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Flotten der Welt => Die Kaiserlich Japanische Marine => Japanische Marine - Geschichte und Einsätze => Thema gestartet von: Admiral Kummetz am 26 Juli 2012, 17:29:58

Titel: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Admiral Kummetz am 26 Juli 2012, 17:29:58
Warum haben die Japaner ihre Flotte so aufgeteilt und nicht so auf Geschwindigkeit gesetzt?
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Spee am 26 Juli 2012, 17:45:37
Kein Öl und zu langsam.
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Urs Heßling am 26 Juli 2012, 17:56:43
moin,

hinzu kam, daß die Japaner gerne kompliziert aussehende, für den Gegner (hoffentlich) unübersichtlich wirkende Schlachtpläne anwandten.

Eine mögliche Rolle spielte hierbei der Einfluß durch das "nationale" Brettspiel Go, bei dem eine Charakteristik der Wechsel zwischen Angriffsschwerpunkten ist, deren gemeinsames Wirken nur für einen geübten Gegner erkennbar ist.

Gruß, Urs
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Admiral Kummetz am 26 Juli 2012, 18:35:12
Aber man hätte doch "sortieren" können nach Geschwindigkeit und den Plan evt. noch komplizierter machen können
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Spee am 26 Juli 2012, 18:37:21
Was hätte das bringen sollen?
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Admiral Kummetz am 26 Juli 2012, 18:48:04
Man hätte evt. die Geleitträgergruppe geschlossener angreifen können, wieso wurden eigentlich keine Torpedos verschossen?
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Urs Heßling am 26 Juli 2012, 18:57:55
moin,

wenn es jetzt hier um die Schlacht von Samar geht ...

a) das war aus Sicht der Japaner ein "Verfolgungsgefecht" , da macht der Einsatz von Torpedos keinen Sinn (in der "Gefechtsgeometrie" ergibt sich keine mathematische Lösung für einen Torpedoschuß)

b) Kurita entschied sich für eine Art von "freier Jagd", anstatt seinen Verband zu ordnen. Die Kritik an Kurita betr. seiner Entscheidungen an diesem Tag füllt Bücher und beschäftigt(e) Marinehistoriker für Jahrzehnte.

Gruß, Urs
Titel: Re: Schlacht um Leyte
Beitrag von: Big A am 26 Juli 2012, 21:40:12
Stimme Urs voll zu.

Kurita war mehr als überrascht, dass er durch die San Bernardino-Straße unbehelligt durchgekommen ist und auf die Taffys traf. Er hielt sie zunächst für Schwere Träger und sprach die DD und DE als Kreuzer an.
Durch den Marsch in der San Bernardino Straße war sein verband in einer langen Kiellinie aufgestellt, er traf die USN noch bevor er Zeit zum Aufnehmen der Gefechtsaufstellung hatte.
Unablässige Angriffe der DEs und der Flugzeuge verhinderten die Gefechtsaufstellung, die IJN musste US-Torpedos ausweichen, was zu weiterer Verwirrung beitrug.

Dazu kommt auch ein technischer Faktor, nämlich schlechte Fernmeldeverbindungen-

Schließlich darf auch nicht übersehen werden, dass Kurita vorher sein Flagschiff verlot (ATAGO) und seit mehr als 40 Stunden nicht mehr geschafen hatte, gleiches gilt für seinen Stab. Er war schlicht hundemüde, physisch und psychisch erschöpfz und hat eventuell auch daher Entscheidungen getroffen, die  ... siehe Antwort Urs, b.

Gruß

Axel