Hallo,
anbei ein paar Fotos von einem inzwischen abgeschlossenen Projekt, meinem Torpedoboot V 26.
Viele Grüße
Krinor
moin,
top top :MG:
Sehe ich das richtig, daß das Boot etwas zu tief im Wasser liegt ?
Die Erklärung wäre einfach: es ist ja auch für das Fahren im Salzwasser konstruiert :wink:
Gruß, Urs
Stimmt, außerdem ist es gerade bis zum Kragen frisch bekohlt worden!
Nein,aber im Ernst: Obwohl ich bereits leichte Motoren und einen leichten Akku verwendet habe, kommen insgesamt durch doch einige g zusammen, was bei einem so kleinen Modell (70 cm Länge) schnell zu Tiefgang führt. Hauptsache, es schwimmt.
Viele Grüße Krinor
Ahoi
Solche Schiffe sind einfach "schwer" zu bauen...sehr schmal... :roll:
Beste Grüsse
chris
Ein herrliches Modell, das du da gezaubert hast! Gibt es vielleicht noch weitere Fotos von der "Hochseefahrt", wie sie auf dem ersten Foto zu sehen ist? :-)
Ja, ich habe noch mehr. Wede in den nächsten Tagen wieder Bilder hochladen
Viele Grüße
Krinor
Hallo
Ein ausgezeichnetes und sehr schönes Modell!
Viele Grüße
Wendenburg
Hallo Krinor,
Du bist ja unermüdlich.. und baust trotzdem sauber :-) top
Ein wirkliches schönes Modell!
Welche Motoren hast Du denn verwendet? Ich frage, weil ich auch irgendwann ein Modell dieser Größenordnung motorisieren will.
Gruß Sebastian
top top top
Ein sauber gebautes Modell!!!
Ich liebe die kaiserlichen T-Boote und freue mich über jedes Modell - aber die Nummer war da vorn nie und nimmer in der Form drann, vielleicht (sogar wahrscheinlich) eher als "V 26" mit 20 cm Höhe...
die taktischen Zeichen fehlen übrigens
@ bodrog ,
Die Beschriftung wie von Krinor ausgeführt geht schon in Ordnung , vorn an der Bugspitze stand zusätzlich die offizielle
Bezeichnung in kleingeschriebenen Zeichen , bei seinem Boot müsste es lauten : V 126 .
Was die taktischen Zeichen betrifft so waren diese wohl nur vorhanden bei den Booten , die in den Flotillen erfasst waren,
dies waren jedoch die meisten Boote , habe aber auch Fotos von T-Booten die weder taktische Zeichen führten und auch keine grosse Nummer am Bug hatten .
:MG: halina
Als Beispiel für die Beschriftung ein Foto vom Typ T-Boot 1913
Edit :Hallo krinor , bitte an der Bugspitze Deines schönen Modells nicht mit V 126 , sondern nur mit V 26 beschriften
Urs hatte dies richtiggestellt .
moin, Günter
Zitat von: halina am 18 April 2016, 21:40:09
.. vorn an der Bugspitze stand zusätzlich die offizielle Bezeichnung in kleingeschriebenen Zeichen , bei seinem Boot müsste es lauten : V 126 .
Als Beispiel für die Beschriftung ein Foto vom Typ T-Boot 1913
2 x nein.
Diese Boot war wirklich
V 26. Es gab auch ein
V 126, das aber anders aussah (Typ 1916 M).
Das Bild zeigt
V 182 (siehe kleine Nummer vorn) vom Typ "Großes Torpedoboot 1906".
Gruß, Urs
@Halina - lieber Günther: während des Ersten Weltkriegs führte kein kaiserliches Torpedoboot seine Kennung mit einen Meter großen Zahlen und/oder Buchstaben am Bug! Für die gegenteilige Behauptung hätte ich gern einen Fotobeweis...
So long
PS: Wie du auf V 126 kommst ist mir auch schleierhaft, da "Krinor" definitiv von V 26 spricht und zudem die Position diverser Charakteristika und das Aussehen gegen V 126 von 1917 sprechen. Das fängt schon bei der nicht vorhandenen Kuhl an...
Moin bodrog ,
Also von Kriegszeiten habe ich nicht gesprochen und auch nicht von einem grossen Buchstaben am Bug , aber ich möchte Dir gerne nun einige Exemplare der T-boote präsentieren die mit Sicherheit eine Nummerngrösse aufweist die
wohl noch über einen Meter liegt , was Du als unrealistisch betrachtest .
