Von Guinea über Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin bis Nigeria,nehmen die Piraten – Angriffe zu und werden immer brutaler.
Obwohl hier im Gegensatz zu Somalia in den meisten oben genannten Staaten die Sicherheitskräfte nicht durch Bürgerkriege geschwächt sind und einige dieser Staaten auch über reichlich Einnahmen aus dem Erdölgeschäft ( Nigeria, Gabun, Ghana und andere Staaten am Golf von Guinea fördern täglich mehr als 3 Mio. Barrel Öl ) verfügen, sind sie scheinbar nicht in der Lage oder willens geeignete Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt zu unternehmen.
Ebenso lehnen die Staaten es ab das bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord der Schiffe innerhalb ihrer Hoheitsgewässer sein dürfen.
Seemann sein macht glaube ich schon seit längerem, wenn überhaupt noch so zumindest auf einigen Fahrtgebieten, keinen Spaß mehr....... :O/S
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article122229287/Piraten-auf-Beutezug-mit-AK-47-vor-Westafrika-gefaehrden-Oelexport.html
:MG:
Manfred
Hallo Manfred - wundert Dich das - also mich eigentlich nicht. An der Förderung des Öls verdienen sich u.a. Politiker und Militär dieser Länder eine "Goldene Nase " aber die Bevölkerung hat kaum etwas davon. Ja und frei nach dem Motto " Laß die arme Bevölkerung sich doch lieber dort ( Piraterie ) abreagieren als sich gegen uns zu wenden " unternimmt man einfach mal nichts - bzw. profitiert sogar noch fleißig mit.
Gruß - Achim - Trimmer
Moin auch,
Vor Somalia wurde dieses Jahr kein Schiff gekidnappt, dagegen vor Westafrika insgesamt 45 mit 132 Geiselnahmen. Und die Westafrikanische Piraten haben ein eigenes Geschäftsmodell entwickelt. Sie kommen mit kleinen Tankschiffen, pumpen Öl im Wert von drei bis fünf Millionen Dollar ab und verschwinden wieder.
http://www.ksta.de/wirtschaft/westafrika-piraten-auf-der-jagd-nach-oel,15187248,25516254.html
:MG:
Manfred
ZitatVor Somalia wurde dieses Jahr kein Schiff gekidnappt
Tja, warum wohl? Weil man endlich seit Mai 2012 "auf den Strand wirken darf" (trotz Geschrei gewisser Kreise) und somit das Geschäft für die Hintermänner einfach zu teuer und unrentabel wird. Auch Dhaus und Speedboote sowie Waffen kosten Geld...
Axel
Acht Punkte die Piraten aus Somalia von denen in Westafrika unterscheiden.
http://www.nauticus24.de/was-piraten-in-somalia-und-nigeria-unterscheidet
Punkt fünf und acht sind nicht ganz uninteressant mal gelsesen zu haben!
:MG:
Manfred
Westafrika will Piraterie gemeinsam bekämpfen, Ghana ergreift die Initiative.
http://www.dw.de/westafrika-will-piraterie-gemeinsam-bek%C3%A4mpfen/a-17465848
:MG:
Manfred
Marine-Übung zur Piraterie-Bekämpfung vor Westafrika
20 Staaten, 36 Schiffe, Bilanz des Militärmanövers "Obangame Express" im Golf von Guinea.
http://www.dw.de/marine-%C3%BCbung-vor-westafrika-offenbart-m%C3%A4ngel/a-17589028
Die Bundesregierung will sich in Afrika stärker militärisch engagieren. In das Konzept passt das Manöver "Obangame Express" im Golf von Guinea, an dem sich die Deutsche Marine im großen Stil beteiligte.
