https://defence-network.com/ausstieg-f126-deutsche-marine-8-meko-fregatten/
Axel
Danke fürs teilen. Habe den Artikel heute Nachmittag auch gelesen. Bisher die einzige Onlinequelle, die darüber berichtet, oder? Die mittlerweile zwei Updates zu dem Artikel sind auch nett. Scheint drei unabhängige Quellen zu geben und auch die Meko-Lösung, die im Originalartikel steht, scheint demnach vielleicht doch nicht (?) im Raum zu stehen. Da ist gerade ganz viel Musik drin.
https://www.hartpunkt.de/marine-mehr-fregatten-des-typs-f127-und-eine-anstehende-entscheidung-zur-f126/
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/kieler-werft-tkms-winkt-milliardenauftrag-der-deutschen-marine,marine-132.html
In der Tat, eine interessante Nachrichtenlage
Axel
Noch ist nicht klar, was mit der Klasse 126 (Niedersachsen-Klasse) passieren wird.
Aber haushaltsrechtlich wurde auch eine Finanzierung einer Alternative zum aktuellen Programm vom Haushaltsausschuss vorläufig finanziell möglich gemacht (noch qualifiziert gesperrt):
https://www.hartpunkt.de/bundestag-stellt-78-milliarden-euro-fuer-f126-alternative-bereit/ (https://www.hartpunkt.de/bundestag-stellt-78-milliarden-euro-fuer-f126-alternative-bereit/)
https://esut.de/2025/11/meldungen/65324/fregattenprogramm-f126-bundestag-stellt-die-weichen-fuer-einen-kurswechsel/ (https://esut.de/2025/11/meldungen/65324/fregattenprogramm-f126-bundestag-stellt-die-weichen-fuer-einen-kurswechsel/)
Auf Hartpunkt gibt es einen Bericht, dass das Bundesministerium der Verteidigung einen Vorvertrag mit TKMS zum Bau von MEKO A-200-Fregatten für die Deutsche Marine abschließen will:
BMVg will Vorvertrag für MEKO A-200 DEU mit TKMS schließen (https://www.hartpunkt.de/bmvg-will-vorvertrag-fuer-meko-a-200-deu-mit-tkms-schliessen/)
Parallel zu oder als Ersatz für die Klasse 126?
Anscheinend steht die F 126 - Klasse auf der Kippe und man denkt darüber nach, sie durch MEKO-A200 zu ersetzen, da der niederländische Auftragnehmer Damen wiederholt vertraglich festgelegte Meilensteine nicht eingehalten habe:
https://augengeradeaus.net/2026/02/noch-keine-entscheidung-ueber-f126-aber-schon-mal-projektstart-meko200/
Ja, siehe:
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=462651 (https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=462651)
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=465037 (https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=465037)
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=461458 (https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=461458)
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=461461 (https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?msg=461461)
Die letzten Nachrichten war, dass NVL mit dem Bau der F126 voran kommt und es wahrscheinlich wäre, dass sowohl F126 als auch MEKO A-200 DEU gebaut würden. Letztere, um früher über neue Schiffe zu verfügen.
Siehe auch
https://www.hartpunkt.de/nur-teilerfolge-fuer-f126-und-meko-fregatten/ (https://www.hartpunkt.de/nur-teilerfolge-fuer-f126-und-meko-fregatten/)
Hat sich eigentlich, wer in Berlin schon mal Gedanken gemacht, woher man bei der ständig abnehmenden Bevölkerung und einer kaum ,,wehrwilligen" jungen Generation das Personal herbekommen will? Schon heute gibt es einen ,,Personalengpass "
Ich vermute, dass die Frage rein rhetorisch ist?
Das Thema, wie man die Zahl der Leute in der Bundeswehr erhöhen kann (Wehrpflicht ja oder nein) war schließlich eines der großen politischen Streitthemen 2025 und endete in dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz.
Parallel werden die Schiffe so konstruiert, dass sie oft mit weniger der Hälfte der Besatzung gefahren werden können und die Planungen sehen eine Vielzahl von unbemannten Fahrzeugen vor.
