Salve,
dieses Thema ist nun seit ungefähr 16 Jahren in diesem Forum "anhängig" und neben natürlich Allen die sich beteiligen wollen, ein ungeklärtest Thema zwischen mir und Urs!
Ich bin bekennder Anhänger von Graf Spee, Hipper, Marschall und Kurt Cäsar Hoffmann, weil alles was ich lesen und zusammentragen konnte, haben sie sich nie vom wehenden Union Jack irgendwie, in ihren Entscheidungen, beeindrucken lassen, was für deutsche Seeoffiziere eher außergewöhnlich war.
Ich muss dazu anfügen, dass ich 100% davon überzeugt bin, das wenn Hoffmann Graf Spee (Schiff) geführt hätte, dass das anders ausgegangen wäre, genauso wenn Marschall das Kommando als Flottenchef über Rheinübung gehabt hätte.
Natürlich sind das Behauptungen und ich kann auch nicht das komplette Gegenteil beweisen, aber beide Offiziere waren bei sich und ihren Schiffen und Technik (damit vertraut) und nach allen was man lesen kann, nicht sklavisch der SKL oder dem Großadmiral (innerlich) verpflichtet. Viel mehr "tauchten" sie in eine taktische Lage ein, und handelten nach ihrer Übersicht/Einsicht und Erkenntnis! Der Mann der vor Ort, die Übersicht hat, abseits von SKL und Großadmiralen und deren Befehlen.
Lütjens war nachweissbar und belegbar mehr als verhaftet seinen SKL und Raeders Befehlen, um sich Handlunhsfreiheit zu erlauben, ähnliches gilt für Langsdorff, der sich an die SKL Befehle hielt, trotz besserer Erkenntniss mit seinem LI (Maschinenanlage), und als "Torpedofahrer" nicht wirklich "geeeignet" war für Graf Spee in einem Gefecht.
Ähnlich haben Graf Spee und Hipper gehandelt, auch wenn alle Fehler gemacht haben, war nie der wehende Union Jack, der Anlass für die Fehler, was ich persönlich mehr als schätze.
Hallo Carsten,
spannendes Thema die hochrangigen Offiziere zu bewerten, aber werden hier nicht zwei Themen miteinander 'vermischt'? Einerseits wird insinuiert, dass bei unmittelbaren Gefechtshandlungen mit brit. Einheiten Fehlentscheidungen getroffen werden und andererseits, dass man Befehle der vorgesetzten Kommandos lageabhängig interpretieren soll.
ZitatIch bin bekennder Anhänger von Graf Spee, Hipper, Marschall und Kurt Cäsar Hoffmann, weil alles was ich lesen und zusammentragen konnte, haben sie sich nie vom wehenden Union Jack irgendwie, in ihren Entscheidungen, beeindrucken lassen, was für deutsche Seeoffiziere eher außergewöhnlich war.
Hast Du Negativbeispiele (außer den Deinerseits angeführten Langsdorff und Lütjens), damit wir den Querschnitt etwas vergrößern können; im Besonderen auf den Umstand bezogen, dass der Union Jack die Leistung eines dt. Flaggoffiziers unmittelbar beeinflusst hat.
Kannst Du uns auch einige Literaturempfehlungen (Bücher, BAMA, NARA, usw.) zu den o. g. Herren geben ? V. a. bei K.-C. Hoffmann liegt mir persönlich wenig vor, deswegen alleine wäre das Thema schon erkenntnisreich genug, um auf entsprechende Quellen verwiesen zu werden.
Gruß
David
PS @Carsten, nicht als persönlichen Angriff auf Dich verstehen, aber magst Du bitte das Eingangspost redigieren
Zitat von: Thor am 13 Februar 2026, 09:28:59Hallo Carsten,
spannendes Thema die hochrangigen Offiziere zu bewerten, aber werden hier nicht zwei Themen miteinander 'vermischt'? Einerseits wird insinuiert, dass bei unmittelbaren Gefechtshandlungen mit brit. Einheiten Fehlentscheidungen getroffen werden und andererseits, dass man Befehle der vorgesetzten Kommandos lageabhängig interpretieren soll.
ZitatIch bin bekennder Anhänger von Graf Spee, Hipper, Marschall und Kurt Cäsar Hoffmann, weil alles was ich lesen und zusammentragen konnte, haben sie sich nie vom wehenden Union Jack irgendwie, in ihren Entscheidungen, beeindrucken lassen, was für deutsche Seeoffiziere eher außergewöhnlich war.
Hast Du Negativbeispiele (außer den Deinerseits angeführten Langsdorff und Lütjens), damit wir den Querschnitt etwas vergrößern können; im Besonderen auf den Umstand bezogen, dass der Union Jack die Leistung eines dt. Flaggoffiziers unmittelbar beeinflusst hat.
Kannst Du uns auch einige Literaturempfehlungen (Bücher, BAMA, NARA, usw.) zu den o. g. Herren geben ? V. a. bei K.-C. Hoffmann liegt mir persönlich wenig vor, deswegen alleine wäre das Thema schon erkenntnisreich genug, um auf entsprechende Quellen verwiesen zu werden.
Gruß
David
PS @Carsten, nicht als persönlichen Angriff auf Dich verstehen, aber magst Du bitte das Eingangspost redigieren
Zum letzten Satz, nein!
Kann ich alles belegen und beweisen? Nein!
Es ist ein difuses Gefühl und wenn man mit den Leuten spricht, erhärtet es sich, wie sie über die Royal Navay sprechen.
Der Respekt ist m.A. nach zu groß und das geht hundert Jahre zurück.
War Bödecker vom Union Jack "geblendet" -> M.A. ja.
Tirpitz orientierte sich nur am Union Jack, an nichts anderem.
Raeder stand Zeit seines Lebens unter dem Eindruck des Union Jacks, ohne sich davon zu befreien.
Warum war Lütjens fatalistisch, bevor es Not tat?
Ich kann jetzt nicht jedes deutsche Gefecht aufzählen, klar war die Ausgangslage im WWII bescheiden, trotzdem musste man sich nicht gleich in die Hosen scheißen.
Viele haben es nach Gefechtsberichten gemacht, viele haben sich dagegen gestämmt, die Engländer können eben auch nicht über Wasser laufen!
Es war ambivalent, um es mal diplomatisch auszudrücken.