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Flotten der Welt => Die Deutsche Kriegsmarine => Deutsche Kriegsmarine - U-Boote => Thema gestartet von: U-Bootsuche am 06 März 2012, 19:10:24

Titel: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 06 März 2012, 19:10:24
Hallo,
ich bin Martin aus Bochum, werde am Donnerstag 45 Jahre alt und grüße hiermit alle Forumsmitglieder !
Ich interessiere mich seit Jahren für den 2.Weltkrieg (Vater war noch mit 16 Jahren Teilnehmer in Ungarn/Österreich 1944/45)
Besonders interessieren mich die U-Boote, habe in den letzten 10 Jahren sehr viel darüber gelesen, vom Taschenbuch bis zu Dokumentationen, und den Film "Das Boot" bestimmt 50mal gesehen in allen Versionen.

Da ich Euer Forum schon länger beobachte halte ich Euch für kompetent und erfahren.

Ich frage mich seit langem schon warum wird nicht nach U47 gesucht wird/wurde, da die ungeklärten Ursachen des Untergangs gerade dieses Boote doch immer noch unklar sind !
Man hat die Titanic gefunden, die Bismarck, die Yorktown (in sehr großer Tiefe), auch das "Allbrich" Boot U480 wurde letzt endlich auch entdeckt. Die ungefähren Koordinaten des letzten Aufenthaltes von U47 dürften doch bekannt sein !

Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Maurice Laarman am 06 März 2012, 19:56:41
Hallo Martin,

Herzlichen wilkommen hier ins Forum!

Sicher, es wurde interessant sein genau zu wissen was passiert ist mit U-47. ich verstehe ganz dein Gedankengang. Man kann sich aber auch abfragen WER genau suchen sollte. Die einige Möglichkeit meines Erachtens wird in Zusammenhang sein mit ein Fernsehausstrahlung oder anderweise kommerziel unterstützt.

Im Falle U-47 ist m. E. die genaue Ursache auch weniger von Bedeutung als zum beispiel die HMS Sydney/Kormoran Wracks, die nach lange kostbare Suche auch gefunden sind. Es gibt viele andere U-Boote und Schiffe wobei die genaue Ursache des Untergehens nicht bekannt ist. Sollten wir die auch suchen? Und was ist denn die Leitfaden, wann wohl, wann nicht?

Also, ich möchte keinesweg dein Begeisterung temperen, aber es gibt mehr Gründen warum es nicht gemacht worden ist, als Gründe es wohl zu machen. Das wird aber nicht einfach bedeuten das es auch nicht gefunden wird. Die letzte Jahren sind einige U-Bootwracks entdeckt durch ölfirmen, beschäftigt mit das Anlegen von Rorhleitungen auf die Meeresboden. Vielleicht also...

Gruss,

Maurice


Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Mario am 06 März 2012, 19:59:59
Hallo Martin
Willkommen im Forum  :-)
Zu Deiner Frage, ich könnte mir vorstellen, daß vom techn. Standpunkt her gesehen die Suche nach einem 50.000 tonnen Stahlkoloss wesentlich erfolgsversprechender ist, als die Suche nach einem U-Boot unter 1.000 tonnen.
Abgesehen davon ist es wesentlich medienwirksamer, nach einem Schlachtschiff zu suchen als nach einem U-???.  Und die Unterwasseraufnahmen von einem großen Überwasserschiff sind sicher auch spektakulärer, als die Bilder von einem zusammengedrücktem und zerfetztem U-Boot-Rumpf.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 06 März 2012, 20:33:53
Es ist mir schon klar das es schwierig sein würde es zu finden, aber die "Spezialsucheinheiten" hätten die Möglichkeit es zu versuchen, da U47 wohl das berühmteste Boot war !
Und dann das mysteriese Verschwinden ! Wäre schon kommerziell ein Erfolg es zu finden ! Es muß ja nicht eingedrückt und zerfetzt sein, wenn es vorm Untergehen vollgelaufen ist ! Es gibt ja gerade zu diesem Boot so viele Gerüchte, auch das die Besatzung wegen Ungehorsam in ein Deutsches KZ geschickt wurden soll !!
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: t-geronimo am 06 März 2012, 20:35:57
Was wäre dann an einer solchen Suche ein kommerzieller Erfolg im Vergleich mit den entstehenden Kosten?
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 06 März 2012, 20:47:44
Die Kosten kann ich natürlich nicht beurteilen, doch die Mannschaft die u.a. die Titanic und die Bismarck entdeckten, hatten nicht nur kommerzielle Gründe es zu finden, ich fand die Filme über die Entdeckung der Schiffe schon sehr gut gemacht. Aber vielleicht habt Ihr Recht, gerade bei U47 handelt es sich um ein sehr erfolgreiches "Nazi" U-Boot was den Aufwand der breiten Masse wohl nicht lohnt !
Schade eigentlich !

Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Maurice Laarman am 06 März 2012, 20:48:30
Zitat: auch das die Besatzung wegen Ungehorsam in ein Deutsches KZ geschickt wurden soll !!

Das ich mich unbekannt und scheint sehr unwahrscheinlich. Wegen was?

Gruss,

Maurice
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 06 März 2012, 20:58:05
Tut mir leid wenn ich vielleicht Verschwörungstherapien in Umlauf bringe, aber bin mir sicher das schon mal gelesen zu habe ! Also gerade um U47 scheint es wirklich einige Ungereimtheiten gibt ! Die Engländer geben doch selber zu das Sie es nicht versenkt hatten, sondern einen Angriff auf das schwerfällige U-Boot "UA" gemacht hatten das aber entkam !
Was geschah nach der "Torperdierung der Walkocherei" von U47 die später von U99 versenkt wurde !!??
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Maurice Laarman am 06 März 2012, 21:14:53
Hallo Martin,

Obwohl wir gerne mal nachdenken über was passierte hatte können, sein hatten können, haben wir doch gerne Fakten. Also, in welches Buch steht das die Besatzung in ein KZ sollte, und welche Quelle würde dafür benützt?

Sicher, einige Kommandanten und mehrere Besatzungsmitglieder sind durch die Marinejustitz bestraft worden mit Degradierung, Festnahme und sogar die Todesstrafe. Ein ganze Besatzung in ein KZ unterbringen scheint ein Fabel zu sein die man lesen konnte in die damalige DDR Literatur über die 'faschistiche' U-Bootwaffe. Ausserdem sollte es schwer zu erklären sein an das Publikum, mit alle Media die berichtet hatten über die 'Held von Scapa Flow.' Noch wichtiger- mit welche Grund?

Gruss,

Maurice
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: ufo am 06 März 2012, 21:21:55
Na, ja aber gelesen hat man doch allerhand mal, oder?  :roll:

Es sind doch haufenweise U-Boote vermisst auf See. Tauchunfall, Kreislaeufer, defekte Toilette, ... die Moeglichkeiten fuer ein U-Boot einfach von der Bildflaeche zu verschwinden sind reichlich. Bloss dass kurz nach dem Krieg eine falsche Zuordnung von Jaeger und Gejagtem gemacht wurde, macht noch keine Verschwoerung. Ich schaetz mal jedes zehnte verlorene Deutsche Weltkriegs U-Boot wird vermisst auf See. (Man koennt bei uboat.net sicher mal gucken ob und wie weit ich jetz' daneben liege.) Kein ungewoehnliches Schicksal. So gesehen gibt es um jedes zehnte Boot 'Ungereimtheiten' ...

