Thomas W. Liste der Minenkampfboot nach Gröner: Rhein-Ems III 29.04.1916 - HM-Division Geestemünde [G]
- 12.12.1916 - re.
Nö. Der Dampfer war nie bei der HMSD Geestemünde oder sonst wie an oder auf der Weser.
Das hast Du mir schon mal gesagt, bist aber eine Quellenangabe für die Behauptung schuldig geblieben.
Begründung: Der Quellennachweis müsse Dein Geheimnis bleiben.
Ich habe ein KTB HM-Division Geestemünde (im BArch und bei NARA) leider bislang vergeblich gesucht.
Liegt es im Stadtarchiv Bremerhaven?
Gruß, Thomas
es gab mal ne Zeit, da hatte ich vor die Bremerhavener Verbände zu veröffentlichen. Nach dem Aus des MNB entfällt diese Möglichkeit. Auch ist das immer geringe Interesse für kaiserlichen Kleinkram von etwas nach fast Null abgesackt. Die Sammlung an Literatur, Fotos und ca. 100 Aktenkopie Unterweser (NARA, Freiburg, SA Bremerhaven SA Bremen, SA Stade etwas Oldenburg) ruhen bei mir. Ausschließlich bei den MvM finde ich Unterstützung, die amtlichen und die privat Forscher in BHV sind was Marine angeht mehr als ablehnend. Man mag hier halt das Militär nicht so recht. Ich lehn mich jetzt zurück, mach in Familie und lese mich in den Akten quer. Die Rhein-Ems III ist weder in den betr. Akten noch in der Tenderliste zu finden. Im Gröner betr. HMSD Geestemünde, dem Sperrf. der Weser und weiterden Unterweserfahrzeugen sind kleine Unstimmigkeiten. So z.B. fehlen die Tender fast vollständig.
Lieber Thomas: Bei Fragen zu Einzelfahrzeugen ..frag mich.
Nachtrag: Es sind Daten die nichtzutreffen: Beispiel PEGU
laut Gröner:
03.08.1914 - Sperrfahrzeug-Div. der Jade [G] - 12.03.1915 - HM-Division Geestemünde: Suchboot [G] - 06.12.1916 - Verkauf an Midgard, Nordenham [G]
NORDENHAM II - 00.03.1917 - re. [ ]
ich sach ma dazu (Quelle, KTBs der Verbände, BSR Bremen und Brake/Nordenham) Zeiten in Hitlers Marine sind für mich nicht von Interesse und daher gebe ich nicht die Namen und Dienststellungen ein.
NORDENHAM II
Schlepper- Schraubendampfschiff Bauw: Rickmers Werft, Bremerhaven (87)
Stapellauf:: 00.00.1892 Vermessung: 78BRT NRT Abmessung: L=24,6m B=5,1m Tg=2,4m
Antrieb: 1x 2cyl.Exp. 180PSi 1 Propeller
00.00.1892 PEGU Rickmers Reismühlen, Bremerhaven (D) // 03.08.1914 Kaiserliche Marine - SBK Bremerhaven- – angemietet // : 03.08.1914 PEGU Sperrfahrzeugdivision der Jade// 13.03.1915 an Eigner // 00.05.1916 NORDENHAM II ,,Midgard" , Nordenham (D) // 06.08.1916 Kaiserliche Marine – SBK Bremerhaven- angemietet // 08.05.1916 NORDENHAM II Hilfsminensuchdivision Geestemünde // 27.02.1917 an Eigner // 00.00.1938 ZUVERSICHT A. Wagner, Wesermünde (D) // 1940 Kriegsmarine // 1950 Umbau zum Motorfrachtschiff BASEN (N) 1970 SANDBAS (N ) 7.1992 nach Großbritanien verkauft
Zitat06.08.1916 Kaiserliche Marine – SBK Bremerhaven- angemietet //
08.05.1916 NORDENHAM II Hilfsminensuchdivision Geestemünde //
Danke, Bernd.
Ich habe den Eintrag in der Datenbank (https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/minensucher/ausgabe.php?where_value=3941) korrigiert.
Bei den Kalenderdaten ist Dir offenbar ein Tippfehler unterlaufen. Ich nehme an, es muss heißen: 6.
Mai 1916 - SBK Bremerhaven //
Gruß, Thomas
Ich mache Eure Irritationen mal komplett:
RHEIN-EMS III, Reederei A. & H. Kläser, Papenburg:
2. August 1914 angemietet als Suchboot für Hilfsminensuchdivision der Ems, tägl. Mietpreis 52,50 Mark;
14. August 1914 zurückgegeben an Reederei.
Quelle: Liste der requirierten Hilfsschiffe 1914 bis 1919, S. 108-109.
29. April 1916 angemietet als Suchboot für Hilfsminensuchdivision Geestemünde, tägl. Mietpreis 42 Mark;
12. Dezember 1916, vormittags, zurückgegeben an Reederei.
Quellen: Liste der requirierten Hilfsschiffe 1914 bis 1919, S. 104-105.
Einen schönen Sonntag
Hans
Vielen Dank, lieber Hans.
Verrätst Du mir (uns) noch, in welchen Archiv Du diese Liste gefunden hast, oder in welchem Organ sie veröffentlicht wurde ?
Bei der Aufnahme der vielen Schiffe in den Hilfsminensuchdivisionen habe ich manchmal gedacht: Jetzt war dieser "Pott" keine 14 Tage bei der Division, da wurde er schon wieder abgegeben. Wahrscheinlich, weil er sich als untauglich herausgestellt hatte.
Muss man so einen Kandidaten überhaupt berücksichtigen?
Noch "ulkiger" ist dieser Eintrag bei der "Jümme"
- 19.08.1915 - HM-Division der Ems (mit Unterbrechungen) [G]
- 28.08.1915 - Auflösung der Division [1]
Schönen Sonntag,
Thomas
Moin Thomas, die Liste der requirierten Hilfsschiffe 1914 bis 1919 liegt in Freiburg. Dr. Jung hatte sie mal kopieren lassen und Peter Schenk hatte sie mir später ausgeliehen. Auch Hans-Jürgen Abert hat die Liste vor vielen Jahren in Freiburg mal abgeschrieben (Fleißarbeit) und in seiner "Deutschen Handelsflotte" eingearbeitet. Ein Durchschlag der Abschrift müßte im Nachlaß Theo Dorgeist vorhanden sein.
Zu Beginn des Krieges waren überhaupt sehr viele Schiffe bei den Hilfsminensuchdivisionen eingestellt, die bereits nach kurzer Zeit ausgetauscht wurden, da sie sich für den Dienst als wenig geeignet herausgestellt hatten. Aus dem Kriegstagebuch der Hilfsminensuchdivision Swinemünde geht das ganz deutlich hervor.
Nun kurz zur JÜMME: das mit Unterbrechungen hat Dr. Jung mit Sicherheit bewußt so geschrieben, denn JÜMME (Wasserbauamt Leer) war vom 19. bis 31. August 15, vom 29. April bis 16. Mai 16, vom 20. bis 31. Mai 16 und dann noch vom 29. Juli bis 12. August 1916 ermietet worden für jeweils eine Tagesmiete von 28,08 Mark.
