Hi,
in 1940 und 1941 wurden ja die ehemaligen norwegischen Küstenpanzerschiffe "Harald Haarfagre" und "Tordenskjöld" zu Flakbatterien umgebaut. Da Dr. Peter Schenk ja diese Schiffe als mögliche Verstärkung für "Seelöwe" diskutiert, interessiert mich, ab wann sich diese Schiffe tatsächlich in der Werft zum Umbau befanden. Weitere Details zum Umbau sind natürlich auch sehr willkommen :-).
Viele Grüße
Dirk
Moin,
haben wir nichts zu dem Thema? Vielleicht wann sie verlegt worden sind, oder in welchem Zustand sie aufgefunden wurden?
Ich habe in einem Norwegischen Forum was zu der Mittelertillerie dieser Schiffe gefunden:
http://www.kystfort.com/forum/viewtopic.php?f=6&t=6197
Verstehe ich das richtig, dass bereits die Norweger die Mittelartillerie ausgebaut hatten? Haben wir jemanden, der genug Norwegisch kann um das zu bestätigen/dementieren?
Gruß
Dirk
Richtig, die Mittelartillerie war bereits ausgebaut und die Schiffe lagen im Juli 1940 noch in Norwegen.
Beste Grüße
Peter
Hallo Peter,
super! Vielen Dank für die Info :-)
Gruß
Dirk
http://navypedia.org/ships/germany/ger_oth_nymphe.htm gibt als Fertigstellungsdatum den 1.2.41 an.
Für eine Teilnahme an Seelöwe im September oder Oktober 1940 wäre das Zeitfenster für einen Umbau auch zu knapp gewesen, oder?
moin,
Zitat von: Indy am 18 Oktober 2017, 22:51:48
Für eine Teilnahme an Seelöwe im September oder Oktober 1940 wäre das Zeitfenster für einen Umbau auch zu knapp gewesen, oder?
Es gab ja zu dieser zeit durchaus andere "Großprojekte", die entsprechenden Aufwand (Arbeiter) forderten
- Fertigstellung
B und
T- Umbau
Scheer- Reparatur
Lützow,
Hippersowie
- Weiterbau Zerstörer als Ersatz für die verlorenen
- Unterseeboote
- u.v.a.m.
Gruß, Urs
Zitat von: Indy am 18 Oktober 2017, 22:51:48
http://navypedia.org/ships/germany/ger_oth_nymphe.htm gibt als Fertigstellungsdatum den 1.2.41 an.
Für eine Teilnahme an Seelöwe im September oder Oktober 1940 wäre das Zeitfenster für einen Umbau auch zu knapp gewesen, oder?
Sehe ich auch so...
Sofern man Waffen überhaupt zur Verfügung hatte (es sah ganz schön mau aus bei der Kriegsmarine) stellt sich auch die Frage, ob diese nicht besser in weiteren Artillerieträger hätten Verwendung finden sollen.
Gruß
Dirk
Gibt es da eine grobe Übersicht, was 1940 an Marine-Waffen auf Halde lag, die man kurzfristig in Flak oder Artillerieträgern bzw. zum Küstenschutz einbauen konnte?
Zitat von: Indy am 19 Oktober 2017, 01:45:14
Gibt es da eine grobe Übersicht, was 1940 an Marine-Waffen auf Halde lag, die man kurzfristig in Flak oder Artillerieträgern bzw. zum Küstenschutz einbauen konnte?
Es gibt ne Auflistung aus dem Dezember 1940 was eventuell für Artillerieträger in Frage kommen könnte. Dann gibt es anschließende Dokumente, die dann gleich die Mehrzahl der genannten Geschütze (französische Beutegeschütze) wieder ausschließen.
Im 1. Dokument sind u.a. u.a drei 12,7cm Geschütze genannt die von den Narvik-Zerstörern geborgen wurden, deren Versand nach Kiel erst in die Wege geleitet wurde und über deren Zustand man noch nichts sagen konnte... Der Ausbau von(zweiten) 10,5cm Geschützen von Flottenbegleitern und von M-Booten die als Fang- oder Sicherheitsboote eingesetzt wurden wurde ebenfalls thematisiert (4 -10,5cm würden danach für Februar 1941 für möglich gehalten).
Vorhanden waren dann wohl noch 7 -10,5cm SKL, die aber eigentlich für Sperrbrecher vorgesehen waren..
Es scheint da wirklich ein extremer Mangel an Geschützen geherrscht zu haben. Inwieweit man Geschütze aus Küstenbatterien hätte verwenden können, kann ich leider nicht sagen. Außer der Batterie Haenisch mit wohl 5- 15cm-Geschützen, von denen 4 an "Süd-Amerika-Zufuhrschiffe" (ich hab noch keine Ahnung welche Schiffe gemeint sind) gingen, wurden wohl (zu diesem Zeitpunkt) keine weiteren Geschütze aus Küstenbatterien für den Einsatz auf Schiffen vorgesehen.
Gruß
Dirk
moin,
Zitat von: Bergedorf am 19 Oktober 2017, 02:40:07
"Süd-Amerika-Zufuhrschiffe" (ich hab noch keine Ahnung welche Schiffe gemeint sind)
Es handelt sich wohl um
Natal,
Lech,
Frankfurt und
Karnak.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Neidenfels_(Schiff,_1923) (https://de.wikipedia.org/wiki/Neidenfels_(Schiff,_1923)), scrollen bis "andere"/
Georgia und dann bei den Fußnoten (z.B. betr.