Grüsse Günter
Das entsprechende Boot existierte nur von 1914 bis 1920 - damit EoD. Es gibt also keine Grund, warum du hier was von
ZitatDie Beschriftung wie von Krinor ausgeführt geht schon in Ordnung
schreibst, weil es genau für dieses Boot nie zutraf... Danke für dein Unwissen und die Verwirrung, die Dein Beitrag anschließend anrichtet!
moin, Günter,
Zitat von: halina am 18 April 2016, 23:03:53
.. von Kriegszeiten habe ich nicht gesprochen
Das ist
gerade in diesem Fall nicht zu umgehen, denn
V 26 wurde ausgerechnet am 1. August 1914 in Dienst gestellt und hat somit keinen Friedenstag (außer nach dem November 1918) und daher auch keine
Friedenskennung erlebt.
Das ist wohl für dieses Mißverständnis der entscheidende Punkt.
Gruß, Urs
Moin bodrog ,
Danke für Deine netten Worte , nachdem Du Dich nun als ausgewiesener Spezialist für T-Boote der Kaiserlichen Marine
darstellst wäre es sehr wünschenswert ,und wohl auch für viele unserer Mitglieder , wenn Du mal einige Beiträge zu der
sehr interessanten Thematik hier einstellen könntest , würde mich sehr darüber freuen .
:MG: halina
Hallo Günter- die Torpedoboote der Kaiserlichen Marine hatten wohl im Krieg nur noch eine "kleine" Kennung" .
Vergleich mal hier Bild 1 und Bild 2
Gruß - Achim - Trimmer
Hallo Achim ,
Danke für die Fotos , ja es ist richtig , mit Kriegsbeginn wurden die grossen Nummer gelöscht , die
kleine Kennung an der Bugspitze wurde jedoch weitergeführt .
Gruss Günter
Also jetzt definitiv: Die große Nummer wurde zu Kriegsbeginn übermalt. Damit war S 24 das letzte Boot, was so gekennzeichnet war (alles was dann später vorläufige Reichsmarine ist, hat keine große Nummer). Wer es nachprüfen will, lese das MNB 1 und sehe sich die Fotos bei der "Eisernen Flottille" an! Bei der Reichsmarine ist es dann anders und die Nummern werden wieder aufgemalt .
Die kleine Nummer - gelegentlich aber eher selten aufgenietet - generell fast nur aufgemalt, war beim Bau und bei Werftprobefahrten vorhanden. Sie wurde übermalt. Ansonsten hätten wir heute keine Probleme, irgendwelche Boote auf Bildern der Kriegszeit zu identifizieren; das geht nur über die Toppzeichen - wenn sie denn bekannt sind.
@Trimmer: danke für die Bilder - aber das zweite Bild kann eigentlich kaum V 187 sein, auch wenn es auf der Karte draufsteht: Vorschiff sieht komplett anders aus...
@ bodrog
Was die Löschung der grossen Nummern zum 1.8.1914 an den T-Booten betrifft hatten wir schon besprochen und war
auch so korrekt .
Im 2. Absatz steht geschrieben , dass die kleine Nummer an der Bugspitze nur für Werft-Probefahrten aufgemalt und
dann gelöscht wurde , hier hast Du wohl was übernommen ohne eigene Überprüfung .
Schon in dem 2. Foto von Achim hättest Du erkennen müssen , dass diese Nummer auch noch im Kriegszustand an der
Bugspitze vorhanden ist , hier geht es doch wohl kaum um eine Werft-Probefahrt .
In meiner bescheidenen Fotosammlung von T-Booten der Kaiserlichen Marine habe ich mindestens 10 Boote die noch
im Kriegszustand die Nummer an der Bugspitze führen .
Als Fotobeweis werde ich Dir nun einige Aufnahmen zeigen von Booten mit Indienststellung vor 1914 , so dass auch
hier von Weftprobefahrten nicht die Rede sein kann .
Es mag sein dass bei einigen Booten die Bug-Nr. überpinselt wurde , aber einen Grossteil der Boote führte diese Nr.
auch weiterhin , so dass Deine Angaben wohl korrekturbedürftig sind .
:MG: halina
Lieber Günter,
Zitat von: halina am 20 April 2016, 14:54:43
Schon in dem 2. Foto von Achim hättest Du erkennen müssen , dass diese Nummer auch noch im Kriegszustand an der Bugspitze vorhanden ist , hier geht es doch wohl kaum um eine Werft-Probefahrt
Es ist nicht zu erkennen, daß es sich bei diesem Bild, das im Übrigen
nicht V 187 zeigt, um eine Aufnahme aus der Kriegszeit handelt.
Gruß, Urs
Lieber Günther, bevor ich dir geschrieben habe, habe ich mit "dem" Kenner von kaiserlichen T-Booten, der hier nicht mehr tätig ist, Rücksprache gehalten.
Finde dich damit ab, das es so ist, wie ich es geschrieben habe. Falls du es besser wissen solltest, dann schreibe bitte zu deinen T-Boots-Aufnahmen das jeweilige Aufnahmedatum dazu. Das wirst du nicht können, weil auf allen von dir gezeigten Bildern die taktischen Zeichen fehlen. Das lässt eigentlich nur den Schluß zu: Es sind Nachkriegsaufnahmen und 1919 hatte man eventuell andere Probleme, als die Zahlen wieder an die Boote zu pinseln... 1921 sah die Welt schon wieder etwas anders aus!
@ bodrog
Ich halte es für angebracht , diesen Dialog vorerst nicht weiterzuführen , möchte jedoch nochmals bemerken , dass die
Nummern am Bug der genannten Boote vorhanden waren und nicht nach den Werftprobefahrten entfernt wurden und auch nicht nach Kriegsende wieder aufgemalt wurden .
Auf weitere gute Zusammenarbeit Gruss Günter
Ich halte es demgegenüber für angebracht, zwischen Vorkriegszeit, Kriegszeit und Nachkriegszeit (hier jeweils unterteilt in Freikorpszeit, vorläufige Reichsmarine und Reichsmarine) zu unterscheiden. Zwischendurch soll meiner Kenntnis nach eine Revolution stattgefunden haben... :-o
moin,
Zitat von: bodrog am 20 April 2016, 17:47:54
Ich halte es demgegenüber für angebracht, zwischen Vorkriegszeit, Kriegszeit und Nachkriegszeit (hier jeweils unterteilt in Freikorpszeit, vorläufige Reichsmarine und Reichsmarine) zu unterscheiden.
Das wäre doch einmal ein Thema für einen Fachartikel im HMA, incl. der Kennzeichen.
Gruß, Urs
... oh ja, das wär´ eine tolle Sache! top
Hier mal Bildausschnitte von Kriegsbooten der Hochseeflotte, MK Flandern und Ostsee:
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/frage1yq9ahzxo0u.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/frage2o5nbfr4wsp.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/frage31le4g2kpmn.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/frage4yiwzdn7oqb.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Die Bilder sind von aktiven Booten, es sind Kriegsbauten und sie liegen weder in der Werft noch sind sie im Probefahrtsverhältnis. Alle Werften bis auf Howaldt sind vertreten. Fazit: Keine Bugnummern - weder groß noch klein...
MfG
PS: T-Bootsfreunde können ja anhand der Bug bzw-Ankerform bestimmen, um welche Serien es sich handelt... :sonstige_154:
moin, U,
Zitat von: bodrog am 20 April 2016, 22:22:34
Hier mal Bildausschnitte von Kriegsbooten der Hochseeflotte, MK Flandern und Ostsee:
Wer solche Bilder hat, könnte auch einen Artikel dazu schreiben :-D
Zitat von: bodrog am 20 April 2016, 22:22:34
T-Bootsfreunde können ja anhand der Bug bzw-Ankerform bestimmen, um welche Serien es sich handelt
Wer soll sich da schon trauen ?
Aber ... damit deine Schellensch nicht unbeantwortet bleibe ... 8-)
Letztes Bild, rechts, ein Boot der Serie
V 67-84Indikator (nach Gröner, DDK, Bd. 2) sind die beiden Bulleyes über der Ankerposition.
Die "Walrückenback" spricht nun dagegen :roll: ... eher für
S 49-52, aber was soll man machen.
Gruß, Urs
Moin , ich nehme alles gerne zur Kenntnis , möchte aber darauf hinweisen , dass die von mir gezeigten 4 Boote nicht
mehr in der Werft-Erprobung waren und trotzdem noch die Kennung am Bug geführt haben , dies steht leider im
Gegensatz zu den Angaben von unserem bodrog , dass an allen Booten nach Abschluss der Werfterprobung die kleine
Bugbeschriftung entfernt wurde .
:MG: halina
@Halina
Es sind keine Bilder aus 14-18. Das könntest du bemerken, wenn du Bilder mal richtig anschauen würdest. Es fehlen die taktischen Zeichen, Umbauten (wie erhöhte Schornsteine, Hütte auf Deck etc.) sind nicht zu erkennen. Und G 137 ist ein Bild von der Werftprobefahrt. Man sieht ja wohl deutlich die Meßmarken am Boot...
damit überlasse ich jetzt den Tröt anderen
@ bodrog ,
Freue mich , dass Du mit so grossem Elan dieses Thema angehst . Es ist wirklicht nicht leicht bei weit über 300 T-Booten , die sich im Kriegszustand befanden , bezüglich Zuordnung und Kennung den Überblick zu behalten .
Ich möchte von meiner Seite abschliessend noch mal 3 Beispiele zeigen wie doch die Kennung unterschiedlich
praktiziert wurde , hoffentlich gelingt es Dir diesen umfangreichen Gesamtkomplex erfolgreich aufzuarbeiten .
Gruss halina
Bild # 1 Die Aufnahme zeigt die beiden A-Boote A 69 + A 89 bei einer Schleusung ca. Herbst 1918
A 69 wurde am 13.6. 1917 in Dienst gestellt und hat als Kennung nur die grossen Ziffern am Bug ,
A 89 Indienststellung 14.5. 1918 und führt am Bug die kleine Kennung .
Bild # 2 Zeigt das T-Boot V 43 ohne taktische Zeichen im Kriegszustand mit Gefechtsschäden an Schornsteinen
und Brücke mit aufgemalter Kennung am Bug .
Bild # 3 Hier ein T-Boot der S-Klasse mit taktischen Zeichen und zusätzlicher Kennung am Bug
Hallo Günter - nun bin ich mir aber bei Deinem ersten Bild nicht sicher - sieht aus als ob die Kennung da " ein Werk des Fotografen " ist - :-D
Gruß - Achim - Trimmer
moin,
Ich gebe mal ein nicht selbst erworbenes Wissen weiter :
Alle 3 von Günter gezeigten Fotos sind weitbekannt und ausgewertet.
Bild 1 - aufgenommen im Frühjahr 1919. Da war kein Krieg bereits vorbei.
Bild 2 - Abnahmeprobefahrt. Daher weder Flottillen noch Rotten Topzeichen auch Nachtsignalanlage fehlt. Wo sehen wir Gefechtsschäden? Und etwas zeigt uns ganz deutlich den Probefahrtstatus des Bootes.
Bild 3 - Flottillenführer erkennbar an F-Topzeichen. Das Foto entstand auf Aussen Jade, Boot hatte zuvor kleine Instandsetzung ( mit Farbe !) und war just Flottillenboot ( Chefboot) geworden.
Gruß, Urs
Zu der Diskussion kann ich nichts beitragen, trotzdem wüßte ich gerne, aus was die taktischen Zeichen bestehen bzw. wo sie zu erkennen sind?
Gruß
Moin Urs , danke für die Infos , kannst Du noch in Erfahrung bringen welche Bootsnummer auf Bild 3 steht ?
Gruss Günter
Anm. Vorher wurde doch Aufnahmestandort Zeebrügge angegeben für das Boot Bild 3 , zwischen
Indienststellung und dem genannten Aufnahmezeitpunkt lagen doch einige Wochen , mit einem
kleinen Pinselstrich wäre doch die Nummer am Bug zu löschen gewesen . :?
moin,
Zitat von: FAUN am 21 April 2016, 17:00:01
.. wüßte ich gerne, aus was die taktischen Zeichen bestehen bzw. wo sie zu erkennen sind?
Es sind geometrische Formen (z.B. Kreise, Dreiecke, und Schrägbalken) im Mast
Zitat von: halina am 21 April 2016, 17:05:04
.. welche Bootsnummer auf Bild 3 steht ?
Ich lese da :
S 54 (i.D. 30.1.16)
Gruß, Urs
Und hier noch mein letztes Foto , es zeigt S 49 mit taktischen Zeichen und Bugkennung , Indienststellung am 12.7.15
zusammen mit einem Schwesterboot , ich meine dass hier auch die Kriegsflagge am Mast weht .
:MG: halina
Edit : Nochmal die Feststellung , das Boot im Kriegszustand mit taktischen Zeichen und Bugbeschriftung ohne
Werftprobefahrt , es ist keine Vor - oder Nachkriegsaufnahme , das trifft auch für das Boot S 94 zu .
Günter - stimmt - die Flagge ist sichtbar
Gruß - Achim
Nach den bisherigen Auswertungen der hier gezeigten Fotostrecke von T-Booten der Kaiserlichen Marine lässt sich wohl
daraus ableiten , dass die Kennungen im Krieg sehr unterschiedlich geführt wurden wie folgende Beispiele zeigen :
Fakt 1 Taktische Zeichen ohne Kennung am Bug , sollte der Normalfall sein .
F.- 2 Taktische Zeichen und zusätzlich die Bugbeschriftung , entgegen der Anweisung .
F.- 3 Keine Flotillen-Kennung am Mast , dafür nur die am Bug vorhanden .
F.- 4 Habe noch Fotos von T-Booten in Fahrt die weder taktische noch eine Bugkennung führten .
:MG: halina
Am besten ist es, du schaust in die entsprechende Vorschrift und lässt hier alle daran teilhaben...
Hallo bodrog ,
Ich war eigentlich davon ausgegangen , dass wir dieses Thema vorläufig ruhen lassen bis gesicherte Erkenntnisse
vorliegen , aber zu Deinem Beitrag möchte ich noch erwähnen , dass Du in Deiner Antwort # 20 vom 19.4. doch
definitiv die wichtigsten Punkte der Kennzeichen-Regelung niedergeschrieben hast . die besonders im 2. Absatz wie
folgt lautet : " Die kleine Nummer am Bug war nur beim Bau und bei Probefahrten vorhanden , danach wurde sie
übermalt , so dass eine Erkennung und Identifizierung des Bootes nur über die Toppzeichen möglich war " , so
sinngemäss dieser Passus , der eben im Vergleich mit den Fotos nicht übereinstimmt , auf denen taktische Zeichen
und zusätzlich eine Bugnummer zu sehen ist .
Wünsche Dir für Deine systematische Aufarbeitung dieses komplexen Themas viel Erfolg , :MG: halina
Ich fasse jetzt mal meinen Wissensstand zusammen (und der beruht auf qualifizierten Kenntnissen und prüfbaren Fakten und nicht Spekulationen).
Es ist bei den Booten generell zwischen Bootsname (hier weiland auch als Nummer bezeichnet, was Verwirrung stiftet) und taktischer Nummer im Flottillenverband zu unterscheiden. Die taktische Nummer ist an den Toppzeichen (in Form von Kreisen, Halbkreisen, Quadraten und Strichen) am Mast erkennbar. Die taktische Nummer konnte wechseln, da Boote auch ausgetauscht uä wurden.
Vorkriegszeit: Name mit großer Ziffer am Bug und vollständig in klein davor. Taktische Zeichen führten nur die Boote der drei aktiven Flottillen (was aktive Flottillen waren und welche Boote wann in die Reserve oä wechselten: siehe Fock "Schwarze Gesellen" Bd. 2 S. 155 unten).
Kriegszeit: ab 1.8.1914 werden gemäß Ms-Bestimmungen alle individuellen Kennungen (also die Malerei am Bug) entfernt und/oder übermalt. Gilt für alle Schiffe (wurde bei den großen Schiffen ab Kreuzer aufwärts aber teilweise nicht gemacht). Alle T-Boote führen (da jetzt aktiv) taktische Zeichen im Mast. Wer keine führt ist nicht aktiv und macht evtl. Probefahrten oder die Bilder sind Vor- bzw. Nachkriegsaufnahmen. Einzige Ausnahme sind die Boote der Sundbewachung - die fahren ohne taktische Zeichen. Die kleinen Nummern am Bug (die während des Baus zur Kennung auf der Werft aufgemalt wurden) sind max. bis zum ersten Streichen vorhanden, dann werden sie übermalt. Da es in Einzelfällen auch aufgenietete Bootsnamen gab, sind diese trotz Übermalung natürlich bei entsprechenden Lichteinfall als Schatten erkennbar.
Generell ist das Aufnahmedatum der Bilder zu beachten: Vorkriegsaufnahmen können mit Kriegsaufnahmen nicht verglichen werden. Bei Postkarten kommt die Problematik dazu, das Herr Finke nach dem Krieg viele hat drucken lassen, ohne Herkunftsangabe und Aufnahmedatum. Dazu kommt häufiger eine falsche Beschriftung.