Und danach suchen ... fast aussichtslos. (Ungewollte) Experimente wie der Untergang von USS Thresher haben gezeigt, dass sich selbst ausgesprochen robuste Boote praktisch vollkommen zerlegen koennen, wenn die in relativ grosser Tiefe sinken. Es ist ausgesprochen unwahrscheinlich, dass U 47 noch in einem Stueck ist. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass von U 47 ueberhaupt noch nennenswert markante Stuecke uebrig sind. Und der Seegrund bei den Rockall Banks liegt randvoll mit Metallschrott.

Vielleicht fuenfhundert Taucher mit Harken ... 

Entschuldige! Das sollte gar nocht sooo abweisen klingen aber - wie gesagt - ich sehe weder die 'Ungereimtheiten' noch gar die Verschwoerung der heimlichen Einkerkerung und eine Suche erscheint mir aussichtslos.

Just my two Pence,
Ufo 
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: kalli am 07 März 2012, 09:18:00
Das KZ Gerücht wurde in der DDR Literatur auch als solches dargestellt ( Freyer ,,Der Tod auf allen Meeren).
Und zwar im Zusammenhang damit, dass die Propaganda den fast gleichzeitigen Verlust der Boote von Prien, Kretschmer und Schepke sehr lange geheim gehalten hatte. Drei so berühmte Helden wollte man nicht so schnell der Öffentlichkeit als Kriegsopfer bekannt geben. Erst im Wehrmachtsbericht vom 23.05.1941 (nach 77 Tagen) wurde der Verlust von Prien bekannt gegeben. In der Zwischenzeit kam dieses Gerücht auf. Es war ja in dieser Zeit nicht ganz abwegig, dass jemand ,,spurlos" verschwunden ist.
Die Briten haben 1946 in einem Bericht das Ende von U 47, U 99 und U 100 geschildert.

Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Baunummer 509 am 07 März 2012, 10:13:18
Hallo Ufo,

hmm, also die These dass von U 47 wahrscheinlich nichts nennenswertes mehr übrig ist, würde ich so nicht unbedingt unterschreiben. Falls es implodiert sein sollte, da es nicht mehr genügend Auftrieb generieren konnte um an die Wasseroberfläche zu kommen, gebe ich Dir Recht. Bei einem WaBo Volltreffer aber, wäre das Boot innerhalb von Sekunden vollständig geflutet worden. Implodiert wären dann lediglich Pressluftflaschen, Schotten zur wasserdichten Back, angeblasene Tauch- oder Trimmzellen usw. Das Boot an sich wäre dann relativ gut erhalten.

Gut zu sehen ist auch ein WaBo Volltreffer auf diesem Bild. Der Druckkörper wurde offensichtlich vollständig durchschlagen, das Boot war wahrscheinlich unmittelbar nach dem Treffer vollständig geflutet (was sich da im Inneren abgespielt haben muss mag man sich gar nicht vorstellen).
http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_2.jpg (http://www.town.ural.ru/ship/photo/u250_2.jpg)
(eingestellt von Olpe im Thread "Das Ende der deutschen Beute-U-Boote in der sowjetischen Seekriegsflotte" Antwort #66)

Auf diesem Bild (in der Wassertiefe in der U 47 liegen müsste sehr unwahrscheinlich) ist sogar durch eine Luftblase ein Stück des Bootes konserviert worden (sehr spannend wie ich finde)
(http://tk41.powweb.com/photos/rp534/DSC_0061.jpg)
Quelle: http://www.28dayslater.co.uk/forums/showthread.php?t=26860 (http://www.28dayslater.co.uk/forums/showthread.php?t=26860)

Von daher würde ich sagen, dass beides Möglich ist. Vollständige Implosion, oder noch in einem Stück erhalten.

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: ufo am 07 März 2012, 11:15:17
Na gut; hoffen darf man duerfen  :-D

Trotzdem - die Rockall Banks sind ganz schoen tief. Da muss ein sinkendes Boot auch erstmal heil unten ankommen und sich nicht beim Aufschlag auf den Seegrund zerlegen. Und in der Tiefe mag eingeschlossene Luft dann durchaus noch recht Verheerung anrichten. Aber - zugegeben - Boote koennen auch so tief ziemlich heil ankommen. Ich glaube U 166 liegt in rund anderthalb Kilometer Tiefe und ist noch relativ in einem Stueck.

Da bleibt aber natuerlich das Problem der Identifizierung. Meilen und Meilen um U 166 liegt kein anderes U-Boot Wrack. Auf den Rockall Banks draengeln die sich etwas. Markante Anbauteile, auffaellige Aussenbordsverschluesse, Verkleidungsteile, fast alles, was eine Identifizierung einfach machen koennte, duerfte abgeschrabbelt sein. Schaut man sich an welch Muehe sich manche Innes McCartney Expedition rund um Britannien schon macht, um nur rauszukriegen welche Nation und welcher Weltkrieg - und das bei Booten, die meist recht intakt in relativ flachem Wasser liegen.   

Ich denke nach wie vor, dass die Chancen von U 47 etwas sicher Identifierbares zu finden minimal sind. Erschwert zusaetzlich durch die Tatsache, dass man die Untergangsursache nicht kennt und so keine markanten Zerstoerungen zur Identifierung heranziehen kann. Neben allen moeglichen Tauchunfallzsenarien ists ja auch schlicht moeglich, dass HMS Camellia and HMS Arbutus U 47 erwischt haben.

Aber - zugegeben - es mag sein, dass sie unzerzaust friedlich auf dem Seegrund ruht, aufrecht, der verwaschene Stier noch am Turm.

Ufo
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: dirkP1a am 07 März 2012, 13:58:46
Die Verschwörungstheorien wurden auch in diesem Buch breitgetreten:

Gerald S. Snyder: Husarenstück in Scapa Flow. Die Versenkung der Royal Oak durch Günther Prien, Heyne, München 1981, ISBN 3-453-01397-2


Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: The Voice am 07 März 2012, 15:16:15
Moin!
Vor Jahren hatte ich mal eine Recherche über die "Verschwörungstheorie" des Verbleibs der Besatzung von U 47 gelesen.
Leider liegt mir die Quelle nicht mehr vor.

Nach dem II Weltkrieg soll sich eine Person mit der Witwe von Korvettenkapitän Günter Prien, Ingeborg Prien, in Verbindung gesetzt haben.
Er teilte ihr mit, dass er Anfang 1945 ihren Ehemann persönlich in einem KZ gesehen haben will.
Es handelte sich bei dieser Person wahrscheinlich um einen von vielen Betrügern, die zu der Zeit durch die Lande zogen, um gegen Geld "absolut sichere Beweise" über den Verbleib von Verwandten verkaufen wollten.

Dies scheint mir die Geburtsstunde für die "Verschwörungstheorie" zu sein.

Gruß: Uwe
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 15:29:42
Ja, so habe ich das auch gelesen mit der Witwe, ging wohl über Jahre so das man ihr Hoffnung machte !

Möchte mich bedanken für den regen Austausch hier über mein Thema, ich weiß auch das die Suche wohl zu kostspielig und mit wenig Fundhoffnung verbunden wäre, trotz neuster Technikmöglichkeiten ! (Wenn es einen Sponsor gebe) !!

