Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft: Fünfundzwanzigster Band
von Schiffbautechnischen Gesellschaf
Nach mehreren Eingaben haben BLITZ und BaSILISK die Maschinen von Penn & Sons?
Die Geschichte der Königlichen/Kaiserlichen Werft Danzig, 1844-1918
Günter Stavorinus
Böhlau, 1990
Sammlung von Zeichnungen für die Hütte: 1866
Interessant ist auch warum viele deutsche Quellen die Kanonenboote BLITZ und BASILISK zur Wolgaster Werft Lübke zugeordnet haben?
Eine Zusammenstellung von BS.
Bauwerft für Kanonenboote BLITZ, BASILISK, METEOR, DRACHE (1861/62)
Gröner (1936) S. 23: Lübke, Wolgast
Gröner I (1966) S. 197: Lübke, Wolgast
Gröner I (1982) S. 161: Königl. Werft, Danzig
v. Werner (1902) S. 260: Königl. Werft, Danzig
Wislicenus (1901) S. 111: Königl. Werft, Danzig
Süddeutsche Zeitung: 1862,7/12
Ich will nicht beweisen das die B&B bei KW Danzig gebaut worden sind und die Maschinen von Penn bekommen heben,
sonder es stellt sich die Frage , ist was doch drin., Waren andere Schiffe geplant oder bestellt worden?
Boie
Der Schiffbaumeister Wilhelm Lübke zählte seit 1832 zu den bedeutendsten Schiffbauern in Vorpommern, so daß die preußische Marine ihn 1856 mit dem Bau des Kriegsschoners "Frauenlob" und 1859/60 mit den Dampfkanonenbooten "Pfeil" und "Natter" betraute. Etwa 1856 baute Lübke sein erstes eisernes Dampfschiff, "Peene", mit 50 PS. Größter Neubau war 1856 das Vollschiff "Leopold" mit 557 BRT. Die nur lückenhaft vorhandene Bauliste weist von 1832 bis 1868 25 Handelsschiffe mit zusammen 5363 BRT sowie 5 Kriegsschiffe mit zusammen 829 t Deplacement aus. Ein Nachfahre betrieb um die Jahrhundertwende in Lauterbach auf Rügen eine Fischkutterwerft.
Königlich Preußischer Staats-Anzeiger: 1865, 1 - 3
Marine Rundschau
Februar 1937
Alfred G. Nagel
Deutsche Kriegschiffsnamen
"Pfeil" und "Blitz"
Moin AvM ,
Die beiden hier von Dir genannten Kanonenboote SMS "BLITZ" und SMS "BASILISK" gehörten zur Camaelion -
Klasse bestehend aus 8 Einheiten , gebaut von 1859-1869 auf der Königlichen Werft in Danzig und auf der
Lübke-Werft in Wolgast .
Beide hier genannten K-Boote wurden auf der Lübke-Werft gebaut und 1863 in Dienst gestellt , diese hatten
eine Verdrängung von ca. 420 t und waren 43 m lang . Bew. 1x15 cm+2x12 cm-Kanonen , 320 PSi , 9,0 Kn .
Danke auch für Deine so ausführliche Aufarbeitung von den Anfängen der Preussischen Marine . top
Gruss halina
Edit : hier noch die Namen der anderen Boote mit SMS "Camaelion" , "Comet" , "Cyclop" , "Delphin" ,
"Meteor" und "Drache" .
Hier ein Foto von der SMS "Meteor" , 1865 gebaut .
Ich wollte diese Schiffe nicht richtig angehen. Aber es sind viele Fragen:
- Lübcke + Borsig waren auch mit im Spiel ?
- Wie waren die Unterschiede zwischen den Schiffen ?
- Wie waren die Offizielle Namen CYKLOP, CYCLOP; KYKLOP , usw. ?
- Ich habe 1000 von K-Booten II Klasse, aber nicht solche Dokumente über Entwurf, usw.
