Hallo,
bei einer gestrigen Fahrt auf die Insel Usedom im Peenemünder Hafen entdeckt: vier Rümpfe von Schnellbooten. Nach Ernstinformationen soll es sich um ex. schwedische Einheiten handeln, die von einem Geschäftsmann gekauft wurden, um sie nach Umbau für touristische Zwecke zu nutzen ...
Kennt jemand die Historie?
(Bilder: OLPE)
Grüsse
OLPE
Moin...
ich kann mich irren...aber das sind doch 148er oder?
Gruß
Jo
moin, Jo,
Du irrst Dich tatsächlich ...
Hier ist das Angebot http://www.radmansorederi.se/eng/enganonser/bat/engp164.htm
Zitat von: olpe am 21 April 2013, 10:03:42
Kennt jemand die Historie?
Im Rahmen von Reduzierung und Modernisierung ab ca. 2005 außer Dienst gestellt und tlw. verkauft
Gruß, Urs
Hallo Urs,
besten Dank top :MG:
Mal schauen, was mit den Rümpfen weiter so passiert ...
Grüsse
OLPE
Hallo,
heute stand in der Presse ("Ostseezeitung") ein kurzer Artikel über die Schnellboote ... dort bezeichnet als ausgediente 'Patrouillenboote der schwedischen Marine'. Der Käufer der Boote, die Firma Yachtconsulting Krausneck in der Nähe von Nürnberg erwarb die Rümpfe ... in Peenemünde soll die Technik wieder in funktionsfähigen Zustand gebracht werden ... weiterer Umbau in der Ukraine, danach Verkauf als Zubringerschiffe im off-shore-Bereich oder - nach nochmaliger Umrüstung - mögliche Nutzung als Luxusyacht ...
Grüsse
OLPE
mir fiele da noch eine weitere Nutzungsmöglichkeit ein:
Schnelle Boote zur Umgehung der EU bzw. nationalen Einfuhrvorschriften (vulgo: Schmuggelboote) :roll: :wink: :-D
Axel
.hallo,
dies könnte doch ein Vertreter diese Klasse sein, in besseren Zeiten , oder ?
Gruß Hastei
moin, Hastei,
Zitat von: Hastei am 08 Mai 2013, 15:27:01
dies könnte doch ein Vertreter diese Klasse sein, in besseren Zeiten , oder ?
Schönes Schnellbootbild top :MG: , aber ... eh ... nein.
Dies ist ein Boot der
Spica II- oder
Norrköping-Klasse, etwas älter, etwas größer und in Schweden gebaut. ... und deutlich "schöner" 8-) (meine persönliche Meinung :wink:)
Gruß, Urs
Hallo Harald super das du gleich immer Bilder dazu hast.
hier von mir einige Bilder
Tja,so kann man sich täuschen. Ich habe mich auf die drei Brückenfenster konzentiert,war das einzige Bild von einen schwedischen S-Boot mit dieser Anzahl von Fenstern, die ich habe. Ist die Lulea ein Vertreter der Nörrköping -Klasse gewesen ?
Gruß Hastei
"Norrköping" bzw. SPICA II.
moin,
Danke, Thomas :MG: ich hatt`es schon gesagt,
Zitat von: Urs Heßling am 08 Mai 2013, 15:36:12
Dies ist ein Boot der Spica II- oder Norrköping-Klasse,
aber mir glaubt er ja nicht :embarassed: :cry: .. :wink: :-D
Gruß, Urs
natürlich glaube ich Dir , Urs, aber glauben heißt nicht wissen.
Ich kenne eben nur diese Spica., wohl Spica I. Und von Spica II hatte ich noch nicht gehört.
Aber was sind das denn jetzt für Schnellboote, die verkauft werden sollen ?
Es grüßt der Hastei
@Hastei,
bei Bild "Spica a" würde ich auf "Spica II" tippen.
zu #12 Foto Spica
HMS Spica (T121) liegt in den Sommermonaten am Anleger beim Vasamuseum in Stockholm und kann besichtigt werden
HMS --> Hans Majestäts Skepp
Gruss
Jong
Zitat von: Hastei am 08 Mai 2013, 23:38:33
natürlich glaube ich Dir , Urs, aber glauben heißt nicht wissen.
Ich kenne eben nur diese Spica., wohl Spica I. Und von Spica II hatte ich noch nicht gehört.
Aber was sind das denn jetzt für Schnellboote, die verkauft werden sollen ?