Habe mir nochmal überlegt, wäre es nicht möglich das Prien nach Abschuß der 2 Torpedos am 7.3.41 auf die Walfischkocherei aufgetaucht ist und dann vielleicht zu Nahe an das Riesenschiff herankam und von dem unbewußt gerammt wurde ohne das die Besatzung es überhaupt gemerkt hat !?
So einen "Riesenpott" hätte Prien sich doch nicht entgehen lassen, und wenn er sich verschossen hätte dann wäre er mit der Schiffskanone rangegangen ! Meines Wissens waren keine Sicherungsfahrzeuge nach der Torpedierung in der Nähe, einen Tauchunfall halte ich für ausgeschlossen, es sei denn Sabotage oder Materialversagen. Torpedokreisläufer glaube ich auch nicht, Geräuschtorpedos gab es doch erst später !
Zumindest hat Prien sich nach dem 7.3. nie mehr gemeldet. :MG:
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Urs Heßling am 07 März 2012, 15:58:00
moin, Martin,

Zitat von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 15:29:42
... einen Tauchunfall halte ich für ausgeschlossen, .... Torpedokreisläufer glaube ich auch nicht,

Deine Meinung sei Dir unbenommen, aber mit "nicht glauben" kommt man in einer Sachdiskussion - und die streben wir hier an - nicht weiter.

- Tauchunfälle hat es immer wieder, auch mit gut ausgebildeten Besatzungen, gegeben.

- Kreisläufer gab es ebenso, ich erinnere an O`Kane´s TANG im Jahre 1944.

Gruß, Urs
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: ufo am 07 März 2012, 16:01:05
Wieso sollte der Tauchunfall ausgeschlossen sein? U-Boote sind komplizierte Waffensysteme und es ist wohl bekannt, dass in Stressbedingungen Dinge schief gehen koennen. Man wird dem guten Prien nicht gerecht, wenn man annimmt er habe auf Wasser gehen koennen oder Dieseloel in Wein verwandeln.  :wink:
Er scheint ein guter U-Bootkommandant mit ausgesprochen guten Nerven gewesen zu sein.

Kreislaeufer beruhen keineswegs nur auf Suchkoepfen. USS Tang und USS Tullibee haben sich beide mit konventionellen Torpedos versenkt, HMS Trinidad hatte ebenfalls einen Torpedo ohne Suchkopf im Rohr als sie sich abgeschossen hat. Das ist einfach ein schadhafter Gyro, der den Torpedo dann auf eine saubere Kreisbahn bringt.

Ufo

Ups - grad gesehen: Urs hatte beide Punkte schon angemerkt. :MG:

Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Teddy Suhren am 07 März 2012, 18:11:24
Hai

Gibt's eigentlich eine genauere Untergangsposition als die im Gröner?
Die ist diffus irgendwo südlich von Island und das ist weit weg von der Rockall Bank.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 07 März 2012, 18:35:53
Zitat von: The Voice am 07 März 2012, 15:16:15
Vor Jahren hatte ich mal eine Recherche über die "Verschwörungstheorie" des Verbleibs der Besatzung von U 47 gelesen.
Leider liegt mir die Quelle nicht mehr vor.

Nach dem II Weltkrieg soll sich eine Person mit der Witwe von Korvettenkapitän Günter Prien, Ingeborg Prien, in Verbindung gesetzt haben.
Er teilte ihr mit, dass er Anfang 1945 ihren Ehemann persönlich in einem KZ gesehen haben will.
Es handelte sich bei dieser Person wahrscheinlich um einen von vielen Betrügern, die zu der Zeit durch die Lande zogen, um gegen Geld "absolut sichere Beweise" über den Verbleib von Verwandten verkaufen wollten.

Zitat von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 15:29:42
Ja, so habe ich das auch gelesen mit der Witwe, ging wohl über Jahre so das man ihr Hoffnung machte !

Die gesuchte Quelle dürfte Hans Herlins Buch Verdammter Atlantik. Schicksale deutscher U-Boot Fahrer sein. Und die angebliche "Verschwörungstheorie" stammt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit aus den Giftküchen der alliierten Greuelpropaganda, genauer von den Herren Sefton Delmer, Ellic Howe und Konsorten, die im Auftrag der Political Warfare Executive und "Ihrer Majestät Informationsminister" Brendan Bracken Desinformationen verbreiteten und Greuelhetze betrieben.

Die Prien-Story paßt haargenau zu den von diesen berufsmäßigen Lügnern in die Welt gesetzten "Schwarzen Propaganda", z.B. dem, wie Delmer selbst zugab, von ihm nach dem Absturz von Werner Mölders gefälschten, an Generalfeldmarschall August von Mackensen geschickten, angeblichen "Mölders-Brief".

Bei Herlin heißt es:

»Mit den britischen Truppen kam das Gerücht in die Stadt. Plötzlich war es da. Und dann hatte ein britischer Sender die Nachricht gebracht: Günther Prien, Kommandant von U 47, lebt! - Er ist mit seiner Besatzung in einem Konzentrationslager aufgefunden worden. Prien selbst wird, sobald er wiederhergestellt ist, über den Rundfunk sprechen...«

Dafür wurde auch noch ein falscher (Berufs-)"Zeuge" (ein Kerl, der sich unter dem Namen "Heinz Grann" vorstellte (Anschrift: Hamburg, Kleiner Schäferkamp 44) und als angebliches Besatzungsmitglied von U 47 ausgab) aufgeboten, der an die Witwe von Kptlt. Wolfgang Barten (Kmdt. U 40, gefallen 13.10.1939, Crewkamerad von Prien) herangespielt wurde und dieser ein ungeheuerliches Lügenmärchen auftischte:

»Das Boot, unser Boot ... Es sollte von seinem Stützpunkt auslaufen. Das war in Lorient, im Februar '41. [...] Das Boot war ordentlich mitgenommen. Es war zwar überholt worden, aber auf einer Probefahrt zeigte sich, daß der Motor [sic!! Singular! Wußte der Lügner nicht mal, daß Uboote zwei Diesel- und zwei E-Maschinen hatten? Anm. GvB] noch immer muckte. Prien wollte mit so einem Boot nicht ausfahren. Es war auch wegen der Mannschaft. Er verlangte das Letzte von uns. Aber er wußte, wenn es zuviel war... Als der Befehl kam, da liefen wir aus. Und dann... Ein anderes Boot war auch ausgelaufen. Es hatte Befehl, uns zu rammen. Aber das wußten wir da noch nicht. Ich will den Namen des Bootes nicht nennen.« Er schwieg eine Weile, als wolle er ihr [Fr. Barten, Anm. GvB] Zeit lassen.
»Wir hatten das andere Boot im Horchgerät ausgemacht. Wir tauchten auf und da war es. Wir signalisierten hinüber - und in dem Augenblick sahen wir, daß es zum Rammen ansetzte. Wir begriffen erst, als man uns aufgefischt hatte und Posten mit Gewehren...« Er brach ab.
»Und was ist mit - Günther?« [...]
»Er wurde verletzt. Ersparen Sie mir das. Und das war auch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war, daß Kameraden... [...] Die ersten Wochen verbrachten wir in einem Lazarett, in Wilhelmshaven. Ein abgetrennter Flügel. Posten vor den Türen. Wir hatten mehrere Verletzte. Später ging es weiter. Bei Nacht, unter strenger Bewachung. Zuerst nach Torgau, dann Esterwegen
[sic! siehe unten - man hatte das Lügenmärchen also mit den Genossen Kommunisten in der SBZ gut abgestimmt!] ... Ich lag dort mit ihm in einer Stube. [...] Die Engländer halten ihn noch versteckt, bis die deutschen Behörden die Todeserklärung zurücknehmen [...]« [was für eine absurde Begründung - und wie bürokratisch überkorrekt von der Besatzungsmacht gegenüber den deutschen Behörden, Anm. GvB]

Einige Tage später wiederholte "Heinz Grann" sein Lügenmärchen und hatte nun sogar zwei Adressen parat, unter denen Prien angeblich zu finden sei:

»In Lüneburg und bei Hannover. [...] Frau Barten brauchte einen Passierschein. Sie lief von Dienststelle zu Dienststelle. Im Rathaus schickte man sie zum Esso-Haus am Neuen Jungfernstieg. Endlich wurde sie beim Stadtkommandanten vorgelassen.

