Moin, werte Kollegen
Ist irgend jemand in der Lage, dieses Bild belastbar zu datieren, also etwa monatsgenau?
https://digitaltmuseum.se/021015563197/kiel-signalturm-mit-hafen-und-blucherbrucke/media?slide=0
Unser aller Freundin Ka-ih wirft da nichts Eindeutiges aus.
Gruß - Hägar
Ohne, das eine definitive Aussage gefällt werden kann: Links ein Brite, hinten SH und Publikum in Hoch-Sommersonntagstatt - also wohl Kieler Woche möglich
Hai
KI:
ZitatIm Jahr 1936 war die Dyckerhoff & Widmann AG (Dywidag) vor allem im maritimen und militärischen Infrastrukturbau im Raum Kiel aktiv. Die Bautätigkeit konzentrierte sich auf die Erweiterung der Hafenanlagen sowie Ufer- und Molenbefestigungen, unter anderem in den Bereichen Kiel-Friedrichsort, Kiel-Dietrichsdorf und am Hafen Kiel selbst.
Olympische Spiele?
Danke für die Erstbemühungen.
Da SX noch die Flagge vor dem Flaggenwechsel vom November 1935 zeigt, ist 1936 nicht möglich.
Gruß - Hägar
Im Juli 1933 war die HMS Frobisher und die Gorch Fock im Kieler Hafen. Eventuell kann jemand die Schiffe auf dem Foto identifizieren ?.
Grüße Joern
Hallo zusammen,
es dürfte die bereits erwähnte HMS Frobisher sein. Ein Vergleichsbild des Schiffes ist hier:
https://www.alamy.de/hms-frobisher-ein-schwerer-kreuzer-der-hawkins-klasse-der-hier-1932-gesehen-wurde-als-sie-als-trainingsschiff-eines-kadetten-eingesetzt-wurde-von-british-warships-veroffentlicht-1940-image463727743.html
Da noch die alte Reichskriegsflagge gesetzt wurde, dürfte es das Jahr 1934/35 sein. Es gibt sogar ein Film des Besuches der HMS Frobisher,
https://www.filmportal.de/film/besuch-des-englischen-kreuzers-hms-frobisher-in-kiel-archivtitel
Viele Grüße
Lothar
https://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=10666.msg172597#msg172597
Runterscrollen!
Hallo in die Runde
Die von Jörg 'ausgegrabene' seinerzeitige Datierung von Reichsmariner entspricht der Notiz in der Marine-Rundschau 38(1933), S.376.
Dazu gibt es auch einen aus Standbildern komponierten Film (https://www.youtube.com/watch?v=O6W2ZokxtQ8), wo bei 00:55 die FROBISHER zu sehen ist (ein Bild aus dem Stadtarchiv Kiel).
Die KI will mir darüberhinaus weismachen, dass sie auch 1934 in Kiel war, und zwar zusammen mit den Kreuzern ACHILLES und LEANDER.
Letztere sind als Besucher in der MR 39(1934), S.328/378, erwähnt, FROBISHER hingegen nicht.
Auch 1935, dem letzten Jahr mit der im Bild zu sehenden swr Flagge, war FROBISHER nicht in KIel, wenn die MR-Chroniken der Auslandsbesuche vollständig sind.
Daraus ergibt sich ein Identifizierungsproblem:
Über das Sonnensegel der FROBISHER hinweg sind zwei ausgemusterte Schiffe im Arsenal zu erkennen, hier eine Vergrößerung:
HV+QQ_1933.07.jpg
Der dunkle Gefechtsmast und die drei Schormsteine links daneben gehören zur aD-gestellten HANNOVER, gesehen von stb.voraus (rechts vom Gefechtsmast der geschützlose Turm A und das Vorschiff).
Aber zu wem gehören die die sehr hoch aufragenden zwei Schornsteine links daneben?
Der massive Mast-Unterbau, zu erkennen beim rechten, dem achteren Schornstein schließt einen der alten Kleinen Kreuzer aus.
Wer von den älteren größeren Einheiten mit glatten Schornsteinen hat bis in die 1930er Jahre überlebt und lag im Kieler Arsenal?
Wenn man dem DDK/1neu folgt, dann waren alle Einheiten der alten KAISER-Klasse längst verschrottet.
