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Webseite Historisches Marinearchiv => Kleinkampfmittel => Thema gestartet von: bettika61 am 20 November 2019, 22:57:27
Hallo ,
das neue Buch von Joachim Rudek, unglaublich die Geschichte, aber offenbar "wahr" :MLL: :sonstige_154:
https://www.spiegel.de/geschichte/superspion-joerg-bocho-der-groesste-betrug-der-stasi-a-1296207.html
ZitatEin aus dem Westen geflohener Hilfsschlosser, Jörg Bocho, wird in der DDR zum US-Superspion und schleust mit Mini-U-Booten Agenten in den Ostblock. Oder war alles ganz anders? ...
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Sieben Jahre später brachte eine spektakuläre Forschungsarbeit drei Doktoranden an der Potsdamer Stasi-Hochschule das Prädikat "magna cum laude" ein ("sehr gut"). Die gemeinsame Dissertation handelte von einem Agentenring, der von der Bundesrepublik aus Mitarbeiter westlicher Geheimdienste in die DDR einschleuste, sogenannte "Agenten mit spezieller Auftragsstruktur". Diese AsA drangen demnach mit Klein-U-Booten über die Küstengewässer ein, um unter anderem Raketen-Abschussvorrichtungen zu installieren - eine bis dahin völlig unbekannte Form "verdeckter Kriegsführung".....
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Bocho behauptete, er habe eine umfassende Einzelkämpferausbildung erhalten. Trainiert wurde er nach eigenen Angaben als Kampfschwimmer an "maritimen Kleinkampfmitteln", also an Mini-U-Booten, Torpedo-Trägergeräten und Sprengbooten; ebenso für den Unterwasserkampf etwa mit Minen und Haftladungen. ...
So zeichnete Bocho etwa das Trägergerät "GN 3", laut Rudek ähnlich dem italienischen Zwei-Mann-Torpedo SCL "Maiale". Und Bochos Klein-U-Boot vom Typ "ORC 2-T/B-A" ähnele den von der deutschen Kriegsmarine entwickelten Mini-U-Booten "Schwertwal" und "Seeteufel".
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Stasi-Mitarbeiter selbst hatten also laut Rudek dem Häftling das Recherchematerial zur Verfügung gestellt, aus dem seine Antworten und Zeichnungen entstanden.
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Habe das Buch bereits gelesen und kann es empfehlen.