Hi,
Colleagues.
I found this information
In the three weeks from 28 July to 17 August (1942) the Squadron claimed 17 F-boats destroyed and 3 damaged. Mast-head dawn attacks by several squadrons, including 459, stopped this supply line. For these low-level shipping attacks the Hudsons' usual load of four 250-lb dept-charges were replaced by sticks of 100-lb bombs. Five crews were lost in these attacks.
https://www.454-459squadrons.org.au/459history
Please tell me if this information is reliable. What losses did the German MFP and Italian MZ actually suffer from British aircraft off the coast of Africa during this period?
cam
Hi cam,
just check / search on "Kriegstagebuch der Seekriegsleitung", "Chronik des Seekrieges" or take a look in the "Landungsfahrzeuge-Datenbank" on HMA :-)
:MG:
Darius
Hello,
Bagnasco mentions in "Le motozattere italine nella seconda guerra mondiale"
loss of MZ 707, 723, 712 and 738 during that period by air attack without giving details on the attackers.
Kind regards
Markus
In der LFZ-Gesamtchronik finde ich F 348, 347, 356, 355, MZ 723, 712, 738, 719 und L 32 als versenkt.
Gruß Thomas
About the MZ i found, some time ago, a document that states:
- 718 hit in Tobruk by aerial bomb on 29/07, beyond repairs
- 709 on 05/08 shot down an enemy plane that falling hit her stern. Towed by MZ 706 to Bardia and considered total loss
- 723 on 05/08 damaged by air attack and in flames ran agound 9 Km east of Sollum
- 712 on 07/08 at sea from Tobruk to MArsa Matruh, hit by airplanes and sunk near Taifa rock
- 738 on 07/08 hit by aerial bomb in Tobruk, towed and sunk 1 NM from Marsa Matruh
- 701 on 12/08 hit by airplanes and sunk during navigation from Marsa Matruh and Tobruk
- 752 on 21/08 hit by airplanes and sunk in Tobruk roads
- 763 on 25/08 hit by airplanes and sunk in Tobruk
- 762 on 26/08 hit by airplanes in the engine room in Tobruk, considered total loss
Best regards
Marco Ghiglino
Many thanks!
Hi Cam,
ich habe einmal alles durchforscht und die Grenzen sehr locker gelassen (Strandung und Gebiet)
28. 7. 42
D LC F 348 42 220 + B/Fl 20 w Sidi el Barani B'
D LC F 351 42 220 + B/Fl 20 w Sidi el Barani B__
29.7.42
I LC Mz 718 42 220 + B/Fl Tobruk B
2. 8. 42
D LC F 347 42 220 + B/Fl v. Bardia B
D LC F 356 42 220 + B/Fl v. Bardia B
I LC Mz 707 42 220 + B/Fl Marsa el Aora B
4. 8. 42
I LC Mz 723 42 220 + B/Fl 9 o Sollum B
D LC F 359 ? 42 220 + B/Fl Tobruk B
7. 8. 42
I LC Mz 736 42 220 + B/Fl 2 v. Marsa Matruk B
I LC Mz 712 42 220 + B/Fl v.Taifu/Tobruk B
9. 8. 42
I LC Mz 735 42 220 + B/Fl Tobruk Reede M
10. 8. 42
I LC Mz 761 42 220 + Unfall o Sidi el Barrani Str
11. 8. 42
I LC Mz 703 42 220 + B/Fl Marsa Matruk M
12. 8. 42
I LC Mz 701 42 220 + B/Fl Marsa el Asi/ÄGypt. B
13. 8. 42
I LC Mz 715 42 220 + Unfall Marsa Matruk Str
14. 8. 42
I LC Mz 719 42 220 + B/Fl Marsa Matruk B,M
17. 8. 42
I LC Mz 710 42 220 + Unfall 30 o.Sollum Str
20. 8. 42
I LC Mz 752 42 220 + B/Fl Tobruk B
26. 8. 42
I LC Mz 762 42 220 + B/Fl Tobruk Reede B
I LC Mz 763 42 220 + B/Fl Tobruk Reede B
Schönes Wochenende
td
Thank you very much, especially the MZ. top top top
On German ships - on August 4, not the F-359, but the F-355 was sunk.
cam
Hallo Theo,
tolle Arbeit bezüglich der MZ. Die sind bisher immer etwas stiefmütterlich behandelt worden.
Gruß
Markus
Kollegen,
bei meiner Recherche zu diesem Thema sind mir einige Fragen entgangen.
1. Ich habe die Datenbank des Forums zu den SF-Fähren (Siebel) durchsucht und keinen einzigen Verlust zwischen Juli und Oktober 1942 gefunden, obwohl sie vor der Küste der Kyrenaika auf der Route Tobruk–Mersa Matruh eingesetzt wurden. Wie viele waren es und zu welcher Flottille gehörten sie?
2. Auf dieser Route kamen auch Schiffe der PiLB zum Einsatz, von denen eines verloren ging.
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/pionierlandungsboot/ausgabe.php?where_value=11
Wie viele dieser Schiffe wurden für den Transport in der Kyrenaika eingesetzt?
Zitat von: cam am 16 März 2026, 15:02:21... vor der Küste der Kyrenaika auf der Route Tobruk–Mersa Matruh eingesetzt .... Wie viele waren es und zu welcher Flottille gehörten sie?
Siebelfähren der Luftwaffe gehörten zum Einsatzstab Fähre Süd (E.F.S.) und Pionierfähren zur 5 .Gruppe des Bau-Bataillons 85.
Zu dem zuletzt genannten Verband gehörte auch das PiLB "Hummel". Zum Bestand siehe https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/BauBtl/BauBtl85-R.htm
Einträge zum Einsatzstab Fähre Süd in der LFZ-Gesamtchronik
- Okt. 1942 Unter dem Kommando des Einsatzstabes Fähre Süd Aufstellung der Luftwaffen-Fährenflottillen IV und V in Palermo. Kommandeur war Oblt. Schiller-Köln. Einsatz für Transportaufgaben zwischen Sizilien und Nordafrika,
- 03.11.1942 10.00 Uhr Siebelfähren T 11, 12, 14, 15, 21, 22, 23, 24, 25, 35, 36, 38 laufen von Brindisi kommend in Tobruk ein.
- Jan. 1943 Nach Übernahme der Fahrzeuge des E.F.O. verfügt der E.F.S. über etwa 54 Siebelfähren und 30 J-Boote, eine Feldwerft in Marsala (Sizilien) mit Werkstatt-, Tross- und Kranfähren sowie Motorenwerkstätten in Marsala und Tunis.[1]
- 11.05.1943 Nach verlustreichen Transporteinsätzen zwischen Sizilien und Tunesien sind nur noch etwa 8 Siebelfähren und 20 J-Boote übrig, von denen bei schweren Luftangriffen auf Marsala noch eine SF durch Brand zerstört wird.[1]
- 15.05.1943 Dem E.F.S., das an der Straße von Messina operiert, wird [vorübergehend bis 02.06.] das Pi.Ldgs.Btl. Afrika einsatzmäig unterstellt.
- 15.05.1943 Zum Ausgleich der erlittenen Verluste sind etwa 12 Siebelfähren und 14 J-Boote in Neapel eingetroffen, die nach Montage in den Übersetzverkehr an der Straße von Messina eingegliedert werden.