Es grüßt der Hastei
Namentlich nicht näher spezifizierte ehemalige patrullbåtar der Huginklass (https://sv.wikipedia.org/wiki/Huginklass)
Angebot 1 (http://www.boatwizardwebsolutions.co.uk/pls/YachtConsulting/searchYachtConsulting.php?rPage=/privatelabel/listing/pl_boat_full_detail.jsp?slim=pp259240&boat_id=2600985&ybw=&units=Meters¤cy=EUR&access=Public&listing_id=74613&url=) für 120 000 Euro (ohne Maschinen in Schweden)
Angebot 2 (http://www.boatwizardwebsolutions.co.uk/pls/YachtConsulting/searchYachtConsulting.php?rPage=/privatelabel/listing/pl_boat_full_detail.jsp?slim=pp259240&boat_id=2445640&ybw=&units=Meters¤cy=EUR&access=Public&listing_id=74613&url=) für 550 000 Euro (mit den beiden Diesel in Deutschland)
Foto (http://newimages.yachtworld.com/resize/1/86/95/3858695_20130411010236760_1_XLARGE.jpg?f=/1/86/95/3858695_20130411010236760_1_XLARGE.jpg&w=3872&h=2592&t=1365670958000)
Gruss
Jong
moin, Thomas,
Zitat von: Spee am 09 Mai 2013, 00:58:37
@Hastei, bei Bild "Spica a" würde ich auf "Spica II" tippen.
Ja. Wäre die Rumpfnummer nicht wegretuschiert, wüßte man auch, welches Boot.
Zitat von: Jong am 09 Mai 2013, 11:53:04
ehemalige patrullbåtar der Huginklass (https://sv.wikipedia.org/wiki/Huginklass)
auf dieser Seite gibt´s noch weitere Informationen, auch zur Besatzungsstruktur .. 2 Köche bei 22 Mann 8-) https://sv.wikipedia.org/wiki/Lista_%C3%B6ver_svenska_patrullb%C3%A5tar
.. und wenn man die Links von rechts :-D nutzt, hat man die ganze schwedische Flotte :wink:
.. und da wir nun gerade dabei sind, hier die schönen, bei Lürssen gebauten Vorgänger der "Spicas"
https://sv.wikipedia.org/wiki/Plejadklass
Gruß, Urs
die Vorgänger waren aber keine Schönheiten.
Ich weill Euch ja nicht nerven,aber , könnte es diese Klasse gewesen sein ?
Es grüßt der Hastei
moin, Hastei,
Zitat von: Hastei am 09 Mai 2013, 12:40:47
die Vorgänger waren aber keine Schönheiten.
Ich weill Euch ja nicht nerven,aber , könnte es diese Klasse gewesen sein ?
Welche Klasse meinst Du jetzt mit "Vorgänger" ? Dies ist noch eine
Norrköping /
Spica II.
.. und dazu jetzt auch einmal bewegte Bilder http://www.youtube.com/watch?v=NZUP0TFOkMo 8-)
Gruß, Urs
ich meinte das Boot auf dem Foto. Also Spica II = Norrköping-Klasse . Aha . In meinen Alben habe ich schwedische S-Boote, die ich nicht einordnen kann.
Wieder welche identifiziert. Danke
Gruß Hastei
moin, Hastei,
Zitat von: Hastei am 09 Mai 2013, 12:59:34
In meinen Alben habe ich schwedische S-Boote, die ich nicht einordnen kann.
mit den Links dürfte es jetzt kein Problem mehr sein. Sonst ... her damit.
Gruß, Urs
dann ist das bestimmt auch eine Spica ,frage mich nur ob I oder II
die scheinen es auch eilig zu haben. Ich denke mal ,es müsste in den frühen 60er Jahren gewesen sein.
moi, Hastei,
Zitat von: Hastei am 09 Mai 2013, 14:38:35
dann ist das bestimmt auch eine Spica ,frage mich nur ob I oder II
Augen auf :roll: .. weder noch, bei den
Spicas steht das Geschütz viel weiter vorn als die Brücke ...
Das ist nicht einmal ein
schwedisches (Kleiner Hastei-Test :wink:, alter Schwede :-D aber nicht mit mir :O/Y) ...
... sondern ein
norwegisches Schnellboot der
Snoegg-Klasse (vor Ausrüstung mit
Penguin-FK), erkennbar an den 4 Torpedorohren, der schmalen Brücke und nur einem (Bofors-)Geschütz.
Zitat von: Hastei am 09 Mai 2013, 18:16:46
die scheinen es auch eilig zu haben. Ich denke mal ,es müsste in den frühen 60er Jahren gewesen sein.