Also das ist eines der großen Themen, das laufend diskutiert wird - und zwar in praktisch alle Marinen, zumindest in allen westlichen.
Ich vermute, dass die Frage rein rhetorisch ist? ...das ist sie natürlich. Schau man die bald anstehenden Bestellungen an, so sind es klassisch bemannte Dampfer. Außerdem gibt es neben den Menschen an Bord noch einen reichlich großen Bedarf an Verwaltung, Technik, Versorgung usw an Land. Glaube kaum, dass man das alles mit wenig Menschen und viel KI/Robotern leisten kann. Wehrpflichtige mit Kurzzeit Dienst sind auch keine große Hilfe und auch die muss man erst einmal haben. Na ja, alle rein rhetorisch und erleben werde ich es -alterstechnisch- wohl kaum.
Bei einer sehr lauten Debatte zu fragen, ob sich Berlin schon mal Gedanken über dieses Thema der sehr lauten Debatte innerhalb und außerhalb der Regierungskoalition gemacht hat, ist halt etwas merkwürdig oder? Das Argument, dass Wehrpflichtige da keine große Hilfe sind, war übrigens auch Teil der Debatte.
Und zur Besatzungsstärke: die Fregatten der Brandenburg-Klasse (Klasse 123) benötigen 236 Personen als Besatzung, die Niedersachsen-Klasse (Klasse 126) voraussichtlich nur 114. Natürlich kann jetzt daraus nicht automatisch sagen, dass man mit einer Besatzung einer Brandenburg-Klasse zwei Fregatten der Niedersachsen-Klasse betreiben könnte, da die Anteil von hochqualifizierten Personen unterschiedlich sein dürfte. Aber auf jeden Fall werden pro Schiff weniger Leute gebraucht.
Aber es ist halt nicht so, dass sich niemand Gedanken machen würde. Wie gesagt: das ist ein sehr großes Thema...
Langsam lohnt ein eigenes Thema, daher habe ich alle von maxim genannten Links mal mit diesen Beiträgen hier zusammengeführt.
Es gibt einen Bericht, dass es eventuell auf beide Klassen hinauslaufen wird - aber anscheinend ist immer noch keine Entscheidung gefallen:
Verteidigungsministerium plant den Kauf von vier Fregatten der Klasse MEKO A-200 (https://www.hartpunkt.de/verteidigungsministerium-plant-den-kauf-von-vier-fregatten-der-klasse-meko-a-200/)
Hier noch ein Artikel:
Update F126-Projekt: Erhält die Marine acht MEKO A-200 DEU Fregatten? (https://suv.report/update-f126-projekt-erhaelt-die-marine-acht-meko-a-200-deu-fregatten/)
Hallo,
ZitatNach den Verzögerungen beim Bau von Fregatten will nun der Rüstungskonzern Rheinmetall in die Produktion einsteigen. »Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen«, sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems bei Rheinmetall,...
Anfang April hatte Rheinmetall für 1,5 Milliarden Euro die Marinewerft-Sparte NVL der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen. Deren Zentrum ist die Hamburger Werft Blohm+Voss.
....Die Übernahme durch Rheinmetall als Generalunternehmer ist eine von zwei Optionen, die das Verteidigungsministerium derzeit verfolgt.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rheinmetall-will-fregatten-fuer-marine-bauen-a-025fe644-449a-429a-a332-27b02b520bfa?sara_ref=re-so-app-sh
Die Klasse 123 soll bei der Modernisierung ähnliche Systeme wie die Klasse 128 (also MEKO A-200) erhalten, was u.a. die Schulung auf den Systemen erleichtern sollte:
Zur U-Jagd modernisierte F123 soll eine hohe Systemgleichheit mit zukünftigen F128-Fregatten aufweisen (https://www.hartpunkt.de/zur-u-jagd-modernisierte-f123-soll-eine-hohe-systemgleichheit-mit-zukuenftigen-f128-fregatten-aufweisen/)
Guten Morgen,
https://www.berliner-zeitung.de/article/f126-fregattenprojekt-vor-dem-aus-pistorius-will-programm-offenbar-beenden-10127669
Also wird es kein pocket battle ship für die Deutsche Marine geben.