Der Town-Major, ein Mr. Bender, war verständnisvoll - Günther Prien? Sicher, er kannte diesen Mann. [...] Die Gerüchte? Oh - well, das stimmt. Mr. Prien lebt - das hatte er auch gehört. [...]

Während Frau Barten, wieder in Hamburg, Tag um Tag verzweifelter auf Nachricht wartet, meldet sich ein Herr Voss. Er ist Deutscher. Er arbeitet als Dolmetscher beim britischen Secret Service. Und Herr Voss schwört: Prien und die Männer seiner Besatzung leben. Er weiß, sie waren einige Tage im Gebäude des Secret Service in Hamburg in der Feldbrunnenstraße untergebracht. [...]
Als sie das untätige Warten nicht mehr aushält, fährt sie noch einmal nach Lüneburg. Im Kohlenzug. Stundenlang steht sie auf dem Trittbrett. Und wirklich. Man hat dort eine Nachricht für sie. Eine Nachricht, an der sie nicht zweifeln kann, Antwort aus Genf. Das Rote Kreuz hat geschrieben, daß Günther Prien, wenngleich verletzt, am Leben sei. Seinen derzeitigen Aufenthalt allerdings kenne man nicht. [...] So wird es Ende 1945. Weitere Spuren weisen nur ins Leere.«


Das angebliche Mitglied von Priens Besatzung legte bezeichnenderweise eine bemerkenswerte Rücksichtnahme dem angeblichen "Täterboot" gegenüber an den Tag: »Ich will den Namen des Bootes nicht nennen« – eine für solcherlei niederträchtige Lügengeschichten typische Vorgehensweise, würden bei Nennung einer Bootsnummer die folgenden Nachforschungen doch umgehend zur sofortigen Widerlegung dieser Schwarzen Propaganda führen. Im übrigen ein bemerkenswertes Vorgehen der "Nazi-Marine": Im Februar 1941 opfert man zwei der viel zu wenigen vorhandenen Uboote, um einen angeblich widerspenstigen Kommandanten (und im Kollektivschuldverfahren dessen ganze Besatzung - hochausgebildete, fronterfahrene und erfolgreiche Spezialisten - gleich mit) zu "bestrafen". Auch dies ein typisches Merkmal für Greuelpropaganda.

Wie schrieb doch der oberste britische Hetzpropagandist Sefton Delmer in seinem Buch »Die Deutschen und ich«:

»Ich tat mein Bestes, um auf diesem Wege auch das älteste Ziel unserer psychologischen Kriegsführung zu fördern: Deutsche gegen Deutsche aufzuhetzen.« [S. 617]

»Einige Stunden später trat ich vor mein Team, um meine Abschiedsansprache [nach der deutschen Kapitulation, Anm. GvB] als "Leiter der Sonderoperationen" zu halten und meinen Leuten von den Aufgaben zu erzählen, die nun vor ihnen lagen.
Ich hatte sie alle in der Kantine zusammenrufen lassen - deutsche und österreichische Kriegsgefangene, deutsche Emigranten, britische und amerikanische Sektionschefs und Redakteure...
"Bis jetzt hat unser Sicherheitssystem hervorragend funktioniert", sagte ich, "Ihr habt mit Außenstehenden nicht über eure Arbeit gesprochen und über uns und unsere Methoden ist kaum etwas an die Öffentlichkeit gedrungen. Manche Leute haben vielleicht ihre Vermutungen, aber mit Sicherheit wissen sie nichts. Ich möchte gern, daß das so bleibt. Laßt euch nicht dazu verleiten, euch mit der Arbeit, die wir geleistet haben und den Fallen, die wir dem Feind gestellt haben, großzutun. [...]

Ich weiß, der psychologische Krieger wird der großen Versuchung ausgesetzt sein, aufzustehen und sich vorzustellen. Er wird der Welt gern von all den großen Dingen erzählen wollen, die er geleistet hat. Wir "Schwarzen" von MB müssen dieser Versuchung widerstehen, gleichgültig, was unsere Kollegen von der BBC, der SHAEF oder der 12. Heeresgruppe auch tun mögen.
Warum ich das von euch verlange? Nun, erinnert euch einmal daran, was nach dem Ersten Weltkrieg geschehen ist. Damals war Lord Northcliffe Leiter der britischen Propaganda. Und dieser Mann war nicht imstande, der Versuchung zu widerstehen. Ihn hungerte es nach Schlagzeilen, Artikeln und Biographien, in denen seine großen Taten gepriesen wurden. Er war nicht zufrieden mit der persönlichen Genugtuung, die ein Mensch über eine vollbrachte Arbeit empfindet. Er brauchte den Beifall des Publikums. Und darum lieferte er der Nachkriegspropaganda der Deutschen gefährlichen Stoff. [...]

Wenn wir jetzt anfangen wollten, uns der gerissenen Tricks zu rühmen, die wir angewandt haben - wer weiß, was daraus entstehen könnte. Darum kein Wort darüber! Propaganda ist etwas, worüber man den Mund hält.«
[S. 632 f.]

Auf Nachfrage der in Leipzig lebenden Mutter von Prien, Frau Bohstedt, wurde ihr vom Hauptausschuß "Opfer des Faschismus" ("gez. Raddatz") im Dezember 1945 folgendes mitgeteilt (sinngemäß veröffenticht in der Berliner Zeitung Der Morgen vom 03.02.1946):

»Was hat sich wirklich ereignet? Das erfuhren authentisch zuerst Leute aus Neu-Seddin bei Potsdam nach dem Zusammenbruch. Dort wurden auf dem Güterbahnhof in einigen Waggons Akten des Reichsjustizministeriums gefunden, die dann von den Besatzungsbehörden beschlagnahmt wurden. Unter ihnen befindet sich die Akte Prien [Was hat das Reichsjustizministerium mit einem angeblichen Kriegsgerichtsverfahren gegen Marineangehörige zu tun? Dafür war das Reichskriegsgericht zuständig und Angehörige der Wehrmacht unterstanden der Wehrmachtsjustiz und nicht der Ziviljustiz, Anm. GvB]

Elektroschweißer Busse aus Beelitz, der die Akte gelesen hat, [großartige proletarische Leistung des Genossen Elektroschweißers Busse, der mal eben so nebenberuflich Akten des Reichsjustizministeriums auswertet, Anm GvB] stellt den Inhalt so dar:

