Hallo Freunde !!!
Habe hier Fotos der SF 227 , weiß aber nicht ob die Nummer stmmt . Ist etwas
schwer zu lesen , vieleicht seht Ihr ja etwas anderes . Deshalb habe ich den
Rettungsring mit der Nummer vergrößert .
Gröner : SF 227 - 42 E.F.S. ; 11.5.43 10.L-Fl (?)
Ob das IG auf Foto 3 gerade über Bord geht oder am Rand der Fähre befestigt wurde
weiß ich leider nicht . Aber vieleicht hat ja jemand von Euch eine Idee .
Ach ja , ist eine SF40 Transport mit kleinem Deckshaus .
MfG Andreas :lol:
Und noch die Vergrößerung des Rettungsrings .
Ging leider nicht besser .
@Andreas,
das IG könnte eine französische 7,5cm Feldkanone M97 sein bzw. eine Variante davon. Die Ketten am Geschütz lassen darauf schließen das es an Bord verlastet ist, da der Seitenrichtbereich nicht groß genug ist um es von Bord aus einsetzen.
@ Spee
Ein Französisches Geschütz , an Beutewaffen hatte ich nicht gedacht . Suchte schon
die ganze Zeit danach , und fand es nicht . Danke . :lol:
Aber warum ist das Geschütz so nahe am Rand befestigt ? Wäre es in der Mitte der Fähre
nicht besser verstaut . Schon des Gewichtsausgleiches wegen ?
MfG Andreas
Der Seitenrichtbereich liegt bei etwa 10-15° nach jeder Seite. Könnte man in diesem Sinne schon als "Buggeschütz" einsetzen, aber mehr zur eigenen Beruhigung. Oder die Ketten sind zudem als einfaches Richtmittel am Erdsporn befestigt, dann wäre die Sache etwas anders.
@ Spee
Wäre möglich , da der Rückstoß bei den älteren Geschützen ja noch sehr hoch war .
Wenn das an der Fähre befestigt wäre , würde spätestens nach dem 5 Schuß die Fähre
etwas Schaden nehmen . Aber wenn mann die provisorischen Sachen bei Seelöwe kennt ,
ist auch das möglich . Haupsache eine Wumme an Bord ! :-D
MfG Andreas
@Andreas,
die Feldkanone M97 war eine Revolution im Artilleriewesen. Das erste Geschütz mit Rohrrücklaufbremse. Wesentlich geringerer Rückstoß als alle Waffen bis dahin und mit etwa 100% höherer Schußfolge (20 Schuß pro Minute). Deshalb durchaus als Bordwaffe möglich.
@ Spee
Wußte ich nicht , habe nicht so viel Literatur über Beutewaffen .
Dann wäre es ja möglich , das es als Bordwaffe angebracht war .
Toll , wieder ein Foto enträtselt ! :lol: Danke !!
MfG Andreas
In " Plattbugkreuzer " gibts auf Seite 21 ein Foto, einer 1908, für ein Seebatallion, gebauten 7,5cm Feldkanone und die ist deinem verschwommenen Bild nicht ganz unähnlich. :-D
@Z-Fahrer,
7,7cm Feldkanone FK 96 n.A. auf deutscher Seite. Aber die waren nach dem 1.Weltkrieg nur noch in geringen Beständen erlaubt. Das die Wehrmacht nach 1939 noch solche Waffen in brauchbaren Mengen zur Verfügung hatte glaube ich nicht.
Die französische M97 wurde in großen Mengen in Polen, Frankreich usw. erbeutet und war deshalb noch reichlich im Einsatz für die Wehrmacht (z.B. in Nordafrika und in der Sowjetunion als Pak mit gelochter Mündungsbremse! und neuer Lafette).
Ähnlichkeiten zwischen beiden Waffen sind aber durchaus vorhanden, da gebe ich dir recht.
Zitat von: Spee am 19 März 2007, 19:31:07
Ähnlichkeiten zwischen beiden Waffen sind aber durchaus vorhanden, da gebe ich dir recht.
Mehr hab ich auch gar nicht gesagt. :-D
@ Zerstörerfahrer / Spee
Habe mir das Bild auch mal angeschaut , also wurde so etwas öfter benutzt .
