderheft 01 bis 10 vor, N° 05 allerdings nicht komplett (10. Division der Pazifik Flotte).
Einige Details zu den Seehunden habe ich bereits in einem anderen Thread geschrieben, wo die nicht in Dienst gestellten deutschen Beute-U-Boote der Sowjets abgehandelt wurden. Ich werde mir den Artikel nochmals zu Gemüte ziehn und sehen, ob sich da was lohnt.
Gruß
Jochen
Freut mich ja wieder das ich etwas aus unseren Experten herauskitzeln kann !!
Ich habe ja nur zu den SEEHUNDEN eine Akte der Skl zum April 1945 gelesen in welcher zig Nummern von Seehunden sind, aber immer als KU 079, , KU 083 usw.
@kalli
Ist ja leider wohl alles in russisch.
Falls schöne Fotos drin sind habe ich natürlich Interesse.
@ Jochen
Ich würde mich freuen wenn Du auch so schöne Angaben zusammen suchen könntest wie bei den großen Booten
Gruß
Theo
Hallo Kalli,
ich danke Dir und möchte hier allen anraten welche wie ich der russischen Schrift nicht mächtig sind dein Angebot anzunehmen.
@@ an Alle
Gibt es eine deutschsprachige Quelle welche zumindest versucht den Verbleib der Seehunde vor Mai 1945 zu "belichten "?
Dann gibt es wohl noch eine britische Studie und auch Gefangenenaussagen von Kleinst-U-Boot- Besatzungen ??
Bis dann
Theo
Hallo Theo uns alle Interessenten,
ungeachtet meiner derzeit äußerst begrenzten Zeit für das FMA bin ich ja noch eine Antwort schuldig hinsichtlich der "SEEHUNDE". Zunächst habe ich den TAYFUN-Artikel durchgesehen, aber da ist tatsächlich außer den von Dir gemachten Angaben nichts zu finden. Was die amerikanische Seite schätzt, was die Sowjets von diesen Kleinst-U-Booten erhalten haben, ist die eine Seite. Die andere Seite sind meine Erfahrungen mit diesen Angaben, die immer beim Gegner aufgebauscht werden, auch von Unkel Sam. Ich habe keine Quelle zur Bestätigung dieser Angaben gefunden. Im Moment bin ich dabei, eine neue Quelle zu erschließen, denn ich habe Post aus völlig unerwarteter Richtung bekommen, wo man mir eine Zusammenarbeit anbietet. Schauen wir mal. Auf jeden Fall ist es ein Experte auf diesem Gebiet und recht bekannt. Da ich das entstehende Pflänzchen nicht zerstören will, halte ich mich mit dem Namen zurück.
Allerdings habe ich bei meinen Recherchen in meinem Archiv, ebenfalls völlig unerwartet, aber im falschen Ordner abgeheftet, noch etwas zu den an die Sowjets gegangenen italienischen U-Booten gefunden.
I-42
italienisch ACCIAIO-Klasse ex Z-14 ex NICELIO
- letzter italienischer Kommandant bei der Überführung nach Valona (italienische Bezeichnung für die albanische
Hafenstadt Vlora) und der Übergabe an die Sowjets war Pier Vincenzo de Domenico
- Die Überführung von NICHELIO und MAREA erfolgte von Augusta (sizilianische Hafenstadt
nördlich von Siracusa) von Anfang Januar 1949 bis zum 07.02.1949 ankommend in Valona in der ersten
Überführungsgruppe gemeinsam mit dem Linienschiff GIULIO CESARE unter der Verbandsführung von
Konteradmiral G. I. Lewtschenko.
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Korvettenkapitän G. Weltistow
I-41
italienisch FLUTTO-Klasse, I. Serie ex Z-13 ex MAREA
- letzter italienischer Kommandant bei der Überführung nach Valona (italienische Bezeichnung für die albanische
Hafenstadt Vlora) und der Übergabe an die Sowjets war Mario Colussi
- Die Überführung von NICHELIO und MAREA erfolgte von Augusta (sizilianische Hafenstadt nördlich
von Siracusa) von Anfang Januar 1949 bis zum 07.02.1949 ankommend in Valona in der ersten
Überführungsgruppe gemeinsam mit dem Linienschiff GIULIO CESARE unter der Verbandsführung von
Konteradmiral G. I. Lewtschenko.
Bekannt gewordene sowjetische Kommandanten:
Korvettenkapitän N. Simonow
Ich habe vor, den gesamten Vorgang der an die Sowjetunion gegangenen italienischen Schiffe noch abzuhanden. Dazu in den nächsten Tagen.
Grüße aus Braunschweig
hillus
Hallo Hillus,
sehr schön das Du noch weiter an der Sache arbeitest !!
Die von Italien damals an die UdSSR abgelieferten Schiffe sind ja auch noch ein dunkles Kapitel.
Ich weiß auch nicht ob Jugoslawien nur dies ex - Schiffe der jugoslawischen Flotte zurück bekommen hat oder einen zusätzlichen Beuteanteil.
Auch Albanien könnt ja etwas mitbekommen haben.
Vor einigen Tagen habe ich einige Kopien aus England in Händen gehalten welche zeigten in welchen Häfen 1943 die italienschen Handelsschiffe zu den Alliierten überlief.
Auch so eine Sache, weitaus umfangreicher und ebenfalls meistens unbekannt.
Im Stillen habe ich mir ja schon Gedanken darüber gemacht zumindest einige Angaben zu Verlusten von Seehunden zu sammeln und ggf. einige bekannte Nummern bei den Werften.
Vielleicht gibt es ja schon im Netz dazu einiges, ich habe allerdings noch nichts gesehen.
Gleiches gilt ja für die Opfer der Seehunde- Angriffe.
Sind zwar meistens in den Quellen zu finden, laufen aber leider oft unter Kleinkampfmittel oder Mine.
Mals sehen, vermutlich Träume.
Gruß
Theo