Günther Prien ist vor ein Kriegsgericht gestellt worden und zusammen mit dem größten Teil der Mannschaft seines Bootes in das KZ Torgau und später in das Moorlager Esterwegen (Hann.) gebracht worden. Beim Hauptausschuß "Opfer des Faschismus" in Berlin liegen Zeugenaussagen ehemaliger Häftlinge vor, die mit Prien zusammen in Haft waren. Einer dieser Zeugen ist Fritz Reichert aus Wittenau, Rödernallee. Er hat Prien noch Ende Februar 1943 in Torgau gesehen. Weiter liegt dem Hauptausschuß ein Brief von Hans Bothmann aus Gotha vor. Er ist Vater des Leitenden Ingenieurs des Bootes Prien. Bei ihm hat sich der Zeuge Werner Kowernik aus Berlin gemeldet, der Prien und den Ingenieur Bothmann im Moorlager Esterwegen getroffen hat. Nach weiteren Zeugenaussagen ist Prien noch im Januar/Februar 1945 in Torgau gesehen worden.«


Ins "KZ Torgau" also soll Prien samt Besatzung verbracht worden sein. Kennt das seltsame KZ jemand?
Wenn es sich um → dieses hier (http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=32880) handeln soll, hat man bei der Konstruktion der Lügengeschichte dummerweise übersehen, daß das dortige Männerkonzentrationslager bereits 1937 aufgelöst worden war. Aber gut...:

»seit 1941
Unterbringung einer SS-Bekleidungskammer, Einrichtung eines Außenkommandos des KZ Sachsenhausen mit 15 Häftlingen

Frühjahr 1942 – April 1945
Nutzung als SS-Hauptzeugsamt, weitere 50 Häftlinge aus Sachsenhausen kommen in das Kommando«

http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=32880

... 65 Häftlinge, da könnte ja dann die U 47 - Besatzung darunter gewesen sein, in der SS-Bekleidungskammer und im SS-Hauptzeugamt, wo der Genosse Reichert aus Wittenau den Kkpt. Prien »noch Ende Februar 1943« gesehen haben will - und andere ungenannte Zeugen noch im Januar/Februar 1945...


Was diese ungeheuerliche Lügengeschichte für Priens Mutter bedeutete, für die es wohl schwer genug gewesen sein muß, zuerst das Boot ihres Sohnes seit Frühjahr 1941 als vermißt gemeldet zu bekommen und sich nach und nach mit dem Gedanken vertraut machen zu müssen, daß es wohl keine Hoffnung mehr gebe und ihren Sohn mit seiner gesamten Besatzung irgendwo im nassen Grab auf dem Grund des Nordatlantik ruhen zu wissen – und nun will man ihr nach über vier Jahren einreden, er lebe doch noch, er sei gar nicht gefallen, sondern die Nazis hätten ihn mit seiner gesamten Besatzung in ein Konzentrationslager gesteckt.

Das folgende ist so gemein und niederträchtig, daß ich es aus Herlins Buch wörtlich zitieren will:

»Seit diesem Tag kennt die Mutter Günther Priens nur noch ein Ziel: fort aus dieser Stadt [Leipzig]. Sie hat hier niemanden, der ihr raten kann. Niemand, dem sie vertrauen kann.
Die Mutter hat noch ein paar Bücher gerettet: die Bibliothek ihres Sohnes mit nautischen Fachbüchern. Sie verkauft sie. Für das Fahrgeld nach West-Berlin.
Das Wenige, das ihr sonst noch geblieben ist, läßt sie zurück. Die Bronzebüste ihres Sohnes, die man ihr aus Lorient geschickt hatte, und ein paar Sachen packt sie in eine alte Seekiste. Sie erhält die Erlaubnis für einen Besuch nach West-Berlin. Im März 1950 verläßt die Mutter Günther Priens Leipzig.

"Als ich floh, dachte ich Ruhe zu finden, aber scheinbar bekomme ich sie nie", schreibt sie in ihrem ersten Brief aus West-Berlin. Sie hat ein kleines Zimmer in Charlottenburg gefunden. Sie erhält ihren Flüchtlingsausweis und Aufenthaltsgenehmigung für West-Berlin. Dann kommt auch ihr Rentenbescheid, fünfundvierzig Mark. Sie wird in das Städtische Wohnheim in Berlin-Siemensstadt eingewiesen. Sie bewohnt dort ein Zimmerchen mit einer Kochnische, das Zimmer Nummer zehn. Sie zahlt dreißig Mark dafür, Gas und Licht extra. Und sie muß sich selber verpflegen. Immer noch findet sie keine Ruhe, immer noch kommen die sich widersprechenden Nachrichten über ihren Sohn. Dann wird sie krank. Fünf Monate liegt sie in ihrem Zimmer im Heim. Dann bringt man sie ins Krankenhaus. Nach neun Monaten wird sie entlassen. Hoffnungslos, sagen die Ärzte, Krebs.

Ihre Briefe, in denen sich ihr Schicksal spiegelt, werden seltener. Sie weiß, daß sie keine Kraft mehr hat. Auch für eine Frau, die im Leben gelernt hat, allein zu sein, gibt es eine Grenze. "Niemand fragt nach meinem Leben. Wozu noch? Könnte ich nur Günthers Kindern noch etwas sein, aber die sind für mich unerreichbar."

Einer der letzten Briefe, die sie vor ihrem Tode erreichen, kommt aus Leipzig. Und selbst jetzt noch, Anfang des Jahres 1954, quält man sie. Ein Herr Trauts schreibt ihr, an dem Tag, an dem sie Leipzig verlassen hätte, hätte ihr Sohn sie in ihrer Wohnung gesucht.«


Das ist ein ganz besonderes Schurkenstück "humanistischer und menschenfreundlicher" kommunistischer "psychologischer Kriegsführung" (vulgo: Rachsucht und Niedertracht): Eine einsame, todkranke, verzweifelte alte Frau nach Strich und Faden fertigzumachen, nur weil sie das Pech hatte, die Mutter eines "Nazi-Kriegshelden" zu sein. Zum Kotzen.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: The Voice am 07 März 2012, 18:55:08
Zitat von: Götz von Berlichingen am 07 März 2012, 18:35:53
Zitat von: The Voice am 07 März 2012, 15:16:15
Vor Jahren hatte ich mal eine Recherche über die "Verschwörungstheorie" des Verbleibs der Besatzung von U 47 gelesen.
Leider liegt mir die Quelle nicht mehr vor.
Die gesuchte Quelle dürfte Hans Herlins Buch Verdammter Atlantik. Schicksale deutscher U-Boot Fahrer sein.
Danke für die Quellenangabe und die Erläuterungen
Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, ich besitze das Buch ja selbst!
Bin nur nicht drauf gekommen, wo ich das gelesen habe!
Gruß: Uwe
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Arche am 07 März 2012, 19:30:04
Hallo!

Zu den Ausführungen von Götz zu Berlichingen ist nur zu vermerken, dass es diesen Heinz Grann nie gab. Der Name ist falsch und bei der Kriegsmarine ist er nie gewesen. Die Gerüchte sind sicherlich u.a. dadurch entstanden, dass ein
Besatzungsmitglied von U-47 tatsächlich in Torgau war und später als Bewährungssoldat an der Ostfront fiel. Die Legende hat sich dadurch schon während des Krieges bei den Frontsoldaten verbreitet und wurde dann durch immer
weitere "neue Details" verstärkt.

Gruß

Heinz-Jürgen
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Maurice Laarman am 07 März 2012, 20:00:34
Sehr interessanter Beitrag, Götz von Berlichingen, danke!