Auf Deutscher Seite waren beteiligt, eine Fregatte (Hamburg (F-220), eine Korvette (Oldenburg (F-263) und zwei moderne Versorgungsschiffe (EGV Frankfurt am Main (A-1412) und EGV Bonn (A-1413) mit rund 670 Mann Besatzung waren beteiligt.
http://www.dw.de/westafrikas-marine-trainiert-mit-deutschen/a-17577196
Manöverstart mit Hindernissen
http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/PYu9CsJAEITfaPdiocTOGBCvtNHYrckRFu8nbDYRxIf3rtAZGIb5GLxjdqSVR1JOkTzesOt5_3hBIAF66uK8d-A4zqTvXGj9rzNey31w0KfotKS6qJxzFNIkMCVRX8gikgnwgJ2p2sbszE_Vp7Yne7TbTd2emwtOIRy-Kz3LDw!!/
Vor der Küste Nigerias gefährden Schmuggler und Piraten die Schifffahrt
http://www.dw.de/jagd-auf-schmuggler-vor-nigerias-k%C3%BCste/a-17580503
:MG:
Manfred
Dazu fällt mir ein:
http://youtu.be/ZYJtqCPVdOE
(Am Ende)
:-D
Westafrika aber auch Asien insbesondere Indonesien sind die neuen Hochburgen der Piraterie, dagegen haben vor Somalia die verschiedensten Maßnahmen Wirkung gezeigt.
Für Westafrika soll von der Leyen bereits Pläne für den Einsatz europäischer Seestreitkräfte in der Schublade haben.
http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/wo-sich-piraten-tummeln-die-gefahr-verlagert-sich--87940692.html
:MG:
Manfred
Ich denke mal nicht dass es so kommen wird. Die Marinen dort vor Ort sollten die Verantwortung wahrnehmen. Im letzten "Marineforum" war ein Artikel dazu.Man muss sich nicht immer in alles einmischen, nur weil man Flagge zeigen will oder soll. Somalia ist ein ganz anderer Hintergrund. Auch in den anderen Gebieten würden wir die Chinesen und Inder bei der Piratenbekämpfung sicherlich nur verwirren. Genau dieses war auch ein Thema am letzten Mittwoch bei der Veranstaltung der Molinari- Stiftung des Bundeswehrverbandes in Rostock. Und ich glaube, die deutsche Marine hat ganz andere Probleme, als die Piratenbekämpfung.
Leider ein Toter:
--/>/> http://www.spiegel.de/panorama/justiz/piraten-ueberfallen-tanker-vor-nigeria-a-1016795.html
--/>/> SPON: Problemgebiet Westafrika - Angriffe von Piraten nehmen wieder zu (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/piraten-weltweit-nehmen-angriffe-auf-schiffe-wieder-zu-problem-nigeria-a-1202054.html)
Zitat von: Albatros am 01 Dezember 2013, 20:09:29
Obwohl hier im Gegensatz zu Somalia in den meisten oben genannten Staaten die Sicherheitskräfte nicht durch Bürgerkriege geschwächt sind und einige dieser Staaten auch über reichlich Einnahmen aus dem Erdölgeschäft ( Nigeria, Gabun, Ghana und andere Staaten am Golf von Guinea fördern täglich mehr als 3 Mio. Barrel Öl ) verfügen, sind sie scheinbar nicht in der Lage oder willens geeignete Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt zu unternehmen.
Ebenso lehnen die Staaten es ab das bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord der Schiffe innerhalb ihrer Hoheitsgewässer sein dürfen.
Manfred
Okay, dass mit Westafrika ist mir neu.
Von derProblematik beim Horn von Afrika wusste ich, wobei dieses wegen der Passage des Suezkanal ja auch passiert werden muss.
Piraterie geht uns alle an, wobei es hier sich nicht um "kleine Banden" handelt, welche Nadelstiche versetzten, sondern hier volkswirtschaftliche Schäden verursachen.
Und dass diese Staaten mit den Piraten unter einer Decke stecken, erkennt man ja schon daran, das sie keine Sicherheitsmaßnahmen (wie bewaffnete Teams auf den Handelsschiffen) dulden.
Kann mir jemand aus dem Stehgreif sagen, wie weit hier die Hoheitsgewässer reichen (100 km) ???
