Hallo zusammen,
Lutz Bengelsdorf berichtet in seinem Buch ,Der Seekrieg in der Ostsee 1914 – 1918' vom Frachter Ursula Fischer, die am 02.07.1917 auf der Fahrt von Libau nach Danzig durch einen Minentreffer sank.
Hat jemand weitere Informationen zu diesem Schiff? (Reederei, Bauwerft, Jahr des Stapellaufes, Vermessung,...)
Wo genau ist sie gesunken?
Vielen Dank!
Viele Grüße,
Ralf
Hallo nochmal,
kurze Ergänzung: Das Versenkungsdatum soll sowohl in der Überschrift als auch im Text 02.07.1915 heißen. Da ist mir ein Fehler unterlaufen.
Urs, Danke für den Hinweis.
Viele Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
ein paar Informationsfitzelchen zum Untergang der URSULA FISCHER sind z.B. --/>/> hier (https://archive.org/details/derkrieginderost02firl) auf Seite 132 und Seite 187 zu finden. Vielleicht geht das ja über das hinaus, was Bengelsdorf geschrieben hat und bringt Dich bei Deiner Suche etwas weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Hallo Schorsch,
vielen Dank... damit bin ich ein Stück weiter...
Leider auch dort keine Info über Reederei oder Bauwerft, aber immerhin eine weitere Spur.
Vielen Dank und viele Grüße,
Ralf
Hallo,
hier etwas. Aber schwer zu übersetzen !!
http://militera.lib.ru/h/kireev_ia/05.html
1. Juli Dampfer Ursula Fischer, die von Libava Beute mit Last auf einen neuen Fairway ging und mit dem beide erforderlichen Reparatur Flugzeug hat W an den Kanal von der Achse abweicht und blies auf Trawlern Boom verpaßt; In 40 Minuten war das Schiff verloren, und die Mannschaft wurde auf den Booten gerettet. Die Flugzeuge, die das Wasser erreichten, erreichten die Küste. Laut den Piloten war das Schiff auf dem Sperrfeuer, aber die anderen Teilnehmer der Katastrophe glaubten, dass der Torpedo schuld war. Die letzte Version triumphierte besonders nach dem nächsten Tag von Pr. Adalbertwurde von einem U-Boot bei Ricksgeft untergraben. Wenn die falsche taktische Methode, die von der II. Division der Minensucher angewendet wurde, den Tod des Schiffes mit einer wertvollen Fracht verursachte, dann verursachte die irrtümliche Schlußfolgerung, die zu dieser Ursache führte, eine Reihe von operativen Schwierigkeiten und Fehlhandlungen des Kommandos. Hopman war ratlos. Er wurde von den Nachrichten über den Tod von Albatros und dem anschließenden Absturz seines Flaggschiffs unterdrückt . Die Explosion des Dampfers kam nicht weit von den Orten der Explosion von Friedrich Karl und Elbing vor, daher war hier zunächst der Verdacht auf eine unbekannte Schranke notwendig; Dennoch befahl Hopman, den Schutz gegen U-Boote auf beiden Fairways nach Libava zu verstärken, insbesondere im Bereich der Explosion von Ursula Fisher.Gerade zu dieser Zeit machte Deichland einen weiteren Flug nach Libava, und sein Schutz vor U-Booten wurde der zweiten Minensuchabteilung anvertraut.
Ab dem 28. Juni führte die II. Division 4 Tage lang eine Kontrollschleppnetzfischerei des gesamten Fairway-Netzes durch und fand nirgendwo eine Mine. Am 2. Juli wurde die Arbeit durch Nebel verhindert, und vom 3. Juli bis zum 8. Juli, statt die Fläche von Ursula Fishers Tod zu verfolgen , war die Abteilung mit der Jagd nach U-Booten beschäftigt und verfolgte Deichland und andere Schiffe.
