Forum Marinearchiv

Medien => Kino / Video / TV => Thema gestartet von: Gebirgsmarine am 28 Februar 2013, 12:48:30

Titel: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Gebirgsmarine am 28 Februar 2013, 12:48:30
Hallo Zusammen!

Heute Abend 20.15 Uhr Phönix.

Mythos Kriegsmarine: Knut Weinrich räumt mit dem Mythos eines "sauberen Kriegs" auf.

Gruß
Die Gebirgsmarine
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Baunummer 509 am 28 Februar 2013, 13:10:24
Hallo,

danke für den Tipp.

Wobei ich meine, dass eigentlich jedem klar sein sollte, dass es einen "sauberen Krieg" nicht gibt, nie gab und nie geben wird.

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Urs Heßling am 28 Februar 2013, 13:19:28
moin, Sebastian,

dann stellt sich (nur) die Frage, ob die Absicht der Sendung "... mit Dreck bewerfen"  :MS:  ist ...

... was ja nicht so abwegig wäre  :roll: :x :|

Gruß, Urs
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: bettika61 am 28 Februar 2013, 14:06:10
Hallo,
danke für den Hinweis,
der Hintergrund zur Sendung
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/611997
liest sich seriös

Grüsse
Beate
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: ufo am 28 Februar 2013, 15:05:04
Tjaaaa ... ein kurzer Blick in eine Programbeschreibung laesst mich bestenfalls etwas moderat Serioeses erhoffen.

http://programm.ard.de/TV/daserste/mythos-kriegsmarine/eid_281068691977128?list=now

Natuerlich gilt: Wer Weiss malt muss damit leben, dass andere mit Schwarz werfen. Glorifiziert man die Kriegsmarine, darf jemand anders sie verteufeln. Aber wird denn wirklich noch so glorifiziert, dass man sowas darauf antworten muss:

"Unmittelbar nach Kriegsbeginn torpedierte ein deutsches U-Boot das britische Passagierschiff "Athenia" ohne erkennbaren Grund."

Das ist sachlich falsch. Man kann allerlei gute Gruende erkennen dieses Schiff zu torpedieren. Man kann diese dann gewissenhaft diskutieren, man kann (und sollte!) fragen, ob die Kommandanten der U-Boote da nicht tatsaechlich einen wenig buchstaeblich von der Leine gelassen wurden; ob zuwenig Betonung auf korrekte Kriegfuehrung und zuviel auf eine Art endlich-gehts-los-Gefuehl gelegt wurde; alles ehrbare Debatten.

Diese aber zu umgehen mit einem platten ,,... ohne erkennbaren Grund", das zeugt von vorsaetzlicher (!) Ignoranz. Lemp glaubte halt ein regulaeres Ziel vorm Periskop gehabt zu haben. Lemp musste auch fuerchten einer U-Bootfalle zum Opfer zu fallen. Versucht man schon daraus nun ein finsteres Verbrechen zu konstruieren so leistet man eine Aufarbeitung der Rolle der Deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg einen Baerendienst.

Man darf gespannt sein.
Leider hab ich selbst Phoenix nicht. Ich waere neugierig Meinungen zum Film zu hoeren.

Ufo
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Urs Heßling am 28 Februar 2013, 15:24:13
moin, ufo,

es fällt mir zum ersten mal auf, daß Du in Kaledonien keine Umlaute schreiben kannst  :-D

weiter aus deinem Link
"Deutsche U-Boote versenkten im Nordatlantik zahllose Handelsschiffe ohne Warnung, also ohne Möglichkeit für Besatzung und Passagiere, die Schiffe zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen - entgegen einem internationalen Abkommen, dem Deutschland noch 1936 beigetreten war."
Warnungslose Versenkung bedeutet noch nicht: ohne Möglichkeit ...
Auch die USA (ab Dez 41) und GB führten vom ersten Tag an einen uneingeschränkten U-Boots-Krieg.

