Hallo ,
habe das Ganze Board durchsucht aber mein Interessengebiet taucht leider nicht auf.
Mich interessieren die Tragflächenboote der Gebr. Sachsenberg,Rosslau, Elbe , diese hatten
Ende des WK 2 einige VS 8 gebaut ( Schell 1 und 2 ) auf der Harburger Schlosserft wurden
die Schiffe dann fertig gestellt.
Die ersten Erprobungen wurden auf der Elbe durchgeführt.
Wer hat eventuell Fotos , gegoogelt ha ich schon .
Schöne Grüsse von der Elbe
rannug
Hallo
Ich kenn nur ein "Zisch" Boot - auch ein Tragflächenboot.
Fotos davon gibts in "Reichs und Kriegsmarine GEHEIM 1919 - 1945", Seite 196 - 198
Servus rannug,
dazu solltest du doch mal bei Harald Fock; "Die deutschen Schnellboote 1914-1945" reinschauen. Da gibt es einiges zu den Schertel/Sachsenberg-Booten (z.B. TS1-6) und "VS 8". Einige "VS 8" scheint übrigens falsch zu sein. Es wurde nur "VS 8" resp. "Schell 1" fertig, "VS 9" resp. "Schell 2" blieb ein Entwurf. Nur "VS 10" wurde noch fertig, aber vor der Probefahrt 1944 durch einen Luftangriff vernichtet. Außerdem war "VS 10" nicht mit "VS 8" identisch (Kampfboot, kein Transporter).
In Focks Buch gibt es noch weitere Trägflügel-Projekte von Schertel/Sachsenberg und vom K-Verband zu finden.
Deutsche Schnellboote sind nicht so mein Thema, mit italienischen MAS könnte ich da wohl eher helfen.
Da kann ich SPEE nur beipflichten:
Die beste Zusammenfassung zur Entwicklung der deutschen Tragflügelboote befindet sich in
Harald Fock,
Die deutschen Schnellboote 1914-1945
ISBN 3-7822-0802-1
Hallo
Danke für die Tipps.
Gruß
rannug :-)
Hallo Ranning,
schönes Thema !
Habe nun die ganze Zeit einen Verlustbericht der VS 8 von 1944 gesucht und Fotos sowie andere Sachen zum Thema.
Kann Dir nur die Hoffnung machen das ich irgendwann einmal etwas senden kann.
Das Thema und Material waren so klein das ich die Kopien und Fotos in einen Ordner ,,untergebracht" habe und nicht extra beschriftet habe.
Da TS-Boote von der KM, Heer und Polizei eingesetzt wurden habe ich in meinen 2-300 Ordnern zig ,,Versteckmöglichkeiten", werde aber bestimmt irgendwann fündig oder es kommt noch der große Blitz.
Viele Angaben sind auch in der Neuauflage von Gröner, Band 2 zu finden.
Bis dann
Theo
Hier hat Theo uns ein wunderbares Foto zur Verfügung gestellt. Vielen Dank. :MG:
(http://forum-marinearchiv.de/ablage/images/6524Schell-I.jpg)
(Theo: ich kann am Schirm keinen Qualitätsunterschied festsetellen)
Prüfe das vielleicht später mal)
Hallo Kalli,
sieht doch recht gut aus.
Wen es nicht im ersten Moment zu sehen ist was besser ist schicke ich Dir einfach noch einige Aufnahmen.
Grüße
Theo
Ich habe nichts gesehen :-D
Immer schicken und herzlichen Dank :O/Y :MG:
Wunderschönes Bild!!
Danke Theodor!!
Danke für die tolle Aufnahme, THEO!
Ein sehr ähnliches Bild - nur aus etwas vorlicherer Lage - befindet sich im bereits erwähnten Fock, Seite 129, allerdings lange nicht in dieser wunderbaren Qualität!
Hallo Theo
Super Bild :TU:)
Danke schön!
Grüße:
Chrischnix
Hallo Freunde,
unser Theo hat mir noch weitere Fotos geschickt. Leider kann ich die erst später hier einstellen. Es ist schon ziemlich spät. Aber sie kommen :MG: Freut euch :-D
Hallo,
Verlustursache war meiner Erinnerung nach Auflaufen auf eine Sandbank vor der poln. Küste und im Endeffekt Schwierigkeiten bei der Bergung. Da kam nachher eins zum anderen. Ich such´s heute Abend mal raus.
Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
sehr gut !
Ich hab ja auch "irgendwo" den Verlustbericht und die Bergung endet ja soweit ich noch weiß damitr das einige Teile von der KM geborgen wurden und der Rest an einen kleinen Berger ging o.ä.
Bis dann
Theo
So jetzt kommen die Bilder, die mir Theo gestern Abend noch geschickt hat. ( @Theo : den Bericht muß ich mir erst noch genauer ansehen, ob er hier lesbar wird )
... wirklich wunderschöne Aufnahmen!
Nochmals HERZLICHEN DANK!
Hallo Peter,
ist die 1. Aufnahme mit der von dir genannten vergleichbar ?
Haben wir extra für dich rein gebracht.
Wenn es mit einigen Textseiten klappt als Scann werd ich nochmals meine Ordner auf dem Kopf Stellen .
Grüße
Theo
Servus THEO!
Deine erste Aufnahme wurde jedenfalls am selben Ort wie jene im Fock gemacht. Da dort als Bildquelle das Archiv Sachsenberg genannt wird, nehme ich ´mal die gleichnamige Werft in Hamburg-Harburg als Ort der Aufnahme an.
Das Bild im Fock ist aber aus einer etwas vorlicheren Position aufgenommen, sodaß der Kran im Hintergrund vollständig zu sehen ist. Die Qualität und Schärfe der Aufnahme reicht aber lange nicht an die der deinigen heran ...
ZitatHaben wir extra für dich rein gebracht.
... wie darf ich denn das verstehen? :wink:
LG
Zitat
Haben wir extra für dich rein gebracht.
... wie darf ich denn das verstehen?
Foto gestern und Foto 1 heute sind ja fast identisch und ich will ja nicht den Server gleich platt machen !
Grüße
Theo
Moin, moin zusammen!
Seid mir nicht böse, ich sehe diese Aufnahmen zum ersten Mal - meine erste Fahrt mit einem Tragflächenboot war vor 10 Jahren auf dem Gardasee ... :-D
Und in der Optik - viele Bullaugen, große Fenster, sieht dieses Schiff wie für Ausflugfahrten konstruiert aus. Lediglich die Türme - kenne ich vom Fliegenden Holzschuh und der FW 200 Condor - geben dem ganzen einen militärischen Anstrich. Waren diese Boote für militärischen Einsatz von Anfang an konzipiert?
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
PS: Nein, ich habe diese Antwort nicht zum zweiten Mal geschrieben ...
ZitatWaren diese Boote für militärischen Einsatz von Anfang an konzipiert?
... oh ja - als Schnelltransporter für einen Panzer mit max. 22,5 t Gewicht im Landeponton!
Das dockartige Hinterschiff für diesen Ponton (6,5t, 12,5x3,91x1,7 m) ist auf THEO´s Aufnahmen sehr gut zu erkennen.
Das Boot war übrigens ursprünglich ein Heeresauftrag unter Marineaufsicht; dieser Auftrag wurde erst später von der Marine übernommen!
Moin Peter,
danke für Deine Informationen - der Heckbereich war mir schon aufgefallen, aber damit kann man ja auch zivile Güter transportieren ... :-D
Ne, die Form ist mir für militärische Nutzung einfach zu schön ausgefallen .. diese Linien ... :-D
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Zitatdiese Linien ...
... beinah´ weiblich, gelle!?!?! :-D
Ist doch logisch, diese schöne Form.
Die Boote waren ursprünglich für's Mittelmeer gedacht und da wollten halt die Deutschen auch schicke Schiffe haben, nicht nur die Italiener :-D . Mit dem Boot kann man auch bei den Bella's in Neapel Eindruck schinden.
Ach so : die "Rotpausen" von Theo stelle ich morgen hier rein. Falls sie nur schwer zu lesen sind, werde ich sie auf Anforderung per Email versenden.
Ihr müßt mir dann nur schreiben. :MG:
@ THEO
Ich habe gerade noch eine weitere Aufnahme gefunden, die jener von gestern und der ersten von heute sehr ähnlich ist und nur von mehr querab (Kran ist nicht mehr sichtbar) gemacht worden ist - veröffentlicht in :
Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft
46. Band 1952
Seite 130
... dort auf Seite 133 auch ein Einrichtungsplan des Bootes! :wink:
Wirklich sehr schöne Bilder, TD!
Gruß
Christian
So jetzt stelle ich mal auf Verdacht Theos "Rotpausen" ein. Ich hoffe, dass sie ausreichend leserlich sind :MG:
Moin Kalli,
ja ganz wunderbar! Danke an Dich und natürlich auch Theo!
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Guten Tag,
endlich endlich endlich hab ich meine Dateien zu VS 8 wiedergefunden und vorher wollte ich mich nicht wieder melden. Ich sollte mir doch ein besseres Archivierungssystem zulegen.
Vorweg, es handelt sich um den ,,Reisebericht von Herrn Obering. A. Thilo vom 27.September 1944", der als Sachverständiger auftrat. Dieser Bericht ist Bestandteil eines Manuskriptes von Herrn Werner Hinsch, dem Leiter des Elbschiffahrtsmuseums Lauenburg (www.elbschiffahrtsmuseum.de) , der vor einigen Jahren eine Veröffentlichung darüber plante und mir Teile seines Manuskriptes freundlicherweise überlies. Dort wird auch noch das hölzerne Original-Rumpfmodell aufbewahrt.
Nun aber zum Bericht:
Betr.: Strandung des VS 8 bei Rowe
Am 25. Sept. 1944 reiste ich nach Stolpmünde und traf um 14.00 Uhr dort ein, um mich mit der Hafenüberwachungsstelle in Verbindung zu setzen und die erforderliche Auskunft über den Unfall des VS 8 und die Bergungsmöglichkeiten zu erhalten......
Die Herren teilten mit, dass VS 8 bei Rowe gestrandet sei. Rowe liegt etwa 18 km östlich von Stolpmünde an der Mündung des Flüsschens Lupow (Ausfluß aus dem Garder See). Die Strandungsstelle hat weichen Sand ohne Steine. Vor dem jetzigen Liegeort des Schiffes befindet sich eine Sandbank, auf der das Schiff zuerst gestrandet war. Bei späteren Stürmen ist es jedoch über diese Sandbank geworfen worden und liegt jetzt etwa 150 bis 200 m vom Strande entfernt auf einer Wassertiefe von etwa 2,5 bis 3 m. Zwecks Besichtigung des Schiffes wurde noch am 25. Sept. eine Fahrt mit dem Schlepper ,, Fairplay VIII" von Stolpmünde zur Unfallstelle unternommen. Des großen Seeganges wegen war es jedoch nicht möglich, an die Unfallstelle heranzukommen und wir mussten unverrichteter Sache zurückkehren.
Am 26.9.44 unternahm ich daher eine Fahrt auf dem Landwege nach Rowe. (Mit der Eisenbahn bis Wobesde und von dort 8 km zu Fuß zur Strandungsstelle.) .........
Später traf ich noch zufällig dem Kommandanten des Bootes Obersteuermann Klatt...........
Reise von Danzig und Havarie: das Boot wurde am 8.9.44 von mir auf der Schichauwerft in Danzig im Schwimmdock besichtigt, nachdem es eine Havarie gehabt hatte: Die BB._Welle war beschädigt worden. ..........
Am 8.9.44 um 23.00 Uhr hat es Danzig bei gutem Wetter verlassen. Am 9.9.44 vormittags setzte ein stärkerer Sturm ein. Auf der Höhe von Rowe war er so stark, dass das Boot viel Wasser übernahm, dass es in den Kommandoraum drang, sodaß der Aufenthalt und das Arbeiten in demselben äußerst erschwert war. Da setzte plötzlich der Motor aus. Eine Untersuchung der Ursache ergab, dass Wasser aus dem Brennstofftank in die Leitungen, die Brennstoffpumpen, den Filter usw. gedrungen war. Das Wasser war anscheinend aus dem Kommandoraum in den Brennstofftank gedrungen, dessen Mannlochdeckel nicht dicht geschlossen hatte. .......... Der L.I. versuchte die Leitungen, den Filter usw. zu entwässern und hoffte in etwa einer halben Stunde den Motor wieder in Gang bringen zu können.
Das Boot befand sich etwa zwei Seemeilen vor der Rower Bank.