@ AvM , In dem Text von Antwort # 3 werden als Antriebsleistung für "Blitz"und "Basilisk" nur 80 PS
genannt , dies dürfte für ein Boot mit ca. 43 m Länge und einer Verdrängung von ca. 400 t wohl
nicht ausreichend sein für 9,0 Kn Fahrt .
WIKI gibt hier die Gesamtleistung von 320 PSi an , mit 2 liegenden Dampfmaschinen , damit 9,0 Kn
:MG: halina
"Blitz"und "Basilisk" nur 80 PS. Wovon reden Sie hier ? Von PSi oder noPS oder einer der vielen weiteren "Pferdestärken" die in dieser Zeit Anwendung fanden. ?
Gehen wir mal davon aus , dass die hier angegebene Leistung der Dampfmaschinen sich auf die indizierte
Leistung in den Zylindern bezieht , die an der Welle erreichte PS-Zahl dürfte ca. 10-20 % niedriger sein .
:MG: halina
Ich gehe mal davon aus, dass es eine der oft dazumal anzutretende "literarische Pferdekraft" ist. In 19JH oft verwandte PS sind ohne genau techn. Daten der Antriebsanlage kaum bis gar nicht umzurechnen. Ist jedenfalls meine Erfahrung. Aber ich gehöre ja nicht zu der Gruppe der "technisch-historischen-Universalgenies" :-D
80 PS , es sind die nominelle Pferdestärken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nominal_Horse_Power
die indizierte Pferdestärken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Indizierte_Leistung
Hier sind ein Paar PSi gemessen für K-Boote II Klasse
(ich muss noch suchen ob ich auch die Unterlagen von K-Boote I Klasse habe)
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,23209.15.html
Hallo Andreas. Uns beiden ist aber klar, dass die rechnerischen Werte der Zeit um Mitte 19JH mit Vorsicht an zusehen sind, da sie nicht den normalem Dienstbetrieb, sondern Berechnungen der Maschinenfabrik darstellen. So sind z.B. die Ablieferungsdaten der Maschinen der Osmanischen Panzerschiffe in Frankreich nicht identisch mit den Jahre später durch britische Ingenieure in Istanbul durchgeführten Berechnungen.
Möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern , dass es schliesslich der Maschinenbau - Ing. James Watt
war der sich einen Namen machte mit der Weiterentwicklung der Dampfmaschine und um 1788 bereits die
Defination einer Pferdestärke mit ca. 1 PS= 75 Kpm/s für die Leistungsberechnung seiner Dampfmaschinen
eingeführt hat . Diese Leistungsformel wurde später sogar in der DIN 66036 als Maßeinheit verankert und bis
1978 offiziell verwendet , danach Übernahme der Leistungsformel mit KW-Angabe , 1 PS= 735,5 Watt .
Da die Dampfmaschinen für die beiden Boote aus britischer Fertigung stammen ist wohl
anzunehmen , dass die Konstrukteure dieser Maschinen auch die Leistung von 320 PS auf der Basis der von
James Watt errechneten Maßeinheit angegeben haben .
Möchte nochmals erwähnen ,daß mit einer Antriebsleistung von nur 80 PS ein Schiff von 43 m Länge und einer
Verdrängung von ca. 400 t nicht die hier genannte Geschwindigkeit von 9,0 Kn erreichen kann .
:MG: halina
Oh Mann Herr Halina. Lesen Sie doch einfach mal in Ruhe und mit Verstand die hier aufgeführten Textstellen. Dann würden Sie merken, dass Nominelle PS gemeint sind. 60nPS sind keinesfalls 60PS. Wenn Sie sich mit den zeitgenössischen Flottenlisten auskennen würden, wären Ihnen das geläufig. Dat wars! :roll:
Ich habe die Definitionen von PSn und PSi vorgestell,
wie auch ein Link zu Post über K-Boote II Klasse, für die ich
die gemessene PSi, die ich in Archiven gefunden habe, verzeichnete,
Die K-Boote II Klasse haben 60 PSn unc ca 210-230 PSi,
so für die K-Boote I-Klasse mit 80 PSn sollen entsprechend 280-320 PSi sein.