Entsprechend müsste man dann andersweitig (politischen) Druck auf die besagten Länder ausüben, damit diese wiederum gegen die Piraten aktiv werden.
Matze
Zitat von: Rheinmetall am 10 April 2018, 13:32:36
Kann mir jemand aus dem Stehgreif sagen, wie weit hier die Hoheitsgewässer reichen (100 km) :?
Ja, ich zitiere mich mal selbst ;D
Zitat
Die maritime Domäne wird reguliert durch eine Vielzahl an internationalen und nationalen Behörden oder behördenähnlichen Institutionen. Um Verantwortungsbereiche und Gerichtsbarkeit zwischen den Staaten und internationalen Einrichtungen wie die IMO zu regeln, haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) 1982 auf die United Nations Convention on the Law of the Sea (UNCLOS) geeinigt.
Diese Vereinbarung unterteilt die See in fünf verschiedene Zonen. Die Hoheitsgewässer (Territorial Sea) eines Landes erstrecken sich von der Küste 12 nautische Meilen (nm) seewärts. In dieser Zone gelten die Gesetze des jeweiligen Staates. Im Anschluss daran folgt die Anschlusszone (Contiguous Zone), die sich vom seeseitigen Ende der Hoheitsgewässer 12nm in internationale Gewässer erstreckt. Innerhalb dieser Zonen ist es angrenzenden Küstenstaaten erlaubt, dort fahrende Schiffe oder andere maritime Verkehrsobjekte im Rahmen ihrer eigenen Gerichtsbarkeit zu kontrollieren. Dieser Anschlusszone folgt eine ausschließliche Wirtschaftszone (Exclusive Economic Zone), die sich bis zu 200nm seewärts von der Küste erstreckt. Zudem gibt es die Zone Kontinentalschelf (Continental Shelf), die sich, gemessen am Grund des Meeres entweder bis zum Ende eines Kontinents oder bis zu 200nm von der Küste erstreckt. Abschließend gibt es noch die Hochsee Zone (High Sea), die alle Seegebiete umfasst, die außerhalb der vorherigen Zonen liegen. Diese Zone ist in keiner Weise von einem Land verwaltet, ist aber indirekt beeinflusst von internationalen Richtlinien
Hallo LI !
Vielen Dank für Deinen Exkurs. top
Demnach können die Staaten nur bis zur 12 (nautischen) Meilen-Zone bestimmen, ob die betreffenden Schiffe mit bewaffneten Sicherheitspersonal besetzt sind, oder auch nicht.
Richtig ?
Beste Grüße,
Matze
Zitat von: Rheinmetall am 10 April 2018, 15:45:56
Hallo LI !
Vielen Dank für Deinen Exkurs. top
Demnach können die Staaten nur bis zur 12 (nautischen) Meilen-Zone bestimmen, ob die betreffenden Schiffe mit bewaffneten Sicherheitspersonal besetzt sind, oder auch nicht.
Richtig ?
Beste Grüße,
Matze
Das würde ich jetzt so erstmal sagen. Wobei sie ja noch 12 weitere nm haben, bei denen Schiffe hinsichtlich der eigenen Gesetze kontrolliert werden können ("Anschlusszone").. aber ich bin kein Jurist. Andererseits ist genau das ja die Argumentation beim Vorwurf gegen die sog. libysche "Küstenwache". Diese operiert ja z.T. außerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches bis zu 70nm vor der Küste um die Boote Richtung Mittelmeer wieder einzufangen
--/>/> http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nigeria-piraten-entfuehren-zwoelf-seeleute-von-schweizer-schiff-a-1229567.html
Zitat von: Albatros am 02 März 2014, 13:30:18
Westafrika will Piraterie gemeinsam bekämpfen, Ghana ergreift die Initiative.
http://www.dw.de/westafrika-will-piraterie-gemeinsam-bek%C3%A4mpfen/a-17465848
:MG:
Manfred
Moin!