"Angehörige der britischen und norwegischen Marine wurden nach einer Kommandoaktion von der deutschen Kriegsmarine dem Sicherheitsdienst zur Erschießung übergeben, anstatt sie als Kriegsgefangene zu inhaftieren."
Stimmt, in 4 Fällen. Das war auf Hitlers "Kommando"-Befehl zurückzuführen. 
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/kriegsrecht.htm "Erschießung ..."

"Harmlose dänische Fischkutter wurden in der Nordsee von einem Marineverband grundlos versenkt."
Ja, aber ... vermutlich weder harmlos noch grundlos ... trotzdem : ein Kriegsverbrechen
aus der Chronik:
Nach Auffangen verdächtiger Morsezeichen werden in den Morgenstunden des 24.2. bei der Doggerbank die vier dänischen Fischkutter Ejjam, Gerlis, Merkator und Polaris vom dem dt. Minensuchboot M 1 (Kptlt. Bartels) durch Rammung versenkt. Von den Kutterbesatzungen wird "aus militärischen Gründen" niemand gerettet. [nach Untergang Leberecht Maass und Max Schultz am 22.2.]

Gruß, Urs
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: smutje505 am 28 Februar 2013, 21:42:56
Hallo Gebirgsmarine
Danke für den Hinweis,ich habe mir die Sendung angeschaut und fand sie sehr aufschlußreich vor allem über Dönitz(dem stellv.vom Hitler).
Hoffentlich hat sich das Forumsmitglied welches über Dönitz schreiben wollte diese Sendung angeschaut.
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: kawa1705 am 28 Februar 2013, 21:49:31
Hätte man die Doku nicht " Verbrechen der Kriegsmarine" nennen sollen,  oder "Der Kriegsverbrecher Karl Dönitz" ?

:MG:

Rüdiger
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: ede144 am 28 Februar 2013, 21:57:52
Donnerstags Abends um diese zeit habe ich leider keine Verfügungsgewalt über unseren Fernseher, aber wenn so ein Spruch wie: "Dönitz der Vertreter Hitlers" auftaucht, war es wahrscheinlich nicht so toll

Gruß
Thomas
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: kawa1705 am 28 Februar 2013, 22:25:51
Kommt morgen um 18.30 uhr noch mal!

:MG:

Rüdiger
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: t-geronimo am 28 Februar 2013, 22:28:05
Und wenn "Dönitz, der Tyrann" auftaucht, wissen wir wer seine Finger im Spiel hatte...  :-D
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Trimmer am 01 März 2013, 12:37:44
Hallo ede144 - Thomas - sehe ich genau so. Bis auf R.Hess ist mir kein Stellvertreter von Adolf bekannt. Mit sehr "guten Willen "könnte man dann noch Martin Bormann nennen oder den dicken Hermann.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: Gebirgsmarine am 01 März 2013, 14:00:28
Moin!

Ich meine, ein Urteil abzugeben, ohne die Zeit persönlich miterlebt zu haben, ist schon sehr gewagt, und kann bei einigen nicht ganz frei sein vom zur Zeit herrschenden Zeitgeist.
Hinterher, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, sind immer alle schlauer.
Auch wir User vom Forum.
Daß Großadmiral Dönitz, wie übrigens generell sehr viele hohe und höchste Militärs aller Wehrmachtteile, nichts mitbekommen haben wollen, kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen. Die Gerüchteküche gab und gibt es auch bei den hohen und höchsten Dienststellen.

Gruß
Die Gebirgsmarine
Titel: Re: Mythos Kriegsmarine
Beitrag von: suhren564 am 01 März 2013, 14:09:17
Hallo,

Ich kann da nur die Bücher von Sönke Neitzel "Soldaten" und "Abgehört" empfehlen. Dort wird nachgewiesen, daß viele Soldaten und erst recht viele hohe und höhere Offiziere sehr viel von den  Verbrechen wußten. Dies ist auf garantie auch der SKL bekannt geworden, so daß man davon ausgehen kann, daß Dönitz genau wußte, was mit den Juden und sowj. Kriegsgefangenen geschah.

Gut an der Sendung war, daß auch die Fairnis und Hilfe deutscher Marineangehörigen gewürdigt wurde.