Matr. Gefr. Hans Paul Hermann, geb- 15. August 1923 in Herringen (gehört heute zu Hamm) als Freiwilliger am 21. November 1941 von der Kriegsmarine angenommen.
15. März 1942 bis 29. Mai 1942 6. Schiff Stamm Abteilung ( in Steenwijk, NL).
danach 2. Schiff Stamm Abteilung.
5 Wochen Ausbildung le. Flak (2cm) in der Ausbildungskompanie Flak S (See?) auf Wangerooge in der Friedrich-August Kaserne.
Im Anschluß 4. K. L. A. in Bremen und Flakschutz Kreuzer Sydlitz.
15. Mai 1943 zur 38. M.S.-Flottille, 08. September 1943 gefallen auf einem Minenschiff
Verzeichnet in Laboe, Marineehrenmal.
Welches Minenschif könnte das gewesen sein und was ist da passiert?
Viele Grüße
Jens-Michael
Schau mal hier http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/43-08.htm und such "M 3810, M 3811 und M 3816" unter der Überschrift "1.8.– 6.9.1943 Luftkrieg Westeuropa". Zitat:
Zitat1.8.– 6.9.1943
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command: in 19 Nächten erfolgen 686 Einsätze gegen Häfen in der Biskaya, die Küsten der Bretagne, die Niederlande, Friesland, Helgoland und die Elb-Mündung. 10 Flugzeuge gehen verloren. Am 1.9. wird das Lazarettschiff Strassburg (17.001 BRT) vor Egmond durch Minentreffer schwer beschädigt und muss aufgesetzt werden. (Nach weiterer Beschädigung durch Torpedoflugzeuge der Staffeln 236 und 254 des »Strike Wing« und Torpedierung des Wracks am 20.9. durch das brit. MTB 617 der 31. MTB-Flottille wird es schließlich zum Totalverlust). Am 6.9. sinkt das dt. Räumboot R 94 im Kanal auf einer Mine, am 8.9. gehen vor Fécamp die Hilfsminensucher M 3810, M 3811 und M 3816 auf Minen verloren.
Siehe auch hier http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/sch-ndx.htm unter "38. M-Flottille"
Moin , hierzu noch einige Ergänzungen zum Geschehen vom 8.9.1943 : Das Hilfsminenschiff M 3810 geht durch Minentreffer
verloren , M 3811 ex Clara und M 3816 ex Sursum Corda werden durch britische Motortorpedoboote versenkt .
Alle Verluste traten im Seegebiet vor Fecamp ein ( Normandie ) , die Boote waren ca. 24 - 31 m lang .
Gruss halina
Edit : Es müsste hier heissen : Hilfs-Minensuchboot M 3810 , ein Minenschiff war es wohl nicht .
Zitat von: halina am 10 Oktober 2014, 22:56:52
Moin , hierzu noch einige Ergänzungen zum Geschehen vom 8.9.1943 : Das Hilfsminenschiff M 3810 geht durch Minentreffer
verloren , M 3811 ex Clara und M 3816 ex Sursum Corda werden durch britische Motortorpedoboote versenkt .
Alle Verluste traten im Seegebiet vor Fecamp ein ( Normandie ) , die Boote waren ca. 24 - 31 m lang .
Gruss halina
Und was ist Deine Quelle dafür?
Moin Karsten , nachzulesen in der Schiffswrackliste von 1943 . Gruss halina
Wo gibt es die zu lesen?
Moin , unter der nachfolgenden Adresse sind die versenkten Boote aufgeführt . Gruss halina
http:// www.schiffswrackliste.de/BRT%201943.htm
Tja, das ist die Schwäche von Kurt Hoffmanns Wrackliste: Es gibt keine Quellenangaben.
Anfangs war man auf deutscher Seite in der Tat der Meinung, dass es sich um eine Minensperre gehandelt hat, siehe angehängten Gefechtsbericht. Später ist man dann jedoch zur Diagnose Torpedoangriff gewechselt.
Ob es noch spätere Erkenntnisse gab, weiß ich nicht.
Quelle: KTB 38. MS-Flottille
Moin Thorsten , evtl. gibt es im Forum einige Spezialisten die über Kriegsberichte der Royal-Navy verfügen und somit zu
einer Klärung der Sachlage beitragen könnten .
Gruss Günter
Hallo zusammen,
wollte ja erst sagen die M 3810 gab es schon lange nicht mehr:
27.11.41 auf Reise Dieppe - Le Havre, 2 Flibos im Kesselraum erhalten ,
Kessel explodiert. Pos. 49.37 N - 00.04,2 E Treffer, 3 Tote, 5 Schwerverletzte.
Nach Le Havre eingeschleppt und Vorhafen Le Havre gekentert..
aber
15.06.43 M 3810 neu i.D. gestellt
dann
08.09.43 M 3811,3810,3816 + brit. S-Boote Pos. 49.49,6 N- 00.28.3 E
(vor Fecamp)
Leider habe ich die Kennungen der britischen Angreifer nicht.
Gruß
Theo
Aus den National Archives, Cabinet Papers, Weekly Resumes-
Hilft bei den Nummern leider auch nicht weiter, nicht mal die Einheiten. :|
MTB 211, MTB 255 und MTB 249, wovon MTB 255 leicht beschädigt wurde
Quelle: Leonard C. Reynolds, Home Waters MTBs & MGBs at War 1939-45
Hi,
07.09.1943:
ZitatOrders for night 7/8 sptember.
(A) MTB 211, 249, 255 carry out offensive patrol of enemy castal route between Position 8 miles either side of Position YY. Objective torpedo targets only, including TLC Type 111. Traffic appears to pass about 1 mile off shore. Proceed and return by passage two 2 N. not before 2130A and returning to be within 20 miles of own coast by 0530A.
08.09.1943:
ZitatAt 0025 today MTBs 211, 249 and 255 attacked 3 LCTs and 2 Flak trawlers about a mile from Fecamp.
One LCT was blown up and disappeared and a second LCT was seen to be stopped. One Flak Trawler was sunk. Our vessels susteined a few slight casualties but no damage.
ZitatAt 0025/8th in Position one mile off Fecamp, MTBs 211, 249 and 255 under the command of Lieut. D. Rigg, RNVR, encountered 3 LCTs and 2 Flak trawlers poceeding eastwards.
An unseen attack was carried out from landward, one LCT was seen to blow up and disappear. Another explosion was felt and a second LCT was seen to be stopped. One Flak trawler was hit and sunk. Area was covered after attack and only 2 vessels sighted.
Slight injury to 1 officers, 1 Rating of MTB 255 from Wood splinters and superfacial damage to her dridge superstructure. (CinC Portsmouth, 081220A).
Q: Admirality War Diaries.
Darius
Hallo zusammen,
entschuldigt das ich mich erst jetzt wieder einmische, aber ich war das We. unterwegs. Auf die Hilfsminensucher war ich auch schon gestoßen, aber wenn ich Minenschiff höre, stelle ich mir so etwas wie einen Minenleger vor!
Oder kenne ich nur nicht den damaligen Sprachgebrauch?
Viele Grüße
Jens-Michael
Moin Jabo , Minenschiffe waren hauptsächlich im Kriegsdienst stehende umgebaute mittelgrosse Passagierschiffe die zum
Minenlegen umgebaut wurden , dass wohl bekanntest Minenschiff war die " Tannenberg" vom Ostpreussen-Dienst .
Minenleger waren speziell für die Marine gebaute Kriegsschiffe , z.b. der Minenleger SMS " Brummer" von der
Kaiserlichen Marine , hier von dem Minenkreuzer ein Foto .
Gruss halina
Aber 38. MS-Flottille waren eindeutig (Hilfs-)Minensucher, und keine (Hilfs-)Minenleger.
P.S. Ich werde den Eintrag in der Chronik morgen entsprechend korrigieren. Die auf britischer Seite gesichteten LCT waren ja wohl ein Irrtum. Alle drei versenkten Einheiten waren Hilfsminensucher. Es handelte sich um eine reine MS-Gruppe (Räumung des Weges "Karo").
Moin TW , habe hier nur den Unterschied zwischen einem Minenschiff und einem Minenleger dargestellt , sonst nichts .
Gruss halina
Edit :Solltest Du die Boote der 38. MS-Flotille meinen , so liegst Du richtig , das waren nur Hilfs-Minensuchboote, hatten auch
nur eine Länge von max. 30 meter , konnten im Notfall wohl auch ein paar Minen an Bord nehmen .
Somit ist auch die Inschrift am Ehrenmal in Laboe : " Gefallen auf einem Minenschiff " nicht korrekt dargestellt .
Im Prinzip, läuft es (fast) auf das selbe hinaus, ein (Hilfs-) Minensucher ist nun mal kein Minenschiff. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.
Viele Grüße
Jens-Michael
Hi Jabo , schön dass Karsten und Kollegen in etwa Deine Anfrage beantworten konnten , in dieser schreibst Du von einer
Ausbildung auf dem Flakschutz-Kreuzer "Sydlitz" , in der Liste von Schiffen der Kriegsmarine kann ich diesen Namen leider
nicht ausfindig machen , hast Du hierzu nähere Angaben ? , ich kenne nur Flak-Kreuzer .
Gruss halina
moin, Günter,
Ich nehme einmal an, daß diese Zeile so zu lesen ist, daß die Einheit in Bremen den Flakschutz für den bei der Deschimag in Bau befindlichen Schweren Kreuzer Seydlitz stellte.
Gruß, Urs
Moin Urs ,
Deine Annahme ist sicher zutreffend , der Text etwas missverständlich formuliert . Gruss Günter
Hallo zusammen,
herzlichen Dank erst einmal für die vielen Antworten.
Natürlich muß es Seydlitz heißen und es ist der schwere Kreuzer gemeint.
Viele Grüße
Jens-Michael