Ghana hat vor längerer Zeit schon seine Marine mit deutscher Hilfe "aufgerüstet":
https://www.globaldefence.net/archiv/defence-news/ghana-uebernahme-von-zwei-gebrauchten-schnellbooten-der-deutschen-marine/ (https://www.globaldefence.net/archiv/defence-news/ghana-uebernahme-von-zwei-gebrauchten-schnellbooten-der-deutschen-marine/)
Das war 2010. 2017 war eines der Boote noch aktiv im AIS.
Gruß: Uwe
Zahl der Piratenangriffe deutlich gestiegen
Berlin (dpa) - Die Zahl der Piratenangriffe hat im vergangenen Jahr weltweit deutlich zugenommen. Das Internationale Schifffahrtsbüro der Internationalen Handelskammer zählte 201 Fälle, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht. Im Jahr davor waren 180 Angriffe registriert worden. Schwerpunkt der Piraterie ist Westafrika. Die Zahl der Übergriffe im Golf von Guinea habe sich mehr als verdoppelt, hieß es >>>hier weiterlesen (https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/schifffahrt-zahl-der-piratenangriffe-deutlich-gestiegen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190116-99-582669)
Gruß
Klaus
...leider haben wir im Moment keine Fregatten zur Verfügung... :cry:
Grüße Ronny
Zitat...leider haben wir im Moment keine Fregatten zur Verfügung... :cry:
Geschweige denn ein politisches Mandat....
Axel
--/>/> Schutz-Mission: Dänische Marine tötet 4 Piraten im Golf von Guinea (https://de.euronews.com/2021/11/25/schutz-mission-danische-marine-totet-4-piraten-im-golf-von-guinea)
Auf eine Fregatte zu feuern zeugt schon vor großer Verzweifelung...
ZitatAuf eine Fregatte zu feuern zeugt schon vor großer Verzweifelung...
...oder grenzenloser Selbstüberschätzung bzw. Dämlichkeit
Axel
Ich nehme eher an, die waren voll zugedröhnt.
moin,
mangelnde Fähigkeit zur Schiffserkennung ... :-D
Der Däne sieht einfach zu sehr wie ein Kreuzfahrtschiff aus :TU:)
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 27 November 2021, 10:07:27
mangelnde Fähigkeit zur Schiffserkennung ... :-D
Das mag der Fall gewesen sein bei dem deutschen Tender, den Piraten mal für einen Stückgutfrachter gehalten hatten. Aber eine Fregatte mit einem Kreuzfahrtschiff verwechseln? Zitat aus dem link oben: "
Zuvor hatten die Männer an Bord Warnungen und Warnschüsse der dänischen Besatzung ignoriert" - ich bleibe dabei, die waren zugedröhnt. Was sowohl die die Einschätzung der Fregatte wie die Selbstüberschätzung und Dämlichkeit erklären würde.
PS: "
... deutschen Tender, den Piraten mal für einen Stückgutfrachter gehalten hatten" - oder war das ein Einsatzgruppenversorger :?
moin,
Zitat von: Elektroheizer am 27 November 2021, 10:54:28
ich bleibe dabei, die waren zugedröhnt. Was sowohl die die Einschätzung der Fregatte wie die Selbstüberschätzung und Dämlichkeit erklären würde.
OK, ich schließe mich dem an :MZ:
Gruß, Urs
Von Piraten entführte Seeleute wieder frei
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/von-piraten-entf%C3%BChrte-seeleute-wieder-frei/ar-AA1aTB4U?ocid=winp1taskbar&cvid=eb11dec7353a4ca2aacfa9a39877b47a&ei=24
Wiking :MG:
Die Monjasa Reformer liegt immer noch vor Pointe-Noire .
https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/shipid:314533/zoom:13
https://www.shipspotting.com/photos/3522452?navList=gallery&imo=9255878&page=1&viewType=normal&sortBy=newest
Wiking :MG:
Wieder zunehmende Piraterie im Golf von Guinea
https://www.abendblatt.de/hamburg/article238920699/Zahl-der-Piratenangriffe-2023-bislang-gestiegen.html
Wiking :MG: