Hallo zusammen,
in den "Lagevorträge des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine vor Hitler 1939 - 1945", S. 289, findet sich für die Besprechung am 17.09.1941 folgender Vermerk:
ZitatOb.d.M. meldet Inhalte einer Meldung des Kapitänleutnant Witting über Behandlung seiner Frau durch die Gestapo.
Schreiben ist vom Ob.d.M. an Chef OKW mit der Bitte um Verfolgung gegangen.
Meine Fragen:
Welcher "Kapitänleutnant Witting" war es?
Was ist vorgefallen, dass der Ob.d.M. beim Führer dieses Thema angesprochen hat?
Danke & :MG:
Darius
moin,
Einen "Witting" konnte ich in den Ranglisten nicht finden.
Möglich wäre: KptLt Wieting, Crew 32, befördert am 1.4.40.
Gruß, Urs
Hallo,
die FMA Suche http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12332.msg137129.html#msg137129
findet diesen
Kapitänleutnant d.R. Helmut Witting
Grüsse
Beate
moin, Beate,
top :MG:
Zitat von: bettika61 am 24 Januar 2015, 18:12:47
die FMA Suche findet diesen Kapitänleutnant d.R. Helmut Witting
Das paßt natürlich viel besser.
Gruß, Urs
Hallo,
ZitatWie ich sah wurde Witting später beim verschiedene Stäbe eingesetzt. (aus dem Personalien teil Lohmann bücher)
was steht denn im Lohmann über Helmut Witting ?
Grüsse
Beate
Zitat von: bettika61 am 24 Januar 2015, 18:40:07
was steht denn im Lohmann über Helmut Witting ?
Habe ich jetzt leider nicht zur Hand. Vielleicht ist diese Stabsaufgabe gemeint?
http://www.axishistory.com/axis-nations/6527-5-sicherungsdivision
http://www.axishistory.com/various/361-germany-kriegsmarine/kriegsmarine-kommandobehoerden/6064-kommandierender-admiral-deutsche-bucht
Zitat von: kalli am 24 Januar 2015, 18:59:07
Zitat von: bettika61 am 24 Januar 2015, 18:40:07
was steht denn im Lohmann über Helmut Witting ?
Habe ich jetzt leider nicht zur Hand. Vielleicht ist diese Stabsaufgabe gemeint?
http://www.axishistory.com/axis-nations/6527-5-sicherungsdivision
http://www.axishistory.com/various/361-germany-kriegsmarine/kriegsmarine-kommandobehoerden/6064-kommandierender-admiral-deutsche-bucht
Sehr unwahrscheinlich, da der Lagevortrag am 17.09.41 stattfand, die Sicherungsdivision aber erst im März ´42 aufgebaut wurde.
Moin,
bin auf dem umgekehrten Weg auf dieses Thema gestoßen und eventuell ist es auch nach 11 Jahren Stille von Interesse. Beim durchsuchen der Akte von "Hermann Müller" (geb. 1909 in Essen) ist der eingangs erwähnte Vorfall das Thema:
https://www.zeit.de/+/ss-archives/pages/A3343-SSO/A3343-SSO-0333A/page_0421.webp
https://www.zeit.de/+/ss-archives/pages/A3343-SSO/A3343-SSO-0333A/page_0422.webp
https://www.zeit.de/+/ss-archives/pages/A3343-SSO/A3343-SSO-0333A/page_0423.webp
Ergänzend:
https://www.zeit.de/+/ss-archives/pages/A3343-SSO/A3343-SSO-0333A/page_0449.webp
https://www.zeit.de/+/ss-archives/pages/A3343-SSO/A3343-SSO-0333A/page_0450.webp
Ein schöner Fund, vielen Dank. :TU:)
Und herzlich willkommen bei uns. :O/Y
Eine off-topic-Frage an alle:
Solche Berichte wurden doch sicher mit Schreibmaschine getippt, oder?
Gab es Schreibmaschinen mit einer SS-Runen-Taste?
Zitat von: t-geronimo am 12 August 2026, 00:29:26Gab es Schreibmaschinen mit einer SS-Runen-Taste?
Ja, die gab es.
Vielen Dank. :-)
Moin,
schon interessant zu lesen, dass nicht alle im 3. Reich kuschten. Es hätte ja für Kaleu Witting auch anders ausgehen können mit seiner Beschwerde. Ist denn bekannt`, ob besagter Stubaf Müller versetzt wurde bzw. den Krieg überlebte?
MfG Rüdiger
Wenn man ehrlich ist, dann ist eigentlich nicht Müllers weitere Karriere interessant, sondern ganz offenbar, das die Frau des Witting (und er offenbar wohl auch selbst) in Tarnopol wohnten. Mal einen Blick auf die Landkarte geworfen und festgestellt: Generalgouvernement, Distrikt Galizien, Kreishauptmannschaft Tarnopol... das ist schon ganz schön weit östlich und außerhalb jedes potentiellen Ansiedlungsrajons - wieso, weshalb, warum, aus welchen Gründen usw.? Da hätte es eigentlich seit 1940 keine deutschen Einwohner mehr geben sollen - sind ja alle Optanten ins Wartheland umgesiedelt worden...
MfG
Hallo PlotzenHotz,
vielen Dank für die Hinweise. :TU:)
@bodrog:
Da stimme ich Dir zu.
Auch der Umstand, dass der Fall bis soweit "nach oben" kam, könnte ein Hinweis sein, dass hier doch eine "gewisse Parteinähe" zu vermuten ist.
Aber alles reine Vermutung.
:MG:
Darius
moin,
Zitat von: wirbelwind am 12 August 2026, 12:42:50bekannt`, ob besagter Stubaf Müller versetzt wurde bzw. den Krieg überlebte?
erguhgelt : Hermann Müller (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_M%C3%BCller_(SS-Mitglied))
Zitat von: Urs Heßling am 24 Januar 2015, 17:19:17Einen "Witting" konnte ich in den Ranglisten nicht finden.
tja ... :embarassed: :roll:
und so "einfach" ist man nicht 1939 Kapitänleutnant der Reserve ... also vielleicht ...
In der Crew 1912 gibt es einen Witting (ohne Vornamen)
12.04.1913 Fähnrich zur See
22.03.1915 Leutnant zur See, nach RL 1916 ausgezeichnet mit EK I
25.12.1917 Oberleutnant zur See
Gruß, Urs
Hallo,
hier noch einige Daten zu Helmut Witting.
Geb.12.4.1893, Gest. 5.7.1972 in Bochum
Crew 1912 als Baueleve, Schulschiff S.M.S. Vineta
In der Skagerrak-Schlacht auf S.M.S. Seydlitz als Signaloffizier schwer verwundet.
1941 als Admiralstaboffizier bei Stäben der Sicherungsstreitkräfte; zuletzt war er 1. Asto beim Admiral Deutsche Bucht
Korvettenkapitän d.R.a.D.
Grüße Joern
Quelle: MOV Nachrichten Nr.8/9 1972
Moin,
Vielen Dank für den Hinweis Urs. Hätte selbst darauf kommen können. Manchmal sehe ich eben den Wald vor lauter Bäume nicht. :-P Wenigstens ist jetzt klar, dass Müller für seine Untaten zur Rechenschaft gezogen wurde. So wie es sich liest, war der Umgang Müllers mit der Ehefrau von Witting kein Einzelfall in seinen Handlungen. Seine unmittelbaren Vorgesetzten scheinen mit ihm ob seiner Dienstvergehen eine Engelsgeduld gehabt zu haben.
MfG Rüdiger
moin,
Zitat von: joern am Heute um 08:58:39In der Skagerrak-Schlacht auf S.M.S. Seydlitz als Signaloffizier schwer verwundet.
ziemlich zum Ende der "Tagschlacht" : 21:30 Treffer der
New Zealand oder
Indomitable auf der Kommandobrücke, gesamtes Personal gefallen, Verwundete im Kommandostand
Quelle: Krieg zur See, Nordsee, Band 5, Seite 344
Gruß, Urs