Zitat... solltest Du zu diesem Thema noch Fragen haben, werde ich die gerne beantworten.
Da fiele mir spontan folgendes ein:
Im Sommer / Herbst 1943 fand ein Kaliberschießen der PRINZ EUGEN gegen HESSEN statt und zwar auf Entfernungen zwischen 140 und 180 hm. Das besondere daran war aber, dass der Kreuzer gegen das optisch nicht sichtbare Zielschiff mit Hilfe von Funkmess und Wärmepeilung schoss, noch dazu angeblich ziemlich erfolgreich trotz massiver Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen. Nach dem Krieg interessierten sich Engländer, Amerikaner und besonders die Sowjets sehr für die Ergebnisse dieses Schießens.
Kannst du dazu nähere Angaben machen?
Ansonsten stimme ich URS erneut gerne zu - ein Bericht über deine Dienstzeit auf HESSEN würde hier viele interessieren und wäre vielleicht sogar etwas für´s HMA ...
hallo Peter K. deiner Anfrage entsprechend kann ich Dir mitteilen , dass es einen kleinen Beitrag unter Zielschiff Hessen
gibt unter Antwort # 5 . Leider ist mein persönlicher Bericht von der "HESSEN" im Forum schwer zu finden , aber in den
Beiträgen von t-Geronimo unter der Antwort # 3309 vom 3.8. 2009 ist er auffindbar .
Was das Schiessen anbetrifft mit der "PRINZ EUGEN" kann ich nicht konkret Stellung beziehen, möchte aber anmerken
ob auf solche Distanz von ca. 1,8 km thermische Sensoren effektiv waren . Von Schiessübungen mit Funkmess-Feuerleit-
systemen war mir bekannt , jedoch als damals 17 Jähriger hatte ich keinen direkten Zugang zur geheimen "FUNKBUDE"
auf dem Fernlenk-Boot "BLITZ" . Was diese Technik anbetrifft so waren sicherlich die Engländer schon weiter wie auch
das Beispiel der "SCHARNHORST" im Dezember 1943 zeigt , als dieses ohne Sichtkontrolle von schweren Granaten aus
grosser Entfernung getroffen wurde .
es grüsst Halina
moin ,
Zitat von: halina am 14 April 2012, 21:51:03
möchte aber anmerken, ob auf solche Distanz von ca. 1,8 km thermische Sensoren effektiv waren .
Diesen Satz verstehe ich nicht. Kannst Du bitte verdeutlichen, was Du meinst ?
und
Zitat von: Peter K. am 14 April 2012, 19:01:39
ein Kaliberschießen der PRINZ EUGEN gegen HESSEN statt und zwar auf Entfernungen zwischen 140 und 180 hm.
180 Hektometer [hm] sind 18 (achtzehn) und nicht 1,8 Kilometer.
Zitat von: halina am 14 April 2012, 21:51:03
Leider ist mein persönlicher Bericht von der "HESSEN" im Forum schwer zu finden , aber in den Beiträgen von t-Geronimo unter der Antwort # 3309 vom 3.8. 2009 ist er auffindbar .
hier als #20: http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,398.15.html
Gruß, Urs
Zitat von: halina am 14 April 2012, 21:51:03
Was das Schiessen anbetrifft mit der "PRINZ EUGEN" kann ich nicht konkret Stellung beziehen, möchte aber anmerken
ob auf solche Distanz von ca. 1,8 km thermische Sensoren effektiv waren .
...der Umstand dass die Thermische Peilung ganz entscheidend von der Wetterlage und den Sichtverhältnissen abhängt, die nun mal auf der Hochsee nicht gegeben sind und bei Nebel oder Einnebelung.....
Info !!!
Reichweite von Wärmepeilgeräten liegt bei Schlachtschiffen bei ca. 40 km ! Vorraussetzung beste Lichtverhältnissen.
Desweiteren steht in der MDv Nr. 291, Ausgabe 1944 :
Mit den Geräten ist
keine unmittelbare Entfernungsmessung durchführbar ! (E-Messung nur durch Basisbildung von 2 Geräten möglich.)
Der Einsatz des Gerätes ist nur bei Nacht möglich !
Künstlicher Nebel setzt die Reichweite nicht wesentlich herab.
Die Geräte versagen bei Nebel und starken Regen.
No etwas die GN fuhr schon 1940/41 mit Infrarot-Geräten was durch das KTB belegt ist !
ZitatNo etwas die GN fuhr schon 1940/41 mit Infrarot-Geräten was durch das KTB belegt ist !
Das ist interessant und richtig!
GNEISENAU hatte meines Wissens bereits während BERLIN ein Infrarot-Versuchsgerät an Bord ("Seehund") - allerdings war das kein Ortungs-, sondern ein Signalgerät!
Guten Morgen
Diese Waffensysteme sind schon mehrfach kurz angesprochen worden. Leider bin ich gerade im Umzug von Kiel nach Bonn. Sobald mein "Archiv" wieder aktiv ist, werde ich eine nach meinem Kenntnisstand eine bisher nicht veröffentliche Zusammenstellung der IR-Ortungs- und Waffenleitgeräte, die bei der KM eingesetzt oder entwickelt wurden und mir von Fritz Trenkle als Kopie zur Verfügung gestellt wurde, ins Forum stellen. Das wird aber nicht vor Juni möglich sein.
Gruß Scharrenberg
An dieser Arbeit wäre ich SEHR interessiert, um sie mit den Ergebnissen meiner eigenen Forschungen zu vergleichen!
Könnte das hier auch von Interesse sein:
"Deutsche Ortungs- und Navigationsanlagen" (Land u. See 1935 - 1945) von Fritz Trenkle
Das erschien mal als Manuskript im Jahre 1966
Harry
... klingt auf jeden Fall interessant! Und der Autor bürgt ja für Qualität!