Das von den vier Zerstörern der 1. Division abgegebene Sperrfeuer blieb unentdeckt. "Erst später" (offenbar nach dem Krieg), "kam bei der Untersuchung zu dem Schluss, dass das Schiff noch auf der Mine explodierte" <3, S. 166>. [321]
Als Folge einer sechsmonatigen intensiven Schleppnetzfischerei in den deutschen Gewässern wurden Oleg und Bogatyrs Zäune , der nördliche Teil des Am
Hallo Maurice,
Vielen Dank für die Quelle und die Übersetzung! Da ich der russischen Sprache nicht mächtig bin, wäre ich nie auf diese Quelle gekommen.
Es ist interessant, dass die Ursula Fischer wiederholt im Zusammenhang mit der Frage erwähnt wird, ob sie von einem Torpedo oder einer Mine versenkt wurde. Zum Schiff selbst oder ihrer Reederei oder Bauwerft scheint nichts zu finden sein...
Vielen Dank nochmal,
Ralf
Hallo Ralf,
Von Belgian Shiplover N°126 Seite 548:
1283 grt blt 1902 Schrömer &Jensen, Tönning
02-11 SENATOR HOLLESEN Zerssen & C°, Rendsburg Ge/
11-15 URSULA FISCHER (1) F.W. Fischer, Rostock Ge/
1.7.1915 M/S 25 m NW Memel
leider nichts anders
Hallo Maurice,
vielen Dank - das ist konkreter als alles, was ich vorher hatte.
Viele Grüße,
Ralf
Einige ergänzende Angaben zur "Senator Hollesen" (aus Reinhart Schmelzkopf, Die deutsche Handelsschiffahrt 1888-1918): 1545 BRT, 976 NRT, 2000 tdw.
75,10/74,73 x 10,74 x 4,60/5,25 m.
550 PSi, 8.5 kn. 18 Mann Besatzung.
Baunummer 40 von Schömer & Jensen, Tönning.
Stapellauf 12.3.1902, Ablieferung 04.1902 an Zerssen & Co., Rendsburg.
Hallo kgvm,
Vielen Dank - das rundet die Information ab.
Viele Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
als Untergangsposition habe ich:
1.7.1915 auf Reise Memel Libau in Pos. 55.52 N 20.10 O/NW Memel in der russischen Minensperre Nr.7 gesunken. Kapitän war ein Hans Meyer aus Rostock.
Gruß
Harald
Hallo Harald,
super, Danke!
Ralf
Hallo Harald,
irgendetwas stimmt da nicht oder ich bin auf dem Holzweg. Ich habe mir den von maurice voss eingefügten Link und die darin enthaltenen Skizzen etwas genauer angesehen. In die beigefügte Skizze habe ich die Untergangsstelle nach Deinen Positionsangaben mit einem Kreuz markiert. Das zeigt mir, dass es die Sperre Nr. 7 wohl nicht gewesen sein kann, da sie westlich von Danzig verlief.
Obwohl die Zeichnung den Stand vom 01.Juni ausgeht, scheint mir eine grundsätzliche Veränderung bis zum 01. Juli als nicht sehr wahrscheinlich.
Hallo Kalli,
kann Dir leider keine eindeutige Antwort geben, meine Quelle ist einmal Abert Die Deutsche Handelsmarine 1870 bis 2000 und Hückstädt, H./Larsen, E./Schmelzkopf, R./Wentzel, H.-G. Von Rostock nach See-Die Geschichte der Rostocker Dampfschifffahrt 1850 bis 1945 in beiden Werken die identischen Angaben. Im Anhang habe ich einen Ausschnitt einer Karte aus Krieg zur See 1914-1918 Ostsee Band 2 angefügt. Hoffe mit den Copy keinen Konflikt zu bekommen. Dann bitte löschen. Leider bin ich fachlich nicht in der Lage die Positionen zu interpretieren und die Karten miteinander zu vergleichen :BangHead:
Vielleicht kommen wir noch zu einen Ergebnis
Viele Grüße
Harald
Auch Rene Greger, Die russische Flotte im Ersten Weltkrieg, führt die "Ursula Fischer" als Opfer der Sperre Nr. 7.
Allerdings ist bei ihm die Sperrre Nummer 7 (nordwestlich Memel) an der Stelle eingezeichnet, auf der laut der russischen Karte die Sperre Nr. 8 liegt. Offenbar war die Zählweise nicht identisch!
Wenn man Gregers Karte auf der 2. und 3. Umschlagseite seines Buches mit der russischen Karte vergleicht, so stimmen die Nummerierungen auch anderer Sperren nicht überein. Vielleicht findet sich in nächster Zeit dafür eine Erklärung.
moin,
es steht doch in Maurices Link top top :MG: nach 4-maligem Umblättern :
Sperre No. 8, 4 x 25 = 100 Minen, geworfen WNW Memel am 26.11.14 durch die Zerstörer Vsadnik, Gaydamak, Amurjetz und Ussurjetz (Всадник, Гайдамак, Амурец, Уссуриец)
Als Opfer ist namentlich "Ursula Fischer" (Урсула Фишер)aufgeführt.
Paßt alles.
Gruß, Urs
P.S. Die 4 genannten Zerstörer (580 t) bildeten eine Klasse.
siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Wsadnik-Klasse (https://de.wikipedia.org/wiki/Wsadnik-Klasse)
ja Urs, mir ist schon klar, was da steht und die entsprechende Skizze verdeutlicht das auch. Aber ganz so einfach ist das m.E. nicht. Es geistert auch eine andere Variante durch die Gegend.
Was ist nun richtig?
Die Angaben von Maurice (das zitierte Werk ,,Траление в Балтийском море в войну 1914–1917 гг." ist aus dem Jahre 1939 !. Oder sind z.B. die Angaben von Greger und anderen richtig.
Ich gehe mal davon aus, dass Greger die Karte aus ,,Die Flotte im 1. Weltkrieg, Band 1, Moskau 1964." adaptiert hat (keine Quellenangabe bei ihm). Genauso verhält es sich mit den textlichen Erklärungen zum Legen der Sperren.
Scan der Skizze aus dem Buch von 1964.
moin, kalli,
ob die durch die genannten Zerstörer wnw Memel geworfene Sperre in einer Publikation die Nr. 7, in einer anderen die Nr. 8 trägt, ist doch letztlich "... egal"
Der von Dir gezeigten Karte möchte ich mißtrauen. Sie erweckt ein Bild, als seien die Ostsee SO Bornholm und die Danziger Bucht "abgeriegelt" gewesen.
Die Zentrums-Positionen mögen stimmen, die Ausdehnung mM nicht.
Wenn man sie mit der in Nimitz/Potter/Rohwer, Seemacht auf S. 403 abgebildeten Karte vergleicht ...
.. sehen die "gleichen" Minensperren dort wesentlich kleiner aus.
Gruß, Urs
wenn es egal ist, ist es egal.
...egal hin, egal her... eine Frage hätte ich noch:
liegt sie noch da, oder wurde sie irgendwann gehoben/gesprengt/abgewrackt? Wenn jemand hierzu Material hat wäre ich dankbar - da kommt jetzt wieder der Taucher durch - je nach Tiefe könnte die Ursula ja einen brauchbaren Tauchgang hergeben :-)
Viele Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
ich habe Dir das, was ich an Ladung gefunden habe, geschickt.
Eine Bemerkung noch: eine Skizze ist keine Karte und die Minenfelderbezeichnungen sind nun mal so, wie sie in den Dokumenten enthalten sind. (Abgewandelt könnte man sagen: die Karte ist richtig nur die Landschaft stimmt nicht ganz. :-))
Anbei noch 2 Skizzen (aus ,,Заградительные операции Балтийского флота"), die sicher hohen Ansprüchen nicht genügen.