Ebenso WITTELSBACH, WETTIN, SCHWABEN und MECKLENBURG; die zur gleichen Klasse gehörende ZÄHRINGEN fuhr seit mehreren Jahren als Zielschiff.
BRAUNSCHWEIG und ELSASS (denen dann der mittlere Schornstein fehlen müsste) lagen als Hulks in Wilhelmshaven.
HESSEN stellte erst im November 1934 außer Dienst, und zwar ebenfalls in Wilhelmshaven zur IDSt von ADMIRAL SCHEER.
PREUSSEN wurde 1931 auch dort abgebrochen und LOTHRINGEN etwa gleichzeitig in Hamburg.
Zu welcher Einheit also gehören die Schornsteine, wenn die Datierung auf Mitte Juli 1933 stimmt?
Auf klärende Überlegungen bin ich gespannt.
Gruß – Hägar
Hallo,
ich zitiere mal aus einem Logbuch eines Kadetten, der 1933 auf der "Gorch Fock" war:
14.Juli 1933 Es liefen ein "Leipzig", "Königsberg" und "Schlesien", sowie das Fernlenkschiff "Zähringen". In der Nacht war die "Hessen" eingelaufen.
Vorher am 11.Juli 1933 wurde die "GF" mit dem Schlepper "Dorsch" nach den Deutschen Werken abgeschleppt.
Auf dem "Marinefriedhof" sahen wir den Rotor "Barbara" den Rumpf der "Niobe" liegen.
Vielleicht läßt sich mit diesen Angaben eine Zuordnung finden.
Im Anhang einige Abbildungen aus dieser Zeit. Leider etwas klein.
Grüße Joern
GF013a.jpg
Guten Tag in die Runde
@ Jörn: Besten Dank und Chapeau für Deine Fundgrube.
Bei meinem allerersten Nachdenken über die Identität kam mir spontan das andere Rotorschiff BUCKAU mit seinen zwei Rotoren in den Sinn.
Dies habe ich allerdings sofort wieder verworfen, zum einen wegen der fehlenden 'Teller' oben auf den Rotoren, zum anderen wegen des Mastunterbaus, der kriegsschifftypisch ist.
BARBARA hatte im übrigen drei unterschiedlich hohe Rotoren, so dass sie (selbst bei fehlendem Mittelrotor) als Kandidat ausfällt.
Will unter dem Strich heißen: Das Mysterium besteht fort.
Und die Spannung wächst :-)
Gruß - Hägar
Mich erinnert das eher an Röhren als an Schornsteine. Zum Bleistift ähnlich den Röhren die in Scapa Flow zur Bergung der Wracks verwendet wurden.
Irgendeine Arbeitsplattform mit absenkbaren Röhren für Arbeiten am Hafengrund?
War einer der Auflieger abgesackt und man nutzte solche Röhren zur Unterstützung der Bergungsarbeiten?
Hallo, Jörg
Interessanter Gedanke.
Bin allerdings skeptisch, dass das die Lösung ist.
Die langen Scapa-Röhren waren der Wassertiefe über den Wracks geschuldet und wurden erst sichtbar, als die Schiffskörper aufschwammen, übrigens von einer ganzen Reihe von Stagen gehalten (die in 'unserem' Bild fehlen).
Die Wassertiefe im Arsenalbecken Kiel kenne ich zwar nicht, aber dass es sehr viele Meter Wasser unter dem Kiel einer schwimmenden Einheit gegeben hat, scheint mir sehr unwahrscheinlich zu sein. Als Stützargument: Wrack SCHEER, das noch gut aus dem Wasser ragte, sowie das auf ebenem Kiel gesunkene Wrack KÖLN in Wilhelmshaven. Da wären für eine Hebung sicher keine Röhren dieser Ausmaße notwendig gewesen.
Einstweilen bleibe ich also bei meinem Verständnis, dass dies Schornsteine sind, und zwar einer größeren Einheit.
Nochmals zur Verdeutlichung der Hinweis auf diesen Mastunterbau, darüber die markante Saling auf fast Schornstein-Oberkante, und links auf den dunklen Block, der wohl der Brückenkomplex ist:
LiS.QQ_33.07.21(-25)_Kiel,Arsenal.jpg
Gruß - Hägar