R 84 wurde am 20.08.1943 bei Boulogne im Ärmelkanal durch Fliegerbomben versenkt. Ich suche nach Informationen über die Opfer. In der Literatur fand ich nichts. Gibt es bei der Kriegsmarine zu versenkten Schiffen irgendwo Opferlisten oder wo könnte man etwas finden?
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/board,239.0.html
Hallo,
ich finde unter dem Link keine Antwort.
Sorry
Hermann
Das ist der dezente Hinweis :MZ:
"Mitglieder stellen sich vor"
Hallo,
da habe ich wohl etwas falsch gemacht. Gerne stelle ich mich vor.
Ich bin 70 Jahre alt und stamme aus Ramstein in der Pfalz. Heute wohne ich im schönen Heppenheim an der Bergstraße.
Mein Vater ging 1942 als Freiwilliger mit 18 Jahren zur Kriegsmarine und war 1943 im Ärmelkanal als Funker auf einem Vorpostenboot und dann wohl auf verschiedenen Minenräumbooten eingesetzt. Bei der Versenkung des Schiffs - das ich noch nicht eindeutig identifizieren konnte - überlebte er, war aber schwer krank.
Ich habe schon auf vielen Wegen versucht herauszubekommen, auf welchem Schiff mein Vater zuletzt gewesen war. Bei der Versenkung soll es nur ganz wenige Überlebende gegeben haben. Das ist der Hintergrund meiner Frage zum Minenräumboot R 84.
Alles klar?
Viele Grüße
Hermann
Hallo Hermann,
herzlich Willkommen im Forum.
Hast Du schon hier eine Anfrage gestartet. Das Bundesarchiv Abteilung PA (früher WASt) hat die Unterlagen zu den Angehörigen der ehemaligen Wehrmacht. Die Auskunft ist kostenpflichtig, aber falls Unterlagen vorhanden sind, sehr aufschlussreich. Hier dürfte theoretisch auch Unterlagen deines Vaters liegen, die auch Aufschlusss über die schwimmende Einheiten geben.
Link: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html
Gruß
Lothar
Hallo Lothar,
Danke für den Hinweis. Bei der WASt habe ich allerdings schon vor etlichen Jahren nachgefragt, aber nur folgende Antwort erhalten:
WASt: 29.05.1943 – 10.03.1944: 4. Räumbootsflottille, Einsatzraum Kanalenge
WASt: 03.11.1943 infolge Tuberkulose von Schiff ins Marinelazarett Harding,
Abgang: 05.11.1943 Marinelazarett Paris
Das löst das Rätsel nicht. Aus einem Brief meines Vaters weiß ich, dass er im Juli 1943 vermutlich von R 43 auf ein anderes Boot kam, weil sein Boot für 12 Wochen in die Werft kam.
An Weihnachten 1943 erhielt mein Vater ein Buch mit der Widmung ,,Meinem Funkobergefr. Karl Müller als Andenken an ,,R43", Plank, Ltn. Zur See u. Kmdt."
Daraus ergeben sich weitere Fragen:
Wer weiß etwas über Ltn. zur See Plank?
War R 43 ab Juli 1943 in der Werft?
Ich habe dazu auch im Marinearchiv in Freiburg eine Recherche durchführen lassen. Diese hat aber die Fragen nicht beantwortet. Daher suche ich jetzt andere Wege zur Klärung meiner Fragen.
Viele Grüße
Hermann
moin, Hermann,
hiernach https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/rboote/rfl-frames.htm (https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/km/rboote/rfl-frames.htm) gehörte R 84 zur 2. und nicht zur 4. Räumbootsflottille.
Ich konnte für den Zeitraum Juli-Oktober keinen Verlust der 4. R-Flottille finden, der mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen könnte.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
Du hast recht, dass es bei der 4. Flottille keinen "passenden" Verlust gab. Die 2., 4. und 8. Flottille operierten zum Teil gemeinsam und es ist gut denkbar, dass mein Vater als Funker an eine andere Flottille "ausgeliehen" war. Darauf deutet auch hin, dass es keine Kontakte zu überlebenden Kriegskameraden von solchen Schiffen gab.
Ich habe verschiedene Versenkungen gefunden (R 81, R 84, R 93, R 94, M 3811 und M 3816), die in Frage kommen könnten. Am wahrscheinlichsten ist R 84 und gerade da fehlen mir Informationen zu den Verlusten.
Viele Grüße
Hermann
Hallo Hermann,
entschuldige bitte "nur den Link", aber viele hier im Forum gaben, geben und werden in Zukunft viel aus ihren Sammlungen, Beständen usw. preisgeben.
Und da will man wissen, dass die Auskünfte in "interessierte" Hände wandern. "Eine Hand wäscht die andere", wie ein Moderator es hier im Forum häufig gesagt hat. Man will auch etwas für sich an Infos rausholen.
:MG:
Darius