Vielleicht hilft es.
Schönen Gruß Hans
Zitat von: HJH am 05 Mai 2024, 10:11:54Ich mache Eure Irritationen mal komplett:
RHEIN-EMS III, Reederei A. & H. Kläser, Papenburg:
2. August 1914 angemietet als Suchboot für Hilfsminensuchdivision der Ems, tägl. Mietpreis 52,50 Mark;
14. August 1914 zurückgegeben an Reederei.
Quelle: Liste der requirierten Hilfsschiffe 1914 bis 1919, S. 108-109.
29. April 1916 angemietet als Suchboot für Hilfsminensuchdivision Geestemünde, tägl. Mietpreis 42 Mark;
12. Dezember 1916, vormittags, zurückgegeben an Reederei.
Quellen: Liste der requirierten Hilfsschiffe 1914 bis 1919, S. 104-105.
Einen schönen Sonntag
Hans
Hallo Hans! Ich werde noch mehr hinzufügen.
1920 - verkauft an H.P. Vith, Flensburg, umbenannt in RHEINSTEIN
1922 - verkauft an Sieg & Co. GmbH, Danzig, umbenannt in FRIEDRICH, Rufzeichen YMCT
1945? - bei Behnke & Sieg, Flensburg
Anfang der 1950er noch im Dienst bei Ernst de Buhr, Loga bei Leer, ohne
Namensänderung, Rufzeichen DKNW
Die Vermessung wird 1950 mit 67BRT, die Länge mit 23,15m angegeben
Herzliche Grüße, Vladislav
In der sehr ausführlichen Akte der HMSD Geestemünde gibt es keine Rhein-Ems III, auch nicht in der Tenderliste. Weiterhin in keiner der Verbände der Befestigung an der Unterweser.siehe Akte- Freiburg RM121-I-531 (29.3.1916 - 1.8.1917). In den Personalakten (RM121-I-519 usw . In welcher Suchgrupppe soll der Dampfer gefahren sein und warum wird der betr. Bootsführer in den Geestemünder Personalakten , im Gegensatz zu allen anderen nicht aufgeführt ? Na ja für mich war es das und auf Wiedersehen . Laß die Rhein-Ems III weiterhin auf der Weser rumdampfen, war evtl. so geheim, dass es an der Weser nicht geführt worden ist. Bei Gröner und Thomas fehlten Hohenzollern & George. Beide zwar seitenlang in den Akten aber wie bei Rhein-Ems waren die in Geestemünde wohl zu blöd, um ihren Kram korrekt zuführen.
Hier mal die Takt. Gliderung über den gesamten Zeitraum
Taktische Gliederung
Führerboot
HOHENZOLLERN 00.04.1916 - 16.06.1916 → Suchboot
FRISIA III 16.06.1916 - 20.06.1917 → Vorpostenflottille der Jade / Weser
Suchboot 1.Gruppe
GREIF 01.04.1916 - 20.06.1917 → H.M.S.D. Wilhelmshaven
NORDENHAM I 06.04.1916 - 15.06.1917 → Vorpostenflottille der Ems
HOHENZOLLERN 16.06.1916 - 20.06.1917 → H.M.S.D Wilhelmshaven
DIA AUBEL 24.06.1916 - 15.06.1917 → Vorpostenflottille der Ems
KÖHLBRAND 28.08.1916 - 00.06.1917 → Vorpostenflottille der Jade/Weser
Suchboot 2. Gruppe
SIEGFRIED 30.04.1916 -15.06.1917 → Vorpostenflottille der Jade/Weser
NORDENHAM II 15.05.1916 - 06.12.1916 → Tenderliste Geestemünde
Nordenham III 15.05.1916 - 27.02.1917 → Tenderliste Geestemünde
ROTA 24.06.1916 - 20.06.1917 → Vorpostenflottille der Jade / Weser
GEORGE 00.08.1916 - 15.06.1917 → Sperrfahrzeugdivision der Ems
Reserveboot:
WODAN 02.04.1916 – 20.01.1917 → Tenderliste Geestemünde
Und dabei, lieber Mini, bleibe ich. :-D
Hallo Thomas: Bitte immer daran denken (!) Es ist ein Unterschied zwischen ,,Tender" und der ,,Tenderliste". Beide haben nix miteinander zu tun.
Kurz zur HMSD Geestemünde: In der betr. Akte befinden sich die von der III MAA und der SBK untersuchten Fahrzeuge (z.B. Fairplay-Schlepper, die jetzt bei uns liegende Welle und weitere Bremer Staatsdampfer) , eine Rhein-Ems ist nicht darunter.
Zu beachten ist, dass mit Übergabe an die III. MAA das gesamte Personal von der MAA gestellt wurde. Personalmangel bis hin zum Funker führte dazu, dass die Sperrf. Weser reichlich was abgeben musste und Offiziers Planstellen durch ,,seebefahrene" Unteroffiziere aufgefüllt wurden. Weiterhin war es kaum möglich selbst Kleinkaliber Geschütz zu erhalten. Und dann war da das Privat-Sofa des Kommandanten der Frisia, das ging mit nach WHV und gilt seitdem wohl als verschollen. Noch Fragen?
...und warum ist die ROTA im Gröner als Verkehrsdampfer aber weder bei den HMSD noch bei dem Vp-Verband? Der Gröner bleibt mein Universal-Nachguckwerk ohne das ich wohl kaum zum schreiben gekommen wäre!
So habe ich den Dampfer (Irrtum möglich)
Passagierschiff / Schraubendampfer Bauwerft.: Flensburger SB Ges., Flensburg (77) Stapellauf:19.03.1885 Vermessung: 101BRT 64NRT Abmessung: L=28,8m B=5,6m Tg= 2,6m
Antrieb: 1x 2cyl.Exp. Maschine 180PSi 1-Propeller
00.00.1885 Rota Sonderburger Dampfschiffahrts AG, Flensburg (D) // 00.00.1897 Rota Veregt.Flensburg, Ekensunder & Sonderburger D.G,Flensburg (D) // 31.07.1914 Kaiserlichen Marine- angemietet // :: 28.06.1916 Rota Hilfsminensuch Division Geestemünde – Suchboot- // 21.06.1917 Rota Vorpostenflottille Jade / Weser // 01.03.1918 Rota Hilfsminensuch Division Wilhelmshhaven –Tender-Liste – : // 00.11.1918 an Eigner // 1920 Rota Flensburg, Ekensunder & Sonderburger D.G.. Sonderburg (DK) // 1923 Rota Soenderborg D/S A/S, Sonderburg (DK) // 1936 Rota A/S Jecibo , Aalbörg (DK) // 23.05.1947 nw Anholt nach Minentreffer gesunken
Hallo Bernd,
das ist auch in Ordnung, es ist auch ohne weiteres möglich, daß RHEIN-EMS III nicht die ganze Zeit bei der HMSDiv war, da in der von mir zitierten Unterlage immer nur die letzte Dienststelle/Verband/Flottille für den Charterzeitraum bis Verlust/Rückgabe aufgeführt wurde. Das ändert aber nichts daran, daß hier für RHEIN-EMS III HMSDiv Gmde aufgeführt ist. Vielleicht tatsächlich falsch?
Ich will auch kein Öl ins Wasser kippen, aber z. B.:
NORDENHAM II 15.05.1916 (?) Indienststellung?, angemietet wurde das Schiff am 9. Mai 1916;
NORDENHAM III dito, angemietet am 8. Mai 1916 (ab diesen Tag wurde gezahlt!).
Ich habe auch noch eine Notiz gefunden unter RHEIN-EMS III: Für NORDENHAM II, die an "Midgard" Deutsche Seeverkehrs AG abgegeben, was vielleicht heißen soll: zwischen 6. und 12. Dezember für die HMSDiv Gmde vorgesehen? Nur, wo war sie vorher?
Schönen Nachmittag
also: selbst bei einer Überlassung von Tagen wäre es in der recht umfangreichen Akte , die auch die untersuchten und erwünschten Fahrzeuge aufführt , zu finden. Der Schriftverkehr ist vom Vortag der Aufstellung bis zum Ende vorständig erhalten. Auch habe ich den Schriftverkehr zw. IIIMAA und der SBK Bremerhaven. Da die Bootsfürher alle von der III. MAA kamen und die betr. Personal-Akten mir auch vorliegen, kam ich nur sagen, das eine Rhein-Ems nicht zu finden ist, auch nicht für Tage. . Ich bleibe dabei: Der Dampfer fuhr nie für die Geestemünder, wer anderes glaubt soll es tun. Mit 77 führe ich keine Glaubenskriege :-D
Hallo Thomas: Nett zu sehen, dass du die Daten in deine Datei aufgenommen hast. Hier mal, die Bewaffnung der Boote. Funk hatte nur das F-Boot, dies aber nur zeitweise. Gesucht wurde per Handleine, Winden gab es nur vereinzelt. Gesucht wurde bei Weser FS
Wenn noch Fragen...dann frag mich mal.
Deine Daten zu Siegfried stimmen nicht. Das Boot war ein der Stadt Bremen gehöriger Eisbrecher. Reichlich was an Kampf gab es darüber (SA Bremen) weil die HMSD D auch noch die Welle haben wollte, die der Senat aber nicht rausgab. Für die an der Unterwesereingesetzten bremischen Eisbrecher gab es die Abmachung, dass sie im Winter wenn nötig nach Bremen gehen sollten.
Hallo Bernd
Eintrag "SIEGFRIED" habe ich korrigiert
Ich musste auch den Eintrag "ROTA" nochmal revidieren.
Es ist interessant, dass ROTA nach Deinen Unterlagen (HMSD G) an die VP-Flottille Jade/Weser abgegeben wurde,
aber definitiv bei der HMSD W'haven in Dienst kam. Daraus ersehe ich, dass die Abgabeanordnung nicht das letzte Wort war, sondern zuweilen noch in "letzter Sekunde" revidiert wurde.
Du sagst: "Gesucht wurde bei FS Weser".
Ich habe nach der Position der "Weser" gesucht und finde 2 divergierende Angaben:
Laut Ostersehlte besetzte es am 5. Mai 1907 die Position 53°55'39"N, 07°13'58"O (10 sm nördlich Norderney)
Christian Ostersehlte: Die bremischen Seezeichendampfer, in: Bremisches Jahrbuch 76, 1997, S. 174
Laut "Liste der deutschen Feuerschiffspositionen" (Wikipedia) lag es von 1918-1981 auf 53°54'N, 07°49'O
Letztgenannte Position erscheint mit für HMSD Geestemünde sinnvoller, aber wer weiß, wo es 1916/17 lag ?
Gruß, Thomas
Gesucht wurde nur knapp 2 Std., da für hin und rück 7- 9 Std. raufgingen. Das tägliche Suchgebiet war Weser FS (53.54Nord 7.70 Ost) bis Tonne Alte Weser B also in der damaligen Weser Ansteuerung.
Rota: Laut Schreiben vom 8.6.1917 an Vp. Jade-Weser. Mit eintreffen WHV an HMSD WHV, die die Aufgaben der HMSD Geestemünde übernahm. Allein der Übergabeprozeß füllt eine ganze Akte. Da wurde verhandelt wem was gehört und letzlich begann auch das Tauziehen um die weitere Verwendung des III. MAA Personals.
Hallo Bernd,
Ich schlage vor, den Thread ab #24 in einen neuen Thread mit Titel "Hilfsminensuch-Division Geestemünde" (weiterhin unter der Rubrik Kaiserliche Marine - Schiffe) zu verschieben.
Der ursprünglich hier begonnene "Thread" versteht unter "Spezialschiffe" etwas anderes, nämlich Schiffe für spezielle Dienste. Wir sind davon inzwischen weit "off topic" geraten.
Gruß, Thomas
Erledigt. :O/Y
..und da wäre noch die Sperrfahrzeug Div. der Weser. Auch dortens viele Unstimmigkeiten mit dem Gröner. Aber den Verband kann ja wer anders machen, wie da noch sind die Exoten BOMBE oder reichlich was an Motorbooten aus der Ostsee und der Reichshauptstadt. . :-D
Zitat von: beck.Schulte am 08 Mai 2024, 17:52:56..und da wäre noch die Sperrfahrzeug Div. der Weser. (...)
Ja. Sperrfahrzeuge sind keine Minenabwehrschiffe ; damit darf sich ein*e andere*r Mensch*in beschäftigen :-D
Tach: Thomas hier mal ne Kommandanten - Liste für die HMSD G . Von der Rhein-Ems wieder nix zu finden. Bei der Auflösung des Verbandes gab es neben dem Gezanke betr. Funkanlagen, Fischnetze, Privat-Sofa noch das Tauziehen um das freiwerdende Personal. Besonders traf dies für Herrn Tewes zu, den Geestemünde nicht abgeben wollte, letztlich (so aus dem Ärmel) ging der ab ins Osmanische Reich.
Sonst tut sich hier ja nix. Der Massenansturm auf die Seite unterblieb, ist eben nix mit Kriegsmarine. Das wird auch wohl bei deinen weiteren 14-18 Verbänden der Fall sein. Da den Durchblick zu erhalten ist anhand von Gröner (fehlerhaft) und den KTBs recht schwierig.
Dann mach man weiter so. 8-)
1.2..pdf
Nachtrag: Verdrängung (max. t): 152 BRT ????? BRT = Raummaß und hat nix mit Verdrängung zutun.
Ich sehe, Bernd, es stichelt Dich doch ziemlich, dass ich RHEIN-EMS noch nicht gelöscht habe.
Aber da sind noch 5 weitere Kandidat*innen [Schiffe fast immer weiblich :-D ]
Vielleicht bringt mir eine zeitliche Aufgliederung Aufschluss.
29.03.1916 - 03.04.1916 Nord [G] also nur 6 Tage, vergiss es.
29.03.1916 - 03.04.1916 Süd [G] desgleichen
29.03.1916 - Unterweser 7 [G]
29.03.1916 - Unterweser 16 [G]
15.04.1916 - 05.03.1917 Gerriet Wessels [G]
29.04.1916 - 12.12.1916 Rhein-Ems III [G]
Sieht so aus, dass die HMSD G zum 1.4.16 aufgestellt und bis 20. Juni 1917 aufgelöst wurde.
Hier die Kandidaten, die Du eingebracht hast
28.03.1916 - 10.06.1916 Balder (ist das korrekt?)
01.04.1916 - 20.06.1917 Greif
06.04.1916 - 15.06.1917 Nordenham I
30.04.1916 - 15.06.1917 Siegfried
08.05.1916 - 27.02.1917 Nordenham II
08.05.1916 - 27.02.1917 Nordenham III
16.06.1916 - 20.06.1917 Frisia III
16.06.1916 - 20.06.1917 Hohenzollern
24.06.1916 - 15.06.1917 Dia Aubel
28.06.1916 - 20.06.1917 Rota
00.08.1916 - 15.06.1917 George
28.08.1916 - 00.06.1917 Köhlbrand
Im April 1916 standen demnach nur 3 Fahrzeuge zur Verfügung.
Im Mai kamen noch 2 Schlepper dazu.
NORD und SÜD brauchen wir nicht diskutieren, die waren offenbar ungeeignet und wurden gleich zurückgegeben.
Die UNTERWESER-Kandidaten würden mich interessieren. Im "Gröner" wird zur Abgabe an weitere Verbände nichts angegeben.
Möglicherweise verschwanden sie auch nach 1-2 Wochen wieder.
Interessant sind eigentlich nur GERRIET WESSELS und RHEIN-EMS III.
Hast Du Frau WESSELS in Deiner Kartei ?
Und was ist mit Suchboot BALDER ? Hab ich jetzt auch übernommen, aber die Rückgabe 1916 ist noch zweifelhaft.
Gruß, Thomas
Aus dem fertigen Text der HMSD G , den keiner haben will, hier mal das: Aufstellungorder von 29. März 1916 von der Station Nordsee. Abgabeorder der St. Nordsee betr. der Boote mit Schreiben vom 10.6.1917 :-D
Ich habe bis Montagmorgen meine drei volljährigen Enkel hier. Da ist Obere Bürger , Spargelessen und Freimarkt in CUX incl. Fischessen ( mal nicht im Fischereihafen BHV) angesagt. Vielleicht hat ja wer anders bis dahin ne Idee. :ROFL:
Na, denn hau' rein. Viel Spaß !! :ML:
Thomas
Zitat von: TW am 10 Mai 2024, 14:04:10Ich sehe, Bernd, es stichelt Dich doch ziemlich, dass ich RHEIN-EMS noch nicht gelöscht habe.
Aber da sind noch 5 weitere Kandidat*innen [Schiffe fast immer weiblich :-D ]
Vielleicht bringt mir eine zeitliche Aufgliederung Aufschluss.
29.03.1916 - 03.04.1916 Nord [G] also nur 6 Tage, vergiss es.
29.03.1916 - 03.04.1916 Süd [G] desgleichen
29.03.1916 - Unterweser 7 [G]
29.03.1916 - Unterweser 16 [G]
15.04.1916 - 05.03.1917 Gerriet Wessels [G]
29.04.1916 - 12.12.1916 Rhein-Ems III [G]
Sieht so aus, dass die HMSD G zum 1.4.16 aufgestellt und bis 20. Juni 1917 aufgelöst wurde.
Hier die Kandidaten, die Du eingebracht hast
01.04.1916 - 20.06.1917 Greif
06.04.1916 - 15.06.1917 Nordenham I
30.04.1916 - 15.06.1917 Siegfried
08.05.1916 - 27.02.1917 Nordenham II
08.05.1916 - 27.02.1917 Nordenham III
16.06.1916 - 20.06.1917 Frisia III
16.06.1916 - 20.06.1917 Hohenzollern
24.06.1916 - 15.06.1917 Dia Aubel
28.06.1916 - 20.06.1917 Rota
00.08.1916 - 15.06.1917 George
28.08.1916 - 00.06.1917 Köhlbrand
Im April 1916 standen demnach nur 3 Fahrzeuge zur Verfügung.
Im Mai kamen noch 2 Schlepper dazu.
NORD und SÜD brauchen wir nicht diskutieren, die waren offenbar ungeeignet und wurden gleich zurückgegeben.
Die UNTERWESER-Kandidaten würden mich interessieren. Im "Gröner" wird zur Abgabe an weitere Verbände nichts angegeben.
Möglicherweise verschwanden sie auch nach 1-2 Wochen wieder.
Interessant sind eigentlich nur GERRIET WESSELS und RHEIN-EMS III.
Hast Du Frau WESSELS in Deiner Kartei ?
Und was ist mit Suchboot BALDER (kein Kommandant) ?
Gruß, Thomas
Hallo! Ich habe diese Informationen über GERRIT WESSELS.
1914 - mobilisiert, eingesetzt bei der Hilfs-Minenleger Division "Ems"
1916 - im Dienst der Hilfs-Minensuchdivision Geestemünde
1917 - Rückgabe
1950 im Dienst des Emder Bugsier- und Bergungsgeschäftes P.W. Wessels Wwe.,
Emden
1953 - im Handbuch verzeichnet. Später in Emden verkauft, umgebaut zum
Motorschlepper, umbenannt in PAX
Herzliche Grüße, Vladislav
1916 - im Dienst der Hilfs-Minensuchdivision Geestemünde
1917 - Rückgabe
so,so: Wo hast du das abgeschrieben? Komisch nur, das weder im gesamten Aktenbestand Festung Unterweser, Lotsverzeichnis Weser, usw usw nix davon zu finden ist. Sie wäre zu 100% im Bestand SBK Bremerhaven, Personal der III.MAA und in der Tenderliste der III. MAA zu finden. Is se aber nicht.
Soll glauben wer was er will, für mich war der Dampfer niemal nicht bei uns hier vor Ort. 8-)
PS: Hilfs-Minenleger Division "Ems" Wat dat?
Zitat von: beck.Schulte am 11 Mai 2024, 11:16:101916 - im Dienst der Hilfs-Minensuchdivision Geestemünde
1917 - Rückgabe
so,so: Wo hast du das abgeschrieben? Komisch nur, das weder im gesamten Aktenbestand Festung Unterweser, Lotsverzeichnis Weser, usw usw nix davon zu finden ist. Sie wäre zu 100% im Bestand SBK Bremerhaven, Personal der III.MAA und in der Tenderliste der III. MAA zu finden. Is se aber nicht.
Soll glauben wer was er will, für mich war der Dampfer niemal nicht bei uns hier vor Ort. 8-)
PS: Hilfs-Minenleger Division "Ems" Wat dat?
Die Übersetzung des Beitrages von beck.Schulte lautet:
Die Angaben zu 1916 und 1917 sind in den genannten Akten- Bestandslisten nicht verzeichnet.
Zitat von: beck.Schulte am 11 Mai 2024, 11:16:101916 - im Dienst der Hilfs-Minensuchdivision Geestemünde
1917 - Rückgabe
so,so: Wo hast du das abgeschrieben? Komisch nur, das weder im gesamten Aktenbestand Festung Unterweser, Lotsverzeichnis Weser, usw usw nix davon zu finden ist. Sie wäre zu 100% im Bestand SBK Bremerhaven, Personal der III.MAA und in der Tenderliste der III. MAA zu finden. Is se aber nicht.
Soll glauben wer was er will, für mich war der Dampfer niemal nicht bei uns hier vor Ort. 8-)
PS: Hilfs-Minenleger Division "Ems" Wat dat?
Diese Daten habe ich dem Archiv der Werft in Papenburg entnommen. Im Laufe der Jahre hatte ich keinen Grund, den Archivdaten nicht zu vertrauen.
Herzliche Grüße, Vladislav.
Das Archiv der Meyer Werft hat die Daten aus dem...na? dem Gröner.
Ich hatte Meyer vor Jahren betr. der dort gebauten kaiserlichen Boote mit Daten und Fotos ausgeholfen. Dafür gab es Gen-Pläne und Ablieferungsfotos.
Und eins war oder ist bei Meyer anders als woanders: Im Briefwechsel hieß es nicht "Unsere Bau-Nr" sondern "Meine Bau Nr."
PS: Ich hab die Pause hier unterbrochen, da die Familie mich zurück zu diesem Musikkram aus SW zwingen will :x
Hallo Thomas: Zwichen Spargelessen und Fahrt nach Bremen dies kurz hier: Just einen großen neu erkauften Aktenbestand "Hilfsschiffe III. MAA" durchgeblättert. Da steht: 4.12.1916 BALDER in Kiel übernommen. Eintreffen in Geestemünde wird gemeldet. Montag arbeite ic mich durch den Bestand.
Balder: 4.12.1916 in Hamburg übernommen. Ersatz für Nordenham II 12.7.1917 an Station WHV überführt. FT Anlage an George zurück gegeben.
02.08.1914 - HM-Division der Ems: Suchboot [1]
- 14.08.1914 - Rückgabe an Reederei [1]
- 29.04.1916 - HM-Division Geestemünde: Suchboot [G][1]
- Im KTB HM-Division Geestemünde nicht verzeichnet [1]
- 12.12.1916 - Rückgabe an Reederei [G][1]
Lieber Thomas, was soll das? Ich frage mich ob es noch Sinn macht, hier weiterzutun. Das Boot ist im gesamten umfangreichen Aktenbestand der Festung NICHT aufgeführt. Ein KTB HMSD gibt es nicht, es gibt eine Handakte betr. der an- und abmietung der Boote, eine Akte betr. des Personals, einig Akten der SBK, der Tenderliste. Zudem da dessen Personal meist von der Sperrf. D. der Weser kam, auch in den Akten der Verbände Jade-Weser nix davon. usw usw. Wenn überall dort nix ist und man sich hier auf das historische Forschungsamt der Meyer Werft und einen kleinen Hinweis im Gröner stützt, werde ich mir weitere Mühe sparen. Gruß aus dem sonnigen BHV 8-)
Lieber beck.Schulte! Ein Historiker sollte in seinen Schlussfolgerungen nicht kategorisch sein. Dies führt zu Fehlern und Missverständnissen. Unerschütterliche Wahrheiten werden manchmal revidiert, nachdem neue Daten verfügbar wurden. Aber man muss offen sein, es zu akzeptieren. Wenn Sie persönlich nicht über Dokumente verfügen, die das Vorhandensein bestimmter Schiffe in der Flottille bestätigen können, bedeutet dies nicht, dass diese Schiffe nicht dort waren. Vielleicht wird ein solches Dokument noch gefunden. Und dann werden Ihre kategorischen Schlussfolgerungen voreilig aussehen. Und die Historische Abteilung in Papenburg kann keine Fakten erfinden. Deshalb empfehle ich Ihnen, sich auf die Suche nach neuen Daten in den Archiven zu konzentrieren.
Herzliche Grüße, Vladislav.
Sie sollten es unterlassen Personen und deren Arbeiten die Ihnen völlig unbekannt sind Ratschläge zu erteilen. Nach 50 Jahren intensiver Beschäftigung mit der 14-18 kaiserlichen Marine nehme ich für mich in Anspruch, dass ich gewissenhaft und sauber arbeite. Gegenteiliges, mit Ausnahme Ihrer Person, wurde mir nie unterstellt. Nun gut: Ich habe mir Ihre Beiträge hier im Forum mal angesehen. Sie sind ,,Fotoauswerter" fast ausschließlich betr. der Hitler Marine. Kaiserliche Grundwissen kann ich bei Ihnen nicht feststellen. Im betr. Fall gehe ich davon aus, dass Ihnen weder die Art, die Menge und die Qualität meiner Forschungen bekannt sind (Sie wissen ja noch nicht einmal um meine Person). Was die HMSD G war, ihre Aufgabe, ihr Personal, ihre Boote usw sind Ihnen völlig unbekannt, auch wie Hilfsfahrzeuge ihren Weg vom Eigner bis zum Verband machten. Ebenso die Funktion der Tenderliste , der SBK Nebenstelle Bremerhaven, der III. MAA. Machen Sie sich doch erst einmal kundig. Ihr Betrag jedenfalls hat mit dazu geführt, dass ich mir weiterer Hinweise erspare.
Schon spaßig Ihr Hinweis auf die historischen Forschungen der Meyer Werft. Die bauen Schiffe! Mit Ausnahme von B&V sind mir keinerlei deutsche Werften bekannt, die während ihrer Existenz Intensiv mit Zeit und Geld sich dem Schicksal ihrer Bauten gewidmet haben. Meyer war vor 1950 eine Feldschmiede vergleichbar der Unterweser Werft, Atlas, Koch usw. Da wurde nix großartig aufgehoben. Fotos und Gen-Pläne für Werbezwecke. Da wird nix geforscht. Ich selbst hab an der Vernichtung des SUAG Archives in 1974 aktiv teilgenommen, auch bei ähnlicher Aktion bei Seebeck. Meyer macht in den letzten Jahren über ihre Presseabteilung mehr, dass aber im Rahmen ihrer Außendarstellung ihrer Hotelschiffe. Letztlich: Ich bin und war nie Historiker, sondern habe mein Berufsleben mit dem handwerklichen Bauen und der Konstruktion von Handels- & Kriegsschiffe verbracht. Ende, aus und Schluss
Dir wurde nichts vorgeworfen. Ich habe Sie lediglich gebeten, die Meinungen anderer Forumsteilnehmer mit Respekt und Ruhe anzunehmen. Schließlich ist das Forum dazu da, dass Menschen ihre Meinung äußern können.
Hallo Thomas: Da die Besatzung der Suchfahrzeuge zunächst von der III. Marine-Artillerie-Abteilung (MAA), später auch von der Sperrfahrzeug-Division der Weser gestellt wurde,
..verständigungsfehler: Die III. MAA war die zuständige Dienststelle . Sie umfasste neben der klassischen Matrosenartillerie für Ersatz nach Flandern, auch einige weitere Verbände, darunter das Minendepot,den Sperrfahrzeug Verband, Lotswesen. Letztlich auch die HMSD G. Bei deren Aufstellung war das Personal durch die III.MAA zustellen. Das stand zuerst nicht zur Verfügung, so das Personal der Sperrf.Div. zusammen mit Zivilisten(!) die ersten Boote i.D. stellte.In der Folge fand durchweg auch ein Personalwechsel zw. beiden Verbanden statt. Also: II.MAA ist Sperrf.Div. und HMSD G nebs anderem.
Hallo Thomas: Mal als Bespiel der verschiedenen Datumsangaben in der Literatur, hier die POSEIDON Das Fahrzeug war in der Mobilmachungliste als Äußeres Durchfahrtsschiffe (Lage bei den Minenfeld vor Schloss Morgenstern) vorgesehen. Am 30. Juli 1914 durch die SBK Nebenstelle Bremerhaven Untersuchung und Anmietung nach Geestemünde beordert. 2. August 1914 an G. Seebeck. Dort bis zum 4. August Ausrüstung und Eintreffen der Reservisten an Bord. Es wurden zusätzlichen Wohnräume für die Mannschaft und einen großen Scheinwerfer eingebaut. Auf die vorgesehene Bewaffnung mit je zwei 5cm Geschützen musste vorerst verzichtet werden. Die Indienststellung erfolgte am 4. August. Das Schiff nahm am 6. August seine Position ca. auf Höhe ,,Ossenturm" ein. Bis dahin waren die Minensperre dort, vor Roten Sand und Weser Einfahrt ausgelegt, aber noch nicht durch die Sperrfahrzuge gesichert. Ausnahme der Kriegslotsendampfer STRAUSS er schon am 3. August auf Position ging.
Über die Sperrf.d. Weser gibt es reichlich mehr als von der HMSD D. Grund , es war ein noch im Frieden aufgestellter Verband ,der mit Teilen bis in den Feb.1919 aktiv war. Ich glaube, dass der Mobilmachungs-Kalender der Festungen an der Unterweser wohl der einzige uns erhalten gebliebene ist. Unterweser 16 kommt nicht vor, dafür die Unterweser 3 seit dem 3. August als Pumpdampfer für die Frischwasser Versorgung von B1 und B2 durch die Garnisonsverwaltung angemeit
Meine Herren,
ich habe zwar keine Kenntnisse von der Thematik, aber die hier geleistete Detailarbeit findet meinen größten Respekt. Aus anderen Sachgebieten weis ich, was es an Aufwand erfordert, scheinbare Nebensächlichkeiten zu suchen und zu klären. :MG:
Und die launigen Berichte von der Nordseeküste lese ich auch immer gerne, auch wenn der Anlass meist eher traurig stimmen könnte. Aber das Alte ist vergangen und kommt nicht wieder. Von gelegentlich 'Querschlägern' bitte nicht beeindrucken lassen.
Mit den besten Grüßen
Axel Niestlé
Hallo zusammen! Ich veröffentliche die KTB für den Schlepper Gerrit Wessels. NARA T1022-021. Darin wird auch Rhein-Ems-III erwähnt. Ich kann nur einige Wörter lesen. Wenn jemand die Handschrift entziffern kann, schreiben Sie bitte. Jeder wird interessiert sein.
Herzliche Grüße, Vladislav.
11.3. An Bord der Rhein-Ems III gekommen. Das Fahrzeug befinet sich in vollkommen verkommenem Zustand.
Danke TW! Schon nicht schlecht.
Herzliche Grüße, Vladislav.
Hallo Vladislav,
ich habe auf Rolle 21 nur U-Boote (U 77, U 78, U 79, U 155).
Gruß Hans
Hallo HJH! Zuvor habe ich die NARA-Nummer T1022-0201 gefunden. In der Bibliothek wurde bei der Suche der gewünschte Abschnitt unter der Nummer 0201 gefunden.
https://catalog.archives.gov/search?page=1&q=%20T1022-0201
Herzliche Grüße, Vladislav.
Danke Vladislav! Gefunden.
Schönen Abend und Gruß - Hans
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Moin,
@ beck.Schulte: Bedauerlich ..., ich fand die Beiträge schon interessant, auch wenn ich da nicht so tief in der Materie bewandert bin um immer mitreden zukönnen ...
... und tu es trotzdem, ich stimme dir zu, dass die Angaben zum Fahrbereich (1400sm/14kn) wohl auch zu Vorkriegs-/Friedenszeiten kaum realistisch waren. Für 1918 aber keine Chance, da wurde neben Braunkohle, mit deutlich niedrigerem Heizwert, so gut wie alles was verfügbar und brennbar war gebunkert, damit kamen selbst Schlachtkreuzer gerade so auf 23 kn...
Gruß Ulf
Tach Ulf:
Nun, mein Ansatz war der, irgendwelche Datensätze daraufhin zu untersuchen, ob sie überhaupt Platz in einer Dokumentation finden sollten. Das klassische M-Boot war, gleich den A, UB und UC Booten mit heißer Nadel gestickte Notentwürfe. Wobei sich das M-Boot in gleicher Funktion und ähnlichem Aussahen bis in die 60ziger erhalten hat.
Als Küstenfahrzeug geplant und eingesetzt, war die Angabe betr. Fahrtstrecke / Kohle völlig nutzlos. In den techn. Berichten bis zum Frühjahr 1919 gab es nie Forderungen betr. der Dampfstrecke. Das Braunkohle in den Kessel wanderte ist mir neu. Über einige der Boote aus der Zeit 15-18 gibt es die vollständige technische Dokumentation. Selbst für 1918 heißt es durchweg: ,,Kohle: gut, ohne Rückstände und Schlacke. Speisewasser 110 Grad C, Luftdruck 45mm, 240-280UproMin) Geschwindigkeit im Verband: 14kn mit Geschirr und Bugschutz 12kn. Über totale Dampfstrecke bei 100t Kohle findet sich nix. Wozu auch? Dafür wie gesagt: der Kohleverbrauch in Frühjahr 1918 z.B. bei der 6. MS Halb ~ 2,8t / Stunde, was – laut Techn. Bericht zur Instandsetzung in 1918 gegenüber 1917 ein Mehrverbrauch von fast 90%v ( in Worten neunzig) tonnen/Std. bedeutete. Alles dies macht die schönen hingezauberten Probefahrt-Daten (Sauberes Schiff, Anlagen in Bestzustand, erfahrendes Werftpersonal, usw) zu Makulatur.
Noch Fragen? 8-)
Hallo Ulf,
Der Bernd ist etwas dünnhäutig. Ich sitze den ganzen Tag am Computer und recherchiere, und sitze nicht im FMA-Bereich und warte, ob Jemand was schreibt. Wenn ich dann abends noch mal schaue, ob was Interessantes eingegangen ist, habe ich oft nicht mehr die Kraft, längere Antworten zu geben. Aber am nächsten Morgen ist Bernd schon beleidigt. Zur Sache:
Eigentlich sagt die Angabe 1400sm/14kn doch, dass bei voller Kraftanstrengung das Schiff maximal 1400 Seemeilen zurücklegen könnte. 14 Knoten sind natürlich nur erreichbar mit bester Kohle bei spiegelglatter See und ,,Rückenwind" 😉. Und 1400 Seemeilen sind ein entsprechend hoch angesetzter Wert. Allerdings ist damit kein Tages-Etmal gemeint.
Auf den Booten wurde ja nicht täglich Kohle gebunkert. Es wurden aus einem Verband vielleicht täglich 2 Boote zum Bunkern abgestellt. Das dauerte in der Regel einen ganzen Tag. Wenn man von 12 Booten im Verband ausgeht, dann wurde 1 Mal pro Woche gebunkert.
Das Etmal von 14000 Seemeilen verteilt sich also auf 6 Tage. An- und Abfahrt zum Räumgebiet sind überschaubar, die Strecke von CUX nach Helgoland misst etwa 40 Seemeilen. Aber dann werden die Schleifen gefahren, das Gebiet den ganzen Tag (also 6 Stunden lang) abgesucht. Wieviele Seemeilen mögen dabei zurückgelegt werden? Bei einer Suchgeschwindigkeit von 5 Knoten kommen 30 Seemeilen zusammen. Insgesamt komme ich so auf 110 Seemeilen. Macht bei 6 Seetagen 660 Seemeilen. Was ist, wenn wegen Kohlenmangel oder weil mehrere Boote gleichzeitig a.K. sind, das Bunkern mal 1 Woche ausfällt ?
Jetzt kommt einem die Angabe 1400 Seemeilen nicht mehr so wahnsinnig hoch vor. Und die geleistete Entfernung schrumpft bei schlechter Kohle und hohem Seegang ganz schnell zusammen. -- Ich habe jetzt nicht nochmal nachgeschaut, aber nach meiner Erinnerung kommt ein so hoher Wert wie 1400sm/14kn bei Minensuchbooten und Hilfsminensuchern eher selten vor.
Viele Grüße, Thomas
Lieber Landsmann! Eigentlich sagt die Angabe 1400sm/14kn doch, dass bei voller Kraftanstrengung das Schiff maximal 1400 Seemeilen zurücklegen könnte... und das mit einer Bunkerfüllung! Diese Angaben waren bei der Marine durchweg gemeint als durchgehende Fahrt (Dönitz UBoote usw) aber nie als Summe verschiedener Seetage, bei allen möglichen Fahrtstufen und Wetter & See.
.Was von Interesse war und sich in den Tabellen wiederfindet, war der monatliche Kohleverbrauch und die daraus resultierende Dampfzeit (nicht Stecke) also z.B. 2,8t /Std. da wußte der LI was noch zuschaffen sei. So Beispiel bei Booten der 6. Halb für April 1918 260t guter Kohle für 98 Dampfstunden /Monat. Was soll ich mit der Info 1400sm / 14kn/ 100t Kohle. Was wohl eine kontinuierliche 14sm Fahrt bis die Bunker leer ist bedeutet. Die armen Heizer. Sowas gab es nicht und daher ist für mich der Hinweis , gleich der 16kn Probefahrt und die 30 Minen Datenmüll. ...für andere aber eben nicht. :-D
So halte ich es mit den Daten und das reicht mir
Zitat von: beck.Schulte am 30 Mai 2024, 15:07:20... Selbst für 1918 heißt es durchweg: ,,Kohle: gut, ohne Rückstände und Schlacke. Speisewasser 110 Grad C, Luftdruck 45mm, 240-280UproMin) Geschwindigkeit im Verband: 14kn mit Geschirr und Bugschutz 12kn. ...
Moin,
finde ich sehr interessant, war bislang davon ausgegangen, dass es bei den Sicherungseinheiten noch übler war als bei den schweren Einheiten. Hab leider auf die Schnelle die Textstelle nicht wieder gefunden, wo ein Kommandant sich über den "Schlamm" bzw. "nassen Dreck" auslässt ...) Beziehe mich da auf Aussagen wie die Folgenden ...
Gruß Ulf
guten Abend und Dank für das Interesse, so bin ich nicht allein damit! :cry:
Das die Flotte besers bekam, würde ich auch so sehen. Nun ist es aber evtl. so., dass auf einem Boot mit zwei doch simplen Dampfmaschinen , Kesseln und auch sonstigen Aggregaten auch Brennstoff der etwas mäßigeren Art als ,,gut" bezeichnet wurde. Aber wenn gesagt wird, dass alles gut durchbrannte und auch die Schlacke optimal war, dann war der Brennstoff wohl nicht der schlechteste. Auch ließ sich ein kleiner Heiz- und Maschinenraum mit ca. 20 Mann Technik besser im Griff halten als so ein Monster von Linienschiff. Worüber immer geklagt wurde war der Kondensator und späterhin die Qualität der Kesselrohre. Der Kondensator scheint wohl ein Grundübel der kaiserlichen Technik gewesen sein. Was ab 1917 dann zur Verschlechterung der Neubauten führte, war Materialverknappung (z.B. schlechtes Weißmetall/Lager, Grauguss anstelle Bronze) und Personalmangel. Tecklenborg, die Superwerft, stand ständig in der Kritik der Front, während Seebeck doch recht Gutes ablieferte. Tecklenborg führte dies auf den Facharbeitermangel und den vermehrten Einsatz von russischen Kriegsgefangenen zurück. Daran änderte sich auch nicht viel nachdem die SBK Bremerhaven massiv die von den Werften angeforderten eingezogenen Fachkräfte bewilligt bekam. Man sieht, dass Thema Technik M-Boote ist ein weißer Fleck. Ich hab mich erst einmal auf die schiffbauliche Komponente des Baus der Boote ,,gestützt" .
Ma gucken was noch kommt.
Zu dem Arbeitskräftemangel kamen es ab Dez. 1916 zu ersten ,,Arbeitsverweigerungen". Anders als mir immer erzählt wurde, gab es bis zum Nov. 1918 in BHV keinerlei politische Streikts. Es ging immer, wie auch hier um bessere Versorgung. Der Unterschied zu Herrn Hitlers Krieg war u.a. der, dass ,,Wehrkraftzersetzung" und ,,ab ins Lager" beim Kaiser nicht vorkam. Außerdem gab es eine Schlichtungsstelle Unternehmer /Marine/ Metallarbeiterbund /MSPD wo in Einzelfällen Lohnnachforderung abgehandelt wurden. In den dokumentierten Fällen (u.a. Nietergruppe / NDL) wurde weitestgehend die Forderungen der Arbeiter erfüllt. Na ja so allmählich sehen auch unsere Steuergeld finanzierten Historiker diese Zeit etwas differenzierter.[url="https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?action=dlattach;attach=208665;type=preview;file"]seebeck 2.7.6.pdf[/url]DSC_8517.pdf
Moin Bernd,
dazu hab ich auch was im BArch RM 31/2383 gefunden.
Falls nicht schon bekannt, es geht darin um ein Verbot der Arbeitsniederlegung. Entsprechende Bekanntmachungen für Wilhelmshaven, Cuxhaven und Geestemünde waren wohl schon im Juni 1916 in Vorbereitung und auch Überlegungen in Einzelfällen Teilnehmer ggf. "unauffällig" an die Front zu schicken, aber ich muss zugeben das man sich im Vorfeld wohl Gedanken um ein relativ maßvolles Vorgehen gemacht hat, um nicht einen Flächenbrand zu riskieren.
Gruß Ulf
Tach Uif: Die Akte RM31-2383 kannte ich bisher nicht. Danke für den Hinweis. Teile davon befinden sich auch in der BHV Akte "Arbeiterunruhnen" , die Basis meiner Anmerkung ist: (Nachtrag: Ich habe die Akte durchgesehen. Leider nix betr. BHV, es sind die Meldungen der Station N und O )
Leider ist es bis heute so, dass diese Zeit ausschließlich an KI und WHV fest gemacht wird und was so in den anderen Häfen vor sich ging unbeachtet bleibt. Hier in BHV gehen Stadt- & Privat Forscher nicht an das Thema, da es die Lebenslüge , dass die drei Gemeinden als SPD Hochburgen fest antimilitärisch und damit im ständigen Konflikt mit der Festung standen, als das was sie ist entzaubern. Hier gab es Mangels an zahlenmäßig bedeutenden ,,Subproletariat" eine starke SPD und deren Gewerkschaft. Was sich nicht nur im November 1918., sondern schon ab Ende 1916 zeigte. Man lebte in gegenseitigen Absprachen in ,,friedlicher Koexistenz" .
Hier mal ein Beispiel was nicht ins Geschichtsverständnis meiner alten ( war bis 1983 bei dem Verein) Genossen(in und Diversen) passt.
Kommen wir mal zur HMSD Geestemünde zurück. Aus der Dokumentation des Verbandes hier ein Auszug der "Geburtsurkunde"
Für die Außenweser musste erst eine Formation aufgestellt werden. Als Geburtsstunde dieses Verbandes kann der 29. März 1916 gelten. Da ging um 12 Uhr 15 beim Festungs Telegraph Geestemünde folgende Nachricht der Nordsee Station ein: ,,kommdtzr. Geestemünde Ganz geheim. Hilfsminensuchdivision
gemäß Dienstanweisung Tg. F.D. Weser Ziffer 1 zwei d und Tenderliste sofort zusammentreten lassen Punkt, welche bis wann mit täglichen Absuchen Flussmündung Tonne Alte Weser B gerechnet werden, kann. Zusammenstellung
Formation melden. Station N 6687. ,,
Nachtrag für die Datensammler:
Personal Etat der Hilfsminensuch Division Geestemünde
Divisionstab: ( Anzahl 1) 1 Offizier, 1 Decksoffizier, 5 Unteroffiziere, 5 Gemeine
1 KptLt / 1 SArzt / 1 Signal Ob. Maat / 1 Ob. Maschinist / 1 Zahlmeister Asp. / 1 Verwaltungs Ob. Maat / 1Zimmermanns Ob. Gast / 1 Zimermanns Gast / 1 Schuster Ob.Gast / 1 Top. Mine-Ob. Maat
Führerboot: ( Anzahl 1 ) 1 Offizier, 1 Decksoffizier, 4 Unteroffiziere, 13 Gemeine = 19
1 Ob.Ldt. / 1 Steuerm. / 1 Signal Maat / 3 Ob. Matr. / 4 Matr. / 1 Ob. Masch. Maat / 1 Ob. Heizer / 2 Heizer / 2 Minen Ob. Matr. / 1 Mine Matr. /
Suchboot: (Anzahl 7 ) 1 Offizier, 4 Unteroffiziere, 13 Gemeine = 18 Mann
1 Ob.Ldt. / 1 Ob. Bootsm. Maat / 2 Ob. Matr. / 2 Mtr. / 1 Ob. Masch. Maat / 1 Masch. Maat / 1 Ob. Heizer / 2 Heizer / 1 Minen Ob.Bootsm. Maat / 2 Minen Ob. Matrs. / 2 Minen Matr./
Bojenboot (Anzahl 2) 1 Offizier, 5 Unteroffiziere, 12 Gemeine = 18 Mann 1 Ob.Ldt. / 1 Ob. Bootsm. Maat / 2 Ob. Matr. / 2 Matr. / 1 Ob. Masch. Maat / 1 Ob. Heizer / 2 Heizer / 1 Minen
Ob.Bootsm. Maat / 2 Minen Ob. Matrs. / 2 Mine Matrs / 1 Minen Masch. Maat / 1 Minen Oberheizer
a) Die Verteilung des Stabes auf die einzelnen Boote regelt der Divisionschef
b) Funker Zuschalg: Führerboot 1 F.T. Maat / 1 F.T. Ob. Gast / 1 F.T. Gast
Sonstige Boote mit Funk / 1 F.T. Ob. Gast / 1 F.T. Gast
c) Bei Booten mit zwei Maschinen tretten hinzu: 2 Maschinistenmaate / 1 Heizer
Wie bei sowas üblich sah es dann doch anders aus: Da es vielen der Marine-Artilleristen an seemännischer Bootführer-Qualität mangelte, waren es dann Steuermänner und anfangs auch Zivilisten, die im Verband fuhren.
Hallo zusammen! Ich habe ein Fotoalbum gefunden. Es gibt ein Foto von Hilfsminensuchbooten. Ich frage mich, wer auf dem Foto ist?
Herzliche Grüße, Vladislav.
https://drive.google.com/file/d/1rKrNoLeIpw0dMqKsjw8UEh9pq1W1Fzhs/view?usp=sharing
In Teilen bekanntes Album, nix mit HMSD Geestemünde und auch nix mit andrer HMSD
Hier mal ein weiteres Fotos am gleichen Ort zur gleichen Zeit
Mal ein kleiner Hinweis betr. der Angabe im Gröner usw der 30 Minen bei den M-Booten. Diese wurde in der Nordsee niemals geführt und auch in der Ostsee ( nicht mein Thema) kann es wohl nicht dazu. Aus den Besprechungen zwischen den Weser-Werften und der Abteilung Bauaufsicht /SBK Bremerhaven
ersichtlich, dass man bald auf die Ausrüstung mit den Minenschien völlig verzichtete, die Heckklappe aber beibehielt. Sehr gut zu sehen auf Fotos bei FOB ,,Minen & Menschen" Überhaupt ist die Entwicklung der Boot von kaum brauchbaren hin zum Arbeitstier der M-Flottillen eine recht interessante. Wobei zuerst Seebeck, dann aber Tecklenborg die technische Ausarbeitung übernahm.