Versuch-Eckdaten K-Boote II Klasse 60PSn
Sperber 204 PSi
Pfeil 236 PSi
Natter 225 PSi
RM 1/1989
Versuchsdaten von SMS CYCLOP
Leider keine Druckmessungen, so auch kein PSi-Wert.
(siehe KBoote II Klasse, dort sind die Berechnungen für SMS Pfeil)
Ich habe keine richtige Messdaten (mit PSi Berechnung für die KBoote I Klasse,
hat man der Drehzahl , usw. gemessen- stationär)
Zitat von: beck.Schulte am 24 Juni 2017, 21:46:19
Oh Mann Herr Halina. Lesen Sie doch einfach mal in Ruhe und mit Verstand die hier aufgeführten Textstellen. Dann würden Sie merken, dass Nominelle PS gemeint sind. 60nPS sind keinesfalls 60PS. Wenn Sie sich mit den zeitgenössischen Flottenlisten auskennen würden, wären Ihnen das geläufig. Dat wars! :roll:
Nein
PS ist immer PS. Es ist eine Einheit zur Leistungsbenennung, so ein PS ist immer ein PS
Das hat mit den Flottenlisten leider nicht zu tun.
Ich schlage vor, ein neues Thema zu öffnen.
Wie hat man damals die Schiffe und die Schiffsmaschinen gemessen : Metrisch oder Englisch. Oder Deutsch ?
Mein PS ist immer PS. Es ist eine Einheit zur Leistungsbenennung, so ein PS ist immer ein PS ? ? ? lieber Andreas von Mach. Verstehe ich nicht ! Mit den Flottenlisten aus der Zeit hat das wohl was zu tun, da dort immer die nhp angegeben. Ich glaube ich habe dir mal vor Jahren die franz. / britischen Unterlagen der Asir-i-Tevik geschickt. Da kannst du ja mal nachschauen. Dat war es dann. :O/Y
PS (Pferdestärke) ist eine Einheit womit Leistung gemessen wird.
Wie nach von mir gelieferte Versuchsdate zeihen wird für die alte Schiffe ein deutlich
auf Basis von Dampfdruckmessungen , die mit dem Indikator durchgeführt sind,
PS in sind britischen Horse power gegeben (nicht im metrischen Pferdestärke)
Metrisches PS
1 PS = 75 m × kp/s = 0,73549875 kW
Englische Pferdestärke = horsepower
1 hp = 33.000 lbf. × ft./min = 550 lbf. × ft./s
1 PS = 0,98632hp
PS (Pferdestärke) ist eine Einheit womit Leistung gemessen wird...war mir echt nicht bekannt. Danke für die Aufklärung. top
So einfach ist das auch nicht.
Nach meinen Recherchen wissen wir:
1) Preußische Marine hat mindesten bis 1862 die britische PS benutzt.
2) Nur beim wenigen preußischen Schiffen wurde beim Versuchen (Abgaben) der Indikator benutzt.
Auch beim stationieren Messungen hat man nur Drehzahl (rpm) gemessen,
und auf dessen Basis die geforderte Geschwindigkeit geschätzt.
3) Die meiste preußische Herstellen haben große Probleme mit Maschinen.
4) Trotztem hat man versucht eigene Ingenieure einzusetzen
statt (angeblich) überteuerte Britische Ingenieure. Aber wie von Archiven rauskommt,
ständig waren Angebote auch von Maudslay , usw (obwohl keine Maudslay Maschinen eingesetzt waren )
Illustrirte Geschichte des Krieges, vom Jahre 1870 und 1871
Süddeutsche Zeitung 23 Aug 1862
Übersicht der im Jahre ... in den betreffenden Vereins-Staaten für die zum Neubau oder zur Reparatur von Seeschiffen verwendeten metallenen Materialien auf Zoll-Vereinsrechnung gewährten Zoll-Erlasse / 1863 und 1866
Archiv für Seewesen
Mittheilungen aus d. Gebiete d. Nautik, d. Schiffbau- u.
Maschinenwesens, d. Artillerie, Wasserbauten etc
1872