Ja, dieser Soldatensender Calais..Leider sind die Ausstrahlungen nicht erhalten geblieben. Die letzte habe ich aber auf ein CD. War Horst Bredow nicht mal beschäftigt mit ein Recherche nach dieses Thema? Kann mich erinneren eine Suchanfrage gesehen zu haben.

Obwohl niemand durch ein Radioausstrahlung getötet wird, haben solche Berichte sicher Ihrer Auswirkung gehabt.

mehr findet man hier:
http://bobrowen.com/nymas/radioproppaper.htm

Herzliche Gruss,

Maurice
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 20:50:44
Zitat von: Urs Hessling am 07 März 2012, 15:58:00
moin, Martin,

Zitat von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 15:29:42
... einen Tauchunfall halte ich für ausgeschlossen, .... Torpedokreisläufer glaube ich auch nicht,

Deine Meinung sei Dir unbenommen, aber mit "nicht glauben" kommt man in einer Sachdiskussion - und die streben wir hier an - nicht weiter.

- Tauchunfälle hat es immer wieder, auch mit gut ausgebildeten Besatzungen, gegeben.

- Kreisläufer gab es ebenso, ich erinnere an O`Kane´s TANG im Jahre 1944.

Gruß, Urs

Okay,
war vielleicht zu "unsachlich" ausgedrückt, klar sind die beiden Ursachen möglich aber wahrscheinlich nicht die Ursache, genauso wie die angebliche "KZ" Geschichte. Obwohl im 3.Reich war vieles möglich  :|
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 20:54:35
Zitat von: Teddy Suhren am 07 März 2012, 18:11:24
Hai

Gibt's eigentlich eine genauere Untergangsposition als die im Gröner?
Die ist diffus irgendwo südlich von Island und das ist weit weg von der Rockall Bank.

Dazu würde ich gerne wissen ob es genaue Koordinaten zur ersten Torpedierung des Walfangkochereischiff gibt, die dürften doch SOS gefunkt haben. Da würde ich meine Suche ansetzen !
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Urs Heßling am 07 März 2012, 21:22:02
moin,

Zitat von: Teddy Suhren am 07 März 2012, 18:11:24
Gibt's eigentlich eine genauere Untergangsposition als die im Gröner?
Die ist diffus irgendwo südlich von Island und das ist weit weg von der Rockall Bank.

http://www.uboat.net/boats/u47.htm

Gruß, Urs
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 21:35:58
Zitat von: Urs Hessling am 07 März 2012, 21:22:02
moin,

Zitat von: Teddy Suhren am 07 März 2012, 18:11:24
Gibt's eigentlich eine genauere Untergangsposition als die im Gröner?
Die ist diffus irgendwo südlich von Island und das ist weit weg von der Rockall Bank.

http://www.uboat.net/boats/u47.htm

Gruß, Urs



Sunk by U-99 (Otto Kretschmer)



Position

60N, 12.50W - Grid AM 1225

50 Minuten vorher hatte Prien das Schiff angegriffen, wenn bedenkt das danach nur noch kleine Fahrt machte kann man ungefähr den letzten Standort von U47 eingrenzen
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Urs Heßling am 07 März 2012, 21:49:43
moin,

[Terje Viken]
Zitat von: U-Bootsuche am 07 März 2012, 21:35:58
Sunk by U-99 (Otto Kretschmer) ... Position 60N, 12.50W - Grid AM 1225
50 Minuten vorher hatte Prien das Schiff angegriffen, wenn bedenkt das danach nur noch kleine Fahrt machte kann man ungefähr den letzten Standort von U47 eingrenzen


hier zuckt sofort der Navigator: da scheint dann in den Daten von u-boat.net etwas nicht zu stimmen, denn die Verlustangabe für U 47 ist 60 N, 19 W, und 7 Längengrade sind auch bei 60 Nord noch eine Menge Holz (mehr als 200 sm)

Gruß, Urs
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 08 März 2012, 00:08:36
Okay,
aber wer hat die genauen Daten denn bestimmt ?
Niemand weiß doch eigentlich wo er abgesoffen ist, da gibt es soviele Geschichten, auch von dem komischen roten Licht das ein Zerstörer bei einem Wasserbombenangriff nach untertauchen des U-Bootes lange gesehen haben will !

Ich denke wirklich wenn man suchen sollte dann in der Nähe von dem Angriff U99 auf das Walschiff mit einem kleinen Umkreis was ein vorher getroffenes Schiff in 50 Minuten noch mit kleiner oder keiner Fahrt gelaufen ist ! Da wird irgendwo Prien sein nasses Grab heute vor 71 Jahren gefunden haben, aus welchen Gründen auch immer !
Weiß eigentlich jemand wann er zuletzt gefunkt hat und ob er von dem Angriff auf das Walschiff berichtet hatte ? Wann hat er sich zuletzt gemeldet ? Der Angriff am 7.3.41 scheint auch nicht so ganz sicher zu sein das er es war !
Viele Fragen !!! :?
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: 040652 am 08 März 2012, 08:44:53
Hallo,
hier ist der Bericht "Das Archiv" Nr. 4 vom März 1995, Freundeskreis U-Boot-Archiv e.V. Cuxhaven/Altenbruch.

Was war nun wirklich mit U 47:
Im März 1991 wurde vom britischen Ministry of Defense die neuesten Ermittlungen bekannt gegeben. U 47 wurde NICHT, wie 50 Jahre lang angenommen, am 08. März 1941 vom Zerstörer HMS "Wolverine" versenkt. Über die letzte Feindfahrt von U 47 gibt es keine Aufzeichnungen, außer den Funksprüchen. Anhand dieser Tatsache und einer inzwischen exakt ausgearbeiteten Versenkungsliste, kann die letzte Feindfahrt des Bootes teilweise rekonstruiert werden.
Am 25.02.41 sichtete U 47 den Geleitzug OB.290 und meldet dem BdU: "Feindlicher Geleitzug in Sicht. Westkurs. Werde durch Flieger abgedrängt". Fünf Stunden nach der ersten Sichtmeldung gibt Prien einen neuen ausführlichen Bericht über den Konvoi ab. Nach der zweiten Meldung bleibt es vier Stunden still im Äther. In dieser Zeit gewinnt U 47 Fühlung am Konvoi. Prien greift wieder an. In den ersten Morgenstunden des 26.02.41 geht der belgische Dampfer "Kasongo" unter. Prien erzielt weitere Erfolge und meldet in einem kurzen Funkspruch: "Wabo-Verfolgung. Habe Fühlung verloren. Bisheriger Erfolg 22.000 BRT. Prien". Am 28.02.41 treffen sich U 47 und U 99 während der Verfolgung des Geleitzuges. Prien berichtet Kretschmer, daß er erst vor kurzem auf U 100 (Schepke) getroffen war. Am Morgen des 06.03.41 meldet sich U 47 zum vorletzten Mal. Das Boot hat den Geleitzug OB.293 gesichtet. Durch diesen Funkspruch bringt Prien die Boote U 70 und U 99 an den Konvoi heran. Wenig später meldet U-A (Eckermann) auch den Geleit gesichtet zu haben. U 47 hängt sich als Führungshalter an und gibt am Morgen des 07.03.41 noch einmal Peilzeichen und meldet Standort und Kurs des Geleitzuges. Dann bricht die Verbindung ab. Im Verlauf des 07. März wird U 47 mehrfach gerufen, meldet sich aber nicht mehr.