Als das Boot dichter an Land kam, wurde der Anker geworfen. Es war genügend Wasser vorhanden. Das Ankertau riß jedoch und der Anker ging verloren. Mit F.T sollte S.O.S. gegeben werden, der Sender fiel jedoch aus. Die Lichtmaschine war ebenfalls unklar, wurde aber bald in Ordnung gebracht. Das Boot stieß auf. Die Besatzung wurde in die Boote geschickt und an Land gebracht, es verblieben der Kommandant und der L.I. – Die Besatzung setzte das EKK-Danzig fernmündlich vom Schiffsunfall in Kenntnis. Nachmittags kam gegen 17.00 Uhr ein Flugsicherungsboot heraus, das versuchte dreimal das Boot abzuschleppen, aber die Leinen rissen, das Boot bewegte sich, konnte aber nicht abgeschleppt werden. Nachts gegen etwa 24.00 Uhr traf ein 350 – 400 PS-Schlepper aus Stralsund ein, der Stahltrossen hatte. Das Boot bewegte sich, konnte aber nicht abgeschleppt werden. Bis dahin lag das Boot noch auf der äußeren Bank, etwa gegen 1.00 Uhr brach er die Arbeit ab und wollte um 3.00 Uhr wiederkommen, kam aber erst am anderen Tage wieder. Es sollte ein Schlepper aus Gotenhafen kommen, der kam aber nicht. Die See ging immer noch sehr hoch. Darauf kam ein Schlepper mit einem Kutter aus Stolpmünde, der konnte aber nichts ausrichten. Am 10.9.44 kam ein großer Schlepper aus Swinemünde, der hatte jedoch keinen Assistierschlepper und Kutter mit, und konnte daher ebenfalls nichts erreichen. In der Nacht vom 10.9.44 zum 11.9.44 wurde das Boot von der äußeren Bank auf den Strand geworfen, wo es jetzt etwa 150 bis 200 m vom Ufer entfernt liegt. An der Liegestelle ist weicher Sand und keine Steine.
Am 11.9.44 wurden Leinen um den ganzen Bootskörper gelegt, um das Boot abzuschleppen. Die Trossen rutschten herunter und wurden durch die scharfen Tragflächen beim Anziehen durchschnitten, als der 600 PS-Schlepper abzuschleppen versuchte. Der Schlepper geriet selbst auf Grund. ...............
Es fuhren zufällig zwei Schlepper mit einem Schleppzug vorüber, die sich zur Verfügung stellten. Diese Schiffe machten ebenfalls den Versuch das Boot abzuschleppen, aber auch deren Leinen rissen und der Schlitz des VS 8 über Wasser riß ebenfalls. Das Boot selbst war aber immer noch dicht.
Es wurden ein Kran, Taucher, Unterwasserbrenner usw. angefordert.
Der L.I. erhielt von der S.L.D. (Schnellbootlehrdivision) den Befehl die Motoren auszubauen. Gleichzeitig wurde ein Vertreter der Fa. Sachsenberg angefordert. Am 17.9.44 traf Obermeister Mundo und am 18.9.44 Herr Pape ein.
Am 18.9.44 kam ein 10 t Schwimmkran an, der hob die Motoren und 3 Geschütze heraus, die nach Swinemünde gebracht wurden.
Am 19.9.44 traf das Bergungskommando mit dem Schlepper ,,Fairplay VIII", unter Leitung von Kapt. Christensen aus Swinemünde ein.........."
Von da ab geht es in dem Bericht eigentlich nur noch um die Demontage.
Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
der Bericht muß es in sich haben.
Ich suche den schon seit Wochen.
Geht doch hinterher weiter das irgend ein Privatmann den Bootkörper übernimmt ???
Ich habe aber ein Foto von VS 7 oder V.S. 7 vorhin beim nochmaligen Suchen gefunden.
Wurde von den Briten 1945 erbeutet und "mitgenommen".
Grüße
Theo
Es gibt unterdessen ein neues Buch über die deutschen Tragflügelboot-Entwicklungen:
Tragflügelboote des Schertel-Sachsenberg-Systems – Eine deutsche Entwicklung
von Werner Hinsch und Klaus J. Sachsenberg
Elbe-Spree-Verlag
Schriften des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums e.V. No.5
Kann das Werk nur empfehlen! Tolle Fotos und Zeichnungen und ein sehr fundierter und informativer Text.
Vielen Dank für den Hinweis, hatten wir aber hier
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,4174.0.html
schon mal! Das macht aber gar nichts, weil das Werk wirklich zu empfehlen ist! :-D
Ist wirklich ein tolles Buch.
Und zwischen den Zeilen ließt man immer wieder wieviel Material und Daten aus zu solchen streng geheimen Objekten noch überall zu finden sind.
Nur - man muß wissen wo !
Gruß
Theo