.. oder auch früher, immerhin Baujahr 1941 (!), siehe zuvor angegebenen Link "Schwedische Flotte" unter "Motortorpedoboote" und hier http://www.mtbt26.se/
Gruß, Urs
finde ich ja nobel, dass Du mir diesen kleinen Test zutraust , Urs.
Sollte nochmals kein Schwede dabei sein, so ist es Unwissenheit von mir.
Es grüßt der Hastei
moin, Hastei,
Zitat von: Hastei am 10 Mai 2013, 13:59:29
Sollte nochmals kein Schwede dabei sein, ...
Dieses Mal ist es einer :-D http://www.t38.se/index.php?ID=32
Gruß, Urs
Hallo Urs was für ein Typ ist es?
moin,
Ich dachte, das hätte ich schon beantwortet : Motortorpedoboot Typ "T 32" https://sv.wikipedia.org/wiki/T38
Ich hatte auch den Typ "T 42" https://sv.wikipedia.org/wiki/T47 in Erwägung gezogen, aber der schien mir - bei annähernd gleichen Abmessungen - eine längere Brücke zu haben. 100%ig ist es nicht.
Beide Typen hatten übrigens als Antriebsmotoren die von den italienischen MAS bekannten Isotta-Fraschini-Motoren.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
wenn ich mich nicht irre ist das doch ein Boot der schwedischen ,,T 42-56" Klasse, Baujahre 1954-59
23,3 x 5,9 x 1,4 m, 40-45 ts. Typverdrängung 3 x 1500 PS Otto Motoren 1 x 40 mm Bofors und 2 x 53,5 cm Torpedorohre, 43 kn
Quelle, Harald Fock Band 3, Seite 132, Abb. 288
Ein Video http://www.youtube.com/watch?v=xDNFADP9aoc
http://www.t56.se/
:MG:
Manfred
moin, Manfred,
Zitat von: Albatros am 10 Mai 2013, 15:39:55
wenn ich mich nicht irre ...
Du meinst, wenn Fock sich nicht irrt :wink: :-D
Wir wissen beide, wie viele Fehler bei Bildunterschriften auch bei renommierten Autoren passieren ...
.. und ein "T 32" von einem "T 42" zu unterscheiden, ist nicht ganz einfach :|
Ich bin der Meinung, daß die "T 42" ein größeres Radar haben, als auf Hasteis Bild zu sehen ist, und wie gesagt, einen weiter nach achtern gezogenen Brückenaufbau.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 10 Mai 2013, 15:53:09
moin, Manfred,
.. und ein "T 32" von einem "T 42" zu unterscheiden, ist nicht ganz einfach :|
Ich bin der Meinung, daß die "T 42" ein größeres Radar haben, als auf Hasteis Bild zu sehen ist, und wie gesagt, einen weiter nach achtern gezogenen Brückenaufbau.
Gruß, Urs
Ich denke Du hast recht, :O/Y hier ein Video vom Typ T 38 http://www.youtube.com/watch?v=rk3mKTcbAmM zum Vergleich nochmal das Video Typ T 56 http://www.youtube.com/watch?v=xDNFADP9aoc
:MG:
Manfred
moin, Manfred,
Zitat von: Albatros am 10 Mai 2013, 16:01:24
.. hier ein Video
Danke :MG:
Zweifelt noch jemand, daß Schnellbootfahren absolut g... (hinreißend) ist ??
Gruß, Urs
Keine Zweifel, Urs!
Ich habe 1981 mal an einer Jugendfreizeit teilgenommen, die mich in eine Kleinstadt südlich von Göteborg führte. Im Hafen lag so ein eleganter Halbgleiter, natürlich abgerüstet. Hat mich ziemlich gefesselt, das Teil...
Urs , dem stimme ich voll zu , aber nur im Sommer, bei schönstem Wetter !
T 102 Piejad , dank Deinem Hinweis , wo ich nachgucken kann.
Gruß Hastei
Zitat von: Hastei am 10 Mai 2013, 18:52:45
Urs , dem stimme ich voll zu , aber nur im Sommer, bei schönstem Wetter !
T 102 Piejad , dank Deinem Hinweis , wo ich nachgucken kann.
Gruß Hastei
HMS
Plejad --> benannt nach den Plejaden ( Sternhaufen im Sternbild Stier )
Gruss
Jong
moin, Jong,
Du ursest :wink: :-D
Abgesehen davon ist es auch ein Traditionsname https://sv.wikipedia.org/wiki/HMS_Regulus_(1910)
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 10 Mai 2013, 16:51:05
moin, Manfred,
Zitat von: Albatros am 10 Mai 2013, 16:01:24
.. hier ein Video
Danke :MG:
Zweifelt noch jemand, daß Schnellbootfahren absolut g... (hinreißend) ist ??
Gruß, Urs
Hallo Urs,
hatte heute so ein ähnliches Erlebnis, mit dem Halunder Jet von Cux bei kappeliger See mit 32 kn. nach Helgoland und zurück. Die 9500 PS des Halunder Jet reichen auch für 36 kn, waren aber wohl wegen dem Wetter nicht angebracht...... :MZ:
Wenn Du drinnen sitzt kommt einem das gar nicht so schnell vor aber wenn Du raus gehst und achtern das aufschäumende Wasser des Jetantrieb betrachtest und mal die Nase um die Ecke nach vorne hältst....... :O/Y
:MG:
Manfred
moin, Manfred,
Zitat von: Albatros am 11 Mai 2013, 20:21:11
... und mal die Nase um die Ecke nach vorne hältst....... :O/Y
Ja :MZ: und wenn Du das
jahrelang gemacht hast, weißt Du, woher Du Deine chronische Stirnhöhlenentzündung hast :|
Gruß, Urs
Hallo,
hier zwei neuere Bilder der ex. Schwedenboote aus dem Hafen von Peenemünde vom 26.10.2013. Im Moment liegen die Boote an der Pier, es waren keine Ergebnisse von Arbeiten zu erkennen.
(Bilder: mit freundlicher Genehmigung von Herrn Alexander Jenak)
Grüsse
OLPE
Moin,
im Mai 2020 waren zwei der vier schwedischen Schnellboote in P'münde bereits verschrottet, ein drittes teilzerlegt.
...
...
ein Jahr später, im Mai 2021 lag nur noch die KAPAREN, an der Pier. Der zum Teil neue Farbanstrich ließ hoffen. Vom längsseits liegende Schlepper RAFAL (Heimathafen Lübeck) aus wurden die Abrissarbeiten getätigt. Dieser gehört mW auch dem neuen Eigentümer der KAPAREN.
...
...
Im Mai 2022 ein ähnliches Bild. Die KAPAREN und die RAFAL liegen am gleichen Liegeplatz. Ein Briefkasten auf der Pier läßt auf einen längeren Verbleib hoffen. Dem Standort P'münde würde ein Verbleib der KAPAREN sicherlich gut tun, egal in welcher Form der neue Eigner das Boot nutzen möchte.
Gruss Frank
Die "Kaparen" wird ein schwimmendes Ferienhaus.
Moin,
die KAPAREN ist übrigens selber Namensgeber für eine ganze Bootsklasse. Acht der sechzehn schwedischen Hugin-Klasse-Boote wurden ab 1992 zur Kaparen-Klasse umgebaut. --/>/>https://sv.wikipedia.org/wiki/Kaparen-klass (https://sv.wikipedia.org/wiki/Kaparen-klass)
Die Kaparen-Klasse hatte die folgenden Änderungen gegenüber der Hugin-Klasse:
- Schleppsonar (VDS) und neues rumpffestes Sonar (HMS) als Ersatz für das vorherige rumpffeste Hydrophon. --/>/>https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#sensoren (https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#sensoren)
- Neue Maschinen mit niedriger Geschwindigkeit, da ältere Maschinen eine Mindestgeschwindigkeit von 7 Knoten hatten.
- 2 * 16 Zyl. Dieselmotoren (je 3.200PS) als Hauptmaschinen, anstelle der älterer gebrauchten 2 * 20-Zylinder-Dieselmotoren (je 3.600PS) von den Torpedobooten der Plejad-Klasse. Dadurch Verringerung Vmax von 35 auf 32kn. --/>/>https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#antrieb (https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#antrieb)
- Erhöhte Unterbringungskapazität für U-Jagd-Personal.
- Bessere Unterkünfte und sanitäre Einrichtungen.
- Einbau des Elma ASW-600-Systems mit zweimal 18 Rohren. --/>/>https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#bewaffnung (https://www.kriegsschiffe.net/landingpage/main/patrouillenfahrzeuge/pg-hugin-klasse/#bewaffnung)
--/>/>https://sv.wikipedia.org/wiki/Elma_(antiub%C3%A5tsgranatkastare) (https://sv.wikipedia.org/wiki/Elma_(antiub%C3%A5tsgranatkastare))
--/>/>https://en.wikipedia.org/wiki/Elma_ASW-600 (https://en.wikipedia.org/wiki/Elma_ASW-600)
Ein kleiner Werbefilm zum Einsatz "Anti-submarine grenade launcher demo onboard Swedish Strike craft HMS Styrbjörn" --/>/>https://www.youtube.com/watch?v=6rXc9FUGfEU (https://www.youtube.com/watch?v=6rXc9FUGfEU)
Gruss Frank
Hallo,
leider OffTopic, ist mir schon klar. Aber einen neuen Fred will ich deshalb nicht aufmachen.
Zitat
Ein kleiner Werbefilm zum Einsatz "Anti-submarine grenade launcher demo onboard Swedish Strike craft HMS Styrbjörn" --/>/>https://www.youtube.com/watch?v=6rXc9FUGfEU
Wo muss einer dieser 36 Wirkkörper ein U Boot treffen, um es auszuschalten? Die wirkungsweise von (in diesem Fall kleiner) Hohlladungen verstehe ich, aber ein U Boot ist kein Panzer (mit wenigen m³ Innenraum). Natürlich ist jedes "Loch" im Druckkörper mindestens lästig, aber genügt das?
Dazu hin muss der Schütze weniger als 500m ran an das Boot. Also m.M. nur im unübersichtlichen Küstengebiet (Schären, Fjorde) Skandinaviens geeignet?
Freundliche Grüße von einer skeptischen Landratte
Thommy
Hallo,
bei 4:50 wird im Video ja gezeigt welche Wirkung die SAAB Dynamics ASW-601 hat.
Ich meine mich auch zu erinnern gelesen zu haben das damit das Boot nicht vernichtet werden soll, sondern zum auftauchen gezwungen werden.
Ich denke bei dem gezeigten Loch dürfte es je nach Tauchtiefe reichlich Probleme mit der Lecksicherung geben. Schweden hatte ja so den einen oder anderen Besuch von U-Booten in seinen Küstengewässern..... :MZ:
Wiking :MG:
Zitat
Dazu hin muss der Schütze weniger als 500m ran an das Boot. Also m.M. nur im unübersichtlichen Küstengebiet (Schären, Fjorde) Skandinaviens geeignet?
Die Wabowerfer sind das Zwischenstück zwischen Einsatz von UAW-Torpedos auf größere Reichweite und direktem Überlaufen des U-Bootes mit Abwurf von konventionellen Wabos über das Heck. Sie sind in Höhe und Seite richtbar und haben eine schnelle Reaktionszeit von der Zielauffassung bis zur -bekämpfung. Und nicht zu unterschätzen, der Kostenfaktor. Die Munition der Werfer ist im Gegensatz zu UAW-Torpedos sehr preiswert und zudem schnell nachladbar.
Gruss Frank
Ich hoffe das passt hier her..... :MV:
Plejad - Klasse
Im Thread ,,Filme aus vergangenen Zeiten" auf die Boote der Plejad - Klasse aufmerksam geworden, hier das eine oder andere zu den Booten.
Der Auftrag für die 11 Boote ging an Lürssen schon 1952 und die Boote wurden 53-55 fertiggestellt, also noch vor der Aufstellung der Bundesmarine.
Das hatte für Lürssen und z.B. Daimler Benz ( Motorenhersteller) den Vorteil nach dem WK II und die damit verbundene Baupause einen neuen Facharbeiterstamm aufzubauen. Das war sicher zum Vorteil als die Bundesmarine dann Aufträge für ihre neuen Schnellboote vergab.
So hatten die Hochleistungs - Schnellläufer – Dieselmotoren laut Fock bei den schwedischen Booten noch Kinderkrankheiten gehabt, z.B. Kolbenfresser und Kompressorschäden.
Die Boote der Plejad – Klasse hatten wohl auch einen deutlichen Einfluss hinsichtlich der Waffenaufstellung bei den Booten der Klasse 141 der Bundesmarine.
Wie Urs hier https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,38676.msg433820.html?PHPSESSID=2415d8a77a8108d3b67adc38a81c962d#msg433820 schon beschreibt waren die schwedischen Boote deutlich schlanker und der Bug der Jaguar-Boote deutlich ausladender, die Knickspanten ausgeprägter.
Ob das aus den Erfahrungen mit den schwedischen Booten herrührte?
Hatten die deutschen Boote bessere Seeeigenschaften, waren besser manövrierbar aber vielleicht weil nicht so schlank weniger Kursstabil?
Waren bei den deutschen Booten die vitalen Bereiche der Brücke wie bei den schwedischen auch gepanzert?
Bei den deutschen Booten war bei Einsatzfahrten unter Gefechtsbedingungen wohl max. 72 Stunden möglich, dass wird bei den schwedischen Booten nicht anders gewesen sein?
Die Sensorik war noch bei beiden Bootsklassen recht dürftig...... :MZ:
Fotos der Boote.
Pleja – Klasse
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Swedish_Navy_torpedo_boat_HMS_Pollux_%28T104%29_Fo88668A.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c9/Swedish_Navy_Torpedo_boat_HMS_Plejad_%28T102%29_Fo196188.jpg
http://cmano-db.com/ship/2234/
https://de.wikipedia.org/wiki/Plejad-Klasse_(1953)
Typ 141
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/62/Schnellboot_Jaguar-Klasse_im_Sturm.JPG
http://www.s64bussard.de/index/bilder/gfx/8/2_org.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Jaguar-Klasse
Wiking :MG:
moin,
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
Die Boote der Plejad – Klasse hatten wohl auch einen deutlichen Einfluss hinsichtlich der Waffenaufstellung bei den Booten der Klasse 141 der Bundesmarine
Eher nein. Die Notwendigkeit einer Bugwaffe hatte schon bei der Kriegsmarine zu deren Einbau auf den Booten des Typs S 38 geführt.
Die Klassen der Bundesmarine-Boote waren 140 (Jaguar), 141 (Seeadler), 142 (Zobel)
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
... waren die schwedischen Boote deutlich schlanker und der Bug der Jaguar-Boote deutlich ausladender, die Knickspanten ausgeprägter.
Ob das aus den Erfahrungen mit den schwedischen Booten herrührte?
meines Wissens nein
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
Hatten die deutschen Boote bessere Seeeigenschaften, waren besser manövrierbar aber vielleicht weil nicht so schlank weniger Kursstabil?
Es gibt meines Wissens
keine Vergleichswerte; die deutschen Boote waren recht seefähig und auch kursstabil
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
Waren bei den deutschen Booten die vitalen Bereiche der Brücke wie bei den schwedischen auch gepanzert?
Erst ab Klasse 142
Zobel (https://de.wikipedia.org/wiki/Zobel-Klasse)
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
Bei den deutschen Booten war bei Einsatzfahrten unter Gefechtsbedingungen wohl max. 72 Stunden möglich, dass wird bei den schwedischen Booten nicht anders gewesen sein?
Praxis-Max-Wert war deutlich geringer als 72 Stunden; 24 Stunden galten als normal, mein eigener "Rekord" als Kommandant steht bei 38 Stunden
Gruß, Urs
Hallo Urs.... :TU:)
Zitat von: Urs Heßling am 29 April 2023, 20:43:00
moin,
Die Klassen der Bundesmarine-Boote waren 140 (Jaguar), 141 (Seeadler), 142 (Zobel)
Gruß, Urs
Ja, wobei der Unterschied in den Klassen 140/141 nur den Antrieb betraf?
Das die Plejad-Klasse einen Einfluss auf die deutschen Boote hatte habe ich dem Buch von Harald Fock entnommen.
Zitat......die Boote der Klassen 140/141/142 waren einerseits eine logische Fortsetzung der bewährten Kriegsboote, andererseits wiesen sie hinsichtlich der Waffenaufstellung und der Bootsform auch deutliche Einflüsse der Nachkriegsentwicklungen speziell der schwedischen Plejad-Klasse auf.....Zitat Ende.
Zum Vergleich....
Plejad – Klasse
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Swedish_Navy_torpedo_boat_HMS_Pollux_%28T104%29_Fo88668A.jpg
Klasse 140
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/48/Jaguar_-_Dommel.jpg
S – 38
https://www.axels-modellbau-shop.de/katalog/images/product_images/popup_images/13721_1.JPG
Zu den Seeeigenschaften der schwedischen und deutschen Boote, eventuell haben ja mal gemeinsame Übungen in der Ostsee stattgefunden bei der man Vergleiche ableiten hätte können.
Das mit den 72 Stunden max. Einsatzzeit hatte ich dem Wiki-Artikel entnommen..... :MV:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jaguar-Klasse#Seedienst
Dann noch ein paar weiter Fragen.... :-)
Bei den schwedischen Booten wurden die 40mmm Bofors gleich zu Beginn zentral von der Brücke gesteuert während dies bei den deutschen Booten nur lokal möglich war. Erst später erhielten sie das OGR 7 https://de.wikipedia.org/wiki/OGR_7. Hatte das schwedische System nicht überzeugt?
Konnten dann später Ergebnisse der Radarortung auf das OGR 7 übertragen werden?
Ist hier https://www.youtube.com/watch?v=t7Y-GquOCCY schon die verbesserte Radaranlage von Kelvin-Huges zu sehen?
Hatten die Boote vom Typ 141/141/142 tatsächlich die große Munitionsausstattung von 3000 Schuss?
Wiking :MG:
moin, Wiking,
Zitat von: Wiking am 30 April 2023, 15:31:48
Das die Plejad-Klasse einen Einfluss auf die deutschen Boote hatte habe ich dem Buch von Harald Fock entnommen.
Zitat......die Boote der Klassen 140/141/142 waren einerseits eine logische Fortsetzung der bewährten Kriegsboote, andererseits wiesen sie hinsichtlich der Waffenaufstellung und der Bootsform auch deutliche Einflüsse der Nachkriegsentwicklungen speziell der schwedischen Plejad-Klasse auf.....Zitat Ende.
Ich fasse es nicht. Wenn Du Dich auf ein solches Zitat berufst, warum sagst Du es nicht gleich ??
Ich schätze Fock durchaus, aber auch ihm unterliefen Fehler, z.B. bei der Tabelle der Ausrüstung der Kriegsmarine-Schnellboote mit 40 mm Bofors
Gruß, Urs
Hallo Urs,
Also das ich aus dem Buch von Fock zitiert habe meine ich geschrieben zu haben.
Zitat von: Wiking am 29 April 2023, 17:03:43
Ich hoffe das passt hier her..... :MV:
Plejad - Klasse
Im Thread ,,Filme aus vergangenen Zeiten" auf die Boote der Plejad - Klasse aufmerksam geworden, hier das eine oder andere zu den Booten.
Der Auftrag für die 11 Boote ging an Lürssen schon 1952 und die Boote wurden 53-55 fertiggestellt, also noch vor der Aufstellung der Bundesmarine.
Das hatte für Lürssen und z.B. Daimler Benz ( Motorenhersteller) den Vorteil nach dem WK II und die damit verbundene Baupause einen neuen Facharbeiterstamm aufzubauen. Das war sicher zum Vorteil als die Bundesmarine dann Aufträge für ihre neuen Schnellboote vergab.
So hatten die Hochleistungs - Schnellläufer – Dieselmotoren laut Fock bei den schwedischen Booten noch Kinderkrankheiten gehabt, z.B. Kolbenfresser und Kompressorschäden.
Die Boote der Plejad – Klasse hatten wohl auch einen deutlichen Einfluss hinsichtlich der Waffenaufstellung bei den Booten der Klasse 141 der Bundesmarine.
Hätte vielleicht noch deutlich machen können das sich dies nicht nur auf die Dieselmotoren bezog...... :MV:
Wiking :MG:
Zu den Booten Typ 140/141 noch,
Besonderheiten:
Später nachgerüstet auf einen halbautomatischen Koppeltisch, Tue-Motion-Radar, optische Zielsäule und EMS-Gerät (Radarsuchanlage).
Siehe hier https://fkskev.net/schnellboote/
True Motion Radar : Es werden nur die Kurs und Fahrt Daten angezeigt. Sowohl von den anderen, als auch von mir selbst und alle bewegen sich auf dem Radarschirm.
Siehe hier https://www.grosse-seefahrt.de/lexikon/RadarDarstellungsarten/
Frage halbautomatischer Koppeltisch, die Informationen für den Koppeltisch wurden im Laufe der Zeit ja eventuell auch mit Radar- und Funknavigationsdaten ergänzt?
Hier http://www.schnellboot-leopard.de/Seiten/Frameseite.htm gibt es Antworten zum Munitionsvorrat und zu den möglichen maximalen Einsatzzeiten im Seedienst.
Es konnten also wohl tatsächlich bis zu 3168 Schuss sich selbst zerlegende Flakmunition an Bord genommen werden.
Unter Geschichte werden auch Begegnungen mit dem WP - Marinen beschrieben.
Wenn das so zutreffend ist, sind einige Vorfälle wohl nicht bekannt geworden.
Und unter Entwicklung wird gezeigt das die Boote für den Wiederaufbau der Marine gute Dienste leisteten aber waffentechnisch bei der Indienststellung schon veraltet waren.