Der angearbeitete Rumpf kann ja immer noch bei Ansprengversuchen aufgebraucht werden.
Viele Grüße
Wenn ich mir die Daten von der F126 ansehe, wundere ich mich eh, wie man ein Schiff kreiert, dass größer als eine Arleigh Burke ist, aber nicht annähernd die Bewaffnung hat. Na gut, war halt "nur" eine Fregatte und kein Zerstörer... :-D
Aber Schiffsklassen scheinen ja eh relativ zu sein, wenn man sich japanische Kreuzer mit Flugdeck anschaut.
Das Verteidigungsministerium meldet jetzt auch offiziell, dass das Projekt Fregatte 126 beendet wurde:
Verteidigungsministerium beendet das Rüstungsprojekt Fregatte F126 (https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/beendigung-ruestungsprojekt-fregatte-f126-6115992)
Stattdessen werden bis zu 8 Fregatten des Typs MEKO A-200 (Klasse 128?) gebaut werden. Diese sind wesentlich kleiner.
Zu der Größe der Klasse 126: ich denke, dass ein größeres Schiff immer den Vorteil bietet, leichter nachgerüstet und modernisiert werden zu können als ein kleines, gerade ausreichend für die Aufgabe großes Schiff. Man schaue sich an, was aus den britischen Typ 42 und Typ 22 geworden ist.
Die Klasse 126 wäre wohl auch seetüchtiger gewesen und hatte eine größere Reichweite gehabt.
P.S. die japanischen Flugzeugträger der Izumo-Klasse erhielten letztes Jahr statt DDH- (hubschraubertragender Zerstörer) CVM (Mehrzweck-Flugdeckkreuzer)-Rumpfnummern. Soweit ich es verstehe, hat die japanische Marine diese Schiffe aber auch davor nicht Zerstörer genannt, sondern Geleitschiff. Es gibt heute keine international akzeptierten Definitionen von Begriffen wie Kreuzer, Zerstörer, Fregatte und Korvette. Mit Größe hat dies nicht unbedingt etwas zu tun, britische Fregatten waren z.B. oft größer als Zerstörer (Typ 22 vs. Typ 42), die neueren deutschen Fregatten sind auch größer als frühere Zerstörer. Im 19. Jahrhundert waren Fregatten noch sehr große, kreuzerartige Schiffe - die letztlich zu groß und zu teuer für ihre Aufgaben wurden und durch Korvetten und dann Kreuzer ersetzt wurden. In den 1950ern waren die Fregatten der US Navy und der französischen Marine größer als Zerstörer. Das änderte sich bei der US Navy erst 1975, als die US Navy sich der Definition der Royal Navy bzw. NATO annäherte (Fregatten (DL/DLG/DLGN) wurden zur Kreuzern (CG/CGN) und Geleitzerstörer (DE/DEG) zu Fregatten (FF/FFG).
Zitat von: lafet944 am 24 Juni 2026, 08:43:21Der angearbeitete Rumpf kann ja immer noch bei Ansprengversuchen aufgebraucht werden.
Oder für ein Schulschiff
Deutschland verwendet werden.
Hier noch ein Link zum BMVg:
https://www.bmvg.de/de/presse/projekt-fregatte-f126-wird-beendet-6115980 (https://www.bmvg.de/de/presse/projekt-fregatte-f126-wird-beendet-6115980)
Und noch ein link mit ein paar Zahlen:
https://de.euronews.com/my-europe/2026/06/24/pistorius-fregatte-rheinmetall-aktie-tkms
Hat jemand Informationen zum Zustand des Rumpfs der ersten Fregatte der Klasse 126?
Ich hätte gedacht, dass der nicht weit gekommen ist. Der Grund für die Verzögerung (und damit dem Abbruch) war, dass Damen die Pläne nicht an die Peenewerft übermitteln konnte.