- 31.05.1943 Die 4 Flottillen des E.F.S. werden als 10. L-Flottille von der Marine übernommen. In Verantwortung der Luftwaffe bleibt nur der Stab mit Werkstattzug, die Werft in Reggio di Calabria und eine Motorenwerkstatt in der Bucht von Scilla. Die Überführung des seemännischen Personals zur Marine ist erst Anfang August abgeschlossen. Die Flakbedienungen der Luftwaffe werden zurückgezogen und durch solche der Marine ersetzt.
Einträge zum Bau-Bataillon 85 in der LFZ-Gesamtchronik
- 01.1940 Aufstellung und Ausrüstung des Bau-Bataillons 85. Kommandeur ist Major Schwager.[1]
- 11.04.1941 Bau-Btl. 85 wird nach Untersuchung des Personals auf Tropentauglichkeit in Rüdesheim für einen Einsatz in Nordafrika bereitgestellt.[1]
- April/Mai 1941 Bau-Btl. 85 verlegt im Bahntransport nach Neapel.[1]
- Ende 06.1941 Überführung des Bau-Btl. 85 auf Transportern der 32. Seestaffel von Neapel nach Tripolis. [1]
- 07.1941 Nach Ankunft des Bau-Btl. 85 in Tripolis wird das dort schon zu Ableichterungs-Aufgaben eingesetzte s.F.-Kommando Afrika truppendienstlich dem Btl. unterstellt [1]
- 25.08.1941 Das s.F.-Kommando Afrika und der Landungsboot-Zug Afrika werden als 5. Kompanie ins Bau-Bataillon 85 eingegliedert. Kompaniechef Lt. Barth.[1]
- 23.12.1941 Einsatz des s.F.-Kommando Afrika mit Floßsackfähren in Buerat el Hsun bis 29.01.1942. Etwa zur gleichen Zeit operiert das Fährenkommando mit den schweren Fähren in Ras-el-Aali.[1]
- 30.01.1942 Teile der 5. Kompanie werden bis 18.11.1942 in Bengasi eingesetzt.[1]
- 03.03.1942 5./Bau-Bataillon 85 meldet einen Bestand von 5 schweren Fähren, 3 Siebelfähren, 3 Landungsbooten und 1 le. Sturmboot. Bis zu diesem Zeitpunkt sind in Afrika 6 schwere Fähren und 3 Landungsboote verloren gegangen.[2] >>> PiLF 100, 107, 110, LF 4, LF 8 <<<
- Vom 12. April bis 20. August 1942 liegt der Gefechtsstand der 5. Kompanie in Bengasi. Die Kompanie meldet 1 Landungsboot- und 2 schwere Fähren-Züge. Nur ein kleiner Fähren-Zug verbleibt in Tripolis.[2]
- 13.04.1942 Der Landungsboot-Zug wird zur Pi.Ldgs.Kp. 778 versetzt.[1]
- 14.04.1942 Aktuelle Bestandsmeldung der 5./85. Noch 5 L-Boote (Soll 12) der einsatzmäßig unterstellten Pi.Ldgs.Kp. 778 im Einsatz.[1] >>> Im Einsatz L 101, 102; 211, 212, 256 – verloren L 210 – in Zuführung L 103, 104; L 257, 258, 259 <<<
- April 1942 Bestand an L-Booten der 5./85 >>> Im Einsatz L 251, 252, 253 sowie L5, L8, L11 – verloren L1, L4 – unklar L 254, 255 sowie L3, L7, L10 <<<
- 14.04.1942 Letzte Bestandsmeldung der 5./85: In Tripolis, Ras el-Aali, Bengasi, Derna befinden sich noch 5 PiLF, 3 SF, 7 Floßsackfähren im Einsatz. 7 PiLF, 1 SF und 5 Floßsackfähren verloren, 5 SF in Zuführung.[3] >>> Im Einsatz PiLF 4, 8, 10, 11, 13 – verloren PiLF 1, 2, 3, 5, 6, 7, 9, 12 [also 8]. Im Einsatz SF 107, 114, 137, 146 – verloren SF 151 – in Zuführung SF 100 <<<
- Ende Mai 1942 landen Boote des Landungsboot-Zuges von der Bomba-Bucht aus die Kampfgruppe Oberst Hecker (Tropen-Kompanie Brandenburg mit 1 Bataillon des italienischen Regiments San Marco) bei Acroma westlich von Tobruk an [2]
- 25.06.1942 Fährenkommando (später auch Landungsboote) wird bis 12.11.1942 in Tobruk eingesetzt.[1] - 01.07.1942 Gleiches Kommando bis 08.11.1942 auch in Marsa Matruk eingesetzt, wo ihm später auch eine Siebelfähre und ein L-Boot zugeführt werden.[1]
- 21.07.1942 Ldgs.Pi.Kp. 778 hat 1 Boot in Bengasi, 3 in Tobruk und 2 in Marsa Matruk eingesetzt.[1]
- 29.07.1942 Dem Btl. wird bis 14.08.1942 truppendienstlich das le. Stubo-Kdo. 904 unterstellt.[1]
- 20.08.1942 Gefechtsstand der 5./Bau-Btl. 85 verlegt mit dem 2. und 3. Zug von Bengasi nach Tobruk [2]
- 14./15.09.1942 In der Nacht wehrt die 5. Kompanie das zwischen den Buchten von Marsa el Auda und Marsa Abd el Krim nordwestlich von Tobruk angelandete Kommando der britischen Long Range Dessert Group ab und nimmt dabei 55 Mann gefangen.[2]
- 02.11.1942 Bei einem Luftangriff auf Tobruk wird die Kompanieunterkunft der 5./Bau-Btl. 85 getroffen. 3 Soldaten werden getötet, 4 schwer und 5 leicht verletzt. Kurz darauf setzen sich die in Tobruk eingesetzten Teile des Bataillons westwärts nach Ras-el-Aali ab. Hierhin verlegte auch der Gefechtsstand der 5. Kompanie [2]
- 22.11.1942 Von Ras-el-Aali verlegt der Gefechtsstand der 5. Kompanie weiter nach Tripolis [2]
- Ab 2. Januar 1943 liegt der Gefechtsstand der 5./Bau-Btl. 85 in Sousse (Tunesien) [2]
- 27.02.1943 Die 5./Bau-Btl. 85 verfügt nur noch über 2 Fähren (SF 35 und SF 147) [2]
- 09.05.1943 Bei der Beschießung der letzten Landeplätze an der Küste von Kap Bon durch schwere britische Seestreitkräfte gehen auch die letzten beiden Fähren der 5. Kompanie verloren (SF 35 und 147). Die Reste des Bau-Bataillons 85 gehen bei Enfidaville in Gefangenschaft [2].
Einträge zur Pionier-Landungskompanie 778 (Pionierlandungsboote) in der LFZ-Gesamtchronik
- Okt. bis Dez 1941 Aufstellung der Pionier-Landungs-Kompanie 778 beim Lehrzug L des Pionier-Ersatz-Bataillons 2 in Dievenow aufgestellt. [1]
- Febr./März 1942 Die Pionier-Landungs-Kompanie 778 wird im Bahntransport nach Neapel transportiert, von wo sie nach Afrika verlegt werden soll [1]
- Bis Mai 1942 erreicht die Pi.Ldgs.Kp 778 Afrika und bezieht ihren Gefechtsstand in der Bomba-Bucht (bei Bengasi) [1]
- 31. Mai 1942 Pi.Ldgs.Kp.778 landet die Kampfgruppe Hecker (Tropen-Kompanie Brandenburg mit 1 Bataillon des italienischen Regiments San Marco) westlich von Tobruk. Ein angreifender feindlicher Jäger wird abgeschossen, jedoch erfolgt keine landseitige Abwehr von britischer Seite [1].
- 21.07.1942 Pi.Ldgs.Kp.778 hat 1 Boot in Bengasi, 3 in Tobruk und 2 in Marsa Matruk eingesetzt und eine Stärke von 3 Offizieren, 19 Unteroffizieren und 113 Mannschaften.[1]
- 14.09.1942 In der Nacht ist die Pi.Ldgs.Kp. 778 an der Abwehr eines britischen Kommandounternehmens nordwestlich von Tobruk beteiligt [1]
- 01.11.1942 Bei der Pi.Ldgs.Kp. 778 sind 7 Landungsboote in Tobruk und eines in Marsa Matruk im Einsatz [1]
- 11./12.11.1942 Bei der Pi.Ldgs.Kp.778 werden in Tobruk die letzten Landungsboote zur Ablandung von Verwundeten auf zwei Lazarettschiffe eingesetzt, dann wird Tobruk aufgegeben. Dabei geht der LWS (Land-Wasser-Schlepper) der Kompanie verloren [2]
- Ab 22.11.1942 befindet sich der Gefechtsstand der Pi.Ldgs.Kp.778 an der Küstenstraße 5 km ostwärts von Tripolis. Bis Jahresende werden die Boote der Kompanie zum Ableichtern von Flugbooten, Kriegsschiffen und U-Booten sowie zu Kurzstreckentransporten (v.a. mit Treibstoff) an die Front eingesetzt [1]
- 01.-21.01.1943 Abtransporte vom Küstenstreifen ostwärts Tripolis nach tunesischen Häfen (Sousse, Tunis) [1]
- 19./20.01.1943 Die beiden letzten Landungsboote der Kompanie 778 verlegen von Tripolis nach Zuara, wo sie vor aufkreuzenden Feindzerstörern Schutz suchen müssen. Bis 24. Januar verlegen beide Boote weiter nach Gabès (Tunesien) [1]
- Von 1. Feb. bis 6. April 1943 Bootseinsätze an der tunesischen Ostküste (zuletzt im Raum Sousse), zum Leichtern von Transportern und Kriegsschiffen sowie zur Bergung der Ladung versenkter Schiffe unter Mithilfe von Tauchern [1]
- 13.03.1943 Fahrzeugbestand der Pi.Ldgs.Kp.778 ist auf 7 Landungsboote angestiegen [1]
- 08.05.1943 Landungsboote L 54, L 211, L 258 und L 259 marschieren um 16.00 Uhr von Bizerta nach Osten ab. Um 20.00 Uhr werden die Boote von 8 Feindjägern angegriffen, von denen 1 Flugzeug abgeschossen wird. Am Fuß der Halbinsel Rass Sidi Ali el Mekki (nördl. Porto Farina) werden versprengte Soldaten an Bord genommen. Über den Golf von Tunis erreichen die Boote Kap Bon [1]
- Bis zum 12. Mai 1943 erreichen 4 Offiziere, 13 Unteroffiziere und 91 Mann der Pi.Ldgs.Kp.778 in 5 Pi-Landungsbooten Sizilien. 2 Boote gehen dort durch Luftangriffe verloren, 1 Boot muss nach Strandung selbstversenkt werden. Die Soldaten werden zum Pionier-Landungs-Bataillon Afrika versetzt [1][2]
Einträge zum Pionier-Landungsbataillon Afrika
- 20.02.1941 "Sonderkommando Gantke" in Antwerpen beginnt mit der Ausbildung des schweren Fähren-Kommandos Afrika mit 10 sS-Fähren und einer Stärke von 1 Offizier und 99 Unteroffizieren und Mannschaften. Der Lehrzug L des Pionier-Ersatz-Bataillons 2 beteiligt sich mit dem Ldgs.Bt.Zg. Afrika mit 8 Landungsbooten und einer Stärke von 1 Offizier und 59 Unteroffizieren und Mannschaften ebenfalls an der Ausbildung [1]
- 21.03.1941 Schweres Fähren-Kommando Afrika wird per Bahn von Antwerpen nach Neapel in Marsch gesetzt. Im April/ Mai 1941 folgt dem sF-Kdo. Afrika auch das Bau-Bataillon 85 nach Neapel [1]
- 12.04.1941 Schweres Fähren-Kommando Afrika wird nach Tripolis übergesetzt und der dortigen Seetransportstelle (KKpt. Dr. Meixner) unterstellt [1]
- Ende Juni 1941 wird das Bau-Btl. 85 von Neapel nach Tripolis überführt. Das sF-Kommando Afrika wird - ebenso wie der Ldgs.Bt.Zg. Afrika - dem Bau-Btl. 85 nach dessen Ankunft in Tripolis truppendienstlich unterstellt [1]
- 25.08.1941 Das sF-Kommando Afrika und Ldgs.Bt.Zg. Afrika werden als 5. Kompanie ins Bau-Bataillon 85 eingegliedert.
- 04.10.1942 MFP F 540, F 541 und F 147 laufen mit 3 Siebelfähren im Schlepp von Brindisi aus. Die Fahrzeuge sollen über Patras - Piräus - Kreta nach Tobruk laufen. Es ist der erstmalige Versuch, Siebelfähren auf dem Seeweg nach Afrika zu bringen. [1]
- 27.10.1942 Abmarsch von 11 deutschen Landungsfähren im Geleit mit M/S Assab von Piräus nach Tobruk. Ankunft 03.11.1942 [1]
- 13.11.1942 Besetzung von Tobruk durch die 8. britische Armee [1]
- 20.11.1942 Besetzung von Bengasi durch die 8. britische Armee [1]
Vielen Dank, Thomas. Sehr ausführliche Antwort.
Zwei weitere Fragen.
1. Wie viele deutsche MFP-Schiffe waren an den Transportoperationen auf der Strecke Tobruk–Mersa Matruh beteiligt?
2. Der letzte deutsche Kampfverlust auf dieser Route, die F 355, ereignete sich am 4. August, die letzten italienischen MZ-762 und MZ-763 am 26. August. Wie lässt sich dies erklären? Stellten die Briten ihre Luftangriffe ein? Schränkten die Deutschen und Italiener ihre Schifffahrt stark ein?
Erstmal erzähle ich Dir was über die Einsätze der italienischen Motozattere:
- 07.07.1942 Abmarsch der 1° Gruppe: MZ 706, 707, 709, 710 mit 236 Tonnen Nachschub (16 Panzer, 6 Tonnen Munition) von Brindisi nach Marsa Matruk. Ankunft 21.7.1942 [1]
- 13.07.1942 Abmarsch der 2° Gruppe: MZ 711, 712, 713, 715, 717, 718 mit 364 Tonnen Nachschub (15 Panzer, 13 Selbstfahrlafetten) von Brindisi nach Marsa Matruk. Ankunft 24.7.1942 [1]
- 21.07.1942 Abmarsch der 3° Gruppe: MZ 701, 702, 704, 708, 714, 720, 752, 754 mit 397 Tonnen Nachschub (20 Panzer, 31 Tonnen Munition) von Brindisi nach Tobruk. Ankunft 30.7.1942 [1]
- 25.07.1942 Abmarsch der 4° Gruppe: MZ 719, 722, 723, 724, 725, 726, 728, 731, 761 mit 337 Tonnen Nachschub (1 Panzer, 28 Panzerwagen, 9 Lastwagen, 15 Tonnen Munition) von Brindisi nach Tobruk. Ankunft 31.7.1942 [1]
- 28.07.1942 Abmarsch der 5° Gruppe: MZ 703, 705, 734, 742, 748, 751 mit 394 Tonnen Nachschub (10 Panzer, 6 Panzerwagen, 8 Lastwagen, 60 Tonnen Munition) von Brindisi nach Tobruk. Ankunft 2.8.1942 [1]
- 31.07.1942 Abmarsch der 6° Gruppe: MZ 732, 733, 735, 736, 737, 738, 740, 741 mit 367 Tonnen Nachschub (16 Panzer, 2 Panzerwagen, 9 Lastwagen, 30 Tonnen Munition) von Brindisi nach Tobruk. Ankunft 6.8.1942 [1]
- 03.08.1942 Abmarsch der 7° Gruppe: MZ 746, 749, 750, 753, 727, 744, 760, 763 mit Nachschub (keine genauen Angaben) von Brindisi über Piräus nach Tobruk. Ankunft 9.8.1942 [1]
- 10.08.1942 Abmarsch der 8° Gruppe: MZ 739, 745, 747, 756, 757, 758, 759 mit Nachschub (keine genauen Angaben) von Brindisi über Piräus nach Tobruk. Ankunft 23.8.1942. Erfolgloser Luftangriff vor Tobruk [1]
- 13.08.1942 Bei Sonnenaufgang Luftangriff auf MZ 701 und MZ 716 auf dem Marsch von Marsa Matruk (Ausfahrt 11.8.) nach Tobruk (Ankunft 13.8.), und zwar östl. von Tobruk [1]
- 10.09.1942 Abmarsch der Gruppe MZ 729, 730, 743, 764, 765 mit Nachschub (keine näheren Angaben) von Piräus nach Tobruk. Ankunft 15.9.42 (Mehrfach erfolglose Luftangriffe) [1]
- 03./04.11.1942 Drei italienische MZ mit 120 Soldaten und 102 Tonnen Material von Marsa Matruk nach Tobruk [1]
Warum fehlt hier der Verlust von 2 MZ am 26.8. ?
Antwort: Weil ich hier nur die zusammengefassten Transportunternehmen aus dem Band "Difesa del traffico con l'Africa Settentrionale", Vol. VII, p.493 wiedergegeben habe. Dies zur Frage, ob die Italiener ihre Schifffahrt stark eingeschränkt haben.
MZ-Verluste der Regia Marine im Jahr 1942:
- 11.06.1942 MZ 727 bei Pantelleria durch Seestreitkräfte versenkt [1]
- 29.07.1942 MZ 718 bei / in Tobruk durch Fliegerbombe versenkt [2] >>> Totalverlust <<<
- 02.08.1942 MZ 707 bei Marsa-el-Aora gesunken [1] - In Marsa Matruh durch Strandung verloren [4]
- 04.08.1942 MZ 723 bei / in Sollum durch Fliegerbombe versenkt
- 07.08.1942 MZ 712 bei Taifa durch Fliegerbombe versenkt [1]
- 07.08.1942 MZ 738 bei Marsa-Matruk durch Fliegerbombe versenkt [3]
- 09.08.1942 MZ 735 bei Tobruk durch Seemine versenkt [2, 4]
- 10.08.1942 MZ 761 bei Sidi-el-Barani in Sturm verloren gegangen [1]
- 11.08.1942 MZ 703 am Strand von Marsa Matruk nach Minentreffer aufgegeben [3]
- 12.08.1942 MZ 701 durch Fliegerangriff beschädigt und auf dem Rückmarsch von Marsa Matruk nach Tobruk gesunken.[6]
- 13.08.1942 MZ 715 bei Marsa-Matruk versenkt [1] - Verlustursache: Seeunfall/Sturm [3]
- 16.08.1942 MZ 719 bei Marsa Matruk durch Seemine versenkt.[G][3]
- 17./18.08.1942 MZ 710 ca. 30 Seemeilen östl. Sollum im Sturm gesunken [5]
- 26.08.1942 MZ 762 in Tobruk nach Fliegerbombardement unbrauchbar [3]
- 26.08.1942 MZ 763 bei / in Tobruk durch Fliegerbombe versenkt [1][3]
- 04.12.1942 MZ 705 in Bizerta durch Fliegerbombe versenkt [1][3][4]
- 28.12.1942 MZ 740 bei Sousse durch Fliegerbombe versenkt [1][5]
Zitat von: cam am 17 März 2026, 13:48:43Wie viele deutsche MFP waren an den Transportoperationen auf der Strecke Tobruk–Mersa Matruh beteiligt?
Da waren meines Wissens nur die Fährprähme der 2. Landungsflottille im Einsatz:
- Oktober 1941 Aufstellung der 2. Landungsflottille in Palermo.[1]
- 11.1941 – 01.1942 Übernahme von 15 (F 146-160) auf der Riuniti-Werft in Palermo gefertigte MFP. Davon laufen die ersten vier noch im November, die nächsten vier am 23. Dezember 1941 nach Tripolis aus. Die Boote werden dort vor allem zu Nachschub- und Geleitaufgaben für das Deutsche Afrika Korps eingesetzt.[1]
- Ende Juni bis Mitte August 1942 werden 20 weitere MFP (F 343-362) in Dienst gestellt.[2]
Danke, Thomas. Sechs deutsche Lastkähne wurden in diesem Gebiet versenkt: 20.07. – F 156, 28.07. – F 348 und F 351, 02.08. – F 347 und F 356, 04.08. – F 355. Ich habe keine weiteren Verluste durch Feindbeschuss gefunden.
Thomas, du hast Daten zu den Fahrten der MZ-Schiffe von Brindisi nach Tobruk angeführt. Die ersten drei Fahrten und die letzte dauerten 9–14 Tage, die vierte bis sechste hingegen nur 6 Tage. Angesichts der Tatsache, dass die Höchstgeschwindigkeit der MZ-Schiffe bestenfalls 10 Knoten beträgt und sie beladen auf See kaum mehr als 6 Knoten erreichen, wirft dies Fragen auf.
Zitat von: TW am 17 März 2026, 15:02:30- 13.08.1942 Bei Sonnenaufgang Luftangriff auf MZ 701 und MZ 716 auf dem Marsch von Marsa Matruk (Ausfahrt 11.8.) nach Tobruk (Ankunft 13.8.), und zwar östl. von Tobruk [1]
Ich habe eine Frage zu diesen Informationen MZ 701. Folgendes steht in der Forumdatenbank.
- 12.08.1942 versenkt bei Marsa-el-Asi durch Fliegerbombe [3] - 12.08.1942 versenkt bei Tobruk durch Fliegerangriff [4]
- 12.08.1942 versenkt bei Tobruk durch Minentreffer.[5]
- 12.08.1942 durch Fliegerangriff beschädigt und auf dem Rückmarsch von Marsa Matruk nach Tobruk gesunken.
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1193
Die Italiener selbst wissen nicht, was den Untergang des Schiffes verursacht hat, aber sie kennen das Datum, den 12. August.
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/01/mz-701.html
ZitatDie Italiener selbst wissen nicht, was den Untergang des Schiffes verursacht hat
Siehe dazu den FMA-Beitrag von Marco Ghiglino (= Iceman):
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,33710.msg382089.html#msg382089
Ich habe Berichte gelesen, wonach die Deutschen im September und Oktober fünf reparaturbedürftige Mehrzweckkähne aus Libyen abgezogen haben. Die Italiener haben Anfang Oktober 16 kleinere Kähne abgezogen. Das ist eine ganze Menge.
Ich überprüfe die Ursachen für die Versenkungen der MZ-Schiffe, wie sie von italienischen Quellen in einer Forumdatenbank mit britischen Informationen gemeldet wurden. Die Briten führen die MZ-738 und die MZ-761 als von Hudsons der 459. Staffel versenkt auf.
Ich traue den Aussagen von Piloten über versenkte Ziele bei Nachtangriffen nicht wirklich, aber den italienischen Angaben traue ich noch weniger, da es sich nicht um Dokumente handelt und die Chronologie generell ungenau ist.
MZ 761 (I) - 10.08.1942 bei Sidi el Barrani gestrandet [3]
- 10.08.1942 bei Sidi-el-Barani in Sturm verloren gegangen [1]
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1239
10/8. Hudsons sank one F-boat damaged another off Sidi Barrani.
https://cd.royalnavy.mod.uk/-/media/rnweb/locations-and-operations/navy-historical-branch/pdfs/1942/war_diary_naval_1942_08---day-1-to-day-15.pdf?rev=082fff54f8b94247a0b3f43ab73b6650 S.356
Sollten diese Informationen vielleicht zusammen mit den Quellen in die Datenbank aufgenommen werden?
Vielen Dank, Cam.
Morgen habe ich keine Zeit dafür, aber am Wochenende nehme ich den Datensatz auf.
Thomas. Es handelt sich nicht nur um diesen Fall. Die britischen Kriegstagebücher der Admiralität beschreiben Luftangriffe gegen Lastkähne und liefern eine Erklärung für nahezu alle mysteriösen Verluste der Italiener. Die deutschen Flugzeuge F-347 und F-356 wurden am 2. August nach Mitternacht in Bardia durch Bomben von vier Albacore-Bombern der 821. Staffel versenkt.
Ok, Cam, ich sollte das Kriegstagebuch der englischen Admiralität systematisch durchgehen; aber ich arbeite momentan an zwei anderen Projekten; und im HMA gibt es Niemanden mehr, der sich für die Datei der Landungsschiffe ins Zeug legen möchte. Die alten Zeiten, in denen bis zu 5 Leute gleichzeitig an den Dateien arbeiteten, sind längst vorbei.
Nur lighters - nur Sidi Barrani
Diese Erfolgsmeldungen sind nicht eindeutig bestimmten Fährprähmen zuzuordnen.
07.08. At dawn a Hudson on offensive R/C for coastal shipping bombed 1 F/boat E. of Sidi Barrani, scoring 2 direct hits, and the boat was left sinking.
07.08. Second Hudson attacked 5 Lighters north of Sidi Barrani obtaining 4 direct hits on 1 which blew up, wreckage and survivors subsequently seen in water position of first attack by 5 Beaufighters on shipping sweep. These attacked 3 Lighters 1 which was down by stem and under tow East of Sidi Barrani.
10.08. Hudsons sank one F-boat damaged another off Sidi Barrani.
12.08. Two Hudsons sighted 4 F-Boats off Sidi Barrani at dawn. 1 F-Boat sunk, second damaged.
Zitat von: TW am 21 März 2026, 14:07:43Nur lighters - nur Sidi Barrani
Diese Erfolgsmeldungen sind nicht eindeutig bestimmten Fährprähmen zuzuordnen.
Ich schlage vor, diese Informationen im Archiv als mögliche Erklärung für den Untergang bestimmter MZ-Schiffe zu zitieren. Dies wäre aus mehreren Gründen gerechtfertigt.
1. Die italienischen Angaben sind unzuverlässig, schon allein deshalb, weil keine Dokumente belegt sind.
2. Die Briten haben Datum, Ort und Täter des Angriffs genannt. Es gab keine weiteren Meldungen über den Untergang der Schiffe MZ 712 und MZ 738 am 7. August. Die Italiener führen den Untergang der MZ 761 auf einen Sturm zurück, dies ist jedoch nicht bestätigt. Bezüglich der MZ 701 schreiben die Italiener, dass sie vermisst wird und vermuten einen Luftangriff.
3. Im Vergleich dazu stimmen die britischen Angaben zum Untergang deutscher MFPs mit den deutschen Informationen überein – die Abweichungen sind nur geringfügig. Allerdings fuhren die italienischen Schiffe nicht zusammen mit den deutschen, weshalb es unmöglich ist, die italienischen Angaben mit den deutschen Berichten abzugleichen.
P.S. Wie Sie vielleicht bemerkt haben, sind Informationen zu den Flugoperationen sowohl täglich als auch in wöchentlichen Berichten verfügbar, wobei die Berichte detaillierter sind. Die Briten hatten die Möglichkeit, erste Informationen von Piloten zu den ULTRA-Abfangeinsätzen zu überprüfen.
Zitat von: TW am 21 März 2026, 14:07:4307.08. At dawn a Hudson on offensive R/C for coastal shipping bombed 1 F/boat E. of Sidi Barrani, scoring 2 direct hits, and the boat was left sinking.
07.08. Second Hudson attacked 5 Lighters north of Sidi Barrani obtaining 4 direct hits on 1 which blew up, wreckage and survivors subsequently seen in water position of first attack by 5 Beaufighters on shipping sweep. These attacked 3 Lighters 1 which was down by stem and under tow East of Sidi Barrani.
Ich werde Ihnen ein Beispiel italienischer Forschung geben.
MZ 712 - il 7 agosto 1942, mentre era in navigazione da Tobruk a Marsa Matruk, la motozattera venne colpita con bombe da un attacco aereo ed affondò presso lo scoglio di Taifa, al largo della costa libica della Cirenaica. Non vi furono vittime, ma tutti i quattordici membri dell'equipaggio rimasero feriti.https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/05/mz-712.html
Beachten Sie die Quellen – die Schiffsgeschichte stammt aus dem Marinearchiv!
Die Geschichte von MZ 714 enthält Details über die letzte Reise von MZ 712 und MZ 738, jedoch nicht die Zusammensetzung des Konvois.
6 agosto 1942
A mezzogiorno la MZ 714 (al comando del tenente di vascello Gennaro Mucera, 42 anni, da Gaeta) salpa da Tobruk per trasferirsi a Marsa Matruh, in convoglio con altre motozattere (tra cui la MZ 712, la MZ 734 e la MZ 738); comanda direttamente il convoglio il capitano di vascello Orazio Bernardini, comandante della 1a Flottiglia Motozattere con sede a Tobruk, che imbarca sull'unità di testa per meglio istruire i comandanti delle motozattere, appena arrivati in Africa, su come navigare e reagire agli attacchi britannici sulla rotta Tobruk-Marsa Matruh.7 agosto 1942
Durante la prima notte di navigazione, la MZ 714 e la MZ 734 (sottotenente di vascello Alberto Cordeschi) rimangono indietro in seguito ad un incremento di velocità da parte del convoglio, non riuscendo a tenere la stessa velocità delle altre unità; le due motozattere proseguono insieme, con la MZ 714 in testa e la MZ 734 che la segue, finché la MZ 714 viene colta da un'avaria che la costringe a tornare indietro (si arresta anzi così repentinamente che la MZ 734 fa appena in tempo ad accostare per non speronarla). La MZ 734, invece, prosegue. Il convoglio subirà un attacco aereo, nel quale verranno affondate le MZ 712 e 738.https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2023/11/mz-714.html
Auch hier verweisen die Quellen auf das Marinearchiv, doch der Ursprung der übrigen Informationen ist unklar.
Hallo cam, hallo TW,
bzgl. der ital. MZs gibt es mit "I Muli del mare" von Tullio Marcon eine Sekundärliteratur in Buchform.
:MG:
Darius
Hallo Darius. Falls dieses Buch nicht online verfügbar ist, stehen mir die darin enthaltenen Informationen nicht zur Verfügung. Herr Lorenzo Colombo, mit dem ich gelegentlich korrespondiere, führt dieses Werk jedoch nicht als Quelle an.
Ich war über die Qualität italienischer Dokumente bzw. die Qualität der Arbeit italienischer Forscher an diesen Dokumenten verwundert. Hier ein Beispiel: MZ 707
La MZ 707 fu una delle primissime motozattere ad andare perdute. Salpata da Marsa Matruh per Tobruk alle 19 del 30 luglio 1942, s'incagliò presso Ras Azzaz alle 00.30 del 31; il 2 agosto, durante i tentativi di disincaglio, si capovolse ed affondò presso Marsa el Aora, sulla costa cirenaica.
Questa la versione riportata dal volume "Navi militari perdute" dell'Ufficio Storico della Marina Militare; tuttavia, il libro "I muli del mare" di Tullio Marcon accredita in una nota nel testo l'affondamento della MZ 707 ad un attacco aereo britannico, mentre nell'elenco delle motozattere perdute in appendice al libro la MZ 707 viene data come perduta per incaglio senza menzione di attacchi aerei, come nel volume dell'USMM.
Il libro "Le motozattere italiane nella seconda guerra mondiale" di Erminio Bagnasco attribuisce anch'esso la perdita della MZ 707 ad attacco aereo, e l'Almanacco Storico Navale online sul sito della Marina Militare combina le due notizie parlando di incaglio in seguito ad attacco aereo: "Perduta il 2 agosto 1942 durante un attacco aereo per incaglio e successivo capovolgimento e affondamento durante il recupero a Ras Azzaz o Marsa el-Aora (in rotta da Marsa Matruk a Tobruk)". Si lamentarono due feriti tra l'equipaggio.
Secondo i documenti originali del Comando Flottiglia Motozattere, consultati da Marco Ghiglino, il 31 luglio la MZ 707 s'incagliò e la MZ 754 rimase in assistenza; il giorno seguente venne mitragliata da aerei britannici riportando due feriti, per poi capovolgersi ed affondare il 2 agosto.
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2025/02/mz-707.html
Was steht in den Dokumenten, wenn das Schiff so viele Möglichkeiten und Stellen zum Sinken hat?
Ich möchte hinzufügen, dass die Informationen der Italiener keineswegs Vertrauen erwecken. Die Luftlinie von Mersa Matruh nach Ras Azaz (https://wikimapia.org/14598466/Ras-Azaz) beträgt über 200 km, und nach Mersa el-Aor (el-Awra) ist es sogar noch weiter – beide Orte liegen nordwestlich von Bardia. Wenn der Lastkahn Mersa Matruh am 30. Juli um 19:00 Uhr verlassen hat, kann er dort unmöglich am 31. Juli um 00:30 Uhr auf Grund gelaufen sein. Sollte er jedoch in der Nähe von Sidi Barrani auf Grund gelaufen sein, wurde er dort am 2. August von einer Hudson der 459. Staffel versenkt, was weitaus plausibler ist.
Zitat von: cam am 21 März 2026, 19:35:25Herr Lorenzo Colombo, mit dem ich gelegentlich korrespondiere, führt dieses Werk jedoch nicht als Quelle an.
Doch, Cam, in der Abhandlung über MZ 714 schreibt er: "C'era mare mosso, con vento di grecale in peggioramento; scrive
Tullio Marcon nel suo libro "I muli del mare": «in simili condizioni (...) in altri tempi, le motozattere non sarebbero state mandate in mare del tutto; ma ora le esigenze della guerra avevano fatto accantonare questi scrupoli».
Und weiter unten: "Ranalli decise di tornare a bordo per un ultimo tentativo di salvarla; scrive
Tullio Marcon: "Passò qualche minuto, poi il comandante gridò nella tempesta ai suoi: "Io torno a bordo, c'è qualcuno che viene con me?" C'erano uomini di ferro, più forti del ferro di cui era fatta la nave, più forti del mare e della paura: il nostromo, il direttore e tre marinai".
Ich habe Lorenzo Colombos Veröffentlichungen über Lastkähne durchgesehen und festgestellt, dass er Tullio Marcon nicht immer zitiert.
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/01/mz-701.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/10/mz-703.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/05/mz-712.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2016/04/mz-715.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2016/06/mz-733.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2014/02/mz-746.html
Und selbst wenn er ihn zitiert, gibt er ihn nicht in seinen Quellen an.
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2025/02/mz-707.html
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2023/11/mz-714.html
Ich werde Lorenzo fragen, womit das zusammenhängt.
The book contains information on all MZs; for some it details their loss and in some cases some specific episode that involved them, for others just basic information.
Das ist Lorenzos Antwort auf meine Frage. Er bittet außerdem darum, zu ignorieren, dass er nicht auf das Buch verlinkt – er veröffentlicht lediglich die Informationen daraus, sofern sie vorhanden sind.
Was die Zuverlässigkeit der Informationen von Tullio Marcon angeht, schreibt Lorenzo jedoch:
il libro "I muli del mare" di Tullio Marcon accredita in una nota nel testo l'affondamento della MZ 707 ad un attacco aereo britannico, mentre nell'elenco delle motozattere perdute in appendice al libro la MZ 707 viene data come perduta per incaglio senza menzione di attacchi aerei, come nel volume dell'USMM.
https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2025/02/mz-707.html
Zitat von: cam am 21 März 2026, 17:45:09Ich werde Ihnen ein Beispiel italienischer Forschung geben.
AWD-Einträge für MZ 761 (https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1239) und MZ 712 (https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1199) habe ich eingefügt.
Lebenslauf von MZ 714 (https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1201) habe ich, Lorenzo folgend, ergänzt.
Lebenslauf von MZ 707 werde ich heute Nachmittag genau unter die Lupe nehmen.
Zitat von: cam am 21 März 2026, 20:42:00Ich war über die Qualität italienischer Dokumente bzw. die Qualität der Arbeit italienischer Forscher an diesen Dokumenten verwundert. Hier ein Beispiel: MZ 707
Ich stimme Dir zu, Cam.
Der Beitrag von Lorenzo über MZ 707
(siehe die Übersetzung im folgenden Post) erweckt bei mir den Eindruck, dass in den von ihm zitierten Quellen versucht wird, einen Luftangriff als Ursache der Strandung hinein zu interpretieren. Ich gehe davon aus, dass das Wrack von MZ 707 an einem Ort nahe Bardia gefunden wurde; lassen wir dahingestellt, ob das am 31.1. (eigentlich unmöglich) oder am 2.8. geschah. Du schlägst vor, die Möglichkeit des Verlustes durch einen Luftangriff hinzuzufügen. Ok, aber dann kommt ein Luftangriff am 2.8. bei Sidi Barrani dafür nicht infrage. Luftangriffe im Raum Bardia aber ersehe ich im Admiralty War Diary erst am 3. August. Was meinst Du zu meinem Einwand?
Hier die MSN Übersetzung des Artikels (https://conlapelleappesaaunchiodo.blogspot.com/2025/02/mz-707.html) von Lorenzo Colombo:
L'affondamento
MZ 707 war einer der allerersten Motorprähme, die verloren gingen. Sie lief am 30. Juli 1942 um 19 Uhr von Marsa Matruh nach Tobruk aus und lief um 00:30 Uhr am 31. Juli bei Ras Azzaz auf Grund; am 2. August kenterte sie während der Bergungsversuche und sank bei Marsa el Aora an der Cyrenaika-Küste.
Dies ist die im Band ,,Navi Militari Perdute" des Historischen Amtes der Marine (USMM) angeführte Version; jedoch schreibt das Buch ,,Die Maultiere des Meeres" von Tullio Marcon in einer Anmerkung im Text die Versenkung von MZ 707 einem britischen Luftangriff zu, während der Prahm im Band "Navi Militari Perdute" im Anhang als "durch Strandung verloren" aufgeführt wird, ohne Erwähnung von Luftangriffen wie im Band des USMM.
Das Buch "Le motozattere italiane nella seconda guerra mondiale" von Erminio Bagnasco führt den Verlust von MZ 707 ebenfalls auf einen Luftangriff zurück, und "L'Almanacco Storico Naval" (online auf der Website der Marina Militare) kombiniert die beiden Berichte, indem es von einer Strandung infolge eines Luftangriffs spricht: "Verloren am 2. August 1942 während eines Luftangriffs durch Strandung und anschließendem Kentern und Sinken beim Bergen bei Ras Azzaz oder Marsa el-Aora (auf dem Weg von Marsa Matruk nach Tobruk)".
Laut den Originaldokumenten des Kommandos der Motorlandungsboot-Flottille, die von Marco Ghiglino eingesehen wurden, lief die MZ 707 am 31. Juli auf Grund, wobei MZ 754 zu Hilfe kam; am folgenden Tag wurde MZ 707 von britischen Flugzeugen beschossen und erlitt zwei Verwundete, bevor sie am 2. August kenterte und sank.
Hallo zusammen
Bei der Überführung nach Afrika hatten einige der MZ auch deutsche Ladungen, wie Panzer und Geschütze.
Gruß Markus
Die Geschichte der MZ 707 birgt viele Geheimnisse, und die rätselhaftesten sind die zwei Versionen ihres Untergangs – eine mit und eine ohne Luftangriff.
Betrachten wir die erste Version. Datum und Uhrzeit der Abfahrt von Mersa Matruh sowie die Uhrzeit der Strandung bei Ras Azzaz (nördlich von Bardiya) stammen zweifellos aus Dokumenten. Allerdings liegt ein Fehler entweder bei der Abfahrts-/Strandungszeit oder beim Strandungsort vor, denn die Entfernung von Mersa Matruh nach Ras Azzaz beträgt über 200 Kilometer Luftlinie, und in 5,5 Stunden hätte der Lastkahn bestenfalls etwa die Hälfte dieser Strecke zurückgelegt. Tatsächlich dürfte er deutlich weniger gefahren sein, da er wahrscheinlich entlang der Küste unterwegs war. Eine weitere Frage ist, warum der in der Nähe von Ras Azzaz (https://wikimapia.org/14598466/Ras-Azaz) wieder flottgemachte Lastkahn westwärts in Richtung Marsa el-Aor (Avra) (https://whgazetteer.org/places/7553981/detail) geschleppt wurde, wenn Bardia etwa 15 Meilen südlich lag.
Wir werden die zweite Theorie untersuchen.
Wenn der Ort der Grundberührung falsch ist, stützt dies den Angriff der Hudson bei Sidi Barrani – wir kennen den Angriffsort, die ungefähre Angriffszeit und das Ziel des Angriffs, den Lastkahn.
Wenn der Fehler in der Abfahrts-/Einschiffungszeit liegt, haben wir folgende Informationen:
Night 1/2 August. 3 Halifaxes 49 Wellingtons bombed shipping
and harbour installations Tobruk. Several near misses claimed
on shipping inside and outside harbour large fire with black
smoke 2 smaller fires started at petrol installations. 1 fire
main jetty area 2 fires N.W. corner of harbour, 1 fire S.W.
corner.
4 Albacores on offensive R/C for enemy coastal shipping west of
Matruh saw no vessels and bombed lighters in Bardia. Direct
hits on jetty and lighter alongside, started 2 large petrol
fires with explosions. 3 near misses on M.L. in harbour , 3
near misses on 2 lighters drawn up on beach. 1 Liberator on
passage Malta to Middle East attacked shipping Navarino. Bombs
released early owing failure release gear, fell outside harbour.
1 Wellington offensive R/C for enemy shipping west of Crete.
No sightings. 4 Hudsons off before dawn on offensive R/C for
coastal shipping as far as Tobruk. 1 sank barge near Sidi
Barrani with 3 direct hits. No other sightings.
https://cd.royalnavy.mod.uk/-/media/rnweb/locations-and-operations/navy-historical-branch/pdfs/1942/war_diary_naval_1942_08---day-1-to-day-15.pdf?rev=082fff54f8b94247a0b3f43ab73b6650 s.151
Die zweite Theorie, Option 2, ist die plausibelste – ein Ort in der Nähe von Bardia und Ras Azzaz, ein Luftangriff, zwei Schiffe.
Ich schrieb erneut an Lorenzo Colombo, und er antwortete, dass er alle Informationen, die er in den Quellen gefunden hatte, veröffentlicht habe.
Zitat von: cam am 22 März 2026, 19:48:164 Albacores on offensive R/C for enemy coastal shipping west of Matruh saw no vessels and bombed lighters in Bardia. Direct hits on jetty and lighter alongside, started 2 large petrol fires with explosions. 3 near misses on M.L. in harbour, 3 near misses on 2 lighters drawn up on beach.
Einverstanden, die Textpassage werde ich in den Datensatz (https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1197) übernehmen. Zwar klingt das alles nach Bardia Hafen und der nächsten Umgebung; Ras Azzas ist doch noch ein ganzes Stück weiter nördlich. Dennoch ist dieser Luftangriff der einzig auffindbare Nachweis für einen Luftangriff, der zum Verlust von MZ 707 geführt haben könnte. Ich wünsche Dir beziehungsweise Euch in Kiev eine ruhige Nacht., Cam.
Die im Hafen von Bardia gesunkenen Lastkähne waren übrigens die F 347 und F 356, die dort gerade beim Entladen standen.
Zitat von: cam am 22 März 2026, 23:50:04Die im Hafen von Bardia gesunkenen Lastkähne waren übrigens die F 347 und F 356, die dort gerade beim Entladen standen.
Habe ich eingetragen :-)
moin,
Zitat von: cam am 22 März 2026, 23:50:04Die im Hafen von Bardia gesunkenen Lastkähne waren übrigens die F 347 und F 356
Nur um die Begriffe korrekt zu verwenden : es handelte sich um MFP = Marinefährprähme (https://historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/beschreibung.php?site=6&var1=wert1&var2=wert2), nicht um (motorlose) Lastkähne (https://de.wikipedia.org/wiki/Schleppkahn)
Gruß, Urs
Zitat von: TW am 23 März 2026, 11:29:30Я ввел это.
Interessanterweise wurden bei demselben Angriff auch die Schiffe R9 und R11 versenkt.
Zitat von: cam am 23 März 2026, 14:29:25die Schiffe R9 und R11
R = (Minen-)Räumboote
Zitat von: TW am 23 März 2026, 17:06:37R = (Minen-)Räumboote
Das stimmt. Laut der Beschreibung des Angriffs in den Kriegstagebüchern haben die Briten die Ziele, die sie angriffen, korrekt identifiziert.
Direct hits on jetty and lighter alongside, started 2 large petrol
fires with explosions. 3 near misses on M.L. in harbour ,
Kollegen.
Ich habe folgenden Eintrag in den SKL-Tagebüchern gefunden:
2. September 1942
3. Transport von Nachschub nach Nordafrika:
Am Vormittag des 2. September wurden zwei leere Landungsboote durch Maschinengewehrfeuer feindlicher Flugzeuge östlich-nordöstlich von Derna beschädigt.
https://ia801705.us.archive.org/26/items/wardiarygermann371942germ/wardiarygermann371942germ.pdf
Könnten Sie mir bitte, wenn möglich, die Namen dieser Boote nennen? Am selben Abend verließen fünf beschädigte MFPs Derna in Richtung Suda. Möglicherweise waren diese beiden MFPs auf dem Weg nach Derna, um sich ihnen anzuschließen.
Hallo cam,
habe anhand der Gesamtchronik der Landungsfahrzeuge für 02.09.1942 diese Ergebnisse:
--/>/> https://historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/lfz_chronik.php
F 345:Zitat1.2528 1345 MFP F 345 02.09.1942 Luftangriff L 02 MM - 02.09.1942 bei Derna durch Luftangriff beschädigt. [1]
F 360:Zitat1.2782 1360 MFP F 360 02.09.1942 Luftangriff L 02 MM - 02.09.1942 bei Derna durch Luftangriff beschädigt [1]
1.2783 1360 MFP F 360 02.09.1942 Luftangriff L 02 MM - 02.09.1942 07.30 Uhr Angriff 10 Bristol-Beaufighter mit Bordwaffen. 4 Mann der Besatzung tot, 7 Mann verwundet. Angriff völlig überraschend. Unmittelbar davor war dt. Luftsicherung am Verband. 10.30 Uhr Derna ein [7]
:MG:
Darius
Martin, vielen herzlichen Dank! Und ein besonderer Dank für die Zeitleiste.
Hallo zusammen
Sie kammen aus Tobruk.
1.09.42 ab um 18.00 UHR und waren Leer, sie sollten in Derna beladen werden.
Habe beide MFP am 10.09.42 wieder beladen von Tobruk ab 16.00 Uhr und an Marsa Matruh 17.00 Uhr mit Munition beladen
Gruß Markus
03.11.1942 10.00 Uhr Siebelfähren T 11, 12, 14, 15, 21, 22, 23, 24, 25, 35, 36, 38 laufen von Brindisi kommend in Tobruk ein.
https://historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/lfz_chronik.php
Kollegen, ich möchte eine Sache klarstellen. Laut diesen Informationen erreichten die Siebel-Fähren Tobruk aus eigener Kraft. Wenn ich es richtig verstanden habe, war das ein Novum. Wie gelangten die Fähren zuvor nach Nordafrika – wurden sie komplett montiert auf Schiffsdecks transportiert oder in nordafrikanischen Häfen demontiert und wieder zusammengebaut?
Hallo zusammen
Die Fähren kammen als Teile nach Tripolis und wurden dort zusammen gebaut. Es gab sogar Taufen und kleine Feiern.
Sie nahmen viel Platz auf den Schiffen in Anspruch, darum wurde nun versucht auf dem Seeweg sie nach Afrika zu bringen. Das ja geklappt hat.
Gruß Markus
- 12.11.1942 sF FORELLE und HECHT setzen bis zuletzt in Tobruk Verwundete auf zwei Lazarettschiffe über und laufen dann ebenfalls nach Westen ab.
- 12.11.1942 sF FORELLE wird auf Höhe Ain el Gezala durch Tiefflieger in Brand geschossen und sinkt (2 Tote, 1 Verwundeter). Überlebende durch sF HECHT geborgen
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/siebelfaehre/ausgabe.php?where_value=73
Keine Staffel der Western Desert Air Force hat die Verantwortung für den Abschuss der SF-37 am angegebenen Ort und Datum übernommen. Wenn der Zeitpunkt des Angriffs bekannt ist, sind Spekulationen möglich.
Darüber hinaus werfen diese Informationen Zweifel auf
Britische Flugzeuge versenken vor Tobruk am 14.11. den Schleppdampfer Max Berendt (766 BRT), er wird später gehoben und für die Royal Navy als Captive wieder in Dienst gestellt.
https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/42-11.htm
Hier stimmt offensichtlich etwas mit dem Datum nicht – Tobruk wurde bereits am 13. November in der ersten Tageshälfte von den Briten besetzt.
Bitte klären Sie diese Fragen, falls möglich.
Zitat von: cam am 16 April 2026, 17:50:37Darüber hinaus werfen diese Informationen Zweifel auf
Britische Flugzeuge versenken vor Tobruk am 14.11. den Schleppdampfer Max Berendt (766 BRT), er wird später gehoben und für die Royal Navy als Captive wieder in Dienst gestellt.
Ich glaube, dies war meine Quelle:
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=7230.msg208795#msg208795
Ich denke, der Schlepper wurde im Zuge der Einnahme von Tobruk versenkt. Ob das bereits am 13.11. geschah und erst am 14.11. den vorgesetzten Stellen bekannt wurde, kann ich nicht ohne weiteres überprüfen. Welche (deutsche) Quelle käme denn infrage ?
Zitat von: cam am 16 April 2026, 17:50:37Abschuss der SF-37
Achtung, es ist nicht Siebelfähre SF 37, sondern es handelt sich meines Erachtens um die
Pionierfähre T 37 des Bau-Bataillons (ein Verband des Heeres).
Die Zuordnung aller Transportfähren mit T-Kennung muss in unseren Datenbanken noch einmal überprüft und teilweise korrigiert werden.
Die Abkürzung sF (mit kleinem s) bedeutet "schwere Fähre" und meint damit den Typ Pi-Fähre 40.
Zum Fliegerangriff: Randolf Kugler hat sich sehr viel auf Erinnerungen von Augenzeugen verlassen und die Aussagen sind nicht immer korrekt datiert.
Findet Jemand ein zur Überprüfung geeignetes Kriegstagebuch des Heeres ?
Lastly, the tug MAX BEHRENDT
was sunk on 11 Jul. during an enemy air raid on Tobruk. It is not yet
known whether the enemy naval forces caused the loss of any other ships
plying along the coast.
https://dn720800.ca.archive.org/0/items/wardiarygermann351942germ/wardiarygermann351942germ.pdf s.179
In den Kriegstagebüchern der britischen Admiralität wird der erfolgreiche Luftangriff auf die Lastkähne am 12. November zweimal erwähnt
12th Nov. Westbound barges were also
attacked between Tobruk and Gazala, one being
blown up and another sunk.
2. No enemy air activity reported.
(C. in C. M.E,, 1140 G.M.T./13.)
12th Nov. Westbound barges attacked by between Tobruk and
Gazala. 1 sunk another blown up. No enermy air activity reported during day.
(H.Q. R.A.F. M.E. 1126Z/14.)
https://sccd.royalnavy.mod.uk/-/media/rnweb/locations-and-operations/navy-historical-branch/pdfs/1942/war_diary_naval_1942_11---day-16-to-day-30.pdf?rev=5217b8f00b744ad694a8d5f3e04b350d s.163, s. 220
Es gibt jedoch keine Primärquellenangaben zum Flugzeugtyp, der den Angriff ausführte. Dies deutet darauf hin, dass die Informationen aus abgehörten Funkgesprächen stammen. Möglicherweise wurden die Fähren versehentlich von Wellington-Bombern angegriffen, die in der Nacht vom 11. auf den 12. November auf der Via Balbo nahe Gazala, wo die Straße direkt am Meer entlangführt, zurückweichende feindliche Kolonnen bombardierten.
Danke, Cam, für Deine Angaben zu MAX BERENDT (in Wirklichkeit ohne h) zum Angriff auf FORELLE im AWD.
Der Fehler MAX BERENDT wird in der HMA-Version der Chronik des Seekrieges demnächst korrigiert.