Dokumente, Augenzeugenberichte und amtliche Unterlagen aus deutschen und britischen Quellen belegen zweifelsfrei, daß die "Wolverine" am Morgen des 8. März 1941 elf (11) Angriffe gegen ein U-Boot fuhr und dieses auch wahrscheinlich versenkte. Bei der Auswertung der deutschen Unterlagen nach Kriegsende wurde durch die britische Untersuchungs-Kommission (U-Boat Assessment Committee) festgestellt, daß U 47 am Konvoi OB. 293 verloren gegangen war. Dabei folgerte die Kommission, daß durch diese Angaben das Ende von U 47 genau mit der B-Meldung (B=wahrscheinliche Versenkung/A=sichere Versenkung) der "Wolverine" übereinstimmt. Somit wurde die B-Meldung in eine A-Meldung umgewandelt und der Verlust von U 47 dem Zerstörer "Wolverine" zugerechnet.
Die Eintragung aus dem KTB von U-A (Eckermann) wurde hier nicht berücksichtigt. U-A stand am 07.03.41, zum selben Zeitpunkt als U 47 in Verlust geriet, ebenfalls am Geleit OB.293. In diesem KTB-Eintrag schildert der deutsche U-Boot-Kommandant eine siebeneinhalbstündige Wasserbombenverfolgung am frühen Morgen des 08.März 1941 durch einen britischen Zerstörer. Die Angaben stimmen minuziös mit denen der "Wolverine" überein ! Nach Vergleichen und Auswerten dieses Berichtes mit dem der "Wolverine" bestehen keine Zweifel mehr darüber, daß die Verfolgung des Zerstörers U-A galt und nicht U 47. U-A erlitt durch die Wabo-Verfolgung extrem starke Beschädigungen, die den Kommandanten veranlaßten, die Feindfahrt sofort abzubrechen um nach Frankreich zurückzukehren.

Nach neuesten Ermittlungen des britischen Ministry of Defence ist U 47 sehr wahrscheinlich schon am 07. März 1941 gesunken. U 47 wurde am 07.03.41 entweder ein Opfer des ersten Wabo-Angriffs der "Wolverine", unmittelbar nach der Torpedierung der "Terje Viken" im OB.293, oder das Boot geriet in die stundenlangen Verfolgung von U 70 durch die britischen Korvetten "Camellia" und "Arbutus", die U 70 noch am selben Tag versenkten. Die genaue Ursache, die zum Verlust von U 47 führte ist aber weiterhin unbekannt. Die weiteren Untersuchungen, der zutreffenden Angriffe auf U 47, ergibt keinen Beweis für die Zuordnung zu einer britischen U-Boot-Jagdeinheit. U 47 könnte auch Treibminen zum Opfer gefallen sein ! Möglich wären noch technische Schäden, da U 47 bereits seit Kriegsbeginn, nur durch kleine Werftliegezeiten abgesehen, ununterbrochen im Einsatz stand und deshalb die Material- und Seefestigkeit fragwürdig erscheint. -  Der Verlust von U 47 ist nicht mehr nachvollziehbar. -

Gruß
Horst
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 08 März 2012, 08:57:22
Nach neuesten Ermittlungen des britischen Ministry of Defence ist U 47 sehr wahrscheinlich schon am 07. März 1941 gesunken. U 47 wurde am 07.03.41 entweder ein Opfer des ersten Wabo-Angriffs der "Wolverine", unmittelbar nach der Torpedierung der "Terje Viken" im OB.293, oder das Boot geriet in die stundenlangen Verfolgung von U 70 durch die britischen Korvetten "Camellia" und "Arbutus", die U 70 noch am selben Tag versenkten. Die genaue Ursache, die zum Verlust von U 47 führte ist aber weiterhin unbekannt. Die weiteren Untersuchungen, der zutreffenden Angriffe auf U 47, ergibt keinen Beweis für die Zuordnung zu einer britischen U-Boot-Jagdeinheit. U 47 könnte auch Treibminen zum Opfer gefallen sein ! Möglich wären noch technische Schäden, da U 47 bereits seit Kriegsbeginn, nur durch kleine Werftliegezeiten abgesehen, ununterbrochen im Einsatz stand und deshalb die Material- und Seefestigkeit fragwürdig erscheint. -  Der Verlust von U 47 ist nicht mehr nachvollziehbar. -

Gruß
Horst

Dann hätte doch auch U99 in die stundenlange Waboverfolgung geraten müssen, wenn er noch 50 Minuten nach Priens Erstangriff zum Schuss kam, von welchem Zerstörer kam denn die Meldung mit dem komischen rotem Licht unter Wasser, was ja auch mit Priens Untergang in Verbindung gebracht wurde ?

Das mit der Material/Seefestigkeit habe ich mir selber auch schon überlegt, sein Boot war ja mehrmals Waboverfolgungen ausgesetzt und bestimmt öfter unter 150 Meter gewesen !
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: ufo am 08 März 2012, 12:00:51
Das "orangene Gluehen unter der Wasseroberflaeche, das knapp 10 Sekunden andauerte" stammt aus dem Bericht von HMS Wolverine und daher dann wohl aus der Verfolgung von UA. Das wurde auf Wolverine damals als das Detonieren eines getroffenen U-Bootes interpretiert. Da UA in einem Stueck geblieben ist, ist es wahrscheinlicher, dass der Lichteffekt die Fehlzuendung einer Wasserbombe war, die nicht detoniert ist sondern in der Tiefe abgebrannt ist.

Schaut man den Bericht aus "DasArchiv" an, so wird da ja aber auch nicht ausgeschlossen, dass HMS Wolverine zwei auf einen Streich beharkt hat. Dann mag das orangene Gluehen tatsaechlich eine Explosion auf U 47 gewesen sein.

Ufo
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 08 März 2012, 14:37:49
Zitat von: U-Bootsuche am 08 März 2012, 00:08:36Weiß eigentlich jemand wann er zuletzt gefunkt hat und ob er von dem Angriff auf das Walschiff berichtet hatte ? Wann hat er sich zuletzt gemeldet ? Der Angriff am 7.3.41 scheint auch nicht so ganz sicher zu sein das er es war !

Letzter Funkspruch: 07. März 1941 04:54 Uhr, danach wurden bei Einbruch der Dunkelheit am frühen Abend des 7. März auf U 99 über eine Stunde lang laute Abstimmsignale mitgehört, die von einem Boot ganz in der Nähe stammen mußten. Dies müsse, so der Funker von U 99, Prien gewesen sein. Demnach wäre U 47 bis zum Abend des 7. März noch nicht vernichtet gewesen:

»Am 6. März, gegen Mittag erreichte U 99 den Konvoi. Er war sehr stark bewacht. Kretschmer wartete bis zur Dämmerung. Dann führte er das Boot zwischen zwei Zerstörern hindurch mitten unter die Herde der Schiffe. Sie torpedierten einen Walfänger, ein großes Schiff mit über 20.000 Tonnen. Es stoppte und bekam Schlagseite. Sie griffen andere Ziele an, und dann schlichen sie sich heraus, um zu sehen, was inzwischen aus dem Walfänger geworden war. Sie fanden das Schiff nicht mehr, aber sie beobachteten an der Stelle, an der sie es torpediert hatten, zwei Zerstörer, die Schiffbrüchige auffischten.

Zur gleichen Zeit fingen sie einen Funkspruch von Prien auf, der den neuen Kurs des Geleitzuges meldete. Das war gegen fünf Uhr früh des 7. März [...]