Lech) weiterverfolgen.
Gruß, Urs
Vielen Dank Urs! :-)
Gruß
Dirk
Danke für die Information, Dirk.
Ich hatte jetzt eher damit gerechnet, dass da noch einige Dutzend Geschütze, v.a. aus dem WK1, von 105 - 150 irgendwo rumlagern.
Interessant ist, dass die schwimmenden FlaBttr keine orginären 105er Flak sondern "kurze" Seezielgeschütze hatten.
Die Luftwaffen-Flak38 und 39 wären im Sommer 1940 ja zumindest in der Theorie dagewesen.
Hallo Indy,
das war mir bisher noch gar nicht aufgefallen mit den SK auf den schwimmenden Flakbatterien. Sehr interessant :TU:)
Viele der kaiserlichen 15cm und auch einige der 10,5cm dürften ihre Verwendung in der Küstenartillerie gefunden haben. Andere 10,5cm scheinen umgerüstet worden zu sein und wurden dann auf Booten und U-Booten der Kriegsmarine eingesetzt. http://www.navweaps.com/Weapons/WNGER_41-45_skc06.php
Gruß
Dirk
moin,
Zitat von: Bergedorf am 20 Oktober 2017, 00:48:00
Viele der kaiserlichen 15cm und auch einige der 10,5cm dürften ihre Verwendung in der Küstenartillerie gefunden haben.
wohl auch die 17 cm der Linienschiffe ?
Gruß, Urs
Moin Urs,
die auf alle Fälle. M.E. waren 4 Batterien davon auch im Bereich Pas des Calais zur Seelöwezeit installiert. Hier eine schöne Aufstellung der Marineküstenbatterien:
http://museumscenterhanstholm.dk/de/wissen/kuestenbatterien/zusammenstellung-der-kuestenbatterien-von-kaliber-10-cm-an-aufwaerts/
Gruß
Dirk
moin, Dirk,
schöne Aufstellung :TU:)
Die 4-17 cm bei Cherbourg bildeten wohl die Batterie "Yorck" (leider oft auch als "York" bezeichnet) ?
Interessant sind auch die (französischen ?) 13 cm-Geschütze in Nordnorwegen vom Dampfer "Nina".
Das war nämlich das Schiff, das die 30,5 cm-Geschütze der späteren Batterie "Mirus" transportiert hatte.
Gruß, Urs
@Urs - sicher das die 13-cm nicht auch von der Wolja ex-Imperator Aleksandr III. stammten? Das wäre irgendwie naheliegend, da die 30,5 cm auch von diesem Schiff kamen und es auch tatsächlich 13 cm als Mittelartillerie fuhr..
moin,
Zitat von: bodrog am 21 Oktober 2017, 00:37:50
.. die 13-cm nicht auch von der Wolja ex-Imperator Aleksandr III. stammten? Das wäre irgendwie naheliegend, da die 30,5 cm auch von diesem Schiff kamen und es auch tatsächlich 13 cm als Mittelartillerie fuhr..
in der Tat top :MG:
Genau so wird es zumindest in der englischen Wikki-Version dargestellt.
Gruß, Urs
Hallo,
Wolfgang Müller schreibt in"Kriegsschauplatz Ostsee" Bd.5 s.158
das die "Thetis" ab 1.2.41-12.5.42 als Flakbatterie in der Flensburger Förde lag.
Es liest sich so, das das Foto im Buch 1942 dort entstanden ist.
Ist über den Einsatz mehr bekannt, z.B. wo sie lag, was sie schützen sollte?
moin, Beate,
Zitat von: bettika61 am 01 Juli 2018, 09:44:24
.. die "Thetis" ab 1.2.41-12.5.42 als Flakbatterie in der Flensburger Förde lag.
...
Ist über den Einsatz mehr bekannt, z.B. .. was sie schützen sollte?
z.B. http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Flensburger_Schiffbaugesellschaft ?
Gruß, Urs
Hallo Urs,
Guter Hinweis :MG:
Bei genauer Suche im o.g. Buch :-D s.157
Zitat2.7.1942 ...Angriff... auf die "neue"U-Boot-Werft...
Wirksame Flakabwehr leistete vor allem der Flakkreuzer Thetis
Über den Luftangriff https://de.m.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Flensburg
das Datum widerspricht der Aussage im Buch über die THETIS:
Zitaterfolgte am 12.Mai 1942 die Verlegung nach Drontheim
Leider verrät Wolfgang Müller seine Quellen nicht.
Hallo Beate,
über den Luftangriff am 02.07.1942 identische Aussage im KTB der Skl. Band 35 Seite 35.
Weiter im KTB Skl. Band 38 Seite 28: Im KW Kanal wurde Flak-Kreuzer Thetis durch FD (Fischdampfer) gerammt und muß eindocken. Im KTB des Kommandierenden Admirals der Marinestation Ostsee vom 02.10.1942 siehe Anhang.
Gruß
Harald
Hallo Harald,
danke für die Suche und Info :MG:
Der Aufenthalt/Einsatz in Flensburg ist damit bestätigt.
Bliebe die Frage nach dem Datum der Verlegung von Flensburg bzw. nach Drontheim.
der 2.10.42 durch den KWK könnte die geplante Verlegungsfahrt gewesen sein.
Hallo Beate, gefunden im KTB Ob MOK Norwegen vom 19.12.1942
Gruß
Harald
Hallo Harald
Super :MG:
Beeindruckendes Archiv top