MfG Andreas
7,7 cm F.K.96/16: 78 Stück im Sept. 1939, 24 Stück im März 1944 vorhanden
7,5 cm F.K.16: 298 Stück im Sept. 1939 vorhanden
7,5 cm F.K.16 n.A.: ab 1934 in Produktion, 71 Stück im März 1944 vorhanden
7,5 cm le.F.K.18: 4 Stück im Sept. 1939, 39 Stück im März 1944 vorhanden, Entwicklung ab 1930, Produktion 1940 eingestellt
7,5 cm F.K.38: für Brasilien entwickelt, 80 Stück 1942 übernommen, 26 Stück im März 1944 vorhanden
Im März 1944 befanden sich 293 Stück an deutschen Feldkanonen im Kaliber 7,5/7,7 cm im Einsatz!
7,5 cm F.K.97(p): 721 Stück erbeutet (davon 80 an Rumänien), 26 Stück im März 1944 vorhanden
Diese Waffe wurde nachweislich auf MFP´s eingebaut, außerdem auch auf den Hilfskreuzern ORION und - wenn ich mich richtig erinnere - ATLANTIS, KOMET und PINGUIN. Sie war baugleich mit
7,5 cm F.K.231(f): 683 Stück im März 1944 vorhanden
und
7,5 cm F.K.232
7,5 cm F.K.M/97
Wahnsinn!
Das nenne ich mal genaue Zahlen!
Danke!
Hallo,
Sehr interessante Bilder und von Peter wieder einmal erstaunliches Datenmaterial.
Aber könnte die Kanone nicht am Heck stehen? Mir kommt das weiße in der Bildmitte, am Fzg-Eck (Endschiff?) eher so vor, wie Fahrwassergischt bzw Mischung aus Fahrwassergischt und Auspuffabgasen am Heck. Wo waren eigentlich bei den Siebelfähren die Auspuffendstücke?
Wasser vor dem Bugbereich, Bugwellen u. Kielwasser sieht doch anders aus
Oder unterliege ich bei der Bildbetrachtung einem Irrtum.
mfg
Ferenc
@Peter,
die deutschen Feldkanonen dürften aber alle eine Spreizlafette besessen haben. Die auf dem Bild hat einen Erdsporn, so wie viele der eingelagerten französischen Feldkanonen M97.
@Ferenc,
möglich das sie an Heck steht. Könnte man sicher genauer klären.
Moin Moin,
der Erdsporn und die kurze Rohrwiege sprechen schon für eine 7,5 cm F.K.97, ob aus poln. oder franz. Beständen ist da so ziemlich egal. Aber ist das wirklich ein Sporn, oder nur eine zusammengeklappte Spreizlafette ? Das Bild kann mir das nicht eindeutig genug liefern. Allerdings spricht die Einbuchtung des Schutzschildes über dem Rohr wieder gegen ein Typ 97, spätere Umbauten nicht ausgeschlossen. :-D
@ Peter,
die Aufstellung einer reinen 7,5 cm F.K.97 in Feldausführung auf MFP`s dürfte eine reines Provisorium in der Anfangszeit gewesen sein, so wie bei der Öselunternehmung 1941. Wenn ich das alles richtig interpretieren, hat man extra eine Lafette für das Typ 97-Rohr gebaut ( Schneider-Creuzot ). Ein gutes Bild der 7,5cm Feldkanone S.K.97 ( Bezeichnung laut Schneider ) in " Plattbugkreuzer " Seite 21.
@Z-Fahrer,
definitiv Erdsporn. Der Hohlraum in der Mitte ist eigentlich nur bei einem Erdsporn üblich (Lademöglichkeit bei größerer Rohrerhöhung), bei eine Spreizlafette unnötig. Am Ende des Sporns ist auch nur ein Griff zum Heben/Senken/Verschieben des Sporns, bei einer Spreizlafette wären da 2.
Du hast bestimmt einen Schärfefilter in deinen Augen eingebaut :-D , denn ich sehe da nur ein verschwommenes Etwas.
Hier mal einen Link zur poln. Wiki : http://pl.wikipedia.org/wiki/Canon_de_75_mod%C3%A8le_1897
Ganz unten sieht man ein Bild der poln. Variante der Kanone. Ich würde sagen, das da der angesprochene Hohlraum fehlt. Ein Bild einer franz. Variante mit Sporn hab ich leider nicht gefunden und das oben geschlossene Schutzschild irritiert mich immer noch.
Im Grunde genommen aber auch egal, da ich mir nicht vorstellen kann, das die mit einem Erdsporn versucht haben , von einer Siebelfähre zu schiessen. Wird also nur ein Transport einer Feldkanone gewesen sein.