»Diesen letzten Funkspruch von Prien nahm ich selber auf«, berichtet Jupp Kassel
[Funker von U 99, Anm. GvB]. Es war genau um vier Uhr vierundfünfzig. Am 7. März. Den Tag über hörten wir nichts von U 47, aber während der Nacht würde Prien als Beschatter wieder regelmäßig seine Meldungen abgeben. Ich machte, sobald es dunkel wurde, selber Dienst. Ich saß da und wartete, die Kopfhörer übergestülpt. Plötzlich war in der Muschel ein starkes Pfeifen. Es war so stark, daß es von einem Boot ganz in der Nähe kommen mußte. Nur ein Boot konnte das sein. Nur Prien stand so nah. Es waren Abstimmgeräusche auf der Kurzwelle. Mit Priens Sender stimmte etwas nicht! Wir hatten während dieser Unternehmung schon mehrmals verstümmelte Funksprüche aufgefangen, und einmal, nach einer langen Pause des Schweigens, hatte U 47 gemeldet "Sendestörung behoben". Auch an diesem Abend hörte ich, wie der Funkmaat von U 47 versuchte, seinen Apparat wieder in Ordnung zu bringen.

Ich machte Kretschmer Meldung davon. Er kam selbst herunter in die Funkbude. Er brauchte nicht einmal den Kopfhörer aufzusetzen, das unheimliche, durchdringende Pfeifen war so stark, daß man es noch aus den beiden Muscheln, die auf dem Tisch lagen, hörte.
Ich weiß noch, daß wir uns erschreckt ansahen. Jeder Engländer konnte das mithören.
Nach einer Stunde verstummte das Pfeifen. Wir hofften und bangten und wagten nicht, daran zu denken, daß es dem Engländer gelungen war, den genauen Standort des Bootes auszumachen. Aber nichts geschah. Prien mußte seinen Sender nicht klarbekommen haben. Und dann kam der Funkspruch. Aber nicht von Prien. Er kam von der Befehlsstelle, aus Lorient. Es war gegen 23 Uhr, und ich hörte ihn, immer wieder, immer wieder: "U 47 Standort, Lage und Erfolg melden..."
Um Mitternacht hörten wir ganz in der Nähe den Wasserbombenangriff auf ein Boot. Und im gleichen Augenblick vernahm ich in dem Kopfhörer wieder den Ruf: "U 47 sofort Standort, Lage und Erfolg melden...".
So ging es die ganze Nacht. Immer wieder riefen sie das Boot an. Wir hörten nicht, daß Prien sich meldete.«


Quelle: Hans Herlin, Verdammter Atlantik. Schicksale deutscher U-Boot-Fahrer, Weltbild, Augsburg 2008, S. 64 f.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: U-Bootsuche am 08 März 2012, 20:25:13
Ein defektes Funkgerät das dauernd funkte und natürlich die Position von U47 genau mitteilte, davon habe ich auch schon gelesen, doch dann hätten gerade die Engläder nach dem Krieg berichtet, das der Funkcode von U47 dürfte bekannt gewesen sein für die Engländer ! Wenn die ihn tatsächlich offentsich versenkt hätten dann wäre es gerade bei ihm sofort durch die Presse gegangen ! Fakt ist doch, das selbst die Engländer nichts richtig wußten von U47. Selbst die Entkommung von "UA" haben Sie als Versenkung deklariert !!
Martin :MG:
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 08 März 2012, 21:12:32
Zitat von: U-Bootsuche am 08 März 2012, 20:25:13
Ein defektes Funkgerät das dauernd funkte und natürlich die Position von U47 genau mitteilte, davon habe ich auch schon gelesen, doch dann hätten gerade die Engläder nach dem Krieg berichtet, das der Funkcode von U47 dürfte bekannt gewesen sein für die Engländer !

Dafür ist der Funkschlüssel völlig ohne Bedeutung, es genügt, den Sender einzupeilen.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: halina am 06 April 2012, 22:03:13
moin , ich bin auch der Meinung dass die englische Presse die Versenkung durch einen Zerstörer gemeldet hätten , es
wurde auch die Vermutung geäussert , dass U-47 evtl. durch einen eigenen Torpedo-Kreisläufer getroffen sein könnte
und somit zum Untergang führte .
                                                                                                                     Gruss Halina
                                                                                                                                                                               
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Firstfoyd am 10 April 2012, 18:31:16
Hallo erstmal an alle Verschwörungstheoretiker   :O/Y

Ich finde dieses Thema sehr interessant zumal ich eine andere Version über Priens verbleib habe.

Versenkung durch den Zerstörer Wolveriene wurde nicht bestätigt. Damit sind die Türen der Verschwörungstheorien geöffnet.

Wegen Befehlsverweigerung im KZ glaube ich auch nicht, dafür war Prien zu diszipliniertund treu ergeben, denn schließlich hatte er beim BdU einen zu guten Stand, er diskutierte mit Dönitz detailiert Operationen aus, wo andere kommandanten nur einen Marschbefehl bekamen.

U-47 wurde vom Langstrecken-U-Boot UA  versenkt.

Prien hatte vermutlich auf See beobachtet, wie 2 längsseits liegenden Frachter (ein Deutscher und ein Amerikanischer) Transportgut tauschten. Angriff war nicht mögich ohne das deutsche Schiff zu gefährden. Aufgrund des bestehenden Handelsembargo mit Amerika war dies jedoch nicht zulässig. Im übrigen ist ja heute bekannt das die Krupp-Stahwerke an die Amerikaner Technologien verkauften, vielleicht war das ja so ein geheimes Treffen. Er machte pfichtgetreu Meldung darüber und das Unglück nahm seinen Lauf. Der 3-fach verschlüsselte geheime Funkspruch an den BdU wurde abgefangen. Man beauftragte unter strengster Geheimhaltung das eingestzte U-boot UA wovon nur eines für die Türkei gebaut wurde aber nie ausgeliefert wurde, Prien noch vor Einalufen zu versenken. Weiterhin wurde UA angeblich von Wolverine angegriffen im Glauben U47 zu behaken, daß gerade zuvor von UA versenkt wurde. Deshalb hatte der Zerstörer UA nicht versenkt da er Order bekam sich zurück zuhalten.

Siehe http://www.us-politik.ch/teil2.htm


:-D Wie gesagt alles nur Theorie aber spannend. :O/Y

bin gespannt Micha
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: F.B. am 10 April 2012, 19:20:10
Hallo,

Gibt es für diese Spekulationen irgendwelche Indizien? Das sind doch wohl eher nur Hirngespinste ohne Indizien oder gar Beweise.

MfG

Frank
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Götz von Berlichingen am 10 April 2012, 19:34:05
@ Firstfoyd:

Melde dich als Drehbuchschreiber beim ZDF.
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Trimmer am 11 April 2012, 14:48:22
Also ich habe auch selten so einen "geistigen Dünnsch.... " gelesen. :MS: Das "Sahnehäuptchen" ist dann aber die die komplette Besetzung von UA mit SS-Mannschaft. Marine -SS  :? Eine Waffengattung die bisher nicht bekannt ist-war. top ( Ironie )

Gruß - Achim-Trimmer
Titel: Re: Suche nach U47
Beitrag von: Cord am 11 April 2012, 15:35:20
@ Firstfoyd

Deine Theorie ist in sich nicht schlüssig!!! Bitte überarbeiten....