Die Volksmarine z.B. verfügte zwar auch noch über ähnliche Boote wie die Torpedoschnellboote P- 6 - Projekt 183 aber eben auch ab 1962 schon über die Raketenschnellboote "OSA I" - Projekt 205 .
Wiking :MG:
Frage war:
ZitatFrage halbautomatischer Koppeltisch, die Informationen für den Koppeltisch wurden im Laufe der Zeit ja eventuell auch mit Radar- und Funknavigationsdaten ergänzt?
Antwort hier
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Koppeltisch
Zitat1911 brachte Anschütz & Co den ersten automatischen Koppeltisch auf den Markt, der die Informationen eines Kreiselkompasses und der Fahrtmessanlage automatisch von der Rückseite auf eine aufgelegte Karte projizierte. Die Informationen für den Koppeltisch wurden im Laufe der Zeit mit Radar- und Funknavigationsdaten ergänzt (siehe auch ARPA-Anlage) und damit immer zuverlässiger.
ZitatWenn das so zutreffend ist, sind einige Vorfälle wohl nicht bekannt geworden
Ja ... und :? :? :?
Axel
Zitat von: Big A am 01 Mai 2023, 17:40:05
Ja ... und :? :? :?
Axel
Nichts und..... :O/Y sind einfach nicht bekannt geworden :MZ:
Wiking :MG:
Zitat von: Wiking am 01 Mai 2023, 16:37:12
Zu den Booten Typ 140/141 noch, Besonderheiten:
Später nachgerüstet auf einen halbautomatischen Koppeltisch, Tue-Motion-Radar, optische Zielsäule und EMS-Gerät (Radarsuchanlage). Siehe hier https://fkskev.net/schnellboote/
Richtig: True Motion und ESM (Electronic Support Measure), streiche die "Schwesterschiffe" in toto
Besser als "Radarsuchgerät" (wie soll man Radar suchen ?) aus dem Text : "Radarwarnempfänger"
Zitat von: Wiking am 01 Mai 2023, 16:37:12
True Motion Radar : Es werden nur die Kurs und Fahrt Daten angezeigt. Sowohl von den anderen, als auch von mir selbst und alle bewegen sich auf dem Radarschirm.
Siehe hier https://www.grosse-seefahrt.de/lexikon/RadarDarstellungsarten/
Nur zur Klärung : alles Ortsfeste (z.B. Leuchttürme) bewegt sich nicht.
Zitat von: Wiking am 01 Mai 2023, 16:37:12
Frage halbautomatischer Koppeltisch, die Informationen für den Koppeltisch wurden im Laufe der Zeit ja eventuell auch mit Radar- und Funknavigationsdaten ergänzt?
Der Koppeltisch machte nur Sinn in Verbindung mit Radardaten. Funknavigation: nein
Zitat von: Wiking am 01 Mai 2023, 16:37:12
Hier http://www.schnellboot-leopard.de/Seiten/Frameseite.htm gibt es Antworten zum Munitionsvorrat und zu den möglichen maximalen Einsatzzeiten im Seedienst.
Es konnten also wohl tatsächlich bis zu 3168 Schuss sich selbst zerlegende Flakmunition an Bord genommen werden
Der Text zur Jaguar-Geschichte ist sehr gut :TU:) Die Einsatzzeit von 72 Stunden und die Munitionszahl sind Maximalwerte, die mW kaum einmal erreicht wurden
Zitat von: Wiking am 01 Mai 2023, 16:37:12
Die Volksmarine z.B. verfügte zwar auch noch über ähnliche Boote wie die Torpedoschnellboote P- 6 - Projekt 183 aber eben auch ab 1962 schon über die Raketenschnellboote "OSA I" - Projekt 205 .
Die VM bekam nach der Einführzung der FK-Boote des Projekts 205 auch noch Torpedoschnellboote des Projekts 206
Gruß, Urs
ZitatNichts und..... sind einfach nicht bekannt geworden
Wiking
Das hat(te) wohl seinen Grund.
Axel
Zitat von: Big A am 01 Mai 2023, 20:23:55
Das hat(te) wohl seinen Grund.
Axel
Da sollte man von ausgehen.
Wiking :MG:
Für die Freunde der flinken Gesellen, hier ein paar Verweise auf bewegte Bilder:
Der folgende Film BEINHALTET einige sehr schöne Aufnahmen von Schnellbooten in rauer See
Hier eine zweiteilige Doku über das Leben an Bord einer SPICA-II-Klasse