Moin,
Ingo und ich bin neu hier. Gerade angemeldet und wollte nach einenSchiff suchen und gleich hier rein gestolpert:-)
Mein Hintergrund: Tauchen in der gesamten Ostsee.
Ziele: Wracks
In der östlichen Ostsee habe ich nun u.a. Carl Friedrich, Elbing lX, Edith Bosselmann, ex Rita Maersk und einige andere betaucht.
Ein neues, noch unbekanntes Wrack, liegt in der Nähe von der Position die Harald gepostet hat, 55-50-xxx/ 20-10-xxx
Die Ladung besteht aus Einigen Paletten mit Büchern in Kryillischer Schrift, der Rest der Ladung würde ich als Funierholz bezeichnen.
Ein Reservepropeller liegt an Deck.
Im Bereich hinter der Küche liegen einige ,,feuerwehrspritzen" herum.
Wir dachten an das es die Tristan sein könnte. Aber vielleicht ist es doch die Fischer?
Das Laternenglas mit DS 1912 ist vorhanden. Würde eine Laterne eigentlich nur einmal geprüft? Oder in bestimmten Abständen mehrfach?
Ein nächster Tauchgang ist geplant....
Gruß
Ingo
Hallo Ingo,
vielen Dank für die Infos... spannende Sache, habe Dir gerade eine PN geschrieben. Danke für eine Rückmeldung auf demselben Weg.
Viele Grüße,
Ralf
Zitat von: Derostseetaucher am 24 Juli 2018, 20:21:20
Moin,
Ingo und ich bin neu hier. Gerade angemeldet und wollte nach einenSchiff suchen und gleich hier rein gestolpert:-)
Mein Hintergrund: Tauchen in der gesamten Ostsee.
Ziele: Wracks
In der östlichen Ostsee habe ich nun u.a. Carl Friedrich, Elbing lX, Edith Bosselmann, ex Rita Maersk und einige andere betaucht.
Ein neues, noch unbekanntes Wrack, liegt in der Nähe von der Position die Harald gepostet hat, 55-50-xxx/ 20-10-xxx
Die Ladung besteht aus Einigen Paletten mit Büchern in Kryillischer Schrift, der Rest der Ladung würde ich als Funierholz bezeichnen.
Ein Reservepropeller liegt an Deck.
Im Bereich hinter der Küche liegen einige ,,feuerwehrspritzen" herum.
Wir dachten an das es die Tristan sein könnte. Aber vielleicht ist es doch die Fischer?
Das Laternenglas mit DS 1912 ist vorhanden. Würde eine Laterne eigentlich nur einmal geprüft? Oder in bestimmten Abständen mehrfach?
Ein nächster Tauchgang ist geplant....
Gruß
Ingo
An Bord von Ursula Fischer sollen sich 2 Flugzeuge befunden haben.
Hallo Kalli, Ingo,
ich habe gerade noch mal in der von Schorsch angegebenen Quelle https://archive.org/details/derkrieginderost02firl
auf S. 187 nachgelesen: Es wird bestätigt, dass das Schiff Güter der Beutekommission und zwei reparaturbedürftige Flugzeuge geladen hat. Zu den Flugzeugen heißt es, dass sie noch zu Wasser gekommen waren und die Küste erreichten'. Die dürften also nicht mehr an Bord gewesen sein, als die Ursula Fischer sank.
Viele Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
Es sind keine Flugzeuge an Bord.
Auch im Umkreis von 50 Metern sind keinerlei Flugzeuge oder Flugzeugteile
zu sehen.
Gruß Ingo
Hallo Ingo,
danke für die Info - das würde je zum historischen Bericht passen. Bleibt die Frage, ob die Ladung der Ursula Fischer als Kriegsbeute zählt (diese war nicht näher spezifiziert).
Bin gespannt, ob ihr im September etwas findet, was zur Identifizierung dienen kann. Ich wünsche Euch erfolgreiche Tauchgänge!
Viele Grüße,
Ralf